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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 09.09.2024 in allen Bereichen

  1. Impressionen von Touren

    nitram und 4 andere reagierte auf croco für Beitrag im Thema

    5 Punkte
    Erzgebirge, Sachsen, Lilienstein, Nationalpark Sächsische Schweiz. Besteigung des 415m hohen Tafelberges Lilienstein. Anfahrt von Dresden per Zug bis Königstein, übersetzen mit der Fähre auf die gegenüberliegende Seite, mit Blick zurück auf die Festung Königstein. Die Überfahrt ist übrigens mit dem 49€Ticket kostenlos. Der Rother Wanderführer ist hier wegen der Karte etwas missverständlich. Nach Ankunft mit der Fähre sind uns keine Wegweiser auf den Lilienstein aufgefallen. Intuitiv nach rechts in Richtung Tafelberg ist der falsche Weg, zum Aufstieg geht es zunächst ein Stück nach links. Wer, wie wir den etwas abemteuerlicheren Weg gehen möchte, kann bis zum Aktiv-Hotel Stock&Stein in Richtung Possen laufen, dann noch ein Stück weiter, um auf einen unscheinbaren Zickzack-Weg nach oben zu gelangen. Abenteuerlich insofern, dass man durchaus über kleinere Bäume, die auf dem schmalen Weg liegen, klettern muss, und am Abhang entlang hoch oben im Wald sich wieder in die Gegenrichtung bewegt. Irgendwann trifft man dann auf kleinen Trails wieder auf den normalen, breiten Aufstiegsweg, der dann auch wieder gekennzeichnet ist. Über wurzelige Wege kommt man dann an die Steigleitern, die für nicht Schwindelfreie eine kleine Herausforderung sein können, da sie über eine Schlucht führt. Einfach nicht nach unten schauen, selbst ich habe das geschafft, wie übrigens erstaunlich viele ältere Herrschaften. Aber die Aussicht dort oben ist auch wirklich grandios! Der Abstieg erfolgte über die lange "Downhillstrecke" in Richtung Prossen, von dort flach auf Gehwegen nach Bad Schandau. Die Rückfahrt von Bad Schandau ist über einen Bus zum Bahnhof Bad Schandau über die Brücke auf die Gegenseite möglich, von dort wieder per Zug zurück nach Dresden, oder mit dem Bus weiter bis Pirna. Wenn man Glück hat, könnte man auch mit einem Ausflugsschiff zurück in Richtung Dresden 😀.
  2. Hier noch die Trackings von den jeweiligen Touren falls jemand was in die gleiche Richtung plant: Etappe 1 Brugg AG-Peterzell Etappe 2 Peterzell-Walldorf Camping Etappe 3 Walldorf Camping-Höchst im Odenwald Etappe 4 Höchst im Odenwald-Grebenhain (Wald) Etappe 5 Grebenhain (Wald)- Velmeden Etappe 6 Velmeden-Lonau Etappe 7 Lonau-Braunschweig Etappe 8 Braunschweig-Drestedt Etappe 9 Drestedt-Sankt Peter Ording (Camping SPO) Etappe 10 Sankt Peter Ording (Camping SPO)-Neukirchen Etappe 11 Neukirchen-Flensburg Kleine Navigationsfehler sind noch drinnen, sind bei der Übernahme jedoch einfach zu sehen und auszumerzen. Die Gesamtplanung ist leider nicht aktuell, da spontanere Umplanungen on the Fly nicht immer übernommen worden sind. Es soll ja auch eher zur Inspiration dienen als eine in Stein gemeisselte Strecke.
  3. OT: Kannst du das Teil mal bitte fotografieren und wiegen? Das würde ich ja sofort gegen meinen Sommer-Schlafsack und 3season eintauschen. Ne geile Tour bist du da gefahren, da bin ich neidisch, schade das ich in letzter Zeit nur noch wenig Zeit für längere Touren habe....
  4. Impressionen von Touren

    nitram und ein anderer reagierte auf croco für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Erzgebirge, Sachsen, nur wenige Kilometer von Annaberg-Buchholz mit dem Zug nach Cranzahl, und von dort Aufstieg auf den 713m hohen Bärenstein. Mit einem kleinen Abstecher zum Cranzahler Stausee geht es die kürzere Strecke den Kammweg hoch, mit kräftiger Steigung vor dem Gipfel, aber den schaffen selbst Einsteiger 😀. Für einen kleinen Obolus darf man auch den Turm des Hotels besteigen mit Rundumblick bis zum Fichtelberg. Zum Abstieg umrunden wir etwas den Gipfel und genießen die fantastische Aussicht auf den Stausee und verkürzen den Rückweg über den Steilabstieg, ohne große technische Schwierigkeiten. Den krönenden Abschluss bildet der leckere Mohnkuchen im Cafe in Cranzahl 😀
  5. Schlafsack/Quilt und Isomatte mit Hund

    Timbo9650 und ein anderer reagierte auf Maalinluk für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Deine Frage ist schon etwas älter, aber da ich gerade mit Hund an einem kühlen Tag in der Bretagne im Zelt liege: Für meinen alten und leicht frierenden Hund gab es 2 Varianten: Schlafsack auf und Hund mit rein lassen. Oder Zusatzdecke mitnehmen und Hund zudecken. Die Hundewärmflasche war für mich toll. Aber: Hunde ändern nachts gerne die Position, verlieren die Decke und frieren dann. Wurde oft durch hündischen Vibrationsalarm geweckt. Letztendlich habe ich bei Extremtextil Material bestellt und eine Art Hundeponcho genäht, also eine Decke, die mitwandert, wenn Hund sich bewegt. Habe Apex als Füllung verwendet. Und als Isolierung von unten eine Evazote Matte. Das gibt es auch bei Extremtextil. Kannst überlegen, ob du was Breites für den ganzen Zeltboden nimmst, was im Winter auch für dich sehr nett ist oder nur für den Hund. Für Minustemperaturen habe ich eine alte, günstig erworbene Neo Air S für den Hund eingekürzt (mit Mut, Schere und Bügeleisen). Ein Stück Tyvek bewährt sich übrigens gerade bei Schmuddelwetter sehr gut, um eigenes Schlafzeug vor nem nassen Hund zu schützen!
  6. Vorstellungsthread

    Antonia2020 und ein anderer reagierte auf DasLottchen für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Moin, ich bin Alex, 56, aus Schleswig-Holstein und schon diverse Jahre outdoor unterwegs. Von ursprünglich ultra schwer mit vielen Sichehrheitsreserven im Verlauf der Zeit immer leichter werdend. Angefangen haben wir als Familie mit großem Tipi, im Winter mit Edelstahl-Zeltofen, viele Touren mit Kind(ern) & Hunden im Kanadier. Später sind wir auch mal gewandert, das mochte außer mir in der Familie leider niemand fortsetzen (wohl auch wegen zu viel Gewicht). Dann sind wir vermehrt zum radfahren gekommen und seit wir alleine mit maximal einem Hund unterwegs sind, reduzieren wir die Ausrüstung immer mehr. Inzwischen sind wir mit Gravelbikes (für den Hund das Hase gravit Lastenrad) unterwegs. Ich möchte jetzt wieder mehr wandern, da mein Mann immer noch keine Lust hat dann halt mit ner Freundin und teilweise mit Hund unterwegs. Nächstes Jahr fangen wir an, den Olavsweg von Oslo aus zu gehen, verteilt auf mehrere Jahre wahrscheinlich (je nach ihrer Urlaubssituation). Ich möchte dann auch einzelne Touren mit meinem Hund gehen. Im Moment ergänze ich noch fehlende Ausrüstung und teste viel auf kurzen Strecken. Ich lese schon eine Weile hier mit und teste gerne neue Ausrüstung, ich freu mich auf reichlich Input 😊 LG, Alex
  7. Impressionen von Touren

    Dimi und ein anderer reagierte auf MaikGrosser für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Hier ein paar Bilder aus 10 sehr verregneten Tag in Süd-Norwegen (ab dem 20.8). 3 Wanderer, zwei relativ erfahren, einer wenig. Es sollte eine entspannte Tour werden, damit der dritte eine guten Start in dieses tolle Hobby hat. Wir sind mit der Fähre von Hirtshals nach Bergen, dann mit dem Bus nach Tyssedal, und von dort über Trolltunga (über Massen schmunzelnd, die sich für ein Selfie in einer Schlange anstellen) über Sandhaug, Vossevangen, Myrdal etc. Schon auf dem Weg stellten wir fest, dass für die gesamte Zeit sehr viel Regen angesagt ist, entgegen unseren Planungen (ja, in Norwegen sollte man immer mit Regen planen, das weiß ich jetzt ) Ich war mit Regenjacke und Regenhose (die war eigentlich nur als Wärme-Backup gedacht) unterwegs, die anderen mit Poncho bzw. nur Regenjacke. Unterwegs waren wir mit Tarps, was die Lagersuche zwar in die Länge gezogen hat, sonst aber gut funktionierte. Evtl. würde ich beim nächsten Mal ein etwas größeres mitnehmen (meins hatte 2,8 x 1,6 m). Allerdings war wirklich alles so unglaublich nass, dass wir Schwierigkeiten hatten, die Quilts trocken zu halten. Vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit war nervig. Ich war mit knappen 5 kg unterwegs, die anderen beiden mit 12 bzw. 14 kg. Ich mit Merrell Vapor Glove 5, einer mit Wanderstiefeln, der dritte mit Trailrunnern. Fakt ist, dass wir quasi über die gesamte Zeit komplett nasse Füße hatten, da der Boden dermaßen aufgeweicht war, dass man immer wieder weit über den Knöchel eingesunken ist. Gamaschen hätten da auch nichts geholfen. Meine Wahl habe ich nicht bereut, da sie halt auch schnell trockneten. Die Wanderstiefel wurden über den gesamten Zeitraum kein einziges Mal wirklich trocken. Am 5ten Tag hat sich dann einer ins Hostel verabschiedet, Knieprobleme sowie Schnauze voll vom Dauerregen. Wir sind dann alleine weiter gezogen. Insgesamt war es ein schöner Urlaub, und es bleibt nicht mein letztes Mal Norwegen. Ich war vorher noch nie so weit nördlich, habe mich aber von der Landschaft faszinieren lassen. Beim nächsten Mal werde ich mich allerdings besser auf Regen einstellen, und die Tour nördlicher beginnen. Inspirationen gibts hier im Forum ja genug
  8. Jordan Trail

    andygogo reagierte auf JoeDoe für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So, wie versprochen der Bericht über die kurze Wanderung auf dem Jordan Trail. Das Ganze gibt es eher in der Form einer Anleitung, als in einem Etappenreport. Die Landschaft, die Menschen, die Kultur - sprich alle Eindrücke vor Ort ließen sich sowieso nur äußerst schwer und sperrig in Worte fassen. Der Bericht dient hauptsächlich dazu, euch die Region schmackhaft zu machen und ein wenig Reisefieber zu wecken Wo: Jordanien - der Trail zieht sich von Norden, nahe Um Qais an der israelischen/syrischen Grenze für 650 - 700 km (je nach genauer Route) nach Aqaba am Roten Meer. Je nach Tagespensum braucht es vielleicht 35-45 Tage. . Quelle: https://jordanjaunt.wordpress.com/2016/12/03/about-the-jordan-trail/ (Abgerufen: 3.5.2018) Anreise: Die Anreise per Flugzeug ist hier sicherlich am einfachsten, wobei euch der Landweg durchaus auch offen steht. Es geht entweder direkt von Frankfurt in die Hauptstadt Amman (Lufthansa - ca. 350 € Return) oder über/mit Zwischenstopp in Istanbul (Turkish Airlines). Es gibt auch die Möglichkeit nach Aqaba zu fliegen, falls der Trail von Süden nach Norden gegangen werden möchte. Vor Ort gibt es eine schier unendliche Auswahl an Taxiunternehmen, die es ermöglichen zum Startpunkt des Trails oder der jeweiligen Etappe zu gelangen. Visum: Gibt es vor Ort am Flughafen für 40 JD (entspricht ca. 45 Euro). Kann mit Karte gezahlt werden Reisezeit: Am besten im Frühling oder Herbst. Die Temperaturen sind dann zwar gerade im Norden noch oder schon deutlich kühler (10 - 15 °C tagsüber) und es kann gelegentlich regnen, aber spätestens in der Wüste wäre es im Sommer eine Tortur (40+ °C). Im Frühling ließ es sich dort bei 30 °C noch einigermaßen gut wandern. Etappen: Wie Ihr dem Bild entnehmen könnt, lässt sich der Trail in mehrere Etappen einteilen - die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Norden ist hügelig, aber nicht bergig, im Frühjahr überzogen mit Wildblumenmeeren, grünem Gras, Ziegen- und Schafherden und dem einen oder anderen Dorf . Je weiter der Trail im Süden verläuft, desto trockener, und bergiger wird es, bevor es 2 Tage hinter Petra in die Wüste geht. Diese wird dann auch bis Aqaba nicht mehr verlassen. Im Süden werden dementsprechend auch die durchlaufenden Dörfer innerhalb einer Etappe gegen 0 tendieren. Jeweils am Etappenanfang und -ende befidnet sich jedoch ein Dorf oder eine Stadt. Ausrüstung: Anbei seht Ihr eine Liste von den Dingen die ich mit dabei hatte. Bitte bedenkt aber, dass ich nur die Etappe von Petra nach Wadi Rum gelaufen bin, dementsprechend keinen Regen erwartet habe und die gesamte Wanderung geführt stattfand. Ich also auch kein Zelt "mitschleppen" musste. --> https://lighterpack.com/r/32mmnj (meine alte Liste wurde gelöscht, deshalb z.T. nur ca. Angaben) Würde ich den Trail komplett als Thru-Hike oder auch nur einzelne Region wandern, kämen noch hinzu: - Montane 777 Regenjacke (Regen und gleichzeitiger Windschutz im Norden) - Swingflex ( eigentlich unverzichtbar in der Wüste) - Tarp (die meiste Zeit ist es möglich unter freiem Himmel zu schlafen, müsste dementsprechend nur selten verwendet werden; ein Zelt lohnt sich imho nicht) (- Inner [ es gibt Schlangen und Skorpione - von denen ich allerdings keine gesehen habe. Eventuell auch gegen Sand, obwohl ich dies als kein großes Problem empfunden habe]) - Platypus (2x 2 Liter, mindestens) Petra nach Wadi Rum: Eine wahnsinnig spannende Etappe. Sie zieht sich von der alten Handelsmetropole Petra (Indiana Jones lässt grüßen) durch imposante Täler von einst reißenden Flüssen, vorbei an faszinierenden Felsformationen durch relativ karges Land. Dabei wechselt sich die Farbe des Bodes stündlich von braun über gelb und rot zu weiß. Die ersten drei Tage folgen verschiedenen Flussläufen, die zum Teil noch mit ein wenig oberflächigem Wasser gefüllt sin und dementsprechend noch ein paar Pflanzen am Leben erhalten können. Mit der Zeit wird des Gelände deutlich flacher und sandiger, wobei links, rechts und in der Ferne immer wieder Berge sich gen Himmel strecken, verläuft die Route meist dazwischen und führt letztendlich in den Grand Canyon Jordaniens. Von dort geht es über endlose Ebenen in die Wüste des Lawrence von Arabien in Wadi Rum. Geführte Tour: Nicht meine Idee, aber letztendlich eine sehr angenehme Erfahrung. Organisiert wurde die Tour von der Jordan Trail Association, die sich um die Markierung, GPS-Tracks und Instandhaltung des Trails kümmert. Die Guides ermöglichten es, mit der lokalen Bevölkerung, sprich den Beduinen in Kontakt zu kommen, ihre unglaubliche Gastfreundschaft und somit auch ihre traditionelle Gerichte zu genießen (insgesamt eine sehr tolle Erfahrung). Außerdem wird man durch die Organisatoren mit Wasser und anderen Lebensmitteln versorgt. Gerade Wasser spielt auf der Strecke Petra - Wadi Rum eine entscheidene Rolle, da es hier keine verlässlichen Quellen gibt. Hier muss sich im Voraus um entsprechende Wasser-Caches bemüht werden )siehe nächstes Kapitel). Tour auf eigene Faust: Für selbstständig geplante Touren empfiehlt sich die offizielle Seite der Trail Association http://www.jordantrail.org/ Dort finden sich alle benötigten Infos bezüglich GPS-Tracks, Karten mit Routenbeschreibung, Wasserquellen im Norden, Kontakte für Wasserdrops im Süden..Im Falle, dass nur eine Etappe gegangen werden soll, empfiehlt es sich meiner Meinung nach, verpacktes Trailessen aus Deutschland mitzunehmen, da die wenigen Supermärkte vor Ort nicht unbedingt auf leichte Wandernahrung spezialisiert sind - mit Ausnahme der wohlschmeckendsten Nüsse überhaupt. Bilder: Selbsterklärend
  9. Haettest Du mal auf die Slingfinseite geschaut, haettest Du Dir die 1. Frage selbst beantworten koennen, dort ist beschrieben, wie man das z.B. mit einem Zahnstocher wieder zurecht schiebt. 2.Frage, schau Dir das mal genauer an, natuerlich lassen die sich nicht komplett zusammenschieben, sonst liesse sich doch der Zwiffel komplett verschieben und haette keine Funktion mehr. btw super Preis fuer das Teil, ein Laden, der Portals deutlich billiger verkauft, hat imho nen Lattenschuss, es wird erstmal keinen Nachschub geben und es ist kein Eigenimport von US moeglich und wenn sich ueberhaupt ein neuer Importeur findet, werden die Preise deutlich hochgehen.... Und Portal 2 sind jetzt kaum bis gar nicht mehr zu kriegen...
  10. Ok vielen Dank für die Rückmeldung mal schauen ob noch weitere Leute was hier im Forum dazu schreiben. Meine Aktuelle geht noch so halbwegs, wenn ich sie immer wieder fleißig imprägniere, aber das ist ja auch keine Dauerlösung.
  11. 1 Punkt
    Morgen Maik, warum soll das Teil ab ? Mein ersten Gedanke war ebenfalls, den Kleber ( Epoxid ? ) mittels Temperatur zu lösen. Der zweite Gedanke hieß : Absägen ... ?
  12. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    MaikGrosser reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Mein erster Versuch wäre mit Kriechöl, z.B. Caramba. Wenn das nichts bringt, würde ich es nochmal mit Temperaturunterschieden versuchen. Den Stock allerdings vorher in die Gefriertruhe legen, sofern vorhanden. Nach einigen Stunden Kühlung dann den Kunststoffkopf im Wasserbad erwärmen und hoffen, dass die unterschiedlichen Ausdehnungen beim Lösen helfen. VG. -wilbo-
  13. Etappe 11: Neukirchen - Flensburg Neukirchen - Süderlügum - Ladelund - Bramstedtlund - Jardelund - Dänische Grenze - Padborg - Harrislee - Flensburg 59 km - 210 hm+ - 200 hm- Jetzt wollte ich noch kurz die Ostsee erblicken. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit noch mehr Matjes (erwähnte ich schon, dass ich das Zeug liebe ?), ging es quer durch Weiden und Felder nach Flensburg. Zwischen Weesby und Jardelund musste ich eine gesperrte Zone umfahren, die so in Komoot nicht eingezeichnet war und wo er mich durchleiten wollte. Dann noch mal einen kurzen Abstecher nach Dänemark um dann über Norden Flensburg zu erreichen. Es ging auch stetig bergauf, bis es kurz vor dem Zentrum Flensburg noch mal eine kurze Abfahrt gab. Am Hafen Flensburg entlang, aber sehr viel schönes gab es nicht wirklich zu sehen. Im Bahnhof Flensburg dann das Radel unter schmunzelnden Blicken der Polizei auseinandergenommen, in die Blache gepackt und dann mit dem Regionalexpress nach Hamburg. Dort bei Familie übernachtet und mit dem seit langer Zeit gebuchten ICE bis nach Basel und dann weiter mit der SBB bis nach Brugg. Ankunft Flensburg Rad im Einpackprozess Und im Zug
  14. Etappe 10: Ording - Neukirchen Ording (Camping SPO) - Tümlauer Bucht - Husum - Wobbenbüll - Dagebüll - Klanxbüll - Grenze Dänemark Rickelsbüll - Rodenäs - Neukirchen 123 km - 250hm+ - 250 hm- Kurz vor Sonnenaufgang regnete es leicht, und die Faulheit überkam mich ein bisschen. Die Etappe schien sehr eintönig zu werden mit Deich/Nordsee/flaches Land Blick. So kam ich erst gegen ca.9 Uhr los, rollte das Zelt noch feucht ein und schwang mich auf den Sattel. Der Fahrradweg war weit weniger gut ausgebaut, daher ging es auch nicht so schnell voran und es war auch z.T. sehr mühselig, da jede Bodenwelle direkt weitergegeben wurde. Ich fuhr einfach nur der Küste entlang und erlebte das Wattenmeer bei Ebbe und Flut. Bei Husum wurde ich durch ein Gewitter mit Graupel/Hagel überrascht. Schnell die Regenjacke an und weitergefahren. Nach dem Gewitter dann die Socken ausgewrungen, damit das Teichgefühl aus den Socken verschwindet. Sehr schön war der Abschnitt zwischen der Hamburger Hallig und Dagebüll mit den Blick auf die Wattenmeer Inseln. Kurz vor Klanxbüll wollte ich abkürzen, merkte aber dann, dass alle Gleisübergänge zwischen Klanxbüll und Sylt abgebaut wurden und ich die Gleise nicht passieren konnte (was man in Komoot aber nur auf der grössten Zoomstufe wirklich sah). Seis drum, wieder zurück, in Klanxbüll und dann über eine moorigen Feldweg der viel abverlangte bis zur dänischen Grenze. Es ist geschafft ! Irgendwie konnte ich mich jedoch im ersten Moment nicht richtig freuen, da ich ziemlich fix und fertig war. Erst auf dem Weg in einen schönen Landgasthof in Neukirchen realisierte ich es wirklich, und bestellte mir ein Festmahl mit Sherry, schönem Bier, Matjes und Seelabskaus ! Am Ende noch Rote Grütze und mit vollem Magen ging es ins Bett um ausgeruht in die Epilog-Etappe bis nach Flensburg zu starten. Variante Deich rechts, Nordsee links - natürlich mit Schaf Leuchtturm und Schaf Westerhede Kirche Rodenäs - Turm vergessen und im nachhinein gebaut ? Festmahl mit Seemannslabkaus
  15. Etappe 9: Drestedt-Ording Drestedt- Hollenstedt - Moisburg - Buxtehude - Horneburg - Stade - Krautsand - Dornbusch - Fähre Wischhafen/Glücksstadt - Brunsbüttel - Sankt Michaelisdonn - Meldorf - Busüm - Sankt Peter - Ording (Camping SPO) 194 km - 510 hm+ - 560 hm- Nach 3 Tagen Erholung geht es nun weiter Richtung Elbe über Buxtehude und Stade. Vor allem die schnieke Altstadt von Stade bleibt mir in Erinnerung. Ich merkte auf einmal wie einfach es sich rollte. Es war immer tipp-topp asphaltiert, kaum Gegenwind und es war auch deutlich weniger warm. So konnte ich locker die Kilometer schlucken und ungeplant eine Mega-Etappe einlegen. Einen kleinen Umweg über Dornbusch statt an der Elbe lange musste ich hinnehmen, da eine Hebebrücke im Sommer nur am Wochenende offen hatte. Bei der Fähre in Wischhafen angekommen musste ich auch nicht lange warten bis Radfahrer vorrangig drauf durften und die Elbe überquert werden konnte. Am Horizont konnte man noch 2 japanische Schiffe erblicken, die auf Besuch in Hamburg waren und nun für eine Übung ausliefen. In Glücksstadt weiter bis bis Brunsbüttel, wo es mit der zweiten Fähre über den Nord-Ostseekanal ging. Statt der Elbe/Küste lang eine Abkürzung über Sankt Michalisdonn zur Meldorfer Bucht, kam ich nun an der Nordsee an. Ab da über einen super ausgebauten Radweg dem Deich entlang über Büsüm und immer der Küste nach bis Sankt-Peter Ording. Es war von dort an sehr eintönig. Entweder links Nordsee rechts Deich oder links Deich rechts Hinterland und eventuell zweiter Deich, je nachdem wo der Radweg gerade langfuhr. Dort konnte ich dann einen super Sonnenuntergang direkt am Strand geniessen, wobei manches schon recht befremdlich war, vor allem der grosse Parklplatz direkt am Strand. Altstadt Stade Am Elbdeich Überfahrt Elbe Nordsee! Sonnenuntergang über den Dünen von Sankt Peter Ording
  16. Etappe 8: Braunschweig-Drestedt Braunschweig - Gifhorn - Grebshorn -Bargfeld - Marwede - Neu-Lutterloh - Oerell - Münster Bispingen - Volkwardingen - Turmberg - Bolterberg - Wilsederberg - Undeloh - Wesel - Holm - Wörme - Sprötze - Trelde -Drestedt 170 km - 950 hm+ - 980 hm- Mit Enthuasismus und Elan stieg ich gegen 6 Uhr morgens in der Dämmerung in die Pedale, mit dem Ziel das erste grosse Etappenziel zu erreichen. Ich wollte nicht kurz vor Münster 50 km vor Schluss noch mal übernachten. Das Profil sah sehr flach aus, die Wege sollten gut sein - nichts steht mir im Wege ! So dachte ich es auf jeden Fall. Es begann wie geplant. Am Anfang konnte ich viele km zurücklegen und die Feldwege nach dem Mittelkanal waren sehr gut. Ich radelte durch den kühlen Morgennebel während die Sonne langsam aufging. Doch dann fing das Pech an, kurz vor 10 Uhr verlor mein Hinterrad andauernd Luft. Nach zweimal aufpumpen merkte ich dann, dass die Flanke mehrere Risse hatte, wodurch die Luft entweichen konnte, ohne dass die Dichtmilch es verschloss. Mühselig schaffte ich es, den Ersatzschlauch einzufädeln, was eine ziemliche mühselige Sache war, da ich es Anfangs nicht schaffte, den Reifen auszuhebeln. Eine gute Stunde stand ich da in der prallen Sonne, bis ich es endlich geschafft hatte. Zum Glück hielt der Schlauch dann auch, was bis zum Schluss meine grösste Sorge war. Mit Öl und Sand verdreckt ging es weiter. Die Wege wurden auch immer schwieriger. Zum Teil mit Gras überwachsen, zum Teil tiefer Sand, dann wieder fester aber mit vielen unangenehmen Schlaglöchern kam ich nur langsam voran. Bei Grebshorn erreichte ich dann gegen Mittag die Südheide. Das sehr flache Profil entpuppte sich als gar nicht so flach. Es war vor allem durch die bis jetzt gekreuzten Hügelketten stark komprimiert und es ging auch immer auf und ab. Es war anstrengend, die Sonne knallte, doch aufgeben wollte ich nicht. Weiter ging es durch die Kieferwälder (ich hatte mir die Heide viel offener vorgestellt, bis ich nach einer kurzen Stärkung in einer Waldbeiz in der Dübelsheide die erste offene Landschaft erblickte, und das noch in voller violetter Blüte, die die Strapazen kurz vergessen liessen. In der Stadt Münster gab es dann mit einem grossen Banana Split eine gute Stärkung bevor es in die Lüneburger Heide ging. Nur noch 60 km, das schaffe ich. Die Wege waren kurz besser, dann musste ich auch noch kurzer Hand umplanen, da die geplante Route nicht befahrbar war (km 120). Statt die direktere Route musste ich nun einen grösseren Umweg in Kauf nehmen. Egal, weiter geht es. In Volkwardingen erreichte ich die Lüneburger Heide, die ich als viel schöner empfand als die Südheide. Doch die Wege wurden von sandigen Trails mit grossen Wurzeln abgelöst. Langsam sagten meine Handgelenke und mein Hintern dass es schwierig wird. Über die "Berge" der Lüneburger Heider (Turm-, Bolter- und Wilseder Berg) ging es weiter. Hier hat man schöne weite Landschaften mit viel Ausblick, und die Blüte hilft auch darüber hinweg, dass man eigentlich eher aufhöhren will. Bei Undeloh (km 150) verliess ich dann die Heide, und nun, da es nur noch durch monotene Kieferwäldern geht, meldete sich mein Körper nun zu Wort. Es waren aber nur noch 20 km, die ich mit viel ach und krach dann doch noch schaffte. gegen 20 Uhr 30, nach fast 14 h auf dem Rad kam ich erschöpft an. Die ersten knapp 950 km habe ich somit in 8 Tagen, einen Tag weniger als geplant geschafft. Nun hatte ich bis Montag erstmal Pause. Am Freitag ging ich zu einem lokalen Radhändler für einen neuen Hinterradreifen und profitierte von den Einkaufsmöglichkeiten. Dem Nachmittag widmete ich der Reinigung des Rades und dem hochlegen der Beine. Am Abend dann Fisch- und Krabbenessen, bevor am Samstag die grosse Party stieg. Am Sonntag ausgeschlafen und einen Tagesausflug nach Hamburg genossen, bevor es am Montag weiter bis nach Dänemark gehen sollte. Sonnenaufgang nahe Braunschweig Teich in der Südheide Heideblüte Südheide Kirche Hanstedt Sonnenuntergang Lüneburger Heide
  17. Etappe 7: Lonau-Braunschweig Lonau - Herzberg am Harz - Siebertal - Rehberger Grabenweg - Torfhaus - Eckertalsperre - Eckertal - Abbenrode - Schladen - Wolfenbüttel - Braunschweig 102 km - 780hm+ - 1'100 hm- Nach einer kühlen Nacht ging es in der Dämmerung die 5 km zurück nach Herzberg um in das Siebertal einzubiegen. Weitestgehend allein ging es erst an einer Landstrasse entlang, bis kurz nach dem Ort Sieber die Landstrasse weiter Richtung Sankt-Andreasburg führte, und ich aussen herum der Sieber folgte. Am Eisenberg vorbei ging es dann von der Sieber weg auf das steilste Teilstück der Tour (16%). Durch den Asphalt konnte ich es zwar hochradeln. Da das Totholz jedoch kein Schatten bot, kämpfte ich mich mühselig und hchweissgebadet hinauf, bis ich die den Rehberger Grabenweg erreichte. Es ging zwar immer noch leicht bergauf, aber mit Panorama-Aussicht auf die umliegenden ergrauten Berge/Hügelzüge. Zwischendurch bekam ich jedoch das Konzept mit, und tatsächlich, man sah zwischen den Pionierpflanzen viel mehr Diversität, als wie ich es aus dem Schwarzwald kenne. Am Oderteich kreuzte ich die Harzhochstrasse, wo ein technisch für mich nicht einfacher Trail anfing, mit vielen Felsigen Stufen, Wurzeln und alles mit Auf und Ab, sowie den Spaziergängern, die bis jetzt gar nicht vorhanden waren. Machte Spass, aber viel km macht man so natürlich nicht. Letztendlich errreichte ich über die L504 die B4 am Torfhaus. Dort schnell weg auf die Abfahrt Richtung Eckertal an der gleichnamigen Talsperre vorbei. Diese machte bis auf einen kleinen sehr steilen Abschitt kurz vor der Talsperre viel Spass. Danach ging es ohne Umschweife direkt nach Braunschweig wo ich die Nacht in einem kleinen Hotel verbrachte. Gegessen habe ich in einer kleinen süssen Spelunke "Mutter Habernicht) aus 1870 (wenn man dem Schild glauben darf). Ich probierte mich durch die Biersorten und bestellte meinen ersten Matjes der Tour mit Bratkartoffeln hatte (ich liebe das Zeug). Braunschweig hat mich sehr überrascht. Man radelt von Süden durch einen schönen Park hinein und auch die Altstadt gibt einiges her. Letztendlich hatte es ein bisschen von einer Fahrradstadt, wie ich es aus den Niederlanden kenne. Da das Hotel ganze 17 Euronen für das Frühstück haben wollte, kaufte ich mir auch Ersatz ein, damit ich morgens sehr früh starten konnte. Es waren "nur noch" 170-180 km bis zum grossen Etappenziel der Familienparty, und das wollte ich morgen in einem Tag durchziehen. Schwarze Kirche Siebertal Höhenzüge des Harzes Eckertal Spelunke Braunschweig Impression Braunschweig Mein Velo wollte auch mal Hotelluxus
  18. Carbonara ("Orginal"rezept)

    khyal reagierte auf Christian Wagner für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Mal zur Abwechslung was on topic 😁: https://www.freshoffthegrid.com/backcountry-carbonara/
  19. Etappe 6: Velmeden-Lonau Velmeden - Laudenbach - Uengsterode - Trubenhausen - Hundelshausen - Unterrieden - Niedergandern - Reiffenhausen - Ischenrode - Bremke - Wöllmarshausen - Seulingen - Rüdershausen - Herzberg am Harz - Lonau 86 km - 1'050 hm+ - 1'040 hm- Nach der gestrigen anstrengenden Etappe war der Harz das Ziel. Die Flüsse hier fliessen alle Richtung Westen auf die Weser zu. Dadurch war eine Hügelkette nach der anderen auf dem Programm. Erst noch aus dem Geo-Naturpark Frau Holle Land, und dann von einem Tal in das nächste. Auf dem Weg dorthin passierte ich ein Fachwerk-Dorf nach dem anderen, was mich an ein Freiluft-Museum erinnerte. Bei einer Schlachterin/Metzgerin noch schnell ein Frikadellenbrötchen verputzt und lokale Trockenwürste besorgt, ging es auf und ab über Feldwege von Dorf zu Dorf. Irgendwann erschienen auch die ersten verklinkerten Gebäude, aber nach einer unbedeutenden Erhebung nahm der Klinker auf einmal die Überhand. Kurz nach Seulingen kreuzte ich letztendlich die letzte Hügelkette vor dem Harz, wo vor allem die angegrauten Hügelzüge überraschten. Ich kannte dies Teilweise aus dem Schwarzwald, aber dies hatte eine andere Qualität. Ab Rüdershausen ging es dann auch stetig bergauf bis erst Herzberg am Harz und dann den Camping-Platz/Freibad in Lonau. Dies war mit Abstand der schönste Camping-Platz auf der Tour, in einem tiefen Tal umgeben von dort grünen Wäldern. Dort bin ich dann sofort in den Pool zur Abkühlung gesprungen. Ein älteres Ehepaar aus Thüringen im Wohnmobil war so angetan von meiner Tour ("Was! Ohne Batterie auch noch!"), dass Sie mich kurzerhand zum Abendessen einluden, was ich auch dankend annahm. Pooooooooooool
  20. Etappe 5: irgendwo im Wald Nahe Grebenhain - Velmeden Wald - Ilbeshausen-Hochwaldhausen - Blitzenrod - Lauterbach (Hessen) - Udenhausen - Grebenau - Wallersdorf- Asbach - Bad Hersfeld - Bebra - Sandberg (Hügel) - Jäckchenskopf (Hügel)- Mosenberg (Hügel) - Burghofen - Waldkappel - Walburg - Velmeden 119 km - 910 hm+ - 1'020 hm- Kurz vor Sonnenaufgang wachte ich auf, trödelte aber ein bisschen vor mir her. Es kamen irgendwann auch 2 Waldarbeiter vorbeigefahren, die sich auch nicht so für mich interessierten. Was für ein Hochbetrieb hier ! Ich war dann auch schon abfahrbereit und weiter ging es. Erst noch ein Stück Steil hinauf bevor es ins Tal Richtung Lauterbach ging. Über einen kleinen Hügel das Tal gewechselt ging es dem Flüsschen Jossa bis zum Fuldatal der ich bis nach Bad Hersfeld folgte. Bis dahin war der Tag sehr schön und ich konnte mich sogar einem E-Biker für ein bisschen Windschatten anschliessen. Doch danach wurde es Entlang der Fulda und an einer Bundesstrasse entlang (immer auf Radweg aber in Sicht-und Hörweite) Richtung Bebra so richtig heiss und durch die pralle Sonne. In Bebra habe ich meine Essensreserven aufgestockt, dann ging es flott durch die sengende Hitze aus Bebra hinaus auf meinen härtesten Anstieg. Steil ging es nach Bebra die "Franzosenstrasse" hinauf, ein alter Kies- und Sandweg der mich nötigte zu schieben, da mein Hinterreifen immer nur die gröberen Steine und Sand wegschleuderte und die Passage einfach zu Steil war. Die Hitze tat Ihr übriges. Nach dem ersten Anstieg ging es gemächlicher hinauf aber ich spürte, wie ich Richtig platt war. An ein paar "Gipfeln" vorbei (oben Hügel genannt) erreichte ich schliesslich eine kleine Passstrasse, wo ein anderer Radfahrer auf Tagestour mir ein bisschen Wasser abgab. Die Übernachtungsmöglichkeiten waren sehr beschränkt, da vor allem Felder und Weiden am Wegesrand lagen, daher buchte ich einen kleinen Landgasthof in Velmeden. Es rollte zwar bis Waldkappel erstmal ein bisschen runter, doch der letzte Anstieg bis Velmeden verlangte ziemlich vieles von mir ab und ich kam dann ziemlich am Ende dort an. Ein Blick auf das Profil morgen liess mich erschauern, es ging hügelig bis Richtung Harz, nach einer sehr grossen Mahlzeit und zwei isotonischen Weizenbiere ging es dann auch rasch ins Bett. Sonnenaufgang im Wald Schloss Lichtenau Kirche Breitenbach am Herzberg Bad Hersfeld Franzosenstrasse unter sengender Sonne
  21. Etappe 4: Höchst im Odenwald - irgendwo im Wald Nahe Grebenhain Höchst im Odenwald - Breuberg - Scheuerberg - Radheim - Schaafheim - Mainflingen - Großkrotzenburg - Ravolzhausen - Büdingen - Blindsachsen - Wenings - Ober-Seemen - Hartmannshain - irgendwo im Wald Nahe Grebenhain 110 km - 1'280 hm+ - 970 hm- Nach einem schönen Frühstück ging es weiter der Mümling entlang, bis ich kurz vor der Burg Breuberg Richtung dem Scheuerberg abbog und dann "Querfeldein" Richtung Radheim fuhr. Bis dahin war es sehr einsam und die Landschaft war durch Wald, Weide und Felder geprägt. Zwischen Radheim und Schaafheim noch einen kleinen Hügel passiert, und dann ging es auch schon Richtung Main-Ebene. Eine kleine Grenzanlage aus dem späten Mittelalter, die Händler für Zollabgaben über Stockstadt zwingen sollte markierte die Grenze zwischen Bayern und Hessen. Ich folgte dem Main-Radweg, wo ich in den Genuss der Eintagsfliegen-Proteinbombe kam. In Mainflingen übergesetzt und dann bis Großkrotzenburg, wo ich kurz vor Hanau nordwärts abgebogen bin. Hier vor allem über Feldwege bis nach Büdingen, mit einer sehr schönen kleinen Altstadt. Nach Büdingen gab es die zweite kritische Stelle, wo ich jedoch -anders wie im Schwarzwald- bewusst eine Rampe der Landstrasse ohne Radweg hochmusste. Bei weitem nicht so Steil und vor allem sehr gerade ging und damit die Autofahrer besser überholen konnten. Kurz darauf erreichte ich den Vulkanradweg. Dieser war wohl eine ehemalige Eisenbahstrecke, die jetzt mit ganz frischem und glatten Asphalt geteert ist. Da flog ich geradezu den Weg hinauf Richtung Hartmannshain. Auf dem Weg dahin passierte ich die Halbpunktmarke Richtung Hamburg, was im Nächsten Biergarten beim Abendessen mit lokalem Apfelwein und grossen Portion Bauernfrühstuck gefeiert wurde. Gut gestärkt ging es dann weiter, wo ich im Wald eine schöne Schutzhütte fand. Erst hatte ich ein bisschen Bammel, da ein Förster/Jäger kurz darauf vorbeifuhr, der sich aber eine Bohne für mich interessierte. Aussicht Breuberg Alte Industrie in Erlensee Altstadt Büdingen Vulkanradweg
  22. Etappe 3: Walldorf - Höchst im Odenwald Walldorf (Camping) - Heidelberg - Neckargemünd - Hirschhorn (Neckar) - Rothenberg - Beerfelden - Erbach (Odenwald) - Michelstadt - Höchst im Odenwald 91.4 km - 820 hm+ - 770 hm- Früh gestartet ging es gemütlich bis nach Heidelberg, um dann der Neckar flussaufwärts an einem schönen Radweg zu folgen. Ich überholte ein paar vollgepackte Muli-Radreisende das Panorama war immer sehr schön und gegen Mittag erreichte ich dann Hirschhorn, wo nach einer Pause gegenüber der Altstadt ich in Richtung Odenwald abbog. Es ging auch gleich Steil an eine Rampe hoch. Kurz darauf passiert man den jüdischen Friedhof Hirschhorn, einen nach der NS-Zeit wiederhergerichteten Friedhof mitten im Wald aus dem 17. Jahrhundert. Immer weiter schraubt man sich durch den Wald bis nach Rothenberg, wo man dann auf einer Art Hochebene ein schönes Panorama geniessen kann. Der Anstieg ist auch Teil des Neckarsteiges und ab nun folgte ich grösstenteils die Hessichen Fernradwege. Meistens ging es über Kieswege, mit ein paar Asphaltstellen. Ab Beerfelden ging es dann wieder der Mümling nach runter bis nach Erbach und Michelstadt mit Ihren schönen Fachwerk-Altstädten. In Michelstadt gab es ein kleines Apfelstrudel mit Vanille-Eis. Da für die Nacht ein Gewitter angekündigt wurde, habe ich mich in der Gasstätte Burg Breuberg in Höchst in Odenwald Unterschlupf gefunden. Nachträglich eine sehr gute Entscheidung. Es hat richtig geschüttet und gewindet und am nächsten Morgen waren sehr viele Sturmschäden im Wald zu begutachten. Die Kleinstadt ist nicht sehr schön und es wäre vermutlich sehr viel mehr machbar gewesen, leider hat die Stadtplanung in den 60ern/70ern wohl ziemlich versagt. Von der Etappe bleiben mir vor allem die Panoramen an der Neckar und die Aussicht nach dem harten Anstieg auf den Rothenberg in Erinnerung. Heidelberg Altstadt Hirschhorn Jüdischer Friedhof Hirschhorn Panorama Rothenberg nach hartem Anstieg Viadukt Oberzent Jo, kann ich unterschreiben
  23. Etappe 2: Peterzell - Walldorf Peterzell - Loßburg - Freudenstadt - Besenfeld - Schramberg (Gipfel) - Hohloh (Gipfel) - Bad Herrenalb - Frauenalb - Ettlingen - Karlsruhe - Graben-Neudorf - Wiesental - Kirrlach - Walldorf (Camping) 144 km - 1'190 hm+ - 1'760 hm- Kurz vor der Dämmerung wachte ich auf und begab mich ca. 1 h wieder auf den Weg. Es ging gleich auf relativ technischen Forstwegen los, wo ich mich durch Wurzeln und leichten Waldboden durchwühlte, die sich dann aber schnell in gut ausgebauten Forstwegen wandeltet. Zwischendurch ging es rasant runter, um dann aber sofort wieder in einen Gegenanstieg zu landen. Gegen 09:00 kam ich in Freudenstadt an, wo ich den grössten Marktplatz von Deutschland bewunderte. Dort gab es auch ein kostenloses WC, wo ich Wasser auffüllte, bevor es weiterging. Von dort über Forststrassen richtig in den Schwarzwald rein. Obwohl ich immer relativ weit oben war, ging es nie über die Baumgrenze und die Aussicht war immer sehr beschränkt. Gegen Mittag kam ich dann am Höhepunkt der Tour und wenig später auch am letzten Hochpunkt des Schwarzwaldes an. Von dort ging es mit einem grossen Huiiii auf den Lippen und mit viel Schwung die Forststrasse Richtung Bad Herrenalb runter. Dort eine kleine Eispause eingelegt, und dann über das Albtal weiter über das verlassene Kloster Frauenalb und das schöne Städtchen Ettlingen Richtung Karlsruhe, wo ich gegen 13/14 Uhr erreichte. Mit jedem Höhenmeter niedriger wurde es auch immer Wärmer, und in Karslruhe fuhr ich über eine grosse Einfallstrasse (6 Spurig + Tram) ein, wo ich gefühlt durch die Sonne durchgebraten wurde. Karlsruhe fand ich nicht besonders schön und ich wollte durch die Hitze eigentlich nur noch weg. Sobald ich im Hardtwald war ging es schon um einiges besser, und über die Grabener Allee flog ich dann bis nach Graben-Neudorf. So eine flache Strecke auf so lange Distanz hatte ich bisher noch nie ! Über 50 km komplett flach ! Da konnte ich so richtig km abspulen. Später am Nachmittag erreichte ich dann den Camping-Platz in Walldorf, der nicht so schön und relativ teuer war, aber man nimmt halt was es gibt. Direkt in voller Montur in die Dusche, damit die letzten Sonnenstrahlen noch das gröbste trocknen können. Mit einem Motorradfahrer noch zusammen am Tisch abend gegessen und einen grossen Teller Gyros verputzt (Kalorien !!!). Einen schnellen Anruf bei der Frau und ab ins Zelt für ein bisschen Erholung. Freudenstadt Mit viel Huiiiii die Forststrasse hinab Verlassens Kloster Frauenalb Altstadt Ettlingen Wasserbau im Karslruher Hardtwald
  24. Etappe 1: Brugg AG - Peterzell Brugg AG - Klingnauer Stausee - Grenzübergang Waldshut/Koblenz - Lauchringen - Wutöschingen, Stühlingen - Fützen - an Blumberg vorbei - Donaueschingen - zwischen Villingen/Schwenningen - Weilersbach - Sulgen - Peterzell 128 km - 1'410 hm+ - 1'090 hm- Ich hatte alles schon am Vortag gepackt und bin damit zur Arbeit gefahren um mal zu schauen wie alles hält und sich alles so anfühlt. War alles gut, trotzdem konnte ich in der Nacht nur schwer ein Auge zu tun und ich war nervös gespannt. Knapp nach Dämmerung ging es dann los, alles wurde noch mal festgezurrt, das Essen aus dem Kühlschrank eingepackt und los ging es. Den ersten Teil der Strecke bis zur Grenze kenne ich schon recht gut, bin mit ruhigem Tempo los, so dass ich nach ca. 16 km die deutsch/Schweizer Grenze erreiche. Schnell durch den Verkehr gewuselt und weiter ging es bis nach Lauchringen, wo ich dann der Wutach flussaufwärts folgte. Meistens ging es über schön rollende Kieswege, und relativ flott kam ich dann bis nach Stühlingen, wo ich die erste Pause hatte (knapp über 40 km). Ab hier teilte ich mir den Weg mit ein paar "Schluchtensteigern" und es kamen eigene Erinnerungen hoch, wie ich diesen nicht so ansehnlichen Teil vom Schluchtensteig eingeklemmt zwischen Bundesstrasse und Wutach entlangwanderte. Mit dem Rad war ich dann aber auch ganz flott auf der Höhe Blumberg, wo sich die Wege trennten, was zu Fuss damals fast die ganze Tagesetappe war. Wie schnell man mit dem Rad doch unterwegs ist ! Den Gedanken musste ich vor Blumberg aber auch schnell verwerfen, da kurz vor Blumberg ein Stück Landstrasse war, welcher Sicherheitstechnich der kritischste Moment war. Laut Beschilderung und OSM Karte ist es zwar Teils des offiziellen Radnetzes aber auf einmal ging es ohne jeglichen Schutz/Radweg Steil eine Landstrasse hinauf, wo bei bei bis zu 15% Steigung die Autos an einem vorbeidüsten. Eine sehr unangenehme Situation, die ich nicht vorausgesehen hatte. Es waren zwar nur knapp 2 km, aber durch die grosse Steigung (über 100 hm+) und den dadurch resultierenden Geschwindigkeitsunterschied war es überhaupt nicht schön. v.A. gab es so einige knappe Kurvenüberholer. Der Spuk war zwar schnell vorbei, es stellten sich aber bei mir trotzdem Fragen. Wird es weiterhin so Stellen geben ? Zum Glück nur einmal, und weitaus weniger kritisch. Danach ging es mehr oder weniger parallel zur B27 auf einem schönen Radweg bis nach Donaueschingen, wo ich einen kleinen Blick in die Fake-Quelle der Donau warf. Kurz nach Villingen-Schwenningen ging es dann weiter über Dörfer wieder in den Schwarzwald rein, der gut ausgebaute Radweg wurde wieder zu Feld- und Forstweg. In der Nähe von Peterzell fand ich an einen Grillplatz mit Schutzhütte, wo ich diskret übernachtete. Klingnauer Stausee mit Mondspiegelung und Kloster im Hintergrund. Wutach bei Stühlingen Fake Donauquelle in Donau-Eschingen Sonnenuntergang bei Peterzell
  25. Tag 2 Vormittag: Über den Pass da Casnil Sud zum Albignasee Die Nacht auf 2550 m Höhe war unruhig. Der Wind war doch recht stark und hat, da ich das Tarp aufgrund der begrenzten Platzfläche nur mäßig gut abspannen konnte, auch unter dem Bodenrand reingepustet. Obwohl ich die Windhose im Schlafsack an hatte, war der Wind teilweise unangenehm kalt an den Beinen. Vor Allem hat mich aber das laute Wackeln der Wände bei Windböen und nach unten Rutschen auf der schrägen Fläche nur schwer in den Schlaf fallen lassen, bzw. auch schnell wieder aufgeweckt, wenn ich doch mal für kurze Zeit eingeschlafen war. Während ich noch zerknittert nach dem Aufwachen im warmen Schlafsack ausharre, koche ich mir einen warmen Tee. Ich bin rechtzeitig vor dem Sonnenaufgang aufgewacht, aber dieser bringt leider keine farbige Himmelsstimmung mit sich. Doch etwas später taucht die Sonne die Berggipfel sehenswert in rotes Licht und motiviert mich den Schlafsack zu verlassen. Ich starte die Drohne und schieße noch ein paar Fotos aus der Luft. Anschließend setze ich mich auf meiner Faltisomatte auf den Fels und wärme Wasser für mein Müsli auf. Das ist ein großer Vorteil der Schaummatten, einfach unkompliziert auf einen Fels legen, ohne sich groß Gedanken um etwaige spitze Steine zu machen. Schließlich packe ich alles zusammen und laufe weiter, zunächst geht es dem gleichen Weg von gestern wieder runter. Kurz vor der Ebene fülle ich mir wieder 1.5 L Wasser am Bergbach auf, überquere die Brücke und zweige nun auf den schwierigen blau-weißen “Weg” ab, der mich nun überwiegend weglos zum Pass Casnil dal Sud bringen soll. Schon nach wenigen Schritten hört der Single-Trail auf und geht in ein Geröllfeld über, in dem ich mich von Markierung zu Markierung den Hang nach oben bewege. An der ersten kettenversicherten Stelle lasse ich die Kette noch unberührt. Doch schon bald habe ich zumindest eine Hand an den Helferlein, da es recht steil voran geht. Bei Nässe kann ich die Route wirklich nicht empfehlen. Mein Blick bleibt an etwas Rotem zwischen den Felsen hängen. Das gehört definitiv nicht in die Landschaft - eine Hundetüte. Da sie ohne Inhalt ist, packe ich sie ein und freue mich, meinen gestrigen Schnitzer mit dem verkohlten Gras wieder auszubügeln. Dann komme ich an ein kleines Plateau mit herrlichem Blick auf den Gletscher. Das wäre auch ein würdiger Schlafplatz, aber ich habe heute noch einiges vor und die aufziehenden Wolken gefallen mir eh nicht. Also fotografiere ich etwas und laufe schließlich weiter. Es geht weiter über Geröllfelder und ich kann erstmals den Pass erkennen. Dann geht es über ein Altschneefeld. Den Blick habe ich nun auf den Boden geheftet, um mögliche Löcher in der Schneedecke frühzeitig zu erkennen. Plötzlich schrecke ich auf, als ich eine Bewegung im Augenwinkel sehe. Bin ich etwa doch nicht allein hier oben? Tatsächlich, ich entdecke drei Steinböcke auf bzw. hinter einem Fels. Sie beobachten mich aufmerksam aber ruhig und lassen mich im Abstand von ca. 10 m fotografieren und vorüber laufen. Das sind schon majestätische Tiere. Am Ende des Schneefeldes finde ich die weiß-blauen Markierungen nicht mehr. Da die Passhöhe aber schon zum Greifen nah ist und der Weg eh aus Felshüpfen besteht, hüpfe ich nun halt nach eigenem Ermessen den letzten Anstieg nach oben. Wenige Meter vom Ziel entfernt, merke ich aber, dass ich etwas zu weit seitlich abgedrängt wurde und der Hang hier ziemlich bröselig ist. Ständig rutscht ein Stein, den ich als Halt auserkoren hatte, weg und einmal schürfe ich mir beim Nachgreifen die Hände etwas auf. Dann habe ich es geschafft und stehe auf 2941 m Höhe auf dem Pass und genieße den Ausblick auf die nächsten vergletscherten Berge. Der Weg steigt nach der Scharte noch etwas an, sodass ich zeitweise auf 2970 m laufe. Mein innerer Monk rät mir, einen der umliegenden Gipfel zu erklimmen, um die 3000 m zu knacken. Doch da diese wieder nur Schutthaufen sind ohne jegliche Wege/Markierungen und ich gerade erst schlechte Erfahrungen mit rutschenden Felsen gemacht habe, siegt die Vernunft und ich steige Richtung Albigna See ab. Schon bald kann ich diesen auch schon sehen. Der Berg im Schatten in der rechten Bildhäfte vor dem See ist der Piz dal Päl, der eine atemberaubende Aussicht bieten soll. War ich beim Aufstieg von der Ostseite her ganz alleine, kommen mir nun auf der Westseite auch Wanderer entgegen. Diese Seite ist durch die Bergbahn zum Stausee und die nahe Hütte Capanna da l‘Albigna belebter. Auch später sehe ich noch einige Kletterer. Unter anderem ist die berühmte La Fiamma hier. Diese hätte ich mir gerne noch angeschaut, aber allein der Weg dahin ist wohl recht schwer und verlangt eine Kletterausrüstung. An einem kleinen Teich etwas östlich vom Piz dal Päl gönne ich meinen müden Beinen etwas Ruhe, esse einige meiner selbstgebackenen Käsemüsliriegel zum Mittagessen und einen Schokoriegel hinterher. Erstmals kommen Zweifel auf, ob ich am Nachmittag nochmal 1400 Höhenmeter zum Piz Cam hochkomme. Gestärkt, ausgeruht und mit frisch gefiltertem Wasser entscheide ich mich, den kleinen Abstecher auf den Piz dal Päl zu nehmen. Auch hier erklimmen einige Kletterer die steilen Felswände, ich folge dagegen einem kleinen Pfad zum Gipfel. Die Aussicht ist gewaltig, der türkise Gletschersee liegt mir zu Füßen und ich beschließe den restlichen Drohnenakku hier zu verfliegen. Lediglich der nebelverhangene Blick ins Tal und die zunehmend in die Berggipfel ziehenden Wolken trüben meine Laune. Kommt der angekündigte Wetterumschwung doch schon früher? Ich lasse mir von zuhause aus einen aktuellen Wetterbericht schicken. Die Gewitter sollen morgen tatsächlich schon am Mittag und nicht erst am Abend kommen aber zumindest der heutige Tag soll noch sonnig sein. Ich steige zum See hinab, laufe durch den Nebel über die Staumauer und gelange zur Bergbahn. Dann fahre ich mit der nächsten Bahn hinunter und plane den restlichen Tag um. Die weglose Passüberquerung hat doch einiges an Kraft und Konzentration gekostet und gemäß meinem Plan stünden später nochmal 1400 Höhenmeter auf den Piz Cam an. An diesem Tag habe ich bisher 11 km, 750 Höhenmeter Aufstieg und 1190 Höhenmeter Abstieg mit schierigen Wegverhältnissen in den Knochen. Mein innerer Schweinehund meint, das könnte zu viel werden. Der vernünftige Teil in mir rät zudem von einer Übernachtung auf dem Piz Cam ab, da hier weit und breit keine Schutzhütte ist und die Gewitter sich ja nicht immer an die Wettervorhersage halten - ich wäre nicht der erste Wanderer, der von einem früheren Wetterumschwung überrascht wird und muss das nicht unbedingt auf einem Berggipfel auf 2600 m ausreizen. Wenn sich der innere Schweinehund und die Vernunft verbünden, ist Widerstand fast zwecklos. Ich füge mich und plane auf eine weniger hoch gelegene Route um. Von der Talstation Pranzaira will ich zunächst im Tal Richtung Viscoprano und auf den viel beworbenen Sentiero Panoramico. Dort irgendwo einen Schlafplatz suchen und am nächsten Tag könnte ich im Falle von frühen Gewittern schnell ins Tal absteigen. In der Theorie war der Plan gut, aber die Praxis sollte mich mal wieder etwas Besseren belehren...
  26. 1 Punkt
    Die 60 Liter Variante wiegt ab Werk / unmodifiziert 1220 g, die 45 Liter Variante 1180 g. Wir sprechen also über 40g respektive 3% mehr Gewicht bei 33% mehr Stauraum. Klar, wenn einem 45 Liter sicher reichen, kann man ruhig den nehmen aber ich würde definitiv deutlich früher die 45 Liter reißen als die 16 Kilo. Mit dem Großen kann man auch mal den ein oder anderen Kompressionssack Zuhause lassen oder als Ergänzung zum Trekkingessen mal noch eine Packung Reiswaffeln mitnehmen. Mein 60l Exped war schon oft nach dem Re-Supply randvoll aber noch nie schwerer als 12 kg.
  27. Vorstellungsthread

    Antonia2020 reagierte auf frau_einfallslos für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin ich weiß zwar noch nicht, ob ich aktiv Beiträge schreiben werde, aber ich stelle mich mal vor. Ich bin Silke, 33, komme aus Schleswig-Holstein und hab erst in den letzten Jahren die ersten Wandertouren gemacht. Dieses Jahr Trekking auf dem Beara Way in Irland, Rucksack zu schwer und jetzt Umstieg auf leichtes Trekking bzw. UL. In 1 Woche mache ich meine erste Tour alleine in Schweden.
  28. Carbonara ("Orginal"rezept)

    MaikGrosser reagierte auf Ledertramp für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich suche das Originalrezept, aber nicht das Originalrezept. Lol.
  29. Carbonara ("Orginal"rezept)

    kra reagierte auf Grafschaft Outdoor für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ein Originalrezept eines italienischen Klassikers was von den Amis versaut wurde…… finde den Fehler! Die haben wahrscheinlich noch Sahne reingekippt……
  30. Carbonara ("Orginal"rezept)

    MaikGrosser reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Mit irgendeinem org Rezept kann ich Dir nicht helfen, aber sehr wohl ueber den Umgang mit Parmesan & Eipulver bei Pasta. Wenn die Pasta al dente und das Wasser abgegossen ist, zuerst das Eipulver rein streuen und gut umruehren, macht das Ganze cremiger, dann direkt den Parmesan drueber streuen und gut einruehren, durch die heisse Pasta schmilzt der Parmesan und das Ganze ist ein bisschen wie mit Kaese ueberpacken (meine italiaenische Freunde bei Terranonna faenden das natuerlich voellig daneben,fast so schlimm wie ne Pizza Hawei o.A. org gehoert der Parmesan nur oben auf die nicht mehr heisse sondern warme Pasta). Was Schinken oder im Doerrautomat (frisst viel weniger Strom und macht das Ganze schonender) zubereitetes getrocknettes Gemuese betrifft, am Besten kurz vor dem Wasser abgiessen rein, oder ein klein bisschen Restwasser drin lassen und gut umruehren, dann nimmt es Wasser auf und wird weicher / saftiger. Wichtig sind dann noch gute Gewuerze, ich mische mir vor Touren immer selber Gewuerz im Moerser an mit viel gutem rotem Pfeffer (dann hat er noch viele Oele) Kraeutern aus der Toskana usw, wenn jemand nicht den Aufwand treiben will, bei Herbaria gibt es gute hochwertige Gewuerzmischungen z.B. die (bekommst Du teilweise im Reformhaus / Bioladen) und manches Leckere auch bei Oil & Vinegar (z.B. ein Kraeuter Bruschetta, was "ewig" haelt und nur noch ein bisschen Oel dran muss) die haben auch etliche Filialen in D, wo man auch Sachen probieren kann.
  31. Hey @Knight_Saber. Ich hatte die MTN Guide Hyper LT mit auf dem Padjelantaleden und kann nur über ihre Hauptfunktion als Regenjacke berichten: Da ist sie (wenig überraschend) einwandfrei. Als Windjacke hab ich sie nicht verwendet, da sie natürlich weniger atmungsaktiv ist als eine dedizierte Windjacke, die ich dabei hatte. Abrieb der Jacke konnte ich nicht feststellen, hab sie aber auch nur maximal 2,3 h am Stück verwendet und den Rucksack drüber (bis ca. 11 kg Gewicht) dabei relativ unbeweglich gezurrt, dass er nicht so viel reibt.
  32. Impressionen von Touren

    nitram reagierte auf Lugovoi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich bin gestern aus Island zurückgekehrt. 140km Strecke auf den Trails Hellimannaleið, Laugavegur und Fimmvörðuláls. 7 Tage auf dem Weg, davon 2 Pausentage wegen Sturm. Eine tolle Tour, die jetzt langsam erst ins Tiefenbewusstsein einsickern wird. Wer den Klassiker Laugavegur zu gehen plant, dem rate ich die beiden Verlängerungen an, nur Laugavegur ist für mein erleben arg schnell vorbei.
  33. Übersichtskarte für den GR20 (selbstgemacht)

    Aeros reagierte auf Toucan für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin, auf meinen Wanderungen besteht ein wichtiger Teil meines Abends im Zelt immer aus der Planung für den nächsten Tag. Da ich ein Freund von Papierkarten bin und grundsätzlich bei allen meinen Geräten Akku spare, freue ich mich dafür immer über eine brauchbare Übersichtskarte für den jeweiligen Trail mit möglichst vielen Infos. Vielleicht fehlen mir da auch die Bezugsquellen, ich habe allerdings den Eindruck, dass solche Karten eher selten sind: man findet entweder großmaßstäbige topografische Wanderkarten (die für eine Planung über mehrere Tage/Wochen oft ein Overkill sind) oder sehr simple Trailüberblicke ohne brauchbare Daten zur Planung. Da ich mich sowieso gerne mit übermäßiger Tourenplanung und Mediendesign-Spielereien beschäftige, habe ich (mal wieder) einen Versuch unternommen für meinen letzten Thru-Hike (den GR20) so eine Karte selbst zu erstellen. Im Endeffekt versenke ich gerade sehr viel Zeit in dieses Projekt, lerne dabei allerdings viel und bin immer zufriedener mit dem Ergebnis. Da es unter euch ja vielleicht den ein oder anderen gibt, der so eine Karte eventuell gebrauchen könnte, möchte ich meine aktuelle Fassung mit euch Teilen. Das Format ist A3, so kann man es in jedem Copyshop drucken lassen, oft habe sie dort ja auch wasserfestes Papier zur Auswahl ... Ich habe Versucht, alle für mich wichtigen Planungsdaten in die Karte einzupflegen, dabei musste ich natürlich trotzdem einiges rausreduzieren. Ich würde mich über konstruktives Feedback von euch freuen, ihr könnt mir auch gerne mitteilen, was euch bei so einer Grobplanung wichtig wäre. Für den John Muir Trail habe ich auch schon eine Karte halb fertig, da ich dafür für den kommenden Sommer plane, wenn da Interesse herrscht, teile ich die ebenfalls gerne zu gegebener Zeit. Edit Khyal @Toucan hat die Karte ueberarbeitet, es gibt nun eine NOBO und eine SOBO-Version und hier die aktuelle SOBO-Karte in geringerer Aufloesung, fuer den Ausdruck aber bitte die pdf unten verwenden. Version vom 07.09.2024 GR20_NOBO_Overview_Map_A3.pdf GR20_SOBO_Overview_Map_A3.pdf
  34. Welche Taschen am Bike?

    Wander Schaf reagierte auf mochilero für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Kommt ja ein bisschen drauf an was du genau vor hast. Bikepacking hat ja viele Facetten. Und die Frage nach dem Budget stellt sich ja auch. Für nur mal ausprobieren ist man vielleicht nicht bereit viel Geld auszugeben. Ich habe das für mich und meine Frau so gelöst. Wir waren mit dem Setup jetzt ca 4 Wochen unterwegs. Hat sich bewährt. Insbesondere ist der Stauraum beim Bikepacking echt knapper und problematischer als beim Wandern. Und mit dem MTB ist das Gewicht auch ziemlich relevant, wenn man die ganze Geschichte mal ein Stück tragen oder über Stock und Stein schieben muss. Ich finde es wichtig, immer noch etwas Platz am Rad zu haben, damit man für ein paar Tage Essen rein bekommt oder auch mal einen Wassersack wenn man "Durststrecken" überbrücken muss. Ich würde mit einer normalen Arschrakete eher nicht hinkommen. Trägersysteme müssen nicht so viel schwerer sein als Taschen mit komplizierter Befestigung. Und das ganze sitzt dann wirklich Bombenfest am Rad, wenn es ruppig wird und ist schnell und unkompliziert gepackt. Je nach Rad sind vielleicht auch mini-Panniers eine Option, nur so als Überlegung. Ich finde die speziellen Bikepacking-Sachen irgendwie ziemlich überteuert. Wenn man nicht MTB oder Rennrad fährt und die Möglichkeit hat einen Gepäckträger zu montieren wirds evtl billiger und unkomplizierter. Wenn man eh auf der Straße ist muss man sich das mit den speziellen Taschen evtl nicht antun... Der Tailfin-Träger ist aber echt genial - für mich hat der sich gelohnt (leider teuer) Zum Ausprobieren ist vielleicht das eine Option Decathlon hat auch Bikepacking Equipment Sonst mal bei den üblichen Verdächtigen schauen wie Restrap, Apidura, Ortlieb, Revelate Design etc (keine persönliche Erfahrung damit) Vielleicht kann man dir konkretere Tips geben wenn du sagst was du vor hast und was für ein Radl du fährst... Edit: Gabeltaschen kann ich mir am MTB nicht so gut vorstellen, allenfalls kleine 3l Cagebags vielleicht. Ich hab lediglich 2 1 Literflaschen an der Gabel, wenn unbedingt nötig. Damit bekomme ich max. Knapp 5 Liter ans Rad. Edit 2: vielleicht ist für dich auch ne Lenkerrolle (oder an den Lenker gedüdelter Dry-Bag) für den voluminösen Schlaf-Kram und für den Rest ein leichter Rucksack für das Ausprobieren eine Option? (Ich hasse es was auf dem Rücken zu haben beim Radeln - aber jeder Jeck ist anders..)
  35. Vorstellungsthread

    dr-nic reagierte auf Toucan für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin, ich bin Henning, bin 37 und komme aus dem (leider) sehr flachen Uelzen zwischen Hamburg und Hannover. Wandern im möglichst wilden Hochgebirge, meist alleine und als Selbstversorger ist jetzt schon einige Jahre meine Passion, für deren effektive Ausübung ich dank kleiner Kinder zur zeit leider nicht ganz so viel Zeit habe. Aber alleine schon die Vor- und Nachbereitung meiner Touren machen mir schon genügend Spaß. Ich bin seit Beginn meiner aktiven "Wanderkarriere" recht schnell auf die UL-Schiene geraten, da mir die allermeisten Aspekte daran logisch erscheinen oder mir zumindest zusagen. Da ich sowieso meist zügig unterwegs bin und gerne mal an mein körperliches Limit gehe, passt das ganz gut zusammen. Meine Liste von geplanten oder zumindest gewünschten Trails ist lang, aber da bin ich hier sicherlich in guter Gesellschaft. Für mich begann alles mit dem HRP durch die Pyrenäen, es folgen unter anderem ein Island-Thru-Hike, der Cape Wrath Trail, Annapurna Circuit und der GR20. Zur Zeit plane ich den John Muir Trail für den kommenden Sommer. Da ich gerade Spaß an der Kartenerstellung habe und es unter euch vielleicht den ein oder anderen gibt, der mein Endprodukt brauchbar findet, habe ich mal einen Thread zu einer von mir in der Entwicklung befindlichen Übersichtskarte für den GR20 erstellt. Ich freue mich auf viele Anregungen hier von euch für zukünftige Trails, Grüße Henning
  36. Hatten wir schon mal: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/8945-zwei-personen-querliegerfirstzelt/ 😉
  37. Regenjacke

    MaikGrosser reagierte auf reiber für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ohne Belüftungsmöglichkeit (Tunnelzug, Klettverschluss... ) ist für Leute, die schnell schwitzen aber tödlich.
  38. Regenjacke

    MaikGrosser reagierte auf ULgäuer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Die eierlegende Wollmilchsau also? Radfahren mit Helm? Kapuze über Helm? Eines vorneweg: atmungsaktiv ist ein vom Marketing geprägter Bullshit-Terminus. Vergiss das gleich wieder! Wenn Du Dich in einer Regenjacke bewegst, wirst Du schwitzen innen. Was da am besten hilft, ist lüften und/oder Netzkleidung (z.B. Brynje) auf der Haut um den Schweiß zu kontrollieren. Der ganze Membranquatsch kann nicht ansatzweise mit der "Atmungsaktivität" einer simplen Öffnung mithalten. GoreTex Shakedry ist bzw. war ein cooles Material, das in Sachen Gewicht und Packmaß wohl kaum zu schlagen ist/war. Es ist/war allerdings auch alles andere als robust, von teuer und extrem umweltschädlich (PFAS) ganz zu schweigen. Gibt es aber eh nicht mehr, außer in Restbeständen. GoreTex hat ein neues Material als alternative, aber zu dem kann ich nix sagen. Imo mit Abstand die effektivste Regenbekleidung ist Columbia Outdry. Das Material ist ähnlich wie Shakedry, nur dicker, robuster und natürlich schwerer. Es muss nicht imprägniert werden und das Wasser perlt einfach so ab, was wohl die zentralste aller Fähigkeiten von Regenbekleidung ist, leider aber viele Materialien nicht so können. Helmtaugliche Kapuze ist Standard. Lüftungsöffnungen beim aktuellen Modell wohl nicht, mit Ausnahme von Mesh hinter den Taschen. Wenn tatsächlich mit wirklichem Regen zu rechnen ist, nehme ich das Outdry-Zeugs mit. Ist Regen nur eine entfernte Möglichkeit, packe ich kleineres leichteres Zeugs, z.B. einen Poncho.
  39. Regenjacke

    MaikGrosser reagierte auf zopiclon für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    https://www.gore-tex.com/de/technologie/windstopper/bekleidung https://euro.montbell.com/products/disp.php?p_id=2328169
  40. Regenjacke

    MaikGrosser reagierte auf zopiclon für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Versalite ist keine Regenjacke, deswegen ist sie so "extrem atmungsaktiv", dass ist "nur" Gore Windstopper Material.
  41. Ich bin mir nicht sicher ob die ganzen Eindrücke, die sich hier auch stellenweise Wiedersprechen für @Rene444 hilfreich sind. Ich persönlich habe mit dem Nemo Dragonfly angefangen und bin happy damit. Beim Bikepacking ist das mit dem Wetter alles nicht so schlimm wie beim Wandern, da man doch relativ schnell 30km überwinden kann und so gezielt "Schutz" suchen kann. Sei es in einem Ort, Supermarkt, Brücke usw. Deshalb ist das mit der "Windstabilität" am Ende nicht so entscheidend für mich. Allerdings, werde ich als nächstes das Lunar Solo ausprobieren, weil ich noch etwas kompakteres suche. Wie du schon richtig erkannt hast @Rene444 wirst du jetzt erst ein paar Erfahrungen sammeln müssen. Wenn du willst, kannst du dir auch gerne mal mein Nemo Dragonfly ausleihen (nähe Stuttgart) oder anschauen. Auch das Angebot von @khyal kann dir noch einmal paar echte Eindrücke vermitteln.
  42. Dem muss ich wiedersprechen. Ich schaffe es auch alleine in 2 Personenzelten die einwandig sind mit einem nassen Schlafsack aufzuwachen. Den idealen ebenen Zeltplatz hat man in der Praxis nicht so oft und dann rutsche ich in der Nacht an die Wand des Zelts und der Sack wird nass. Einwandige Zelte haben definitiv diesen Nachteil und er spielt in der Praxis eine große Rolle. Zumindest bei mir. Abhilfe schafft aber z.B. ein 100g Bivy, ein Poncho oder die Regenjacke...
  43. Impressionen von Touren

    nitram reagierte auf zip für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hier ein paar Bilder vom Kungsleden dieses Jahr :)
  44. Schlafsack/Quilt und Isomatte mit Hund

    Padjelanta reagierte auf Namie für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Also Möglichkeit 1.: allerdings weiss ich nicht ob warm genug für deinen Hund: du legst ne große dünne EVA Matte aus auf der auch der Hund liegen kann und für dich dann noch mal eine Eierkartonmatte deiner wähl drüber (die ist dann nur für dich nicht für den Hunde). Ich finde man schläft echt gut auf den Matten ich habe die Exped Flexmat plus. Variante 2: Schneide für deinen Hunde eine eigene EVA Matte in der passenden stärke und große zurecht und gebe ihm einen eigenen Schlafsack (gibt es wohl auch für Hunde oder self made) Ich denke es ist evtl. für beide Parteien besser ihren eigenen Schlafplatz zu haben. Wenn ich mit Hund unterwegs bin schläft sie auf ihrem eigenen Platz mit der eigenen Decke (sie braucht aber auch nicht so viel Decke. Zum kuscheln kann sie dann trotzdem zu mir kommen, sie zieht es vor nachts nicht ganz eng bei mir zu schlafen. > Ich bin ihr zu unruhig glaube ich.
  45. Jordan Trail

    kurzhosenhiker reagierte auf sirm3rl1n für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo und zunächst danke an JoeDoe, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Da wir den Jorden Trail zum Teil (zuerst den nördlichen Abschnitt von Umm Qais nach Ajloun und dann die Königsetappe von Dana nach Petra, also insgesamt 170 Kilometer) im November 2023 gewandert sind und ich insbesondere diese Foreneinträge hier genutzt habe, um an die Schraubgaskartusche zu kommen, wollte ich kurz eine Rückmeldung dazu geben. (Schraub-) oder generell Gaskartusche: 1. TREK-Laden an der Mecca Street in Amman: Aufgrund des erneuten Aufflammens des Nahostkonflikts haben wir kurz vor der Reise engen Kontakt mit dem Büro der Jordan Trail Association mit einem Mitarbeiter namens Ghada gehabt. Der hat uns auch an unserem ersten Tag in Jordanien in Amman bei unserem kurzen Besuch in deren Büro den hier schon erwähnten Outdoorladen namens "Trek" empfohlen, der liegt direkt an der Mecca Street neben der Mecca Mall und ist mit dem Taxi recht einfach zu erreichen. Er macht allerdings erst um 10 Uhr morgens auf! Für uns etwas knapp, da der Jett Bus nach aktuellem 2023 Fahrplan bereits um 10:30 Uhr nach Irbid startet, hat aber geklappt. Wird sind um Punkt 10 durch die Ladentore gefallen und haben die 500g Schraubgaskartusche bekommen, inklusive etlicher netter Vorschläge und Ratschläge für den Trail, der Ladeninhaber hat in nämlich selbst schon gelaufen. 2. Wie von Murx vorgeschlagen finden sich in der Talal Street, einer der größten Einkaufsstraßen Ammans, etliche Läden, die Schraub- und auch Stechgaskartuschen vorrätig haben! Es reihen sich insbesondere im Südwesten in Richtung des Third Circles ein Baumarkt nach dem anderen aneinander, man bekommt aber auch in jedem Shishaladen die Gaskartuschen für nen Appel und nen Ei. Selbst abseits der Innenstadt haben wir zumindest kleine Stechgaskartuschen à la 200 Gramm in den besser ausgestatteten Supermärkten von Miles gefunden. Hunde: Die Hütehunden machen halt ihre Arbeit auf dem Trek. Gemäß den Vorgaben hier hatten wir immer den Wanderstock in der einen und tatsächlich einen aufgelesenen Stein in der anderen Hand. Und auch, wenn wir 1, 2 Mal fragwürdige, enge Begegnungen hatten, mussten wir ihn nicht werfen. In letzter Instanz haben immer die freundlichen Beduinen ihre Viecher zurückgerufen, teilweise auch über unfassbare 500 Meter Strecke. Wasser auf dem Trek: Auch der Klimawandel macht vor der Wüste nicht halt. Wir sind im November im Norden gestartet, da wir den Empfehlungen entsprechend dachten, dass es dort sehr grün und gut aushaltbar sein würde. Wir hatten allerdings die zweite Hitzewelle im zweiten Jahr und sind daher vier Tage mit ca. 36 Grad bei blauem Himmel ohne Wolken gelaufen, dementsprechend schlimm war unser Wasserverbrauch. Ich kann Murx da nur beipflichten, wir habe soviel Wasser geschleppt, wie es mit anderen Ausrüstung nur irgendwie möglich war. Ich empfehle dringend, für die wenigen vorhanden Quellen einen gescheiten Filter mitzuführen und insbesondere auch proaktiv die Hilfe der Menschen vor Ort anzunehmen. Die absolut wundervollste Erfahrung dieser Wanderung war nämlich die Gastfreundschaft der Leute vor Ort und das unabhängig von Nah_Ost-Konflikt oder dem persönlichen Glauben. Ich habe viele Länder dieser Erde bereist, aber nie eine so ehrliche und menschliche Gastfreundschaft erlebt. Lasst euch bitte drauf ein.
  46. Jordan Trail

    kurzhosenhiker reagierte auf Murx für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wir sind die Etappe von Dana nach Petra im Oktober 2018 in 4 Tagen und ohne Guide gelaufen. Kann mich nur anschließen, dass es eine absolut beeindruckend und gänzlich andere Hiking Erfahrung war als das was wir bisher gemacht haben. Wirklich schwer in Worte zu fassen. Andere Hiker haben wir auch nicht getroffen und stattdessen die Einsamkeit und hin und wieder den Kontakt mit ein paar Beduinen genossen. Nur um little Petra und in Petra selbst war es dann mit den üblichen Tagestouris recht überlaufen. Was die Organisation angeht, sofern man es ohne Guide probieren möchte, sollte man in jedem Fall ein GPS dabei haben. Trail-Kennzeichnung ist absolute Fehlanzeige und manchmal ist man selbst mit GPS am suchen. Die zweite große Herausforderung, wenn nicht gar die größte ist tatsächlich das Wasser. Etwa auf halben Weg zwischen Dana und Petra gibt (gab?) es zumindest einen kleinen Bachlauf, der in unserem Fall auch Wasser führte. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir tatsächlich ein Problem gehabt. Davon abgesehen waren alle eingezeichneten Quellen versiegt oder wir haben sie nicht gefunden. Am besten fragt man am Ausgangspunkt in Dana im Dana Reserve Office ob jemand zu Quellen oder dem Bächleich Auskunft geben kann. Am Ausgang der Dana Schlucht gibt es dann noch ein Eco Ressort, bei dem man ein letztes mal seine Wasserreserven auffüllen kann. Ein Tipp vielleicht noch für little Petra. Wir hatten das Glück von einem beduinischen Besitzer eines Touri-Kaffee-Zeltes am Eingang angesprochen zu werden, ob wir nicht in seiner Höhle - ja Höhle - übernachten wollen. Wir waren zwar zunächst sehr skeptisch, haben uns dann aber doch darauf eingelassen. Die Höhle lag 200m vor little Petra in einem großen Felsblock, war mit einer Tür versperrt und im Inneren mit Teppichen und Matratzen ausgelegt. Der Besitzer hat uns dann sogar ein super leckeres Abendessen vorbeigebracht und mit uns gespeist und erzählt, bevor er wieder nach Hause ist. Nachts und auch Abends hatte man dann vom Felsblock aus einen wunderbaren Blick auf little Petra und den Sternenhimmel. Wadi Rum im Anschluss würde ich auch noch empfehlen. Falls nicht zum wandern, dann doch zum ausspannen in einem der vielen Beduinen-Camps.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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