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Ultraleicht Trekking
Mia im Zelt

Regenjacke UL-Gewicht vs. Regenschutz

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vor 19 Stunden schrieb Firehawk:

Abschließend konnte ich dies für mich nicht klären, darum nehme ich meist zusätzlich einen kleinen leichten Regenschirm mit, der Kopf, Schultern und z.T. den Oberkörper trocken hält.

Bei starkem Wind oder anspruchsvollem Gelände ist ein Schirm nicht so gut geeignet. Da bleibt er in der Tasche und ich gucke, dass ich Schutz finde. 

Was ist dir wichtig?
Was soll deine Jacke unbedingt haben/können?

Trocken und leicht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Was noch?
Schnitt?
Länge?
Membran ja/nein? (wobei die durch mechanische Belastung früher oder später kaputt gehen)

Danke für die Idee mit dem Regenschirm. So einen benutze ich bisher nur in der urbanden Gegend. Meistens bin ich in den Alpen unterwegs. Fast immer oberhalb der Baumgrenze. Daher frage ich mich, ob ein Schirm dort überhaupt geeignet ist. Ist deiner schwer?

Was mir wichtig ist bei der Regenjacke? 

- 100% dicht

- leicht

- rucksacktauglich für +- 10kg

- lang genug geschnitten 

- eine Tasche wäre nett

- Kapuze soll sich gut verschließen lassen

- Reißverschluss nach oben hin nicht zu kurz, damit kein Wasser reinläuft

- Membran nicht notwendig. Hauptsache dicht. 

- einigermaßen bezahlbar

vor 18 Stunden schrieb Volker:

Auf den bisherigen Touren hatte ich die Jacke auch als Unterstützung zur Iso Jacke sehr oft an, das Rucksackgewicht lag meistens zwischen 5 und 8kg. In dem Gewichtsbereich bis 10kg halte ich die Jacke für voll Rucksack tauglich. 

Danke für die Einschätzung! Klingt ganz gut. Meist hat mein Rucksack ein Gewicht von rund 10kg. 

Dies möchte ich in Zukunft gerne verringern. Da ich aber gerade erst am Anfang bin und ich mir nicht alles an UL-Ausrüstung sofort leisten kann, dauert es auch noch etwas. Möchte nach und nach die Ausrüstungsgegenstände ersetzen, die ohnehin ersetzt werden müssen. Naja und Nahrung und Wasser wiegen natürlich auch. 

@ derray: Danke für die Erklärung!

vor 2 Stunden schrieb Christian Wagner:

Erfahrung habe ich mit nicht atmungsaktiven Jacken(PU und PVC (Friesennerz)), mehreren Jacken mit atmungsaktiver PU- Beschichtung eher im günstigen Preisbereich (z. B. Marmot Precip), aber auch eine Gore- Tex Paclite (North Face) und einer G1000 Jacke (dazu später mehr).

Die nicht atmungsaktiven Jacken waren dicht, man schmort aber halt im eigenen Saft.

Die atmungsaktiven Jacken waren alle (!) nach einigen Jahren gelegentlicher Benutzung undicht.

aber interessanterweise kam die Nässe nicht durch das Fleece bis auf das Hemd. An ein besonderes schwitziges Klima kann ich mich nicht erinnern (ist aber lange her).

Ausgehend von dieser Erfahrung habe ich dann angefangen Windjacken aus Pertex (Nylon- Microfaser) zu tragen. Die sind ebenfalls nicht wasserdicht, aber verhindern wenigstens etwas das der Regen in den Fleece eindringt, sind dafür aber auch leichter und noch schneller trocken. Die Regenjacke ist nur noch Backup im Rucksack.

Danke auch für deine Einschätzung. Mich interessiert brennend, welche nicht atmungsaktiven Jacken du hattest. Die hast du ja als komplett dicht beschrieben. 

Besonders hilfreich finde ich, dass Fleece als Zwischenschicht bei dir geholfen hat! Bisher hab ich noch kein Fleece. Nachdem ich deine Erfahrung dazu gelesen habe, muss ich mir wohl bald eines kaufen. Natürlich eine möglichst leichte Variante :wink:

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vor 8 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Mich interessiert brennend, welche nicht atmungsaktiven Jacken du hattest. Die hast du ja als komplett dicht beschrieben. 

Das war vor über 25 Jahren ein K-way (diese Jacken die man in die eigene Tasche verpacken konnte- damals der letzte Schrei) und ein Friesennerz (die Gemeindearbeiterkluft aus den 90ern, jetzt haben Männer in Orange auch 3L- Goretex an). Mit einer konkreten Kaufempfehlung für die Gegenwart kann ich also nicht dienen.

 

vor 8 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Besonders hilfreich finde ich, dass Fleece als Zwischenschicht bei dir geholfen hat! Bisher hab ich noch kein Fleece. Nachdem ich deine Erfahrung dazu gelesen habe, muss ich mir wohl bald eines kaufen. Natürlich eine möglichst leichte Variante 

Das muß damals eine glückliche Kombination Regenmenge, entsprechendem Dampfdruck von Innen, einem guten hydrophoben Fleece und entsprechendem Abstand zwischen der unteren und der oberen Lage gewesen sein, anders kann ich mir das nicht erklären das das so gut funktioniert hat. Wenn ich jetzt ein dünnes Shirt aus Merino anhabe und darüber die Windjacke, so werde ich bei richtig Regen auch doll nass. Wolle ist aber eben auch nicht hydrophob. Im hiesigen Sommer ist mir eine Lage Fleece zusätzlich aber zu warm, deshalb kommt jetzt eben doch eine Regenjacke mit.

LG, Christian

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Am 31.12.2019 um 09:58 schrieb Christian Wagner:

Das muß damals eine glückliche Kombination Regenmenge, entsprechendem Dampfdruck von Innen, einem guten hydrophoben Fleece und entsprechendem Abstand zwischen der unteren und der oberen Lage gewesen sein, anders kann ich mir das nicht erklären das das so gut funktioniert hat. Wenn ich jetzt ein dünnes Shirt aus Merino anhabe und darüber die Windjacke, so werde ich bei richtig Regen auch doll nass. Wolle ist aber eben auch nicht hydrophob. Im hiesigen Sommer ist mir eine Lage Fleece zusätzlich aber zu warm, deshalb kommt jetzt eben doch eine Regenjacke mit.

Hallo,

dieser Effekt wird seit Jahrzehnten v.a. in britischer Ausrüstung genutzt, z.B. bei Buffalo Systems oder Paramo, auch RAB Alpine Vapour Rise Hoody oder Marmot Ether DriClime Shirt/Hoody und einige Polartec AlphaDirekt-Produkte gehen diesen Weg: Über einer dünnen Unterwäsche oder direkt auf der Haut trägt man mehr oder weniger dickes/dünnes Fleece, Micropile/-fleece oder dickes zotteliges Pile (Faserpelz) und das wird von einer komplett oder relativ winddichten, dünnen Nylon/Pertex (usw.) Lage überdeckt getragen. Häufig werden diverse Belüftungs-RVs eingebaut. Die Materialien werden mehr oder weniger stark wasserabweisend bis (vorübergehend) wasserdicht imprägniert, typischerweise die dünne Außenlage bei fast allen, die Fleece/Pile/Liner-Lage soweit ich weiß nur bei Paramo. Ergebnis ist ein Kleidungsstück das auch mit Regen (noch) gut funktioniert (auch wenn man mehr oder weniger feucht werden kann, je nach Produkt) und sich aber auch "luftig" wie eine Softshell (daher kommt ursprünglich der Begriff) tragen lässt. Die Funktionsweise ist in diversen Beschreibungen der Hersteller oder unter Stichworten wie "Pile and Pertex" oder "Shelled Micropile/-fleece" zu finden. Selbst als eine Art Neoprenalternative (vergleichbar mit ca. 1-2mm Neoprendicke) etwa bei Kenterung kann diese Kombination recht gut wirken.

Meiner Erfahrung nach ist es eher unerheblich, ob man ein fertiges (teures) Kleidungsstück von dieser Art nimmt oder eben ein "normales" Fleece/Grid Fleece/Fleeceunterhemd/HighLoft Fleece/etc. (je nach Wärmebedarf) mit einem Windshirt kombiniert; auch mit Windweste finde ich es sehr angenehm über einen weiten Einsatzbereich hinweg. Imprägnierung nutze ich gar keine. Die Funktionsgrenze wird m.E. bei kaltem, andauerndem Starkregen/Nassschneefall erreicht oder bei höheren Temperaturen, wenn auch das dünnste Fleece-Material direkt auf der Haut getragen mit Windschutzschicht darüber zu warm wird. Man muss verstehen, dass das Ziel hierbei nicht wirklich dauerhaftes Trockenbleiben ist (also nicht ein zweifelhaftes "guaranteed to keep you dry"); vielmehr wird auf Atmungsaktivität/Belüftung, kurze Trockenzeit und Isolation auch bei Feuchte/Nässe Wert gelegt, und es wird der wesentliche Effekt genutzt, dass Fleece-Varianten flüssiges Wasser von der Haut weghalten/"wegpumpen" (Wolle tut dies nicht/kaum und hält Wasser in sich), wobei keine Membran den Weg versperrt, um diese Nässe nach außen wieder abzugeben und in der Regenpause zu verdunsten. Manche Fleece-Typen tun dies besser, manche schlechter; ich finde meist das stinknormale "Discounter"-Fleece direkt auf der Haut getragen dafür recht gut geeignet; darüber ein Windshirt oder eine Windweste und fertig. Für Kalt- oder Starkregen kommt ein dickeres oder doppeltes Fleece dazu oder eben eine dünne (gerne auch billige, diffusionsdichte/"nicht-atmungsaktive") Regenjacke, Poncho oder ein Schirm.

 

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Columbia Outdry-Material wäre einen Blick wert (gab es schon vor ShakeDry von GTX ) - soll atmungsaktiv/diffusionsoffen sein, was mir aber ziemlich egal ist. Die Jacke ist bei mir sehr gut wasserdicht (beste Dichtigkeit, die ich je hatte), auch mit Rucksack (10+kg) und zeigt keinen  wet-out-Effekt (im Gegensatz zu allen Jacken, die ich je hatte und die teils ein Vielfaches gekostet hatten, mit diversen Membranen/Beschichtungen, allesamt diffusionsoffen). Imprägnieren muss man nicht. Regen perlt gut und dauerhaft ab, man vermeidet also weitgehend eine Verdunstungsabkühlung. Trocknet entsprechend sehr schnell in Regenpausen. Innere Seite des Stoffes nimmt ein klein wenig Feuchtigkeit vom Körper auf, fühlt sich dadurch kaum je nass an verglichen mit offen liegenden Beschichtungen/Membranen, an denen innen Körperfeuchtigkeit kondensiert; trocknet auch schnell wieder ab. Es gibt ein recht leichtes Modell "Featherweight", ich habe aber ein schwereres ("Reign"?), das mit Front-, Taschen- und Achsel-RVs sehr gut zu belüften ist (wichtiger für mich als Diffusionswert-Angaben bei perfekter Oberstoff-Imprägnierung und im Labor ermittelt).

Bei Andrew Skurka, Andy Kirkpatrick oder bei Section Hiker findet man gute Darstellungen zur grundsätzlichen Problematik von Regenkleidung, atmungsaktiven/diffusionsoffenen Membranen versus diffusionsdichten/nicht-atmungsaktiven Fabrikaten und Belüftungsvariationen - und der "interessanten" Idee bei Nässe von außen innen bei Aktivität dennoch trocken zu bleiben, ohne dass man ein Reptil wäre :o)

bearbeitet von Steintanz

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Am 31.12.2019 um 01:22 schrieb Mia im Zelt:

Danke für die Idee mit dem Regenschirm. So einen benutze ich bisher nur in der urbanden Gegend. Meistens bin ich in den Alpen unterwegs. Fast immer oberhalb der Baumgrenze. Daher frage ich mich, ob ein Schirm dort überhaupt geeignet ist. Ist deiner schwer?

Hallo Mia, 

Ich bin auch viel in den Alpen unterwegs und bei Regen bevorzugt mit Schirm. Ich benutze den kleinsten und leichtesten von Euroschirm.

Allerdings muss ich hier einschränken, dass ich bei Regen keine Wege gehe, bei denen ich meine Hände frei haben muss. Ich versuche bei Schietwetter mich im Tal und im Windschatten zu halten und nicht auf ausgesetzten Kammwegen o. ä.

Ich sehe es so, dass Anpassung ans Wetter nicht nur durch Kleidung sondern auch durch Skills (Wetterkunde, Orientierung, Findung Alternativrouten ...) und Mindset (mentale Beweglichkeit umzuplanen und überhaupt die Möglichkeit dazu zu sehen)  geschehen kann. Betonung auf kann, ich bin da seit vielen Jahren Azubi im zweiten Lehrjahr :mrgreen:.

Zum Schirm noch ein Tipp: Winddichte und wärmende Handschuhe finde ich Gold wert, wenn Wasser und Wind um einen toben.

Von Regenjacken werde ich seit den 90gern enttäuscht :grin: daher keine Empfehlung von mir. Ich benutze entweder eine Norröna Falketind oder Froggtoggs UL 2 Jacke zum Schirm. Man bleibt ja nicht vollkommen trocken unter dem kleinen Schirm und wehen tut es ja meist auch in den Bergen. Als Hose trage ich in den Bergen meist eine Regenhose von Vaude mit 1/1 RV. Mit kürzeren RV kann ich mich nicht anfreunden und sie ist robust genug für Berge und Querfeldein. Was hilft mir UL Stoffe an der Hose, wenn ich (eher Trampeltier als Ballerina) nicht die Skills habe, damit pfleglich on Tour umzugehen. Ansonsten ist auch die Froggtoggs Hose, die bei der Jacke dabei war, regenabwehrmässig in Ordnung. Da ich meine Regenhose auch als Wind- und Kälteschutz im Sommer trage, ist sie leider nach einer Querung eines Hangs mit Alpenrosen Gestrüpps und folgenden Abstieg in einem Windbruchhang reif für den Müll gewesen. Mangelnde (Wegfindungs-) Skills ... :lol: sind halt oft der Tod des UL Equipments... (solange es nur das Equipment ist...) 

Ansonsten stimme ich der Fleece-/wärmende Schicht-Theorie einiger Vorschreiber zu. Aussennasse Jacke auf Haut oder dünnen Longsleeve ist brrrrrrrr und ein eklig nasskaltes Hautgefühl. Ich trage gerne meinen Woolpower Merino Pulli oder die Patagonia R1 Sweatjacke drunter. Leider wird es mir dann schnell zu warm, aber das ist ja nicht dein Problem. Bei der Regenhose (im Schietwetter Einsatz) trage ich entweder halblange Merinothermowäsche (hört oberhalb vom Knie auf) oder glatte Leggings (Yoga, Klettern ...) darunter. Ich habe so gefühlt mehr Beweglichkeit als mit 1/1 Merino Leggings. 

 

Nachtrag: 

Falls ich ohne Schirm im Schietwetter unterwegs bin, ist mein Mantra: Arschbacken zusammenkneifen und durch. Alle verfügbaren Snacks werden in Griff-Reichweite verstaut, ich schlage ein Tempo ein, in dem ich ohne Pausen bis zu einem trockenen Unterstand, Hütte, Auto ... komme und lege keine Pause mehr ein. Wenn ich bei so einem Wetter einmal auskühle, dann bin ich quasi nicht mehr verkehrstüchtig für Bergpfade (Schlottern,  Muskelkrämpfe, Trittunsicherheit ...) Diese kleinen Handwärmer Pads (single use, nicht die Geldinger mit den Knickies) habe ich immer im Gebirge Erste Hilfe Set dabei. Und bei Tagestouren in solchem Wetter eine Mini-Thermos mit Kaffee. Nicht UL per se, aber Schietwetter Erlebnis Ermöglicher. 

bearbeitet von Kay

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Ich (170cm, 60kg) habe mir jetzt auch mal eine Frogg Toggs Jacke und zum Vergleich eine Decathlon RainCut gekauft.
Hier meine ersten Eindrücke:

Frogg Toggs:

  • https://www.amazon.de/gp/product/B00DQNC6GO
  • ca 16€ bei Amazon inkl. Versand aus USA in wenigen Tagen
  • Größe S (Etikett SM)
  • groß und bequem, extrem weite Ärmel, überpolang
  • 150g + 20g Tasche
  • verpackt in unnötig großer und schwerer extra Tasche
  • ohne Tasche komprimierbar auf ca 900ml
  • guter Reißverschluss
  • große Kapuze mit verstellbaren Schnurzügen am Hals
  • kein Gummizug am unteren Saum (aber ergänzbar dank Lasche)
  • Gummizüge an den Armabschlüssen
  • keine Taschen
  • faltiger Fall, raschelt etwas
  • wachsiger Rückstand an an den Händen
  • hell-beige khaki Farbe bringt etwas Sicherheit im Straßenverkehr und Wald (Jäger)
  • Erscheinungsbild auffällig und billig, eher wie ein Maler-Schutzanzug

 

Decathlon Raincut:

  • https://www.decathlon.co.uk/raincut-mens-waterproof-jacket-black-id_8300326.html
  • ca 8€ bei Decathlon
  • Größe M-L
  • groß und bequem, überpolang
  • 200g.
  • Verpackung in der einen Reißverschluss-Tasche (rechts)
  • komprimierbar auf ca 600ml
  • guter Reißverschluss (aber nur 1/3), Anziehen über Kopf
  • große Kapuze mit verstellbaren Gummizügen am Hals
  • verstellbarer Gummizug im unteren Saum
  • Gummizüge an den Armabschlüssen
  • raschelt etwas,
  • schwarze Farbe, nachts kaum sichtbar
  • Erscheinungsbild einfach und unauffällig



Fazit
Im ersten Vergleich gefällt mir die Decathlon Jacke besser.

bearbeitet von ALF

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vor 2 Stunden schrieb Medion:

Die Raincut war das schlechteste Teil das ich von Decathlon je gekauft habe

Da würden mich auch die Gründe interessieren.

Ich werde mal die Raincut mit der Frogg Toggs bei einer Regenwanderung vergleichen. Ich nehme dann mal beide mit und noch ein zwei andere leichte Jacken und wandere jeweils eine bestimmte Zeit im Regen.

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War immer nass wenn es regnete, entweder undicht oder keine Atmungsaktivität. Hab in der Jacke mit Shirt bei Regen immer gefroren und das schon nach 30 Minuten Fahrt. In de Alpen würde ich diese Jacke als lebensgefährlich bezeichnen.

Diese Nachteile hat ich mit keiner meiner 3 Goretexjacken. Sehr zufrieden bin ich mit Montane Minimus 777. 

Ein ganzer Tag im Regen mit dem Rad war kein Problem.

Ich habe früher 3 Alpenüberquerungen mit dem MTB gemacht, ich weiß was eine gute Jacke, leisten kann oder muss.

 

 

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Ok @Medion, da hast Du die Jacke aber offenbar auch deutlich außerhalb der Spezifikation eingesetzt: Decathlon schreibt bei der Raincut Zip Regenjacke: "Unsere Experten für Wanderbekleidung haben diese Regenjacke speziell für kurze Ausflüge in flachem Gelände entwickelt. ... Diese Jacke ist auf zweistündige Wanderungen mit einem Tempo von bis zu 5 km/h ausgelegt. ... Nicht für intensive Aktivitäten wie Walking oder Joggen geeignet."

Ich hatte bisher eine Jack Wolfskin Goretex-Jacke und 3 Marmot PreCip und noch zwei drei andere "atmungsaktive" Jacken. Dicht sind die nach einigiger Zeit, vielleicht einigen Dutzend Tagen Verwendung, alle nicht mehr. Allerdings habe ich auch nie nachimprägniert.

Ausreichend brauchbar sind die dünnen und leichten Marmot-Jacken, weil diese das meiste Wasser abhalten und keine riesigen Mengen aufsaugen und wenigstens schnell wieder trocknen, Außerdem haben sie gute Belüftung dank Unterarm-Reißverschlüssen und Netz-Taschen, die man öffnen kann. Die Reißverschlüsse klemmen aber öfter mal. Bei dieser Jacken-Klasse (dünn, ca 500g, ca 100€ mit aktiven Belüftungsoptionen) werde ich wohl für Stadt- und Sommerregen auch bleiben.

Aber für eher trockene Overnighter suche ich eine noch leichtere Notjacke nur für Regenschauer oder fürs Rumsitzen. Und dafür wollte ich mal die RainCut oder Frogg Toggs ausprobieren, zumal ja andere damit offenbar ganze Trekking-Touren überstehen.

bearbeitet von ALF

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Uh, ein interessantes Thema und Wissenschaft für sich, das ich gleich auf meine "folgen"-Liste setze.

Mein derzeitiger Stand ist:

1. Liebe hat etwas mit Erwartungshaltung zu tun, und wird, wenn diese unrealistisch ist, irgendwann enttäuscht, es ist nur eine Frage der Zeit. Jedenfalls auf Regenklamotten bezogen. Alles andere ist OT.

2. Meine Erwartungshaltung ist höher, wenn ich viel investiert habe.

3. Konklusion: Viel Geld für leichtes Regenzeug auszugeben hat für mich nicht viel Sinn.

4. Todo es relativo, oder Rechnung mit mehreren Variablen.

Froggtoggs UL Rainsuite, Windjacke, Euroschirm (der auch gegen Sonne) beim Wandern, meine immer noch dichte 10 Jahre alte dicke 500gramm-Berghaus-3-Lagen-Laminatjacke (damals sauteuer, obwohl preisreduziert) und diverese mehr oder inzwischen weniger dichte teurere Regenhosen beim Radfahren und im Alltagsregen - und mehr oder weniger kontrolliertes Nasswerdenakzeptieren oder auch mal Unterstellen je nach Temperatur, erwartete Regendauer und erwartete Trocknungschance. Oder (vorgezogene) Mittagspause im flugs aufgestellten Zeltchen - wir sind ja flexibel.

Ich liebe den FroggToggs UL Rainsuite, und er hat meine Liebe nicht enttäuscht. Was bestimmt schon daran liegt, dass ich automatisch an so ein Billigteil andere Erwartungen habe als an eine 300odermehrEuronenjacke oder 100Eurohose und daher die Limits eher zu akzeptieren bereit bin -  bzw sie nur kontrolliert auszutesten.  Das heißt (für mich) für den Rainsuite:

- Bequemlichkeit und Mut zur Lücke bei Wander-Kurztouren oder einigermaßen bewohntem Gelände: wenns kaputt ist, ists kein Problem, kann man ja nachkaufen oder kleben. In irgendeinem Video (von Dixie?) hieß es mal: für einen AT Truhike reichen 2 Rainsuites - da ist man ja fast immer zivilisationsnah.  Das Bewusstsein hilft: wenns sein muss, dann kauf ich halt irgendwas (Schweres), was dann im Berliner Alltagsregenradfahren verschlissen wird (was bei mir de facto aber noch nie nötig war).
- Eine gewisse Redundanz und Vorsicht bei längeren zivilisationsferneren Touren, auf denen ich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mehrere Tage im Nassen herumlaufe, ohne Nachkäufe tun zu können: mir bei Pausen immer etwas zum Sitzen unterlegen, genügend Duct-tape dabeihaben, und das Bewusstsein: Wenn die Hose komplett reißt, habe ich noch die Zeltunterlage als Regenrock und eine Windhose (ich weiß, dann könnte ich ja gleich die Regenhose weglassen, mach ich ja auch manchmal). Und normalerweise regnet es ja weniger als befürchtet.

Die Liebe zur FroggToggs UL überzustapazieren hieße zu erwarten,
- dass sie in korsikaartiger Macchia oder bei Überkletteraktionen keine Risse bekommt, man könnte auch das Wort "zerfetzt" benutzen
- dass man bei richtig Regen plus richtig fett Wind von vorn im Reißverschlussbereich und am Hals nicht feucht wird,
- wirklich lange Lebensdauer.
- Und mehr als Wandern sollte man in den Dingern wirklich nicht, also Klettern, Gletschertouren, alles, wo man gefährlich hängenbleiben kann
- und  DEET sollte man denke ich besser nicht an den Fingern haben...

Drohen Bushwhacking-Aktionen, ist der etwas schwerere aber viel voluminösere und noch hässlichere Froggtoggs-Rainsuite in pink (Oberteil) und schwarz (Hose) besser geeignet (das ist die Frauenversion, da gibt es bestimmt auch etwas im Männerbereich). Der hält obendrein auch noch ganz gut warm.

Ach ja: Irgendwann wurde ich von meinem Freund darauf hingewiesen, dass ich mit 100 g Regenjacke plus 300g Puffy plus 100g Windjacke plus 200g Fleece gewichtmäßig nicht sooo viel besser dastünde als er mit seiner 3-Lagenjacke plus Fleece, analog ich zusätzlich zu meiner 100g Froggtoggs Regenhose ja auch noch meine 62g-Windhose dabeihabe. Ist schon was dran. Liebe und Vertrauen einer bekennenden Frostbeule zum Rainsuite haben wohl Grenzen...

Und noch ein achja: Die Größen fallen eher elefantenmäßig aus, besonders gemessen daran, dass die meisten Sportklamotten im Frauenbereich ja Spatzengrößen haben. (M ist mir hier zu reichlich, Sportsachen kauf ich meistens L)

Und noch ein disclaimer: Das Zeug ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nachhaltig produziert, weder was Umwelt noch was Arbeitsbedingungen angeht. Da ist VAUDE (und bestimmt auch andere) mit seinen Nachhaltigkeitskonzepten, Arbeitsschutz, familiengerechten Arbeitszeiten usw. besser. OT: Gibts dazu schon einen Thread: Faire und nachhaltige leichte Regensachen, die halten was sie versprechen.

 

bearbeitet von cafeconleche

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vor 19 Stunden schrieb ALF:

Aber für eher trockene Overnighter suche ich eine noch leichtere Notjacke nur für Regenschauer

müllsack? je nach grösse passt auch der rs drunter, kopf- und armdurchgriff sind schnell mitm messer aufgeschlitzt.

hat sich bei mir bewährt als notlösung.

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vor 3 Stunden schrieb wilbo:

Hier die leider unvollständigen Hersteller-Infos:

https://www.froggtoggs.com/frogg-toggsr-ultra-lite-rain-jacket-4748

https://www.froggtoggs.com/frogg-toggs-pro-lite-rain-suit

Bei Pro-Lite fehlt eine Gewichtsangabe, scheint also nicht ultraleicht zu sein ;-)

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vor einer Stunde schrieb danobaja:

müllsack?

Im nördlicheren Mitteleuropa kein Problem (da funktionierende Abfallentsorgung, Dein Müllsack heizt mit grosser Wahrscheinlichkeit Wohnungen in der Agglomeration - Fernwärme). In anderen Gebieten eher schon.

Meine Arc'teryx Jacke wiegt 220 Gramm. Das Model gibt es nicht mehr, hat aber deutlich über 300 Euronen gekostet. Sie wird nur mit Gore-Tex Waschmittel gewaschen, funktioniert trotzt 3000 Meilen weiterhin gut. Müsste ich mir jetzt eine neue Regenjacke kaufen und könnte wählen, was ich möchte, so würde es wieder eine Norvan SL von Arc'teryx. Wiegt nur noch ca. 130 Gramm, Gore-Tex Shakedry und Watershed, da kann ja gar nichts mehr schiefgehen, sie schreiben sogar was von "dauerhaft wasserdicht" ^^.

Jacken a la Mammut Tenton würde ich nur für UH Attempts empfehlen. Dann aber bitte schön auch kombiniert mit dem 9.9 Pfünder Mystery Ranch 6500 ("this pack can carry 70 pounds in comfort and will stabilize loads surpassing 100 pounds"). Bei diesem Volumen passt da ganz schön viel Bush-Crafting Mist hinein. Wie wärs mit einer halbwegs anständigen Gränsfors Bruks Doppelaxt oder einer neckischen Handpresso, eigentlich ein Must für jede Tour ausserhalb von 2 km zur Zivilisation, ohne Espresso haucht man bekanntlich sein Leben innerhalb von 2 Stunden todsicher aus. 

Mit der jetzigen Jacke bin ich im 2017 von Mürren nach Kandersteg gewandert. Es regnete nur einmal d.h. die ganze Strecke Dauerregen, Nebel und Wolken sorgten für ein Wetter, bei dem sich (fast) alle anderen in die Blüemlisalp Hütte zurück gezogen hatten. Unter der Jacke ein Funktionsshirt und Rollkragenpullover. Beides heute noch, und 2000 Meilen später, im Einsatz.

Letzte 2 Tages-Tour war vorgestern. Zürich - Basel.

Tag 1, Regenjacke ständig an, da ungefähr 3 Grad, 33 Meilen, von Zürich in die Region Koblenz, es regnete nicht, war aber ziemlich neblig, alles feucht. Über so malerisch verträumte Ortschaften und Weiler wie Birmensdorf, Berikon, Widen und Hasenberg. Vergesst Patagonien, Kanada oder ähnliches, der Kanton Aargau in der Schweiz ist der place to be. Bester Asphalt-Belag weltweit. 

Tag 2 - Region Koblenz - Basel, 50 Meilen. Regenjacke ungefähr 5 Stunden lang nicht an, da bis zu 10 Grad warm.

Ja, ich verwende meine Regenjacke auch als Windjacke. Ohne Windschutz kriecht einem die kalte Luft grad irgendwo rein, mit Windschutz kann eine absolut grossartige Temperatur aufrecht erhalten werden, über 12 Stunden und länger.

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vor einer Stunde schrieb ALF:

Hier die leider unvollständigen Hersteller-Infos ...

Dank Dir!

(Damit ist auch klar, warum die Konfektionsgrößen bei frogg-toggs etwas üppiger ausfallen. ;-) )

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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vor 59 Minuten schrieb wilbo:

Damit ist auch klar, warum die Konfektionsgrößen bei frogg-toggs etwas üppiger ausfallen. ;-) )

Finde ich jetzt ein wenig gemein. Es gibt auch höherpreisige UL-Brands, deren Mitarbeitende die Produkte jedenfalls keinem Langzeittest unterworfen haben können.  

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vor 7 Stunden schrieb wilbo:

(Damit ist auch klar, warum die Konfektionsgrößen bei frogg-toggs etwas üppiger ausfallen. ;-) )

 

Das sind die Videos, die ich brauche. Mein erster Gedanke: "Hey, könnte mir vielleicht auch passen!" Nach den meisten Sachen braucht man so als adipöse Kugel nicht zu schauen.

 

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Am 31.12.2019 um 01:22 schrieb Mia im Zelt:

Danke für die Idee mit dem Regenschirm. So einen benutze ich bisher nur in der urbanden Gegend. Meistens bin ich in den Alpen unterwegs. Fast immer oberhalb der Baumgrenze. Daher frage ich mich, ob ein Schirm dort überhaupt geeignet ist. Ist deiner schwer?

Für mich ist das Gewicht ok.
Upps, gerade mal gewogen. Um die 200g. Mein Hängematten-Tarp mit ca 8 m² wiegt nur 400g.... :-o
Memo an mich: Auf die Optimierungsliste setzen zum überlegen. Google sagt, es gibt leichtere & sturmfeste Schirme für ~20€.
Mist, je mehr ich hier im Forum lese, desto länger wird die Überlegungs-Optimierungs-MYOG-Liste. Gut so! Ist Winterpause. Danke ans Forum.

Ist so´n kleiner 5-10€ Handtaschenschirm vom Discounter mit ca 90 cm Durchmesser. Dem trauer ich nicht nach, wenn eine Sturmböe ihn verbiegt. Lässt sich wieder gerade biegen und notfalls mit kleinen Kabelbindern flicken (Hab meist so 2 kleine, ein Stück dünne Schnur und eine Streifen Klebeband mit (um z.B. einen Stift aufbewahrt). Das hält bis zum Ende meiner lange-Wochenendtouren.
Wobei bei starkem Wind bleibt der Schirm meist in der Tasche und ich suche schnell Schutz. Bin auch selten in den Bergen unterwegs. Den Teide letzten Dezember bis 2.300 m zur Seilbahnstation mit dem Auto rauf fahren zählt ja nicht, oder ;-).

Tipp:
Material: 1-2 Haargummi (10 Stück ca 2g, die dicken ohne Metallverschluss, z.B. aus Silikon oder normaler Gummischnur) oder diese Gummibänder mit Klett am Ende.
Damit den Schirmstiel am Schultergurt des Rucksacks (durch Schlaufen) befestigen = Hände frei. Schirm liegt am Kopf/z.T. Schulter auf, durchs Gummiband flexibel gelagert.

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vor 22 Minuten schrieb markus.z:

Hat schon jemand Erfahrungen mit den GoreTex "ShakeDry" Produkten wie z.b.  die Arcteryx Norvan SL gemacht? Habe darüber aktuell nur positives gelesen. Allerdings leider sehr teuer. 

Ich habe damit keine Erfahrung, nun aber schon mehrfach gelesen, dass die Shakedry Produkte nur eingeschränkt Rucksacktauglich sein sollen. (Stand dazu nicht sogar in diesem Thread was?)

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