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Gaeubodenhex
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Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
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11 PunkteEs gibt in Tschechien wunderschöne Wanderwege durch Landstriche, die wilder erscheinen als bei uns. Etwa zeitgleich um 2020 wurden 2 in weiten Teilen ähnliche Wanderwege kreiert, die das Land umrunden: die Stezka Čezkem und die Via Czechia. Es heißt, Stezka Čezkem sei noch mehr abseits der Zivilisation, und viele wanderlustige Tschechen sind eher auf diesem Trail unterwegs. Ich jedoch wählte die Via Czechia severní, also die Nordroute, und zwar von Ost nach West. Vorab, 40 Tage Primetimewandern (und An- und Abreisetag) in einem Land, das man unbedingt gerade noch als einen Geheimtipp für den natur- und landschaftsliebenden Wanderer bezeichnen darf. Für den Interessierten werde ich gerne in Etappen über die durchwanderten Regionen berichten. Und auch über bestimmte Teilaspekte wie Ausrüstung, Planung, Übernachtung, "Resupply"....11 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Wanderlachs und 8 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
9 PunkteMährisch-Schlesische Beskiden, 4.-8. August, ca. 115 km Beginn natürlich in der Gluthitze der Mittagszeit. Der Anfang oder auch Endpunkt der Strecke liegt idyllisch in einem kleinen Waldstück. Weiter unten daneben plätschert ein Bach. Das geht es wirklich los über steile Wiesen und Landsträßchen. Bergauf heißt schweißgebadet und vergleichsweise langsam. Eine Útulná mit Schlafdachboden kommt viel zu früh. 4-5 l Wasser werden heute verkonsumiert. Da kommen funktionierende Quellen gerade recht. Auf dem Höhenweg suche ich mir ein ruhiges Plätzchen im Wald für die erste Nacht, nicht ganz einfach zu finden, aber es gelingt. Auch am 2. Tag eine schwierige Strecke mit viel hm in einer Gluthitze, auch in den Höhenlagen. Die Beskiden sind mit ihren tiefen Tälern und vergleichsweise hohen hm-Differenzen bekannt. Wunderschöne Abschnitte, die an den Bayerischen Wald erinnern. Ein Teil der Strecke verläuft an der Grenze Tschechien/Slowakei. Ich komme an einem Brunnen vorbei, an dem viele Tschechen Wildcampen. Die Krönung ist ein brutaler Anstieg am Nachmittag auf den Lysá hora, den Kahlberg. Da lerne ich Micha mit ihrer Hündin Myja kennen. Wir stützen uns mental gegenseitig bei der Bewältigung der ganzen Höhenmeter. Das soll der Grundstein für einen super Abend an der dortigen Hütte werden. Wir verständigen uns in Englisch. Auf der Hüttenterasse wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt und kann ausgiebig Durst und Hunger stillen. Ich zeige Micha Fichtenkreuzschnäbel und sie übt das Wort in Deutsch auszusprechen, bis sie es perfekt kann. Die dahinter liegende Biwakwiese ist am Abend brechend voll. In Tschechien ist es ein Hype, an schönen Ferientagen Cowboy Camping zu betreiben, um die Sonnenuntergänge und -aufgänge zu bewundern. Micha biwakiert und ich stelle meine Amiplaste auf. Ohrenstöpsel rein und dann eine gute Nacht! Dobrou noc! Zig Tschechen kommen flashmobartig auf den Lysá Hora zum Cowboy Camping um den 2 minütigen Sonnenaufgang zu bestaunen. Der ist aber auch sowas von schön. Ich nutze den frühen Morgen und mache mich auf den Abstieg zum Trinkwasserspeicher, um dann wieder zum Smrk, den zweithöchsten Gipfel der Beskiden, aufzusteigen. In der Bullenhitze wieder eine Herausforderung. Ein Ranger begegnet mir und bedeutet mir auf tschechisch, dass ich hier nicht zelten darf. Habe ich eh nicht vor. Ich stibitze mir ein paar Heidelbeeren von den unzähligen Sträuchern und schlendere nach einer Mittagspause weiter. Mein Wasserverbrauch liegt wieder über 4 l, nur gut, dass gelegentlich eine Quelle noch sprudelt. Noch ein Nachmittagsaufstieg und dann finde ich außerhalb vom Nationalpark einen verschwiegenen Platz, unter dem mind. eine Stunde wahrscheinlich eine Wildsau trabselt und raschelt. Es zieht ein Gewitter auf. In der Nacht gab es Gewitter und regnete bis zum Morgen. In einer Regenpause wird das Zelt verstaut. Auf wunderschönen Trails geht es nach Pustelvni, einem Skiort, an dem ich an einem Kiosk einen Cappuccino erstehe. Mittlerweile gießt es aus allen Eimern von oben. Das schöne Hotel Radegast liegt leider vollkommen im Nebel. Die Kapelle Cyril a Metoděj ist zum einen sehenswert und zum anderen eine super Ladestelle für mein Smartphone. Ich werfe dafür ein paar Kronen in den Opferstock. Der Abstieg nach Rožnov zieht sich, dafür kommt die Sonne raus. Am Ortseingang leiste ich mir beim erstbesten Kiosk Fastfood, die hranolky werden sofort verspeist, der Doppelhamburger soll als Abendessen herhalten. Der Durchmarsch durch die Stadt zieht sich ziemlich, dafür ist der Stadtpark sehenswert. Und dann geht's wieder bergauf in die für mich letzte Bergkette der Beskiden. Ähnliche Gegend wie der Bayerische Wald, vielleicht noch fernere Aussichten. An einer fast versiegten Quelle finde ich meinen Nachtplatz auf 700 m Höhe.9 Punkte -
Tour of the Giants (Alta Via Valle d'Aosta 1+2)
Tour of the Giants (Alta Via Valle d'Aosta 1+2)
mmaddin und 7 andere reagierte auf Simon_ für Beitrag im Thema
8 PunkteHallo zusammen, ich möchte gerne eine Tour kurz vorstellen, die ich Ende August/Anfang September gegangen bin und die mir außerordentlich gut gefallen hat. Für Bergbegeisterte, die das Hochalpine mögen und steiles Gelände nicht scheuen (kein Klettern, nur wenige versicherte Passagen). Die ‚Tour of the Giants‘ ist eine Kombination aus den beiden Höhenwegen ‚Alta Via Valle d’Aosta 1+2‘, auch bekannt als ‚Giro dei Giganti‘ oder ‚Tor des Geants‘. Sie bildet eine Runde um das italienischen Aosta-Tal und verläuft meist zwischen 1.500 um 3.000m Seehöhe, wobei man am ‚Col de Loson‘ 3.299m erreicht. Auf 365km Strecke überschreitet man 25 Pässe über 2.000m und bewältigt ca. 28.000 Höhenmeter. Vom Weg aus sieht man Mont Blanc, Gran Paradiso, Monte Rosa und das Matterhorn und diese ‚Riesen‘ sind für den Weg namensgebend. Weil ab dem 13. September das Ultra-Rennen ‚Tor des Geants‘ stattfand (ca. 1.000 Teilnehmer*innen), habe ich meine Wanderung zeitlich so gelegt, dass ich sie vor dem Rennstart beenden konnte. AnreiseStart und Ziel waren für mich in Courmayeur, das ich von Westösterreich aus mit Flix-Bussen erreicht habe (Umstieg in Genf). ResupplyIch bin gegen den Uhrzeigersinn gegangen und habe mir in folgenden Orten Lebensmittel gekauft, die jeweils kleinere Lebensmittelgeschäfte mit guter Auswahl und teils etwas höheren Preisen hatten. km0 Courmayeur km32 La Thuile km117 Cogne km175 Donnas km235 Gressoney km268 Valtournenche km365 Courmayeur ÜbernachtungenMan kann in Berghütten, auf Campingplätzen oder in Unterkünften im Tal oder in Bivaccos übernachten. Natürlich kann man auch wild campieren, was auf über 2.500m sogar erlaubt ist. Eine Ausnahme bildet der Gran Paradiso Nationalpark, in dem wild Campen streng verboten ist. Hier hat man Berghütten oder Campingplätze/Unterkünfte im Tal zur Auswahl. WegbeschaffenheitDie Wege sind außerordentlich gut instand gehalten und ausgezeichnet markiert. Allerdings sind sie meist sehr steil und steinig (Geröll). Kaum Flachpassagen und, wie schon erwähnt, sehr viele Höhenmeter. Man geht fast ausschließlich auf Wanderwegen und höchst selten auf Asphalt oder Forststraßen. TiereMan begegnet immer wieder Kuhherden, auch im Hochgebirge. Diese werden manchmal von Hirten mit Hunden begleitet. Ich hatte einige unangenehme Begegnungen mit Hunden und habe dann versucht, auszuweichen. Sehr schön waren die vielen Begegnungen mit Steinböcken, von denen ich die Meisten im Gran Paradiso Nationalpark gesehen habe. Einige Gämsen, mehrere Steinadler und ein Bartgeier waren auch zu sehen. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Interesse für eine wirklich tolle und herausfordernde Tour wecken und schließe mit einigen Bildern ab. Tour of the Giants.odt8 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Blickpunkt und 7 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
8 Punkte4. Hruby Jeseník (Altvatergebirge) und Rychlebske hory (Reichensteiner Gebirge): Am Praděd vorbei auf den Schneeberg 13.-16. August 110 km Ich liebe Nächte wie diese: unspektakulärer Fichtenwald, weicher Boden, Windrauschen, überwiegend eben. So geht Regeneration. Um kurz nach 7 Uhr mache ich mich auf um just nach 600 m an der Chata na Skřítků eine Ladestation zu entdecken. 10 min Handyaufladen muss jetzt auch noch sein. Dann beginnt ein langer schöner Anstieg durch den Wald, auf dem mir 15-20 Tschechen unterschiedlichen Alters mit Rucksäcken entgegen kommen. Offenbar ist der Bergkamm wieder ein Hotspot für Sonnenunter- und aufgangsanbeter. Nach einigen Höhenmeter erwartet mich schon der erste verblockte Gipfel Ztracené kameny, auf dem ein junger Tscheche sein erstes Gipfelbier um kurz nach 8 Uhr hineinschüttet. Ich gehe mal besser weiter. Und dann kommt in dieser Morgenstunde der mit Abstand schönste Trail in Richtung Praděd, dem Altvatergipfel mit fast 1500 hm. Aussichten mit 360°-Panorama auf einer riesigen Hochfläche, bei der es klar wird, warum so viele von ihrem Biwak kommen. An der Jelení studánka gibt es reichlich Quellwasser und einen großzügigen Unterstand, in dem viele Leute hineinpassen. Momentan ist hier keiner mehr. Ich bin im flow und wandere an Heidekraut vorbei mit permanenter Aussicht. Immer auch den Blick auf den Praděd voraus dreht sich der Weg an einem Lift halbkreisartig. Das vorläufige Ziel ist das Skiörtchen Ovčárna, in dessen Restaurace ich meinen Brunch mache. Langsam bekomme ich eine smažený sýr mit hranolky -Vergiftung, aber das ist das einzige Gericht, was ich am besten aussprechen kann. Das WC eignet sich für Catwash und die Dame hinter dem Tresen lässt mich mein Smartphone aufladen. Frisch gestärkt geht es auf Teerstraße zum Praděd. Es ist Mittag und eine Massenprozession bewegt sich gen Gipfel. Da lasse ich den Altvater doch lieber rechts liegen und spare mir die letzten hm. Das nächste Ziel ist eine Hütte in Švýcárna. Ich muss für mein pivo garantiert 20 min anstehen, aber mir macht das nichts. Dann folge ich dem Weg weiter, meist abwärts, dann über Bohlen, dann wieder steinig bergauf. Mit einer älteren Einheimischen komme ich auf Englisch ins Gespräch, es schaltet sich ein älterer Herr dazu, der besser Englisch kann und so fragen sie mich ein wenig aus und wünschen mir eine gute Wanderung. So macht das richtig Spaß, wenn man Kontakt zu den Leuten bekommt. Für den Abend suche ich die Vřesová studánka auf, eine Mischung aus Quelle, Kapelle und Unterstandshütte, auf dem Dachboden könnte man nächtigen, aber da ist schon eine Familie mit Kindern. Ich suche mir etwa 50 m weiter oben ein Sonnenplätzchen zwischen Heidelbeeren und Felsen. Über mir fliegen Fichtenkreuzschnäbel. Ich glaube, ich mache heute mal wieder Cowboy Camping. Der Biwakplatz war im Grunde nicht schlecht, unauffällige Lage, aber windige Exposition. Ein Biwak hat den Nachteil, viel anzuziehen und sich nicht ausbreiten können. Der Vorteil besteht in den Wachphasen, dass man direkt in einen gigantischen Sternenhimmel guckt und Sternschnuppen zählen kann. Und man versäumt den Sonnenaufgang nicht. Dieser hier ist wieder sagenhaft schön, wenn sich die neon-rosa Scheibe hinter den blauen Bergketten erhebt. Ohne Frühstück geht's auch gleich los. Auf dem ersten Gipfel des Tages, dem Keprník vrchol, einem 1400er, bin ich schon nicht mehr alleine. 2 nette Burschen lassen englisch mit sich reden, und so machen wir gegenseitig von uns Gipfelfotos. Auf dem Weiterweg nach Ramzová knurrt mir der Magen, kommt jetzt etwa der hiker-Hunger? Und so stolpere ich den sehr steinigen Weg hinab und wundere mich, dass mir immer mehr Touris um diese Zeit schon entgegen kommen. Das Rätsels Lösung ist eine Seilbahn, die alle ein paar hm nach oben schweben lässt. Am späten Vormittag bin ich in Ramzová und kaufe der Minimarket-Frau Wasser und ein paar Snacks ab. Ein gefüllter Krapfen in die Hand muss auch sofort sein. Keine 700 m weiter entdecke ich ein Hüttenresort, dessen Parkplatz mit Laternen bestückt ist, die in den Masten Steckdosen haben. Bis Mittag gibt es also für mich nochmals eine Ladepause. Dann kommt wieder ein Anstieg durch den Wald und auf schönen Trails bis zur polnischen Grenze. Ich mache einen 500 m Abstecher zu einer großen Berghütte, Horská chata Paprsek, wo ich mir Gulaschsuppe und als Nachspeise eine große Heidelbeerdampfnudel gönne. Letztere bereitet mir ein Zuckerkoma, mit dem ganzen Puderzuckertopping und der flüssigen Butter obendrauf. Und Aussicht hat man beim Essen direkt auf den Dalimilova rozhledna einige hm weiter unten, ein Aussichtsturm bzw. eine verkleinerte Replik der Sněžník-Aussichtsplattform. Zu dem Sněžník wandere ich aber erst morgen. Mit vollem Bauch schlendere ich nach langer Pause wieder an den Grenzsteig und nehme mir nochmals 10 km vor. Allerdings schwächle ich heute nach dem frühen Aufbruch und ungewohnt vollen Magen, so kommt es mir gelegen, bereits schon nach weiteren 8 km ein Waldstück zu entdecken, wo sich ein verschwiegenes Plätzchen auftut. Ich brauche heute wieder eine unspektakuläre Nacht. Die Nacht wäre ganz ok, wenn da nicht immer wieder so leichte Raschelgeräusche und ein niedliches Fiepen zu hören wäre. Wahrscheinlich sind Marderchen zu Gange. Ich stecke mir mal Ohrenstöpsel ein und rette si die frühen Morgenstunden für den Schlaf. Um 7 Uhr geht's aber auf, der Sněžník (Glatzer Schneeberg) will heute bestiegen werden, und noch mehr. So geht es erstmal die restlichen km bis zum Sattel. In dessen Chata ist um 8 Uhr erst Aufwachstimmung. Der steile Anstieg kommt erst noch nach einem flachen Gehstück. Dann geht's aber zur Sache. Die ersten Biwakierer kommen mir schon entgegen. Mit einem polnischen Männerduett komme ich sehr ausführlich ins Gespräch. Sie sprechen ausgezeichnetes Englisch, der eine, Tom, hat wohl in den USA studiert, der andere, Jan, kann Japanisch. Sie verraten mir, das kurz vor dem Gipfel eine Quelle sprudelt, somit ist mein Tag gemacht. Beide haben oben biwakiert und zeigen mir traumhafte Sonnenaufgangsfotos. Das Zelt haben sie sich nicht benutzen trauen. Wildzelten ist ähnlich wie bei uns verboten, aber Biwakieren sei eine Grauzone. Was will man denn auch schon dagegen machen, wenn z.B. auf der Schneekoppe im Riesengebirge täglich bis zu 500 Leute bei gutem Wetter dort in Schlafsäcken und Matten den Sonnenunter- und -aufgang betrachten....sagen sie. OK, d.h. hier besser durchstarten oder eben die 501. sein. Dann endlich ist sie da, die Quelle. Ich pumpe mir schon mal einen extra Liter rein und fülle alle Flaschen auf. Das sollte bis morgen reichen. Den Aussichtsturmaufstieg spare ich mir, es ist mittlerweile so oder so halb Tschechien und ein Viertel Polen hier oben. Auf dem E3 geht's wieder hinunter durch den Wald. Es kommen mehrere kleine Bäche, den ersten nutze ich gleich mal für eine ausführliche Wäsche. Dann zieht sich der Abstieg. Das Käffchen Králíky, ehemals Grulich, werde ich heute nicht ganz erreichen und hebe ich mir für morgen Vormittag auf. Dort muss ich wieder nach Wasser schauen. Ein paar km davor lädt ein Waldrand mit Aussicht auf ein Kloster zum Bleiben ein. Das Zelt werde ich wohl erst ganz spät aufstellen. Heute ist Sonntag, und da lasse ich es etwas langsamer angehen. Der Ausblick von meinem Lagerplatz auf das Kloster Hedeč Hora Matky Boží auf dem Bergerl links neben dem Örtchen Králíky wird mir heute noch genügen, denn nach gut 3 km verweile ich erstmal an dem Kircherl Panna Marie, dessen Friedhof einen funktionierenden Wasseranschluss bietet. Perfekt zum Auffüllen meiner Flaschen und zur Morgendusche, ist ja noch keiner da, um Gräber zu gießen. Eine halbe Stunde später gibt es den nächsten verlängerten Stopp. Am Besucherzentrum des Hauptbunkers aus dem 2. Weltkrieg bzw. schon aus der Zeit davor, als die Tschechen ihre Verteidigungslinie aufbauten, kann ich zum einen einen Kaffee trinken und meine Powerbank ein bisschen laden. Am Vortag fand nämlich eine militärische Übung mit sämtlichen tschechischen Organisationen statt und so konnte ich all diese Militärgrößen, die neben mir ihren Morgenkaffee gekrenzt bekommen, beobachten. Nur, dass ich halt leider kein Wort verstehe. Nach einer weiteren 3/4 h der nächste Boxenstopp, namens COOP. Der hat auch am Sonntag auf, und so kann ich wieder Proviant nachkaufen und gebe mich auf der Wiese davor einem ausgiebigen Brunch hin. Da es nun schon später Vormittag ist, spar ich mir die Schlaufe zum Kloster und zu einem Aussichtsturm. Beide Lokalitäten liegen auf einem Hügel und tja, mit vollem Rucksack und Bauch in der Mittagshitze.... Trotzdem blüht mir noch ein Anstieg auf den Suchý Vrch, der knapp unter 1000 m hoch ist. Dahinter liegt ein etwas feineres Restaurant, in dem ich Saláty mit Pute erstehe und mein Handy komplett aufladen kann. Diese 4. Pause zerschießt mein Zeitfenster zum Vorankommen. Egal, ich schalte heute einen Gang zurück und fasse die Útulná U mladkovske školky als Abendziel ins Auge. Wenn die leer sein sollte...immerhin wollte ich ja auch mal in so einer Útulná nächtigen.8 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Antonia2020 und 7 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
8 PunkteNízký Jeseník, "Niederes Gesenke", 10.-12. August, 90 km Um kurz nach sechs habe ich alles eingepackt und es geht los im Pullover, denn es hat nur 10° C am Morgen. Kaum vorstellbar, dass es in kurzer Zeit wieder unerträglich heiß sein wird. Der grobschottrige Weg rechts des Flüßchens Budišovká wechselt auch mal in schönere Beläge. Ich wandere vorbei an vielen kleinen Zeltlager, aus denen fröhliche Kinderstimmen zu hören sind. Ich biege vor lauter Begeisterung über die tschechische Mentalität, mit wenig Bespassungsmodalitäten vollkommen zufrieden zu sein, fälschlicherweise in ein anderes Tälchen ab, merke es aber noch rechtzeitig und drehe um. Dann führt der Weg hinauf in die mährische Agrar-Landschaft, die durch weitläufige Wiesen mit Heuballen und glücklich grasenden Tieren geprägt ist. In Podlesí hat eine Hospoda geöffnet, an der ich mir ein kaltes Birell - mein neues Kultgetränk - gönne. Dann entlang durch weitere weite Wiesen mit einer immer bombastisch werdender Aussicht. Der kleine Abstecher auf den Červená Hora beschert mir eine gigantische Aussicht bis zum fernen Altvatergebirge, das nächste Ziel in einigen Tagen. Mittlerweile wird die Hitze durch kräftigen Wind etwas erträglicher, wie wenn jemand einen riesigen Fön angestellt hat. Vorbei an der Kapelle Sv. Jan Nepomucký bestaune ich zugleich die Cesta Česko-německého porozumění, die tschechisch-deutsche Verständnisstrasse, ein Projekt, bei dem immer noch mit dem Land besonders Verbundene ihre eingravierten Granitplatten hinterlegen können. Dann führt der Weg durch eine Windparkanlage mit Siemensrotoren, eine davon scheppert metallisch, was man dann noch kilometerweise hören kann. Ein junger Fuchs quert auf der Suche nach etwas für ihn Interessantem die Straße und bemerkt mich erst gar nicht. Ich biege nach links ab und mache noch 2 km über lange Wiesenwege, bevor ich in einer kleinen Schneise im höheren Gras einen geeigneten, weil versteckten Lagerplatz entdecke. In meinem Zeltlager ist es so kuschelig, dass ich gar nicht so recht aufstehen mag. Ich ködere mich innerlich mit der Vorstellung auf ein Frühstück mit frischen Lebensmitteln in der gut 5 km entfernten Stadt Moravský Beroun, die ich ja schon gestern erreicht haben wollte. Aber das zündet auch nicht so richtig, da ich keinen Kohldampf habe. Also bleibt es beim gemächlichen Aufstehen und Zusammenpacken. Das Städtchen kommt nur langsam näher. Um 8:30 dann taucht der grüne "Tempo potraviny" Markt auf, in dem ich erstmal ausgiebig schauen muss, weil der so gut sortiert ist. Natürlich habe ich wieder mal zu viel im Einkaufskorb, mein Rucksack platzt eh schon bald. Auf dem großen Marktplatz breite ich meine frisch erstandenen Schätze auf einer schattigen Bank aus, und verleibe mir Salami auf Mehrkornsemmel, rote Paprika, Tomaten, Kefir und ein Birell ein. Der Rest wird irgendwie in und an den Rucksack gestopft. Das mit dem Wasser muss noch warten, denn ich komme in weiteren 2 km direkt an der Mineralwasserfabrik Ondrášovka vorbei, wo eine frei zugängliche Quelle sprudelt. Ab da ist der Rucksack wieder maximal schwer und das heißt, ich werde stündlich eine Rückenpause brauchen. Der muckt schon seit dem Vortag. Der Weiterweg führt an der Bystřice entlang, die nur sehr wenig Wasser führt. An geeigneter Stelle gibt es für mich die nächste Pause zum ausgiebigen Waschen und Zähneputzen. Das tut gut. Mittags habe ich dann meine knapp 15 km auf dem Tacho, und die nächste verlängerte Mittagspause steht an. Ich liebe es, in einer mährischen Wiese im Schatten zu fläzen und nur den Wind, das Fliegengesumse und die Grillen im Hintergrund zu hören. Nach der Pause führt mich der Weg kilometerweise durch einen noch sehr jungen Mischwald, offenbar ein Wiederaufforstungsprojekt. In der Senke liegt das Dörfchen Husová. Dessen Kirche ist zwar veschlossen, da hier jedoch eine Sanierung durchgeführt wird, die aktuell aber ruht, bin ich entzückt über den Stromkasten, über den ich mein Smartphone wieder zu 90% aufladen kann. Das übernächste Dörfchen ist Sovinec, in dem eine Burg thront. Mich interessiert nur das WC für eine schnelle Wäsche. Dann geht es ziemlich lang hinunter in ein Tal, um dann wieder steil durch Buchenhänge aufzusteigen. Nach bereits 30 km halte ich Ausschau und finde prompt eine versteckte ebene Fläche im Wald, ideal zum Übernachten. Die Nacht in meinem Buchenwald verläuft schleppend, ich wache oft auf durch das Rascheln der Bäume. Ständig fällt etwas von den Bäumen und im Laub raschelt es öfters. Die Abhilfe kommt durch meine kleinen Ohrenstöpsel. Und am morgen mag ich gar nicht gleich in die Pötte kommen. Ich verzichte wieder auf Frühstück und stapfe als um Viertel nach 7 durchs Laub auf den Wanderweg zurück. Ein paar km noch auf dem Bergkamm, dann ist dieses Řešov erreicht. Von da ab geht ein Weg direkt in eine Schlucht. Es ist erst 8:15, und so nutze ich die Morgenstunde bei nächstbester Gelegenheit für einen Catwash. Ein paar Minuten später käme ich nicht mehr dazu, da sich schon die ersten tschechischen Urlauber nach unten bewegen. Denn da wartet das erste Highlight des Tages: Rešovské vodopády, der Wasserfall der Huntava. Steil über Holztreppen und Steinblöcken führt der Weg weiter an der Huntava entlang, um sich dann später in einen Weg mit geschnitzten Märchenfiguren am Rande fortzusetzen. Es kommen noch ein paar tschechische Dörfer, in denen männliche Einzelpersonen versteckt misstrauisch ein dobrý murmeln. Tschechische Frauen sind vergleichsweise mir gegenüber offener. Nach einem Asphaltstück, das an einem leider nicht mehr in Betrieb genommenen Stromkasten mit Steckdosen entlang geht, biege ich dann links ab und nehme die Höhenmeter zum Rabštejn in Angriff. Dort befinden sich eine Burg, Kletterfelsen und das Beste: ein Restaurace, an dem ich mir ein Huhngericht und 2 Birell genehmige. Eigentlich könnte ich dort für einen schmalen Taler bei den Kletterern zelten, es ist aber erst 14 Uhr, und ein paar km möchte ich noch machen. Das nächste Highlight kommt mit den kleinen Felsengipfeln Černé Kamený und Bílý kámen, knapp unter 1000 hm, aber eine fantastische Aussicht zum Altvatergebirge und in der Ferne vermeine ich auch die Schneekoppe zu sehen, ist sie aber noch lange nicht. Erst kommt der "Schneeberg"! Dann stellt sich die Frage nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Ab Skřítek am Sattel würden dann die ganzen hm noch gemacht werden wollen und dann ist man in der absoluten Kernzone. Die einzige Möglichkeit wäre die Útulná Jeleny studánka, die ist zum einen noch ziemlich weit weg und kann dann später am Abend bereits voll belegt sein. Außerdem liegt die auf 1300 hm an einem Aussichtspunkt. Das ist mir zu riskant. Ich bleibe heute einsam in dem ebenen unspektakulären Wald auf 850 hm und nutze die Zeit für eine kleine Näharbeit an meiner Wanderhose.8 Punkte -
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7 PunkteServus Moravskoslezské Beskydy, ahoj Moravská brána a Podbeskydská pahorkatina (Mährisches Tor) 8.-9. August, 59 km Heute heißt es Abschied nehmen von den Beskiden, der herrliche Kammweg führt hinab nach Hodslavice. Am Bahnhof leiste ich mir 2 Birell und salzige Chips, mir war danach bei literweise Quellwasser. Dann geht es durch mehrere tschechische Käffer, viel auf Straße, allerdings wartet schon das nächste Highlight mit dem Svinec als Aussichtsberg in alle Richtungen. Ein sehnsüchtiger Blick zurück in die Berge der Beskiden, ganz weit hinten kann man den Lysá Hora ausmachen. Vor mir Starý Jičín und die gleichnamige Burg (Hrad) auf dem Bergerl daneben. Ich spar mir den Aufstieg und wandere rechts des Burgberges über's Land. Eine Storchengruppe grast ein Feld nach etwas Essbaren ab. In Bernatice nad odra lädt ein Restaurant zum 3. Birell des Tages und zum Aufladen des Smartphones ein. Anschließend geht es ein paar wunderschöne Kilometer durch die Oderauen. Am Ende der Auen angelangt suche ich mir in einem verschwiegenen Waldstück ein weiches Plätzchen. Heute ist Cowboy Camping angesagt. Die Cowboy Camping Nacht war nicht ganz so flowig, wie gedacht. Die anrauschenden Züge von und in den nicht allzuweit liegenden Bahnhof von Suchdol können erfolgreich mittels Ohrenstöpsel gedämpft werden. Mehr zu schaffen macht mir die nächtliche Kriechfeuchte, die sich auf alles legt, was ich ausgebreitet habe, inkl. Schlafsäcke. Trotz fehlendem Zeltabbau komme ich erst nach 7 Uhr los, um exakt in einem guten km im großartigen Bahnhofsgebäude von Suchdol zu landen. Und das ist feudal. Mit 10 Kč bekomme ich alles fürs Hikerglück: ungestörten Klogang, Kurzwäsche mit warmen Wasser, Wasser zum Mitnehmen, Seife, eine Haarwäsche und Papierhandtücher. Perfekte Einrichtung. Der weitere Hadsch wird ein Asphalthadsch durch das tschechische Örtchen, ein Coop hätte sogar offen, ich brauche noch nix. Dann geht es über abgemähte Wiesen beschaulich durchs mährische Land. Ich nutze die mittlerweile 10 Uhr Sonne zum Frühstück mit Klobása und zum Schlafsacktrocknen. Um 11 Uhr ist Fulnek erreicht. Das hat eine große Dreifaltigkeitskirche, die mir eine Zwichenaufladung von Handy und Powerbank ermöglicht. Ich bestaune als einzige Besucherin zwischenzeitlich die Fresken und bedanke mich mit einem kleinen Kronenobulus. Am Marktplatz hat ein Vietnamesen-potraviny offen, wo ich mir 2 Dosen Birell und Cracker besorge. Die Dosen werden sofort auf einer Bank am Marktplatz geleert. Dann kommt für mich die anstrengendste Tageszeit. Temperaturen bis 28°C. Es überwiegt das Agrarland und die Feldwege gehen gefühlt meist bergauf und haben groben Schotter. Kein Kindergeburtstag. Die Zwischensnacks aus Minipflaumen schmecken, aber Hunger habe ich in der Hitze keinen. Dafür gibt's grandiose Aussichten zurück nach Fulnek auf das Kloster und dahinter die Beskidenbergkette. Komischerweise kommen mir mind. 4 Motorräder auf dem Wanderweg entgegen, mit den Straßenmaschinen ist es schon fast eine Kunst, die Teile hinunter zu manövrieren. Eine Horde Kühe ist am obersten Punkt hier Zuhause. Deren Fliegenmakrobiom wechselt die Besitzer und begleitet mich fortan kilometerweise als sirrende Wolke bis zum nächsten Wald. Dann gibt's noch paar Straßenkilometer, bis ich mich dazu entschließe, mal auf einem der wenigen auf dem Weg liegenden Camping Plätze nieder zu lassen. Es sind natürlich Ferien und der Platz ist zu 2/3 gefüllt mit Schülergruppen unterschiedlichen Alters. Mir heute egal, ich habe Ohrenstöpsel und gebe mir heute Abend die Powerbombe aus Syr, hranolky und pivo .7 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
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7 PunkteHandel ich hier erstmal die Anreise und Abreise ab: Hinfahrt am 3. August mit 2 Flixbusse, erst bis Prag, dann bis Ostrava. Mit der Tram zum Bahnhof (hatte dann in der Hitze einen technischen Defekt), also noch 1,5 km zum Bahnhof laufen. Dann mit dem Zug (Verspätung, aber Info über die App "mju Vlak") nach Navsi (bei Jablunkov), dann 3,5 km zum gebuchten Hotel in Jablunkov. Am nächsten Morgen weiter mit dem Bus die letzten 9 km, dann 3,5 km hin wandern zum eigentlichen Start im äußersten Osten. Start am 4.8. Heimfahrt: easy für mich, vom äußersten Westen 6 km zu Fuß nach Rehau und mit dem Bayern-Ticket nach Hause.7 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
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Sören und 6 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
7 PunkteGäuhex ist korrekt 🤗 Ja, kommt alles noch. Ich werde euch aber nicht jeden Tag Tagebucheintrag präsentieren, da lest ihr euch einen Wolf, sondern versuchen, die Tour in Regionen zusammen zu fassen. Also kleines bissi Arbeit😂7 Punkte -
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Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
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6 PunkteZur Planung: Man braucht sich nicht das Hirn zermartern. Erster Schritt ist die Festlegung auf das Projekt mit Auswahl der Jahreszeit und des Zeitrahmens. Natürlich gibt's wunderbare (auf tschechisch) Bildbände von Jan Hocek, die einem die Vorfreude potenzieren. Es gibt auch Papierkarten über den gesamten Trail. Das Entscheidende aber ist die richtige gute App Mapy.com, in der man sich die Regionen vorab runterlädt und die Einzeletappen darauf legt. Dort ist alles zu finden, von Quelle bis Útulná (Unterstandshütte), Unterkünfte sind teils mit booking.com vernüpft, jedes Potraviny (Lebensmittelgeschäft) mit Öffnungszeiten, so auch die Restaurants oder Imbisse. Eigentlich muss man nicht viel planen. Vielleicht gelegentlich vorher checken, wann die Abschnitte kommen, wo es mal für eine knappe Woche keine potravinys gibt. Selbst Unterkünfte buchen ist spontan ein Kinderspiel und ist für einzelne Regionen, in denen Wildcampen ein No-Go ist, wie z.B. im Riesengebirge, wichtig. Ich entschied mich für August bis Mitte September, wohl wissend, das in Tschechien und Polen Ferienzeit ist und stellte mich für August auf die Höhe Besucherfrequenz in den Mittelgebirgen ein. D.h. aber auch, auf die schönen Útulnás kann man nicht zählen, die sind immer belegt. Wildcampen ist genauso wie bei uns formal nicht erlaubt, was aber toleriert wird ist Cowboy Camping. An warmen Sommerabenden erscheinen zig bis Hunderte Tschechen flashmobartig auf den namhaften Gipfeln und Biwakieren, um die paar Minuten Sonnenunter- und -aufgang zu zelebrieren. So auch ich. Ein paar Campingplätze liegen günstig, und auch die nutzte ich gelegentlich, um warm zu duschen und Powerbank aufzuladen, auch wenn im Sommer viele Jugendgruppen anzutreffen sind. Einen Zeroday gönnte ich mir nach 4 Wochen in Děcin in einer Campingplatzhütte, um paar Sachen zu erledigen, aber auch da kam ich vor lauter Sightseeing auf 10 km. Ansonsten taten es zur Erholung 3-4 "Uzwa's", unter 20 km, zum Schürfwunden pflegen oder wegen eines leichten grippalen Infekts. Nach einem einzigen Gewaltritt mit 45 km und 2200 hm über die Schneekoppe merkte ich schnell, das mein Genusstagespensum so bei 27-32 km im Schnitt liegt. Da fehlt sich nix. Die Tour insgesamt ist kein Spaziergang. Ich kam auf 1100 km (kleine Abwandlungen der Strecke waren auch mal drin) und 32000 hm. Dessen soll man sich bewusst sein. Und die dicken hm hatte ich speziell in den ersten 2/3. Die Temperaturen lagen zwischen 38° bis weit in den einstelligen Bereich hinein. Ich hatte eine Mischung aus ultraleicht und mini-Luxus, z.b. die Kombi Sommerschlafsack mit Sommerquilt (sehr gute Kombi), leichte Daunenjacke, 3 Powerbanks (eine zuviel, obwohl die große 20000er mal versagte), den Agilität von Weitläufer (eigentlich ein toller Rucksack, der mir aber bis zum Schluss "Rücken" bescherte und das Plex Solo Lite von Zpacks, eine schöne Behausung. Meine Trailerinnungsschuhe von La Sportiva haben die 1100 km ausgehalten, ein Regenschirm war Gold wert, die Regenhose habe ich nicht gebraucht (weiß man's vorher?) und die lange Montura-Hose war im Riesengebirge angenehm. Kocher mit dem Rocket von Msr bissi schwer, dafür sparsam im Gasverbrauch. Kartuschen Nachkauf erst nach 4 Wochen. Nun, die TR NXT mit Pumpsack, eine 0,3 mm Evazote, das Ultralightbivi von Cumulus. Das sind so die wichtigsten Eckdaten. Anfangs war der Rucksack knallschwer, weil ich bei der Hitze bis zu 3 l mit schleppte. Im September war das Wassergewicht kein Problem. Essen muß man je nach Gelegenheit. Ramensuppen in Hülle und Fülle. Ich nahm immer Käse und Wurst (Hermelin und Klobása) und diese tschechischen Brötchen mit, hatte unzählige Waffelsnacks und Nescafé 3 in 1 dabei. Und natürlich futtern und trinken, was sich unterwegs so bietet, smažený sýr mit hranolky, Klobása, Hamburger, Birell, Kefir, Milch oder ein Pivo vom Fass. Alles viel günstiger als bei uns daheim.6 Punkte -
Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
Wolfwalkerin und 5 andere reagierte auf Steintanz für Beitrag im Thema
6 PunkteEast Coast Trail, Neufundland (https://eastcoasttrail.com/): 9 Wandertage, Abschnitte St. John's - Tors Cove und Torbay - Portugal Cove. Toller Küstenweg mit wilden Klippen, Tierwelt, abwechslungsreicher Landschaft. Wildzelten gestattet. Süßwassergeysir ("The Spout")6 Punkte -
Vorstellungsthread
Vorstellungsthread
Hans-Jürgen und 4 andere reagierte auf Ragna für Beitrag im Thema
5 PunkteNach einiger Zeit des stillen Mies na habe ich mich jetzt endlich angemeldet. Bin 37 Jahre alt, wohne am Rande des Schwarzwalds und bin da auch hauptsächlich unterwegs. Bevor ich Mutter wurde habe ich gerne längere Trekkingtouren gemacht (7-10 Tage, Alpen, Balkan). Mit zwei Kindern (2, 6) muss ich mich jetzt erst wieder rantasten, da ja doch einiges anders wird, wenn man nicht nur an sich denken muss. Bislang daher Tagestouren oder auch mit Übernachtung nur mit dem Großen, diesem Sommer endlich wieder eine Tour in den Alpen (Hüttentour). Es bleibt spannend und ich freue mich auf Input von hier aber auch auf den Austausch.5 Punkte -
Trekking mit Kleinkind: Windeln
Trekking mit Kleinkind: Windeln
plumpudding_pi und 4 andere reagierte auf Ragna für Beitrag im Thema
5 PunkteDa ich im Forum wenig dazu gefunden habe: wir waren bis letzte Woche im Maira-Tal wandern mit zwei Kindern (2, 6), der Kleine noch nicht sicher trocken. Um nicht Unmengen Wegwerfwindeln transportieren zu müssen, ganz es eine "Pipi-Flasche" (PET mit weiter Öffnung) um das risiko verpinkelter Kleidung zu reduzieren (bei jeder Pause würde gefragt, ob Bedarf nach der Pipi-Flasche besteht), außerdem hatten wir 2 PUL-Überhosen und 4 Mullwindeln dabei (2 als Reserve, die eigentlich als Handtücher gedacht waren und auch nur als solche genutzt wurden). Wir haben Windelpapier eingelegt für das große Geschäft (wird leider oder nicht verbal angemeldet) und hatten Hundekottüten für benutztes Windelpapier. Die benutzten Windeln wurden abends (oder auch unterwegs mit der Wasserflasche in ausreichend Abstand zur Wasserquelle) ausgewaschen und waren spätestens am nächsten Morgen trocken. Wir kamen gut zurecht, hatten keine Engpässe und mussten am Anfang nicht kalkulieren, wieviele Wegwerfwindeln pro Tag minimal gebraucht werden. (Übernachtung in Herbergen)5 Punkte -
Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
Wolfwalkerin und 4 andere reagierte auf nitram für Beitrag im Thema
5 PunkteRONDANE Hjerkinn bis Otta 17.08. – 23.08.26 Bisher habe ich immer die lange Anreise nach Norwegen gescheut, doch nun war es einfach soweit. Vier Freunde wollten für sechs Tage im Rondane Nationalpark wandern gehen und ich habe mich kurzfristig angeschlossen. In einem Rutsch mit dem Zug von Karlsruhe nach Göteborg (6:37 bis 22:05), Übernachtung im Hotel, mit dem Zug weiter nach Oslo (6:14 bis 9:45), dort meine Freunde Maria, Marcel, Martin und Jens getroffen und weiter mit dem Zug nach Hjerkinn (14:02 bis 18:38). Die Verbindung hat problemlos funktioniert und uns stand eine wunderschöne Wanderung bevor vorbei an der Grimsdalhytta, Doralsaeter, über den Hogronden, Bjornholia, Rondvassbu, Mysusaeter nach Otta. Insgesamt ungefähr 90Km, sechs Nächte im Zelt an wunderschönen Plätzen, dem Jedermannsrecht sei Dank. Mit dem Wetter hatten wir Glück, wechselhaft, mit nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt, gelegentlich Regen, oft Sonne, eine gute Mischung. Insgesamt sind wir unterwegs wenigen anderen Wanderern begegnet, nur an den Hütten, die wir gelegentlich für eine Einkehr mit Kaffee oder Bier genutzt haben, war ein wenig Betrieb. Die Rückreise von Otta mit dem Zug nach Larvik (12:20 bis 19:31), Übernachtung im Hotel, Fährfahrt nach Hirtshals (8:00 bis 11:55), Fahrt mit Marias Auto nach Hamburg, Nachtzug nach Karlsruhe (22:23 bis 6:02). Mir hat die Wanderung sehr gut gefallen und nun kenne ich zumindest einen kleinen Teil Norwegens, die längere Anreise war es allemal wert.5 Punkte -
Kurioses am Wegesrand
Kurioses am Wegesrand
Steintanz und 4 andere reagierte auf wechsel-wild für Beitrag im Thema
5 PunkteAls wir vor ungefähr 20 Jahren zum ersten Mal an diesem Baum vorbeikamen, konnte man noch erkennen, was für ein Verkehrsschild hier verschlungen wird. Inzwischen hab ich es vergessen…5 Punkte -
Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
Wolfwalkerin und 3 andere reagierte auf Lugovoi für Beitrag im Thema
4 PunkteEinblicke vom High Scardus Trail, 10 Tage Anfang September gelaufen. Vom Start in Staro Selo nach Strezimir/Berg Korab. Kleiner Infokommentar von mir zu verschiedenen Punkten findet sich im Thread Reisevorbereitungen. Liebe Grüße4 Punkte -
Nordkalottleden 2027
Nordkalottleden 2027
Gerd1890 und 3 andere reagierte auf cozy für Beitrag im Thema
4 PunkteDer Nordkalottleden ist toll, ich bin 2022 im Rahmen meiner Nordkapp Wanderung, den Abschnitt von Absiko nach Kautokeino gewandert. Wir sind Ende August gestartet und hatten keine Probleme mit Brücken. Ich fand ihn im Vergleich zum Kungsleden nicht wirklich anspruchsvoller. Tatsächlich überlege ich ihn auch nächstes Jahr nochmal Richtung Süden zu wandern und auch relativ spät im Jahr. Gerade wegen den Herbstfarben und den Mücken ist Anfang September sicherlich der beste Zeitraum.4 Punkte -
Nordkalottleden 2027
Nordkalottleden 2027
Gerd1890 und 3 andere reagierte auf sirm3rl1n für Beitrag im Thema
4 PunkteHallo Gerd, ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko. Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss. Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert. Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren. Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind. Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt. Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte. Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen. Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne! Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen... Liebe Grüße Hannes4 Punkte -
Norwegen Spätsommer 2026
Norwegen Spätsommer 2026
traveloors und 3 andere reagierte auf Epiphanie für Beitrag im Thema
4 PunkteNein (Das ist ein UL Forum) Ne, mal erlich, Deine Packliste liest sich wie Rage Bait, du hast nicht nur keinen religiösen Bezug zu UL, es ist Dir völlig egal. Oder du hast es nicht verstanden. Das passt doch unmöglich alles in nen 55l Rucksack!? Für was brauchst Du eine Brusttasche? Eine Geldbörse bekommst du billigst unter 10g Betr Zelt, stell Dich auf nasse Böden ein. Dein Zelt ist schwer. Dein Groundsheet macht es schwerer. Lass das Tarp weg, das X-Dome ist ein Palast. Wenn es in den Bergen regnet, sitzt du eh nicht entspannt vor dem Zelt Du hast 20g Abspannleine und 14g Schnur? Wäscheklammern? 13g Hilleberg Y Pegs sind die großen? Lass die Durston daheim Du nimmst ein Zelt, ein Tarp, eine Bivi und eine Rettungsdecke mit? Rage Bait Erste Hilfe, die Verpackung selbiger ist meist am schwersten. Zeckenzange o.ä? Dein Quilt kommt mir in Kombi mit dem DW Zelt sehr warm vor. Ich war vor 2 Wochen in Jotunheimen und fand meinen Cumulus 300 fast schon zu warm teilweise Nimm den Buff als Kissenbezug Du hast so viele Klamotten dabei, pack ne Jacke in nen Packsack und spar Dir das Kopfkissen Groundsheet und Rollmatte? Wozu? Über 400g für eine Hose ist fett schwer, ich würde 200 anpeilen Du hast 4 (!!!!!) Jacken dabei? Rage Bait. Überlege Dir auf welche Temperaturen du dich einstellen musst. Bei den Temps die deine Packliste wiedergeben, bräuchtest du keine Grödel sonder Steigeisen und Pickel Wenn du eh ein Alpha hast, wozu das mesh? Deine Schuhe sind Wasserdicht? Wozu die Sealskinnz? Ja, die Regenhandschuhe habe ich vermisst Fürs Camp hast du eine lange, eine Alpha und eine Isolationshose? Rage Bait. Sh. 15 Nachdem du eh schon 3 Paar Socken dabei hast, spar dir die Schlafsocken Vergiss die Campschuhe. Damit gehst du sicher nicht vors Zelt. Es gibt so Baumarkt Crocks, wiegen unter 200g und sind Wasserfest Du hast Trockenfressbeutel? Dann sollte Dir ein 600ml Topf reichen. Beschäftige Dich mal mit Spiritus Kochern Wie hast Du es geschafft an an 4 50g Kartuschen zu kommen? Reicht dir eine 100g Kartusche für 1 Woche? Lass die Thermosflasche weg, nimm Dir die Zeit, genieße die Aussicht und koch Dir ein Käffchen 400g Pleny Shake?? Schokolade ist wichtig, bekommst du aber auf den Hütten Ein Heater Element. Hmnja. Bei der Seltenheit wo der Notfall eintreten sollte, kannst du Trockenfraß auch so futtern oder cold soaken. Schau Dir an wo die Hütten sind, DAS IST WICHTIG! und falls es Selbstversorgerhütten unterwegs gibt, besorg dir den DNT Hüttenschlüssel, das ist weit solider als 4 Zelt Varianten, sh 8. 40g Duschgel - Du wirst nicht viel zum duschen kommen Ohrenwachs? 10g Wattestäbchen? Trockenhandtücher und Reinigungstücher? Wofür! Du nimmst die schon wieder mit? Ich nehm Lippenbalm als Handcreme 40g Deocreme? Da ist niemand ausser du Wundsalbe? Fettsalbe? Hirschtalg? Aftershafe? Rage Bait. Einen Höllenhund hätte ich mir anders vorgestellt 😬 Was hast du mit all den Pflastern und warum nimmst du nicht die von der ersten Hilfe? Lass den Rasierer daheim. Ich würde mir die Uhr sparen und die vom inReach nehmen Kopfhörer daheim lassen Deine Nitcore sollte mehr als 97g wiegen. Brauchst du 20000mAh? Nicht lieber mal auf ner Hütte duschen und aufladen? Ich hab nen Pumpsack den ich als liner verwende Die USB Adapter zicken gerne wenn es feuchtelt Lass das Fernglas daheim Du gehst mit Karte und nicht mit Handy App? Ich hab noch nie nen Kompass gebraucht, einnorden geht in den Bergen mit Fixpunkten recht gut finde ich Knick Wärmer. Echt jetzt? Ey, Zeltleine, Schnur und Schnurbandersatz. Ich beneide dich um dein 1g Victorynox 😉 Perso wäre leichter als der Pass. Norwegen ist Schengen Ein zweites Feuerzeug finde ich sinnvoll Hier findest du die Hütten: KLICK Betrachte die als Plan B zum aufwärmen und übernachten. Du kannst da in den Trockenräumen super dein Zeug trocknen. Kein falscher Stolz. Pass auf Dich auf & Happy Trails4 Punkte -
Von Biwak auf Tarp/Zelt wechseln? (Gipfelschläfer)
Moin! Ryan Jordan fasst die "Problematik des Biwaks" gut zusammen: https://backpackinglight.com/podcast-episode-130-bivy-sack-camping/ 3x3 ist viel zu groß, (Segelfläche) und das Material was Liteway verwendet ist nicht besonders abriebfest. Ich würde Dein bisheriges Setup mit einem 2x3 m Tarp ergänzen und damit "rumspielen". Dabei ergibt sich schnell die Einsicht, wie viel Platz du wirklich brauchst. Die Nebenabspannpunkte am Saum sind nicht so der Hit, aber die an den Ecken sind schon in Ordnung. Damit könntest Du erst mal einige Aufbauten testen die zu Deiner Kombi mit dem Bivy passt. Ein Tarp spielt seine Stärke aus, indem man nur ein, zwei Standard-Setups nutzt, die man schnell und effektiv aufbauen kann. Dadurch ist man bei suboptimalen Bedingungen sehr sicher und weiß was man tut. Improvisieren würde ich nur, wenn ich das Tarp an die örtlichen Gegebenheiten anpassen muss. Das ist Vorort meist nicht so ein großes Problem. Mit zwei extra langen Schnüren, (2,5 m) kann man einige Distanz zum Abspannen überbrücken und im Zweifel einen besonders schweren Stein statt eines Herings nehmen. Wenn der Taupunkt es will, hat man überall Kondenswasser, selbst unter dem Tarp. https://www.youtube.com/watch?v=WaW2HDQK5lQ Ich baue das Tarp entsprechend stramm und ohne große Falten auf, damit das Kondenswasser gut ablaufen kann. Würde ich nicht machen, da du schon recht minimalistisch unterwegs bist. Vom Gewicht, der Materialqualität und dem Setup wäre das eher ein downgrade. Das ist ziemlich stichfest. Ein wenig besser ist noch Evazote. Die X-Mat ist nochmal deutlich leichter, wobei ich die Stichfestigkeit nicht getestet habe. Mit den Schaummatten hat man zusätzlich noch etwas mehr Isolation unter der Blasematte. VG. -wilbo-4 Punkte
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Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Epiphanie und 2 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
3 Punkte6. Im Felsenlabyrinth der Broumovské stěny (Braunauer Bergland) 20.-22.August, 73 km Der scheinbar unidyllische Lagerplatz im Dickicht oberhalb des Friedhofes von Hronov konnte nicht besser gewählt sein. Es kamen in der Nacht gleich 2 Unwetter, und mein Zelt lag war somit nicht exponiert. Der Wind kam gar nicht richtig durch. Und das Gewitter knallte nicht direkt über meinen Übernachtungsplatz. Etwas zögerlich komme ich morgens im Nassen los. Aber der Tag ist von vornherein so sonnig, das es gleich wieder Spaß macht, auszuschreiten. Nach 1 Stunde mache ich an einer Hütte halt und lege die klammen Schlafsäcke und das Zelt zum trocknen in die Sonne. Nach weiteren 3 km ist das Dorf Machov erreicht, das neben einer Skisprungschanze einen Trinkbrunnen und ein potraviny hat, in letzterem kaufe ich mir mein Frühstück ein. Da sich meine große Powerbank scheinbar einfach so komplett entladen hat, schaue ich mich nach Lademöglichkeiten um und steuere einen Parkplatz mit angeblich WC an, in der Hoffnung, eine Steckdose zu finden. Das WC findet sich nicht, dafür komme ich an einem Van aus Passau vorbei und ich komme mit dem Pärchen sogleich ins Gespräch. Sie hängen derweil mein Handy und die kleine Powerbank an ihre Batterie und nach 15 min gehe ich mit 80% Ladung wieder meinen Weg weiter. Ich komme in das Felsenlabyrinth der Broumovské stěny und durch das stete auf und ab komme ich an diesem Tag fast auf 1000 hm. Nach knapp 25 Tageskilometer geht mir heute die Puste aus, ich steige vorzeitig ins Tal hinunter, da auch für den Abend wieder Gewitter gemeldet sind. An einem Bachlauf finde ich schöne ebene Flächen unter Buchen neben einer alten Feuerstelle. 2 Jungs, die spät mit ihren Rucksäcken anrücken, trollen sich wieder, als sie mich sehen. Morgen werde ich bis Adršpach kommen und für übermorgen habe ich in Trutnov, die größere Stadt am Fuße des Riesengebirges, meine erste Übernachtung während dieser Wanderung in einem Hotel gebucht und bezahlt. Mein Lagerplatz mit eigenem "Badezimmer" war super. Ich blieb die Nacht allein und es regnete nicht. Beim Zusammenpacken erkenne ich schon den blauen Himmel und die Morgensonne. Und so geht es frisch über Land, um dann wieder zu den Felsen aufzusteigen. Die Teplické skály und später die Adršpacher Felsen liegen heute auf dem Weg. Ein Restaurace würde sich in der Mittagszeit zwar anbieten, ich habe es aber eilig, um noch vor dem angesagten Dauerregen bis morgen früh zu einem Campingplatz in Adršpach zu kommen. Angeblich 28 km und dann noch Felsenlabyrinthe, das wird sportlich. Die Teplické skály gefallen mir gut und ich kann sie genießen, da hier noch nicht so viele Leute unterwegs sind. Anders ist es dann in der Adršpacher Gegend. Dort sind zwar die Felstürme nochmals mehr beeindruckend, aber gerade in dem Bezahlbereich, durch den die Via Czechia führt, laufen Massen von Polen und etwas weniger Tschechen die engen Stiegen auf und ab. Es hilft nichts, ich muss mich gedulden wie auf einem Klettersteig. Ich glaube eher, ich bin in der Enge des Labyrinths eine unfassbare Zumutung, nach fast 3 Wochen Wildnis müsste doch mein hiker-stink hier alle ins Koma befördern.... Irgendwie nehm ich dann eine blau gestrichelte Route und kürze wahrscheinlich ein oder 2 km ab. Der Rest der Strecke ist dann wieder kongruent mit dem Bezahlweg. Ich habe Glück, weil es kontrolliert auch keiner. Der Weg wäre auch nicht sein Eintrittsgeld wert, da die Massen einen daran hindern, die Felstürme zu bewundern. Nur raus aus dem Pulk, heißt die Devise, und es fängt auch noch das Tröpfeln an. Dann endlich der grüne Streifenweg nach links, der mich auch direkt zu dem Campingplatz hinleitet. Wahrscheinlich habe ich hier mir nochmals 2 km gespart. So erreiche ich am mittleren Nachmittag mein Ende des Tages. Die Campingplatzbesitzerin ist eine süße alte Lady namens Eva, nimmt umgerechnet 6 €, um mir gleich wieder ein 20 Kronenstück für die Dusche zu schenken. Wahrscheinlich mache ich wirklich so einen erbarmungswürdigen abgeranzten Eindruck. Nachdem mein Zeltchen steht, genieße ich sofort das warme Wasser und spüle mir sämtlichen Wanderstaub aus meinen Poren. Die potraviny-Möglichkeiten liegen beide 3 km weg, da verzichte ich gerne auf einen Einkauf und lebe heute Abend von dem, was mein Fressbeutel noch so hergibt. In der Nacht hatte meine Plastikbaude zwei große Belastungstests zu überstehen: zum Einen fiel das Gewitter heftiger aus, als ich mir das so vorgestellt hatte, nämlich mit heftigen Sturmböen und Starkregen sowie gefühlt stundenlangen Gewitterblitzen mit sogar Rotstich über der Adrspacher Felsenlandschaft. Zum anderen näherte sich ein Dieb und dank meines seichten Schlafes bemerkte ich sofort, dass sich mein Proviantbeutel aus dem Zelt bewegen möchte. Reflektorisch hielt ich im Halbschlaf meinen Fresspouch (mit der duftintensiven Klobása) fest, dann riß irgendwas an der Zeltfront und meine Taschenlampe offenbarte nicht etwa einen tschechischen Geist oder vielleicht einen Waschbären, sondern einen eigentlich putzigen Fuchswelpen, der sich durch mein Zischen endgültig trollte. Das Taschenlampenlicht offenbarte aber auch die Misere: Der Moskitonetzeingang hat jetzt einen gut 10 cm langen Querriß, den ich im nächtlichen Regen gleich fummelig mit einem TPU-Tape notdürftig abklebe. Das dürfte halten. Mein Müllbeutel mit der Käseverpackung ist am Morgen verschwunden und als ich in den naheliegenden Wald in Richtung Kletterfelsen ein bisschen schaue, sehe ich eine zumindest einen leeren Plastiksack, der meiner gewesen sein könnte. Noch scheint die Sonne in Adršpach am Morgen und die Felsen schauen sehr schön aus. Nachdem ich meinen Zelt mit dem Lappen abgewischt habe, beginne ich, meine Sachen zusammen zu packen und auch die tschechischen Jungs aus der Übernachtungsbaude oberhalb sind schon munter. Wir begrüßen uns gegenseitig mit "Dobré ráno" und fragen uns gegenseitig aus, wie die Nacht denn so war, weil das Gewitter war schon heftig. Ich erzähle ihnen von der lustigen Fuchsbegegnung und zeige den Riss im Moskitonetz. In Zukunft verstaue ich meinen nach guter Wurst riechenden Fressbeutel vollständig in meinen Rucksack. Nach herzlichem Nashledanou geht's für mich schon los. Ich möchte am frühen Nachmittag nach Trutnov kommen, damit ich etwas von gebuchten Hotelzimmer habe. Weil einen Zeroday möchte ich nicht einlegen. Lieber dann nur 23 bis 25 Schlenderkilometer, die mir mittlerweile sehr leicht fallen. Die erste Stunde wandere ich noch in der Sonne aber dann sehe ich, dass sich die dunkle Wolkenwand immer mehr nähert. Auf meinem weiteren Weg begegne ich vielen einzelnen Wanderinnen und Wanderer, aber auch so lustige Figuren, wie zum Beispiel einen älteren Herren in einer quietschroten Laufshorts mit blauem T-Shirt, das ich viel zu dürftig bei den kühleren Temperaturen finde. Dann kommt ein weiterer dürrer zahnlückenbehafteter älterer Herr in einer weißen Basketballhose und Regenjacke entgegen. Er fragt mich, ob die Baude, die ich gerade passiert habe, offen hätte und ist glücklich als ich ja gesagt habe. Ich weiß es tatsächlich nicht sicher, er wird schon sehen. Dann begegne ich einen etwas festeren jüngeren Mann mit einem feschen Fußballtrikot, der eine Kinderhandtasche mit Comicmuster mit sich trägt, aber so fröhlich sein "dobrý den" singt, dass ich unbesorgt weitergehe. In einem winzigen Laden kaufe ich ein und wundere mich, dass mich die Verkäuferin auf Deutsch anspricht ohne den sonst üblichen tschechischen Akzent. Sie erzählt mir, sie sei Nachfahre von da gebliebenen Sudetendeutschen. Ich kaufe ihr ein großes Stück Käse und einen Liter Milch ab. Letzteren trinke ich gleich vor dem Geschäft komplett als Frühstück. Das Wetter bleibt so bewölkt und wird regnerisch und deswegen bin ich ganz froh dass ich um die Mittagszeit nur mehr 10 km bis Trutnov habe und ich dort ab 15 Uhr einchecken kann. Dann sind so die nötigen Dinge angesagt wie Wäschewaschen, Duschen, Powerbanks laden, Zelt und anderes trocknen. Weil ich zu früh zum Einchecken dran bin, leiste ich mir in einer Vorstadthospoda ein schönes Schnitzel mit Kraut und Knödel. Eine Kombination, die ich so nicht kenne, aber sie schmeckt hervorragend für umgerechnet 10€. Ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, in Deutschland ist man mindestens um das doppelte ärmer. Im Hotel bin ich tatsächlich Punkt 15 Uhr. Kann herrlich entspannt meine Klamotten waschen, die auf dem aussichtsreichen Balkon in Wind und Sonne trocknen. Von dort sehe ich schon auf die Schneekoppe!3 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Steintanz und 2 andere reagierte auf Gaeubodenhex für Beitrag im Thema
3 Punkte5. Im Adlergebirge (Orlické hory) 17.-19. August 90 km In der schönen Útulná blieb ich natürlich nicht alleine. Um halb acht abends pirscht ein junges Paar durch die Birken und fragt schon mal, ob ich alleine bin. Ja, bin ich. Prima, denken die sich auf tschechisch, es könnte schlimmer sein. Flugs packen sie Chips und Bier aus ihren Rucksäcken und stellen sich als Jonaš und Barbara vor. Er kann etwas Deutsch, ist Skilehrer im Krkonoše und sie studiert irgendwas mit Chemie in Prag. Jonaš versetzt mich mit einem seiner Kartentricks ins Staunen. Dann verraten sie mir Neratov als Camping Geheimtipp bzw. Hiker-Heaven gleich neben dem Kloster mit WC und Pipapo. Es liegt nicht direkt an der Via Czechia, sondern 4 km Richtung polnische Grenze, an der Stezka Čezkem. Warum nicht einen Schlenker einbauen? Mich treibt ja nix an und außerdem sind ab spätnachmittags Gewitter angesagt. Also los. In Mladko hole ich mir aus dem potraviny ein Kolatscherl, also Kuchenstück zum Frühstück, Wasser habe ich mir aus einer Quelle besorgt. Später stoße ich auf ein Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine radioaktive Quelle handelt. Egal, abgefüllt ist abgefüllt. Und so schlendere ich weiter, viel auf Landstraße, später im Wald wieder an der Bunkerlinie entlang. So viele Waldlodges alle 100 m! Wie historisch ist dieser Landstrich. Auf dem Abzweiger nach Neratov, das in einem engen Talkessel liegt, überfällt mich ein erster Wolkenbruch. Kurz davor hatte ich mal Aussicht und vermeinte in der Ferne, einen Blick auf die Schneekoppe zu erhaschen. Kurze Zeit später ist wieder alles in Wolken gehüllt. Dann geht's ins Tal hinunter und um halb drei nach 25 km überragt die große Wallfahrtskirche von Neratov, vormals Bärnwald den engen Talkessel. Dahinter gibt's die Zeltwiese und 2 pyramidenartige Chatas, die erste wird gerade durch eine Familie mit Kindern bezogen, die zweite kann ich mir sichern. Halb drei nachmittags ist also nicht zu früh. Das dritte Pärchen stellt sogleich ein Zelt auf und ein tschechischer Mann fragt mich zugleich auf deutsch, wie lange ich in der Hütte bleibe - na, eine Nacht halt- prima, dann schlafe er heute erstmal im Auto und bezieht dann morgen nach meinem Aufbruch mein Chalet. Das Beste kommt noch: es gibt nicht nur WC, Ladesteckdosen, sondern auch eine sprcha (Dusche) mit warmen Wasser, umsonst! Mein Glück ist perfekt. Ich verbringe den Restnachmittag wie eine Glucke vor dem Chataeingang, koche Ramennudeln und Tee, während das 2. und 3. heftigere Gewitter vorüberzieht. Ganz dicht ist das Hüttchen beim starken Regen nicht, aber es gibt Schlimmeres. Das Ding ist jedenfalls für heute Abend meins. Die Nacht in der Holzpyramide war ein Traum. Ich konnte sie abends noch wild verteidigen, als eine Wanderin im Regen auch da Unterschlupf begehrte. Nun war das Ding sehr intim beengt und duster, und ich wollte nicht schon wieder eine Nacht mit unterschiedlichen Rhythmen anderer Mitübernachter über mich ergehen lassen. Ich erklärte mich dahingehend, dass ich lieber für mich alleine wäre und sie sagte, kein Problem. Am Morgen sehe ich dann, dass sie wie etliche andere an der überdachten Kirchenaußenfassade ein trockenes Schlummerplätzchen gefunden hatte und noch selig poofte, als ich schon längst aufbreche. Die Holzhütte war zum richtigen Zeitpunkt. Es kamen am Abend mindestens 3 sintflutartige Unwetter, dass sogar Wasser in das Hüttl tropfte. Am frühen Morgen geht's doch gleich über die Stezka čezkem zurück zur Via Czechia, natürlich nicht ohne Verhauer. Zuerst dachte ich, das Adlergebirge ist nicht so ansprechend. Eigentlich oft ein grüner Tunnel ohne besondere Aussicht. Aber dann wandere ich kilometerlang auf einem wunderschönen Pfad. Über mir fliegen Scharen von Kreuzschnäbeln, und kurz vermeine ich auch, die weißgefleckten Flügel von Wiedehopfen auszumachen. Hier in der Gegend? Und tatsächlich weist eine Tafel darauf hin, dass es welche gibt. An einem Kreuzungspunkt steht die erste Hütte des Weges, dessen Kiosk wohl nur am Wochenende offen ist. Eine Familie hat den Vorbau als Übernachtungsplatz benutzt und ein Lagerfeuer ist am ausglühen. Ob ich Hermelin will, der sei noch übrig. Jetzt weiß ich endlich, das die Tschechen mit Hermelin einen Camembert meinen. Ich freue mich riesig und verspeise sogleich den ersten der beiden. Später komme ich mit einem älteren Herrn ins Gespräch. Er erzählt mir mit ein paar Brocken Deutsch, dass er schon in Bozen gearbeitet habe. Wir verabschieden uns mit Handschlag. Keine halbe Stunde später stoße ich auf eine herzliche Frauenpartie aus pensionierten Freundinnen. Eine war Lehrerin, eine Physiotherapeutin, eine gynäkologische Krankenschwester. Die Stimmung ist so prima, dass wir ein Selfie machen. Auch der zweite Kiosk des Weges hat geschlossen, und versäumt ein Riesengeschäft, da sich mittlerweile zig Wanderer und Radfahrer wegen des nahen Aussichtsturm versammelt haben. Ich gehe weiter und gerate zur highnoon Zeit an eine große Baude mit Restaurace. Für mein Kofola muss ich mindestens 20 min warten, werde aber dann sehr freundlich vom deutschsprechenden Kellner versorgt. Woher ich denn käme? Die Bayern haben gutes Bier, meint er anerkennend. Ich bin fast peinlich berührt, dass so viele Tschechen ein paar Sätze Deutsch können und wir Deutschen kaum oder gar kein Tschechisch sprechen. Dann geht es über einen letzten Aussichtsturm mit unzähligen Kindergruppen so langsam bergab. Ich verlasse allmählich die Orlické hory, kaufe nochmals ein Ramensüppchen in dem potraviny der kleinen Ortschaft und finde zumindest am Rand einer Wiese an einem plätschernden Bächchen einen leidlich ebenen Platz für mein Zelt. Heute Nacht soll es wieder regnen. Die Nacht auf der polnischen Wiese in meiner Plastikbaude war trotz Regen ganz famos. Natürlich komme ich dann morgens nicht ganz so schnell in die Pötte, wenn noch alles Nasse von den Bäumen auf das Zeltdach tropft. Dann kurz vor acht stapfe ich über nasses Gras die paar Meter nach Tschechien zurück und wandere wieder auf Asphalt. Tatsächlich kommt mir doch am frühen Morgen eine festere Gestalt entgegen, die sich bei näherem Hinschauen als eine einzelne Wanderin mit dickem Rucksack herausstellt. Nach etwa 5 km erreiche ich den ersten Aussichtsturm des Tages auf dem Šibenik. Da gibt's zwar null Aussicht, aber eine Steckdose und Mülleimer. In Nový Hradec um halb 10 gibt's Frühstück aus dem potraviny für mich: ein leckeres süßes Teilchen und einen halben Liter Buttermilch. Später geht es in eine Schlucht mit traumhaften Trails. Am Ende angelangt, stapfen Leute mit Trockenanzug und Kescher durch's Dickicht. Ich erfahre, dass es sich um einen Trupp Biologen handelt, die die kleinen Fische im Waldbach erst per Elektroschock betäuben, um sie zählen zu können. Hier heroben sei noch alles ok, aber weiter unten in der Ebene macht sich die Trockenheit schon bemerkbar. Am Ende der Schlucht befindet sich ein netter tschechischer Biergarten, wo ich mir für umgerechnet 1,60 € ein "Bernard" gönne. Wär ich mal lieber alkoholfrei geblieben, denn der folgende Anstieg hat es in sich. Und der Weg bis nach Náchod zieht sich ziemlich. Das Städtchen ist größer als gedacht. Den LIDL lasse ich links liegen und verspeise auf einer profanen Bank direkt an einer Kreuzung mein 2. von gestern geschenktes Hermelin. So gestärkt gehe ich die 9 km bis nach Hronov, nicht ohne noch den 2. Aussichtsturm des Tages, dieses Mal mit Aussicht, zu besteigen. In Hronov leiste ich mir einen kühlen Liter Milch und eine neue Flasche Mineralwasser. Auf dem dortigen öffentlichen WC kann ich nochmal schön die Hände waschen, bevor ich mich hinter dem Friedhof des Ortes auf einer Anhöhe im dichtesten Dickicht ein verschwiegenes Plätzchen ausspähe. Das ist auch gut so, denn im Wald fahren in den Abendstunden noch allerlei motorisierte Vehikel umher. Heute Nacht soll es wieder regnen, stürmen und gewittern.3 Punkte -
Zeltkauf: Erfahrungen von euch?
3 PunkteHallo lu, ich nutze das Tarptent Moment normal mit 6 Heringen, drei jeweils am Ende. An zwei Abspannpunkten habe ich zusätzlich Leinen angebracht,die ich aber mit Steinen,aber micht so großen wie bei Epiphanie , sichere. So steht es sehr gut, war allerdings noch nicht in Skandinavien damit, aber Gewitterstürme in den Alpen sind auch nicht ohne.3 Punkte
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Ausrüstungskauf in Japan
Ausrüstungskauf in Japan
KaZee und 2 andere reagierte auf AndreasFreiburg für Beitrag im Thema
3 PunkteWenn in Tokyo, würde ich den Besuch bei MoonlightGear empfehlen. Das ist quasi ein Pendant zu GGG aus den USA. Sehr gut sortiert mit zum Teil Prototyp-mäßigen UL Produkten. Es gibt 3 Läden davon in Japan. In 2 davon war ich. ^^3 Punkte -
High Scardus Trail - schon gegangen?
High Scardus Trail - schon gegangen?
Mia im Zelt und 2 andere reagierte auf Lugovoi für Beitrag im Thema
3 PunkteIch bin gerade am Flughafen Skopje und warte auf meinen Flug zurück, nachdem ich 9 Tage auf dem High Scardus Trail gelaufen bin. Konkret vom Startpunkt Staro Selo bis nach Strezimir. Weil hier offene Fragen sind meine kurzen Eingebungen dazu, ein paar lose Gedanken: Der Trail lohnt sich! Durchaus abwechslungsreich, tolle Natureindrücke, recht stimmig konstruiert und durch die Grenzquerungen über Ländergrenzen hinweg auch kulturell interessant. Ich dachte ich würde vielleicht völlig alleine unterwegs sein, es waren aber doch ein paar Wanderer unterwegs. Mit zwei Wanderpaaren (Frankreich, Kanada/England) bin ich einige Zeit parallel gelaufen inklusive Treffen in Gasthäusern, direkt vor mir waren wohl noch zwei Deutsche. Der Weg ist meist pfadig, manchmal breitere Geländefahrzeugwege oder kurze Schotterpassagen. Alles mit einem gewissen konditionellen Anspruch, aber nie brutal hart. Wenn man sich an die Tagesetappen hält ist alles easy, ich würde sagen bei guter Kondition und ohne Hetze kann man gut 20-25km am Tag schaffen, es sei denn es geht Richtung Oktober und die Tage werden kurz. Ich hatte extremes Wetterglück. Kein Tropfen Regen und Sommersonne pur. Markierung ziemlich gut. Keine Probleme, ein Gps (Smartphone) sollte aber Pflicht sein. Ich musste schon regelmäßig drauf gucken. Auf weiten Teilen Mobilfunkempfang mehrmals am Tag. Abschnitt Restelice bis Strezimir kaum/kein Empfang, sehr einsam aber auch schön, "kleine Mongolei". Gasthäuser habe ich nur zwei genutzt. Hat sich aber gelohnt. Für rund 45 Euro gibt es Bett, Abendessen und Frühstück. Guesthouse Papadrjina mit schönem Außengelände muss man die hauseigene Forelle zu Abend essen. Top. Frühstück etwas enttäuschend aber zweckmäßig, kleines Lunchpaket. Sollten die Zimmer belegt sein, bietet der Gastgeber gegebenenfalls ein Luftbett im Innenbereich an. War für mich sogar die beste Option weil Ruhe pur. Guesthouse Bosovce Bozvill sehr zu empfehlen wegen dem sehr netten Gastgeberpaar, der Mann spricht super deutsch, und dem extrem guten authentischen Abendessen (vegetarisches Reis-Auberginengericht Geheimtipp) und Frühstück. Traum. Sollte jemand die Tage dort eingekehren lieben Gruß von L. aus Köln dalassen:) Wassersituation war top. Ich war sehr überrascht. Regelmäßig Brunnen, Quellen, Bachläufe. 2 Liter Kapazität hätten im Grunde gereicht, wer wild campt sollte 3 Liter Kapazität haben. Ich habe viel gefiltert/desinfiziert, glaube aber dass es auch ohne meist ok gewesen wäre. Zuweilen halt Schafe und Kühe in der Nähe. Wildcampen geht problemlos. Ausreichend gute Spots und man hat nicht das Gefühl dass es unerwünscht wäre. Wenn man noch jemanden am Abend sieht wird freundlich zurückgewunken und ich wurde nicht gestört. Es waren viele Blaubeer und Wacholderpflücker in den Bergen. Dazu negativ: teilweise traurig bis ärgerlich viel Müllhinterlassenschaften. Richtig mies. Ich habe leider diese Kollegen (nette Kerle) im strengen Verdacht, Prinzip: an jedem netten Platz wird Rast gemacht und dann Chipstüte, Energydrinkdose und Pastetendose liegen gelassen. Wer räumt das jemals weg? Stichwort Grenzpermits: nicht zu viel Kopf machen. Habe diesen online Service genutzt (Zbulo). Hat gut geklappt. Es scheint aber nicht einfach möglich zu sein was offizielles für den Wiedereintritt nach Mazedonien zu bekommen. Man wird zu 99% niemals kontrolliert sofern man den trail nutzt und nicht über größere Straßen retour kommt. Bei mir passiert: nach Strezimir die Schotterstraße runter nach Mavrovi Anavi. Auf einmal ein Grenzposten und es wurde haarig weil der Grenzbeamte meinte ich dürfe aus dem Kosovo nicht einreisen, was ich aber faktisch ja tat. Hin und her Palaver, ich habe es dann so gedreht dass ich nie die Grenze zum Kosovo überschritten hätte, er hat noch paar Kollegen aus dem Tal gerufen, die haben mich dann direkt weiterlaufen lassen. Aber unangenhem. Im Zweifel nicht ehrlich sein und nicht sagen dass man im Kosovo/Albanien war. Es gibt in der Gegend Bären. Ich war mental nicht so ganz darauf vorbereitet und etwas alarmiert als ich dann da war. Große Bärenspuren kurz vor einem Dorf waren dann auch der Beweis. Ich denke es wird keine Probleme geben, aber man sollte es auf dem Schirm haben und kann dann noch überlegen ob man kleine Sicherheitsvorkehrungen trifft. Das ganze halte ich aber nur für ein Thema wenn man solo unterwegs ist, dann ist es abends so ein Psychoding. Würde ich nochmal losziehen würde ich vielleicht fürs gute Gefühl in Skopje noch ein Pfefferspray auftreiben. Stichwort aggressive Hütehunde: ich hatte keine Begegnungen bzw. wenn dann mit Schäfer dabei. So oder so aber das größere Thema als Bären. Versorgung mit Resupply: easy, regelmäßige Ortsdurchquerungen mit Minimarkt, Cafe oder Restaurant/Imbiss. Ausstattung der Läden manchmal eher dünn (speziell wenn man vielleicht vegan isst), aber man kommt klar. Im Kosovo übrigens Euro als Währung, wusste ich nicht. Preise allgemein sehr angenehm, 30-50% günstiger als in Deutschland. Vom Flughafen nach Staro Selo habe ich mir direkt ein Taxi mit BeeRide-App genommen. 40€ fand ich einen fairen Preis. Bis zu Ljuboten-Hütte hoch aktuell etwas ernüchternd weil ein Bulldozer den Weg gepflügt hat. Hütte nur Wochenende offen, aber man kann dort zelten oder 200m oberhalb. Stadt Skopje skuriller Charme. So, muss Schluss machen. Boarding steht an. Liebe Grüße und an euch High Scardus Interessierte: macht die Tour!3 Punkte -
Vom Zelt zum Bivy mit Schlafsack
3 PunkteIch habe etwas Ultracycling Erfahrung und würde sagen lass den Bivi weg. Schlafsack und Matte reichen für so ein Vorhaben aus. Du findest mit dem Rad immer etwas wo du dich drunter legen kannst. Notfalls legst du dich in eine Bankfiliale. In dem Fall nimm lieber eine Schlafmaske mit. Sonst funktoniert auch ein Tarp dass du über dein Fahrrad spannst. Fahhrad umdrehen und Tarp drüber spannen.3 Punkte
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Bikepacking - eure Räder
3 PunkteMein erstes Bikepacking Rad, habe 2013 die Revelate Designs Taschen noch selbst aus Alaska importieren müssen: Das Mountainbike war für lange Etappen nicht gut geeignet, also habe ich mir dann 2014 überlegt das ich ein Rennrad mit breiten reifen bräuchte. Gravelbikes gab es noch nicht, also habe ich einen Cyclocrosser gekauft und umgebaut: Irgendwann kam dann ein echtes Rennrad dazu, denn mit 32mm kann man auch fast alles fahren. Da das aber filigraner ist verwende ich ein Tailfin Setup fürs Gepäck hinten: Im Winter 2022 habe ich einige Monate in der Werkstatt verbracht, und mir mein erstes Fahrrad selbst gebaut. Wiegt je nach Setup zwischen 8 und 8,5 kg und ist im Sommer mit 35-45mm Slicks und im Winter mit 57mm breiten Conti Raceking in 650B für jedes Terrain geeignet. Bin erstmal zufrieden.3 Punkte
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Zelt für schlechtes Wetter (2P) gesucht
Zelt für schlechtes Wetter (2P) gesucht
Gibbon und 2 andere reagierte auf wiederfrei für Beitrag im Thema
3 PunkteDas Zelt ist noch für die dünnen alten Matten geschnitten. Mit heutigen Matten liegt man höher und kommt daher mit dem Schlafsack am Innenzelt an. Manchmal drück man dieses ans Aussennzelt. Resultat: Schlafsack ist nass. Wenn das Innenzelt kürzer wäre, so würde man nicht soweit nach unten rutschen --> das Problem wäre gelöst. (und es wäre leichter). Dazu kommt, dass beim Eingang die Öffnung nach unten geht. Wenn also das nur das Netz zu ist, so liegt das Solid im Zelt. Man liegt also daher nicht weit vorne und kommt noch mehr hinten an. Durch die blöde Öffnung weckt man den Partner wenn man raus will. Man muss ja immer ganz öffnen (die Mücken freuen sich). Es kann also niemand früher aufstehen ... . Dieses Problem hatten wir noch bei keinem Zelt. Das Aussenzelt steht super! So sieht man es auf allen Prospekten. Was man nicht sieht; Das Innenzelt ist eigentlich zu gross. Optisch wird daher der Raum innen noch kleiner. Qualitativ kann ein Zelt noch so gut sein, die kleinen Dinge machen den Unterschied. Hier stimmen zuviele kleine Sachen nicht. Dass das Zelt praktisch jedem Sturm standhält bin ich sicher. Es gibt auch gute Details. Die reflektierenden Leinen erleichtern es in der Dunkelheit das eigene Zelt zu finden enorm. Das kleine Zelt fällt kaum auf.3 Punkte -
4 Day Tickets für die Fernwander-Tage (4.-6.9. Wiesbaden Schlosspark) hier im Forum umsonst zu bekommen..und alle wech..
4 Day Tickets für die Fernwander-Tage (4.-6.9. Wiesbaden Schlosspark) hier im Forum umsonst zu bekommen..und alle wech..
Melinka und 2 andere reagierte auf khyal für Beitrag im Thema
3 PunkteSack & Pack hat uns 4 Day Tickets für die Fernwander-Tage "gesponsert" Also jeweils 4 Tickets für eine Person für einen Tag, 2 hieße also, entweder für 2 für einen Tag oder für Einen für 2 Tage (die Übernachtung auf dem Platz ist dann aber nicht dabei, es gibt aber in der Nähe u.A. einen Camping & ein Wäldchen...) Um die unter die Leute bzw User zu bringen, dachte ich, machen wir es so... jeder kann, wenn er ein oder 2 möchte, es an mich via PN mit dem Betreff "Ticket" schreiben...bitte falls ihr für 2 Tickets fragt, dazu schreiben, ob Ihr nur an 2 oder notfalls auch Einem interessiert seid... Sollte mehr User Tickets wollen, als die vorhandenen 4, schauen wir (ich mit Anderen) So späten Abend... (damit falls User leer aus gehen, sie am 3. noch ein Ticket bei Niels & Cedric zum Early Bird ordern können), wer von Denjenigen in den letzten Wochen oder natürlich dieses Wochenende was bzw am Meisten "Nettes" zum Forum beigetragen hat und nehmen das als Maßstab. Näheres zum Event findet ihr in diesem Thread...3 Punkte -
Kurioses am Wegesrand
Kurioses am Wegesrand
marieke333 und 2 andere reagierte auf wechsel-wild für Beitrag im Thema
3 Punkte3 Punkte -
Norwegen Spätsommer 2026
Norwegen Spätsommer 2026
Steintanz und 2 andere reagierte auf VienoKarjala für Beitrag im Thema
3 PunkteEnde August/Anfang September im Jotunheimen: Grödel kannst du zu Hause lassen, Altschnee lässt sich meist umgehen, und Neuschnee kommt zwar, aber selten so, dass man ihn wirklich braucht. Bei den Regensachen würde ich nicht zu sehr auf Robustheit schielen – bei norwegischer Luftfeuchtigkeit wirst du eh irgendwann nass, die Jacke hält dich eher warm als trocken. Das eigentliche Kunststück ist, dass der Schlafsack trocken bleibt.3 Punkte -
Welcher Regenponcho?
Welcher Regenponcho?
khyal und 2 andere reagierte auf dee_gee für Beitrag im Thema
3 PunkteHabe auch beide Ponchos. Beim SeaToSummit UltraSilNano hatte ich das Glück, ein sehr leichtes Modell zu erwischen: 133 g. Mein 3FUL-Poncho in Größe M (ohne Reißverschluss) wiegt 202 g. Deswegen nehme ich den S2S auf Tagestouren mit, wohingegen, wenn wahrscheinlich ist, dass ich mehrere Tage vermehrt Regen/Nässe ausgesetzt bin, eher zum 3FUL greife, da er mehr Körperfläche abdeckt. Um den S2S-Poncho kann man aber ganz leicht eine dünne Schnur & Tanka-Verschluss um den Bauch/Hüfte binden, dann weht das Unterteil nicht so dermaßen hoch. Inpunkto Trekking mit Übernachtung schwören manche auch auf Poncho-Tarps, wie z.B. Six Moon Designs Gatewood Cape. Falls es besonders leicht und teuer sein darf, gibt es natürlich noch andere geeignete Kandidaten: Zpacks, Gear Swifts, etc. Wenn es einfach nur ein gelegentlicher und praktischer Allrounder sein soll, bei dem das Gewicht eher an 2. oder 3. Stelle steht, wird man z.B. auch bei Decathlon fündig.3 Punkte -
Optimierung Camping-Ausrüstung
Optimierung Camping-Ausrüstung
traveloors und 2 andere reagierte auf Ameisenigel für Beitrag im Thema
3 PunkteEs ist sehr schwer, auf eine so allgemeine Frage zu antworten. Am besten beschäftigst Du Dich sequentiell mit einzelnen Gegenständen, z. B. dem Schlafsack. Da kann man dann im Internet eine Menge zu lesen - nicht nur hier. Dabei ist auch zu bedenken, dass es einerseits persönliche Vorlieben gibt und andererseits die Umstände sehr verschieden sein können. Beim Schlafsack gibt es z. B. Argumente für und gegen Daune, es gibt verschiedene Schnitte, es gibt noch Quilts, die Temperatur hat einen offensichtlichen Einfluss und Menschen frieren unterschiedlich leicht.3 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Gaeubodenhex und ein anderer reagierte auf waldhummel für Beitrag im Thema
2 PunkteGroßartiger Bericht und tolle Fotos! Bekomme sofort Lust, loszuwandern!2 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Gaeubodenhex und ein anderer reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema
2 Punkte@Old School Was solls, ist ja positiv gemeint!2 Punkte -
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)
Gaeubodenhex und ein anderer reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema
2 PunkteSehr schön, das du so ausführlich berichtest! Ich liebe „unprofessionelle“, von Usern, für User geschriebene Reiseberichte!2 Punkte -
Ausrüstungskauf in Japan
Ausrüstungskauf in Japan
schwyzi und ein anderer reagierte auf KaZee für Beitrag im Thema
2 PunkteSo, der Ausrüstungskauf ist erledigt. Ich bin überrascht davon, dass hier in Tokio in vielen großen Outdoor Läden und -ketten standardmäßig UL-Gear verkauft wird. In Deutschland muss man viel eher online bestellen oder wenn man in der Nähe der tollen UL-Geschäfte lebt dorthin einen Ausflug machen. Besucht habe ich folgende Läden: Moonlight Gear Yellowknife (ca 2 h von Tokio weg mit der Bahn, aber ein wirklich tolles Geschäft!) Art Sports ODBOX 2x Montbell L-Breath Ochanomizu Super Sports Xebio Ishii Sports Tozan Sports Wear Alpen (im "Run boys! Run girls!" war meine besser Hälfte) Es war alles in allem ein tolles Erlebnis hier nach Gear zu suchen! Morgen Abend geht es los in Richtung Hachinohe mit dem Nachtbus und übermorgen starten wir dann auf dem Michinoku Coastal Trail. Danke für alle Tipps!!2 Punkte -
Vom Zelt zum Bivy mit Schlafsack
Vom Zelt zum Bivy mit Schlafsack
mtb_squirrel und ein anderer reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema
2 PunkteIch weiß, das du nur ein Bivi suchst, um darin unter Bushaltestellen zu Schlafen, aber nur 3-4 Stunden? Wie lange willst du denn da durchhalten? Falls du doch etwas zum Zelten suchen solltest, kann ich dir das Nordisk Lofoten empfehlen. (gibt gerade mehrere beim Kleinanzeiger ) Es ist das am kleinsten verpackbare doppelwandige Zelt auf dem Markt und wiegt um die 750g. Es ist quasi eine Mischung aus Zelt und Bivi!2 Punkte -
UL-Rucksack ca. 50l für Frauen
UL-Rucksack ca. 50l für Frauen
traveloors und ein anderer reagierte auf izi für Beitrag im Thema
2 PunkteDen Osprey hätte ich jetzt auch vorgeschlagen. Der erfüllt all deine Voraussetzungen. Für mich war der dieses Jahr eine "Offenbarung". Bis jetzt hatte ich, je länger der Tag voranschritt, auf einer Seite mehr oder weniger mit Schulterbeschwerden zu kämpfen. Bei vielen verschiedenen Modellen. Das einzige was mir grad einfällt, was ich mir anders wünschen würde, wäre dass der Gurt vorne beim Verschluss etwas breiter wäre und nicht nur 20mm. Das erinnert mich dran, dass ich eh noch einen Bericht drüber schreiben wollte.2 Punkte -
Reparatur Hubba Hubba Zelt
Reparatur Hubba Hubba Zelt
mmaddin und ein anderer reagierte auf yoggoyo für Beitrag im Thema
2 PunkteHast du es mal über warranty@cascadedesigns.ie probiert? 100%ig haben die das Teil. Dass es nur das ganze Gestänge gibt stimmt nicht.2 Punkte -
Ausrüstungskauf in Japan
Ausrüstungskauf in Japan
KaZee und ein anderer reagierte auf Sören für Beitrag im Thema
2 PunkteKleiner Laden, aber Bamboo Shoots in Tokio Meguro führt nur UL Gear, allen voran Yamatomichi. Montbell gibt es in fast allen großen Sportgeschäften, jedoch meiner Erfahrung nach keinesfalls das gesamte Sortiment.2 Punkte -
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
wechsel-wild und ein anderer reagierte auf SML für Beitrag im Thema
2 PunkteSo funktioniert Kapitalismus nicht. Unsere gesamte Wirtschaft ist auf (grenzenloses) Wachstum ausgelegt. Um dies zu gewährleisten, sind Produkte kurzlebig designt. Hält ein Produkt zu lange, führt das zu Problemen – für die Unternehmen. Schuld sind aber auch wir Konsumenten, denn wir kaufen das Zeug ja. Trailrunner sind leicht, aber allein durch die Machart nicht langlebig. Wir haben uns an die leichten Schuhe gewöhnt und wollen nichts anderes mehr. Es wird produziert, was nachgefragt wird. Da Nachhaltigkeit aber in ist, wird an allen Ecken Greenwashing betrieben. Wir glauben das und fühlen uns gut. Siehe Zitat von @traveloors von der Scarpa-Webseite. Volllederschuhe, 20 Jahre alt. Innenfutter, Sohle etc. – alles schon vom örtlichen Schuhmacher erneuert. Bei guter Pflege halten solche Schuhe ewig, haben ein top Fußklima und sind (wieder bei richtiger Pflege) auch wasserdicht. Hab das mal aus Spaß getestet, aber nach 15 Minuten im Fluss stehen wurde es mir zu langweilig. 😆 Ich habe aber auch Trailrunner im Einsatz. Löcher im Gewebe kann man öfter selber flicken, aber wenn die Sohle runter ist, ist das Lebensende erreicht – da sie nicht erneuerbar ist. Meist ist das bei 800 – 1.200 km der Fall. Das hängt natürlich stark von der verwendeten Sohle selbst und von den Untergründen ab, auf denen man sich bewegt. Auch sollte man bedenken, dass die Dämpfung ebenfalls mit der Zeit altert, wodurch diese auch mit wenig Kilometern nach ein paar Jahren durch ist. Haltbarkeiten zu vergleichen ist aber sehr schwierig, da jeder eine individuelle Fußgeometrie und Gangart hat. Ein Schwachpunkt ist aber immer der Bereich beim Vorderfuß, der bei jeden Schritt geknickt wird.2 Punkte -
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
Schuhe: wieviel Verbrauch darf es bei euch sein
traveloors und ein anderer reagierte auf ShyFly für Beitrag im Thema
2 Punktewenn leichtere Schuhe genau so haltbar wären wie schwerere, wo läge dann der Vorteil der schwereren?2 Punkte -
Leichtester euch bekannter Sun Hoodie/Shirt ?
Leichtester euch bekannter Sun Hoodie/Shirt ?
Hans-Jürgen und ein anderer reagierte auf Steintanz für Beitrag im Thema
2 PunktePaar Hintergründe zu UV-Schutzkleidung vs. normale Kleidung: https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Wer-UV-Schutzkleidung-braucht--und-wie-man-gute-erkennt_15658_1.html2 Punkte -
Fernwander-Tage 2026 4.9. - 6.9.2026 Schlosspark Wiesbaden
Fernwander-Tage 2026 4.9. - 6.9.2026 Schlosspark Wiesbaden
mtb_squirrel und ein anderer reagierte auf khyal für Beitrag im Thema
2 PunkteSo Ihr Lieben, der Termin rast heran, in gut einer Woche ist es so weit. Fr 4.9. - So 6.9. in Wiesbaden im Schlosspark. Näheres inkl Tagestickets oder Tickets für das ganze Wochenende inkl Zeltübernachtung findet ihr unter fernwander-tage.de Da haben Niels & Cedric (im Forum Sever) wieder was Tolles auf die Beine gestellt, ich habe weiter unten mal Screenshots von dem umfangreichen Programm -> Vorträgen & Workshops angehängt. Natürlich gibt es auch wieder Lagerfeuer, neben der Möglichkeit selber zu kochen, auch andere Möglichkeiten der Essensversorgung. Neben den "guten 3" der UL-Shops in D -> Sack & Pack, Walkies, Chrispacks und Herstellern, die auch schon letztes Jahr dabei waren, wie z.B. Nalehko, Yourpersonalhear, wildoor.de (im Forum als wilbo bekannt), BA ist dieses Jahr u.A. auch Hanwag dabei, aber ich habe natürlich längst nicht alle aufgeführt... Die Wettervorhersage sieht bis jetzt für das Wochenende gut aus (nee kein Zelttestwetter , sorry)... Das war letztes Jahr ein toller Event, ich kann Euch nur raten, kommt auch hin...2 Punkte -
Welcher Regenponcho?
Welcher Regenponcho?
ulala und ein anderer reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
2 PunkteMeine Empfehlung wäre der Poncho von 3F UL GEAR mit Ärmeln und Reißverschluss. Gibt es in Orange und Blau. Vorher habe ich einen Ultra-Sil Nano Poncho von Sea-to-the-Summit verwendet. Doch bei sehr starkem Wind hat es mir mehrmals entweder die Ärmel aufgeweht (aufgegangener Drucknopf) oder der Poncho hat sich mangels Bauchgurt über meinen Kopf gestülpt. Mit dem Poncho von 3F mit Ärmeln und Bauchgurt gab es das Problem nicht. Mit Ärmeln ist natürlich schwitziger als ohne. Anmerkung: Das sind beides Ultra Leicht Ponchos. Für Open Air und Alltag tut es natürlich auch ein preiswerter Poncho für 10€ ausm Bundeswehrshop oder von Decathlon.2 Punkte -
Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
Steintanz und ein anderer reagierte auf MarcG für Beitrag im Thema
2 Punkte😍 Ah Erinnerungen! Der Spout ist aber ein Küstengeysir und kein Süßwasser.2 Punkte -
Linkliste Trekking Lagerplätze Deutschland
Linkliste Trekking Lagerplätze Deutschland
RaulDuke und ein anderer reagierte auf Gibbon für Beitrag im Thema
2 PunkteWeil ich gerade drüber gestolpert bin: Am Kellerwaldsteig sind jetzt 8 Trekkingplätze nutzbar, meißt mit überdachter Sitzgruppe + Klo. Wenn das mal kein Luxus ist Ein Platz ist sogar mit Biwakschachtel also überdachter Plattform, bei der man kein Zelt benötigt. Die Südschleife bin ich vor ein paar Jahren gegangen, ist eine klare Empfehlung meinerseits. https://www.naturpark-kellerwald-edersee.de/wandern/trekkingplaetze Außerdem gibt es jetzt ein paar Trekkingplätze im Siegerland, die nicht direkt an einen Themenweg gebunden sind, jedoch liegen einige davon in der "Nähe" zum Rothaarsteig. Bei allen wird auch die gute Anfahrt mit dem Auto angepriesen, also vielleicht mal was, wo man die Familie mal mit dem eigenen Hobby nötigen kann 😁 Kleine Anmerkung zur Plattform Ginsburg: Hier würde ich mit viel Personenverkehr rechnen, da die Ginsburg und die Ginsburger Heide (zurecht) ein beliebtes Ausflugsziel sind: https://www.siegen-wittgenstein.info/trekkingplaetze#/erlebnisse2 Punkte -
Ki generierte Inhalte mit welchen Ausnahmen verbieten ?
Ki generierte Inhalte mit welchen Ausnahmen verbieten ?
waldhummel und ein anderer reagierte auf kra für Beitrag im Thema
2 PunkteGenerell, soweit ich es verstanden habe, leben KI-gestützte Beiträge (so würde ich es gerne bezeichnen) ja nicht nur von einer Inet-Quelle sondern aus der Zusammenfassung verschiedener Quellen, auf die die Software Zugriff hat bzw. die sie bereits "verinnerlicht" (gefressen) hat. Von daher ist es mehr als ne normale Google-Suche und kann durchaus ne Bereicherung sein. Zum Anderen - verbieten ist ein Kampf von Vor-Vorgestern. Welchen Maßstab will man da anlegen? Wieviel "Eigenleistung" der Posters soll es denn sein? Nö, da sehe ich NUR Probleme auf das Forum zukommen. Bestenfalls kann man darum bitten, das der Poster die Informationen nochmal auf Sinnhaftigkeit überprüft. Thats it! Zudem, wer allzu platte KI-Antworten postet macht sich damit selber angreifbar und, in Grenzen, unglaubwürdig. Derartige Handeln mendelt sich über die Zeit vermutlich aus. My2ct2 Punkte -
Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
PicaPau und ein anderer reagierte auf HEB für Beitrag im Thema
2 PunkteImpressionen unserer letzten Tour um Bergen, Norwegen. Oberhalb 700hm lag doch noch recht viel Schnee, darunter kam einem das Schmelzwasser entgegen. Dazu regnet es in Bergen auch an 240 Tagen im Jahr. Augen auf beim Wanderziel! Im Flieger gab es sogar noch 2 Flaschen ultraleichten Wein in der roten Hütte konnte wir eine Nachtverbringen und am Ofen alle trocknen. Die Hütte ist aus den 60ern und scheinbar ist der Betreiber in den 80ern gestorben, jedenfalls war die gesamte Einrichtung, also auch Putzmittel, Zeitungen, Nahrung usw. aus den 80ern. Letzter Gästebucheintrag war von 2018.2 Punkte -
Die Innenkehr, das Leben in Integrität - Longevity
Die Innenkehr, das Leben in Integrität - Longevity
mtb_squirrel und ein anderer reagierte auf Shabeel für Beitrag im Thema
2 PunkteSpannendes Thema. Als jemand, der fast ausschließlich solo unterwegs ist und auch Zeit in buddhistischen Klöstern verbracht hat (wo man bis auf die Vormittage den restlichen Tag in Stille und allein verbringt), sehe ich das ähnlich, aber mit einer wichtigen Einschränkung. Solange man alleine draußen ist, keine Nachrichten checkt und es "nichts zu tun" gibt, fällt es leichter, eine gewisse Achtsamkeit zu entwickeln. Der Geist schweift nicht mehr so leicht in Sorgen, Trauer, Wut oder Verzweiflung ab. Alles wird leichter, der gewohnte Alltag tritt in den Hintergrund und das unmittelbare Erleben in den Vordergrund. Da beginnt genau die angesprochene "Innenkehr". Aber: Das Problem ist die Rückkehr. Sobald man wieder zu Hause ist, verfällt diese Stille extrem schnell. Die Achtsamkeit schwindet, und die gewohnten Ansichten und Gefühle kehren zurück. Am Ende bleibt oft wenig bis nichts übrig, denn die Gewohnheit ist stark (Gewohnheit = da, wo der Geist wohnt). Unser Erleben wird dadurch bestimmt, was durch die "Pforten der Wahrnehmung" (Sehen, Hören, Riechen etc.) eintritt. Wenn dort wieder der Alltag einzieht, passt sich das Erleben dementsprechend an. Meiner Erfahrung nach kann man keinen dauerhaften Gewinn aus dem Trekking ziehen, wenn man danach genauso weiterlebt wie bisher. Man muss bestimmen, was das gewohnte Erleben füttert – also die Wahrnehmung im Alltag ändern. Das heißt konkret: - Fernseher weg oder Konsum drastisch reduzieren. - Nachrichten begrenzen. - Nicht ständig auf Social Media hängen. - Nicht jedes "lustige Video", das herumgeschickt wird, ansehen und weiterleiten. - Bewusst anders auf Missachtung oder Stress reagieren. -Usw. Der einsame Trip in die Natur (oder ins Kloster) dient eigentlich nur als Referenz: Er zeigt dir, wie schön und leicht es mit weniger sein kann. Aber solange man im Alltag an den Inputs (Medien, Reize) nichts ändert, bleibt vom "Longevity"-Gefühl nichts dauerhaftes.2 Punkte