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Ultraleicht Trekking

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Hallo UL-Fetischisten,

hier möchte ich euch mein kleines Myog Projekt vorstellen. Ich wollte sehr leichte Zeltheringe aus Carbon herstellen. Die dafür benötigten Materialien sollten im Handel erhältlich sein. Als Orientierung habe ich mich an die bekannten MSR Carbon-Core Zeltheringe gehalten.

Als erstes wurden die Pfeilschäfte auf die Längen 3x15cm und 3x12cm geschnitten. Die Innenwände der Schäftenden mit einer kleinen Drahtbürste aufrauhen und mit Spiritus reinigen. Jetzt die Inserts einkleben. Aushärten lassen. Danach die Pfeilspitzen einschrauben. Die Starlockkappen habe ich mit ein paar Tropfen Sekundenkleber an das andere Schaftende befestigen. Fertig!

Bauteile:

- Carbonpfeileschäfte und Pfeilspitzen aus dem Bogensport Skylon (Edge Innendurchmesser 6,2mm, Tophat Apex 3D Combo und Aluminium Insert)

- Starlock Sicherungsscheiben mit Edelstahlkappe d=8mm

- UHU Alleskleber Stark&Sicher

Ergebnis: 

Zelthering Länge 16,5cm mit einem Gewicht von 6,5g

Zeltheringe Länge 13,5cm mit einem Gewicht von 5,8g

Produktionsbilder:

20210426_201928~2.jpg

20210426_221045~2.jpg

Ps.: Da ich so viele Zeltheringe nicht verwenden kann, bin ich gern bereit einige davon an Interessierte abzugeben.

Bearbeitet von Morgood
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vor 40 Minuten schrieb schrenz:

Sowas wie die Aluspitzen hatte ich auch schon gesucht aber nicht gefunden :sad:, mit Stahlspitzen lohnt sich der ganze Bau nicht. 

Naja, mal sehen wie meine Variante wird. 

Die Aluspitzen mit 20grain sind für den Bogensport sogut wie ungeeignet, aber für Zeltheringe lassen sich diese gut verwenden. :wink:

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Kommt ganz auf den Urspungs-Pfeilschaft an. Wenn du da nicht die allerbilligsten und allerleichtesten nimmst sollte es erstmal kein Problem geben. Die hier verwendeten 300'er sind schon eher auf der robusten Seite. Ich würde aber die hinteren Enden der Schäfte noch mit Zahnseide umwickeln und die Wicklung mit Epoxy tränken, damit sie da nicht beim Einschlagen aufpilzen.

Für sehr steinigen Boden sehe ich die aber auch kritisch.

Bearbeitet von kra
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@kradanke für den Verbesserungsvorschlag. Werde ich versuchen. 

@TappsiTörteldas wird sich erst in der Praxis beweisen müssen. Ich denke, dass die Starlocks das Schaftende ziemlich gut stabilisieren. Die Carbonschäfte sind von einem namenhaften Pfeilschafthersteller und sollten einige Schläge aushalten. Beim Bogen"ver"schießen passiert es auch manchmal, dass der Pfeil am Ziel vorbei fliegt und in einen Baumstamm eindringt.  Ich werde mal mit dem Hammer draufhauen und berichten!

Diese Bedenken im UL-Forum? Ist nicht die oberste Maßgabe das Gewicht? Manchmal leidet dann die Haltbarkeit. Ist es nicht so?

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Meine MYOG Carbonheringe halten schon Jahre, dabei sind sie aus billigem Decathlon Carbon für den Drachenbau. Die Aluspitzen hatte ich selbst gedreht, schön das es sowas auch zu kaufen gibt. War eine ätzende Arbeit. Bei mir sind die Plastik Endkappen immer abgegangen, bis ich in den Schaft ein ca. 1mm Loch gebohrt haben einen einnen dünnen Carbonstab eingeklebt habe.

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vor 9 Stunden schrieb Morgood:

Diese Bedenken im UL-Forum? Ist nicht die oberste Maßgabe das Gewicht? Manchmal leidet dann die Haltbarkeit. Ist es nicht so?

Hmm das sehe ich anders. Das niedrigste Gewicht nützt mir nichts, wenn mir die Ausrüstung dann um die Ohren fliegt wenn ich sie brauch und ich die Tour abbrechen muss oder schlimmeres passiert.

Das Ziel ist die leichteste Ausrüstung die den Zweck trotzdem erfüllt. Alles andere ist "stupid light". 

Schönes Projekt deine Heringe! 

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vor 28 Minuten schrieb zweirad:

Das Ziel ist die leichteste Ausrüstung die den Zweck trotzdem erfüllt. Alles andere ist "stupid light". 

Da hast du vollkommen recht. Deswegen glaube ich auch nicht das man diese Heringe mit einem Hammer in die steinige Erde schlagen muss. Es ist ein behutsamen Umgang notwendig.

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vor 11 Minuten schrieb Morgood:

Da hast du vollkommen recht. Deswegen glaube ich auch nicht das man diese Heringe mit einem Hammer in die steinige Erde schlagen muss. Es ist ein behutsamen Umgang notwendig.

Musste meine Carbon Stakes letztes Wochenende beim Trip mit @Ronsn auch in einen echt steinigen Boden treiben - nach anfänglichen Bedenken, ging das mit einem Backstein dann auch ganz vernünftig und ohne Ausfälle. :D

Bearbeitet von Capere
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@Morgood verwende seit Anfang 2019 nur noch selten andere Heringe. Hatte Swiss Piranhas mit auf dem PCT und dem HRP. Overnighter in Deutschland natürlich auch. Ich denke ich habe in den 100-120 Nächte ein bis zwei böse verbogen (und zurück gebogen) und 1-2 verloren. Die habe ich auch ersetzt - sieht man aber nur an der frischeren Farbe.
Lediglich im Winter bei gefrorenem Boden nehme ich was anderes mit. Sie sind leicht (5,5g glaube ich), halten sehr gut im Boden, sind relativ robust, können im Flugzeug-Handgepäck transportiert werden. Ich nutze die 120er.

Bearbeitet von Martin
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Schönes Projekt.

Wie andere auch sehe ich Carbon als kritisch. Nicht nur beim Einhämmern, sondern auch bzgl. Zugkräfte durch die Leinen.

Schwachpunkt für mich wäre vor allem die Klebeberbindung. Ich bevorzuge Heringe aus einem Guß. Kenne das von den Easton Pegs, dass sich da die Köpfe auch lösen.

Nutze seit den 90ern Kunststoff. Und neulich habe ich mir auch zwei Sätze Swiss Piranha geleistet.

Nur die Tour dazu fehlt noch.

 

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vor 17 Stunden schrieb Martin:

Die Carbonheringe sind richtig stabil. Aber sie haben keinen Gewichtsvorteil bzgl Swiss Piranhas. Ich habe ein Bild von einem (zu) kurzen angehängt. 16cm sind definitiv besser.

Der ist schon nett. Der Piranha mag nicht leichter sein, aber auch die Packmaße zählen...

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vor 9 Stunden schrieb Dingo:

sondern auch bzgl. Zugkräfte durch die Leinen.

Schwachpunkt für mich wäre vor allem die Klebeberbindung.

Deine Bedenken kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die Zugkräfte der Leinen wirken nicht auf die Klebungen. Die Heringe sind ein Karbonrohr mit eingeklebter Spitze, das tragende Element ist aus einem Guss und mehrfach stärker als Stahl . Bei schlechter Klebung verlierst du beim rausziehen der Heringe den Kopf, aber das wars auch schon. Das ging mir auf die Nerven, deshalb hab ich das Stäbchen eingeklebt.

Bzgl. der Scherkräfte durch die Leinen ist der Hebel auf den Hering so schlecht, da bricht nix. Vorher gibt die Bindung des umgebenden Bodens auf und der Hering wird rausgezogen. Einschlagen des Herings ist ein viel größere Belastung als jede Windlast.

vor 2 Stunden schrieb kra:

Der Piranha mag nicht leichter sein, aber auch die Packmaße zählen

Der Piranha ist genauso schwer und hat ein größeres Packmaß . 

Aber ehrlich:das Packmaß meiner Heringe ist absolut egal. 50ml in der Stretchtasche außen ist absolut irrelevant. Entscheident ist, wie sicher bekomme ich die Dinger durch den Flieger als Handgepäck und wie gut halten sie mein Zelt vs. Gewicht. Und was halten sie aus.

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vor 22 Minuten schrieb Martin:

mehrfach stärker als Stahl

Nach meinen Berechnungen ist die Bruchlast eines Carbonrohrs ca. 200 mal größer als die eines Stahlstabs. (Carbonrohr Durchmesser 6mm Wanddicke 1mm, Stahlstab Durchmesser 4mm) Und dabei ist der Stahlstab 3 mal schwerer. 

Hier mal eine Vergleichstabelle verschiedenen Materialien:

Screenshot_20210428-213514_Drive.jpg

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@Martin

Härter als Stahl. Darin liegt ja die Crux meiner Meinung nach.

Carbonfaser verstärktes Material ist eben bretthart. Es reagiert kaum auf mechanischen Input. Und so hart wie es ist kommt es eben irgendwann an den Punkt, an dem es mit unschönen Kanten bricht.

Aluminium hingegen ist elastischer, es kann Überlastung kompensieren und schwingt soweit, bis es sich verbiegt und dann evtl. erst bricht.

Hilleberg hat mal eine Zeit lang mit Carbongestänge experimentiert und es dann dabei belassen. Die MSR Carbon Stakes haben eine Aluminiumhülle. Die Bruchsicherheit ist mit Aluminium anscheinend einfach höher.

Und ja. Ich bin der Meinung, dass etwas Aneinandergeklebtes, vor allem bei unterschiedlichen Materialien, immer einen Kompromiss darstellt.

Wir reden hier aber vor allem Theoretisch. Im Hikeralltag muss sich das alles gar nicht bemerkbar machen.

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Am 28.4.2021 um 11:37 schrieb Dingo:

Schönes Projekt.

Wie andere auch sehe ich Carbon als kritisch. Nicht nur beim Einhämmern, sondern auch bzgl. Zugkräfte durch die Leinen.

 

Ich sag nur Aluheringe vom Ali. 8 Stück für unter 5 CHF, die Schnur kann man absägen wenn man Gewicht sparen will (*hüstel*), und man kann die hemmungslos in den Boden treten und kloppen, egal ob Rasen, steiniger Boden oder massives Eis. Wenns einen zerlegt, was solls.

Die einzigen Alternative, die ich ansonsten nutze, sind die Sand-/Schneeanker von Exped.  Für weichen Untergrund sowie gössere Felsblöcke als Anker sind die ideal.

 

Ausnahme: das 6 Mann Zelt. Das hänge ich im Winter zusätzlich an 5 Schneeanker aus dem Bergsport, denn bei starken Böen kommt da mächtig Zug auf die Leinen.

 

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      Die Leiterbahn am rechten Rand der Platine brannte nach 5 Minuten durch und mein Versuch, die Strecke mit einem angelöteten Kabel zu überbrücken schlug fehl. Zum Glück half mir @questoraus, sodass ich doch noch starten konnte. Vielen Dank! Mit einigem Probieren habe ich die richtige Temperatur herausgefunden

      Das Anbügeln der fertig zugeschnittenen Schlauchteile an den Boden klappte recht gut. Man sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, auch noch die letzten Luftblasen rausgebügelt zu bekommen, sonst läuft man Gefahr, Löcher in den hauchdünnen Stoff zu brennen (ist mir an einer Stelle passiert und wurde mit Seamgrip repariert).

      Die eigentliche Herausforderung kommt erst beim Schließen der letzten Naht; bei mir war das entgegen dem Rat von Anbieter Matt der Bug. Das Holzteil, das man sich fürs Verbinden der Schläuche anfertigen muss, ist in den beiden Schnauzenkurven nicht das adäquate Werkzeug.

      Ich habe diese Stellen nur mit einer Glaskugel zugebügelt bekommen.

      Kurz darauf muss man den Holzklotz rausholen und kann dann die letzten 30 cm nur noch gegen einen eingelegten Pappstreifen bügeln, den man ganz am Schluss aus dem Ventil rausfummelt.

      Vorher muss man noch die zuletzt geschlossene Naht durch den verbleibenden Schlitz nach außen drehen und mit Seamgrip abdichten. Trotz des Einsatzes von Puder ließ es sich nicht vermeiden, dass die mit Seamgrip behandelten Stellen beim Wenden andere innere Teile berührten und dort Flecken zurückließen, die man auf dem letzten Bild sieht.

      Nach dem ersten Aufblasen stellte sich raus, dass anscheinend nur eine einzige Stelle - wo nämlich die vordere Schnauze mit dem Boden verbunden wird (oben links von meinem Daumen) - undicht ist. Mittlerweile ist das Boot aber komplett dicht.

      Vom gezeigten Gewicht kann man noch mal 5 Gramm für den Pappstreifen abziehen, der sich zu der Zeit noch im Boot befand.
      Ich bin insgesamt von diesem Ultraleichtboot sehr angetan. Das kann ich wirklich immer dabei haben, und ich werde auch ausprobieren, ob da auch noch das Rad draufpasst.
      Man sollte bei der Bewertung bedenken, dass es sich hier um keinen Schwimmring mit Boden handelt, wie sie oft als UL-Boot angeboten werden, und auch um kein Stummelpackraft für Pygmäen, sondern um ein ausgewachsenes 2,70 m langes Boot, in dem auch ich mit 1,87 m genügend Platz habe - bei voll ausgestreckten Beinen!
      Test folgt.
       
       
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