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Ultraleicht Trekking

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Liebe Forumsmitglieder,

das ist mein erster Post :). Ich bin noch Outdoor/UL-Anfängerin und bin gerade dabei, mir eine erste kleine Ausstattung zuzulegen bzw. selbst zu bauen. Als erstes möchte ich mir einen Quilt nähen und habe hier im Forum auch schon superviele hilfreiche Beiträge gelesen und einige Youtube-Videos geschaut. Eine große Frage bleibt für mich jedoch gerade noch offen. Vielleicht fällt Euch dazu was ein?

Wie löse ich am besten die Frage Quilt <-> Matte?

In den den beiden Anleitungen, die ich am anschaulichsten finde, werden an den langen Seiten das Quilts kleiner Schnallen / Stecker / Druckknöpfe befestigt, mit denen man die lange Seiten nah zusammenbringt. Man schließt also den Quilt, fast so wie bei einem Schlafsack, wenn ich das richtig verstehe. Aber das macht doch gar keinen Sinn, oder? Ich stelle mir das erstens unbequem vor (man liegt dann auf dem Material für den Zusammenschluss), es kann Zugluft reinkommen, wenn man sich umdreht.

Z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=be4ciUndiBg

oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=zxCh3Cld2S8

oder hier:

Bei EE-Quilts dagegen ist ein System angebracht, mit dem man den Quilt an der Isomatte befestigt:
https://www.youtube.com/watch?v=mHznRpNJpxU

Oder hier bei diesem REI-Quilt (siehe Minute 7:46)
https://www.youtube.com/watch?v=m79JNLDP92E

Andere andere Lösung habe ich hier gefunden (aber man muss an der Isomatte nähen):
https://www.youtube.com/watch?v=S3nVKVrq_bc&feature=emb_logo

Manche Quilts scheinen gar keine Befestigung zu haben, man wickelt sie einfach nur um sich rum (falls ich richtig sehe)
http://www.rayjardine.com/ray-way/Quilt-Kit/index.htm

 

Habt Ihr eine Empfehlungen?

  • Welche Methode würdet Ihr wählen?
  • Kann man so eine Befestigung wie die von EE selbst nähen?
  • Oder reicht die mE etwas einfachere Version vom REI-Quilt?

Dazu kommt noch ein weiteres Problem: Meine (nicht UL) Isomatte (TAR NeoAir Camper SV / https://www.bergfreunde.de/therm-a-rest-neoair-camper-sv-isomatte-bewertung/) ist am Rand etwas erhöht, damit man nicht runterrutscht. Macht da eine Befestigung mit Schnüren/Gummiband, auf denen man liegt, überhaupt Sinn? Das Gummiband / die Schnur würde dann ja gar nicht direkt auf der Matte aufliegen.

Viele Gedanken zu einem eigentlich kleinen Problem :)

Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.

LG Antonia

 

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Grüß dich.
Ich habe mich an @micha90 gehalten, und habe das dann mit @Stromfahrer s Lochband Methode kombiniert. Das heißt, ich nähe an die langen Seiten jeweils 2 T-Bars. Das war’s. Zum schließen hänge ich das Lochband ein. Je nach Witterung kannst du es so enger bzw. offener halten. War in meinen Augen die beste Variante :)

bearbeitet von Tubus

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Hallo Antonia!

Weil ich die Verbindung Quilt<>Matte mit den unterschiedlichsten Methoden nie richtig dicht bekommen habe, bin ich dazu übergegangen geschlossene Tüten zu nähen. Da kann ich mit drehen so viel ich will, ohne das kalte Luft rein kommt.

DSC02233.thumb.JPG.e85ac615ffe352174a7371d4959cd194.JPG

Weitere Infos zu der Methode findest du hier.

mfg
der Ray

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Hallo Antonia,

willkommen im Forum.

Da Du ja schon über das Video zu meiner Knopflochgummimethode gestolpert bist: Die erfreut sich in der Tat einer gewissen Beliebtheit im Forum und ich selbst habe trotz steter Neugier in den Jahren auch noch nichts besseres (er)finden können:

  • Keine losen Kordeln
  • Flexibles Setup: Warm und eng oder weit und kühl oder nur an den Beinen oder nur auf einer Seite oder oder bei umgedrehter Matte auch als Ummantelung.

Daher rate ich Dir auch ganz unbescheiden zu dieser Methode. Das Nähen an die Matte ist kein Problem. An der Uberlite ist weniger Rand als an der XLite, aber es reicht auf jeden Fall.

Wichtig ist vor allem, dass die Bänder ein klein bisschen weiter auseinander liegen, als am Quilt, damit die Stoffkante unter Längsspannung aufliegt. Das reduziert Draft deutlich.

Komm am Wochenende 28.2.ff einfach zum UL-Forumstreffen am Weidberg (Rhön), da kannst Du derlei anfassen, probeliegen, gebrauchte Ausrüstung kaufen und noch allerlei anderes rund um UL-Trekking entdecken, vor allem viele nette Leute.

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Wow, so viele Antworten! Ganz herzlichen Dank dafür.

@wilboEntspricht Deine "Gezunzel"-Lösung (sie sieht ziemlich professionell aus :) )in etwa dem System von EE, wie sie es in obigem Video darstellen? Bist Du damit zufrieden? Was meinst Du damit, dass der Nachteil ist, dass die Schnallen nicht für den Verschluss an der Unterseite der Isomatte verwendet werden können?

@derrayDanke auch für die Anregung einer geschlossenen Tüte, ich glaub allerdings, dass ich die Quilt-Lösung wegen Möglichkeit der Wärmeregulation erstmal ausprobieren möchte.

@Tubus @Stromfahrer Die Lösung ist wirklich superpraktikabel. Ich scheue mich ein wenig davor, weil ich die Isomatte auch öfter nicht outdoor nutze, wenn Freunde zum übernachten kommen oder ich irgendwo übernachte (drinnen). Irgendwie hätte ich das Gefühl, dass mich das feste Gummiband stört... Ist vielleicht auch ein bisschen irrational. Meint Ihr, man könnte die Lochband-Variante auch flexibel anbringen? Indem man das Band dann um die ganze Isomatte drumlegt und an der Unterseite mit einer Schnalle schließt? Man müsste zwar immer wieder das Band neu drumlegen, könnte die Isomatte dann aber auch ohne Banhd nutzen...

In Vorfreude auf das Nähen und mit herzlichem Gruß, Antonia

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vor 6 Minuten schrieb Antonia2020:

hätte ich das Gefühl, dass mich das feste Gummiband stört

Es stört nicht. Und falls doch: Dreh die Isomatte einfach um. Bei vielen ist das kein Unterschied.
Aber: Es stört nicht, es liegt einfach flach auf, hat keine harten Schnallen dran und ist haptisch angenehmer als das TPU der Matte selbst.

vor 6 Minuten schrieb Antonia2020:

Meint Ihr, man könnte die Lochband-Variante auch flexibel anbringen? Indem man das Band dann um die ganze Isomatte drumlegt und an der Unterseite mit einer Schnalle schließt?

Könntest Du, so macht es ja EE auch (verschiebbare Schnallen statt Löcher, aber Löcher sind bekanntlich leichter).
Es ergibt aber wenig Sinn. Der Knopflochgummi ist flexibel. Nähe einfach einen Ring Schlaufe passender Größe, Schnallen sind überflüssig. Allerdings büßt Du mit einem Umlaufenden Ringband generell die Vorteile des vernähten Systems ein (kein Verrutschen, halb soviel Material/Gewicht, keine Losen Teile etc.)

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vor 13 Minuten schrieb Stromfahrer:

Es stört nicht. Und falls doch: Dreh die Isomatte einfach um. Bei vielen ist das kein Unterschied.

8-) Hammer!

vor 14 Minuten schrieb Stromfahrer:

Nähe einfach einen Ring Schlaufe passender Größe, Schnallen sind überflüssig. Allerdings büßt Du mit einem Umlaufenden Ringband generell die Vorteile des vernähten Systems ein (kein Verrutschen, halb soviel Material/Gewicht, keine Losen Teile etc.)

Vielleicht wäre es dann eine Idee,  man die Schlaufe zu probieren und wenn es nervt mit dem Verrutschen, dann näh ich es doch fest :) Die einzige wichtige Entscheidung, die ich treffen muss, ist die, dass ich diese Pienöppel an den Quilt nähe.

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vor 30 Minuten schrieb Antonia2020:

Die einzige wichtige Entscheidung, die ich treffen muss, ist die, dass ich diese Pienöppel an den Quilt nähe.

Ich habe die beim Comforter nicht angenäht, sondern eingeschlauft. Das ist sogar vorteilhaft, weil die dadurch enger am Quilt sitzen und der Quilt somit dichter auf der Matte anliegt. Mach Dich im Kopf mal frei von den festen Denkmustern und schau einfach drauf, wenn Du die Teile in der Hand hast. Stell Dir vor, Du müsstest das auf dem Trail improvisieren – die Art zu denken bringt Dich auf viele neue Lösungen.

vor 30 Minuten schrieb Antonia2020:

man die Schlaufe zu probieren und wenn es nervt mit dem Verrutschen,

Mach das. Es geht aber nicht nur ums Verrutschen an sich, sondern darum, bei kühlen Bedingungen die Längsspannung auf der Kante zu halten. Das mögliche Verrutschen steht dieser Anforderung entgegen.

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vor 53 Minuten schrieb Stromfahrer:

Ich habe die beim Comforter nicht angenäht, sondern eingeschlauft.

Das ist ja eine super Idee!!! Danke! Hältst Du diese Stopper von Extremtextil für geeignet? Und wie breit sollte Deiner Empfehlung nach das Band für die Schlaufe am Quilt sein?

PS: Oh Mann, die alten Denkmuster :) Von Berufs wegen Psychologin weiß ich, wie schwer das ist, die umzukrempeln :mrgreen:.

PPS: Mega, dass Du Dir die Zeit nimmst, mir zu helfen.

bearbeitet von Antonia2020

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vor 54 Minuten schrieb Antonia2020:

Hältst Du diese Stopper von Extremtextil für geeignet?

Ja. Die sind perfekt. Groß genug, um gut gegriffen zu werden und im Knopflochgummi zu halten. Klein genug, um unter starker Spannung aus dem Knopflochgummi zu fliegen statt am Quilt auszureißen.

vor 54 Minuten schrieb Antonia2020:

Und wie breit sollte Deiner Empfehlung nach das Band für die Schlaufe am Quilt sein?

Passend zu den Stoppern: 10 mm.
Oder meinst du die Länge, damit Du die einschlaufen kannst? Wenn Du das Band erst einnähen musst, dann nähe die Stopper doch gleich mit ein. Ansonsten: Band als Schlaufe durch die Stopper legen, passend mit Nahtzugabe abschneiden und Du hast die richtige Länge. Du versuchst zu viel vorab genau zu wissen. Schätze einfach, gib etwas Reserve zu und schneide es ab, wenn Du ganz praktisch soweit bist.

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Am 25.2.2020 um 18:52 schrieb Antonia2020:

@derrayDanke auch für die Anregung einer geschlossenen Tüte, ich glaub allerdings, dass ich die Quilt-Lösung wegen Möglichkeit der Wärmeregulation erstmal ausprobieren möchte.

Mach das. 

Bei der Tüte funktioniert die Wärmeregulation aber auch erstaunlich gut. Was und wie viel man darin an Klamotten trägt macht einen großen Unterschied. Ebenso ob der Kragen geschlossen ist oder nicht. 

mfg
der Ray

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vor 9 Minuten schrieb derray:

Was und wie viel man darin an Klamotten trägt macht einen großen Unterschied.

Das finde ich sowieso einen der am meisten unterschätzten Faktoren. Wenn man sich überlegt, dass ein Schlafsack/Quilt ja nicht alleine wärmen muss, sondern lediglich den Unterschied zwischen der Körpertemperatur zwischen Bewegung und Ruhe sowie das absinken der Temperatur in der Nacht ausgleichen muss, ist die Bekleidung die eigentlich spannende Frage.

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      Also die Materialien bestellt und gespannt der Dinge geharrt, die da hoffentlich bald kommen. Es ist mein erstes, größeres MYOG Projekt und ein wenig bange ist mir schon aber ich hab den Quilt in meinem Kopf schon so oft genäht, dass es irgendwie schon gehen wird. Um wieder ein wenig ins Nähen rein zu kommen, dachte ich mir, dass ich während ich auf meine Bestellung warte, ja etwas leichteres zur Übung nähen könnte. Die Wahl fiel auf ein T-Shirt. Das sollte um einiges einfacher zu nähen sein als so ein Quilt. Tja, mit der Einschätzung lag ich wohl daneben. Gott, und wie ich daneben lag - mehr sag ich dazu nicht .
      Am vergangenen Donnerstag kam dann das Paket an und am Freitag ging es los. Der Schnitt ist denkbar einfach. Eine einfache Decke ohne Kordel am oberen Ende, da ich mich lieber einwickle als mich zuzuschnüren. Die Fußbox kann statt mit Reißverschluss mittels vier 10mm Blitzverschlüsse verbunden werden.
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      Dann ging es an den Zuschnitt und das Abstecken. Gesamt hatte ich eine Breite von 1,44m auf 2,22m inklusive 2cm Nahtzugabe. Verkleinern geht später schließlich immer noch. Im Fußbereich verjüngt sich der Quilt auf 94cm - ebenfalls inklusive 2cm Nahtzugabe. Die unterste Lage ist das Apex, dann kommen Ripstopnylon und Tyvek rechts auf rechts gelegt oben drauf.

       
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      An der Fußbox habe ich nach dem umstülpen aus dem restlichen Ripstop Nylon noch einen Kordelkanal genäht aus einem 8cm breiten Streifen, den ich zwei mal umgeschlagen habe. Mit diesem Kanal habe ich gleichzeitig die noch offene Naht vom umstülpen geschlossen. Dann musste noch noch die elastische Kordel eingefädelt werden, Tankas drauf und die Enden mit einem Feuerzeug verschmelzen und das war es. Das nähen hat nochmal ca. 2,5 Stunden gedauert, so dass ich insgesamt 6 Stunden gebraucht habe.

       
      Ein erstes Probeliegen auf dem Balkon hat schon stattgefunden bei derzeit 4° und der Quilt ist erwartungsgemäß muckelig warm gewesen. Allerdings nur eine halbe Stunde und ohne die typische Kälte zwischen zwei und vier Uhr, sowie im ausgeruhten Zustand. Wie er sich schlägt, wenn man einen Wandertag oder eine Bikerunde in den Beinen hat, werde ich dann Ostern sehen. Da ist eine kleine Tour geplant, auf der sich der Quilt zum ersten mal bewähren darf.
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