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Ultraleicht Trekking

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Hallo liebe UL-Community,

dank eures geballten Wissens habe ich mich nach einigen Inlets, Packsäcken und schließlich Rucksäcken an ein finanziell aufwendigeres Produkt herangetraut: einen ultraleichten 3-Jahreszeiten Daunenquilt.

  • Die grundsätzlichen Anforderungen an den Quilt waren, meinen im leider davongeflogenen Cumulus LiteLine 400 (780 gr. 2°C bis -4°C) zu ersetzen, dabei aber leichter und ein bisschen wärmer zu sein
  • Aufgrund der einfacheren Befüllung und der Möglichkeit, Daunen nachträglich ein wenig verschieben zu können, habe ich mich für ein Karo-Baffle-Design entschieden. Als Anleitung wurde die von  @Southern Flyer aus diesem Forum (Vielen Dank dafür !!!!!), sowie Youtube Tutorials von Dubber und Joe Brewer zu Rate gezogen
  • Um ein ungewolltes Verrutschen der Daunen zu verhindern, habe ich wie @Southern Flyer 5 x 7 Karos genäht und für den Abstand zwischen diesen im Gegensatz zu @Southern Flyer (12cm) lediglich 8cm gewählt, sodass die Daunen tatsächlich nur schwer zu verschieben sind, genau wie ich es mir gewünscht hatte. Das Befüllen wurde dadurch jedoch auch deutlich schwieriger. Es war nicht möglich, die Daunen von Hand in alle Bereich zu stopfen. Stattdessen habe ich einen großen Müllsack mit den Daunen befüllt und diesen mittels eines Föns aufgeblasen, sodass die Daunen mit dem Luftstrom über ein an dem Müllsack festgeklebtes Papprohr direkt in den Quilt geleitet wurden. Durch den Luftstrom hat sich der Quilt extrem aufgeblasen, sodass die Kammeröffnungen maximiert wurden und die Daunen nach einiger Zeit überall hingeströmt sind. Die Inspiration dafür stammt ebenfalls aus diesem Forum, leider weiß ich gerade nicht mehr von wem, danke ihm/ihr aber für diese großartige Idee!
  • Die Maße habe ich auf meine Größe (175 cm, 65 kg) angepasst und bin bei folgendem Design gelandet

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  • Als Materialien habe ich mich für das daunendichte 27g/qm Ripstop Nylon in dunkelgraublau (außen) und schwarz (innen) von ExTex als Hülle des Quilts, sowie das 25g/qm Polyamid Moskitonetz mit 155 Maschen/qcm von Extex entschieden
  • Da ich, wenn ich schon den MYOG Aufwand betreibe, auch das bestmögliche Ergebnis erhalten will, habe ich die 860 cuin Daune von ExTex gekauft (2 x 250gr. Packung)
  • Als Bafflehöhe habe ich 6,5cm (Naht zu Naht) gewählt, um einen Temperatur Bereich von Komfort -1°C bis Limit -7°C anzupeilen. Inkl. Nahtzugabe schnitt ich 9cm hohe Baffles aus, da ich bei jedem Baffle alle 4 Seiten einmal umschlug und vernähte, um sicherzustellen, dass diese niemals ausfransen werden. Um den Nahtabstand von 6,5 cm perfekt einhalten zu können, bog ich mir eine Büroklammer zurecht, die ich am Nähfuß befestigen konnte und die mir so immer den perfekten Abstand anzeigte

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  • Um ca. 20% Overfill zu erhalten verwendete ich genau 400gr. Daunen (860 cuin)
  • Als Garn habe ich den schwarzen Alterfil 100 und den blauen Gütermann Allesnähgarn Farbe 68 verwendet. Wenn ich den dunkelgraublauen und schwarzen Stoff miteinander vernäht habe, habe ich entsprechend auch den schwarzen und blauen Garn als Unter bzw. Oberfaden verwendet, sodass jede Seite des Stoffes ihre passende Garnfarbe erhalten hat. Damit das Ergebnis dabei ansehnlich wurde, musste die Fadenspannung sehr genau eingestellt werden, was aber sowieso meine Absicht war. Dazu habe ich spaßeshalber einige Teststücke mit verschiedenen Fadenspannungen unter dem Mikroskop betrachtet und konnte so genau erkennen, bei welcher Spannung sich die Verschlingung der beiden Garne am mittigsten positioniert. Dies ist aber keineswegs notwendig und führt wahrscheinich auch nur zu marginalen Verbesserungen
  • Die Fußbox gestaltete ich mit 3 von 7 Baffles relativ lang, da mir ein möglichst gutes Wärme-Gewichtsverhältnis wichtiger als die Bewegungsfreiheit/Flesxibilität war
  • Zur Befestigung des Quilts auf meiner TAR XLite mittels @Stromfahrers Knopflochgummi-Methode nähte ich auf jeder Seite des Rückenbereichs 3 kleine Gummibänder von ExTex mit entsprechenden T-Stoppern an. Die Enden der Bänder nähte ich dabei nicht direkt aufeinander, sondern V-förmig nebeneinander um die Zubelastung auf die doppelte Nahtlänge in dem dünnen Stoff zu verteilen
  • Am Fußende nähte ich ein unelastisches Band als Schlaufe zum Aufhängen ein. Dies platzierte ich dort, wo die Fußbox zusammengenäht wurde, da dort 12(!) Stofflagen (4 jeweils doppelt umgeschlagene Stoffkanten) übereinander sind. Diese "Fußboxverbindungslinie" ist somit sehr stabil und überträgt die Zugkraft gleichmäßig in die restliche Hülle.
  • Dort, wo die Fußbox endet, ist ein elastisches Dreieck (aus 50mm breitem elastischen Band von ExTex ausgeschnitten) eingenäht, um diese Stelle zu entlasten
  • Am Kopfende nähte ich einen Kanal für eine elastische Gummischnur mit 3mm Durchmesser von ExTex ein, den ich am Ende offen lies (die Schnur wurde dort mittels Knoten gesichert), um die Schnur bei Bedarf austauschen zu können. Für die Position des Tankas berücksichtigte ich @Southern Flyers Tipp, diesen nicht mittig sondern etwa bei 1/4 der Breite anzubringen, damit er nicht im Gesicht herumhängt
  • Für den Verschluss am Kopfende wählte ich einen Druckknopf, damit der Quilt am Verschluss überlappt und keine Lücke bleibt. Die Knopfkomponenten wurden dort eingepresst, wo der Stoff durch die Umsäumung und den Kordelkanal 8-lagig ist, um ein ausreißen zu verhindern. Aus dem selben Grund wurde der Knopf mit leichter Haftkraft (von ExTex) gewählt.
  • Das Gesamtgewicht beträgt 606 Gramm. Dabei entfallen 206 Gramm auf die Hülle inkl. Befestigung, Gummikordel am Hals und Aufhängeband am Fußende

 

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  • Der Loft der 400gr. 860 cuin Daune ist wirklich beeindruckend! Auch der Aufbewahrungssack des Cumulus LiteLine 400 wird merkbar stärker ausgefüllt als durch den Cumulus, der ebenfalls 400 gr. Daune (850 cuin) hatte
  • Genäht habe ich den Quilt mit meiner Pfaff IDT 1209 mit Obertransport, ohne den mir die Verarbeitung des dünnen Stoffes so nicht möglich gewesen wäre
  • Ich habe bereits zwei Probenächte in dem Quilt bei einer Außentemperatur von 0 bis 2°C im Garten bei Sternenklarer Nacht ohne Shelter verbracht. In der ersten Nacht habe ich einiges an Zugluft reinbekommen, da ich die Befestigung an der Isomatte noch nicht hatte und bin deswegen vorzeitig reingegangen. In der zweiten Nacht mit Isomatten Befestigung lies es sich bis etwa 3 Uhr in Unterwäsche in einem Nylon Inlet gut schlafen. Dann bin ich jedoch aufgewacht, da alles ziemlich klatsch nass und teilweise eine Eisschicht auf dem Quilt war :D In dieser Nacht war mir bis zum Feststellen der Feuchtigkeit nicht kalt, jedoch fand ich, dass der Halsbereich nicht perfekt abschließt: Dort habe ich schon mal ein wenig kalte Luft gespürt und überlege deswegen, noch einen "oversized" Wärmekragen anzunähen. Geplant ist ein Schlauch von 10-12 cm Durchmesser am oberen Ende anzuähen, der mit etwa 30 bis 40 gr. von der restlichen Daune befüllt werden soll und so etwa 50 gr. mehr Gewicht bedeuten würde. Was meint ihr zu dieser Idee?

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bearbeitet von Jonathan

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vor einer Stunde schrieb Jonathan:

Die Maße habe ich auf meine Größe (175 cm, 65 kg) angepasst und bin bei folgendem Design gelandet

Genau meine Größe und Gewicht!

Und tolles Projekt, Respekt.

 

Gruß,

Jonathan 

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Hi Jonathan, 

dann kannst du dich ja bei Eigenbedarf einfach an meinen Abmessungen orientieren ;) Mir passen die Maße sehr gut, auch wenn der Quilt vielleicht 5cm länger sein könnte. Wenn ich jedoch noch einen Wärmekragen annähe, dann erübrigen sich diese auch wieder... 

LG Jonathan

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Hola, das sieht ja echt super professionell aus! Respekt!

Zu deiner Frage ob du die 50g investieren sollst: Es ist dein Quilt, du willst nicht frieren, also wenn du einen Wärmekragen vermisst solltest du ihn hinnähen ;)

Aber welche drei Jahreszeiten willst du eigentlich abdecken? ;) Der ist ja dermaßen warm, dass du auch in warmen Herbstnächten schwitzen wirst...

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Vielen Dank :)

Ich hatte gehofft, dass vielleicht jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war oder allgemein Erfahrungen mit einem Wärmekragen hat. Ich kann leider nur hoffen, dass das was bringt. Zumal ich mir nicht sicher bin, ob sich das Kopfende dann noch so schön zuziehen lässt. 

Bezüglich der 3-Jahreszeiten: Ich bin gerne in den Bergen unterwegs und hab letztes Jahr im September in den Alpen durchaus Nächte mit 1-2 Grad Celsius erlebt. Und das war gerade mal auf 1500m Höhe... Ansonsten dachte ich mir lieber ein bisschen zu viel als zu wenig Isolation :D

 

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vor 6 Stunden schrieb iggyriggy:

Mein Katabatic quilt hat so ein Kragen, ich finde das kuschelig und bringt auch etwas an comfort mit sich.

Welchen Katabatic hast Du? Dann schau ich mir das mal auf der Website im Detail an :)

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vor 5 Stunden schrieb Fabian.:

Sehr geil! Sieht nach sauberer Arbeit aus. Ein wenig neidisch bin ich ja schon auf das Durchhaltevermögen beim Nähen (lernen).

Danke! Wenn man mit leichten Sachen anfängt ist das mit dem Durchhaltevermögen beim lernen meines Erachtens nicht so schwer, da man schnell Erfolge erzielt! 

Ich habe glaube ich mit einem Inlet angefangen und dieses dann auch eine  Weile verwendet. Sogar bei einem Inlet kann man denke ich oft Geld durch MYOG sparen, wenn man es jetzt nicht mit den günstigsten China Importen vergleicht. Immerhin ist das selbst gemachte Produkt ja auch Made in Germany und ohne schlechte Arbeitsbedingungen entstanden ;)

bearbeitet von Jonathan

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vor 12 Stunden schrieb Jonathan:

Ich hatte gehofft, dass vielleicht jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war oder allgemein Erfahrungen mit einem Wärmekragen hat. Ich kann leider nur hoffen, dass das was bringt. Zumal ich mir nicht sicher bin, ob sich das Kopfende dann noch so schön zuziehen lässt. 

Mein Cumulus-Quilt hat einen Wärmekragen, den ich super finde, allerdings habe ich auch noch keinen Quilt ohne probiert. Zugluft kann ich damit wesentlich besser draußen halten, als mit dem ungepolsterten Zugband in der Kapuze meines alten Schlafsacks (kann man natürlich nicht ganz vergleichen). Vielleicht schließt der Kragen nicht ganz so eng, aber dafür dicht und bequem. Gönn' dir ;-)

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vor 10 Stunden schrieb gregoreasy:

OT: Was genau ist mit deinem Schlafsack passiert? :D

Der ist unglücklicherweise bei einem Hubschraubereinsatz im Gebirge durch den Wind des Rotors unwiederbringlich davon geweht worden... Wer ihn findet kann ihn gerne behalten, aber über ein Foto würde ich mich freuen  ;)

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Wow, Kompliment zu Deinem Werk. Auch bedanke ich mich für die detaillierte Beschreibung. Es könnte sein, dass ich mir im Winter Deinen Post vornehme und mich ebenfalls an einen MYOG-Quiklt wage. Zumindest hat mich Dein Werk stark motiviert :-). Ich wünsche Dir noch viel Spaß damit 

 

Gruß

Thomas

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vor 18 Stunden schrieb Martin von Dannen:

Der sieht toll aus. Solche guten Ergebnisse motivieren mich echt. Ich will mich dieses Jahr auch an einen Quilt wagen.

Danke für's Teilen
Martin

 

 

vor 17 Stunden schrieb rentoo:

Wow, Kompliment zu Deinem Werk. Auch bedanke ich mich für die detaillierte Beschreibung. Es könnte sein, dass ich mir im Winter Deinen Post vornehme und mich ebenfalls an einen MYOG-Quiklt wage. Zumindest hat mich Dein Werk stark motiviert :-). Ich wünsche Dir noch viel Spaß damit 

 

Gruß

Thomas

Danke, Danke :)Dann warte ich gespannt auf eure Ergebnisse! Wenn ihr noch Fragen habt, versuche ich sie gern zu beantworten! Ansonsten steht ja alles super zusammengefasst in der Anleitung von @Southern Flyer

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So, den Wärmekragen habe ich nun auch angenäht. Damit er schön kuschelig am Hals ist und gut abgedichtet, habe ich ihn mit 12cm Durchmesser bewusst etwas überdimensioniert. Das nähen des Nylon Schlauches war keine große Sache und auch das Annähen an die Innenhülle des Quilts gestaltete sich mit ein paar Stecknadeln und etwas Sorgfalt einfacher als gedacht (zunächst hatte ich Angst, es würde kompliziert sein, nicht durch beide Seiten des Quilts zu nähen...). Der Schlauch wiegt ca. 20g und ich habe ca. 50g Daunen hineingefüllt. Insgesamt ist der Quilt mit 677g Nun 71g schwerer als zuvor.

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Das Ergebnis gefällt mir sehr gut (bis auf das höhere Gewicht :D) und macht einen sehr gemütlichen Eindruck. Der Liegetest bei der aktuellen Temperatur ist natürlich nicht sehr aussagekräftig, aber es war so warm, dass es innerhalb von Sekunden unangenehm wurde. Da wirds dann eher spannend, wie sich das ganze in knapp 2 Monaten in Norwegen schlägt ;)

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LG Jonathan 

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Einen Wärmekragen habe ich bislang an meinem Quilt nicht vermisst. Die kälteste Nacht war bei Dauerfrost mit -5°C (nur mit Merino-Baselayer und TAR Neo XLite in S im Zelt) und ich habe nicht gefroren. Die Temperaturkalkulation (-6°C Komfort) passt meiner Meinung nach ziemlich gut wenn man keine Frostbeule ist.

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vor 53 Minuten schrieb Southern Flyer:

Einen Wärmekragen habe ich bislang an meinem Quilt nicht vermisst. Die kälteste Nacht war bei Dauerfrost mit -5°C (nur mit Merino-Baselayer und TAR Neo XLite in S im Zelt) und ich habe nicht gefroren. Die Temperaturkalkulation (-6°C Komfort) passt meiner Meinung nach ziemlich gut wenn man keine Frostbeule ist.

Danke für deine Erfahrung! Ich hatte in einer Probenacht bei 0°C zeitweise einen störenden Luftzug am Hals gespürt (wie am Ende des Anfangsposts beschrieben). Wirklich gefroren habe ich nicht, aber es hat schon etwas genervt und das bei nur 0°C. Allerdings unter freiem Sternenhimmel ohne Zelt (es bildete sich sogar Eis auf dem Quilt). 

Ich glaube ich bin auch ein wenig verfrorener als der Durchschnitt, da ich auch recht dünn bin. Als Frostbeule würde ich mich jedoch nicht bezeichnen :D

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Die 860 cuin Daunen sind das teuerste: 70€ für 250g  (Extremtextil). Ich habe also 140€ für 500g bezahlt, von denen ich jetzt noch 50g übrig habe. Mit Stoff (15€/m) etc. kommt man auf knapp über 200€, je nachdem wie viel Kleinkram man schon hat oder noch kauft (Nadeln, Garn, Ösen, etc.) 

Für einen vergleichbaren Quilt (Enlightened Equipment,..) hätte ich jedoch mit import aus den USA wahrscheinlich über 400€ gezahlt. Cumulus wäre irgendwo bei 250€, also kaum teurer, aber ich hoffe und denke, dass die Verarbeitungsqualität und Langlebigkeit bei meinem besser als bei einem Cumulus ist :)

Wenn du mit einem Quilt ins Nähen einsteigen willst, würde ich persönlich eher einen Apex Quilt empfehlen. Apex ist viel günstiger, und auch beim Stoff musst du nicht dauenendichten verwenden. Dazu kommt noch, dass ein Apex Quilt viel einfacher zu nähen ist, da Du nicht 62 einzelne Netze an jeweils zwei Kanten annähen musst, sondern nur ein paar Stütznähte, die wahrscheinlich auch noch einfacher zu nähen sind, sodass es insgesamt schneller geht und Du leichter ein schönes Ergebnis erhältst :)

Wenn Du sofort mit einem Daunenquilt ins Nähen einsteigen willst, wird das das mit einigen Testnähten und Einarbeitungs- sowie Planumgszeit aber vermutlich auch funktionieren! 

bearbeitet von Jonathan
Rechtschreibung

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Super, danke für die detaillierten Infos!
Wow, dachte eher, dass sowas unter 200 kostet. Aber die Daune ist ja auch wirklich teuer....
Der persönliche Erfolg ist jedoch sicher schöner als jedes Kauferlebnis! Und dieser Quilt macht einen super Eindruck!
Die Arbeitsbedingungen sind bei dir persönlich auch unerreicht fair/gut (solange du nicht zu streng zu dir selbst warst:-D).

Wahrscheinlich werde ich erst noch lange brauchen bis ich so weit bin und dann wird es wie du sagst erst mal auf einen Apex Quilt hinauslaufen..Aber die Daune kann man doch , sollte man es versemmeln, zurückgewinnnen. Wenn Die KuFa mal eingenäht ist, wird das ja sicher schwierig, oder:?:

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Ja gute Daunen sind sehr teuer. Du kannst einiges sparen, wenn du die 700 cuin Daune verwendest. Aber natürlich wirds dann nen Stück schwerer und der Unterschied zu Kunstfaser kleiner. 

Ich habe erst die Hülle genäht und dann erst die guten Daunen gekauft, als ich mit meiner Hülle sehr zufrieden war. Wäre sie nicht gut geworden hätte ich vielleicht nur die 700er genommen...

Du hast Recht, die Daunen gehen natürlich nicht verloren (wenn man ein bisschen aufpasst und einen Staubsauger mit netzt bespannt bereit hält). Aber bei einem Kunstfaserquilt ist der Aufwand auch nochmal deutlich geringer, was am Anfang vielleicht motivierender ist. Eine sehr gute Anleitung gibt es von @micha90 

 

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      Ken
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