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Ultraleicht Trekking

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vor 6 Minuten schrieb Erbswurst:

Warum sollten die gerade bei den Schuhen Schrott anschaffen?

das meiste, das die armeen dieser welt (für ihre soldaten) anschaffen ist schrott. schwerer schrott.

nein, dies ist keine verallgemeinerung aus wikipedia, sondern etwas das ich leider schon am eigenen leib erfahren durfte.

bearbeitet von dani

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vor einer Stunde schrieb Erbswurst:

Noch eine Idee, [...]

Der Gebirgsjägerstiefel, den die Bundeswehr [...]

Warum sollten die gerade bei den Schuhen Schrott anschaffen?

Und ich stelle mir vor, [...]

 

K.A. woher dein Faible für Armeeware stammt, aber die Vorliebe für den Kram kann ich nicht teilen, und deine romantischen Vorstellungen entsprechn nicht der Realität. Die Stiefel taugen ebenso wenig wie andere Lederstiefel für längere Wintertouren. bei den Tretern weiß ich das sicher, ich war bei den Gebirgsjägern bzw. einer den Jägern zugeordneten Truppe.

 

vor 3 Stunden schrieb AlphaRay:

Damit meinst du doch aber ultraenge "normale" Rein-Leder Schuhe wie beim Bund..?

Suchs dir raus. Angefangen von den BW Bergstiefeln bis zu La Sportiva Nepal Evo extreme und ähnliche Treter anderer Marken habe ich alles schon getestet oder beim Kollegen in Aktion gesehen. Irgendwann rutscht von oben Schnee in den Schuh, man verschwitzt sie oder sie stehen nachts im Zelt oder Vorzelt und werden da mit Neuschnee zugedeckt. Ab dann sind sie gefrostet und da die Innenschuhe fix drin sind, kann man sie im Schlafsack sehr schlecht wieder warm bekommen.

Die Wärmeleistung von Lederschuhen ist zudem begrenzt. Bei -20°C einen Tag im Eis führt in den Nepals zu kühlen Füßen, in den Scarpas hatte ich es warm. Die haben erst trotz aller möglichen Tricks auf etwa 6500m sich als etwas zu kühl für den Dauereinsatz erwiesen.

Abseits der Alpen würde ich mir da wohl bequeme, dick gefütterte Boots besorgen, wie man sie in Kanada oder Rußland trägt, z.B. solche von Karrimor. So etwas wäre für mich insbesondere dann eine Wahl, wenn ich wenig Gehen und viel Herumstehen müßte, da frieren die Pfoten extra schnell ab.

bearbeitet von Jever

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Weiß nicht, ob man das auch unter Winterstiefel zählen kann (wohl nicht ganz) aber ich bin bei Schnee oder nasskaltem Wetter sehr zufrieden mit den Adidas Terrex Fast R GTX in Mid. Tragen sich top und halten bisher schön trocken. Gewicht in Größe 42 beträgt 950g.

Nachtrag: Gibt's auch in high/hoch, dann schon eher ein Stiefel.

bearbeitet von Breaze
Nachtrag

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das problem mit (ultra)leicht-tretern im winter ist, dass man darin mehr oder weniger dauernd auf achse sein muss. nur fürs rumstehen - wie das der TO fürs fotografieren möchte - sind sie meist nicht genügend gut isoliert.

man kann sie natürlich, wenn man eine übergrösse nimmt,  mit zusätzlichen iso-schichten (z.b. neoprensocken, filz- oder eva-einlagesohlen etc.) aufpeppen. nur sind sie dadurch dann eben nicht mehr ultraleicht und man könnte gerade so gut einen richtigen winterstiefel nehmen. muss ja nicht gerade ein tonnenschwerer schalenschuh sein.

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meint Ihr mit VBL Socken einfach Wasserdichte Socken?

Ich habe SealSkinz Socken. Die habe ich letzten Winter auch getragen. Das Problem war nur, dass dann meine Wanderschuhe zu eng werden und das ist auch kontraproduktiv. 

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Nein ;) 

Die Sealskins lassen kein Wasser an den Fuß, aber der Dampf vom Fuß kann aus der Socke raus! Membran eben. Dieser Dampf kondensiert im Schuh, was zu bereits beschriebenen Problemen wie einfrieren der Schuhe führen kann, außerdem entsteht Verdunstungskälte am Fuß.

Ein VBL verhindert dies. VBL wird auch in Sackform in Schlafsäcken verwendet. 

bearbeitet von Andreas K.

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echt? Ich habe die Socken schon seit vielleicht 20 Jahren und wußte nicht, dass es eine Membrane ist. Ich dachte, es wäre einfach eine raschelnde Plastiktüte in eine Socke eingenäht :D.

na ja, wieder was dazu gelernt.

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Jup , 

die hab ich z.B. @Andreas K.

 

EDIT: Du könntest auch mal bei Kamik, Sorel oder Seeland schauen @milamber. Die wiegen dann aber was. 

Von denen gibts Modelle mit Filzeinsteckschuh. Unter den Filzschuh noch ne EVA Sohle und du kannst damit definitiv lange in der Gegend rumstehen. Wie gesagt nur leider keine leichte Option. 

Ich habe mal meine Toundra in Gr. 49 gewogen. 1560g das Paar. Finde ich noch im Rahmen für einen Winterstiefel.

 

LG 

bearbeitet von Tipple

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Ich glaube, im Vergleich zu meinen alten Meindl Wanderschuhen wird hier sowieso alles besser :D.

OT:

Und mit den bin ich im Januar um 4 Uhr im Yosemite Park gestanden und habe fotografiert. Nur dünne Baumwollsöckchen und darüber normale Wollsocken. Das gleiche auch mitten in der Nacht im Nordschwarzwald als ich Sterne fotografiert habe (das Bild ist nicht mal gut geworden). Ausgerechnet beim heftigen Wind und Schnee bis zu den Knien :D. 

Aber Rüdiger Nehberg sagte einmal zu mir: wer friert ist arm oder dumm.

Am Geld lag es bei mir nicht ;). Manchmal macht man ja schon viel Blödsinn mit, obwohl man weiß, dass es nicht wirklich clever ist. Aber irgendwie geht es ja trotzdem. Bisschen Rumspringen, auf der Stelle laufen und sich dabei versprechen endlich mal bessere Ausrüstung zu kaufen. Aber sobald man daheim ist, vergisst man es oder hat keine Zeit sich darum zu kümmern und schon ist der Winter wieder rum.

Anderseits finde ich es aber auch gut auch mal mit suboptimaler Ausrüstung unterwegs zu sein. Da weiß man es zu schätzen wenn man dann doch was Besseres hat oder einfach wieder im Warmen sitzt. Wir leben ja eigentlich im totalen Überfluss und das macht einen auf Dauer schwach und abhängig vom Gear. 

So knapp über 1kg ist doch in Ordnung. Mit so viel habe ich auch gerechnet.

bearbeitet von milamber

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ich finde die SOREL - 1964 Premium™ T Cvs - Winterschuhe interessant. Man kann da nämlich den Innenstiefel rausnehmen, was wirklich sehr praktisch ist.

Irgendwie habe ich aber auch bisschen Angst, dass ich zu warme Stiefel kaufe und diese dann zu selten nutzen kann. Ich werde diesen Winter auch wieder zum Fotografieren im Yosemite Park sein. Aber ich werde da auch normal wandern (aber keine sehr langen Strecken). Es ist schwer abzuschätzen was eine gute Balance ist aus "warm genug zum Rumstehen in der blauen/goldenen Stunde" aber auch nicht zu heiß zum Rumlaufen tagsüber.

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Hallo,

ich bin Anfang diesen Jahres in Sibirien gewesen. Temperaturen lagen zwischen -20 bis -30°C. Zum Laufen hatte ich die Mammut Runbold Tour GTX (ca. 1200g / 44). Die sind kaum gefüttert (wie ein dünnes Fleece), haben allerdings eine sehr gute Isolation zum Boden. Dazu Bambussocken als Liner und die Falke RU 3 als "dicke" Socke. Der Vorteil der so gut wie ungefütterten Schuhe ist, dass wenn sie Nachts gefrieren du morgens das Eis einfach rausklopfen kannst (alternativ einfach anziehen).
Zum Rumstehen hatte ich EVA Stiefel (ca. 800gr / 44) mit herausnehmbaren Innenschuh (künstliches Filz). Gibt's für ca 25 Euro im Anglerbedarf. Dazu die erwähnten Bambussocken und Socken von Heatholder. Diese Kombi war ausreichend. Ist allerdings nichts um superlange Strecken zu laufen.

Beste Grüße

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vor 17 Minuten schrieb milamber:

Ich finde die SOREL - 1964 Premium™ T Cvs - Winterschuhe interessant. Man kann da nämlich den Innenstiefel rausnehmen, was wirklich sehr praktisch ist.

Die habe ich vor ein paar Monaten verkauft. :mrgreen: Hatte ich mal günstig geschossen und nie benutzt. Die letzten 2 Winter waren ja recht mau in D.

Ich würde bei Sorel eher zum Caribou tendieren. Die haben für mich die bessere Sohle. Die Premium T haben bei mir etwas am Schienbein gedrückt.  

bearbeitet von Tipple

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Hi milamber, einen ähnlichen Gedanken wie sac hatte ich auch. Ich denke im Yosimite bist Du zu Fuß in VBL Socken und gefütterten  Winterstiefeln etwas overdressed. Fürs im Schnee herumstehen sollten doch so ein paar gefütterte Daunen- oder KuFa-Boots mit ordentlicher EVA Sohle (bei Daune VBLs) ausreichen. Die nehmen im Rucksack auch nicht allzuviel Platz weg und wenn es weiter geht, steigst Du wieder in Deine Wanderschuhe. Fürs Basecampen hat mir das bisher gereicht...

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Zur Ergänzung: da die EVA Stiefel doch recht sperrig sind, habe ich für ein besseres Packmaß, bei diesen den Schaft abgeschnitten - bis es fast ein Halbschuh war. Dann aus Reststoffen (irgendeinen Regenjackenstoff) und 200er Climashield einen neuen Schaft genäht und diesen an den verbliebenen EVA Halbschuh genäht. Jetzt verbrauchen sie nicht mehr so viel Platz im Rucksack.

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ich glaube, ich bestelle jetzt einfach den Salomon Nytro GTX. Ich habe keine Lust 100 verschieden Schuhe zu vergleichen. Ich bin nur bei der Größe nicht ganz sicher. Eigentlich habe ich so etwa 43,5. Manche Schuhe kaufe ich in 43, manche in 44.

Diese Schuhe in 44 könnten mit dicken Socken dann zu klein sein. Die nächste Größe ist 45 1/3. Sollte aber noch passen, oder?

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ich würde auch die grösseren nehmen. vorallem wenn du noch dicke socken tragen willst. sind sie zu gross sind, kannst du immer noch eine sohle reinlegen. ich kauf meine winterschuhe immer mindestens 2 nummer zu gross. hatte bisher noch nie probleme damit.

hab gerade meine angeschaut. das obermaterial ist definitiv kein leder, sondern eine art kunststoff / kunstleder. grösse ist sogar mehr als 3 nummern zu gross!

***

ps: wenns wirklich nur darum geht, rumzustehen, wären down booties vielleicht eine option.

bearbeitet von dani

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Downbooties zum Rumstehen nur mit dicker Sohle.
Ab -20Grad reicht 15mm EVA nicht!
Eva 30 hält nicht so lang und tritt sich dünn und isoliert dann entsprechend noch weniger. EVA50 ist besser, aber andere Materialien sind geeigneter

Gesendet von meinem D5503 mit Tapatalk

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Wie kommt ihr eigentlich auf die  Temperaturangaben?  Er hat nur was von "Winter" erzählt - nix Nordpol  :D
Ich selber fotografiere ja auch - auch Langzeitbelichtung im Winter. Bei unter -15 °C würde ich nicht auf die kommen mich paar Stunden mitten in der Nacht iwo hinzuhocken. Alleine schon, weil die Akkus der Kamera das gar nicht mitmachen.  Wir haben in D pro Winter ne Hand voll Nächte die überhaupt mal in Richtung -15 kommen.

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    • Von Freierfall
      Hallo Leute,
      morgen geht's für mich auf nach Teneriffa, es war eine Wanderung ink. Querung des Nationalparks und Teide-Besteigung mit Altavista-Übernachtung geplant, ein bisschen auf @SouthWests Spuren. Strecke geplant, Hotels am Anfang & Ende gebucht, Campingplätze in der Mitte reserviert. Das war der Plan:

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      https://teneriffa-heute.net/kanaren-aktuelles-nachrichten-news/1042-alle-zugaenge-zum-teide-gesperrt.html
      Also wird spontan die Reiseplanung geändert, die Packliste um diverse Winter-Items mehr ergänzt (Micorspikes die auf der "evt." Liste standen, wärmere Fleecehose, wärmere Handschuhe, wärmere Schalfsocken, Inner mit richtigem Bathtub statt nur Bugbivy...) (hier die Packliste, wobei ich an der aktuell hier und da was ändere...) https://lighterpack.com/r/fwhm23
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      lg Graptolith
      PS Die Review ist mir bekannt
      http://www.justinlichter.com/vargo-bot-review/
       
    • Von Baden1909
      Hallo zusammen,
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      Der Quilt hat ein Segment mehr und ist somit auch für größere Personen (~1,95m) bestens geeignet.
      Fabe schwarz, Gewicht beträgt etwa 760g (kann bei Bedarf nachgereicht werden).
      Bilder kann ich bei Bedarf ebenfalls gerne hinzufügen.
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    • Von immermüde
      Hallo zusammen,
      biete einen nur eine Nacht benutzten, immer sehr gut gelagerten Schlafsack an.
      Der Schlafsack hat eine zusätzliche Füllung von 150g.? (ich weiss es nicht mehr ganz genau)
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      Packsack hab ich leider nicht mehr gefunden.
      https://www.bergfreunde.de/marmot-couloir-daunenschlafsack/
      https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/3031-Schlafsackvergleich-Joutsen-Ruka-vs-Marmot-Couloir
      http://www.draussen.de/app/store.pl?pro=843&kat=&lang=DE&wgr=&s_k_w=1__&shop=1&

      Ich hätte gerne noch 220€ incl. Paketversand DHL.




    • Von derray
      Auf der Suche nach dem weißen Gold
      oder 
      querfeldein ist unser Weg

       
      Prolog:
      „Nächstes Mal machen wir eine Wintertour.“
      „Auja! Wann?“
      „3. Bis 5.2.“
      „Wo?“
      „Im Thüringer Wald gibt’s ne Menge weißes Gold.“
      „Kai ist auch dabei.“
      „Hat jemand Schneeschuhe für mich?“
      „Roman ist auch dabei“
      „Route…“
      „Benne ist auch dabei“
      „Haben wir ein Zelt in das 8 Leute passen?“
      „Der Menschenfresser ist auch dabei.“
      „Roman ist raus.“
      „Zugtickets…“
      „Bieber ist auch dabei“


       
      3.2.2017 14.30: Ankunft in Oberhof 
      Florian, Wilbert, Andi, Kai, der Menschenfresser, Benne, Bieber und ich.
      Andis Lada Niva wird stilecht auf dem Hubschrauberlandeplatzt geparkt und ausgeladen.
      Schneeschuhe an, warme Jacken aus, Rucksäcke auf und los!
      „Ähhh… Wo geht’s lang?“
      „… Ähhh…da… glaub ich…“
      Nicht steil, aber beständig geht’s hinauf. Allen wird schnell warm. Reisverschlüsse auf, Mützen ab, Jacken aus … Nieselregen.
      Egal, wir sind draußen, frische Luft, Schnee, das macht Bock!
      Und man sieht es uns an:

       
      Andi bildet mit schweißnasser Stirn und hochrotem Kopf den Abschluss unseres Zuges.
      „Mein Magen!“
      „Die Pizza?“
      „Die Pizza!“
      Die Sonne geht ohnehin bald unter und so suchen wir bald nach einem Platz für die Nacht.

       
      Platz gefunden. Schnee verdichten, Octapeak aufbauen, Trollhaus 4 aufbauen, China Copy Copy aufbauen, Mid aufbauen und Tarp aufbauen, Feuerholz sammeln, fachsimpeln.

       
      Bieber hat großes vor!

       
      Benne macht Feuer, Benne vergisst Feuer, Feuer geht aus… „Benne!!!“

       
      Der Abend wird lang. Das Feuer wärmt. Wir kochen, wir quatschen, wir trinken Tee…
      Andi? Andi liegt im Zelt und trinkt heißen Groc vom Titanofen. Gute Besserung Andi!

      Die Nacht ist mild… zu mild. Alles wird feucht.

      Und… Ich musste lernen: Polycro auf Schnee, am Hang, ist doof. In der Nacht werde ich mit Graupel im Gesicht wach… ausserhalb des Tarps…

      Am nächsten Morgen zaubern die aufgehende Sonne und der aufsteigende Nebel eine ganz besondere Stimmung auf der Lichtung.
      Aber wir verschwenden keine Zeit, frühstücken schnell, und sind bald auf den Beinen. Alle wollen sich bewegen um warm zu werden.

       
      „Andi?“
      „Dem Magen geht’s besser, aber Kondition hab ich heute keine.“
      Wir entscheiden uns zu trennen. Andi und der Menschenfresser nehmen die direkteste Route und der Rest sucht was Schönes abseits der Loipen. Treffpunkt: Mittag auf dem Schneekopf.

      Leider ist die von Andi empfohlene Karte nur für Menschen wie Andi geeignet, Menschen mit Rot-Grün-Schwäche, oder Farbenblinde, oder ganz blinde…
      Jedenfalls nicht für Menschen, wie wir, die versuchen anhand von Topographie herauszufinden wo sie eigentlich sind.

       
      Trotz vielem Fluchen finden wir den Schneekopf. Zur Mittagspause verteilt Kai selbstgemachte Cracker und kleine Bonbons. Bei der Diskussion über deren Inhalt fallen Wörter wie "Kot", Pemmikan" und "Fingernageldreck". Ich blieb beim Studentenfutter!

      Für die zweite Hälfte des Tages wurde ein ähnlicher Plan geschmiedet. Andi und der MF leicht, der Rest querfeldein. Karte … Fluchen …
      Wir begannen mit einem steilen Abstieg vom Schneekopf. Unten angekommen flucht Florian mal nicht über die Karte: „Knie… Rheuma… verdammt… Wurst… Kot… #§$%&#!!! Tabletten… Lalalalala…“

       
      Trotzdem machte uns das einen Strich durch die Rechnung. Auch durch die ganze Rumnavigiererei haben wir schon zu viel Zeit verplempert. Wir schafften es abends nicht zum vereinbarten Nachtlager und mussten getrennt von den anderen unsere Zelte aufschlagen. 
      Benne machte ein Feuer aus Holz, dass nicht brannte... Es glühte und glühte und verglühte. Zum Glück hatten wir etwa 3 Liter Spiritus dabei.

      Öfter kreuzten wir heute gespurte Loipen auf denen wir schneller hätten laufen können. Kais Standartreaktion: „Dafür sind Schneeschuhe nicht gemacht!“ Und darin waren wir uns alle einig.

       
      Beim Frühstück am nächsten Morgen wirkte Wilbert schwach und müde. Nachts um 5 wurde er von heftigen Kopfschmerzen geweckt. Der fallende Schnee hat sein Zelt soweit abgedichtet, dass er unter Sauerstoffmangel litt. 

      Zum Glück stand heute nur noch der Rückweg zum Startpunkt auf dem Programm.
      Kurz vor dem Ziel stießen der Menschenfresser und Andi wieder zu uns. Andi war immer noch nicht hundertprozentig fit, aber er wirkte erholter. Muss am Groc liegen.

      Bevor wir uns trennten genehmigten wir uns noch einen Happen zusammen beim Griechen.
      Spaß hat‘s gemacht und das war bestimmt nicht unsere letzte gemeinsame Tour. 
       

       
      (Alle Fotos von Wilbo)
      Wenn Interesse besteht, können wir alle noch ein par UL-spezifische Erfahrungen von dem Wochenende vortragen.
      mfg
      der Ray
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