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Ultraleicht Trekking

Karo Step Down Comforter 400g


Raeuberin

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Soderla, endlich mal wieder ein MYOG Projekt.

Das bisher teuerste aber auch wichtigste Teil meiner Ausrüstung.... die Lümmeltüte :D

Ich habe ziemlich lange recherchiert, ich weiß nicht wieviel MYOG Projekte und Herstellerseiten gewälzt, mit einer Ikea Decke experimentiert und jetzt geht es endlich los (die Extex Bestellung kam heute um 11 Uhr)

Hier nochmal einen Dank an meine Eltern, die mir zu Weihnachten einen großzügigen Gutschein für die Zutaten spendiert haben! Im Paket befinden sich folgende feine sachen: 500g 860cuin Daune, 3m PTX Quantum, 3m Nylon Taffeta, 1m Moskitonetz mit 155Maschen/cm2, 12m elastische Kordel, 5 Cyberian Cordlocs mini, 8 dünne Waferclips 20mm und 2 Packen 70er Microtexnadeln. (und 3m Fallschirmseide für eine Hängematte, aber das ist ein anderes Thema)

Genäht wird an meiner Singer 316G mit Elektromotor, und zwar mit Güterman Allesnäher, den ich morgen noch besorgen muss.

Mein Comforter Design ist eine Mischung aus allem möglichen, was mir sinnvoll und an meine Vorlieben angepasst schien.... Hier die Eckdaten:

140cm Breit

190cm lang (ich bin nichtmal 160cm groß/klein)

offener Karostep mit 25cm Quadraten von denen jeweils 15cm einen Kammersteg bekommen

Ungerade Zahl von Boxen, damit als Seitenschläfer die Schultern gut zugedeckt sind

400g Daune mit 860cuin

geplant sind ca 15% Overfill

Befestigungssystem für an die Matte

 

So... jetzt zum schwierigen Teil... Wie hoch zum Henker mach ich die Kammern? Der große Vorteil von Karostep ist, dass man im Endeffekt nur eine einzige Kammer hat (leicht zu berechnen) und die Daunen einerseits in 2 Richtungen vorm verrutschen gesichert werden, man aber trotzdem mit schütteln und schieben sich mehr verfill holen kann, wo man ihn braucht (Füße, Hintern, Schultern, etc...)

Mein Comforter wird rechteckig, nachdem ich mit den Füßen viel strampel oder gerne einen Teil meiner Decke zwischen die Füße klemme wenn es kalt wird. Es sollen 400g Daune rein, und ich hätte gerne 15% Overfill.

Ich versuch das mal auszurechnen, und würde euch bitten, die Berechnung durchzuschauen und mich ggf auf Fehler aufmerksam zu machen... (auch falls ich irgendwas von Theorie zu Praxis nicht berücksichtig habe, nachdem das ja mein allererste Quilt wird)

dh eine 100% Füllung wären 340g Daune.

340g = 11,9931 oz

wenn ich die Unzen jetzt mit der Fillpower multipliziere würde ich auf  10314,066 cubic inches kommen... in Litern umgerechnet sind das 169,01Liter....

1 Liter ist 1 Kubikdezimeter.... also teil ich das zuerst durch die Länge und dann nochmal durch die Breite in Dezimetern meines Quilts...

= und dann komm ich bei 38 dezimeter nochwas raus und das kann nicht stimmen....

 

Ich hasse Mathe....

Bearbeitet von Raeuberin
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Okay habe mal meinen Cumulus ausgepackt, ungefähr 8cm Loft gemessen. 

Abmessungen: 110cm x 200cm x ~ 8cm Loft  = 176liter

Herstellerangaben: 350g x 850 cuin = 172l 

Das kommt also hin. Von der Daunenmenge und Fillpower ist das ja vergleichbar mit Deinem Projekt. Wobei Du halt deutlich breiter bist (was durch den Overfill wieder etwas ausgeglichen werden sollte) 

Bearbeitet von MarcG
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Also willst du's so machen, nehme ich an...dann wirst du zuerst auf der einen Seite die Moskitonetz-Streifen aufnähen. Dann von einer Seite anfangen die zweite Seite anzunähen!

Wenn du die Karos genau anders herum machen willst (also die Ecken ausnähen), dann musst du in der Mitte anfangen die zweite Seite anzunähen

Edit:
Die Formeln gehen hier im Forum rum...ich finde die passen ganz gut:
Komforttemperatur = 23 - (3,5xLofthöhe) bzw für unverfrorene Komforttemp = 17,5 - (3,5xLoft)

Bearbeitet von die zwiebel
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Danke euch! Dann werd ich 6,5cm Kammerhöhe nähen. Ich hoffe, die 50 Gramm mehr gleichen den Unterschied zum Cumulus 350 wieder aus. 

Hier mal meine Skizze, ich orientiere mich am Standardmaß 10/6inches für die Karos.... also Quadrate mit 25cm, die jeweils 15cm Steg haben. Da mein Outershell PTX etwas breiter ist, als das Taffeta konstruiere ich das aus der Mitte herraus. Da muss ich zwar ggf ein paar Fältchen in den Saum mogeln, aber das stört mich nun wirklich nicht, und es gleicht ggf die Maßdifferenz durch die Krümmung beim zudecken etwas aus.... Hier ist meine Skizze:

1459430515080993258434.jpg

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Malerkrepp macht das Leben sooooviel leichter. Bisheriger Zeitaufwand: ca 3 Std. Jetzt noch die Platzierung der Stege markieren.

Das nächste mal würde ich mir vermutlich Zeit sparen indem ich die Nahtzugabe gleich auf diese Weise markiere, statt mit Stift und 30cm Lineal. Das ich nebenbei Criminal Minds gucke, macht mich auch nicht schneller....

14594586141591296162545.jpg

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vor 11 Stunden schrieb Raeuberin:

Das nächste mal würde ich mir vermutlich Zeit sparen indem ich die Nahtzugabe gleich auf diese Weise markiere, statt mit Stift und 30cm Lineal.

Tipp:   Alu-Eckprofil aus dem Baumarkt ;)  1 Meter um 3-4 €.  Ich glaube meins liegt so bei 20x4mm..optimal, um größere Strecken auf Holz/Stoff einzuzeichnen :)   Gibts auch in 2 metern - kann man auf 1,4...1,6 kürzen.

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So, Nähmaschinen Doc ist ausfindig gemacht... am Montag bring ich ihm mein Maschinchen vorbei und hoffe, dass der das hinkriegt.

Inzwischen hab ich aber bei einem Freund sowie gestern und heute bei meiner Mum die Nähmaschine gekarpert und bin ein gutes Stück weitergekommen.

Alle Stege sind mit der Innenhülle und der Aussenhülle verbunden, die Schnallen für die Isomattenbefestigung sind fixiert, die Ränder versäubert und ich überlege gerade noch wie ich die Schnallen zum Decke in Röhre verwandeln und die Cyberian Cordlocs am besten vor dem Schließen des Comforters in die Nähte integriere :)

 

Kurz zum nähen: ein bißchen ein Gefrickel... aber durchaus machbar. Man muss in jedem Fall etwas achtgeben, den richtigen Steg an die richtige Stelle zu nähen. Das Klebeband statt anzeichnen hilft sehr beim nähen, es gibt dem Stoff mehr Steifigkeit und die Nähte werden nicht zusammengezogen. Genäht habe ich jeweils ca 1mm neben dem Klebeband.

Wenn alles gut geht, wird mein Comforter heute noch mit 400Gramm Daune gefüllt.

 

BTW: Wiegen der Aussenhülle mit den noch losen Kleinteilen: 283 Gramm... Das kann sich doch mal sehen lassen.

Fotos folgen wenn ich wieder zuhause bin.

LG Ronja

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So aus dem Kopf meine ich mein Cumulus Compforter 350 hat mehr als 6cm Loft. Müsste ich aber nachmessen. 

Wie stark lässt sich denn sowas komprimieren? Finde nur Angaben mit 4,4 Liter Packsackvolumen zu dem 350er.

Ich weiß nicht, wie ich es messen soll. Aber der Quilt passt ziemlich genau in den Packsack, viel kleiner wird es kaum gehen denke ich.

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So, heute war es endlich trocken genug für bessere Fotos.

Die Gummizüge werd ich mt den Enden noch mit ein paar Stichen und einem Knoten fixieren, die Cordlocs brauchen noch Zugschlaufen, und es fehlen die Kamsnaps um die Fußbox zu schließen (in welchem Abstand setzt man die?)

Ausserdem muss ich noch Bänder für die Isomattenbefestigung machen, und einen Packsack. 

Das Füllen hat sehr gut und einfach funktioniert, ich hab die Öffnung mit Malerkrepp in der Duschkabine meiner Eltern befestigt, die Daunen zwischen den Knieen komprimiert und einfach eine Hand voll nach der anderen in die Karos geschoben, bis im 2. Pack noch 150Gramm übrigblieben.

Alle Nähte aussenrum sind 3fach genäht, schee ned, aber selten. Nachdem das PTX breiter war als das Taffeta, hab ich aus der Mitte heraus zusammengenäht und in den Ecken in Falten gelegt. Dadurch ergibt sich ein fast gleichmäßig hoher Wulst um die Karos, der mir gut gefällt.

Die Karos sind fast zu klein, ich werde noch etliche Male schütteln und kneten müssen, um die Daune gleichmäßig zu verteilen... aber zufällig verrutschen tut wirklich nichts, und so solls ja sein :)

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Die Schnallen sind entweder mit Ripstopband in die Nahtzugaben eingenäht oder aussen mit einem (leider ziemlich verzogenen) 4lagigen Verstärkungsfleckerl aus der Daunenverpackung aufgenäht. Den Packsack werde ich wohl ebenfalls aus dem Daunenkkissenzeugs nähen. Die Nahtzugabe beherbergt auch meine Tunnelzüge....

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neee, die Karos sind an den Ecken offen... Schau mal genauer, sollte eigentlich gut zu sehen sein. Dh der ganze Comforter ist eigentlich nur eine Kammer.

Ich hab die 400 Gramm einfach durch die Einfüllöffnung irgendwo in den Quilt gestopft.... grob verteilt halt. Und nach dem Zunähen geht dann das geschüttel los um es gleichmäßig zu verteilen.

Genau das ist, zusammen damit, dass man die Daunen noch zb in den Fußbereich schütteln kann wenn nötig, ist ja der große Vorteil dieser Methode...

IMG_20160418_192223.jpg

Bearbeitet von Raeuberin
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      Knifflig war das Ansteppen des Trinkschlauch-Durchlasses, den ersten konnte ich direkt wieder abtrennen und musste erstmal das Nähen damit üben. Letztlich war eine mit Sekundenkleber aufgebrachte innere Verstärkung aus 500den Courdura die Rettung, zusammen mit einer Nähmaschine, die zum Glück extrem langsam nähen kann.
      Mit dem Rucksack habe ich für mich einen optimalen Arbeitspunkt erreicht, in Bezug auf Gebrauchswert, Gewicht, Größe und Fertigung unter häuslichen Bedingungen als Amateur mit Haushaltsnähmaschinen.

      Der erste Einsatz lief äußerst zufriedenstellend und bestätigte mein Konzept. Die flache Innentasche, welche ich noch nicht angenäht habe, werden ich noch nachrüsten. Der Grund liegt darin, dass sich am Rücken doch Schweißnässe teilweise durch den Stoff durchdrückt und die Innentasche dann eine zusätzliche Barriere darstellt. Ansonsten hätte ich sie weggelassen, weil man die Luftmatratze auch so passend als zusätzliche Polsterung an den Rücken legen kann.
       
      Fertigungstechnische Informationen
      Nähmaschine: Gritzner Tipmatic 1035 Nadel: 90er Jeansnadel, beim RS-Nylon teilweise 75er Stretchnadel Faden: hauptsächlich 60er Serafil von Amann Verwendete Materialien
      Stoffe, Polsterung
      Korpus: Dyneema / Nylon Gridstop schwarz, 150 g/m² Innenausstattung RS-Nylon, gelb, 68 g/m² (angeblich PU-Beschichtet, fühlt sich wie Silikon an) Außentaschen: Netzfutter COOLMAX elastisch, 120 g/m² Innenstoff für die Schulterträger: Struktur Hosenstoff double wave dunkeltürkis 145g/m² Einlage Schulterträger: 5 mm Evazote (aus Isomatte gewonnen) Verstärkungen: 500den Cordura Bänder, Kordeln usw.
      Verstärkung Schulterträgerbefestigung: 25 mm Nylonband dünn Rollverschlußeinlage: 20 mm Nylonband extra stark Schulterträger, Leiterschnalle an Korpus: 20 mm Nylonband standard Rollverschlußriemen: 15 mm Nylonband leicht Brustgurt, Querband: 10 mm Nylonband leicht Brustgurt, Schnallenbefestigung: 8 mm Polyesterband stark Schulterträger, Einfassung: Ripsband 25 mm Trinkblasenfach, Einfassung und Einlage Fronttaschensaum: Ripsband 20 mm Einlage Seitentaschensaum: 20mm elastisches Band kleine Schlaufen und Daisy Chain: Hülle von 5 mm Paracord Trageschlaufe: Hülle von 9mm (?) Kernmantelseil Rückenpolsterbefestigung: 2 mm elastische Kordel Schnallen
      2 Leiterschnallen 20 mm 2 Steckschließen 16 mm spezielle Brustgurtschnallen für 10 mm Band T-Stopper, Bandbefestigung Tanka oval ohne Feder Kam Snap Druckknopf Zubehör - Schlaufen für Befestigung von Regenschirm usw.
      2 bzw. 3 mm elastische Kordel “Cordlock Hook” - Kordelhaken mit Quetschtanka Kordelgreifer / Terminal Bezugsquellen:
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      - Carbonpfeileschäfte und Pfeilspitzen aus dem Bogensport Skylon (Edge Innendurchmesser 6,2mm, Tophat Apex 3D Combo und Aluminium Insert)
      - Starlock Sicherungsscheiben mit Edelstahlkappe d=8mm
      - UHU Alleskleber Stark&Sicher
      Ergebnis: 
      Zelthering Länge 16,5cm mit einem Gewicht von 6,5g
      Zeltheringe Länge 13,5cm mit einem Gewicht von 5,8g
      Produktionsbilder:


       
    • Von StephanV
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      Ich spiele mit dem Gedanken, mich an einem Tarptent mit 18g/m^2 DCF zu wagen, meine Nähmaschinenerfahrung ist jedoch extrem beschränkt, würde also gerne soweit wie möglich den Einsatz der Nähmaschine minimieren.
      Bin auch für sonstige Hinweise und Ratschläge bzgl Verarbeitung von DCF dankbar.
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