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Ultraleicht Trekking

Spray - Weshalb tritt es auf und wie kann ich es reduzieren/ verhindern?


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Ein leichtes Hallo!

 

angeregt durch die kleine Nebendiskussion im Biwacksackfaden (danke Trekkerling  :mrgreen: ) mache ich hiermit mal eine Art Sammelthread zum Thema Spray auf.

  • Wodurch wird Spray hervorgerufen?
  • Welche verschiedenen Arten von Spray gibt es?
  • Wie kann ich jeweils dagegen vorgehen, so dass es minimiert oder wenn möglich komplett verhindert werden kann?

 

 

Im Biwaksackfaden kamen wir bisher auf 4 Verschiedene Ursachen für Spray:

 

  1. Spray von der Seite durch Regentropfen, die auf dem Boden aufschlagen und "platzen", quasi 'Querschläger' (Pfützen sind hierfür nicht nötig )
  2. Spray, der durch das Tarp- bzw. Zelt-Material durchschlägt
  3. Spray, der durch Regentropfen entsteht, die Kondenswasser am Inneren des Zelts abschlagen
  4. Nieselspray: Feiner Regen, der vom Wind unters Tarp gedrückt wird

 

 

Los geht's! Eure Erfahrungen, Lösungsvorschläge und Probleme hierzu sind gefragt  :) 

 

schöne Grüße

Micha

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Dann fange ich mal an mit meinen "Vermeidungsstrategien":

  1. Spraytyp 1:
    Entweder das Tarp an den Seiten ganz bis zum Boden runterziehen. Beeinträchtigt natürlich die Belüftung, führt also zu mehr Kondens und damit zu mehr Spraytyp 3. Am Kopf und Fußende hilft jeweils ein Beak.
    Oder (und das ist mein Verhalten) zusätzlich zum Tarp ein Bivi verwenden, das nicht unbedingt wasserdicht aber stark wasserabweisend ist. Damit habe ich beste Erfahrung. Ich will hier aber nicht die Bivi-Pro-Contra-Diskussion aufnehmen.
  2. Spraytyp 2:
    Aufbauplatz des Tarps so geschützt wie möglich wählen, unter Bäumen etc., damit starker Regen bzw. windgepeitschter Regen nicht direkt voll auftrifft.
    Das Material des Tarps mit Wassersäule von mindestens 2000mm wählen. Ist dann natürlich nicht unbedingt das leichtest mögliche.
  3. Spraytyp 3:
    Tarp so luftig wie möglich aufbauen, d.h. mit Luftzug durch das Tarp. Zum Ausgleich wieder das leichte wasserabweisende und winddichte Bivi.
  4. Spraytyp 4:
    Gleiche Massnahmen wie bei Spraytyp 1.

Grundsätzlich finde ich ein paar Tropfen oder ein wenig Spray gar nicht so schlimm. Habe eh ein kleines Microfasertuch dabei, da kann man auch mal kurz mit drüber gehen. Soll aber keine Lösung für tagelange Nässe, falsches Aufbauen, etc. sein.

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Die Wahl des Übels!

 

Wie TapsiTörtel treffend beschrieben hat, gibt es für jede Sprayvariante eine Lösung, die einem ein anders Spray beschert  :grin: 

Ich habe auch schon verschiedene Abspannmethoden ausprobiert, aber der Preis des leichten Rucksacks bleibt eine gewisse Restfeuchte.

 

Typ 1: aus reiner Bequemlichkeit bevorzuge ich eine Wiese als Campingplatz, da die wenigsten in freier Wildbahn gemäht sind schützt da

           das Gras ansich vor seitlichem Beschuß

Typ 2: so heftigen Regen habe ich glücklicherweise noch nicht erlebt.

Typ 3: der luftige Aufbau ist mir, je nach Jahreszeit, schon mal zu kalt. Hier ziehe ich lieber die geschlossene Regenjacke über den

           Fußbereich und "oben rum" kommt auch bei mir ein Microfasertuch zum Einsatz. So spare ich den wärmeren Schlafsack.

Typ 4: da ich meist mit den Füßen im Wind liege, auch hier die Regenjacke.

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Eigentlich kann ich auch gleich meinen eigenen Senf zur Problemlösung dazugeben:

 

  1. Wie von Tappsi gesagt, Seiten dicht machen, oder sich nach passendem Untergrund umsehen. Erfahrungsgemäß tritt diese Variante nur bei starkem Regen mit sehr großen Tropfen auf, gelegentlich auch unter Bäumen, da dort auch häufig sehr große Tropfen entstehen. Die Wiese würde ich persönlich immerversuchen zu meiden, da es auf Wiesenstets feuchter ist und es zu wesentlich höherer Kondensbildung kommt. Ein entsprechend großes Tarp würde hier auch Abhilfe schaffen, aber das wird ja wieder schwerer ;)
  2. Wenn es durch das Material kann man natürlich kaum was mit Skills ausrichten. Abhilfe gibt es (bei Silnylon) durch neu Beschichten, oder andere Materialien wie zB Cuben oder Polycro, die nicht aus Gewebe bestehen.
  3. Definitiv durch Standplatzwahl auszugleichen! Generell ist es unter Bäumen trockener (Mikroklima) als auf offenen Flächen. Auch hier Ist Cuben klar im Vorteil, da es hierbei zu wesentlich weniger Kondensbildung kommt (den genauen Grund weiß ich nicht, vermute aber, dass es daran liegt, dass es so dünn ist)
  4. Schlichtweg das Tarp richtig ausrichten. Mit der offenen Seite vom Wind weg und die dem Wind zugewandte Seite bis zu Boden runter ziehen. Ansonsten natürlich auch hier den richtigen Schlafplatz wählen, zb hinter natürlichen Windfängen wie Felsen oder Gestrüpp.

Der Biwaksack ist auch hier wieder ein (gewichtiger) Ersatz für unpassende Ausrüstung bzw fehlende Skills, oder einfach Faulheit diese anzuwenden.

 

 

schöne Grüße

Micha

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Nicht unter dem Tarp kochen, würde ich empfehlen, gerade bei erhöhter Luftfeuchtigkeit setzt sich der Dampf gerne flächig auf der Unterseite der Plane ab und begünstigt damit diesen "Spray".

Sonst eben die schon oben beschriebenen Vorkehrungen anwenden. Standortwahl/Durchlüftung usw.

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    • Von burarum
      Moin,
      sofern mein Masterplan aufgeht, möchte ich mit meiner Freundin Ende August in irgendeiner Form den Sarek durchqueren.
      Wir sind beide nicht extrem UL unterwegs aber für uns soweit optimiert wo wir sagen es ist "ok".
      Unser Zelt ist ein Helsport Lofoten SL 3 camp womit wir auch bestens zufrieden sind.
      Da wir meistens im Fjäll unterwegs sind, ist ein Unterschlupf im Regen ja nie da wenn man ein Päuschen machen will oder mal einfach erledigt ist.
      Im Padjelanta NP haben wir mitten am Tag mal das Zelt aufgebaut und ne Stunde gepennt da wir einfach erledigt waren von Regen/Gegenwind und vorherigen Kilometern.
      Für den Sarek kam mir die Idee mit einem zusätzlichen Tarp in einer UL Ausführung.
      -schnell aufgebautes Dach (hebt gleich die Laune wenn es mal wieder durchregnet)
      -ist schnell griffbereit da sehr klein verstaubar
      -kann für den absoluten Fall der Fälle für ein Nachtlager genutzt werden sofern man sich trennen müsste um Hilfe zu holen
      Da wir in vier Wochen in den Staaten sind und ich dort auch eine ständige Lieferadresse habe da mein Bruder dort wohnt, könnte ich natürlich jetzt die Gelegenheit nutzen um was zu bestellen.
      Was kommt da in Frage von Zpacks & Co? wir sind 1,63 + 1,90m
      Dachte da an sowas:
      https://zpacks.com/products/hexamid-pocket-tarp
      Bin wirklich für jeden Vorschlag offen und bevorzuge da keine Marke oder sonst was. Soll halt die Funktion erfüllen wie oben beschrieben.
      Tack
       
    • Von zopiclon
      Wir haben uns entschieden mal länger als zwei Tage am Stück sinnlos durch die Gegend zu radeln.
      Allerdings erstmal mit den Rennrädern.
      Bisher sind es immer nur zwei Tage gewesen, mit minimalen Schlafsetup
      Wie üblich in dieser Szene mit
      Ultralite Notfall Bivi
      (Gruss an Trailrunning Ultralight82 )
      wenns etwas kälter wurde auch mit Seiden(hütten)schlafack in kombination mit einer isolierten Weste. Wobei wir bisher nur im Sommer solche Touren machten.
       
      Um das ganze etwas nachaltiger zu gestalten überlege ich ein etwas "besseres" Bivi zu kaufen, ein paar Gramm mehr fallen aufm Rad nicht auf, da ist das Packmass wichtiger. Hat da jemand Ideen? Sachen aus den USA zu besorgen ist kein Hinderniss
      Gibt es geschlossenzellige Matten oder Luft"matratzen" mit ultra kleinem Packmaß, denn das erachte ich bei mehr als einer Nacht als wichtig? Letzteres wohl eher, merke ich gerade *g*
      Das bessere Bivi und/oder die Matte sollte durch eine Bodenplane geschützt werden oder ist das nicht nötig?
      Bisher habe ich ab und an ein Tarp genutzt (nicht mit Rad), allerdings ist mein Eigentum recht schwer mit ~600g (FRILUFTS CONAVALLA TARP). Gibts da was leichteres, um es mit dem Rad zu benutzen?
       
      Ich peile an mit meiner 12 Liter Satteltasche/Trailsaddle zu fahren. Regenzeugs, Weste und etwas Werkzeug muss noch mit
       
      Glück Auf
    • Von Miji
      Hallo, sicher waren schon Forenmitglieder auf dem GR20 unterwegs. Wir haben den im August vor. Mein Zelt ist nicht freistehend und erfordert auch einige Heringe. Wie häufig bekommt man dort keine Heringe in die Erde? Erfahrungen mit Wind plus Zelt mit Steinen aufgebaut?
      Liebe Grüße 
  • Benutzer online   37 Benutzer, 0 Anonym, 169 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







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