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Ultraleicht Trekking
milamber

Professionelle/ semiprofessionelle Outdoorfotografie beim UL Trekking

Empfohlene Beiträge

vor 18 Minuten schrieb Mil:

Die Diskussion in Fotoforen dreht sich eigentlich primär um das nächste "dicke Ding". Da wird oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Bessere Fotos kommen am Ende aber nicht raus.

Eben; es ist völlig wumpe, ob für den größten Sensor oder die kleinste und leichteste Kamera argumentiert wird, weil das Diskussionsverhalten das gleiche ist: Im Fotoforum eben die Befürworter für A, und deren "Gegner" die behaupten mit B das gleiche Ergebnis erzielen zu können. Hier ist es dann eben umgekehrt, dass die einen sagen zum Wandern reicht B, während anderen behaupten dass es doch A sein muss um "richtig" fotografieren zu können etc.

vor 18 Minuten schrieb Mil:

Und wer sagt, dass nur "dicke Dinger" Spaß machen?

Das behaupte ich auch gar nicht.. Mir ging es viel mehr darum die Prioritäten zu hinterfragen, weil es für mich im Thread so klingt als ob alleine die Bildqualität (und ggfs das Kameragewicht) die einzigen Kriterien wären..;-)

bearbeitet von moritz

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Und ihr seid jetzt seit der Eröffnung dieses Threads zu den großen Landschaftsfotografen und Experten geworden oder wie?

Hat man denn überhaupt noch Spaß daran ein Klavier zu spielen wenn da so viele Knöpfe dran sind? Man kann doch auch auf einem einfachen Xylofon gute Musik machen. Ein guter Musiker braucht kein gutes Klavier!

Hat man denn überhaupt noch Spaß am Essen, wenn man es so aufwendig mit vielen Gewürzen und frischen Zutaten kochen muss? Eine Portion Pommes macht doch auch satt.

Hat man denn überhaupt noch Spaß am Laufen wenn es so weit ist? Man kann doch auch mit dem Bus fahren und aus dem Fenster schauen! Ein aufmerksamer Genießer braucht das nicht.

Hat man denn überhaupt Spaß am Malen wenn die ganzen teuren Ölfarben kaufen muss? Im Kindergarten hat auch Malkreide gereicht. Ein guter Künstler braucht das nicht.

Ich habe übrigens in keiner von mir hier geschriebenen Zeile behauptet, dass man eine teure Vollformat Kamera braucht um gute Fotos zu machen. Keine Ahnung warum mir das unterstellt wird. Ich weise nur darauf hin, dass es einen großen Unterschied zwischen einer RX100m3 und eben einer dieser teuren Kameras/Objektive gibt! Wer diesen nicht sieht, der kann weiterhin mit einer kleineren Kamera fotografieren. Ist ja ihm überlassen. Aber tut doch jetzt nicht so als wäret ihr jetzt die Fotografie-Experten. Ich höre hier die ganze Zeit nur "ICH ICH ICH ICH" und weil "ICH" dann gilt das auch für alle anderen. Wenn ihr den Wert und den immensen Aufwand eines Fotos von Nick oder Albert nicht erkennt. Dann ist das eben nichts für Euch. Kunst muss nicht jeder verstehen. Aber Wertschätzung wäre wohl trotzdem angebracht. Das ist auch der Grund warum es Künstler heute so schwer haben. Weil jeder meint es besser zu können.

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@milamber, 100% Zustmmung.

Ich erinnere mich noch mit viel Vergnügen an eine Wanderung am Zillertaler Hauptkamm (so vor ca. >35 Jahren) als auf einer Hütte ein anderer Wanderer ein Gruppenbild mit einer 6x7 Kamera machte. Auf meine etwas perplexe Frage, warum er sooo viel Gewicht mitschleppt meinte er, das sei die Hobbyausrüstung (Btw, er hatte noch eine Mamya 6x7 als "Nicht-Schnappschuß Kamera dabei :shock:, incl. Wechselobjektiven und Stativ...), und er sei nur zum Spaß da, aber professioneller Photograph und wenn er Kalenderbilder macht nähme er eine Plattenkamera mit in die Berge. Dann allerdings nicht auf dem Rücken sondern mit einem kleinen, gebirgstauglichen Roll"koffer"... 

Aber natürlich kann man mit einer Smartphone-Kamera auch nette Bilder knipsen, aber manchmal möchte man doch mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Und nebenbei, jeder hat seine eigenen Ansprüche an sein Hobby. Es ist leider eine der Krankheiten unserer Zeit, das jeder seine Privatmeinung als maßgeblich für ALLE ANDEREN ansieht - sei es in der Politik oder beim Hobby. 

Justmy2ct!

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Eigentlich dreht sich die Diskussion doch nur darm was im Vordergrund steht. Das Forum hier ist ein Trekking Forum, natürlich wollen viele auch schöne Fotos auf ihren Touren machen. Dafür reicht, mit dem Focus auf Trekking, eine kleinere Kamera um für sie schöne Fotos zu machen. 

Der andere ist leidenschaftlicher Fotograf der gerne trekking betreibt um an schöne Plätze zu kommen für ihn reicht, mit Focus auf der Fotografie, die kleine Kamera nicht und er nimmt das "dicke Ding" mit.

Beides aus der ich-perspektive absolut verständlich und logisch. "Der Fotograf" muss allerdings verstehen dass in einem Trekkingforum der Focus der meisten eben auf Trekking, und das sogar ultraleicht, liegt. Somit ist wenig Verständnis für ein "dickes Ding" in der Packliste vorhanden. 

Ich für meinen Teil werde in Zukunft weder Handy (nur so ein microteil für "Notfälle") noch Kamera mitnehmen. Meine Bilder können eh nicht mithalten mit dem was schon hundertfach im Netz zu finden ist. Und ohne den "Stress" habe ICH mehr vom weg. Aber auch das ist mein persönlicher Focus und vermutlich nicht mehrheitsfähig.

Hier hat keiner was gegen Hobbyfotografen, es ist aber nicht der primäre Zweck dieses Forums.

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Es ist schade - es könnte an dieser Stelle wirklich einen konstruktiven Austausch zu Gewichtsfragen bei der Kameraausrüstung geben, wenn man milamber mit seiner Fotoleidenschaft etwas respektieren würde: Die RX100 ist ne tolle Kamera - aber es gibt für bestimmte fotografische Ideen und Situationen bessere Kameras (nein - und die UL Welt muss deshalb auch nicht wanken ...).

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Zitat

 

Und ihr seid jetzt seit der Eröffnung dieses Threads zu den großen Landschaftsfotografen und Experten geworden oder wie?

 

 

 

OT:

 @milamber War doch recht sachlich, ohne,  dass sich Menschen als Experten aufspielen wollten. Nur bei dir habe ich ehrlich gesagt den EIndruck, dass du dich als Experte siehst und auf andere etwas hinunterschaust. Deinen Bildern nach zu Urteilen schätze ich auch mal stark, dass du hier im Forum zu den Fotografie-Experten zählst. Unter anderem mit der Forderung nach guten Landschaftsfotografien aus der rx100 und dem Abtun von gelieferten Bildern als Urlaubsschnappschüsse, dem Unterstellen der Sinnlosigkeit einer Diskussion, etc. und dann solchen Fragen erweckst du bei mir allerdings den Anschein, dass du andere Meinungen deshalb weniger schätzt. Die Diskussion hier sollte aber meiner Meinung nach unabhängig der persönlichen Skills geführt werden.

Wobei ich  in gewisser Weise noch mitgehe, ich finde auch nicht, dass die verlinkten Fotos sonderlich gute Landschaftsfotografien sind. Zweifellos sind aber zumindest einige der Fotos Landschaftsfotografien, das abzustreiten wirkt auf mich ehrlich gesagt schon fast etwas arrogant. Welche Fotos der von dir verlinkten Fotografen wären denn deiner Meinung nach nicht mit einer kleineren Kamera umsetzbar gewesen? Die meisten davon ließen sich in meinen Augen mit der nötigen Expertise auch mit kleineren Kameras machen. Zumindest so, dass bei Web-Ausgabegrößen der Unterschied nicht auffällt. Die besten Landschaftsfotografien werden zwar nicht damit gemacht sein, das liegt aber daran, dass es den Leuten, die wirklich in der Fotografie drin sind, in der Regel mehr wert ist eine größere Kamera mitzunehmen.

Wenn man die Diskussion unnötig findet, kann ich das auch noch einigermaßen verstehen. Allerdings scheinst du die Diskussion sinnlos zu finden, weil anderen Teilnehmern die nötige Expertise fehlt, um etwa ein gutes Landschaftsfoto zu erkennen. Meiner Meinung nach ist die Diskussion höchstens unnötig, wenn sie auf das bloße an den Kopf werfen der eigenen Präferenzen hinausläuft.

Zitat

Ich habe übrigens in keiner von mir hier geschriebenen Zeile behauptet, dass man eine teure Vollformat Kamera braucht um gute Fotos zu machen. Keine Ahnung warum mir das unterstellt wird.

Ohne das ich dir das jetzt unterstellt habe, der Ruf nach guten Landschaftsfotografien aus der rx100 und die Art der Abfertigung der gelieferten, kann schon den Eindruck erwecken, als ob du der Meinung wärst, dass gute Landschaftsfotografien mit der Kamera nicht möglich seien. Obwohl dir ja vermutlich bewusst ist, dass es in vielen (Licht-)Situationen auch mit der rx100 problemlos möglich ist Bilder zu machen, die sich bei üblichen Ausgabeauflösungen nicht von Fullframe unterscheiden lassen. Genauso gibt es natürlich Situationen, in denen die rx100 eindeutig den kürzeren zieht.

Zitat

Wenn ihr den Wert und den immensen Aufwand eines Fotos von Nick oder Albert nicht erkennt. Dann ist das eben nichts für Euch. Kunst muss nicht jeder verstehen. Aber Wertschätzung wäre wohl trotzdem angebracht. Das ist auch der Grund warum es Künstler heute so schwer haben. Weil jeder meint es besser zu können.

Das Ding ist ja, dass es hier darum geht was die Kamera kann, nicht was der Fotograf kann. Klar machen die bessere Bilder (so weit man überhaupt objektive Qualitätsurteile bei Bildern fällen kann), als die meisten hier. Aber zum einen denken die meisten hier wohl auch nicht, dass sie es besser könnten. Und zum Anderen, würden die auch bessere Bilder machen, wenn sie eine rx100 nutzen würden. Bei den meisten Aufnahmesituationen würden die es wahrscheinlich auch schaffen, dass du keinen Unterschied bei der Betrachtung im Web feststellen würdest zwischen rx100 und was auch immer die nutzen. Der Wert und immense Aufwand hat bei denen halt nicht unbedingt so viel mit der Kamera zu tun, um die sollte es aber ja in erster Linie hier gehen denke ich. Bei den dir verlinkten wird auch viel Aufwand bei der Bearbeitung betrieben würde ich mal sagen. Welche Ergebnisse damit erreichbar sind, ist bei der Wahl der Kamera aber ja nicht so wichtig.

Back to Topic: Soll in diesem Thread nur präsentiert werden, wer was nutzt oder präferiert, oder sollen Empfehlungen abgegeben werden? In ersterem Fall kann man sich einiges an Diskussionen sparen, in zweitem braucht man allerdings mehr Informationen. Einiges wurde ja schon angesprochen, wie die gewollte Ausgabegröße, was man Maximal bereit ist zu tragen usw. Was die richtige Kamera ist, kann man wohl nur von Fall zu Fall entscheiden.

Um dann aber auch noch meinen Senf in die Runde zu werfen: Wer eine Kamera sucht um beim Trekking Fotos zu machen, dem würde ich auch die rx100 empfehlen. Wer nach einer "guten Kamera" sucht um beim Trekking "gute Fotos" zu machen, dem empfehle ich eine Sony a6500 oder ähnliche Systemkameras mit APS-C Sensor. Und wer dann noch was besseres sucht, sollte in der Lage sein selbst zu entscheiden, was er probieren will, sonst wird er vermutlich auch keine besseren Bilder machen mit einer schwereren/teureren/größeren Kamera. 

Mir persönlich würde das fotografieren mit einer rx100 oder ähnlichem allerdings keinen Spaß machen. Hole daher auf Touren eine x100 mit, manchmal auch noch eine analoge slr (Edit: Mit Mittelformat wie vom Vorposter erwähnt war ich auch schon unterwegs) oder Kompakte. Ich weiß aber auch, dass es bei sehr vielen Fotos (zumindest bei Landschaft) bei dem "was am Ende hinten rauskommt" bei kleinen Abzügen oder im Internet keinen großen Unterschied gibt.

 

Sry für den langen Beitrag..


Edit: 

Zitat

Aber natürlich kann man mit einer Smartphone-Kamera auch nette Bilder knipsen, aber manchmal möchte man doch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Ja die Frage ist nur, wie viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten man bekommt. Der Mensch der seine Mittelformat Ausrüstung den Berg hoch schleppt, wird dadurch in erster Linie mehr Auflösung erreichen. Der Gestaltungsvorteil von  Mittelformat zu APSC ist daher zum Beispiel ziemlich fraglich. Vorteile hat das Format natürlich, aber bei der Bildgestaltung, hmm. Vor allem bei Landschaftsfotografie braucht man die Vorteile von größeren Formaten/Kameras oft nicht zwingend, sofern man auf allzu große Auflösungen verzichtet. Das muss man dann natürlich für sich entscheiden. Dynamikumfang lässt sich mit mehreren Belichtungen erhöhen, Lowlight Fähigkeiten durch Stativ oder Ähnliches. 

bearbeitet von T-Travel

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@T-Travel Du drehst mir aber die Worte im Mund um. Ich fasse noch einmal was ich bis jetzt hier geschrieben habe:

  1. man braucht keine "gute" Kamera um gute Fotos zu machen. Das habe ich nie behauptet.
  2. man kann eine "gute" Kamera und Objektiv(!) aber eben nicht mit einer "schlechteren" vollständig ersetzen ohne Qualität einzubüßen oder sich Limits zu setzen. Daher hat es durchaus seine Berechtigung das große Equipment mitzuschleppen. Kann ich mit einer RX100 (stellvertretend) ein Bergpanorama in der Mittagssonne machen? JA! Aber … Kann ich den Sonnenaufgang fotografieren bei dem die Dynamik selbst die modernste Hasselblad um komplett überfordert? Kann ich gegen die Sonne fotografieren, ohne dass mir der Kontrast völlig absäuft und ich 100 hässliche Lichtflecken und Flares habe? Kann Ich die Sterne fotografieren, ohne Comas, ohne unbrauchbares Rauschen, ohne völligen Kontrastverlust, ohne Hotpixel, etc.? Nein kann ich nicht. Und genau das mache ich, und auch 1000 andere Fotografen unterwegs. Deswegen nehmen wir auch die möglichst beste Ausrüstung um diese Limits nach hinten zu verschieben. Jede Art von Fotografie hat ihre Herausforderungen. Man paßt die Ausrüstung genau an diese an.
  3. für "Urlaubsfotos" (nicht abwertend gemeint!) würde ich mir auch keine teure Kameraausrüstung kaufen weil ich das nicht für notwendig halte. Ich habe nie gesagt, dass diese Fotos schlecht wären. Sie sind immer so gut, wie es die Betrachter finden. Aber man sollte dabei auch auf dem Boden der Tatsachen bleiben und erkennen, dass es technisch gesehen keine Herausforderung an das Equipment ist. Egal welche tollen Erinnerungen man damit verbindet und welche tollen Augenblicke man damit eingefangen hat. Ein Bergpanorama in der Mittagssonne kann ich eben auch mit einem Smartphone fotografieren.

Ich halte mich keineswegs für den großen Experten, aber ich verstehe schon das eine oder andere von der Fotografie. Und wenn ich sage, dass ihr die von mir verlinkten Landschaftsfotos Fotos nicht mit einer kleinen 1" Sensor Pocketcam hinbekommt, dann basiert das auch tatsächlich auf meiner Erfahrung und meinem Wissen welches durchaus vorhanden ist. Daher verstehe ich nicht, warum so viel Gegenwind von Leuten kommt, die eben keine Fotografen sind. Auf welcher Erfahrung basiert dieser Gegenwind? 

Also mal ganz frech ausgedrückt: glaubt ihr, dass alle Landschaftsfotografen einfach nur voll die Trottel sind, weil sie die ganze "schwere" Ausrüstung schleppen? Dabei hat man ja hier im Forum die Lösung gefunden. Es reicht eine kleine Pocketcam und ein Photoshop Filter!

;)

übrigens, ich halte Euch doch nicht für blöd! Ich schreibe vielleicht manchmal offensiv, aber sonst bin ich ganz umgänglich. Und ich bin ja auch hier um eure Erfahrung bei leichter Wanderung mitzunehmen. 

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Typische Fotodisskussion im Internet. ;-)

Ich würde als Leicht/ Qualitäts - Kompromiss eine MFT vorschlagen.
Hab selber eine ältere Lumix GM5 mit einem 8- 18mm Olympusobjektiv als Schnappschusskamera am Rucksack bzw. Pulkagurt)

 

Da kann man auch noch Objektive wechseln, eventuell mehr rausholen.

(Der schwedische Naturfotograf Claes Grundsten ist gerade mit so einer Kombi unterwegs und recht angetan)

Beispiel:

P1020698.jpg

bearbeitet von Heinrich

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vor einer Stunde schrieb Heinrich:

Typische Fotodisskussion im Internet. ;-)

Ich würde als Leicht/ Qualitäts - Kompromiss eine MFT vorschlagen.
Hab selber eine ältere Lumix GM5 mit einem 8- 18mm Olympusobjektiv als Schnappschusskamera am Rucksack bzw. Pulkagurt)

Da kann man auch noch Objektive wechseln, eventuell mehr rausholen.

(Der schwedische Naturfotograf Claes Grundsten ist gerade mit so einer Kombi unterwegs und recht angetan)

Bin ich ja auch (zufrieden) - nur halt mit Fuji mit an sich identischer Kombi in APS-C Sensor bei 10-24 mm. Ist umgerechnet genau das selbe von der Brennweite her.
Hatte ich in Vollformat mit der 5D auch schon (16-35mm) - nun das selbe, aber in "leicht" (nachgeschaut:  383g Body + 410g Objektiv = <800g  vs. 5D II Body: 810g).

Inkl. Kamera und 200g Stativ Rucksackgewicht immer noch unter 5 kg, weshalb ich trotz guter (und vor allem kompromissloser) Kameraausrüstung noch UL bin. Ich bin damit zufrieden (was mir wichtig ist bzw. jedem sein sollte. Egal bei was) - mit einer Kompakten All-In-One wäre ich das nicht. Wenn es jemand ist, dann ist gut für ihn.
Aber man muss deswegen niemanden zwingen auch in diese Richtung zu gehen, weil man meint dass alles andere Unsinn ist - so liest sich das hier teilweise.

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mein Tipp ist eigentlich der gleiche wie beim restlichen Equipment: nehme nur das nötigste mit. Hier vielleicht mehr auf jemanden gerichtet, der gezielt auf einer Fototour mit einer Systemkamera oder DSLR unterwegs sein will. D.h. jemanden, der eine Auswahl an Objektiven und sonstigem Kram besitzt.

Die Angaben der Brennweiten sind auf das Vollformat bezogen. Alles dient hier auch nur als Inspiration und wie ich es machen würde. Jeder muss aber natürlich selber seinen Fotostil kennen und mit der Zeit rausfinden was er wann braucht.

Will ich eher flexibel sein, nehme ich einen guten Zoom in der Mitte (24-105mm) und dazu eine lichtstarke Festbrennweite für irgendwelche Besonderheiten. Z.Bsp. kann es ein lichtstarkes Weitwinkel sein um Sterne zu fotografieren (bietet sich ausserhalb von Städten auch gut an). Fotografiere ich unterwegs oft Menschen, kann es ein lichtstarkes 50mm Objektiv sein. 

Wenn ich in die extreme gehen will um mehr Drama zu erzeugen, kann ich auch die mittlere Brennweite meiden und ein WW Zoom + ein Tele-Zoom mitnehmen. Dabei wäre aber eine maximale Blende von F4 ratsam. Sonst wird es wirklich schwer. Erst recht bei Teleobjektiven. Hier haben kleinere Sensoren einen großen Vorteil.

Wenn es geht, kann man auch das Wetter beachten. Weiß ich z.Bsp. dass es jeden Tag bewölkt sein wird, brauche ich mir keine Hoffnung zu machen Sterne zu fotografieren. Weiß ich, dass es jeden Tag durchgehend blauen Himmel und Sonne geben wird und ich bin auf offenen Flächen (ausser Küste) unterwegs, kann ich mir auch überlegen das UWW daheim zu lassen, denn der Einsatz wäre dann evtl. beschränkt.

Die Gegend spielt ebenso eine Rolle. Bin ich z.Bsp. vorwiegend im Wald unterwegs, dann nehme ich evtl. sogar gar kein Zoom mit, sondern 2 möglichst lichtstarke Brennweiten (ein Standard und ein leichtes Tele oder ein WW wenn ich viel an Bächen oder Wasserfällen vorbeilaufe). Im Wald muss man nämlich meistens stark isolieren um das Chaos zu meiden. Da hilft die Freistellung ungemein. Mit einem UWW mitten in einem chaotischen Wald, wird es verdammt schwer ein Motiv zu finden. 
Küsten eignen sich gut für ein (U)WW wenn man schöne Objekte für den Vordergrund findet. Auf leeren Stränden wird es dagegen schwer. Ein Tele ist meistens nur für Schiffe und für Möven gut ;).

Und als letzter Tipp: wenn ich eine Reise mache, konzentriere ich mich auf Dinge, die ich nicht auch vor der Haustüre habe. D.h. ich nehme kein Makro-Objektiv mit um in den Alpen Marinenkäfer zu fotografieren ;). Eigentlich würde ich sogar nie ein Makro auf eine Reise nehmen. Es sei denn, am Zielort gibt es ganz viele besondere Insekten, die ich schon immer fotografieren wollte.

Ich ignoriere auch die edge cases. Nur weil ich vielleicht mal eine Ziege in den Alpen sehen könnte, nehme ich nicht gleich ein 300mm Objektiv mit. 

restliches Zubehör:

  • ein Ersatzakku + Powerbank und Ladeschale halte ich für eine bessere Idee als 10 Ersatzakkus. Man bekommt sonst ein Problem mit dem Laden. Es sei denn, man will auch 10 Ladeschalen mitnehmen. Auch wenn durch das "Umladen" natürlich Verluste entstehen.
    Ist der eine Akku leer, kann er im Rucksack an der Powerbank aufgeladen werden während der andere im Einsatz ist. 
  • Möglichst ein Ladegerät mit viel Leistung und eine Powerbank, die auch schnell geladen werden kann. So kann man immer wieder unterwegs mal ein bisschen Strom tanken ohne Stunden warten zu müssen.
  • Originalakkus halten meistens länger als Drittanbieter-Akkus. Ist zumindest bei meinen Kameras immer so gewesen. 
  • Akkus immer warm halten, dann entladen sie sich nicht so schnell. Nachts natürlich in den Schlafsack mitnehmen.
  • Streulichtblenden kann man daheim lassen und falls notwendig mit der Hand abschatten. Aber dann auch nicht vergessen ;). Es sei denn, das Wetter ist miserabel. Dann lohnt es sich doch die Blende dabei zu haben. Sowie eine Tüte um die Kamera zu schützen.
  • Ein einfacher Fernauslöser ist leichter und nicht so anfällig wie ein Intervalometer. Es sei denn, man braucht einen für Timelapse aufnahmen und die Kamera hat das nicht an Board. Wenn man nicht länger als 30sec. belichtet, kann man ihn  sogar ganz weglassen und die Auslöseverzögerung nutzen. 
  • Auf eine spezielle Kameratasche kann man verzichten wenn man genug weiches "Material" im Rucksack hat. Kamera kann in eine Plastiktüte um nicht nass zu werden und dann in den Schlafsack reinstopfen.
  • Will man kein Stativ mitnehmen, so gibt es auch andere Methoden um weniger zu verwackeln (gilt natürlich nicht für sekundenlange Belichtung):
    1. An eine Mauer oder einen Baum anlehnen
    2. ruhig atmen, ausatmen, kurz Luft anhalten, auslösen
    3. Kamera immer nah am Körper halten, am besten leicht gegen die Stirn drücken.
    4. Ellenbogen des Arms auf dem die Kamera ruht drück gegen den Körper. Mit der anderen Hand leicht den Auslöser betätigen.
    5. Weniger Koffein trinken ;) :D.
    6. Etwa 2m lange Schnur an der Kamera am Stativanschluss anbringen. Durch den Sucher schauen (nah am Körper), auf die Schnur treten um sie von unten zu fixieren und dann leichten Zug ausüben.
    7. Rucksack als Unterlage nutzen. Dazwischen noch einen Pulli um die Kamera ausrichten zu können.
    8. Im Sitzen Kamera auf dem Knie ablegen (natürlich stabil sitzen)
    9. ISO hoch. Lieber mehr Rauschen als verwackelt.

Bonustipp für alle Kameras: Anstatt eines Objektivdeckels, kann man auch einen einfachen UV Filter verwenden. Dadurch ist die Kamera schneller bereit für "Schnappschüsse" unterwegs.

bearbeitet von milamber

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Wenn meine Studenten mich fragen welche Kamera ich empfehlen würde, stelle ich als Erstes die Frage nach dem Ausgabemedium.
Bleibt die Bilddatei innerhalb des digitalen Workflow und wird nur auf dem Bildschirm betrachtet, kann ich mit anderer Hardware arbeiten, als wenn ich für Großflächenplakate eine randscharfe Abbildung benötige.
Je nach Anwendungsbereich kann ich mich nun zwischen dem Smartphone und Mittelformatchip entscheiden. Die Entscheidung was ich dann im Detail nehme, ist so individuell wie die Person für die das System bestimmt ist. Hier Verallgemeinerungen zu treffen finde ich schwer vertretbar.

Für den Kameravergleich zwischen dem bereits vorhanden Modell und einer potentiellen Neuanschaffung habe ich mir ein simples Testsetup zurechtgelegt. Dabei fotografiere ich vom Stativ aus dem offenen Fenster einfach in den Garten hinein.
Wenn ich jetzt einen „neuen“ Chip testen möchte, verwende ich für die Vergleichsaufnahme exakt die gleichen Parameter wie bei meiner alten Kamera.
Bei fast identischem Bildausschnitt kann ich nun in der 1:1 Darstellung auf meinem Bildschirm selber beurteilen, ob ich einen Unterschied sehe der mir den Aufpreis von XX,-€ wert ist.
So sind viele vermeintlich bessere Kameramodelle oder Objektive bei mir durchgefallen, da ich entweder kaum einen oder zu geringen Unterschied wahrnehmen konnte.
Wenn ich tatsächlich einen Sprung in der Qualität feststellen konnte, habe ich mich zusätzlich gefragt inwieweit das Ergebnis nicht mit geringem Einsatz in der Postproduktion ebenfalls zu realisieren wäre...

Am 19.2.2018 um 14:12 schrieb Mil:

Mein Plädoyer an alle Foto-Fans ist also, kleine, leichte, aber dennoch gute Kameras mitzunehmen und mutiger fotografieren, sich mehr auf der konzeptionellen Ebene entwickeln.

Meist wird viel über die technischen Komponenten der Fotografie gesprochen und der Kommunikative Aspekt leider großzügig übersehen.

Zitat

Mich interessieren viel mehr die Menschen der Tour, ihre Vorbereitungen, Ihre Anstrengungen, Gemeinsamkeiten und Verschiedenheit. Da geht so viel Zeit und Leidenschaft rein, dass ich dagegen die abgelegene oder exponierte Landschaft, eher als zweitrangig empfinde.

@basti78

Zitat

... was schon hundertfach im Netz zu finden ist. Und ohne den "Stress" habe ICH mehr vom weg.

Das kann ich bestätigen! 
Wenn ich draußen bin, möchte ich nicht immer fotografieren. So bleibt meistens meine Kamera Zuhause und ich komme gar nicht erst in Verlegenheit mich plötzlich wieder bei der Arbeit zu erwischen. ;)

Es sei denn, ich habe einen Plan zur Dokumentation oder ein Konzept das ich nur unterwegs realisiert kriege. Dann beiße ich in den sauen Apfel und sehe zu, dass ich meinen Fotokram, (je nach Ausgabemedium) so leicht wie nur irgend möglich halte.
... aber dann ist es schon fast wieder wie ein Job.

VG. -Wilbo-

 

 

bearbeitet von wilbo

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