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Ultraleicht Trekking

Wenn man alleine übrig bleibt...


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Frage vorwiegend an die älteren Jahrgänge:

Kennt ihr das?

Menschen mit denen ihr lange Zeit draussen unterwegs wart (bei mir ist es Radfahren), sind immer schwerer für eine gemeinsame Tour zu bewegen. SMS werden erst nach Tagen oder gar nicht beantwortet, die Leute haben plötzlich ständig irgendwelche ominösen "Termine" und deshalb keine Zeit (das sind alles Rentner).

Ich bin jetzt 63 und habe ausser ein paar Zipperlein keine ernsthaften Krankheiten. Vielleicht ist genau das mein Problem - bzw. das der Anderen.

Ich überlege ernsthaft ob ich Kontakte (Freundschaften kann ich das gar nicht mehr nennen) beende, weil ich keine Lust mehr habe mir die Ausreden und Lügen anzuhören.

Mir ist auch klar geworden, dass ich unterbewusst die Zahl der Touren, bei denen ich allein unterwegs bin (ich frage da auch keinen mehr), erhöht habe - das fühlt sich an wie die Vorbereitung auf ein Leben ohne Freunde.

Einem Nachbarn, der allerdings wandert, geht es ebenso. Allerdings macht er auch nichts mehr, weil er nicht allein unterwegs sein kann.

Gibt es hier Menschen, denen es ählich geht?

 

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Noe das kenne ich nicht (bin ja jetzt auch nicht mehr gerade ein Youngster), ich sehe das allerdings auch deutlich entspannter, ich bin ja 3-4 Monate draussen / Jahr, bei manchen Sachen ist ein Buddy dabei, bei manchen Sachen frueher die inzwischen Ex-Liebste, manche Sachen in der Gruppe, viel solo.
Wenn Andere Bock haben mitzukommen, prima und wenn Sie keine Lust haben, keine Zeit, was Anderes vorhaben, lieber ein anderes Ziel ansteuern, der Mondstand nicht stimmt :D oder evtl auch einfach zwischen uns die Chemie nicht stimmt fuer laengere Touren, prima, waere doch langweilig, wenn wir alle gleich waeren, ich kaeme aber nicht auf die Idee, das als Ausreden oder gar Luegen zu sehen und Solotouren haben auch ihre Vorteile, die ich schaetze.

Klar gerade bei manchen Sachen wie Widwasser-Packraften ist es ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad auch ein klarer Sicherheitsgewinn, wenn man nicht alleine paddelt, aber da gibt es auch andere Moeglichkeiten z.B. letztes Jahr war ich im September auf dem Rueckweg von Italien noch eine Woche an der Soca und als ich mich dann an einem Abschnitt mit hoeherem Schwierigkeitsgrad "rangetraut" habe, habe ich halt bei der Erstbepaddelung unterwegs mir angeschaut, bei welcher Gruppe jemand dabei war, der ne gute Linie vorgibt und dann gefragt, ob ich mich dran haengen darf, genau wie sich umgekehrt schon Paddler an mich dran gehaengt haben.

Ich kenne das auch von frueher vom GL-Fliegen oder Tourensurfen, dass x Mal Andere mich gefragt haben, ob sie sich dran haengen koennen, habe ich nie nein gesagt.

Nochmal zum Thema "das fühlt sich an wie die Vorbereitung auf ein Leben ohne Freunde" ja ich kann nachvollziehen, was Du meinst, wenn man gewohnt ist, nur mit Anderen unterwegs zu sein, fuehlt sich das erstmal nicht so nett an, eine Tour solo zu planen, aber wenn man gerne unterwegs Austausch haette, muss man ja nicht eine Tour da planen, wo keine Anderen sind (was glaubst Du, warum u.A. so viel begangene Longtrails wie PCT, AT so beliebt sind), man trifft doch bei jeder Sportart unterwegs Gleichgesinnte, einfach ueber Deinen Schatten springen, ansprechen usw

Solo unterwegs zu sein, hat auch Vorteile, man muss sich nicht vorher abstimmen, kann immer ganz spontan entsprechend der eigenen Stroemung / Energie entscheiden, was dann u.U. auch heissen kann, eben spontan die Plaene zu aendern, um mit Anderen Rumzuchillen z.B. wollte ich bei einem Segeltoern dieses Fruehjahr eigentlich nur eine Nacht auf einer der suedlichen Inseln im Heeger Meer / Fluessen zubringen, aber ueber gegenseitige Hilfe beim Schrauben (Segelboote sind ja immer eine Wanderbaustelle) hat sich so eine nette 3er Combo mit 2 anderen Einhand-Seglern ergeben, dass ich noch 2 Tage auf der Insel geblieben bin und den 3 Booten hat die gemeinsame Schrauberei auch gut getan :cool:


Wir Mods und ich als Betreiber haben echt im letzten Jahr eine stressige, fordernde Zeit (haben wir ja auch Einiges zu geschrieben im entsprchenden Forumsbereich) mit dem Zeitkontigent, was wir in unserem Leben fuer das Forum zur Verfuegung stellen koennen (gibt ja auch noch ein Leben neben dem Forum :mrgreen:), dadurch sind Sachen, die ja schon beschlossen sind und laengst haetten passieren sollen, leider vor allem bei mir (als Admin) Liegen geblieben.

Aber dafuer ist nun fix im Zeitabschnitt Ende naechsten Monats - Ende August Arbeitszeit eingeplant, da wird also die Umstellung im Treffenbereich fertig gestellt und der Unterbereich (Reise)partnersuche / Buddies eingerichtet, sollte da bis Mitte August nix passiert sein, duerft Ihr mich gerne damit stressen :mrgreen: wir muessen jetzt noch ein paar Details im Team klaeren...

Das ist ja dann auch ein Bereich, der dann evtl fuer Dich interessant sein koennte...
 

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vor 2 Stunden schrieb DerLandstreicher:

Vielleicht ist genau das mein Problem - bzw. das der Anderen.

Dann sind wir gleich alt.

Aber nein, es ist weder das eigene Problem noch das der anderen. Es ist überhaupt kein Problem. Die Vorstellungen, Erwartungen ans Leben, gesundheitliche Möglichkeiten, persönliches Denken und Handeln, etc. divergieren je älter die Leutz (einschl. Du und ich) werden. Immer mehr Aktagszwänge, das Ergeben gegenüber der "Erwartungen des normalen Lebens", Angst vor dem Altern, Angst vor Unsicherheiten, etc. beherrschen mehr und mehr das Handeln der Leutz ... mit der Konsequenz einer mehr oder weniger Handlungsohnmacht.

Knackpunkt nach meinen Erfahrungen ist der Start des Aufbaus einer Familie (grundsätzlich ja was absolut primäres. Ich wollte das nie), dem ordnet sich dann alles unter, es bleibt keine Zeit mehr für was anderes, Sicherheit geht vor, auch nicht mehr für regelmäßigen Sport, nur noch Hetze und Stress, beruflich und privat. Konsequenz sind gesundheitliche Probleme, fett werden, Fitness für das was vorher nicht mehr gegeben, oft schon in den 40ern, geschweige denn in den 60ern ... nichts geht mehr ...

Ok, das war jetzt ein wenig über trieben und karikiert, genau solche Fälle kenne ich aber, einige leider nicht mehr, leider auch aus Neid weil solche Fälle sich in ihren eigenen "Unzulänglichkeiten" suhlen und neidisch auf jemanden wie mich sind der auch in den 60ern vergleichsweise sehr fit und gesund ist. Für sich selbst sogar die Ausrede bringen "Ja, du hast ja auch keine Familie und hast Zeit", hm, ist das ein Grund nur noch vor der Glotze zu hocken, Chipstüte aufzureißen, über alles zu meckern, ist ja alles nur noch scheiße hier, alles auf die anderen schieben ... und als einzige Aktivität einmal am WE zwei Stunden Fahrrad zu fahren, also, natürlich mit dem E-Bike.

Ganz ehrlich, mit diesen, früher mal Freunde, kann ich auch nix mehr anfangen (und die nix mit mir), dann gehe ich VIEL LIEBER alleine wandern, paddeln, oder was auch immer. Empfinde ich überhaupt nicht negativ.

Naja, mit einer Wanderkumpeline klappt das gemeinsamen unterwegs sein ja prima, das freut mich natürlich genauso wie die Erlebnisse alleine. 😃

Einfach erleben. Ohne Gedöns ...

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@DerLandstreicher

Es könnte ja auch sein, dass du den Menschen, mit denen du früher auf Radtouren warst, jetzt einfach mit den Anfragen auf den Sack gehst. Alles hat seine Zeit...Und nicht jeder hat die Eier, einfach zu sagen :" Ich hab da keinen Bock mehr drauf, frag mich nicht wieder, OK?" 

Wenn bei deinen "Kontakten" eben die Puste nicht mehr so da ist, sie evtl befürchten, nicht mehr mit dir mithalten zu können...und dann lieber "Termine", "keine Zeit" haben...dann ist das eben so. 

Muss man mit leben. 

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Ja, kenne ich. Allerdings wundere ich mich, dass es bei dir schon in so "jungen" Jahren auftritt. Das ist doch das Alter, in dem manche erst mit den Touren anfangen.
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass deine Ansprüche die Vorstellungen deiner Kumpel übersteigt.
Man braucht ja seine Begleitung nicht unbedingt im Freundeskreis zu suchen. Es gibt Foren, Vereine etc.
Damit habe ich nur einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem weiß ich mittlerweile Solotouren zu schätzen. Das kann sowas von entspannend sein.
Vielleicht brauchst du aber auch nur dem steigenden Komfortbedürfnis deiner Freunde hinsichtlich Übernachtung und Streckenlänge Rechnung zu tragen. Und übrigens: Freunde bleiben es auch dann, wenn sie nicht mit mir auf Tour gehen.
Also, bleib entspannt.

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Ich bin zwar noch ein paar Jahre jünger, kenne das aber auch. Die eigenen Interessen verändern sich und damit auch der Kreis der Menschen, die einen umgeben. Denn man umgibt sich unterbewusst doch automatisch immer mit den Menschen, die ähnliche Interessen haben. Der Effekt zeigt sich auch, je besser man in einem Bereich wird. Manche können oder wollen da nicht mithalten, weil ihnen die Sportart nicht so liegt oder sie vielleicht nicht die gleiche Menge Zeit dafür investieren wollen. Als ich vor Jahren wegen der Familie mit dem Klettern aufgehört habe, hat sich mein Freundeskreis verändert (überhaupt, als ich eine Familie gegründet habe). Als ich mich dann immer intensiver mit dem Wandern beschäftigt habe, hat sich mein Freundeskreis wieder verändert und seit ich wieder klettere, hat er sich ebenfalls wieder verändert. Und selbst in diesem Bereich verändert er sich allein durch die Tatsache weiter, dass ich gerne und viel kletter und mich somit zwangsläufig mehr mit den Menschen umgebe, die ebenfalls gerne und viel klettern... Es kommt aber auch darauf an, wie man Freunde definiert. Denn richtige Freunde fürs Leben hat man in der Regel nur sehr wenige...

@DerLandstreicher vielleicht gibt es hier im Forum einige potentielle Wegbegleiter für deine nächsten Touren. Ich vermute ja, dass @khyal sowas wie eine Partnerbörse für Touren meint, die in der Mache ist. Also halte durch! ^_^

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vor 1 Stunde schrieb schwyzi:

@DerLandstreicher

Und nicht jeder hat die Eier, einfach zu sagen :" Ich hab da keinen Bock mehr drauf, frag mich nicht wieder, OK?"

Ich glaube das ist es, was fehlt. Bin früher auch gerne schnell mit dem Rennrad gefahren, aber irgendwie isses das nicht mehr. Das habe ich auch meinen beiden besten Rennradfreunden gesagt. Warum nicht klare kante zeigen?

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Bei mir hat das schon früher angefangen, so gegen Ende der 20er/Anfang der 30er. Wobei ich mich noch zum Mittelalter zähle. Die Antworten wurden kürzer oder brauchten länger und irgendwann ist Funkstille. Eigentlich ein Zeichen, dass auf der anderen Seite das Interesse nachgelassen hat. Es ist auch völlig normal, dass man Verbindungen im Leben verliert und neue aufbaut. Häufig hat es auch was mit dem Kontext zu tun, wie z. B. Arbeit oder gemeinsame Hobbys. Fällt der "Zweck" weg, dann fallen auch viele "Freundschaften" weg.

Ich habe irgendwann angefangen die Nummern zu löschen. 😄 Wobei man das nicht pauschalisieren kann und sich immer den Einzellfall anschauen sollte. Manche Verbindungen sind gut fürs gemeinsame Kaffeetrinken gemacht, die anderen fürs Bier und die nächsten fürs Geschäft und nur sehr wenige davon taugen fürs Wandern. Wenn jemand mit mir gerne Kaffeetrinken geht, aber nur nicht wandern, dann kann ich das verkraften und nehm es nicht persönlich. Kommt in keinem Fall was zurück, dann ....👋 Im Nachhinein ärgere ich mich eigentlich nur, dass ich nicht selbst den Schlussstrich gezogen habe, sondern manches mal dachte, das sei nur ein Phase. Am besten ohne Groll oder Vorwürfen gehen und gut ist. Falls jemand von sich aus wieder Kontakt aufnimmt, kann man dann viel leichter damit umgehen, als wenn man irgendwas "offiziell" beendet hätte. Mein Eltern haben so durchaus nach mehr als 20 Jahren alte verlorengeglaubte Freunde wiedergefunden.

Bearbeitet von bandit_bln
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Das Problem kann man auf mehrere Arten lösen.

Solowandern wurde schon angesprochen. Mag halt nicht jeder.

Manchmal verabrede ich mich zum Mittagessen bzw. Kaffeetrinken im schön gelegenen Ausflugslokal. Ich komme zu Fuß, per Boot, ... , das Gegenüber per Gefährt. Zusammen hat man eine schöne Zeit und geht danach wieder getrennter Wege. Für beide Seiten mMn ein win-win. Man kann natürlich auch Teilstrecken zusammen bestreiten.

Wenn man neue Leute sucht, spricht man sie am besten dort an, wo man selber sein möchte. Den ersten Schritt, das Ansprechen, vermeiden viele aus Angst, sind aber sofort positiv dabei, wenn sie angesprochen werden.

Ich war auf beiden Seiten und habe nur positive Erfahrungen gemacht.

Man findet immer Leute, allen Alters (bei mir zB Rudern)! Hat man mal wieder ein, zwei Gleichgesinnte gefunden, eröffnen sich über diese unzählige weitere Bekanntschaften. Dann muss man eher aufpassen, dass man nicht jede freie Minute, womöglich noch doppelt, verplant. 😅

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Kenne ich genau so auch. Bin Anfang 40 und vor 15 bis 20 Jahren war der Kreis derer die bei aller Art Touren (Wandern, Kanu usw. ) dabei waren noch noch recht groß. Immer 5-8 Personen. Mittlerweile ist das passiert was oben schon angesprochen wurde. Familien wurden gegründet(auch von mir) die Zeit wurde weniger die Interessen haben sich verändert. Und so traurig es auch ist, der ein oder andere im gleichen Alter oder auch jünger, ist körperlich gar nicht mehr in der Lage die Touren zu machen wie sie in der Vergangenheit stattfanden. Schlussendlich bin ich mitterlweile mit einem  noch verbliebenen Tourenpartner oder aber allein unterwegs. 

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Am 30.6.2024 um 10:38 schrieb DerLandstreicher:

Menschen mit denen ihr lange Zeit draussen unterwegs wart (bei mir ist es Radfahren), sind immer schwerer für eine gemeinsame Tour zu bewegen. SMS werden erst nach Tagen oder gar nicht beantwortet, die Leute haben plötzlich ständig irgendwelche ominösen "Termine" und deshalb keine Zeit (das sind alles Rentner).

...

Ich überlege ernsthaft ob ich Kontakte (Freundschaften kann ich das gar nicht mehr nennen) beende, weil ich keine Lust mehr habe mir die Ausreden und Lügen anzuhören.

Die meisten Menschen tun alles, um ein klares "Nein" zu vermeiden. Für die meisten Menschen ist es besser, wenn sie kein klares "Nein" bekommen. Wenn sie ein klares "Nein" bekämen, wären sie beleidigt.

Wenn abseits dieser nicht Touren keine sonstigen gemeinsamen Aktivitäten stattfinden, waren es nie wirklich Freundschaften. Ist so im Leben. 

Am 30.6.2024 um 10:38 schrieb DerLandstreicher:

das fühlt sich an wie die Vorbereitung auf ein Leben ohne Freunde.

Wenn Dir die Alterseremitage nicht zusagt, such Dir neue Leute!

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Kenn ich auch, aber tatsächlich von der anderen Seite.

Ich bin jetzt eher der der zu 90% alleine unterwegs ist. Es war schon immer eher so das ich gerne alleine was unternommen habe, aber wenn mich jemand gefragt hat ob ich mit auf ne Feier komm oder dergleichen war ich schon meistens dabei. 

Bei mir ist es jetzt eher so das ich jede Minute die ich für mich habe genieße, was mitunter daran liegt das sich die Menschen verändern...... Ansichten werden immer extremer, in der Arbeit geht dir jeder auf die Nerven usw.

Da bin ich einfach nur froh wenn ich meine Ruhe habe......... Das ganze ist natürlich Typ bedingt.

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Umgekehrt: wenn Dir an den Leuten liegt, erweitere Dein Verständnis von "Tour" und "unterwegs sein". Mit manchen ist halt lange Pause, zu anderen verliert man sich (was ich dann auch für mich gut und richtig finde). 

Nb: wieso sind die mit 63 alles Rentner? Niemand selbständig gewesen? Mehr soziale Spannweite?

Mit einer anderen Affinitätsbeschäftigung bin ich seit einiger Zeit mit jemand 35 Jahre jüngerem in engerem Austausch - boah, ist das weit auseinander! .... versuch das mal von "Rollen" weg und auf "Augenhöhe" zu kriegen. Ich staune immer wieder und würde mir das für Outdoor-Aktivitäten noch relativ einfacher vorstellen. Die 35 Jahre Unterschied bleiben aber trotzdem.  

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Am 30.6.2024 um 10:38 schrieb DerLandstreicher:

Einem Nachbarn, der allerdings wandert, geht es ebenso. Allerdings macht er auch nichts mehr, weil er nicht allein unterwegs sein kann.

Es gibt doch zahlreiche Gruppen, denen man sich anschließen kann, wenn man nicht alleine Wandern möchte, aber immer noch gerne draussen ist. Der DAV z.B. hat solche Gruppen (→ Beispiel), aber auch sonst gibt es online zahlreiche solcher Angebote. Ich glaube schon, dass man da das richtige für sich finden kann, evt. muss man ein paar mal testen, ob es passt, aber vielleicht findet man dort ja auch ein/zwei Personen, mit denen man dann auch in kleinster Gruppe wandern geht. 

Da ich selbst am liebsten alleine unterwegs bin, habe ich den Wegfall von Wanderfreunden noch nicht erlebt, allerdings kenne ich es in anderen Teilen meines Lebens, dass sich der Fokus verschiebt. Ich denke, das gehört zum Leben dazu. Und ja, manchmal enttäuscht es auch, aber wir alle verändern uns und manchmal muss man Menschen ziehen lassen, wenn man nicht genügend Gemeinsamkeiten mehr hat. Das macht aber auch wieder Platz für neue Menschen.

Bearbeitet von moyashi
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Am 30.6.2024 um 10:38 schrieb DerLandstreicher:

Gibt es hier Menschen, denen es ähnlich geht?

Wir sind gleich alt, aber ich habe die Erfahrung der gemeinsamen Touren nicht. Erst jetzt bin ich ein paar Mal mit anderen Leuten zum Packraften unterwegs gewesen. Erst jetzt findet meine Frau auch mal Zeit, eine Tour mitzumachen. Wir trafen uns früher eher am Ende meiner Touren und machten am Zielort normalen Urlaub. 

Also war ich bis vor kurzem nur alleine unterwegs. Ich bin allerdings der Typ, der schnell eine Gesprächsmöglichkeit findet (und gelegentlich auch überzieht ;-) ), wenn überhaupt andere Menschen zugegen sind. Wenn du es so einrichtest, dass du abends öfter mal in Zivilisationsnähe bist, dann ergibt sich auf einem Campingplatz oder in einer Gaststätte ziemlich regelmäßig eine Gesprächschance. Es kommt eigentlich nur darauf an, wie ungehemmt du auf Fremde zugehen magst, wie sehr dich eine höfliche Abfuhr bedrückt usw... eine etwas dickere Haut braucht es zuweilen schon. Aber ich finde den Kontrast für mich eigentlich ganz gut: unterwegs alleine und am Tagesziel so kommunikativ, wie es jeweils geht. Das lässt sich natürlich auch variieren. Der Abend kann mal einsam im Wald sein - dafür rollt man dann am späteren Vormittag in ein Dorf hinunter und trinkt an einem belebten Platz einen Kaffee. 

P.S. Ich suche meine Freunde nicht danach aus, dass sie meine Hobbies teilen. Das ist zwar öfter mal der Ausgangspunkt einer Freundschaft, bleibt aber eher selten ihr Fundament. 

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Viele wichtige Punkte wurden schon genannt, aber auf einen möchte ich auch noch mal eingehen.

 

Überleg dir mal genau, was deine Vorstellung an eine Tour sind. Und dann überleg dir, inwiefern deine alten Kumpanen diese Vorstellung vielleicht teilen. Ich bin erst Ende 20, Anfang 30, aber ich merke schon ganz deutlich, wie sich bei bestimmten Aktivitäten das Komfortbedürfnis sowohl von mir, als auch von Freunden verändert hat.

 

Und dann kann man ja auch mal offen auf die Leute zugehen und das mit denen besprechen. Vielleicht mal nachfragen, auf was für eine Tour sie denn Lust hätten. Und dann findet ihr vielleicht eine Tour, die euch allen zusagt. Aber sowas lässt sich nicht per SMS (wer nutzt noch SMS, vielleicht braucht es auch einfach ein moderneres Kommunikationsmittel. Ich kriege fast nur noch automatisierte SMS. Private übersehe ich deswegen schnell mal.) klären. Trefft euch doch mal, oder telefoniert.

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Am 5.7.2024 um 12:48 schrieb entwurfung:

 (wer nutzt noch SMS, vielleicht braucht es auch einfach ein moderneres Kommunikationsmittel. Ich kriege fast nur noch automatisierte SMS. Private übersehe ich deswegen schnell mal.)

OT: wer kein Whatsapp hat nutzt heutzutage SMS

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@DerLandstreicher

Der normale Bürger hält mich für extrem (weil ich freiwillig einen Rucksack trage) oder verrückt (weil ich so gefährliche Sachen mache wie im Wald schlafen) ... daher finde ich selten jemand, der mitkommt. Ich denke immer, es ist sooo schön da draußen und tut sooo gut, die meisten wissen gar nicht wie das ist.

Ich fühle mich daher eher unter den normalen Bürgern, die kein Trekking machen, etwas einsam und unverstanden, manchmal unsicher.

Manche bewundern mich für meinen 'Mut' - aus meiner Sicht total übertrieben, in der Natur fühle ich mich einfach gut und wie zu Hause. Ich sag immer, die wissen gar nicht was sie da verpassen.

Es gibt auch immer welche, die mich bewundern und mitkommen wollen - dies aber nie tun...

Ich bin sehr dankbar, daß ich solche Touren machen kann, denn das ist nicht selbstverständlich. 🙂

 

 

 

 

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