So, bin wieder zurück. Sehr interessant, nass, lehrreich und schön war es.
Ich hatte den eBook-Reader mit und würde ihn beim nächsten Mal doch zu Hause lassen. Ich hab viel weniger Pause gemacht als gedacht und abends war ich eh zu müde, habe telefoniert oder den Weg am nächsten Tag gecheckt.
Navigation mit Osmand hat ganz ok funktioniert, öfter hat "es" aber nicht gewusst, wo ich bin. Aber noch ein Navi anschaffen und mitschleppen? Find ich irgendwie teuer und blöd...
Micropur habe ich nicht gebraucht, obwohl ich es sehr gern ausprobiert hätte. Ich wollte eigentlich unbedingt eine Quelle suchen und dann das Zeug reinkippen und trinken. Aber das war ein richtiger Fail. Ich hab mehrfach Quellen, die in Osmand eingezeichnet waren, gesucht und nur Trockenheit oder maximal Matsch (in dem sich sicherlich Wildschweine gesuhlt hatten) gefunden. Einmal bin ich echt lang im Wald rumgestifelt und musste durch Dornengebüsch dringen eine Weide kreuzen. Das hat sich alles ganz falsch angefühlt, ich will ja nicht die Tiere stören oder Privatflächen betreten. Bin auch einmal deswegen angemotzt worden, als ich nach meiner vergeblichen Suche auf einen Weg stieß und dann eine Frau am Ende des Weges mich erbost darüber aufklärte, dass das ein Privatweg sei und ob ich die Schilder nicht gesehen hätte (hatte ich nicht, denn ich kam ja quer direkt aus dem Wald). Bäche wollte ich nicht nutzen, oder macht Ihr das? Zu Friedhöfen war es dann immer ein bisschen weit, wenn mir das Wasser ausgegangen war, daher hab ich ein paar mal irgendwo geklingelt und dann Wasser bekommen.
Die Babytücher hab ich an einem Abend sehr vermisst. Ich war megadreckig im Gesicht und an den Füßen und hatte nicht mehr so viel Wasser. Außerdem war mein Bandana auch dreckig, damit wollte ich nicht mein Gesicht reinigen.
Das Desinfektionsgel bleibt beim nächsten Mal zu Hause.
Der Minikarabiner für das pee rag und das Schwammtuch waren super. Aber ich glaube, zwei reichen. Das Bandana hatte ich immer in der Tasche.
Das Petzl-Tikka-Licht hab ich schon gebraucht, aber nur für ca. 20 Minuten abends auf kleinster Stufe. Das geht sicher leichter.
Die Idee, das Tyvek-Groundsheet als Regenrock zu nutzen, finde ich irgendwie zweifelhaft. Ich war froh, das Groundsheet zu haben, denn in einer Nacht (der einzigen, in der ich wild gezeltet habe), musste ich aus der Not heraus zwischen Waldrand und Brenesselfeld lagern. Und große Brenesseln haben sehr dicke und doofe Stängel, die so richtig auf Bohren aus waren. Außerdem konnte ich nicht prüfen, was sonst noch alles auf dem Boden lag. Am nächsten Morgen war die Unterseite megadreckig und ich hatte kein geeignetes Tuch zum Abwischen dabei. Als Kleidungsstück war es also irgendwie nicht mehr richtig geeignet. Dreck innen ist ja doof und Dreck außen ist so zivilisationsnah wie in NRW irgendwie nicht so cool, fand ich.
Olivenöl und Salz bleiben beim nächsten Mal zu Hause. Ich hab eh nur Wasser und Trockenzeug zum Kochen genutzt.
Die Tasse hab ich auch nicht zum Trinken genutzt, das Wetter war viel zu heiß für Tee. Aber ich hab sie mehrmals gebraucht, um Wespen aus dem Zelt zu befördern. Ich würde sie aber bei kühlerem Wetter mitnehmen.
Die Socken hab ich einmal gewaschen, aber sie sind nicht wieder trocken geworden. Vielleicht brauche ich dünnere?
Und ich hätte gern noch Gaiter gehabt, ständig war irgendwas im Schuh...
Soviel dazu :).