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Ultraleicht Trekking

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vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

Ich würde allerdings in die Liste nur Produkte die direkt in Deutschland bestellbar sind (ohne Import und Zoll usw...) setzen. Denn gerade Leute mit wenig Budget möchten sicher nicht das Risiko eingehen noch zum nächsten Zoll fahren zu müssen und dann feststellen das das Budget Gear plötzlich deutlich mehr kostet als bei der Bestellung.

Sehr guter Punkt, wollte ich auch gerade anmerken. Hier schwirren mir inzwischen zuviele Hinweise auf Aliexpress herum, die immer das Risiko von Nachverzollung haben. Würde ich einem Freund*in mit knappem Budget nicht ohne Bauchschmerzen bzw. nur mit 50% Zoll-Aufschlag empfehlen wollen.

vor 4 Stunden schrieb schrenz:

Shelter: Das 3x3m Decathlon Tarp gibt es anscheinend nicht mehr, alternativ würde ich diverse Rayway Tarps aus China bei ebay oder Ali vorschlagen. 

Weiß nicht genau, welches Du meinst, aber es gibt noch das Tarp Trek 900 von Decathlon, 2,85mx2,40m, mit 60 € nicht das günstigste, aber qualitativ sehr ordentlich (ich hab das). Bei Herrn Bezos Ramschbude oder ebay gibt es da aber unzählige andere Tarps für das halbe Geld.

vor 11 Stunden schrieb icefreak:

Der Rucksack aus dem Foto des Eingangspost ist ein Simond Tourenrucksack Sprint 33 von Decathlon (ca. 500g), der eigentlich für den finalen hochalpinen Gipfelsturm gedacht ist und entsprechend minimalistisch daherkommt.

Den hab ich auch und würde ich budget-orientierten Neulingen auch empfehlen. Ist ein ordentlicher Rucksack mit ein paar leicht behebbaren Fehlerchen für's Trekking. Aber Obacht, den gibt es nicht mehr, der Nachfolger Sprint 22 ist kleiner.

Das weist gleich auf das Hauptproblem solch einer Liste hin, die ich tatsächlich auch mal angelegt hatte, weil mich Freund*innen immer wieder mal um Tipps beim Einstieg in das Hobby bitten: Solche Listen haben eine extrem kurze Halbwertszeit, da sich die Produkte ständig ändern. Sie sind daher leider relativ sinnlos.

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Auch mit genügend finanziellem Spielraum dauert die Beschaffung von geeigneter Gear oftmals Jahre, ganz zu schweigen von Modelverbesserungen etc (der Weg ist das Ziel....). Beschaft der geneigte Wandernde alles aufs Mal innerhalb von zwei Wochen, wird er sich danach während Wochen unwohl fühlen. Egal ob die reduzierten Wühltisch-Angebote bei Decathlon oder die trendigste Patagucci Fashion: Man muss sich an Gear gewöhnen.

Egal ob mit den angeblichen Edeltretern von On oder Arc'teryx (es gibt einen neuen Norvan SL...) oder die billig Nikes aus dem Abverkauf: Am Anfang tun die Pfoten vor allem weh. Ich würde mich langsam steigern, man wird schneller schnell als einem lieb ist.

Gebrauchte Gear ist wohl sinnvoller als Hauptsache billig.

Als erfahrener YT-Mitwanderer weiss ich, dass sich jedes Jahr hunderte von Wandernden mindestens auf Niveau Zpacks ausrüsten und tausende von Euronen in Gear versenken, nur um nach höchstens 3 Tagen festzustellen, dass Wandern sogar anstrengend sein kann. Man friert, wird von der Sonne geröstet, die Hygiene, die Schrecken der Nacht, bislang ungekannte Schmerzen, die Einsamkeit auf den Trails, quälender Biermangel, kein 5G etc...

Dann muss die eigentlich teure Gear eben raschmöglichst wieder aus dem Haus.  

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Ich möchte nicht der Spielverderber sein oder eure Motivationsbremse. Aber weil es so klang als wölltet ihr "boofen", möchte ich trotzdem darauf hinweisen. Es ist verboten im Nationalpark zu übernachten, auch in sogenannten "offiziellen Boofen". Es sei denn, ihr seid zum Felsklettern dort. Das wäre die einzige Ausnahme. Und wenn ihr mit dem Tarp erwischt werdet, weil die "Boofe besetzt war", wird es sogar richtig teuer. Ich würde das nicht riskieren. Außerhalb des Nationalparks sind die Regeln etwas lockerer.

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Spaßeshalber und im Sinne von @icefreak möchte ich mal eine spontane Liste für "schmaler Taler aber leicht" zum besten geben. Ich stelle mir vor mein gesamtes Gear wäre geklaut oder abgebrannt und ich müsste mich mit (relativ) wenig Geld und 1 1/2 Monaten Zeit (Lieferzeit) neu ausstatten. Ich beschränke mich aber mal lieber auf die Big 3-5.

Ethische Einwände (Transportweg, mir unklare Arbeitsbedingungen, Daunenzertifikat, Zollpflichten, Designklau) lasse ich hier außen vor. Warnung: es ist eine China-Liste :ph34r:

 

Rucksack: 3F UL Gear - Qi Dian Pro 46+10Liter 880gr (reduzierbar auf ca 860gr), 73,82€, link

Quilt: Ice Flame - 360gr Daune, 615gr, 5Grad Komfort, 87,70€, link

Tarp: Aricxi - 15d MLD-Patrol-Clon, 350gr plus Leinen, 26,91€, link

Schlafmatte: 3f UL Gear - Zlite-Clon, 410gr, 22,19€, link

Bivy: 3F UL Gear - Tyvek-Bivy Version a oder b, 135gr oder 200gr, 16,81€ oder 22,69€, link

Groundsheet: Polycro, ca. 50gr, 5€

 

Gesamtgewicht 2420gr

Preis (aktuell am 23.02.2021): 233€

 

Kleidung würde ich bei Schuhen nicht sparen, Wahrscheinlich zu FroggToggs Regenjacke und secondhand Uniqlo UltralightDown-Jacke greifen, ansonsten bei Decathlon umsehen und übliche Verdächtige in Erwägung ziehen (Raincut, Merino Baselayer, Waffelfleece, Daune- oder Synthethikjacke, etc)

 

Grüße

Lugovoi

 

Bearbeitet von Lugovoi
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@schrenz Völlig richtig und auch wichtig zu wissen. Faktisch ist es aber wohl so dass 99 von 100 Produkten dieser Produktkategorie (bei zB Smartphones ist es vielleicht anders) über der Preisgrenze aus China so durchgehen und sich die Käufer dann nicht freiwillig im Nachgang bei den Behörden melden werden (und zu 99,99% kriegt damit auch niemand Probleme, was die Sache formal und rechtlich nicht sauberer macht).

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vor 16 Stunden schrieb schrenz:

Kleinkram würde ich erstmal möglichst wenig für ausgeben, Kochsystem ist mit einem  Dosenkocher fast kostenfrei herstellbar und auch im Unterhalt günstig. Kleidung, insofern nicht eh schon vorhanden, bieten sich im Frühjahr Laufklamotten vom Discounter an, Aldi, Lidl und Co. haben die bestimmt bald wieder im Sortiment und das Zeug ist völlig ausreichend. 

Das ist der Plan! Windjacken von diversen Discountern etwas habe ich auch schon jahrelang im Gebrauch.

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vor 7 Stunden schrieb Aneke:

Es ist verboten im Nationalpark zu übernachten, auch in sogenannten "offiziellen Boofen". Es sei denn, ihr seid zum Felsklettern dort. Das wäre die einzige Ausnahme. Und wenn ihr mit dem Tarp erwischt werdet, weil die "Boofe besetzt war", wird es sogar richtig teuer. Ich würde das nicht riskieren. Außerhalb des Nationalparks sind die Regeln etwas lockerer.

Endlich OT.

Habe ich "Nationalpark" gesagt? Wo? 

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Teil 2: Ein leerer Magen wandert nicht gern!

Heute mal Essen und Trinken mit kleinstem Budget. 

Da habe ich eine ganze Weile nach einem leichten und spottbilligem Pott gesucht und bin tatsächlich fündig geworden:

milchtopf-pfennigpfeifer.thumb.jpg.ea368fbaf6ba892bcf4826106508ac4d.jpg

Nach recht brutaler Entferung des Henkels (mit dem klitzekleinen Kollateralschaden, dass an den Punktschweißstellen kleine Löcher das Volumen doch deutlich einschränken) und unter Mitnahme eines kleinen, feuchten Abwaschlappens als No-Cost-Topfgriff und Reinigunghilfe hat das sogar draußen überraschend gut funktioniert:

 

ul-kitchen.thumb.jpg.d9ea054f5af763182ff0379625ee9826.jpg

Alumaterial aus Asiettenessen-Deckel, gekaufter Servierplatte, Alufoliendeckel (3fach gefaltet), ... was man so findet. Chimney-Stove aus 0,5l Aludosen.

Im Topf dann 2 "Platten" Mienudeln (125g) und eine Tütensoße:

ul-mienudeln-sauce.jpg.94d2f30c9ca7ffea97ea4ac2f27a8bf1.jpg

Unverzichtbar auch das:

lidltrailmix.jpg.cbe2f8d98fbf241d6dfd452e1039179a.jpg

Etwas edler und klassisch an das Freezerbag-Cooking angelehnt:

freezerbagcooking-cozy.thumb.jpg.3a9502e5870342a8bdbe9796302fa333.jpg

Früh hat sich außerordentlich gut ein Kakao-Porridge bewährt. Mit Rosinen dazu und ganz dekadent mit Minibananen in Scheiben aufgewertet eine gute Grundage für lange Märsche:

bioporrigepenny.thumb.jpg.9a733f741dd781286e060966d0a0efc8.jpg

OT: Wie sehr das nun "echt" super öko Weltrettungsbio das ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Wassertransport für ca. 10€ (Decathlon):

decathlon-bladder.thumb.jpg.269c01af9163256093d911cd1116a64f.jpg

Durch die große Öffnung an im Bild zu sehender Quelle gut zu befüllen.

Ganz ghettomäßig hatte ich einen "Soba" Wok Style Nudelsnack-"Becher" für den abendlichen Tee und morgendlichen Kaffee dabei (und habe den Titanpott doch etwas vermisst ...).

3. Klamotten und Kleinkram

Das Kapitel will ich nur kurz streifen, die entsprechenden Angebote bei Decathlon und den Discountern sind ja hinlänglich bekannt.

Mit 20€ Tretern war ich auch schon unterwegs, kann aber altersbedingt nur noch mit hochwertigen Schuhwerk längere Strecken zurücklegen. Hier ist bei den Zielpersonen schon was da, Tagestourenausrüstung war ja bereits vorhanden.

Regensachen: Raincut Regenjacke, ganz klar, da habe ich aber noch eine wichtige Naht (Ärmel - Rumpf) mit Heißklebe-Nahtdichtband von extex zugebügelt.
In einem Fall war der IKEA-Schirm der Bringer, Zielperson fühlte sich ungleich komfortabler darunter als ich mit Regenklamotten. Bekommt man preiswert in der Art auch bei den üblichen Verdächtigen.

Ziptüte mit Zahnbürste usw. ist auch schnell erklärt und irgendwas sollen die Zielpersonen auch mal selber vorbereiten :roll:

Erste-Hilfe, Powerbank usw. kam auch mit was gerade da war. Stöcke sind auch zum Teil vorhanden (Discounterware).

Habe sogar für mich bei den Recherchen einen verblüffend minimalistischen und leichten Wanderstock (einen! mache ich gerne so) gefunden. Kaum Features, aber unschlagbar leicht und billig:

1 WANDERSTOCK A100 BLAU 200g. 5,99€ :shock:

Das war es erstmal in Bezug auf die Testphase, in der warmen Saison erfolgt dann auf dem Forststeig auf einer Wochenendtour der reale Einsatz! Davon wird auch berichtet werden :D

Danke bis dahin fürs Begleiten und für die vielen Vorschläge! 

 

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vor 12 Stunden schrieb Trekkerling:

Das weist gleich auf das Hauptproblem solch einer Liste hin, die ich tatsächlich auch mal angelegt hatte, weil mich Freund*innen immer wieder mal um Tipps beim Einstieg in das Hobby bitten: Solche Listen haben eine extrem kurze Halbwertszeit, da sich die Produkte ständig ändern. Sie sind daher leider relativ sinnlos.

Ja, das ist tatsächlich ein Problem und das merkt man bei den älteren Threads zum Thema schon deutlich.

Deshalb gibt es bei mir in der Regel nur individuelle Beratung. Meine Low-Cost-Liste auf Etherpad, die wir zusammen erarbeiten, ist dann auch nur eine Momentaufnahme und streng genommen nur für Zielperson 1 gültig.

Deshalb geht es mir darum, (prinzipielle) Beispiel zu liefern (habe ja auch gerade mal einen Link eingefügt) und zeitfestes Wissen zu vermitteln. Wenn nach den ersten gemeinsamen Touren das Prinzip verstanden wurde, kann das (teilweise) eingenständig auf die aktuelle Produktpalette angewandt werden.
Eine fertige "Buy-and-Go" Liste kann es im Grunde gar nicht geben, weder mit oder ohne Geld, egal ob UH oder UL.

Bearbeitet von icefreak
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Bei mir ist es ähnlich, nehme auch immer wieder Freunde auf Touren mit und mache meistens die Ausrüstungs Vorbereitung.

Viele wichtige Dinge wurden schon gesagt:

Mit Tagestouren anfangen, da braucht es nicht mal n speziellen Rucksack und je nach Wegbeschaffenheit tun es auch normale Straßenschuhe. Wenn es etwas mehr ins Gelände gehen soll ist das wohl die erste Anschaffung, drei meiner Freunde sind mit Decathlon Schuhen (35/60€) unterwegs, die sind absolut ausreichend.

Erste Mehrtagestour haben wir mit übernachten in Jugendherberge/Campingplatzhütte gemacht, das kostet natürlich zw 20-40€/Nacht braucht aber kein Equipment. Rucksack war da tatsächlich auch von Aldi, 15€, 45L, ein Modell von 2018 mit 900g + Rückenpolster, eins vom letzten Jahr mit nur 750g + Netzrücken. (Der sollte nicht zu voll gestopft werden, da sich das Gestell sonst durch biegt).

Erste Tour mit draussen übernachten war im Sommer in Portugal, absolut minimalistisch: - Luftmatte ( High Peak Tulsa 18€/Moorhead Ultralite von Karstadt im Sale 25€ - diese einfachen aufblasbaren Matten gibts auch für ~20€ auf amazon) + 5€ Alumatte (wiegt nichts und pusht die Isolierung ordentlich). Als Unterlage n Strandtuch, Aldi 650g Schlafsäcke 15€ (wobei da bei uns die Temperaturgrenze echt 17/18° war, ab da wurd es zu kalt). Sonst nichts. (Geht natürlich nur bei entsprechenden Wetterverhältnissen)

Essen auch nur kaltes mitgenommen, 1 mal am Tag kamen wir in nen Ort und haben uns dort ne warme Mahlzeit geholt, sonst Brot und Riegel dabei gehabt.

Bei Kleidung kann man auch auf Decathlon bzw Discounter zurückgreifen. Ich find zB Fleece Half Zips super, die wiegen im Vergleich zu Fleecejacken viel weniger und reichen als Midlayer bei moderaten Temperaturen oder sogar in Portugal als einziges langes Kleidungsstück. Bei sowas gerne auch die Eigenmarken von Kaufhäusern wie Kaufhof etc. Nutzen.

Meine Daunenjacke habe ich z.B aus dem Second Hand Laden für 7€ bekommen, ansonsten tut es auch eine Synthetik Steppjacke die es für 15-20€ bei den meisten Klamottenläden wie C&A etc gibt. Habe schon viele richtig gute Sachen unschlagbar günstig bekommen.

Bei konkreten Fragen kann ich bestimmt noch den ein oder anderen Schnäppchen Tip geben! ;)

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Ich glaube auf Merino würde ich am Anfang verzichten und schauen,  was der Kleiderschrank her gibt. T'Shirts, Unterwäsche wird wohl jeder haben. Merino sehe ich als Luxus an.

Schuhe: die bequemsten,  mit denen man am längsten sportlich aktiv war. Hat bei Bekannten auch gut funktioniert.  Selbst wenn es die günstigen, eingelaufenen Joggingschuhe von Aldi waren. 

Rucksack und bei einem Freund mehrere 100km Fernwanderung erprobt: g4free, 40l, 450g, m4x 24 Euro 

Isomatte finde ich die Frilufts Canisp sehr gut, doch scheint es diese nicht mehr zu geben  :(

Schlafsack fällt mir nun nichts ein, das in greifbarer Nähe und günstig wäre.  Die Sommerschlafsäcke von Aldi taugen aus meiner Erfahrung nur für warme Nächte um 15 Grad. 

ansonsten: es ist Wandern,  keine Wissenschaft ;)

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vor 13 Stunden schrieb Nero_161:

Essen auch nur kaltes mitgenommen...

Selbstkasteiung? Es soll ja  Leute geben, die auf Kochen unterwegs verzichten, angeblich aus Gewichtsgründen, wahrscheinlich sind sie einfach zu faul und praktizieren stattdessen "Coldsoaking" (in der Praxis schmeckt das Essen dann meist wie frischer Fischkleister d.h. häufig wird das Coldsoaking Gefäss mitsamt dem Essen zügigst entsorgt und stattdessen ein McDonald's aufgesucht). 

Wenn Du es bis Zürich schaffst, zahlt dir die Stadt Zürich zumindest die Heimreise. Ist kein Witz. Ein Bahnticket und Essensgutschein sind wesentlich günstiger als jemanden mittellosen zu beherbergen, auch wenn Du z.B. in Hamburg oder Schweden wohnst. Die Stadt Zürich ist ziemlich stolz darauf, niemanden verhungern zu lassen, dafür ist betteln und auf Stadtgebiet draussen zu übernachten gesetzlich verboten. Damit könntest Du immerhin Reisekosten sparen, z. B. wenn Du den Jura Höhenweg erwanderst, vom Ende des Trails in die Stadt sind es wenige Stunden (aber viel Glück mit preiswertem Einkaufen in der Schweiz). Ich hätte nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei, viele ZürcherInnen ersaufen fast in ihrem Geld. 

Sich selber künstlich als arm auszugeben, z. B. den INT ohne Geld zu wandern, zwecks Steigerung der Demut oder was auch immer, empfinde ich aber als höchst problematisch. Viele Menschen, die in schönen Wanderregionen ansässig sind, haben jetzt auch nicht unbedingt das aufregende Leben eines Landjunkers. Daherzukommen und armen Bauern das Essen abzuschnoren ist nicht lustig. 

In den USA überschlagen sich manche Menschen in Hilfsbereitschaft, aber dies schamlos auszunutzen, empfinde ich als frech. Ausser beim Big Lake Youth Camp. In der Westbank wollte mir schon mal jemand alle Wolldecken geben, obwohl dann halt die kleinen Kinder keine Decken mehr gehabt hätten. Das fand ich nicht so toll. Es gibt auch Manager, die sich als Asylsuchende oder Müllmänner ausgeben, weil sie dies selber mal erlebt haben wollen, damit ihnen der Gesprächsstoff im Golfklub nicht ausgeht. 

Man sollte sich auch von der Vorstellung lösen, teure Dinge seien automatisch wesentlich besser als günstigere. Man kann 1000 Euro in eine Gore Tex Jacke stecken, laut Menschen die schon mal ein wenig weiter wandern, ist die Funktion auf Tour nach drei Wochen Regen trotzdem bereits im Eimer. Die Jacke müsste dann aufwendig gewaschen werden etc. Wohl kann man sich mit solchen Jacken wie eine Sau im Geröll suhlen, wird aber von deren Gewicht leider fast erschlagen.

Grosse Marken haben immer auch eine grosse Marketingabteilung, meist arbeiten die Menschen dort nicht auf Minijob Basis. Es soll sogar Marken geben, die eigentlich nur noch Schrott produzieren und diesen dann mit Hilfe ihres Namens loszuschlagen versuchen. Ich nennen keine Namen, aber es gibt eine Unternehmung, die heisst wie der Elefant aus der Steinzeit. Aus diesem Grund ziehe ich kleinere Cottages vor. Wenn die gut arbeiten, werden ihnen die Dinge förmlich unter der Nähmaschine weggerissen, ganz ohne Werbung. Solche Dinge sind dann unzerstörbar, gebrauchte Schlafsäcke von gewissen US Herstellern werden wie Kunst gehandelt (auch hier im Forum).

Solche Cottage-Dinge gebraucht zu kaufen ist wirklich sinnvoll, manchmal werden sie auch verschenkt. Ich sitze immer noch auf meiner Silva Explore 4RC Lampe, ist zwar nicht aus ner Cottage aber trotzdem frei Haus zu haben...

Bearbeitet von Mars
Rechtschreibung
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vor 7 Stunden schrieb Mars:

Man sollte sich auch von der Vorstellung lösen, teure Dinge seien automatisch wesentlich besser als günstigere.

usw. usw., könnte fast direkt von Christine Thürmer stammen. Die bindet sich nun einen Müllsack als Regenrock um die Hüfte :shock: billiger geht's nicht.

 

vor 7 Stunden schrieb Mars:

Silva Explore 4RC

Zielperson hat schon die 4,99 Decathlon Stirnlampe (80g), die gar nicht mal so blöd ist. Ausleuchtung und Batterielebensdauer sind gut ausbalanciert. Reicht zum Wandern im Dunkeln völlig aus.

OT: Die Lampe würde ich direkt an Zielperson 2 weiterleiten, ich sitze schon auf einem Berg Stirnlampen und habe eine strenge  interne Verschenk-Richtlinie überzähliger Sachen :grin: 

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Noch was aus der Liste, die wir gerade erarbeiten:

  • ALDI lange Unterwäsche KuFa, kpl. 355g, zus. ca. 25€ (hatte ich schon oft mit)
  • Trekkingsocken ALDI ca. 2,99€ (im Sommer seit Jahren im Einsatz)
  • Thermo-Leggins (LIDL) 141g 2,90€ größte Größe passt mir grade so, überraschen leicht und warm im Schlafsack (Sommer-Setup), gib's in der Art in vielen anderen Läden
  • kleines Handtuch (Gesichtshandtuch): passender "Putzlappen" aus dem Drogeriemarkt 
  • Spiritusbehältnis: Entkalker (für die Kaffeemaschine usw.) Stabil, dicht, mit Sicherheitsverschluß. Meist um die 250ml.

Da suchen wir noch Ideen:

  • fertiges Tarp im Rayway-Stil: also mit Bakes. Was könnte es da fertig geben (oder dann ggf. gebraucht?)
  • Preiswerte Alternative (für längere Touren) zum Victorinox Classic? Oder gibt's da nichts gescheites?
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Tarp war schon mal weiter oben, m. W. das günstigste mit beaks: Link zu ali

Vics sind ja schon echt günstig, die billigen Chinakopien meist ziehmlicher Müll. Eventuell Opinel oder einfach irgendein Frühstücksmesser? 

Die Wassersäcke oben könnte man noch durch normale PET Flaschen ersetzen, Kosten =Flaschenpfand :mrgreen:

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vor 9 Minuten schrieb schrenz:

Tarp war schon mal weiter oben, m. W. das günstigste mit beaks: Link zu ali

Okay, da haben wir den Preisbrecher :-o

 

vor 11 Minuten schrieb schrenz:

Vics sind ja schon echt günstig, die billigen Chinakopien meist ziehmlicher Müll. Eventuell Opinel oder einfach irgendein Frühstücksmesser? 

Hab' ich mir schon so gedacht. Hatte selber mal ein Küchenmesser mit stabiler Plastehülle für 1 € im Supermarkt gekauft, das findest sich schon was. Oder die bekannten skandinavischen Plastegriffmesser für 10 ... 15 €, wenn man sich Heringe schnitzen will :grin: 
Beim Vic Classic ging es mir um die Nagelpflegefunktionen, die Klinge ist da fast überflüssig. 

 

vor 14 Minuten schrieb schrenz:

Die Wassersäcke oben könnte man noch durch normale PET Flaschen ersetzen, Kosten =Flaschenpfand :mrgreen:

Ja klar, hatten wir schon einmal als Ergänzung mit zur Trinkblase (aus objektiven Gründen erhöhter Flüssigkeitsbedarf).
 

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vor 22 Stunden schrieb icefreak:

Unverzichtbar auch das:

lidltrailmix.jpg.cbe2f8d98fbf241d6dfd452e1039179a.jpg

Ich frage mich immer noch, warum dieser Beutel einen Zip - Verschluss hat.

Wenn ich den aufmache ist er immer leer. Kann ich machen, was ich will :D

 

Der Porridge geht günstiger mit Haferflocken und Backkakao.

Und der Wasserbedarf lässt sich einfach senken, indem man die Lecks im Topf abdichtet :P.

Bearbeitet von hmpf
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Reckenrock aus Mülltüte kann ich absolut empfehlen!

Zur Nagelpflege gibt es so kleine Papiernagelfeilen (halten erstaunlich lange und sind sehr leicht) sonst hab ich auch nur n Opinel dabei, das reicht mir. Alternativ kann man auch Buttermesser seeehr scharf schleifen. (Braucht man halt n Schleifstein)

Zur Küche und Kochtöpfen würde ich immer Sozialkaufhäuser/Flohmärkte ansteuern. Da gibt's die dann für n Euro.

OT: Noch ne Idee die eher MYOG ist, aber nur der Vollständigkeit halber: Nach dem Festival die alten Zelte der anderen einsammeln und Tarp nähen. Das könnte ohnehin eine rechte Fundgrube sein...

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vor 21 Stunden schrieb Falke:

Einige hier im Forum nutzen Essstäbchen, die gibt es bei Take-Away-Essen oft dazu.

Habs probiert, war enttäuscht. :wacko:

Dann lieber Heringe schnitzen. Irgendwas von einem alten Zelt wird sich sicher finden, habe selber diverse Rester herumliegen. 

Im Sinne einer Wissensbasis wollte ich nur den Low-Budget-Tipp herausfinden, aber mit Heringen die auch bei Wind noch was taugen :blink:

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      Therma-rest Neoair All Season (519g)
      High Peak lite pak Schlafsack Komforttemperatur 12°C (818g)
      Naturehike Schlafsack Komforttemperatur  9°C (866g)
      (Zelt decathlon, 2 Personen (1800g))
      Küche/Essen/Trinken:
      Plastik-Löffel-Gabel-Messer (9g)
      Gaskartusche (476g)
      Gaskocher (176g)
      Geiggerig Trinksystem 3 liter (268g)
      Geigerrig Wasserfilter (37g)
      Alu-Topf 1 Liter + Plastiktüte (125g) -> vllt. wäre ein Becher besser, dann kann ich gleich Tee draus trinken
      Silikon-Faltschüssel (70g) -> wahrscheinlich unnötig, könnte aus dem Topf/Becher essen
       
      Ich war noch nie mit Hund auf einer Mehrtagestour und weiß nicht, was ich für sie noch zum Schlafen brauche bzw. ob sie es mit Tarp aushalten würde.
       
      Ich freue mich schon auf Antworten!! Danke!!
       
       
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