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Ultraleicht Trekking
Mia im Zelt

Regenjacke UL-Gewicht vs. Regenschutz

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vor 3 Stunden schrieb markus.z:

Hat schon jemand Erfahrungen mit den GoreTex "ShakeDry" Produkten wie z.b.  die Arcteryx Norvan SL gemacht? Habe darüber aktuell nur positives gelesen. Allerdings leider sehr teuer. 

Die Bewertungen der Norvan SL sind teilweise sehr schlecht (was auch am Reißer liegen mag) 

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Ich melde mich mal aus der Versenkung zurück. Nachdem ich an den Feiertagen viel Zeit fürs Forum hatte, hat mich anschließend wieder der Alltag mit seiner vielen Arbeit eingeholt. :|

Hatte am Wochenende die Möglichkeit, in einen Decathlon einzukaufen. Dort habe ich die versch. Raincuts anprobiert. Ursprünglich war mein Favorit die Version ohne langen Reißverschluss, doch bei der musste ich feststellen, dass der kurze Reißverschluss deutlich unterm Kinn endete und somit dem Regen eine ideale Eintrittspforte gewährt. Also kam nur noch das Modell mit langem Zip in Frage. Beim Damenmodell waren mir die Ärmel leider zu kurz, daher habe ich das Herrenmodell in Größe M (235g) gewählt. Begeistert bin ich von der Kapuze, die sich richtig fest zuziehen lässt. Sobald ich die Jacke getestet habe, berichte ich. 

Einen passenden Decathlonfleece mit 170g habe ich mir auch gekauft.  

 

Am 1.1.2020 um 22:41 schrieb Kay:

Ich bin auch viel in den Alpen unterwegs und bei Regen bevorzugt mit Schirm. Ich benutze den kleinsten und leichtesten von Euroschirm.

Allerdings muss ich hier einschränken, dass ich bei Regen keine Wege gehe, bei denen ich meine Hände frei haben muss. Ich versuche bei Schietwetter mich im Tal und im Windschatten zu halten und nicht auf ausgesetzten Kammwegen o. ä.

Ich sehe es so, dass Anpassung ans Wetter nicht nur durch Kleidung sondern auch durch Skills (Wetterkunde, Orientierung, Findung Alternativrouten ...) und Mindset (mentale Beweglichkeit umzuplanen und überhaupt die Möglichkeit dazu zu sehen)  geschehen kann. 

Nachtrag: 

Falls ich ohne Schirm im Schietwetter unterwegs bin, ist mein Mantra: Arschbacken zusammenkneifen und durch. Alle verfügbaren Snacks werden in Griff-Reichweite verstaut, ich schlage ein Tempo ein, in dem ich ohne Pausen bis zu einem trockenen Unterstand, Hütte, Auto ... komme und lege keine Pause mehr ein. Wenn ich bei so einem Wetter einmal auskühle, dann bin ich quasi nicht mehr verkehrstüchtig für Bergpfade (Schlottern,  Muskelkrämpfe, Trittunsicherheit ...) Diese kleinen Handwärmer Pads (single use, nicht die Geldinger mit den Knickies) habe ich immer im Gebirge Erste Hilfe Set dabei. Und bei Tagestouren in solchem Wetter eine Mini-Thermos mit Kaffee. Nicht UL per se, aber Schietwetter Erlebnis Ermöglicher. 

Gehst du dann mehrtägig mit Zelt oder eher nur Tagestouren? Meistens laufe ich oberhalb der Baumgrenze. 

Bei den Skills kann ich bestimmt auch noch was verbessern, z.B. das Wetter ohne Wetter-App vorhersagen lernen. Was meinst du genau mit mentale Beweglichkeit? 

So habe ich mich auch bereits oftmals verhalten. Das Ergebnis war dann tatsächlich so wie von dir beschrieben (schlottern, Trittunsicherheit, zu kalt um noch logisch zu denken). Diesen Zustand möchte ich in Zukunft vermeiden. 

 

Am 8.1.2020 um 13:24 schrieb ALF:

Ich (170cm, 60kg) habe mir jetzt auch mal eine Frogg Toggs Jacke und zum Vergleich eine Decathlon RainCut gekauft.

Ich bin gespannt, was du noch zur Wasserdichtigkeit der Jacken berichten wirst! Habe mir die Raincut mit langem Zip gekauft. 

 

 

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Am 29.12.2019 um 18:21 schrieb Michas Pfadfinderei:

Ich besitze die Berghaus Hyper. 
Bisher 2 Tage nacheinander bei leichtem Regen mit Rucksack getragen (9 Kilo). 
Temperatur ca. 18 Grad. 
War dicht und atmungsaktiv. Klar musste ich bergauf den Reißverschluss öffnen. 
Gewicht, Packmaß und Funktion echt klasse. 
Langzeiterfahrung habe ich keine damit, sorry. 

 

So ungefähr sind meine Erfahrungen auch. Habe sie jetzt ein 3/4 Jahr, aber erst zweimal nutzen müssen. Hatte halt "leider" kein schlechtes Wetter. Bei richtigem Dauerregen würde ich die Jacke versuchen offen unter meinem GWC tragen (damit die Arme trocken bleiben).

Die Raincut finde ich persönlich von der Funktion fürchterlich. Null atmungsaktiv mMn. Nach Gebrauch dachte ich immer "Hättest dich auch nass regnen lassen können bei dem ganzen Schweiss."

bearbeitet von dr-nic

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Am 13.1.2020 um 13:22 schrieb Cyco2:

Die Bewertungen der Norvan SL sind teilweise sehr schlecht (was auch am Reißer liegen mag) 

So, dann melde ich mich auch mal zu Wort. Ich habe momentan fürs Wandern/Bikepacking zwei Regenjacken im Einsatz (immer alle bissi beschnibbelt), beide ca. 2-3 Jahre alt, kurz nachdem diese rausgekommen sind zugeschlagen: einmal eine Arcteryx Norvan SL (Größe L, 124g) und eine Columbia Outdry Featherlight (auch L, 223g). Beide schon 3-4 mal gewaschen, nie sonst was gemacht, beide immer noch dicht.

Ich hab beide Jacken gerne an, die Norvan aber viel lieber, da: leichter, gefühlt atmungsaktiver und besser geschnitten. Die Columbia nehme ich eigentlich nur noch für Touren mit, auf denen ich fest mit Scheisswetter™ (5 Grad, Dauerregen, Schneeregen um den Nullpunkt sowas halt...) rechne und mehr Platz für weitere Layer darunter brauche.

Die Columbia ist absolut dicht, die Norvan suppt tatsächlich (vor allem aufm Rad bei Gegenwind) durch den Reissverschluss geringfügig rein. Aber auch nicht mehr als ich eh schon alles von innen nassschwitzen würde. Das aktuelle Modell hat einen anderen Reissverschluss, und solte das Problem beheben. Was die Haltbarkeit angeht: bisher keine Probleme. Naja, ein paar Löcher vom letzten Fahrradunfall an den Ärmeln in der Norvan, ich war ehrlichgesagt erstaunt, und hätte mehr Schaden erwartet.

Falls ich mir jetzt eine Regenjacke kaufen müssen würde, dann würde es wahrscheinlich eine der beiden werden: MontBell Peak Dry Shell oder die GORE® H5—beide Shakedry, aber mit ein paar mehr Features als die Norvan. Garkeine Tasche an der Regenjacke ist irgendwie halt auch doof.

Haltbarkeit ist immer so ne Sache, MontBell schreibt es bei der Peak Dry selbst ganz gut "Backpackers with heavier loads or thru-hikers that have a light pack but intend to use it every day for 6 months would be better off going with a different option."—trifft auf mich beides nicht zu. Baseweight im schlimmsten Fall um die 5kg, Triplänge höchstens mal 3 Wochen. Für mich (zugegebenermaßen: da ich grade auch halbwegs gut verdiene) wiegt das nicht-imprägnieren-weil-kein-"wetting-out" dieser Art von Membranen den Preis/die Haltbarkeit auf.

(Randnotiz: Ich hab keine Erfahrung mit FroggToggs, Decathlon RainCut, o.ä., aber diverse andere eVent/Gore/bergans/OR-eigene Membranen, und die haben alle irgendwann den Geist aufgegeben, auch nach unterschiedlichen Versuchen, diese wieder zu imprägnieren)

bearbeitet von waldgefrickel

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Am 14.1.2020 um 21:36 schrieb waldgefrickel:

So, dann melde ich mich auch mal zu Wort. Ich habe momentan fürs Wandern/Bikepacking zwei Regenjacken im Einsatz (immer alle bissi beschnibbelt), beide ca. 2-3 Jahre alt, kurz nachdem diese rausgekommen sind zugeschlagen: einmal eine Arcteryx Norvan SL (Größe L, 124g) und eine Columbia Outdry Featherlight (auch L, 223g). Beide schon 3-4 mal gewaschen, nie sonst was gemacht, beide immer noch dicht.

Ich hab beide Jacken gerne an, die Norvan aber viel lieber, da: leichter, gefühlt atmungsaktiver und besser geschnitten. Die Columbia nehme ich eigentlich nur noch für Touren mit, auf denen ich fest mit Scheisswetter™ (5 Grad, Dauerregen, Schneeregen um den Nullpunkt sowas halt...) rechne und mehr Platz für weitere Layer darunter brauche.

Die Columbia ist absolut dicht, die Norvan suppt tatsächlich (vor allem aufm Rad bei Gegenwind) durch den Reissverschluss geringfügig rein. Aber auch nicht mehr als ich eh schon alles von innen nassschwitzen würde. Das aktuelle Modell hat einen anderen Reissverschluss, und solte das Problem beheben. Was die Haltbarkeit angeht: bisher keine Probleme. Naja, ein paar Löcher vom letzten Fahrradunfall an den Ärmeln in der Norvan, ich war ehrlichgesagt erstaunt, und hätte mehr Schaden erwartet.

Falls ich mir jetzt eine Regenjacke kaufen müssen würde, dann würde es wahrscheinlich eine der beiden werden: MontBell Peak Dry Shell oder die GORE® H5—beide Shakedry, aber mit ein paar mehr Features als die Norvan. Garkeine Tasche an der Regenjacke ist irgendwie halt auch doof.

Haltbarkeit ist immer so ne Sache, MontBell schreibt es bei der Peak Dry selbst ganz gut "Backpackers with heavier loads or thru-hikers that have a light pack but intend to use it every day for 6 months would be better off going with a different option."—trifft auf mich beides nicht zu. Baseweight im schlimmsten Fall um die 5kg, Triplänge höchstens mal 3 Wochen. Für mich (zugegebenermaßen: da ich grade auch halbwegs gut verdiene) wiegt das nicht-imprägnieren-weil-kein-"wetting-out" dieser Art von Membranen den Preis/die Haltbarkeit auf.

(Randnotiz: Ich hab keine Erfahrung mit FroggToggs, Decathlon RainCut, o.ä., aber diverse andere eVent/Gore/bergans/OR-eigene Membranen, und die haben alle irgendwann den Geist aufgegeben, auch nach unterschiedlichen Versuchen, diese wieder zu imprägnieren)

Das hört sich doch gut an. Danke. Werde mir mal die MontBell und Gore anschauen.

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