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Ultraleicht Trekking
zeank

80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

Wie würdest Du entscheiden?  

57 Stimmen

  1. 1. Wenn Du selbst ein Kind IM ALTER VON 15 BIS 17 JAHREN hast/hattest: Würdest Du ihm die Teilnahme erlauben?

    • Nein
      10
    • Ja (dem Kind überlassen)
      43
    • Nicht zutreffend
      4
  2. 2. Als Du selbst 15 bis 17 Jahre warst: Hättest Du teilnehmen wollen?

    • Keinesfalls
      11
    • Weiß nicht
      10
    • Vermutlich ja
      27
    • Ganz sicher
      9


Empfohlene Beiträge

vor 36 Minuten schrieb zeank:

Und wer meint, die heutige Jugend wäre verweichlicht: derlei Aussagen finden sich schon bei den alten Griechen und sind schon allein von daher peinlich.

Haben die Griechen  nur Peinlichkeiten von sich gegeben oder wie? :D

Ob die Jugend verweichlicht ist oder nicht, wie soll man das beurteilen? Da müsste man ja quasi über die ganze Jugend die "Härte" integrieren, bzw. den Schnitt holen. Bin mir nicht sicher, was dabei im Vergleich mit den vorigen Generationen rauskommen würde. Auf der einen Seite gibt es heutzutage meines Wissens nach schon mehr Übergewichtige usw., auf der anderen Seite gibt es auch einen Haufen Leute die sportlich ziemlich aktiv sind, auch wenns nur "Discopumpen" ist. Über die ganze Jugend zu sprechen ist da irgendwie nur bedingt sinnvoll, ist einfach viel zu heterogen.

Zum Lauf: Sehe grundsätzlich kein Problem damit so etwas auf freiwilliger Basis anzubieten, vor allem mit vorigem Training (auch wenn ich wahrscheinlich zu Schulzeiten dankend abgelehnt hätte. Bei dem Interview und dann noch dem Bild (entschuldigt die Oberflächlichkeit), kann ich mir aber schon vorstellen, dass es bei der ordentlichen Umsetzung bei dem Typ wohl nichts wurde. Leidende Kinder treiben, Fleischwunden, Tragen, oha. Spaß am Wandern oder Outdooraktivitäten vermittelt man so bestimmt nicht, aber daran scheint der Lehrer ja auch kein Interesse zu haben.

Aber die wirkliche Frage, die man in diesem Forum stellen muss ist doch: Was schleppen die da alle für Rucksäcke mit, wenn die noch nicht mal irgendwo schlafen? :D

 

PS: Je nachdem was für ne Strecke die da laufen ists vielleicht ja gar nicht so komplett verrückt. 80km/(5km/h)=16h? 16h laufen kann man auch mal wenn man nicht komplett durchtrainiert ist. Spaß macht das dann natürlich überhaupt keinen und am nächsten Tag ist auch erstmal ruhen angesagt, aber geht schon. 

 

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Naja das Interview ist sehr lax, auch reisserisch,  formuliert. Die Faktenlage ist da eine ganz andere. 8 Betreuer. Blasen an den Füßen bekommen viele bereits beim flanieren in der Stadt. 80km ist anstrengend, untrainiert schmerzhaft keine Frage. Aber nichts was einen gesunden Menschen Schaden zufügt. Bei uns gabs damals in der Schule jährlich den Brockenaufstieg, weniger Kilometer bzw. ging das glaube ich über 2 Tage, und ebenso freiwillig. Ich habe mich freiwillig immer dagegen entschieden.

Zumal solche "Mammutmärsche" doch schwer in Mode sind.

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Auch wenn ich da offenbar einer Minderheit angehöre. Ich finde das gut. Man kann immer über das "wie" diskutieren. Da die ganze Sache aber freiwillig ist und vorallem abgebrochen werden kann, sehe ich das jetzt nicht ganz so dramatisch wie viele andere hier.

Ich "durfte" in meinem bisherigen Leben viele Märsche machen, sei es im Militär oder Ausbildung. Natürlich war ich dort ein paar Jahre älter, aber trotzdem. Ich bin allemal auch stolz auf diese Leistungen.

Wenn ich es mir so überlege, würde ich mich doch glatt als Begleitperson zur Verfügung stellen. Würde mich interessieren, ob ich das immer noch packen würde.

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Das Interview und die Übung selbst wirken aber nicht so, als solle den Schülern vorrangig ein lustvoller Zugang zum Draußensein vermittelt werden. Die genannten und implizierten Ziele scheinen ganz andere zu sein - und auf mich wirken sie höchst reaktionär, auch wenn das dem Text eher assoziativ als buchstäblich zu entnehmen ist.

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vor 13 Minuten schrieb zweirad:

Wenn ich es mir so überlege, würde ich mich doch glatt als Begleitperson zur Verfügung stellen. Würde mich interessieren, ob ich das immer noch packen würde.

Im Gegensatz zu den Schülis brauchst du aber nicht befürchten am nächsten Tag und auf unbestimmte Zeit in deinem gesamten sozialen Kontext als Flasche und Weichei dazustehen. 

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vor 2 Stunden schrieb Matthias:

Ich finde das sehr gut, die Schüler machen es schließlich freiwillig! 

Die Schüler sind noch nicht volljährig und können das nicht voll einschätzen. Dürfen ja auch nicht trinken und wählen. Dazu kommt der Gruppenzwang, der in so einer Gruppe (=Klasse), der man nicht entfliehen kann, nur größer wird. <_<

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Ich weiss ehrlich gesagt nicht worüber sich hier aufgeregt wird.

Es ist eindeutig freiwillig und wird von den Lehrern/Begleitern entsprechend beobachtet.


Und man mag fast glauben das Gruppendynamik der Teufel in Person ist.
Sry aber das klingt für mich etwas realitätsfremd.
 

PS: und natürlich ist sowas auch nicht ungefährlich, da ich aber diese Lehrer/Begleiter nicht kenne kann ich auch nicht über Ihre Fähigkeiten urteilen.

 

bearbeitet von ArminS

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Also ich kann daran auch nicht schlimmes finden.

Es ist freiwillig. Die Mehrheit der Schüler geht wohl nicht mit. Es ist nicht die erste Tour dieser Art. Es ist rechtzeitig bekannt und man bereitet sich auch darauf vor. Anscheinend gibt es unter den Schülern auch 'Wiederholungstäter' die daran Gefallen gefunden haben und beim nächsten Mal wieder dabei sind. Ohne Einverständniserklärung der Eltern geht kein Schüler auf die Strecke.

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Ja, bei der Kritik an der Sache geht es halt um mehr als Oberflächlichkeiten wie ob das ganze nun freiwillig ist oder nicht. Habt ihr euch mal überlegt was das wäre, wenn das nicht freiwillig wäre? Ist doch absurd das extra zu betonen.

Es geht um die Werte und Einstellungen die bei sowas vermittelt werden. Und der ganze Ansatz dahinter, wenn von Verweichlichung und „Generation Smartphone“ die Rede ist. Dieser Lehrer versagt an ganzer Front als Pädagoge. Vermutlich hat er von der Thematik wahrscheinlich auch gar keine Ahnung. Das war bei meinen Lehreren in den 80er/90ern in Bayern ja auch nicht anders. Aber das heißt nicht, dass es deswegen gut ist. 

Und ja, wenn was schlecht gemacht ist, dann darf man das auch kritisieren. Engagement hin oder her. Engagieren tun sich viele. Vom Flüchtlingshelfer bis zum freien Widerstand. Bei denen es übrigens auch ganz viel Gemeinschaftsgefühl gäbe. Was ich damit sagen will ist, dass man nicht nur auf die Form von etwas schauen kann und dann sagen kann „find ich gut!“. Es kommt auch auf den Inhalt an. 

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Ob freiwillig oder Zwang, ist keine Oberflächlichkeit, es ist wichtig bei der Bewertung!

Über seine Eignung als Pädagoge möchte ich mir hier kein Urteil erlauben.

Der Mensch testet gern seine Grenzen aus. Kinder in dem Alter sowieso. Besser eine XXL-Wanderung als Komasaufen oder andere sinnfreien 'Mutproben'.

Ich bin mal unfreiwillig 55 km mit ungeeignetem Schuhwerk gelaufen. Wenn ich nicht am nächsten Tag in den Urlaub gefahren wäre, hätte ich mich irgendwo in den Wald zum Schlafen hingelegt (kommt halt davon, wenn man eine Tour mit einem Autoatlas plant :-D)

bearbeitet von Graptolith

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vor 13 Minuten schrieb Graptolith:

Besser eine XXL-Wanderung als Komasaufen oder andere sinnfreie 'Mutproben'.

Als ob sich das gegenseitig ausschließen würde. Ich stelle mal die steile These auf, dass genau die Typen, die bei so einem „XXL“-Event mitmachen auch genau die sind, die „Komasaufen“ usw mitmachen. 

* „Komasaufen“ - ich glaub, das ist gar kein Ding mehr, keine Ahnung was für Dummheiten aktuell sind

bearbeitet von zeank

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vor 39 Minuten schrieb ArminS:

*räusper* der Aspekt "freiweillig" ist die Quintessenz...

... bei Jugendlichen (aber das wurde hier schon gesagt) trifft das nur bedingt zu. 

Wie wäre es mit: freiwillig für ein Jahr auf Mathe- und Deutschunterricht verzichten, um die Zeit zum intensiveren Kennenlernen des Smartphones zu nutzen?

Quintessenz? Nichts dagegen, weil freiwillig? ;-) 

Viel wichtiger finde ich bei der Aktion die Frage: Was wird hier vermittelt und warum? (Und da rieche ich viel Vorgestriges.)

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Verstehe die Aufregung auch nicht. Die Teilnahme ist freiwillig, der Artikel reisserich („warum macht er das“) - Es wird suggeriert alle Teilnehmer hätten Sonnenbrand, Blasen und Fleischwunden, also ehrlich.
Die 80 Kilometer, in wieviel Tagen überhaupt?  Wurde mal eben fallen gelassen, da heißt es dann „am Stück“ - möglicherweise innerhalb von vier Tagen oder gar einer Woche am Stück?! So what...

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vor 9 Stunden schrieb martinfarrent:

Das Interview und die Übung selbst wirken aber nicht so, als solle den Schülern vorrangig ein lustvoller Zugang zum Draußensein vermittelt werden. Die genannten und implizierten Ziele scheinen ganz andere zu sein - und auf mich wirken sie höchst reaktionär, auch wenn das dem Text eher assoziativ als buchstäblich zu entnehmen ist.

Das ist imho ein wichtiger Punkt - was haben wir denn als Info Anderes als das aus dem Spiegel?

Wenn's nicht reißerisch ist ist es uninteressant und wenn man jemanden vorführen kann wird das gerne gemacht... :-(, von daher sehr viel Vorsicht bei so einem Artikel.

Zum Anderen, bei meinem Sohn wurde auch so eine Wanderung (in 24h von der Ostalb nach Stuttgart) angeboten, ebenfalls freiwillig. Das lief durchaus anspruchsvoll aber immer verantwortungsvoll ab. Sie haben damals das Ziel nicht erreicht, eben wg. Blutblasen usw. Wenn man die Kinder direkt danach gefragt hätte wären auch Begriffe wie Horror usw. gefallen, heute nicht mehr... ;-).

Fazit für mich, da war ein cleverer aber verantwortungsarmer Redakteur am Werke, der halt eine Story wollte. Die wirklichen Details würde ich gerne direkt von den Betroffenen hören, nicht gefiltert über jemanden, der Interesse an einer "gewissen Färbung" des Themas hat.

Justmy2ct.

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vor einer Stunde schrieb kra:

was haben wir denn als Info Anderes als das aus dem Spiegel?

Soll das heißen, dass hier noch keiner der Diskutierenden den ursprünglichen Artikel in „20 Minuten“ gelesen hat, der dem Stil des Blattes entsprechend mit deftigen (Original-?) Fotos garniert wurde?

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vor 3 Minuten schrieb Stromfahrer:

Soll das heißen, dass hier noch keiner der Diskutierenden den ursprünglichen Artikel in „20 Minuten“ gelesen hat, der dem Blatt entsprechend mit deftigen (Original-?) Fotos garniert wurde?

Bisher nicht, aber das kurz aufploppende Bild bevor mich 20 Minuten nervt, ich solle den Adblocker ausmachen, bestätigt mich schon. kotz.gif

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Könnte eigentlich jemand der Fraktion "Freiwiliig" spaßeshalber auch mal auf die beiden Gegenargumente

  • minderjährige Schüler_innen, die weder wählen noch Alkohol trinken dürfen und nicht voll entscheidfähig sind
  • Gruppenzwang, der einen daran hindert bei Schmerzen abzubrechen

eingehen? <_<

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Ich bin der Meinung, dass man mit 15 schon weitreichendere Entscheidungen treffen kann und sollte. In einer Gruppe misst man sich doch automatisch an den anderern Teilnehmern, ich kenne keine Situation, wo das anders ist. Was hat das mit Zwang zu tun?

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Gast

1) danke fürs ändern der überschrift. (aber: wie "unerfahren" die schüler sind, wissen wir immer noch nicht. es sind halt unerfahrene dabei, wenn das auswahlkriterium ist, dass sie beim probewandern einmal schnell genug waren). diese art von leistungsauswahl als voraussetzung für die teilnahme ist übrigens auch klasse fürs gruppenbuilding, es gibt helden und claqeure, die treffen sich dann im schwimmbad. immerhin können die beta-schüler auch sehen, wie fertig das heldentum macht, edit: einschl lehrer, hat auch was.

2) find ich den hinweis von @kra sehr wichtig: wenns denn gut vorbereitet ist und blutblasen (edit: kann man drüber streiten) abbruch bedeuten. wenn der lehrer hier auf die frage, wie die strecke geplant sei, hier nur äussert, er laufe den weg doch nich zweimal und das ziel ist, sich was "anzutun", finde ich die veranstaltung schlichtweg krank. jack-ass, ist auch immer freiwillig. sieht man begeisterte schüler auf den fotos?

3) in dem alter hätte ich vermutlich teilgenommen und als begleiter tät mich das auch interessieren. ich wär aber auch mit 15 schon stark genug gewesen, auf die regeln zu scheissen und mir selbst einen schönen tag zu machen, wenns mir zu doof geworden wäre.

4) erregungsindustrie. kann man hier mal drüber reden, ist aber eigentlich ziemlich OT.

5) es gibt so viele möglichkeiten, gruppenbuilding, selbstbewusstsein, outdoor zu vermitteln. z.b.

oder, wenns einfach nur darum geht, mal nen ganzen tag querfeldein zu spazieren, damit die kids lernen, dass man auch zu fuss unterwegs sein kann, auch von a nach b. hier sind grade statistiken veröffentlicht worden, dass nur noch so ca. 37% der grundschüler (in berlin/brandenbug bis einschl. 6. klasse) den schulweg selbständig bewältigen, die anderen werden im auto gefahren. da verschwinden fähigkeiten/möglichkeiten, die durch ultrasport ganz bestimmt nicht ersetzt werden (können).

bearbeitet von Gast

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Gast

und das gewicht?!

was haben die eigentlich in den rucksäcken? kiloweise verbandszeug?

nb: die pfadis mit dem schweren gepäck immer. da kann man dann auch mal mit 20 probleme mit sehnen und bändern haben.:rolleyes:

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