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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 02.07.2018 in allen Bereichen
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Alternative zu Sea To Summit Ultra-Sil Dry Day Pack
roli und 6 andere reagierte auf skullmonkey für Thema
Sea to Summit bringt den Daypack neu raus, mit einem besseren & leichteren Material.7 Punkte -
Neue Ultraleicht-Ausrüstung
eric und 3 andere reagierte auf skullmonkey für Thema
185 g (Größe UK 8.5) Trailrunning Schuh von Arc'teryx. Hydrophob, kann ohne Socken getragen werden (hat in der Ferse ein Microfleece lining) und 7 mm Drop.4 Punkte -
@heff07 nette Idee mit dem Legobaustein. Ich habe mir eine Krokodilklemme angeklebt. So kann ich die Lampe z.B. an die Kapuze klemmen. Nachtrag: Die Lösung ist sehr Flexibel. Eigentlich habe ich an der Lampe auch noch ein Stück Schnur, so dass ich sie z.B. im Zelt aufhängen kann und dabei wiegt die Modifikation (Klemme+Schnur) weniger als 1g (die Küchenwaage kann es zumindest nicht erfassen). Der Nachteil dieser Lösung ist, dass man den Lichtkegel nicht so gut lenken kann und dass die Lampe beim Laufen etwas schlackert und damit auch der Lichtkegel. Nachtrag2: Wenn man keine Kapuze auf hat, kann man sie auch an die Mütze klemmen. Dann kann man sie etwas besser ausrichten und es schlackert kaum (je nach Mütze).3 Punkte
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige und 2 andere reagierte auf mawi für Thema
11. Etappe: Auf Irrwegen In der Nacht schneite und stürmte es ordentlich. Der Wind boxte wild in die Zeltwände und immer wieder wurden die Zeltwände während der Wind etwas aussetzte fast bis nach oben zur Spitze mit Schnee bedeckt, so dass es die Wände ordentlich eindrückte. Außerdem lies der Wind Eis auf meinen Schlafsack spritzen, so dass er noch nasser wurde, als er eh schon war. Am Morgen scheint es noch ein wenig, aber der Wind hat nachgelassen. Beim Abbau nimmt der Wind jedoch wieder schnell an Fahrt auf und ich habe zunehmend mühe alle Sachen beisammen zu halten. Bevor ich losgehe haue ich schnell noch 8 Lagen Wachs auf die Ski, denn gestern wurden sie zum Abend wieder etwas rutschig. Als ich aufbreche stürmt es ziemlich heftig und es haut mich gleich zu beginn zweimal um. Damit ist die Entscheidung klar: ich gehe direkt nach Saltoluokta. Es schneite ja auch die ganze Nacht und damit haben sich Ausflüge auf Berge für diese Tour eh erledigt. Und die Sicht ist auch so mies, dass ich keinen Sinn darin sehe, dass ich hier weiter im „Nichts“ umher irre. Zumal die Vorhersage auch für die kommenden 3 Tage weiterhin Bewölkung und Schneefall angibt. Die Sicht ist mittlerweile ziemlich schlecht, so dass keine Orientierungspunkte mehr erkennbar sind. Ich muss erstmals auf der Tour auf den inReach zurückgreifen, komme aber mit diesem Minidisplay nicht klar. Laufe also grob der Nase nach. Plötzlich realisiere ich, dass ich im Hang unterhalb des Sjuodji stehe. Ach verdammt, genau diese Berggruppe wollte ich eigentlich rechts oder links umlaufen … Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl. Zum hinauf gehen bin ich schon zu weit im Hang. Plötzlich geht ein Mark durchdringendes „Wummmm!“ durch meinen Körper. Das Herz rutscht in der Hose. Ich versuche es nach oben, aber der Schnee ist einfach zu locker um nach oben zu kommen. So bleibt mir nichts anderes übrig als vorsichtig schräg zum Hang hinab zu fahren. Zum Glück ist er nicht sehr hoch und ich bin heil froh, als ich sicher unten ankomme. Nach einer kurzen Pause mache ich mich wieder auf den Weg und treffe nach ein paar Metern auf die Nationalparkgrenze. Hier treffe ich auch auf erste Scooterspuren seit Tagen. Einfachheitshalber folge ich der Grenzmarkierung, da sie ja genau zum Sluggá führt. Irgendwann verliere ich sie, laufe aber einfach immer weiter in östliche Richtung. Irgendwann taucht links von mir eine steile Felswand auf. Ich werfe verdutzt einen Blick auf die Karte. Hmmm. Hmmmmmm. Hmmmmmmmmmm. Was ist das?! Kann es sein, dass ich zu weit nach links abgedriftet bin und Richtung Norden laufe? Ich checke das GPS! *Hand an den Kopf klatsch* Oh nein! Ich bin 1h im Kreis gelaufen! Das ist wieder der Berggruppe, wo ich zuvor in den Steilhang geraten war. Wie ärgerlich! Und ich hatte mich kurz vorher noch gefragt, wie es sein kann, dass der Wind hier innerhalb von ein paar Minuten sich um 180° drehen kann Oh Mann, wie dumm von mir! Ich korrigiere meinen Kurs und stoße schon bald auf die kleinen Schluchten, wo sich der Sluggájahka durchschlängelt. Hier bricht heute das erste Mal die Wolkendecke ein wenig auf und lässt den Sluggá in voller Pracht für ein paar Minuten erscheinen. Dann verschwindet er wieder im Nichts. Ich brauche ein wenig Zeit um eine geeignete Stelle für den Abstieg zu finden. Der Fluss liegt über weite Abschnitte frei, kann ihn aber an einer kleinen Schneebrücke queren. Um den Sluggá herum stürmt es ordentlich. Langsam geht mir der Wind auf den Sack. Den ganzen Tag und eigentlich die Tage zuvor auch, bläst er unerbittlich und zerrt und rüttelt und wackelt an mir herum. Es schlaucht langsam. Und außerdem ist dadurch seit Tagen keine Sicht, was mich eigentlich am meisten ärgert. Ich bin doch primär wegen der guten Aussicht hier. Anderseits finde ich das raue und unbequeme Wetter auch irgendwie geil. Umso mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir das Wetter. Ich grinse selbstzufrieden und laufe entspannt weiter. Das Passieren des Sluggás zieht sich ewig. Ich habe das Gefühl, dass ich ihn schon 2 mal umrundet habe. (Ich habe mehrfach versucht das schlechte Wetter und den Wind einzufangen, aber es gelang mir nicht recht. Da hätte ich noch ein wenig mehr experimentieren müssen, aber dafür war es zu ungemütlich.) (Endlich bin ich um den Sluggá rum.) Zum Ende des Tages wird es freundlicher und es reißt sogar kurz auf. Bevor ich jedoch die Kamera gezückt habe, ist es schon wieder zugezogen. (Eben noch großflächig blauer Himmel und im nächsten Moment ist es wieder zugezogen.) Ich suche mir ein geschütztes Plätzchen unterhalb der Steilwand des Giehpes. Beim Zeltaufbau fahre ich aus Versehen mit den Ski über die Schaufel und dabei bricht das Schaufelblatt ab. Es hing aber eh nur noch am seidenen Faden an der gebrochenen Schafhalterung. Da hier Pulverschnee und es der letzte Tag ist, ist es nicht weiter tragisch. Der Schlafsack ist wieder eine gefrorene Kugel, heute gefühlt mehr als die Tage zuvor. Ich mache mir heute zwei Wärmflaschen. Die erste lege ich mir auf die Beine, während ich noch den Schnee für die 2. schmelze. Da bemerkte ich, dass es um den Kocher relativ viel Wasser ist. Hmm, ich bin vorhin an den Kocher gekommen, vielleicht ist da etwas Wasser hinaus geschwappt? Hmm, die Isomatte schwimmt ja regelrecht?! Als ich die Wärmflasche von den Beinen nehme, geht ein Wasserstrahl durch das ganze Zelt. Ach her je! Die Trinkflasche hat ein Loch! Zum Glück hatte ich die Flasche noch nicht in den Schlafsack gelegt, dass hätte blöd ausgehen können. Es scheint ein Materialfehler zu sein. Es hat sich die Verklebung der Folie an dem Öffnungsstück gelöst. (Zu hause, nach der der Tour aufgenommen) Zum Glück ist morgen der letzte Tag, es war die kleine Flasche und die Etappe morgen ist nicht so lang. Ich falle heute irgendwie erschöpft in den Schlafsack. Ich weiß auch nicht, so geschafft war ich noch nie auf der Tour.3 Punkte -
Leave No Trace - Wie interpretiert ihr die Situation in Europa
eric und ein anderer reagierte auf waldgefrickel für Thema
Aber Papier-Taschentücher von Tagestouristen, und die finde ich zuhauf, da wo ich meistens unterwegs bin (Elbsandstein, Thüringer/Bayrischer Wald, Harz). Ich hab auch schon den ein oder anderen Haufen gesehen, der definitiv nicht von Hunden oder Waldbewohnern war. Und da könnte ich mich immer tierisch aufregen. Deshalb: Ich hab immer eine Schaufel dabei. Die wiegt nicht viel, ist n super Hering und man gräbt damit deutlich leichter und schneller ein gutes Loch fürs Geschäft als mit Trekking- oder Holzstock. Ich bin selten alleine unterwegs, und alle die mit mir Wandern, "zwinge" ich diese Schaufel auch zu nutzen. Wer mit mir in den Wald will, muss auch wissen, wie man in diesem sch***t Ich erklär das auch gerne. Alles andere bzgl. LNT: ich sehe das eigentlich als eine Pflicht an, sich so zu verhalten, dass man nichts hinterlässt. Müll kommt wieder mit, je nachdem was es ist: sogar wenns nicht der eigene ist. Feuer wenn überhaupt im Hobo und wenns mal nicht Wald ist, dann auch das benutzte Klopapier. Einfach zwei-drei von diesen Hundekotbeuteln, Papier rein, beim nächsten Mülleimer in der Zivilisation entsorgen.2 Punkte -
Neue Ultraleicht-Ausrüstung
wilbo und ein anderer reagierte auf derray für Thema
Die Jacke hat 90g/m² Primaloft als Füllung, die Hose sogar nur 60. Beides zusammen ist als Einzellösung zum Schlafen gedacht, nicht zum pimpen, auch wenn das in meinen Augen mehr Sinn macht. Denn ein Problem bleibt: Bei Temperaturen, bei denen 60g Primaloft zum Schlafen reichen, brauche ich definitiv keine Isohose. Und bei Temperaturen, bei denen ich eine Isohose brauche, reichen 60g Primaloft nicht zum Schlafen... mfg der Ray2 Punkte -
Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
schrenz und ein anderer reagierte auf Dean für Thema
Hui, danke sehr ausführlich. Ich bin im Moment noch was das Budget angeht ziemlich eingeschränkt, weswegen mein Kocher selbst auch eher in die Leichtgewicht, als Ultraleichtgewicht Kategorie passen wird. Wenn Ich ESBIT lese, krieg ich nur Flashbacks von meiner Grundwehrdienstzeit, das muss nicht sein.2 Punkte -
Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
patrick und ein anderer reagierte auf Stromfahrer für Thema
Wenn ich Gas verwende: Mini BIC, gerne auch leer, es braucht ja nur den Funken. Wenn ich Alkohol verwende: Mini BIC, man braucht ja nur einen Halm in den Alkohol halten und dann anzünden. Der Gasverbrauch geht gegen Null. Ich verwende jedoch meist ESBIT. Und ESBIT zündet etwas schwerfällig. Insbesondere unten auf dem Kocherboden in der Enge des Windschutzes ist das mit einem Mini BIC möglich, aber mühsam. Die zarte Anfangsflamme geht schnell beim ersten Hauch wieder aus. Vor allem verbrennt man sich die Finger, wenn man das BIC so lange an hat, bis der Stein wirklich brennt. Der Gasverbrauch des Feuerzeugs liegt viel höher als beim Gas- oder Alkoholkocher. Ein dafür besser geeignetes Jet-Feuerzeug (z.B. Foldable Torch, damit war ich schon recht zufrieden) oder ein langstieliges herkömmliches Gasfeuerzeug (siehe Foto) liegt jedoch bei mindestens 28 g und auch das will ggf. nachgefüllt werden. Auf der HRP ist mir folgendes passiert: Vor mir lagen gefühlte 8 Tage ohne Einkaufsmöglichkeit. Das Mini BIC war nur noch ein Viertel voll. Für Gas und Alkohol egal, für ESBIT evtl. zu wenig. Also ging ich in den Laden, um ein Mini BIC zu kaufen. Es gab aber nur große. Also hatte ich fortan ein relativ leeres Mini BIC und zusätzlich ein großes BIC im Pack, zusammen ca. 33 g. (Natürlich hätte ich auch einfach kalte Küche in Kauf nehmen können. Aber den Kaffee wollte ich mir schon heiß machen können.) Nach der Tour bin ich für ESBIT auf das TACKlife Lichtbogenfeuerzeug umgestiegen und bin damit äußerst zufrieden. Ja, es ist relativ schwer. Für ESBIT aber ein toller Anzünder. Es zündet ESBIT mit einem sehr heißen Lichtbogen wie ein Kinderspiel. Ich kann es vom Solarpanel oder PowerBank unterwegs in 30 Minuten komplett nachladen. Es kann problemlos kopfüber benutzt werden. Es ist sicherheitsverriegelt, kann also nicht versehentlich betätigt/entleert werden. Es wiegt leider 32 g! Vor dem Hintergrund obiger Geschichte sehe ich das entspannt. Einziger „Nachteil“ (neben dem Gewicht): Man muss den versenkbaren Zündbügel trocken halten bzw. ggf. trocken wischen, sonst kriecht der Strom und der Lichtbogen kommt nicht zustande.2 Punkte -
Bezugsquellen für MYOG-Stoffe
questor und ein anderer reagierte auf ArminS für Thema
bei extremtextil gibts gerade neue und kreative dyneema stoffarten. https://www.extremtextil.de/search?sSearch=dyneema Habe mir mal das dyneema ripstopnylonelastic zeugs bestellt. mit 230g nicht UL aber seid palante das am v2 als fronttasche verwendet wollte ich es einfach mal haben. Berichte vermutlich wenn ich es erhalten habe und verarbeitet.2 Punkte -
Vorstellungsthread
Marko und ein anderer reagierte auf Dean für Thema
Hallöchen, kurz zu mir, komme aus Hessen und möchte bald meinen ersten großen Trip machen nach Slowenien. Primär hab Ich mich hier angemeldet um bisschen Feedback zu sammeln was einiges in MYOG Bereich angeht, speziell habe Ich da ein paar Rückfragen welches Climashield wohl die richtige Wahl ist. Ich freu mich auf nette Gespräche hier im Forum2 Punkte -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige und ein anderer reagierte auf mawi für Thema
Ich finde, dass das tollste Feedback auf eine Tour Inspiration ist und wenn diese dann auch in einer Umsetzung endet. Ein Freund von mir war bisher noch nie so auf dem Wandertrip und schon gar mit Zelten. Erst durch diese Tour wurde er inspiriert und kam auf den Geschmack. Er ist gerade das erste Mal für 1,5 Wochen mit dem Zelt unterwegs. Ich finde, eine bessere Rückmeldung kann es nicht geben. Das belohnt alle Strapazen Wobei das nicht meine Motivation von Touren ist, aber wenn sie was bewirken, umso schöner. Von daher fände ich es toll, wenn du es in Angriff nehmen würdest. Ich weiß, dass sehen viele anders, aber ich finde, dass sich eine Wintertour kaum von einer Sommertour unterscheidet. Erfrierung und so sind eine ernsthafte Gefahr, aber mit etwas Umsicht und klarem Verstand kein Problem. Meine Empfehlung ist: a) such dir entweder einen, der schon die ein oder andere Tour gemacht hat, und mache eine Tour mit ihm zusammen. Im ODS werden immer wieder Begleitungen gesucht. Oder erstell da selbst ein Gesuch. Die erste Tour muss ja nicht gleich UL sein. oder b) suche dir eine Hüttentour raus. Die kannst du auch allein machen. Die Bärenrunde in Finnland, Kungsleden, Padjelantaleden, oder, oder, oder. Wie zum Beispiel beim Kungsleden, da hast du einen gut markierten Winterwanderweg und regelmäßig Hütten. Entweder du machst eine reine Hüttentour ohne Zelt (nur Schaufel und Bivi als Notsetup) oder mit Zelt und tastest dich langsam heran. Also erst einmal neben der Hütte nächtigen und wenn es zu ungemütlich wird, gehst du in die Hütte. Wenn es gut läuft, vergrößerst du die Abstände zu den Hütten.2 Punkte -
Vorstellungsthread
zeank und ein anderer reagierte auf palion für Thema
Schönen guten Abend, mein Name ist Torsten und ich lebe in Kiel. Da unser Sohn (9) in den letzten Jahren bei unseren Tageswanderungen im Urlaub (Finnland) auf den Geschmack gekommen ist, möchte ich langsam wieder größere Touren in Angriff nehmen. Ich bin in der glücklichen Position, mit einer Finnin verheiratet zu sein und ein Familienblockhaus in Kuusamo nutzen zu können, so dass meine Frau und ich vor der Geburt unseres Sohnes häufiger in Finnland/Schweden/Norwegen unterwegs waren- allerdings noch mit Rucksäcken im Bereich der 20kg-Marke: dafür fühle ich mich inzwischen einfach zu alt (46) Bei meinen Recherchen zu leichteren Zelten, Matten, Kochern usw. bin ich dann unweigerlich hier gelandet und konnte schon sehr viele Impulse sammeln. Ich werde vermutlich nie ein hardcore ULer werden (die Kamera muss immer mit) und muss schon aus rein finanziellen Aspekten Schritt für Schritt vorgehen, aber was es hier schon an Ideen gab... Bis demnächst Torsten2 Punkte -
Nitecore Tube pimp
Omorotschka und ein anderer reagierte auf Stromfahrer für Thema
Meinen Tube-Pimp habe ich ja in meinem Blog mal beschrieben: Neodym-Magnete und Schrumpfschlauch. Hier die Kurzfassung in Bildern: Vorteil der Magnetlösung: Freie Drehbarkeit ohne Fummelei. Die Lampe hält die Position und Drehung sehr gut dank der Reibung des Schrumpfschlauchs. Ich bin übrigens letztlich auf die T360 umgestiegen, weil der Clip und das Gelenk mir in der Handhabung mehr zusagten als das Stirnband (ist aber mit 20 g noch mal schwerer).2 Punkte -
Nitecore Tube pimp
Omorotschka reagierte auf heff07 für Thema
hallo, auf der suche die nitecore tube universeller (sie nicht immer nur in den mund nehmen zu müssen und mit dem würgereiz kämpfen..., wenn ich die hände frei haben möchte) einsetzen zu können, bin ich in der spielzeugkiste der kinder über dieses (sie Bild) "LEGO Gelenk" gestossen. runtergeschliffen, mit abgerundeten ecken und etwas tape versehen kann ich jetzt die Lampe in verschiedenen winkeln hinstellen und sie auch hinter das als stirnband eingesetzte buff klemmen wobei sich der Lichtkegel noch justieren lässt. ein weiterer vorteil ist, dass der schalter durch diese anordnung des gelenkes besser gegen unbeabsichtigtes einschalten gesichert ist. ach ja: das ganze wiegt 2 gramm mehr. schönen gruss heff1 Punkt -
Ich hab ganz sicher nicht "einfach" und Bear Grylls Manier als Begriffe gebraucht. Und da es absolut keine Empfehlung ist habe ich es auch nicht erwähnt, aber das hast du ja jetzt getan. Gut gemacht! Aber um ein mini bic gedanken machen *lol*1 Punkt
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Von Saltoluokta zum Liehtjijavrre ist eine Möglichkeit (T13) die im Grundsten Guide beschrieben ist, von da aus gibt es mehrere Möglichkeiten um ins Rapadalen zu kommen. Den Skierfe von der Südseite ist sicherlich eine Mühsame Angelegenheit da dort alles sehr dicht bewaldet ist. Von Machbar zu sprechen ist in solchen Fällen schwierig..1 Punkt
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Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
zeank reagierte auf Stromfahrer für Thema
Also @Matthias ist im August 2013 „einfach“ in Bear-Grylls-Manier durchgeschwommen. So hat er es mir jedenfalls erzählt, als wir uns am Rande des Sarek trafen. ACHTUNG: Das ist keine Empfehlung, aber es gibt Menschen, die machen es trotzdem.1 Punkt -
Die hier sind in den Staaten extrem populär, weil wohl extrem angenehm zu tragen https://www.amazon.com/dp/B003LZQGN61 Punkt
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Was ich an den ganzen Daypacks immer blöd finde ist das sie oft keinerlei Befestigungsmöglichkeiten außen haben und die Träger einfach doof sind. Müsste mann tatsächlich bei allen Polster reinbauen.1 Punkt
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Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
Matthias reagierte auf Stromfahrer für Thema
Weil es noch nicht leer war, nur zu leer, um die gesamte Distanz zu überbrücken. Entsorgen, obwohl ich es noch einige Tage nutzen kann, geht mir gegen die Natur.1 Punkt -
Nachdem das Video doch von der Messe aus diesem Jahr ist, wirds Ihn noch nicht zu kaufen geben.1 Punkt
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Eigenen Quilt > Climashield 4.0 oder 6.0
Dean reagierte auf die zwiebel für Thema
Moin Dean, na man sieht den Nicknames aber auch nicht an wie groß oder klein ihre Besitzer sind Hier habe ich übringens mal erklärt wie man anhand des CLO-Werts (bei Apex 0,024 gr/qm) die Isolation ausrechnen kann: Klick1 Punkt -
Eigenen Quilt > Climashield 4.0 oder 6.0
Dean reagierte auf Wanderfalke für Thema
Hi Dean, ich habe mir auch als Einsteigerprojekt einen Quilt genäht. Habe günstiges grünes Tafetta und das 200gr/m2 Apex benutzt. Habe aber die Fußbox geschlossen gemacht, da ich die nicht öffnen will. Ist in meinen Augen simpel und gut. Ist als Einsteigerprojekt auch echt zu empfehlen. Warm hält der quilt auch gut, habe aber noch nicht die Grenzen ausgelotet. Beachte aber, das bei der Dicke vom Apex schon einiges an Volumen im Rucksack benötigt wird. Meinen bekomme ich gut im Osprey Exxos 48l unter.1 Punkt -
@Dean ist unsere Wahl. Genauer BIC mini (11g)1 Punkt
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Alternative zu Sea To Summit Ultra-Sil Dry Day Pack
skullmonkey reagierte auf micha90 für Thema
@skullmonkey Lese ich da 30g? Kannst du das per Waage bestätigen?1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf JanF für Thema
Du erwähnst doch in deinem Bericht genügend Probleme, die sehr winterspezifisch sind. Probleme mit dem VBL, beim Zeltaufbau im Schnee, dass alles länger dauert, ein zu einer Kugel gefrorener Schlafsack, eine kaputte Schaufel, eiskalte Zehen inkl. schwarzer Stelle, vereiste Hänge, wegen denen du die Ski am Rucksack befestigen musst ... Dass du im Sommer ganz andere Probleme/Gefahren siehst, widerspricht doch gerade deinem Punkt, dass sich die Tourenarten kaum unterscheiden.1 Punkt -
CozyMatch - ein Quilt-Bausatz für alle Situationen. Ultraleicht. Ultraflexibel.
mexl916 reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Nachdem ich drei unaufregende Projekte/Updates vorgestellt habe, kommt nun ... CozyMatch - a modular quilt system Die Idee ist die logische Fortführung der Idee, einen Quilt multifunktional zu machen. Der Ideengeber aus meinen frühen TULF-Tagen ist natürlich LaBus MantelWechselQuilt. Dieser führte mich über ersten MYOG-Experimente wie SnoozeToob und JOYN nun zu CozyMatch. Ein Quilt-Bausatz für alle Situationen. Ultraleicht. Ultraflexibel. Diese Skizze zeigt die verschiedenen Modi, Module und den Bauplan Hüttenschlafsack (RV zu Iso geöffnet; APEX liegt direkt auf Schlafkleidung bzw. unterm Körper) Quilt mit Isomatte auf voller Länge Quilt (Backpack als footbox Form) Quilt mit Isomatte an Footbox Quilt mit Isomatte am Torso Doppelquilt Iso-Poncho Mantel zusätzliches Iso-Modul Langversion zusätzliches Isi-Modul Kurzversion Das System kommt seit ca. 2 Jahren auf zahlreichen Reisen zum Einsatz (Afrika-Myanmar, Schottland, Sierra Nevada, Alpen, Sibirien-Mongolei, Sächsische Schweiz, Schweden). Es gibt also mittlerweile reichlich Erfahrung. Die Flexibilität ist großartig. Ich kann sie meiner restlichen Kleidung anpassen; beispielsweise mehr Isolation im unteren Bereich, falls warme Daunenjacke mitkommt und ich kann Isogewicht sparen, indem ich Iso erst bei Bedarf ergänze oder entferne; so beispielsweise wenn ich nur zeitweise zu zweit reise, oder sich Temperaturen auf einer Strecke stark unterschieden (Sibirien-Mongolei, Ostafrika-Myanmar, USA). Einige Kommentare: Chinanylon 22g (endlich ein Projekt Pitch, bei dem der verwendete Stoff noch verfügbar ist); toller Stoff angenehm weich auf der Haut, haptisch deutlich unterschiedlich von den ExTex Ripstop Nylons; genügend robust; ca. 5lfm wurden hierfür benötigt Climashield APEX 100er Mumienform (verjüngt sich von oben 115cm auf unten 60cm bzw. 110cm auf 55cm; wegen RV-Verbindung zur Isomatte schmaler als übliche Quilt-Maße; Länge beträgt 220cm bzw. 210cm) Basis-APEX doppellagig in unteren ca. 30cm Modularität durch vielseitig kompatible 75cm teilbare RVs an Isomatte und Quilts durch RV-Öffnung für zusätzliche Isolations-Module Basis-Quilt-Module wiegen 300g und 260g fulllength-100er-APEX-Modul 140g kleines APEX-Modul 60g 6-Segment-Z-Lite-Isomatte 185g 8-Segment-Z-Lite-Isomatte 245g Footbox realisiere ich häufig durch "Beine im Rucksack" anfangs habe ich überlegt, Schnüre und KAM snaps statt der RVs zu nutzen. Diese hätten den Gewichtsvorteil aber an zahlreichen großen Kältebrücken mehr als vernichtet. die RVs (je 10g) habe ich derart angelegt, dass sie zur Mitte hin schließen (im Poncho-Modus also wie eine Jacke). Gründe dafür waren, dass die RVs im Quilt-Modus oben wirklich zu bleiben sollten. Außerdem können die Hände im Quitt den RV dann besser bedienen. der Doppelquilt lässt sich nicht nur in Trapez-Form, sondern auch im Rechteck-Form verbinden, um eine "Decke" zu formen an einigen APEX-Rändern habe ich das einfassende schwarze Moskito-Netz aus einem Vorgänger-Projekt nicht entfernt Packgrößen sind unten abgebildet: Einmal das große Basismodul, und einmal beide Basismodule natürlich müssen nicht immer die RVs genutzt werden. Überall sind Schlaufen angebracht. Mögliche Verbesserungen: Eine Iso-Abdecklippe (+15g) für die potenzielle Kältebrücke in der Mitte, wenn im Doppelquilt-Modus (bisher kaum ein Problem, da bei niedrigen Temperaturen automatisch die vielen Isolationsschichten die Lücke verdecken). Diese Lippe könnte sogar als Iso-Kragen im Poncho-Modus doppeln. Evtl. die Isolation im Hüttenschlafsack-Modus für Empfindlichere durch eine dritte Lage Chinanylon vom Körper trennen (ich selbst komme in Schlafkleidung mit der Iso auf dem Körper gut klar). noch ein etwas breiteres Basismodul (verjüngt sich im Solo-Modus bei viel Iso natürlich zunehmend) Einige Punkte, welche dieses System in dieser Form in meinem Reiseprofil sinnvoll machen: wechselnde klimatische Bedingungen wechselnde Schlafstätten (nebeneinander möglich bzw. unmöglich) häufig zu zweit oder mehr reisen (und mit unterschiedlicher Körpergröße) Rucksäcke mit atmungsaktivem Frontpanel dienen als Footbox-Form frameless Rucksäcken dient Z-Lite als Frame Wie bei vielen meiner Ideen ist mir klar: Das Ding kann vieles, ist in Summe stark aber im Einzelfall Speziallösungen unterlegen. Was denkst du? Cheers, Craig1 Punkt -
CozyMatch - ein Quilt-Bausatz für alle Situationen. Ultraleicht. Ultraflexibel.
questor reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Modus 2: Der Quilt lässt sich unten momentan „nur“ durch Druckknöpfe/Schlaufen an der Z Lite anbringen. Das führt leider dennoch manchmal zu kleinen „Kältelöchern“. Die Rucksack-Footbox minimiert den Effekt dieser Kältelöcher. Modus 3: Der Quilt ist entlang des unteren RVs geschlossen. Man kann sich vorstellen wie eng das ist. Es geht nur bei minimaler Befüllung und wenig Bedarf an Bewegungsfreiheit. Dieser Modus kommt praktisch nur in wärmeren Zeiten zum Einsatz. Noch häufiger nutze ich allerdings ... Modus 2.5 (nicht dargestellt): Hierbei sind die unteren RVs nicht im Einsatz. Oben ist es wie 3 an der 6er oder 8er Z-Lite Matte. Für die Beine schiebe ich zwei Z Lite Elemente (bzw. das GG SitLight Pad) längs in den Rucksack (bzw. ist es bei meinen Rucksäcken häufig bereits an Ort und Stelle im Rücken als Frame) und verbinde den Quilt untenrum mittels Schlaufen/Elastebändern. Vorteil: mehr Bewegungsfreiheit und keine Quilt-Isolation unter den Füßen. Nachteil: RVs unten sind hier nicht genutzt). Falls das noch unklar ist reiche ich am Wochenende Bilder nach. Bei sehr niedrigen Temperaturen nutze ich die Kombination „unten-Z-Lite-oben-NeoAir-x-lite-Short“ (ebenfalls nicht dargestellt). Ja, da war ich auch überrascht. Das schwierigste ist die Z-Lite unter die Nähmaschine zu zwingen. Es hält erstaunlich gut. Ein RV erhöht das Gewicht um 10g.1 Punkt -
Auf kurz oder lang 75 Gramm
mexl916 reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Passend zum Wetter möchte ich euch eine luftig leichte MYOG (Sommer-)Hose mit besten Erfahrungen vorstellen: FlyPants wiegt 75g und ist wegen dem weiten Schnitt der Hosenbeine einfach verkürzbar. Ich mag durchaus auch zipbare Beinlinge. Bei einem solch dünnen Stoff finde ich das Hochrollen viel bequemer, als die Beinlinge via RV oder KAM snaps zu entfernen und sie zu verstauen. @P4uL0 hat damals eine ähnliche Hose aus dem gleichen Stoff MIT snaps vorgestellt. Das Material ist das großartige graue, matte, elastische, schnelltrocknende 40g RipStop , welches bei ExTex leider nur kurze Zeit verfügbar war (Nachteil, wenn man erst auf genügend Erfahrung wartet, vor Vorstellen im Forum ). Falls es ein paar Laufmeter/Reste gibt, bitte PM an mich Gibt es ähnliche Stoffe, die momentan verfügbar sind? Das 37g-Tafetta ist zwar als Bekleidungsstoff akzeptabel, aber deutlich dichter und deshalb mMn bei sonnigen Temperaturen dem 40er unterlegen. FlyPants ... hat zwei große Hosentaschen und eine Haken/Flausch-Verschluss-Knietasche, in die sie locker und schnell verstaubar ist. lässt sich mit Gummiband auf Kiwi-Größe komprimieren sitzt gut mit der Kombination aus Gürtelschlaufen und Elaste-Gummi. Hosenbeinabschlüsse lassen sich mittels KAM snaps raffen weite Hosenbeine sind so leicht, dass sie hochgerollt nicht fixiert werden müssen. Das war eine Serendipität - eine glückliche Überraschung Vor allem wegen diesem Komfortplus hat FlyPants mittlerweile meine etwas schwerere zipbare LifePants verdrängt. weiter Schnitt erlaubt auch APEX-Iso unter der Hose einzubringen (dann reden wir natürlich nicht mehr von Sommerhose ) Einzige Verbesserung die mir einfällt: Knietasche nächstes mal derart verarbeiten, dass auch im verstauten Zustand kein Stoffrand sichtbar ist. Hinweis zum Nachmachen: Damit die Beibringe einfach hochzurollen sind, müssen sie schon ab etwa Oberschenkel-Höhe bis zum Ende gleich breit sein. Ansonsten ist das Schnittmuster ähnlich plump wie bei meiner Regenhose: Zwei Hosenbeine mit genügender Nahtzugabe. Meine Erfahrung über ca. zwei Jahre sind durchweg positiv (Rockies, Island, Kirgistan, Myanmar, Sibirien, Mongolei). Der Stoff ist schön elastisch, genügend robust, sehr atmungsaktiv und schnell trocken. Yay! Sommer.1 Punkt -
Auf kurz oder lang 75 Gramm
questor reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Jupp, so sind Hosentaschen wirklich einfach (und einfacher nachrüst- oder ersetzbar). Verschließbar ist bei mir nur die Knietasche mit Klett. Bei den anderen beiden ließe sich das nachrüsten. Also ... auf geht‘s1 Punkt -
noch ein punkt: man kann ja auch erstmal am wochenende eine übernachtung in zivilisationsnähe machen. wenn dann was schief geht kann man zur not sogar alles stehen und liegen lassen muss nur es "nur" ne kurze strecke zurück zum auto/haus/wirtschaft schaffen und kann ins warme gehen. das zeug kann man dann hernach immer noch holen wenn man wieder ok ist. so kann man ohne grosse kosten und aufwand rausfinden was man persönlich als setup braucht um sich wohl zufühlen. kann üben und ausprobieren was am besten funzt und sich langsam rantasten an längere touren.1 Punkt
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf Heinrich für Thema
Was hattest Du für eine Schaufel dabei? Edit: "Arva Ultra"- habs gelesen in der Ausrüstungsliste. Scheint also eher ungeeignet zu sein. Nein. Bei dem Wetter verläuft man sich leicht. Stand vor 2 Jahren auch im Schneestreiben vor einer Hütte von der ich mich fragte wo die denn herkommt. Bis mir aufging dass das dieselbe ist von der ich gestartet bin...1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
10. Etappe: Die Botschafter Ich bin voll knorke, wegen dem häufigen Ausschau halten nach den Nordlichtern letzte Nacht. Und dass es schon wieder viel zu spät ist, brauch ich wohl kaum noch zu erwähnen Bevor ich losziehe haue ich noch 6 Lagen Wachs auf die Ski. (Mittlerweile sind u.a. von dem nassen Schlafsack auch die Isomatten total vereist (sieht man auf dem Foto ganz schön). Die wenige Sonne reicht einfach nicht aus, um sie Eisfrei zu bekommen.) (Hach, schick. An diesem Tag kann man meine Skispur wieder kilometerweit sehen. Okay, auf dem Foto weniger, aber das ist schöner als das, auf welchem man die Spur bis zum Horizont sieht ) An sich ist das Wetter ganz gut, aber irgendwie sieht es nach Schnee aus. An der Brücke über den Guhkesvákkjahka checke ich kurz die Zeit und die Karte. Hmm, für dengeplanten Abstecher ins Basstavágge reicht die Zeit nicht mehr, da hätte ich die letzten beiden Tage eher aufstehen müssen. Na toll! Also gehe ich nach rechts Richtung Bierikjávrre, um dann weiter ins Rapadalen gehen. (Brücke über den Guhkesvákkjahka) (Es zieht zunehmend mehr zu.) (Blick Ostwärts) Hier gibt es schon wieder eine Menge Spuren und zu meinem Übel sehe ich am Hang vom Bierikvárás Leute. Hmm, oder doch nicht. Sind das Steine oder ist das ein alter Renntierzaun? Ich stoppe kurz, hmm, bewegen sich die Steine? (Bierikvárás, aber ohne den auffälligen Steinen/Menschen. Die waren noch etwas weiter links.) Um so näher ich komme, um so wahrscheinlicher ist es, dass es 5 Leute sind. (Ich finde es immer wieder ziemlich krass, wie die menschliche Gestalt in der Natur heraus sticht. Die aufrechte Gangart fügt sich überhaupt nicht in die Landschaft, ist voll auffällig und das selbst über Kilometer sichtbar.) Ich versuche so unauffällig wie möglich an ihnen vorbeizulaufen. Ich schaue nicht mehr hin. Aus den Augenwinkeln heraus sehe ich, dass sie auf mich zusteuern. Ich tue so, als ob ich sie nicht sehe und gehe einfach weiter. Oje - der erste der Gruppe fängt jetzt an zu rennen und steuert eindeutig von Links auf mich zu. Nicht hinschauen, nicht hinschauen! Ich beschleunige auch. Bin fast vorbei, gleich geschafft! Da sehe ich aus dem letzten Augenwinkel, dass er wild gestikuliert und sich dabei beinah hinlegt. *Seufz* Okay, ich lenke nach links ein und stoppe. Es sind 5 Belgier mit riesigen Pulkas. Ich frage, ob sie für eine Arktisexpedition trainieren. :-X Wie haben einen kurzen Plausch, sie erzählen mir, dass sie vor 3 Tagen (als der Sturm war) 9 Schweizer zusammengepfercht in der alten Renntierhütte im Ruohtesvágge antrafen (fanden sie ziemlich skurril). Es muss die Gruppe gewesen sein, die ich ebenfalls vor 3 Tagen vom Niják aus gesehen hatte. Weshalb sie mich eigentlich angehalten haben ist um zu fragen, ob ich ins Rapadalen will. Ich bejahe. Sie winken ab und raten mir dringlichst davon ab. Ihnen hätte der Hüttenwart von Aktse eine Nachricht auf ihr inReach gesendet und sie vor dem Rapadalen gewarnt, da es dort viel Schnee gibt und vor allem das Eis dünn ist und stellenweise nicht trägt. Sie gehen deshalb jetzt via dem Bietsávrre nach Saltoluokta. Ach her je! Was soll ich nur tun? Während die Belgier schon längst weiter gezogen sind, schaue ich noch auf die Karte und grüble darüber nach, was ich jetzt tun soll. Hmmm. Die Belgier sahen jetzt nicht unbedingt nach Anfängern aus, um die man sich hätte Sorgen machen müssen. Wenn sie die Warnung ernst nehmen … Anderseits, wenn man ganz am Rand geht, sollte doch nichts schief gehen. Na toll. Ich bin total verunsichert. Langsam wird es mir kalt. Ich muss JETZT eine Entscheidung treffen. Ich blicke Richtung Bierikvárás. In diese Richtung ist das Wetter definitiv schlechter, da zieht der Schnee hin. Ach Scheiße! Ich drehe um und gehe wieder zurück Auf dem Rückweg überlege ich ständig, ob ich nicht umkehren soll und doch wie geplant ins Rapadalen zu gehen. Es bricht sogar noch einmal die Sonne durch. Ich überlege ob es ein Zeichen ist und die Sonne mich ins Rapadalen locken will oder signalisieren möchte, dass die Entscheidung nicht ins Rapadalen zu gehen eine gute ist (Ruopsok voraus. Als ich für dieses Bild das Stativ aufbaute, war die Kugel des Stativkopfes fest gefroren. Also wollte ich sie lösen indem ich den Kopf anhauchte. Dabei kam ich mit den Lippen an den Stativkopf (der ja aus Aluminium ist) und klebte sofort fest. Huuh! Kurzer Schreckmoment, aber noch eins, zwei mal ausgehaucht und sie lösten sich wieder. ) Letztlich gehe ich ungefähr bis zur Renntierhütte am Liehtjitjávrre und baue da unterhalb des Ruopsok mein Zelt auf, bevor es stürmischer wird und der Schneefall einsetzt. (Abendliche Planung. An den Zeltwänden stapelt sich schon fleißig der Schnee und dabei hat es erst angefangen zu schneien.) Ich bin mir immer noch unsicher, was ich mit den letzten 3 Tagen anstellen soll. Wenn das Wetter morgen früh besser ist, dann gehe ich Richtung Sitojaure und von da aus zum Skierffe hinauf, um wenigstens mal einen Blick ins Rapadalen zu werfen. Ansonsten gehe ich auch direkt nach Saltoluokta und mache da einen Tag Urlaub.1 Punkt -
War mit einem Freund vor 3 Wochen 4 Tage im Karwendel unterwegs. Das Wetter war perfekt, es war sehr wenig los es hatte aber teilw. heikle Altschneefelder (z.B. der Übergang vom Wilde Bande Steig ins Stempeljoch). Start- und Endpunkt war Scharnitz, 72 km, ca. 4400hm im Aufstieg und Abstieg. Birkkarspitze Inntal und Stubaier Alpen Knappensteig ins Vomper Loch Vomper Loch Aufstieg zur Speckkarspitze Gipfel Speckkarspitze Abstieg Südwestgrat Stempeljoch Gleirschklamm1 Punkt
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Bei mir ändern sich die Pläne heuer auch ständig. Vielleicht starte ich auch noch auf dem GR11/HRP ab ca. Mitte August (W-E), vielleicht aber auch nur ne verkürzte Strecke. Vielleicht trifft man sich. Als erstes muss ich jetzt mal aus der Sierra zurückkommen .1 Punkt
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
9. Etappe: Aufbruch OT: Mit „Nacht war bescheiden.“ beginnt der Tagebucheintrag. Kann mich aber nicht mehr erinnern, warum und das Tagebuch gibt hierzu auch nichts weiter preis. Es ist 7 Uhr und laut Wettervorhersage sollte es ja in der Nacht etwas aufklaren. Es weht immer noch am Eingang hinein, hoffe aber, dass es nicht mehr schneit und nur Treibschnee ist. Ich werfe einen Blick hinaus. Es scheint zwar weniger zu schneien, aber es ist noch null Sicht und es windet noch sehr. Also verkrümle ich mich noch einmal in den Schlafsack und nicke weg. Shit! 10:30Uhr! Diesmal scheint es nicht zu täuschen, draußen scheint die Sonne! Ich werfe einen Blick hinaus und tatsächlich – blauer Himmel!! Ich ärgere mich, dass ich erst noch einmal in den Schlafsack gekrochen bin und nicht schon mit dem Zusammenpacken begonnen hatte. Ich beeile mich, denn ich will heute etwas Strecke machen. Wobei, daraus wird wohl nichts mehr, da es schon wieder so spät ist. Zudem mache ich gleich zu beginn schon wieder viel zu viele Fotostopps. (Noch einmal der Eingang der Höhle.) Es gibt auch den nächsten Ausrüstungsverlust. Bei der Skibrille hat sich irgendwie viel Feuchtigkeit zwischen den Scheiben angesammelt, so dass sie nicht mehr zu gebrauchen ist. Na toll, nur einen Tag benutzt und schon hin. Dabei hatte ich sie mir erst kurz vor der Tour gekauft, da die alte Brille keine Kontrastverstärkung hat und die Belüftung nur mäßig ist. Leider trocknete die Feuchtigkeit zw. den Scheiben während der gesamten Tour nicht mehr weg. Erst zu Hause nach 2 Tagen auf der Heizung. Zum Glück nahm sie mir der Händler wieder zurück! (An den Bändern vom Rucksack kann man gut sehen, dass noch ein ordentlicher Wind weht.) Laufe schon wieder wie ein Hund auf Glatteis Wo zum Teufel ist der ganze Schnee geblieben?!?!?!??!?!??!?!?!?!? Das kann doch nicht wahr sein!!!?!?!?!? Ich Laufe wieder. Eigentlich bräuchte ich einen Caddy: „Steigeisen bitte!“, „Abfahrtsski bitte“, „Die Felle bitte“ … Ich komme nicht drauf klar, dass die Ski so hin und her rutschen. Alter! Mehr oder weniger aus Verzweiflung wachse ich die Ski. Hmmmm, täuscht das jetzt? Oder ist der Schnee hier gerade nicht so verharscht? Hmm, ich kann mir nicht helfen, aber ich würde behaupten, dass es sich ein wenig besser läuft. Und ich dachte immer, dass man die Ski wachst, damit sie besser rutschen (okay, mal abgesehen vom Steigwachs). Nach ein einiger Zeit wird es wieder rutschiger und ich wachse in der Pause noch einmal nach und ich glaube, dass es doch was bringt. (Ich liebe diese sensationelle Weite) Hach, das Gássaláhko und das Guhkesvágge sind einfach mit meine Lieblingstäler/-ebenen. Wunderschön diese Weite, es wirkt leicht unwirklich, wie eine Mondlandschaft, und weit und breit keine Spuren von anderen Menschen zu sehen. Herrlich! Und der Akku glüht schon wieder. (In Wolken verhangener Áhkká) (Richtung Sarek sieht es noch sehr grau aus.) (Und in die andere Richtung voll freundlich. Ich liebe diese Kontraste!) Das mit der Strecke hat sich definitiv erledigt und schaffe es wegen der unzähligen Fotostopps (das ist hier wirklich nur eine ganz kleine Auswahl) nur bis zum Sarekvárásj und baue da mein Zelt auf. Als ich den Schlafsack aus dem Packsack ziehe, halte ich einen klumpen Eis in der Hand Ich ziehe ihn vorsichtig auseinander, damit die Isolation nach Möglichkeit nicht beschädigt wird. Er ist steif wie ein Brett, aber nach dem ich mich mit der Wärmflasche hineinlege habe, wird er schnell wieder weich und bauschig. Da die Wettervorhersage eigentlich eine klare Nacht vorher sagt, schaue ich regelmäßig mal raus. Es gibt sogar einige Nordlichterchen, aber es hängt immer ein leichter Schleier am Himmel.1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
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Pausentag! Es schläft sich wunderbar in der Schneehöhle! Wache am Morgen hin und wieder mal auf, sehe wie es am Eingang noch Schnee hineinbläst, also drehe ich mich wieder um und nicke ein. Es scheint jedoch, als ob draußen die Sonne scheint. (Der verschneite Eingang (von der Nacht, wo es hinein schneite). Nein, nicht da oben wo die Skibindung runter hängt. Das ist Teil der Eingangsdecke. Geradeaus in der Bildmitte ist der Eingang Das Ein-/Ausstiegsloch hatte ich mit dem Rucksack verschlossen, der nicht mehr zu sehen ist.) Obwohl es immer noch hinein weht, ist die Neugier zu groß. Also stehe ich auf und lege den Eingang frei. Aber die Ernüchterung folgt auf dem Fuße. Es stürmt zwar nicht mehr ganz so heftig, aber es haut noch ordentlich Schnee runter und die Sicht ist gleich null. Da es inzwischen schon 11:30Uhr, lohnt es nicht mehr aufzubrechen. Die Entscheidung fällt mir leicht, ich bleibe also noch eine Nacht hier. Für morgen sagt der Wetterbericht auch nur noch leichten Schneefall an. Bei der Vorhersage von dem Wind bin ich immer noch sehr skeptisch. Aktuell sollen 20km/h sein, dass sind aber definitiv mehr. (Der Eingang von außen. Auf dem Bild davor sieht es aus, als ob draußen die Sonne scheint. Aber draußen war es voll grau.) Ich räume den Eingangsbereich und die Höhle wieder frei, mache eine kurze Fotosession und mache es mir im Schlafsack wieder bequem. (Der frei geräumte Eingang.)) (Sieht doch ganz gemütlich aus ) Ich nutze die Zeit, um das „Tagebuch“ weiter zu schreiben und um ein paar Fotos auszusortieren. Eigentlich habe ich es mir ja abgewöhnt unterwegs Fotos anzuschauen. Nur in sehr wenigen Ausnahmen kontrolliere ich das Ergebnis auf dem Display. Ich schaue sie mir in der Regel erst zu Hause an und das auch erst nach ein paar Tagen. Einmal ist die Vorfreude auf die Bilder groß, da man gar nicht weiß, ob alle Bilder so geworden sind, wie man es sich beim Zeitpunkt der Aufnahme vorgestellt hatte. Zum anderen, da man die Bilder noch nicht kennt, kommen ständig neue Erinnerungen an die Tour hoch, an Sachen, die man schon längst wieder vergessen hat (ähnlich wie wenn man Bilder von vor 10 oder 20 Jahren anschaut). Da macht das Aussortieren noch Laune. Früher, als ich bereits unterwegs ständig die Fotos anschaute und ggf auch schon aussortierte, hatte ich dann zu Hause keine Lust mehr die Fotos anzuschauen. Man kannte sie ja schon alle und riefen somit keine besonderen Erinnerungen an die Tour hervor. Genau dieses Gefühl hatte ich diesmal daheim auch wieder. Das nächste Mal werde ich das Anschauen wieder unterlassen. (Die Liegehöhle) Ach ja, das Pemikan flutscht übrigens seit gestern wieder und ich schlafe wieder besser. Es lag wohl daran, dass ich die Tage zuvor zu wenig getrunken hatte. Das Pemikan und die NCFPR haben einen hohen Fettanteil und das braucht wohl viel Wasser zur Verdauung. Das ist ein kleiner Nachteil dieses Konzepts, aber ansonsten bin ich rundum sehr zufrieden damit.1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
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8. Etappe: Scheißtag!!! Ich wache auf und es scheint, als würde irgendwie die Sonne scheinen. Aber draußen ist tristes Wetter. Das liebe ich an diesem Zelt, egal wie mies es draußen ist, wirkt es immer hell und freundlich. Während des Abbaus zieht zunehmend Wind auf und ich muss ganz schön aufpassen, dass nichts davon weht. Außerdem ist es irgendwie außergewöhnlich warm. Die Weitsicht ist ganz gut, aber das Licht ist sehr diffus. Man kann überhaupt nicht erkennen, ob es bergauf oder hinunter geht. Und das schlimmste ist, dass man die vereisten Schneewehen ebenfalls nicht sieht. So gestaltet sich das Laufen zum Horror. Ich stakse schon wieder wie ein Hund auf Glatteis durch die Gegend. Plötzlich rutsche ich nach rechts, erst langsam dann immer schneller, obwohl ich eigentlich in der Ebene geradeaus laufe. *Plautz* Es haut mich hin. Erst jetzt bemerke ich, dass ich im Hang bin und es ziemlich steil ist. Ich ziehe die Ski wieder aus, so komme ich deutlich leichter voran. Aber auch zu Fuß geht es wacklig zu. Das Ruohtesvágge ist durchzogen mit Spuren, was mich wieder in die Realität zurück holt, dass ich hier nicht alleine unterwegs bin. Außerdem bin ich froh ins Guhkesvágge zu gehen, da ist meist weniger los. Huch?! Wo kommt denn die Queen von England plötzlich her? Das linke Bein rutscht nach rechts und das rechte Bein nach links, so das ich einen Knicks wie am königlichen Hofe mache Ich halte Kurs auf den Niják und überlege ihn noch schnell zu besteigen, da der Gipfel noch frei liegt und die Weitsicht eigentlich ganz gut ist. Aber das Wetter scheint schlechter zu werden und somit lasse ich es lieber. Ich will den Niják ziemlich dicht und hoch umrunden, da ich keine Lust habe in die kleine Schlucht zu laufen und dann wieder zum Gássaláhko hinaufzusteigen. Plötzlich ist die Laune im Keller. In der Ferne sehe ich eine Gruppe von 9 Leuten (Wer sie sieht, darf sie gern behalten ) Der Wind wird zunehmend stärker, jetzt teilweise auch böig. Der Hang wird immer steiler und ist eine einzige Eisplatte und der Wind dazu, das macht mir zunehmend zu schaffen. Ich mache nur noch Tapsi-Schrittchen. Innerhalb von ein paar Minuten ist aus dem Wind ein Sturm geworden mit teilweise heftigen Böen. Der Sturm kommt von hinten. Ich komme nur noch zentimeterweise voran. Ich muss meinen Oberkörper gegen beide Skistöcke pressen, damit ich nicht nach vorn umgeworfen werde. Zudem zieht und zerrt der Wind am Rucksack, hier ist der Rucksack einer Pulka klar im Nachteil. Zudem habe ich auch noch die Ski dran, die dem Wind zusätzliche Angriffsfläche geben. Einige Male haut es mich sogar nach vorn um, als ich die Stöcke nicht richtig in die Brust presste. Aufstehen ist kaum möglich, da der Wind einen immer wieder runter drückt. OH SCHEIßE!!! Ich stehe mitten im vereisten Hang, die Brust tut mir von den Stöcken schon weh, die Sicht ist bescheiden, ich komme kaum vorwärts – Puuuuhh! Ich hätte heute einfach im Zelt bleiben sollen. Noch ne Schneemauer aufgebaut und fertig! Was nun?! Ich lade mir die Wettervorhersage runter. Okay, 13km/h Wind??!?!? Alter!! Das ist doch voll für den Arsch! Aber 3°C, das kann gut hinkommen, Plusgrade waren auch mein Tipp. Und nun? Zurück ins Ruohtesvágge? Keine Chance. Ich muss irgendwie von dem Hang weg. Runter rutschen ist keine Option, da auch immer wieder frei liegende Steine im Hang sind und durch die schlechte Sicht ich nicht einschätzen kann, wie weit und steil es runter geht. Also gehe ich in Micro-Mini-Tapsi-Tipsi-Schrittchen leicht den Hang hinab. Okay, aber was wenn ich unten bin? Ich habe zweifel, ob ich bei dem Wind überhaupt das Zelt aufgestellt bekomme und überhaupt eine ebene Fläche bei den Lichtverhältnissen zu finden. Also entscheide ich mich ins Gássaláhko durchzuschlagen und da hinter einem großen Stein Schutz zu suchen und am besten einzugraben. Außerdem hoffe ich, dass hinter dem Njiák etwas Windschatten ist. (Njiák, zumindest was davon noch sichtbar ist.) Irgendwann bin ich aus dem steilsten Stück raus und sehe ein paar große Steine voraus. Der Sturm bläst indes unerbittlich. Ich halte Kurs auf die Steine, in der Hoffnung, dass ich da etwas Windschutz finde und mich vielleicht etwas eingraben kann. Ich habe mich schon mental voll auf das Eingraben eingestellt und wenn es bei den Steinen nicht klappt, werde ich runter zum Flusslauf des Suottasjjahka steigen. Er formt da eine kleine Schlucht und ich verspreche mir da ausreichend Schnee zum eingraben. Die Steine entpuppen sich als große Felsbrocken, an denen sich große Schneeverwehungen gebildet haben. Ich zögere nicht lange und packe die Schaufel aus. Ich mache ein paar Stiche. Okay, geht ganz gut. Aber wie zur Hölle gräbt man eine Schneehöhle?! Ich habe ein konkretes Bild im Kopf wie sie aussehen soll, aber wie gräbt man das am besten? Puh! Ich habe keinen wirklich Plan, grabe aber einfach drauf los. Habe ja nicht viele Optionen. Beim Graben muss ich an die beiden Belgier denken, die ich bei der Anreise traf und ein Iglu mit bloßen Händen graben wollten ... Nach ca. 3 Stunden bin ich fertig, nur noch den Eingang verschließen. Die Höhle hätte durchaus noch einen Tick komfortabler sein können, aber ich bin einmal völlig durchnässt (Bäh! ) und anderseits ist die Schaufel total am Ende. Sie ist total verbogen, hängt nur noch an einem kleinem Stück am Schaft und das Blatt wackelt schon locker flockig hin und her. Es ist ganz offensichtlich, dass sie nicht mehr bis zum Ende der Tour durchhalten wird. Dennoch bin ich sehr überrascht, dass sie so gut durchgehalten hat. Dabei musste sie sich durch mehrere zentimeterdicke Eisschichten durchkämpfen. Ich ging aber, soweit es möglich war, auch sehr sorgfältig mit ihr um. Na ja, für meine erste Schneehöhle ist es jedenfalls ganz gut geworden, finde ich. Ich mache mich bereit zum Schlafen und stehe vor der Frage, was ich mit den nassen Sachen machen soll. Hmm, ich checke den Wetterbericht. Für morgen sind -10°C angesagt. Hmm, das ist glaub nicht so cool bei -10 mit nassen bzw gefrorenen Klamotten loszuziehen. Anderseits, wenn ich die nassen Sachen mit in den Schlafsack nehme, dann ist der Schlafsack nass *grummel * Einen Tod muss ich sterben und entscheide mich für den nassen Schlafsack. Nur die Jacke muss draußen bleiben, die ist nicht mehr zu retten. OT: Heute würde ich es vermutlich anders machen. Während ich im Schlafsack liege, frage ich mich, was heute hätte besser laufen können. Als erstes ärgere ich mich, dass ich die Wetterzeichen nicht für voll genommen habe. Gestern waren noch unter 20° und heute morgen plötzlich Plusgrade. Da hätten die Alarmglocken läuten müssen. Aber was hätte ich dann gemacht? Die Stelle war ziemlich exponiert, da hätte es schon eine fette Schneemauer gebraucht. Ich hätte Richtung Skarja gehen können … Keine Ahnung ob es da gerade besser ist. Ich blicke zum Eingang, sehe wie der Wind an einer winzigen Öffnung Schnee hinein bläst, schließe die Augen – Totenstille! In dem Moment bin ich mir sehr sicher, dass es eigentlich nicht viel besser hätte laufen können. Die Schneehöhle ist geräumig, ich kann sitzen, stehen, sogar etwas hin und her laufen, es ist gar nicht mal so dunkel und man bekommt überhaupt nichts von dem miesen Wetter draußen mit. Um nichts in der Welt würde ich jetzt draußen im Zelt sitzen wollen, wo der Wind gegen die Zeltwände hämmert ... In der Nacht wache ich auf und muss feststellen, dass der ganze Oberkörper eingeschneit ist. Die Liegehöhle ist leider nicht tief genug, da am Fußende wieder eine Eisschicht kommt und die Schaufel am Ende war um weiter zu graben. Es hat Unmengen an Schnee in die Höhle geweht, ich kann gar nicht mehr aufrecht stehen. Am Eingang ist ein Block verrutscht, so dass eine kleine Öffnung von vielleicht 5cm Durchmesser ist. Durch dieses Löchchen kommt der Schnee wie durch eine Schneekanone in die Höhle hineingeblasen. Das Loch ist schnell gestopft, der Schlafsack von Schnee befreit und schlafe selig wieder ein. OT: Bilder der Höhle gibt es am Folgetag.1 Punkt -
Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
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7. Etappe: Der Berg ruft wieder Die zweite Nachthälfte war grausig, habe kaum geschlafen. Nicht wegen der Kälte. Schwierig zu sagen, woran es lag. Apropos Kälte, ich habe mittlerweile das Problem der letzten Tage identifiziert. Wie schon beim Probeliegen zu Hause festgestellt, sitzt der Wärmekragen des Schlafsacks viel zu tief und geht nur bis zu den Schulterseiten. Das habe ich so noch nie gesehen, normalerweise sitzt er höher und geht rings herum. Außerdem hat er keine Kordel zum zuziehen. Deshalb entweicht überall die warme Luft. Keinen Ahnung was Mountain Hardware gut kann, aber das mit den Schlafsäcken sollten sie sein lassen. Das ist für mich wieder einmal ein typisches Produkt, was niiiiiiiiiiie getestet wurde. Da lag nie im Leben auch nur einer von denen bei Kälte drin. Auch dass die kleine Tasche außen angebracht ist. Wie dämlich ist denn das? Erstens werden die Sachen in der Tasche nicht so warm gehalten und zweitens muss man immer den Schlafsack öffnen, um da dran zu kommen, was zu Wärmeverlust führt Meinerseits absolut nicht empfehlenswert. Ab jetzt dichte ich obenrum alles mit Kleidungsstücken ab, so dass die warme Luft nicht entweichen kann. Na ja, stehe jedenfalls wieder viel zu spät auf. Diesmal sogar erst 8:30Uhr. Scheiße! Schwer zu sagen woran es lag, es war glaub der einzige Tag auf der gesamten Tour, wo ich weniger als 1,5h vom Aufstehen bis zum Loslaufen brauchte. Damit komme ich wenigstens gegen 10Uhr los. Schiebe mir beim Aufbruch noch schnell einen Pemikanriegel rein. Puh, ich muss ihn mir regelrecht hineinzwingen. Pemikan war bisher noch nie mein Highlight, aber heute schmeckt es mir überhaupt nicht. Es liegt mir auch sehr schwer im Bauch und muss fürchterlich aufstoßen. Mir ist sogar etwas schlecht. Der Aufstieg ist ziemlich steil und zieht sich. Allmählich realisiere ich , dass der Ruohtestjahkka noch ziemlich weit weg ist und ärgere mich, dass ich gestern nicht noch ein Stück weiter gelaufen bin. (Huh! Wo läuft denn mein Schatten lang?) Stellenweise ist es wieder sehr vereist und ich frage mich, ob sich der Aufstieg lohnt. Insbesondere, weil der letzte Gipfelabschnitt sehr steil und vereist aussieht, also nicht machbar. (Auf dem Bild sieht es wieder einmal gar nicht so steil aus ) Nach einer ganzen Weile stoße ich auf eine Skispur, die den Hang hinauf führt. Hmmm, das nächste Mal muss ich auch Felle mitnehmen! Die Spur sieht frisch aus und hoffe, dass sie nicht von heute ist. So oder so, macht sie jegliches Wildnisgefühl kaputt. Ich folge der Spur, da es sich leichter läuft. Irgendwann biegt die Spur nach rechts ab und hoffe, dass sie nicht zum Ruohtestjahka gegangen sind. Ich gehe weiter gerade aus und nach einiger Zeit komme ich oben auf dem Kamm an. Ich rechne noch mit 2h bis zum Gipfel. Ich ärgere mich wieder, dass ich so spät aufgestanden bin. Gleichzeitig versuche ich es auch wiederum schön zu reden, da es ja irgendwie auch Urlaub ist. Aber die kurzen Tage … (Niják und Áhkká) Zu meiner Überraschung bin ich rucki-zucki am Gipfelaufstieg, also nix mit 2h. Hier treffe ich auch wieder auf die Skispur – na toll Es ist zwar steil, aber es ist nicht vereist, so dass ich gut und zügig hinaufsteigen kann. (Blick ins Ruohtesvágge) (Blick Richtung Skárja mit Boajsájahkka links) d (Ruothes) (Ruohtes-Panoramablick) (Zur Abwechslung ich wieder mal ) (Uh, lustige Wolken am Himmel: *klick* ) Nach einer ausgiebigen Fotosession begebe ich mich wieder auf den Rückweg. Ich schaue kurz, wo die Skifahrer runter sind, ist aber mit meinen Ski ausgeschlossen. Den Hang hätte ich mich nicht mal mit Alpinski hinabgestürzt. So gehe ich den gleichen Weg zurück. Als ich den vereisten Abschnitt erreiche, überlege ich wieder, ob ich nicht einfach auf dem Rucksack hinunter rutsche. Stehe dem runter Rutschen aber immer noch skeptisch gegenüber. (Bei der kleinen Auflösung kaum zu sehen, am Hang rechts, direkt neben den frei liegenden Steinen rechts, sausten die Skifahrer runter.) Unten angekommen gehe ich über die eigentliche Aufstiegsroute zum Ruohtesvágge hinab. Hier gibt es sogar Passagen, die sich richtig gut hinabfahren lassen, da dort eine Schicht Pulverschnee liegt. Das letzte Stück ist leider wieder extrem vereist und habe Schwierigkeiten heil runter zu kommen. Die vereisten Hänge machen echt keinen Spaß und machen mir schwer zu schaffen. (Im Ruothesvágge) (Im Ruothesvágge mit Blick Richtung Skárja) Im Ruohtesvágge angekommen stellt sich die Frage, wo ich jetzt hingehen soll. Es wird zunehmend bewölkt und es macht den Anschein, als ob es morgen schneien würde. Damit kommen weitere Bergtouren erst einmal nicht in Frage und somit brauche ich nicht in Richtung Skárja zu gehen. Außerdem ist die Gefahr groß, dass man in diese Richtung auf andere Leute trifft und das ist das letzte, worauf ich Bock habe. Also entscheide ich mich die Schlechtwetterperiode mit einem Abstecher durch das Gássaláhko und das Guhkesvágge zu überbrücken.1 Punkt -
Hello everyone, Ich bin Ferdinand aus Niedersachsen. Bin schon immer gerne gewandert und lese mich seit letztem Jahr in die Thematik UL und Fernwandern ein. Meine längsten Touren waren in den Vogesen und die Tour du Mont Blanc. Derzeitig versuche ich mein BW tatsächlich auf UL Niveau zu bringen, um dann einen ersten kleinen Thru Hike von 2 Monaten anzugehen. Dafür informiere ich mich in diesem Forum, da es zu beinahe jedem UL Artikel mehrere Erfahrungsberichte von den Usern gibt. Habe auch dank der vielen Anleitungen erste anfänge mit MYOG gemacht, allerdings bisher nur kurzlebige ergebnisse erzielt (Nähmaschine mag silnylon leider nicht).1 Punkt
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Während meiner ersten richtigen Wintertour sind mir bei einem Temperatursturz die feuchten Socken mit dem Innenschuh zusammen gefroren. Danach brauchte es gut zwei Stunden über dem Kocher bis ich wieder Gefühl in meine Zehen bekam. Seitdem habe ich noch mehr Respekt vor der Kälte und verwende vbl Socken (Rab) mit viel Isolierung darüber. Dabei achte ich peinlich darauf, dass die Isolierschicht immer trocken bleibt. Die Kunstfaser Innenstiefel mit denen meine Kamik´s geliefert wurden, habe ich durch welche mit 50% Wolle ersetzt (Nokian). Ich glaube, dass der Wollanteil besser isoliert als reine Kunstfaser. Die feuchten Linersocken unter den vbl´s, trocken Abends recht schnell oder werden irgendwann mit einem zweiten Paar durch getauscht. So könnte ich bei Gelegenheit sogar ein Paar waschen. Einen kompletten Satz für den Notfall dabei zu haben ist keine schlechte Idee. Ich bin im Vistas Tal bei einer Flussquerung einmal kurz „eingesackt“. Glücklicherweise nur bis an die Knöchel. Einen neuen vbl für den Schlafsack brauchst Du nicht zwingend. Wenn Du Rücken- oder Seitenschläfer bist, reicht es den Sack am Hals zu schließen. Das könnte man einfach Nachbessern, indem Du den Rand umsäumst und eine Gummilitze einfädelst. Ein elastischer Saum ist angenehmer als ein fester Kordelzug, da man sich so, spontan an der Nase Kratzen kann. Als Bauchschläfer finde ich vbl-Säcke mit Kapuze besser, weil ich dort meine Arme gut unterbringen kann. VG. -Wilbo-1 Punkt