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Ultraleicht Trekking

Wochenendsurviver - Bushcraften hat mehr mit Kapitalismus als mit Natur zu tun


AlphaRay

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Wissen ueber Tiere kann man auf viele Arten erwerben, das geht nicht nur ueber den Ballerschein und ist auch eine Frage, ob man das, was so am Jagdschein in D dran haengt, wie Zwangsbejagung, vorgegebene Abschussquoten, winterliches Anfuettern damit dann ueber´s Jahr mehr geschossen werden muss usw usw unterstuetzen moechte.

Nein ich moechte keinem Jaeger etwas unterstellen, ich habe viele kennengelernt, bei denen der Natur / Wildschutz aufrichtig im Vordergrund steht und mit denen ich nette Gespraeche gefuehrt habe, aber eben auch viele von der andere Sorte und es haengt nun mal in D das entsprechende System dran.

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Am 31.1.2021 um 19:52 schrieb khyal:

...aber dieses haeufige mit dem Finger auf Andere zeigen und die Selbstbeweihraeucherung, wie toll und edel man selber diesbezueglich handelt...sorry, aber da reagiere ich vielleicht mit etwas schraegem Humor drauf...

Ich denke, die möglichst umweltschonende Tour gehört in der Trekkingszene weitgehend zur Kultur... und das ist auch gut so. Nicht müde werde ich dennoch zu betonen, dass auch wir nicht als Naturschützer unterwegs sind, sondern (wie @Inger och hennes 25 katter es ausdrückte) durchaus hedonistisch - also wie alle anderen. Das gilt auch für die ideologischen Minimalisten... konsequenter Minimalismus wäre ja eigentlich der Verzicht auf die Naturbetretung.

Aber das habe ich ja alles schon gesagt...

Und im Augenblick ist ja eher etwas anderes geschehen: 'Wir' haben ein paar Privilegien verloren, die wir inoffiziell und stillschweigend genossen. 'Andere' haben sich wegen Corona das gleiche Recht wie wir herausgenommen (was ich nicht verurteilen kann) und hinterlassen zum Teil ziemlich viel Müll (was ich zwar verurteilen kann, aber nicht ohne eine Spur Scheinheiligkeit). Die Durchsetzung von Verboten ist in der Folge stringenter geworden. Darüber kann ich mich zwar ärgern... aber über wen ich mich sauber ärgern darf, bleibt mir unklar.

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Am 31.1.2021 um 19:52 schrieb khyal:

...aber dieses haeufige mit dem Finger auf Andere zeigen und die Selbstbeweihraeucherung, wie toll und edel man selber diesbezueglich handelt...sorry, aber da reagiere ich vielleicht mit etwas schraegem Humor drauf...

und dann Das

vor 10 Stunden schrieb khyal:

Wissen ueber Tiere kann man auf viele Arten erwerben, das geht nicht nur ueber den Ballerschein und ist auch eine Frage, ob man das, was so am Jagdschein in D dran haengt, wie Zwangsbejagung, vorgegebene Abschussquoten, winterliches Anfuettern damit dann ueber´s Jahr mehr geschossen werden muss usw usw unterstuetzen moechte.

passt nicht zusammen bzw. ist doch genau das was Du kritisierst.

Dein ersten Beitrag fand ich sehr gut und in vielen Punkten treffend, aber nach so kurzer Zeit schaffst Du es genau das zu tun was Du bei Anderen kritisierst. Hier sieht man finde ich sehr treffend wie es mit der Selbstwahrnehmung und der Wahrnemung von Außen steht, bzw. mit dem eigenem Greenwashing was gerade hier im Forum stark verbreitet ist wie ich finde.

 

Und außerdem ist es erschreckend wie Du über Jagd denkst bzw. das System was da dran hängt... . Das Schlimme ist aber, wenn ein Anderer der auch keine Ahnung von der Materie hat dies liest und dann auch noch für wahr hält.

Alleine das framing mit dem "Ballerschein" lässt eine objektive Diskussion schon nicht mehr wirklich zu oder verdirbt die Lust dazu.

Trägt auch nur dazu bei das zwei Naturnutzer/-schützer    Wanderer/ULer - Jäger   sich (weiter) spalten anstatt an einem Strang zu ziehen...

 

 

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vor 8 Stunden schrieb Waylander:

Dein ersten Beitrag fand ich sehr gut und in vielen Punkten treffend, aber nach so kurzer Zeit schaffst Du es genau das zu tun was Du bei Anderen kritisierst.

Wer frei ist von Schuld werfe den ersten Schein. 

Dessen muss man sich nur bewusst sein. 

Das Leben ist Widerspruch

 

Gruß

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vor 5 Stunden schrieb schrenz:

Wobei wegen ein bisschen bushcrafteln den Jagdschein machen schon eine gewagte Idee ist :mrgreen:. Zumindest mit eigenem Revier(anteil) tendiert das zum 100% Hobby, da machst du nicht mehr viel anderes nebenher. 

Mir ging es eher um die rechtlichen Aspekte wie das Zelten/ Lagerbau und das leidige Thema Feuer.

Das die 3500€ kein Pappenstiel sind ist mir durchaus bewusst, aber das ist auch nur eine einmalige Ausgabe die sich für den ambitionierten Hobbybushcrafter meiner Meinung nach genauso rechtfertigen lässt wie die Investitionen in Cubenzelte, Nicolai MTBs oder das Tuningpaket für den Polo. Das eigene Reviere viel Arbeit machen ist unbestritten, wenn man sich allerdings auf ethisch korrekte Teilbereiche wie die Wildtierseelsorge nach Verkehrsunfällen beschränkt (da hat keiner Lust drauf) kann man kaum noch vom „Ballerschein“ sprechen. 

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Die Frage, ob bushcraften nun besonders kapitalistisch sei oder nicht, ist ja im Laufe des threads aus dem Blick geraten. Hier hab ich was zur Wirtschaft gefunden: https://www.theguardian.com/environment/2021/feb/02/economics-failure-over-destruction-of-nature-presents-extreme-risks

und vielleicht schafft jemand anders ja den Bogen zurück...

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Kurz nochmal zum Thema Jagdschein und eigenes Revier, das wäre in den betrachteten Aspekten praktisch ein Weg vom Hobby zur Profession.
Brächte sicher erweiterte Einblicke, eine gewisse Legitimierung und würde das Ganze auf einer neuen Stufe ermöglichen, geht natürlich in den meisten Fällen auch mit Aufgaben, Verpflichtungen und Verantwortung einher.

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vor 10 Stunden schrieb hans im glueck:

Die Frage, ob bushcraften nun besonders kapitalistisch sei oder nicht, ist ja im Laufe des threads aus dem Blick geraten. Hier hab ich was zur Wirtschaft gefunden: https://www.theguardian.com/environment/2021/feb/02/economics-failure-over-destruction-of-nature-presents-extreme-risks

und vielleicht schafft jemand anders ja den Bogen zurück...

Zwar vermittelt die Buschcraft-Videos, das es sehr kapitalistisch ist, aber die UL-Videos auch.
UL geht auch ohne ständig neues Gear zu kaufen, beim Buschcraft wird es bestimmt ähnlich sein.
Es bleibt wohl beim Einzelnen, wie man es betreibt. 

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Beim Bushcrafting geht es doch primär um den Lagerbau und dort ein paar Nächte zu verweilen und beim Trekking, zu reisen und nur eine Nacht Ruhen zu können, oder sehe ich das falsch? 

Mache ich also einen Throughhike, ist es durchaus sehr schwer im Vorfeld zu planen in welchem Wald man nächtigen wird und das über die Strecke mit jedem Besitzer abzuklären. 

Beim Bushcrafting weiß ich ja relativ genau in welchen Gebiet ich lagern möchte. So wäre mein Gedanke,  vorher den Besitzer zu fragen und mit diesem abzustimmen wann, wo und was erlaubt ist. Ich glaube, wenn ich das Hobby verfolgen würde,  dann würde ich so verfahren.  

@dennisdraussen ich kann mir vorstellen,  dass es für dich auch etwas anderes wäre, wenn jemand vorher mit dir alles abstimmt, als wenn du die Leute dort überraschst?

Kann ich mir zumindest als sinnvolle Lösung vorstellen.

 

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Also ich sehe mich als "Bushcrafter", mache Wochenendwanderungen als auch

14tägige Fernwanderungen und übernachte im Wald ohne den Besitzer zu fragen.

Mache auch gerne ein Feuerchen, aber wenn ich morgens da weg bin, sieht man

keine Spuren mehr von mir, außer vielleich geknickte Grashalme.

 

Gruss Konrad

 

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vor 51 Minuten schrieb Wander Schaf:

Beim Bushcrafting geht es doch primär um den Lagerbau und dort ein paar Nächte zu verweilen und beim Trekking, zu reisen und nur eine Nacht Ruhen zu können, oder sehe ich das falsch? 

Nicht ganz richtig.  Das was du da als Trekking beschreibst nennt sich "Overnighter"  (wie One-Night-Stand - nur ohne den sex; und halt eben im Wald).

Trekking ist "Wandern mit Übernachtung(en)".  Ich meine dass es hier egal ist ob Hütte oder Zelt.  Bei hütten nennt man das auch speziell "Hüttenwanderung".

Bushcraft = Bush + craft...also "Basteln im Wald"

D.h. wenn du auf einer Trekkingtour ne Axt + Säge mitschleppst und dir Abends nicht nur Brennholz damit zubereitest sondern auch ne Hütte, Tisch und Couch bastelst - dann bist du am bushcraften.

Und Bushcraft ist nicht gleichzusetzen mit Bushcamp.  Bushcrafter sind nicht immer tagelang an einer Stelle - außer die haben sich ein Fort gebaut.

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@Wander SchafNiemand weiß wen er kontaktieren muss, ich auch nicht sobald ich weiter als 20 km von meinem Haus entfernt bin. Von daher bin ich garantiert nicht ohne Schuld...
 

Ich mag das Konzept von Trekkingplätzen das ist für alle beteiligten fair und planbar. Ich sehe auch nicht das das Wild komplett verstört in meinem Vorgarten sitzt wenn irgendwer oben auf dem Hügel eine Nacht zeltet und ansatzweise die LNT Regeln befolgt. Eigentlich wollte ich nur eine Form der Legitimation aufzeigen die den Bushcraftern möglicherweise hilft, Angler machen ja auch Angelscheine... ich will auch keine Diskussion über die Jagd in D führen. Mein Vorschlag,der eine  3500€ Hürde beinhaltet, ist aber in einer Kapitalismuskritiker Diskussion auch schwierig. Ich sehe nur einen persönlich größeren Mehrwert in der Option sein Hobby aus der Schusslinie der Kritiker zu bewegen. @khyalja es gibt andere Möglichkeiten sich zu qualifizieren, aber kaum welche die nebenbei noch Lagerfeuer und Camping legitimieren. Ich verstehe auch deine Kritik, die du denke ich bewusst überzogen formuliert hast. Aber ich habe neulich erst mit so einem klassischen Jäger (Loden und Blasmusik) telefoniert der total happy war das er jetzt einen Luchs inklusive Nachwuchs  im Revier hat, und er das geballere somit auf Schnappschüsse reduzieren kann. Der sieht sein nächstes Reh auch nur nachdem der Luchs damit fertig ist. 

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vor 30 Minuten schrieb AlphaRay:

Nicht ganz richtig.  Das was du da als Trekking beschreibst nennt sich "Overnighter"  (wie One-Night-Stand - nur ohne den sex; und halt eben im Wald).

Dann habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.  Trekking meint für mich zu Wandern und während dieser eine und nicht mehrere Nächte zu Ruhen, weil man nächsten Tag weiter reist.

Ob man nun einmalig übernachtet und nächsten Tag wieder nach Hause läuft, macht dann jetzt keinen Unterschied, denn den Kern, den ich beschreibe: ich übernachte und ziehe weiter vs ich baue ein Lager mit allem piffpaffpuff und richte mich für paar Übernachtungen ein. 

Das meinte ich. Und wenn ich weiß,  dass ich letzteres mache, würde ich es als sinnvoll betrachten, das Erfragen in meine Vorbereitung einfließen zu lassen. 

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vor 31 Minuten schrieb AlphaRay:

Nicht ganz richtig.  Das was du da als Trekking beschreibst ...

Also: Wenn sich die weitere Diskussion gemäß dem Thread-Titel streng auf Bushcraft fokussieren sollt, dient das in einem Trekkingforum allenfalls dazu, ein bisschen Selbstbeweihräucherung auf Kosten der Bushcrafter zu betreiben... was ich nicht sehr sinnvoll finde (weil wir keine Bushcrafter sind, bzw. im Zusammenhang dieses Forums keine sind). 

Wenn wir das Thema weiter fassen, uns an die eigenen Nasen fassen wollen... nun, da ist auch schon vieles gesagt. Aber vielleicht kommt ja noch was.

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vor 15 Minuten schrieb dennisdraussen:

Niemand weiß wen er kontaktieren muss, ich auch nicht sobald ich weiter als 20 km von meinem Haus entfernt bin.

Das weiß ich. Deshalb sagte ich ja, dass ich das bei einer Fernwanderung noch schwieriger finde, als es in eine Vorbereitung einfließen zu lassen.  

Ich würde zunächst bei einer Gemeindeverwaltung oder Kreisverwaltung nach haken. 

Es ist nur ein weiterer lösungsorientierter Ansatz, der im Vergleich zum Jagdschein weniger aufwändig und günstiger erscheint. 

Es muss ja auch kein Jagdschein sein. Vielleicht eine Art Waldschein, dem Zugrunde liegt,  die Wälder und das Leben darin einschätzen gelernt zu haben. 

Lösungsansätze finde ich sinnvoller, als mit dem Finger auf andere Gruppen zu zeigen und mir schön zu reden, dass ich ja besser sei (allgemein gesprochen,  nicht auf deine Antwort bezogen).

Ich weiß, dass es schwer ist. Und vielleicht ist man einfach etwas zu "faul" sich darum zu bemühen oder mag es, etwas crime zu sein. Für eine Fernwanderung bin ich tatsächlich zu faul, alle möglichen Plätze abzuklären :(

Würde ich nur Lagerbau betreiben,  würde ich das in meine Vorbereitung einfließen lassen.  Natürlich erst einmal eine Frage der Einstellung und auch nur ein Ansatz.

Trekkingplätze finde ich cool. Ein guter Ansatz in die richtige Richtung. Das Netz darf sich gerne ausbreiten. 

 

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Am 2.2.2021 um 22:54 schrieb Waylander:

passt nicht zusammen bzw. ist doch genau das was Du kritisierst.

...

Und außerdem ist es erschreckend wie Du über Jagd denkst bzw. das System was da dran hängt... . Das Schlimme ist aber, wenn ein Anderer der auch keine Ahnung von der Materie hat dies liest und dann auch noch für wahr hält.

 

Da hast Du aber ganz schoen in die polemische Trickkiste gegriffen :mrgreen:

Also erst mal dem, der eine von Deiner Meinung abweichende Meinung hat, unterstellen, dass er keine Ahnung hat und die Unwahrheit schreibt...klasse fuer einen offenen Austausch :mrgreen:

Dann lass uns mal durchgehen, was ich geschrieben habe...



"Wissen ueber Tiere kann man auf viele Arten erwerben, das geht nicht nur ueber den Ballerschein"

Also ich glaube wir sind uns einig, dass der erste Teil des Satzes der Realitaet entspricht, oder ?
Naja und meines Wissens ist es so, dass ich im Wald mit einer Schusswaffe nur rum ballern darf, wenn ich entweder den Jagdschein habe, die Polizei bei Einsaetzen mit Schusswaffengebrauch und die Bundeswehr im Verteidigungsfall...habe da aber bestimmt noch andere Ausnahmen vergessen...:grin:

ist auch eine Frage, ob man das, was so am Jagdschein in D dran haengt, wie Zwangsbejagung, vorgegebene Abschussquoten, winterliches Anfuettern damit dann ueber´s Jahr mehr geschossen werden muss usw usw unterstuetzen moechte.

Dass sich jeder ueberlegen muss, was er unterstuetzen will und dass nicht jeder das Toeten von Tieren usw gut findet, duerfte alles der Realitaet entsprechen und diese Meinungsfreiheit gehoert ja wohl zur Demokratie, oder bist Du da anderer Meinung ?

Nun lass uns noch mal die 3 Begriffe anschauen

Zwangsbejagung - bis sich jemand ueber x Instanzen hochgeklagt hat, sah es doch ohne Moeglichkeit, dagegen etwas zu machen, imho grob so aus...
Wenn man Eigentuemer kleiner Flaechen ist (meine Flaechen unterhalb von 75 ha, aber da kann ich mich taeuschen) gehoert man doch nach dem Bundesjagdgesetzt automatisch zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk und ist Mitglied einer Jagdgenossenschaft. Ueblicherweise regelt dann die Gemeinde die Verwaltung der Jagd und verpachtet diese. Als Eigentuemer konnte man dann nicht unterbinden, dass auf dem eigenen Grund Tiere getoetet werden.
Ein Anwalt der das aus Gewissensgruenden nicht wollte und entsprechend Antrage gestellt hat, wurde immer wieder geblockt
1.von der Jagdbehoerde
2.Verwaltungsgericht
3.Oberwaltungsgericht
4.Bundesverwaltungsgericht
5.Bundesverfassungsgericht
6.Europaeischer Gerichtshof - kleine Kammer
7.Erst die Grosse Kammer des Europaeischen Gerichtshofs urteilte schliesslich, dass er keine Jagd mehr auf seinem Grundstueck dulden muesse, wenn er das Toeten von Tieren ablehnt, und dass es da fuer den deutschen Jagdverband keine Extrawurst gaebe.
Was hat der Jagdverband (in diesem Fall der Vorsitzende des Verbandes Rheinland-Pfalz) dazu zu sagen ? "Es ist ein schwerer Schlag gegen die Jagd in Deutschland" ....ich enthalte mich eines Kommentars...
Vielleicht ist mein Wissensstand veraltert, aber danach ist es immer noch so, dass man erstmal Zwangsmitglied der Jagdgenossenschaft wird mit den oben beschriebenen Folgen.
Wenn man nun den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung stellt, wird das zuerst mal nach Berichtn von Betroffenen auf die lange Bank geschoben, dann nach ein paar Jahren kommt dann die Antwort, dass das erst nach Auslaufen des Jagd-Pachtvertrages moeglich waere, der natuerlich noch etliche Jahre laeuft, haeufiger sind dann nach den Berichten Betroffener noch nach dem Antrag fix langfristige neue Pachtvertraege geschlossen worden, dass diese noch bis 10 Jahre keine Moeglichkeit hatten, zu verhindern, dass auf ihrem Grund Tiere getoetet werden.
Ausserdem kommt dann nach den Berichten der Betroffenen haeufig noch Druck in der Form, das sie ungebeten und unvereinbarten Besuch von Jaegern erhielten, die sie mit falschen Angaben ueber die Kosten des Antrags, dass der eh nicht durch kaeme usw dazu bringen wollten, den Antrag zurueckzuziehen.
In den offiziellen Antworten wurde dann u.U. die Motivation des Antragsstellers hinterfragt, er wurde aufgefordert, die Adressen seiner saemtlichen Nachbarn zu benennen und aehnliche Manoever, da Knueppel zwischen die Beine zu werfen.
Es ist also nach wie vor eine Zwangsbejagung ueber einen langen Zeitraum, also weder Unwahrheit noch keine Ahnung...
Achja falls das jemand fuer sein Grundstueck in D erreichen moechte, eine gute Informationsquelle dafuer ist hier

btw davon abgesehen, dass es in Italien ein derartig schraeges System nicht gibt und der Jagdschein dort fuer jeden erschwinglich ist (lt Angaben von Jaegern ca 250 €), wenn man dort nicht will, dass auf dem eigenen Grundstueck gejagt wird, kennzeichnet man die Grenzen des Grundstuecks und haengt ein paar Schilder auf, dass man das nicht will, that´s it...


Was nun vorgegebene Abschussquoten betrifft, ist es doch, nach dem was mir viele Jaeger erzaehlt haben, so, dass die Behoerden Abschussquoten vorgeben, die die Jaeger erfuellen muessen, die Kloeckner will zwar das Gesetz reformieren, aber selbst wenn das zustande kommt, bleiben die Behoerden fuer die Quote die letzte Instanz.
Wenn die nicht alle gelogen haben, gibt es also vorgegebene Abschussquoten, ist also weder Unwahrheit noch keine Ahnung...

Kommen wir nun zum Thema Wildfuetterung und evtl daraus ergebenden hoehere noetige Abschussquoten
Meines Wissens steht die doch sogar als Verpflichtung im Bundesjagdgesetz, dazu kommt dann noch das Futter "zur Aesungsverbesserung", dass es Wildfuetterungen durch Jaeger gibt, ist also weder Unwahrheit noch keine Ahnung...
Das Thema ob die Wildfuetterungen sinnvoll sind oder nicht, ob dadurch ein hoeherer Wildbestand existiert, wodurch dann entsprechend wieder mehr Tiere geschossen werden muessen, wird sehr  kontrovers diskutiert, um das nur mal kurz ganz grob anzureissen, seitens der Jaeger wird oefters argumentiert, dass es besser waere, das Wild in den futterarmen Zeiten zu fuettern, als dass Teile verhungern und da das Wild aus wirtschaftlichen Gruenden aus nahrungsreicheren Gebieten vertrieben wuerde, wuerde es eben nicht selber genuegend Nahrung finden koennen und dass das Toeten eben auch aus wirtschaftlichen Gruenden statt finden muesse, um den Wildverbiss an den Baeumen zu reduzieren.
Umgekehrt gibt es eben aber auch grosse Praxisuntersuchungen dazu, dass z.B. eine Uni (meine ich zumindest, bin mir nicht mehr ganz sicher, der Link zu diesen Untersuchungen schlummert irgendwo in meinen Tausenden Bookmarks in der Datensicherung von der gecraschten Systemplatte) ein sehr grosses Stueck Wald und Wiesen inkl Wildbestand fuer mehrere Jahre uebernommen hat, einerseits keine Wildfuetterungen durchgefuehrt hat und andererseits auch keine Bejagung statt fand. Nach einiger Zeit hatte sich dann der Wildbestand an die Nahrungssituation angepasst / verkleinert, ohne dass jetzt ueberall Kadaver von verhungernden Wild rumgelegen haetten :mrgreen: und der Baumverrbiss war nicht hoeher als in Vergleichs-Gebieten, wo zu nahrungsarmen Zeiten gefuettert und zu anderen Zeiten Wild getoetet wurde, um den Baumverbiss zu reduzieren....also auch hier weder Unwahrheit noch keine Ahnung...
Wobei ich ausdruecklich betonen moechte...bevor jetzt wieder jemand versucht, zu spalten...dass ich natuerlich auch der Fraktion, die es fuer sinnvoll haelt, einerseits Wild zu fuettern und andererseits es dann spaeter teilweise zu toeten, um den Baumverbiss zu reduzieren ihre Meinung zustehe (kann mich da an manches Gespraech mit Jaegern und anderen Befuehrwortern dieses Weges am Lagerfeuer erinnern) und wie es so schoen in einem Zitat heisst, was Churchill zugeschrieben wird "Wenn 2 auf Dauer einer Meinung sind, ist einer ueberfluessig" 8-)

Und Spalten ist genau das richtige Stichwort...ich schrieb...
"... ich moechte keinem Jaeger etwas unterstellen, ich habe viele kennengelernt, bei denen der Natur / Wildschutz aufrichtig im Vordergrund steht und mit denen ich nette Gespraeche gefuehrt habe, aber eben auch viele von der andere Sorte und es haengt nun mal in D das entsprechende System dran...."

Also @Waylander bitte hoer auf Spaltung voran zu treiben, indem Du versuchst, mich polemisch in eine Ecke zu stellen, in der ich nicht stehe...

Wir sind alle im Wald unterwegs, wir sind (fast) alle Naturliebhaber und handeln nach unser persoenlichen Moral, was wir in unserer Wahrheit fuer angemessen und richtig halten.
Natuerlich hat man mehr Schwierigkeiten damit, eine abweichende Moral / Wahrheit zu akzeptieren, aber es waere doch langweilig, wenn alle dieselbe Meinung haetten :mrgreen:


Ich nehme mir z.B. raus, auf langen Trails evtl auch entlang des Trails zu uebernachten, natuerlich ohne Feuer (wegen Funkenflug, evtl verbrannten Boden und da mir Biologen schon im Gespraech bestaetigt haben, was ich vermutet hatte, dass manche Tiere durch den Feuergeruch alarmiert werden und ich will ja nicht die Tiere verschrecken) und den Boden zu veraendern (ausser ein paar Grashalmen, die sich am naechsten Morgen erholen muessen) ueber so etwas wie kein Muell, kein Laerm, kein Alk und das man nach Moeglichkeit einen Platz nimmt, der eh schon durch andersweitige Menschennutzung "verbrannt ist", brauch man natuerlich nicht zu reden, ist ja eh klar.
Da haeufig die Tiere, wie z.B. Rehe, Wildschweine, Dachse (Fuechse, Eichhoernchen usw ist ja eh klar) bis nah ans Zelt ran kommen, scheinen sie sich auch durch mich nicht besonders gestoert zu fuehlen.

OT: Das ist btw auch eine Erfahrung, die wir ueber die Jahre mit TerraNonna gemacht haben, das ist ja im Grunde genommen, "nicht-kultivierter" Wald, in den wir in bestimmten Aereas einzelne Plaetze gerodet haben, damit Gaeste / Freunde Zelte aufbauen koennen, fuer die Gaestekueche (der Wald ist im Sommer knochentrocken, da habe ich zu wenig Vertrauen in das fachgerechte Handling von manchen Gaesten mit ihren Kochern, dann lieber eine Stelle mit festen Kochstellen), oder eben unseren Aufenhaltsbereich.
Wir hatten am Anfang erstmal nur 3 kleine Plaetze in einem eng begrenzten Bereich vorne in Pistennaehe gerodet, dann festgestellt, dass das Wild dadurch ueberhaupt nicht vertrieben wird o.A., eher umgekehrt, als ich einen schmalen Weg zu einem hohen Punkt freigeschnitten habe, wurde der innerhalb kuerzester Zeit zur Wildschwein / Reh-Autobahn :mrgreen:
Inzwischen gibt es im vorderen Teil ein paar Plaetze mehr, aber > 95% des Gelaendes sind unveraendert, das Wild war ja schliesslich vor uns da, die haben aeltere Rechte :grin: also ohne Ende Rueckzugsgebiet, wo die sozusagen unter sich bleiben koennten und was machen die Viecher... schauen sozusagen haeufig vorbei, um mal zu sehen, wer die neuen Nachbarn sind :grin:


Genauso kann ich aber auch gut Jaeger verstehen, die dem ablehnend gegenueber stehen, es gibt ja auch genuegend Nasen, die sich nen Schei** bei ihren Uebernachtungen um irgendwas kuemmern, Grabaktionen starten, Feuer machen, sich ohne ein Gefuehl dafuer, mitten in den Rueckzugsraum vom Wild reinklatschen, gerade in den nahrungsaermeren Zeiten nicht darum caren, das Wild nicht zu scheuchen (da hat das nun wirklich keine Reserven fuer zusaetzliche Aktion).
Wenn dann halt mal ein Jaeger im ersten Ansprechen im Verhalten sehr rauh rueber kommt, oder gar seine Waffe als Argument benutzt, kriege ich zwar immer noch einen dicken Hals, versuche aber, ruhig / freundlich zu bleiben, wer weiss, mit was fuer Chaoten (wenn ich z.B. jetzt zu Coronazeiten an die ganzen Saufparties in den Waeldern denke) er es die letzten Tage zu tun hatte.
Und wenn ich mir vorstelle, ich wuerde z.B. im Sommer imTerraNonna-Wald jemand antreffen, der da auf einem Lagerfeuer sein Essen bruzelt, waere ich wahrscheinlich nochmal 10 db lauter :mrgreen:

Insofern kann ich natuerlich auch sehr gut verstehen, dass es einen fetten Bussgeldkatalog gibt, dass es teilweise imho auch ziemlich unsinnige Verbote, betreffend Landschaftsschutzgebieten usw gibt, aber das gibt halt den Ordungskraeften, die Moeglichkeit regulierend einzugreifen, wenn sich Leute schraeg verhalten bzw die Belastung in einem Gebiet zu hoch wird.
Ich habe z.B. in bestimmten Gegenden von Schweden mitbekommen, wie Manche unter dem Schutz des Allemannsraeten die Sau raus lassen, halte das deswegen grundsaetzlich fuer sinnvoll.
Dass es dabei auch zu finanziellen Kolateralschaeden kommt, ok, that´s live, ist mir auch schon passiert, das ist das Risiko.


Fakt ist, wir sind alle, egal ob Jaeger, Bushcrafter, Weitwanderer, Spaziergaenger, Mountainbiker, Gaeste im Wald und so sollten wir uns verhalten.

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Am 2.2.2021 um 22:54 schrieb Waylander:

Und außerdem ist es erschreckend wie Du über Jagd denkst bzw. das System was da dran hängt... . Das Schlimme ist aber, wenn ein Anderer der auch keine Ahnung von der Materie hat dies liest und dann auch noch für wahr hält.

 

vor 11 Stunden schrieb khyal:


Also erst mal dem, der eine von Deiner Meinung abweichende Meinung hat, unterstellen, dass er keine Ahnung hat und die Unwahrheit schreibt...klasse fuer einen offenen Austausch :mrgreen:
 

Uiuiui, harter Tobak.

Les dir meinen Beitrag nochmal durch. Ich war mit deiner Meinung nicht einverstanden und fand deinen Beitrag polemisch. Deswegen wollte ich Leute die von dem Thema keine Ahnung haben dazu anregen diese Meinung nicht einfach zu übernehmen, sondern sich auch andere Meinungen einzuholen, bevor sie sich eine bilden. Ganz im Sinne von offenem Austausch... .

Du bringst hingegen ein Totschlag Argument.

Aber gebissene Hunde bellen...

und nun versuchst Du in einem Ellen langem Beitrag deine Meinung zu bestätigen, wobei vieles immer noch nicht ganz richtig ist. Ich wollte auch dort schon nicht darauf eingehen, da ich das Thema nicht eröffnen wollte, aber hier nun ein paar kurze Gedankengänge von mir.

Zwangsbejagung:

Ich hatte da etwas ganz anderes im Kopf als ich deinen Beitrag las. Du beziehst dich nun also auf die Fläche, nun gut. Ein Problem etwa ist, dass Jäger häufig Wildschadenspflichtig sind. D.h. wenn Du deine Fläche nicht bejagen lassen willst, bekommst du auch keinen Wildschaden erstattet. Das mag ja für dich ganz toll sein wenn du auf deinen 75 ha ein Camp für alle Naturliebhaber errichten willst, was ist aber mit deinen Nachbarn, die ggf. ein Weizenfeld neben dran haben, oder eine Futterweide? Wenn ein Jäger deine Fläche nicht bejagen kann macht ihm dass das Leben viel schwieriger in verschiedenen Gesichtspunkten auch die Flächen von den Nachbarn ordentlich zu bejagen. Da kann er dann ggf. den Geldbeutel deutlich weiter auf machen, und deine Nachbarn müssen sich nur noch mehr mit dem Jäger zanken weil der keine Lust hat dann dort zu jagen/zahlen. Ganz einfach gelassen mit nur einem Bsp. .

Abschussquoten:

Ja, gibt es, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, von Wildart zu Wildart unterschiedlich. Für manche Wildarten gibt es keine Abschussquoten, weil die sowieso das ganze Jahr über geschont werden, für Andere gibt es keine, weil umso mehr "geballert" wird, umso besser ist es. Ganz aktuell zB. Wildschweine , einmal weil die Population bei einer Vermehrungsrate von 250% seid Jahren aus dem Ruder läuft bei den veränderten Lebensraumbedingungen, zum anderem im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest die ja mittlerweile auch DE erreicht hat.

Du siehst einfach Abschussquoten in den Raum werfen macht keinen Sinn, obwohl es sie gibt.

Abschussquoten sind offiziel außerdem Abschusspläne. Diese definieren aber nicht nur den Mindestabschuss, sondern oft auch eine Obergrenze. Und ja, die Klöckner will das BJG reformieren, auch was die Abschusspläne angeht und hier v.a. damit das Rehwild intensiver bejagt werden kann.

Wildfütterungen:

Das ist nun ganz leidig. Das Jäger Wild züchten, um dann mehr zu "ballern" ist ein häufig benutztes Argument von Jagdgegnern, dass so schlicht und ergreifend falsch ist.

Ja, im BJG steht was von Wildfütterungen. Diese dürfen aber nur stattfinden in Notzeiten!, nach Behördlicher Genehmigung. In DE haben wir so gut wie keine Notzeiten mehr fürs Wild, welche Fütterungen rechtfertigen würden, deswegen gibt es so gut wie keine Fütterungen mehr.

Wieso steht sowas aber im BJG, etwa für Rotwild, nehmen wir mal den Alpenraum weil leichter zu erklären. Natürlicher weise steht Rotwild im Sommer auf den Bergen und wandert im Winter in die Täler um dort weiter Nahrung auf zu nehmen und zu überleben. Da der Mensch die Täler aber mittlerweile so stark zugepflastert hat, dass die dort nicht mehr runter können und sie somit verhungern würden, dann füttert man eben. Da kann der Jäger aber nix für, glaube auch da is keiner scharf drauf denen jeden Tag Futter hin zu fahren, und zu bezahlen... .

 

Im Übrigen, weil ich das Gefühl habe manche glauben mit dem Jagdschein im Wald zelten zu dürfen, Feuer zu machen,... . Nein, das geht auch mit Jagdschein nicht. 3500 Euro kostet er auch nicht mehr. Aber lassen wir das jetzt mal.

vor 11 Stunden schrieb khyal:


Fakt ist, wir sind alle, egal ob Jaeger, Bushcrafter, Weitwanderer, Spaziergaenger, Mountainbiker, Gaeste im Wald und so sollten wir uns verhalten.

Und hier stimme ich Dir Voll und Ganz zu, um zum Abschluss den Weg des versöhnens ein zu schlagen, auch wenn man kontrovers versch. Meinungen diskutiert.

Jetzt wurde der Beitrag doch länger wie erwartet...

 

Bearbeitet von Waylander
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vor 8 Stunden schrieb Waylander:

Du beziehst dich nun also auf die Fläche, nun gut. Ein Problem etwa ist, dass Jäger häufig Wildschadenspflichtig sind. D.h. wenn Du deine Fläche nicht bejagen lassen willst, bekommst du auch keinen Wildschaden erstattet. Das mag ja für dich ganz toll sein wenn du auf deinen 75 ha ein Camp für alle Naturliebhaber errichten willst, was ist aber mit deinen Nachbarn, die ggf. ein Weizenfeld neben dran haben, oder eine Futterweide

Zu oberen Zitierung kann ich irgendwie kein Problem entdecken, als Stadtkind. 

Sollte man zu folgenden nicht einfach die Natur das regeln lassen, man könnte sich auch Hilfe von anderen Tieren, wie Wölfen, holen, dann Bedarf es keiner Abschuss Quoten. Und wie kann man es negativ bewerten, wenn die Natur sich ausbreitet und anpasst....:

vor 8 Stunden schrieb Waylander:

. Ganz aktuell zB. Wildschweine , einmal weil die Population bei einer Vermehrungsrate von 250% seid Jahren aus dem Ruder läuft bei den veränderten Lebensraumbedingungen, zum anderem im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest die ja mittlerweile auch DE erreicht hat.

 

Und wieso gibt es keine Not Zeiten mehr, wenn doch das Wild in den Tälern kein Futter mehr findet?  Da passt doch was nicht zusammen? 

 

Gruß

Bearbeitet von zopiclon
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Moin!

Ich vermute, es liegt ein großes Missverstehen zum Begriff „Natur“ vor.
Wenn man Natur, als etwas begreift, was nicht „Kultur“ ist, wird etwas klarer was da übrig bleibt. :wacko:

Besonders in Deutschland sind die allermeisten Wälder „Kulturland“. Wenn sie nicht aktiv bewirtschaftet sind, so wurden doch viele dieser Wälder angelegt und nicht sich selbst überlassen.
Nun haben, gerade wir Deutsche ein recht romantisches Verhältnis zum Wald. Das mag historisch begründet sein oder einem zivilisatorischen Fluchtwunsch entsprechen, wie auch immer.

Ich beobachte, wenn eine „falsche“ Vorstellung von „der Natur“ vorliegt, Konflikte praktisch vorprogrammiert sind. Wir bewegen uns leider meist auf Grund und Boden, der irgend jemandem gehört. (Ob ich das gut finde, lassen wir mal dahingestellt). Wenn ich allerdings davon ausgehe, dass die Natur doch uns allen gehört, gehts schon los …

Nehmen wir mal an, ich bin mir bewusst bin, dass ich im Wald bestenfalls nur Gast bin, und mir mit leicht schlechtem Gewissen und der Befürchtung „erwischt“ zu werden, trotzdem meine Notunterkunft baue.
So sind, meiner Meinung nach, die nachhaltig negativen Auswirkungen auf die „Natur“ geringer, als wenn ich ein DCF Tarp verwenden würde. Bei meinem Hightech-Teil verschiebe ich den Impact auf die Umwelt nur auf eine andere geografische Fläche, auf ein anderes Land.

Für mich wird im Artikels eine Zivilisationskritik leider nur oberflächlich behandelt. Ganz abgesehen davon, das der Einfluss des täglichen Lebens einen viel massiveren Einfluss auf unsere Umwelt hat. (Wer benutzt seinen AzBlaster denn auch zu Hause?) :mrgreen:

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo
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vor einer Stunde schrieb zopiclon:

Zu oberen Zitierung kann ich irgendwie kein Problem entdecken, als Stadtkind. 

Sollte man zu folgenden nicht einfach die Natur das regeln lassen, man könnte sich auch Hilfe von anderen Tieren, wie Wölfen, holen, dann Bedarf es keiner Abschuss Quoten. Und wie kann man es negativ bewerten, wenn die Natur sich ausbreitet und anpasst....:

 

Die Wiederansiedlung von Wölfen ist ja aktuell auf einem guten Weg. Da sind Jäger auch nicht das Problem, eher die Akzeptanz der Landbevölkerung. Die Wolfspopulation müsste um ein Vielfaches höher liegen um effektiv zu sein und flächendeckend, was in dichter besiedelten Gegenden auch zu Problemen führen würde schon deshalb weil die Wölfe sich nicht frei genug bewegen können um effektiv zu sein. 

Zitat

 

Und wieso gibt es keine Not Zeiten mehr, wenn doch das Wild in den Tälern kein Futter mehr findet?  Da passt doch was nicht zusammen? 

Nur weil in einem Tal in Bayern gefüttert wird heißt das nicht das in NDS jeder Jäger täglich seine Wildschweine füttern fährt um sie dann abzuknallen...

 

 

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OT: Auch wenn es hier im Faden grundsätzlich nicht um den Jagdschein geht, möchte ich doch zwei Sachen dazu ergänzen, weil er eben öfters angesprochen wird. Für alte Hasen vllt. uninteressant, aber gerade für Leute, die sich in der Materie nicht so auskennen, doch ganz gut zu wissen.

Den Jagdschein an sich, kann man nicht „machen“. Der Weg sieht vielmehr so aus, dass man an einem Jägerkurs teilnimmt. Nach erfolgreich bestandener Prüfung (die man nicht ablegen muss, wenn man nicht aktiv auf die Jagd gehen will, sondern z.B. nur mehr über Wald und Wild lernen will), kann der Jagdschein bei der zuständigen Behörde gelöst werden.

Selbst mit gelöstem Jagdschein, ist niemand verpflichtet, auf die Jagd zu gehen. Den kann man auch lösen, ohne ein eigenes Revier oder einen Begehungsschein zu haben.

Was die Kosten betrifft, kommt es sicher drauf an, wo/wie man den „Jagdschein“ (also ja eigentlich den Jägerkurs ;) ) macht. Mit 1.800€ (komplett mit allem) kommt man da aber schon hin.

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vor 1 Stunde schrieb wilbo:

(Wer benutzt seinen AzBlaster denn auch zu Hause?) :mrgreen:

VG. -wilbo-

:mrgreen: jeder, der auch zuhause sauber sein möchte....

mein letzter papierkauf liegt mindestens 5 jahre zurück. damals kam besuch....:oops:

vor einer Stunde schrieb Daune:

Selbst mit gelöstem Jagdschein, ist niemand verpflichtet, auf die Jagd zu gehen. Den kann man auch lösen, ohne ein eigenes Revier oder einen Begehungsschein zu haben.

genau. danke!  das kam nämlich weiter oben nicht so ganz klar zum ausdruck.

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