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Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Moin,

nachdem ich nun einigermaßen wieder zuhause angekommen bin, wollte ich nochmal meine Ausrüstung Revue passieren lassen, ehe die Erinnerungen an die Details verloren gehen.

Ich poste hier nochmal die Liste mit der ich letztlich gestartet bin (variiert leicht von der aus dem Vorbereitungsfaden):

PCT '16 Packliste Start.xls

und die letztendliche Packliste, mit der ich den Trail beendet habe:

PCT '16 Packliste Ende.xls

Zusätzlich kamen noch ein paar Sachen ausschließlich in den Sierras dazu.
Die Sachen liste ich hier mal so auf:

- Mikrospikes von Kathoola, 364g
- Black Diamond Raven Pro Eisaxt mit Handschlaufe und Klingenschutz, 428g
- Bärenkanister BV500, 964g
- ZPacks Possum Handschuhe, 41g
- Sea to Summit Kopfnetz, 22g
- Gossamer Gear Thinlight Pad, 82g
- Patagonia R1 Hoody, 367g


Mehrgewicht in den Sierras total: 2,268 kg


So nun zum eigentlichen Review:


Bewertet werden die Ausrüstungsgegenstände mit einer Skala von 1-10, wobei ich eher streng bewerte.

1Punkt= totaler Reinfall, nie wieder verwenden
10Punkte= Non-Plus-Ultra, würde ich für den Rest meiner "Outdoorkarriere" so beibehalten

Die großen 4:


Rucksack 1: Custom Laufbursche Huckepack 55L 617g, 7 Punkte:

Gut gefallen, haben mir Seitentaschen des Packs.
Die Wasserflachen/Snacks waren beim Laufen bestens erreichbar.
Auch waren sie weit genug geschnitten, um zusätzlich zu Wasserflaschen auch noch andere Kleinigkeiten zu verstauen.

Die Große Meshtasche, war sehr robust und praktisch. Obwohl ich scharfkantige Gegenstände wie Heringe in die Tasche getan habe, keinerlei Abnutzung.
Das DxG und der Corduraboden haben sich als äußerst robust erwiesen und ich bin nicht gerade zimperlich mit dem Pack umgegangen.
Der Sitz war ziemlich gut, besonders der Hüftgurt saß ausgezeichnet.

Ein paar Sachen haben für mich am Ende nicht mehr so gepasst, deshalb habe ich den Rucksack nach ca. 1200Meilen gewechselt
(Dafür konnte der Rucksack an sich aber nichts)

Vor und nach den Sierras war mir das Volumen entschieden zu viel. Die 55L habe ich meistens nicht einmal zur Hälfte ausgefüllt.
In den Sierras mit Bärenkanister & Co, war das zusätzliche Volumen willkommen, auch wenn 45L wahrscheinlich gereicht hätten.
Die Lastenkontrollriemen sind leider beide gerissen
(Eigene Schuld, ich bin mit Anlauf und voll beladenem Pack über einen Bach gesprungen...Die ungewöhnliche seitliche Krafteinwirkung hat die Naht reißen lassen. Die danach einseitige Belastung war dann bald auch für den anderen Riemen zu viel.).

Nicht ganz so begeistert, war ich von dem Reißverschlussfach, in das das Rückenpolster eingeschoben werden sollte.
Bei vollem Pack war es eine arge Friemelei, das Rückenpolster raus zunehmen und wieder rein zuschieben, um es beispielsweise als Sitzkissen in Pausen zu verwenden.
Die Flügel vom, ansonsten perfekten, Hüftgurt waren mir etwas zu lang.
Ich habe in kurzer Zeit sehr viel abgenommen und konnte nach einiger Zeit den Hüftgurt nicht mehr eng genug stellen.
Die Laschen zum befestigen der Hüftgurttasche könnte aus einem anderen Material sein.
Nach einigen Malen ab- und dran machen der Hüftgurttasche, waren die Laschen durch gerieben. Der Karabiner ist ziemlich scharfkantig.

DSC00510.jpg


Rucksack 2: Gossamer Gear Pilgrim 36L 554g, 7 Punkte:

Der Pack hat mir auch gut gefallen, ich mochte den Rolltop Verschluss lieber, als den vom Huckepack.
Man konnte den einfach weiter komprimieren.
Bis zu fünf Tage Nahrung habe ich da reinbekommen (zugegeben sehr gequetscht :))
Die große Meshtasche konnte ich während des Laufen erreichen, was gut war.
Das Mesh der Außentasche war an sich jedoch nicht so robust, und hat jetzt ein paar kleine Löcher.
Die Seitentaschen waren, anders als beim Huckepack, zu hoch und schmal geschnitten.
Es haben nur schmale Flaschen reingepasst (Gatoradeflaschen nicht wirklich gut) und 0,5L Flaschen waren auch nur mit Verrenkung beim Laufen rauszuholen.
Der Hüftgurt saß nicht ganz so gut, konnte jedoch ausreichend eng gestellt werden.
Die fest integrierten Hüftgurttaschen waren aus Mesh, was nicht so vorteilhaft war.
Ich habe zum Beispiel meine Kamera darin verstauen wollen und das war im Grunde nicht möglich, da Feinstaub usw. durch das Mesh eindringen konnte.
Ich hätte es gut gefunden, wenn der Hüftgurt auch abnehmbar gewesen wäre, wie beim Modell "Kumo".
Die Schulterriemen haben teilweise unangenehm gedrückt, waren im Vorteil zum Huckepack jedoch aus Mesh.


Z-Packs Rectangular Tarp 3m x 2,6m 260g, 5 Punkte:

Das Tarp hat trotz seiner Größe ein kleines Packmaß und ist relativ leicht.
Aber ansonsten war es einfach zu breit und nicht wirklich lang genug ohne Beak.
Ich bin 1,94 und habe, wenn flach aufgebaut mit den Füßen immer das Tarp berührt.
Das Tarp hat 12 Abspannpunkte. Das ist ziemlich nervig, wenn man jede Leine beim Aufbauen einzeln knotet und kostet Zeit.
Die Größe des Tarps ist auch ziemlich limitierend bei der Zeltplatzsuche gewesen (auf dem PCT teilweise nicht zu unterschätzen).
Ich hatte zum Glück kaum schlechtes Wetter, einen Schneesturm mit Gewitter in den Sierras hatte ich aber.
Ich hätte meinen Schlafplatz günstiger wählen können, jedoch würde ich in Zukunft lieber nicht mehr mit einem Tarp in die Sierras ziehen.


Quilt: Katabatic Gear Sawatch Flex Quilt mit waterresistant down und 2 Oz Overfill 1007g, 7 Punkte:

Den Quilt hatte ich mir nach Tehachapi bestellt, kurz bevor es nach Kennedy Meadows bzw. in die Sierras ging. Der Zpacks Quilt, den ich vorher hatte, war einfach ncihts für die zu erwartenden Temperaturen.
Zunächst muss ich erwähnen, dass der Customerservice ausgezeichnet war.
Der Quilt wurde für mich, zusammen mit passendem Bivy, im Prinzip sofort und ohne Wartezeit hergestellt, damit ich ihn noch rechtzeitig erhalte.
Ich konnte nichts wiegen und mit der wasserresistenten Daune, der Größe und dem Overfill ist er dann etwas schwer geraten..
Immerhin hat er mich zuverlässig warmgehalten und ich fand es sehr gut, dass man den Quilt auch komplett als Decke verwenden konnte oder nur das Fußende belüften konnte.
Wenn gewollt, war die Footbox aber auch komplett und dicht verschließbar.
Beim Schlafsack/Quilt, trage ich gerne auch ein bisschen mehr, wenn er überzeugt.


Isomatte: Therm-A-Rest, Z-Lite (6 Segmente) 164g; Gossamer Gear Thinlight 82g, 8 Punkte:

Nach einer Eingewöhnungsphase von ca. einer Woche, konnte ich sehr gut auf der Zlite schlafen. Man sollte jedoch Probe liegen, bevor man endgültig sein Nachtlager aufschlägt und ggf. vorher kleine Stöcken & Steinchen entfernen.
Das gilt besonders, wenn die Knie nicht mehr mit auf dem Pad sind.
Angefangen habe ich mit 8 Segmenten Zlite, dann aber auf 6 reduziert.
Die Beine kommen logischerweise auf den Rucksack.
Das Thinlightpad hatte ich nur in den Sierras und Washington dabei, um zusätzliche Isolation zu haben und Kältebrücken an den Knien zu vermeiden. Der alleinige R-Wert, der Zlite kann in den genannten Bereichen schonmal nicht ausreichen.
Ich habe es auch versucht nur auf dem Thinlightpad zu schlafen, das war mir mit 3mm Dicke dann aber doch ein wenig zu ungemütlich.


 

Kleidung:


 

Daunenjacke: Mountain Hardware Ghostwhisperer XL 250g, 6 Punkte:

Die Jacke war zwar leicht und gut komprimierbar, aber war mir, wenn ich sie dann mal brauchte auch nicht wirklich warm genug.
Ich habe die eigentlich nur im Camp getragen und da hätte ich mich im Prinzip auch in den Schlafsack kuscheln können.
Zudem habe ich die Jacke als Kissen benutzt, was für mich eine komfortable Lösung war.
Ich würde dich Jacke als Luxusgegenstand einstufen und sie wahrscheinlich beim nächsten mal zuhause lassen.
Als Kissen könnte man dann ein leichtes Inflatable nehmen und man käme leichter weg.
Wenn Daunenjacke, würde ich eine wärmere nehmen und beim Quilt ein bisschen Gewicht einsparen.

Windjacke: Patagonia Houdini L 113g, 9 Punkte:

Ich habe die Jacke geliebt.
Klein, leicht und hat ihren Zweck bestens erfüllt.
Eventuell geht es etwas leichter mit einem engeren Schnitt und ich würde mir die kleine Brusttasche sparen.


Regenkleidung: Frogg Toggs Jacke M 161g:

Nur einmal benutzt, als nicht wirklich aussagekräftig, daher keine Punkte...
Die Jacke hat mich in dem Regen jedoch trocken gehalten, außerdem ist sie ziemlich leicht.
Langlebigkeit kann man sicher nicht erwarten, durchs Unterholz sollte man damit nicht wandern. Ich hatte bereits Abnutzungserscheinung, nachdem mich 1-2 Äste gestreift hatten.
Die Jacke könnte etwas länger geschnitten sein und die Ärmel ziehen sich am Handgelenk nach oben. Das entblößt recht viel von der Hand und setzt diese dem kalten Regen aus. Thumbloops wären gut.
Kann man bei dem Preis aber sicher nicht verlangen und angesichts der geringen Regenwahrscheinlichkeit, habe ich diese Nachteile gerne in Kauf genommen.

Die Hose hatte ich nicht mitgenommen und habe es bereut.
Einen Tag in Oregon hatte ich kalten Dauerregen.
Das war in kurzer, durchweichter Hose keine Vergnügen.
Ich würde gerne einen Regenrock ausprobieren.
Für Washington, wo ich mehr Regen erwartet habe, hatte ich den Frogg-Toggs-Poncho dabei, hatte aber keine Gelegenheit den auszuprobieren- kein Regen in WA!

Fleece: Patagonia R1 Hoody 367g, 7 Punkte:

Ein wenig übertrieben. Wurde bis auf nachts eigentlich kaum getragen. Ein normales 100er Fleece hätte gereicht. Kapuze war jedoch zum Schlafen toll.


Shirt: Icebreaker GT Longsleeve 150er Merino L 164g, 6 Punkte:

Das Shirt wurde zunächst als Schlafshirt verwendet, später aber auch zum Wandern.
Selbst im Gebrauch als Schlafshirt, hat das Shirt schon einige Löcher bekommen und war auch nicht wirklich warm genug.
Als Wandershirt taugt Merino meiner Meinung nach nicht viel. Es ist einfach zu schnell durchgescheuert und dafür zu teuer.
Die Geruchsbildung war tatsächlich gering, aber ich habe kaum Unterschiede zu billigerer Quechua Merinowolle feststellen können.
Ich würde Merino in Zukunft wohl nur noch zum Schlafen nehmen, wenn überhaupt.

kleiner Eindruck von der Haltbarkeit :)

DSC01013.jpg


kurze Hose: Adidas, kurze Sporthose 171g, 7 Punkte:

Ich war zufrieden damit nur diese kurze Hose, als "echte Wanderhose" dabei zu haben.
Das Netzinlay, habe ich aus Gewichtsgründen raus geschnitten.
Hat ihren Zweck erfüllt. Die Reißverschlußtaschen an den Seiten waren gut, wenn man Phone, etc. darin verstaut hat, hatte man keine Angst was zu verlieren (z.B. beim Glissading).
Ein Reißverschluss ging am Ende leider kaputt.

Windhose: MYOG aus Pertex 57g, 7 Punkte:

Die Hose war sehr leicht und hat den Zweck erfüllt.
In Kombi mit den Longjohns auch bei sehr kaltem Wind ausreichend warm. Am Schnitt kann ich noch ein bisschen feilen...


Buff: UV-Schutz Buff aus Polyester 39g, 5Punkte.

Ich habe gedacht, Ich würde den Buff als Sonnenschutz um den Hals tragen oder unter die Mütze tun und evtl. nachts als Balaclava nutzen.
Ich habe ihn schlicht nie benutzt und recht bals aussortiert.
Tagsüber war er mir zu schwitzig und nachts bin ich mit der Kombination Mütze+Kapuze auch bestens klargekommen.


Unterwäsche: Finisterre Longjohns 150er Merino M 155g, 6 Punkte:

Es ist für mich immer schwer Hosen in geeigneter Länge zu finden, ich bin sehr groß und schmal (1,94m auf 74kg).
So waren auch diese etwas zu kurz.
Die Longjohns wurden hauptsächlich zum Schlafen getragen.
Nach einiger Zeit hatte ich die dünne Wolle durchgelegen und hatte auch die ein oder andere kalte Nacht.
Ich würde künftig mindestens 200er nehmen oder eine Synthetikhose.
Geruchsbildung war eigentlich keine vorhanden.
Unterhosen zum Wandern, habe ich nicht getragen.
Das würde ich bei kommenden Trips wahrscheinlich ändern. Eine leichte Synthetik-Unterhose, zum reduzieren von "Shaving".
Im Akutfall, habe ich dann halt, auch an heißen Tagen, die Longjohns hochgekrempelt getragen.


Socken: Darn Tough Light Cushion L 73g/Paar, 10 Punkte:

Tolle Socken! 100% Merinowolle, akzeptable bis keine Geruchsbildung
(Ich habe glücklicherweise auch eine schlechte Nase).
Die Socken haben lange gehalten. Ich habe die Socken vielleicht 3mal ausgetauscht.
Doch das Beste ist die Lebenslange Garantie.
Die Socken können im Grunde bei jedem Shop, der sie verkauft gegen ein neues Paar ausgetauscht werden.
Das ganze geht sogar ohne Beleg, gewaschen sollten sie aber sein!
Ich habe das Gefühl, dass die 1/4 Socken Größer ausfallen als die in normaler Länge.


Mütze: Z-Packs Micro Fleece Hat 29g, 8 Punkte:

Leicht, in Kombi mit der Kapuze von der Windjacke auch immer ausreichend warm.
Verdunkelt die Augen gut, wenn man sich die Mütze zum Schlafen über das Gesicht zieht.
Fühlt sich sehr gemütlich an.


Schuhe: New Balance Minimus Trail 10v4 229g/Schuh, 7 Punkte:

Also mit den Schuhen war ich am Anfang sehr zufrieden. Super Grip, extrem leicht, schnell trocknend, atmungsaktiv/luftig, Passgefühl, wie ein Handschuh.
Dann habe ich mir das Vorläufermodell der 10v4 geholt, weil es die im Angebot für 50 Dollar gab. Ich dachte viel schlechter kann es ja im Grunde nicht sein.
Die hatten jedoch noch weniger Polsterung und einen EVA-Anteil in der Sohle, sodass spitze Steine im Nu von unten durchgestochen haben.
Dazu habe ich noch meine täglich zurückgelegte Wanderdistanz erhöht.
Da sind die Schühchen dann irgendwann an ihre Grenze gestoßen (oder meine Füße, wie man will). Ab 50km+ hat mir der Vorfuß aufgrund der minimalen Polsterung jedenfalls ziemlich weh getan.
Ich habe leider selbst nach 4250km immer noch nicht das perfekte Paar Schuhe gefunden. Ich würde als nächstes glaube ich die Altra Lone Peak 2.5/3.0 ausprobieren. Viele waren damit sehr zufrieden und auch Andrew Skurka, von dem ich viel halte, empfiehlt diese u.A.

Sohle mit EVA-Anteil 10v3 nach ca. 200 Meilen..

20160725_174025.jpg


 

Sonstiges:


 

Schirm: Swing Liteflex 235g, 8 Punkte:

Als Regenschirm musste ich den zum Glück nicht verwenden.
In der Wüste als Sonnenschirm hat er mich ziemlich sicher ein paar Mal vor einem Hitzschlag bewahrt.
Manchmal findet man mittags halt keinen Schatten für eine Siesta..
1-2 mal als Beak verwendet, ich hatte jedoch immer Angst, das der Schirm wegfliegt, wenn ich einschlafe.
Nach den Sierras habe ich den Schirm aber nach hause geschickt.


Trekkingstöcke: Fizan Compact mit GG-Korkgriffen 277g, 8Punkte:

Die Stöcke haben sich sehr bewährt.
Selbst in alpinem Gelände und unter vollem Aufstützen keinerlei Probleme.
Die Spitzen haben bis zum Ende durchgehalten (Stöcke wurden die ersten 700 Meilen nicht zum Wandern benutzt).
Mit den Korkgriffen von Gossamer Gear auch eine sehr angenehme Haptik.
Als ich die Griffe ausgetauscht habe, habe ich die neuen jedoch nicht angeklebt.
Die neuen Griffe saßen so fest, dass ich das nicht für nötig gehalten habe.
Nach einer gewissen Zeit haben die Metallschäfte sich durch die weichen Korkgriffe gebohrt.
Wer also die Griffe austauscht...Ankleben!
Ein Stock ist mir aus Tollpatschigkeit gebrochen. Das lag jedoch nicht wirklich am Stock selbst.
Ich bin auf eisigem Untergrund ausgerutscht und komplett auf den Stock gefallen.
Ich konnte eine halbes Segment der Stöcke entfernen und die Stöcke weiterbenutzen.
Nicht nur deshalb würde ich höhenverstellbare, mehrfach segmentierte Stöcke empfehlen.
Solche Stöcke sind auch wesentlich variabler für den Shelteraufbau.


Bivy: Katabatic Gear Bristlecone 257g, 8 Punkte:

Ich habe das Bivy unterwegs bestellt.
Hauptsächlich diente mir das Bivy in den Sierras und Oregon als Mückenschutz.
Aber auch die Draft-Reduktion war spürbar und hat ein paar Grad Wärme gebracht.
Ich habe den Quilt nie an meiner Isomatte befestigen müssen, zu 90% habe ich nur in Bivy und ohne Shelter übernachtet.
Auf Grund des Wasserfesten Badewannenbodens, konnte ich auch auf ein Groundsheet verzichten.
Ich habe zum Schlafen die Isomatte unter das Bivy gelegt, um hin und her rutschen zu verhindern und das Silnylon vor Abrieb zu schützen.
Das einzige, was mich gestört hat, war die Kondensation, die sich ab und zu im Bivy gebildet hat.


Messer: Victorinox Swisscard Classic 27g, 9 Punkte:

Die Schere hatte ich zuhause gelassen. Der Brieföffner als Messer hat völlig ausgereicht, ich hatte sogar das Gefühl nicht mal den wirklich zu brauchen.


Smartphone: Samsung Galaxy S5 Mini + Schutzhülle 142g, 9 Punkte:

Der Akku hat sehr lange gehalten und das war für mcih eigentlcih Hauptkriterium.
Im Flugmodus und in moderater Benutzung als Kamera, Wecker und zur Navigation 5-7 Tage.
Die Akkuleistung hat gegen Ende der Reise etwas nachgelassen.
Zunächst hatte ich eine 10.000 Powerbank + Austauschakku dabei. Das war definitiv zu viel des Guten. Ich habe mit diesem Telefon eigentlich nichts von beidem gebraucht.
Am Ende habe ich mir Kopfhörer zugelegt und angefangen Musik zu hören.
Das hat sich dann erheblich auf die Akkudauer ausgewirkt ~1,5-2Tage bei durchgehendem Musikhören von ca. 12h/Tag.
Ich habe mir dann halt meine Musikstunden eingeteilt und bin mit dem einfachen Austauschakku klargekommen.
Einzig mit den Fotos war ich bei schwierigeren Lichtverhältnissen nicht zufrieden.

Von daher habe ich mir eine Kamera zusätzlich bestellt. Einen solchen Trip will man schließlich photographisch festhalten.


Kamera: Sony Cyber-Shot RX100 239g, 9 Punkte:

Gute Fotos, moderates Gewicht. Ich bin kein Kameraexperte, aber viele andere hatten auch diese Knipse mit und waren sehr zufrieden.
Ich kann nur zu einer Hülle zusätzlich raten.
Ich hatte erst keine und wollte auch keinen Ziploc oder so benutzen.
Ich dachte, das gibt evtl. Kondens auf der Linse.. Naja Wüstenfeinstaub ist auch nicht besser ;)


 

Küche:


 

Kocher. BRS-3000T Gaskocher 25g, 9 Punkte:

Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Es mag effektivere Gaskocher geben, aber dieser erfüllt seinen Job und kocht Wasser.
Mehr will ich eigentlich auch nicht.
Es gibt keine Simmerfunktion oder sonstigen Schnick-Schnack.
Ich habe fast nur Freezerbag-Cooking betrieben (Höchstens 2x/Tag) und 100ml Kartuschen haben ~3Wochen gehalten. Nachkauf auch kein Problem, wenn es mal keine kleinen Kartuschen gab, bin ich den nächsten Abschnitt halt stoveless gegangen.
Der Kocher ist sehr kompakt und passte zusammen mit einer 100ml Kartusche und Feuerzeug in meinen 500ml Topf, was mir sehr gefallen hat.
Ich hatte einen Spirituskocher in der Bouncebox, doch nachdem ich gesehen hatte, was Waldbrände anrichten können, habe ich mich mit der Gasvariante viel wohler gefühlt.


Löffel: Laufbursche Titanlöffel 15g, 8 Punkte:

Ist ein Löffel.. Ein etwas längerer Griff für tiefere Freezerbags etc. hätte mir manchmal gefallen. Es hat aber auch so gut funktioniert. Angenehmes Essgefühl.

Topf: Evernew Titantopf 500ml 74g, 8 Punkte:

Job erfüllt, groß genug für alle Gelegenheiten.

 

 

Wasserentkeimung:


 

Filter: Sawyer Squeeze 92g, 9 Punkte:

Toller Filter, viel besserer Flow, als der Mini. Viele Leute auf dem Trail hatten Probleme mit dem Mini, der einfach zu schnell dicht geht und ständig gebackflusht werden muss, um wenigstens minimalen Flow zu erhalten.
Wenn man in den USA unterwegs ist, kann ich es empfehlen, die Smartwater Wasserflaschen zu kaufen, die den Sportverschluss als Deckel haben.
Die Öffnung dessen passt genau auf den Filter und man kann den zum "backflushen" benutzen. Sprich man kann diese Spritze zuhause lassen.
Am Ende habe ich auch die Gummidichtung vom Filter unten entfernt.
Den Filter habe ich dann dauerhaft auf meiner Flasche gelassen und das "dreckige" Wasser direkt aus der Flasche getrunken.
Die Entfernung der Gummidichtung hat dabei bewirkt, das sich die Flasche nicht mehr unter dem Unterdruck beim Trinken zusammengezogen hat.
Der Nachteil dabei ist, dass dann halt ein Bisschen Wasser aus der Flasche leaken kann.
Das hat mich aber kaum gestört.


Chemische Entkeimung: Micropur forte Tabletten 2g, 8 Punkte:

Hatte ich als Backup dabei. Hat den Job erfüllt. Ich habe die nur benutzt, wenn ich absolut zu faul war zu Filtern oder als zusätzliche Absicherung bei ganz ekligem Wasser (Pferdetränke mit Algen und toten Insekten). Der Chlorgeschmack hat mich jedoch ziemlich gestört.
Das würde mich davon abhalten, das als Entkeimung erster Wahl zu verwenden.
Auch muss man 30min warten, bis man das Wasser trinken kann.


Wasserkapazität:

Ich bin mit zu viel Wasser und Wasserkapazität in mein Abenteuer gestartet. 7Liter hatte ich am ersten Tag in der Wüste dabei.
Wenn man unerfahren ist, was Wüstenwandern angeht, würde ich jedoch wieder so verfahren.
Ich habe erst einmal langsam ausgelotet, wie viel Wasser ich in welchen Situationen getrunken habe.
Das waren am ersten Tag 5 Liter, aber einen Liter habe ich noch jemand anderem gespendet, der nichts mehr hatte.
Viele unterschätzen den Wasserverbrauch gerade am ersten PCT-Tag.
In der Wüste haben eigentlich sonst 4 Liter immer gereicht.
Man muss sich halt anpassen und morgens und abends/nachts die meiste Strecke machen. Mittags Siesta und bei Wasserquellen immer so viel es geht trinken. Ich habe auch meinen Schirm geliebt.
Ab den Sierras war meine Kapazität nur noch 1,5L und meist hatte ich unterwegs nur 0,5L dabei (AZ-Blasterreserve bedenken ;)
)
Man kann auch immer Kapazität nachkaufen. Smatwaterflaschen sind sehr robust und ich habe immer eine Gatoradeflasche gehabt. die hat eine große Öffnung und eignet sich gut zum Befüllen, Schöpfen und Hineinfiltern.


 

Hygiene:



Zahncreme: Ajona Zahncremekonzentrat, 10 Punkte:

Erfüllt den Zweck. Mit einer Tube kommt man jedoch über einen Monat aus. Das ist genial. Für einen Thruhike würde ich das nächste mal 3-4 Tuben in die Bouncebox tun.
Ansonsten kann man natürlich Zahncreme auch gut nachkaufen entlang des Trails.


Toilettenpapier: AZ-Blaster, 8 Punkte:

Zunächst war ich restlos begeistert von dem Teil.
Nach ein wenig Üben mit Papierkontrolle, hat man die Technik ziemlich schnell drauf.
Mann muss kein Papier mitschleppen, das nass werden kann und kein dreckiges Papier mit sich herum tragen. Echt klasse!
Was mir jedoch später als Nachteil aufgefallen ist:
Man schafft natürlich ein feuchtes Milieu an einer ungünstigen Stelle mit dieser Art sich zu reinigen.
So habe ich später vermehrtes "Wundreiben" festgestellt, wenn man den Blaster benutzt.
Vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt von Nachteil sich das Gesäß noch zusätzlich zum Schweiß zu wässern.
Wenn man dazu noch ohne Unterwäsche wandert, kann das eine böse Kombination sein.
Ich würde den AZ-Blaster trotzdem empfehlen, aber auf jeden Fall Vaseline ins erste Hilfe Set tun, evtl. auch Babypuder.
Bei schlimmem Wundreiben hab ich halt meine Longjohns getragen.

 

Bitte fragt, fragt, fragt. wenn jemand Fragen zu irgend etwas hat :D

 


 


 


 


 



 


 


 

 

Bearbeitet von Janobert
Fehlerkorrektur
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Hallo Janobert,

vielen Dank ... klasse Review! Ich habe mal wieder einiges dazu gelernt, komme aber trotzdem auf dein Angebot mit den Fragen zurück [emoji16]

Zuerst eine kleine Gear-Frage:
Reichen in den Sierras die kleinen Teller an den Trekking-Stöcken, oder versackt man damit ständig im Schnee?

Und jetzt was ganz anderes (sorry, passt eigentlich nicht zum Gear-Thread):
Ich habe noch keine Tipps gefunden, wie man ohne eine Base in den USA die Sache mit dem Resupply regeln kann. Kannst Du kurz schreiben, wie du dich unterwegs versorgt hast?

Vielen Dank und 'Hut ab' vor deiner Leistung,
Jürgen

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Wow, vielen Dank für die Ausführungen zu den einzelnen Gegenständen. Sowas hilft hier wahrscheinlich dem ein oder anderen sehr. Dass es z.B. echt nützlich ist eine Flasche mit großer Öffnung mitzunehmen, fällt einem erst auf, wenn das einzige Wasser weit und breit nur in einem kleinen felsigen flachen Rinnsal zu holen ist. ;-)

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Danke, für die positive Resonanz!

@roli & @alex wiesboeck 
Ja, ich meinte Wundreiben. Ich hatte mich da wohl mit der Schreibweise vertan. Ist verbessert worden.
Man muss sich erstmal wieder daran gewöhnen die deutschen Wörter für irgendwelche Wanderbegriffe zu verwenden ;) 

 

@BruderLeichtfuss
Die kleinen Trekking-Stock-Teller haben eigentlich immer gereicht.
Man sinkt hier und da schonmal in den Schnee ein, aber da hätten etwas größere Tellerchen auch nichts verändert.
Meist sinkt man dann komplett in den Schnee ein, also auch mit den Füßen.
Das Einsinken in den Schnee verhindert man am besten, in dem man früh morgens über Pässe und Schneefelder wandert.
Dann sind diese noch leicht überfroren und man hat besseren halt.
Wo kein Schnee war bin ich ohne die Tellerchen gelaufen und hab sie in die Bouncebox getan. 
Ich bin damit immer wieder an Wurzeln oder Ästen hängen geblieben, die mir die Stöcke dann aus der Hand gezogen haben (Habe auch keine Schlaufen verwendet).

Kurz zum Resupply:
Mach dir darüber keine großen Gedanken. Resupply organisieren ist echt ein Klacks!
In fast ganz Kalifornien kann man sich seine Nahrung von Stadt zu Stadt kaufen, ohne etwas voraus zu schicken.
Manchmal kommt man da eventuell etwas teurer weg, aber das ist viel entspannter und man kann seine Verpflegung besser an seine aktuellen Gelüste anpassen.
In Oregon habe ich mir einige Pakete selbst zugeschickt, v. A., um mir Trampen zu ersparen.
Das heißt ich habe in einer-verhältnismäßig- großen Stadt eingekauft, bin zum Postamt und hab Pakete, mit den entsprechend kalkulierten Rationen, vorausgeschickt. Für die nächsten 500 Meilen oder so..
In Oregon gibt es viele Resorts und Ferienhäuser entlang des Trails, die Pakete annehmen.
Ich kann es empfehlen diese Resupplylisten zu kaufen.
Top zum Planen und Organisieren!
Washington ist schon etwas zivilisationsärmer, hier kann es Sinn machen sich einige Pakete zu senden.
Im letzten Staat habe ich meine Faulheit auf die Spitze getrieben und per Website Essen bestellt..
Das hat erstaunlich gut geklappt. 
Die Website hat sogar einen Kalorien-Kalkulator und andere Thruhiker-Goodies wie z.B. Sonnencreme, Zahnpasta, Tyvek, neue Sawyerflatflaschen, etc..
Die Pakete wurden auch immer noch am Bestellungstag abgesendet und kamen immer pünktlich an.

 

@paddelpaul
In den letzten circa 5 Jahren gab es auf dem PCT kaum Schnee und es war sehr trocken insgesamt.
Dieses Jahr war scheinbar ein Jahr mit etwas mehr Schnee, als durchschnittlich.
Ende Mai, als die ersten Leute in die Sierras aufgebrochen sind, wurden einige sogar mit dem Helikopter wieder ausgeflogen.
Es war im Grunde Konsens, das man Eisaxt, etc. braucht.


Man verfolgt die ganze Zeit Wetterberichte auf dem Trail und befragt Locals und Ranger, die sich ja bestens auskennen.
Ich hatte am Anfang auch weder Eisaxt noch Spikes eingeplant.
In Tehachapi, eine Stadt vor Kennedy Meadows, habe ich eine Woche gewartet, weil es nochmal einen Schneesturm in den Sierras gegeben hatte.
Ich habe mir dann von dort aus -per Amazon- Eisaxt, etc. nach KM bestellt.
Amazonbestellungen unterwegs klappen übrigens sehr gut.
Ich hatte so natürlich keine Zeit, besonders viel über die gekauften Gegenstände zu recherchieren. 
Das könnte man evtl. im Vorfeld machen, um sich dann im Fall der Fälle Sachen kaufen zu können, die man evtl. noch auf anderen Touren einsetzen möchte.

Ich habe die Spikes sehr häufig benutzt.
Morgens auf eisigen Anstiegen hat man damit einen wunderbaren Halt.
Die Eisaxt wurde auch genutzt. 
Bei steilen Passagen gehört die unbedingt in die Hand.
Manche Leute waren einfach zu faul ihre Eisaxt aus ihrem Pack zu holen und sind einfach mit ihren Poles weiter gelaufen. 
Einmal habe ich auch einen "Selfarrest" machen müssen (Einen Sturz abfangen).
Man sollte sich da unbedingt von jemand Erfahrenem zeigen lassen, wie das geht und das auch üben. 
Ich zumindest hatte vorher noch keine Eisaxt in der Hand.

Ich bin am 3. Juni die Sierras gestartet und es gab noch ordentlich Schnee.

 

lg Jan

 

 

 

 

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Ja super Janobert,

ich als alter PCTer finde Deine Zusammenfassung auch super und muss aus eigener Erfahrung sagen, dass das viele Sachen letztlich so drin stehen wie ich sie auch irgendwie erlebt habe.

Rucksack

Die Wüste schüchtert jeden Neuling ein, man nimmt einen großen Rucksack, um all das Wasser zu schleppen. Wenn man dann unterwegs anfängt sich Gedanken darüber zu machen wo das nächste Wasser ist, wie schnell man dort ist und Erfahrung gesammelt hat wieviel man überhaupt trinkt, dann bräuchte man den großen Sack auf einmal nicht mehr. Die Sierra und der Bärenkanister erfordern dann zwar wieder einen größeren Sack, spätestens nach der Sierra gehts aber wirklich mit nem kleineren. Würde man seine Ängste ausblenden ginge der kleine Rucksack auch von Anfang an.

Resupply

Ist tatsächlich zu meiner Zeit schon leicht gewesen und wird dank ZDR und http://www.sonorapassresupply.com/ immer leichter.

Merino

Ein Einwand meinerseits als Materialfetischist. 150er Qualitäten gehen kaputt. Punkt. Je dicker der Stoff wird, desto besser wirds von der Haltbarkeit. Kann dann je nach Gebiet schon noch interessant sein noch Merino zu tragen.

Funktionsbekleidung

Cotton kills! Achja? Baumwolle ist scheiße, wenn es drauf ankommt. Glücklicherweise ist es auf dem PCT so oft gutes Wetter, das man z.B. ein kurzes Baumwollhemd problemlos als Hauptlayer anziehen kann.

Isomatte

Ich war 2008 mit ner 90cm langen selbstaufblasenden und ner Thinlight unterwegs. Die selbstaufblasende hat dann in Washington den Geist aufgegeben und ich bin den Rest mit Thinlight only gelaufen. Ist erstaunlich an welchen puristischen Schlafkomfort man sich echt gewöhnen kann. 

Talk soon

 

Carsten010

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vor einer Stunde schrieb sportfreak:

Habe mir mal ein Merino shirt von super.natural gekauft mit 260g und das hällt bis jetzt super!

Bei super.natural bin ich inzwischen auch gelandet. Aber eben weil das eher minimal.natural heißen müsste, denn der Stoff besteht aus 50% Kunstfaser. Daher hält es auch besser ;-)

 

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Am 29.9.2016 at 12:37 schrieb Janobert:

 

@BruderLeichtfuss
Die kleinen Trekking-Stock-Teller haben eigentlich immer gereicht.
Man sinkt hier und da schonmal in den Schnee ein, aber da hätten etwas größere Tellerchen auch nichts verändert.(...)

Hallo Janobert,

vielen Dank für die tolle ausführliche Antwort. Und wieder bin ich dem Traum ein Stückchen näher (zumindest mental) ;-)

Servus, Jürgen

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Also eine kurze Hose die 171 Gramm wiegt in diesem Forum zu präsentieren ... ts ts ts

Ironie Modus aus.

Die Schlussfolgerung mit der Daunenjacke finde ich interessant. Entweder ganz weglassen oder ein dünnerer Quilt plus dickere Jacke. Macht Sinn. Aber warum nicht die Ghost Whisperer und ein dünnerer Quilt?

Danke nochmal dass Du dir die Mühe mit der Zusammenfassung gemacht hast.

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@SouthWest

Ja, ich weiß. Die Hose ist schon ein Leichtgewicht. Sie ist jetzt neuer Bestandteil meines XUL Set-Ups ;)
Spaß beiseite.. Ich hatte die Hose hier einfach noch rumliegen und wollte mir keine neue kaufen, deshalb kam die mit.

Naja, die Ghost Whisperer ist halt schon eine ziemlich dünne Jacke und dazu ein dünner Quilt?
Das hätte wärmetechnisch nicht gereicht.
Ich hatte dann halt einen recht dicken Quilt, der die Jacke zum Schlafen komplett überflüssig gemacht hat und beim Rumsitzen im Camp war mir in der GW trotzdem kalt.
Da ich eh nur selten im Camp rumgesessen habe, würde ich jetzt eher keine Daunenjacke mitnehmen oder eine, die dick genug ist und ein wenig am Quiltgewicht sparen.

 

Das Dauenjacke+Quiltsystem ist halt ein Bisschen vielseitiger.
Ganz ohne Jacke muss man abends dann halt schnell in die Federn, wenns kalt wird.

 

@Carsten010

Freut mich, dass auch andere PCT'er ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Ich würde Merinowolle ja evtl. noch zum Schlafen verwenden.
Aber der Kostenpunkt ist für mich auch nicht unerheblich und auf Dauer hät Synthetik einfach länger.
Ich glaube hier kommt es einfach auch auf die persönliche Präferenz an (und den Kontostand ;) ).
Ich habe tatsächlich ein paar Leute mit Baumwollkleidung getroffen.
Für ein verregneteres Jahr als 2016 hätte ich aber lieber was anderes, zumindest für die 2. Hälfte des Trails :)

Ich glaube auch, dass ich mich hätte an "Thinlight only" hätte gewöhnen können.
Der R-Wert hätte aber wahrscheinlich -mir zumindest- nicht ausgereicht.
Eine durchgelegene Zlite war für mich teilweise auch schon grenzwertig.

 

lg Jan

 

 

 

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@Wallfahrer

Hey,
nein, ich habe nichts vorbereitet.
Zolltechnisch darf man keine Nahrungsmittel einführen und ich bin eher vom Typus faul und unorganisiert ;)

Ich habe zu 90% nur abends gekocht und meistens -wenn verfügbar- Couscous.
Den habe ich mit Parmesan, Olivenöl, Chili und Knoblauch gewürzt. Das schmeckt mir immernoch!
Wenn es keinen Couscous gab habe ich Ramen Noodles mit Chili und Erdnussbutter gegessen (asiatische Tütensuppe).

Für beide "Gerichte" reicht es kochendes Wasser aufzugießen.

Zum Frühstück habe ich fast immer 4 Poptarts (Toasterpasteten?!) und eine Clif-Bar (Müsliriegel) unterwegs gegessen:

20160616_091359.jpg
 

Manchmal, an besonderen Tagen, habe ich zum Frühstück Pause gemacht und mir warmes Oatmeal (Porridge) mit Kaffee gegönnt!

20160628_074431.jpg

Ach ich wär so gerne wieder auf dem Trail...

 

wehmütige Grüße, Jan

 

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vor 12 Minuten schrieb Janobert:

Zolltechnisch darf man keine Nahrungsmittel einführen und ich bin eher vom Typus faul und unorganisiert ;)

 

Ist das so? Ich lese mir so Bestimmungen zugegeben nie durch (zwischen Chile und Argentinien würde ich das ggfs. noch mal machen), nehme aber mein Zeug immer überall mit hin inkl. Milchpulver (zu faul, das vor Ort zu suchen). Solange es nicht frisch ist, Obst oder irgendwas Rind, sollte es doch keine Probleme geben. Bei Milchpulver soll es wohl Originalverpackung sein - hab ich nie in der Originalpackung.

 

Ist das der Relags Aluwindschutz? Nicht viel mehr als minimal dickere Alufolie?

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@Kokanee

Ehrlich gesagt hieß es so immer auf dem Trail.
Ganz sicher war ich mir jetzt doch nicht, wo du so fragst.
Ich hab gerade mal nachgeschaut und das hier gefunden:

Zitat

Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel

Bei der Einfuhr von Lebensmitteln gibt es dagegen strengere Bestimmungen. Es sind nur Lebensmittel zugelassen, die aus Sicht der amerikanischen Lebensmittelbehörde kein Gesundheitsrisiko darstellen.

Verboten ist die Einfuhr von Pflanzen und Fleischprodukten. Beschränkte Einfuhrbestimmungen gelten bei Obst und Gemüse. Auf der Seite des Animal and Plant Health Inspection Service finden Reisende Informationen, ob eine bestimmte Obst- oder Gemüsesorte in die USA eingeführt werden darf.
Die folgenden Lebensmittel dürfen in die USA eingeführt werden:

  • Gewürze, Pflanzenöle
  • Backwaren
  • Süßigkeiten, Schokolade
  • haltbar gemachter Käse
  • einige Gemüsesorten und Dosengerichte
  • Fisch
  • getrocknete Früchte
  • Honig
  • Nudeln (ohne Ei), Reis
  • Mehl
  • Nüsse
  • Fruchtsäfte, Tee, Kaffee, Pulvergetränke, kleine Mengen von Milchprodukten
  • Ziegenmilch (nur mit USDA Import Permit)

Kann sein, dass es doch klappt.
Ich weiß nicht, ob man im Zweifel jedes Gemüse einzeln nachweisen muss
Für manche braucht man Permits usw..
Könnte auf die strengen Ami's doch komisch wirken, wenn du mit einem Karton Nahrung für 5 Monate anreist.
Eine Packung Milchpulver mag da mal durchgehen.

Mir wäre es zu umständlich.
Vielleicht hat jemand im Forum Erfahrung mit der Einfuhr von Lebensmitteln in großem Stil (v.A. in die USA)?
Wäre ja auch ärgerlich, wenn man sich für fast ein halbes Jahr Gemüse dörrt und das dann am Zoll abgeben darf :D

 

Der Windschutz auf dem Bild ist glaube ich der Titanfolienwindschutz vom LaBu.
Ich habe den später einfach durch gefaltete Alufolie ersetzt. Dann hat meine ganze Küche wieder in den 500ml Topf gepasst;)

 

lg Jan
 

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Neee, für 5 Monate meinte ich jetzt auch nicht unbedingt... es gibt teils auch so einen starken vorauseilenden Gehorsam. Aber wenigstens was Vertrautes gleich für den Start.

Wobei, glaub, mein Müsli würd ich einpacken. Aber wahrscheinlich die ganze Zeit mit mir rumtragen, diese Schickerei. :-D

Bearbeitet von Kokanee
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Hey,

also über lange Distanz glaube ich nicht, dass man mit zwei Mahlzeiten und ohne Snacks auskommt.
Das kann über ne Wochenendtour oder kürzere Hikes gut funktionieren.

Ich habe zwischen 3000 und 4000 Kalorien am Tag gegessen und gebraucht.
Wenn man wesentlich weniger isst und entsprechende Meilen/Tag läuft magert man glaub ich ziemlich schnell ab.
Trotz 3 Mahlzeiten + 6-7 Snacks/Tag hatte ich eigentlich immer hunger.
Ich hatte sogar noch ein paar Notfallsnacks für absolut unkontrollierbaren Hikerhunger dabei (Nochmal 3-4/Etappe).

Selbst übergewichtige Leute waren -trotz ordentlicher Kalorienzufuhr- nach dem Trail sehr viel dünner.

lg Jan

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@Janobert Krasser Quilt! Und dann die dünne Schlafunterlage. Ich staune über Deine Wahl.

Die Ghost mit oder ohne Kapuze?

 

Resupply: Ein kleines Anzeichen wohin es am PCT noch gehen könnte... In ein paar Jahren gibt's sicher Anbieter für Full Service PCT, Semi Service etc. wo man dann nur noch bezahlen und loswandern kann, der Rest wie Ausrüstung, Permits, Resupply etc. wird organisiert.

 

"Merino, deine Tage sind gezählt" die Haltbarkeit (neben anderem) ist in der Tat dürftig. Es gesellen sich immer wie mehr Leute in den MeriNo Klub.

 

Was war die längste Phase ohne andere Leute anzutreffen?

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@ibex

Ja, der Quilt war letztlich ein wenig Overkill und die Schlafunterlage teilweise nicht warm genug.
Wie ich oben angedeutet habe, habe ich den Quilt unterwegs bestellt.
Da mir der 20F-Quilt viel zu kalt war, habe ich mir direkt einen 10F mit Overfill geholt, um auf der sicheren Seite zu sein.
Ich hatte weder die Zeit, noch das Geld, mir noch einen Schlafsack zuzulegen.
Zugegeben auch ein bisschen "pack-your-fears".
Ich war vorher nie alpin unterwegs und wollte nicht am falschen Ende sparen.
Dennoch kann ich nur betonen, dass man auf dem PCT fast immer kalte Nächte hat (hat egal ob Sommer oder nicht ;)).
Der Quilt war mir nie zu warm.
Zudem hatte ich auch Glück mit dem Wetter, ich glaube selbst in den Sierras ist es nie merklich unter den Gefrierpunkt gesunken.


Die Ghostwhisperer war mit Kapuze.
 

Ich habe jeden Tag Leute getroffen.
Am Ende (Washington) wesentlich weniger und im Grunde keine anderen Thruhiker außer in den "Städten".
Das lag aber wohl auch daran, dass ich verhältnismäßig schnell unterwegs war.
Die 2. Hälfte des Trails bin ich in einem Monat gelaufen mit einem Schnitt von über 30 Meilen täglich.
Insgesamt habe ich vom 18. April bis zum 31. August gebraucht.
Tagesausflügler, Section-Hiker etc. wird man aber auch dann treffen.

Wenn man es ein bisschen einsamer haben möchte, sollte man SoBo gehen.
Sollte man trotzdem NoBo starten wollen könnte man ein wenig später anfangen als ich ~Anfang/Mitte Mai.
Man hätte dann zwar ein etwas strafferes Zeitfenster, würde aber nicht in der "Bubble" loswandern, sondern diese dann nur passieren und wäre danach wieder "alleine" (Diese Option ist nur etwas für schnellere, sportlichere Aspiranten).


Insgesamt malst du da schon ein düsteres, überspitztes Bild von der Zukunft des PCT :D

Ich glaube, dieses Jahr gab es definitiv einen Hype (auch durch den Film "Wild").
Die Anzahl derer, die sich an einem Thruhike versuchen ist aber auch die letzten Jahre stetig angestiegen.
Wahrscheinlich wird es bald wieder einen Bruch geben, wenn die Begeisterung für den Film wieder etwas abebbt.
Jedenfalls wird das Interesse am Trail sicher nicht weiter so exponentiell ansteigen, denke ich.
Mich persönlich hat es auch nicht gestört.
Wenn man alleine sein wollte, hatte man auch die Möglichkeit dazu.
Leute, die mit einer Motivation wie einem Kinofilm losgelaufen sind, haben auch recht schnell abgebrochen
(Abbrecherquote glaube ich immernoch bei ca. 65-70%).
Die Menschen, die ich kennengelernt habe, waren fast ausschließlich sehr nette, offene und interessante Leute.
Ich denke, zu einigen wird die Freundschaft auch jetzt nach dem Trail, hoffentlich ein Leben lang, bestehen bleiben.
Die Gemeinschaft auf dem Trail macht ihn zu dem was er ist.

Ich habe gerade das Buch von "German Tourist"/Christine verschlungen und selbst 2004 war die Trailgemeinschaft für Sie offenbar schon wesentlicher Teil des Abenteuers.
Wie so oft macht es wahrscheinlich einfach die Dosis.
Man muss ja nicht in einer Gruppe von 8 Leuten im Gänsemarsch wandern.

Ich würde niemandem in den nächsten Jahren vom PCT abraten, weil er zu überlaufen ist.

 

lg Jan

 

 

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      Wäre er kleiner, würde er von den Dimensionen her uU schöner aussehen (Goldener Schnitt?). Ich könnte dann zwar keine 4 Tagetour damit machen, aber eigentlich ist der bei mir zumindest für reine Weekender gedacht und da ist so-klein-wie-möglich Trumpf. Ich sehe aber auch, wie das bei Hüttenwanderungen schon wieder anders aussehen könnte. Und wie dann keine Faltmatte mehr reinpasst. ¯\_(ツ)_/¯  Die Schlaufen an den Enden des Mittelzippers sind zu klein. Ich verstehe, dass sie (auch?) als Aufhängepunkte für zusätzliche Spannriemen gedacht sind, aber man nutzt sie automatisch um den Pack zu halten, während man den Reißverschluss bedient. Hier bedarf es manchmal einiger Kraft. Leider bin ich dabei einmal so dumm abgerutscht, dass meine Hand gegen eine Wand knallte und ich sie mir ziemlich dumm verletzt habe. Wären die Finger noch kalt, wird das Ganze zu einer echt nervig anstrengenden Unternehmung einen straff sitzenden Zipper zu schließen. Es wäre gut, wenn man auf der Unterseite des Packs etwas hätte um ihn zu greifen und zu heben. Etwa wie die Aufhängeschlaufe oben. Denn aufgrund des Mittelzippers will man den Pack zum Öffnen in die horizontale bringen und greift dazu instinktiv nach unten, aber ins Leere. Rückenpolster. Ich hab es genutzt als Isomatte für die Füße in Kombination mit einer Xlite in Größe S. Das klappt prima. Aber es wäre halt Klasse, wenn man es tagsüber auch als sit pad gebrauchen könnte. Ich liebe sit pads! Nur müsste es dazu halt aussen angebracht sein. Dazu gibt es keine direkte, einfache Möglichkeit. Die Befestigung innen ist fest vernäht. Es wäre toll, wären dort stattdessen kleine Schlaufen an welchen die shock cords befestigt sind. Dann könnte man sie dort abnehmen und außen anbringen. Lieber wären mir aussen an der Rückseite aber Einschubtaschen für das Polster. Wenn schon bottom stretch pocket, dann doch bitte mit kleinem Abfallbeutelchen auf der der Öffnung gegenüberliegenden Seite. Dann braucht man das klebrige Snickers-Papierchen nicht zurück zu den anderen Sachen stopfen. So, hoffe das klang jetzt nicht zu negativ, denn ich bin sehr zufrieden. Kleine Verbesserungen hier und da wären wünschenswert, aber vielleicht ist das auch nur meine sehr subjektive Sicht.
    • Von effwee
      Eine Tour von der Länge in einen Reisebericht zu packen finde ich dann doch ziemlich schwer, aber ich stelle ich mich der Herausforderung mal häppchenweise... ich fang mal mit Schleswig-Holstein an.
      Tag 0
      Ich fahre mit der Bahn erstmal nach Hamburg. Steige um in die Regio nach Flensburg. Noch nicht auf Trail schon die erste nette Bekannschaft. Hamburgerin im Vorruhestand, die im Sommer für 2 Monate nach Meran geht. Toll da war ich auch schon. Die 2,5h vergehen wie im Flug.
      Am Bf in Flensburg quatscht mich ein Typ an“Sag ma wanderst du?“ ich so: „Ja bis an den Bodensee“. Er so: „Boah krass. Gib ma Flosse!“ Netter Schnack noch im Bus und ich fange mich an zu fragen vorher das Vorurteil der unterkühlten Nordeutschen so kommt. In Krusau angekommen checke ich den Campingplatz- sieht blöde aus. Was nun?
      Ah ein weißes X, sind da eben nicht eh Leute mit großen Packs rein, irgendwas von Europäischen Fernwanderweg steht da auch, tendenziell Richtung Süden – das passt schon. In den Kollund rein, schöner Wald.
      Als ich an der Flensburger Förde stehe und auf Wassersleben blicke und meine Markierung weg davon zeigt wird mir klar, dass ist nicht dass weiße Kreuz von meinem Weg – klar ist auch der E6 nach Stockholm. Auch schön, nicht mein Ziel. Aber irgendwas Schlafplatzmäßiges ist ausgeschildert. Also hinterher. Ein Traum was ich fand:

      Dazu noch nette Menschen, ein Feuer und Gegrilltes – so kanns gerne weitergehn.
      oooh... ich muss die bilder kleiner machen... okay appetizer schonmal
    • Von backpackersimon
      Um Platz für neue Projekte zu machen sind ein paar Dinge übrig… Vielleicht ist ja was für euch dabei. Als Anhaltspunkt ob euch das Zeug passen könnte - ich bin 194cm groß und eher schlank.
       
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