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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 23.05.2024 in allen Bereichen

  1. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Mia im Zelt und 3 andere reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Fazit / Völlig subjektiv Mir hat der Saar-Hunsrück-Steig super gefallen. Für einen mittellangen Wanderweg, der durch die deutsche Kulturlandschaft führt, gab es einen sehr hohen Anteil an Pfaden und verdammt wenig Asphalt. Für Misanthrope, Menschen die beim Wandern ungestört über die Probleme der Welt sinnieren möchten oder diejenigen, die einfach in Ruhe wandern wollen, ist der Saar-Hunsrück-Steig schlicht DER Weg. Für diejenigen die eine Trail-Community erwarten müssen diese selbst mit an den Start bringen oder wenigstens einen Volleyball mitschleppen. Zumindest im Bereich des Saarlandes wurde in der Nähe der Ortschaften regelmäßig auf Restaurants und Pensione o.ä. hingewiesen. So kann der Weg evtl. auch ohne Zelt und mit weniger Nahrung im Rucksack erwandert werden. Diese Hinweistafeln fehlten allerdings im weiteren Verlauf Richtung Boppard. Einkaufsmöglichkeiten gibt es natürlich in den Orten entlang des Weges. Allerdings werden Ortschaften häufig umgangen. Einzige größere Ausnahme ist Kastellaun, wo der Weg, wegen der Burg, mitten durch den Ort führt. Die anderen Orte, die durchwandert werden sind eher Sehenswürdigkeiten und bieten Restaurants und Unterkünfte, aber keine Lebensmittelgeschäfte. Wasser war, Filter vorausgesetzt, nie ein Problem. Es gab zumindest zu dieser Jahreszeit mehr oder minder regelmäßige kleine Bäche und sogar einige Quellen.
  2. Cumulus schwerer als erwartet

    MaikGrosser und 2 andere reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Wenn es denn tatsächlich mehr Daune und nicht der Packsack ist, würde ich mich nicht beschweren. VG. -wilbo-
  3. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    _schlaefer und ein anderer reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Tag 12 / Peterswald -> Wohnroth Am Morgen ist alles klamm. Es herrscht Hochnebel, aber die Sonne kämpft. Der Weg ist nass und teilweise glitschig. Die Schuhe weeden durch das feuchte Gras direkt geflutet. Durch den gestrigen Regen waren sie, genau wie die Socken, aber eh nicht trocken. Es geht schön erst am Peterswaldbach und dann am Hühmenbach nach Schauren. Ab dort folgt auf den Wald die Flur. Ab Blankenrath, welches höchstens durch einfallslose Architektur in Erscheinung tritt, geht es wieder auf Pfaden durch den Wald. Die Sonne hat sich durchgesetzt und so wird zur Mittagszeit der Rucksack entleert. Die ersten Zecken der Tour werden von den Beinen geklaubt und mit trockenen Klamotten geht es weiter. Plötzlich taucht vor mir ein Mann mit Sonnemschirm, einem Trekkingstock und Rucksack auf. Sieht aus der Entfernung irgendwie UL-mäßig aus. Also gebe ich ein wenig Gas um die Person einzuholen. Ergebnis: ein Tageswanderer der sich vor der Sonne schützen muss. Es wird aber dennoch eine unterhaltsame Zeit für einige Kilometer. DAS Highlight des Tages naht. Und obwohl ich gewarnt wurde gelingt es mir bei freier Zeiteinteilung am Pfingstmontag um 15:30 Uhr an der Geierlay Hängeseilbrücke anzukommen. Es herrscht naturgemäß ein gewaltiger Andrang. Aber mittels meines Odeurs, eines mißmutigen Blicks und dem dreimaligen aufschlagen meines Wanderstabes auf die Holzdielen der Brücke wird mir Platz gemacht. Hinter der Brücke habe ivh den Wald wieder für mich allein. Es geht sehr schön über den Burgberg (tollet Platz, wenn man den ausreichend Wasser dabei hat) zur Burgruine Balduinseck. Vorher fülle ich wieder meine Wasservorräte auf und ziehe mein Oberteil durchs kühle Nass. Denn morhen geht es nach Kastellaun einkaufen und in der großen Stadt, da möchte man fein daher kommen. Der weitere Weg verläuft entlang des Wohnrother Bachs und ist durch viele vom Wind umgelegte Bäume, die über dem Weg liegen, gekennzeichnet. Nach einem langen und ereignisreichen Tag wird der Feierabend eingeläutet.
  4. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Dr_M_Akellos und ein anderer reagierte auf dermuthige für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    In drei Tagen soll es neue Trekking-Stöcke von Durston geben, angeblich "world's lightest adjustable trekking poles". Mehr Info aber noch nicht verfügbar. https://durstongear.com/products/iceline-trekking-poles
  5. Schottland WHW 2024

    mmaddin und ein anderer reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    2 Punkte
  6. Cumulus schwerer als erwartet

    bandit_bln reagierte auf MadCyborg für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Na wenn du es so genau weißt, warum fragst du dann? (Die erstbeste Quelle, die ich finde, verkauft 250 g Daune an Endkunden für 105 €, macht 42 Cent je Gramm. Wenn Cumulus als Großabnehmer jetzt eher so die Hälfte zahlt, wäre 1 g Bonusfüllung pro Kammer sicherlich wirtschaftlich verkraftbar...)
  7. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Skisocke reagierte auf Outdoorfetischist für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sehe ich anders. Ja, der Unterarm muss ohne Schlaufen etwas mehr arbeiten, aber funktioniert für mich seit ca. 4500km problemlos und bei Stürzen mag ich es, nicht in den Stöcken verheddert zu sein. Mache ich aber auch erst seit ich Gossamer Gear Poles nutze (ob es am bequemen Griff oder am niedrigen Gewicht liegt, weiß ich nicht). Die Durston Stöcke sehen toll aus! Zerlegen statt Teleskopmechanismus ist fürs Verstauen denke ich etwas nerviger. Leichte Stöcke trage ich aber auch einfach in der Hand, wenn ich sie mal nicht nutzen mag, sodass ich sie eher selten Zerlegen und am Rucksack befestigen muss. Als ich noch schwerere Stöcke genutzt hab, war das ein häufigeres Hin und Her. Insofern denke ich, dass der Kompromiss für mich funktionieren würde. Wenn die Gossamer Gear Stöcke irgendwann mal endgültig den Geist aufgeben, hätte ich Lust die Durston-Teile zu testen!
  8. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Erdnuss reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Packliste Da @heff07 den Wunsch nach einer Packliste äußerte, habe ich diese heute nach bestem Wissen zusammengestellt. Das Gewicht des Zeltes ist den Herstellerangaben entnommen, da es z.Z. noch zum trocknen aufgehängt ist. Und die Schuhe stellen nicht das aktuell verwendete Modell dar. Die von mir getragenen sind allerdings noch nicht gereinigt und daher... https://lighterpack.com/r/2a3hfe
  9. Cumulus schwerer als erwartet

    Trinolho reagierte auf MadCyborg für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wenn da nicht grade Kern draufsteht, hätte man da eigentlich gleich stutzig werden können. 7 % Abweichung rausmessen, bei Ausnutzung von vielleicht 2 % des Messbereichs eines Messgerätes, ist mehr schätzen, als messen.
  10. 1 Punkt
    Hier Foto reinstellen oder Google Lens (ggf das Apple Pendant, wenn die so was haben) nutzen, erkennt die Jacke hundert pro.
  11. Cumulus schwerer als erwartet

    wilbo reagierte auf drug2 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Das Gewicht ist nur der Schlafsack. Ohne Packsack natürlich. 😄 Ich beschwere mich nicht. Auch werde ich den Sack nicht reklamieren. Mir geht's nur rein ums informative und Erfahrung 😊
  12. 1 Punkt
    Und in richtigem alpinen Gelände trinkt und geht man eh nicht gleichzeitig...
  13. 1 Punkt
    Keine Ahnung, was das für eine Böschung ist. Ich habe gute Erfahrungen mit einer Tasse am Ende eines langen Astes gemacht. Gruß Konrad
  14. Gore-Tex kann nicht funktionieren

    Steintanz reagierte auf Kay für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: Vielleicht sind Membran Jacken bald obsolet, weil wir den Schweiß sammeln und nicht verdunsten wollen: https://t3n.de/news/bastler-bauen-dune-anzug-nach-der-schweiss-in-wasser-umwandelt-1625553/
  15. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    theuol reagierte auf fettewalze für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    https://redpawpacks.com/shop/ Redpawpacks hat es lange gemacht. Müsstest Ihn mal kontaktieren und nachfragen!
  16. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    MiaTravels reagierte auf York für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sofern du länger im Camp rumlümmelst und nicht direkt in den Schlafsack kletterst, würde ich die puffy mitnehmen. Gerade beim Westweg sind viele Hütten/Übernachtungsgelegenheiten eher hoch gelegen und dort wird's dann zum Abend hin eben doch schnell frisch. Je nachdem wie dein Setup bzw im speziellen deine active layer aussehen würde ich persönlich eher auf Fleece als auf puffy verzichten. 12,5 kg sind zwar ne Ansage, aber die kannst du vielleicht woanders besser einsparen.
  17. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Schlurfer reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 14 / Morshausen -> Boppard Nach einer erholsamen Nacht wird gefrühstückt und gepackt. Gestern habe ich beschlossen die letzten ca. 35 Kilometer des Saar-Hunsrück-Steigs komplett zu laufen. Das ist insofern ganz gut, da ich somit meine Schlaf-/Ersatzsocken tragen kann. Ich hatte gestern nach dem Schreiben des Beri hts zu Tag 13 vergessen die getragenen Socken zu sichern. So lagen sie auf links gedreht in der Absis und sind heute morgen von Schneckenschleim überzogen. Also rein damit in den Zip-Lock-Beutel der bis eben noch das Frühstücksmüsli enthielt. Der heutige Tag verspricht sonnig zu werden. Zumindest verspricht dies der Eifelblick. Es zieht sich aber bald zu und erst zum späten Nachmittag setzt sich die Sonne durch. Zum Wandern so auch eigentlich besser. Als erste Sehenswürdigkeit wird die Ehrenburg präsentiert. Sie ist in ihrem jetzigen Zustand allerdings aus Ruinen auferstanden. An der Ehrenburg kann ich an einem Trog mein Wasser auffüllen. Weiter geht es zur Ehrbachklamm. Ein weiterer Höhepunkt und am Besten auch in der Woche zu genießen. Das die Ehrbachklamm bekannter als die gestern von mir durchlaufene Baybachklamm ist, sieht man schon daran, dass mir dort zwei Menschen begegnen (also doppelte Anzahl). Die Ehrbachklamm ist kürzer aber auch spektakulärer. Die Rauschenmühle, an der ich hoffnungsvoll zu Mittag einkehren wollte, ist wegen eines Todesfalls geschlossen. So bleibt es bei Snickers. Nach der Ehrbachklamm mäandert der Weg grob Richtung Norden. Teils durch Felder, zumeist durch Wälder. Es ist ein stetiges auf und ab. Am Buchholler Kopf mache ich Rast und genieße die Aussicht. Im Anschluß geht es gefühlt etwas zäh zur A61 die überquert werden muss. Kurz darauf stelle ich fest, dass mein Mobiltelefon "tot" ist. Es ist selbständig ausgeschaltet und lässt sich durch einfaches drücken des An/Aus Knopfes auch nicht wieder starten. So ein Mist. An der nächsten Bank die Power-Bank rausgekramt und das Mobiltelefon angeschlossen. Durch wildes und langanhaltendes drü ken der drei Tasten bequemt sich das Gerät wieder den Betrieb aufzunehmen. Puh. Es folgen lange Abschnitte über Waldwege, mal matschig, mal geschottert. Erst zwei Kilometer vor Boppard wird es wegetechnisch wieder bedeutend besser. Und dann eröffnet sich der erste Blick auf Vater Rhein. Der sogenannte Vierseenblick. Boppard ist in Sicht. Das Ziel nahe. Es geht noch recht anspruchsvoll über das rheinische Schiefergestein talwärts. Die Alternative Sessellift nehme ich zu spät wahr. In Boppard angekommen kann ich auch fast direkt einen Zug Richtung Heimat ergattern, so das ich noch heute Abend zu Hause sein werde.
  18. ...da würde ich die Finger davon lassen! Pfeilschäfte sind auf möglichst wenig Biegung optimiert um einen sauberen Flug zu ermöglichen. Ein Spinewert von 500 ist für einen ca. 50-Pfünder (je nach Auszugslänge) passend. Da düfte die max. vorgesehene Biegung ca. 3-8cm ausmachen. Pfeilschäfte sind als Zeltstangenersatz denkbar ungeignet! https://www.arrowforge.de/Spinewert
  19. Gore-Tex kann nicht funktionieren

    rooks reagierte auf kai für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: Übrigens hatte ich mit dem Eingangspost hier keine so hitzige Diskussion auslösen wollen. 😕 Da der eine oder andere Post sich schon recht emotional liest, sollten wir uns vielleicht alle nochmal auf ein faires und entspanntes Miteinander besinnen. Alle einverstanden? 🙂
  20. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    _schlaefer reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 13 / Wohnroth -> Morshausen Der Tag startet direkt mit einer kleinen "Klettereinlage". Vom Niveau des Wohnrother Bachs geht es über den leider kurzen Diellaysteig den Hang hoch. Das nächste Etappenziel ist Kastellaun, wo ich nochmal ein wenig Nahrung kaufe. Der Saar-Hunsrück-Steig führt hoch zur Burgruine, die auch hier wieder frei zugänglich ist. Im weiteren Verlauf überwiegen wieder mal Felder und Wiesen. Obwohl der Weg gerade in den Talbereichen auch immer wieder durch Wald führt. In dem kleinen Ort Mannebach mache ich am Ortsplatz Mittagsrast. Es gibt einen überdachten Sitzplatz mit Steckdosen, leider ist kein Strom drauf. Kurz vor demnächsten Ort begegnen mir zwei junge Männer mit deutlich größeren Rucksäcken, als für eine Tagestour nötig. Es sind die eesten Saar-Hunsrück-Steig-Wanderee die mir seit fast zwei Wochen begegnen. Sie laufen von Boppard aus. Und wenn auch nur einen Teil der Gesamtstrecke, so doch immer die ersten Mitwanderer. Kurze Zeit später, nachdem der Ort Heyweiler großzügig umrundet ist, folgr ein absoluter Wandergenuß. Erst geht es oberhalb des Baybachtals in östliche Richtung, um dann, nach erreichen des Talgrundes dem Bachverlauf kilometerlang auf Pfaden in nordwestliche Richtung zu folgen. Ich bin begeistert! Mir begegnet genau ein Mensch. Die Spuren im Matsch lassen allerdings darauf schließen, das an den Feiertagen ein recht reger Verkehr herschte. Dies hatten auch die beiden Wandervögel berichtet, als wir uns ein wenig austauschten. Ich genieße diesen Weg für mich allein. Hier an einem schnöden Wochentag durchzukommen halte ich für viel wichtiger als bei der Geierlay Hängeseilbrücke. Die Brücke ist ähnlich wie ein Ausflugslokal. Es gibt auf einem kleinen Fleck evtl. sehr viele Menschen hnd dann ist der Spuk vorbei. Hier auf dem Pfad am Baybach würde jeder Gegenverkehr und jede Überholung nerven. Zu meinem großen Glück bleibt auch der angekündigte Regen aus, bis ich das Tal verlasse und mich der Pfad wieder auf die Höhen führt. Es gibt nochmal einige schöne Weitblicke bevor ich den Tag, weit über dem von mir ursprünglich geplanten Tageskilometerpensum, im Regen beende.
  21. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    _schlaefer reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Fortsetzung Tag 11 Während ich das Wasser, welches aus einem Rohr rinnt, in meine Faltflasche fülle überlege ich, ob ich es filtern soll. Eigentlich sollte Quellwasser unbedenklich sein. Und wenn es auch noch eine Quelle der hl. Jungfrau ist. Irgendwie Zweifel ich und filtere dennoch. Als ich sehe, dass auch noch eine Maus in dieser Mariengrotte verschwindet, und genau in dem Bereich zu Hause zu sein scheint, wo das Wasser zwischen Marienstatue und Auslaufrohr offen über Steine rinnt, bin ich froh zu filtern. Ich frage mich allerdings, ob die Gläubigern die hier ihre Gebete zu sprechen scheinen und Danksagungstafeln anbringen die Qualität des Wassers nicht positiver beurteilen würden und sozusagen auf die Wikmacht der Mutter Gottes vertrauen. Ich bleibe jedoch bei meiner Einschätzung und finde mein Handeln richtig. Aber dann wird es komisch. Kaum habe meine Wasservorräte aufgefüllt zieht sich der Himmel zu. Als ich losgehe tropft Wasser azf mein linkes Bein. Häh? Ich habe den Sawyer doch ausgeschüttelt. Ein Griff nach hinten - der Rucksack ist schon ganz nass. ??? Rechten Arm aus dem Schulergurt um zu sehen was links in der Meshtasche los ist. Dabei fliegt die am Schultergurt befestigte Wasserflasche auf den Boden. ??? Zu 1. der Verschluss der Faltflasche war nicht dicht verschlossen (ist mir noch nie passiert). Zu 2. der Halter (myog) der Wasserflasche ist abgebrochen (kann passieren, aber gerade jetzt). Und als wäre es nicht genug fängt es an zu Donnern. Ich habe kurz die Hoffnung dem Gewitter zu enteilen, da macht der Weg eine 180° Kehre und ich zieh flugs die Regenklamotten über. Daa jetzt mit der Altlayer Schweiz der schönste Abschnitt des Tages folgt ist da nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Ich lasse mich von den Zufällen des Lebens nihct weiter beeindrucken und genieße den Weg und das Panorama. Das es später kein feines Plätzchen für die Nacht zu finden gibt, ich in einem Funkloch lande und den allabendlichen Anruf meiner Frau nicht ohne einen kilometerweiten Rückweg erledigen kann sei nur am Rande erwähnt. Immerhin hört der Regen zum Abend auf.
  22. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    heff07 reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 11 / Laufersweiler -> Peterswald Die Nacht war nicht so erholsam wie geplant. Die wummernden Bässe einer Technolastigen Feier schallten bis zu mir und Nachtwanderer mussten diesem Vergnügen in genau dieser Nacht nachkommen. Aber immerhin bekomme ich heute einen Wolf zu Gesicht. Etwas später geht es dann auf alten Römerstraßen weiter. Der Weg zweigt noch kurz nach Dill ab, wo es neben einigen schmucken Fachwerkhäusern auch die Burgruine zu bestaunen gibt. Später folgt noch ein angeblich historisches Stück Römerstraße und ein nachgemachter Wachturm. Hier treffe ich auf zwei Wanderinnen die von Bingen nach Trier laufen. Der Turm wird für die erste kurze Pause des Tages genutzt. Der Weg ändert mal wieder seine Richtung und orientiert sich jetzt in Nordwesten. Damit einhergehend, jedoch ohne Zusammenhang, wird das Wetter immer besser und die Sonne lässt sich blicken. Kurz vor der Altlayer Schweiz, einem erwartbaren Highlight diesen Tages, muss ich mich um Wassernachschub kümmern. Das Problem ist ein wenig, dass die etwas größefen Bäche aufgrund der Regenfälle der letzten Zeit viele Sedimente mit sich führen. Gerade als ich zu meiner Rechten einen kleinen klaren Bach erspähe, der allerdings sehr zugewachsen ist höre ich zu meiner linken ein leises plätschern. Eine Mariengrotte mit Quelle. Glück muss man haben. ... Fortsetzung folgt.
  23. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Steynberg reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 9 / Idar-Oberstein -> Breitenthal Der Tag startet mit der Erkenntnis, dass sich Schnecken bei Regen auch gerne im trockenen verkriechen. Das Zelt und die Schuhe sind von den schleimigen Gesellen bevölkert. Derweil prasselt der Regen aufs Zelt. Kann ein Tag schöner starten? Ich denke schon. Alles dauert heute morgen etwas länger. Zum Einen, weil sich alles im Zelt abspielt, zum Anderen weil ich die Schnecken vom Zelt klauben muss. Ich habe wenig Lust eines der Viecher heute Abend zerquetscht am Zelt vorzufinden. Nach einem letzten nassen Blick auf Idar-Oberstein geht es gut geschützt los. Einer spontanen Idee folgend mache ich noch einen Abstecher zu einem Baumarkt, eine Gaskartusche kaufen. Der Gedanke kam mir beim morgendlichen Kaffeekochen. Ich habe Sorge, dasd mir der Brennstoff zur neige gehen könnte. Der Windmaster scheint zwar sparsam daher zu kommen, aber mir fehlen die Erfahrungswerte. Der Weg führt mich jetzt in nördliche Richtung und die sonst so gewünschten Pfade sind heute eher suboptimal. Durch den bereits in der Nacht eingesetzten Regen sind die Pfade recht aufgeweicht und durch ihre Steilheit mit Vorsicht zu genießen. Mehrfach mache ich mich fast lang. Oft geht es nur in Trippelschritten abwärts. Nervend. Es schüttet zum Glück nicht wie aus Kübeln. Es ist eher ein zur Gegend passender Landregen. Als kleines Highlight überrasche ich dieses Reh beim äsen. Es ist eher neugierig als scheu (krank?) und ich kann nach einigen Fotos in ca. 5 m Entfernung an ihm vorbei gehen. Aufgrund der Wetterlage sind Pausen heute in Schutzhütten angesagt. Die sind heute rar gesät. Die erste ist eher ungemütlich und scheinbsr auch "bewohnt". Es liegen alte Matten auf dem Boden, dazu Tüten und eine Jacke. Also die nächste suchen. Dauert etwas, ist aber hübscher und leer. Zum Ende der heutigen Etappe geht es durch den schmucken Ort Herrstein. Das der Saar-Hunsrück-Steig direkt durch einen Ort führt ist eher ungewöhnlich und begründet sich hier in dem restaurierten Gesamtensemble. Kurz überlege ich hier in einer Pension einzukehren (soweit überhaupt ein Bett frei ist), besuege dann aber meinen inneren Schweinehund und wander weiter. Ich finde später noch ein anderes feines Plätzchen für die Nacht. Und bin dann frohim trockenen und warmen Quilt zu liegen.
  24. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Steynberg reagierte auf robin_the_hood für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Vielen Dank für den schönen Bericht und auch weiterhin viel Spaß auf diesem wirklich tollen Wanderweg! Zur Grimburg sei noch zu erwähnen, dass man dort nach vorheriger Anmeldung für einen kleinen Obolus sein Zelt aufstellen darf und dann auch einen Schlüssel für die Dusche(!) erhält. Bei schlechtem Wetter kann man sich sogar in einem Turmzimmer einmieten: https://www.burg-grimburg.de/nutzungsanfragen/uebernachten-fuer-wanderer/ Ein wirklich tolles Erlebnis und eben ein super Spot. Ich habe dort selbst 2022 auf dem NST übernachtet. Bei Spitzenwetter im August war sogar Cowboycamping problemlos möglich.
  25. Saar-Hunsrück-Steig / Mai 2024

    Steynberg reagierte auf zoppotrump für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 6 Was für eine bescheidene Nacht. Bis 02:00 Uhr feierten Eichhörnchen über mir in den Bäumen Party (oder was auch immer da ausdauernd und lautstark keckerte). Dafür beginnt der Tag so schön wie er gestern geendet ist. Es gibt Sonnenschein und einen tollen Weg. Dieser führt zu Beginn über auf einem Steg über ein Moor. Ab dem Ski- und Rodelgebiet Erbeskopf wird es dafür zäh. Der Anteil an Forstwegen erhöht sich deutlich. Die eingestreuten Wegeabschnitte erfreuen dafür das Gemüt. Die Wasserversorgung ist bisher überhaupt kein Problem dar. Alle naselang gibt es Bäche oder sogar Quellen. Der Saar-Hunsrück-Steig kreuzt mehrfach die 1997 stillgelegte Bahnstrecke der Hunsrückbahn. Ihre Relikte sind nicht zu übersehen. Zur Mittagszeit trudel ich in Morbach ein. Im örtlichen Einzelhandel fülle ich meine Vorräte auf und genehmige ein üppige Nahrungszufuhr. Den vollen Bauch bekomme ich bei anschliessenden Aufstieg unangenehm in Erinnerung gerufen. Zum Glück lenken die Pfade die Aufmerksamkeit ein wenig in eine andere Richtung. Oben angekommen geht es langsam aber stetig wieder abwärts. Wobei sich die zu überwindenden Höhenmeter in Grenzen halten. (nomen est omen? Etwas aus Zorgamazoo? Oder...?) Es folgt ein längerer Abschnitt durch Felder und Wiesen bevor es im Wald wieder aufwärts geht. Es folgt die Kirschweiler Festung, eine Quatzit Steiformation. Anschließend führt der Weg im ewig gleichen Spiel wieder abwärts. Die Geräusche der B 422 werden dabei immer vernehmlicher. An der Bundesstraße angelangt folge ich dieser bis nach, oder besser zum, Katzenloch. Dort nehme ich einen Bus Richtung Idar-Oberstein zu einem Campingplatz. Endlich duschen!
  26. Schottland WHW 2024

    mmaddin reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So, da sollte es also nochmal Schottland sein um zu sehen wie es sich mit etwas mehr Erfahrung im Vergleich zu 2019 anfühlt diesen Weg zu gehen. Tja was soll ich sagen, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. - Anreise am 30.04 nach Glasgow, abends gegen 20:00, daher dort eine Nacht in der Nähe der Queen Street Station verbracht und am nächsten Morgen noch Coffeemate für meinen Tee gekauft, 2 Flaschen Wasser a 750ml und auf gings via Zug nach Milngavie. Ich will eigentlich immer so früh wie möglich los, aber da die Geschäfte erst später aufmachen und ich noch Gas brauchte bin ich später los. Glücklicherweise hatte der Shop am Start vom WHW schon vor 9 Uhr offen und so konnte ich dort noch mein Gas vorher kaufen. Danach kurz zu Greggs und ein paar Pie ähnliche Leckereien gekauft und los gings. Erstaunlicherweise war es recht busy im Gegensatz zu 2019 wo ich nur 4 Tage vorher gestartet bin. Aus meiner ersten WHW Wanderung geprägt war für meinen ersten Tag das Ziel eher weniger zu gehen um erstmal reinzukommen. Beim letzten Mal wollte ich zu einem Campingplatz hinter Balmaha und bin bei Drymen komplett eingebrochen, daher diesmal nur Ziel Drymen der Campingplatz dort, ca. 16 km. Tja, wie ich schon sagte, war viel los, ich hatte nirgendwo was reserviert und daher konnte ich dort nicht mein Zelt aufbauen. Also weiter, kurz nach Drymen sagt mir Farout gibts Möglichkeiten zum wildzelten, also das anpeilen, aber da ich nun keinen direkten Zugang zu Wasser habe, erstmal einen kleinen Abstecher nach Drymen und dort Wasser im Spar gekauft, danach wieder zurück auf die Strecke und kurz nachdem wildzelten erlaubt war mein Zelt aufgebaut in einem kleinen Wald, ca. 23km heute. Es war herrlichstes Wetter, Travellunch fertig gemacht, gegessen und dann die Gossamer Gear Matte raus und mein Kopfkissen und einfach draußen hingelegt und in die Baumwipfel geschaut, gibt Schlimmeres :). - Am nächsten Morgen gings dann um 7.00 weiter über den Conic Hill überBalmaha zur Sallochy Campsite am Loch Lomond, ca. 20km. Eigentlich war beim Buchungssystem angezeigt, dass der Platz voll ist, aber die nette Warden hat mir noch einen Platz zum Zelten anbieten können, wieder Zugang zu Wasser und am Wichtigsten, ein Klo. Zelt aufgebaut und 1 Liter schwarzen Tee gekocht und genüßlich geschlürft, was sehe ich da an meiner rechten Hand zwischen Ring- und kleinem Finger, da steckt ne Zecke drin. Verdammt, hab nichts mitgenommen und im Nachhinein wäre das was ich hatte auch wahrscheinlich nicht so gut gewesen, also zum Warden gerannt und gefragt ob die was da haben, ja haben Sie, so ein grünes Miniplastikding, sieht aus wie ein Kuhfuß XXXXS und die Zecke damit rausgeholt. Die Zecke mal außen vor, Sie schien ja draußen zu sein, bemerkte ich aber schon den Tag über, dass ich ständig am Husten war. Ich hatte um Ostern irgendwas mit den Bronchien und im Nachhinein anscheinend das Ganze nicht richtig auskuriert. Da ich am nächsten Tag Geburtstag hatte, war mein Wunsch als ich im Zelt lag eigentlich nur, dass ich wieder fit bin und normal weiter wandern kann. - Tja, wie bereits am Anfang erwähnt, mit dem Fit sein, das war dann am nächsten Tag irgendwie nicht so richtig der Fall. Es war noch nicht so, dass es mir richtig schlecht ging, aber ich hatte Sorge mir noch was Schlimmeres einzufangen wenn ich in dem Zustand weiter mache und richtig gut ging es mir auch nicht. Das Problem war allerdings, dass ich auf der falschen Seite des Loch Lomonds war, dort war nämlich unter Anderem die A82 mit Busverbindung und dort auch in der Nähe die Zuglinie. Also was tun, es gab an der Campsite eine Straße, also Option 1, hitchhiken. Da ich erstens ungeduldig bin und zweitens ja auch nicht sicher wusste was ich habe, außer das ich Husten muss, fragte ich mich, ob das gut wäre wenn ich das dann dem Autofahrer sage, bzw. er sich dann unter Umständen als Dankeschön was einfängt. Das wollte ich auch nicht. Bis 9:00 warten bis der Warden da ist, ich sage nur Ungeduld. Ich bin dann irgendwann vorher los, bis nach Rowardennan waren es ca. 5km, das sollte schon zu schaffen sein, auch wenn es ein paar Höhenmeter bis dahin gab. Irgendwann dann dort angekommen und in einem Hotel an der Rezeption gefragt ob man hier ein Taxi rufen könnte und was das dann kosten würde, ja geht, kostet 100 Pfund. Autsch, ne, wollte ich nicht ausgeben, also weiter gegangen. Das nächste Ziel war dann Inversnaid, noch ca. 12 km entfernt. Ich habe mich für die Low Route entschieden, wollte keine unnötigen Höhenmeter machen und das war wohl auch die richtige Entscheidung, denn auf dem Weg dorthin hatte ich auf der Seite des Herzens Schmerzen im Brustbereich bekommen, prophylaktisch ne Ibu genommen, weniger wegen der Schmerzen, sondern mehr um bei eventuellen Entzündungen etwas gegenzuwirken. Ich hatte für die Folgenacht in der Beinglas Farm ein Zeltplatz reserviert, das war also das Tagesziel, mir war allerdings klar, dass ich von Inversnaid aus nicht mehr an dem Tag weiter wandern werde, sofern ich es schaffe auf die andere Seite des Loch Lomonds zu kommen um dann einen Bus/Zug zu nehmen. Irgendwann war ich dann in Inversnaid und habe mir da direkt am Ausgang des Trails in dem Hotel zwei kalte zuckrige Pepsis und einen Zitronenkuchen gegönnt und mir dann ein Ticket für eine Ferry von dort nach Talbet um 14:30 bestellt. Die kam dann auch an und tuckelte gemächlich rüber. Auf dem Schiff habe ich dann noch einen anderen deutschen Wanderer getroffen der mit einer Gruppe von einer DAV Sektion unterwegs war und auch pausieren musste weil er Fußprobleme hatte. In Talbet dann den Bus 915 Richtung Fort William genommen, der ca. 20 Minuten später kam, aber egal, hauptsache war, dass er fuhr und dann 2 Stationen bis nach Inveranan und dann noch ein paar Meter bis zur Beinglas Farm gehen, Zelt aufbauen und erstmal einen leckeren Haggis Burger verputzen, nach ca. 17km heute. - Ich hatte nach wie vor noch nicht entschieden wie das mit der Reise nun final aussehen soll, aber am nächsten Tag war ich immer noch nicht richtig fit, also entschieden nach Tyndrum mit dem Bus zu fahren, ich war ja nun glücklicherweise auf der Seite/Position, wo ich dann auch rein/raus fahren konnte mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Bus fuhr ca. 11:30, noch eine andere Wanderin aus der DAV Gruppe getroffen die sich eine Erkältung eingefangen hatte und daher auch erstmal pausierte und mit demselben Bus auch nach Tyndrum wollte. Was ich eigentlich schon am ersten Tag vor dem Start machen wollte in Milngavie, habe ich nun auf der Beinglas Farm nachgeholt, da ich noch genug Zeit hatte, und erstmal ein full scottish breakfast genossen. Ich habe zwar noch nicht herausgefunden, was eigentlich, außer dem Namen, der Unterschied zu full scottisch zu full english ist, aber da es ja zwischen Beiden durchaus gewisse Animositäten gibt, habe ich natürlich in Schottland nur das schottische bestellt. - In Tyndrum angekommen und den By the way Zeltplatz aufgesucht den ich vorher schon wegen einem Zeltplatz per Mail kontaktiert hatte, tja war zu früh die lassen einen erst ab 14:00 einchecken und das Zelt vorher aufbauen ging auch nicht, also wieder zur Hauptstraße in das Restaurant da und dort was gegessen und getrunken. Danach um 14.00 wieder hin, wow war das voll hier, aber noch einen Zeltplatz bekommen, aufgebaut, reingelegt, Hörbuch gehört, gedöst und einfach versucht zu entspannen. Mein Plan zu dem Zeitpunkt war, dass ich von Tyndrum den Bus am nächsten Tag zur Bridge of Orchy nehme und dann ca. 5km wandere zu dem Wildzeltplatz in der Nähe von Inveroran und von da die Option hätte wieder am nächsten Tag zurück zu gehen zur Busstation um wo immer wohin zu fahren wo ich dann will, falls ich mich nicht fit fühle, da mein Zeitplan von dem Platz vorgesehen hatte nach Kinlochleven zu laufen, was ein langer Tag mit einigen Steigungen wäre um dann am 8.5 wieder zurück zu können. - Die Tage waren bisher erstaunlich warm, für mich eigentlich zu warm und trocken, ich wandere lieber bei frischerem Wetter, aber ausgerechnet heute kam dann eine Kaltfront und es nieselte und später war auch Regen angesagt. Der Bus zur Bridge of Orchy war schon online gebucht, interessanterweise sieht man die Busse online nicht mehr wenn Sie ausgebucht sind, in der Praxis habe ich allerdings häufiger gesehen, dass man dann auch ohne Ticket noch einen Platz bekommt. Wie immer das auch berechnet wird, vielleicht springen Leute auch ab, so dass wieder Plätze frei werden. Da ich kühles Wetter eigentlich lieber mag als warmes und ich mich trotzdem nicht gerade behaglich fühlte und nach wie vor mich nicht wirklich fit fühlte habe ich dann wegen der Wetterprognose entschieden die Tour abzubrechen und direkt nach Fort William zu fahren und dort dann täglich zu schauen wie es geht um dann stattdessen dort Tagestouren zu machen. Warum auch immer, geistige Umnachtung würde ich es nennen, habe ich dann über die App bei Scotrail einen Zug von Tyndrum nach Fort William gebucht, der aber erst 14:30 fuhr. Zwischendurch habe ich dann einer Bushaltestelle eine holländischen Vater mit seinem Sohn getroffen die auch nach Fort William wollte, aber nur für eine Tageswanderung dort und dann wieder zurück, ihm war es zu crowdy bei den Stellen wo Sie vorher waren. Der Bus auf den die warteten sollte ca 3 Stunden früher fahren als mein Zug, war aber online nicht mehr buchbar, so entschied ich mich den Busfahrer zu fragen ob noch ein Platz frei ist bis nach Fort William um dann den Bus dahin, anstatt den Zug zu nehmen. Dieser Bus kam aber nicht. Ich hatte nun zwei offene Tickets, ein Busticket zur Bridge of Orchy um ca. 12:00 und ein Zugticket nach Fort William um 14:30. Da der Bus zur Bridge of Orchy auch Fort William bzw. Uig als Endziel hatte würde ich da ja schon im richtigen Bus und viel früher sitzen, soviel zum Thema geistige Umnachtung. Also auf meinen Bus gewartet und den Fahrer gefragt ob ich auch upgraden könnte bis Fort William, war kein Problem, also Rucksack unten in den Stauraum rein, per App das Zugticket storniert und auf nach Fort William. Und was soll ich sagen, ein bisschen hat mir das Herz schon weh getan, da mir klar wurde, dass die Wanderstrecke von Tyndrum nach Fort William für mich eigentlich der schönste Part des gesamten WHW ist. Es geht endlich in die Highlands, man sieht die Weite, genau das was ich eigentlich fotografieren wollte (BTW. ich komme wieder! ) . Irgendwann dann in Fort Willliam angekommen, nebenbei gesehen, dass wieder das alljährliche Motocrossevent ist, wo die mit speziellen Motorrädern ohne Sitz durch die Highlands fahren, und zwar teilweise auf dem Weg des WHW was etwas nervig ist, da laut und nach Benzin/Öl stinkend, aber dieses Jahr ist der Kelch ja an mir vorüber gegangen, also gab ich Ihnen meinen Segen. . Ich hatte vorher schon online beim Glen Nevis Campingplatz für 3 Nächte einen Platz fürs Zelt gebucht, 13 Pfund die Nacht, da war der in Tyndrum mit 15 Pfund definitiv teurer und bin dann zu Fuß von FW dahin gelaufen, ca. 3km. Ich kannte den schon von meiner letzten Tour in 2019 und fand das ein gutes Preis/Leistungsverhältnis mit ner Menge Optionen was man von dort außen machen kann. Dann angekommen, das Zelt aufgebaut und mir erstmal in dem Restaurant auf dem Campingplatz ein T-Bone Steak mit mashed potatoes gegönnt um dann anschließend wieder gemütlich zurück zu juckeln und zu entspannen. - Ich konnte von meinem Zeltplatz aus den Ben Nevis sehen, den höchsten Berg in Schottland und an der Flanke auch eine kleine Linie sehen wo Wanderer hoch und runter gingen. Ich hatte mir den Abend vorher vorgenommen heute mal eine Tageswanderung zu probieren, ich konnte ja nun jederzeit wieder umdrehen und zurück, also bin ich wieder früh los gegen 7.00, aber mit leichtem Gepäck, Zelt stand ja bereits und alles was ich nicht wirklich brauchte blieb da. Allerdings gab es ein kleines Problem, was man normalerweise nicht hat wenn man mit seinen Sachen weiterzieht, ich wollte meine Trekkingstöcke dabei haben, aber die brauchte ich für das Zelt, also was tun? In der Nähe von meinem Zeltplatz war ein größerer rechteckiger Bereich, wo Müllcontainer und Ähnliches waren und dort war auch ein Bereich wo man Einzelteile wie zum Beispiel Zeltstangen und Gestänge hinschmeißen konnte. Tja und was soll ich sagen, ich hatte Glück und konnte einen Ersatz für meine Trekkingstöcke finden und diese dann mitnehmen. Ich bin dann den gemächlicheren Anstieg auf den Ben Nevis rein und ca. 3km hoch gelaufen. Als es dann etwas zu tröpfeln anfing, der obere Teil des Ben Nevis in Wolken eingedeckt war, und, der eigentlich Grund es dort sehr viel steiler wurde, habe ich entschieden, dass mir das für heute reicht mit Höhenmetern und bin umgedreht und zurück. Da mir 6km dann doch zu wenig waren für den Tag und es noch recht früh war, bin ich also wieder nach Fort William rein, habe dort den Fehler gemacht in dem Restaurant direkt an dem alten sitzenden Mann, das Ziel/Startpunkt des WHW ein large fullish scotish breakfast zu bestellen mit angeblich 1400kcal und bin dann in Richtung Great Glen Way, den ich 2019 nach dem WHW noch gegangen bin. War eine schöne Strecke fast direkt am Meer entlang, und mein Ziel für den Tag war das Community Center wo man sich einen Kloschlüssel für den Zugang zu Composttoiletten leihen konnte für den Great Glen Way nach Inverness. Das brauchte ich diesmal nicht, aber da das Gebäude direkt am Hafen war und ich noch in Erinnerung hatte sollte es da hingehen. Irgendwann angekommen, eine kleine Sitzpause gemacht um dan wieder zurück nach Fort William und zum Campingplatz aufzubrechen. Erwähnte ich das Frühstück? Ca. 3 Stunden später hatte ich immer noch das Gefühl einen Ziegelstein im Bauch zu haben. Das Gute, der Hunger war dadurch eingedämmt und da ich ja nun viel weniger gewandert bin als ich eigentlich vorhatte, musste das auch erstmal reichen, aber ingsgesamt ca 26km gewandert, das war schonmal ganz schön, auch wenn überwiegend flach. - Selbes Spiel wie der Tag davor, um 7.00 los mit leichtem Gepäck, heute wollte ich mal in Richtung Kinlochleven, was normalerweise für die meisten die letzte Etappe in Gegenrichtung ist. Ich wusste von ein paar Leuten die ich am Anfang getroffen hatte, dass die wahrscheinlich heute aus der Richtung kommen sollten, und dachte mir, vielleicht treffe ich die dann ja wieder, was mich immer freut und auch schön ist, da die es dann ja schon quasi geschafft haben. Ich bin allerdings nur ca. 5km rein, ich hatte vorher bei Farout gesehen, dass es da in der Eisenzeit eine Anlage namens Dun Deardail gab wo Menschen gewohnt haben, die aber dann aufgegeben worden ist, da es dort wohl gebrannt hat. 2019 hatte ich mir das nicht angeschaut da es etwas abseits der Strecke ist und ich damals wohl nur noch ankommen wollte. Als ich dann oben angekommen bin und ich den ursprünglichen Steinringwall suchen musste, da er komplett weg ist, man sieht nur noch ganz unten auf der Erde die Steine von diesem Ring, sah ich, dass hier noch zwei Zelte standen, wo cih vermutlich ein paar WHWler vor der Ankunft am nächsten Tag zu Bette gelegt haben. Dann wieder runter und noch etwas in Richtung Kinlochleven gegangen, aber dann entschieder wieder umzudrehen und ein weiteres Mal nach Fort William zu gehen. Dort dann den Tag lang rumgegangen und irgendwann dann wieder zurück zum Campingplatz. Auf dem Weg zurück habe ich dann einige Leute wieder getroffen, kurz einen Schnack gehalten, Ihnen gratuliert und bin dann wieder zurück. Auch dort am Zeltplatz trudelten dann nach und nach Leute ein die ich vom Anfang kannte, das war im Ganzen ein schöner Abschluss für mich, am nächsten Tag sollte es wieder nach Hause gehen. Mein Plan war von Anfang an am 7.5 im Zeltplatz Glen Nevis anzukommen um dann am 8.5 nach Fort William zu wandern und mit dem Zug von dort nach Glasgow zu fahren da der Flug um 17:00 nachmittags war. Natürlich war da das Risiko, siehe DB, es aus welchen Gründen auch immer, nicht rechtzeitig zum Flughafen zu schaffen, Plan B wäre gewesen schon am 07.05 zurück zu fahren, aber dann hätte ich eine Nacht in Glasgow verbringen müssen, teurer, und wenn ich gewandert wäre, dann wäre ich nach dem Wandertag mit meinen schwitzenden und unter Umständen stinkenden Sachen im Zug. Das fand ich auch nicht so pral diese Vorstellung, und der Zeitdruck dann zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Punkt sein zu müssen, daher der 8.5. Nun stelle sich aber heraus, dass diese Woche die Züge in England streiken, was dann wieder bedeuten würde, den Bus nehmen zu müssen, der A) deswegen voll sein könnte, daher früh buchen und B ) länger braucht als der Zug, daher müsste ich den wahrscheinlich dann am 7.5 nehmen. Sei es wie es ist, ich konnte eine Whatsappkontaktnummer von Scotrail ausfindig machen und diese per Whatsapp fragen ob die Strecke Fort William - Glasgow betroffen ist von dem Streik und siehe da, nach kurzer Zeit kam eine Antwort von Angus und er bestätigte, dass diese Strecke nicht davon betroffen ist, daher, um 5:00 aufgestanden und den Zug um 7:44 genommen um dann um ca. 11:30 in Glasgow zu sein. Auch wenn es dieses Mal nicht ganz geklappt hat mit dem Durchwandern, Schottland bleibt für mich ein schönes Wanderland und es gibt ja auch noch ein paar andere Trails dort, die ich das nächste Mal testen werde. Auch wenn ich durchaus einen Unterschied zu meiner ersten Tour 2019 und jetzt sehe, gerade was die Trailqulität und Schwierigkeit im Gegensatz zum TA angeht sind das schon Welten, muss ich aber auch sagen, dass es zumindestens für mich anscheinend einen Unterschied macht ob man einen Trail zum ersten oder zum zweiten Mal geht und zwar bezogen auf die Neugier, den Zauber dem jeder Trail inne ist. Aber zum Glück gibts da immer noch viel zu entdecken für mich. Die Liste mit den Sachen sieht man ja im Anhang im Lighterpack Link. Im Groben muss ich sagen ich bin sehr positiv überrascht von Kakwa 55. Ich hatte ezwas Sorgen, dass die Hüftpolster zu dünn sind, aber ich hatte den Eindruck, dass das ganze System relativ steif ist und gut anliegt. Mit den vorhandenen Loadliftern konnte ich das Gewicht auch von den Schultern bekommen und mit schätzungsweise 14-15 kg konnte ich das Ganze gut handeln. Und zum Abschluss noch ein paar Impressionen von der Tour mit den Bildern die ich noch machen konnte. happy trails Oska
  27. Erfahrungen mit Bonfus Altus Vest Style Pack

    York reagierte auf Jones für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Danke für eure Beiträge. Vermutlich werde ich mir den holen und kann dann ggfs bei Interesse mal berichten.
  28. TAR Neo Air NXT - der neue Goldstandard?

    teejex reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Der Klassiker wie durch den User eine Delamination verursacht wird, ist nicht ein hoeherer Druck auf kleiner Flaeche (ist doch Wurscht, verteilt sich ja auf das Gesamtvolumen) sondern die Temp-Erhoehung tagsueber...abends angekommen, Luft mit der Temp in die Matte gefuellt, die Luft erwaermt sich ueber den Koerper der Druck steigt schon etwas. Nun wird am naechsten Morgen das Zelt nicht direkt abgebaut, die Sonne knallt auf´s Zelt, oder noch besser die Matte wird zum Trocknen der Kondfensfeuchtigkeit auf der Unterseite auf´s Zelt gelegt oder beim Fruehstueck draussen in der Sonne drauf rumgelungert, ohne ein bisschen Druck abzulassen. Voila ist die Grundlage fuer eine fette Delamination gelegt. btw kann man bei Oeffnen der Matte sehr einfach feststellen, ob die Delamination auf einem Produktionsfehler beruht, oder auf User-Verschulden, "Stories" kann man sich also bei der Rekla sparen, wobei ja TAR / Exped sehr kulant bei Delaminations-Reklas sind.
  29. Solar-Panel selbst gemacht

    Magic reagierte auf ChristianS für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin zusammen, anders als sonst bei meinen Projekten möchte ich mal mein MYOG-Solarpanel-Projekt als work-in-progress vorstellen. Es ist also noch nicht fertig und ich weiß auch noch nicht, ob es am Ende wirklich was wird. Mit den so käuflich zu erwerbenden Produkten für unseren Einsatzzweck bei Trekkingtouren bin ich nicht zufrieden. Die hochpreisigen, leistungsfähigen Panels sind zu schwer, die kleinen relativ leichten zu leistungsschwach. Im letzten Sommer bin ich zwar ganz gut mit einem kleinen 5V-"10Watt"-China-Panel + 5000mAh Powerbank gefahren, aber mehr als einen Regentag konnte die Lösung trotz gemäßigter Smartphone-only Nutzung nicht versorgen. Also: Selbermachen. Doppel so groß wie die 5V-China-Panels mit den 2 Sunpower-Zellen, also 4 Sunpowerzellen sollen es werden. Auf Ebay wurde ich fündig und habe kurzerhand 10 Sunpowerzellen C60 bestellt. So sehen die aus: Vorderseite Rückseite Da jede Zelle je nach Last und Bestrahlungsintensität so 0,4 bis 0,7V hat, muss ich die 4 Zellen in 12 Stücke zerteilen, um dann durch Reihenschaltung der 12 Zellen eine für die Ladeschaltungen kompatible Nennspannung von 6V zu haben. Also jede Solarzelle in 3 Teile teilen, zum Glück passt das auch mit der rückseitigen Verschaltung der Zellen. Das Zerteilen habe ich erst mal per Cutter, dann per Schere und Glasschneider probiert, aber jede Methode beschädigt die super empfindlichen Zellen. Schließlich hatte ich Erfolg mit der Methode Mini-Trennschleifer, die ich im Internet gefunden hatte: Mit einem Dremel, Mini-Diamant-Trennscheibe und Führungsvorrichtung konnte ich die Zellen einigermaßen gut teilen. Es gab aber viel Ausschuss... Als nächstes habe ich die Zellen auf einer Pappe als Unterlage angeordnet und die Verbindungsstellen schonmal mit Lötzinn benetzt: Im nächsten Schritt habe ich die einzelnen Stücke mit Klebebandstückchen fixiert und die Einzelzellen mit diesen dünnen Nickelbändern verbunden. So sieht das dann von oben aus: Um nun vor dem Laminieren des Panels möglichst alle Löt- und Verschaltungsfehler auszuschließen möchte ich das Konstrukt mal in die Sonne halten und die Gesamt- und Einzelspannungen messen. Dafür habe ich mir eine kleine Konstruktion aus zwei Plexiglasresten und Holzlatten gebaut, auf die das Provisiorium wieder mit Klebeband vorsichtig fixiert wurde: So kann ich das Ganze jetzt in die Sonne halten und von hinten die Zellspannungen messen. Fehlt gerade nur noch die Sonne... Wenn alles in Ordnung ist, geht es im nächsten Schritt an den Laminataufbau! to be continued
  30. Pyrenäen GR11 / HRP

    ma11hias reagierte auf Southern Flyer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nachlese HRP 08/09 2022 Im Nachgang zu meinem HRP thru hike hier ein paar Infos und Anmerkungen, die vielleicht für die/den ein oder anderen bei der Planung helfen können. Zeitpunkt: gestartet bin ich am 22. August in Hendaye und angekommen am 22. September in Banyuls sur Mer. In den 32 Tagen enthalten waren insgesamt 3 Ruhetage. Den Zeitpunkt zum Ende der thru hike saison hatte ich gewählt, um zum einen der Hochsommerhitze zu entgehen und zum anderen der Ferienzeit in Frankreich und Spanien (würde ich wieder so machen). Einen viel späteren Zeitpunkt würde ich allerdings nicht wählen, da bereits Anfang September die resupplies beginnen problematisch zu werden, insbesondere in Spanien. Ende September schließen dann auch bereits viele Refugios. Und irgendwann im September fällt dann auch der erste Schnee …. Geht man den Weg eastbound, hat man den Vorteil, dass bei gutem Timing/Planung, die Aufstiege immer morgens im Schatten und bei noch kühler Luft sind. Das ist insbesondere an warmen, sonnigen Tagen nicht zu unterschätzen. Wetter: das Baskenland war Ende August eine Waschküche (Anfang August ein Backofen) mit Dauer(niesel)regen, stürmischen Winden und aufliegenden Wolken/Nebel. Dies bescherte mir gleich am Starttag einen ganzen Tag wandern im Nieselregen (windstill) und 3 Tage später einen ganzen Zwangsruhetag bei 20 Stunden Dauerregen (windig) im Zelt. In der zweiten Woche wurde es sonniger, allerdings verbunden mit zahlreichen kleineren und größeren Gewittern (oft mit Hagel) zu allen Tages- und Nachtzeiten. Mit jedem km Richtung Mittelmeer wurde es dann aber kontinuierlich besser/sonniger. Definitiv unterschätzt habe ich den Wind, insbesondere in den Kammlagen. Ab Mitte September gingen die Temperaturen über 2000m nachts dann bereits deutlich in den einstelligen Bereich. Eine Woche nach Ende der Tour lag in den höheren Lagen zT. schon der erste Schnee, auch tagsüber. Ausrüstung: gestartet bin ich mit 4.85 kg Basisgewicht und 6.6 kg skin out weight. Ab der halben Strecke (Benasque) war dann noch eine Wind-/Regenhose mit im Gepäck, da ich bis dahin nur mit kurzer Hose unterwegs war (s. Wetter). Letztendlich habe ich die lange Hose dann doch nur noch einmal für ein paar Stunden in Andorra gebraucht und das in erste Linie wegen des Regens. Absolut gelohnt hat sich dagegen der Regenschirm, den ich in letzter Sekunde doch noch eingepackt hatte und in der ersten Woche viel zum Einsatz kam. Etwa ein Viertel der Zeit hatte ich tagsüber neben einem Capilene Langarm-Shirt auch ein Microgrid Fleece an, z.T. sogar in Kombi mit Wind-/Regenjacke. Das Wärmeextra an Gewicht mitzunehmen war definitiv eine gute Entscheidung. Sonnenhut bzw. Buff waren auch im Dauereinsatz, je nach dem was gerade angesagt war. Mit dabei hatte ich meinen MYOG-Daunenquilt (bis -7°C) und mein MYOG-Cuben Zelt. Es gab aber auch einige wenige, die mit Tarp unterwegs waren. Gelaufen bin ich in Altra Olympus 4, die derart gut durchgehalten haben, dass sie noch für ein paar hundert km Mittelgebirge taugen. Die allerwenigsten auf dem HRP waren UL unterwegs, und die, die es waren, sind allesamt hier aus dem Forum . Navigation: Für die Navigation habe ich mich an dem Whiteburn HRP Pocket Guide orientiert. Neben einer detaillierten Routenbeschreibung (ua. zu Bivakplätzen, Wasserstellen, resupplies) beinhaltet der Whiteburn Guide auch eine gpx-Datei sowie zahlreiche Varianten und Schlechtwetter-Alternativen. Zu allen Streckenabschnitten werden Entfernungen, Höhenmeter (nur hoch) und Dauer angegeben. Die Dauerangaben haben in meinem Fall gut gepasst und dienten während der Tour zur grobe Tagesplanung. Als Navigations-App hatte ich Outdooractive Pro auf meinem iPhone 11 und war damit sehr zufrieden. Im Flugmodus ist der Stromverbrauch so niedrig, dass meine 10.000 mAh Powerbank für mehr als 6 Tage gehalten hat. Mittlerweile ist die Stromversorgung auf den Refugios dank Solartechnik so gut, dass man auf allen Refugios das Smartphone oder die Powerbank problemlos laden kann. Camping/Refugios/Resupply: Bereits Anfang September hatten mehrere Campingplätze in Spanien geschlossen, gleiches galt für kleinere Supermärkte, da mit dem Ende der Sommerferien dort bereits „out of season“ eingeläutet wird, so zB. Camping Forcallo oder in Tavascan (Supermarkt, Campingplatz). Somit wird die Routenwahl, zumindest im September, auch wesentlich von den resupply-Möglichkeiten mitbestimmt. Man sollte sich darauf einstellen, dass man in vielen Abschnitten für ca. 4-5 Tage Essen mitnehmen muss. Die Supermärkte, auch die ganz kleinen, hatten eine ausreichend große Auswahl. Die Refugios waren an den Wochenenden, insbesondere in Spanien, meist komplett belegt/ausgebucht. Sofern die Refugios Winterräume haben, konnten diese idR. unentgeltlich genutzt werden. An den meisten Refugios kann man auch sein Zelt aufschlagen. Dafür sind meist extra „bivouac areas“ ausgewiesen. Sowohl Spanien als auch Frankreich haben derzeit ein Renovierungsprogramm für die Refugios, sodass man sich vorher informieren sollte, welche Refugios aktuell geschlossen sind (dieses Jahr zB. das Refugio d’Arlet, soll in 2023 aber wieder auf sein). Wasser: sofern man nicht längere Abschnitte entlang der Kämme geht, stellt die Wasserbeschaffung kein Problem dar, wobei man sich darüber im Klaren () sein muss, dass auf Grund der intensiven Viehhaltung das Wasser aus Bächen und Seen mehr oder weniger stark mit Fäkalkeimen belastet ist. Bis auf Quellwasser habe ich das Wasser grundsätzlich gefiltert (Sawyer Squeeze). Unterwegs habe ich 2 Wanderer getroffen, die mehrere Tage wegen starkem Durchfall pausieren mussten. Es gab aber auch „Nicht-Filtrierer“ denen dieses Schicksal erspart geblieben ist, da gehen die Erfahrungen stark auseinander. Fazit: absolut toller Weg, zeitweilig anspruchsvoll, eine atemberaubend wilde Landschaft, nette Leute, werde ich bestimmt noch ein zweites Mal machen
  31. Solar-Panel selbst gemacht

    Magic reagierte auf ChristianS für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hier noch ein kleines Making-Of Video:
  32. Solar-Panel selbst gemacht

    Magic reagierte auf ChristianS für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Endlich hatte ich wieder genug Zeit das Laminieren des Panels in Angriff zu nehmen. Dabei bin ich doch wieder beim Handlaminierverfahren mit anschließender Pressung geblieben, weil ich für Vakuumierung keine zuverlässige Ausstattung und Erfahrung habe. Und so sieht das aktuelle Ergebnis aus: Ein paar wenige Lufteinschlüsse gab es auch diesmal, was aber nur noch eher die Ästhetik als die Funktion beeinträchtigt. Auf der Rückseite habe ich einen Rand und ein Verstärkungskreuz aus 3mm Styrodur einlaminiert, um die Steifigkeit zu erhöhen. Vom Laminierprozess habe ich eine Zeitrafferaufnahme gemacht, in der man den Laminataufbau ganz gut sehen kann, aber das kommt später Grob zugeschnitten bringt das Panel nun 190 Gramm auf die Waage. Etwas mehr als zuerst erhofft, aber die Verstärkung der ursprünglich kalkulierten Konstruktion wiegt natürlich. Wenn man jedoch als Benchmark das käufliche Solbian Energyflyer mit seinen 360g heran zieht, ist es immer noch sehr leicht. Nun müssen noch die Feinarbeiten folgen und ich bin gespannt, was es elektrisch kann...
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