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Ultraleicht Trekking

Trekking und Fliegen? Schon mal Aufgabegepäck verloren?


lost gear  

47 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Wer hat schon einmal Ausrüstung/Gepäck beim Fliegen verloren?

    • ja, ist auch nicht mehr aufgetaucht
      0
    • ja, ist Tage später wieder aufgetaucht
    • nein, bis jetzt ist alles gut gegangen.


Empfohlene Beiträge

Hallo Leute,

ich habe leider kein passendes Thema mit der SuFu gefunden, deswegen starte ich mal diesen Thread. Ich bin noch recht frisch im Thema Trekking, zumindest was das Fernreisen angeht. Bis jetzt bin ich nur mit Auto/Bus/Bahn gereist. Geflogen selber nur anderweitig ein-, zweimal. Ich möchte nächstes Jahr nach Kanada und habe z.B. große Sorge, dass das Gepäck verloren geht. Was natürlich beim Trekking der Supergau wäre. Über die gängigen Tipps, wie man was verpackt etc., was man für Ansprüche und Möglichkeiten im Fall der Fälle hätte, bin ich schon hinaus. Ich wollte hier nur gern von Euren Erfahrungen hören, ist Euch schon einmal Gepäck beim Fliegen verloren gegangen?

Ein anderes Thema wäre, was mir besonders bei UL interessiert, nur mit Handgepäck zu reisen. Oft gelesen habe ich schon, dass neben Brennstoff (sowieso) auch keine nackten Gaskocher, Zeltheringe und Trekkingstöcker mit ins Handgepäck dürfen. Wie ist es mit den flexiblen dünnen UL-Zeltstangen, die man zusammensteckt?? Sonst noch irgendetwas?

Wenn ich mit Handgepäck reisen wollen würde, welchen ca. 70l Rucksack kann man auf Handgepackgröße komprimieren? Dieser dürfte kein Gestell haben, oder eines welches man entfernen und auseinanderbauen kann, wenn es sowas überhaupt gibt?? Gelesen habe ich das zumindest bei dem Sea To Summit Hydraulic Dry Pack. Jemand Erfahrung mit dem Model? Das Gewicht des Rucksacks wäre mir nur sekundär, wenn er die genannten Bedingungen erfüllt. Wenn er dazu noch wasserdicht ist, umso besser. Nebst Ausrüstung würde ich das dann in eine Handgepäckgroße Tasche, Koffer stopfen, welchen ich dann im Hotel lasse. Ich buche meist den ersten und letzten Tag mit Unterkunft, da darf man dann eigentlich immer Ausrüstung bunkern, die man nicht braucht. Den Rest würde ich dann vor Ort kaufen. In Kanada gibt es ja Outdoor Shops fast so oft wie Supermärkte.

Vielen Dank für Eure Mühen im Voraus ;-) .

LG,

Bliter

Bearbeitet von SouthWest
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Ich bin gerade in Neuseeland und habe meinen MLD Prophet, zwar ohne Trekkingpoles, aber mit Stangen, Heringen, einem kleinen Messer und meinem Kocher, ohne Murren und übermäßiges Kontrollieren. Ging nach China problemlos und auch in Neuseeland stand dann erst nach der Landung die Zeltkontrolle an.. aber das hat ja nix mit den Flugbestimmungen zu tun

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vor einer Stunde schrieb Tubus:

[...]erst nach der Landung die Zeltkontrolle an.. aber das hat ja nix mit den Flugbestimmungen zu tun

Was genau meinst Du damit? Neuseeland Tüv für Trekker :mrgreen: ?

vor 16 Minuten schrieb SouthWest:

Trekking und fliegen? Dazu steht hier was ;)

Zum Anreisen nur mit Handgepäck gibt es schon Fäden. Zum Beispiel hier und hier.

ups, sorry. Aber ein kleines Update kann nie schaden :D

vor 15 Minuten schrieb SouthWest:

Interessant ist also nur noch die Frage ob schon mal Gepäck verloren gegangen ist. Machen wir ne Umfrage?

gesagt, getan :)

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vor 50 Minuten schrieb Blitzer:

Was genau meinst Du damit? Neuseeland Tüv für Trekker :mrgreen: ?

Um fremdartige Pflanzen / Sporen / Pilze und so aus dem Land fernzuhalten schauen die Neuseeländer sich bei deiner Einreise Zelthäringe und Wanderschuhsohlen an.

https://www.mpi.govt.nz/travel-and-recreation/arriving-in-new-zealand/items-to-declare/

Bearbeitet von SouthWest
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Man kann sich auch echt verrückt machen.

Kaufste halt n entsprechenden Rucksack (HMG, MyTrailCo usw.) Packst es zusammen mit den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen in eine Reisetasche, die Handgepäckmaße hat und gibst den Rest auf. Im schlimmsten Fall kaufst Du eben vor Ort Heringe etc. nach.

Es kann soviel passieren, das eine Tour platzen lässt oder verändert. 

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vor 17 Minuten schrieb Dingo:

Man kann sich auch echt verrückt machen.

Es tut mir wahnsinnig leid, wenn ich als Fluganfänger (wie erwähnt) etwas unsicher bin und unter Umständen anderen zur Last falle. Wer Ironie findet, darf sie behalten...

Bearbeitet von Blitzer
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vor einer Stunde schrieb Blitzer:

Es tut mir wahnsinnig leid, wenn ich als Fluganfänger (wie erwähnt) etwas unsicher bin und unter Umständen anderen zur Last falle. Wer Ironie findet, darf sie behalten...

Ganz schön dünnhäutig. Ich hatte Dir auch Tipps gegeben. So fies kann ich gar nicht sein.

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OT: eigentlich nicht ganz OT, bezieht sich zwar auf "Trekking und Fliegen", aber nicht auf das Gepäck. Wollte nur anmerken, dass ein wesentlicher Aspekt des Trekkings, welches wir ja so gern betreiben in unserer Naturverbundenheit, meist (sicherlich sind sich viele hier auch längst der Problematik bewusst und verzichten bewusst darauf, setzen stattdessen lieber auf Trekking in heimischen Mittelgebirgen) auf Fliegen basiert, nämlich das Trekking in ansonsten nur langsam oder schwer erreichbaren Gegenden. Mich selbst muss ich da leider auch mit an den Pranger stellen, diverse Flugreisen zu europäischen Inseln, nach Spanien usw. Ganz interessant und vor allem ziemlich schwachsinnig im Grunde, dass man z.B. einmal quer durch Europa und wieder zurückfliegt, dabei wohl etwas mehr als eine Tonne CO2 in die Luft pustet, und das, weil man die Natur ja so schön findet (zum Vergleich: der durchschnittliche Bundesbürger erzeugt wohl pro Jahr 11,63 Tonnen im Jahr, schätzen kann jeder selbst auch hier). LNT schreiben wir uns alle immer gerne groß auf die Fahne, aber dass wir durch das viele Fliegen genau die Natur mittelfristig zerstören, die uns ja so am Herzen liegt, daran denken wir natürlich nicht so gern. Meine Schlussfolgerung: das kanns einfach nicht sein. Die 1,5° Marke haben wir als Menschheit wohl so in 15 Jahren geknackt, und wir machen ne Woche Urlaub auf Teneriffa (etc.) weil die Natur da so schön ist, und weil's halt so billig ist. Den Preis zahlt dann halt jemand anders, mal abgesehen von schlecht bezahlten Flugbegleitern und Piloten. Dementsprechend werde ich jetzt wohl dieses Rumgefliege innerhalb Europa sein lassen, das geht dann eben nicht. Ich fände es schön wenn sich hier im Forum auch mehr Leute damit beschäftigen würden, denn ich glaube, es ist jetzt echt mal an der Zeit, das zu tun. Den Luxus, zu fliegen und sich mit der Problematik nicht auseinanderzusetzen, haben wir jetzt einfach nicht mehr.

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Hallo zusammen,

bei uns geht im Schnitt jedes dritte Mal beim Fliegen mit SAS und umsteigen in Kopenhagen, Stockholm oder Oslo etwas verloren und wird nachgeliefert. Es ist ein Graus wie unzuverlässig diese Flughäfen sind.

Daher planen wir grundsätzlich die Weiterreise zum Startort (Bus, Zug) erst für den Folgetag ein.

Etliche Klamotten wurden mir daher von SAS finanziert, denn sie übernehmen bis ca. 100 Euro das Nachkaufen von Kleidung bei verspätetem Gepäck :-)

Gruß

Wolfgang

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zweimal in den letzten 20 jahren (= ära des billigfliegens). zweimal malpensa als umsteigeflughafen. einmal wurde mein rucksack dann tage nach der rückkehr(!) zuhause ins büro geliefert und ich hatte mir nach 3 tagen warten alles neu kaufen dürfen. da ich vorschiessen musste, wurde alles beim damals mir noch unbekannten decathlon besorgt, leider, billigoutdoorer in barcelona.  die rechtslage war damals noch ungeregelt (und es gab auch keine "limits", reine verhandlungssache).

wir fliegen einmal im jahr und wollen "eigentlich" nicht fliegen (siehe @Lightlix oben). stöcke und weiteres spitzes metallzeug vor ort anschaffen (und nur mit handgepäck auskommen bzw. aussortieren riskieren) haben wir schon häufiger überlegt, aber bisher immer verworfen.

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Bei mir ist auch schon einige Male das Fluggepäck verloren gegangen, wurde dann aber innerhalb eines Tages nachgeliefert. Das Risiko des Verlustes besteht realistischerweise eigentlich nur, wenn es sich um eine Umsteige-Verbindung handelt und die Umsteigezeit knapp ist. Dann schaffst Du es vielleicht in den nächsten Flieger, Dein Gepäck aber nicht. Bei Direktflügen ist mir noch nie etwas abhanden gekommen. Laut Statisik tauchen so gut wie alle verlorenen Gepäckstücke auch wieder auf und werden nachgeliefert. Der Totalverlust ist ausgesprochen selten, so dass ich mir darüber keine großen Gedanken machen würde.

Dennoch ist es natürlich ärgerlich, wenn gerade am Anfang einer Trekkingtour das Gepäck fehlt und erst einen Tag später nachgeliefert wird. Ich versuche daher, beim Hinflug immer genug Umsteigezeit zu haben - oder ich bin eh einen oder zwei Tage am Ankunftsort und könnte auf die Nachlieferung warten.

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So wie German Tourist es beschriebt ist es bei mir auch. Auf dem Rückweg von Finnland ist unser Gepäck erst zwei tage später aufgetaucht. Wäre das der Hinflug gewesen hätte ich alt aus gesehen.

Problematisch ist ja meist nicht der verlorene Tag, sondern das fehlende Material auch dafür. Deshalb kommt bei mir zum Beispiel auch bei Hitze die Daunenjacke ins Handgepäck.

Bei Flugbuchungen achte ich jetzt ebenfalls drauf das die Umsteigezeit länger ist. Lieber 4 - 5 Stunden Kaffee trinken und nen Nickerchen machen als eine 1-stündige Umsteigezeit und dann einenganzen Tag verlieren weil man kein Gepäck mehr hat.

Ansprüche aus der Verspätung durchsetzen ist übrigens gerade bei den Billigfliegern sehr schwierig...

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Was ich echt klasse faend, waere, wenn die, bei denen schon Gepaeck verspaetet ankam, noch etwas ausfuehrlicher schreiben wuerden mit welchen Fluglinien bzw Flughaefen das war und ob das mit Umsteigen war.

Ich bin frueher beruflich und privat recht viel geflogen, bei mir oder Kollegen ist mit einer Ausnahme (das war bei US-Kollegen mit Umsteigen in London am Tag von Lady Di´s Begraebnis) noch nie Gepaeck verspaetet angekommen.
Entsprechend bin ich momentan ueber die knapp 50% in der Umfrage doch etwas verunsichert...
Ich bevorzuge zwar inzwischen andere Anreisewege, aber einmal im Jahr ist es doch noch faellig...auch dabei mit knappen Umsteigen in Madrid und Iberia, war das Gepaeck immer puenklich da...

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vor 1 Stunde schrieb khyal:

Ich bin frueher beruflich und privat recht viel geflogen, bei mir oder Kollegen ist mit einer Ausnahme (das war bei US-Kollegen mit Umsteigen in London am Tag von Lady Di´s Begraebnis) noch nie Gepaeck verspaetet angekommen.
Entsprechend bin ich momentan ueber die knapp 50% in der Umfrage doch etwas verunsichert...
Ich bevorzuge zwar inzwischen andere Anreisewege, aber einmal im Jahr ist es doch noch faellig...auch dabei mit knappen Umsteigen in Madrid und Iberia, war das Gepaeck immer puenklich da...

Naja, das liegt schlicht an der Fragestellung. Wenn danach gefragt wird wer "schon einmal" sein Gepäck verloren hat, dann ist es eben "einmal" egal wie oft man fliegt. Ob das nun einmal von einem Flug oder einmal von 100 Flügen etc. vorkommt sieht man bei der Fragestellung schlicht nicht.

Wenn schon Statistik, dann würde ich mich daher eher auf normierte Statistiken die man bei einer Google-Suche schnell findet verlassen. Auch die mögen hier und da trügen, aber hier finden sich auch Statistiken die sich auf die Gesamtanzahl der Flüge oder der Passagiere je Flug beziehen. 

Aus eigener Erfahrung: Zweimal kam mein Gepäck nicht zeitgleich mit mir am Zielort an. Das war ärgerlich und bei der Eingangsfrage in diesem Thread habe ich Antwort 2 gewählt. Beide Male wurde mir das Gepäck einen Tag später mit einem Taxi zugestellt. Aber auf die Gesamtzahl an Flügen gesehen ist das nichts was mir irgendwie Sorgen bereitet (phasenweise Vielflieger) zumal mir in beiden Fällen wg. extrem kurzen Umsteigezeiten davor schon klar was dass das eng werden kann.

Bearbeitet von Gast
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  • 2 Wochen später...
  • 1 Monat später...

Im Zuge eines Artikels der CT ueber die evtl Einfuehrung von RFD-Chips am Gepaeck wurden dort auch Zahlen genannt :
"...
2007 wurden nach einem Bericht des IT-Airline-Dienstleisters Sita etwa 18 Gepäckstücke pro 1000 Passagiere fehlgeleitet. Zehn Jahre später waren es nur noch etwa sechs. Weltweit waren das aber immerhin 23 Millionen Gepäckstücke...."
Also hat man im Schnitt eine Chance von 0,6%, dass das passiert....

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      Auf der Internetseite www.vitagronabandet.se gibt es eine Liste der Wanderer, die die Langstreckenwanderung schon gegangen sind bzw. die das in den nächsten Jahren geplant haben. Auch hier gibt es wieder einige deutsche Wanderer, die diese Langstreckenwanderung schon bewältigt haben.

      Für mich sind frei geplante Langstreckenwanderungen die Königsdisziplin im Langstreckenwandern. Neben der Länge einer solchen Wanderung kommt erschwerend hinzu, dass sich jeder seinen Weg selbst suchen muss.

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      Was in Norwegen und Schweden funktioniert, warum soll das nicht auch in Deutschland gehen?

      Wer sich zB auf der Internetseite www.waymarkedtrails.org die Wanderwege von Deutschland anzeigen lässt, wird feststellen, dass das wie ein „Spinnennetz“ aussieht. So zahlreich sind die Wanderwege.

      Wo ist da noch Platz für weitere Wanderwege?

      Der Gedanke ließ mich trotzdem nicht mehr los. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht.

      Wegen zwei familiären Terminen (Mitte Mai und Mitte Juli), die ich nicht verschieben konnte, musste ich mein Kungsleden-Projekt (Start Anfang Juni 2019) erstmal auf Eis legen. Der Zeitraum für die Realisierung erschien mir zu kurz.

      Dann habe ich über ein Ersatzprojekt nachgedacht, das ich in ca. 45 Tagen (ab Mitte Mai oder ab Mitte September 2019) erledigen könnte. Da ist mir wieder meine Wanderung an der Ostsee eingefallen, wo ich schon einmal ca. 200 km mit meiner Frau unterwegs war.

      Immer an der Ostseeküste entlang, von Bansin bis Flensburg. Dann entlang der dänischen Grenze rüber zur Nordseeküste und an der Nordseeküste entlang bis nach Emden.

      Meine erste frei geplante Langstreckenwanderung in Deutschland nahm langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sofort hatte ich noch weitere Ideen für frei geplante Langstreckenwanderungen innerhalb von Deutschland.

      Namensgebung
      Insgesamt hatten sich vorerst 5 frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Kopf „angesammelt“. Es musste etwas Ordnung her in meinem Kopf.

      Als Mathematiker und freiberuflicher Softwareentwickler (ABAP in SAP) habe ich in den letzten 20 Jahren deutschlandweit in vielen großen Software-Projekten gearbeitet. In diesen Projekten ist eine gewisse Ordnung und Organisation für den Erfolg unabdingbar.

      Für mein Wander-Projekt wollte ich das auch so halten. Also habe ich mir erstmal einen Namen für mein Wander-Projekt gesucht. Als Softwareentwickler habe ich in Englisch programmiert. Trotzdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen Anglizismen in der deutschen Sprache. Aber viele englische Begriffe, wie zB Trekking, Trail und Tracks, haben sich in der deutschsprachigen Wanderwelt etabliert und sind dort nicht mehr wegzudenken.

      Außerdem wollte ich keine Zahl in meinem Projektnamen haben, wie Cam „Swami“ Honan in seinem Wander-Projekt „12 Long Walks“. Dadurch wollte ich mir die Möglichkeit für spätere Erweiterungen offen halten.

      Zusätzlich sollte der Bezug zu Deutschland auch im Namen des Wander-Projekts sofort sichtbar sein.

      So habe ich mich mit etwas „Bauchgrummeln“ für den Namen

           German Long Walks

      entschieden. Abgekürzt also:

           GLW

      Trails

      In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt die 5 Trails aufzählen und kurz erläutern, die aktuell in meinem GLW-Wander-Projekt zu finden sind. Für alle Trails habe ich Start- und Endpunkte definiert, die mit der Bahn gut zu erreichen sind. Eine Ausnahme bei der Erreichbarkeit gibt es dennoch, aber später mehr dazu.

      Das Bild im Anhang zeigt farblich hervorgehoben die Lage der 5 Trails. Bei der Beschreibung der Trails verweise ich gelegentlich auf diese Farben.

      GBT - German Border Trail - Deutscher Grenzweg 
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 2600 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              blau

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der Landesgrenzen zu unseren Nachbarländern zu bewegen. Ausgenommen von diesem Trail sind die Küsten der Nord- und Ostsee, sowie die Grenze zu Dänemark. Diese Bereiche gehören zu einem anderen Trail.

      Immer an der Landesgrenze entlang? Das hört sich erstmal überhaupt nicht spektakulär an. Wer sich aber einmal die Landkarte von Deutschland, zusammen mit Teilen der Nachbarländer, anschaut, wird überrascht sein.

      Wenn man zB vom östlichen Punkt (Campingplatz Nandalee) zum westlichen Punkt (Bahnhof Emden) wandert, trifft man auf atemberaubende Landschaften, die ich einfach mal so hintereinander aufzählen will:

      -Flusslandschaft an Oder und Neiße
      -Elbsandsteingebirge
      -Erzgebirge
      -Fichtelgebirge
      -Oberpfälzer Wald
      -Bayerischer Wald
      -Alpenvorland
      -Alpen
      -Bodensee
      -Rheinebene in BW
      -Schwarzwald
      -Pfälzer Wald
      -Hunsrück
      -Eifel
      -Rheinebene in NRW
      -Münsterland
      -Emsland

      Muss ich noch mehr aufführen? Da ist fast alles vertreten, was in der Kategorie der deutschen Mittelgebirgslandschaften Rang und Namen hat.

      GCC - German Coast To Coast Trail - Deutscher Küstenweg
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 1200 km (mit!!! der Insel Rügen)
      Länge Feinplanung:    1183 km (ohne!!! die Insel Rügen)

      Farbe im Bild:              rot

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der deutschen Küsten (Ost- und Nordsee) zu bewegen. Um zB von der Ostsee an die Nordsee zu kommen, versuche ich eine Route in der Nähe der dänischen Grenze zu finden.

      GCT - German Cross Traverse - Quer durch Deutschland
      Östlicher Punkt:           Bahnhof in Frankfurt/Oder
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Bad Bentheim

      Länge Grobplanung:    ca. 750 km
      Länge Feinplanung:     noch offen

      Farbe im Bild:              gelb

      Der östliche Punkt ist der Bahnhof in Frankfurt/Oder.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Bad Bentheim.

      Bei diesem Trail habe ich mich etwas vom Europäischen Fernwanderweg E11 inspirieren lassen. Der E11 betritt in Frankfurt/Oder deutschen Boden und verlässt bei Bad Bentheim deutschen Boden. Beide Orte sind gut mit der Bahn zu erreichen.

      Das Bild zeigt im Raum Berlin 2 Varianten dieses Trails. Die erste Variante (Nordvariante) verläuft mitten durch Berlin. Die zweite Variante (Südvariante) umgeht den Großraum Berlin. Mein Favorit für die Feinplanung im Großraum Berlin ist aktuell die Südvariante. Zusätzlich werde ich bei meiner Route noch meinen Heimatort Schochwitz (Salzatal), den Lutherweg bei Eisleben und den Harz einplanen.

      GGB - German Green Band - Deutsches Grünes Band
      Nördlicher Punkt:        Campingplatz Priwall bei Lübeck
      Südlicher Punkt:          Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern)

      Länge Grobplanung:   ca. 900 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              grün

      Der nördliche Punkt ist der Campingplatz Priwall (Naturfreundehaus Priwall) am Pötenitzer Wiek. Zu erreichen ist der Campingplatz entweder vom Bahnhof Travemünde (ca. 2,8 km Fußweg) oder vom Bahnhof Lübeck (ca. 21,7 km Fußweg).

      Der südliche Punkt ist das Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern oder ehemals DDR, BRD, CSSR). Dieser Punkt ist nicht so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Im 3 km entfernten Ort Nentschau befindet sich eine Bushaltestelle. Die nächste größere Stadt ist Hof. Bis dahin sind es ca. 17 km Fußweg.

      Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der DDR ist der Namensgeber für diesen Trail. Umgangssprachlich (Volksmund) wurde diese Grenze auch die „grüne Grenze“ genannt.

      Außerdem wollte ich, so wie in Schweden, auch ein Grünes Band in meinem Wander-Projekt haben.

      In über 40 Jahren (1949 - 1989) hat kaum ein Mensch diesen streng bewachten Grenzbereich betreten. Dadurch ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Der Rennsteig im Thüringer Wald kreuzt mehrmals die ehemalige Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bei meiner letzten Wanderung über den Rennsteig habe ich genau bei einer dieser Kreuzungen während einer Rastpause zwei Radfahrer getroffen. Sie berichteten mir, dass in Thüringen noch große Teile des ehemaligen Grenzweges (Kolonnenweg) intakt sind und dass man dort sehr gut mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Im Bereich des Brockens (Harz) gibt es diesen Grenzweg ebenfalls noch. Da bin ich schon zu Fuß unterwegs gewesen.

      GLT - German Length Traverse - Deutschland der Länge nach

      Nördlicher Punkt:        Bahnhof in Flensburg
      Südlicher Punkt:         Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

      Länge Grobplanung:   ca. 850 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              violett

      Der nördliche Punkt ist der Bahnhof in Flensburg.

      Der südliche Punkt ist der Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

      Wenn es eine Quer-Traverse in Deutschland gibt, dann soll es auch eine Längs-Traverse geben.

      Außerdem wollte ich, so wie in Norwegen, auch eine Längs-Traverse für Deutschland in meinem Wander-Projekt haben.

      Grob- und Feinplanung

      In der Phase der Grobplanung habe ich mit Hilfe des Luftlinien-Routings (siehe Trails im Bild) den ungefähren Verlauf der einzelnen Trails festgelegt. Dadurch wollte ich auch ein Gefühl für die zu erwartende Länge der Trails erhalten.

      In der Phase der Feinplanung suche ich nach Routen (Wege, Straßen usw) entlang der festgelegten Luftlinien-Routen. Ich rechne damit, dass sich die Länge der Trails gegenüber der Grobplanung um ca. 1/5 vergrößert. Das bedeutet, dass zB der GBT-Trail, wenn er "ausgelaufen" wird, d.h. "immer an der Grenze entlang", über 3000 km lang sein wird.

      Den GCC-Trail habe ich als ersten Trail aus meinem Wander-Projekt schon feingeplant. Dabei habe ich die Insel Rügen ausgelassen. Die Gesamtlänge des Trails beträgt ohne die Insel Rügen genau 1183 km.

      Im allgemeinen führe ich die Feinplanung von Wandertouren so durch, dass ich mir Tracks aus dem Internet besorge. Diese Tracks prüfe ich dann in meiner Routenplanungssoftware BaseCamp auf ihre Qualität. Wichtig sind für mich dabei die Anzahl der Trackpunkte. Besitzt ein Track zu wenig Trackpunkte, verläuft ein Track manchmal mitten durch die Landschaft und es ist nicht genau zu erkennen, wo der Wanderer entlang gelaufen ist. Trotzdem lasse ich mir den Track aus dem Internet in der Routenplanungssoftware anzeigen und plane dann meinen eigenen Track mit Hilfe des Internet-Tracks.

      Bei meinem Wander-Projekt mache ich das anders. Ich lasse mir keine Tracks aus dem Internet anzeigen. Lediglich die Luftlinien-Routen verwende ich zur groben Orientierung.

      Ich war ja schon einmal an der Ostseeküste unterwegs (ca. 200 km vom Campingplatz Nandalee bis zum Campingplatz Zingst). Von daher weiß ich, dass es da einen Europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Küste gibt. Zusätzlich die Radwege Euroroute R1 und EuroVelo 10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich öfters auf diesen Wegen bewegen werde. Bei der Planung musste ich mich zwingen diese Tracks aus dem Internet nicht zu verwenden.

      Ich bin gespannt welche Wege ich mir für den GCC-Trail ausgesucht habe und wie hoch der Anteil an Radwegen und Straßen ist.

      Wer in Deutschland wandert, weiß, dass die nächste Ortschaft nicht weit entfernt ist. In Deutschland ist man also fast immer „zivilisationsnah“ unterwegs. Man kann das mögen oder auch nicht. Das ist Ansichtssache.

      Ich freue mich jedenfalls auf die Realisierung meines Wander-Projekts.

      Werde ich Tracks meiner realisierten Trails in meinem Blog veröffentlichen?

      Da bin ich zwiegespalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für die Planung meiner eigenen Wandertouren Tracks im Internet gefunden habe. Wenn die Tracks aus dem Internet dann noch qualitätsmäßig gut waren, hat mich das besonders gefreut.

      Für die NPL-Wandertour in Norwegen habe ich, trotz intensiver Recherche im Internet, keine Tracks gefunden.

      Für die GB-Wandertour in Schweden war das schon anders. Einige Wanderer haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit ihren Tracks veröffentlicht, so dass man erahnen konnte, wo sie entlang gelaufen sind. Andere haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit Luftlinien-Routen auf ihren Webseiten angezeigt.

      Aber nirgendwo waren saubere Tracks (GPX-Dateien) für eine der Wandertouren (NPL oder GB) zu finden.

      Vorerst werde ich die Tracks meiner realisierten Trails ebenfalls nicht veröffentlichen. Das letzte Wort über dieses Thema ist aber noch nicht gesprochen.

      Darüber muss ich noch abschließend nachdenken…

      Randbedingungen

      Randbedingungen für die Planung der Trails gibt es fast nicht.

      Einzig die Endpunkte der einzelnen Trails habe ich vorgegeben. Entscheidend für die Vorgabe der Endpunkte war für mich die Erreichbarkeit mit der Bahn, wobei es auch hier leider eine Ausnahme gibt. Das ist das Drei-Länder-Eck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern, ein Endpunkt des GGB-Trails.

      Den GBT-Trail habe ich noch nicht feingeplant. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer „irgendwie“ in der Nähe der deutschen Grenze bewege. Dabei ist es mir egal, ob ich zB im Erzgebirge auf der deutschen oder tschechischen Seite unterwegs bin. Maßgebend ist für mich die Grenznähe.

      Ähnlich verhält es sich zB in der Rhein-Ebene in Baden-Württemberg. Dort könnte ich auf der deutschen Seite durch den Schwarzwald gehen oder auf der französischen Seite durch die Vogesen. 
      Ganz verrückt könnte es im Bereich der Alpen werden. Dort kann ich mich nahe an der Grenze zu Österreich bewegen, wenn das die Wege hergeben. Damit sind sicherlich einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich könnte es aber auch etwas "softer" angehen lassen und durch das Alpenvorland wandern. Da ich ganz klar keine "Bergziege" bin, bevorzuge ich erstmal das Alpenvorland.
      Ein km-Limit für die Grenznähe soll es aber nicht geben.

      Teilnehmerliste

      Über diesen Punkt habe ich sehr lange nachgedacht.

      Warum eine Teilnehmerliste?

      In meinem Blog werde ich über die Realisierung meines Wander-Projekts berichten. Dadurch ist das Wander-Projekt in gewisser Weise öffentlich zugänglich. Dann habe ich mir gedacht, dass evtl. auch andere Wanderer den einen oder anderen Trail planen und realisieren wollen.

      Wenn Interesse besteht, wäre aus statistischen Gründen eine Teilnehmerliste, analog dem NPL in Norwegen und dem GB in Schweden, sinnvoll. So kann jeder sehen, wer die Trails gegangen ist bzw. wer das in der Zukunft plant.

      Verwalten werde ich die Teilnehmerliste vorerst in meinem Blog unter dem neuen Menüpunkt Projekte.

      Wer sich für das Wander-Projekt interessiert und sich für eine Realisierung eintragen lassen will, kann sich einfach per Mail (info@reinhard-kanther.de) bei mir melden und die wichtigsten Daten für einen Anfangseintrag (Jahr, vollständiger Name, Land, Trail-Kürzel, Saison, zu Fuß oder mit dem Rad, evtl. Startdatum) angeben. Alle anderen Angaben können später nachgeholt werden. Nach Beendigung des aktuellen Trails würde ich mich über eine Erfolgsmeldung freuen und das auch so in der Teilnehmerliste festhalten.

      Als Startdatum für eine Aufnahme in die Teilnehmerliste würde ich das Datum Anfang Januar 2019 nehmen. Damit möchte ich verhindern, dass Trails aus der Vergangenheit in der Teilnehmerliste auftauchen.
      Zukunft
      Was stelle ich mir für die Zukunft meines Wander-Projekts vor?

      Das werde ich in loser Folge einfach mal aufführen, ohne das die Reihenfolge eine Wertung darstellen soll.
      Ich werde ab Mitte Mai den GCC-Trail wandern und hoffentlich als ThruHike beenden. In einem Forum werde ich mein Wander-Projekt ebenfalls vorstellen. Das Forum und den Zeitpunkt habe ich mit diesem Beitrag festgelegt. Für meinen Blog, damit auch für die Projekte, will ich noch mehrere Fremdsprachen (Englisch, evtl. noch Spanisch und Französisch) anbieten. Anregungen und Kritik nehme ich gerne entgegen und werde ich auch beantworten, wenn ich nicht gerade selbst unterwegs bin. In den nächsten Monaten werde ich die Resonanz für mein Wander-Projekt prüfen. Sollte die Resonanz vielversprechend sein, prüfe ich die Erstellung einer eigenen Webseite für das Wanderprojekt (analog NPL in Norwegen und GB in Schweden). Vielleicht findet sich dann noch der eine oder andere Mitstreiter für die Datenpflege. Realisierung
      Den 1.Teil meines Wander-Projekts habe ich im Mai/Juni 2019 realisert. Vom 22.5. bis 28.06.2019 bin ich den GCC-Trail in 38 Tagen (2 Ruhetage) in einem ThruHike gelaufen. Die geplante Länge war 1183 km. Welche Strecke ich tatsächlich gelaufen bin, muss ich noch abschließend feststellen. In meinem Bericht zu dieser Wandertour, an dem ich gerade arbeite, werde ich die genaue Länge der zurückgelegten Strecke nachreichen.
       

    • Von rentoo
      Ende Mai, Anfang Juni 2019 bin ich den Soonwaldsteig mit einem Freund gegangen. Die ca. 85 km sind wir in 5 Etappen, mit 4 Übernachtungen gegangen. Da es offizielle Übernachtungsplätze gibt, die erste Nacht sogar auf einer prächtigen Burgruine, gab es absolut keinen Grund für Stealth Camping, zumal ich den Trend, offizielle Trekkingplätze zur Verfügung zu stellen, absolut unterstütze.
      Ich bin sehr glücklich, den Hunsrück, dessen Landschaftsbild stets zwischen schroffer und liebreizender Schönheit wechselt, kenngelernt zu haben. Auf- und Abstiege können teilweise ganz schön heftig sein, aber wie so oft, wird jede Anstrengung mit bezaubernder Landschaft und Aussichten belohnt.
      Viel Spaß beim Lesen dieses Reiseberichts.
      Lieber Gruß
      Rentoo
       Anreise
      Nach der Anreise mit dem Auto, das in Bingen am Rhein geparkt wurde, ging es mit der Bahn nach Kirn, wo der Startpunkt liegt. Die Zugfahrt dauert eine gute Stunde. Da es mittlerweile bereits gegen Nachmittag ging, sind wir nicht sofort auf den Trail gegangen, sondern haben in Kirn auf einem Campingplatz übernachtet, der ca. 3 km vom Beginn der ersten Etappe entfernt liegt.
       
      1. Etappe
      Frisch gestärkt und bestens gelaunt konnten wir uns auf die erste Etappe stürzen. Da alle Übernachtungsplätze vorab gebucht und bestätigt waren, hatten wir keinen zeitlichen Spielraum und mussten uns an die vorgegebenen Etappen halten. Dies war aber selbstverständlich kein Problem, da die Tagesetappen bei der 5-Tages-Variante so zwischen 15 und 20 km liegen.  Leider hat man bei der ersten Etappe noch nicht so richtig das Gefühl in der Natur zu sein, da man immer wieder Zivilisationsgeräusche, meist Motorräder und Autos wahrnimmt. Dennoch gibt es selbstverständlich sehr schöne Ecken.
       
       
      Das Tages-Highlight für mich war allerdings die Übernachtung auf der Schmidtburg. Dort hat übrigens auch der Schinderhannes gelebt. Den Übernachtungsplatz muss man gesondert von den Trekkingplätzen buchen. Der Burgvogt, ein netter älterer Herr verlangt 2,50 Euro pro Person. Mehrere Toiletten und Wasserstellen sind auf der Burg verteilt. Übrigens habe ich so einige nette Menschen dort kennengelernt.
        
      2. Etappe
      Der 2. Tag auf dem Steig hat mich dann wieder richtig versöhnt. Endlich hatte ich das Gefühl so mitten in der Natur und ganz weit weg von der Zivilisation zu sein. Interessant ist, dass man auf dieser Etappe längere Strecken über Wege läuft, auf denen unzählige Steinbrocken liegen. Auch einige Geröllfelder sind zu überqueren. Der Tag hat echt Spaß gemacht. Ich weiß nicht, welche Hormone da bei mir ausgeschüttet wurden, aber ich hätte vor Begeisterung platzen können, so großartig war der Weg.

       
      Am Trekkingplatz angekommen, wurde aufgebaut und dann haben wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.
       

       
      3. Etappe
      Am 3. Tag wechselte die Landschaft von ihrer schroffen Schönheit in eine doch eher sanfte und liebreizende Seite. Ich habe mich mit dem Filmen und Fotografieren kaum bremsen können.
        
      Hier stelle ich einen typischen Trekkingplatz vor. Gut versteckt findet man ihn nur durch Zufall, oder wenn man ihn gebucht und gezahlt hat, denn dann erhält man die Koordinaten.
       
       
      Selbst Trail Magic gab es. Auf beiden Plätzen hatten die Verantwortlichen Wasserflaschen bereitgestellt, die man für einen Euro pro Flasche kaufen konnte. Da Wasser wirklich Mangelware ist, haben wir uns doch sehr darüber gefreut.
       
       
      4. Etappe
      Der 4. Tag der Etappe war ziemlich darauf ausgelegt, Strecke zu machen. Selbstverständlich sind wir auch an diesem Tag durch eine atemberaubende Landschaft gegangen, doch leider waren große Teile davon mit Windrädern „verschandelt“. Nicht dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nicht auf alternative Energiegewinnung stehe, aber Windräder zeigen einem eindeutig, dass die Zivilisation nicht weit entfernt ist.

       
      Die letzte Übernachtung fand nicht auf einem Trekkingplatz statt, sondern an der Lauschhütte, einem bewirtschafteten Wald-Ausflugslokal mit Klettergarten, Bogenschießen und einem Zeltplatz.
        
      5. Etappe
      Die nun letzte Etappe führte uns wieder nach Bingen am Rhein. Zuerst dachte ich, dass hier die Landschaft in den Hintergrund tritt und stattdessen Strecke machen angesagt ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Denn noch bevor man den Rhein zum ersten Mal sieht erinnert der Soonwaldsteig noch einmal ganz deutlich daran, dass es sich lohnt, ihn zu laufen.

       
       
      Da ausgerechnet an diesem Tag Vatertag war, waren selbstverständlich viele Menschen unterwegs. So einige Einladungen auf ein Bier konnte ich nicht ablehnen, was dazu führte, dass ich die letzten Kilometer bis zum Bahnhof ziemlich getorkelt bin. Das war eine sehr interessante Erfahrung für mich. 
       
       
       
       
      Fazit
      Ich bin richtig glücklich, den Soonwaldsteig gegangen zu sein. Der Mangel an natürlichen Wasserstellen wird durch das Netz offener Wasserhähne ausgeglichen. Wer plant, den Steig zu gehen sollte sich unbedingt auch die GPX-Datei mit den angebotenen Wasserstellen herunterladen. Ich empfehle dafür zu sorgen, dass man mindestens immer 3 liter Wasser dabei hat.
      Alle Infos zum Steig findet man unter www.soonwaldsteig.de.
       
      LG
      rentoo
    • Von Xdust132
      Servus zusammen,
      ich würde gerne im Juni für 3-4 Tage eine Hüttentour in den Dolomiten starten. Da ich noch nie dort war und die Informationen
      im Netz vielfältig sind wollte ich mich hier mal umhören. Wer kann eine Route empfehlen, Schwierigkeitsgrad -mittel-, Alpine
      Klettererfahrung habe ich keine, lediglich mittlere Aufstiege an einem Seil entlang. Die länge der einzelnen Etappen darf anspruchs-
      voll sein, sollte aber kein extremmaß annehmen.
      Gibt es Routen die Ihr empfehlen könnt, würde mich freuen von euch zu hören.
      LG Timo 
    • Von manaslu17
      Liebe Trekking Freunde,
      Mich hat nach meiner Manaslu Umrundung letzten Jahres das Trekkingfieber gepackt. Nun gehts im Sommer für 2 Wochen ins Hochland nach Island und ich bin hierfür auf der Suche
      nach der richtigen Ausrüstung. (Im Oktober wieder Nepal, diesmal Annapurna)
      Hat jemand Erfahrungen mit dem Trek Escape 2 (250 Euro) gemacht (http://www.outdoorshop123.com/trekkingzelt-ultraleicht-204.html) und kann mir davon berichten  bzw. es empfehlen ?
      Oder andere Vorschläge für ein windsicheres, stabiles, leichtes und leistbares Zelt ?  
      Als Gaskocher habe ich mir den Windmaster Stove niedergeschrieben. Scheint zwar etwas teurer zu sein,  dürfte aber sein Geld wert. sein.  Liege ich richtig dass für 12 Tage Trekken 2 250 Kartuschen empfehlenswert sind (bei  Annahme morgens Kaffee + 1 mal Suppe bzw. Nudeln kochen ?).
      Apropos Geschirr, ich möchte mir einen Becher + einen Topf + Besteck mitnehmen. Habt ihr da Tipps für mich ? 
      Schlafsack habe ich mir schon letztes Jahr für nepal den cummulus teneqa besorgt, sehr zufrieden damit. 
      Auch den Rucksack verwende ich wieder von Mountaintop  https://www.amazon.de/gp/product/B01NCKX238. Hatte keine Probleme bei durchschnittlich 6-7 Stunden gehen am Tag für 17 Tage. 
      Gps Gerät bis max 250 Euro. Könnt ihr mir da auch eins empfehlen ? 
      Wie macht ihr das mit dem Kaffee ? Löslichen Kaffee kaufen ? Und mit der Ernähung ? Primär Trockenfutter ? Gibts da Empfehlungen für mich ? 
      Vom Gewand her bin ich mittlerweile gut mit Merino ausgestattet (Unterwäsche, langes Leiberl, kurzes Leiberl, Socken). Kann man echt wochenlang tragen ohne zu stinken. Die beste Investition bis dato wie ich finde.  Bei den Jacken bin ich mir noch nicht sicher ob ich eine Fleeze und Daunenjacke mitnehmen soll oder eine davon zuhause lasse.  Mal sehen..
      Würde mich sehr über eure Tipps und Anregungen freuen,
      Schöne Feiertage noch und vielen Dank
      lg!
      manaslu. 
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