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Ultraleicht Trekking

Optimismus in Zeiten von Corona ?


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Hi,

persönlich stehe ich erst am Anfang meiner "Trekkingkarriere" und habe noch sehr viele Zukunftpläne (bzw. Träume, weiß ja nicht, ob es klappt) wie z.B. PCT (hoffentlich 2023), Norwegen der Länge nach, INT, Kome-Emine-Trail, Bibbulmun-Track, aber auch "normale" Backpackingreisen in ferne Länder. Aber wütet die Coronapolitik...

Die politische Situation und die daraus entstehenden Probleme für die Tourismusindustrie machen mir große Sorgen. Immer wieder entstehen in meinem Kopf Horrorszenarien á la Flugreisen sind nicht mehr möglich, weil die Fluggesellschaften alle insolvent sind oder Flüge werden so teuer, dass es sich Normalos nicht mehr leisten können. Auch habe ich Angst, dass die Politiker in Zukunft regelmäßig Reisebeschränkungen, Lockdowns etc. verhängen, wenn eine ansteckende Krankheit rumgeht. Corona wird ja nicht der letzte Virus bleiben. 

Niemand kann in die Zukunft sehen, dies ist mir klar. Vielleicht wird es auch bald wieder "normal". Leider fällt es mir schwer optimistisch zu bleiben. Wie geht ihr mit der Situation um ? Schafft ihr es optimistisch in die Zukunft zu blicken und wenn ja wie? 

Dazu muss ich erwähnen, dass ich durch meine Arbeit im Gesundheitsamt sehr viel mit dem Thema zu tun habe und mich gedanklich nur schwer davon distanzieren kann. Die Möglichkeit dem Thema aus dem Weg zu gehen, funktioniert daher leider nicht. 

Viele Grüße

Mia im Zelt

Bearbeitet von Mia im Zelt
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Ich plane auch, nächstes Jahr durch Norwegen zu wandern und bin sogar recht optimistisch, dass das auch klappt. Ich hoffe, die guten Nachrichten über den Impfstoff stimmen so und es kehrt wieder Ruhe ein kommendes Jahr. Bisher hört es sich ja ganz gut an. Bis dahin muss man entspannt bleiben und froh sein, wenn man einen Job oder gerade einen Zeitvertreib hat, der nicht zu stark durch Corona beeinflusst ist.

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Ich hoffe ich kann deine Sorgen etwas milden. Warum? Ich arbeite tatsächlich für eine Fluggesellschaft bzw. eine Reisegesellschaft, Kenner wissen jetzt bereits wo ich arbeite. Die Buchungen für 2021 ziehen aktuell sehr merkbar an, scheinbar ist die Reiselust der Deutschen ungebrochen. Nichtsdestotrotz sind die Hygienevorschriften bei Reisen sehr hoch, das mag einige abschrecken, jedoch halte ich diese für sehr wichtig.

Die Fluggesellschaften werden sich in den nächsten 2 Jahren um Fluggäste reißen um ihr Flugzeug alle wieder in die Luft zu bekommen und somit wird das Reisen kurzfristig sehr erschwinglich.

In der Tat werden aber trotzdem noch weitere Fluggesellschaften in die Insolvenz gehen, diese Marktbereinigung hatte zumindest in Europa aber sowieso angestanden, Corona wird es nur beschleunigen.

Insofern musst du dir keine Sorgen machen, wer Reisen will wird Reisen können. Trotzdem gibt es aus meiner Sicht auch sehr viele Abenteuer vor der Haustür zu erleben.

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ich denk es wird nix mehr so wie´s war. 

was hilfts denn wenn ich vorm urlaub in quarantäne muss, evtl. hernach nochmal, und wenns blöd geht zwischendrin auch weil sich die regeln iwo geändert haben.

für englisch-sprecher ist der hier evtl. intessant:

https://whiteblaze.net/forum/showthread.php/138301-How-will-Covid-19-affect-hiking-in-2021?p=2276756#post2276756

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vor 6 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Horrorszenarien á la Flugreisen sind nicht mehr möglich

wären Flugreisen nie mehr möglich wäre das vielleicht schade - aber für Horror halte ich das nicht.

Ich kann mich freuen daß ich relativ gesund bin, daß ich hier lebe und nicht irgendwo wo die Situationen viel schlimmer sind. Das hat nichts mit dem Virus zu tun (der mich auch extrem nervt), ich denke schon länger so.

Hier gibt es zwar nicht immer Klopapier ;), aber sauberes Wasser, Lebensmittel in riesiger Auswahl, Ärzte, Infrastruktur, soziale Absicherung... viele Dinge, die nicht überall selbverständlich sind. Nein, hier läuft auch nicht alles bestens, aber wir jammern oft auf hohem Niveau.

Mein Leben ist nicht immer so toll gelaufen. Ich versuche es trotzdem zu genießen.

Wenn ich auf Tour bin bin ich mir bewußt, daß auch das nicht selbverständlich ist. Die Zeit und Möglichkeit zu haben, einfach loszulaufen. Genug Geld, im richtigen Land (man kann nicht überall einfach trekken), keine Verpflichtungen und so weiter...

Nicht falsch verstehen, Coronazeit finde ich schrecklich. Vor allem die soziale Isolation.

Dennoch denke ich, daß wir in den nächsten Monaten bei uns und im angrenzenden Ausland wandern können. Sollte es auch weiter weg möglich sein, auch schön.

 

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vor einer Stunde schrieb hiker:

wären Flugreisen nie mehr möglich wäre das vielleicht schade - aber für Horror halte ich das nicht.

Die Aussicht meine amerikanischen und kanadischen Freunde nie mehr wieder zu sehen finde ich nicht so prickelnd. Auch auf Dinge wie den Kulturbetrieb hätte sowas große Auswirkungen. 

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vor 8 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Wie geht ihr mit der Situation um ?

Es wird sich irgendwann verändern und dann wird sich nach diesen Veränderungen wieder etwas verändern. Entsprechend auf jede Veränderung werde ich mich, sofern notwendig, zur gegebenen Zeit einstellen.

Und je länger ein Zustand andauert, kann es ein status quo werden. Besser ist relativ. Besser ist das was ich für mich daraus mache. Wenn man einige Leute fragt,  für die hat sich beruflich oder familiär einiges gebessert.  Für andere nicht.  Wie gesagt, das ist relativ. Wenn Besser synonym für vor Corona steht... ja nun, dann wird es nicht besser ;)

Horrorszenarien, Schwarzmalerei usw sind nichts für mich.  Denn selbst wenn nichts aus der Vorstellung eintrifft,  habe ich es mindestens einmal durchlebt.  Brauche ich nicht ;)

Reisen... ja meine Güte,  Deutschland ist schön und groß genug.  Ich kenne es noch nicht ganz und habe noch viel zu entdecken :) ich freue mich darauf.  Habe nur leider zu wenig Zeit. Doch die nehme ich mir noch.

Und sich notgedrungen beruflich mit der Corona Situation auseinander setzen zu müssen, heißt für mich nicht,  dies auch in meiner Freizeit zu tun. Abgrenzung. 

vor 8 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Die Möglichkeit dem Thema aus dem Weg zu gehen, funktioniert daher leider nicht.

Ja da packte Corona Deine Hand und zwang Dich diesen Thread zu erstellen,  damit Du in Deiner Freizeit auch damit beschäftigt bist. 

Niemand zwingt einen hier oder wo anders zu Corona Themen zu antworten, bei Gesprächen darauf einzugehen oder solche Threads zu erstellen- wenn man des Themas überdrüssig ist,  kann man ja für sich andere Themen des Alltags prominent werden lassen. 

Ich halte mich an die Auflagen,  doch ich bestimme innerhalb  dieser mein Leben und meinen Alltag. Deshalb fühle ich mich nur selten irgendwie eingeschränkt und bin recht entspannt.  

 

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vor 1 Stunde schrieb hiker:

wären Flugreisen nie mehr möglich wäre das vielleicht schade - aber für Horror halte ich das nicht.

Ich kann mich freuen daß ich relativ gesund bin, daß ich hier lebe und nicht irgendwo wo die Situationen viel schlimmer sind. Das hat nichts mit dem Virus zu tun (der mich auch extrem nervt), ich denke schon länger so.

Hier gibt es zwar nicht immer Klopapier ;), aber sauberes Wasser, Lebensmittel in riesiger Auswahl, Ärzte, Infrastruktur, soziale Absicherung... viele Dinge, die nicht überall selbverständlich sind. Nein, hier läuft auch nicht alles bestens, aber wir jammern oft auf hohem Niveau.

Dem kann ich mich nur anschließen. Im Gegensatz zu anderen Gegenden auf der Welt, in denen Menschen nicht in der Breite finanziell aufgefangen werden (touristische Hotspots in Asien z.B.) und wo Menschen ihre Jobs massenhaft verlieren, da internationale Lieferketten ins Wanken geraten (z.B. Textilindustrie), sind wir hier doch eigentlich noch in einer "guten" Lage. Ich möchte damit nicht die Probleme einiger Menschen in Deutschland kleinreden (als Studierender bin ich selbst davon betroffen, dass Jobs wegfallen und man sich seine Gedanken machen muss...), nur darauf verweisen, dass wir hier in der Breite doch immer noch privilegiert sind.

Als Transportmittel gibt es ja auch noch die Bahn, auf die allein schon aus Gründen des Klimaschutzes verstärkt gesetzt werden sollte und/oder Fähren und Schiffe. Man ist zwar länger unterwegs, kann das Reisen aber auch einfach als Erlebnis und Teil des Trails begreifen...
Auch deine Reiseziele bieten da ja Möglichkeiten. Nach Norwegen kann man per Zug und/oder Fähre reisen und auch Bulgarien ist auf dem Landweg erreichbar. Ich würde versuchen das, was man gemeinhin als Anreise betrachtet, versuchen als Teil der Reise zu betrachten.
Ich fänd es auch schön z.B. mal nach Australien zu reisen, muss aber auch sagen, dass ich so viele Ziele in Europa und dem angrenzenden Asien habe, die auf dem Landweg erreichbar sind, dass ich ein erffülltes Reiseleben haben werde ohne jemals wieder fliegen zu müssen.
Versuche nicht die das in den Vordergrund zu stellen, was vielleicht nicht gehen wird und fokussiere dich erstmal auf die gut erreichbaren Ziele. Ich denke das könnte helfen.
 

Bearbeitet von hhourglass
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Ich habe festgestellt, dass es mir gut tut, meine Haltung zu dem Thema zu ändern. Wie bei anderen auch, musste ich meine Urlaubspläne dem Geschehen anpassen. Niemand weiß, wie sich die Lage entwickelt, was genau wann passiert. In ein paar Jahren habe ich 7 Monate frei und würde auch gerne in die USA. Wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm, dann plane ich um, bzw. habe gleich Plan B. 
Angst vor etwas zu haben macht unfrei und verspannt. Aber nun ist es bei dir gerade so, du hast es in diesem Thread benannt und gefragt, wie andere damit umgehen. Das ist doch der erste Schritt, um etwas verändern zu können. 
Mir hat tatsächlich geholfen, umzuschalten und mir Deutschland nochmal genau anzusehen, sowie mich selber zu fragen, worum es mir eigentlich geht, wenn ich wandere. Hier gibt es viele schöne Ecken und mir geht es darum, möglichst viel draußen zu sein, in der Natur einzuschlafen und aufzuwachen. Mein Leben für eine Zeit einfacher zu gestalten, die Bedürfnisse runterzufahren. Das kann ich in Deutschland ebenso, wie in den USA oder sonst wo. 
Diese Haltung gibt mir ein entspanntes Zukunftsgefühl, musste aber natürlich auch erst erarbeitet werden. 

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Ich mach mich auch nicht verrückt, irgendwann wird es schon wieder halbwegs normal und wenn Fliegen teurer werden würde, fände ich das eher positiv, vielleicht würde dann so ein Schwachsinn wie "Weekend-shopping in New York" oder Flüge von Frankfurt nach Berlin langsam verschwinden. Die paar Überseepläne die ich habe werden schon irgendwann was werden. 

Meine Pläne 2020 hatten auch eine radikale Änderung erfahren, aber Westerwaldsteig, die beiden Goldsteige oder kurze Alpentrailruns waren genauso schön. Ich bin derzeit eher froh, dass wir in einem Land leben, in welchem die Pandemie halbwegs unter Kontrolle ist (Nachrichten die ich im Frühjahr von Bekannten aus Italien bekam waren von einem ganz anderen Kaliber) und ich einen coronasicheren Job habe. 

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ich finde, dass die pandemie jetzt nur zeigt, dass sich noch viel mehr ändern muss. lese gerade mike davis, monsters. wers unpolitischer möchte: gibt ja auch reichlich wissenschaftliche berichte in ähnliche richtungen.

persönlich fühl ich mich nur wenig eingeschränkt. beeinträchtigt hauptsächlich durch die leute, die es überanstrengt, mal maske zu tragen und die keine rücksicht nehmen wollen; ansonsten dadurch, dass ich als soloselbständiger wirtschaftlich noch knapper lebe als sonst in unserm soloselbständigen gemeinschafts-alternativbetrieb schon immer. beeinträchtigt durch die sozialen verhältnisse, die bei der kontaktreduzierung öpnv, arbeit und schule aus m.e. sachfremden erwägungen heraus viel zu lange aus dem blick gelassen haben.

ansonsten habe ich noch radikaler umgestellt in die richtungen, die ich vorher schon eingeschlagen hatte: mehr draussen im alltag ... noch mehr beetfläche im garten, viele wege mit fahrrad statt öpnv usw..

wandern und so wird auch weiter möglich sein. den flugbetrieb würde ich nicht vermissen, gut fürs klima. bevor ich das erste mal geflogen bin, war ich schon einige jahre jedes jahr unterwegs, geht auch. und geht auch wieder. kein problem. eine andere richtung und ein schlenker finden sich immer.

jetzt gleich gehts mal los. ende der gartensaison = zeit, mal freunde zu besuchen, die man dieses jahr nicht gesehen hat. statt mit der bahn paar stunden mit dem rad. sonne scheint! und unser vegetarischer haushalt bringt ne fahradtasche voll fleisch mit (äh...ich als nicht-vegetarier im vergetarischen haushalt). reines draussen event, feuer, grillen, rumstehen, das wär vorher so nicht gegangen (also mit den anderen, die wir besuchen fahren).

weiter weg dauert halt länger und die zeit sollte man sich nehmen (und der rest vom leben so sein, dass das geht). ferienkommunismus find ich gut.

Bearbeitet von hans im glueck
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vor 11 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Die politische Situation und die daraus entstehenden Probleme für die Tourismusindustrie machen mir große Sorgen. Immer wieder entstehen in meinem Kopf Horrorszenarien á la Flugreisen sind nicht mehr möglich, weil die Fluggesellschaften alle insolvent sind oder Flüge werden so teuer, dass es sich Normalos nicht mehr leisten können. Auch habe ich Angst, dass die Politiker in Zukunft regelmäßig Reisebeschränkungen, Lockdowns etc. verhängen, wenn eine ansteckende Krankheit rumgeht. Corona wird ja nicht der letzte Virus bleiben. 

Niemand kann in die Zukunft sehen, dies ist mir klar. Vielleicht wird es auch bald wieder "normal". Leider fällt es mir schwer optimistisch zu bleiben. Wie geht ihr mit der Situation um ? Schafft ihr es optimistisch in die Zukunft zu blicken und wenn ja wie?

Ich denke, dass Flüge evtl. ein wenig teurer werden, aber das wird überwiegend die Billigst-Kategorie betreffen, die jemand mit einem zielgerichteten Reiseplan kaum nutzen konnte. Der größte Teil der Flugzeuge steht noch irgendwo herum, sammelt Staub und dient irgendwem als finanzielle Sicherheit, es gibt also eine billionenschwere Interessengruppe, die sie wieder in der Luft sehen will.

Vor einer ausufernden Lockdownkultur habe ich keine Angst. In den meisten westlichen Ländern haben die Gerichte durchaus Willen und Möglichkeiten, gegen unverhältnismäßige Beschränkungen der Freiheit vorzugehen, und der Rest der Welt wird mitziehen müssen. Die Statistik sagt zum Glück, dass zwei Pandemien innerhalb von 3 Jahren höchst unwahrscheinlich sind, und alles was ich bisher über SARS-CoV-2 gelesen habe legt nahe, dass ein starke Kreuzimmunität zwischen den verschiedenen Mutationen besteht.

Für 2021 mag ich noch keine irgendwie gearteten Pläne machen, denn bis international flächendeckender Impfschutz da ist wird noch einige Zeit ins Land gehen, also wird wie dieses Jahr relativ spontan entschieden werden, ob/was möglich ist. Optionen habe ich ja dank der ganzen Corona-Unsicherheiten dieses Jahr genügend in der Schublade.

2022 ist aber der PCT, alternativ der CDT, mein definitives Ziel. Auch wenn ich mit dem Frachtschiff rüber fahren und das Deck schrubben muss :-) Von daher, ja, ich bin da ganz optimistisch.

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Vieles wurde ja schon genannt. Corona ist erstmal nur eine temporäre Sache, eine Zeit danach wird es wieder geben. Je nach Impfstoffverfügbarkeit vielleicht schon nächste Saison, ansonsten wohl im Jahr drauf (zumindest in privilegierten Ländern wie Deutschland). Und wie wir diesen Sommer gesehen haben ist ein maßvolles Reisen in der guten Jahreszeit auch möglich. Auf Dauer gesehen sollten wir aber Corona auch als Chance zum Umbruch sehen um die richtigen Probleme zu bekämpfen (vor allem den Klimawandel). Im Moment wird viel drüber geredet, dass 'die Jugend' solidarisch gegenüber älteren Menschen sein muss, diese Solidarität sollte aber etwa auch andersherum beim Klimaschutz, dem 1,5° Ziel etc existieren. Im Moment lachen viele Leute Querdenker aus und verweisen auf die Wissenschaft, dabei wird die Wissenschaft von weiten Teilen der Bevölkerung im Klimaschutz ignoriert. Die Auswirkungen der menschlichen Tierhaltung und dem daraus resultierenden Pandemie- und Infektionsrisiko sind auch schon lange bekannt und sollten Thematisiert werden. Daher ist in meinen Augen sogar zu hoffen, dass das 'Leben danach' anders sein wird und nicht alles wie davor aussehen wird. Änderungen waren schon lange überfällig und manches wird durch Corona hoffentlich beschleunigt.

Wanderungen in Europa (wie etwa die Norwegen-Tour oder Kom Emine waren ja auch diesen Sommer möglich und werden das wohl auch in Zukunft sein. Die Anreise innerhalb in Europa lässt sich ja auch ohne Fluglinien und umweltfreundlicher gestalten, und gerade bei solchen längeren Touren sind dann 1-2 Tage mehr bei der Anfahrt auch nicht das größte Problem. Und auch der Flugverkehr wird nicht komplett wegfallen. Aber eine Diskussion über verantwortungsbewusstes Reisen und die wahren Kosten dieser Flüge wird in den nächsten Jahren unvermeindlich sein.

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Erstmal danke für die vielen interessanten Antworten. Einiges verhilft mir zu mehr Hoffnung. Die Videos schaue ich mir in den nächsten Tagen noch an. 

Ich denke Langzeittrekking ist an sich schon eine vergleichsweise umweltfreundliche Art zu reisen. Für europäische Ziele bevorzuge ich für mehrmonatige Auszeiten ohnehin eine Anreise ohne Flug, dies wäre für mich persönlich ok, auch wenn es deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dies ist ja primär bei den "normalen" Urlaubsreisen ein Problem. 

Wobei ich aber schon zugeben muss, dass Deutschland mich nicht so anspricht, v.a. stört mich die dichte Besiedelung. Andere europäische Länder in der Nähe wie z.B. Österreich reizen mich deutlich mehr. Auf den PCT möchte ich trotzdem nicht verzichten. 

Ich habe das Thema hier genau deshalb angesprochen, damit ich einen Weg finde, besser mit der Situation zurechtzukommen. Leider ist es nicht so einfach, mich nach der Arbeit gar nicht mehr damit zu beschäftigen, auch wenn ich privat keine Nachrichten mehr schaue oder lese. Jedoch muss ich mich an jedem Arbeitstag zwangsläufig 8h sehr intensiv damit beschäftigen und bin am Feierabend dermaßen kaputt, dass ich nicht mich geistig und psychisch völlig zermatscht fühle. :wacko:

@BitPoet OT:  Cool, noch ein PCT-Anwärter! Bei mir wird es wahrscheinlich eher 2023, aber wer weiß. 

 

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In der Besiedelungsdichte ist mir zwischen Österreich und Deutschland noch nie ein Unterschied aufgefallen, für touristisch erschlossener halte ich sogar eher Österreich. In Deutschland lohnt sich immer mal ein Blick auf die entlegeneren Ecken, auf dem Erzgebirgskammweg bin ich teilweise den ganzen Tag niemandem begegnet, Rothaarsteig war ähnlich und selbst bei einer freestyle Wanderung im Rheingau an einem ganzen Tag nur 2-3 Leuten (okay, das hat mich wenige Kilometer von Frankfurt und Wiesbaden entfernt schon überrascht :mrgreen:). 

OT: Hinsichtlich der von @hans im glueck angesprochenen gesellschaftlichen Änderungen schwinden meine Hoffnungen mittlerweile wieder, im Frühjahr fiel im Zuge der oft zitierten "Systemrelevanz" tatsächlich mal einigen Entscheidern auf, dass eine Gesellschaft eher auf Profifußballer und Investmentbanker verzichten kann, als auf Krankenschwestern und Verkäuferinnen, aber inzwischen sieht's eher so aus, als würde es bei ein paar warmen Worten bleiben.

Bearbeitet von schrenz
Tippfehler
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Am 20.11.2020 um 23:41 schrieb Mia im Zelt:

 Wie geht ihr mit der Situation um ? Schafft ihr es optimistisch in die Zukunft zu blicken und wenn ja wie? 

Je schwieriger eine  Situation ist , desto mehr Energie muss man aufbringen, um genügend Vorsorge zu betreibe, damit einem diese Situation nicht negativ erwischt. Dafür stehen uns genau 6 Möglichkeiten zur Verfügung, welche die größten Auswirkungen haben, um unsere max genetische Leistungsfähigkeit zu erlangen.

wähle deine soziale Umwelt sehr geschickt aus. Such Unterstützer, meide die Beeinflussung durch Medien etc pp..

Sei selbstverantwortlich. Fütter deinen Kopf mit mehr positiven als negativen Inhalt.

In diesem Zusammenhang ist die Mentale Hyiene das wichtigste. Senke Stress, ändere deine innere Einstellung.

Erhohlung und Fortpflanzung sind in der Natur das Mass für Gesundheit, Stärke und Resilienz für die Psyche und Physis.

Schlaf und Sex sind hier also besonderer Bedeutung zu zu schreiben.

Dazu hilft die artgerechte Bewegung, wir sind historisch Hetzjäger, wie die Hunde(artigen) und mussten schwere Dinge (Ich weiss passt nicht zum Forumsthema *g* ) bewegen können.

Licht und Luft , ersteres ist unser Masterregulator, Stichwort circadianer Rythmus, er steuert unseren Rythmus, unsere Balance. Zweiteres, nicht nur das "Grüne" der Natur zu sehen sondern auch zu riechen hat allerdings einen massgeblichen Anteil an unserer Gesunderhaltung, schnellleren Regenration, ist Stresssenkend etc... es moduliert alle schon genannten Punkte positiv.

Zuguter letzt muss man sich natürlich gescheit Ernähren.  Möglichst Nährstoffdicht, artgerecht und ohne "Sättigungsbeilagen". Hierbei natürlich auch darauf achten nur minimal Schadstoffe auf zu nehmen.

 

Die beste Massnahme gegen depressive Verstimmungen o.ä. ist die ausdauernde Leistungsfähigkeit.  Es dreht sich also alles um die Menge an Energie, welche man sich selbst zur Verfügung stellt. Halte deine Entropie (Was ist leben - Schrödinger) niedrig.

 

Kurz gesagt: wer liegen bleibt - stirbt.

 

Gruss

 

 

Bearbeitet von zopiclon
Formulierung war scheixxe
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Das ist aber schon sehr darwinistisch an, mit einem Hauch von Esoterik... :mrgreen: und vor allem bitte nicht Depressionen mit "ich bin ein bisschen scheisse drauf weil meine Urlaubspläne platzen" verwechseln, eine depressive Erkrankung ist etwas völlig anderes. 

Bearbeitet von schrenz
Ergänzung
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vor 39 Minuten schrieb schrenz:

bitte nicht Depressionen mit "ich bin ein bisschen scheisse drauf weil meine Urlaubspläne platzen" verwechseln, eine depressive Erkrankung ist etwas völlig anderes. 

stimmt, ich werde es editieren

Danke

 

 

vor 40 Minuten schrieb schrenz:

sehr darwinistisch

Natur kennt kein Mitleid

 

vor 41 Minuten schrieb schrenz:

Esoterik

das wollte ich so nicht :-o

sorry

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vor 9 Stunden schrieb schrenz:

In der Besiedelungsdichte ist mir zwischen Österreich und Deutschland noch nie ein Unterschied aufgefallen

Deutschland ist mehr als doppelt so dicht besiedelt. ;-) (106 vs. 233 Personen / km² lt. Wikipedia). Außerdem gefällt mir die Alpenländische Landschaft an sich schon besser. Der Erzgebirgskammweg klingt trotzdem nicht uninteressant. Da war ich noch nie, weil es für mich recht weit weg ist. Österreich und Südtirol ( :wub:) sind näher... 

OT: Auf Profifußballer kann ich auch sehr gut verzichten. Verstehe ohnehin nicht, warum die so viel Geld verdienen. 

 

vor 8 Stunden schrieb zopiclon:

max genetische Leistungsfähigkeit zu erlangen.

... und diese ist individuell unterschiedlich!

Es sind ein paar gute Aspekte dabei (mehr positives als negatives  ist ein guter Ansatz = bei 8h neg. Einfluss durch die Arbeit jedoch schwierig auszugleichen; an freien Tagen geht es mir bedeutend besser), jedoch klingt manches auch für mich esoterisch angehaucht oder schlicht und einfach unrealistisch. 

 

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vor 18 Minuten schrieb Mia im Zelt:

und diese ist individuell unterschiedlich!

Ja klar, selbst bei eineiigen Zwillingen, Epigenetik halt, auch wenn diese durch selbstverantwortliches Handeln beeinflussbar ist. 

 

vor 19 Minuten schrieb Mia im Zelt:

esoterisch angehaucht

Ja was denn? 

Das interessiert mich echt brennend. 

Denn meine genannten Punkte sind nix anderes als die bedeutendsten Punkte unsere Genexpession  den Phänotyp zu beeinflussen. 

 

vor 20 Minuten schrieb Mia im Zelt:

schlicht und einfach unrealistisch. 

Das ist ja nur eine individuelle Wahrnehmung. Der Mönch sieht das bestimmt anders als du ;-)

Es kann sich ja jeder seinen Teil daraus nehmen und für sich nutzen, je nach Rest Lebenszeit schafft man vielleicht auch alle Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. 

Aber das ist ja das tolle, wir sind alle anders, aber wir sind frei, zumindest hier in der westlich zivilisierten Welt, dies auch ändern zu können. Das dürfen wir nie vergessen, das ist soooo bedeutsam: Freiheit! 

 

Gruß

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Mir fällt es auch manchmal schwer optimistisch zu bleiben. Ich denke aber, dass sich die Lage dennoch ändern wird und Reisen wieder möglich sein werden. Natürlich werden einige Dinge noch lange nicht zur Normalität zurück kehren, doch Urlaube und Ausflüge wie wandern und trekking sind in dieser Zeit die beste Alternative. Ich würde also versuchen nicht all zu lange in negativen Gedanken zu schwelgen :) be positive!

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vor 4 Minuten schrieb WanderLust_00:

Urlaube und Ausflüge wie wandern und trekking sind in dieser Zeit die beste Alternative

Nicht nur zur Zeit, sondern immer. 

Nur sind derzeit nicht alle Orte mehr ganz so einfach zu erreichen, bzw ist die Rückkehr schwieriger. 

Aber das ist ja Problemlos, man kann es sich überall hübsch machen, alles nur eine Sache der eigenen Erwartungs Haltung. Da wir aber alle top Selbstverständlich sind, ist das ja einfach. 

 

Gruß

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Hallo Mia,

ich glaube (und hoffe für dich), dass du noch ein paar Jahre jünger bist als ich. Mit dieser Feststellung starte ich deshalb, weil du darin doch ein bisschen Hoffnung finden kannst. Vielleicht musst du noch etwas warten, aber ich glaube (und wünsche es dir und uns allen), dass du deine Reiseträume noch wirst verwirklichen können.

Auf jeden Fall finde ich, dass du enttäuscht und besorgt sein darfst, denn es ist traurig, wenn die eigenen Träume in Frage gestellt sind. Aber große Träume zu haben, das birgt nun mal immer das Risiko, dass man nicht alle erfüllen kann. Aber es lohnt sich trotzdem zu träumen!

Ich selbst tue mich schwer mit Alternativen für mein Sabbatjahr 2021. Eigentlich wollte ich den PCT gehen, und ich werde wohl nicht mehr so viel gute Jahre haben, um ihn "irgendwann später" noch machen zu können. Ich liste meine Gebrechen hier mal nicht auf, das sprengt den Rahmen. Und ich weiß genau, wie deprimierend es sein kann, wenn man nicht das machen kann, was man sich erträumt hat, denn das habe ich schon schmerzhaft erlebt.

Ich selbst versuche mich auch (wie offenbar viele andere hier im Forum), damit zu trösten, dass sicher schon bald wieder irgendwas in Europa möglich sein wird, und dass das dann auch schön sein wird, und man braucht ja gar nicht zu fliegen usw. usw. usw. Aber natürlich ist es nicht dasselbe, jedenfalls nicht für mich. Denn mir persönlich ging es ja nicht nur darum "irgendwie" raus zu kommen, sondern ich wollte ja auch immer Land und Leute kennen lernen, wenn ich unterwegs war. Den Appalachian Trail oder den Bibbulmun Track zu machen, das bedeutet so viel mehr als nur zu wandern. Die Erfahrungen, die ich da gemacht habe, konnte ich nicht alle hier in Europa machen. Mein Horizont ist soviel weiter geworden dadurch. Ich bin so wahnsinnig dankbar, dass ich das alles noch lange vor Corona machen konnte! Und gleichzeitig drehe ich fast durch vor Trail-Sehnsucht, wenn ich mir jetzt Youtube-Videos dazu anschaue...

Was heißt das jetzt für dich? Weiß ich nicht, ich selbst versuche folgendes: Ich versuche JETZT gut für mich zu sorgen, damit es mir JETZT gut geht. Ich versuche mir nicht noch selbst Stress zu machen, davon kriege ich schon von außen genug. Ich versuche mich nicht verrückt zu machen sondern einen Alternativplan zurecht zu legen. Aber GLEICHZEITIG versuche ich auch, an meinen Träumen fest zu halten. Das hat mir schon durch viele schlechte Zeiten geholfen, und davon hatte ich in meinem Leben leider schon mehr als genug. Ich traue mich, weiter zu träumen, und ich versuche die Träume in die Realität umzusetzen, sobald es geht, und sie nicht unnötig aufzuschieben. Und wenn es dann doch nicht klappt, dann ist meine persönliche größte Herausforderung, trotz Enttäuschung das Beste FÜR MICH aus der Situation zu machen. Meine Frau und ich bereiten alles vor, um für die Reise in die USA gerüstet zu sein, auch wenn daraus wahrscheinlich nichts wird, aber besser ich träume und versuche alles, als wenn ich mich von meiner Angst lähmen lasse und es erst gar nicht versucht hätte...

Hört sich vielleicht gelassener und weiser an, als ich tatsächlich bin. In der Realität habe ich immer wieder starke Stimmungsschwankungen, auch ohne Corona. Aber auch wenn ich an manchen Tagen heulend rumsitze, so schnell gebe ich nicht auf!

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vor 4 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Deutschland ist mehr als doppelt so dicht besiedelt. ;-) (106 vs. 233 Personen / km² lt. Wikipedia). Außerdem gefällt mir die Alpenländische Landschaft an sich schon besser. [...] 

 

Du kennst die Steigerung "Lüge - Meineid - Statistik"? :mrgreen: 

Ich liebe die Alpen ebenfalls, aber die einsamen Ecken sind nach meiner Erfahrung rarer als in den meisten Mittelgebirgen, an vielen Ecken wird mir dort der touristische Overkill einfach zuviel (und ja, der Widerspruch dass man ja selbst Tourist ist, ist mir bewusst). 

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