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Ultraleicht Trekking

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Ein leichtes Hallo!

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür - Zeit sich warme Gedanken zu machen und Bastelprojekte zu planen.
Was mir im Moment vorschwebt ist ein Quilt für zwei Personen, womit ich aber noch absolut Null Erfahrungswerte habe, besonders was die Maße angeht.

Bisherige Gedanken:

  • Als Füllung würde ich gerne Apex verwenden, da es einfach zu verarbeiten, extrem angenehm in der Handhabung und ethisch vertretbarer als Daune ist
  • das Teil soll für Touren im Sommer in den Alpen genutzt werden können, ansonsten auch mal Frühjahr/ Herbst in gemäßigteren Gegenden, Komforttemperatur sollte ca 0°C sein
  • Innen- und Außenstoff wird wohl wieder Membrane 0.66 von RBTR, da es sich bei meinem AT Quilt bereits wunderbar bewährt hat.

 

Fragen:

  • Welche Apex Dicke würdet ihr anraten? Ich tendiere zu 167g/m², wobei ich mit meinem 133er schon bis ca 4°C klarkomme
    • dazu: wie viel "Wärme-Bonus" kann man erwarten, wenn der Quilt zu zweit genutzt wird? Reicht evtl 133er Apex für ein Pärchen doch bis 0°C?
  • Welche Breite ist sinnvoll? EE und ZPacks haben beide 220cm Breite, was mir aber ehrlich gesagt sehr viel erscheint -> beide Nutzer sind recht schmal gebaut und schlafen bequem zusammen unter einer 130cm breiten Bettdecke -> reichen 180cm Breite nicht aus?
  • haltet ihr es für Sinnvoll den Quilt teilbar zu machen (für einfacheren Transport/ aufteilen des Gewichts und vA Volumens)
    • falls ja, wie stelle ich das am besten an ohne, dass es an der Schnittstelle rein zieht? Teilbare RVs finde ich nur bis 150cm..

 

Ich würde mich freuen, wenn Leute mit entsprechender Erfahrung ein paar der Fragen beantworten können :D ( @ys76 ?) Pärchen Trekking ist für mich bisher Neuland und ich kann hierbei viele Faktoren nicht so recht einschätzen.

 

schöne Grüße
Micha

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Du kannst mal @Basti alias Beuteltiere fragen. Der hatte vor Jahren einen Duo quilt genäht. Entweder findet sich hier im Forum noch ein Thread, oder auf seinem Blog. Ich kann aber nicht mir Bestimmtheit sagen ob der mit Kunstfaserisolation war. Naheliegend wäre das aber, denn er ist Vegetarier, wenn nichts sogar Veganer. 

Edit: den Blog hat er wegen der DSGVO geschlossen :( aber via PN sollte er noch zu erreichen sein. Ansonsten via Twitter 

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@Andreas K. Schade ich kann nichts finden, auch nicht hier im Forum.

@crelm Danke, immerhin nutzt RJ wohl auch nur 185cm Breite bei seinem 2P Quilt. Generell muss ich aber sagen, dass ich bei seinen Projekten extrem vorsichtig bin mit den Angaben die er macht. Vielleicht kann ich mal ein Test Quilt nähen (Mysa Gras!) um die Breite herauszufinden.

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Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, wenn eine der Personen eher warm schläft, kann man 3-5 Grad rausholen. Dazu vielleicht ein Beispiel: Mir ist abends meist sehr warm, aber ich kühle im Verlauf der Nacht ab, sodass mir dann morgens kalt ist. Bei meiner Freundin ist es genau umgekehrt, sodass wir uns da gut ergänzen können ;)

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

Ich hoffe das hilft ein bisschen :)

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vor 3 Minuten schrieb nivi:

Ich persönlich würde trotzdem auch für 0 Grad mindestens 167er Apex (wenn nicht sogar mehr...) nehmen, aber das solltest du selbst einschätzen, da ist sicher jeder anders!

133er reicht normal bis ca. 10..13° (Komforttemp).  Für um 0°-2° braucht man schon eher 233 - oder 266er, wenn man eher mehr friert.

Hatte man diverse Zwischenwerte für verschiedene Apex-Kombinationen mit Komforttemperaturen berechnet:

 

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vor 1 Stunde schrieb nivi:

Ich habe mal eine Decke mit 100er Apex genäht, die Maße sind 180cm x 220cm. Meiner Meinung nach reichen 180cm in der Breite. Da die Decke uns nur bis minimal 12 Grad warm halten soll, habe ich auf eine Fußbox und Kordelzüge verzichtet.

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ?

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@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

 

@AlphaRay Danke für die Tabelle, aber du schreibst ja schon selbst Komforttemperatur rein - ich gehe eigentlich immer von der LimitT aus und bin damit bisher sehr gut gefahren. Wie gesagt komme ich (allein) mit meinem 133er Quilt bis 4-5°C gut hin (mit Windhose und Fleecepulli). Mein Hauptanliegen ist hier eher der Faktor der zweiten Person im Quilt, da man sich durchaus gegenseitig wärmt. Rein rechnerisch hat man ja auch weniger Quiltoberfläche (über die Wärme verloren geht) bei doppelter Wattzahl die an Wärme produziert wird.
AsTucas listet auch 167er is 0°C - und das für eine Einzelperson. (Ich weiß die Werte dort sind großzügig, aber es gibt wenige Vergleichsoptionen.)

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vor 4 Stunden schrieb ekorn:

OT: Hat sich das bewährt ich hatte das auch ein paar mal überlegt. Viel mehr als ein großes Stück Apex in einen alten Bettbezug einzunähen und dann diesen wiederum in einen normalen zum Schlafen zu stecken wäre es ja nicht oder ? 

OT: Ist vielleicht falsch rübergekommen, aber wir benutzen die Decke nur auf Touren. Dort hat es sich für die warme Jahreszeit bewährt! Es spricht wahrscheinlich nichts dagegen, so etwas auch Zuhause zu benutzen.

vor 3 Stunden schrieb micha90:

@nivi Danke für die Einschätzung, das klingt gut! Wie kommt ihr denn mit den 180cm Breite zurecht? Ist das eher knapp, weit oder gerade recht?

Das ist schon luxuriös (Zuhause haben wir 140cm) :)  Aber ich würde es beim nächsten Mal auch nicht schmaler machen, da ich gerne mal eine Seite unter mich stopfe. Also: gerade recht!

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@micha90
Wir haben unseren Duo-Quilt schon ein wenig sehr knapp gemacht - Manchmal raecht es sich einfach, wenn man nicht genuegend Material bestellt  und kurz auf knapp vor dem Urlaub noch fertig werden muss/will.
Somit geht unser Quilt von 1.50m auf 1m Breite bei 2.2m Laenge. (2-Lagen-Laminat aussen, PTX Quantum innen)
Auch wenn das unglaeubige Blicke nach sich zieht: ja es funktioniert zu zweit, allerdings muss man schon recht gut eingespielt sein - Selbst im Schlaf! :grin:  Unsere naechste Version wird aber circa 30-40 cm breiter werden.

Ein groesseres Problem als die Zugluft von den Seiten war der Waermeverlust nach oben hin. Obwohl wir hier ein 10cm breites Stueck als "Draftstopper" an den oberen Abschluss genaeht hatten, zog hier immer wieder die kalte Luft rein. Ob es jetzt bei der naechsten Iteration ein breiterer "Waermekragen", ein Mittelsteg, oder  was anderes wird, wissen wir noch nicht.

Als Iso-Schicht haben wir 233 Apex verwendet - Aber hier gehen unser Temperaturempfinden  doch eigene Wege - Schwitzen und Schnattern gleichzeitig , sprich: Einem von uns  war es bei 3°C deutlich zu kalt, waehrend dem anderen noch deutliche Reserven nach unten blieben. Aber das kann man ja durch unterschiedlich dicke Kleidung einigermassen ausgleichen.

 

Als Isomatte kam bei uns zuerst ne "Exped Hyperlite Duo" (814g) zum Einsatz, aber so wirklich ueberzeugt hat uns der Schlaf auf dieser noch nicht. Seitdem suchen wir auch hier noch den heiligen Gral - unsere aktuellen Favoriten: Solomatten - solange es leicht bleiben soll, entweder Z-Lites, RidgeRests, oder ne Kanchen Junga. Gegen das Auseinanderrutschen nutzen wir zwei Gummibaender, als Acht um die beiden Matten gelegt.

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@micha90 Unser Quilt ist einteilig, an eine Teilung hatten wir gar nicht gedacht, war ja kurz vorm Urlaub und musste noch schnell noch fertig werden :-)

Was das Packvolumen angeht, so ist der Quilt definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke  :mad: Da kommt halt einiges an Material zusammen - Wenn wir dran denken, messen wir heute abend mal den Packsack aus...

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Interessantes Thema. An die Idee den Duo-Quilt teilbar zu machen hatte ich noch gar nicht gedacht.

Zum teilbaren Zipper: Online kannst du diverse Quellen für Zipper-Reparaturkits (o.ä.) finden mit denen man aus Meterware einen teilbaren Reißer machen kann.
Das Teil zum Zusammenführen der Reißerseiten nennt sich 'Kastenteil', oder 'Stopper, Unten'. In Kombo mit einem 'Einführstift' solltest du einen trennbaren Zipper hinbekommen. Ob das dann dauerhaft hält ist eine andere Frage...

Alternativ hat RTBR ja auch einen teilbaren Reißer der 240'' lang ist. Leider aber 5C :-?

Dritte Idee: Du teilst den Quilt horizontal statt vertikal. Einer trägt dann die Fußbox, der andere das Oberteil. 
Wenn du den Quilt trapezförmig auslegst, solltest du ja nur ein paar cm rechts und links ohne RV haben. Da du dann eh sowas wie einen Wärmekragen unter- oder drüberlegen musst, muss der Reißer ja nicht die komplette Breite abdecken.
quilt.jpg.d650a6932075bac04e68f966d4b1d81f.jpg

bearbeitet von heilaender

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@heilaender Ich hätte evtl eine Quelle für 180cm teilbaren RV, dass Quer geteilt wird ist klar, längs würde das glaube ich weniger Sinn machen (längerer RV, Abdeckleiste und damit einhergehender Wärmeverlust, zudem stört es in der Mitte wohl eher als auf Hüfthöhe).

Zipper selbst basteln ist mir nichts, ich vermute, dass das nicht so ewig hält und ne ordentliche Fummelarbeit sein wird..

vor 4 Stunden schrieb ys76:

definitiv nix fuer deine kleine Rucksaecke 

Das passt mir so gar nicht in den Kram! :D Dann wird er wohl teilbar ;)

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Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass es schonmal einen teilbaren Duo-Quilt im Dunstkreise dieses Forums (oder des Vorgaengers) gab. Leider finde ich nichts mehr davon - Vielleicht koennen hier die "Urgesteine" weiterhelfen.

 

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I have slept with my partner under a APEX 200 150cm width quilt. If there was wind coming in from the sides (tarp, tent, hut) it was not easy to tug the quilt without disturbing the other...

I would use APEX 200 and try to make at least 200cm wide. And with rectangular shape!

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I slept with my partner under a 150 cm wide APEX 200 duvet. When the wind came from the sides (tarpaulin, tent, hut), it was not easy to pull the blanket without disturbing the other one.

I would use APEX 200 and try to make at least 200 cm wide. And with a rectangular shape!

bearbeitet von Francisco

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      Material:
      - Hauptmaterial auf beiden Seiten ist das 10den Ripstopnylon von extex https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-daunendicht-ultraleicht-10den-27g-qm.html
      - Die Kammern werden getrennt durch 25g Moskitonetz https://www.extremtextil.de/moskitonetz-polyamid-155-maschen-qcm-25g-qm-ultraleicht.html
      - Es wurden 450g Daune 860cuin verwendet https://www.extremtextil.de/daune-860cuin-250g.html
      Der Quilt ist oben 138cm breit und läuft gleichmäsig auf unten 108cm zu. Die Länge beträgt 210cm. Die Kammern sind jeweils 13cm breit und haben eine Höhe von 8cm.
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      Genäht wurde mit 70er Microtex und Rasant 75 https://www.extremtextil.de/rasant-75-naehgarn-polyester-baumwolle-corespun-1000m.html. Die Moskitonetzstreifen wurden mit Krepband auf die eine Stoffhälte aufgeklebt und dann vernäht. Anschließend auf ein streifen nach dem anderen auf die andere Hälfte aufgeklebt und vernäht. Anschließend die Längsseiten einmal eingeschlagen und vernäht. Eine Längsseite dann mit einer Naht verschließen und die Kanäle auf die obere Hälfte nähen. Dies kann auch schon vorher gemacht werden. Anschließend die ober und unterseite noch vernähen, dann kann der Quilt schon befüllt werden. Ich habe die Kammern eine nach der anden befüllt und die Daune weit nach hinten geschoben. Dadurch musste ich die Kammern nicht gleich vernähen oder zukleben. Vernäht wurde erst nach der Befüllung.
      In Madeira ist er auch schon zum Einsatz gekommen und wurde als gut und warm (bei Temperaturen von unter Null Grad auf dem Pico Ruvio) empfunden.


    • Von Andreas K.
      Wie in der Präsentation des Daunenquilts "Siebenschläfer" angekündigt, kann ich nun auch die Bauanleitung für den Quilt liefern:
      Material:
      ca. 5,7lfm Stoff nach Wahl, daunendicht ca. 2,7m elastische Kordel, Ø 2mm ca. 0,7m Grosgrain (Ripsband), Breite 15mm ca. 3,0m Gummiband, Breite 15mm 7x Flachschnalle, 15mm 2x Tanka 1x Einwege-Reißverschluss, teilbar, Schienenbreite 3mm, Länge 75cm 250g Daune, 850cuin
        Außerdem:
      ca. 40,0 m doppelseitiges Klebeband, Breite 15mm  
      Arbeitsschritte:
      Zuschnitt:
      Teile auf kalandrierter Seite des Stoffes anzeichnen (Konturen, Positionen Befestigungsbänder, Markierungslinien Kammertrennwände); Abb. 1 und 2 Teile zuschneiden  
      Ober-/ Unterseite:
      Ecken nach innen umschlagen und fixieren; Abb. 3 Nahtzugabe nach innen umschlagen und heften; Abb. 4  
      Unterseite:
      Klebestreifen entlang der Markierungslinien für die Kammertrennwände anbringen; Klebeband verläuft oberhalb der Linie, vom Fußende aus gesehen; Abb. 5 Kammertrennwände aufkleben; Nahtzugabe schließt mit oberer Kante des Klebestreifens ab, Trennwand selbst weist zum Fußende hin; Abb. 6 ggf. die über den seitlichen Rand des Unterteils hinausragenden Teile der Kammertrennwände parallel zu deren ursprünglichen Schnittkanten beschneiden; Abb. 7 Kammertrennwände und Unterseite vom Fußteil aus beginnend mittels Steppnähten verbinden; untere Ränder der Klebestreifen entsprechen den Nahtlinien; !ACHTUNG! unbedingt knapp neben den Klebestreifen nähen; Klebestreifen abziehen  
      Oberseite:
      Klebestreifen anbringen (siehe Unterseite) Je Kammer Trennwand aufkleben, Überstand beschneiden, Trennwand mit Oberseite vernähen, Klebestreifen abziehen (siehe Unterseite); !ACHTUNG! Diese Arbeitsschritte Kammer für Kammer einzeln ausführen  
      Tunnelzüge:
      Tunnel zuschneiden: 2 Stück á 75,5x6cm (Kopfende), 2 Stück á 60,5x6cm (Fußende) Enden umschlagen und heften; Stoffstücke 2x der Länge nach zu Tunneln mit 20mm Breite falten und fixieren; Abb. 8 Auf Quiltunterseite die zwei kurzen Tunnel entlang der Kante am Fußende, die zwei langen Tunnel entlang der Kante am Kopfende fixieren; Die Tunnel treffen sich jeweils mittig an Fuß- bzw. Kopfende Je Tunnelbahn 2 Ripsbänder á 10cm zuschneiden Für die Fixpunkte der Zugschnur kopfseitig den männlichen bzw. weiblichen Teil einer Schnalle auf Band fädeln; Bänder in Form eines flachen „G“ falten, in Querrichtung mittig mit Steppstich vernähen; Abb. 9 Für die Fixpunkte der Zugschnur fußseitig die Bänder in Form eines flachen „G“ falten, in Querrichtung mittig mit Steppstich vernähen Gummikordel in Tunnel einziehen; am Treffpunkt zweier Tunnel (Kopf- bzw. Fußseite) Tanka und Kordelgriff auffädeln; alternativ kann Tanka auch nachträglich aufgefädelt und durch einen einfachen Schlaufenknoten darüber vor Durchrutschen gesichert werden; Abb. 10 Kordeln an den Enden mit Bandschlaufen verknoten Bandschlaufen in die Tunnel einschieben und fixieren; fußseitig schließen die Bandschlaufen bündig mit den seitlichen Tunnelenden ab; kopfseitig stehen die Bandschlaufen mit den Schnallenteilen ca. 5mm über  
      Ränder schließen/ Quilt befüllen:
      Trennwände längsmittig, mit Falz in Richtung Kopfende hin, falten und fixieren; Nähte Ober- und Unteseite liegen hierbei aufeinander Ripsbänder auf 6cm zuschneiden; weibliche Teile der Schnallen auffädeln dann mittig falten Bänder an den am Quilt markierten Positionen mit Schnallen nach Außen zwischen die Ober- und Unterseite einschieben und fixieren; Die Falze stehen hierbei ca. 5mm über die Quiltränder hinaus, die Oberseite der Schnallen zeigt zur Quiltoberseite hin Die Quilthälften zu einer Seite hin am Kopf- und am Fußende abstecken, anschließend knapp der Kante entlang absteppen Kammern von der offenen Seite aus einzeln nach Angabe befüllen und abstecken; Abb. 11 Offene Seite mittels Steppnaht, knapp zur Kante verlaufend, schließen Reißverschluss, ausgehend vom Fußende, mit Schiene in Richtung Oberseite zeigend auf Unterseite festnähen;  
      Daunenverteilung:
      Quilt zusammen mit 3 Tennisbällen in den Trockner geben; Maschine auf niedriger Temperatur oder kalt laufen lassen bis die Daunen gleichmäßig verteilt sind Alternativ: Quilt flach ausbreiten, Daunen durch sanftes Klopfen mit der Hand verteilen  
      Mattenbefestigung:
      Gummibänder zuschneiden; Länge entspricht etwa 2/3 des Mattenumfangs Je Band zwei männliche Teile der Schnallen mit Dreisteg auffädeln; die Stecker zeigen jeweils nach Außen, also voneinander weg; Die Oberseite der Stecker liegt auf dem Band auf Bänder an den Enden gegeneinander einfalten (wie bei doppelter Kappnaht) und vernähen  











       
    • Von Andreas K.
      Zwei Jahre lang lagen die Materialien für einen Quilt zuhause in der Materialkiste, zwei Jahre stand der fertige Schnitt... Doch nach den Erfahrungen lange zurückliegender Projekte, Daunenhose und Daunensocken, war ich noch immer in meiner Begeisterung für die Verarbeitung der hierfür typischen Materialien gebremst. Zu groß war der Respekt vor der doch sehr aufwändigen Arbeit.
      Nachdem @Puffin aber seinen äußerst gelungenen selbstgenähten Quilt auf dem zurückliegenden MYOG Treffen zeigte, hat mich doch der Ehrgeiz gepackt, und ich habe mein lange ruhendes Projekt in Angriff genommen und erfolgreich zum Abschluss gebracht.
      Herausgekommen ist der „Siebenschläfer“, ein Dreijahreszeiten-Quilt den ich im Folgenden vorstellen möchte.
       
      Die Details:
      Flach ausgebreitet hat der Quilt die Maße 210x138/112cm. Er ist somit nutzbar bis zu einer Körpergröße von ca. 195cm. Mittels eines 75cm langen, teilbaren Reißverschlusses und eines Kordelzuges lässt sich das untere Drittel der Decke zu einer Fußbox schließen. Ausgeformt hat die Fußbox eine Länge von etwa 60cm. Der Kragen wird rückseitig durch eine Flachschnalle geschlossen und kann mit einem elastischen Kordelzug gerafft werden, so dass dieser eng am Hals anliegt. Zur Befestigung des Quilts an der Matte sind drei umlaufende elastische Bänder vorgesehen, auf denen die männlichen Teile der Flachschnallen - die mit dem Dreisteg - aufgefädelt sind. Dadurch lassen sich die Schnallen beliebig auf den Bändern justieren, haben aber einen festen Sitz, so dass diese nicht versehentlich verrutschen können. Außerdem legen sich die Schnallen flach an die Matte an, wodurch der Spalt zwischen Quilt und Matte, durch den Luft ziehen könnte, minimiert wird. Als Füllung habe ich 250g Gänsedaunen mit 850cuin gewählt. Diese sind in insgesamt 15 quer verlaufende Kammern in H-Konstruktion mit einer Breite von 15cm und einer Steghöhe von 3,6cm verteilt. Für die Kammern wurde 10% Überfüllung eingeplant, wodurch diese sich leicht aufplustern, so dass sich ein Loft von 5cm (einfach) ergibt. Als Material für Außenhülle und Kammerstege wurde Membrane10 von RSBTR mit 22g/m² gewählt. Ausgelegt ist der Quilt für einen Temperaturbereich von drei Jahreszeiten. Nach meinem Verständnis entspricht das dem Zeitraum von etwa April bis Oktober, also insgesamt sieben Monate. Daher auch die Namensgebung „Siebenschläfer“. Das Gewicht des Quilts beträgt 465g. Das der drei zugehörigen Befestigungsbänder gesamt 21g.  
      Der Quilt in Bildern:

























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