Rangliste
Beliebte Inhalte
Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 17.06.2018 in allen Bereichen
-
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige und 11 andere reagierte auf mawi für Thema
5. Etappe: Der Berg ruft! Brrrrr! Ich habe eiskalte Füße und sonst kann ich auch nicht behaupten, dass es mir sonderlich warm wäre. Diese Nacht verbrachte ich ohne VBL, also an der Tüte kann es nicht liegen. Vielleicht an der etwas dünneren EVA-Matte am Fußende? Die TAR XTherm ist zwar etwas wärmer, aber mit der möchte ich nicht mehr im Winter losziehen. Die EVA-Matte ist so schön einfach und schnell zu handhaben. Auch die Kombination aus 14mm Matte + gekürzter Exped DoubleMat. Für die nächste Tour werde ich die DoubleMat sogar noch etwas schmäler schneiden. OT: Anmerkung aus dem Off: Mir fällt gerade auf, dass ich glaub jeden Tag damit beginne, dass ich friere. Das habe ich so gar nicht mehr in Erinnerung. Ich glaube, dass kalt eher leicht frösteln meint und ich nicht wirklich gefroren habe. Außer die Zehen, die waren immer am Abend und Morgen eiskalt und teilweise sogar leicht taub. In der Nacht waren -24°C und ich komme wieder erst gegen 8Uhr aus dem Schlafsack raus. Und dementsprechend komme ich wie jeden Tag wieder erst gegen 10Uhr los. *Grummel* Morgen, aber morgen werde ich früher aufstehen!!! Ich beeile mich mit dem Abbau des Zeltes. Die Schneeanker sind wieder einmal festgefroren. Ich haue die Schaufel volle Kanne in den harten Schnee und will den ersten Anker ausheben, indem ich den Schaufelstiel nach hinten ziehe. *Knacks* Piep! Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiep! Piiiep piep piep piiiiep piiiiiep piep piiiep piiiiiep piep piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiep piep piep piiiiiiep *luft hol* PIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEP PIEP PIIIIEP Schaufel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Oh Mann! Eigentlich ärgere ich mich mehr über mich, da ich schon zu Hause beim auspacken der Schaufel arge Zweifel an deren Stabilität hatte. Aber dennoch einpackte Das nächste Mal werde ich alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände vorher ausgiebig testen und bei Zweifel nicht mehr mitnehmen. Na ja, jedenfalls ist die Schaufel am Schaft eingeknickt. Das Blatt ist noch dran, aber es ist offensichtlich, dass es sehr wahrscheinlich am Ende der Tour nicht mehr sein wird. Ich breche auf und gehe bergauf Richtung Lánjektjahkka. Aber anstatt über die etwas flachere und kammartige Westflanke hoch zu gehen, wähle ich die Abkürzung und greife ich direkt von südlicher Seite an. Umso länger ich mich hoch kämpfe, umso mehr zweifel ich, ob es letztlich der schnellere Weg ist. Der Hang ist sehr steil und stark vereist. Es fällt mir schwer die Stiefel ins Eis zu hauen und komme dementsprechend langsam voran. Das nächste Mal muss ich Felle oder Grödel mitnehmen! (Anfangs geht es noch fluffig und schnell voran. Da unten irgendwo schlief ich.) Die Ski am Rucksack steigern gefühlt das Gewicht des Rucksacks auf 30kg oder mehr. Ich verfluche das Gewicht!!!! Und dieser Kack-Gipfel will einfach nicht näher kommen! Der Aufstieg zieht sich ewig und ich denke mehrmals, dass ich endlich oben bin. Aber letztlich tat sich dahinter wieder eine Erhebung auf. Immer und immer wieder. (Wie hier, man könnte meinen, dass da oben der Gipfel ist, aber weit gefehlt. Es ist erst der Kamm oben.) Endlich oben angekommen zieht ein eisiger Wind auf. Das Thermometer ist schon wieder aus und der inReach meckert herum, dass es ihm zu kalt sei und er sich bald ausschalten würde (was er aber letztlich nie tat). Nur die Kamera hält tapfer durch, wahrscheinlich weil der Akku die ganze Zeit am Glühen ist. (auch die Stirnlampe machte nie Probleme) (Panoramablick Richtung Álggajávrre) (Blick grob Richtung Padjelanta) (Blick Richtung Padjelanta) (Und damit ist der Rundumblick durch ) (Noch einmal Blick Richtung Álggajávrre weil es so schön ist ) Leider raubte der Aufstieg so viel Zeit, dass jetzt nicht mehr so viel Zeit zum verweilen bleibt. Ich bringe noch schnell die Ski quer am Rucksack an, dadurch ist der Schwerpunkt tiefer und die Ski wackeln nicht so. So ist der Rucksack deutlich angenehmer zu tragen, aber dennoch gefühlt sehr schwer. (Hier noch mit Ski hochkant am Rucksack.) Ich breche auf und blicke besorgt zum Abstieg. Es sieht aus, als gäbe es ein sehr steiles Hangstück, das nicht auf der Karte verzeichnet ist. Ich bin mir unsicher, ob es nur durch die Perspektive täuscht oder da wirklich senkrecht runter geht. Alternativ könnte ich den gleichen Weg zurück, aber das wäre ein ziemlicher Umweg. Also entscheide ich mich bis zur der Stelle zu gehen und zu schauen, ob es machbar ist. Schnell bemerke ich, dass sich auf der rechten Seite ein weiterer Hügel auftut. Erst jetzt realisiere ich, dass ich noch gar nicht richtig oben war, sondern der Gipfel vor mir liegt. Ich bin geknickt und verfluche mich, dass ich morgens immer so spät aufstehe!!! Morgen, aber morgen werde ich ganz gewiss mindestens 2 Stunden früher aufstehen! Ich überlege, ob ich noch den Abstecher zum Gipfel mache, aber es ist schon 16Uhr und falls ich doch den anderen Weg nehmen muss, dann wird es zeitmäßig sehr eng. Hier oben will ich nicht unbedingt nächtigen, da es kaum ebene Flächen und es keinen Schutz für den Fall eines Sturmes gibt. Die Entscheidung fällt mir sehr schwer, aber der Verstand treibt mich nach unten. (Beim Abstieg mit Blick ins Guohpervágge) (Aus anderer Perspektive) (Voraus kann man ganz gut die vermeintliche Abbruchstelle sehen, an der es senkrecht nach unten gehen könnte. Links ist die Aufstiegsroute zu sehen.) Als ich die steile Stelle erreiche, bin ich erleichtert. Es ist schon steil, aber gut machbar (auf jeden Fall nicht Senkrecht, wie es von oben aussah). Das erste Stück geht ganz gut, aber dann ist es wieder sehr vereist und ich habe Probleme die Stiefel ins Eis zu hauen. Ich mache nur mini Tipsi-Tapsi-Schrittchen. Ich überlege, ob ich nicht einfach runter rutsche. Hmmm, könnte entweder auf dem Rucksack runterrutschen oder ihn vorschicken und auf der Isomatte folgen. Da fallen mir wieder die zwei Aktionen von meinem Tourenpartner in Finnland ein. Er hatte auch 2 mal die Pulka den Hang hinab sausen lassen und das ging beide Male nicht gut aus. Hmmmmm. Und während ich darüber nachgrüble, bin ich auch schon fast unten. (Blick zurück. Von hier aus sieht es überhaupt nicht steil aus Links oben der echte Gipfel und die stelle Rechts am Rand, die ich für den Gipfel hielt Bei der Kante oben (in der Bildmitte) ging es nahezu Senkrecht runter und dann sehr steil zum Gletscher runter (Kommt leider auf dem Bild überhaupt nicht rüber). Laut dem Sarek Winterführer ist das die Abfahrtsroute und man "soll" sich da hinunter stürzen! Im Leben nicht! Nicht mal mit Abfahrtsski!) Letztlich ging der Abstieg bis hier hin sehr schnell und ich ärgere mich sehr, dass ich nicht doch noch einen Abstecher zum Gipfel gemacht habe. Ach Verdammt! Aber morgen, morgen!! Ja morgen, na ihr wisst schon! Nach einem kleinen Fotostopp steige ich noch weiter runter, bis es flacher wird und eine geeignete Lagerstelle finde. Beim Zeltaufbau wurde ich wieder einmal von einem tollen Sonnenuntergang abgelenkt. Hach, langsam sind diese viele Sonne und diese kitschigen Sonnenuntergänge eklig! OT: Entschuldigung für die vielen Bilder, aber ich hatte euch ja anfangs vorgewarnt. Jetzt müsst ihr da durch und euch von den vielen Schönwetter- und Sonnenuntergangsbilder langweilen lassen12 Punkte -
7 Punkte
-
[Isomatte] Therm-a-Rest NeoAir UberLite
Andreas K. und 5 andere reagierte auf Wydliez für Thema
Stromfahrer hat diesen Beitrag moderiert: Dieser Faden entstand als Ausgliederung aus „Neue Ultraleicht-Ausrüstung“. Nachfolger der XLite, die Uberlite 250g in Regular6 Punkte -
Sind das theoretische Überlegungen oder praktische Erfahrungen? Ich wandere zwar erst seit rund 4 Jahren, hab in dieser Zeit aber einige Touren hinter mir und konnte die so oft beschriebenen Probleme mit der Daune nie wirklich feststellen. Die "extremste" Situation für die Daune war bei mir starke Kondens aufgrund des Zeltens direkt neben einem Fluss und Temperaturen knapp über 0°C, starken Nebel und an den darauffolgenden Tagen schwere Regengüsse auf dem nördlichen Kungsleden. Selbst dort war es mit der Daune kein Problem. Wer selbst dann noch Angst hat, dass die Daune nicht feuchtigkeitsresistent genug ist, für den gibt es sowohl wasserabweisende Außenhüllen als auch behandelte Daune. Hier wird, zumindest von meiner Seite, eher die Philosophie vertreten, dass Ausrüstung durch Skills (hier im speziellen Wahl des richtigen Schlafsackes/Quilts, Wahl des Schlafplatzes, Aufpassen auf die Aufrüstung etc.) ersetzt wird. Da stimme ich dir zu. Daher würde ich dem TE hier zu einem wasserdichten Packsack für den Daunenschlafsack/Quilt raten. Zusätzlich sollte er sich über die Platzwahl des Zeltes/Tarp Gedanken machen. Ich bin zwar nicht angesprochen aber kann da dennoch gerne etwas zu sagen, da ich in meinem Auslandsjahr in den USA u.a. in Colorado wandern war und dort die von dir beschriebenen Konditionen hatte. Baseweight waren rund 6kg inkl. Kamera, 2-Personenzelt und großen Kochtopf. Verpflegung waren für 8 Tage 4KG, ergo für 10 Tage 5KG (bei 188cm Körpergröße). Ergibt in Summe inkl den 1,5L. Wasser 12,5 KG. Gruß Fabian5 Punkte
-
6. Etappe: Und täglich grüßt das Murmeltier! Whoop! Whoop! Habe heute endlich mein versprechen gehalten und bin eher aufgestanden!!!! 30min eher Aber morgen! Ach, langsam ärgere ich mich gar nicht mehr richtig drüber. Ist ja auch irgendwie Urlaub. Anderseits ist es blöd, dass es früh hell wird, aber auch früh dunkel wird. Beim Abbau des Zeltes sehe ich, dass der Schlauch des A-Frames im Knick komplett eingerissen ist. Sieht aber nicht problematisch aus und soll auch die ganze Tour über halten. Für länger als 2 Wochen, würde ich vielleicht einen Ersatzschlauch mitnehmen. Das nächste Mal, lasse ich es vielleicht auch ganz weg, da durch das Absenken des Zeltes eine Stocklänge von ca. 135-145cm reichen und somit die Verlängerung nicht nötig ist. Ich fahre über einen kleinen See (Násasjávrre) ab. Es fährt sich schrecklich, da er mit vereisten Verwehungen übersät ist. Ich stackse wie ein Hund auf Glatteis über den See. (Endlich, das Guohpervágge ist bald erreicht!) Es dauert ewig, bis ich im Guohpervágge angekommen bin. Dort steige ich auf der anderen Seite gleich wieder auf. Der Aufstieg ist moderat und ich erreiche zum frühen Abend mein Minimalziel. Für einen Aufstieg zum Ruohtestjahka ist es zu spät, da hätte auch früher Aufstehen nichts geändert. Also baue ich diesmal vor dem Sonnenuntergang das Zelt auf. (Der Aufstieg.) (Blick zurück) (Blick zurück) Als ich Nachts kurz austreten muss, finde ich draußen sehr starke Nordlichtaktivität vor. Leider ist es ziemlich windig, wodurch es sich super eisig und unangenehm anfühlt. Trotz der traumhaften Kulisse kann ich mich nicht motivieren die Kamera aufzustellen und draußen auszuharren. Der Wind macht es einfach unerträglich. So schlüpfe ich wieder in den Schlafsack und hoffe auf wärmere Nächte. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es die letzte klare Nacht sein soll (dann hätte ich natürlich noch Fotos gemacht). Beim Blick auf das Thermometer fand ich folgende Kuriosität vor: (Innen -19°C und außen +70°C Das Kabel des Außenfühlers war direkt am Gehäuse gebrochen und viel am nächsten Morgen beim Einpacken ganz ab. Dadurch funktionierte das Thermometer ab jetzt überhaupt nicht mehr. )3 Punkte
-
Ich würde keine extra Flasche mitnehmen, schon gar nicht eine Thermosflasche. Einfach den Tee in die Flasche füllen, die du eh dabei hast (hierbei machen sich Weithalsflaschen zum Befüllen sehr gut, wiegen aber in der Regel wieder mehr), und bei Bedarf die Flasche in einen Pulli/Jacke/Quilt/etc wickeln und fertig. Hält selbst bei -20°C über Stunden warm.3 Punkte
-
Wenn Du das Getränk innerhalb des Lagerabbaus austrinkst, wozu braucht es da ne Thermoflasche?3 Punkte
-
Die schöne Rhön ist auch immer mal einen Besuch wert. Wanderlust by Udo St., auf Flickr Unterwegs by Udo St., auf Flickr sunset by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr hui by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr sunset by Udo St., auf Flickr Die Rhön by Udo St., auf Flickr Schwarzes Moor by Udo St., auf Flickr sunshine by Udo St., auf Flickr Schwarzes Moor by Udo St., auf Flickr Die Rhön by Udo St., auf Flickr sheeps by Udo St., auf Flickr im Moor by Udo St., auf Flickr Fliegerdenkmal by Udo St., auf Flickr Dome by Udo St., auf Flickr3 Punkte
-
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige und 2 andere reagierte auf mawi für Thema
3. Etappe: Goodbye Padjelanta! Ich finde den VBL einfach widerlich. Zumal die nassen Schlafsachen tagsüber gefrieren und man dann abends in die kalten Sachen schlüpfen muss. An sich ist es nicht schlimm, da die Sachen ruckizucki auf Körpertemperatur sind, aber die mentale Überwindung … Das schlimmste ist aber immer das Aufstehen. Die nasse Kleidung macht es noch viel schwerer als es eh schon ist. Eigentlich, was heißt eigentlich, es ist nicht schlimm, aber die mentale Barriere ist immer hoch. Zudem mache ich den Fehler und blicke auf das Thermometer: -18°C! *Brrr* In der Nacht waren es -22°C. Jetzt komme ich gar nicht mehr hoch, die Blockade im Kopf ist einfach zu groß. Wieder einmal ist es die Sonne und das abtropfende Wasser, was mich aus dem Schlafsack holt. (Keine Ahnung was beim Aufbau der Unterschied zum Vortag war. Jedenfalls sieht es immer noch nicht gut aus. Für heute Abend habe ich eine weitere noch bessere Idee ) (Die ersten beiden Tage grub ich noch eine kleine Sitzgrube für die Beine, wo ich auch den Rucksack hineinstellen konnte. Das war super praktisch, aber sie kostete zu viel Platz im Inneren und erschwerte das Abdichten der Tür. Außerdem nutzte ich sie nicht wirklich zum Sitzen, weshalb ich es in den folgenden Tagen nicht mehr tat.) Die ganze morgendliche Prozedur dauert immer ewig (ca. 1,5 bis 2h) und wird sich im Laufe der Tour auch nicht bessern. Das nervt gewaltig. So komme ich wieder erst gg. 10Uhr los und ich laufe wirklich keine 5min, als mich die ersten Scooter mit einem Toilettenhäuschen im Schlepptau überholen. Bin also gerade so noch rechtzeitig los Der Scooterbetrieb nimmt im NP deutlich ab, aber Strom an Versorgungsscootern reißt nicht ab. Hab ja volles Verständnis dafür, aber es nervt trotzdem und stört gewaltig das Natur- und Wildniserlebnis. Da kann ich ja gleich in Berlin bleiben! (Die Tarra voraus.) An der Tarra mache ich eine lange Pause, um die Sachen ein wenig trocknen zu lassen. Derweil knabbere ich an einem NCFPR herum. Mmmh, voll lecker! Hier noch ein Häppchen, da eine Ecke - puh! Stopft ganz schön, aber noch ganz lecker. Noch 2 Happen und endlich ¼ geschafft! Der Blick wandert langsam den Riegel entlang. Oh Mann! Der scheint immer größer zu werden. Ich schließe die Augen und knabbere weiter brav an dem NCFPR herum. Ich versuche mir noch ein Häppchen hineinzuwürgen, aber ich falle nur nach hinten und kugle mich auf der Veranda. Ufff, gerade einmal einen halben NCFPR geschafft!!! Also gerade mal 112g. Und dabei hatte ich 2 NCFPR pro Tag eingeplant Die Sachen sind noch nicht wirklich trocken, packe aber nach 1h alles wieder zusammen. In dieser Stunde hatte ich es übrigens noch geschafft mir den ganzen NCFPR hineinzuschieben. Ich fühle mich, als ob ich eben 6 oder mehr Pizzen gegessen hätte. Irgendwie ist die Verlockung groß hier zu bleiben und in einer Hütte zu nächtigen. Die Vorstellung von einer urigen Hütte mit einem schönen Öfchen, der mollige Wärme verbreitet – hach! Aber die Tarra-Hütten sehen mir zu modern aus und außerdem ist es erst der 3. Tag. So breche ich auf und folge weiter den Scooterspuren den Hang hinauf. Ich gewinne sehr schnell an Höhe und während die Spuren nach links über den Kamm führen, gehe ich weiter geradeaus. *Schnief* Nun ist es soweit, ich verlasse den wunderschönen Padjelantaleden. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen werden. Ein letzter Blick zurück: Okay, weil es so schön ist noch ein Blick: Huh, eine Padjelantasommerwanderwegmarkierung *Klick* Der Hang ist stellenweise ganz schön vereist, so dass ich ordentlich die Skikanten in den Hang hauen muss. Ich will runter, aber plötzlich taucht diese offene Schlucht auf: (Auf dem Bild sieht es harmlos aus, aber ich schätze, dass sie gute 10m tief war.) Ich entscheide mich doch auf dieser Seite zu bleiben und es ist eine gute Warnung für Tage mit whiteout! Der Akku glüht! Die Aussicht und das Licht sind überwältigend! Ich hab schon seit 3 Tagen ein Dauergrinsen: Ist aber auch kein Wunder bei dem Panorama: Und die ganze Tour über kreuze ich unzählige Tierspuren, oftmals auch ganz frische, sehe aber bis auf paar Rentiere keines: Im letzten Sonnenlicht baue ich das Zelt auf. Jetzt habe ich den Aufbau ganz gut optimiert. Ich grabe jetzt immer einen etwa 10cm breiten und tiefen Graben, in den ich das Zelt setze. Dann fülle ich den Graben außen mit Schnee. Dadurch ist es unten herum Schneedicht und die Seiten werden nicht mehr so eingedrückt. Das hat sich soweit bis zum Ende der Tour bewährt. Nur die Eingangstür abzudichten war etwas tricky. Hier brauchte ich ein paar Tage, bis ich den Dreh raus hatte. Am Ende nutzte ich die Ski, indem ich einen von außen und einen innen platzierte und bei Bedarf die letzten Löcher mit Schnee stopfte. Der einzige Nachteil ist, dass es ziemlich dauert. Durch das Absenken geht natürlich etwas an der Grundfläche verloren und ich bin froh, dass ich letztlich doch das DuoMID anstelle des SoloMID mit genommen habe. Mit dem Verschwinden der Sonne hinter den Bergen wird es auch ziemlich kalt, so dass ich mich mit dem Aufbau beeile. Im Eifer des Gefechts steche ich die Schaufel in den vereisten Schnee und trete, wie beim Garten umgraben, auf die Schaufel, um sie in das Eis zu treiben. *Hand an den Kopf klatsch* Wie dumm, mir war die Labilität der Schaufel bewusst und so kommt es, dass die rechte Ecke der Schaufel Senkrecht nach vorn biegt * Schock* Zum Glück kann ich sie wieder halbwegs gerade biegen, ohne dass sie Schaden nimmt. Ich schwöre mir, in Zukunft mehr Rücksicht auf die Schaufel zu nehmen. Wie die letzten Abende bekomme ich beim Zeltaufbau wieder eiskalte Zehen. Damit fällt auch groß rumsitzen aus und ich schlüpfe immer gleich in den Schlafsack. Diesmal waren zu meiner Überraschung alle 3 Layer im Zehenbereich des rechten Fußes gefroren/vereist. Also die dünne Socke, die Tüte und die Isosocke. Keine Ahnung wie das passiert ist und es kam zum Glück auch nicht mehr vor. Ich überlege, ob ich das nächste Mal Thermofüßlinge für die Zeit im Zelt mitnehme. *Brrr* Heute ist es mir arschkalt. Ich zittere regelrecht. Das Thermometer zeigt -20°C, also eigentlich ganz okay. Ich weiß nicht was los und krieche schnell in den Schlafsack. Leider dauert es immer, bis es im Schlafsack mollig warm wird. Das stellte ich auch schon zu Hause beim Probeliegen in der warmen Wohnung fest. Da dauerte es mindestens 15 min, bis es warm wurde und ich langsam raus musste. Bei -20°C geht es nicht schneller, eher langsamer. Keine Ahnung was heute los ist, ich friere und beginne leicht zu zittern. Selbst der Kamerakku möchte heute nicht laden, der Stift will nicht recht schreiben und der inReach meckert, dass es ihm zu kalt ist. Ich entschließe mich eine Wärmflasche zu machen. Whoop, Whoop! Das war die beste Idee ever!!!! Der Schlafsack ist in null Komma nix auf mollig Warm und ich schlafe entspannt ein. Bei der nächtlichen Pinkelpause finde ich einen Wunderschönen Sternenhimmel vor. Also zücke ich schnell die Kamera und mache ein Bild:3 Punkte -
Lavvu
Omorotschka und ein anderer reagierte auf tib für Thema
Hallo, nach langer und harter Arbeit möchte ich euch mein neustes (Meister-)Stück vorstellen. Die Planung begann schon vor über einem Jahr. Zuerst sollte es ja ein Einbogen a la TT Scarp 2 werden, aber ich bin dann wegen dem Fläche-Höhe-Gewichtsverhältnis doch zum Lavvu umgestiegen. Als Stoff habe ich für das Außenzelt das 55g Silnylon verwendet. Das habe ich zuerst mit Elastosil mit 1cm Überlappung geklebt und dann als Kappnaht zusammengenäht. Ich muss sagen, dass das vorkleben Gold wert war! Nichts desto trotz bleibt es unter der Maschine eine rutschige Angelegenheit. Die Kappnähte sind zumindest zum Großteil annähernd parallel geworden. Einen großes Dankeschön an @HAL23562 für seine gute Dokumentation des Hexhex, der Kappnähte und des Catcuts. Das hat mir doch an vielen Stellen das Leben leichter gemacht. Wieso es dort auf der Rückseite solch eine blöde Falte zieht, war mir vorhin beim Aufbau unerklärlich... Es steht jedenfalls gut, zieht keine größeren Falten und wurde bereits zu Ostern in Frankreich getestet. So sah es dann den einen Morgen ohne nachspannen aus (jaja, beim Trampen im Gewerbegebiet gestrandet): Für die Spitze habe ich ganz nach Hal einen Kreis oben eingesetzt. Nur dummerweise habe ich beim Zuschnitt nicht ganz aufgepasst und den von ihm vorgeschlagenen Durchmesser als Radius genommen. Das hat ja anscheinend auch funktioniert. Das einzige Problem das ich damit habe ist, dass die Aufstellstange oben auf diesem Kreis wandert und tendenziell immer auf die Naht rutscht. Da muss ich mal noch nacharbeiten. Vielleicht nähe ich da in die Mitte einen kleinen Schlauch aus Zeltboden, der das verrutschen hoffentlich verhindert. Denkt ihr das funktioniert? Ansonten bin ich über Vorschläge dankbar! Bei der RV-Abdeckung habe ich mich an Innovationen probiert und statt Klettverschluss anzunähen kleine Täschchen mit Magneten (die von den Gizeh-Papers – zum Glück gibts Freunde, die bei jeder Gelegenheit sowas sammeln) integriert. In der Abdeckung sind diese einfach eingenäht und an der Tür habe ich von innen kleinen Täschchen angeklebt, in die ich vorher den Magneten eingenäht hatte. Das hält zumindest bei 4 von 5 Stellen gut, wobei ich diese bei den meisten Magneten immer durch gegendrücken schließen muss. Von allein funktioniert es bei dem ersten und letzten Magneten. Die Hutze habe ich recht großzügig geplant. Dabei hat mir @Andreas K.s Hutzenschnitt die Daten geliefert. Als Verstärkung kommt hier recht steifes Miederband zum Einsatz. Damit bin ich soweit sehr zufrieden. Das Loch für den Verschluss der Hutze ist schon drin. Jetzt brauche ich mal noch einen passend kleinen Tanka dafür. Die Ecken sind natürlich gedoppelt. Die Linelocs sind an 10mm Gurtband mit Reflektor-Aufdruck festgemacht. Reflektoraufdruck hat auch die Schlaufe für Sturmabspannungen/Lifter neben den Türen. Die restlichen sind ohne Reflektions-Zeugs. Zur RV-Zugentlastung habe ich einen kleinen Karabinerhaken aus Alu genommen. Ob ich da zur besseren Bedienung den Karabinerverschluss abschneide muss ich mal noch gucken. Das ist im Moment noch etwas fummelig. Das Innenzelt habe ich dann nach einiger Pause relativ schnell zusammengenäht. Irgendwie wollte ich mal fertig werden und die Wohnung von all dem rumliegenden Zeugs befreien. Und außerdem wusste ich, dass das schwierige und exakt zu arbeitende Außenzelt ja was geworden ist. Zum Einsatz kam der 26g 2. Wahl IZ-Stoff, das 25g-Moskitonetz und der 90g Zeltboden. Der IZ-Stoff ist nicht so schlimm zu verarbeiten, wie ich erwartet hatte. Man sollte es nur nicht zu oft nach dem Zuschnitt von einer Seite des Zimmers in die andere umverteilen, weil es dann doch sehr schnell anfängt wie ein Strohstern auszusehen. Von der Verarbeitung war das Moskitonetz jedoch angenehmer. Das ließ sich gut legen um dann damit eine „gerollte Kappnaht“ zu machen. Da das IZ 2/3 der Fläche bedecken soll, muss die Aufstellstange ja in das IZ. Das stellte mich vor die Frage, wie hoch ich denn nun genau aufbauen können will. Bisher hatte ich immer bei 155-160 geplant. Ich entschied mich, für gute Belüftung es etwas größer zu planen. Das stellte sich dann beim ersten Aufbau des IZ als große Entttäuschung raus, weil eigentlich alles nur hing... Mittlerweile habe ich mit elastischen Bändern an den Ecken ein wenig Zug erzeugt und es steht etwas besser. Mal sehen ob ich da noch nachjustieren muss. Hier auf dem Bild ist es auch gerade vom Windchen etwas aufgeplustert. Die IZ-AZ-Kombi wird in nächster Zeit mal getestet. Da bin ich mal gespannt. lang genug ist es jeden falls geworden. Was mir jetzt noch fehlt sind gute (leichte) Heringe und eine passende Aufstellstange. Zu letzterem nehme ich gerne Hilfe entgegen. Und jetzt noch die Zahlen: Höhe: ca. 160cm Breite AZ: 285cm Länge AZ: 250cm Gewicht AZ: 679g Gewicht IZ: 717g Also textiles Gesamtgewicht unter 1,5kg... damit bin ich sehr zufrieden. Stolz wie Bolle... tib2 Punkte -
Leichte Thermosflasche gesucht
SouthWest und ein anderer reagierte auf basti78 für Thema
Beschussfest != Ultraleicht Was trinkst du denn für einen Tee, muss der unbedingt kochen? Ich bin kein Teetrinker, weiß aber dass warmes wasser auch oft genügt, anstatt also das wasser zum kochen zu bringen, kannst du brennstoff sparen und deinen Tee warm in deine PET Flasche füllen. In den Schlafsack oder eine Jacke gesteckt bleibt die Flasche warm solange du dein Essen kochst. Ultraleicht Trekking bedeutet nicht jeden Gegenstand durch den leichtesten kaufbaren zu ersetzen, sondern um die Ecke zu denken und Gegenstände doppelt zu benutzen oder durch clevere Techniken überflüssig zu machen.2 Punkte -
Vorstellungsthread
zeank und ein anderer reagierte auf Tipi für Thema
Hi zusammen, ich bin die Angelika, 43 Jahre alt und in Bayern und Vorarlberg aufgewachsen, habe auch länger in meinem Erwachsenenleben noch dort gewohnt und war jedes Wochenende in den Bergen. Seit 2010 lebe ich in Wien. Ich habe seit den 90igern ausgedehnte Reisen zunächst nach Südamerika, Chile, Argentinien, Peru und Bolivien unternommen, immer auch mit Wandern im Gepäck, aber eher so Tagesausflüge. Später dann Asien mit Kaschmir, Sikkim, Nepal, Tibet, hier war ich dann schon auch mehrere Wochen unterwegs, aber bequem mit Übernachtung in Hütten. In der letzten Zeit interessiere ich mich für Fernwanderwege. Mein nächster Trip geht nach Lappland, ich möchte den Karhunkierros gehen, mit meinem 5kg schweren Hund. Das wird für mich schon spannend, da ich den Trip ganz alleine plane und auch durchführe. Bisher konnte ich mich im Ausland bei mehrwöchigen Unternehmungen immer auf einen Guide verlassen. Ich bin 1998 an der Bandscheibe operiert worden, habe aber keine allzu großen Einschränkungen, hin und wieder schon starke Rückenbeschwerden, wenn ich mich lange bücke oder ungewohnte Bewegungen mache. Daher liebäugle ich mit einem Wanderwagen. Aber eins nach dem anderen. Aktuell suche ich einen neuen Schlafsack, ich bin in einem anderen Outdoorforum auf Quilts gestoßen und das ist für mich ganz was Neues. Auch würde ich eine neue Isomatte benötigen und es würde mich freuen, wenn ihr mir dabei behilflich sein könnt. Vielen Dank, liebe Grüße Angelika2 Punkte -
Hallo Leute! Ich bin André - 30 Jahre alt - und komme aus der "Ottostadt" Magdeburg. Die Leidenschaft und Freude am Wandern fing eigentlich erst so mit Mitte 20 an, wurde aber mit jedem Schritt den ich in den letzten Jahren getätigt habe größer... neben diversen Tages und Wochenendtouren hab ich in diesem und im letzten Jahr dann zwei Fernwanderungen in Schottland - Speyside Way und West Highland Way - machen können. Ihr kennt das sicher, sowas lässt einen dann nicht mehr los... Mit dem Vorhaben im nächsten Jahr den East Highland Way zu bewältigen, hab ich auch aktuell meinen kleinen persönlichen "Triple Crown" vor Augen. Im Zuge dieser Wanderungen hab ich mich natürlich auch mit dem Thema Ultralite und allem was damit zusammenhängt beschäftigt. Ich lese jetzt schon seit geraumer Zeit sehr interessiert im Forum mit und habe nun beschlossen, mich auch aktiv am Forumsleben zu beteiligen! Da ich im Jahr 2021 eine Auszeit plane um den PCT anzugehen, hoffe ich natürlich auch im Bezug auf die Vorbereitung zu diesem Thema hier auf einige wertvolle Erfahrungen zurückgreifen zu können. Beste Grüße aus der "Zone"1 Punkt
-
Fisch & Fleisch aus der Tüte
martinfarrent reagierte auf Fabrice für Thema
Hier gib's die bei Amazon, Preis ist eigentlich okay: https://www.amazon.de/Delina-Thunfischstücke-Pflanzenöl-10er-Pack/dp/B01LC7THP8/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF81 Punkt -
Sowas? https://www.naturesmenu.de/katzen/beutel/katzenfutter-beutel/huhn-mit-lachs-und-thunfisch-277?gclid=EAIaIQobChMI2YX0rsTb2wIVQcYbCh01pwVGEAQYAyABEgI3dPD_BwE1 Punkt
-
[Isomatte] Therm-a-Rest NeoAir UberLite
Andreas K. reagierte auf zweirad für Thema
Huii. Auf die Matte bin ich aber sehr gespannt. Behandle schon die XLite ein wenig wie ein rohes Ei. Das Ding ist ja nochmals 100 gr leichter. Hat aber mit 2.0 auch einen deutlich niedrigeren R-Wert, weswegen die XLite (R 3.2) doch deutlich flexibler einsetzbar ist.1 Punkt -
Die lässt bestimmt schon Luft wenn mann Sie nur böse ansieht.1 Punkt
-
Das erfahren wir wahrscheinlich morgen1 Punkt
-
Etwas Risiko ist schon dabei, aber ich war nicht so ausgesetzt so das ich innerhalb 40Min. an der Hütte gewesen wäre. Und auf Bild drei sieht mann am Rucksack mein Tarp, steht fälschlicher Weise nicht in der Packliste.1 Punkt
-
Hach, da war ich vor 2 Jahren auch noch. Tolle Gegend! Wenn du noch Platz hast dann bring mal n kleines Glas Lavendelhonig mit1 Punkt
-
Vorstellungsthread
Morti75 reagierte auf Michas Pfadfinderei für Thema
Servus Andreas, herzlich willkommen hier. Du bekommst hier ganz sicher tolle Tips zum leichter werden. Gut Pfad, Micha1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
Pescador1965 reagierte auf wilbo für Thema
Nein, nicht impossible: Cumulus panyam 450 0°/-6° komfort/limit 820g 275€ Beim quilt wird es günstiger, wärmer und leichter: Cumulus Quilt 450 -1°/-7° komfort/limit 710g 239€ In diese Richtung würde ich weiter recherchieren. 450 g Daune halte ich bei -5 Grad allerdings für knapp bemessen. Gerade der Temperaturbereich um Null herum, kann mit hoher Luftfeuchtigkeit besonders klamm sein. Wenn man nicht die Gelegenheit oder Möglichkeit hat die Daunen regelmäßig zu lüften, verringert sich der Loft in dieser Zeit zusätzlich. Dann kann es bei einem Kälteeinbruch schon mal schattig werden. Dementsprechend würde ich entweder imprägnierte Daune wählen oder die nächst größere Einheit. http://schlafsacke-cumulus.de/de/kategorien/schlafsacke/panyam-600-457819?gid=29&vid=6 VG. -Wilbo-1 Punkt -
Mir ist mal bei -10° die Wärmflasche im Daunenschlafsack aufgeplatzt. Wir haben ihn am Lagerfeuer innerhalb von 15 Minuten wieder trocken gekriegt. Schaden hat er auch keinen davongetragen. Wenn das schlecht ist, dann ist mir schlecht gut genug. Was erklärt warum Gänse und Enten so gut schwimmen. Klar ist das machbar. Ich hatte letztes Jahr 13 kg (auch 11 Tage). Auch das geht. Wir hatten von drei Tage Dauerregen, Sturm über Schnee- und Eisregen bis zu anhaltender Hitze mit Millionen Mücken und „knottar“ alles dabei und ich hatte nicht gerade das Gefühl mich in Lebensgefahr zu befinden. ¯\_(ツ)_/¯ Blabla. Als ob das automatisch so wäre nur weil man keinen zentnerschweren Mist mit sich rumschleppt... PS: wär nett wenn das jemand für mich auf OT schalten könnte, geht mit dem iPhone nicht gescheit.1 Punkt
-
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
zeank reagierte auf Freierfall für Thema
...unkommentiert stehen, in einem Thread, in dem es um 3 Jahreszeiten-Schlafsäcke um den Gefrierpunkt geht... (Dass der TO was von Winter geschrieben aht und seine Tour nicht präzisiert usw. hat weiß ich auch.) @Pescador1965 du kommst in diese Gewichtsklasse (<1kg und unter 300€) auch mit Feuchteunempfindlicher Kunstfaser, bsp. mit einem GramXpert Quilt, mit 266er Füllung. Ist halt etwas volumenöser, aber beim Volumen biste mit dem Packraft ja eh oben mit dabei. Mit Daune stirbt man auch im hohen Norden nicht automatisch, auch bei Regen nicht, war wie viele andere Hier auch mit Daune um den Gefrierpunkt in Schottland etc. - aber klar ist KuFa etwas weniger aufwändig. Sprich, komfortabler (da man weniger aufpassen muss, weniger trocknen, weniger Gedanken dran verschwenden insg.)1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
Erbswurst reagierte auf Pescador1965 für Thema
Passt... danke euch Alle für die Inputs... Die Firma Cumulus scheint eine gute Lösung zu sein...1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
Pescador1965 reagierte auf Erbswurst für Thema
Solange Dein Deutsch besser ist, als unser Portugiesisch bleiben wir trotzdem bitte lieber dabei Deutsch oder Englisch zu schreiben! Ein paar Fehler sind ja nicht schlimm! ;0) .1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
Freierfall reagierte auf Dingo für Thema
@koallalays Für -5 Grad braucht es keinen 1,5kg KuFa Schlafsack. Das Du versuchst leichter zu sein ist verständlich, hat aber mit dem Leichter werden in diesem Forum soviel zu tun wie Gerätetauchen mit Apnoetauchen. Und das mit der Sicherheit ist auch oft Kopfsache. Fliegst Du? Ist das unsicherste Reisemittel, wenn man es nicht auf km sondern auf pro Reise umrechnet. Fährst Du Fahhrad in Berlin? Respekt. Feinstaub und der Verkehr sind wohl echte Herausforderungen für Abenteuerer. Hast Du Dich mit den Säulen des Fprums beschäftigt? Nur dann kann man das Altkluge auch praktizieren. Sicherheit ist wichtig, aber der deutsche neigt generel zu Angstzuständen in dem Bereich und ist ja auch sonst recht überversichert.1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
Pescador1965 reagierte auf Erbswurst für Thema
Naja, also ich würde dann auch lieber etwas mehr zum Anziehen einpacken. Man läuft ja bei 0*C ungern in Shorts rum. Dann ist es ja auch morgens noch kalt.1 Punkt -
Ultraleichter Winterschlafsack Komfortzone 0 bis -4 C
patrick reagierte auf Freierfall für Thema
@koallalays sicher dass du hier im richtigen Forum bist? Ist nicht böse gemeint. Ist aber so ziemlich das Gegenteil der Philosophie hier...1 Punkt -
Das ist auch gut so Ich bin ueber einen langen Zeitraum mit div Mid unter allen Bedingungen unterwegs gewesen, habe alle moeglichen Stangen-Varianten in der Praxis durchprobiert. Das "Problem" bei Mids ist, dass Wind (oder Schneelast) kraefte, die nicht andersweitig abgeleitet werden, letztendlich zum grossen Teil als Kraft auf die Aufstellstange wirken und natuerlich ist in der Hinsicht ist die Mid-Konstruktion mit einem Mittelstab erstmal im Nachteil gegenueber First-Konstruktionen mit 2 Staeben. Vorteil beim Mid ist, dass ich rel leicht ein "gleichmaessiges Mehreck" konstruieren kann und je mehr Ecken ein Mid hat, umso eher naehert es sich dem "Ideal" des Kreises, der den geringsten Windwiderstand im Verhaeltnis zur Flaeche haette. Diese theoretische Erkenntnis konnte ich immer wieder in der Praxis unter Starkwnd-Bedingungen nachvollziehen z.B. wenn ich nebeneinander in Camps mehrere Bergans Lavvus (10eck) neben Helsport (6-8eck) oder bei gemeinsamen Wanderungen bzw Segeltouren, Zelte mit der SL bzw WU3 Konstruktion (6eck) neben welchen mit der SL bzw WU 4/5 Konstruktion (4eck) stehen hatte. Insofern bist Du schon mal mit Deinem 6eck gut dabei Jetzt kommt es auf den Einsatzzweck an, mit 55 g / Si-Nylon hast Du ja schon einen stabilen Stoff gewaehlt, Verstaerkungen, diie zu duenn ausgelegt sind, kannst Du nachbessern, die Heringe kann man je nach dem auf der Tour zu erwartenden Boden auswahlen, da laesst sich also jeder "Schwachpunkt" was Windfestigkeit betrifft, verbessern, wenn er nicht reicht. Damit wird die Windfestigkeit durch die Stange bestimmt. Hast Du nun vor, ueberwiegend in Waeldern u.A. unterwegs zu sein und falls Du mal woanders uebernachtest in der Naehe von "Fluchtmoeglichkeiten" z.B. im Gebirge Refugios, prima, dann kannst Du irgendeine Loesung verwenden, die Dir optisch gefaellt. Wenn man nun aber z.B., wie ich, sehr viel im Gebirge (ich lasse jetzt mal den Punkt bzw Nachteil von Mids mit dem festen Heringssitz beiseite) und auch in Gegenden, wo man bei dynamischen Zusammenfalten des Zeltes nicht mal eben ein paar hundert m ins naechste Refugio rueberwetzen kann oder als Surfer in Starkwindgebieten an der Kueste, will man fuer den Stab eine Loesung haben, auf die man sich auch unter heftigen Bedingungen verlassen kann. Da ist es nun vereinfacht ausgedrueckt so, bei gleichen Materialien ist ein dickes Rohr stabiler als ein Duennes, bei gleichem Durchmesser eine hoehere Wandstaerke stabiler als eine Duennere, bei gleichen Rohren 2 Gebuendelte stabiler als eins. Btw tritt bei derartiger Krafteinwirkung die hoechste Belastung im mittleren Bereich auf, das ist z.B. die Ursache, weswegen mir bei den nestbaren Stangen (z.B. Tatonka) bei Starkwind reihenweise die Stangen an der Kroepfung der mittleren Stange und nicht oben an der Duennsten durchgebrochen sind. Wenn wir nun mal diesem Gedanken in Bezug auf Trekkingstoecke weiter folgen und hoehere Wandstaerken ausschliessen, wir wollen ja schliesslich keine UH-Stoecke , kommen wir recht schnell zu dem Punkt, dass eine Konstruktion, bei der wir nicht alle Rohrelemente beider Stoecke nutzen, im Nachteil sein wird. Entsprechend sind nun Loesungen mit dem klasischen Pole Extender, bei dem wir einen Trekkingstock mittels eines Rohrstuecks aus Alu oder Carbon verlaengern, oder z.B. der GG Pole Extender, bei dem wir mittels Diesem einzelne Elemente beider Stoecke zu einem Laengeren basteln, gegenueber 2 kompletten gebuendelten Stoecken im Nachteil. Loesungen, bei denen die Spitzen der beiden Trekkingstoecke verbunden werden, dass alle Elemente der beiden Stoecke (fast komplett zusammengeschoben) verwendet werden, sind schon etwas besser, haben aber immer noch gegenueber gebuendelten Stoecken Nachteile. Wie ja schon ausgefuehrt, tritt die hoechste Belastung in der Mitte auf und genau da haben nun eine Schwachstelle durch das Verbindungsstueck. (Auf die Betrachtung inwieweit locker ineinander geschobene Rohre, die gerade bei Verjuengung im unteren Teil von einer Aussenklemmung nicht mehr so fest gefasst werden, wie ausgezogene Rohre moechte ich lieber an dieser Stelle verzichten ). 2 ausgezogene Trekkingstaebe bzw 2 Staebe mit Festlaenge werden jeweils 125-145 cm lang sein, wenn ich nun die Mittellaenge 135 cm nehme und eine benoetigte Stablaenge von 160, ergibt sich, dass 12,5 cm an jedem Ende ein Stab ist und fast ueber die gesamte Laenge und erst recht im hoeher belasteten mittleren Teil, die Staebe "gedoppelt sind". Genau dieses Konstrukt hat sich bei mir auch als das Stabilste gerade unter Starkwindbedingungen und viel Schnee bewaehrt. Was nun die Konstruktion der Buendelung betrifft, ist meine Empfehlung sich aus reckarme Spannleine (also z.B. mit Dyneemakern oder geflochtene Dyneemaleine) eine Leinen mit 2 Schlaufen an den Enden so zu knoten, dass, wenn ich die Trekkingstoecke in der Laenge fuer Laufen eingestellt habe und ich nun die Spitzen gegenlaeufig in die Schlaufen stecke, diese Konstruktion unter Belastung die Stablaenge hat (also die Schnur sozusagen parallel zum gedoppelten Stabteil laeuft). Ich habe frueher, als ich auf Wandertouren noch Mids verwendet habe, diese Schnur gedoppelt, damit ich weniger Dehnung hatte und das war natuerlich gleichzeitig ein Stueck "Schnurreserve" fuer Reps. Heutzutage wuerde ich, wenn ich das Anfertigen wuerde, wahrscheinlich einfach ein Stueck Dynaglide verwenden, da sich Diese nur minimal dehnt (verwende ich z.B. gedoppelt auch mit meiner Reise-Haengematte und ich bin ncht gerade eine UL-Feder ...) Was Esvostaebe betrifft, finde ich die ja ganz nett und sehr preiswert, nutze sie z.B. in Camps fuer Tarps, finde aber die Verarbeitung nicht so toll, musste da schon nachbessern...da gefaellt mir z.B. die HB Tarpstange deutlich besser... Wenn man als Loesung einen Staff statt 2 Trekkingstaebe ueberlegt, kann ich vielleicht in einiger Zeit Erfahrungen zu einer leichten, stabilen Loesung berichten, ich habe mir vor wenigen Tagen via sackundpack den Zpacks Carbon Fiber Staff bestellt. Falls der sich bei mir auf Wanderungen statt Trekkingstoecken bewaehrt, waere das glatt ein Anlass, darueber nachzudenken, mal wieder ein leichtes Mid fuer Wanderungen anzuschaffen oder zu naehen, das ginge dann aber wohl eher in Richtung Hexamid-Solo Plus o.A. als SL bzw WU31 Punkt
-
Rutschfeste UL Unterlegplane gesucht
Michas Pfadfinderei reagierte auf heff07 für Thema
hi, ich hatte bei meiner letzten Tour durch den harz, die selbe Folie (vom trekking Lite store ) im Einsatz und bin sehr enttäuscht. sofort Löcher und die rissen extrem schnell weiter. ich benutze seit vielen Jahren ein polycryo tarp und das auch nicht sehr schonend, aber das ist wirklich kein Vergleich. ich hatte das polycryo damals aus Frankreich bestellt. ich werde jetzt das von GG (von sackundpack) probieren. lg heff1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
4. Etappe: Erinnerungen Im VBL-Sack steht die Brühe, dadurch ist es mir sehr kalt, insbesondere die Zehen sind eiskalt. Ein Blick auf das Thermometer; es ist aus. Na toll, da hatte ich die extra teuren Duracell Batterien gekauft und dann kacken die ab. Ich habe das Gefühl, dass die billigen Batterien letztes Jahr in Finnland viel besser durchhielten. Ich mache mir erst einmal eine Wärmflasche für die Füße und döse noch ein Weile. Wieder einmal ist es die Sonne, die mich aus dem Schlafsack lockt. Dementsprechend spät komme ich wieder los und ich ärgere mich erneut tierisch darüber. Jeden Tag das gleiche!!! Und am Ende ist es nie schlimm, es immer nur die verdammte Barriere im Kopf! (Am Morgen war draußen alles mit spitzen Eiskristallen überzogen. Sah sehr schön aus, aber da es so kalt war hatte ich keine großen Ambitionen lange herumzuprobieren, bis ich ein gutes Foto im Kasten hatte. Rückblickend bin ich auch froh keine Drohne mitgenommen zu haben. Ist viel zu kalt für solche Spielereien ) Ich komme gut voran und mache schon wieder unzählige Fotos. Aller paar Meter bleibe ich stehen und mache immer wieder von den selben Bergen Fotos, als hätte ich zuvor noch keine gemacht. Es ist einfach zu schön hier und kann mich kaum satt sehen! (Ich liebe es, wenn weit und breit nur meine Spur zu sehen ist und dann auch noch gefühlt kilometerweit. Toll! (Kommt auf den Fotos leider nur nicht so gut rüber.)) An der Abzweigung zum Njoatsosvágge kommen viele Erinnerungen hoch. Oh Mann, war das Wetter damals mies! Ich stand hier wie ein betröpfelter Puddel! Und heute ist so ein herrliches Wetter. Damals musste ich wegen des Wetters das Louthttoláhko auslassen, was ich sehr schade fand. Ich hatte im Vorfeld nicht mit solch einem guten Wetter gerechnet, weshalb ich es nicht in die Planung einbezog. Darum überlege ich, ob ich es nicht heute bzw. auf dieser Tour nachholen soll. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich studiere die Karte und versuche die Tour umzuplanen. Ein wenig machen mir die Schneewulzte (oder wie auch immer man das nennt) an den Hängen entlang des Jiegnavágge (an den Tagen zuvor waren immerhin einige kleine spontane Lockerschneelawinen zu sehen) und der Abstieg vom Louthttoláhko ins Sarvesvágge sorgen. Die Hangstelle, an der ich mich gerade befinde, ist so stark vereist, dass ich mühe habe nicht abzurutschen. Ich komme kaum runter bzw. voran. Was wenn es da auch so vereist ist und ggf. noch steiler; komme ich da dann sicher runter? Oder gibt es da auch solche große Schneeansammlungen? Es gibt da noch eine Rinne, die ins Sarvesvágge runter führt, aber bei der aktuellen Schnee-/Lawinensituation ggf etwas heikel. Ich bin hin und her gerissen. Eine Einschätzung ist erst vor Ort möglich, ich habe aber keine Lust im schlimmsten Fall wieder zurückgehen zu müssen. So oder so verkompliziert es auch die Routenplanung und ich kann meine ursprünglichen Ziele nicht ansteuern Ich bin innerlich zerrissen, entscheide mich aber nach einer gefühlten Ewigkeit meine ursprünglich geplante Route weiter zu verfolgen. Nicht zuletzt auch wegen der heiklen Lawinenlage. (Links hinten geht es ins Sarvesvágge und rechts hinter dem Berg zum Jiegnavágge hinauf. Obwohl es hier vorn gar nicht steil aussieht, hatte ich mühe nicht senkrecht zum Hang hinunter zu rutschen.) Ich fotografiere mehr als ich an Meter zurücklege und ärgere mich ständig, dass ich nicht früher aufgestanden bin. Ich schwöre mir hoch und heilig, dass ich morgen, ja morgen mindestens 2 Stunden früher aufstehen werde!!! (Hier kreuze ich gerade die verwehten Spuren von zwei Pulkagängern). Ich erreiche den Álggajávrre und überlege, ob ich ins Álggavágge einbiege. Immerhin ist es eines meiner Lieblingstäler. Aber es liegt im Schatten und viele große Schneeverwehungen, die nicht unbedingt nach Spaß aussehen, sind erkennbar. (Álggajávrre mit Blick ins Álggavágge) Also gehe ich weiter und quere den See. Er ist schnell überschritten und ich steige den Hang hinauf. Schon nach wenigen Metern muss ich die Ski abschnallen, da der Hang so vereist ist. Das nächste Mal muss ich mir Steigfelle oder Grödel mitnehmen! (Vom See aus mit Blick auf die Kapelle. Uhhh, da kommen gleich wieder schreckliche Erinnerungen an die Nacht in der Kapelle bei der letzten Tour hoch. Nie wieder! Es war dunkel, es stank fürchterlich und es zog wie Sau.) Es läuft sich sehr gut, nur die Ski am Rucksack machen sich bemerkbar. Er fühlt sich jetzt wie 30kg oder mehr an. Das hat was von Selbstmasochismus! Obwohl es jetzt mindestens genauso kalt ist und ein ähnlicher Wind weht (0-15km/h) wie gestern, ist es mir heute nicht kalt. Keine Ahnung was gestern Abend los war. Zum Ende gab es aber wieder eiskalte Zehen. Obwohl nicht nötig, mache ich mir wieder eine Wärmflasche. Sie bringt den Schlafsack sehr schnell auf Temperatur und ich denke das erste Mal nicht, dass jetzt eine urige Hütte schön wäre. Rückblickend war es ein ganz guter Tag, trotz des späten Aufstehens. Langsam komme ich in einen Rhythmus. Insbesondere bei den Pausen. Ich habe es heute ganz gut geschafft mich aller 1-1.5h zu einer Trink- und Essenspause zu zwingen. Die NCFPR schmecken noch nach wie vor, nur habe ich kaum Hunger und muss sie mir regelrecht hineinzwingen. Mehr als einer ist immer noch nicht schaffbar. Beim Pemikan ist es genau anders herum. Das schmeckt mir nicht mehr und ich habe ordentlich zu kämpfen, dass ich es herunter bekomme.1 Punkt -
1 Punkt
-
Vorstellungsthread
Dr.Matchbox reagierte auf noodles für Thema
Hallo, ich möchte mich vorstellen: Ich lebe in McPomm in Greifswald und bin vor allem in D und Europa unterwegs. Der Grad an Abenteuer wächst nicht mit der Entfernung, sondern mit dem, was man macht. Mein Habitat als Kind war der Wald und die Ausrüstung bestand in einer Axt und einer Baumarktplane. Ursprünglich habe im mich mit dem Thema Bushcrafting beschäftigt. Auf Touren habe ich schon ziemlich bald kapiert, dass Gepäckgewicht und Spaß im reziproken Verhältnis stehen. Jetzt weiss ich: man braucht weder kiloschwere BW-Planen, noch ein großes Messer oder schwere Wanderstiefel. Ausrüstung Um die entsprechende Ausrüstung zusammenzustellen, bin ich schnell zum DIY und zum shopping in den USA gekommen. Dort habe ich mir über die Jahre ein paar schöne Dinge zugelegt wie z.B. Cuben HEX-Tarp von Hammockgear Katabatic Gear Bivy Enlightened Equipment Prodigy Hammocks von Dutchware und Warbonnet Ansonsten bin ich mein Geld bei den Leuten von Cumulus, ExTex und dem trekking-lite-store gut los geworden. Vieles ist mehrfach vorhanden (5 Zelte, 8 Schlafsäcke u.Quilts, 10 Matten) damit ich Mitwanderer und Kinder so ausrüsten kann, dass gemeinsame Touren Spaß machen. Wie alle wissen, hängt das gerade bei Einsteigern sehr vom Gewicht und der Funktionsfähigkeit der Ausrüstung ab. Hier bei einer Lapplandtour (kungsleden u.a.) hatten die Kinder 4 bzw. 5 kg + Proviant auf dem Rücken. Eine Wanderung von ca. 2 Wochen war damit kein Problem. Wichtiges Thema sind meines Erachtens die Schuhe - natürlich leichte Trailrunner. Beim Thema wasserdicht folge ich inzwischen dem Prinzip von Johansson und Clelland: "It's okay to have wet feet" Überhaupt Nässeschutz: wichtiger als trocken bleiben ist wieder trocken werden. Die beste Maßnahme für UL ist immer noch: Zu Hause lassen! UL im Alltag: hilft beim täglichen "simplifying" des Lebens (Kartenholder mit Gummiband, kleines und leichtes Smartphone, leichte Jacke, leichte Schuhe, kleine Packungen usw.) Hängematte mein Lieblingsteil ist inzwischen die Hängematte: in der Regel viel bequemer, man hat gerade im Gebirge mehr Stellen zum Schlafen, freie Sicht in die Natur, Mückenschutz und trotzdem frische Luft. UL ist auch hier möglich. Mein komplettes HM-Leichtsetup mit Top- und Underquilt, Tarp und HM (Halfwit von Dutch https://dutchwaregear.com/product/half-wit-hammock/) wiegt zusammen: 1850g. Bei mehr Liegekomfort und Wetterschutz kommt man auf ungefähr 2400g Zu diesem Thema bin ich vor allem auf dem Hängemattenforum unterwegs. https://www.haengemattenforum.de/member/320-vonlieven/activities Wenn Ihr Hängemattenteile und Zubehör aus den USA braucht, kann ich in Deutschland den neuen Online-Laden von @treegirl empfehlen (http://hammockfairy.com) Zur Zeit optimiere ich immer noch die Doppelverwendung als Hängematte und Bodenshelter, wenn mal keine Aufhängmöglichkeiten da sind. Das wäre doch mal ein schönes Thema fürs Forum. Die Erfahrunen anderer dazu würde mich sehr interessen. MYOG Lieblingsthema: Zweitverwendung von Verpackungen (Blech, PE, PET, PVC). Wie wahrscheinlich jeder hier habe ich viel Zeit mit dem Erfinden bzw. Nach-Basteln von Spirituskochern verbracht. Fazit: ziemlich egal, was man nimmt, der Windschutz ist wichtiger. Aber: unterwegs sollte man beherrschen: Kocher aus Bierdose mit einfachsten Mitteln (nur Messerchen o.ä.) bauen können und natürlich Nadel, Zahnseide, Panzertape. Andere DIY-Projekte haben vor allem mit Isolation zu tun. Z.B. habe ich mir den Cumulus-Comforter nach der Anleitung von @wilbo https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2049-pimp-my-comforter-cumulus-l500-l430-m400-m350/ umgebaut. Vielen Danke an @wilbo für die Anregung! Zusätzlich sind bei mir allerdings noch seitliche Verstärkungen, Linelocks angebracht und Gummibänder vorgesehen, damit ich den nicht nur als Top- sonder auch als Underquilt für die Hängematte nutzen kann. Andere Projekte waren verschiedene Ponchos und Rainskirts Ansonsten habe ich mangels kommerzieller UL-Angebot viel für die Hängematte selber genäht (zB. Gearhammock, diverse Underquilts, Mückennetze, Aufhängung) Bücher Wahrscheinlich wie die meisten hier habe ich mir die Bücher von Derek Hansen, Mike Clelland, Jorgen Johansson, Andrew Skurka, Don Ladigan, Ray Jardine und Stefan Dapprich zugelegt und oft zu Rate gezogen. Zuletzt habe ich die Bücher von Christine Thürmer gelesen. Vor allem das zweite hat mir super gefallen. Gruß und Danke an @German Tourist Wanderziele Wildnis oder was sich wie Wildnis anfühlt. Gibt es auch bei uns, zB. beim Paddeln. Ansonsten wäre mein Traum ein thruhike auf dem PCT. Erwartung ans Forum Wenn ich zu Hause freudestrahlend erzähle, dass es mir gelungen ist, durch Zahnpaste in Tablettenform eine 60 g-Tube (klein) einzusparen, greifen sich alle an den Kopf. Nett wäre der Kontakt mit Leuten, die das nicht komplett bescheuert finden. Außerdem hätte ich Interesse an Analogkontakten im Raum Berlin und Nord-Ost.1 Punkt -
Eine Exkursion unter die Erde (Fränkische Schweiz) Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhle by Udo St., auf Flickr on tour by Udo St., auf Flickr underground by Udo St., auf Flickr creepy by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr DSC06609.jpg by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr1 Punkt
-
Wie ankündigt war ich die letzte Woche auf dem Bergslagsleden unterwegs. Im Großen und Ganzen war es wunder-wunderschön. Ich hatte aber das große "Glück" ausgerechnet in eine sehr untypische Hitzewelle zu geraten, mit Temperaturen wie sie hier in Schweden selbst im Hochsommer kaum herrschen. Gleichzeitig rief das Horden von Stechmücken und "knottar" auf den Plan. Men man vänjer sig. Ich bin an einem Samstag Morgen mit dem Zug in Stockholm los und war so gegen mittags in Kopparberg. Von dort aus sind es nochmal ca 25km bis Kloten, der eigentliche Startpunkt des Bergslagsleden. Es wird empfohlen ein Taxi zu nehmen, welches für einen Pauschalpreis von ca 50€ zu haben wäre. Das war mir aber zu teuer und hab es daher mal mit trampen probiert. Und was soll ich sagen, es hat auf Anhieb geklappt. Nach weniger als 10 Minuten warten nahm mich ein freundlicher Herr in seinem Transporter mit und erzählte mir ein bisschen was über die Gegend und die Leute dort. Der Weg selbst ist - wie eigentlich alle anderen schwedischen Wanderwege, die ich kenne - unglaublich gut ausgeschildert und markiert. Mindestens alle 15 km gibt es eine Schutzhütte, eine besser und schöner als die andere. Von daher war von Anfang an mein Plan, diese zum Übernachten zu nutzen und mir das Zelt/Tarp-Aufbauen zu sparen. Zum Glück hatte mein Bugbivy dabei, ohne wäre es kaum auszuhalten gewesen. Und wie es der Zufall will, seht wen ich getroffen habe! @German Tourist hatte sich im Vorfeld schon bei mir gemeldet und durch puren Zufall war sie halt gerade auf derselben Höhe unterwegs wie ich und so haben wir uns fix zu einem gemeinsam Mittagsplausch verabredet. Sehr sehr lustig, erheiternd und nett! Abgesehen von Christine sind mir aber kaum Leute begegnet. Insgesamt sind mir sieben andere Wanderer begegnet. Drei wie Christine auf dem Weg zum Nordkapp, ein weiterer Deutscher, der "nur" den Bergslagsleden lief (aber in anderer Richtung) und zwei Tageswanderer. In meiner Richtung war zu der Zeit scheinbar gar niemand sonst unterwegs. Viel "Freude" hat ich noch mit meiner Abreise. Auf der Homepage heisst es lapidar, am Ziel Stenkällegården gäbe es eine Busverbindung. Mit dieser Information habe ich erstmal nichts weiter unternommen und wollte die Dinge auf mich zukommen lassen. Bis ich dann mal eine tatsächliche Verbindung raussuchen wollte und feststellen musste, dass dieser Bus nur am Wochenende und mittwochs verkehrt. Und zwar jeweils nur einmal am Tag pro Richtung. Konkret bedeutete das für mich entweder ein paar Tage warten oder eine extrem flotte Hufe hinzulegen. Ich entschied mich für letzteres. Mit der Konsequenz, dass mir immer noch die Füße weh tun. Ausserdem hatte ich mich einfach darauf verlassen, dann in der nächstgrößeren Stadt einfach einen Zug Richtung Stockholm zu bekommen. Leider war es schon spät abends und der einzige Zug war ein Schnellzug und der war ausgebucht. Für Schnellzüge in Schweden braucht es scheinbar verbindlich einen Sitzplatz. Und so durfte ich die Nacht in einem an die Stadt Skövde grenzenden Waldstückchen verbringen. Apropos Skövde, schrecklichster McDonald's ever.1 Punkt
-
GR9/Frankreich - Weitwandern für Einsteiger
patrick reagierte auf LaMarmotte für Thema
Ich bin seit 'ner Woche unterwegs, die ersten 100km sind geschafft, derzeit in Castellane, jeden Nachmittag Regen und recht kühl. Über die lange Unterhose bin ich zumindest nachts dankbar, ich könnte ausserdem eine Regenjacke brauchen, die ansatzweise wasserdicht ist und irgendwann will ich auch mal wieder trockene Füße haben. Das ist also dieser Sommer in Frankreich, pah! (Alles so grün! Toll!) Sonst passt alles prima und es läuft ganz gut; inklusive steiler Lernkurve, natürlich ;-) Bin auf jeden Fall froh über alles, was ich dank euch nicht dabei habe. Reisebericht folgt anschließend, wenn ich zurück bin. Merci beaucoup & bonne voyage!1 Punkt -
Windjacke mit Kapuze für 80g
dermuthige reagierte auf Lightlix für Thema
Eine Windjacke stand bei mir schon länger auf dem Programm, jetzt konnte ich endlich zur Tat schreiten. Nachdem ich vor einiger Zeit schon ein Windshirt mit 1/2 Reißverschluss genäht hatte, wollte ich jetzt wirklich eine Jacke und vor allem auch eine Kapuze. Außerdem sollte diese Jacke als Prototyp für eine etwaige Apex Jacke nach demselben Schnittmuster dienen. Die Jacke: wiegt 79g ist komplett aus Pertex Quantum mit 35g/m2 hat einen YKK 3C Reißverschluss hat eine Kaputze, unter die auch noch eine Mütze gut passt Hier erstmal ein paar Bilder: Die Kaputze schließt oben schön dicht ab. Auch ein Fleece passt noch gut drunter. Packmaß und Gewicht (der klassische Apfel wurde leider kurz zuvor gegessen ). Herstellung der Jacke/"Anleitung": Grundsätzlich ist eine Jacke nicht schwer zu nähen. Knifflig ist nur das Schnittmuster richtig anzupassen, finde ich. Deswegen ja auch diese Jacke, da ich das Schnittmuster noch nicht kannte und es erst ausprobieren wollte, bevor ich mich an eine Apexjacke wage. Folgendes habe ich verbraucht: 80cm YKK 3C Reißer, teilbar ca. 1,8m Pertex Quantum (ich würde einfach 2m bestellen, dann hat man Reserven falls man was korrigieren muss, so wie ich) ca. 1m elastisches Einfassband Microtex Nadeln & Alterfil Garn dieses Schnittmuster Das Schnittmuster war vielleicht nicht perfekt gewählt. Ein Anorak wäre vielleicht besser gewesen, da wohl alles etwas weiter gewesen wäre. So musste ich doch recht viel selbst anpassen. 1) Schnittmuster ausdrucken und alles zusammenpuzzlen. Ganz schön nervig. Ich habe erst die Einzelteile ausgeschnitten und dann mit Tesa alles zusammengeflickt: Anschließend alles auf das Pertex übertragen, dabei daran denken, dass man z.B. die Ärmel und die Vorderteile (da nicht symmetrisch) einmal wendet. Hier sieht man u.A. auch die Teile für die Kaputze. Die habe ich zwar genäht, aber das hat mir so missfallen, dass ich noch eine eigene entworfen habe. Dazu später mehr. 2) Alle Einzelteile zusammennähen mit französischen Nähten. Das ist insbesondere bei Pertex hilfreich, da es extrem fusselt. Außerdem sollte man beim Nähen von Pertex darauf achten, dass man die Fadenspannung wirklich sehr gering wählt, weil der Stoff eben auch sehr dünn ist. Sonst kräuselt sich die Naht unschön. Bei meiner Nähmaschine hatte ich die Oberspannung auf Stufe 2 von 9. Für die französische Naht zuerst zwei Teile mit den Innenseiten aneinanderlegen und so kantennah wie möglich absteppen. Anschließend wenden, sodass die Außenseiten aneinanderliegen und etwa 1cm neben der Kante absteppen: So siehts dann von innen aus, und so von außen: An den belasteten Nähten kann man zusätzlich noch den Stoffüberstand der Naht nochmal ansteppen: So siehts dann von draußen aus: Bei den runden Nähten, wie z.B. an den Ärmeln habe ich nur französische Nähte benutzt, da das Ergebnis sonst nicht so schön aussieht und hier die Belastung nicht allzu hoch ist. 3) Elastische Einfassbänder an die Ärmelbünde nähen. Dies muss unter Zug passieren, und man sollte vorher mal das Einfassband probemäßig ums Handgelenk legen, um zu gucken, wie viel Spannung man drauf haben möchte: Am besten hier einen Zickzackstich benutzen. So siehts an der fertigen Jacke aus: 4) Kapuze: dafür habe ich mir den Schnitt meiner Cumulus Climalite kopiert, da die Kapuze des Schnittmusters viel zu eng war. Dafür einfach auf Papier gelegt und die Nähte grob nachgezeichnet, dann noch eine Nahtzugabe dazu. Den Umfang der Jacke am Hals sollte man natürlich an den Umfang der Kapuze am Hals anpassen, damit die Längen übereinstimmen für die Naht. Ich habe ganz simpel einen Faden genommen und so den Umfang der Jacke am Hals ermittelt.Das Ergebnis sieht so aus: Das runde Seitenteil natürlich zweimal (wenden!) ausschneiden und alles per französischer Naht verbinden. Dann alles oben an den Hals rannähen, wieder französische Nähte. 5) Reißverschluss: erstmal die Stoffkante einmal nach innen umschlagen und absteppen. 1/2cm oder weniger reicht vollkommen, das dient nur dem Verhindern des Ausfransens beim fertigen Reißverschluss. Dann für den Reißer zunächst die Außenseite des RV auf die Außenseite der Jacke legen (so dass die Zähne vom Reißverschluss von der Stoffkante wegzeigen!) und von unten nach oben absteppen, ungefähr auf der kleinen "Linie" auf dem RV: Anschließend wenden und nochmal drübernähen, danach kann man oben den überschüssigen Reißverschluss einfach abschneiden. Damit der Schieber nicht raus kann, einfach ein paar mal am oberen Ende des RV hin und her nähen. Danach kommt auch noch das Einfassband der Kapuze drüber. So siehts dann fertig aus: Von innen, und von außen: Als letztes muss man nur noch das elastische Einfassband an die Kapuze nähen. Hierbei auch ein Stück Einfassband über das RV Ende nähen, was den Schieber zusätzlich gegen rausschieben sichert. Optional kann man unten am Bund auch elastisches Einfassband vernähen, oder man säumt und fügt noch einen kleinen Kordelzug hinzu. Fertig ist die Jacke!1 Punkt -
Hier noch ein Windshirt, die "Liberty Ridge"-Shell aus einem Kit von Thru-Hiker. Material ist M90, die Bündchen Lycra-Bänder, und der Reissverschluss ein YKK 3er. Gewicht 56 g. Auch für dieses Shirt ist die Anleitung auf dem Web, die Form der Teile ist aber komplizierter und das Schnittmuster im Kit deshalb recht nützlich. Die Kits von Thru-Hiker sind übrigens wirklich toll. Die Anleitung ist weniger detailliert als bei Ray Jardine, aber man erhält sehr grosszügige Materialmengen, so dass mit den Resten auch noch was anderes gemacht werden kann. Die Mengen bei RJ sind häufig so knapp (es reicht aber immer), dass mich das echt nervt... bei 3m Stoff könnten durchaus mal etwas mehr als 5cm extra mitgegeben werden.1 Punkt