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Ultraleicht Trekking

Trekking auf Gran Canaria


DasBaum

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Im Januar habe ich spontan einen günstigen Flug nach Gran Canaria gebucht und bin mit leichtem Gepäck allein für eine Woche losgezogen. Es wurden keine Hotels gebucht, auch wurde keine richtige Strecke geplant. Ziel war es nicht unbedingt Kilometer zu machen, sondern eher entspannen und Sonne tanken. Zur Orientierung und Planung vor Ort hatte ich den Reiseführer vom Rother Verlag. Mit dem Wetter hatte ich megamäßiges Glück. Kein Regen, kein Nebel, immer ca. 20°C. Nachts nicht unter 10 °C.

Packliste

Bilder

Da ich wenig Reiseberichte über Trekking auf Gran Canaria im Netz gefunden habe hier meine Erfahrungen:

 

  •           Zu allererst, Gran Canaria ist für Trekkinganfänger wie gemacht.
  •            Die Wege sind ausreichend markiert. Es gibt nicht wie in Deutschland alle 100m eine Markierung, aber an jedem Trailstart/Ende und Abzweigung, sowie einige Übersichtskaten
  •            Ich habe ein paar Tagesausflügler getroffen welche mit einer kostenlosen App navigiert haben. Sie waren sehr zufrieden.
  •            Mir persönlich hat der Reiseführer gereicht, aber meine Strecke hat sich auch spontan ergeben. Für geplante Touren ist eine Karte (vor Ort erhältlich) wahrscheinlich hilfreicher
  •            Das Wegenetz ist recht dicht, da die Insel nicht allzu groß ist
  •            So gut wie immer ist eine Straße nicht weit entfernt. Wodurch man Touren abbrechen oder abkürzen kann.
  •            Orientierungsprobleme gab es nur immer in Zivilisationsnähe
  •            Zudem ist es schwierig nach dem Weg zu fragen, da Englisch nicht sehr verbreitet ist.
  •         Wassernachschub ist ein ernstes Problem. Ich habe auf der ganzen Tour keinen einzigen Fluss gesehen.
  •            Dabei hatte ich ca. immer 2-3 Liter. Das hat MIR von Ortschaft zu Ortschaft gereicht.
  •            Viele Ortschaften haben auch kein fließendes Wasser in den Häusern.
  •            Wasser kann man gut an Zeltplätzen oder Kirchen auffüllen. Zeltplätze gibt es nur nicht so viele.
  •            Weitere Gefahren sind z.B. Höhenangst, Sonnenstich, Abrutschgefahr bei plötzlichem Regen und private Hunde.
  •            Streunende Hunde sind oftmals vorhanden aber kein Problem. Man sollte nur den Essensbeutel im Lager hochhängen.
  •            Obwohl man auf der ganzen Insel überall perfektes Futter für einen Holzkocher findet, kann ich niemandem empfehlen diesen zu benutzen. Aufgrund der Waldbrandgefahr.
  •            Das Zeug brennt schon vom anstarren…
  •            Entweder man bereitet sich FBC-Menüs für die ganze Tour vor oder man ernährt sich kalt.
  •            Maggi fix und ähnliches sucht man vergeblich. Wurst, Käse, Brot bekommt man.
  •            Natürlich kann man Restaurants unterwegs oft nutzen. Nur eine Frage des Geldes.
  •            Ich hatte für die Hälfte der Tage Abendessen im Freezerbag dabei. Morgens gab es Müsli mit Milchpulver.
  •            Die Distanzen sind wirklich gering, dafür geht es grundsätzlich immer bergauf oder bergab und das ziemlich steil.
  •            Es gibt viele Bergkämme, viel Aussicht. Man kann von fast überall das Meer sehen.
  •            Die Wanderwege sind (auf jeden Fall im Januar) sehr leer und ruhig. Es gibt wenige Camper.
  •            Das Busnetz rund um die Insel ist gut ausgebaut, die Busse fahren fast immer Stündlich von morgens bis abends.
  •            Die Busse ins Landesinnere fahren seltener, teilweise nur zweimal am Tag (morgens und abends)
  •         Der Handyempfang war fast immer gut, Außer an entlegenen Stränden.
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16.1. Samstag

 Es ist Samstag der 16. Januar. Zehn Uhr morgens in Siegen. Ich ernte ziemlich skeptische Blicke während ich mich in kurzer Hose und mit Schirm bewaffnet durch ein leichtes Schneetreiben zum Zug kämpfe.

Meine Anreise besteht aus einer Zugfahrt nach Köln und einem Flug mit einer Billigairline. Ziemlich unspektakulär, dafür günstig. Ryanair kann man eindeutig als ultraleichtes Flugunternehmen ansehen. Es wird alles optimiert und weggelassen was geht. Es gibt nicht einmal mehr Putzpersonal am Ende des Fluges. Die Flugbegleiter können das Flugzeug vor der Landung auch in Urzustand bringen. Die zusätzlichen Arbeiten schlagen sich allerdings in der Freundlichkeit des Personals nieder.

Nach viereinhalb Stunden eingequetscht auf einem Sitz, der nicht einmal mehr zurückgeklappt werden kann, lande ich auf Gran Canaria. Da ich auf dem Hinflug noch ein Gepäckstück wegen Spiritus, Heringen, Trekkingstöcken und etc. dazu gebucht habe geht es erstmal zum Gepäckband. Ich bin der einzige mit Rucksack. Eigentlich sieht man nur Rentner welche hier überwintern möchten. So stell ich mir die Rente vor!

Vom Flughafen geht es direkt mit dem Bus (Linie 66) zum Leuchtturm von Maspalomas. Die Haltestelle ist leicht zu erkennen da es die Endstation ist. Durch die Zeitverschiebung bekommt man zwar eine Stunde geschenkt, aber inzwischen ist es doch schon 20.30 Uhr und demnach dunkel.

Nach einem Snack an der Promenade geht es im Schutz der Dunkelheit in die berühmten Dünen von Maspalomas. Da ich recht müde bin schlaf ich schnell ein.

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17.1. Sonntag

Die Nacht war wolkenlos und ca. 10-15 °C warm. Als die Sonne aufgeht bin ich ein wenig überrascht, dass mein Schlafsack am Fußteil klitschnass ist. Passiert, wenn man das erste Mal am Strand übernachtet und nicht damit rechnet, dass der Wind so feucht ist. Wieder was Neues gelernt. Der heutige Tag ist nicht sehr ereignisreich. Ich trockne meine Daune, schaue mir ein bisschen die Gegend an, besorge mir was zu trinken und zu lesen und liege den Rest des Tages am Meer. Dank Schirm bleibt sogar der Sonnenbrand aus. Geschlafen wird wieder in den Dünen, aber diesmal windgeschützter in einer Mulde.

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18.1. Montag

Da es früh ins Bett ging, stehe ich auch früh auf. Inzwischen kann ich schon keine Touristen mehr sehen und bin froh als ich aus Maspalomas rauskomme. Die örtliche Touriinfo ist ein bisschen überfordert mir schöne Wanderwege zu zeigen, also geht es einfach mit dem Bus (Linie 18) nach Norden ins Landesinnere. Leider fährt dieser nur zweimal am Tag und den Bus am Morgen habe ich gekonnt verpasst. Lösung des Problems ist eine nette holländische Familie welche mich auf der Schnellstraße GC60 einsammelt und mir ca. Zwölf superlangweilige Kilometer Straße bergauf erspart.

In Fataga steige ich aus und frage mich durch, um einen Trail weiter ins Landesinnere zu finden. Ein netter deutscher Rentner (wer auch sonst) gibt mir einen guten Tipp. Ich folge einem schmalen Pfad welcher zwar immer mal wieder die Schnellstraße kreuzt aber schön zu gehen ist.

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Es geht noch ein paar Höhenmeter rauf bis ich gegen 14.00 Uhr in San Bartolomé ankomme. Ein kleines hübsches Dörfchen mit ein paar Restaurants, einem Kiosk und einem Laden der aber zu hatte. Siesta? Am kleinen Friedhof an der Kirche fülle ich mein Wasser auf.

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Ab San Bartolomé beginnt das Wanderparadies. Tafeln mit Übersichtskarten, Wegweiser am Trailstart/ende und jeder Abzweigung/Kreuzung.

Nach einer kleinen Siesta geht es auf dem Camino de Santiago nach Nordwesten zum Cruz Grande. Der Abschnitt ist einer der breiten und gepflasterten Camino Reals.

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Am Cruz Grande verlasse ich den Weg und laufe noch ein Stück auf der Suche nach einem netten Schlafplatz. Als die Sonne unter geht liege ich in einem Waldstück mit hervorragender Aussicht. Ich werde noch von einem streunenden Hund besucht bevor es ins Bett geht.

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19.1. Dienstag

Als erstes geht es heute zum Cruz Grande zurück. Von hier hat man zwei Möglichkeiten. Ein kurzes Stück nach Norden oder einen längeren Bogen nach Nordwesten. Ich entscheide mich für die längere Route. Leider erkenne ich erst später das, dass kurze Stück nach Norden die ganze Zeit auf einem Bergkamm entlangläuft. Im Gegensatz zu dem von mir gewählten Weg (S82), welcher erstmal nur auf einem schwer erkennbaren Pfad durch zugewachsene Täler führt.

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An der Abzweigung auf den S70 Richtung Roque Nublo biege ich ab und wandere zum Wahrzeichen und Touristenmagnet Gran Canarias.

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Der Weg zum Roque Nublo ist grandios und oben auf 1800 Hm hat man natürlich eine klasse Aussicht. Auf der Strecke mache ich recht viele Pausen und genieße die Sonne.

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Auf der anderen Seite geht es anschließend wieder runter, um direkt weiter auf dem S51 wieder bergauf zu laufen. Kurz vor dem degollada de los Hornos baue ich auf einem Bergkamm zum ersten Mal mein Tarp auf, aus Angst vor Wind. Natürlich zu unrecht. Selbst auf ca. 1700 Hm weht weder Wind, noch wird es sehr kalt. Die Temperaturen fallen nicht unter 10 °C.

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20.1. Mittwoch

Das nächste Ziel ist der gegenüberliegende Pico de las Nieves. Dieser ist zwar der höchste Punkt Gran Canarias, da ich aber auf dem Bergkamm laufe, welcher den Roque Nublo und Pico verbindet gibt es nicht allzu viele Höhenmeter zu überwinden. Der Weg über den Bergkamm gehört zu schönsten, die ich gefunden habe. So etwas wie eine Baumgrenze gibt es auf Gran Canaria nicht. Daher geht man einen Großteil über den Wolken durch schattenspendenden Pinien(?)wald mit hübscher Aussicht.

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Auf dem Pico gibt es Frühstück und unglaubliche Ruhe, da sich so früh noch keine Touristen hierher verirrt haben. Allgemein trifft man wenig Leute auf den Trails. Hin und wieder ein paar Tagesausflügler oder einheimische Trailrunner, aber meistens hat man seine Ruhe. Je näher man Parkplätzen oder Ortschaften kommt, desto mehr Leute trifft man natürlich.

Vom Pico de las Nieves geht es erstmal denselben Weg zurück, wobei ich mich aber bei der ersten Abzweigung nördlich halte in Richtung des Cruz de Tejeda.

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Laut Reiseführer ist Cruz de Tejeda der geographische Mittelpunkt Gran Canarias und Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen. In echt ist es eine Kreuzung mit einer Touristeninfo und einem Restaurant. Kaum ist man da, ist man auch schon wieder raus. Ich entscheide mich nach Teror zu laufen. Auf einem schönen Weg geht es erst durch Wälder bis man an vollbewachsene Vulkankrater kommt und hier auch die ein oder andere Siedlung passiert. Leider geht es insgesamt 1000Hm bergab. Dafür kommt teilweise Dschungelfeeling auf und ich wünsche mir eine ultraleichte Machete.

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Da ich ab der Hälfte des Weges von Cruz de Tejeda nach Teror keine Zeltmöglichkeit mehr gesehen hatte, laufe ich durch bis Teror. Teror selber ist ganz hübsch. Es gibt Supermärkte und eigentlich alles was man braucht. Nur wollte ich mich in keinem Hostel einmieten, weshalb ich den letzten Bus nach Artenara nahm, in der Hoffnung dort schnell irgendein Plätzchen zu finden. Die Busfahrt durch die Nacht war ein echtes Highlight, da man bis zum hellerleuchteten Teneriffa sehen konnte.

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21.1. Donnerstag

Übernachtet hatte ich in einem kleinen Park mitten in Artenara. Ich wurde früh von bellenden Hunden geweckt und machte mich daher direkt auf die Socken. Von Artenara ging es auf dem S90 in Richtung Agaete. Wieder einmal war es ein wunderbarer Weg mit viel Aussicht und viel Wald. Nach ein paar Kilometern ging ich einen Abzweig um auf den Altavista zu gelangen. Im Reiseführer wurde diese Tour angepriesen.

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Zu Recht! Ich würde sagen, das war der beste Wegabschnitt. Oben angelangt ging es nach kurzer Pause auf gleichem Weg zurück auf den S90 und weiter nach Agaete. Von hier war der Weg ähnlich dem nach Teror. Man läuft von 1200 auf 200 Hm, durch Dörfer, grüne Täler und Barrancos.

Auf dem ganzen Weg gab es keine einzige Wasserquelle. Erst in San Pedro konnte ich meinen Wasservorrat bei äußerst netten Einheimischen auffüllen. Leider verlor ich hinter San Pedro den Trail. Ich lief einfach die Straße weiter nach Agaete und musste kurz vor Agaete auf einer stillgesetzten Baustelle campieren, da es dunkel wurde.

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22.1. Freitag

Am nächsten Morgen war es dann nur noch ein Katzensprung bis Agaete. Wo auch gleich ordentlich gefrühstückt wurde. Das letzte Ziel war der Playa de Guayedra.

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Ein Einsamer Strand, welcher nur zu Fuß erreicht werden kann. Die Strecke zu laufen dauerte nur ca. zwei Stunden, allerdings war es schwer den Einstieg zu finden. Ein netter Florist half mir mit einer aufgemalten Wegbeschreibung, da wir uns nur schwer verständigen konnten.

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Den Rest des Tages wurde am Strand gechillt. Abends traf ich dann tatsächlich noch die einzigen anderen Backpacker. Es wurde noch ein Feuer gemacht, gequatscht und gelacht.

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23.1. Samstag

Heute wollte ich früh los um mir noch Las Palmas vor dem Rückflug anzuschauen. Also ging es den Weg von gestern zurück nach Agaete und von da mit dem Bus (Linie 103) nach Las Palmas. Die „Großstadt“ ist ganz nett, vor allem der Strand direkt nebenan. Aber man erkennt nicht viel Unterschied zu Palma de Mallorca. Meiner Meinung nach nichts Besonderes. Nach kurzer Shoppingtour ging es weiter mit dem Bus (Linie 60) zum Flughafen und nach Hause.

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Danke für den Bericht und die Bilder! Klingt spannend, so eine Reise ohne festes Ziel und Vorausplanung. Für mich wäre das ja nix, vor Ort rumsitzen und im Reiseführer lesen müssen oder "Gefahr laufen" stundenlang an einer langweiligen Straße zu laufen nur um festzustellen dass am Ende von der auch nix spannendes kommt. Muss aber glaube ich auch mal auf die Kanaren im Winter. Scheint ja echt Traumwetter zu geben...

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Wunderschöne Eindrücke von dieser Insel, danke! (mindestens einen Trekking-Reisebericht gibt's aber schon... s.u. Juli 2014)

Die Wasserversorgung ist spontan natürlich schwierig. Eine sehr gute Möglichkeit sind die in den höheren Regionen verstreuten Grill-, Caravan- und Zeltstellplätze mit meistens Wasserhahn oder Brunnen. Muss man aber genau wissen wo, um eine Route planen zu können.

Gruß!

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  • 2 Monate später...

Auch von mir vielen Dank für diesen tollen Bericht und für die klasse Fotos!

Also dafür, dass das eine spontane und individuelle Tour gewesen ist, hast du wahrlich sehr viel besichtigt.

Gran Canaria steht ebenfalls auf meiner To-Do-Liste, wobei ich vor allem die Naturvielfalt und die Orte besonders beeindruckend finde.

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Danke für den ausführlich Bericht. Ich liebe Gran Canaria und bin schon 11x auf der Insel gewesen. In den letzten Jahren habe ich auch Lust am Wandern gefunden und einige Tagestouren unternommen. Hier zum Beispiel mein Bericht über die Wanderung zur Playa Güigüi, dem einsamsten Strand auf Gran Canaria.

Eine mehrtägige Trekkingtour wäre mein Traum, allerdings fehlt mir bisher noch der Mut. Vielleicht sollte ich das nach der Lektüre deines Berichts aber endlich mal in Angriff nehmen. Es muss traumhaft sein, morgens in den Bergen von Gran Canaria aufzuwachen und die Sonne über der Insel aufgehen zu sehen. Zumal dort nicht so viele Wanderer unterwegs sind, wie zum Beispiel auf Teneriffa.

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    • Von Backpackerin
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    • Von einar46
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      Idee
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      Das ist die klassische norwegische Langstreckenwanderung, die sowohl im Sommer als auch im Winter begangen wird. Die Idee ist es, vom südlichsten Punkt Norwegens, dem Leuchtturm am Kap Lindesnes, bis hinauf zum nördlichsten Punkt Norwegens, dem Nordkap, oder auch umgekehrt, zu laufen. Es gibt keine fest definierten Regeln und auch keine Stempel (Jakobswege), die man sich abholen kann. Es gibt keine feste und markierte Route und es gibt keinen Wanderführer. Wer sich an diese Langstreckenwanderung wagt, muss sich alle Informationen selbst besorgen. Informationen auf Deutsch sind nur sehr schwer zu finden. Im Internet, bei den Veteranen der NPL-Wandertour, kann man sich evtl. Informationen beschaffen, welchen Weg sie gegangen sind. Tracks habe ich keine gefunden. So muss sich jeder seine eigene NPL-Wandertour zusammenstellen.

      Eine inoffizielle norwegische Internetseite zum Thema NPL wird vom Norweger Odd Vinje gepflegt und findet sich unter www.norgepaalangs.info. Auf der Liste stehen derzeit (Stand Juli 2019) etwa 425 Wanderer, die bisher NPL geplant bzw. absolviert haben und von denen man weiß. Einige Deutsche sind auch dabei, aber um die zu zählen reichen zwei Hände aus.

      Bei der Planung meiner Wandertouren für das Jahr 2019 bin ich auf eine weitere frei geplante Langstreckenwanderung gestoßen.

      Im Herbst 2018 habe ich mit den Planungen für eine Langstreckenwanderung im Sommer 2019 in Schweden begonnen. Schweden? Da fällt jedem Wanderfreund sicherlich sofort das Stichwort Kungsleden ein. Meine Idee war es zuerst den südlichen Kungsleden (von Sälen nach Storlien) zu laufen und anschließend den nördlichen Kungsleden (von Hemavan nach Abisko).

      Was ist mit dem Zwischenstück, dem Abschnitt von Storlien nach Hemavan? Das wollte ich auch unbedingt zu Fuß bewältigen.

      Dafür existiert aber im Moment kein markierter Wanderweg. Meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass einige Wanderer für dieses Zwischenstück auf den Europäischen Fernwanderweg E1 ausweichen. Der verläuft zwischen Storlien und Hemavan hauptsächlich auf der norwegischen Seite, weitestgehend in der Nähe der Grenze zu Schweden. Mich hat das nicht so begeistert und ich habe mich gefragt, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit gibt, dieses Zwischenstück auf der schwedischen Seite zu wandern.

      Nach einer intensiven Recherche im Internet bin ich auf eine sehr interessante frei geplante Langstreckenwanderung in Schweden gestoßen. Das Gröna Bandet (Das grüne Band, ca. 1300-1400 km, je nach Streckenverlauf). Ähnlich, wie die NPL-Wandertour in Norwegen, gibt es auch hier nur die beiden Endpunkte Grövelsjön, der auf dem südlichen Kungsleden liegt, und Treriksröset, der auf dem Nordkalottleden liegt. Die Langstreckenwanderung kann in beide Richtungen begangen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter. Einzige Randbedingung für die Bewältigung dieser Langstreckenwanderung sind die beiden Endpunkte und der Wunsch, dass man sich möglichst auf der schwedischen Seite der Grenze zu Norwegen aufhält.

      Auf der Internetseite www.vitagronabandet.se gibt es eine Liste der Wanderer, die die Langstreckenwanderung schon gegangen sind bzw. die das in den nächsten Jahren geplant haben. Auch hier gibt es wieder einige deutsche Wanderer, die diese Langstreckenwanderung schon bewältigt haben.

      Für mich sind frei geplante Langstreckenwanderungen die Königsdisziplin im Langstreckenwandern. Neben der Länge einer solchen Wanderung kommt erschwerend hinzu, dass sich jeder seinen Weg selbst suchen muss.

      Ich bin der Meinung, dass jeder Langstreckenwanderer, der etwas auf sich hält, einmal solch eine frei geplante Langstreckenwanderung unter seine Füße nehmen sollte.

      Bei meinen intensiven Recherchen im Internet bin auch auf die Internetseite des australischen Wanderers Cam „Swami“ Honan (www.thehikinglife.com) aufmerksam geworden. Er ist einer der meistgewanderten Menschen der Welt und hat bisher ca. 100000 km zu Fuß zurückgelegt. Im Jahr 2011 und 2012 hat er ein Wanderprojekt in Nordamerika realisiert, das bei ihm unter dem Namen „12 Long Walks“ geführt wird. Innerhalb von 18 Monaten hat er 12 Langstreckenwanderungen (23012 km, 545 Tage, Tagesdurchschnitt 42,3 km) absolviert. Darunter auch die drei berühmten amerikanischen Trails AT (73 Tage), CDT (74 Tage) und PCT (85 Tage) innerhalb von 12 Monaten.

      Für mich ist dass eine unfassbare Leistung.

      Als ich das gelesen habe, schoss ein Gedanke durch meinen Kopf…

      Was wäre, wenn man auch in Deutschland eine Sammlung mehrerer  Langstreckenwanderungen hätte, die zusätzlich auch noch frei geplante Langstreckenwanderungen nach dem Motto von NPL (Norge pa langs) in Norwegen und GB (Gröna Bandet) in Schweden wären?

      Was in Norwegen und Schweden funktioniert, warum soll das nicht auch in Deutschland gehen?

      Wer sich zB auf der Internetseite www.waymarkedtrails.org die Wanderwege von Deutschland anzeigen lässt, wird feststellen, dass das wie ein „Spinnennetz“ aussieht. So zahlreich sind die Wanderwege.

      Wo ist da noch Platz für weitere Wanderwege?

      Der Gedanke ließ mich trotzdem nicht mehr los. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht.

      Wegen zwei familiären Terminen (Mitte Mai und Mitte Juli), die ich nicht verschieben konnte, musste ich mein Kungsleden-Projekt (Start Anfang Juni 2019) erstmal auf Eis legen. Der Zeitraum für die Realisierung erschien mir zu kurz.

      Dann habe ich über ein Ersatzprojekt nachgedacht, das ich in ca. 45 Tagen (ab Mitte Mai oder ab Mitte September 2019) erledigen könnte. Da ist mir wieder meine Wanderung an der Ostsee eingefallen, wo ich schon einmal ca. 200 km mit meiner Frau unterwegs war.

      Immer an der Ostseeküste entlang, von Bansin bis Flensburg. Dann entlang der dänischen Grenze rüber zur Nordseeküste und an der Nordseeküste entlang bis nach Emden.

      Meine erste frei geplante Langstreckenwanderung in Deutschland nahm langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sofort hatte ich noch weitere Ideen für frei geplante Langstreckenwanderungen innerhalb von Deutschland.

      Namensgebung
      Insgesamt hatten sich vorerst 5 frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Kopf „angesammelt“. Es musste etwas Ordnung her in meinem Kopf.

      Als Mathematiker und freiberuflicher Softwareentwickler (ABAP in SAP) habe ich in den letzten 20 Jahren deutschlandweit in vielen großen Software-Projekten gearbeitet. In diesen Projekten ist eine gewisse Ordnung und Organisation für den Erfolg unabdingbar.

      Für mein Wander-Projekt wollte ich das auch so halten. Also habe ich mir erstmal einen Namen für mein Wander-Projekt gesucht. Als Softwareentwickler habe ich in Englisch programmiert. Trotzdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen Anglizismen in der deutschen Sprache. Aber viele englische Begriffe, wie zB Trekking, Trail und Tracks, haben sich in der deutschsprachigen Wanderwelt etabliert und sind dort nicht mehr wegzudenken.

      Außerdem wollte ich keine Zahl in meinem Projektnamen haben, wie Cam „Swami“ Honan in seinem Wander-Projekt „12 Long Walks“. Dadurch wollte ich mir die Möglichkeit für spätere Erweiterungen offen halten.

      Zusätzlich sollte der Bezug zu Deutschland auch im Namen des Wander-Projekts sofort sichtbar sein.

      So habe ich mich mit etwas „Bauchgrummeln“ für den Namen

           German Long Walks

      entschieden. Abgekürzt also:

           GLW

      Trails

      In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt die 5 Trails aufzählen und kurz erläutern, die aktuell in meinem GLW-Wander-Projekt zu finden sind. Für alle Trails habe ich Start- und Endpunkte definiert, die mit der Bahn gut zu erreichen sind. Eine Ausnahme bei der Erreichbarkeit gibt es dennoch, aber später mehr dazu.

      Das Bild im Anhang zeigt farblich hervorgehoben die Lage der 5 Trails. Bei der Beschreibung der Trails verweise ich gelegentlich auf diese Farben.

      GBT - German Border Trail - Deutscher Grenzweg 
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 2600 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              blau

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der Landesgrenzen zu unseren Nachbarländern zu bewegen. Ausgenommen von diesem Trail sind die Küsten der Nord- und Ostsee, sowie die Grenze zu Dänemark. Diese Bereiche gehören zu einem anderen Trail.

      Immer an der Landesgrenze entlang? Das hört sich erstmal überhaupt nicht spektakulär an. Wer sich aber einmal die Landkarte von Deutschland, zusammen mit Teilen der Nachbarländer, anschaut, wird überrascht sein.

      Wenn man zB vom östlichen Punkt (Campingplatz Nandalee) zum westlichen Punkt (Bahnhof Emden) wandert, trifft man auf atemberaubende Landschaften, die ich einfach mal so hintereinander aufzählen will:

      -Flusslandschaft an Oder und Neiße
      -Elbsandsteingebirge
      -Erzgebirge
      -Fichtelgebirge
      -Oberpfälzer Wald
      -Bayerischer Wald
      -Alpenvorland
      -Alpen
      -Bodensee
      -Rheinebene in BW
      -Schwarzwald
      -Pfälzer Wald
      -Hunsrück
      -Eifel
      -Rheinebene in NRW
      -Münsterland
      -Emsland

      Muss ich noch mehr aufführen? Da ist fast alles vertreten, was in der Kategorie der deutschen Mittelgebirgslandschaften Rang und Namen hat.

      GCC - German Coast To Coast Trail - Deutscher Küstenweg
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 1200 km (mit!!! der Insel Rügen)
      Länge Feinplanung:    1183 km (ohne!!! die Insel Rügen)

      Farbe im Bild:              rot

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der deutschen Küsten (Ost- und Nordsee) zu bewegen. Um zB von der Ostsee an die Nordsee zu kommen, versuche ich eine Route in der Nähe der dänischen Grenze zu finden.

      GCT - German Cross Traverse - Quer durch Deutschland
      Östlicher Punkt:           Bahnhof in Frankfurt/Oder
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Bad Bentheim

      Länge Grobplanung:    ca. 750 km
      Länge Feinplanung:     noch offen

      Farbe im Bild:              gelb

      Der östliche Punkt ist der Bahnhof in Frankfurt/Oder.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Bad Bentheim.

      Bei diesem Trail habe ich mich etwas vom Europäischen Fernwanderweg E11 inspirieren lassen. Der E11 betritt in Frankfurt/Oder deutschen Boden und verlässt bei Bad Bentheim deutschen Boden. Beide Orte sind gut mit der Bahn zu erreichen.

      Das Bild zeigt im Raum Berlin 2 Varianten dieses Trails. Die erste Variante (Nordvariante) verläuft mitten durch Berlin. Die zweite Variante (Südvariante) umgeht den Großraum Berlin. Mein Favorit für die Feinplanung im Großraum Berlin ist aktuell die Südvariante. Zusätzlich werde ich bei meiner Route noch meinen Heimatort Schochwitz (Salzatal), den Lutherweg bei Eisleben und den Harz einplanen.

      GGB - German Green Band - Deutsches Grünes Band
      Nördlicher Punkt:        Campingplatz Priwall bei Lübeck
      Südlicher Punkt:          Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern)

      Länge Grobplanung:   ca. 900 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              grün

      Der nördliche Punkt ist der Campingplatz Priwall (Naturfreundehaus Priwall) am Pötenitzer Wiek. Zu erreichen ist der Campingplatz entweder vom Bahnhof Travemünde (ca. 2,8 km Fußweg) oder vom Bahnhof Lübeck (ca. 21,7 km Fußweg).

      Der südliche Punkt ist das Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern oder ehemals DDR, BRD, CSSR). Dieser Punkt ist nicht so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Im 3 km entfernten Ort Nentschau befindet sich eine Bushaltestelle. Die nächste größere Stadt ist Hof. Bis dahin sind es ca. 17 km Fußweg.

      Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der DDR ist der Namensgeber für diesen Trail. Umgangssprachlich (Volksmund) wurde diese Grenze auch die „grüne Grenze“ genannt.

      Außerdem wollte ich, so wie in Schweden, auch ein Grünes Band in meinem Wander-Projekt haben.

      In über 40 Jahren (1949 - 1989) hat kaum ein Mensch diesen streng bewachten Grenzbereich betreten. Dadurch ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Der Rennsteig im Thüringer Wald kreuzt mehrmals die ehemalige Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bei meiner letzten Wanderung über den Rennsteig habe ich genau bei einer dieser Kreuzungen während einer Rastpause zwei Radfahrer getroffen. Sie berichteten mir, dass in Thüringen noch große Teile des ehemaligen Grenzweges (Kolonnenweg) intakt sind und dass man dort sehr gut mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Im Bereich des Brockens (Harz) gibt es diesen Grenzweg ebenfalls noch. Da bin ich schon zu Fuß unterwegs gewesen.

      GLT - German Length Traverse - Deutschland der Länge nach

      Nördlicher Punkt:        Bahnhof in Flensburg
      Südlicher Punkt:         Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

      Länge Grobplanung:   ca. 850 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              violett

      Der nördliche Punkt ist der Bahnhof in Flensburg.

      Der südliche Punkt ist der Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

      Wenn es eine Quer-Traverse in Deutschland gibt, dann soll es auch eine Längs-Traverse geben.

      Außerdem wollte ich, so wie in Norwegen, auch eine Längs-Traverse für Deutschland in meinem Wander-Projekt haben.

      Grob- und Feinplanung

      In der Phase der Grobplanung habe ich mit Hilfe des Luftlinien-Routings (siehe Trails im Bild) den ungefähren Verlauf der einzelnen Trails festgelegt. Dadurch wollte ich auch ein Gefühl für die zu erwartende Länge der Trails erhalten.

      In der Phase der Feinplanung suche ich nach Routen (Wege, Straßen usw) entlang der festgelegten Luftlinien-Routen. Ich rechne damit, dass sich die Länge der Trails gegenüber der Grobplanung um ca. 1/5 vergrößert. Das bedeutet, dass zB der GBT-Trail, wenn er "ausgelaufen" wird, d.h. "immer an der Grenze entlang", über 3000 km lang sein wird.

      Den GCC-Trail habe ich als ersten Trail aus meinem Wander-Projekt schon feingeplant. Dabei habe ich die Insel Rügen ausgelassen. Die Gesamtlänge des Trails beträgt ohne die Insel Rügen genau 1183 km.

      Im allgemeinen führe ich die Feinplanung von Wandertouren so durch, dass ich mir Tracks aus dem Internet besorge. Diese Tracks prüfe ich dann in meiner Routenplanungssoftware BaseCamp auf ihre Qualität. Wichtig sind für mich dabei die Anzahl der Trackpunkte. Besitzt ein Track zu wenig Trackpunkte, verläuft ein Track manchmal mitten durch die Landschaft und es ist nicht genau zu erkennen, wo der Wanderer entlang gelaufen ist. Trotzdem lasse ich mir den Track aus dem Internet in der Routenplanungssoftware anzeigen und plane dann meinen eigenen Track mit Hilfe des Internet-Tracks.

      Bei meinem Wander-Projekt mache ich das anders. Ich lasse mir keine Tracks aus dem Internet anzeigen. Lediglich die Luftlinien-Routen verwende ich zur groben Orientierung.

      Ich war ja schon einmal an der Ostseeküste unterwegs (ca. 200 km vom Campingplatz Nandalee bis zum Campingplatz Zingst). Von daher weiß ich, dass es da einen Europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Küste gibt. Zusätzlich die Radwege Euroroute R1 und EuroVelo 10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich öfters auf diesen Wegen bewegen werde. Bei der Planung musste ich mich zwingen diese Tracks aus dem Internet nicht zu verwenden.

      Ich bin gespannt welche Wege ich mir für den GCC-Trail ausgesucht habe und wie hoch der Anteil an Radwegen und Straßen ist.

      Wer in Deutschland wandert, weiß, dass die nächste Ortschaft nicht weit entfernt ist. In Deutschland ist man also fast immer „zivilisationsnah“ unterwegs. Man kann das mögen oder auch nicht. Das ist Ansichtssache.

      Ich freue mich jedenfalls auf die Realisierung meines Wander-Projekts.

      Werde ich Tracks meiner realisierten Trails in meinem Blog veröffentlichen?

      Da bin ich zwiegespalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für die Planung meiner eigenen Wandertouren Tracks im Internet gefunden habe. Wenn die Tracks aus dem Internet dann noch qualitätsmäßig gut waren, hat mich das besonders gefreut.

      Für die NPL-Wandertour in Norwegen habe ich, trotz intensiver Recherche im Internet, keine Tracks gefunden.

      Für die GB-Wandertour in Schweden war das schon anders. Einige Wanderer haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit ihren Tracks veröffentlicht, so dass man erahnen konnte, wo sie entlang gelaufen sind. Andere haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit Luftlinien-Routen auf ihren Webseiten angezeigt.

      Aber nirgendwo waren saubere Tracks (GPX-Dateien) für eine der Wandertouren (NPL oder GB) zu finden.

      Vorerst werde ich die Tracks meiner realisierten Trails ebenfalls nicht veröffentlichen. Das letzte Wort über dieses Thema ist aber noch nicht gesprochen.

      Darüber muss ich noch abschließend nachdenken…

      Randbedingungen

      Randbedingungen für die Planung der Trails gibt es fast nicht.

      Einzig die Endpunkte der einzelnen Trails habe ich vorgegeben. Entscheidend für die Vorgabe der Endpunkte war für mich die Erreichbarkeit mit der Bahn, wobei es auch hier leider eine Ausnahme gibt. Das ist das Drei-Länder-Eck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern, ein Endpunkt des GGB-Trails.

      Den GBT-Trail habe ich noch nicht feingeplant. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer „irgendwie“ in der Nähe der deutschen Grenze bewege. Dabei ist es mir egal, ob ich zB im Erzgebirge auf der deutschen oder tschechischen Seite unterwegs bin. Maßgebend ist für mich die Grenznähe.

      Ähnlich verhält es sich zB in der Rhein-Ebene in Baden-Württemberg. Dort könnte ich auf der deutschen Seite durch den Schwarzwald gehen oder auf der französischen Seite durch die Vogesen. 
      Ganz verrückt könnte es im Bereich der Alpen werden. Dort kann ich mich nahe an der Grenze zu Österreich bewegen, wenn das die Wege hergeben. Damit sind sicherlich einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich könnte es aber auch etwas "softer" angehen lassen und durch das Alpenvorland wandern. Da ich ganz klar keine "Bergziege" bin, bevorzuge ich erstmal das Alpenvorland.
      Ein km-Limit für die Grenznähe soll es aber nicht geben.

      Teilnehmerliste

      Über diesen Punkt habe ich sehr lange nachgedacht.

      Warum eine Teilnehmerliste?

      In meinem Blog werde ich über die Realisierung meines Wander-Projekts berichten. Dadurch ist das Wander-Projekt in gewisser Weise öffentlich zugänglich. Dann habe ich mir gedacht, dass evtl. auch andere Wanderer den einen oder anderen Trail planen und realisieren wollen.

      Wenn Interesse besteht, wäre aus statistischen Gründen eine Teilnehmerliste, analog dem NPL in Norwegen und dem GB in Schweden, sinnvoll. So kann jeder sehen, wer die Trails gegangen ist bzw. wer das in der Zukunft plant.

      Verwalten werde ich die Teilnehmerliste vorerst in meinem Blog unter dem neuen Menüpunkt Projekte.

      Wer sich für das Wander-Projekt interessiert und sich für eine Realisierung eintragen lassen will, kann sich einfach per Mail (info@reinhard-kanther.de) bei mir melden und die wichtigsten Daten für einen Anfangseintrag (Jahr, vollständiger Name, Land, Trail-Kürzel, Saison, zu Fuß oder mit dem Rad, evtl. Startdatum) angeben. Alle anderen Angaben können später nachgeholt werden. Nach Beendigung des aktuellen Trails würde ich mich über eine Erfolgsmeldung freuen und das auch so in der Teilnehmerliste festhalten.

      Als Startdatum für eine Aufnahme in die Teilnehmerliste würde ich das Datum Anfang Januar 2019 nehmen. Damit möchte ich verhindern, dass Trails aus der Vergangenheit in der Teilnehmerliste auftauchen.
      Zukunft
      Was stelle ich mir für die Zukunft meines Wander-Projekts vor?

      Das werde ich in loser Folge einfach mal aufführen, ohne das die Reihenfolge eine Wertung darstellen soll.
      Ich werde ab Mitte Mai den GCC-Trail wandern und hoffentlich als ThruHike beenden. In einem Forum werde ich mein Wander-Projekt ebenfalls vorstellen. Das Forum und den Zeitpunkt habe ich mit diesem Beitrag festgelegt. Für meinen Blog, damit auch für die Projekte, will ich noch mehrere Fremdsprachen (Englisch, evtl. noch Spanisch und Französisch) anbieten. Anregungen und Kritik nehme ich gerne entgegen und werde ich auch beantworten, wenn ich nicht gerade selbst unterwegs bin. In den nächsten Monaten werde ich die Resonanz für mein Wander-Projekt prüfen. Sollte die Resonanz vielversprechend sein, prüfe ich die Erstellung einer eigenen Webseite für das Wanderprojekt (analog NPL in Norwegen und GB in Schweden). Vielleicht findet sich dann noch der eine oder andere Mitstreiter für die Datenpflege. Realisierung
      Den 1.Teil meines Wander-Projekts habe ich im Mai/Juni 2019 realisert. Vom 22.5. bis 28.06.2019 bin ich den GCC-Trail in 38 Tagen (2 Ruhetage) in einem ThruHike gelaufen. Die geplante Länge war 1183 km. Welche Strecke ich tatsächlich gelaufen bin, muss ich noch abschließend feststellen. In meinem Bericht zu dieser Wandertour, an dem ich gerade arbeite, werde ich die genaue Länge der zurückgelegten Strecke nachreichen.
       



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