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Ultraleicht Trekking

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Hallo zusammen, 

gibt es hier schon einen eigenen Faden für Leute mit dem schmalen Taler?  Mit dem Ziel einer kompletten, realistischen Ausrüstung für Leute, die es nicht so dicke haben??

Hintergrund:

Bislang habe ich zwei Wanderfreundinnen auf UL-Style Tour mitgenommen (Style - will hier nicht behaupten, streng unter 5 kg BW gewesen zu sein) und es hat jedesmal hervorragend funktioniert. Nun können und wollen die nicht jedesmal einen fertig gepackten Rucksack von mir in die Hand gedrückt bekommen, sondern sich eigenständig ausrüsten.

Das heißt, ich erarbeite gerade eine komplette Ausrüstungsliste mit den Anforderungen:

  • Für Leute mit tatsächlich minimalstem Budget (also kein "Tiefstapeln" oder Jammern auf hohem Niveau, und da fällt auch nicht ein WM Schlafsack von früher aus dem Schrank)
  • Referenz-Szenario: Eine Nacht im Sommer, Mittelgebirge, keine extreme Wetterlage, Wegstrecke mindestens 20 km pro Tag, 2 l Wasser im Pack
  • ich versuche für die Liste den billigsten Ausrüstungsgegenstand mit dem man sich aus dem Haus trauen kann zu finden und eine Preisklasse drüber (sinnvolle Upgrade, was aber ins Gesamtkonzept passt).

Da ich eine reale Liste erstellen will, die sich nicht nur in der warmen Stube gut lesen lässt, habe ich neulich einen Test mit solchen preiswerten Teilen durchgeführt und würde hier meine Erfahrungen gerne mit Euch teilen und natürlich sind Anregungen willkommen.

Edit: es geht mir hier um eine komplette Gearlist, das konnte ich nirgends bisher finden. Einzelne preiswerte Teile nutze ich ja selber auch schon seit Jahren.

diesmal ohne selbstgenähten Rucksack

 

OT: Eine Bitte: ich möchte hier keine ethisch-moralischen Diskussionen führen. Wenn einer gar nicht an sich halten kann, bitte als private Nachricht. Aber ich sage gleich vorher, mit meinem minimalistischem Lebensstil gewinne ich zu 98% jede Diskussion B)

Ahoj!
icefreak 

 

Bearbeitet von icefreak
Ergänzung zur inhaltlichen Abgrenzung
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Begrenztes Budget? Dann hilft eine Liste mit Neuware eh nicht viel weiter. Dann sollte das genommen werden, was da ist oder sich im direkten Umfeld ausleihen oder günstig kaufen lässt. 

Wenn es aber eh eine Nacht im Sommer ist, würde ich meinen Freundinnen weiterhin den Rucksack packen. V.a. wenn es bisher funktioniert hat. Und wenn es langfristig weiter Freude bereitet, überlegen, bei welchem Gegenstand man sparen kann und bei welchen nicht. Da hat jeder und jede andere Präferenzen aber bei allem durchweg nur das billigste zu nehmen ist weder nachhaltig für die Motivation OT: noch für die Umwelt

Fernab davon finde ich es aber immer cool, wenn Ausrüstung hier vorgestellt wird und bin gespannt, welche Teile du getestet hast.

vor 41 Minuten schrieb icefreak:

Referenz-Szenario: Eine Nacht im Sommer, Mittelgebirge, keine extreme Wetterlage, Wegstrecke mindestens 20 km pro Tag, 2 l Wasser im Pack

Mit dem Szenario:

  • Tarp aus Folie aus dem Container oder ein einfaches Tarp, welches hier im Forum oft unter 25€ veräußert wird
    • Alternativ geht auch selbst selbst Nähen. Kostet 20 - 30€ und dauert 2 - 3 Stunden.
  • Stöcke von gibt es öfter mal bei LIDL, ansonsten Decathlon für 6€
  • SommerSchlafsack von Aldi, der dort für 20€ oft zu haben ist (noch besser: Freunde und Freundinnen fragen, die sowas meist rumliegen haben)
  • Kleidung: Sportklamotten, die man eh haben sollte
  • Schuhe: Egal, hauptsache sportlich und über weite Strecken tragbar
  • Regenjacke Raincut von Decathlon oder auch aus dem Discounter
  • Schaum Isomatte von Decathlon/Aldi/Lidl oder beim Fitnessstudio fragen, die haben sowas auch öfter
  • Rucksack von Decathlon (noch besser: ungebrauchter Dectahlon rucksack von Kleinanzeigen, gibt es dort zuhauf)
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Die ATC empfiehlt, ca. 1 Woche nach dem Start der Thru-hiking season auf Online Foren herum zu schauen. Es gibt durchaus Leute, die investieren viel Geld in ihre Ausrüstung, haben aber nach ein paar Tagen genug gewandert und wollen alles loswerden, so schnell wie möglich. Dies gilt auch für Lebensmittel (insbesondere für die sogenannte Brick-diet). Natürlich bezieht sich die ATC auf die USA, in Europa könnte dies aber ähnlich sein. 

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Die Budget Treads oben sind eigentlich schon ein ganz guter Ansatz. 

Wichtig wäre in meinen Augen zu klären, ob sie länger am Ball bleiben wollen und somit nicht unbedingt jeder Gegenstand am alleruntersten Rand liegen muss. Um es an Beispielen klar zu machen, mit Evazote Meterware von Extex oder einer Z-Rest (Kopie) kann man auch langfristig glücklich werden, beim oben genannten Aldischlafsack wird schon nach kurzer Zeit der Wunsch nach was besserem aufkeimen, da wäre es in meinen Augen besser gleich ein paar Euro in die Hand zu nehmen und z. B. nach einem gebrauchten Cumulus zu suchen. 

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vor einer Stunde schrieb Mars:

in Europa könnte dies aber ähnlich sein.

z.B. Im Suche/Biete Bereich hier im Forum nach gebrauchter Ausrüstung schauen. So mancher hat ja doch mehr Equipment als er/sie braucht. 

vor 2 Stunden schrieb icefreak:

kompletten, realistischen Ausrüstung für Leute, die es nicht so dicke haben

Ich sach mal so - das ist immer relativ. Wenn man sich mit günstigem Zeugs ausrüstet, das dann nach einer Saison ersetzt werden muss oder dass man nach einer Saison ersetzten möchte hat man nichts gewonnen. Weder finanziell noch ökologisch. 

Ein paar preiswerte Empfehlungen wie FroggToggs, GridFleece vom Decathlon oder EVAzote Schaumstoff Isomatte nutze ich selber auch.

Für Tagestouren brauchts m.E. kaum spezielle Ausrüstung. Einfach raus und los. Für wenige Overnighter oder kurze Touren lohnt sich leihen vllt eher als kaufen. Wenn man sich trotzdem was zulegen will - Vernünftigen Quilt (Qualität!) + Tarp. Rucksack kannst du auf nem Overnighter wirklich jeden nehmen. 20l reihen da. 

Minimalistische Herangehensweise und günstige Materialien sparen ebenfalls kräftig. SilNylon Tarp statt Zelt. Schaumstoff Isomatte statt aufblasbar, APEX Quilt statt Daune... usw. 

Quilt würde ich 167er oder 200er APEX wählen z.B. GramXpert, AsTucas.  Tarp sowas wie das MLD Monk Tarp wahlweise auch andere minimalistische Tarps von anderen Herstellern gerne gebraucht. MYOG bietet sich auch an - wenn man mit einer Nähmaschine umgehen kann. 

Klamotten - brauchts nichts spezielles. evtl. Regenjacke/Regenhose

Küche - weglassen kostet nichts. Nur ein kleines Taschenmesser reicht zum Brote schmieren etc. 

Hygiene, Elektrokrams, Sonstiges. Weglassen was geht. 

vor 2 Stunden schrieb icefreak:

eine komplette Gearlist, das konnte ich nirgends bisher finden.

Liegt vermutlich auch daran, dass Qualität und Langlebigkeit der Ausrüstungsgegenstände auch ein wenig mit dem Preis korrelliert und langfristig, in der Anschaffung teurere Ausrüstung, billiger ist. 

 

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Ich vestehe den Sinn einer Gearlist nicht. Als ich wirklich kaum Geld hatte, habe ich alles gebraucht gekauft. Da kann man sich ja das genaue Angebot nicht aussuchen und dann muss man bei jedem Gegenstand abwägen. Also Recherche, Recherche, Recherche. 

Neu kaufen finde ich in dem Kontext komplett unsinnig. Das ist immer teurer, auch bei billigen Sachen.

Oder soll es eine Gearlist werden für die besten Schnäppchen bei Kleinanzeigen? (Wie Nudelmaschinen, hat jeder - braucht keiner)

OT: Neu kaufen finde ich tatsächlich fast immer unsinnig, auch wenn es heute nicht mehr dringend nötig wäre. 

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Erstmal vielen Dank für die vielen Links!

Nun gibt es ja diesen Thread faktisch und @hmpf ist an meiner Liste schon sehr nahe dran.

In den anderen Threads zerfasert sich das alle sehr schnell und die Links veralten mit der Zeit. Gerade das Paradebeispiel von ausgerüstet ist leider Geschichte.

Ich will mal auf einige Gedanken eingehen:

  • Gebraucht geht natürlich immer, wenn man massig Vorlaufzeit und Ahnung von einem Großteil der UL Produkte am Markt hat. Will man in 14 Tagen loswandern, ist das dann nicht vorhersehbar, ob alles gebraucht verfügbar ist. Und wie gesagt, das Budget ist wirklich super klein. Das führt mich zu:
  • vor 3 Stunden schrieb schrenz:

    da wäre es in meinen Augen besser gleich ein paar Euro in die Hand zu nehmen und z. B. nach einem gebrauchten Cumulus zu suchen

    Wenn dann die Zielpersonen mal mehr Geld haben oder tiefer ins Thema eintauchen, gerne. Aber die Euros sind einfach nicht da! 
    OT: Ich helfe schon nach Leibeskräften, aber das hat ja auch irgendwann Grenzen und deshalb die ganze Übung. Wie gesagt, abstrakte Diskussionen über Nachhaltigkeit usw. laufen hier ins Leere und helfen meinen Zielpersonen nicht weiter. An der Stelle bitte mit belastbaren Studien argumentieren, inwiefern billigere Produkte für den gegebenen Zweck 1 bis 2 ON / Jahr die Umwelt wesentlich mehr belasten als teure Pendants. Und ich rede hier von Leuten (denen ich helfen will), die schon durch ihre relative Armut einen sehr kleinen ökologischen Fußabdruck haben (geringer Umfang der Konsumierung, kein Auto, keine oder höchst seltenst Flugreisen, Freizeitaktivitäten auch ohne Corona größtenteils im häuslichen Umfeld, Klamotten werden bis an die Verschleißgrenze benutzt, es wird schon fast alles wenn möglich gebraucht gekauft, ...)

Also eine Bitte vor allem an die letzten drei Poster: ich werden im nächsten Post ins Thema direkt einsteigen und dann wird sich der Sinn oder Unsinn deutlicher zeigen, was ich meine. Bitte keine abstrakten Diskussionen mehr. Ich möchte reale Hilfe anbieten und den Leuten mit WIRKLICH wenig Moneten den Weg in die Natur weisen - jetzt und hier.

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vor 2 Stunden schrieb FreyjaFree:

Ich vestehe den Sinn einer Gearlist nicht. Als ich wirklich kaum Geld hatte, habe ich alles gebraucht gekauft.

Ich glaube, das ist es nicht, was @icefreak im Sinn hat. Wenn ich ihn richtig verstehe, soll das eher eine Art budgetierte Einkaufsliste für Anfänger/Weniguser sein, mit der man nichts oder nur sehr wenig falsch machen kann.

So ähnlich kenne ich das aus dem Bogensport, wo man Anfängern auch eine Ausrüstungsliste an die Hand gibt, die sie bedenkenlos kaufen können ohne sich gleich zu ruinieren; mit der sie aber erst mal eine lange Zeit alles machen können ohne wirklich benachteiligt zu sein. Eben bis sich dann die endgültigen Präferenzen herausbilden oder der finanzielle Rahmen passt.

Also eben keine günstigen Einzelstücke, sondern eine explizite Auflistung einer kompletten Ausrüstung. Zum Beispiel

Zelt: Lanshan 134,-

Quilt: Aegismax Wind Hard 102,-

Schlafunterlage: Klymit Static V 69,-

usw.

Zumindest verstehe ich es so?

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Ein paar Prämissen müsstest Du dennoch vorgeben, bevor man Dir wirklich helfen kann.

Ich hatte ja auch mal vor solch eine Liste zu erstellen. Man begegnet halt vielen Problemen, die nur durch subjektiv aufgestellte Grenzen gelöst werden.

- Tour? -> Mittelgebirge

- Dauer? -> 2 Tage

- Wetter? -> Sommer, kein Extremwetter

- Welches Budget ist wirklich minimalst? Sonst landet man schnell bei der Baumarktplane und einer Decke aus dem Aldi.

- Wie lange darf der Versand dauern? Vorlaufzeit?

- Wieviel Eigenarbeit/MYOG darf in der Liste sein?

- ...

 

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Ich nehme mal an, für deine "Outdoor Neulinge" sind myog und offene Konzepte wie Tarps etc nicht zielführend. Deshalb hier eiskalt und moralisch unkommentiert die Klassiker:

Lanshan 1 oder 2    ---    90-110€, je nach Platzbedürfnis, Zukunftstauglich für 2 Personen

Aegismax Quilt oder Schlafsack oder Decathlon Schlafsack    ---   ~100€

Decathlon Zlite Klon oder inflatable    ---    12-40€

Rucksack 3F     ---   79€, eine Empfehlung mit der ich mir schwer tu, viel zu individuell und sollte definitiv die letzte Anschaffung sein

Decathlon Regenponcho    ---    40€, ersetzt Regenjacke, Hose, und Rucksackschutz

Gas Kocher BRS 3000T    ---    12€

Topf Amaton     ---    14€, oder lieber 14€ mehr in Toaks Titan investieren

Merino Shirts, Socken etc gibt es am günstigsten bei Decathlon

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Die großen Drei (oder Vier?) mit kleinstem Budget

  1. Rucksack
  2. Schlafsystem (Schlafdecke / Isomatte)
  3. Behausung

1. und 2. sind unverzichtbar, 3. kann im konkreten Fall durch Schutzhütten oder Boofe ersetzt werden.  D. h. die Low-Budget-Tour findet dann gezielt zu einer vorhandenen Behausung statt. 

1. Rucksack

 @hmpf hat es schon gesagt: in einem Fall ist so ein 25 l Daypack (LIDL, 15€) vorhanden. Das ist dann auch gleich so richtig UL :grin: allzuviel und schwer passt da gar nicht rein. Müssen wir aber noch final testen.

In anderen Fall war ich der Sponsor von einem eigentlich verschlissenen Prototypen, den ich aus billigstem Material (alte Regenjacken, große Einkaufstüte, ...) nochmal ertüchtigt habe:

wonderwomanpack.thumb.jpg.20201d11eb7c71a391b22e99d1f70314.jpg

Gewicht deutlich unter 500g. - Experten erkenne auch gleich den IKEA-Schirm, den es IMHO nicht mehr gibt.

Der Rucksack aus dem Foto des Eingangspost ist ein Simond Tourenrucksack Sprint 33 von Decathlon (ca. 500g), der eigentlich für den finalen hochalpinen Gipfelsturm gedacht ist und entsprechend minimalistisch daherkommt. Da hat das Budget sogar für ganz ordentliche Materialien gelangt. Die 33l sind wie immer optimistisch bei Kaufrucksäcken (nutze für UL sonst nur selbst genähte), und meinen wohl mit voller Ausdehnung des Rollverschlusses. Hat eigentlich gut funktioniert, genervt hat mich das völlig fehlende Schweißmanagement am Rücken und wenigstens eine kleine Netzaußentaschen hätte es auch noch sein können. Die Trinkblasenschlaufe unter einer innenliegenden RV-Tasche ist praktisch sinnfrei und die Schlauchdurchleitung etwas ideenlos angeordnet (könnte reinregnen).
Aber: man kann damit losmarschieren. Nicht ganz so extrem low-budget, wenn auch im Angebot derzeit für 40€.

SimondSprint33.thumb.jpg.36eb2bda6ba546cf8624c9dc3b78a340.jpg

 

2. Schlafsystem

2.1 Schlafdecke

Ja, auch hier ist es der Discounter-Sommerschlafsack für 15€ geworden. Aber da geht noch was, also die Nähma angeworfen. Original 666g mit Hülle, waren nach der Umarbeitung zur Schlafdecke  noch 427g übrig (inkl. getunter Hülle). Probeschlafen zu Hause ergab gefühlt eine für die angestrebte Jahreszeit ausreichende Wärmedämmung (Nachts min. 15° sollten es schon sein. Wurde an Zielperson 1 weitergereicht.

Das Material war gar nicht mal so schlecht, ich habe noch einige Nähte verstärkt und das sollte für viele Nächte erstmal gehen. Nur winddicht ist das Außenmaterial überhaupt nicht.

aldischlafdecke-small.thumb.jpg.4cd20ad5633ce133cdfd85265f7f896a.jpg

(weitere Umnähfotos gerne auf Anfrage)

Mein Schlafdeckenfundus steht zum Ausleihen nach wie vor zur Verfügung (außer mein Winterschlafsack :mrgreen:), aber hier will sich Zielperson 1 definitiv eigenständig ausrüsten und deshalb das "Rohmaterial" vom Discounter.

Hinweis: am Wochenende hatte ich eine wärmere Schlafdecke, da hatte mein Forschungsdrang dann doch Grenzen ^_^

2.1 Isomatte

Ganz klar gewinnt hier die Schaummatte Trekking M100 grau (5,99€) von Decathlon: 7mm dick, auf 130x49 cm gecuttet, sagenhafte 143g.

Gehört auch zu meinem Repertoire der Isomatten, wenn es richtig leicht werden soll. Isoliert ganz ordentlich, durch die Alubeschichtung einigermaßen durabel.

Etwas komfortabler, aber auch gleich mal fast 500g: DeePlee Luftmatratze. Hatte ich voriges Wochenende unterm Hintern, Wärmedämmung spricht ganz klar für den sommerlichen Einsatz, aber dank des Kissenteils für mich Seitenschläfer sehr komfortabel. In Jeff's Gemischtwarenladen ca. 26€.

isomatten-cheap.thumb.jpg.04fe203f2d270bb489a1ae1e56e18afd.jpg

 

Fazit: die Schaummatte isoliert besser und schont das Budget, die Luftmatraze ist ungleich komfortabler (war schon eine Woche beim Camping mit Töchterchen von Zielperson 2).

3. Behausung

Nach einiger Recherche ist es ein 2x3m Tarp (MHF Mehrzweckplane Tarp, Operation Camo, derzeit 18,46€, amazon) geworden, welches ich zum erstem Mal am Wochenenden benutzt habe. Es fühlt sich sehr plasteartig an, die windigen Bedingungen auf dem Hügel waren für das dünne Material grenzwertig. 

Komplett mit Firstleine und Heringssortiment 568g, solo ca. 371g (aber schon mit Paracord an den Ecken). 

 

flecktarntarp.thumb.jpg.2b01ef5989b518b3c4738f592efa1b88.jpg

Gemischtes Fazit: mechanische Belastbarkeit fraglich, Plain Tarp ist auch nicht jedermanns Sache (Sicht,-, Regenschutz). Für den Notfall sicher okay, wenn die geplante Boofe oder Schutzhütte besetzt (oder zerstört) ist.

Bei unserer Low-Budget-Tour plane ich mit vorhandender Unterkunft, da ich hier noch nicht die geniale (sichere) ) Idee habe. 

Taugliche Billig-Heringe? Da habe ich noch nicht recherchiert. 

Soviel zur Basisausrüstung, die restlichen Sachen gibt's andermal ;-)

Bearbeitet von icefreak
Bilder verhunzt / Gewicht ergänzt
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vor 45 Minuten schrieb fettewalze:

Ein paar Prämissen müsstest Du dennoch vorgeben, bevor man Dir wirklich helfen kann.

- Welches Budget ist wirklich minimalst? Sonst landet man schnell bei der Baumarktplane und einer Decke aus dem Aldi.

- Wie lange darf der Versand dauern? Vorlaufzeit?

- Wieviel Eigenarbeit/MYOG darf in der Liste sein?

- ...

 

Budget: eben so minimal wie es nur irgend geht. Denk mal an einen Bezieher von Grundsicherung nach SGB II oder so. Deshalb auch die Vorlaufzeit über den Winter. Die Investitionen können (und müssen) zum Teil sehr gestreckt werden, bis dahin verleihe ich den Rest. Wobei Zielperson 1 etwas sturer ist und zeitnah zum Saisonbeginn (Hauptsaison) autark sein will (zumindest in Bezug auf die Big Three/Four). 

Eigenarbeit: haha, bleibt an mir hängen. Weder Nähma noch Skills vorhanden.

Zu mir kommen immer die Härtefälle :lol:

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vor 34 Minuten schrieb wernator:

Ich nehme mal an, für deine "Outdoor Neulinge" sind myog und offene Konzepte wie Tarps etc nicht zielführend. Deshalb hier eiskalt und moralisch unkommentiert die Klassiker:

Danke für die Liste, werde ich mir für mich vormerken, wenn ich mal was benötige. 

Für die Zielpersonen leider unerreichbar bzw. nur im Einzelfall als ganz langfristige Investition denkbar, wenn das Interesse an den UL-Touren wächst und alle Verwandten zum Geburtstag zusammenlegen.

Offenes Tarp: da waren meine Zielpersonen eigentlich recht schmerzfrei. 

OT: Was etwa Hygiene auf Tour und allgemeine Ordnung und Sauberkeit betrifft, bin ich pingeliger und empfindlicher als meine beiden Wanderfreundinnen zusammen :shock::D
In beiden Fällen wurden erst Tagestouren unternommen, bis es auf Tour ging. Das beugt bösen Überraschungen vor.

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Oben hast du ja jetzt schon einiges, meine kurzen Vorschläge:

Shelter: Das 3x3m Decathlon Tarp gibt es anscheinend nicht mehr, alternativ würde ich diverse Rayway Tarps aus China bei ebay oder Ali vorschlagen. 

Schlafsystem: Ein Kompromiss wäre vielleicht eine Z-Lite Kopie, die Decathlon ist natürlich der Preisbrecher, soll aber wohl etwas offenporiger sein als die Konkurrenz, Alternativen von Robens, Kaikkialla oder Frilufts (Globi) liegen im 20€ Bereich. 

Schlafsack tue ich mich immer noch schwer mit den Aliexpress Alternativen, da gab es im Forum auch schon Berichte über Schlafsäcke mit so geringen Füllungen, dass sie wirklich nur für Hochsommer taugten und dafür sind 100€ dann auch zuviel, ein gebrauchter MH oder Cumulus mit ein paar kleinen Flickstellen dürfte im ähnlichen Bereich liegen und noch für Jahre reichen. 

Kleinkram würde ich erstmal möglichst wenig für ausgeben, Kochsystem ist mit einem  Dosenkocher fast kostenfrei herstellbar und auch im Unterhalt günstig. Kleidung, insofern nicht eh schon vorhanden, bieten sich im Frühjahr Laufklamotten vom Discounter an, Aldi, Lidl und Co. haben die bestimmt bald wieder im Sortiment und das Zeug ist völlig ausreichend. 

Bearbeitet von schrenz
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vor 12 Minuten schrieb schrenz:

Schlafsack tue ich mich immer noch schwer mit den Aliexpress Alternativen, da gab es im Forum auch schon Berichte über Schlafsäcke mit so geringen Füllungen, dass sie wirklich nur für Hochsommer taugten und dafür sind 100€ dann auch zuviel, ein gebrauchter MH oder Cumulus mit ein paar kleinen Flickstellen dürfte im ähnlichen Bereich liegen und noch für Jahre reichen. 

Also wird die Gearlist um Gebrauchtware erweitert? Welchen Preis ziehst Du dann heran - Durchschnittspreise bei Gebrauchtkäufen oder Niedrigstpreise? 

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Hab ich im Urin..... :mrgreen:

Wenn man bereit ist über die ein oder andere optische Macke hinweg zu sehen, liegt hundert irgendwas im Bereich des möglichen für einen guten Daunenschlafsack, m. E. zumindest eine überlegenswerte Alternative zum Neukauf in China. 

 

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Genoppte Schmaummatte. Die sind irgendwie deutlich bequemer als man erst meint und ich würde die ohne Luftmatte benutzen. Als Seitenschläfer sicher grenzwertig, aber ich habe gelernt, dass mir die Müdigkeit...und auch die Kälte...das Rückenschlafen lehrt.

https://www.google.com/shopping/product/14416580282619118508?q=isomatte+schaumstoff&rlz=1C1CHBF_deDE908DE908&sxsrf=ALeKk01v-pX2vFwb90lfzL4Hgcr3dQnr-g:1614061139423&biw=1207&bih=1197&prds=epd:11175073765423493925,prmr:1&sa=X&ved=0ahUKEwig-IWorv_uAhXN26QKHfCNDX4Q8wIIrQY

Edit:

Die Decathlon-Version davon

https://www.decathlon.de/p/isomatte-trek-100-schaumstoff-faltbar-grau/_/R-p-174619?mc=8492712&utm_term=123&hc=css&gclid=CjwKCAiAyc2BBhAaEiwA44-wW_zxDzzE38jtHe-5S3kotZAKKxFwiPBJNyx8ld1VRxo06ZBgb8M94RoCW2YQAvD_BwE

 

Bearbeitet von ULgäuer
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vor 9 Stunden schrieb wernator:

Ich nehme mal an, für deine "Outdoor Neulinge" sind myog und offene Konzepte wie Tarps etc nicht zielführend. 

Stimmt MYOG ist nur dann interessant wenn man schon Nähmaschine und rudimentäre Nähskills hat. Bei limitiertem Budget langfristig aber echt ne Alternative. 

Offene Konzepte wie Tarps finde ich auch für unbedarfte Anfänger absolut tauglich. Genau so wurde ich als unbedarfter Trekkingneuling an das Thema "herangeführt" und genau so hab ich auch meinen Bruder auf seiner ersten Tour auf dem GR221 ins kalte Wasser geworfen. Tarp war in dem Fall ein 2,8x1,5m Mini Tarp aus meiner eigenen Nähmaschine. (20-25€ Materialkosten) Gibt es aber auch recht preiswert im Internet zu finden. 

Rucksack - Decathlon oder was man bereits hat (0€) 20€

Schlafsack/Quilt - z.B. GramXpert oder Liteway Sleeper 100-200€ APEX 133-167 sollte für den Sommer reichen. Hier lohnt sich gebraucht kaufen u.U. 

Tarp/Shelter - entweder ohne (Schutzhütten) oder was einfaches z.B. GramXpert Solo für 65€ noch billiger wäre eine Plane aus dem Baumarkt. 

Isomatte: EVA Plattenware von Extremtextil je nach Belieben auch auf Torsolänge gekürzt oder die Trek100 Isomatte vom Decathlon

Regenjacke - RainCut / FroggToggs 10€

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So eine Liste ist interessant und gerade für Einsteiger die sich nicht sicher sind, ob sie Gefallen an der Thematik finden sehr gut. Ich würde allerdings in die Liste nur Produkte die direkt in Deutschland bestellbar sind (ohne Import und Zoll usw...) setzen. Denn gerade Leute mit wenig Budget möchten sicher nicht das Risiko eingehen noch zum nächsten Zoll fahren zu müssen und dann feststellen das das Budget Gear plötzlich deutlich mehr kostet als bei der Bestellung.

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      Hallo ihr lieben!
      Ich möchte mit meinem 30kg-Hund im Mai 12 Tage im Elbsandsteingebirge wandern. Genaue Tour ist erst noch in Planung. Da ich für meinen Hund die Ausrüstung mitschleppe, muss diese so leicht wie möglich sein. Ich lasse auch gern vieles weg und nehme so wenig wie möglich mit, dafür soll neue Ausrüstung, die ich mir beschaffe, relativ qualitativ sein.
      Vorletztes Jahr war ich ohne Hund 3 Wochen in Schweden wandern mit etwa 23 kg Gepäck, bin aber selbst nur 1,60 cm groß und rund 48 kg schwer. Mussten wegen nur einem Zwischenstopp eben das gesamte Essen für 2 Wochen tragen. Auch auf dieser Tour möchte ich aus Kostengründen mein Essen selbst mitnehmen (morgens Porrdige mit Nüssen und Kokoschips, über den Tag Rohkostriegel, abends Tütensuppe).
      Diesmal soll es leichter werden. Habe ein paar Gegenstände, auf die ich halt nicht verzichten mag (Fernglas, Ebook-Reader, Ball für Hund etc.).
      Habt ihr Tipps, wie ich möglichst einfach und leicht meine Schlafstätte gestalten kann? Kann mich nicht entscheiden zwischen leichtem Zelt, Tarp, oder sonst iwelche Ideen. Oder ob ein neuer Schlafsack (oder Inlet) hermuss, ich lieber in einen Biwak-Sack investieren sollte oder eine isolierende Zeltunterlage hermuss. Weiß auch nicht, ob mein Schlafsack für die Temperaturen ausreicht, die waren sehr billig. Am liebsten würde ich ohne Zelt reisen oder mit einem sehr leichten mit geringem Packmaß.
      Meine bisherigen Ausrüstungsgegenstände, die ich habe (und ggf. weglassen oder optimieren würde) sind folgende:
      Schlafen:
      Therma-rest Neoair All Season (519g)
      High Peak lite pak Schlafsack Komforttemperatur 12°C (818g)
      Naturehike Schlafsack Komforttemperatur  9°C (866g)
      (Zelt decathlon, 2 Personen (1800g))
      Küche/Essen/Trinken:
      Plastik-Löffel-Gabel-Messer (9g)
      Gaskartusche (476g)
      Gaskocher (176g)
      Geiggerig Trinksystem 3 liter (268g)
      Geigerrig Wasserfilter (37g)
      Alu-Topf 1 Liter + Plastiktüte (125g) -> vllt. wäre ein Becher besser, dann kann ich gleich Tee draus trinken
      Silikon-Faltschüssel (70g) -> wahrscheinlich unnötig, könnte aus dem Topf/Becher essen
       
      Ich war noch nie mit Hund auf einer Mehrtagestour und weiß nicht, was ich für sie noch zum Schlafen brauche bzw. ob sie es mit Tarp aushalten würde.
       
      Ich freue mich schon auf Antworten!! Danke!!
       
       
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