Jump to content
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Ein leichtes Hallo!

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür - Zeit sich warme Gedanken zu machen und Bastelprojekte zu planen.
Was mir im Moment vorschwebt ist ein Quilt für zwei Personen, womit ich aber noch absolut Null Erfahrungswerte habe, besonders was die Maße angeht.

Bisherige Gedanken:

  • Als Füllung würde ich gerne Apex verwenden, da es einfach zu verarbeiten, extrem angenehm in der Handhabung und ethisch vertretbarer als Daune ist
  • das Teil soll für Touren im Sommer in den Alpen genutzt werden können, ansonsten auch mal Frühjahr/ Herbst in gemäßigteren Gegenden, Komforttemperatur sollte ca 0°C sein
  • Innen- und Außenstoff wird wohl wieder Membrane 0.66 von RBTR, da es sich bei meinem AT Quilt bereits wunderbar bewährt hat.

 

Fragen:

  • Welche Apex Dicke würdet ihr anraten? Ich tendiere zu 167g/m², wobei ich mit meinem 133er schon bis ca 4°C klarkomme
    • dazu: wie viel "Wärme-Bonus" kann man erwarten, wenn der Quilt zu zweit genutzt wird? Reicht evtl 133er Apex für ein Pärchen doch bis 0°C?
  • Welche Breite ist sinnvoll? EE und ZPacks haben beide 220cm Breite, was mir aber ehrlich gesagt sehr viel erscheint -> beide Nutzer sind recht schmal gebaut und schlafen bequem zusammen unter einer 130cm breiten Bettdecke -> reichen 180cm Breite nicht aus?
  • haltet ihr es für Sinnvoll den Quilt teilbar zu machen (für einfacheren Transport/ aufteilen des Gewichts und vA Volumens)
    • falls ja, wie stelle ich das am besten an ohne, dass es an der Schnittstelle rein zieht? Teilbare RVs finde ich nur bis 150cm..

 

Ich würde mich freuen, wenn Leute mit entsprechender Erfahrung ein paar der Fragen beantworten können :D ( @ys76 ?) Pärchen Trekking ist für mich bisher Neuland und ich kann hierbei viele Faktoren nicht so recht einschätzen.

 

schöne Grüße
Micha

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Du kannst mal @Basti alias Beuteltiere fragen. Der hatte vor Jahren einen Duo quilt genäht. Entweder findet sich hier im Forum noch ein Thread, oder auf seinem Blog. Ich kann aber nicht mir Bestimmtheit sagen ob der mit Kunstfaserisolation war. Naheliegend wäre das aber, denn er ist Vegetarier, wenn nichts sogar Veganer. 

Edit: den Blog hat er wegen der DSGVO geschlossen :( aber via PN sollte er noch zu erreichen sein. Ansonsten via Twitter 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@Andreas K. Schade ich kann nichts finden, auch nicht hier im Forum.

@crelm Danke, immerhin nutzt RJ wohl auch nur 185cm Breite bei seinem 2P Quilt. Generell muss ich aber sagen, dass ich bei seinen Projekten extrem vorsichtig bin mit den Angaben die er macht. Vielleicht kann ich mal ein Test Quilt nähen (Mysa Gras!) um die Breite herauszufinden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, wenn eine der Personen eher warm schläft, kann man 3-5 Grad rausholen. Dazu vielleicht ein Beispiel: Mir ist abends meist sehr warm, aber ich kühle im Verlauf der Nacht ab, sodass mir dann morgens kalt ist. Bei meiner Freundin ist es genau umgekehrt, sodass wir uns da gut ergänzen können ;)

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

Ich hoffe das hilft ein bisschen :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 3 Minuten schrieb nivi:

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

133er reicht normal bis ca. 10..13° (Komforttemp).  Für um 0°-2° braucht man schon eher 233 - oder 266er, wenn man eher mehr friert.

Hatte man diverse Zwischenwerte für verschiedene Apex-Kombinationen mit Komforttemperaturen berechnet:

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 1 Stunde schrieb nivi:

Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

 

@AlphaRay Danke für die Tabelle, aber du schreibst ja schon selbst Komforttemperatur rein - ich gehe eigentlich immer von der LimitT aus und bin damit bisher sehr gut gefahren. Wie gesagt komme ich (allein) mit meinem 133er Quilt bis 4-5°C gut hin (mit Windhose und Fleecepulli). Mein Hauptanliegen ist hier eher der Faktor der zweiten Person im Quilt, da man sich durchaus gegenseitig wärmt. Rein rechnerisch hat man ja auch weniger Quiltoberfläche (über die Wärme verloren geht) bei doppelter Wattzahl die an Wärme produziert wird.
AsTucas listet auch 167er is 0°C - und das für eine Einzelperson. (Ich weiß die Werte dort sind großzügig, aber es gibt wenige Vergleichsoptionen.)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 4 Stunden schrieb ekorn:

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ? 

OT: Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber wir benutzen die Decke nur auf Touren. Dort hat es sich für die warme Jahreszeit bewährt! Es spricht wahrscheinlich nichts dagegen, so etwas auch Zuhause zu benutzen.

vor 3 Stunden schrieb micha90:

@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

Das ist schon luxuriös (Zuhause haben wir 140cm) :)  Aber ich würde es beim nächsten Mal auch nicht schmaler machen, da ich gerne mal eine Seite unter mich stopfe. Also: gerade recht!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@micha90
Wir haben unseren Duo-Quilt schon ein wenig sehr knapp gemacht - Manchmal raecht es sich einfach, wenn man nicht genuegend Material bestellt  und kurz auf knapp vor dem Urlaub noch fertig werden muss/will.
Somit geht unser Quilt von 1.50m auf 1m Breite bei 2.2m Laenge. (2-Lagen-Laminat aussen, PTX Quantum innen)
Auch wenn das unglaeubige Blicke nach sich zieht: ja es funktioniert zu zweit, allerdings muss man schon recht gut eingespielt sein - Selbst im Schlaf! :grin:  Unsere naechste Version wird aber circa 30-40 cm breiter werden.

Ein groesseres Problem als die Zugluft von den Seiten war der Waermeverlust nach oben hin. Obwohl wir hier ein 10cm breites Stueck als "Draftstopper" an den oberen Abschluss genaeht hatten, zog hier immer wieder die kalte Luft rein. Ob es jetzt bei der naechsten Iteration ein breiterer "Waermekragen", ein Mittelsteg, oder  was anderes wird, wissen wir noch nicht.

Als Iso-Schicht haben wir 233 Apex verwendet - Aber hier gehen unser Temperaturempfinden  doch eigene Wege - Schwitzen und Schnattern gleichzeitig , sprich: Einem von uns  war es bei 3°C deutlich zu kalt, waehrend dem anderen noch deutliche Reserven nach unten blieben. Aber das kann man ja durch unterschiedlich dicke Kleidung einigermassen ausgleichen.

 

Als Isomatte kam bei uns zuerst ne "Exped Hyperlite Duo" (814g) zum Einsatz, aber so wirklich ueberzeugt hat uns der Schlaf auf dieser noch nicht. Seitdem suchen wir auch hier noch den heiligen Gral - unsere aktuellen Favoriten: Solomatten - solange es leicht bleiben soll, entweder Z-Lites, RidgeRests, oder ne Kanchen Junga. Gegen das Auseinanderrutschen nutzen wir zwei Gummibaender, als Acht um die beiden Matten gelegt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@micha90 Unser Quilt ist einteilig, an eine Teilung hatten wir gar nicht gedacht, war ja kurz vorm Urlaub und musste noch schnell noch fertig werden :-)

Was das Packvolumen angeht, so ist der Quilt definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke  :mad: Da kommt halt einiges an Material zusammen - Wenn wir dran denken, messen wir heute abend mal den Packsack aus...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Interessantes Thema. An die Idee den Duo-Quilt teilbar zu machen hatte ich noch gar nicht gedacht.

Zum teilbaren Zipper: Online kannst du diverse Quellen für Zipper-Reparaturkits (o.ä.) finden mit denen man aus Meterware einen teilbaren Reißer machen kann.
Das Teil zum Zusammenführen der Reißerseiten nennt sich 'Kastenteil', oder 'Stopper, Unten'. In Kombo mit einem 'Einführstift' solltest du einen trennbaren Zipper hinbekommen. Ob das dann dauerhaft hält ist eine andere Frage...

Alternativ hat RTBR ja auch einen teilbaren Reißer der 240'' lang ist. Leider aber 5C :-?

Dritte Idee: Du teilst den Quilt horizontal statt vertikal. Einer trägt dann die Fußbox, der andere das Oberteil. 
Wenn du den Quilt trapezförmig auslegst, solltest du ja nur ein paar cm rechts und links ohne RV haben. Da du dann eh sowas wie einen Wärmekragen unter- oder drüberlegen musst, muss der Reißer ja nicht die komplette Breite abdecken.
quilt.jpg.d650a6932075bac04e68f966d4b1d81f.jpg

bearbeitet von heilaender

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@heilaender Ich hätte evtl eine Quelle für 180cm teilbaren RV, dass Quer geteilt wird ist klar, längs würde das glaube ich weniger Sinn machen (längerer RV, Abdeckleiste und damit einhergehender Wärmeverlust, zudem stört es in der Mitte wohl eher als auf Hüfthöhe).

Zipper selbst basteln ist mir nichts, ich vermute, dass das nicht so ewig hält und ne ordentliche Fummelarbeit sein wird..

vor 4 Stunden schrieb ys76:

definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke 

Das passt mir so gar nicht in den Kram! :D Dann wird er wohl teilbar ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass es schonmal einen teilbaren Duo-Quilt im Dunstkreise dieses Forums (oder des Vorgaengers) gab. Leider finde ich nichts mehr davon - Vielleicht koennen hier die "Urgesteine" weiterhelfen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

I have slept with my partner under a APEX 200 150cm width quilt. If there was wind coming in from the sides (tarp, tent, hut) it was not easy to tug the quilt without disturbing the other...

I would use APEX 200 and try to make at least 200cm wide. And with rectangular shape!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

I slept with my partner under a 150 cm wide APEX 200 duvet. When the wind came from the sides (tarpaulin, tent, hut), it was not easy to pull the blanket without disturbing the other one.

I would use APEX 200 and try to make at least 200 cm wide. And with a rectangular shape!

bearbeitet von Francisco

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


  • Gleiche Inhalte

    • Von dasbleibtzuhause
      Hallo Leute,
      wie sich dem Titel entnehmen lässt, bin ich auf der Suche nach folgendem:
      Virga 2 (Regular) oder Hyberg Attila 2019 (L) [Alternativ: Agilist (M) mit Loadlifters] EVA Rückenpolster/Zuschnitte/Reste Cumulus Comforter L 430 / Apex Topquilt 133 oder 167 (Für Körpergröße bis 188 cm) Zur Zeit gibt es wohl leider keine neuen Rücksäcke aus dem Hause Hyberg bzw GraniteGear (Wahrscheinlich sind alle Gearhersteller auf Thruhikes^^). Zusätzlich würde ich gerne mein Schlafsetup etwas leichter gestalten und bräuchte als Rückenpolster/Sitzkissen Eva Zuschnitte.
      Freue mich auf jedes Angebot!
      LG
       
    • Von cluster
      Hallo liebe Forengemeinde,
      ich bin neu im Bereich Trekking, musste aber schon leidtragend feststellen, dass 14Kg am Rücken über die Alpen einfach zu viel ist...
      Bei einer kleinen Analyse wo ich noch Gewicht einsparen könnnte, kam mir der Schlafsack in den Sinn. Aktuell habe ich einen SALEWA SPICE +3 (regulär). Ein Kunstfaserschlafsack mit Komfort 7-3°C und einem Gewicht mit etwas über 1Kg inklusive Packsack. Diesen hab' ich mir zwar erst gekauft, mir aber gedacht bei der großen Trekkinginvestition lieber mehr in ein ordentliches Zelt zu stecken.
      Nun frage ich mich, welche Alternativen habe ich? Natürlich habe ich auch eine Schmerzgrenze was die Gewichtseinsparung betrifft, so möchte ich wenn möglich nicht 100g mit 300€ erkaufen (oder dergleichen)
      Wofür möchte ich den Schlafsack verwenden?
      Ich wohne im Alpenvorland (Österreich). Dabei wandere ich im Alpenvorland, sowie auch an den Hohen Tauern. Jedenfalls biwakiere ich an einem Tag in 2500m Höhe und am anderen im Tal auf 600m. Je nach Wetterlage habe ich also Nachts mal 15° weniger, mal 15° mehr. Natürlich möchte ich da nicht zwei paar Schlafsäcke mitnehmen, sondern einen möglichst flexiblen. Den Salewa Spice +3 kann man dabei auch als Decke verwenden, was ganz praktisch ist. Der Hersteller gibt eine Maximaltemperatur von 24° an (was in den Alpen selbst im Tal recht selten vor kommt).
      Wie schlafe ich?
      Ich verwende eine Sea-to-summit Ether Light XT Insulated Isomatte und normal kein Inlay. Zudem bin ich primär Seiten- und Bauchschläfer, aber ich fürchte das muss ich mir sowieso abgewöhnen. Und bei zu warmen Schlafen kann ich schonmal schwitzen.
      Nun habe ich bei meinen Recherchen gesehen, dass die meisten UL Schlafsäcke nur einen Viertel- oder Halb-Reißverschluss besitzen, was die Belüftung um einiges einschränkt.
      Habt ihr dennoch eine Empfehlung für mich?
       
      Vielen lieben Dank!
    • Von ink
      Habe mir eine EE Torrid Apex Jacket mit Hoodie aus den USA bestellt. 
      Leider ist mir die M zu groß. 
      - Wie der Name schon sagt ist sie mit Apex gefüllt. 
      - Laut meiner Waage wiegt sie mit Schild 236g
      - Ich habe sie mir Custom anfertigen lassen aus (Aussen Schwarz 10 D und innen Grau 7 D)
      Habe sie mir von einer Freundin aus den USA schicken lassen (30$) 
      Die Jacke ist neu und ungetragen und kostet bei EE 180$ 
      Mit shipping wären das 210$ also ca. 190€
      Zum Sizing bitte auf der Webseite nachlesen. 
      https://enlightenedequipment.com/mens-torrid-apex-jacket-custom/
      Bei Interesse bitte PM
      Abholung oder Versand möglich.
      Paypal ist vorhanden






    • Von einar46
      Was sind Wander-Projekte in meinem Sprachgebrauch?
      Wander-Projekte sind eine lose Ansammlung von Wandertouren, zusammengefasst unter thematischen und/oder geografischen Gesichtspunkten.
      Was bedeutet das Wander-Projekt GLW für mich?

      Idee
      Bei meinen Recherchen im Internet über Langstreckenwanderungen bin ich immer wieder über eine bestimmte Kategorie von Langstreckenwanderungen gestolpert.
      Das sind die frei geplanten Langstreckenwanderungen.
      Was sind frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Sprachgebrauch?
      Das werde ich am Beispiel der NPL-Wandertour (Norge pa langs, Norwegen der Länge nach, ca. 2500 km) in Norwegen erläutern.

      Das ist die klassische norwegische Langstreckenwanderung, die sowohl im Sommer als auch im Winter begangen wird. Die Idee ist es, vom südlichsten Punkt Norwegens, dem Leuchtturm am Kap Lindesnes, bis hinauf zum nördlichsten Punkt Norwegens, dem Nordkap, oder auch umgekehrt, zu laufen. Es gibt keine fest definierten Regeln und auch keine Stempel (Jakobswege), die man sich abholen kann. Es gibt keine feste und markierte Route und es gibt keinen Wanderführer. Wer sich an diese Langstreckenwanderung wagt, muss sich alle Informationen selbst besorgen. Informationen auf Deutsch sind nur sehr schwer zu finden. Im Internet, bei den Veteranen der NPL-Wandertour, kann man sich evtl. Informationen beschaffen, welchen Weg sie gegangen sind. Tracks habe ich keine gefunden. So muss sich jeder seine eigene NPL-Wandertour zusammenstellen.

      Eine inoffizielle norwegische Internetseite zum Thema NPL wird vom Norweger Odd Vinje gepflegt und findet sich unter www.norgepaalangs.info. Auf der Liste stehen derzeit (Stand Juli 2019) etwa 425 Wanderer, die bisher NPL geplant bzw. absolviert haben und von denen man weiß. Einige Deutsche sind auch dabei, aber um die zu zählen reichen zwei Hände aus.

      Bei der Planung meiner Wandertouren für das Jahr 2019 bin ich auf eine weitere frei geplante Langstreckenwanderung gestoßen.

      Im Herbst 2018 habe ich mit den Planungen für eine Langstreckenwanderung im Sommer 2019 in Schweden begonnen. Schweden? Da fällt jedem Wanderfreund sicherlich sofort das Stichwort Kungsleden ein. Meine Idee war es zuerst den südlichen Kungsleden (von Sälen nach Storlien) zu laufen und anschließend den nördlichen Kungsleden (von Hemavan nach Abisko).

      Was ist mit dem Zwischenstück, dem Abschnitt von Storlien nach Hemavan? Das wollte ich auch unbedingt zu Fuß bewältigen.

      Dafür existiert aber im Moment kein markierter Wanderweg. Meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass einige Wanderer für dieses Zwischenstück auf den Europäischen Fernwanderweg E1 ausweichen. Der verläuft zwischen Storlien und Hemavan hauptsächlich auf der norwegischen Seite, weitestgehend in der Nähe der Grenze zu Schweden. Mich hat das nicht so begeistert und ich habe mich gefragt, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit gibt, dieses Zwischenstück auf der schwedischen Seite zu wandern.

      Nach einer intensiven Recherche im Internet bin ich auf eine sehr interessante frei geplante Langstreckenwanderung in Schweden gestoßen. Das Gröna Bandet (Das grüne Band, ca. 1300-1400 km, je nach Streckenverlauf). Ähnlich, wie die NPL-Wandertour in Norwegen, gibt es auch hier nur die beiden Endpunkte Grövelsjön, der auf dem südlichen Kungsleden liegt, und Treriksröset, der auf dem Nordkalottleden liegt. Die Langstreckenwanderung kann in beide Richtungen begangen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter. Einzige Randbedingung für die Bewältigung dieser Langstreckenwanderung sind die beiden Endpunkte und der Wunsch, dass man sich möglichst auf der schwedischen Seite der Grenze zu Norwegen aufhält.

      Auf der Internetseite www.vitagronabandet.se gibt es eine Liste der Wanderer, die die Langstreckenwanderung schon gegangen sind bzw. die das in den nächsten Jahren geplant haben. Auch hier gibt es wieder einige deutsche Wanderer, die diese Langstreckenwanderung schon bewältigt haben.

      Für mich sind frei geplante Langstreckenwanderungen die Königsdisziplin im Langstreckenwandern. Neben der Länge einer solchen Wanderung kommt erschwerend hinzu, dass sich jeder seinen Weg selbst suchen muss.

      Ich bin der Meinung, dass jeder Langstreckenwanderer, der etwas auf sich hält, einmal solch eine frei geplante Langstreckenwanderung unter seine Füße nehmen sollte.

      Bei meinen intensiven Recherchen im Internet bin auch auf die Internetseite des australischen Wanderers Cam „Swami“ Honan (www.thehikinglife.com) aufmerksam geworden. Er ist einer der meistgewanderten Menschen der Welt und hat bisher ca. 100000 km zu Fuß zurückgelegt. Im Jahr 2011 und 2012 hat er ein Wanderprojekt in Nordamerika realisiert, das bei ihm unter dem Namen „12 Long Walks“ geführt wird. Innerhalb von 18 Monaten hat er 12 Langstreckenwanderungen (23012 km, 545 Tage, Tagesdurchschnitt 42,3 km) absolviert. Darunter auch die drei berühmten amerikanischen Trails AT (73 Tage), CDT (74 Tage) und PCT (85 Tage) innerhalb von 12 Monaten.

      Für mich ist dass eine unfassbare Leistung.

      Als ich das gelesen habe, schoss ein Gedanke durch meinen Kopf…

      Was wäre, wenn man auch in Deutschland eine Sammlung mehrerer  Langstreckenwanderungen hätte, die zusätzlich auch noch frei geplante Langstreckenwanderungen nach dem Motto von NPL (Norge pa langs) in Norwegen und GB (Gröna Bandet) in Schweden wären?

      Was in Norwegen und Schweden funktioniert, warum soll das nicht auch in Deutschland gehen?

      Wer sich zB auf der Internetseite www.waymarkedtrails.org die Wanderwege von Deutschland anzeigen lässt, wird feststellen, dass das wie ein „Spinnennetz“ aussieht. So zahlreich sind die Wanderwege.

      Wo ist da noch Platz für weitere Wanderwege?

      Der Gedanke ließ mich trotzdem nicht mehr los. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht.

      Wegen zwei familiären Terminen (Mitte Mai und Mitte Juli), die ich nicht verschieben konnte, musste ich mein Kungsleden-Projekt (Start Anfang Juni 2019) erstmal auf Eis legen. Der Zeitraum für die Realisierung erschien mir zu kurz.

      Dann habe ich über ein Ersatzprojekt nachgedacht, das ich in ca. 45 Tagen (ab Mitte Mai oder ab Mitte September 2019) erledigen könnte. Da ist mir wieder meine Wanderung an der Ostsee eingefallen, wo ich schon einmal ca. 200 km mit meiner Frau unterwegs war.

      Immer an der Ostseeküste entlang, von Bansin bis Flensburg. Dann entlang der dänischen Grenze rüber zur Nordseeküste und an der Nordseeküste entlang bis nach Emden.

      Meine erste frei geplante Langstreckenwanderung in Deutschland nahm langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sofort hatte ich noch weitere Ideen für frei geplante Langstreckenwanderungen innerhalb von Deutschland.

      Namensgebung
      Insgesamt hatten sich vorerst 5 frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Kopf „angesammelt“. Es musste etwas Ordnung her in meinem Kopf.

      Als Mathematiker und freiberuflicher Softwareentwickler (ABAP in SAP) habe ich in den letzten 20 Jahren deutschlandweit in vielen großen Software-Projekten gearbeitet. In diesen Projekten ist eine gewisse Ordnung und Organisation für den Erfolg unabdingbar.

      Für mein Wander-Projekt wollte ich das auch so halten. Also habe ich mir erstmal einen Namen für mein Wander-Projekt gesucht. Als Softwareentwickler habe ich in Englisch programmiert. Trotzdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen Anglizismen in der deutschen Sprache. Aber viele englische Begriffe, wie zB Trekking, Trail und Tracks, haben sich in der deutschsprachigen Wanderwelt etabliert und sind dort nicht mehr wegzudenken.

      Außerdem wollte ich keine Zahl in meinem Projektnamen haben, wie Cam „Swami“ Honan in seinem Wander-Projekt „12 Long Walks“. Dadurch wollte ich mir die Möglichkeit für spätere Erweiterungen offen halten.

      Zusätzlich sollte der Bezug zu Deutschland auch im Namen des Wander-Projekts sofort sichtbar sein.

      So habe ich mich mit etwas „Bauchgrummeln“ für den Namen

           German Long Walks

      entschieden. Abgekürzt also:

           GLW

      Trails

      In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt die 5 Trails aufzählen und kurz erläutern, die aktuell in meinem GLW-Wander-Projekt zu finden sind. Für alle Trails habe ich Start- und Endpunkte definiert, die mit der Bahn gut zu erreichen sind. Eine Ausnahme bei der Erreichbarkeit gibt es dennoch, aber später mehr dazu.

      Das Bild im Anhang zeigt farblich hervorgehoben die Lage der 5 Trails. Bei der Beschreibung der Trails verweise ich gelegentlich auf diese Farben.

      GBT - German Border Trail - Deutscher Grenzweg 
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 2600 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              blau

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der Landesgrenzen zu unseren Nachbarländern zu bewegen. Ausgenommen von diesem Trail sind die Küsten der Nord- und Ostsee, sowie die Grenze zu Dänemark. Diese Bereiche gehören zu einem anderen Trail.

      Immer an der Landesgrenze entlang? Das hört sich erstmal überhaupt nicht spektakulär an. Wer sich aber einmal die Landkarte von Deutschland, zusammen mit Teilen der Nachbarländer, anschaut, wird überrascht sein.

      Wenn man zB vom östlichen Punkt (Campingplatz Nandalee) zum westlichen Punkt (Bahnhof Emden) wandert, trifft man auf atemberaubende Landschaften, die ich einfach mal so hintereinander aufzählen will:

      -Flusslandschaft an Oder und Neiße
      -Elbsandsteingebirge
      -Erzgebirge
      -Fichtelgebirge
      -Oberpfälzer Wald
      -Bayerischer Wald
      -Alpenvorland
      -Alpen
      -Bodensee
      -Rheinebene in BW
      -Schwarzwald
      -Pfälzer Wald
      -Hunsrück
      -Eifel
      -Rheinebene in NRW
      -Münsterland
      -Emsland

      Muss ich noch mehr aufführen? Da ist fast alles vertreten, was in der Kategorie der deutschen Mittelgebirgslandschaften Rang und Namen hat.

      GCC - German Coast To Coast Trail - Deutscher Küstenweg
      Östlicher Punkt:          Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Emden

      Länge Grobplanung:   ca. 1200 km (mit!!! der Insel Rügen)
      Länge Feinplanung:    1183 km (ohne!!! die Insel Rügen)

      Farbe im Bild:              rot

      Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden.

      Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der deutschen Küsten (Ost- und Nordsee) zu bewegen. Um zB von der Ostsee an die Nordsee zu kommen, versuche ich eine Route in der Nähe der dänischen Grenze zu finden.

      GCT - German Cross Traverse - Quer durch Deutschland
      Östlicher Punkt:           Bahnhof in Frankfurt/Oder
      Westlicher Punkt:        Bahnhof in Bad Bentheim

      Länge Grobplanung:    ca. 750 km
      Länge Feinplanung:     noch offen

      Farbe im Bild:              gelb

      Der östliche Punkt ist der Bahnhof in Frankfurt/Oder.

      Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Bad Bentheim.

      Bei diesem Trail habe ich mich etwas vom Europäischen Fernwanderweg E11 inspirieren lassen. Der E11 betritt in Frankfurt/Oder deutschen Boden und verlässt bei Bad Bentheim deutschen Boden. Beide Orte sind gut mit der Bahn zu erreichen.

      Das Bild zeigt im Raum Berlin 2 Varianten dieses Trails. Die erste Variante (Nordvariante) verläuft mitten durch Berlin. Die zweite Variante (Südvariante) umgeht den Großraum Berlin. Mein Favorit für die Feinplanung im Großraum Berlin ist aktuell die Südvariante. Zusätzlich werde ich bei meiner Route noch meinen Heimatort Schochwitz (Salzatal), den Lutherweg bei Eisleben und den Harz einplanen.

      GGB - German Green Band - Deutsches Grünes Band
      Nördlicher Punkt:        Campingplatz Priwall bei Lübeck
      Südlicher Punkt:          Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern)

      Länge Grobplanung:   ca. 900 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              grün

      Der nördliche Punkt ist der Campingplatz Priwall (Naturfreundehaus Priwall) am Pötenitzer Wiek. Zu erreichen ist der Campingplatz entweder vom Bahnhof Travemünde (ca. 2,8 km Fußweg) oder vom Bahnhof Lübeck (ca. 21,7 km Fußweg).

      Der südliche Punkt ist das Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern oder ehemals DDR, BRD, CSSR). Dieser Punkt ist nicht so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Im 3 km entfernten Ort Nentschau befindet sich eine Bushaltestelle. Die nächste größere Stadt ist Hof. Bis dahin sind es ca. 17 km Fußweg.

      Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der DDR ist der Namensgeber für diesen Trail. Umgangssprachlich (Volksmund) wurde diese Grenze auch die „grüne Grenze“ genannt.

      Außerdem wollte ich, so wie in Schweden, auch ein Grünes Band in meinem Wander-Projekt haben.

      In über 40 Jahren (1949 - 1989) hat kaum ein Mensch diesen streng bewachten Grenzbereich betreten. Dadurch ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Der Rennsteig im Thüringer Wald kreuzt mehrmals die ehemalige Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bei meiner letzten Wanderung über den Rennsteig habe ich genau bei einer dieser Kreuzungen während einer Rastpause zwei Radfahrer getroffen. Sie berichteten mir, dass in Thüringen noch große Teile des ehemaligen Grenzweges (Kolonnenweg) intakt sind und dass man dort sehr gut mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Im Bereich des Brockens (Harz) gibt es diesen Grenzweg ebenfalls noch. Da bin ich schon zu Fuß unterwegs gewesen.

      GLT - German Length Traverse - Deutschland der Länge nach

      Nördlicher Punkt:        Bahnhof in Flensburg
      Südlicher Punkt:         Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

      Länge Grobplanung:   ca. 850 km
      Länge Feinplanung:    noch offen

      Farbe im Bild:              violett

      Der nördliche Punkt ist der Bahnhof in Flensburg.

      Der südliche Punkt ist der Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

      Wenn es eine Quer-Traverse in Deutschland gibt, dann soll es auch eine Längs-Traverse geben.

      Außerdem wollte ich, so wie in Norwegen, auch eine Längs-Traverse für Deutschland in meinem Wander-Projekt haben.

      Grob- und Feinplanung

      In der Phase der Grobplanung habe ich mit Hilfe des Luftlinien-Routings (siehe Trails im Bild) den ungefähren Verlauf der einzelnen Trails festgelegt. Dadurch wollte ich auch ein Gefühl für die zu erwartende Länge der Trails erhalten.

      In der Phase der Feinplanung suche ich nach Routen (Wege, Straßen usw) entlang der festgelegten Luftlinien-Routen. Ich rechne damit, dass sich die Länge der Trails gegenüber der Grobplanung um ca. 1/5 vergrößert. Das bedeutet, dass zB der GBT-Trail, wenn er "ausgelaufen" wird, d.h. "immer an der Grenze entlang", über 3000 km lang sein wird.

      Den GCC-Trail habe ich als ersten Trail aus meinem Wander-Projekt schon feingeplant. Dabei habe ich die Insel Rügen ausgelassen. Die Gesamtlänge des Trails beträgt ohne die Insel Rügen genau 1183 km.

      Im allgemeinen führe ich die Feinplanung von Wandertouren so durch, dass ich mir Tracks aus dem Internet besorge. Diese Tracks prüfe ich dann in meiner Routenplanungssoftware BaseCamp auf ihre Qualität. Wichtig sind für mich dabei die Anzahl der Trackpunkte. Besitzt ein Track zu wenig Trackpunkte, verläuft ein Track manchmal mitten durch die Landschaft und es ist nicht genau zu erkennen, wo der Wanderer entlang gelaufen ist. Trotzdem lasse ich mir den Track aus dem Internet in der Routenplanungssoftware anzeigen und plane dann meinen eigenen Track mit Hilfe des Internet-Tracks.

      Bei meinem Wander-Projekt mache ich das anders. Ich lasse mir keine Tracks aus dem Internet anzeigen. Lediglich die Luftlinien-Routen verwende ich zur groben Orientierung.

      Ich war ja schon einmal an der Ostseeküste unterwegs (ca. 200 km vom Campingplatz Nandalee bis zum Campingplatz Zingst). Von daher weiß ich, dass es da einen Europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Küste gibt. Zusätzlich die Radwege Euroroute R1 und EuroVelo 10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich öfters auf diesen Wegen bewegen werde. Bei der Planung musste ich mich zwingen diese Tracks aus dem Internet nicht zu verwenden.

      Ich bin gespannt welche Wege ich mir für den GCC-Trail ausgesucht habe und wie hoch der Anteil an Radwegen und Straßen ist.

      Wer in Deutschland wandert, weiß, dass die nächste Ortschaft nicht weit entfernt ist. In Deutschland ist man also fast immer „zivilisationsnah“ unterwegs. Man kann das mögen oder auch nicht. Das ist Ansichtssache.

      Ich freue mich jedenfalls auf die Realisierung meines Wander-Projekts.

      Werde ich Tracks meiner realisierten Trails in meinem Blog veröffentlichen?

      Da bin ich zwiegespalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für die Planung meiner eigenen Wandertouren Tracks im Internet gefunden habe. Wenn die Tracks aus dem Internet dann noch qualitätsmäßig gut waren, hat mich das besonders gefreut.

      Für die NPL-Wandertour in Norwegen habe ich, trotz intensiver Recherche im Internet, keine Tracks gefunden.

      Für die GB-Wandertour in Schweden war das schon anders. Einige Wanderer haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit ihren Tracks veröffentlicht, so dass man erahnen konnte, wo sie entlang gelaufen sind. Andere haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit Luftlinien-Routen auf ihren Webseiten angezeigt.

      Aber nirgendwo waren saubere Tracks (GPX-Dateien) für eine der Wandertouren (NPL oder GB) zu finden.

      Vorerst werde ich die Tracks meiner realisierten Trails ebenfalls nicht veröffentlichen. Das letzte Wort über dieses Thema ist aber noch nicht gesprochen.

      Darüber muss ich noch abschließend nachdenken…

      Randbedingungen

      Randbedingungen für die Planung der Trails gibt es fast nicht.

      Einzig die Endpunkte der einzelnen Trails habe ich vorgegeben. Entscheidend für die Vorgabe der Endpunkte war für mich die Erreichbarkeit mit der Bahn, wobei es auch hier leider eine Ausnahme gibt. Das ist das Drei-Länder-Eck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern, ein Endpunkt des GGB-Trails.

      Den GBT-Trail habe ich noch nicht feingeplant. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer „irgendwie“ in der Nähe der deutschen Grenze bewege. Dabei ist es mir egal, ob ich zB im Erzgebirge auf der deutschen oder tschechischen Seite unterwegs bin. Maßgebend ist für mich die Grenznähe.

      Ähnlich verhält es sich zB in der Rhein-Ebene in Baden-Württemberg. Dort könnte ich auf der deutschen Seite durch den Schwarzwald gehen oder auf der französischen Seite durch die Vogesen. 
      Ganz verrückt könnte es im Bereich der Alpen werden. Dort kann ich mich nahe an der Grenze zu Österreich bewegen, wenn das die Wege hergeben. Damit sind sicherlich einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich könnte es aber auch etwas "softer" angehen lassen und durch das Alpenvorland wandern. Da ich ganz klar keine "Bergziege" bin, bevorzuge ich erstmal das Alpenvorland.
      Ein km-Limit für die Grenznähe soll es aber nicht geben.

      Teilnehmerliste

      Über diesen Punkt habe ich sehr lange nachgedacht.

      Warum eine Teilnehmerliste?

      In meinem Blog werde ich über die Realisierung meines Wander-Projekts berichten. Dadurch ist das Wander-Projekt in gewisser Weise öffentlich zugänglich. Dann habe ich mir gedacht, dass evtl. auch andere Wanderer den einen oder anderen Trail planen und realisieren wollen.

      Wenn Interesse besteht, wäre aus statistischen Gründen eine Teilnehmerliste, analog dem NPL in Norwegen und dem GB in Schweden, sinnvoll. So kann jeder sehen, wer die Trails gegangen ist bzw. wer das in der Zukunft plant.

      Verwalten werde ich die Teilnehmerliste vorerst in meinem Blog unter dem neuen Menüpunkt Projekte.

      Wer sich für das Wander-Projekt interessiert und sich für eine Realisierung eintragen lassen will, kann sich einfach per Mail (info@reinhard-kanther.de) bei mir melden und die wichtigsten Daten für einen Anfangseintrag (Jahr, vollständiger Name, Land, Trail-Kürzel, Saison, zu Fuß oder mit dem Rad, evtl. Startdatum) angeben. Alle anderen Angaben können später nachgeholt werden. Nach Beendigung des aktuellen Trails würde ich mich über eine Erfolgsmeldung freuen und das auch so in der Teilnehmerliste festhalten.

      Als Startdatum für eine Aufnahme in die Teilnehmerliste würde ich das Datum Anfang Januar 2019 nehmen. Damit möchte ich verhindern, dass Trails aus der Vergangenheit in der Teilnehmerliste auftauchen.
      Zukunft
      Was stelle ich mir für die Zukunft meines Wander-Projekts vor?

      Das werde ich in loser Folge einfach mal aufführen, ohne das die Reihenfolge eine Wertung darstellen soll.
      Ich werde ab Mitte Mai den GCC-Trail wandern und hoffentlich als ThruHike beenden. In einem Forum werde ich mein Wander-Projekt ebenfalls vorstellen. Das Forum und den Zeitpunkt habe ich mit diesem Beitrag festgelegt. Für meinen Blog, damit auch für die Projekte, will ich noch mehrere Fremdsprachen (Englisch, evtl. noch Spanisch und Französisch) anbieten. Anregungen und Kritik nehme ich gerne entgegen und werde ich auch beantworten, wenn ich nicht gerade selbst unterwegs bin. In den nächsten Monaten werde ich die Resonanz für mein Wander-Projekt prüfen. Sollte die Resonanz vielversprechend sein, prüfe ich die Erstellung einer eigenen Webseite für das Wanderprojekt (analog NPL in Norwegen und GB in Schweden). Vielleicht findet sich dann noch der eine oder andere Mitstreiter für die Datenpflege. Realisierung
      Den 1.Teil meines Wander-Projekts habe ich im Mai/Juni 2019 realisert. Vom 22.5. bis 28.06.2019 bin ich den GCC-Trail in 38 Tagen (2 Ruhetage) in einem ThruHike gelaufen. Die geplante Länge war 1183 km. Welche Strecke ich tatsächlich gelaufen bin, muss ich noch abschließend feststellen. In meinem Bericht zu dieser Wandertour, an dem ich gerade arbeite, werde ich die genaue Länge der zurückgelegten Strecke nachreichen.
       

    • Von TopperHarley
      Hallo,
      ich bin auf der Suche nach einem Sommer-Quilt. Möchte ihn in Nächten ab ca. 10 Grad verwenden. Ob Apex oder Daune ist mir relativ egal. Bin 1,78 cm und weder ein besonders warmer, noch kalter Schläfer.
       
      Freue mich über jedes Angebot unter 200 €.
       
      Viele Grüße,
       
      Benny
  • Benutzer online   33 Benutzer, 0 anonyme Benutzer, 115 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.