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German Tourist
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gregoreasy
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Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Idgie und 11 andere reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema
12 PunkteIch habe vor wenigen Wochen mein großes europäischen Wanderprojekt beendet. Auf knapp 16.000 Kilometern habe ich Europa sowohl von Ost nach West als auch von Nord nach Süd durchquert. Zusammen mit meinen übrigen Wanderungen durch Europa komme ich auf diesem Kontinent auf über 20.000 km. Der letzte Teil des Europaprojektes führte mich auf dem E1 von Deutschland zum Nordkapp - und auf keiner anderen europäischen Langstrecke habe ich soviele Fernwanderer getroffen wie da. Der E1 scheint der absolut populärste der E-Wege zu sein und auch hier im Forum plant gerade @Matze eine Tour auf dem E1. Die meisten Wanderer haben - wie auch Matze von sich selbst schreibt - ein nur sehr kleines Budget und wenig Erfahrung. Aber gerade für diese Gruppe scheint mir der E1 genau der denkbar ungeeignetste Weg zu sein. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der E1-Wanderer, von denen ich weiß bzw. die ich getroffen habe, den Weg abgebrochen haben. Warum würde ich den E1 nicht empfehlen bzw. was sind Alternativen? Der E1 ist bei weitem noch nicht fertiggestellt. In Italien existiert der Weg über weite Strecken nur auf dem Papier bzw. ist dermaßen überwuchert, dass es keine große Freude macht, ihn zu gehen. Selbst erfolgreiche E1-Wanderer haben mir davon eher abgeraten. Auch in Skandinavien gibt es ein großes Teilstück in Norwegen, das weder markiert ist noch überhaupt Wege hat. Dazu kommen die hohen Kosten in Skandinavien, was es für mich unverständlich macht, warum es gerade Wanderer mit nur geringem Budget dort hinzieht. Selbst ich habe es kaum geschafft, mit meinem regulären monatlichen Budget von 1000 EUR in Norwegen auszukommen. Skandinavien birgt dazu auch noch ein deutlich höheres Risikopotential durch Klima und Wetter, weswegen ich gerade Anfänger dort nicht hinschicken würde. Obwohl mir persönlich Skandinavien letztendlich gut gefallen hat, ist es dennoch im Vergleich zu anderen europäischen Destinationen nicht mein Lieblingswandergebiet. Genauer erkläre ich das hier auf meinem Blog. Aber warum schreibe ich das eigentlich alles? Weil ich gerne mal auf die Vielzahl der wirklich wunderbaren E-Wege hinweisen möchte, die aus meiner persönlichen Sicht mindestens genauso schön und abwechslungsreich sind wie der E1, aber budgetfreundlicher sind und weniger Risiken bergen. Mein persönlicher Favorit war der E3 durch Osteuropa.12 Punkte -
Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
waldradler und 3 andere reagierte auf questor für Beitrag im Thema
4 PunkteAlso zurück und seitlich runter zum Abstieg nach Lakhiri. Es ist steil, größtenteils weglos, teilweise über alte, kaum noch erkennbare trails. Der Grat teilt sich mehrmals, ohne den GPS Track wäre ich nicht nur ein Mal sonstwo gelandet. Die Füße leiden abermals, rutschen in den Schuhen auf bereits seit ein paar Tagen nicht mehr wirklich angenehme Sohlenstellen. Die Wiese ist in voller Blüte - und alles möchte in meine Schuhe und mitgetragen werden. Dafür gibt es Blaubeeren ohne Ende. Am Auslauf des Grats wird es waldiger, erste Blicke auf Lakhiri ergeben sich. Nach insgesamt 7h bin ich in Lakhiri. Was für ein Kontrast zu Mestia. Ein gottvergessenes Dorf, nur wenige Meter von der Wanderautobahn zwischen Mestia und Ushguli. Zahlreiche Türme, null Touristen, nur alte, gebückte Muttchen. Habe ich eigentlich schon von den ungewohnt anzuschauenden Kühen berichtet? Da wird einem erst mal klar, mit was für eindimensionalen Züchtungen wir es zu tun haben. Tiger gefällig? Oder lieber grau und zottelig? Für jeden was dabei! Dann treffe ich auch schon auf besagte Wanderautobahn im Tal. Jedes Haus ein Guesthouse, Bars, Shops. In den Vorgärten erholen sich die Teilzeitwanderer von den Flachlandstrapazen des Vormittags. Ich mache nur kurz Pause an einem Dorfbrunnen zum Wasser auffüllen und ziehe mir in der Bar daneben die nächsten spannenden Geschmacksrichtungen der Ostblocklimo, dann mache ich weiter. Bisheriger Favorit: Birne! Immer wieder quatscht mich jemand voll, gerne auch nicht mehr ganz zurechnungsfähig: Wasser kaufen, hier schlafen, da Essen, dort Taxi - neee, madloba. Bedenklich, wie gewandelt die Leute hier sind. Von freudigem winken und irgendwie kommunizieren und etwas erfahren wollen weiter im Westen zu anstrengenden und auch noch schlechten Salesversuchen hier in der Gegend. Ich laufe schon wieder eine halbe Ewigkeit auf der ekelhaft staubigen aber optisch mit betürmten Dörfern durchaus hübschen Strecke im Tal, da trabt auf ein Mal der Köter wieder neben mir, guckt hoch, grinst wieder - als wäre nichts gewesen. OK, jetzt bin ich echt baff. Mich auf dem Grat wiederzufinden, OK. Aber Nach Stunden über den weglosen Seitengrat sightseeing aka Türme anschauen kreuz und quer durch's Dorf und dann noch mal ein paar Stunden im Tal? Abgefahren, was für ein Stalker! Nun läuft er wieder vor und hinter mir, als wäre er nicht weg gewesen, komisches Tier! In den Dörfern kläffen andere Hunde den Fremdling auf vier Beinen an, laufen ihm nach, er interessiert sich nicht groß für sie. Ich peile langsam an, ein Nachtlager zu suchen. Es zieht sich etwas zu, der Regen, der für Nachmittag angesagt war, wird wohl am Abend kommen. Wie sich der Köter das wohl vorstellt? Ich - oder besser wir laufen durch Chvabiani langsam wieder bergauf, weg von der Autobahn, ich ziele auf ein Fleckchen größerer Kiefern auf einem Hügel, die Hängepotential haben dürften. Da kommt uns ein Minivan entgegen - das bekannte, neuere, asiatische Fabrikat, rechtsgelenkt, verstrahlt? Der Van hält, der auch nicht mehr ganz klare Beifahrer quatscht mich an. Ich erwarte den nächsten Sales pitch. Da geht die Schiebetür auf, Einsatz millennial Mädel: "Du ju spiek inglischhh? Hav Ju siehn tzree tschörmanz?" Ich bin von der Brilianz der Frage fast sprachlos: "Do they carry a flag? This area is full of Germans!" "No, wis a gitar on zhe back" "No girl, wrong film, sorry." Ich gehe weiter. Der Van rollt den Hügel hinunter, ich sehe ihn noch am nächsten Guesthouse stoppen und höre sie Namen rufen. Der Köter fand den Van wohl spannender als mich, jedenfalls trabt er lieber ihm in die entgegengesetzte Richtung hinterher. Komisches Tier, es sollte unsere letzte Begegnung sein. Herje, ganz Georgien ist ein deutscher Teenie Selbstfindungstrip! Ganz Gallien Georgien? Nein. Ganz einfach höher steigen. Dahin, wo sich das Verhältnis Schweiß zu Instastory Likes der 24/7 Foto- und Videodokumentation des grandiosen Abenteuers nicht mehr rechnet. Da ist man ganz schnell allein - und zwar völlig. Der Fleck Kiefern passt, Blick auf das Tal in Abendsonne ist auch vorhanden. Ich baue den Tarpbunker auf und wappne mich für Regen und mehr. Dann kochen, etwas Körperpflege, es dunkelt - und tröpfelt auch schon just im Moment, in dem ich mattenfertig bin. Also ab unters Tarp, dem Unwetter lauschen. Ein paar Mal blitzt und donnert es recht unmittelbar und auch später weiter weg sind die Blitze in der Dunkelheit und die Donner in der Stille nicht zu ignorieren. Zu Anfang bin ich noch etwas besorgt, ob auch alles hält, kräftige Böen Drücken und zerren hier und da. Doch es macht alles einen passablen Eindruck und so halte ich noch die Gedanken des Tages fest, sehe mir die nächsten Tage an und schlafe relativ früh. Nachts werde ich immer mal von Böen wach, es hat aufgehört zu regnen - ich beschließe, der Eigenkonstruktion zu trauen und freue mich, dass das Tarp gleich wieder trocken gepustet wird und nickere immer wieder direkt weg.4 Punkte -
Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
Mario294 und 2 andere reagierte auf questor für Beitrag im Thema
3 PunkteEndlich komme ich mal wieder dazu - war inzwischen schon auf der nächsten Tour, da wäre eigentlich schon der nächste Bericht fällig, aber wir wollen ja hier nicht schleifen lassen, den schreibt dann @DasBaum Tag 9: "Stalking am Höhepunkt!" Eckpunkte Ruine hinter Mestia -> Chkhuti Ridge -> Lakhiri -> hinter Chvabiani 19km, 1800hm up, 1700hm down, höchster Punkt 3160m Die Wolken sind vorüber und geben einen schönen Blick auf Mestia frei. Ich schaue auf's Telefon und kann meinen Dusel kaum fassen. Jozef hat geantwortet, es existiert tatsächlich ein GPS Track für den seitlichen Abstieg vom Chkhuti Grat! Ich feiere den ganzen morgen über und komme voller Tatendrang um viertel vor Acht los. Zu beginn geht es noch seicht hinauf, die Blicke in's Tal werden sogar noch besser. Ich bewundere besonders den Flughafen im tiefen, schmalen Tal - das muss ein wahrlich spannender Anflug sein. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es nichts besseres als ein Hosentaschenvorgewärmtes Snickers an einem kühlen Morgen gibt, nachdem man ein Weilchen gegangen ist? Nun denn - Mahlzeit. Ich laufe und kaue so vor mich hin, da trabt plötzlich ein Köter wie selbstverständlich neben mir her, guckt dabei hoch, die Lefzen scheinen zu grinsen. Im ersten Moment denke ich noch an einen anderen Wanderer, dem die Töle zuzuordnen ist, schaue mich um, doch nichts. Habe ich schon erwähnt, dass ich Hunde nicht sonderlich leiden kann? Na was soll's. Bisher müffelt es nicht, er läuft mir nicht vor die Füße, reibt sich weder an mir, noch wird die nasse Nase in Hautkontakt gebracht oder Lärm gemacht, ich lasse ihn gewähren, finde die Kuriosität doch auch etwas unterhaltsam. Der Anstieg wird deutlich steiler, gut, dass das Snickers schon Intus ist und Wumms liefert. Ich habe ein Weilchen überlegt, wie man wohl anschaulich dokumentieren kann, was jeweils steil bedeutet, nachdem es mir fotografisch einfach nicht gelingen will, das Ganze adäquat abzubilden. Am ehesten fasst es in diesem Fall wohl die Kategorie 'Fersen-nicht-mehr auf-den-Boden-steil'. 'Wir' kommen auf ein größeres Wiesenplateau. Als es durchschritten ist, kann ich am anderen Ende andere Menschen erkennen - mit Hund. Das bleibt auch von meinem aufgenötigten Begleiter nicht unbemerkt, da kann ich natürlich nicht mithalten und er trabt wieder zurück in Richtung des anderen Vierbeiners. Fast bin ich etwas Egogekränkt, mag es mir kaum eingestehen, schließlich mag ich doch keine Hunde! Nun geht es rauf auf den eigentlichen Anstieg des Grats. Im Angebot: Aussicht, Stille, Sonne, Blaubeeren. Die zunehmende Höhe und der schmale Grat ermöglichen mehr und mehr Rundumblick, ein wirklich großartiger Aufstieg. So geht es wohl gut 1-1,5 Stunden Bergauf. Als ich wieder mal innehalte, um mich nach üppigen Blaubeeren zu bücken, da plötzlich die Töle wieder lefzen ziehend-grinsend neben mir, läuft etwas vor und legt sich auf den Pfad in den Schatten. Zunächst bin ic etwas erstaunt, dass er mich wieder gefunden hat, allerdings, wenn ich so überlege - Meine Fährte nach 9 Tagen Geschufte ist wahrscheinlich für eine Hundenase in etwa so dezent wie ne Frittenbude in der Bahnhofsunterführung. Aber das Erfolgserlebnis, mich wiedergefunden zu haben scheint ihm dann auch schon genug zu sein, er bleibt liegen, ich ziehe weiter. Weiter bergauf, lande irgendwann recht deutlich rechts des Grats. GPS Kontrolle - der Track liegt links. Super, also Steilhang bergauf auf allen Vieren. Auf einem Grat vom Weg abkommen ist auch eine Leistung, muss man erst mal schaffen - gratuliere! Langsam ist mir nach Pause, aber der Grat ist derart schmal und ungeschützt, dass sich weder ein breiteres Plätzchen, geschweige denn etwas Schatten auf absehbare Zeit finden lässt. Die Sonne brutzelt ordentlich - das vielerorts erprobte Beduinenoutfit leistet auch hier wieder einmal exzellente Arbeit - und sieht wahrscheinlich wie immer zum Brüllen aus. Irgendwann lege ich mich einfach für einen Moment in die Schräge bergab, schnaufe etwas durch und genieße den Blick gen Himmel, ehe es den nächsten Höcker zu erklimmen gilt. Irgendwas zwickt da - ich liege mit einem Bein zielsicher quer über eine Ameisenstraße - mal schön was für die Durchblutung getan *frown Es geht weiter hoch, so langsam zeichnet sich der Höhepunkt des Grats ab. Drei etwa mannshohe Steintürme, ikonisch in die karge Landschaft gestapelt geben einen tollen Fixpunkt dort oben. Ich halte inne, lege auch noch einen Stein drauf, mache ein paar Bilder, gehe noch etwas höher um die 3100m voll zu machen. Dahinter wird der Weg weniger begangen und scheint in Richtung eines kleinen Eisfelds zu führen. Ich habe wenig Lust auf erneute Geröllfelder und Eis, zumal der Abzweig für den Abstieg über den Seitlichen Grat schon eine Weile zurück liegt.3 Punkte -
Schnäppchen
Schnäppchen
momper und 2 andere reagierte auf gregoreasy für Beitrag im Thema
3 PunkteFunktioniert auch jetzt schon! Gatewood Cape -> ausverkauft3 Punkte -
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
notenblog und ein anderer reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema
2 PunkteMir geht es da ähnlich - gerade weil ich Langstrecke gehe, freue ich mich über Kontakt mit anderen, wie zum Beispiel @zeank Aber da der E1 ja Orte meidet, habe ich außer zumeist deutschen Wanderern kaum Einheimische getroffen, und daher für mich frustrierend wenig über das Land gelernt. Ich habe zwar tagelang tolle (und auch nicht so tolle) Landschaft gesehen, aber so gut wie nichts über die Kultur und Geschichte des Landes erfahren. Und das ist für mich ja gerade einer der Vorteile des Wanderns in Europa, diese Mischung aus Natur und Kultur. Nur dass es auf dem E1 durch Skandinavien herzlich wenig Kultur gibt. Das mag für gestresste Kurz-Trekker aus der Großstadt super sein, aber auf Langstrecke habe ich es als frustrierend empfunden.2 Punkte -
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Kokanee und ein anderer reagierte auf Matze für Beitrag im Thema
2 PunkteHi Christine. Danke für deine Anregungen. Selbstverständlich habe ich dein Projekt verfolgt, Hut ab. Zwar ist mein Budget gering, das ist richtig. 500 Euro im Monat sind es dann aber doch schon. Auch bin ich kein unerfahrener Wanderer. Ich kenne meine Stärken und Grenzen, habe nicht wenige Kilometer im Leben zurückgelegt - natürlich bist du was das angeht sicherlich eine Hausnummer. Neu bin ich auf dem Gebiet des Ul-Wanderns. Hier gibt es sinnvolle Anregungen und Tipps und ich schätze es sehr, über den Tellerrand zu blicken. Osteuropa mag schön sein, allerdings habe ich mich dagegen entschieden. Ich bin mir über fehlende Wegmarkierungen in Italien bewusst, ebenso über Wetterumschwünge in Skandinavien. Bevor ich dort ankomme, werde ich um einige Erfahrungen und Lösungsansätze reicher sein.Sollte ich scheitern, so habe ich es immerhin versucht.2 Punkte -
MYOG Accessoires
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Craftsman und ein anderer reagierte auf Zippi für Beitrag im Thema
2 PunkteIch wollte mal einen Thread eröffnen um all die kleinen „Nettigkeiten“ zu sammeln, die man sich mal mit mehr, und mal mit weniger Mühe zusammenbastelt um den (UL-)Alltag zu bestreiten. Ich mache mal den Anfang und stelle 2 kleine Projekte vor, die ich letzte Woche realisiert habe. Die 35 Euro für ein tread lite gear Cuben Wallet wollte ich nicht ausgeben und habe mich dazu entschieden das Geld lieber in Rohstoffe zu investieren. Ich habe mir einen halben Lfm DCF Black Hybrid bestellt. Leider war das 102g/m aus und ich musste auf das robuste 170g/m ausweichen Das Zeug ist wirklich sehr stabil, daher habe ich auch erstmal eine knappe Stunde mit der Nähmaschine gekämpft um die richtige Ober- und Unterfadenspannung und co. zu finden. Dabei ist eine kleine Geldbörse und ein Tabaktäschen für den Sitlbewussten UL-Raucher herausgekommen. Mir ist natürlich klar, dass es sich hierbei um eine Spielerei mit Alltagstauglichkeit handelt, und beide Gegenstände auf Tour keinen großen Vorteil gegenüber einem Gummiband, Ziplock-Beutel oder „nichts“ haben. Als Garn habe ich das Alterfil AS80, 100% Polyester, 80Nm in Schwarz verwendet. In der Produktbeschreibung stand: Da mir das mit dem Bügeleisen nicht geheuer war habe ich kurzerhand das Glätteisen meiner Freundin angesetzt. Zusammen mit einem Stück Backpapier hat das prima geklappt und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich habe allerdings noch von niemanden im Forum gehört, der Sein Tarp nach der Fertigstellung erstmal bügelt. Habt Ihr Erfahrungswerte dazu? DCF Wallet DFC Tabaktasche Ich habe für beide Schnittmuster angefertigt. Bei Bedarf kann ich diese gern noch zur Verfügung stellen.2 Punkte -
Sierra High Route 2018
Sierra High Route 2018
SouthWest und ein anderer reagierte auf JanF für Beitrag im Thema
2 PunkteGE-Tracks des letzten Teils: 06VerbindungSHRSoSHR.kmz 07SoSHRabVidette.kmz Tag 12, 2. Teil: bis Center Basin Ich halte mich ca. 1 Stunde in Road’s End auf, suche vergeblich ein Münztelefon, entsorge Müll und tanke Wasser auf. Außerdem lese ich, dass nahe meines Weges nach Vidette Meadows ein Feuer brennt, es aber klein sei und nicht weiter beachtet werden soll … Ich mache mich auf einem breiten Weg, auf dem auch einige Tageswanderer unterwegs sind, wieder auf. Bald kommt der Abzweig zum Rae Lakes Basin, ich gehe geradeaus weiter auf einem nun einsameren Pfad. Es geht stetig bergan, dann auch mal etwas steiler, aber immer auf einem gut ausgebauten Weg. Zwischendurch trete ich fast auf eine Schlange, die sich am Rand des Weges eingekringelt hat. Wir haben beide ziemlich Angst, ich überbrücke die nächsten 20 Meter wild hüpfend. Ein Bär soll laut mir entgegenkommenden Wanderern auch in der Nähe sein, ich sehe aber leider nur seine Hinterlassenschaften. Als ich an den Vidette Meadows ankomme, bin ich einigermaßen fertig, der gute Weg verleitet zu zügigem Tempo, das verbunden mit dem konstanten Aufstieg ordentlich Energie frisst. Hier oben gibt es einige etablierte Campspots mit Bärenboxen, ich hätte heute auch nichts gegen etwas Gesellschaft und überlege, ob ich hier nicht mit JMT-Hikern zusammen zelten sollte. Doch noch ist niemand hier, und so entscheide ich mich dazu, in sehr gemächlichem Tempo weiterzugehen. Irgendwann stehe ich dennoch an der Stelle, wo der alte JMT vom neuen abzweigt, nun packt mich wieder Ehrgeiz und ich will heute noch aus dem Wald raus. Zunächst geht es weglos bergauf, dann finde ich den Weg, der immer noch deutlich sichtbar ist. Bald bin ich im Center Basin mit einigen sehr schönen Seen und von Flechten bewachsenen, ebenen Stellen. Hier baue ich mein Zelt auf, wasche mir den Staub von den Beinen und verschwinde rasch im Zelt, sobald die Sonne weg ist. Abends höre ich wieder Kojoten heulen. Als ich schlafe, gräbt sich ein vielstimmiges Quietschen in meinen Traum, das so gar nicht zum Rest der Traumstory passen will. Ich wache auf und merke, dass das Geräusch real ist. Ich war leider zu verschlafen, um aus dem Zelt zu schauen, doch bin mir ziemlich sicher, dass das einige Kojoten waren, die keine 20 m von mir entfernt über den Pfad marschiert sind. Tag 13: zwischen Wallace Lake und Tulainyo Lake Am Morgen ist das Zelt und der Bärenkanister vereist. Es geht weiter auf einem gut sichtbaren Trampelpfad, schmaler, aber angenehmer zu laufen als der JMT. Man steigt einen breiten Rücken auf, von dem ich die ersten JMTler sehe, die vom Forester Pass runterkommen, und bald stehe ich am Junction Pass. Der Abstieg ist zunächst flach, einen echten Pfad sehe ich nicht, aber ich folge gedankenverloren einigen Fußspuren im sandigen Untergrund schräg nach links. Plötzlich stehe ich an einer ziemlich steilen Kante. Vielleicht könnte man hier absteigen, ich will es aber nicht riskieren, ganz zurückgehen will ich jedoch auch nicht. Ich versuche einen anderen Abstieg, stehe aber bald wieder in steilem Gelände. Um hier rauszukommen, ist nun etwas Kletterei nötig, da hier auch der Fels sehr bröselig ist, gestaltet sich das als sehr unangenehm. Irgendwann bin ich dann in einer Rinne mit sehr rutschigem Untergrund, sie ist aber nicht zu steil und man kann hier mehr oder weniger abfahren. Unten finde ich den Pfad wieder, er ist sehr schmal und führt an einem steilen Hang durch lockere Steine. Auch dieser Teil ist nicht einfach, besonders verglichen damit, wie gut der Pfad auf der anderen Seite des Passe war. Sobald wieder Vegetation auftritt, verliert sich der Weg, irgendwann sehe ich aber den guten Pfad, der zum Shepherd Pass hochgeht, in der Ferne und erreiche ihn nach einer größeren Furt und etwas Bushwhacking. Der Aufstieg zum Pass führt über steile Serpentinen. Irgendwann sehe ich einen halb verwesten Kadaver eines Paarhufers, wohl einer Ziegen- oder Hirschart. Während ich mich noch frage, welches Schicksal dieses Tier ereilt hat, gehe ich zwei weitere Serpentinen hoch, schaue nach unten und entdecke ca. ein Dutzend Kadaver. Vielleicht eine Lawine, jedenfalls sorgen die vielen Leichen für eine seltsame Stimmung. Am Shepherd Pass geht ein ordentlicher Wind, der Pfad verläuft flach nach unten, und bald biege ich auch schon nach links ab auf eine sumpfige, von Murmeltieren bewohnte Grünfläche. Schnell ist ein kleiner Sattel erklommen, auf der anderen Seite ist wieder sehr rutschiger, sandiger Untergrund, der große Teile der SoSHR prägt. Hier entdecke ich auch wieder Fußspuren. Die nächste Abbiegung nach links über einen flachen Rücken gehe ich mit dem GPS, hier ist einiges an Boulderhopping angesagt, man könnte aber auch einfach etwas weiter runtergehen und würde automatisch auf einen Pfad stoßen. Im Tal des Wallace Creek halte ich mich lange am Hang, da der Talboden sehr sumpfig ist, irgendwann treibt mich der Durst aber doch nach unten und beschert mir nasse Füße. Einen guten Pfad entdecke ich erst, als ich schon fast am Wallace Lake bin, dieser Pfad soll aber deutlich länger sein, wie ich später höre. Der Wallace Lake liegt sehr hübsch, hier campiert auch eine größere Gruppe, die zum Angeln hochgestiegen ist. Ich überlege lange, ob ich hier bleiben soll: Ob oben noch Vegetation ist, ist unsicher, auch bin ich mittlerweile in großer Höhe und es gab ja letzte Nacht schon Minusgrade. Auf der anderen Seite will ich aber auch den Aufstieg auf den Mount Whitney morgen nicht allzu spät angehen. Ich entscheide mich dazu, erst einmal weiterzugehen. Zunächst geht es flach bergauf, dann muss man über einem sumpfigen, skandinavisch anmutenden Gebiet ein steiles Blockfeld hoch. Trotz lockerer Steine ist auch das bald geschafft, und darüber ist eine kleine Hochebene, durch die ein breiter Bach fließt, der auf der Karte nicht eingezeichnet ist. Der Boden ist zwar steinig, aber oberflächlich bewachsen, und nach einigen Tests mit Heringen beschließe ich, die Nacht hier zu verbringen. Der Wind hat ordentlich angezogen, und wahrscheinlich würde ich weiter oben kein Zelt aufgebaut bekommen, um mich davor zu schützen. Tag 14: bis 1 h südl. von Sky Blue Lake Der nächste Morgen ist schweinekalt und meine Finger werden beim Zeltabbau leicht taub. Entsprechend schnell mache ich mich auf und bin schnell am Tulainyo Lake, der mit seiner Tropfenform etwas unwirklich in dieser Welt aus steilen Felsen und Steinblöcken liegt. Der Russell-Carillon Col, den ich nun hinaufmuss, soll zu den schwierigeren Pässen zählen, ich gehe ihn aber einfach mal an und komme über die üblichen Steinblöcke gut voran. Vielleicht ist die Kletterei hier etwas technischer als auf den Pässen zuvor, aber nichts, was einen noch aufhalten sollte, wenn man es bis hier geschafft hat. Auf der anderen Seite ist der Weg zum Upper Boy Scout Lake klar, ich schalte dennoch mal mein GPS an und sehe, dass das hier doch ziemlich ungenau ist. Da ich kaum Informationen über den Aufstieg zum Mt. Whitney habe, beunruhigt mich das ein wenig, ich hoffe jedoch, noch andere zu treffen, die den Weg gehen wollen. Am Upper Boy Scout Lake sind alle Zelte leer, ich bin also wahrscheinlich zu spät für Gesellschaft. Mir wird etwas mulmig und ich überlege, ob ich von hier einfach nach Whitney Portal absteige. Dazu ist mein linker Mittelfinger an der Kuppe geschwollen, da scheint sich Eiter zu sammeln. Ich folge aber erst mal weiter Steinmännchen nach oben. Dann treffe ich auf eine geführte Klettergruppe und unterhalte mich mit dem Guide kurz über die Mountaineer’s Route, die ich gehen will. Er sagt, sie wäre relativ gut zu finden. Dann warnt er mich noch vor Steinschlag und fragt, ob ich einen Helm dabeihabe. Ich verneine und sage, dass ich jetzt aber auch nicht mehr umkehren werde, und damit ist die Entscheidung gefallen. Ein paar Minuten weiter treffe ich einen jüngeren Herren, der gerade auf der Mountaineer’s Route war und umkehren musste. Da das seine erste Bergtour war, beunruhigt mich das nicht. Auch er schildert mir noch mal den Weg. Am Iceberg Lake stehen einige Zelte von Kletterern, einer von ihnen zeigt mir noch mal mein Couloir, zu dessen Eingang aber auch nach wie vor Steinmännchen geführt hätten. Ich fülle mein Wasser noch mal am See auf und mache mich an den Aufstieg. Zunächst über das übliche Blockfeld, das irgendwann mit dickem Staub bedeckt ist. In der Mitte wird das Couloir immer bröseliger. Einmal halte ich mich an Steinen fest und schaffe es dadurch, eine winzige Steinlawine über mir auszulösen. Die Steine rutschen langsam auf meine Hände zu, loslassen kann ich jedoch auch nicht, wenn ich nicht weiter abrutschen will. Am Ende rollt ein dicker Stein über meinen Zeigefinger und lässt den Nagel blutig zurück. Anschließend versuche ich es im festeren Fels auf der rechten Seite, hier ist die Kletterei jedoch recht anspruchsvoll und langsam. Irgendwann sehe ich, dass von links unten ein kleineres Nebencouloir in das größere mündet, vielleicht hätte man durch das leichter aufsteigen können. Ab jetzt halte ich mich links und komme größtenteils leicht und schnell voran. Mir kommen zwei Leute entgegen, die schon am Gipfel waren. Sie gehen interessanterweise rechts, über die Idealroute scheint also keineswegs Einigkeit zu herrschen. Sie beschreiben mir den Einstieg zu den „Last 400“, wie das letzte, schwierige Stück der Mountaineer’s Route genannt wird. Man muss einige Meter runtergehen und sieht dann einen Steinhaufen an der Wand liegen. Als ich am Ende des Couloirs bin, sehe ich den Steinhaufen, im Schneefeld etwas weiter daneben sind aber auch einige Fußspuren. Ohne den Tipp hätte ich den richtigen Einstieg sicher nicht gefunden. Der erste Zug hoch ist der schwierigste der gesamten Tour, aber machbar. Auch der Rest ist Kletterei, aber meist mit guten Griffen. Nur den vereisten Stellen muss man mit ein wenig Rumsuchen ausweichen. Der Blick nach unten kann einem ordentlich Angst machen, echte Absturzgefahr besteht aber eigentlich nicht. Irgendwann sehe ich die Gipfelhütte und bald stehe ich glücklich in einer großen Horde Menschen. Der Aufstieg vom Iceberg Lake bis zum Gipfel hat 1 Stunde und 45 Minuten gedauert. Nun geht es auf dem Normalweg den Grat entlang, viele Menschen sind unterwegs und ich beobachte ein fettes Murmeltier, das sich darauf spezialisiert hat, abgelegte Rucksäcke zu plündern. Wenn die anderen Wanderer sich an den Abstieg nach Whitney Portal machen, muss man selbst noch mal über lose, kleine Steinplatten hoch auf den Grat klettern, die andere Seite ist dann flach und sandig, bis man unter sich den Crabtree Lake sieht. Der Abstieg dorthin ist noch mal ätzend, steil und rutschig, es gibt einfach keine elegante Methode, hier runterzukommen. Am See treffe ich zwei Leite, die auch die SoSHR gehen, von denen waren wahrscheinlich die Fußspuren, die ich immer mal wieder gesehen habe. Wir rasten ein wenig und gehen den nächsten Pass auf unterschiedlichen Wegen an, ich über steile Granitplatten und dann über einige Felsblöcke. Ich steige zum nächsten See ab, was sich am unteren Ende als schwierig herausstellt, wieder gibt es einige heikle Kletterstellen, bei denen ich die Stöcke herunterwerfen muss. Als ich am See stehe, schaue ich auf die Karte und bemerke, dass ich gar nicht ganz runtergemusst hätte, sondern der Weg nach rechts abgeht. Ich könnte hier auch am See lang eine Abkürzung gehen, die laut Karte machbar erscheint, entscheide mich aber dazu, dem Punkten auf der Karte zu folgen. Dieser Weg erscheint mir teilweise etwas labyrinthartig, mit steilen Abstiegen, kleinen Seen und Couloirs, weshalb ich das GPS zu Hilfe nehme. Bald bin ich am Sky Blue Lake, der wunderschön gelegen ist, auf der anderen Seite sehe ich schon ein Zelt stehen. Um den See herum führt ein Trampelpfad, die Camper haben heute den Weg versucht, den ich gekommen bin, und haben sich wohl verlaufen, weshalb sie wieder abgestiegen sind. Ich entscheide mich, noch ein wenig weiterzugehen, und halte mich wie auf der Karte empfohlen auf der rechten Seite eines breiten Baches. Irgendwann sehe ich zwei Leute auf der anderen Seite hochsteigen, dann noch eine Person, und ich vermute dort einen Trampelpfad. Also furte ich und entdecke wirklich einen Pfad, der besser ist als so mancher auf der Karte eingezeichneter. Ich folge ihm nach unten. Irgendwann stehe ich auf einer hübschen Wiese, die von Felswänden umgeben ist. Ich beschließe, hier meine letzte Nacht zu verbringen. Tag 15: bis Cottonwood Lakes, Ende Die Nacht war wieder unter null, das Zelt ist bald abgebaut und ich folge dem Pfad weiter. Bald stoße ich auf den eingezeichneten Weg, steige in langen Serpentinen den New Army Pass hinauf und auch wieder runter. Hier treffe ich eine 70 Jahre alte Frau mit einem fast so alten Gossamer-Gear-Rucksack. Ich bewundere ihre Fitness, sie mein Baseweight. An einigen Seen entlang geht es in bewaldetes Gebiet, immer mehr Tageswanderer kommen mir entgegen und irgendwann stehe ich auf dem Parkplatz des Cottonwood Lakes Trailhead. Wanderer nehmen mich mit nach Lone Pine, ein Burning-Man-Besucher bringt mich dann nach Bishop, wo ich erst mal zwei Portionen Pommes im McDonald’s esse und mit einem Liter Cola runterspüle.2 Punkte -
Dessert: "Seelenwärmer" Nachfolger "Süßer Moment"
Der/Die eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an die kleinen Tüten " Süßer Moment" die mit etwas heißem Wasser noch eine extra Belohnung Schokopuddig zum Tagesende versprachen oder den Regentag im Zelt etwas erträglicher machten. Irgendwann gab es sie nicht mehr... Bin heute über einen Nachfolger aus dem Hause Dr. Oetker gestolpert, mit dem werbeträchtigen Namen "Seelenwärmer". Gibt´s in Schoko und Vanille und werden mit 150 ml heißem Wasser zubereitet. Wie früher, eine nette Nachspeise. Wie konnte ich nur das Gewicht vergessen!!!! 58gr1 Punkt
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"Habe fertig" Brückenhängematte
1 Punkt" Habe fertig " Brückenhängematte Schon auf dem Forumstreffen ,des Hängemattenforum"s , war der Entschluss gefasst ,eine Brückenhängematte zu bauen. Die Möglichkeiten , des Probeliegens in diversen Hängematten wahr einfach super. Ich bekam leihweise die Koma von Mitagsfroßt . Dazu noch jede Mänge Tipp"s von Dentronaut und anderen. Der Stoff ist der Rest , von meiner ersten HM. Der Aufbau , wurde grob der Koma nachempfunden. Die Breite der Spreizstangen passte gut mit meinen Fizan Stöcken. Die Liegefläche wurde ca.10 cm verkürzt , und im oberen Bereich etwas verbreitert. Die Kofseitige Wand ist doppelt , als Tasche ausgearbeitet. Hier kann das Moskitonetz ,und ein Kopfkissen , usw .verstaut werden. Am unteren Ende habe ich eine Tasche für den Rucksack "angebaut". In die 2 Lagen Konstruktion , kann eine Isomatte eingeschoben werden. Diese ist bei mir von innen zugänglich , so kann im Liegen , z.b. beliebige Kleidung als Kopfkissen reingestopft werden. Für das Moskitonetz , fand ich keine bessere Lösung , als RV. Da ich in warmen Sommernächten einen Moskito-voll-Schutz haben will , wurde es ein ganzes Netz . Deshalb , unten den gleichen RV. wie oben , die Seiten werden aufgeklappt . Es ergab sich , das die Stock-Segmente , mit den Spitzen übrig wahren , deshalb dienen diese nun als Beschwerung der Seiten. Fakten: Stoff plus 2 RV Hälften ( 33 g ) 238............................... 392 Beide Abspanndreiecke............. 36..................... Fizan 280 Moskitonetz plus 2 RV Hälften... 90 ...................Adapter 32 Stöpsel 4 Stück.......................... 17 Rigline.......................................... 8............ mit Stöcken 704 g Karbon Tockel 6mm 2 Stück........ 3 Gesamt: 392 Hierzu kommen die beiden Fizan Stöcke mit 280 g und ein Adapter-Rohr 32 g Fazit: Selbst wenn man ein "Muster" hat , darf man das Potenzial dieser HM. nicht unterschätzen. Ein großes LOB an alle Bastler / Tüftler / Erfinder , die mit viel Hirn und noch viel mehr Versuch und Irrtum eine solche Matte möglich machen. Ich hätte sie gerne leichter. Aber wie man sich bettet so liegt man . Das ist das Mehrgewicht wert. Und es ist Ja schließlich noch nicht aller Hängematten ääää ich meine Tage ende. Stichworte: - Bearbeiten Zitat Melden Like1 Punkt
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Wandern in Europa oder der Hype um den E1
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Freierfall reagierte auf zeank für Beitrag im Thema
1 PunktLapplandtorpedo1 Punkt -
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SouthWest reagierte auf Dr.Matchbox für Beitrag im Thema
1 PunktTera Nova Laser Elite sollte es sein.1 Punkt -
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Donau reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema
1 PunktIch habe auch ständig Essen geschenkt bekommen - so gesehen ist es ein Glück, dass so wenig ULer in Skandinavien unterwegs sind. Die UH-Fraktion ist viel freigieber mit dem Essen, weil sie meist zuviel dabei haben ....1 Punkt -
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Ich muss ja auch sagen, ich hab auf dem Bergslagsleden einfach tolle Leute getroffen. Bin den ja gegen Strich gegangen (E1-wise) und so hab ich neben Christine eine ganze Hand voll anderer E1-Wanderer getroffen. Einen total süßen Innsbrucker der von Mücken komplett zerstochen war, weder Zelt noch sonstwas dabei hatte und dadurch, dass er halbnackt vor mir rumlief mich halb um den Verstand brachte. Er klang nicht als würde er ihn zu Ende laufen. Einen süßen jungen Schweden, der UL unterwegs war, fasziniert von mir ob meines kleinen Rucksacks und mir von all seinen Sexabenteuern berichtet hat (lol, idk, schon krass was da so abgeht), einen deutschen der mir die Hälfte seines Essens geschenkt hat weil es ihm zu schwer war und einen Franzose, dem ich jetzt auf Instagram folge und der einfach die unglaublich schönstes Fotos postet. Wie soll man da nicht auch mal den E1 laufen wollen?1 Punkt
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UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
OT: @zoppotrump hat es schon erwähnt...Das warme geht immer zum "weniger warmen" - nicht umgekehrt. Symmetrisch ist das nicht Isolation = Wärmedämmung. Definition im Wiki: " Wärmedämmung ist die Reduktion des Durchganges von Wärmeenergie durch eine Hülle, um einen Raum oder einen Körper vor Abkühlung oder Erwärmung zu schützen" Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wärmedämmung Schutz vor Erwärmung: die Isolation des Kühlschranks schützt die kühlere Innenluft vor der Wärme des Raums - und ist nicht primär dazu gedacht diese drinnen zu halten...klingt komisch, ist aber so Die kalte Luft kann nicht durch die Isolation heraus; Die Umgebungsluft enthält mehr Wärmeenergie - zumindest im Normalfall - und versucht sozusagen durch die Isolation nach Innen zu gelangen) Auch ne schöne Definition: " Zwischen Körpern mit einer höheren Temperatur und solchen mit einer niedrigeren Temperatur findet eine Wärmeübertragung durch Wärmeleitung, Wärmeströmung oder Wärmestrahlung statt. Diese Wärmeübertragung ist teils erwünscht, teils unerwünscht. Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung bezeichnet man als Wärmedämmung. " Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/waermedaemmung1 Punkt
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Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Ich finde ja dieses Streben nach absoluter Einsamkeit eher befremdlich. Ich leb aber halt auch allein. Ich mag es Leute zu treffen auf dem Trail. Mich auszutauschen. Wenn man das nicht mag, dann geh halt nicht auf den nördlichen Nord-Kungsleden. Oder in den (das?) Sarek. Für mich ist es eine halbe Qual tagelang überhaupt niemand zu haben dem man wenigstens hallo sagen kann. Umso schöner wenn man nach drei Tagen total ohne jeglichen Kontakt @German Tourist auf dem Bergslagsleden trifft. Aber es ist halt nicht jeder gleich. Das versteh ich schon. Ich finde Skandinavien faszinierend, aber halt nicht wegen der vermeintlichen Einsamkeit. Ich mag die Weite, das Raue, das Unberechenbare. Aber irgendwo auch das einfache.1 Punkt
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Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Takanama reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema
1 PunktGanz im Gegenteil - ich denke, dass meine Ansprüche an den Erlebniswert sogar deutlich niedriger sind als bei den meisten Wanderern. Da ich nur Langstrecke mache, ist mir einfach klar, dass es immer wieder öde oder schwierige Abschnitte gibt. Das liegt in der Natur von Langstrecke. Wer nur ein oder zwei Wochen unterwegs ist, hat deutlich höhere Erwartungen für seine wenigen kostbaren Urlaubswochen! Genau das ist mein Punkt. Skandinavien hat den Ruf, das ultimative Outdoor-Paradies in Europa zu sein. Daher will dort jeder hinfahren und es gibt unzählige Reiseberiche darüber. Und das wiederum verstärkt den Trend und noch mehr Leute rennen nach Skandinavien. Und die Einsamkeit in der Wildnis, die die meisten suchen, ist damit dahin. Auf dem Kungsleden ist mittlerweile in der Hochsaison schon fast soviel los auf den spanischen Caminos! Ich möchte nochmals klarstellen, dass es mir nicht darum geht, Skandinavien als Destination oder gar die Wanderer dort irgendwie niederzumachen. Mir hat es dort letztendlich gut gefallen und kann verstehen, was die Leute dort hinzieht. Aber das, was die meisten suchen, kann man woanders auch finden - und manchmal sogar noch besser. Wer Einsamkeit sucht, ist in Osteuropa deutlich besser aufgehoben. Und dort gibt es auch noch deutlich mehr zu entdecken als in Skandinavien, wo es schon für die hinterletzte Ecke zehn Reiseberichte auf ODS gibt. Es gibt soviele attraktive Outdoor-Destinationen in Europa - warum also dieser Hype um Skandinavien? Ich denke, vielen fehlt einfach der Vergleich mit anderen Ländern. Und daher dieser Thread ....1 Punkt -
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
Wandern in Europa oder der Hype um den E1
German Tourist reagierte auf zeank für Beitrag im Thema
1 PunktSchweden wird auch schwierig mit nur 500€ im Monat. Da muss man sich schon verdammt zurücknehmen und sehr gut planen. Kann es mir nur schwer vorstellen wie das gehen soll, aber lass mich da gerne belehren. Ich hab in den drei Wochen Kungsleden dieses allein für die Fähren 200€ ausgegeben. Also da auf alle Fälle rudern, wann immer es irgendwie geht.1 Punkt -
Schnäppchen
1 PunktOT: Das Angebot kommt von mir. Falls jetzt jemand überlegt, sich Haven Tarp und Nettent beim TLS im Sonderangebot zu kaufen, kann er/sie sich gerne vorher nochmal bei mir melden und wir reden nochmal über den Preis - wäre ja nachhaltiger als jetzt ein komplett neues zu bestellen...1 Punkt
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Schnäppchen
Schnäppchen
gregoreasy reagierte auf SouthWest für Beitrag im Thema
1 PunktDer Trekking lite store mal wieder: Freitag, den 19.10. 13 Uhr bis Sonntag, den 21.10. 23.59 Uhr 20% Rabatt auf alle Zelte und Zeltzubehör, auch auf bereits reduzierte Zelte und Zeltzubehör. Gutschein Code: oktsale18 Mindestbestellwert: 60 EUR https://www.trekking-lite-store.com/1 Punkt -
UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
Painhunter reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema
1 PunktPhysik in einfachen Worten. Es gibt einen absoluten Nullpunkt. Der liegt bei -273,15°C bzw. 0K. Alles darüber hinaus ist "warm'. Da es bei einem Temperaturgefälle immer zu einem Ausgleich kommt kann es immer nur kälter werden. Wärme "fließt" zum kalten. Dämmung/"Isolierung" versucht den Verlust von Wärme zu reduzieren (bzw. im Kühlhaus den Eintrag von Wärme).1 Punkt -
UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
Achso, ja: In theory practice and theory are the same. In practice they are not. :p1 Punkt
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Bewegte Bilder
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UL-MUC reagierte auf skullmonkey für Beitrag im Thema
1 PunktIch hatte letzte Woche in den Pyrenäen die TAR NeoAir UberLite dabei (225 g in Regular Länge) und war echt begeistert wie kompakt und warm die Matte ist. Ich habe dazu mal ein detailliertes Video gemacht1 Punkt -
UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
UL Schlafsystem im Winter (ab -5°)
kImperator reagierte auf Tipple für Beitrag im Thema
1 Punkt@Painhunter Ich erinnere mich an eine Nacht im Harz mit @kImperator , da waren wir an den Zeterklippen. Da hat er unter einem Tarp gepennt. Es war windig und es hat geschneit. Morgens war seine ganze Penntüte mit Schnee überzogen. Da ist nix geschmolzen und weißt du auch warum? Weil die Daunen in seinem Teneqa nicht nur in eine Richtung isoliert haben. Wenn bei mir was schmilzt, oder festfriert wische ich es einfach ab, fertig ist die Lutzi. LG1 Punkt -
Impressionen von Touren
1 PunktEin paar Eindrücke vom E5 südlich von Bozen Anfang Oktober. Der E5 war im Sommer dran, etwas anders eingeteilt, wegen der Ruhe. Nach einer Romreise hatten die liebste Wanderbegleitung und ich noch ein paar Tage Zeit und wollten sie wanderisch nutzen. Los ging's entgegengesetzt, von Levico Terme, einer alten Kurstadt im Trentino Richtung Norden nach Bozen. Der Weg ist oft etwas unspektakulär, es geht viel durch Nadelwald, falls nicht gerade Baumernte ansteht und man Umwege gehen muss. Schicke Abschnitte sind der Klettersteig durch das Val Scura Richtung Lusern, für uns ein Tagesausflug bevor wir nach Bozen starteten. Vielleicht hätte man ein Kletterset nutzen sollen, denn das waren die harmlosen Passagen. Eine weitere lohnenswerte Passage ist zwischen Palu del fersina und Cembra. Obwohl man fast nur über Asphalt geht trifft man auf lauter niedliche Orte, tolle Aussichten, nette Bars und Erdpyramiden. Man sieht am Gepäck: Es war eine Quartiertour und die Agriculturas waren sensationell! Ansonsten gab es das, was immer bei einer Tour toll ist. Kann man mal machen, bietet sich aber eher an, wenn man ohnehin auf dem E5 unterwegs ist.1 Punkt
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Sierra High Route 2018
1 PunktGE-Track von Teil 3: 03Devils-Italy.kmz (Hier mit Überschreitung des Mount Gabb, der richtige Weg kommt dann im nächsten Track.) Tag 5: bis Duck Lake Morgens packe ich mir für 4 Tage Proviant in die bereits gebrauchten Ziplocks um. Für tagsüber gibt es vor allem Clif-Bars, für die Abende Studentenfutter und M&Ms. Kaufen muss ich an Proviant gar nichts mehr. Dann geht es zum Laden, wo ich einen Trekkingstock für 15 Dollar bekomme. Ich frage den Verkäufer noch, ob sie auch Uhren haben, und er bietet mir seine Armbanduhr für 30 Dollar an. Nach etwas Überlegen nehme ich sie. Dann dusche ich noch, am Abend zuvor hat mir jemand Duschmünzen gegeben, an sich ist der Preis für die Duschen aber eine Frechheit. Das Münztelefon ist leider kaputt, Empfang habe ich auch keinen, aber auf dem nächsten Pass soll es wohl welchen geben. Ich mache mich an den Aufstieg, Empfang gibt es immer noch keinen, letztendlich steige ich auf der anderen Seite des Passes zu einer Straße ab, nehme einen kostenlosen Shuttlebus und fahre so lange, bis ich Striche auf dem Handy habe. Dann wird zu Hause angerufen, wieder zurückgetrampt und der Mammoth Crest bestiegen. Das stellt sich als erstaunlich aufwendig heraus, da der Untergrund aus sehr rutschigem Sand besteht. Bergab könnte man hier einfach runterrennen … Oben angekommen gibt es einen gut sichtbaren Trampelpfad, dann einen in der Karte eingezeichneten Weg, der mich bis an die Deer Lakes bringt. Die Bäche hier sind alle trocken, weshalb ich das erste Mal Wasser aus einem See nehme. Dann fängt es das erste Mal auf dieser Tour an zu regnen, genug, um die Regenjacke anzuziehen. Es folgt ein hübscher Anstieg mit einer kleinen, grünen Hochebene am Ende, und bald ist man am Duck Lake mit einem gut ausgebauten Pfad. Hier treffe ich auch einen Tageswanderer. Am Ausfluss des Duck Lake stehen auch zwei Zelte, da das nächste Stück an einem Berghang entlanggeht, stelle ich mein Zelt nicht allzu weit entfernt auf. Es wird deutlich kälter, irgendwo zwischen 0 und 5 Grad, und nachts höre ich Kojoten heulen. Tag 6: bis Second Recess Bald stoße ich auf den JMT und entsprechend viele Menschen, dann zweige ich über eine vergleichsweise tiefe Furt auf einen einsamen Pfad Richtung Horse Heaven ab. Hier gibt es das erste Mal so viele Mücken, dass ich Deet benutze, es folgt ein Anstieg, bei dem man ein bisschen rumsuchen muss, bis man weiterkommt. Oben liegt der Isaak Walton Lake, der wirklich wunderschön ist! In den Alpen wäre so ein tolles Stück Natur sicher ein Touristenmagnet, hier bin ich ganz alleine. Mit leichter Kletterei geht es weiter nach oben, dann folgt eine etwas unübersichtliche Hochebene mit sehr vielen kleinen Tümpeln, dann der Shout-of-Relief Pass. Beim Aufstieg höre ich nicht allzu weit entfernten Donner, in dem Basin zwischen Shout-of Relief-Pass und Bighorn Pass sind die Blitze dann sehr nah und ich überlege kurz, ob ich hier irgendwie Schutz suchen soll. Ich gehe dann doch weiter, es regnet, über nasse Steine ist der Aufstieg zum Bighorn Pass auch nicht leichter. Unter mir sehe ich nun den Laurel Lake, doch zuvor wartet noch ein langer, steiler Abstieg auf mich, teilweise über rutschiges Gras. Unten am See campiert eine größere Gruppe, eine Familie und einige Freunde. Dann geht’s runter zum Mono Creek, teilweise über einen Trampelpfad, der immer wieder verschwindet, dann muss ich ein bisschen durch steiles Terrain bushwhacken, bis ich den eingezeichneten Pfad finde. Der eingezeichnete Pfad durch das Second Recess ist sehr schwer zu erkennen, teilweise nicht von trockenen Wasserläufen zu unterscheiden, es geht aber voran. Hier gibt es viel Sumpf, irgendwann finde ich aber eine vernünftige Campstelle. Tag 7: bis Brown Bear Lake Der erste Teil des Aufstiegs in das Seitental des Second Recess ist schrecklich, ein steiles Bushwhacking durch dichtes Weidengebüch, für das ich ewig brauche. Doch irgendwann wird die Landschaft offener und einige sehr hübsche Seen reihen sich aneinander, dennoch zieht sich der Aufstieg bis zum Gabbott Pass. Ich hatte überlegt, ob ich nicht über den Gabbott Pass gehe, sondern dafür den Mount Gabb überschreite, verwerfe den Plan aber doch schnell. Der Aufstieg sieht anspruchsvoll aus, generell ist es vielleicht doch keine gute Idee, einen 4000er weglos, mit Trekkinggepäck und ohne wirklichen Plan, wo es langgeht, zu überschreiten. Und generell hatte ich heute genug Aufstieg. Also doch der Gabbott Pass. Man folgt einer verschneiten Rinne, das Gehen macht Spaß und ist nicht allzu schwierig, ebenso wie der Abstieg zum Lake Italy, den es dann auf einem Trampelpfad entlanggeht. Hier sehe ich dicke, dunkle Wolken über dem Gipfel des Mount Gabb, gut, dass ich da gerade nicht bin. Am Ausfluss des Lake Italy fängt es an zu nieseln, ich gehe dennoch weiter. Am Teddy Bear Lake wird der Regen stärker, am Brown Bear Lake noch stärker. Der nächste Pass sieht von hier unten recht anspruchsvoll aus, ich habe kein gutes Gefühl, den bei Nässe zu machen. Der Regen wird zu Hagel und dann zu heftigem Hagel, die Entscheidung ist mir also erst mal abgenommen und ich baue hastig das Zelt auf. Dicke Hagelkörner trommeln auf das Cuben, ich bin froh, dass das kein 0.5er ist … Der Hagel bleibt auf den Wänden des nicht ideal aufgebauten Zeltes liegen, ich muss ihn gelegentlich runterdrücken. Nach ca. 1 Stunde wird der Hagel zu Regen, und auch der hört bald auf. Die Wiese auf der ich liege, ist immer noch voller Hagel, außerdem steht sie knöcheltief unter Wasser. Die Heringe halten aber trotzdem, die Sonne kommt raus, und ich beschließe, heute hier zu bleiben: Der Pass dürfte auch voller Hagel sein, die Stelle ist ausgesprochen schön, und ich habe nichts dagegen, hier noch ein paar Stunden des Tages zu verbringen. Außerdem war der Tag heute etwas ätzend, von den 7 Stunden, die ich heute gegangen bin, waren 5 Stunden konstanter Aufstieg, und gerade am Anfang habe ich mich nur durch Weidenbüsche durchgequetscht. Der Abend und die Nacht sind wieder recht kalt.1 Punkt
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Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
Tag 7: "Waterloo!" Eckpunkte hinter Mazeri Richtung Ushba -> Ushba Gletscher -> Mazeri -> Guli 33,3km, 1982hm up, 1448hm down, höchster Punkt 2780m Rekord - ich komme tatsächlich kurz vor 8 los. Dass ich dafür den Wecker um 6 gestellt habe - und um 6:30 endlich die Augen aufbekomme - geschenkt. Fast 8 Stunden Schlaf haben unglaublich gut getan. Ich bin scheinbar tatsächlich als erster am georgischen Grenzposten vor dem Gletscher, von dem ich bereits gelesen hatte. Ein Köter, neben dem ein ausgewachsener Bär niedlich wirken würde, und mich ohne seine Kette am liebsten in einem Stück fressen würde macht das Empfangskomitee. Ein Grenzer wäscht sich gerade müde das Gesicht, stoppt mich dann aber doch noch mit ein wenig Aktionismus. Woher? Wohin? Alleine? Auch wieder zurück? Der Blick auf meinen augenscheinlichen Tagesrucksack verschafft scheinbar Glaubwürdigkeit und so darf ich ohne weitere Prüfung, ob ich mich nicht doch über die 4000er nach Russland absetzen will passieren. Es geht direkt bergauf, ständige Spinnweben im Gesicht bestätigen, dass ich wohl tatsächlich der erste heute morgen bin - sehr schön - die zu erwartende Ruhe auf der Strecke und am Gletscher - nicht die Spinnweben *ugh Bis zum Wasserfall bleibt die Steigung entspannt. Die Blicke in's Tal, das mehr und mehr von der Sonne erfasst wird belohnen. Nach dem Wasserfall gen Gletscher wird es ordentlich steil, dazu staubig-geröllig-rutschig, 'freue' mich schon auf Rückweg - NOT. Erstaunlich - derart anspruchsvolles Terrain hatte ich bei der Popularität als Ausflugsziel gar nicht erwartet. Aber wahrscheinlich strecken wirklich die meisten schon beim Wasserfall die Waffen und gehen gar nicht weiter. Es folgt die Querung des Gletscherausflusses, so früh mit einem lässigen Satz zu überbrücken. Dann, etwas weiter oben stehe ich plötzlich vor einem großen Brocken - behangen mit allerlei Bergsteigergedöns - und übersäht mit Plaketten derjenigen, die das Zeug weiter oben wohl eher weniger erfolgreich eingesetzt haben - huiui! Etwas mulmig wird mir ja beim Anblick - gepaart mit einem Blick die eigenen Beine runter - in Shorts und Trailrunnern endend. Unter dem Brocken befindet sich noch allerlei vermeintlich für andere zurück gelassenes - Gas en Masse, Essen - und natürlich Müll. Ein paar russische Instantnudeln sehen noch ok aus, das Haltbarkeitsdatum ist das Einzige, was ich entziffern kann. Also eingepackt, die Versorgung mit dererlei erscheint mir ja hier weiterhin zweifelhaft, kann nicht schaden. Es geht hinauf, ab in's Geröllfeld. Am Punkt, auf dem der Beginn der Gletscherzunge auf meiner Karte verzeichnet ist, ist noch weit und breit nichts zu sehen, muss die Jahreszeit sein. Also weiter rein - und weiter - und weiter. Ich begegne Gruppe auf dem Abstieg, die weiter oben kampiert hat. Volle Gletscherausrüctung, merklich kurz angebunden und reserviert. Hat da jemand einen Egoknick in Anbetracht des vermeintlichen Spaziergängers in Shorts und Turnschuhen, der da einfach so rein latscht? Ich laufe weiter und weiter. Die Umgebung wird immer abweisender, geradezu bedrückend, ja beklemmend. Nichts lebendes, graue Felsbrocken, in der Ferne braungraues Eis, immer mal ein knacken, rutschen, rollen. Dazu Gluckern und Rauschen. Ich balanciere weiter auf den Steinbrocken das Geröllfeld nach oben, mal mehr, mal weniger fest verkeilt. Es wird mehr und mehr Eis unter dem Geröll sichtbar und irgendwann bekomme ich den Gletscher zu sehen, Mehr grau als weiß, ein trauriger Anblick. So gar nicht weiß, prächtig und majestätisch, wie ich ihn mir ausgemalt habe. Ich entscheide mich dagegen, noch weiter zu gehen. So ganz wohl fühle ich mich in der Umgebung nicht, zumal mich der lange und länger werdende Weg zurück und bisher mäßig spannende Blick auf den Gletscher wenig motiviert. Also balanciere ich die Felsbrocken zurück nach unten. Ich ärgere mich etwas, hierfür unter'm Strich fast einen Tag drauf gegeben zu haben. Irgendwann, ich kann gar nicht sagen, wie, ich meine beim nachziehen des Beins, detsche ich mit dem Schienbein etwas gegen einen Stein, etwas dumpfer Schmerz, angestoßen halt. Als ich schaue, klafft da ernsthaft ein Löchlein im Schienbein, die dickflüssige, rote Suppe läuft herunter - wtf? Es tut nicht einmal groß weh, aber der Stein muss herrlich scharfkantig gewesen sein. Ich halte inne, hole das medikit heraus, der Brennstoff aus der Apotheke kommt auch gelegen. Sogar ein paar Steinsplitter muss ich noch heraus pulen - traumhaft, irgendwo mitten im Geröllfeld. Ich pappe ein Pflaster gegen Schmutz drauf, dann kann ich wenigstens auch sehen, wenn es stärker weiter suppt. Ein bisschen baff mäandere ich weiter hinab, gefühlt hat mir die Hexe Ushba einen kleinen Achtungshieb verpasst. Heraus aus dem Gletscherfeld, in den rutschigen Abstieg, der schon beim Anstieg keine Freude war. Immer wieder rutsche ich leicht weg fange mich, muss Gewicht unangenehm auf den geschundenen Knöchel, der eigentlich langsam besser wurde verlagern. Dann passiert es - ich rutsche schwungvoll rückwärts weg, die Stöcker landen wie ein Hebel über einem Stein, ich merke direkt, wie der Linke nachgibt - fuck! Noch beim Fallen bin ich Gedanklich bei den Konsequenzen. Hier ohne Stöcker bergab rutschen - OK, noch einer für den dicken Knöchel - Halbpyramide geht damit auch noch - Dackelgarage vielleicht mit dem Stumpf. Da sammele ich mich auf dem Boden, schaue zum zweiten, rechten Stock - auch halbiert! Nee, ne? Beide Mittelsegment, direkt unterhalb der Klemmung. Scharfkantig und zu kurz, um das gebrochene Stück ohne Weiteres aus der Klemmung gedreht zu bekommen. Ein Unterteil kann ich noch auflesen, das Zweite ist nicht mal mehr auffindbar, muss in's Dickicht wegkatapultiert worden sein. Ich schnalle die Überreste an den Rucksack und rutsche langsam weiter bergab. Irgendwann begegnen mir die ersten Tagestouristen. Ich komme mir vor, wie ein gerupftes Huhn, das gebeutelt und mitgenommen bergab zieht Bei den wenigen Begegnungen der letzten Tage war doch zumindest immer ein bisschen Austausch angesagt, sobald man mal auf jemanden traf. Aber in der eher touristischen Gegend scheint das eh auszufallen, mir nur recht Ich bin wenig in Gesprächslaune. Auf das georgische Hallo, das ich zumindest anstandshalber hervorbringe reagiert eh keiner, zwei Mal ernte ich ein lautstarkes "HÄÄH?". Die große Mehrzahl ist Deutsch - und macht daraus schon beim Gruß keinen Hehl. In Gedanken kopfschüttelnd geht es weiter runter. Auch der 10er Truppe, die die Russen gestern kurz vor mir getroffen hatten, begegne ich vermutlich - traumhaft. Dann der Fluss vom Gletscher, über den ich morgens noch mit einem leichten Hüpfer gekommen bin, mittlerweile mächtig angeschwollen. Beidseitig Menschentrauben, die sich nicht sicher sind, ob oder wie sie es wagen sollen. Einige furten, das Wasser hat ordentlich Kraft. Ich laufe etwas auf und ab, studiere die Lage, verspüre wenig Lust, in's Wasser zu steigen - mit den kauputten Stöckern am Rucksack. Eine stelle erscheint mir geeignet, wenn auch knapp. Aber kann's heute noch schlimmer werden? Fuck it! Rucksack strammer angezogen, Kurzer Anlauf, Absprung - Tap auf leicht überflossenem Stein in der Flussmitte - Satz - Landung - Auslaufschritte - drüben. Wenigstens ein Fünkchen Badass bewahrt und ab durch die Mitte aus der Masse der Leute raus. Ab hier wird es wieder leichter aber ich spüre, dass die Rutschpartie bei feuchtem Schuhklima den Fußsohlen nicht gut getan hat, am nächsten Morgen werde ich eine 20ct große Blase entdecken - traumhaft! Am Kontrollposten sitze ich etwas, lasse Luft an die Füße. Ich bin etwas wie bekommen ob dieser unerwarteten Tour, die ich vorab unter Ausflug verbucht hatte, nehme mien Umfeld nicht wirklich wahr. Irgendwann geht es weiter. Auch jetzt zieht sich das Gelatsche auf wenig spannendem Forstweg bis ins Dorf, in diesem Fall Mazeri ,wieder ewig. Noch immer kommen mir Touristen entgegen, je später, desto weniger für den Anstieg geeignet oder ausgerüstet. Wahnsinn, was hier rauf gelassen wird ohne Warnung! Ich schaue immer wieder zurück, wie ein gehässiges Meme blickt mit der Ushba nach, ich recke den Mittelfinger entgegen. In Mazeri fülle ich Wasser auf, entdecke einen neuen Shop, von dem bisher noch nichts zu hören war und den ich bei der Planung nicht auf dem Radar hatte. Essen habe ich genug, aber für eine Limo bin ich zu haben. Ostblocklimo ist einfach grandios. Hier werden auch die Fizans in die Tonne gekloppt. Die Mittelsegmente hätte man sicher erneuern können, aber mir fehlte ja auch ein Unterteil. Und beim Gedanken, die scharfkantigen Reste als ständigen Reminder Dieser Fail-Episode noch gut eine Woche mit mir rumzuschleppen werde ich sie mit Freuden los. Ein Problem weniger mit dem Handgepäck denke ich mir und muss erstmals etwas schmunzeln. Zu Hause wird mir auffallen, dass ich ja noch zwei fast neuwertige Mittelsegmente auf Halde zu liegen hatte - schon blöd, wenn man zu viel Scheiß hat und den Überblick verliert. Nach der Limo und dem Befreiungsakt von den Fizans habe ich mich wieder etwas Gefangen, verbuche das ganze als Learning: Gletscher sind optisch eher langweilig, hochalpines Umfeld reizt mich nicht allzu sehr. In den unerwartetsten Momenten kann es plötzlich dicke kommen und den selben Weg wieder zurück zu gehen hasse ich doch tatsächlich noch mehr als ich so schon in Erinnerung hatte. Es kann nur besser werden. Also raus aus dem Dorf, etwas weiter Richtung Pass soll ein verlassenes Dorf liegen, ich spekuliere auf alte Kulturbäume zum Hängen. Der Weg ist wie immer ausgeschlagen, staubig, steinig, es latscht sich zäh und zieht sich. Auch hier lukt der Ushba über die nähergelegenen Hügel, verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Im Guli Dorf angekommen treffe ich auf die sieben Slowaken von vor ein paar Tagen, die die selbe Route liefen aber direkt aus Iskari kommen. Über einen ganzen Tag hatte ich also raus gelaufen, wieder Balsam für das geschundene Ego. Dann zwei traumhafte alte Bäume mit einem Bänckchen davor und Fernblick in's Tal und mit voller Abendsonne bestrahlt - was für eine Versöhnung für diesem verkorksten aber lehrreichen Tag. Ich baue auf, wasche mich ausgiebig an einer quelle, lasse die schwitzigen Sachen in der Restsonne mal gut durchtrocknen. Irgendwann kommt die georgische Variante des alte John Wayne zu Pferd vorbei. er landet erst bei den Slowaken, ich höre etwas Gelächter. Ich denke an einen alten, neugierigen Mann, der sich etwas für die Fremden interessiert und Unterhaltung sucht wie die Tage zuvor, wenn ich in den abgelegenen Dörfern ma auf Bewohner stieß. Dann kommt er in meine Richtung. Ich werfe ihm ein freundliches gamarjoba entgegen. Er macht ziemlich direkt klar, was ihn hertreibt - Geld. Mit Händen und Füßen deutet er Besitz an der Umgebung an, fordert 20 Lari. Ich pruste los. Ja klar, der Dorfbesitzer - und 20 Lari - das ist ein durchschnittliches Hotelbett in den größeren Städten hier! Er geht direkt runter auf zehn. Wenn ich irgendetwas heute so gar nicht bin, dann in der Stimmung, mich für dumm verkaufen zu lassen. Ich schaue kurz bei den Slowaken vorbei, die hinter einer Ruine Lager bezogen haben. Sie sind ebenso eher etwas belustigt säuerlich, haben ihm auch zehn gegeben - für alle sieben! Ich komme etwas angepisst zurück, John ist offenbar klar, dass die Karten schlecht steht und schon sind wir bei fünf Lari. Ich habe noch zwei in Münzen, die ich eh nicht tragen möchte, wir handeln etwas hin und her, ich deute an, dass ich gerne auch noch weiter ziehe und er sich die fünf Lari an den Hut stecken kann. Nichts liegt mir im Moment ferner, aber offensichtlich habe ich heute ein anständiges Pokerface. Er lenkt missmutig ein und transportiert mein Hartgeld widerwillig ab. Eine etwas unangenehme Begegnung, ein etwas durchaus unangenehmer Zeitgenosse. Alleine hier oben wäre ich wohl nicht so brüsk aufgetreten, aber die Genugtuung, hier nicht übers Ohr gehauen worden zu sein tut gut. Dann noch Mal unters Pflaster geschaut, wie erwartet etwas suppig. Reinigen, mit der UL-Machete aka Swisscard Brieföffner noch ein paar Steinreste raus geholt und frisches Pflaster - für den Rambo für Arme fehlt nur noch der Angelhaken zum Nähen, aber der ist natürlich aus Gewichtsgründen nicht im Gepäck. Dann kochen, Blick genießen, den nächsten Tag planen. Irgendwann fällt mir der Sternenhimmel auf - und was für einer! Milchstraße inklusive, wow! Ich sinniere noch etwas auf meiner Bank und genieße den Himmel, setze das Ganze irgendwann mit Blick aus Hängematte fort und schlafe einigermaßen versöhnt mit dem Tag ein.1 Punkt
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Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.
Tag 5: "Latschstreckendoping" Eckpunkte kurz vor Nakra -> kurz vor Iskari 21km, 1668hm up, 1610hm down, höchster Punkt 1900m, ~2km per Anhalter Tag 5 vor Nakra - vor iskari Ich stehe erst gegen 8 auf, spekuliere auf etwas zu Essen, einen Markt oder ein Geschäft im Dorf und will deshalb nicht zu früh dort ankommen - und ein bisschen längerer Schlaf tut gut. Ich packe zusammen und wie meist geht es etwa eine Stunde später los. Noch ein kurzes Stück der Latschstrecke bergab in's Dorf, was ein Glück, dass das Stück geschafft ist! Das Dorf ist eine hübsche Idylle. Holzhäuser, die Gärten voller Obstbäume, die über und über behangen sind. von Tourismus keine Spur - bis auf einen Wegweiser mit Distanzen und einer Wanderkarte, die die Route nach Iskari ein Wenig beschreibt. Auf den ersten Blick kann ich nichts Geschäft-artiges entdecken, frage mich durch. Es scheint etwas zu geben, ein Dorfbewohner begleitet mich zu einem Wohnhaus, klopft...und klopft...und klopft...und ruft...und - es wird mir etwas unangenehm, ich winke ab. Auch um halb 10 gelingt es noch nicht, den Besitzer zu wecken. Der hilfsbereite Dorfbewohner macht einen etwas verärgerten Eindruck, als würde der Ladenbesitzer dem Ruf des Dorfes ein wenig schaden. So sehr ich mich auch auf etwas abwechslungsreiches und endlich mal lokales zu Essen gefreut hätte - eigentlich habe ich ja noch genug für heute. Dann eben nur Wasser auftanken und weiter. Die Mineralquelle entpuppt sich als stehendes Wasserloch mit zweifelhafter Färbung in ausgehöhltem Baumstamm neben Fluss. Ich lasse widerwillig einen Liter durch den sawyer, habe noch etwas Reserve vom Vortag und hoffe, damit durch zu kommen, ohne die zweifelhafte Brühe anzurühren. Fast Forward: Als ich die Flasche später dann doch anbrechen muss, und noch immer mäßiges erwarte, bin ich begeistert - leichtes Sprudel und - mann könnte fast meinen etwas süßlich - ich ärgere mich über meine Skepsis und dass ich nicht mehr abgefüllt habe. Memo: nächstes Mal wenigstens erst mal probieren. Aber zurück nach Nakra. Wenigstens meinen Müll werde ich in einer grünern? Tonne am Fußballplatz los. Auf den Weg zurück kurz vor dem vermeintlichen Geschäft kommt mir jemand mit einer Tüte Brot entgegen. Ich deute auf die Tüte, Frage nach, ob er aus dem Geschäft kommt, was er bejaht. Ich schöpfe Hoffnung, freue mich schon auf etwas zu stippen zur Ramen Suppe später, aber auch mein Klopfen und Rufen bleibt unbeantwortet, schade! Am Dorfende kann ich zumindest noch einen Apfel über den Zaun hängend ergattern, ehe ich mich wieder hinauf Schraube aus dem Dorf heraus - der nächste ausgeschlagene Forstweg durch Wald wartet - es nervt. Bei den am Weg gelegenen Häusern fällt mir erneut auf, was mich die letzten Tage auch immer Mal irritiert hat - bei vielen Häusern brennt auch tagsüber das Verandalicht. Bei einem denkt man an Zufall, bei zwei, drei vier an laissez faire, bei mehr - an lokal übliche Praktik. Vielleicht ein Zeichen von Wohlstand? Oder eher Vertreiben von Geistern, Bären oder Wanderern? Ergründen konnte ich den Umstand nicht weiter - dubios. Etwa 7km lang geht es völlig ereignislos bergauf. Podcasts sorgen abermals dafür, nicht fluchend im Rumpelstilzchen-Modus hinauf zu stapfen. In etwa zeitgleich mit dem Übergang des Anstiegs in gemäßigt bis flache Wegführung wird ein Fahrzeug hörbar. Na tolles Timing denke ich mir - noch ganzkörpernass vom drögen Geschufte bergauf. Bedarf mitzufahren habe ich nun eigentlich nicht mehr, aber der große Militärtransporter mit Ladefläche, der auch hier wieder das Transportmittel der Wahl für die heftigen Steigungen und den zerklüfteten Weg ist, hält wie die anderen Fahrzeuge zuvor im Laufe der Tage ohne, dass ich den Daumen raus halte. Ich bin jedes Mal so beeindruckt von der Selbstverständlichkeit einem Unbekannten gegenüber, dass ich nicht ablehnen kann, sondern - zumindest einen Moment lang mitfahre. Was für ein Traum wäre es gewesen, sich den nervigen, den ganzen Vormittag gefressenen Anstieg sparen zu können. Etwa zwei Kilometer fahre ich noch mit. Ein wenig weiter hätte ich wohl noch mit fahren können, aber die Wandertafel in Nakra hatte Tavari empfohlen, ein verlassenes Dorf mit Kirche und Türmen, also Absprung am Abzweig. Es geht wieder ein Stück bergab, der rechte Spann meldet noch immer Schmerz. Als ich mich endlich dem Dorf nähere, bin ich eher underwhelmed. Die Kirche ist kaum als solche erkennbar. Sin kleines Steinhäuschen, verschlossen. Lediglich das Schloss auf der Tür gib und verschlossen, Auch die Türme sind nur noch Rumpf und das Dorf verlassen - na super, wäre ich mal weiter mit gefahren, scheint nur etwas für Kirchengeeks zu sein. Da höre ich Stimmen aus einem Haus und dann auch direkt zwei Männer. Man winkt mich sofort mit großem Bohei ran. Generell ist in der Gegend die Freude, wenn ich gesehen werde groß. Selbst ein kurzes Hand zum Gruß heben auf der Ferne löst auf den Feldern euphorisches , weit ausholendes winken aus. Wo war ich doch gleich? Ach ja. Ich stehe also auf der Veranda des Hauses, da wird mir auch schon die Bank zum sitzen und Erholen angeboten. Ich setze mich einen Moment, wir betreiben das übliche Hände und Füße, mal wieder gibt es ein paar Brocken Deutsch. Ich genieße die Sonne und die Pause. Man bietet mir sogar das Bett zum Ausruhen an. Ich werfe erst jetzt einen Blick durch die Tür in die zwei Zimmer, es verschlägt mir ob der spartanischen Behausung die eh nicht vorhandene Sprache. Als ich langsam weiter will, machen mit die beiden klar, dass ich zum Essen bleiben soll. Es ist mir eher unangenehm, allerdings wird darauf beharrt, das Essen ist fast fertig. Aus dem Nichts wird eine kleine, bescheidene Tafel gezaubert, man könnte fast von einem bescheidenen Menü sprechen. Dass selbst diese karge Portion selbstverständlich und mit Freude geteilt wird - Wahnsinn! Ich muss daran denken, was für ein luxuriöses Verhältnis von Brot zu Geschmacksträger wir uns in unserer Überflussgesellschaft angewöhnt haben. Das essen ist einfach wie lecker, aber ich halte mich zurück, habe doch ein etwas schlechtes gewissen, hier noch etwas abzuknapsen Als der 10l wasserkanister mit vergoren riechendem und dem Kommentar 'Schnaps' auftaucht, kann ich mich noch erwehren. Als dann zum Nachtisch auf den Bergwiesen selbst angebautes Dessert vom Heuboden geholt wird, kann ich nicht nein sagen - vielleicht hilft's ja dem Fuß und legal ist's auch seit neuestem, wie ich später lernen werde. Ich versuche etwas mehr über die Lebensumstände in Erfahrung zu bringen. 4-5 Monate verbringen sie im Jahr hier - ich meinte zuerst, nicht richtig verstanden zu haben - um Heu zu machen - mit der Sense! Wahnsinn. Wenn ich mir überlege, welchen Wert wir einer derart kleinen Menge Heu beimessen würden - wie viel Arbeits- und Lebenszeit das hier oben bedeutet. Ich bin mal wieder mit meiner abgebrühten Weltsicht konfrontiert und muss nicht nur das Essen verdauen. Die Zeit fliegt, ich mental auch ein wenig. Dabei habe ich noch einiges an Strecke vor mir. Ich eise mich langsam los und bedanke mich mit allem, was Vokabular und Gestik hergeben. Hätte ich doch die Couchsurfing-Schokolade nicht schon gefuttert, um etwas zurückgeben zu können - aber sie war so schwer! Auf dem Weg, der nun den Blick in's Tal freigibt, sehe ich nun noch viele kleine Grasflächen, auf denen Heu aufgetürmt ist - tatsache - die kleinen Wiesenflächen werden noch bewirtschaftet. Heute gibt es übrigens Mirabellen am Wegesrand. Ich bin kein großer Fan, die Brombeeren sind auch schwer zu schlagen, aber wer wird sich schon beklagen. Und der unerklärliche Appetit, den ich seit dem Dessert habe treibt es rein Ich komme durch noch ein paar Dörfer, alle eher halb verlassen oder saisonal bewohnt. Ich bin beeindruckt von den zum Teil ehemals äußerst stattlichen Häusern und Frage mich, was diesen vergleichsweisen Wohlstand hervorgebracht und was wieder zunichte gemacht hat. Ein paar Dörfer weiter sind bereits deutlich besser per PKW zu erreichen, hier sieht es deutlich besser aus. Hier und da gibt es sogar erste vereinzelte guesthouses. Es bewölkt etwas, auch eher gräulich als weiß, es windet und ich meine sogar, Donner vernommen zu haben. Ich spiele trotzdem mit dem Gedanken, ob ich nicht doch wieder durchziehe, um im guesthouse in Iskari nicht nur für resupply morgen zu landen, sondern vielleicht doch auch die Nacht dort zu bleiben. Beim Gedanken an deftige lokale Küche fließt Speichel, das überraschende Mittagessen hat mich angefixt. So botte ich weiter, wieder relativ viel - ja wie nennt man es - Straße? Feldweg? Waldweg? Schneise befahrbarer Breite - auf jeden Fall eher unspektakulärer Weg und das übliche Gelatsche. Der Himmel wird nicht wirklich ungemütlicher sondern klart sogar wieder auf. Da komme ich nach dem letzten, recht amtlichen Anstieg vor Iskari an einer weiteren Heuwiese vorbei, die in Abendsonne getaucht ist, während dort noch Heu gemacht wird. Die Wiese ist oberhalb mit Bäumen gesäumt, Blick auf's Bergpanorama. Leckeres Abendessen hin oder her - gegen dieses Nachtlager stinkt doch jedes Guesthouse unbesehen ab. Ich Frage, ob ich hier mein Lager aufschlagen darf - natürlich darf ich. Wir smaltalken etwas, so weit es die Gestik hergibt. Ich bekomme heraus, dass die Beiden für diese Fläche zu zweit bereits drei Tage gebraucht haben - und wenn ich den Rest so sehe wohl morgen noch einen Vierten. Wahnsinn - ich bin abermals platt über den Wert und des Heus und dem damit verbundenen Zeiteinsatz. Ich genieße die Restsonne, hänge das Solarpanel noch mal zum Laden auf, baue auf - gewissenhafter als die letzten Tage, falls da doch noch etwas runterkommt über Nacht. Als die Sonne untergeht, werden die zwei Bullen, die die ganze Zeit im Schatten gedöst haben vor den Heuschlitten [sic!] gespannt und der Heuberg bewegt sich von dannen und hinterlässt mich - wie so vieles - sprachlos. Über die Arbeitsweise hier oben, über meine eigene Lebensweise, über Sinn von Arbeit - eieiei. Nach Essen und ein paar Fotos (leider alle nicht so dolle) lande ich gegen 10 in der Matte und freue mich, dass ich mir diese Gelegenheit nicht habe entgehen lassen. Noch etwas Internet - wie immer bester Empfang, etwas Route für morgen studieren und notwendigen Resupply planen und dann werden die Augenlieder auch schon schwer.1 Punkt