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paddelpaul

Tarptent Stratospire 2 - Pfusch ja oder nein??

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Ich hatte mich im Vorfreude-Thread ja schon mal präventiv gefreut - jetzt ist das Stratospire 2 da, super Zustand, alles Spitze..... oder nicht?

Bei näherer Inspektion sind mir ein paar Nähte aufgefallen, die ich vielleicht so genäht hätte, aber von einer renommierten Firma so nicht erwartet hätte, resultierend in sichtbaren Stoffkanten. Ich hab probiert das mit meinen schlichten Mitteln zu fotografieren, ich hoffe das Problem (falls es eins ist) ist sichtbar.

Betroffen sind 3 Nähte, einmal der Saum komplett rundrum, und dann auf dem verlinkten Prospektausschnitt (linkes Bild) die Nähte die jeweils vom Lüfter ausgehend ca. auf der 10 Uhr bzw. 16 Uhr Position enden. 

https://www.tarptent.com/product/stratospire-2/ (o.k., da kommt nur die SS 2- Seite: es handelt sich um Bild 8/8, linkes Bild (Grundriss))

Fragen an die Zeltbauer und Stratobesitzer: franst das aus, hält das unter Belastung, ist das ein übliches Verfahren oder ist das eigentlich Pfusch aber hält trotzdem? Sieht das bei Euren auch so aus, sind Euch schon mal Nachteile aufgefallen?

 

 

P6150760.JPG

bearbeitet von paddelpaul

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Als ich mir zum ersten Mal ein Stratospire 2 genauer anschauen durfte, war ich zugegebener Maßen etwas enttäuscht. Der einfach umgeschlagene Saum ist mir auch sofort aufgefallen sowie einige andere Nähte die ich damals als "sehr schlicht" bewertet habe.

Seitdem ich mich mit Produktionstechnischen Möglichkeiten im Zeltbau auseinandersetze, wundere ich mich immer mehr, wie so ein aufwendiger und komplizierter Schnitt überhaupt in einem angemessenen Zeitrahmen produziert werden kann.
Ich nehme an, dass alle einfachen Nähte einen guten Grund haben und in der Fertigung damit einen optimierten Ablauf gewährleisten. Man möchte ja wegen cooler Nähte nicht gleich 30 % mehr bezahlen. :wink:

Ich gehe davon aus, dass alle Nähte schon ihre Funktion erfüllen.
Wenn es Anlass zu Kritik gäbe, dann würde ich mir eher die Flächenverteilung der Kräftedreicke in der Konstruktion vornehmen. :mrgreen:

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Ich kenn mich überhaupt nicht mit Nähten, Kräfteverhältnissen oder Qualität aus. 

Aber das die linke Naht ( oben, 11Uhr) neben dem Stoff  verläuft, finde ich schon komisch. 

Trotzallem bin ich mit Nähten noch nie in Berührung gekommen, dass irgendwie etwas ausfranst oder nicht hält. Und wenn es der Fall war, dann hat das Teil auch lang genug gehalten.

Ob es ein Produktionsfehler ist, kann ich also nicht beurteilen.

Auch ich liebäugele  dieses Tarptent zu kaufen, dass aber jetzt die Dreiecke zu groß sind?

Es hat wenigstens noch Schlaufen, um weitere Abspannseile anzubringen, ohne dass der Kopf bei Wind an der Zeltwand hängt. Im Gegensatz zu anderen Zelten in diesem Format (2 Apsiden, 2 Eingänge)....

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vor 9 Stunden schrieb paddelpaul:

... und dann auf dem verlinkten Prospektausschnitt (linkes Bild) die Nähte die jeweils vom Lüfter ausgehend ca. auf der 10 Uhr bzw. 16 Uhr Position enden. 

 

vor 57 Minuten schrieb Genuss:

Aber das die linke Naht ( oben, 11Uhr) neben dem Stoff  verläuft, finde ich schon komisch. 

Gibt es davon irgendwo ein Detailfoto?

OT: Das mit den Kräftedreiecken funktioniert gut, solange kein Winddruck auf den Flächen steht.

Dann wird es halt mehr und mehr zu einem normalen Firstzelt mit Flächenliftern.

VG. -wilbo

bearbeitet von wilbo

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vor einer Stunde schrieb Genuss:

Aber das die linke Naht ( oben, 11Uhr) neben dem Stoff  verläuft, finde ich schon komisch. 

das sieht tatsächlich auch "live" so aus, ist aber nicht so; die beiden Stoffbahnen sind einfach zusammengenäht (linke Naht), dann einmal umgeklappt und nochmal drübergenäht (rechte Naht).

 

vor 6 Stunden schrieb wilbo:

Ich nehme an, dass alle einfachen Nähte einen guten Grund haben und in der Fertigung damit einen optimierten Ablauf gewährleisten.

Klar, Zeit gespart=Geld gespart; das schockierende daran: wenn man europäische oder nordamerikanische Hersteller unterstützen will wegen fairer Löhne und Arbeitsbedingungen und dafür einen höheren Preis bereit ist zu zahlen, dann ist die offensichtliche "Schlichtheit" der nähtechnischen Ausführung schon ne ordentliche Kröte, die da geschluckt werden will. Mein kürzlich erworbenes SMD Haven (made in Bangladesh)   ist deutlich aufwändiger genäht als das Tarptent (sewn in Seattle, wenn auch von einer rein asiatisch aussehenden Belegschaft), ist natürlich auch nicht so kompliziert.

 

vor einer Stunde schrieb wilbo:

Das mit den Kräftedreiecken funktioniert gut, solange kein Winddruck auf den Flächen steht.

da bin ich dran; hab schon mal die Nähte beidseits des einen Eingangs-RV`s mit Dyneemaschnur unterlegt, das wirkt im Seitenvergleich schon deutlich stabiler; wird allerdings auf mehr Heringe rauslaufen=mehr Gewicht 

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Moin allerseits.

Hab keine Zeit heute das SS2 aufzubauen oder sonstwie zu checken... Aber in den letzten ca. 80-100 Nächten hatte ich keine Probleme mit den Nähten oder anderen "Bauteilen". Ich versuche aber morgen mal Fotos von meinen Nähten zu machen.

Das SS2 ist nach wie vor mein Lieblingszelt. Anbei Fotos von vor zwei Wochen im Tessin. Es war nachts ziemlich windig ;-)

 

852001585_IMG_20191006_0709532.thumb.jpg.a5432b2aea19627abfa0691e6dd70fdb.jpg

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vor 13 Stunden schrieb wilbo:

OT: Das mit den Kräftedreiecken funktioniert gut, solange kein Winddruck auf den Flächen steht.

 

Dann wird es halt mehr und mehr zu einem normalen Firstzelt mit Flächenlifter

 

@wilbo

Welches Kräftedreieck denn? Das Stratospire war doch schon immer ein Firstzelt, halt mit schrägem First und kleinen Stäben die eine Ecke etwas nutzbarer machen und für etwas mehr Kopffreiheit sorgen.

On Topic:

Ich bin von dem Saum ehrlich gesagt bestürzt. WTF. Da nähe ich dann doch weiter selber. Eine gerade Naht bekomme ich auch nach Jahren nicht hin (dazu bin ich einfach zu ungeduldig, halten tut es ja trotzdem), aber ordentlich versäubern könnte man die Stoffkanten IMHO schon. Im Laufe der Zeit dröselt sich die wahrscheinlich heiss geschnittene Stoffkante auf und dann franzt der Saum aus. Wann das passiert, und ob das jetzt praxisrelevant wird kann ich auch nicht sagen da ich mit solchen Säumen keine Erfahrung habe.

LG, Christian

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vor 2 Stunden schrieb Christian Wagner:

Welches Kräftedreieck denn?

OT: Wenn Du Dir im Video die Flächen in Lee anschaust, unterteilen sich die Seitenwände noch in Dreiecke. Alle Eckpunkte werden für die Kraftübertragung zu Fixpunkten geführt. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich damals, dass sich coole stealth Form auch im Wind hält und somit einer Pyramiden-Konstruktion gleich kommt.
Auf der Luv-Seite sieht man dann wie sich die Dreiecke, mehr oder weniger zu einer Fläche zusammenziehen.

vor 2 Stunden schrieb Christian Wagner:

Das Stratospire war doch schon immer ein Firstzelt, ...

Richtig!
Ich meinte, damit die simpelste Forme eines Firstzeltes, den A-frame.

Wie Du schon sagtest, ist diese Konstruktion weitaus aufwendiger. Doch glaube ich, dass sich der Aufwand der Konstruktion nicht lohnt, um das Zelt windstabiler zu machen. (Was ich anfangs vermutet hatte.) Vielmehr denke ich heute, dass die Grund-Idee hinter dem SS2 war, eine abgeschnittene Pyramide mit steilen Wänden zu konstruieren.
Wenn ich mir den Grundriss anschaue, erinnert mich das sehr an ein Golite Hex. Möchte man auf einem sechseckigen Boden eine ausreichende Liegelänge haben, kommt man mit zwei Stangen schnell auf diesen Schnitt. Sehr innovativ, war und ist die Lösung mit den "strut corners" um die Liegelänge effektiver zu gestalten und die Stellfläche zu verringern.

Vom Design her finde ich das Stratospire immer noch einen großen Entwurf!

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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vor 14 Minuten schrieb wilbo:

Vielmehr denke ich heute, dass die Grund-Idee hinter dem SS2 war, eine abgeschnittene Pyramide mit steilen Wänden zu konstruieren.

Witzig, wie sich die Betrachtungen unterscheiden. Für mich ist das SS2 ein Duplex mit verschobenen Stöcken. Das gibt dann einen minimal längeren First, steilere Wände und somit einen etwas geräumigen Innenraum.

Allerdings, die Windstabilität leidet etwas und komplizierter ist es auch, weshalb ich mich damals dazu entschlossen habe einen Duplexklon zu nähen.

vor 16 Minuten schrieb wilbo:

Sehr innovativ, war und ist die Lösung mit den "strut corners" um die Liegelänge effektiver zu gestalten und die Stellfläche zu verringern.

Ich finde strut corners irgendwie auch knuffig, innovativ ist aber so ne Sache - ich sag nur Akto, Pfadfinderjurten usw. und so fort. Das Duplex kommt z. B. ohne die struts aus, brauch dann aber, zumindest in Silnylon, Lifter in der Dachfläche.

 

vor 20 Minuten schrieb wilbo:

Vom Design her finde ich das Stratospire immer noch einen großen Entwurf!

Dito, ich würde das gerne Mal live sehen um es mit meinem Duplex zu vergleichen. Ich denke das Duplex ist vom Konzept her deutlich spartanischer. Die Apsiden sind z. B. winzig. Zum "Wohnen" würde ich wahrscheinlich sogar ein kleines Extratarp zur Apsidenvergrößerung mitnehmen.

 

LG, Christian

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OT: Hm,
das ist schon etwas ernüchternd, wenn man sieht wie von "Kundenseite" mit den sheltern umgegangen wird.

Die Reißverschluss-Problematik ist ja bekannt, aber von den Perforationen im DCF Laminat habe ich vorher noch nie etwas gehört.
Ich muss mal bei meiner Rolle nachschauen, ob das produktionsbedingt in der Mitte der Bahn auftritt.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Die Reißverschlußproblematik kenne ich von noname- Reißverschlüssen. Da haben die Schieber zu viel Toleranz und sind dann schon bei minimal Verschleiß nutzlos. Seitdem: YKK oder Opti. Bei 600 Euro Zelten darf sowas IMHO nicht sein. Ist das bei Tarptent bekannt das die Reisser nix taugen?

LG, Christian

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