Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Rangliste

Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 05.06.2018 in Beiträge

  1. zeank

    Impressionen von Touren

    Wie ankündigt war ich die letzte Woche auf dem Bergslagsleden unterwegs. Im Großen und Ganzen war es wunder-wunderschön. Ich hatte aber das große "Glück" ausgerechnet in eine sehr untypische Hitzewelle zu geraten, mit Temperaturen wie sie hier in Schweden selbst im Hochsommer kaum herrschen. Gleichzeitig rief das Horden von Stechmücken und "knottar" auf den Plan. Men man vänjer sig. Ich bin an einem Samstag Morgen mit dem Zug in Stockholm los und war so gegen mittags in Kopparberg. Von dort aus sind es nochmal ca 25km bis Kloten, der eigentliche Startpunkt des Bergslagsleden. Es wird empfohlen ein Taxi zu nehmen, welches für einen Pauschalpreis von ca 50€ zu haben wäre. Das war mir aber zu teuer und hab es daher mal mit trampen probiert. Und was soll ich sagen, es hat auf Anhieb geklappt. Nach weniger als 10 Minuten warten nahm mich ein freundlicher Herr in seinem Transporter mit und erzählte mir ein bisschen was über die Gegend und die Leute dort. Der Weg selbst ist - wie eigentlich alle anderen schwedischen Wanderwege, die ich kenne - unglaublich gut ausgeschildert und markiert. Mindestens alle 15 km gibt es eine Schutzhütte, eine besser und schöner als die andere. Von daher war von Anfang an mein Plan, diese zum Übernachten zu nutzen und mir das Zelt/Tarp-Aufbauen zu sparen. Zum Glück hatte mein Bugbivy dabei, ohne wäre es kaum auszuhalten gewesen. Und wie es der Zufall will, seht wen ich getroffen habe! @German Tourist hatte sich im Vorfeld schon bei mir gemeldet und durch puren Zufall war sie halt gerade auf derselben Höhe unterwegs wie ich und so haben wir uns fix zu einem gemeinsam Mittagsplausch verabredet. Sehr sehr lustig, erheiternd und nett! Abgesehen von Christine sind mir aber kaum Leute begegnet. Insgesamt sind mir sieben andere Wanderer begegnet. Drei wie Christine auf dem Weg zum Nordkapp, ein weiterer Deutscher, der "nur" den Bergslagsleden lief (aber in anderer Richtung) und zwei Tageswanderer. In meiner Richtung war zu der Zeit scheinbar gar niemand sonst unterwegs. Viel "Freude" hat ich noch mit meiner Abreise. Auf der Homepage heisst es lapidar, am Ziel Stenkällegården gäbe es eine Busverbindung. Mit dieser Information habe ich erstmal nichts weiter unternommen und wollte die Dinge auf mich zukommen lassen. Bis ich dann mal eine tatsächliche Verbindung raussuchen wollte und feststellen musste, dass dieser Bus nur am Wochenende und mittwochs verkehrt. Und zwar jeweils nur einmal am Tag pro Richtung. Konkret bedeutete das für mich entweder ein paar Tage warten oder eine extrem flotte Hufe hinzulegen. Ich entschied mich für letzteres. Mit der Konsequenz, dass mir immer noch die Füße weh tun. Ausserdem hatte ich mich einfach darauf verlassen, dann in der nächstgrößeren Stadt einfach einen Zug Richtung Stockholm zu bekommen. Leider war es schon spät abends und der einzige Zug war ein Schnellzug und der war ausgebucht. Für Schnellzüge in Schweden braucht es scheinbar verbindlich einen Sitzplatz. Und so durfte ich die Nacht in einem an die Stadt Skövde grenzenden Waldstückchen verbringen. Apropos Skövde, schrecklichster McDonald's ever.
    6 Punkte
  2. OT: Wozu muss eine App, in die jemand Arbeit gesteckt hat, umsonst sein?
    3 Punkte
  3. In diesem Faden möchte ich von meiner diesjährigen Tour in Mittelitalien berichten. Italien ist ja für Trekkingfreunde eher ein schwieriges Land. Die Markierungen sind vielfach unzureichend, die Karten oft ungenau, die Wege häufig anspruchsvoll. Mangelnde Fremdsprachenkenntnisse der dortigen Ureinwohner, die Hitze im Sommer, schlechte Infrastruktur, der Mangel an Informationen, und die Entfernung von Deutschland machen es nicht leichter. Vom Aostatal und den Dolomiten jetzt vielleicht mal abgesehen wird man selten jemanden finden der in Italien wandern geht. Auch die Italiener tun das kaum. Die fahren ja alle ans Meer. Dies hat aber auch alles ungemeine Vorteile: Wenn man sich auf das Abenteuer einlässt, dann wird man dort fast alleine unterwegs sein. Das tolle an Italien sind auch die überall sichtbare uralte Kulturlandschaft und das fantastische Essen. Diese Vorteile habe ich in den letzten Jahren für mich entdecken können. Zunächst habe ich in mehreren Jahren alle Abschnitte der fantastischen GTA kennengelernt. Obwohl diese nun immer beliebter wird (was auch gut ist) kann man dort noch fast alleine durch grandiose Berglandschaft wandern und die geschichtlichen und kulinarischen Highlights geniessen. Die Abruzzen wiederum waren mir bis vor kurzem auch fremd. Kaum ein ausländischer Tourist wagt sich dort hin, obwohl es dort eine grandiose Hochgebirgslandschaft zu sehen gibt. Schroffe Felswände, bewirtschaftete Hochflächen, kahle Bergkuppen, tief eingeschnittene Täler, enge Canyons, Wasserfälle und kleine Seen. Relativ selten findet sich die unangenehme Seite der Zivilisation: Appartements, Hotels und Skilifte, die in den Alpen so viel Unheil angerichtet haben. Fast das gesamte Gebirge steht unter strengem Naturschutz. Das ist in der Landschaft auf angenehme Weise spürbar. Ich bin auf der Suche nach einem Ziel für den Frühling auf die Abruzzen aufmerksam geworden. Im April musste ich zwar einen Bogen um die Gipfel machen, die noch mit Schnee bedeckt sind, jedoch konnte ich sehr schön in mittleren Höhenlagen (<1500 m) um die Gipfel herumwandern. Um auch etwas von der Gastfreundschaft und von den kulinarischen Highlights mitzubekommen (und vielleicht auch um etwas Geld vor Ort zu lassen) hatte ich mich wie auf den letzten GTA Abschnitten dazu entschlossen, die Hälfte der Nächte in Hotels und die andere Hälfte im Tarp zu verbringen. Das hat auch super funktioniert.
    2 Punkte
  4. Anreise Es ist am Abend des 7.3. und ich begebe mich auf den Weg von Berlin nach Rostock, um da mit der Fähre nach Gedser überzusetzen, weiter nach Kopenhagen und dann nach Stockholm. Von da aus nehme ich den Nachtzug nach Murjek. Leider hatte die DB-Servicefrau alle meine Wünsche ignoriert und immer genau das reserviert, was ich nicht wollte (Das nächste Mal muss ich unbedingt die Karten schon am Schalter penibel prüfen). Wie z.B. waren alle Sitzplätze am Fenster, wo ich ausdrücklich sagte, dass ich im Gang sitzen möchte. So landete ich auch im Gemischtabteil mit einem Bett unten. Ich wollte eigentlich Männerabteil mit Bett oben Gemischtabteile sind ja häufig von jungen Gruppen belegt, die auf Party aus sind. Und bei meinem Glück gesellen sich in der Tat fünf junge Leute hinzu, die auf dem Weg zu einem Betriebsausflug sind. Sie gestehen mir auch gleich nach der förmlichen Vorstellung, dass sie vor haben nicht zu schlafen und bis zur Ankunft Party machen zu wollen Ich nehme es gelassen und hoffe, dass ich durch die letzte schlaflose Nacht einfach wegnicke. Ich verziehe mich recht früh nach oben auf ein Bett (sie brauchten es ja nicht ) und sie bemühen sich mehr oder weniger nicht zu laut zu sein. Die Ohrstöpsel machen es erträglich und wie gehofft, nicke ich ziemlich bald weg. Als ich am Morgen aufwache, liegen sie doch alle im Bett … Der Nachtzug hat wieder einmal Verspätung, diesmal ca. 1h und ich verpasse damit den Anschlussbus nach Jokkmokk um 5min. Im warmen Wartehäuschen überbrücke ich die Zeit beim Karten spielen mit zwei Belgiern. Oh Mann, ich habe selten so planlose Typen getroffen, zumindest was die Reiseplanung angeht. Ihr Plan ist von Kvikkjokk nach Saltoluokta zugehen und dann von Kvikkjokk aus mit dem Bus wieder zurück zu fahren. Soweit so gut. Okay, bis auf das mit der Rückfahrt von Kvikkjokk, aber das ist schon mal ein guter Spiegel ihrer „Reiseplanung“. Ansonsten hatten sie nichts weiter geplant, rein gar NIX! Sie haben zwar eine Karte, aber wohl noch nie richtig drauf geschaut oder sich über den Kungsleden informiert. Sie wissen noch, dass es ungefähr 80km sind und sie haben 8 Tage zur Verfügung, planen also mit 6 Tagen je 15km + 2 Tage Puffer. Soweit so gut, aber sie gehen einfach davon aus, dass aller 15km eine Hütte ist … Da frage ich sie, was sie denn tun würden, wenn sie von einem Schneesturm überrascht werden und es nicht mehr zur Hütte schaffen. Puh, die Antwort macht mich etwas sprachlos. Ich möchte ihnen am liebsten den Rat geben wieder nach Hause zu fahren. Sie antworten freudig, „… Wir haben uns einige Videos angeschaut, die zeigen wie man ein Iglo baut. Zuerst häuft man den Schnee zu einem Berg an, verfestigt ihn mit den Ski und gräbt ein Loch rein ...“ Ich blicke kurz zu ihren Rucksäcken und frage: „Ohne Schaufel?“ Sie: „Ja klar, mit den Händen ...“ Ich gehe nicht weiter drauf ein und hoffe nur, dass sie nicht in solch eine Situation kommen. Falls sie mal draußen schlafen müssen, haben sie eine Alu-Matte für Autoscheiben dabei. Na ja, irgendwie wohl besser als nix. Und die ganze Zeit löchern sie mich mit Fragen zum Thema Wintertrekking wie man XY macht. Ich frage sie, wie sie denn auf die Idee gekommen sind, als allererste Outdoorerfahrung in ihrem Leben eine Wintertour machen zu wollen. Sie antworten, dass sie unbedingt Nordlichter sehen möchten. Bis dahin ist die Stimmung locker und heiter, aber als sie plötzlich aus dem nichts heraus meinen, dass mein Rucksack ja sehr schwer aussieht und nach einer kurzen Hebeprobe dies nochmals bestätigten und sich dann darüber amüsieren – Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, das beleidigt mich beinahe – und DAS passiert nur äußert selten, dass ich Dinge persönlich nehme Ich muss mich ganz schön beherrschen, zumal sie kein Zelt haben, keine Schaufel, keine Isomatte, aber 3 Kartenspiele jeweils in der großen Originalverpackung und sind nur 8 Tage, also knapp die halbe Zeit, unterwegs. Sie haben angeblich nur 17,5kg, aber da ist sicherlich kein Wasser eingerechnet und der riesige Skisack und ihre Turnschuhe ebenfalls nicht. Pah!!!! Und das von solchen Grünhörnern!!! Dafür verrate ich ihnen nicht, dass das mit der Trinkblase und dem Trinkschlauch wahrscheinlich nicht funktionieren wird *schelmisch schmunzelnd* Sie sollen ja auch ihre eigenen Erfahrungen machen. Die Stunde Wartezeit vergeht dank den beiden Belgiern wie im Fluge. In Jokkmokk überbrücke ich einen Teil der 4h Wartezeit im Sámi Museum. Es wurde mir ja schon mehrfach empfohlen, aber ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht. Es ist okay, aber ich finde das Sámi Museum in Hetta/Enkoknitio (Finnland) viel besser. In dem in Jokkmokk gibt es viel zu sehen (also viele Ausstellungstücke), aber man erfährt nur sehr wenig über die Samen. In Hetta hingegen gibt es sehr viele Texttafeln, was zwar etwas ermüdend sein kann, aber anderseits auch hoch interessant, da man sehr viel über das Leben der Samen erfährt (das Leben ganz früher, früher, der Einfluss der Geschichte (Stichworte Russland, EU) und später der Technologisierung, heute). Auch ganz viele Hintergrundinformationen. Was mir in Jokkmokk sehr gut gefällt ist, dass einem noch einmal sehr gut klar gemacht wird, dass der Sarek nicht die letzte Wildnis Europas ist, sondern seit Jahrtausenden kultiviertes Nutzland (hauptsächlich der Samen) ist. Auf dem Weg zurück zur Busstation treffe ich die Belgier wieder. Sie waren unter anderem in der Touristeninfo, um sich über den Kungsleden zu informieren. Die Leute da haben erfahrungsgemäß wenig Ahnung (zumindest von solchen Aktivitäten), aber immerhin wurde den beiden da verdeutlicht, dass nicht aller 15km eine Fjellstation steht. Sie wirken anfangs etwas geknickt und verunsichert, aber letztlich doch entschlossen es durchzuziehen. Als wir in Kvikkjokk ankommen, ist das Wetter grau und etwas ungemütlich. Zudem finde ich es in den Bussen auch immer etwas unangenehm kühl. So bin ich froh, dass ich wieder ein Zimmer in der Fjellstation reserviert hatte. Auf meinem Zimmer präpariere ich schon den Rucksack und die Ausrüstung für morgen. Dabei muss ich feststellen, dass es keine gute Idee war, die Nusschipsfettpampenriegel (NCFPR) während der Hinreise nach ganz unten zu packen. Durch die warmen Züge wurde es flüssig und es drückte durch das Gewicht der Sachen, die oben drauf lagen, ein wenig NCFP aus der Folie raus, so dass alle NCFPR von außen etwas fettig sind. Ich genieße mein letztes Bier und lege mich hin. Die Augen sind keine 10s geschlossen, als plötzlich nebenan zwei Schweden (Scooterfahrer) in ihr Zimmer poltern und sich lautstark unterhalten. Pfffff, es ist schon nach 10, will jetzt aber auch nicht so Deutsch sein und rüber gehen oder gegen die Wand hauen. Ich beschließe noch ein Weilchen zu warten und sie zur Ruhe kommen zu lassen. Zum Glück ist dann gegen 11 Uhr Ruhe und ich schlafe ungestört durch. Ach ja, den ersten Ausrüstungsverlust gab es schon am 1. Tag der Anreise. In Gedser hing im Bus die Isomatte irgendwie am Sitz fest. Als ich den Rucksack aufsetzen wollte, riss ein Gummiband zur Isomattenbefestigung ab. Ich ersetze es mit einer Abspannleine für das Zelt.
    2 Punkte
  5. coyote

    Impressionen von Touren

    Mein letzter Ausflug ins Berchtesgadener Land. Hintersee by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr monochrom by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Am Königssee by Udo St., auf Flickr sunrise by Udo St., auf Flickr Hintersee by Udo St., auf Flickr
    2 Punkte
  6. Da einige von Euch ein paar Worte über das ZPacks Hexamid Pocket Tarp sowie über den MLD Superlight solo Bivy hören wollten, schreibe ich diese Zeilen. Ich habe das Pocket Tarp aus 0.34 oz/sqyd (11.4 g/m2), siehe HIER. Aktuellerweise scheint ZPacks das Tarp nur mehr in 0.51 oz/sqyd anzubieten, wobei die Gewichte auf der Homepage nicht verändert wurden(?). Mein Tarp wiegt 96g inkl. 5 Bungee Cords samt Haken wo ich dann den Bivy einhänge und einen Haken samt Schur am höchsten Punkt. Um den Komfort zu erhöhen habe ich an 6 Punkten diese "LineLoc 3 with Loop" montiert und die schwarze "2.0mm Z-Line" verwendet. Nur die 2 Tie-Outs an der Hinterseite sind ohne LineLocs und mit fixer Länge. Dieser Luxus hebt das Tarp mit allen Schnüren auf schwere 135g! Dazu verwende ich das MLD Bivy in Größe M, welches unmodifiziert auf 140g kommt. Durch das Mesh-Fenster ist es Krabbler-dicht. Last but not least setze ich auf MSR Carbon Core Heringe wobei 8 Stück im Cuben Sack mit 45g zu Buche schlagen. Somit wiegt diese Kombination stolze 320g. Den Testaufbau im Park habe ich Euch schon mal gezeigt, hier mit einem BD Carbon Stock mit fixen 120cm Höhe (hier ohne den LineLocs und somit den leichteren gelben Schnüren): Wie ihr seht hänge ich den Biwak an diese Bungee Cords vom Tarp ein, genauer gesagt an die Haken dort. Zusätzlich spanne ich den Meshteil des Bivys zur Spitze des Tarps. Als nächstes folgte ein kleiner Test im Winter: Und die ersten 100 km dieser Tour: KLICK. Diesmal hatte ich endlich Glück und es regnete vorallem in der Nacht. Das eine Mal war es leichter Regen und das zweite Mal sehr starker Regen mit nur wenig Wind. Da wurde mir ehrlich gesagt Angst und Bange als mich der nette hochfrequente Cuben Sound aus dem Schlaf riss! Aber das Tarp hat mich und den Bivy trocken gehalten. Für mich auch neu im Vergleich zum SoloMid ist der Null-Kondens. Dh. trotz Regen war das Tarp auf der Innenseite in der Früh staubtrocken. Herrlich! Dieser Test war für mich also mal super erfolgreich. Ungünstig erscheint mir der nicht vorhandene Schutz für den Rucksack. Dieser war in der Früh besiedelt von Asseln, Ameisen, Spinnen und Schnecken. Wäre mal einen Versuch wert den Rucksack und die Schuhe über Nacht in einen ganz leichten Plastiksack zu stecken. Auch erwähnenswert ist der extrem einfache Auf- bzw. Abbau und das geringe Volumen dieser Kombination. Durch die LineLocs braucht man die Heringe nicht sonderlich genau zu setzen und kommt auch ohne Knotenkunde zurecht Anbei Bilder... Blick von innen zur Spitze. Recht transparent. Schlecht aufgebaut da uneben.
    1 Punkt
  7. Hey, im März (2018) war ich für 2 Wochen im Sarek unterwegs. Eigentlich wollte ich gar keinen Bericht mehr schreiben. Zum einen habe ich schon so vielen Leuten davon erzählt, dass ich langsam müde werde davon zu berichten. Zum anderen habe ich Zweifel, ob das Forum hier eine geeignete Plattform ist, da ich ja gar nicht UL unterwegs war. Am Ende waren es ja rund 12kg base weight, also weit weg von den 8-10kg. (Da spricht auch eine gewisse Resignation, denn ich habe keinen Schimmer, wie ich das base weight noch drücken kann. Selbst wenn ich die Fotoausrüstung, den schweren Kocher und den Kufa-Schlafsack herausrechne, bin ich immer noch 1,5-2kg schwerer als vergleichbare Listen, ohne dass ich erkenne woran es hakt.) Und drittens habe ich das Gefühl, dass diese Tour nicht so viel spannendes zu bieten hat wie die damalige Tour. Da ging es ja auch um viel Selbstzweifel etc., aber diesmal fühlte ich mich gut vorbereitet und routiniert und Winterbilder sind ja irgendwie auch immer gleich. Da jedoch immer noch der ein oder andere nach einem Bericht fragt, habe ich mich entschieden doch noch einen zu machen. Außerdem hatte ich mich ja selbst noch letztes Jahr geärgert, dass zwar einige auch im Winter UL auf längeren Touren praktizieren, aber keinen ausführlichen Bericht oder etwas konkretere Erfahrungen zu dem Thema finden konnte. Eher mehr Spekulationen und weniger Erfahrungen aus erster Hand. @milkmonsta und @Dr. Seltsam haben ja bereits freundlicherweise jeweils einen sehr schön zu lesenden Kurzbericht und ein sehr interessantes Ausrüstungsreview bzw. Feedback zu ihrer Ausrüstung abgegeben (KLICK1(ff), KLICK2(ff)). Und ich glaube, dass ein etwas ausführlicherer Bericht eine nette Ergänzung zu den beiden Berichten ist. Zusätzlich motivierend ist, dass ich dadurch meine Bilder verwerten kann und sie nicht auf der Festplatte ungesehen „verstauben“. Das wiederum amortisiert in gewisser weise das Zusatzgewicht der Kamera Ich werde das Ganze wieder chronologisch aufziehen und am Ende noch einen kleinen Ausrüstungscheck (was hat sich bewährt, was weniger) machen. Prolog Als ich vor zwei Jahren durch die weiten des Gássaláhko und Guhkesvágge des Sareks wanderte, übermannte es mich und träumte davon hier einmal im Winter umherzuspazieren. Zu Hause angekommen begann ich sofort mich mit dem Thema Wintertouren zu beschäftigen. Ich war Feuer und Flamme, traute mir aber solch eine Tour noch nicht alleine zu. Deshalb wollte ich mich einer kommerziellen Tour durch den Sarek anschließen, zögerte aber wegen dem horrenden Preis die Buchung hinaus. Glücklicherweise ergab sich die Möglichkeit mich jemanden Erfahrenen anzuschließen, der noch eine Tourenbegleitung suchte. Nach gemeinsamen Kartenstudium standen am Ende der Sarek und der Lemmenjoki NP in Finnland zur Auswahl. Ich hatte die Ehre die Entscheidung treffen zu dürfen. Der Sarek war sehr verlockend, aber da ich in diesem Winter erst mit dem Skifahren begann, entschied ich mich für Finnland. Ich hatte nämlich ein wenig Bammel, vor den Abfahrten im Sarek (wo ich aber heute sagen kann, dass die Bedenken unbegründet waren) und irgendwie das Gefühl hatte die Tour durch den Sarek lieber allein erleben zu wollen. Die Tour in Finnland war Spitze und ich hatte voll Blut geleckt. Bereits auf der Tour stand für mich fest, dass ich das kommende Jahr den Padjelantaleden laufen werde. Als ich die Tour zu Hause reflektierte und zum Schluss kam, dass sich eine Wintertour kaum von einer Sommertour unterscheidet (außer dass es im Winter natürlich viiiiiiiiiiiiiiiiel schöner ist ), war für mich klar, dass die nächste Tour in den Sarek gehen wird! So sprach ich, so kam es!
    1 Punkt
  8. Fast. Das silbrige ist ein billiges, recht dünnes Gebebeklebeband. Das hält mehr schlecht als recht auf der Folie. Also habe ich damals aus der spontanen Not heraus kurz drüber genäht. Die Naht hält im Gewebeband. Das Geweband pesst somit die Klebeschicht auf die Folie. Die Adhäsion reicht als Reibungswiderstand aus und die Schlaufe hält verlässlich. Nicht schön, wollte ich ändern, wenn es kaputt geht. Aber was soll ich sagen: Ist einfach nicht kaputt zu kriegen, das blöde Provisorium.
    1 Punkt
  9. Andreas K.

    Impressionen von Touren

    @coyote Jo, da führt ein viel begangener Wanderweg durch... Schönsteinhöhle und Brunnsteinhöhle solltest Du Dir auch mal zu Gemüte führen
    1 Punkt
  10. Wieder eine chinesische Neuinterpretation des GoLite ShangriLa 2 bzw. MSR Twin Sisters: https://de.aliexpress.com/item/2-Person-Oudoor-Ultralight-Camping-Tent-3-Season-Professional-15D-Double-side-silicon-Rodless-Tarp-Tent/32882582264.html?
    1 Punkt
  11. So hier mal die Ergebnisse meiner kleinen Bastelei. Ich hatte noch etwas Dyneema Schnüre übrig und habe die genutzt um einfach einen Ring um den Kilt zu bauen den ich mit einer Kordelklemme dann kleiner und größer ziehen kann. Hinten einen Laufschlitz gelassen und mit etwas Panzerband gefestigt und die Dyneema-Schnüre habe ich auch mit einem kleinem Stück Panzerband befestigt. Diese Version wird zwar nicht ewig halten aber den "Dyneema-Ring" kann man immer wieder nutzen.
    1 Punkt
  12. Hallo Wave, - eventuell statt der vier Drysacks einen Packliner. - falls möglich das Deckelfack des Rucksacks abmontieren. - Nur Trailrunner mitnehmen und Gefrierbeutel für die Füsse einstecken. Sehr nützlich um im Camp mit trockenen Socken in die nassen Schuhe zu steigen. Haltem im Notfall auch nasse Füsse warm. -Groundsheet in Polycro würde ca. halb soviel wiegen. zu Deinen Fragen: War selbst dreimal in der Hardanger Vidda und würde wieder auf Regenjacke und (billige) Windjacke setzen. Einfach zuviel Wind für den Schirm obwohl ich selbst gerne benutze. Ich hatte dort auf Sommertouren zweimal Nachtfrost, also eine leichte Daunenjacke ist kein Luxus.
    1 Punkt
  13. Na, ein wenig unterscheiden sollten sich die Zelte in der Sammlung schon. Anders als bei Briefmarken geht's hier ja nicht um Vollständigkeit.
    1 Punkt
  14. Nur ganz kurz: Wechselklamotten raus, sprich Unterhose 2 + Shirt 2 (-212 g) Zwei lange Unterhosen? Eine raus (-150 g) Zu Punkt 5: Definitiv Trailrunner Campschuhe raus und einfach in Trailrunnern furten (-400 g) Handtuch und Mikrofaser Tuch? Handtuch ist viel zu schwer. Nimm ein leichtes z. B. Packtowl Ultralite Gr. S (=13 g) E-Reader raus (227 g)
    1 Punkt
  15. Hier habe ich noch 2 Panoramabilder die ich vergessen hatte bei den jeweiligen Tagesbeschreibungen dazuzufügen. Panorama im Majella Nationalpark. Auf dem Tagesausflug von Caramanico Terme. Im Vordergrund eine verfallene Kapelle an einer ehemaligen Einsiedelei Panorama im Majella Nationalpark. Auf dem Tagesausflug von Caramanico Terme, an der Baumgrenze. Und das hier auf dem Rückweg in Rom: Ich hatte ein paar Stunden in Rom zu verplempern und habe die -- wie sonst -- mit Essen verbracht. (Ich habe aber nicht zugenommen... ). Ausserdem war ich noch beim Frisör (sehr witzig) und etwas herumlaufen. Die Gegend um den Busbahnhof Tiburtina ist eine sehr nette Wohngegend. Von dort kann man dann den Zug zum Flughafen nehmen.
    1 Punkt
  16. Oder mach's wie ich, sich nicht für ein 1P Zelt entscheiden können und am Ende immer mit dem Flattarp losziehen .
    1 Punkt
  17. Ich würde beim Big Agnes prüfen, wie dünn das Material ist. Leicht um jeden Preis bringt Dir nix. Ein 10den Nylon hat schnell mal ein Loch im beengten Wald - und auch der Nachwuchs wird beweglicher werden. Vielleicht wäre ein Tarp Tent das richtige. Relativ robust. Viele Modelle.
    1 Punkt
  18. Deshalb muss man sich ja auch immer mal wieder ein neues Zelt kaufen!
    1 Punkt
  19. Ich seh schon, evtl pushe ich das Angebot mal mit einem reduzierten Preis. My Trail hat das 2er scheinbar nicht wieder aufgelegt. Alternative ist das Black Diamond Beta light, wobei die Stirnseiten beim Shangri La scheinbar steiler sind. Als 1P Zelt halte ich das Shangri-La 2 für skandalös groß und schwer. 880g mit dicken und langen Leinen, Boden und Mesh.
    1 Punkt
  20. Das MSR Twin Sisters wäre dem Shangri La 2 sehr ähnlich. Ups, nicht gesehen das das Zelt schon genannt wurde
    1 Punkt
  21. coyote

    Impressionen von Touren

    Eine Exkursion unter die Erde (Fränkische Schweiz) Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhle by Udo St., auf Flickr on tour by Udo St., auf Flickr underground by Udo St., auf Flickr creepy by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr DSC06609.jpg by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr
    1 Punkt
  22. Hier: VG. -Wilbo-
    1 Punkt
  23. Wo kriegt man denn noch ein Golite Shangri-La 2 her? Da muss man wohl eher auf MSR Twin Sisters oder so ausweichen. Zu Cuben wollte ich noch sagen - ohne selbst Cuben je eingesetzt zu haben. Es ist wohl extrem steif, was den Aufbau schwerer gestaltet. Es ist wohl nicht ganz so robust wie die Alternativen. Ob sich der Aufpreis da lohnt? SilPoly ist mein Traumgewebe. Silnylon, vor allem alles unter 30den dehnt sich einfach extrem, zudem saugt SilNylon Nässe regelrecht auf und ist schwer trocken zu kriegen, wenn das Wetter eher wechselhaft ist. Nervt beim Verpacken. Zudem wiegt es merklich mehr je nach Zeltgröße. Beim SL3 war das schon auffällig. Trekkertent hat mir aber per Mail empfohlen, bei einem 4 JZ Zelt eher auf Silnylon zu setzen.
    1 Punkt
  24. Von mir auch nochmal Danke. Klingt für mich so reizvoll wie das Piemont. Beides steht nun auf der Sehnsuchtsliste. Sobald Sohnemann fit für draußen ist gibt es eine Vater Sohn Tour. Mal kurz gerechnet. Vielleicht lieber doch schon vorher. Edit. Im zunehmenden Alter mag ich Touren, bei der man mit Land und Leute intensiver in Kontakt kommen kann.
    1 Punkt
  25. Ja aber nur digitalisiert (abfotografiert) Danke für das positive Feedback.
    1 Punkt
  26. Hattest du etwa diesen fetten Wanderführer bei?! Spalter! Was in den Statistiken fehlt sind die Kilos, die du dir täglich angefuttert hast Liest sich ja fast wie ein Gourmetführer für Abruzzen. Mmh - auf eine echte italienische Pizza hätte ich jetzt auch Appetit *sabber* Danke für den schönen inspirierenden Bericht, hat mir gefallen!
    1 Punkt
  27. Tja. Da wäre ich noch mehr safety first Würde sofort den 300 er kaufen :-D. Ich habe ja das Gefühl, dass eine Füllmenge unter 400g total untergeht in den vielen Kammern und man da mehr durch die Hülle gewärmt wird. Alleine schon, um klamme Daune zu kompensieren würde ich immer etwas overfill planen.
    1 Punkt
  28. 1 Punkt
  29. Dazu muss man übrigens nicht mal die Knoten der Werksschlaufen öffnen. Aber nicht immer sind LineLocs perfekt. Wenn es recht windig ist, dann lege ich meist zusätzlich noch einen halben Schlag vor den LineLoc, damit die Dyneemaschnur beim Windrütteln nicht locker werden kann. Für die bequeme Abspannung allein würde ich mir die Mühe, LineLocs einzunähen, gar nicht mehr machen, sondern lediglich die dünnen Originalschlaufen gegen solche aus Dyneema austauschen (was gewichtsmäßig aber kein Unterschied wäre) und die Leinen dann abends mit einem halben Schlag drauf legen. Aber ich wollte auch möglichst keine längeren Schlaufen am Poncho haben, die beim Laufen irgendwo hängen bleiben können. Darum finde ich die LineLocs immer noch prima. Beim Serenity Inner hatte ich auch die hintere Leine am Inner (altes Aufbauvideo). Aber die Inner von 3F UL Gear haben auf der Rückseite keinen Abspanner, die stehen auch ohne den sehr gut. Also bamselt jetzt hinten die verknotete Leine am Poncho herum.
    1 Punkt
  30. Kriechzugang bei meinem Rab Element 2 hat mir auf dem Skyetrail einen Riss vom Ende des Reißverschlusses bis hinten hoch zur Gürtelhöhe der Hose beschert. Auch ist der Einstieg bei den vielen Schafskötteln nicht immer ganz zufriedenstellend verlaufen. Sonst sind solche Firstzelte sehr robust ggü. Wind + Wetter, leicht, platzsparend, schnell aufzubauen und mit den eigenen Trekkingstöcken nutzbar, weshalb ich doch immer wieder bei diesem Zelttyp lande. Als kostengünstigere Alternativen mit ähnlicher Konstruktion gibt es halt noch: Golite Shangri-La 2 Knot Shelter Salewa Multi Shelter II High Peak Minilite ... Das GWC besitze ich auch. Einzig hinzuzufügende Anmerkung wäre die Größenbeschränkung: man sollte nicht größer als 180cm sein, um das Cape nutzen zu können.
    1 Punkt
  31. Es hängt vom Biwaksack Material, dem Schnitt und der korrekten Verwendung ab. In den genannten Fäden habe ich alles geschrieben, was dazu zu berichten ist.
    1 Punkt
  32. Woher stammt diese Info? Man kann es unter Verzicht auf Länge auf drei Seiten sehr bodennah aufstellen. Da die hintere Seite leicht ausgestellt ist, muss diese dann breiter und steiler gesetzt werden. Ohne Inner ist das Cape dann groß genug. Mit Inner ist die beste Aufstellweise allerdings eine höhere. Ohne Inner: Ja sicher, aber weniger als unter einem Flattarp. Ich halte das nicht für eine Frage des Gatewood Capes, sondern eine generelle, wenn man vom Mutha Hubba kommt. Mit Inner: Der Bathtubfloor erledigt das Problem (für mich) eigentlich immer. Ich besitze sowohl das Solid Inner als auch das Mesh Iinner, verwende aber bislang nur das Mesh, weil es den Wind sehr blockt, aber den Blick nicht hindert. Grundsätzlich schon. Der senkrechte Eingang zum Inner liegt in der hinteren Hälfte. Bei senkrechtem Regen kannst du im Prinzip das Cape komplett öffnen, ohne das es reinregnet. Oder nur eine Hälfte des Eingangs, je nach Wind (Habe ich ja oben verlinkt). Auch das ist ja nicht spezifisch für das Gatewood Cape, sondern für HalfMids im Allgemeinen.
    1 Punkt
  33. Ich hab das Stealth auch immer mal auf dem Schirm ( wenn dann allerdings das 1.5), Kriechzugang ist halt auch Geschmackssache, ich bin's vom Tarp gewohnt, die Mittelstange kann man auch umgehen indem man beide Stöcke als umgekehrtes "V" aufstellt. Wobei ich zugeben muss, dass mich die Threads der letzten Wochen zunehmend neugieriger auf das Gatewood-Cape machen .
    1 Punkt
  34. Wenn ein Halb-Mid und evtl. ein Poncho für dich eine gute Kombination ist, dann ist das Geatewood Cape m. E. die erste Wahl. Selbstverständlich ist es dicht, der Aufbau geht sehr schnell, wenn man weiß, wie. (Das GWC im Vergleich zu einem Solomid oberhalb Shadow Lake – praktisch kein Unterschied, bis auf die Kapuze.) Ich kenne ein Dutzend Besitzer eines Gatewood Capes persönlich und viele beschreiben den ordentlichen Aufbau – also so, dass die rückwärtigen Ecken nicht zu flach werden und der Raum optimal genutzt wird – als anfänglich schwierig. Die Ursache dafür ist schlicht, dass beim Auslegen des Capes die richtige Position der Eckpunkte mangels Boden nicht definiert ist. (Das Bild illustriert den Unterschied zwischen passender und zufälliger Geometrie der Eckheringe ganz gut, denke ich.) Man sollte sich auf keinen Fall von derlei Anfangserfahrungen oder Berichten abhalten lassen. Denn dass „Problem“ ist keines, sondern sehr leicht zu lösen, wie ich es in meinem Blog in Wort und Film beschreibe. (Aufstellen vom Boden des Inners ausgehend oder – ohne Inner – die Folienecken des Groundsheets mit Leinen versehen.) Zusätzlich empfehle ich immer, das GWC 5 bis 10 cm höher als von SMD genannt aufzustellen. Ich sehe schon, ich muss mal mein Video aktualisieren. Gedreht habe ich das Update schon vor 8 Monaten …
    1 Punkt
  35. Heute ist schon der letzte Wandertag! Es geht viele Höhenmeter vom Pass hinab nach Pacentro und dann weiter durch eine aufgeheizte Ebene in die kleine Stadt Sulmona. Der nächste Höhepunkt wartet nicht lange. Pacentro ist ein sehr schön gelegenes Dorf. Hier sieht man wie sich der Wanderweg hinunterschlängelt bis zur Strasse kurz vor Pacentro: Pacentro Nun durchquert man das Dorf, welches wiederum wirklich sehr nette Strässchen bietet: Pacentro Heute (25 April) ist leider Feiertag in Italien. Man feiert die Befreiung von den Barbaren vor etwas mehr als 70 Jahren. Deshalb bekomme ich keinen Platz für ein Mittagessen in dem bekannten Restaurant Taverna de li Caldora. Schade. Aber so richtig hungrig bin ich sowieso noch nicht und so gehe ich weiter nach Sulmona. Unterwegs nach Sulmona Sulmona ist eine Super-nette Stadt. Dort lässt sich ausgezeichnet ein ganzer Nachmittag verbummeln. Es gibt hier in der Innenstadt einen römischen Aquädukt durch den früher 600 Liter Wasser pro Sekunde in die Stadt geführt wurden. Aquädukt in Sulmona Ein Nachteil von UL Ausrüstung wird hier allerdings deutlich: Mit Shorts sollte man in die katholischen Kirchen nicht reingehen, da das nicht gern gesehen wird. OT: Eine Zip-off-Hose wäre wohl ideal. Die hätte auch mehr Schutz gegen die Kratzvegetation bieten können. Meine Beine sind ziemlich verkratzt, vor allem vom zweiten Tag. Ich gehe auf die Suche nach einem Ort wo man ein Busticket für den morgigen Tag kaufen kann. Das tut man typischerweise in den kleinen Tabacchi Läden. Allerdings nicht in allen. Ein superfreundlicher Herr (der wohl gerade nicht viel zu tun hatte) nimmt mich einfach mit und führt mich zum richtigen Laden. Ein ziemlicher Kontrast zur Fahrt nach l'Aquila vor ein paar Tagen wo ich das Flixbus Ticket auf dem Smartfon gekauft und am Bus vorgezeigt hatte. Neue und alte Welt. Mir gefallen beide ... In Sulmona hatte ich wieder ein Zimmer gemietet. Am abend gibt es wieder sehr sehr lecker Essen ... Statistik: 5 Stunden 20 Minuten Gehzeit inklusive Pausen+51m, -923m
    1 Punkt
  36. coyote

    Impressionen von Touren

    Mein letzter Ausflug in den Schwarzwald milkyway by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr squirrel by Udo St., auf Flickr squirrel by Udo St., auf Flickr nomnomnom by Udo St., auf Flickr hello by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr Eichhörnchen by Udo St., auf Flickr night by Udo St., auf Flickr
    1 Punkt
  37. Heute wandere ich weiter in Richtung Passo San Leonardo. Die Wegbeschreibung im Buch klingt etwas abenteuerlich. Es geht teilweise querfeldein über Wiesen. Ich freue mich drauf! Ich versuche so früh wie möglich frühstücken zu können und bin dann aber doch erst um 9 unterwegs ... Am Anfang geht es auf Asphalt, später dann auf netten Wegen. Unterwegs gibt es wieder eine Espresso-Einkehrmöglichkeit. Hier treffe ich einen Hund an der mich für eine Weile begleiten wird. Er ist einfach nicht abzuschütteln und folgt mir überall hin. Über so eine Landschaft geht die Querfeldeinpassage: Nach San Eufemia a Maiella Hier sieht man auch den Hund: Nach San Eufemia a Maiella Dann wieder auf kleinen (wohl sehr selten benutzten) Wegen: Nach San Eufemia a Maiella Den Ort San Eufemia a Maiella erreiche ich nach 2 bis 3 Stunden, der Hund ist nach diversen Bachdurchquerungen total verschlammt. Einige Dorfbewohner die vor der Bar sitzen erkennen den Hund und wundern sich. Wir werden so beide zum grossen Dorfereignis. Anscheinend ist er schon bekannt dafür immer mal wieder auszubüchsen. Der Besitzer wird angerufen und kommt dann auch nach 20 Minuten vorbeigefahren um den Hund zu holen. Ich bleibe solange hier (damit er auch hier bleibt bis sein Besitzer auftaucht). Ich verbringe die Zeit in einer Bar, mit einem kleinen Bier und einem Panino aus dem kleinen Laden (lecker!). Dann geht es über wunderbare Maultierpfade durch schöne Landschaft nach Roccacaramarico. Nach Roccacaramanico Roccacaramarico ist ein Bilderbuchdorf. Hier würde man auch schön in einem Bed&Breakfast übernachten können. Der Besitzer lädt mich in der Bar des Dorfes zu einem Glas Wein und einem weiteren Espresso ein. Super nett! Mein Geld will er einfach nicht haben. Roccacaramanico main street Roccacaramanico Von Roccacaramanico zum Pass San Leonardo gibt es mal wieder etwas Abenteuer. Ich folge nicht den Beschreibungen des Buches (weil ich keine Höhe verlieren will), komme dann aber in ein Gebiet wo ein ordentlicher Hangrutsch stattgefunden hat. Wenn es hier mal einen Pfad gab, so ist dieser verschwunden. Man klettert durch das Chaos aus abgerutschtem Schutt und kreuz-und querliegenden Bäumen. Danach geht es kinderleicht durch den Wald, relativ flach bis zum Pass. Am Pass angekommen genehmige ich mir erst mal wieder ein grosses Birra Moretti bei dem dortigen Restaurant / Hotel. Im Hochsommer und im Winter kann man hier übernachten und wohl sehr gut zu Abend essen. Ein kleines Skigebiet mit Schleppliften gibt es hier. Es ist aber so klein, dass die Infrastruktur nicht wirklich stört. Heute hat das Restaurant nur tagsüber auf. Danach suche ich mir ein schönes Plätzchen für die Nacht. Am Abend habe ich den Pass für mich allein. Camp am Pass San Leonardo Statistik: 7 Stunden 45 Minuten Gehzeit inklusive vieler Pausen+928m, -243m
    1 Punkt
  38. Das wäre meine Variante. Mit allem waren es glaube auch 290g. Groundsheet ist der Zpacks Poncho. Insektenschutz ein modifiziertes StS Nano Bug Net. Polycryoabseite wurde mit Cubentape eingeklebt. Sturm und Gewitter habe ich damit bereits erlebt. Hat gehalten, aber Angst und Bange war mir beim ersten mal schon.
    1 Punkt
  39. P4uL0

    Impressionen von Touren

    Noch nachträglich Bilder aus dem Bayerischen Wald von vor 2 Wochen.
    1 Punkt
  40. Nochmals von hinten. Von der Seite. Schön zu sehen, dass der Peak über den Biwaksack hängt. Dh. dieser wird vom Regen nicht getroffen (schottischer Regen in 45° kommend mal ausgeschlossen). Nochmal von vorne. Nachtrag: Mit meinen 175cm passt mir die Größe des Tarps sowie des Bivys sehr gut. Schlimm stelle ich mir das Ganze bei starkem Wind vor. Falls der von der Peak Seite kommt, dann reißt es das Tarp wohl weg.
    1 Punkt
  41. Von vorne inkl. 0.7 Liter Titan Flachmann Von der Seite mit einem TarpTent im Hintergrund. Blick von hinten, diesmal mit dem Trekker Tent im Hintergrund. Recht hoch gespannt. Das war die Nacht mit Starkregen.
    1 Punkt
  42. gregoreasy

    Impressionen von Touren

    Hier noch ein paar Eindrücke von meiner Wanderung auf dem Korfu Trail anfang April. So sah der Weg häufig aus: Düne beim Korission See, oben kurz vor Sonnenuntergang, unten kurz vor Sonnenaufgang (sehr zu empfehlen um die Tageszeiten): Eine der besten Aussichten, die ich je an einem Schlafplatz hatte (Mitte: Kerkyra/Flughafen, links: Pantokrator): Ein schöner Strand für eine ausgedehnte Mittagspause: Und auch hier ließ es sich sehr gut nächtigen: Nebelwald am nächsten Morgen: Altes kommunistisches Parteibüro, inkl. seit Jahrzehnten unberührter Innenausstattung:
    1 Punkt
  43. Heute mache ich einenTagesausflug von Caramanico Terme aus in die Orfento Schlucht und ein wenig bergauf in Richtung oben. Da wo Schnee liegt. Diese Schlucht geht es auf- (am Hang) und dann wieder abwärts (im Grund). Eine Variante der Tour führ auf sehr kleinen und ganz wunderbaren Bergpfaden am Steilhang entlang. Erst durch schönen Wald, ... ... mit wunderbaren blühenden Blumen (ist ja Frühling hier) ... ... und dann später auf lichte Bergwiesen mit schönen Aussichten: Von oben hat man einen sehr netten Ausblick. Man könnte hier noch weiter in Regionen aufsteigen in denen jetzt leider noch zu viel Schnee liegt. Ab Ende Mai sollte das aber sehr machbar sein, denke ich mir. Muss dringend mal wieder hierher kommen. Ich steige wieder zum Fluss ab und wandere durch den Wald wieder abwärts in Richtung Caramanico Terme. Das Wandern in diesem schönen Wald, abwechselnd mit tollen Aussichten, macht Spass: Auf schönen Pfaden Blick talaufwärts Durch schönen Bergwald Das letzte Stück geht wieder am Fluss entlang. Hier kann man die Füsse ins kalte Wasser hängen und schöne Pausen machen. Am heutigen Montag ist hier keine Sau unterwegs, während ich am gestrigen Sonntag schon einige Ausflügler (in Strassennähe) angetroffen hatte. Dies ist eigentlich eine recht bekannte Wanderung in den Abruzzen. Orfento Flüsschen Nach ein paar herrlichen Stunden kehre ich ins Hotel zurück. Leider hat die Bar mit dem Craft Bier heute geschlossen . Den Nachmittag verbringe ich also mit lesen und schlafen ... Beim Abendessen gibt es heute noch andere Gäste ausser mir! Sage und schreibe zwei Tische sind besetzt. Das Essen ist fantastisch ... Statistik: 7 Stunden Gehzeit inklusive Pausen+909m, -909m
    1 Punkt
  44. In Torre de'Passeri habe ich übrigens in der einzigen Unterkunft geschlafen die es dort zu geben scheint. Mit 178 m liegt der Ort recht niedrig und die relative Hitze am Nachmittag war deshalb gestern schon fast zu viel für mich. Obwohl Temperaturen um 20 Grad ja eigentlich perfekt sind. Aber in der prallen Sonne auf schattenlosen Wegen zu wandern macht mir mehr Spass bei kühleren Temperaturen. Deshalb stehe ich früh auf um kurz nach Beginn der Morgendämmerung schon unterwegs sein zu können. Ein Frühstück gab es hier nicht, was gut ist, denn sonst wäre ich erst später losgekommen. Wein wächst hier (insbesondere Montepulciano d'Abruzzo) Der kleine Ort Bolognano ist interessant für Kenner der modernen Kunst. Joseph Beuys hat hier viel Zeit verbracht und verschiedene skurrile Kunstgegenstände und Museen im Örtchen erinnern daran. Bolognano Die Wanderung geht weiter durch schönes Kulturland. Man taucht auch öfter mal in den Wald ein und kommt in eine Landschaft wo die kleinen Flüsse Orta und Orfento relative tiefe Canyons gegraben haben. Hier ist es etwas schattiger. Kurz vor dem Tagesziel Caramanico Terme kann man zum Fluss hinabsteigen und dort sehr schön in Canyon wandern. Dort habe ich viel Zeit mit Fotografieren verbracht. Schöner Pfad in der Orfento Schlucht Zu mittag bin ich dann im Ort Caramarico Terme. Es ist eine Art Kurort mit Termalquellen. Im April hat das alles aber noch zu, es ist schön ruhig, sogar am heutigen Sonntag. Ich esse lange und lecker in einem Restaurant zu mittag (fast der einzige Gast) und gehe dann in mein Hotelzimmer. Ich bin der einzige Gast im Hotel. Hier werde ich 2 Nächte schlafen. Im Ort gibt es eine Bar in der sehr gutes Craft Bier ausgeschenkt wird. Da kann man schon ein paar Stunden zubringen Normalerweise ist Bier in Italien entweder eher langweilig oder schlecht. Das hier ist eine grosse Ausnahme. Und sowas hätte ich hier am A#$%h der Welt auch nie erwartet. Hier noch ein bisschen Abendstimmung im Ort: Caramarico Terme Caramarico Terme Statistik: 7 Stunden Gehzeit inklusive Pausen+935m, -479m
    1 Punkt
  45. Am nächsten morgen scheint schon wieder die Sonne. Ein weiterer wunderbarer Tag beginnt. Ich habe heute nicht vor weit zu gehen um erst einmal zu sehen was der Fuss so macht. Es geht weiter durch hügelige, sehr schöne Landschaft mit toller Aussicht in alle Richtungen. Nach drei Stunden erreiche ich Pecosanonesco Vecchio (das zweite Bild im ersten Beitrag). Dort nehme ich den Bus nach Torre de'Passeri, weil es erstens am Nachmittag viel zu heiss für mich ist und weil ich dort zweitens die romanische Kirche San Clemente a Casauria besichtigen will, ein weiterer Höhepunkt der Baukunst. Der Busfahrer nimmt mich auch ohne Busticket mit (hätte man am Kiosk kaufen müssen, im Bus gibt es keine), fährt mich bis zur Kirche (die nicht auf der Busroute liegt) und erzählt mir alles über die lokalen Spezialitäten und was ich alles unternehmen könnte. Leider habe ich dann aber Pech und die Besuchszeiten für die Kirche sind nur vormittags ... Da ich heute nicht mehr weitergehen will vertreibe ich mir den Nachmittag in dem Ort (der nicht viel bietet). Viel fotografiert habe ich heute auch nicht. Statistik: 3.5 Stunden Gehzeit inklusive Pausen +99m, -486m
    1 Punkt
  46. Routenplanung Für meine Tour habe ich mich von dem Buch Wilde Wege, stille Dörfer von Christoph Henning inspirieren lassen. Der Autor ist - wie ich - ein grosser Freund der italienischen Gastfreundschaft und Küche, und hat eine Tour in 20 Tagesetappen quer durch die Abruzzen zusammengestellt. Die Etappen werden recht detailliert beschrieben (was wichtig sein kann) und führen auf Pfaden, Feld- und Wiesenwegen, kleinen Sträßchen und teilweise auch querfeldein von fester Unterkunft zu fester Unterkunft. GPS Wegpunkte gibt es per Download, was zusammen mit Navigation auf dem iPhone (Gaia GPS) extrem hilfreich war.
    1 Punkt
  47. Zunächst ein paar Infos zur Anreise und Logistik. Anreise Die Abruzzen erreicht man recht einfach von Rom aus. Alternativ bekommt man vielleicht einen Flug nach Pescara an der Ostküste, von wo aus es noch näher ist. Von Rom (Busbahnhof Tiburtina) ist man dann mit dem Bus in weniger als 2 Stunden in l'Aquila oder Sulmona, den zwei grösseren Städtchen in den Abruzzen, die sich gut als Ausgangspunkt für eine Abruzzentour eignen. L' Aquila, die Hauptstadt der Region, bietet sich als Ausgangspunkt für den nördlichen Teil der Abruzzen an. Es ist (war) ein sehr schöner Ort, der vielen vielleicht nur durch das Erdbeben in 2009 bekannt ist. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum (Kirchen und Fresken aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock, charmante Innenhöfe, Arkaden, Herrenhäuser und anderes) sind teilweise zerstört worden und nach dem Erdbeben noch nicht wieder aufgebaut oder restauriert worden. Die Spuren des Erdbebens sind im Stadtzentrum noch immer überall offensichtlich. Da noch viel hinter Baugerüsten versteckt ist und überall Kräne herumstehen, lohnt sich ein längerer Aufenthalt im Moment wohl nur eingeschränkt. Busverbindungen von Tiburtina gibt es mit TUA oder nach l'Aquila auch mit Flixbus. Versorgung mit Gas In Italien sollte man zur Versorgung mit Gaskartuschen am besten einen Decathlon ansteuern. In l'Aquila gibt es einen, allerdings ausserhalb des Zentrums. Ich war nicht dort, habe ihn nur von der Autobahn aus gesehen. Für mich einfacher war es den Decathlon in Rom Fiumicino in Flughafennähe anzusteuern. Er ist mit Bahn (eine Bahnstation in Richtung Rom) und zu Fuss gut erreichbar (Achtung, die Position auf der Karte ist falsch. Google maps hat es richtig).
    1 Punkt
  48. Trotz dem Diss wollte ich noch kurz einwerfen: die MotionX App trotzdem mal zu laden. Ja Kontrast scheisse aber sie hat verdammt viele trails verzeichnet, die ich sonst nirgends gefunden habe. Auch hier in Schweden Gold wert, trotz der Maps von lantmäteriet. Kenne allerdings die Kompass App nicht.
    1 Punkt
  49. Oh mann. Dieses Forum ist einfach furchtbar gerne mit sich selbst beschäftigt. Leute es wird Frühling! Geht raus, testet neues Zeug und neue Methoden, plant Touren, sammelt neue Erfahrungen. Reduziert weiter euer Zeug. Und schreibt dann hier drüber.
    1 Punkt
  50. Graptolith

    Impressionen von Touren

    Schneeschuhwandern im Alpthal in der Schweiz vor 2 Wochen. Übernachtung bei -2°C (ab und an windig) mit Aegismax Windhard und Subito Schlafsack/Rettungsdecke.
    1 Punkt
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt
×
×
  • Neu erstellen...