Kurzes Update von uns: wir waren letzte Woche auf einer 3-Tage-Test-Tour, davon zwei Tage auf dem (selben) Campingplatz im Erzgebirge. Leider war meine 3mm Evazote, die ich für Tate (den Hund) bestellt hatte, nicht rechtzeitig angekommen und so musste ich meine Sommermatte für ihn mitnehmen (Exped Flexmat Plus XS, 120 x 52 x 3,8 cm). Wahrscheinlich wäre es für ihn auch ganz ohne Matte gegangen, aber ich hatte Angst, Löcher in den Zeltboden zu bekommen und wusste, dass es viel regnen würde und vllt auch abkühlen. Ich hatte dann noch meine gar nicht UL Wintermatte für mich dabei. Positiv: er hat sich anstandslos auf die Eierkarton Flexmat gelegt. Auch positiv: die konnte man zwischendurch gut ausschütteln (Fellwechsel). Uns war beiden kuschelig warm, auch als es die ganze Nacht geregnet hat. Negativ: Sehr schwerer Rucksack, aber die Matten habe ich bei den Wanderungen nicht mitgenommen.
Mit seinem Kopf hat er sich aber auch gern auf meine LuMa gelegt, der Luxushund.
Wir haben nur etwa 15m vom Sanitärbereich gezeltet, und ich habe ihn gleich nach der Ankunft kurz allein im Zelt gelassen und bin aufs Klo gegangen, und er war ganz ruhig. Am nächsten Abend kam ich nach ca. 3 Minuten wieder ins Zelt und er hatte sein Futter gefunden (hatte ich blöderweise im Innenzelt gelassen) und durch den Beutel durch sein Frühstück aufgefressen. Da muss ich also besser aufpassen, er ist sehr verfressen. Ich habe ihn jetzt auch auf das hochkalorischste Futter umgestellt, das ich finden konnte (Josera High Energy, spart mir ca. 80g pro Tag im Vergleich zum vorherigen Futter).
Vor der Wanderung hatte ich noch eine Bungeeleine mit Bauchgurt gekauft. Negativ: Der Gurt allein wiegt 110g und die Leine ist auch sauschwer mit fetten Karabinern. Hat aber vorne noch einen Griff, so dass ich Tate an Strassen etc kurz nehmen kann. Und jetzt muss ich keine Angst mehr haben, dass mein Rucksack-Hüftgurt kaputt geht (s.u.), und der Leinenbauchgurt hat zwei Metall-D-Ringe, die quasi vor der Steckschnalle sitzen und beim Brechen der Schnalle dann immer noch halten würden. Ich überlege noch, ob ich seine normale Biothaneleine stattdessen zuhause lasse und nur eine Reepschnur oder dergleichen mitnehme, wie von @PaulBuntzel und anderen hier beschrieben. -- Ich bin mir noch nicht sicher, ob die elastische Leine einen Riesenunterschied gemacht hat beim Wandern. Auch sie war fast die ganze Zeit auf leichter Spannung, aber vielleicht etwas angenehmer. Einmal hat der Hund ein Wild rechts im Wald gesehen und hat von einer Sekunde auf die andere auf 20km/h beschleunigt und mich umgerissen. Ist nicht das erste Mal, wird nicht das letzte Mal sein - der Jagdinstinkt ist stark und wenn er Wild sieht, schaltet sein Gehirn auf Vollfokus. So schnell könnte ich auch gar nicht eingreifen oder einen Befehl geben, unsere Reaktionszeit ist da sehr verschieden. Wenn er nach vorn losgegangen wäre, hätte ich mich evt. noch auf den Beinen halten können, so lag ich auf dem Schotterweg mit blutenden Abschürfungen an Bein und Hand. Mit normaler Leine wäre der Sturz vielleicht noch schlimmer gewesen; ich bilde mir ein, der Gummizug hat etwas vom Schwung aufgefangen. Also bleibe ich erstmal bei dieser Leine.
Es hat, wie gesagt, viel geregnet und am ersten Tag sind wir in einen heftigen Gewitterregen gekommen. Selbst Tate war es zuviel, hat ein paar Mal protestgebellt und wollte gern vom Weg runter in den Wald, vermutlich, um sich unterzustellen. Ich wollte mein neues Regencape testen. Diesmal hatten wir Glück und es hörte auf und Tate konnte an der Luft trocknen, bevor wir ins Zelt mussten. Aber ich habe ihm jetzt doch einen Regenmantel gekauft (ganze 363g), da ich ihn, selbst wenn wir zuhause halbnass ankommen und ich große Mengen an Handtüchern zur Verfügung habe, auch nie richtig trocken bekomme. Wenn wir ein paar Regentage hintereinander haben, will ich nicht riskieren, dass er unterkühlt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Mantel vollständig reflektierend ist und wir so im Herbst/Winter an Landstraßen etc auch gut sichtbar sind.
Und die letzte Anschaffung: einen leichten Nylonmaulkorb. War völlig ausreichend in der Bahn und werde ich wieder so mitnehmen. So groß genommen, dass er auch noch trinken und Leckerlies nehmen kann.
Alles in allem hatten wir eine schöne Zeit und waren laut App ca. 5km/h unterwegs (relativ leichter Rucksack, ohne große Anstrengung gegangen) - vorher hatte ich mal 4-4,5 gemessen. Wir sind bislang nur sehr leichte Wege gegangen und wenig Höhenmeter. Mal sehen, wie das auf der längeren Streckenwanderung wird. Wie schnell lauft ihr mit Hund?
Kommentare zum Hunde-Gear etc. natürlich gern erwünscht!