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Ultraleicht Trekking

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Immer wieder scheint das Sportliche am Wandern und anderen UL-Touren in unseren Threads durch - und da bin ich zuweilen aktiv dran beteiligt. Allerdings muss ich stets feststellen, dass ich meine Touren nie als Sport empfinde - auch meine Bikepacking-Touren nicht. 

Ich trainiere systematisch und sogar sehr tourenorientiert und empfinde dieses Training z.T. auch 'echt' als Sport (vor allem Krafttraining und Einheiten auf dem Spinningrad im Keller). Aber selbst wenn ich mich auf Tour wirklich fordere - und dies noch auf Basis des monatelangen Trainings - habe ich dabei einfach kein sportliches Gefühl. Abenteuer? Oft. Bewegungslust? Auch. Reiselust? Das sowieso. Naturliebe? Klar. Aber Sport spielt bei der Sache gefühlt keine Rolle. Sport führt zu ihr hin und tritt dann leise in den Hintergrund.

Wie sieht das bei euch aus?

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Ich denke das ist eine Frage dessen, wie man den Begriff Sport definiert. Für mich ist Sport einfach Bewegung mit intensiverer Belastung als ich sie im Alltag habe , und ob das beim Laufen, Radeln, Fußballspielen, Wandern oder beim Mähen mit der (guten alten motorlosen) Sense ist, das ist eher sekundär. Was ist für dich beim Sport anders als auf Tour, wenn es nicht die Intensität ist? Leistungsdruck?

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vor 54 Minuten schrieb BitPoet:

Leistungsdruck?

Kannst Recht haben. Die Komponente ist beim Training stark dabei (auf Tour nebensächlicher). Allerdings trainiere ich ja großenteils wegen der Touren - damit sie leichter fallen, aber auch umfangreicher sein können. 

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Für mich ist Wandern Sport, einfach aufgrund der Intensität. Ich freue mich auch wenn sich meine Leistung verbessert. Trotzdem ist es (bei mir) nicht so verbissen wie zum Beispiel beim laufen. Ich finde es nicht schlimm wenn ich bestimme Zeiten nicht erreiche. Auch ein gestecktes Ziel kann ich während einer Tour anpassen ohne dass ich schlecht drauf bin, ich mache auch mal ein paar Stunden pause wenn es mir an einer Stelle gefällt und wandere dafür evtl in die Nacht hinein. Also schon Sport und auch "Leistungsorientiert" aber immer mit Fokus auf Spass und Genuss!

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vor 41 Minuten schrieb basti78:

Auch ein gestecktes Ziel kann ich während einer Tour anpassen ohne dass ich schlecht drauf bin...

Das kann ich auch, emotional... und kann es oft doch nicht, weil ich am Ende der Tour beispielsweise pünktlich am Meer ankommen möchte, um mit meiner Frau entspannt Urlaub zu machen. Deshalb baue ich mir anfangs oft einen Kilometervorrat auf, empfinde diese Maßnahme aber dennoch nicht als Symptom 'sportlichen' Drucks. Wohingegen es mir echt den Abend versauen kann, wenn ich im Intervalltraining von Woche zu Woche einmal Stagnation feststellen muss... und das, obwohl ich mich allen sportlichen Wettbewerben verweigere. 

Ich stelle fest, dass ich dem Wort 'Sport' wahrscheinlich sehr ambivalent gegenüberstehe. Für mein Alter (57) bin ich inzwischen vermutlich ziemlich sportlich... aber eigentlich nur, weil die Anderen vor vielen Jahren schon aufgehört haben. Jedenfalls konnte ich zu Schulzeiten nicht mit einer besonderen Begabung in dieser Hinsicht brillieren (weshalb am Begriff 'Sport' für mich viel Zwang hängt - das Gegenteil der Freiheit, die ich auf Tour empfinde und die ich ungeachtet aller logistischen Einengung verspüre. Viel ist da wohl biografisch tradiert.)

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Sport fühlt sich dann als Sport an, wenn ich damit "nur" irgendwelche Trainingsziele verfolge: ab und an Fitnessstudio, öfter mal laufen. Wandern, paddeln, Garten umgraben, Gehwegplatten verlegen, mit dem Rad zur Arbeit etc. ist zwar auch Sport, fühlt sich aber nicht so an - da steht die eigentliche Tätigkeit, der Weg / das Ziel (je nachdem) im Vordergrund. Ich bilde mir ein, dass mich letztere Tätigkeiten (fast) genauso gut für meine Hobbys fit halten - mit dem entscheidenden Vorteil: dass ich dann schon meine Hobbys ausübe.:-D Von daher empfinde ich "Sport" als unproduktiv: der Gartenweg ist hinterher nicht gepflastert, das Kartoffelbeet nicht umgegraben, ich habe keine neuen Erlebnisse in der Natur gemacht,... Trotzdem mache ich manchmal(!) auch "Sport" - einfach weil es schön sein kann, den eigenen Trainingsfortschritt zu sehen und etwas Sinnfreies / Nutzloses zu tun.

Auf den (etwas überspitzten) Punkt gebracht: Hobby vs. Sport = sinnvoll vs. nutzlos oder Freiheit vs. Zwang/Plan. ;-)

bearbeitet von sinje

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vor 3 Stunden schrieb sinje:

Auf den (etwas überspitzten) Punkt gebracht: Hobby vs. Sport = sinnvoll vs. nutzlos oder Freiheit vs. Zwang/Plan. ;-)

Passt schon... ich weiß, was du meinst. Allerdings wird Systematik (Zwang/Plan... Sport) mit steigendem Alter immer entscheidender -  zu wissen, wo man den Hebel ansetzt, damit der unvermeidliche Abbau möglichst unmerklich bleibt. Und manchmal entdeckst du sogar mit Mitte 50 noch Methoden, um die Kondition relativ zum Vorjahr zu verbessern (fast immer sogar ohne zusätzlichen Zeitaufwand). Das geht aber nicht mehr so locker nach der Devise, dass jeder Weg nach Rom führt, - also jede Bewegung gut tut. Je älter du wirst, um so mehr muss der richtige Fokus her. Reichte mir vor zehn Jahren einfach viel MTB-Fahren im Wald als Vorbereitung für eine Bikpacking-Alpentour, so würde das heute nicht mehr so gut funktionieren.

Wer sich dafür bereits interessieren muss, findet vielleicht in diesem Buch von Joe Friel die passenden Anregungen. 

(Mit Sport finde ich mich also ab, weil die Hobbys dann besser funktionieren.)

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Ein Glück ich bin erst 49...:-D Ich werde mir deine Hinweise inkl. Literaturempfehlung zu Herzen nehmen. Denn auf Abbau und vor allem die Einschränkungen bei den Draußen-sein-Hobbys hat ja keiner Lust.;-)

Natürlich mache ich mir schon Gedanken, wie man auch reduziert viel Spaß haben kann. Da sind Wandern mit immer mehr UL und Paddeln an sich gute Hobbys, weil die Intensität fast beliebig nach unten variiert werden kann. Schubkarre nur noch halbvoll geht auch. Ob ich demnächst dann nur noch 30x30er-Gehwegplatten verlege?:shock: Also doch Sport.:-P

bearbeitet von sinje

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Interessant finde ich diverse Studien, wonach der Abbau bis in die 70er eigentlich nur linear erfolgen müsste - so dass die Sprünge, die manche Leute an sich erfahren, laut Friel eher mit Veränderungen der Lebensweise zusammenhängen. Der Kernfehler besteht aus seiner Sicht darin, zu wenig intensiv zu trainieren, - was uns ‚Mittleren‘ aber jahrelang fast einhellig nahegelegt wurde. Legt man diesen Schalter um, passiert mitunter Erstaunliches: Man beginnt wieder, das eigene Potenzial auszuschöpfen und verbessert sich u.U. sogar erst einmal. Allerdings ist Vorsicht angeraten: Ein ärztlicher Check wäre klug, bevor man sich erstmals seit langer Zeit wieder so hart fordert.

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Ich sehe auch einen Unterschied zwischen Sport und Tour. Beides macht mir Spass. Der Unterschied ist:

  • Sport ist Alltag. Das mache ich mehrmals pro Woche.
  • Tour ist Urlaub. Das mache ich leider nicht so oft.

Die sportliche Komponente gehoert auf Tour in jedem Fall dazu, sonst waere die Tour langweilig. Sie tritt aber irgendwie in den Hintergrund, ganz so wie von anderen hier schon beschrieben.

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Also ich denke, dass sich grundsätzlich so gut wie jede Tätigkeit als Sport ausüben lässt. Es kommt darauf an, was die jeweiligen Zielsetzungen bei der Ausübung der Tätigkeit sind.

Gehts bei den Zielsetzungen um Training zur Leistungsverbesserung, Wettkampf, neue Bestzeit oder Rekord aufstellen etc., würde ich die Tätigkeit als Sport bezeichnen.

Gehts darum, neue Orte kennenzulernen, Abenteuer zu erleben, Sehenswürdigkeiten oder Kultur zu erkunden etc., empfinde ich das nicht als Sport (obwohl vieles aber durchaus auch mit sportlichen Ambitionen ausgeübt werden kann).

Beides lässt sich auch miteinander kombinieren, und es gibt Überschneidungen, da sich wahrscheinlich fast alle Tätigkeiten auch mit sportlichen Ambitionen ausüben lassen.

@sinje, bzgl. Zwang/Plan, Freiheit: Auch bei Einteilungen in produktiv/unproduktiv finde ich, dass diese zu unnötigen Zwängen führen können. Die Entscheidung, was als produktiv/unproduktiv oder sinnvoll angesehen wird, ist meiner Meinung nach meistens sehr subjektiv. Natürlich gibts gewisse gesellschaftliche Normen (die auch der Veränderung unterliegen), und ich verstehe auch gut was Du meinst, aber so ganz unkommentiert stehenlassen will ich es nicht ;-). Du hast ja selbst gesagt, dass Du Deine Hobbys ausübst - und das als sinnvoll erachtest und dabei Freiheit empfindest (damit will ich sagen, dass mir die von Dir vorgenommene Einteilung als etwas sehr individuelles erscheint) ;-).

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Also wenn meine Touren kein Sport sind, mache ich praktisch keinen Sport:? Den ausser meinen Touren (Wandern, Splitboard, Bike) und dem Arbeitsweg, welchen ich (leider nicht mehr so häufig) mit dem Bike zurücklege, mache ich nichts, aber auch gar nichts sportliches. Schlussendlich ja egal wie man es verpackt - was zählt ist der Inhalt. 

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