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  1. Tag 2 Vormittag: Über den Pass da Casnil Sud zum Albignasee Die Nacht auf 2550 m Höhe war unruhig. Der Wind war doch recht stark und hat, da ich das Tarp aufgrund der begrenzten Platzfläche nur mäßig gut abspannen konnte, auch unter dem Bodenrand reingepustet. Obwohl ich die Windhose im Schlafsack an hatte, war der Wind teilweise unangenehm kalt an den Beinen. Vor Allem hat mich aber das laute Wackeln der Wände bei Windböen und nach unten Rutschen auf der schrägen Fläche nur schwer in den Schlaf fallen lassen, bzw. auch schnell wieder aufgeweckt, wenn ich doch mal für kurze Zeit eingeschlafen war. Während ich noch zerknittert nach dem Aufwachen im warmen Schlafsack ausharre, koche ich mir einen warmen Tee. Ich bin rechtzeitig vor dem Sonnenaufgang aufgewacht, aber dieser bringt leider keine farbige Himmelsstimmung mit sich. Doch etwas später taucht die Sonne die Berggipfel sehenswert in rotes Licht und motiviert mich den Schlafsack zu verlassen. Ich starte die Drohne und schieße noch ein paar Fotos aus der Luft. Anschließend setze ich mich auf meiner Faltisomatte auf den Fels und wärme Wasser für mein Müsli auf. Das ist ein großer Vorteil der Schaummatten, einfach unkompliziert auf einen Fels legen, ohne sich groß Gedanken um etwaige spitze Steine zu machen. Schließlich packe ich alles zusammen und laufe weiter, zunächst geht es dem gleichen Weg von gestern wieder runter. Kurz vor der Ebene fülle ich mir wieder 1.5 L Wasser am Bergbach auf, überquere die Brücke und zweige nun auf den schwierigen blau-weißen “Weg” ab, der mich nun überwiegend weglos zum Pass Casnil dal Sud bringen soll. Schon nach wenigen Schritten hört der Single-Trail auf und geht in ein Geröllfeld über, in dem ich mich von Markierung zu Markierung den Hang nach oben bewege. An der ersten kettenversicherten Stelle lasse ich die Kette noch unberührt. Doch schon bald habe ich zumindest eine Hand an den Helferlein, da es recht steil voran geht. Bei Nässe kann ich die Route wirklich nicht empfehlen. Mein Blick bleibt an etwas Rotem zwischen den Felsen hängen. Das gehört definitiv nicht in die Landschaft - eine Hundetüte. Da sie ohne Inhalt ist, packe ich sie ein und freue mich, meinen gestrigen Schnitzer mit dem verkohlten Gras wieder auszubügeln. Dann komme ich an ein kleines Plateau mit herrlichem Blick auf den Gletscher. Das wäre auch ein würdiger Schlafplatz, aber ich habe heute noch einiges vor und die aufziehenden Wolken gefallen mir eh nicht. Also fotografiere ich etwas und laufe schließlich weiter. Es geht weiter über Geröllfelder und ich kann erstmals den Pass erkennen. Dann geht es über ein Altschneefeld. Den Blick habe ich nun auf den Boden geheftet, um mögliche Löcher in der Schneedecke frühzeitig zu erkennen. Plötzlich schrecke ich auf, als ich eine Bewegung im Augenwinkel sehe. Bin ich etwa doch nicht allein hier oben? Tatsächlich, ich entdecke drei Steinböcke auf bzw. hinter einem Fels. Sie beobachten mich aufmerksam aber ruhig und lassen mich im Abstand von ca. 10 m fotografieren und vorüber laufen. Das sind schon majestätische Tiere. Am Ende des Schneefeldes finde ich die weiß-blauen Markierungen nicht mehr. Da die Passhöhe aber schon zum Greifen nah ist und der Weg eh aus Felshüpfen besteht, hüpfe ich nun halt nach eigenem Ermessen den letzten Anstieg nach oben. Wenige Meter vom Ziel entfernt, merke ich aber, dass ich etwas zu weit seitlich abgedrängt wurde und der Hang hier ziemlich bröselig ist. Ständig rutscht ein Stein, den ich als Halt auserkoren hatte, weg und einmal schürfe ich mir beim Nachgreifen die Hände etwas auf. Dann habe ich es geschafft und stehe auf 2941 m Höhe auf dem Pass und genieße den Ausblick auf die nächsten vergletscherten Berge. Der Weg steigt nach der Scharte noch etwas an, sodass ich zeitweise auf 2970 m laufe. Mein innerer Monk rät mir, einen der umliegenden Gipfel zu erklimmen, um die 3000 m zu knacken. Doch da diese wieder nur Schutthaufen sind ohne jegliche Wege/Markierungen und ich gerade erst schlechte Erfahrungen mit rutschenden Felsen gemacht habe, siegt die Vernunft und ich steige Richtung Albigna See ab. Schon bald kann ich diesen auch schon sehen. Der Berg im Schatten in der rechten Bildhäfte vor dem See ist der Piz dal Päl, der eine atemberaubende Aussicht bieten soll. War ich beim Aufstieg von der Ostseite her ganz alleine, kommen mir nun auf der Westseite auch Wanderer entgegen. Diese Seite ist durch die Bergbahn zum Stausee und die nahe Hütte Capanna da l‘Albigna belebter. Auch später sehe ich noch einige Kletterer. Unter anderem ist die berühmte La Fiamma hier. Diese hätte ich mir gerne noch angeschaut, aber allein der Weg dahin ist wohl recht schwer und verlangt eine Kletterausrüstung. An einem kleinen Teich etwas östlich vom Piz dal Päl gönne ich meinen müden Beinen etwas Ruhe, esse einige meiner selbstgebackenen Käsemüsliriegel zum Mittagessen und einen Schokoriegel hinterher. Erstmals kommen Zweifel auf, ob ich am Nachmittag nochmal 1400 Höhenmeter zum Piz Cam hochkomme. Gestärkt, ausgeruht und mit frisch gefiltertem Wasser entscheide ich mich, den kleinen Abstecher auf den Piz dal Päl zu nehmen. Auch hier erklimmen einige Kletterer die steilen Felswände, ich folge dagegen einem kleinen Pfad zum Gipfel. Die Aussicht ist gewaltig, der türkise Gletschersee liegt mir zu Füßen und ich beschließe den restlichen Drohnenakku hier zu verfliegen. Lediglich der nebelverhangene Blick ins Tal und die zunehmend in die Berggipfel ziehenden Wolken trüben meine Laune. Kommt der angekündigte Wetterumschwung doch schon früher? Ich lasse mir von zuhause aus einen aktuellen Wetterbericht schicken. Die Gewitter sollen morgen tatsächlich schon am Mittag und nicht erst am Abend kommen aber zumindest der heutige Tag soll noch sonnig sein. Ich steige zum See hinab, laufe durch den Nebel über die Staumauer und gelange zur Bergbahn. Dann fahre ich mit der nächsten Bahn hinunter und plane den restlichen Tag um. Die weglose Passüberquerung hat doch einiges an Kraft und Konzentration gekostet und gemäß meinem Plan stünden später nochmal 1400 Höhenmeter auf den Piz Cam an. An diesem Tag habe ich bisher 11 km, 750 Höhenmeter Aufstieg und 1190 Höhenmeter Abstieg mit schierigen Wegverhältnissen in den Knochen. Mein innerer Schweinehund meint, das könnte zu viel werden. Der vernünftige Teil in mir rät zudem von einer Übernachtung auf dem Piz Cam ab, da hier weit und breit keine Schutzhütte ist und die Gewitter sich ja nicht immer an die Wettervorhersage halten - ich wäre nicht der erste Wanderer, der von einem früheren Wetterumschwung überrascht wird und muss das nicht unbedingt auf einem Berggipfel auf 2600 m ausreizen. Wenn sich der innere Schweinehund und die Vernunft verbünden, ist Widerstand fast zwecklos. Ich füge mich und plane auf eine weniger hoch gelegene Route um. Von der Talstation Pranzaira will ich zunächst im Tal Richtung Viscoprano und auf den viel beworbenen Sentiero Panoramico. Dort irgendwo einen Schlafplatz suchen und am nächsten Tag könnte ich im Falle von frühen Gewittern schnell ins Tal absteigen. In der Theorie war der Plan gut, aber die Praxis sollte mich mal wieder etwas Besseren belehren...
  2. Impressionen von Touren

    nitram und 7 andere reagierte auf Lugovoi für Beitrag im Thema

    8 Punkte
    Ich bin gestern aus Island zurückgekehrt. 140km Strecke auf den Trails Hellimannaleið, Laugavegur und Fimmvörðuláls. 7 Tage auf dem Weg, davon 2 Pausentage wegen Sturm. Eine tolle Tour, die jetzt langsam erst ins Tiefenbewusstsein einsickern wird. Wer den Klassiker Laugavegur zu gehen plant, dem rate ich die beiden Verlängerungen an, nur Laugavegur ist für mein erleben arg schnell vorbei.
  3. Impressionen von Touren

    Dimi und 7 andere reagierte auf MaikGrosser für Beitrag im Thema

    8 Punkte
    Hier ein paar Bilder aus 10 sehr verregneten Tag in Süd-Norwegen (ab dem 20.8). 3 Wanderer, zwei relativ erfahren, einer wenig. Es sollte eine entspannte Tour werden, damit der dritte eine guten Start in dieses tolle Hobby hat. Wir sind mit der Fähre von Hirtshals nach Bergen, dann mit dem Bus nach Tyssedal, und von dort über Trolltunga (über Massen schmunzelnd, die sich für ein Selfie in einer Schlange anstellen) über Sandhaug, Vossevangen, Myrdal etc. Schon auf dem Weg stellten wir fest, dass für die gesamte Zeit sehr viel Regen angesagt ist, entgegen unseren Planungen (ja, in Norwegen sollte man immer mit Regen planen, das weiß ich jetzt ) Ich war mit Regenjacke und Regenhose (die war eigentlich nur als Wärme-Backup gedacht) unterwegs, die anderen mit Poncho bzw. nur Regenjacke. Unterwegs waren wir mit Tarps, was die Lagersuche zwar in die Länge gezogen hat, sonst aber gut funktionierte. Evtl. würde ich beim nächsten Mal ein etwas größeres mitnehmen (meins hatte 2,8 x 1,6 m). Allerdings war wirklich alles so unglaublich nass, dass wir Schwierigkeiten hatten, die Quilts trocken zu halten. Vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit war nervig. Ich war mit knappen 5 kg unterwegs, die anderen beiden mit 12 bzw. 14 kg. Ich mit Merrell Vapor Glove 5, einer mit Wanderstiefeln, der dritte mit Trailrunnern. Fakt ist, dass wir quasi über die gesamte Zeit komplett nasse Füße hatten, da der Boden dermaßen aufgeweicht war, dass man immer wieder weit über den Knöchel eingesunken ist. Gamaschen hätten da auch nichts geholfen. Meine Wahl habe ich nicht bereut, da sie halt auch schnell trockneten. Die Wanderstiefel wurden über den gesamten Zeitraum kein einziges Mal wirklich trocken. Am 5ten Tag hat sich dann einer ins Hostel verabschiedet, Knieprobleme sowie Schnauze voll vom Dauerregen. Wir sind dann alleine weiter gezogen. Insgesamt war es ein schöner Urlaub, und es bleibt nicht mein letztes Mal Norwegen. Ich war vorher noch nie so weit nördlich, habe mich aber von der Landschaft faszinieren lassen. Beim nächsten Mal werde ich mich allerdings besser auf Regen einstellen, und die Tour nördlicher beginnen. Inspirationen gibts hier im Forum ja genug
  4. Impressionen von Touren

    nitram und 6 andere reagierte auf croco für Beitrag im Thema

    7 Punkte
    Erzgebirge, Sachsen, nur wenige Kilometer von Annaberg-Buchholz mit dem Zug nach Cranzahl, und von dort Aufstieg auf den 713m hohen Bärenstein. Mit einem kleinen Abstecher zum Cranzahler Stausee geht es die kürzere Strecke den Kammweg hoch, mit kräftiger Steigung vor dem Gipfel, aber den schaffen selbst Einsteiger 😀. Für einen kleinen Obolus darf man auch den Turm des Hotels besteigen mit Rundumblick bis zum Fichtelberg. Zum Abstieg umrunden wir etwas den Gipfel und genießen die fantastische Aussicht auf den Stausee und verkürzen den Rückweg über den Steilabstieg, ohne große technische Schwierigkeiten. Den krönenden Abschluss bildet der leckere Mohnkuchen im Cafe in Cranzahl 😀
  5. Hallo zusammen, angelehnt an die Planung hier habe ich die Tour nun mit dem neuen Velo gemacht. Es wurde ein bisschen länger und bin dann über die Hamburger Region hinausgefahren bis zur Dänischen Grenze. Die Route Die Route habe ich selbst zusammengebastelt und ging von Brugg AG (Schweiz) nach Flensburg über Donau-Eschingen, Freudenstadt, Karlsruhe, Heidelberg, den Odenwald, Mainhausen, durch die Röhn, Herzberg im Harz, Braunschweig, die Süd- und Lüneburger Heide, Stade, Glücksstad und dann an der Westküste Schleswig-Hohlsteins bis zur Dänischen Grenze, von wo ich dann nach Flensburg abgebogen bin, um mit dem Zug über Hamburg und Basel wieder zurück in die Schweiz zu kommen. (Details zur Route in den jeweiligen Abschnitten). Die Route war Anhand der OSM Karten und Komoot geplant, wobei ich versucht habe einen guten Mix aus kleineren Orten und Natur zu finden. Ich habe nicht nach Höhenmeter/km optimiert, sondern ich habe da mal geschaut wo es schöne Ecken geben könnte, das ist mir auch gelungen. Das einzige Manko war vielleicht der Teil bis nach Donau-Eschingen, ich würde eher über das Schwarza-Tal über den Schluchsee fahren. Da ich das aber als Vorbereitung schon öfters gemacht habe und ich sowieso mal nach Donau-Eschingen wollte, habe ich mich für diese Variante entschieden. Navigiert habe ich mit Komoot auf dem Handy, was letztendlich ganz gut geklappt hat, da doch relativ viele Schilder rumstanden und ich somit nicht ganz auf das Ablesen vom Handy angewiesen war (was v.a. in der prallen Sonne nicht ganz leicht war). Der Weg führte bis südlich von Hamburg Hauptsächlich über Forstwege, Feldwege und Trails mit kleinen Strassenabschnitten, v.a. um Dörfer/Städte zu passieren. Nach der Lüneburger Heide war es dann fast ausschliesslich asphaltiert. Übernachtungen habe ich im voraus nicht geplant, sondern immer so gegen 15 Uhr mal geschaut was das Wetter macht und was so vor mir liegt. Ich habe ein Mix aus Campingplatz, Schutzhütte und Landgasthöfen gemacht. (Details in den Tagesetappen). Kleine Rahmenbedingung : südlich von Hamburg fand eine Familienparty statt, bei der ich unbedingt dabei sein musste. Alle wussten auch, dass ich mit dem Rad komme, daher war kneifen nicht mehr möglich . Ich bin am 22.08. gestartet und musste spätestens am 31.08. in Drestedt (Nähe Bucholz/Nordheide sein). Damit hatte ich 10 Tage für die ersten 950 km, wobei ich mit einer Ankunft am 30.08. rechnete. Die Route war mit kleinen Umwegen zum Übernachten (sehr wenig da ich meistens was direkt an der Route oder leicht parallel zur Route gefunden habe) waren es 1'326 km, 9'360 hm+ und 9'740 hm-. Vorbereitung Eine grössere 3-Tagestour im Jura hier. Ich wollte noch eine machen, wurde aber wegen einer Spontan-OP im Mund abgesagt. Sonst noch ein paar Tagestouren von 100 km und mehr ohne Gepäck und ein paar Sprinttouren (so 2-4h) wo ich aber richtig in die Pedale gedrückt habe. Da dies meine erste grosse Biketour war, gab es am Tag davor schon viele Fragezeichen. Kann ich die Kräfte richtig einteilen, wie geht es meinem Po und meinen Handgelenken nach mehr als 3 Tagen ? Halten die Taschen wie geplant oder sind die Spanngurte schrott ? Am Ende ging alles gut und ich hatte nur einen gröberen Ausfall zu beklagen (Hinterradreifen), der sich aber flicken liess. Ausrüstung Ich wollte möglichts meine Wanderausrüstung wiederverwenden, und wenig Neukaufen, daher nicht immer ganz UL oder auf das Radfahren optimiert. Bike, Werkzeug und Taschen. Das Riverside Touring 920 von Decathlon, was mir so manches Forumsmitglied empfohlen hatte. Reifen waren auf Tubeless umgestellt. Das Rad hat alles mitgemacht, und ich war sehr über die Geländegängigkeit auch im verblockten Gelände mit Gepäck überrascht (10 cm Stufen durch Wurzeln/Steine waren kein Problem, hoch wie auch runter) - bis in einem gewissen Mass natürlich. Mit dem Rad ist aber sehr viel machbar. Als Werkzeug hatte ich kompakte Luftpumpe, MultiTool, Ersatzschlauch, Tubeless-Repairkit, Schaltauge und Kettenschloss dabei, sowie einen Lappen zum abwischen der Kette am Abend und ein paar leichte Werkhandschue. Zum Grossteil habe ich die gleiche Backpackingtaschen von Decathlon benutzt wie in der Jura-Tour (Vorne Lenker-Rolle mit Harnisch, Halbe Rahmentasche, Oberrohrtasche, Hinten den leichten Gepäckträger mit einem kleinen 5L Rollsack den ich noch über hatte). Ein grosser GameChanger ist die Art abnehmbahre Handtasche, die man an den vorderen Harnisch anklipsen kann. Erstens kann man Sie einfach öffnen und schliessen und auch schnell für einen Einkauf abnehmen. Das ganze sah dann so aus: In der Lenkerrolle waren Schlaf- und Wärmekleidung sowie Decke, in der Handtasche Sonnenbrille, weitere Snacks, Sonnencreme, Portemonnaie und weiteres. In der Oberrohrtasche die PB zum aufladen anhand des Dynamos und Snacks. In der Rahmentasche Wasserfiltration, Toilettenpapier und -Schaufel, Regenjacke, und Ersatzschlauch. Hinten die Isomatte in einer Blache (Multi-Use für Unterlage und Rücktransport) eingewickelt und in der Rolltop-Tasche Essen (Tortilla/Erdnussbutter, Käse, Wurst), Zelt , aufblasbares Kissen und zwei Extra Spanngurten. Das war alles mit zwei 1-Meter Spanngurten fixiert. Dazu noch die Trekking-Stöcke für den Zeltaufbau. Am Unterrohr habe ich den Rest des Werkzeugs und Ersatzmaterial in einer speziellen Dose mitgenommen bis auf die Luftpumpe, die am Oberrohr mit zwei Klett und Gummiaufliegern fixiert ist. Kleidung Angezogen Mammut Sun-Shirt mit langen Ärmeln (ohne Kapuze) in leuchtend Orange und die etwas teurere Radlerhose von Decathlon, Merino Socken und Zustiegsschuhe. Hat alles Tip-Topp funktioniert. Als Iso noch das Mammut Anergy, was ich nur Nachts gebraucht habe. Zum schlafen und sich auf dem Campingplatz/Hotel bewegen ein Merino Longsleeve von Decathlon, eine leichte Shorts und eine Jogging-Unterhose der gleichen Marke. Ziel war hier dass ich die Shorts und Jogging Unterhose auch zum Radfahren nutzen kann, falls mein Hintern/Schritt genug von der Radlerhose hatte, was ich aber nicht brauchte. Dazu hatte ich noch Extra-Paar Socken für den Fall der Fälle sowie Regenjacke und -Hose. Schlafen Als Zelt mein treues GG2, ich werde mir vermutlich bald noch ein 1P Zelt zulegen, da meine Frau solche langen Geschichten meistens nicht mitmacht. Die Faltmatte von Decathlon in ganzer Länge, STS aufblasbares Kissen, und die Yak-Wolldecke. Die Yakwoll-Decke hat sich auch jetzt wieder gut bewährt, ich muss aber schauen dass ich diese in grösser kriege und eventuell eine Fussbox reinnähen kann, sonst finde Sie ziemlich genial. Als Seitenschläfer sind die 90 cm breite einfach zu knapp. und die Fussbox, damit die einfach drin bleiben und ich keine kalten Treter kriege.
  6. Welche Taschen am Bike?

    r.lochi und 4 andere reagierte auf HUCKEPACKS für Beitrag im Thema

    5 Punkte
    @Fruchtda helfe ich mal mit dem Bild aus.😉 Übrigens kann es vorkommen, dass je nach Winkel, die Flaschen bei rougher Fahrt oder bei Abfahrten vorne raus schießen könnten. Da helfen zwei Shock cords, um die beiden Flaschen zu sichern. Bei Nichtnutzung kann man die dann einfach um den Vorbau spannen. Bei mir hat sich herausgestellt, dass der SKS Velocage am besten für die Überkopfmontage geeignet ist, da er in diesem Fall nach unten und zum Boden der Flasche komplett geschlossen ist und die Flasche somit nicht durchrutschen kann. Und falls mehr Wasser benötigt und/oder eine BarRoll genutzt wird, kann man ja noch eine Apidura 3 Liter Bladder in den Framebag integrieren.
  7. Etappe 1: Brugg AG - Peterzell Brugg AG - Klingnauer Stausee - Grenzübergang Waldshut/Koblenz - Lauchringen - Wutöschingen, Stühlingen - Fützen - an Blumberg vorbei - Donaueschingen - zwischen Villingen/Schwenningen - Weilersbach - Sulgen - Peterzell 128 km - 1'410 hm+ - 1'090 hm- Ich hatte alles schon am Vortag gepackt und bin damit zur Arbeit gefahren um mal zu schauen wie alles hält und sich alles so anfühlt. War alles gut, trotzdem konnte ich in der Nacht nur schwer ein Auge zu tun und ich war nervös gespannt. Knapp nach Dämmerung ging es dann los, alles wurde noch mal festgezurrt, das Essen aus dem Kühlschrank eingepackt und los ging es. Den ersten Teil der Strecke bis zur Grenze kenne ich schon recht gut, bin mit ruhigem Tempo los, so dass ich nach ca. 16 km die deutsch/Schweizer Grenze erreiche. Schnell durch den Verkehr gewuselt und weiter ging es bis nach Lauchringen, wo ich dann der Wutach flussaufwärts folgte. Meistens ging es über schön rollende Kieswege, und relativ flott kam ich dann bis nach Stühlingen, wo ich die erste Pause hatte (knapp über 40 km). Ab hier teilte ich mir den Weg mit ein paar "Schluchtensteigern" und es kamen eigene Erinnerungen hoch, wie ich diesen nicht so ansehnlichen Teil vom Schluchtensteig eingeklemmt zwischen Bundesstrasse und Wutach entlangwanderte. Mit dem Rad war ich dann aber auch ganz flott auf der Höhe Blumberg, wo sich die Wege trennten, was zu Fuss damals fast die ganze Tagesetappe war. Wie schnell man mit dem Rad doch unterwegs ist ! Den Gedanken musste ich vor Blumberg aber auch schnell verwerfen, da kurz vor Blumberg ein Stück Landstrasse war, welcher Sicherheitstechnich der kritischste Moment war. Laut Beschilderung und OSM Karte ist es zwar Teils des offiziellen Radnetzes aber auf einmal ging es ohne jeglichen Schutz/Radweg Steil eine Landstrasse hinauf, wo bei bei bis zu 15% Steigung die Autos an einem vorbeidüsten. Eine sehr unangenehme Situation, die ich nicht vorausgesehen hatte. Es waren zwar nur knapp 2 km, aber durch die grosse Steigung (über 100 hm+) und den dadurch resultierenden Geschwindigkeitsunterschied war es überhaupt nicht schön. v.A. gab es so einige knappe Kurvenüberholer. Der Spuk war zwar schnell vorbei, es stellten sich aber bei mir trotzdem Fragen. Wird es weiterhin so Stellen geben ? Zum Glück nur einmal, und weitaus weniger kritisch. Danach ging es mehr oder weniger parallel zur B27 auf einem schönen Radweg bis nach Donaueschingen, wo ich einen kleinen Blick in die Fake-Quelle der Donau warf. Kurz nach Villingen-Schwenningen ging es dann weiter über Dörfer wieder in den Schwarzwald rein, der gut ausgebaute Radweg wurde wieder zu Feld- und Forstweg. In der Nähe von Peterzell fand ich an einen Grillplatz mit Schutzhütte, wo ich diskret übernachtete. Klingnauer Stausee mit Mondspiegelung und Kloster im Hintergrund. Wutach bei Stühlingen Fake Donauquelle in Donau-Eschingen Sonnenuntergang bei Peterzell
  8. Etappe 9: Drestedt-Ording Drestedt- Hollenstedt - Moisburg - Buxtehude - Horneburg - Stade - Krautsand - Dornbusch - Fähre Wischhafen/Glücksstadt - Brunsbüttel - Sankt Michaelisdonn - Meldorf - Busüm - Sankt Peter - Ording (Camping SPO) 194 km - 510 hm+ - 560 hm- Nach 3 Tagen Erholung geht es nun weiter Richtung Elbe über Buxtehude und Stade. Vor allem die schnieke Altstadt von Stade bleibt mir in Erinnerung. Ich merkte auf einmal wie einfach es sich rollte. Es war immer tipp-topp asphaltiert, kaum Gegenwind und es war auch deutlich weniger warm. So konnte ich locker die Kilometer schlucken und ungeplant eine Mega-Etappe einlegen. Einen kleinen Umweg über Dornbusch statt an der Elbe lange musste ich hinnehmen, da eine Hebebrücke im Sommer nur am Wochenende offen hatte. Bei der Fähre in Wischhafen angekommen musste ich auch nicht lange warten bis Radfahrer vorrangig drauf durften und die Elbe überquert werden konnte. Am Horizont konnte man noch 2 japanische Schiffe erblicken, die auf Besuch in Hamburg waren und nun für eine Übung ausliefen. In Glücksstadt weiter bis bis Brunsbüttel, wo es mit der zweiten Fähre über den Nord-Ostseekanal ging. Statt der Elbe/Küste lang eine Abkürzung über Sankt Michalisdonn zur Meldorfer Bucht, kam ich nun an der Nordsee an. Ab da über einen super ausgebauten Radweg dem Deich entlang über Büsüm und immer der Küste nach bis Sankt-Peter Ording. Es war von dort an sehr eintönig. Entweder links Nordsee rechts Deich oder links Deich rechts Hinterland und eventuell zweiter Deich, je nachdem wo der Radweg gerade langfuhr. Dort konnte ich dann einen super Sonnenuntergang direkt am Strand geniessen, wobei manches schon recht befremdlich war, vor allem der grosse Parklplatz direkt am Strand. Altstadt Stade Am Elbdeich Überfahrt Elbe Nordsee! Sonnenuntergang über den Dünen von Sankt Peter Ording
  9. Schlafsack/Quilt und Isomatte mit Hund

    Timbo9650 und 3 andere reagierte auf Maalinluk für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Deine Frage ist schon etwas älter, aber da ich gerade mit Hund an einem kühlen Tag in der Bretagne im Zelt liege: Für meinen alten und leicht frierenden Hund gab es 2 Varianten: Schlafsack auf und Hund mit rein lassen. Oder Zusatzdecke mitnehmen und Hund zudecken. Die Hundewärmflasche war für mich toll. Aber: Hunde ändern nachts gerne die Position, verlieren die Decke und frieren dann. Wurde oft durch hündischen Vibrationsalarm geweckt. Letztendlich habe ich bei Extremtextil Material bestellt und eine Art Hundeponcho genäht, also eine Decke, die mitwandert, wenn Hund sich bewegt. Habe Apex als Füllung verwendet. Und als Isolierung von unten eine Evazote Matte. Das gibt es auch bei Extremtextil. Kannst überlegen, ob du was Breites für den ganzen Zeltboden nimmst, was im Winter auch für dich sehr nett ist oder nur für den Hund. Für Minustemperaturen habe ich eine alte, günstig erworbene Neo Air S für den Hund eingekürzt (mit Mut, Schere und Bügeleisen). Ein Stück Tyvek bewährt sich übrigens gerade bei Schmuddelwetter sehr gut, um eigenes Schlafzeug vor nem nassen Hund zu schützen!
  10. Etappe 11: Neukirchen - Flensburg Neukirchen - Süderlügum - Ladelund - Bramstedtlund - Jardelund - Dänische Grenze - Padborg - Harrislee - Flensburg 59 km - 210 hm+ - 200 hm- Jetzt wollte ich noch kurz die Ostsee erblicken. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit noch mehr Matjes (erwähnte ich schon, dass ich das Zeug liebe ?), ging es quer durch Weiden und Felder nach Flensburg. Zwischen Weesby und Jardelund musste ich eine gesperrte Zone umfahren, die so in Komoot nicht eingezeichnet war und wo er mich durchleiten wollte. Dann noch mal einen kurzen Abstecher nach Dänemark um dann über Norden Flensburg zu erreichen. Es ging auch stetig bergauf, bis es kurz vor dem Zentrum Flensburg noch mal eine kurze Abfahrt gab. Am Hafen Flensburg entlang, aber sehr viel schönes gab es nicht wirklich zu sehen. Im Bahnhof Flensburg dann das Radel unter schmunzelnden Blicken der Polizei auseinandergenommen, in die Blache gepackt und dann mit dem Regionalexpress nach Hamburg. Dort bei Familie übernachtet und mit dem seit langer Zeit gebuchten ICE bis nach Basel und dann weiter mit der SBB bis nach Brugg. Ankunft Flensburg Rad im Einpackprozess Und im Zug
  11. 3 Punkte
    Etappe 2: Peterzell - Walldorf Peterzell - Loßburg - Freudenstadt - Besenfeld - Schramberg (Gipfel) - Hohloh (Gipfel) - Bad Herrenalb - Frauenalb - Ettlingen - Karlsruhe - Graben-Neudorf - Wiesental - Kirrlach - Walldorf (Camping) 144 km - 1'190 hm+ - 1'760 hm- Kurz vor der Dämmerung wachte ich auf und begab mich ca. 1 h wieder auf den Weg. Es ging gleich auf relativ technischen Forstwegen los, wo ich mich durch Wurzeln und leichten Waldboden durchwühlte, die sich dann aber schnell in gut ausgebauten Forstwegen wandeltet. Zwischendurch ging es rasant runter, um dann aber sofort wieder in einen Gegenanstieg zu landen. Gegen 09:00 kam ich in Freudenstadt an, wo ich den grössten Marktplatz von Deutschland bewunderte. Dort gab es auch ein kostenloses WC, wo ich Wasser auffüllte, bevor es weiterging. Von dort über Forststrassen richtig in den Schwarzwald rein. Obwohl ich immer relativ weit oben war, ging es nie über die Baumgrenze und die Aussicht war immer sehr beschränkt. Gegen Mittag kam ich dann am Höhepunkt der Tour und wenig später auch am letzten Hochpunkt des Schwarzwaldes an. Von dort ging es mit einem grossen Huiiii auf den Lippen und mit viel Schwung die Forststrasse Richtung Bad Herrenalb runter. Dort eine kleine Eispause eingelegt, und dann über das Albtal weiter über das verlassene Kloster Frauenalb und das schöne Städtchen Ettlingen Richtung Karlsruhe, wo ich gegen 13/14 Uhr erreichte. Mit jedem Höhenmeter niedriger wurde es auch immer Wärmer, und in Karslruhe fuhr ich über eine grosse Einfallstrasse (6 Spurig + Tram) ein, wo ich gefühlt durch die Sonne durchgebraten wurde. Karlsruhe fand ich nicht besonders schön und ich wollte durch die Hitze eigentlich nur noch weg. Sobald ich im Hardtwald war ging es schon um einiges besser, und über die Grabener Allee flog ich dann bis nach Graben-Neudorf. So eine flache Strecke auf so lange Distanz hatte ich bisher noch nie ! Über 50 km komplett flach ! Da konnte ich so richtig km abspulen. Später am Nachmittag erreichte ich dann den Camping-Platz in Walldorf, der nicht so schön und relativ teuer war, aber man nimmt halt was es gibt. Direkt in voller Montur in die Dusche, damit die letzten Sonnenstrahlen noch das gröbste trocknen können. Mit einem Motorradfahrer noch zusammen am Tisch abend gegessen und einen grossen Teller Gyros verputzt (Kalorien !!!). Einen schnellen Anruf bei der Frau und ab ins Zelt für ein bisschen Erholung. Freudenstadt Mit viel Huiiiii die Forststrasse hinab Verlassens Kloster Frauenalb Altstadt Ettlingen Wasserbau im Karslruher Hardtwald
  12. Vorstellungsthread

    Antonia2020 und 2 andere reagierte auf DasLottchen für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Moin, ich bin Alex, 56, aus Schleswig-Holstein und schon diverse Jahre outdoor unterwegs. Von ursprünglich ultra schwer mit vielen Sichehrheitsreserven im Verlauf der Zeit immer leichter werdend. Angefangen haben wir als Familie mit großem Tipi, im Winter mit Edelstahl-Zeltofen, viele Touren mit Kind(ern) & Hunden im Kanadier. Später sind wir auch mal gewandert, das mochte außer mir in der Familie leider niemand fortsetzen (wohl auch wegen zu viel Gewicht). Dann sind wir vermehrt zum radfahren gekommen und seit wir alleine mit maximal einem Hund unterwegs sind, reduzieren wir die Ausrüstung immer mehr. Inzwischen sind wir mit Gravelbikes (für den Hund das Hase gravit Lastenrad) unterwegs. Ich möchte jetzt wieder mehr wandern, da mein Mann immer noch keine Lust hat dann halt mit ner Freundin und teilweise mit Hund unterwegs. Nächstes Jahr fangen wir an, den Olavsweg von Oslo aus zu gehen, verteilt auf mehrere Jahre wahrscheinlich (je nach ihrer Urlaubssituation). Ich möchte dann auch einzelne Touren mit meinem Hund gehen. Im Moment ergänze ich noch fehlende Ausrüstung und teste viel auf kurzen Strecken. Ich lese schon eine Weile hier mit und teste gerne neue Ausrüstung, ich freu mich auf reichlich Input 😊 LG, Alex
  13. 3 Punkte
    Also ultra heavy ist ein Rucksack, der knapp mehr als ein Kilo wiegt, und dafür supertrageeigenschaften meiner Meinung nach dann auch nicht? Und wenn man es viel leichter haben will, dann muss man auch wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Und ein gebrauchtes dfc-Zelt findet man vielleicht einmal im Jahr irgendwo. Und das kostet dann immer noch 600 € aufwärts. Ich denke, da kann man sich doch mal ein bisschen zurückhalten und dem TO ein wenig vertrauen, dass er sich in die Thematik eingelesen hat. Statt mehrere tausend Euro für super UL auszugeben, kann man auch einfach light unterwegs sein und schleppt dann dafür weniger Luxusitems mit sich rum.
  14. Impressionen von Touren

    nitram und 2 andere reagierte auf Jones für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Liebe Grüße aus den Pyrenäen
  15. Etappe 10: Ording - Neukirchen Ording (Camping SPO) - Tümlauer Bucht - Husum - Wobbenbüll - Dagebüll - Klanxbüll - Grenze Dänemark Rickelsbüll - Rodenäs - Neukirchen 123 km - 250hm+ - 250 hm- Kurz vor Sonnenaufgang regnete es leicht, und die Faulheit überkam mich ein bisschen. Die Etappe schien sehr eintönig zu werden mit Deich/Nordsee/flaches Land Blick. So kam ich erst gegen ca.9 Uhr los, rollte das Zelt noch feucht ein und schwang mich auf den Sattel. Der Fahrradweg war weit weniger gut ausgebaut, daher ging es auch nicht so schnell voran und es war auch z.T. sehr mühselig, da jede Bodenwelle direkt weitergegeben wurde. Ich fuhr einfach nur der Küste entlang und erlebte das Wattenmeer bei Ebbe und Flut. Bei Husum wurde ich durch ein Gewitter mit Graupel/Hagel überrascht. Schnell die Regenjacke an und weitergefahren. Nach dem Gewitter dann die Socken ausgewrungen, damit das Teichgefühl aus den Socken verschwindet. Sehr schön war der Abschnitt zwischen der Hamburger Hallig und Dagebüll mit den Blick auf die Wattenmeer Inseln. Kurz vor Klanxbüll wollte ich abkürzen, merkte aber dann, dass alle Gleisübergänge zwischen Klanxbüll und Sylt abgebaut wurden und ich die Gleise nicht passieren konnte (was man in Komoot aber nur auf der grössten Zoomstufe wirklich sah). Seis drum, wieder zurück, in Klanxbüll und dann über eine moorigen Feldweg der viel abverlangte bis zur dänischen Grenze. Es ist geschafft ! Irgendwie konnte ich mich jedoch im ersten Moment nicht richtig freuen, da ich ziemlich fix und fertig war. Erst auf dem Weg in einen schönen Landgasthof in Neukirchen realisierte ich es wirklich, und bestellte mir ein Festmahl mit Sherry, schönem Bier, Matjes und Seelabskaus ! Am Ende noch Rote Grütze und mit vollem Magen ging es ins Bett um ausgeruht in die Epilog-Etappe bis nach Flensburg zu starten. Variante Deich rechts, Nordsee links - natürlich mit Schaf Leuchtturm und Schaf Westerhede Kirche Rodenäs - Turm vergessen und im nachhinein gebaut ? Festmahl mit Seemannslabkaus
  16. Etappe 8: Braunschweig-Drestedt Braunschweig - Gifhorn - Grebshorn -Bargfeld - Marwede - Neu-Lutterloh - Oerell - Münster Bispingen - Volkwardingen - Turmberg - Bolterberg - Wilsederberg - Undeloh - Wesel - Holm - Wörme - Sprötze - Trelde -Drestedt 170 km - 950 hm+ - 980 hm- Mit Enthuasismus und Elan stieg ich gegen 6 Uhr morgens in der Dämmerung in die Pedale, mit dem Ziel das erste grosse Etappenziel zu erreichen. Ich wollte nicht kurz vor Münster 50 km vor Schluss noch mal übernachten. Das Profil sah sehr flach aus, die Wege sollten gut sein - nichts steht mir im Wege ! So dachte ich es auf jeden Fall. Es begann wie geplant. Am Anfang konnte ich viele km zurücklegen und die Feldwege nach dem Mittelkanal waren sehr gut. Ich radelte durch den kühlen Morgennebel während die Sonne langsam aufging. Doch dann fing das Pech an, kurz vor 10 Uhr verlor mein Hinterrad andauernd Luft. Nach zweimal aufpumpen merkte ich dann, dass die Flanke mehrere Risse hatte, wodurch die Luft entweichen konnte, ohne dass die Dichtmilch es verschloss. Mühselig schaffte ich es, den Ersatzschlauch einzufädeln, was eine ziemliche mühselige Sache war, da ich es Anfangs nicht schaffte, den Reifen auszuhebeln. Eine gute Stunde stand ich da in der prallen Sonne, bis ich es endlich geschafft hatte. Zum Glück hielt der Schlauch dann auch, was bis zum Schluss meine grösste Sorge war. Mit Öl und Sand verdreckt ging es weiter. Die Wege wurden auch immer schwieriger. Zum Teil mit Gras überwachsen, zum Teil tiefer Sand, dann wieder fester aber mit vielen unangenehmen Schlaglöchern kam ich nur langsam voran. Bei Grebshorn erreichte ich dann gegen Mittag die Südheide. Das sehr flache Profil entpuppte sich als gar nicht so flach. Es war vor allem durch die bis jetzt gekreuzten Hügelketten stark komprimiert und es ging auch immer auf und ab. Es war anstrengend, die Sonne knallte, doch aufgeben wollte ich nicht. Weiter ging es durch die Kieferwälder (ich hatte mir die Heide viel offener vorgestellt, bis ich nach einer kurzen Stärkung in einer Waldbeiz in der Dübelsheide die erste offene Landschaft erblickte, und das noch in voller violetter Blüte, die die Strapazen kurz vergessen liessen. In der Stadt Münster gab es dann mit einem grossen Banana Split eine gute Stärkung bevor es in die Lüneburger Heide ging. Nur noch 60 km, das schaffe ich. Die Wege waren kurz besser, dann musste ich auch noch kurzer Hand umplanen, da die geplante Route nicht befahrbar war (km 120). Statt die direktere Route musste ich nun einen grösseren Umweg in Kauf nehmen. Egal, weiter geht es. In Volkwardingen erreichte ich die Lüneburger Heide, die ich als viel schöner empfand als die Südheide. Doch die Wege wurden von sandigen Trails mit grossen Wurzeln abgelöst. Langsam sagten meine Handgelenke und mein Hintern dass es schwierig wird. Über die "Berge" der Lüneburger Heider (Turm-, Bolter- und Wilseder Berg) ging es weiter. Hier hat man schöne weite Landschaften mit viel Ausblick, und die Blüte hilft auch darüber hinweg, dass man eigentlich eher aufhöhren will. Bei Undeloh (km 150) verliess ich dann die Heide, und nun, da es nur noch durch monotene Kieferwäldern geht, meldete sich mein Körper nun zu Wort. Es waren aber nur noch 20 km, die ich mit viel ach und krach dann doch noch schaffte. gegen 20 Uhr 30, nach fast 14 h auf dem Rad kam ich erschöpft an. Die ersten knapp 950 km habe ich somit in 8 Tagen, einen Tag weniger als geplant geschafft. Nun hatte ich bis Montag erstmal Pause. Am Freitag ging ich zu einem lokalen Radhändler für einen neuen Hinterradreifen und profitierte von den Einkaufsmöglichkeiten. Dem Nachmittag widmete ich der Reinigung des Rades und dem hochlegen der Beine. Am Abend dann Fisch- und Krabbenessen, bevor am Samstag die grosse Party stieg. Am Sonntag ausgeschlafen und einen Tagesausflug nach Hamburg genossen, bevor es am Montag weiter bis nach Dänemark gehen sollte. Sonnenaufgang nahe Braunschweig Teich in der Südheide Heideblüte Südheide Kirche Hanstedt Sonnenuntergang Lüneburger Heide
  17. Etappe 7: Lonau-Braunschweig Lonau - Herzberg am Harz - Siebertal - Rehberger Grabenweg - Torfhaus - Eckertalsperre - Eckertal - Abbenrode - Schladen - Wolfenbüttel - Braunschweig 102 km - 780hm+ - 1'100 hm- Nach einer kühlen Nacht ging es in der Dämmerung die 5 km zurück nach Herzberg um in das Siebertal einzubiegen. Weitestgehend allein ging es erst an einer Landstrasse entlang, bis kurz nach dem Ort Sieber die Landstrasse weiter Richtung Sankt-Andreasburg führte, und ich aussen herum der Sieber folgte. Am Eisenberg vorbei ging es dann von der Sieber weg auf das steilste Teilstück der Tour (16%). Durch den Asphalt konnte ich es zwar hochradeln. Da das Totholz jedoch kein Schatten bot, kämpfte ich mich mühselig und hchweissgebadet hinauf, bis ich die den Rehberger Grabenweg erreichte. Es ging zwar immer noch leicht bergauf, aber mit Panorama-Aussicht auf die umliegenden ergrauten Berge/Hügelzüge. Zwischendurch bekam ich jedoch das Konzept mit, und tatsächlich, man sah zwischen den Pionierpflanzen viel mehr Diversität, als wie ich es aus dem Schwarzwald kenne. Am Oderteich kreuzte ich die Harzhochstrasse, wo ein technisch für mich nicht einfacher Trail anfing, mit vielen Felsigen Stufen, Wurzeln und alles mit Auf und Ab, sowie den Spaziergängern, die bis jetzt gar nicht vorhanden waren. Machte Spass, aber viel km macht man so natürlich nicht. Letztendlich errreichte ich über die L504 die B4 am Torfhaus. Dort schnell weg auf die Abfahrt Richtung Eckertal an der gleichnamigen Talsperre vorbei. Diese machte bis auf einen kleinen sehr steilen Abschitt kurz vor der Talsperre viel Spass. Danach ging es ohne Umschweife direkt nach Braunschweig wo ich die Nacht in einem kleinen Hotel verbrachte. Gegessen habe ich in einer kleinen süssen Spelunke "Mutter Habernicht) aus 1870 (wenn man dem Schild glauben darf). Ich probierte mich durch die Biersorten und bestellte meinen ersten Matjes der Tour mit Bratkartoffeln hatte (ich liebe das Zeug). Braunschweig hat mich sehr überrascht. Man radelt von Süden durch einen schönen Park hinein und auch die Altstadt gibt einiges her. Letztendlich hatte es ein bisschen von einer Fahrradstadt, wie ich es aus den Niederlanden kenne. Da das Hotel ganze 17 Euronen für das Frühstück haben wollte, kaufte ich mir auch Ersatz ein, damit ich morgens sehr früh starten konnte. Es waren "nur noch" 170-180 km bis zum grossen Etappenziel der Familienparty, und das wollte ich morgen in einem Tag durchziehen. Schwarze Kirche Siebertal Höhenzüge des Harzes Eckertal Spelunke Braunschweig Impression Braunschweig Mein Velo wollte auch mal Hotelluxus
  18. Etappe 6: Velmeden-Lonau Velmeden - Laudenbach - Uengsterode - Trubenhausen - Hundelshausen - Unterrieden - Niedergandern - Reiffenhausen - Ischenrode - Bremke - Wöllmarshausen - Seulingen - Rüdershausen - Herzberg am Harz - Lonau 86 km - 1'050 hm+ - 1'040 hm- Nach der gestrigen anstrengenden Etappe war der Harz das Ziel. Die Flüsse hier fliessen alle Richtung Westen auf die Weser zu. Dadurch war eine Hügelkette nach der anderen auf dem Programm. Erst noch aus dem Geo-Naturpark Frau Holle Land, und dann von einem Tal in das nächste. Auf dem Weg dorthin passierte ich ein Fachwerk-Dorf nach dem anderen, was mich an ein Freiluft-Museum erinnerte. Bei einer Schlachterin/Metzgerin noch schnell ein Frikadellenbrötchen verputzt und lokale Trockenwürste besorgt, ging es auf und ab über Feldwege von Dorf zu Dorf. Irgendwann erschienen auch die ersten verklinkerten Gebäude, aber nach einer unbedeutenden Erhebung nahm der Klinker auf einmal die Überhand. Kurz nach Seulingen kreuzte ich letztendlich die letzte Hügelkette vor dem Harz, wo vor allem die angegrauten Hügelzüge überraschten. Ich kannte dies Teilweise aus dem Schwarzwald, aber dies hatte eine andere Qualität. Ab Rüdershausen ging es dann auch stetig bergauf bis erst Herzberg am Harz und dann den Camping-Platz/Freibad in Lonau. Dies war mit Abstand der schönste Camping-Platz auf der Tour, in einem tiefen Tal umgeben von dort grünen Wäldern. Dort bin ich dann sofort in den Pool zur Abkühlung gesprungen. Ein älteres Ehepaar aus Thüringen im Wohnmobil war so angetan von meiner Tour ("Was! Ohne Batterie auch noch!"), dass Sie mich kurzerhand zum Abendessen einluden, was ich auch dankend annahm. Pooooooooooool
  19. Etappe 5: irgendwo im Wald Nahe Grebenhain - Velmeden Wald - Ilbeshausen-Hochwaldhausen - Blitzenrod - Lauterbach (Hessen) - Udenhausen - Grebenau - Wallersdorf- Asbach - Bad Hersfeld - Bebra - Sandberg (Hügel) - Jäckchenskopf (Hügel)- Mosenberg (Hügel) - Burghofen - Waldkappel - Walburg - Velmeden 119 km - 910 hm+ - 1'020 hm- Kurz vor Sonnenaufgang wachte ich auf, trödelte aber ein bisschen vor mir her. Es kamen irgendwann auch 2 Waldarbeiter vorbeigefahren, die sich auch nicht so für mich interessierten. Was für ein Hochbetrieb hier ! Ich war dann auch schon abfahrbereit und weiter ging es. Erst noch ein Stück Steil hinauf bevor es ins Tal Richtung Lauterbach ging. Über einen kleinen Hügel das Tal gewechselt ging es dem Flüsschen Jossa bis zum Fuldatal der ich bis nach Bad Hersfeld folgte. Bis dahin war der Tag sehr schön und ich konnte mich sogar einem E-Biker für ein bisschen Windschatten anschliessen. Doch danach wurde es Entlang der Fulda und an einer Bundesstrasse entlang (immer auf Radweg aber in Sicht-und Hörweite) Richtung Bebra so richtig heiss und durch die pralle Sonne. In Bebra habe ich meine Essensreserven aufgestockt, dann ging es flott durch die sengende Hitze aus Bebra hinaus auf meinen härtesten Anstieg. Steil ging es nach Bebra die "Franzosenstrasse" hinauf, ein alter Kies- und Sandweg der mich nötigte zu schieben, da mein Hinterreifen immer nur die gröberen Steine und Sand wegschleuderte und die Passage einfach zu Steil war. Die Hitze tat Ihr übriges. Nach dem ersten Anstieg ging es gemächlicher hinauf aber ich spürte, wie ich Richtig platt war. An ein paar "Gipfeln" vorbei (oben Hügel genannt) erreichte ich schliesslich eine kleine Passstrasse, wo ein anderer Radfahrer auf Tagestour mir ein bisschen Wasser abgab. Die Übernachtungsmöglichkeiten waren sehr beschränkt, da vor allem Felder und Weiden am Wegesrand lagen, daher buchte ich einen kleinen Landgasthof in Velmeden. Es rollte zwar bis Waldkappel erstmal ein bisschen runter, doch der letzte Anstieg bis Velmeden verlangte ziemlich vieles von mir ab und ich kam dann ziemlich am Ende dort an. Ein Blick auf das Profil morgen liess mich erschauern, es ging hügelig bis Richtung Harz, nach einer sehr grossen Mahlzeit und zwei isotonischen Weizenbiere ging es dann auch rasch ins Bett. Sonnenaufgang im Wald Schloss Lichtenau Kirche Breitenbach am Herzberg Bad Hersfeld Franzosenstrasse unter sengender Sonne
  20. Etappe 4: Höchst im Odenwald - irgendwo im Wald Nahe Grebenhain Höchst im Odenwald - Breuberg - Scheuerberg - Radheim - Schaafheim - Mainflingen - Großkrotzenburg - Ravolzhausen - Büdingen - Blindsachsen - Wenings - Ober-Seemen - Hartmannshain - irgendwo im Wald Nahe Grebenhain 110 km - 1'280 hm+ - 970 hm- Nach einem schönen Frühstück ging es weiter der Mümling entlang, bis ich kurz vor der Burg Breuberg Richtung dem Scheuerberg abbog und dann "Querfeldein" Richtung Radheim fuhr. Bis dahin war es sehr einsam und die Landschaft war durch Wald, Weide und Felder geprägt. Zwischen Radheim und Schaafheim noch einen kleinen Hügel passiert, und dann ging es auch schon Richtung Main-Ebene. Eine kleine Grenzanlage aus dem späten Mittelalter, die Händler für Zollabgaben über Stockstadt zwingen sollte markierte die Grenze zwischen Bayern und Hessen. Ich folgte dem Main-Radweg, wo ich in den Genuss der Eintagsfliegen-Proteinbombe kam. In Mainflingen übergesetzt und dann bis Großkrotzenburg, wo ich kurz vor Hanau nordwärts abgebogen bin. Hier vor allem über Feldwege bis nach Büdingen, mit einer sehr schönen kleinen Altstadt. Nach Büdingen gab es die zweite kritische Stelle, wo ich jedoch -anders wie im Schwarzwald- bewusst eine Rampe der Landstrasse ohne Radweg hochmusste. Bei weitem nicht so Steil und vor allem sehr gerade ging und damit die Autofahrer besser überholen konnten. Kurz darauf erreichte ich den Vulkanradweg. Dieser war wohl eine ehemalige Eisenbahstrecke, die jetzt mit ganz frischem und glatten Asphalt geteert ist. Da flog ich geradezu den Weg hinauf Richtung Hartmannshain. Auf dem Weg dahin passierte ich die Halbpunktmarke Richtung Hamburg, was im Nächsten Biergarten beim Abendessen mit lokalem Apfelwein und grossen Portion Bauernfrühstuck gefeiert wurde. Gut gestärkt ging es dann weiter, wo ich im Wald eine schöne Schutzhütte fand. Erst hatte ich ein bisschen Bammel, da ein Förster/Jäger kurz darauf vorbeifuhr, der sich aber eine Bohne für mich interessierte. Aussicht Breuberg Alte Industrie in Erlensee Altstadt Büdingen Vulkanradweg
  21. Etappe 3: Walldorf - Höchst im Odenwald Walldorf (Camping) - Heidelberg - Neckargemünd - Hirschhorn (Neckar) - Rothenberg - Beerfelden - Erbach (Odenwald) - Michelstadt - Höchst im Odenwald 91.4 km - 820 hm+ - 770 hm- Früh gestartet ging es gemütlich bis nach Heidelberg, um dann der Neckar flussaufwärts an einem schönen Radweg zu folgen. Ich überholte ein paar vollgepackte Muli-Radreisende das Panorama war immer sehr schön und gegen Mittag erreichte ich dann Hirschhorn, wo nach einer Pause gegenüber der Altstadt ich in Richtung Odenwald abbog. Es ging auch gleich Steil an eine Rampe hoch. Kurz darauf passiert man den jüdischen Friedhof Hirschhorn, einen nach der NS-Zeit wiederhergerichteten Friedhof mitten im Wald aus dem 17. Jahrhundert. Immer weiter schraubt man sich durch den Wald bis nach Rothenberg, wo man dann auf einer Art Hochebene ein schönes Panorama geniessen kann. Der Anstieg ist auch Teil des Neckarsteiges und ab nun folgte ich grösstenteils die Hessichen Fernradwege. Meistens ging es über Kieswege, mit ein paar Asphaltstellen. Ab Beerfelden ging es dann wieder der Mümling nach runter bis nach Erbach und Michelstadt mit Ihren schönen Fachwerk-Altstädten. In Michelstadt gab es ein kleines Apfelstrudel mit Vanille-Eis. Da für die Nacht ein Gewitter angekündigt wurde, habe ich mich in der Gasstätte Burg Breuberg in Höchst in Odenwald Unterschlupf gefunden. Nachträglich eine sehr gute Entscheidung. Es hat richtig geschüttet und gewindet und am nächsten Morgen waren sehr viele Sturmschäden im Wald zu begutachten. Die Kleinstadt ist nicht sehr schön und es wäre vermutlich sehr viel mehr machbar gewesen, leider hat die Stadtplanung in den 60ern/70ern wohl ziemlich versagt. Von der Etappe bleiben mir vor allem die Panoramen an der Neckar und die Aussicht nach dem harten Anstieg auf den Rothenberg in Erinnerung. Heidelberg Altstadt Hirschhorn Jüdischer Friedhof Hirschhorn Panorama Rothenberg nach hartem Anstieg Viadukt Oberzent Jo, kann ich unterschreiben
  22. Mehr als 300 Pic / Tag ? Kommst Du dann ueberhaupt noch zum Laufen ?
  23. Moin! Ich nehme an, es geht hier um die Originalakkus. Nie und nimmer würde ich nur mit einem Akku auskommen. Wenn ich fotografiere, ist es wahrscheinlich zeitlich intensiver als ein gelegentliches Knipsen. Das mit den Tests ist so eine Sache. Für meinen Bedarf fotografiere ich beim Vergleich immer vom Stativ aus den gleichen Bildausschnitt, mit identischer Empfindlichkeit, und gleichbleibender Blende. Allein das macht den Vergleich zum Mofon schwierig. Die Ergebnisse werden dann in kompletter Ansicht und maximal in der 100 % Darstellung bewertet. Auf meinem Bildschirm kann ich mir dann ein Urteil bilden. Dies als Ausschnitt weiter zugeben, setzt dann schon eine gewisse Normierung voraus. (Für so was bin ich zu faul) Möchte ich das Rauschverhalten des Chips bewerten, belichte ich eine Iso-Reihe, bei gleichbleibender Helligkeit. (Dabei sollte ein möglichst dichter Schwarzbereich im Bild vorhanden sein). Mit der Software kann ich im Schwarz genau erkennen, was an Kontrastausgleich noch möglich ist und wann das Rauschen überhandnimmt. OT: Wenn ich die Qualität eines Objektivs bewerten möchte, ist es eine Blenden-Reihe, die ich dann beurteilen kann. Die Fotografische Qualität der Mobilen Endgeräte ist schon seit vielen Jahren für den digitalen Workflow mehr als ausreichend. Für mich alten Sack ist allerdings das Handling einer Kamera so viel angenehmer, dass ich mich einfach nicht mehr umgewöhnen werde. VG. -wilbo-
  24. 2 Punkte
    Die Netztasche kann gegen Gewebe nach Wahl ausgetauscht werden. Hoch angenähte Seitentaschen sind optional erhältlich. Hüfttaschen sind optional und können an- und abgebaut werden. Das Aussengestell nimmt wirklich Last auf und lenkt sie auf den Hüftgurt. In Kombi mit dem Cordura-Rücken hält der Rucki bis 12 kg seine Position, ohne nach unten zu rutschen. Gibt es optional mit Polsterung im Rückenbereich. Der Yen steht zum Euro so günstig wie noch nie! (Aber auch zum Dollar, wie man bei den Lieferzeiten sehen kann) VG. -wilbo-
  25. Expet Lightning (45l) oder Osprey Exos (48l)

    fatrat und ein anderer reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    OT: Habe ich gemacht, brachte aber leider keine Verbesserung. Nach vielen Rucksäcken bin ich der Überzeugung, dass es viele anatomische Übereinstimmungen braucht, bis ein Rucki wirklich passt. Da ist die richtige Rückenlänge nur der Anfang.
  26. Impressionen von Touren

    nitram und ein anderer reagierte auf Steintanz für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Paar Bilder aus dem Dahner Felsenland vom Dahner Felsenpfad, Bärensteig und Dahner Rundwanderweg.
  27. Cumulus Schlafsack, aber welcher?

    ShadowByte reagierte auf FloFire für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo an die Gemeinde! Seit ich vor 2 Wochen auf diese Forum gestoßen bin, kann ich mich bei Euren Tipps und Diskussionen bezüglich bestem Gear kaum satt lesen Ich habe viel Neues gelesen und gelernt, jetzt möchte ich auch um Euren Rat bitten. Ich bin aus der Steiermark/Österreich, 27Jahre jung und möchte in gutes Equipment für die Zukunft investieren. Geplant sind Onenighter und kurze Mehrtageswanderungen alleine und zusammen mit meiner Freundin. Solo möchte ich in den Bergen in der Nähe Onenighter auf ca. 1000-1800m Seehöhe schaffen. Meine bisherige Ausrüstung: Rucksack Deuter Speed Lite 30, 880gr Zelt Tarptent Double Rainbow DW, 1150gr Isomatte Nemo Tensor Four Season RW, 530gr Es fehlt noch ein gescheiter Schlafsack (oder doch Quilt? Fragen über Fragen...). Zur näheren Auswahl ziehe ich Western Mountaineering und Cumulus. Ich bin 179cm groß, wiege 74 kg, halbwegs sportlich gebaut. Bei Müdigkeit wird mir schnell kalt, ich bin Seiten- und Bauchschläfer. Außerdem wickle ich mich gerne ein. Das heißt, die Bettdecke wird unter meiner Schulter hervorgezogen, bin also richtig eingemullmt. Glaube deswegen auch, dass ich mit Schlafsack besser zurecht komme als mit Quilt? Mein bisheriger uralt Schlafsack ist Temperaturmäßig sch...e. Evtl sollte der neue um die 0Grad Celsius Komfort Temp bieten, damit ich bei wenigen Plusgraden wohlig warm schlafen kann? Im Sommer dann als Decke verwenden Da ich im Outdoorbereich noch nicht allzu viel Erfahrung habe, weiß ich nicht, welche Größe für mich am besten geeignet ist? Vor allem die Weiten der Schlafsäcke... Auswahl: Lite Line 400 STD – 339€, Temp +2 -4, 705gr, 400gr Daune 850 +40€ hydrophob, +18€ Daunen zusätzlich 40gr GESAMT 397€, 745gr Körperlänge 185cm, Schlafsacklänge 202cm, Weite 77/51cm Packsack 25/17cm, 5l Panyam 450 STD – 375€, Temp +0 -6, 810gr, 450gr Daune 850 +45€ hydrophob, +18€ Daunen zusätzlich 40gr, +29€ Farbe grün GESAMT 467€, 850gr Körperlänge 190cm, Schlafsacklänge 208cm, Weite 80/55cm Packsack 26/18cm, 6l XLite 300 STD – 415€, Temp +2 -4, 465gr, 300gr Daune 900. Stoff und Zip dünn und klemmt +30€ hydrophob, + 30€ Daunen zusätzlich 30gr, + 13€ Gewebe Pertex 29g außen, + 13€ Gewebe Pertex 29g innen, + 17€ Zip 5mm ganze Länge GESAMT 518€, 590gr Körperlänge 185cm, Schlafsacklänge 202cm, Weite 77/42cm Packsack 20/15cm, 3.5l Meine Fragen: Diese Modelle sollten ca den WM Summerlite bzw Megalite entsprechen? Gibts da große qualitative Unterschiede? Generell leichte Überfüllung, um verschieben der Daunen/Klumpen entgegen zu wirken. Außerdem ist die Wärmeangabe bei Cumulus ja...konservativ... Einige Foren schreiben, dass breiter Schlafsack= mehr Komfort. Aber breiter ist doch gleichzeitig auch kälter (und schwerer)?? Xlite sehr schmaler Fußraum, LiteLine normaler Schnitt, Panyam etwas weiter und zusätzlich eine Abschlussmöglichkeit beim Hals. Was ist besser? Brauche ich überhaupt einen Wärmekragen beim Hals? Xlite wäre natürlich mega cool. Aber generell kleiner, vll ist die Fußbox zu schmal für mein Gefühl? LiteLine wäre 150€ billiger und hat einen breiteren/normalen Schnitt Panyam ist geräumiger, hat Wärmekragen und liegt preislich dazwischen. Aber schwerer... Ich bitte um Euer Schwarmwissen - Flo
  28. Yo, meine Frau hat ja so einen Kaschmir-Import aus Indien, wo Sie dann Kaschmir-Schals an Weihnachtsmärkten und anderem verkauft - so als Nebengeschäft. Und im Sortiment hat Sie einen aus Yakwolle, der ca. 2m lang und 90 cm breit ist, und für das Gewicht irre warm (knapp unter 400 g wenn ich mich nicht täusche). Das wollte ich mal ausprobieren, da ich sonst nur ein Winterquilt habe, der bis in die Minusgrade geht. Vorteile : wärmt auch nass, lässt sich zu einem schönen kompakten Rechteck falten (extra Rückenpolster ?). Viel einfacher zu reinigen und zu trocknen als Daune. Als shawl kann man auch stylisch umschlungen durch das Camp ziehen. Problem, im Moment für meine Grösse (185, 95 kg) als Seitenschläfer knapp zu klein. Meine Frau geht nächsten Monat nach Indien, eventuell bringt Sie mir was grösseres für weitere Testreihen mit. Des weiteren sammelt das Zeug recht viel Dreck aus dem Grund. Bei Temperaturen um die 10°C kein Problem, bei kälteren wird es unangenehmer durch Zug. Ich gehe davon aus, dass er bis so um die 5°C warm hält, mit Daunenjacke eventuell sogar bis 0°C gehen könnte. Bin noch am durchtesten.
  29. Super Sache! Toller Bericht! Und meinen Respekt vor deiner Leistung, deine Vorbereitung hört sich zudem vorbildlich an. 👍 Du erwähnst eine Yak-Decke, kannst du dazu etwas mehr sagen?
  30. Vielen Dank für diesen tollen Bericht und die Mitnahme auf deine Reise - und Hut ab vor deiner Leistung. Ich bin hin und wieder früher auch Etappen über 150 km inklusive Gebirgsüberquerungen gefahren (ok, war noch in der Schwerlastzeit, zählt dann vielleicht extra ), aber das ist lange her und insbesondere bei Hitze streike ich mittlerweile sehr schnell. Tubeless-(ready)-Reifen sind definitiv fies zum Wechseln. Auf der längeren Frankreich-Tour hat es mich diesen Sommer auch erwischt mit einem Plattfuß im Hinterrad und obwohl wir zu zweit waren, waren wir doch sehr froh, dass wir damit noch eine Kleinstadt mit Fahrradwerkstatt erreichen und dort am nächsten Vormittag in aller Ruhe und der dort vorhandenen Ausstattung den Mantel runterhebeln konnten.
  31. Das hat mich positiv überrascht. Als der Stoff ankam, war ich etwas enttäuscht, da er doch einen stärkeren Braunton hat, als ich gehofft hatte. Aber die Farbe hebt sich zumindest gegenüber Fels und Gras gut ab. Lediglich auf gelb-braunem Gras früh oder spät in der Saison wird es vermutlich schwer.
  32. Tolle Bilder und spannend geschrieben. Unbedingt mehr davon 😊
  33. Carbonara ("Orginal"rezept)

    rooks reagierte auf Grafschaft Outdoor für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Aus dem Gedächtnis, den italienischen Speck (Guancale, ich nehme in Ermangelung meistens Pancetta, knusprig angebraten), Ei mit Pecorino und etwas Nudelwasser vermischen. Gekochte Nudeln in der heissen Pfanne schwenken, herunternehmen und die Eimischung einrühren (darf nicht stocken, nur sähmig werden.) Evt mit Nudelwasser löffelweise nachregulieren, aus der Eimasse soll eine cremige Sauce werden. KEINE Sahne! Pfeffer Salz
  34. Funktionsshirt bei Hitze / im Sommer

    zopiclon reagierte auf Lenves001 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nee, gemäß dem Hersteller ist das aus "magic mesh"... Kein Witz, guckst Du hier auf der Herstellerseite... Habe bei Craft auch nochmal geschaut, da stehen nur Gewichtsanteile Polyester/Elastan. Bin fast versucht, den Tip zu geben, mal nach "Netzunterhemd" zu googeln... würde aber persönlich ergänzend auch immer weitere Schlagworte wie "Radsport", "Triathlon" oder ähnliches verwenden, sonst driften die Suchergebnisse schnell ab... Schönen Gruß Marcus
  35. Carbonara ("Orginal"rezept)

    El Gue reagierte auf gerritoliver für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Also mir wurde erzählt, dass die gesamte "italienische Küche" so wie wir sie kennen, mit viel Käse etc eine Erfindung aus Übersee ist. Italien war früher bettelarm und vor der Besatzung konnte sich da anscheinend niemand Käse leisten. Ich habe aber keine Quellen und werfe das hier einfach mal in den Raum.
  36. Vorstellungsthread

    Antonia2020 reagierte auf frau_einfallslos für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin ich weiß zwar noch nicht, ob ich aktiv Beiträge schreiben werde, aber ich stelle mich mal vor. Ich bin Silke, 33, komme aus Schleswig-Holstein und hab erst in den letzten Jahren die ersten Wandertouren gemacht. Dieses Jahr Trekking auf dem Beara Way in Irland, Rucksack zu schwer und jetzt Umstieg auf leichtes Trekking bzw. UL. In 1 Woche mache ich meine erste Tour alleine in Schweden.
  37. Cumulus Schlafsack, aber welcher?

    ShadowByte reagierte auf denis.rs für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hi, ich kann Dir was zu Cumulus sagen (WM habe ich noch nicht in der Hand gehabt!). Ich habe einen X-Lite 400 und einen Mysterous-Traveller500 (MT) (baugleich mit Panyam, nur andere Daunen drin), beide in Large. Der X-Lite ist natürlich super leicht mit unter 600 Gramm, allerdings auch ein "Spezialistenteil". Sehr leichter Stoff und engerer Schnitt als der MT, er tut was er soll, ich finde ihn gut. Der MT ist mir lieber, auch wenn er in meiner Ausführung 960Gramm wiegt. Geräumiger, mit Wärmekragen, ich schlafe in ihm besser. Wenn es ums Gewicht geht dann den X-Lite, wenn es um das Schlafgefühl geht dann der MT. Ach so-> ich bin 1,85m Groß und habe mich bewusst für Large entschieden, gefällt mir besser als die normale Größe (kann mich dann auch mal im Sack drehen etc.). Grüße
  38. Welche Taschen am Bike?

    HUCKEPACKS reagierte auf Frucht für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    In der Regel sind irgendwo drei Flaschenhalter am Rad für maximal 3x0,7 l. Reicht ja in der Regel. Je nach dem, wie gepackt wird kommen sie alle drei an den Rahmen, eine unten an den Rahmen und zwei an die Gabeln, oder zwei an den Lenker. Zuletzt war das der Fall. Die Idee habe ich von @HUCKEPACKSabgeschaut und ist zur Zeit mein Favorit. Irgendwo hier findet sich ein entsorechendes Bild.
  39. 1 Punkt
    Also bei meinem Exxos von ca. 2016 kann der Spannriemen auch einfach zwischen Wasserflasche und Rucksack verlaufen.
  40. Expet Lightning (45l) oder Osprey Exos (48l)

    El Gue reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich verstehe die Fragestellung überhaupt nicht. :-)) Beide sind so wirklich gar nicht UL!! Ich kenne beide nur vom lesen im Forum u.ä. Aber neben dem Gewicht, ist mir ein Punkt als Kritik immer aufgefallen… Der Exos verfügt zwar über Seiten Taschen, wo man sein Wasser reinstecken kann, aber da einer der Spannriemen darüber läuft, kann man es wahrscheinlich nicht beim laufen rausholen. Ein NoGo für mich! Aber das größte NoGo habe ich ganz oben schon angedeutet! Beide Rucksäcke wiegen mehr als 1100g! Das ist Ultra Heavy und nicht Ultra Light. Das geht bei dem Volumen viel leichter. Einfach mal etwas länger hier im Forum lesen, da gibt es 1000 Empfehlungen zu leichten Ruckies! Das Zelt taugt wohl auch nicht viel, was man hier immer so liest. Die Stangenverbindung an der Seite soll wie ne Sollbruchstelle sein. Aber auch hier, es ist vor allem, für das was es bietet, viel zu schwer! Es wiegt 1290g!!! Innen hat es die Länge 216, Breite 76, Höhe 91 cm. Das ist also ne Hundehütte, die nicht mal 1 Meter Sitzhöhe hat, bei dem Gewicht? Das geht, vorausgesetzt man benutzt Trekkingstöcke und hat ein dickes Portmonee, um die hälfte leichter! Apropos Hundehütten, mein Tarptent Protrail Li ist die Ausgeburt einer Hundehütte, wiegt aber auch nur 490g! Ich würde, falls du nicht schon etwas gekauft hast, erst mal ein bisschen hier im Forum lesen, bevor ich mich für so einen Klumpatsch entscheiden würde! Fühl dich bitte nicht persönlich angegriffen, denn das ist nicht mein Auftrag! Ich möchte dich nur dazu drängen, dich erstmal einzulesen, in die Thematik UL und dann Kaufentscheidungen zu treffen! Happy Trails! P.S. Man braucht weder Zelte noch Rucksäcke neu kaufen! Es gibt im Netz diverse Möglichkeiten, Dinge gebraucht zu kaufen!
  41. Danke. Es ist eine vor einigen Jahren gekaufte Nike Men's Pro Dri-FIT Compression Tights. Müsste die hier sein aber gibt es vermutlich mittlerweile nicht mehr. Ich erinnere mich auch nicht, wo ich die gekauft habe. Ich nutze keine Unterlage. 8 Segmente einer Decathlon Faltmatte MT50 (R 2.1, 110 cm, 260 g) für den Torso und darüber eine Evazote EVA50 4 mm Matte (R~ 0.8 (?), 200x50 cm, 176 g) über die gesamte Körperlänge. Ich lege die Matte um ca. 10 cm seitlich versetzt aufeinander, um noch mehr Liegefläche zu generieren. Wenn die Arme auf nur einer Lage aufliegen, ist das bei mir wärmetechnisch kein Problem. Auf dieser Tour hatte ich tatsächlich das erste Mal Probleme mit Rutschen gehabt. Mein Schlafplatz war aber auch wirklich suboptimal am Hang.
  42. Welche Taschen am Bike?

    roli reagierte auf HolyMole für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich fahre am MTB mit Arschrakete (große Ortlieb) und musste dafür schon sooo viel rumfrickeln ... Mittlerweile bin ich gedanklich wieder bei Gepäckträger + kleine Taschen angekommen. Umgesetzt habe ich es noch nicht, weil ich zurzeit auf Tour bin, aber Erfahrungsberichten zufolge passieren auch auf härteren Trails keine schlimmen Dinge, wenn man einen Gepäckträger aus Stahl nimmt (Tubus). Ein heißer Tip, zu dem ich auch mal nen eigenen Thread machen werde, ist der Deuter Vertrail 16 als Lenkerrolle. Funktioniert sehr gut! Bei schwierigen Abfahrten kann man ihn einfach auf den Rücken nehmen, das nimmt Gewicht und Trägheitsmoment vom Lenker. Und nebenbei ist das halt ein guter Rucksack für viele Einsatzzwecke, der füllt bei mir echt mehrere Lücken. Generell sollte man vielleicht unterscheiden zwischen Gravel und MTB. Bei letzterem sollte neben den Rädern Platz sein, Kontrolle wird wichtiger, muss evtl. auch öfter getragen werden (und da können Hinterradtaschen stören), etc.
  43. Vorstellungsthread

    dr-nic reagierte auf Toucan für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin, ich bin Henning, bin 37 und komme aus dem (leider) sehr flachen Uelzen zwischen Hamburg und Hannover. Wandern im möglichst wilden Hochgebirge, meist alleine und als Selbstversorger ist jetzt schon einige Jahre meine Passion, für deren effektive Ausübung ich dank kleiner Kinder zur zeit leider nicht ganz so viel Zeit habe. Aber alleine schon die Vor- und Nachbereitung meiner Touren machen mir schon genügend Spaß. Ich bin seit Beginn meiner aktiven "Wanderkarriere" recht schnell auf die UL-Schiene geraten, da mir die allermeisten Aspekte daran logisch erscheinen oder mir zumindest zusagen. Da ich sowieso meist zügig unterwegs bin und gerne mal an mein körperliches Limit gehe, passt das ganz gut zusammen. Meine Liste von geplanten oder zumindest gewünschten Trails ist lang, aber da bin ich hier sicherlich in guter Gesellschaft. Für mich begann alles mit dem HRP durch die Pyrenäen, es folgen unter anderem ein Island-Thru-Hike, der Cape Wrath Trail, Annapurna Circuit und der GR20. Zur Zeit plane ich den John Muir Trail für den kommenden Sommer. Da ich gerade Spaß an der Kartenerstellung habe und es unter euch vielleicht den ein oder anderen gibt, der mein Endprodukt brauchbar findet, habe ich mal einen Thread zu einer von mir in der Entwicklung befindlichen Übersichtskarte für den GR20 erstellt. Ich freue mich auf viele Anregungen hier von euch für zukünftige Trails, Grüße Henning
  44. 1 Punkt
    Und hier noch die Bilder: Mutzig Oben: Pfarrer Oberlins Grab in Fouday Stadtmitte von St. Dié und die Usine Le Corbusier Alte Brücke über die Vologne kurz vor der Mündung in die Mosel Der "gnitzigste" Christus, den ich jemals gesehen habe ... Blick auf Epinal Kanalbrücke über die Mosel Die alte Spinnerei
  45. Impressionen von Touren

    nitram reagierte auf Steintanz für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hardangervidda neulich (Finse nach Kinsarvik):
  46. Impressionen von Touren

    croco reagierte auf bandit_bln für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Es gibt aber auch schöne Ecken zum Radfahren... Nach Magdeburg, Harz und Weserstein bin ich inzwischen im Wesertal.
  47. 1 Punkt
    In Norwegen hatte ich eine Großpudeldame, also auch ohne Unterfell. Als nicht haarende Hausgenossin durfte sie im Normalfall neben mir im Bett schlafen, und da ich sehr kalt geschlafen habe, sie aber Decken hasste, hat sie einen Kinderbademantel aus Fleece anbekommen, sich den äußerst gerne anziehen lassen und mit dem höchst entspannt geschlafen - sie war eine absolute Spätaufsteherin. Damals war ich noch nicht ganz UL, der Mantel kam dann einfach auch auf Touren mit, auf denen es kühlere Nachttemperaturen geben würde und als Unterlage hatte sie eine halbe EVA-Matte neben meiner. An nassen Tagen habe ich meinen Schlafsack mit einer Schicht Tyvek geschützt.
  48. Es waren "nur" die 15 Tage, 4 Wochen hatte ich für die gesamte Reise Zeit. 😉 Ich hab schon nach 2 Tagen über Abbruch nachgedacht und mich gefragt, warum ich das mache. Von vielen Stellen habe ich auch wegen der Bedingungen keine Fotos, weil ich um meine Kamera gebangt habe. Allein schon am 1. Tag war der Abstieg zur Gränfjällssätern zu absurd schwierig, dass ich danach erst mal ne Weile sprachlos in der Hütte saß. Abbruch wäre mindestens in Grövelsjön recht bequem möglich gewesen. Das war für die 1. Woche auch mein Ziel, und da wollte ich erst mal über alles Weitere sinnieren. Aber 1. hab ich wegen Hündin nur so ein superteures Gruppenzimmer gehabt, zweitens lief mir mit den Optionen der Fjällstationen als Backup die Zeit weg und ausgerechnet da hatte ich bestes Wetter. Zudem hat mir Mia im Zelt berichtet, dass es danach deutlich weniger nass wird, was auch der Fall war. Wäre es weiterhin so gegenagen wie zuvor, hätte ich definitiv abgebrochen. Der 2. Teil der Wanderung war auch nur zum Ende hin wieder richtig schlimm, grad um Sylarna rum, dazwischen war es nur unangenehm. Allerdings kamen dann die körperlichen Folgen der 1. Woche durch. Als Motive, warum ich generell über meine Grenzen gegangen bin, sei angeführt, dass ich seit 6 Jahren vergeblich versuche diese Tour zu machen und dieses Jahr womöglich das letzte ist, in dem ich mit meiner 10-Jährigen Hündin so eine lange Tour machen kann. Zudem wechsel ich den Job und weiß nicht, ob ich 2024 so ein 4-Wochen-Fenster im Herbst bekomme. Es hatte schon viel von "Jetzt oder nie".
  49. Koroška-Trail Slowenien im Frühjahr 2023

    masui_ reagierte auf Toni für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo zusammen, ich komme gerade von einer Tour auf dem slowenischen Koroška-Trail wieder. Da es ein sehr unbekannter Trail durch eine schöne Region ist, wollte ich hier meine Eindrücke teilen. Auf den Trail gekommen bin ich durch den tollen Bildband "Wanderlust – Alpen", erschienen im gestalten Verlag. Vielleicht helfen die Informationen ja dem/der einen oder anderen bei der Planung einer zukünftigen Wanderung und machen Lust auf eine Tour abseits der gewohnten Pfade! Eckdaten Start/Ende: Ravne na Koroskem (sprich: Raune na Koroschkem) Länge: ca. 230km/12.000hm Übersicht: http://www.koroska.si/de/Erforschen/Aktivitaten-in-der-natur/Wandern/Wandernwege/wanderweg-koroška Anreise: - Per Zug über Salzburg – Klagenfurt – Bleiburg oder - mit Zug/Flugzeug nach Ljubljana und dann mit dem Bus nach Ravne na Koroskem Dauer: 31.03.-06.04.2023 Wetter: Wechselhaftes Frühjahrswetter mit Temperaturen zwischen 15°C und -8°C Streckenbedingungen: Alles dabei, von Forstpisten bis steilen Bergpfaden. So früh in der Saison lag ab ca. 1400m Schnee. Regelmäßig lagen umgestürzte Bäume auf dem Weg, die noch nicht beseitigt waren. Ich habe aufgrund der Schneeverhältnisse und eines Temperatursturzes zwei längere Passagen auf Bergkämmen in niedrigerer Lage umgangen: km 146-169 (Raduha) und km 186-196 (Kordezeva glava). Resupply (im Uhrzeigersinn): km 15 Dravograd (Aldi/Hofer, Mo-Sa 8-20) km 55 Remšnik (Bar & Lebensmittelgeschäft, Mo-Sa 8-22) km 75 Ozbalt (Lebensmittelgeschäft, Mo-Fr 8-15, Sa 8-13) km 87 Podvelka (Lebensmittelgeschäft, Mo-Fr 8-15, Sa 8-12) km 93 Ribnica (Lebensmittelgeschäft, Mo-Fr 8-18, Sa 8-12; öffentliches Wifi, Post) km 120 Slovenj Gradec (Aldi/Hofer & viele weitere Geschäfte, Mo-Sa 8-20) km 190 Mezica (Mercator, Mo-Sa 8-20) Wasser gibt es entlang des Weges reichlich von Bauernhöfen, aus eingefassten Quellen und natürlichen Gewässern. Nur vor den Passagen auf Bergkämmen solltet ihr auffüllen. Unterkünfte: Berghütten gibt es besonders im südlichen Teil viele. Eine vollständige Liste findet ihr unter dem obigen Link. So früh in der Saison waren fast alle geschlossen. Öffnungszeiten und Infos erfährt man unter https://en.pzs.si/koce.php km 0 Ravne na Koroskem: http://www.punkl.si Sehr nettes und modernes Hostel mit Küche, Waschmaschine & Trockner (27€ im Mehrbettzimmer) km 120 Slovenj Gradec: https://www.koroska.si/de/hostel-slovenj-gradec Solides Hostel mit Küche, Waschmaschine & Trockner (20€ im Mehrbettzimmer) Ich habe unterwegs entweder im Wald geschlafen oder auf den Terrassen verlassener Hütten/Ferienhäuser. Ausrüstung: Spikes sind ein Muss, sofern ihr auf Passagen mit steilerem Gefälle wollt (z.B. an der Urslja gora, Olceva, Raduha, Kordezeva glava). Evtl. auch ein Eispickel. Der Wetterbericht vor Abreise sagte Temperaturen über 0°C voraus. Ich bin also mit meiner üblichen 3-Jahreszeiten-Ausrüstung gegangen (Fleece + Windjacke, Schlafsystem bis -3°C). Aufgrund eines Temperatursturzes auf deutliche Minusgrade in der dritten Nacht habe ich mir in Slovenj Gradec ein zusätzliches Fleece besorgt (schockierend günstige Optionen gibt's bei Tedi). Ein zusätzliches Paar Handschuhe wäre letzlich auch nett gewesen. Mein Eindruck: Ich hatte im Winter nach einer Tour für die Osterferien gesucht, in der ich schon so früh in der Saison in 'richtige' Berge kommen und viele Höhenmeter machen kann. Wie oben erwähnt, bin ich auf die Tour im Bildband "Wanderlust – Alpen" gestoßen. Ich war noch nie in Slowenien und war gespannt auf Land und Menschen. Es war rückblickend eine enorm abwechslungsreiche Tour, sowohl durch die Frühjahrsbedingungen als auch durch die Streckenführung selbst. Ihr werdet entspanntes Cruisen über Forstpisten in sanften Kulturlandschaften ebenso erleben wie steile Bergpfade. Die tieferliegenden Landschaften sind geprägt von Wäldern, Feldern, winzigen Kapellen und malerischen Dörfern. Alle Menschen, die ich unterwegs getroffen habe, waren enorm nett und hilfsbereit. Als besonderes Beispiel sei hier der Mann genannt, der mich nachts auf der Veranda seines Ferienhauses überrascht hat…nach meinen wortreichen Entschuldigungen hat er mir für den nächsten Morgen Kaffee angeboten, mit mir geplaudert und von seiner Amateurfunker-Leidenschaft erzählt. Ich habe ein paar Wörter Slowenisch gelernt und bin ansonsten mit Englisch und Deutsch gut zurechtgekommen. Das Preisniveau für die Gastronomie ist auf dem Land niedrig (10-15€ für eine vollständige Mahlzeit mit Getränk), in Ljubljana eher auf deutschem Großstadtniveau. Insgesamt war diese Tour eine tolle und abwechslungsreiche Erfahrung, bei dir ich viel gelernt habe! Slowenien und Osteuropa möchte ich in Zukunft weiter erkunden. Ein paar Fotos: Startpunkt in Ravne na Koroskem Ein nebliger zweiter Morgen Eine der zahlreichen Kapellen mit Ausblick Winterschäden Entlang der österreichisch-slowenischen Grenze Malerische Dörfer Eine der vielen charmanten alten Kirchen Sonnenaufgang bei frostigen Temperaturen und mit gefrorenen Schuhen Die höchstgelegene Kirche in Slowenien auf dem Urslja gora (1690m) Spannende Gratüberschreitung auf 1800m am Gladki vrh Blick vom Gladki vrh (1800m) nach Westen Eine der zahlreichen eingefassten Quellen am Wegesrand – sogar mit Trinkglas! Die letzten Meter vor der Ankunft in Ravne na Koroskem.
  50. Thermometer

    FlowerHiker reagierte auf Genuss für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Den habe ich auch zweimal gekauft und bin nicht zufrieden. Irgendwie geht die Batterie schnell aus oder der Kontakt passt nicht. Bin mit dem hier ich sehr zufrieden. Die Hülle kann mann wegknipsen. Ist für die Befestigung im Kühlschrank mit Klebefläche. Kann den kältesten und wärmsten Temperatur anzeigen lassen. Gewicht weiß ich leider grad nicht, war minimal 5 Gramm mehr.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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