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Ultraleicht Trekking

Zusätzliche Wärmeschicht (Weste?)


SvenW

Empfohlene Beiträge

Ich bin jedes Jahr im August in Skandinavien unterwegs.

Es sind keine UL Touren, Zielsetzung ist eine kombination aus Wandern und Angeln an abgelegenen Gewässern und bin eher UH unterwegs möchte aber an einigen Ecken Gewicht sparen.

(Wer Interesse hat hier einige Reiseberichte von mir: http://www.fliegenfischer-forum.de/saltfjell.html   http://www.fliegenfischer-forum.de/groenland2018.html )

Je nach Höhenlage und Wetter kann es um die Jahreszeit schonmal Temperaturen um 0° geben kombiniert mit Wind und Regen. Grade Abends nach einem anstrengenden Tag, wenn ich nicht in Bewegung bin z.B. beim kochen und Essen aber auch teilweise beim Fischen wird es mit Merinoshirt+ Fleece Pullover + Hardshell schon sehr kalt.

Aktuell habe ich als zusätzliche Schicht eine "wattierte Weste" von Decathlon ein Vorgänger Modell von der hier:

https://www.decathlon.de/p/wattierte-weste-trek-100-herren-schwarz/_/R-p-312531?mc=8573837

Wiegt 300gr und ist grade so eben ausreichend warm und hat auch ein recht großes Packmaß.

Jetzt habe ich mich gefragt bekomme ich irgendwie mehr Wärme für weniger Gewicht?

Aufgefallen ist mir die Minilite von Cumulus mit nur 155gr oder die UltraAlpine Down Crew von Patagonia mit 180gr. Aber halten die ihre Wärmeleistung auch wenn sie bei Mistwetter stundenlang unter der Hardshell getragen werden oder sammeln die Daunen da dann zu schnell Feuchtigkeit und verklumpen?

Oder kommt für das Einsatzgebiet eher Kunstfaser in Frage z.B. die Patagonia Micro oder Nanopuff Weste mit 160/230gr?

--> Könnt ihr mir bei der allgermeinen Frage Daune/Kufa weiterhelfen und habt ihr vielleicht auch noch konkrete Tipps?

 

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Hi, 

finde Westen ziemlich cool - optisch! Leider bringen sie bei mir relativ wenig, da ich immer an den Schultern/Armen als erstes friere. Würde daher immer zur Jacke tendieren. 

Hier ist eine ziemlich guter Vergleich aktueller Daunenjacken: 
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ceVWWwGTdc1KcTkIQFWscILPtA2pbgpq0UQQIq1D6gE/edit#gid=0

Die wohl wärmste und leichteste Kufa-Jacke ist die Torrid von EE.
https://enlightenedequipment.com/for-warmth/

Gibt es auch in der EU z.B. hier: https://www.outdoorline.sk/en/clothing/enlightened-equipment-torrid-apex-jacket

 

Beispiel aus der Praxis: habe die Kufa-Weste als Jackenversion. Finde sie ähnlich warm (vllt. etwas kühler= als meine Haglöfs LIM Essen. Unterschied: die Haglöfs wiegt nur 180g. 

 

Welches Fleece und welches Merino-Shirt nutzt du? Vllt. kann man da auch noch optimieren.  

 

OT: Zu den Rucksäcken in dem Bericht: OH MY GOD! Das sieht so aus, als ob ihr umzieht :D
Was wiegt denn so ein Kawenzmann?  

Bearbeitet von Cyco2
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Nur ein zwei Ideen:

1. Hände, Füße, Kopf... grade wenn ich stationär bin habe ich festgestellt dass dort eine gute Isolation mehr zum Wohlfühlbefinden beiträgt als eine zusätzliche Schicht am Körper.

2. Schau dir mal die Capilene Air Geschichten von Patagonia an. Alternativen gibt es auch, die kenne ich aber nicht persönlich. Ich hab das Crew gerne zum Skifahren dabei wenn es richtig kalt wird. Wiegt wenig, atmet sehr gut, muss aber zwangsläufig unter einer Shell getragen werden.

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vor 11 Stunden schrieb SvenW:

Aber halten die ihre Wärmeleistung auch wenn sie bei Mistwetter stundenlang unter der Hardshell getragen werden oder sammeln die Daunen da dann zu schnell Feuchtigkeit und verklumpen?

hängt davon ab, wie viel du schwitzt und wie viel Wasser deine Hardshell durchlässt. Ebenso ist es wichtig was für eine Menge Wasser auf deiner Hardshell befindet, wie viel davon in der Luft ist, sowie welche Temperatur diese hat.

vor 11 Stunden schrieb SvenW:

Oder kommt für das Einsatzgebiet eher Kunstfaser in Frage z.B. die Patagonia Micro oder Nanopuff Weste

oder noch ganz andere: das hängt von den Anforderungen ab, welche man stellt - deine beiden genannten Jacken haben unterschiedliches Iso Material, wenn  auch mit ähnlichem Flächengewicht und haben somit andere , mögliche, Einsatzgebiete.

 

eine Weste für 0°C Komfort : https://de.valandre.com/outdoor-kleidung/looping.html / in deinen genannten Daunenwesten ist wohl vielzu wenig Daune ;-)

 

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Ich habe meine daunenjacke immer dabei, bei den schitouren bei der gipfelrast über der hardshell drüber und beim wandern beim rasten bzw beim Zelt Solo. 

in Bewegung ist die viel zu warm, da würde sie vollgeschwitzt werden. 
unter die hardshell passt sie nicht, da müsste die hardshell schon großzügig geschnitten sein, stört aber nicht, wärmt auch darüber.
Sofern es nicht regnet, Schnee hält sie gut aus. 

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So feucht wie ich skandinavische Fjell- oder Waldregionen i.d.R. kenne, empfehle ich (unter einer Hardshell) eine Synthetik-Isolierung. Ich habe die gleiche Weste von Decathlon und bin sehr zufrieden. Bei wenig Bewegung würde ich aber eher eine Jacke, also mit Ärmeln und evtl. mit Kapuze nehmen. Die Abdeckung der Arme und evtl. des Kopfes dürfte insgesamt mehr Wärme bringen, als eine stärker isolierende andere Weste.

z.B. Montane Fireball Smock (oder doch mit Daune Cumulus Primelite Pullover) oder Synthetik mit Kapuze z.B.  https://www.decathlon.de/p/wattierte-jacke-bergtrekking-trek-100-synthetik-kapuze-5-c-herren/_/R-p-312478?mc=8587328

Bearbeitet von Steintanz
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vor 11 Stunden schrieb Cyco2:

Hi, 

finde Westen ziemlich cool - optisch! Leider bringen sie bei mir relativ wenig, da ich immer an den Schultern/Armen als erstes friere. Würde daher immer zur Jacke tendieren. 

Ist bei mir anders die Arme sind durch den Fleecepulli schon warm genug, wenn zusätzliche wärme benötigt wird ist sie am torso am besten aufgehoben. Würde daher eine Weste bevorzugen, wenn es gute Lösungen in Jacken/Pullover Form gibt wäre ich aber auch nicht abgeneigt. Kapuze sehe ich eher negativ die stört nur.

vor 11 Stunden schrieb Cyco2:

Welches Fleece und welches Merino-Shirt nutzt du? Vllt. kann man da auch noch optimieren.  

Shirts sind die Trek500 oder Travel500 von Decathlon. Pullover wird dir vermutlich nichts sagen, da aus dem Angelbereich:

https://www.flyfishingeurope-shop.de/simms-rivershed-sweater-pullover.html der hat Nachgewogen 350gr. Lässt sich sicherlich auch noch etwas optimieren.

 

vor 11 Stunden schrieb Cyco2:

OT: Zu den Rucksäcken in dem Bericht: OH MY GOD! Das sieht so aus, als ob ihr umzieht :D
Was wiegt denn so ein Kawenzmann?  

Grönland waren es glaube ich 28kg, das ist halt Essen für 16 Tage, Packraft + Zubehör und an Angelausrüstung kommt auch noch ein wenig zusammen, alleine Wathose + Watschuhe wiegen zusammen schon 2,5kg...

Dieses Jahr im Sjaunja sind wir mit 31kg losgestiefelt das war eindeutig zu viel (wobei wir 2/3 der Tour auf dem Wasser unterwegs war da ist es dann ja unproblematisch, aber bis dahin war es echt hart...)

Da ich was die Angelausrüstung betrifft mich nicht großartig einschränken möchte und was das Essen betrifft wenig Einsparpotential da ist werde ich auch nie UL unterwegs sein. Aber 25kg statt 31 wäre schon schön :D

vor 11 Stunden schrieb Anhalter:

1. Hände, Füße, Kopf... grade wenn ich stationär bin habe ich festgestellt dass dort eine gute Isolation mehr zum Wohlfühlbefinden beiträgt als eine zusätzliche Schicht am Körper.

Kopf hab ich einen Filz Hut ( ja ich weiß was ihr denkt :D) und oder einen Buff + die Kapuze von der Hardshell. Hände wenn es wirklich kalt ist in den Hosentaschen oder den Ärmeln. Füße sind tatsächlich etwas problematisch die kühlen beim Angeln und Packraften gerne mal aus und die im Norden früher oder später immer etwas feuchten Stiefel helfen da auch nicht.

vor 4 Stunden schrieb zopiclon:

hängt davon ab, wie viel du schwitzt und wie viel Wasser deine Hardshell durchlässt. Ebenso ist es wichtig was für eine Menge Wasser auf deiner Hardshell befindet, wie viel davon in der Luft ist, sowie welche Temperatur diese hat.

Die Hardshell ist eine Mountain Equipment SHIVLING JACKET die lässt von außen gar kein Wasser durch. Membran ist eine Gore-Tex Pro 2.0 Most Breathable die führt die Feuchtigkeit von innen auch halbwegs gut ab solange man sich nicht anstrengt. Wie gesagt durchschnittliches Einsatzgebiet für die Weste wäre 0°-5° Jacke von Außen Nass und hohe Luftfeuchtigkeit. Schwitzen tue ich in der Situation nicht

vor 4 Stunden schrieb zopiclon:

oder noch ganz andere: das hängt von den Anforderungen ab, welche man stellt - deine beiden genannten Jacken haben unterschiedliches Iso Material, wenn  auch mit ähnlichem Flächengewicht und haben somit andere , mögliche, Einsatzgebiete.

Daher ja meine Frage welches Material da in Frage kommt ;)

vor 3 Stunden schrieb paolaMTB:

unter die hardshell passt sie nicht, da müsste die hardshell schon großzügig geschnitten sein, stört aber nicht, wärmt auch darüber.
Sofern es nicht regnet, Schnee hält sie gut aus. 

Schnee hatte ich da oben jetzt kaum und wenn dann in der Form von Schneeregen. Jacke muss also unter die Hardshell.

 

 

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vor 32 Minuten schrieb SvenW:

Daher ja meine Frage welches Material da in Frage kommt

Plumafill hat ein sehr gutes Gewicht /Volumen zu Wärme Verhältnis und imitiert Daune, liegt im Schnitt aber im Vergleich unter 700er Daune. 

Apex ist langlebiger, hat aber ein großes Volumen. 

Primaloft ist der Kompromiss. 

Aber das ist nur meine Meinung. 100er primaloft (mit aerogel) wäre meine Wahl

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@SvenW danke für dein reisebericht, schönen montagmorgen gehabt bisher :-)

weste: haglöfs lim barrier (weste) ist gut warm und klein verpackbar (dürfte so 140 - 160 gr wiegen). feucht = kufa.

 

Am 7.11.2021 um 10:07 schrieb Steintanz:

unter alles andere drunter, z.B. aus Polypropylen

der gedanke kam mir auch, aber: fürs längere rumstehen bringt die weste ein besseres wärme/gewichtsverhältnis finde ich. aber: nachm laufen mal handtuch in die hand nehmen und ggf. unterste lage wechseln würd ich vielleicht trotzdem machen.

nach nem "moderneren" fleecepulli könntest du auch mal gucken, da gibts auch welche, die leichter/wärmer sind. und im zweifel geht auch klassisch "norwegisch": noch n langärmeliges winter merino drunter, aber da ist die weste fürs rumstehen/sitzen vielseitiger und leichter bei gleichem packmass.

 

Bearbeitet von hans im glueck
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Am 7.11.2021 um 12:15 schrieb SvenW:

... alleine Wathose + Watschuhe wiegen zusammen schon 2,5kg...

OT: Trockenanzug zum Paddeln + Angeln? Darunter lässt sich einfach viel Flies tragen... oder auch mal weniger. Dazu noch eine Lösung, damit die Füße im Wasser warm bleiben und eine gute Sohle (Sandalen?) haben. Ich weiß nicht, wie praktikabel das für dich und das Angeln wäre, aber eine Gewichtseinsparung dürfte sich durch Multi-use + leichteres Schuhwerk schon ergeben. Im Trocki staut sich ja warme Luft - das erlebe ich ja schon bei meinen Semi-trocken-Klamotten. Das hilft zusätzlich ein bisschen, denke ich. 

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Mein Vater ist jetzt auch von Wathosen auf einen Trockenanzug gewechselt. Den hatte er sich für sein Angelkajak angeschafft.

Mir helfen ein paar trockene Fließhandschuhe (von Decathlon) oder fürs Angeln nen paar Simms Softshellhandschuhe sehr. Statt des Buffs kannst du mal eine Buff Sturmhaube testen, am Tage einfach weiter als Halstuch zu tragen, Abends und zum Schlafen als Sturmhaube für warmen Nacken. Im Herbst/winter nehme ich statt dessen auch gern meinen Mountain Equipment Eclipse Hooded Zip Tee mit. Die Kapuze kann fasst wie eine Sturmhaube geschlossen werden.

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Danke für die vielen Tipps die Mehrheit spricht sich ja wie ich bereits befürchtet habe eher gegen Daune aus daher steht Kufa jetzt schonmal fest. Ich tendiere immernoch zu der Patagonia Micro Puff muss mal schauen ob ich die hier in HH irgendwo anprobieren kann.

OT:

Zu den OT Themen:

- Fleecepulli werd ich mich auch mal umsehen.

- langärmliges Merino Shirt (woolpower) zum unterziehen hatte ich auch schon dabei, fand ich aber zu schwer und zu warm und auch schlecht kombinierbar. Ne Weste kann ich z.B. auch mal bei gutem Wetter überm Tshirt anziehen langärmliges Merino ist mir als äußere Schicht zu empfindlich.

- Trockenanzug: wäre aus Sicherheitsgründen beim Packraften die beste Wahl, zum Angeln aber vermutlich eher nicht. Hätte da die Befürchtung mangelnde Robustheit und fehlende Atmungsaktivität. Wir legen in den Watklamotten ja noch einiges an Strecke zurück wenn wir am fischen sind. Hab mich aber entschieden die Hose zu wechseln, heute ist meine Patagonia Middle Fork geliefert worden die spart schonmal 500gr gegenüber meiner vorherigen Hose und hat nichtmal die hälfte des Packmaßes. Hoffe mal das die trotzdem robust genug ist um im Norden durch das Gebüsch aus Wacholder und Krüppelbirken zu laufen.

-Watschuhe ersetzen ist auch nicht ganz einfach meine gehören schon zu den leichtesten auf dem Markt,  heißen sogar Flyweight :D

https://www.simmsfishing.com/flyweight-boot-s19

-Da oben hat man häufig recht steinige/felsige Gewässer da ist ein Schuh der die Knöchel etwas Schützt schon nett. Über Nasse und rutschige Steine laufen ist ja so schon unangenehm, stell dir vor das du dabei bis zur Hüfte im Wasser stehst und ein Großteil der Aufmerksamkeit nicht auf die Füße sondern einen Fisch vor dir gerichtet ist ;) Martin mit dem ich in Grönland unterwegs war ist einfach in den Watschuhen auch gewandert hat sich dabei aber auch riesige blasen geholt. Das ist aber imo noch die praktikabelste Idee ggf. in Kombination mit wasserdichten Socken. Muss mich mal überwinden das auszutesten.

-Handschuhe trage ich eigentlich erst bei Minusgraden

Eventuell mache ich demnächst nochmal einen Thread im "Schwerer als UL" mit meiner aktuellen Packliste und meinen Plänen diese zu optimieren auf dann können wir da weiter diskutieren

 

 

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Ja, da war ja schon viel Gutes dabei. Kopf, Hals und Hände waren auch meine Gedanken, aber da bist ja brauchbar bedeckt. Wenngleich ein Filzhut vielleicht nicht die gleiche Isoleistung bringt wie eine Fleecemütze etc.

Einlegesohlen in den Schuhen können auch Wunder wirken auch da gibt es günstige gute.

Was Deine Weste betrifft, wurde ja schon mehrfach genannt, mit Ärmeln dran sicher wärmer- also eine Jacke. Ich habe die vom Decathlon, ist sehr leicht und das Packmaß ist auch klasse.

 

Fürchte viel Neues konnte ich nicht beitragen.

 

Grüße

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Da es ja eh eine "UH"-Tour wird :grin: 

 

Bei Helikon-Tex gibt es Jacken und dergleichen mit Climashield-Apex in "anglerfreundlichen" Farben. Zudem besteht wohl  Gefahr von Daunenverlust, wenn man sich mal selbst "hakt".

Leider gibt es die "Malamute"-Weste nicht mehr. Die ging weg, wie geschnitten Brot. Ich glaube meine musste direkt aus Polen kommen.

Ich sehe aber noch einen anderen Ansatz: Den "Swagman-Roll". Und zwar die teurere "original" Version mit dem Climashield. Decke, Überhang, Poncho, Schlafsackerweiterung (auch gut bei Kondens). 

https://www.camostore.de/helikon-tex-swagman-roll-poncho-climashield-apex-adaptive-green.html 

Für UL-Touren muss das Zeugs dann allerdings zu Hause bleiben. Oder gut versteckt .... 

 

 

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Am 7.11.2021 um 12:15 schrieb SvenW:

Kopf hab ich einen Filz Hut ( ja ich weiß was ihr denkt :D) und oder einen Buff + die Kapuze von der Hardshell. Hände wenn es wirklich kalt ist in den Hosentaschen oder den Ärmeln. Füße sind tatsächlich etwas problematisch die kühlen beim Angeln und Packraften gerne mal aus und die im Norden früher oder später immer etwas feuchten Stiefel helfen da auch nicht.

Wenn es leicht und schnell wechselbar sein soll würde ich ebenfalls empfehlen auf Kopf, Hals, Hände und Füße zu achten. Die werden oftmals vernachlässigt und sind somit die "Kältebrücken" des Körpers. Nachteil: die vielen, "kleinen" Einzelteile verlieren sich schneller. (Die Gewichtsangaben beziehen sich auf meine Ausrüstungsgegenstände und wurden von mir nachgewogen)

Kopf:
Ich trage gerne einen Kapuzenpullover/ Hoodie über dem Baseler (180-200g) damit warme Luft des Körpers über den Hals/ Nacken zum Kopf hoch wärmt. Unter den Hoodie kommt eine 300er Merino-Fleece Mütze (83g) und über den Hoodie noch eine weitere, luftige Merino-Woll Beanie (66g-91g). Ist es mir zu heiß oder ich fange an zu schwitzen kann je nach Bedarf mit den 3 Mützen sehr effizient und einfach gespielt werden. Die Hardshell-Kapuze noch nicht einmal einkalkuliert.

Hals:
Meine unteren Schichten werden dem Wetter entsprechend gewählt und kommen ohne Reißverschlüsse. Die mittlere & äußere Schicht haben alle einen hohen, warmen Kragen welcher eine schnelle Belüftung bei Überhitzung ermöglicht. Darüber kommt ein geknüpfter Merino-Woll-Rundschal (100g) welche ich auch zum Schlafen in der Hängematte gerne nutze - dadurch, dass er geknüpft ist bleibt er sehr atmungsaktiv und lässt sich sehr gut über das Gesicht ziehen. Außerdem kommt es nicht so sehr zum Hitzestau und ich kann ihn sogar beim Fahrradfahren ohne Probleme tragen. 

Wenn die Schultern schnell frieren kann der Halswärmer auch etwas mehr sein: 
b_4039.jpg?version=2sV4TPPI
Meiner aus Merinowolle in L/XL wiegt 118g.

OT: Ein (Voll)bart tut sein übriges. 


Hände/ Arme:
Base- und Midlayer haben oftmals Daumenlöcher welche nach Bedarf genutzt werden. Handgelenkwärmer (34g) können ohne "korrektes" anziehen lediglich an den Handgelenken getragen werden. Eine alte (Merino)-Socke lässt sich recht schnell zum selben Zweck umwandeln. Die Luft wird noch besser im Ärmel gehalten/ gestaut und erwärmt. Dazu noch dünne Handschuhe (22g), damit die Hände nicht gleich auskühlen sollten Sie aus den Taschen gezogen werden. 

Füße:
Ein dünnes Paar Merinosocken (45g) unter ein dickeres Paar (60-130g). Darüber ebenfalls (Merino) Beinstulpen oder wieder ein altes Paar umgewandelter (Merino) Socken.
In meiner Fahrradausrüstung sind meistens auch Überschuhe mit, welche somit als Doppelnutzung Verwendung finden.Warme (frische) Einlegesohlen können ebenfalls mit wenig Gewicht und Geld gut Wärme liefern. 

OT: Regelmäßig heißen Tee trinken. In UL-Manier geht natürlich auch nur heißes Wasser.

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