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Ultraleicht Trekking

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Nachdem ich in der Zwischenzeit Gelegenheit hatte verschiedene Rucksäcke zu nähen und zu testen, bin ich nun bei diesem Modell angelangt.

Wer aufmerksam hinschaut wird erkennen, dass dieser Pack Merkmale von verschiedenen bekannten Vertretern des UL - Rucksack Genres aufgreift.

Hier kurz die Eckdaten zusammengefasst:

  • Das Packvolumen beträgt circa 35 bis 40 Liter, und bietet damit genug Platz um auch einen dickeren Quilt lose zu packen
     
  • Zusätzliche Features sind die beiden Schultergurttaschen für Brille, Kamera, Snacks oder vor allem Müll (mein primärer Verwendungszweck) und eine Bodentasche aus elastischem Lycra Stoff, in die der Essensvorrat für den Tag gepackt werden kann - oder andere Dinge, die schnell griffbereit sein sollen - z.B. eine Windhose
     
  • Auf einen Hüftgurt wird aufgrund der geringen Last, für die er konzipiert ist, verzichtet.
     
  • Zur Versteifung werden entweder ein paar Teile Z-Lite, eine Neo Air oder ne kleine ProLite als Rückenpanel genutzt, oder der Burrito angewandt
     
  • Der Deckel lässt sich über einen Roll-Top Verschluss verschließen. Dieser ist einfach in der Handhabung und erlaubt zudem das Fixieren von Gegenständen (z.B. ISO Matte, Jacke, …) ‚On-Top‘
     
  • Die Schultergurte sind am Halsansatz mit doppeltem 3D Mesh gepolstert aber ansonsten dünn und ohne extra Schaumstoff-Kern - Der Rucksack ist für geringe Lasten konzipiert (max. 10kg)
     
  • Die Seitentaschen fassen jeweils bis zu 2 Smartwater Flaschen (1L)
     
  • Alle Kordelzüge sind austauschbar (Frontnetz, Seitentaschen)
     
  • Der Brustgurt lässt sich auf 3 Stufen verstellen
     
  • Als Material kommt X-Pac VX03 zum Einsatz
     
  • Die Rückenlänge ist mit 47 cm eher kürzer, aber für einen hüftgurtlosen Pack für meinen Geschmack genau richtig.
     
  • Das Gewicht beträgt 340g 

 

Da ich mehrere Rucksäcke genäht habe, für mich aber nicht so viele brauche sind zwei Rucksäcke dieses Typs zu haben. Bei Interesse gerne PN an mich.

 

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DSCF0372.jpg

bearbeitet von backpackersimon

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Am 26.9.2018 um 22:12 schrieb Dean:

Sau schöne Tasche. Hast du ein Schnittmuster befolgt ? So ein Rucksack wäre nach einem Quilt ja das ultimative im MYOG bereich, aber ich weiß nicht ob Ich es mir (schon) zutraue.

Danke :) Schnitt stammt von mir selber liegt gerade aber nur analog vor. Taste dich am besten langsam ran und fang nicht direkt mit den ganz teuren Materialien an. Von @Andreas K. gibt es ein paar sehr gute Schnittmuster in diesem Forum. 

vor 2 Stunden schrieb Lightlix:

Könntest du noch was zum Lycra schreiben? Wie ist dein Eindruck davon, wie schwer ist der Stoff, und eine Bezugsquelle würde bestimmt auch viele interessieren..?

Persönlicher Eindruck ist sehr gut. Der Stoff fühlt sich angenehm fest an im Griff und dehnt sich sehr ordentlich - ohne auszuleiern (Langzeiterfahrungen hab ich noch keine) 

Zu den Quellen (Guter Punkt - ich weiß grad gar nicht ob das schon im entsprechenden Faden aufgetaucht ist ...) 
Ich bin mir nicht mehr 100%ig sicher welcher Stoff es genau war, glaube aber der hier. 

Für die Schultergurttaschen habe ich einen anderen angenehm robusten Netzstoff verwendet. Ich glaube dieser hier

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vor einer Stunde schrieb Dingo:

Dieses Google ist voll verrückt ;)

https://www.extremtextil.de/komponenten/haken.html

 

 

:lol:  da hab ich, lange her, schon mal geschaut gehabt und da gabs keine.....

vielen dank!

***nach was hast du gegoogelt???***

bearbeitet von danobaja
noch was dazu

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vor 5 Stunden schrieb danobaja:

sag mal, wo hast du den roten gurthaken, auf pic 1 und 3 sieht man ihn ganz deutlich, her?

Exakt die roten Gurthaken von ExTex sind es. Die gibt es aber auch in anderen Farben. Man muss aber beachten, dass nicht jedes Gurtband passt (das normale rutscht durch) das starke Polyestergurtband sitzt für meinen Geschmack gerade richtig. Nicht zu fest, aber mit angenehmem Widerstand das starke Polyamidgurtband lässt sich dagegen kaum verstellen. 

vor 16 Stunden schrieb Kermit:

mich würde interessieren wieviel kostet etwa das Material und wielange hast du daran genäht?

Die Kosten kann ich nicht genau beziffern, da das Material teils noch vorhanden war, teils wurde etwas mehr bestellt und liegt noch hier herum... Manche Stoffe gibts aktuell bei ExTex nicht (z.B. das Diamond Ripstop der Außentaschen oder elastisches Mesh) man kann dafür auch andere günstigere (z.B. Zeltbodennylon) oder teurere (z.B. Cuben Hybrid) Materialien nehmen. Pack die Komponenten, die du verwenden möchtest doch einfach mal in den Warenkorb bei Extex und schau was sie dir in Rechnung stellen würden. 

An einem Rucksack saß ich inclusive Zuschnitt schätzungsweise 10 h +X so genau habe ich nicht auf die Uhr geschaut - Es sind viele kleine Arbeitsschritte, die sich aufsummieren. Wenns dein erster Pack ist, wird das länger dauern. Ein Wochenende kann für sowas schonmal draufgehen. 

 

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Hallo Simon,

welches Garn verwendest Du zum Rucksack nähen? Ich will mir jetzt auch endlich einen Rucksack (eher mehrere ;) ) selber nähen und fange jetzt erstmal mit einem Ray Way Backpack an. Leider hab ich vergessen mir auch gleich das Garn bei Ray zu bestellen.

Viele Grüße Steffen

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Hi, danke für die schnelle Antwort. Ich habe noch eine Rolle Gütermann Mara 70 rumliegen. Ist auch 100% Polyester. Ob ich das auch verwenden kann?

Aber ich muss eh noch was bei ExTex bestellen und da bestell ich das Garn was du verwendet hast gleich mit.

bearbeitet von sknie
Nachtrag

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Am 7.12.2018 um 14:54 schrieb sknie:

Hallo Simon,

welches Garn verwendest Du zum Rucksack nähen? Ich will mir jetzt auch endlich einen Rucksack (eher mehrere ;) ) selber nähen und fange jetzt erstmal mit einem Ray Way Backpack an. Leider hab ich vergessen mir auch gleich das Garn bei Ray zu bestellen.

Viele Grüße Steffen

Moin.

Hast Du das Ray ay Schnittmuster noch?

LG Steve

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vor 15 Stunden schrieb Der_StUffz:

Moin.

Hast Du das Ray ay Schnittmuster noch?

LG Steve

Ja hab ich, aber mit dem Kauf habe ich mich dazu verpflichtet das Schnittmuster nicht weiter zu geben. Wirst wohl selbst bei Ray einkaufen müssen.

Gruß Steffen

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vor 2 Stunden schrieb sknie:

Ja hab ich, aber mit dem Kauf habe ich mich dazu verpflichtet das Schnittmuster nicht weiter zu geben. Wirst wohl selbst bei Ray einkaufen müssen.

Gruß Steffen

Moin.

Danke. Mich interessiert eher, ob sich der Kauf lohnt und man es gut versteht, was wie gemacht werden soll?

Wie lange haste gewartet, bis es ankam?

 

Hast Du eventuell gute Einsteigerschnittmusteradressen?

 

Habe in dem bereich wenig bis keine Erfahrung. Möchte mir aber schon gerne mal nen Rucksack nähen.

 

LG Steve

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Hallo Steve,

die Anleitung ist sehr gut gemacht. Ich hab es auf Anhieb verstanden wie die einzelnen Schritte sind. 

Von der Bestellung bis zur Lieferung hab ich ungefähr 3 Wochen gewartet. So genau weiß ich das jetzt nicht mehr. Die Hälfte der Wartezeit war das Warten auf den deutschen Zoll ;) Das Paket ging aber reibungslos durch.

Ich würde den Rucksack so nicht noch mal nähen. Besonders die obere und untere Befestigung der Trageriemen würde ich komplett anders machen. Ist jetzt etwas schwer zu erklären. Eine sehr gute Vorlage kannst du hier mehrfach im Forum als Bild finden. Auf www.pluennenkreuzer.de ist eine sehr gute Beschreibung zu finden wie man die Trageriemen-Befestigung machen kann.

Der Rucksack ist auf jeden Fall aber brauchbar und ich werde ihn auch so verwenden. Er trägt sich leider nicht so gut wie mein ÜLA CDT ist dafür aber mehr als die Hälfte leichter.

Ich habe die kleinste Variante (ca. 40 Liter) des Backpack-Kits verwendet. 

Gruß Steffen

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    • Von noodles
      Ich habe über ein Kickstarter-Projekt das Trexad Airpack gekauft und benutze es seit ca. 8 Wochen.




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      Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.
       

       
      Die wichtigsten Daten:
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      Vorbereiten der Baugruppen
      Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

       
      Mesh-Giebelseiten (2x)
               ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)          Traufseite nach innen doppelt versäumen  

       
      Mesh-Traufseiten (2x)
                ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

       
       
      Dach
                ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

       

       
      Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
                ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

       
      Boden
                Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
      Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
                Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

       
       
      Zusammennähen mit der Bodenwanne
               Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
      FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
       

       
      Fazit
      Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
      Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
      Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
       
      Viel Spaß beim Nachbauen!!
       
       

    • Von bluesphemy
      Moin zusammen,
      ich hab am Wochenende kurz mal im Vorstellungsthread "Hallo" gesagt. Wollte jetzt auch mal was beitragen, nachdem ich auch hier viel gelesen habe.
      Ich habe vor knapp einem Jahr ein Tutorial erstellt für Schulterriemen, wie sie Pa'lante auch in ihrem V1 verwendet. Damals hab ich's auf Reddit gepostet und vielleicht hat es ja jemand dort auch schon gesehen. Dachte aber es lohnt sich, das hier auch nochmal zu teilen für alle die nichts mit Reddit am Hut haben und sich fragen, wie sie Schulterriemen angehen sollen.

      Das Tutorial ist ein Imgur-Album. Link
      Falls ihr fragen habt, immer her damit 
      PS: Das Tutorial ist leider auf Englisch, also kann ich da auch gerne nochmal das ein oder andere klarstellen, falls Bedarf besteht.
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