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UL hilft Bergwanderunfälle vermeiden

Featured Replies

Geschrieben

die mittagspause mit diversen "recherchen" verlängert und hierüber äh...gestolpert:

 

"Zusammenfassend kann behauptet werden, dass neben demografischen Parametern, wie

dem fortgeschrittenen Alter (53+) und einem erhöhten BMI (24+),

auch externale Parameter, wie zum Beispiel

ein Rucksackgewicht über 4,5 Kilogramm bzw. ein relatives Rucksackgewicht

über 6% des Körpergewichtes,

als Risikofaktoren für Sturzunfälle beim Bergwandern

eingestuft werden konnten."

(Lukas Reimann, Stürze beim Bergwandern und deren Risikofaktoren: eine Fall-Kontroll-Studie;

Masterarbeit, Innsbruck 2020)

https://diglib.uibk.ac.at/ulbtirolhs/content/titleinfo/5331540

nebenbei, und: stöcke vermindern das unfallrisiko doch (im abstieg - wenn man die hände aus den schlaufen lässt).

 

 

prof faulhaber (prof zur masterarbeit) wertet seit 2016 unfallstatistiken aus- auf ihn geht die empirische untermauerung der feststellung zurück, dass halbschuhe oder stiefel keinen unterschied machen beim unfallrisiko: zb (mit noch kleinem sample) https://science.orf.at/v2/stories/2856666/

Bearbeitet von hans im glueck

  • Gast änderte den Titel in UL hilft Bergwanderunfälle vermeiden
Geschrieben

Interessante Studie! 
 

Werden die einzelnen Faktoren auch auf Korrelation untersucht? Könnte mir gut vorstellen dass das Rucksackgewicht auch ein ganz guter Indikator für allgemeine Erfahrung ist, berücksichtigt die Studie das?

Ebenso interessant das die Grenze bei 4,5kg relativ genau den 10 Pfund entspricht für die ultralight klassisch definiert wird, nehmen sie das irgendwoher oder ergibt sich auch das einfach empirisch? 
 

Würde mich freuen wenn du das beantworten kannst damit ich nicht selbst in der Studie suchen gehen muss :grin:

Geschrieben

"Sowohl ein Rucksackgewicht über 4,5 Kilogramm (p = 0,004, EXP(B) = 2,52) als auch ein relatives
Rucksackgewicht von mehr als 6% des Körpergewichts (p = 0,041, EXP(B) = 2,01) stellten
statistisch signifikante Risikofaktoren für Stürze beim Bergwandern dar." s.20

danach folgen -mit text dazwischen- diverse zahlenschautafeln. das ist ausgefuchster als man beim lesen von vorwort und zusammenfassung denkt. ist der @autor?! vielleicht hier im forum?

Geschrieben

Ich kann mir auch vorstellen, dass ein geringes Rucksackgewicht häufiger bei erfahreneren Wanderern zu finden ist. Anfänger neigen ja zum Überpacken oder wandern mit Ausrüstung die schwerer ist. Man beschäftigt sich ja erst später mit dem Gewicht seines Rucksacks.

Wenn also fortgeschrittene Wanderer einen leichteren Rucksack haben, trägt das natürlich auch zu dieser Sturzstatistik bei.

 

Geschrieben

ich nehme an (ohne die Studie gelesen zu haben), dass die wie in Aufzügen u.a. einfach von 75kg Körpergewicht ausgegangen sind, dann kommt man mit 6% genau auf 4,5kg.

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb Lignius:

Ebenso interessant das die Grenze bei 4,5kg relativ genau den 10 Pfund entspricht für die ultralight klassisch definiert wird, nehmen sie das irgendwoher oder ergibt sich auch das einfach empirisch?

Da es in der Studie um das Gesamtgewicht geht und beim Ultralight um das base weight dürfte es zumindest bei letzteren nicht um das empirische gehen. Selbst der 20kg Rucksack mit Verpflegung für 2 Wochen kann der Definition nach ultralight sein. 4,5kg Gesamtgewicht dürfte auch hier im Forum eher eine Seltenheit sein, soweit es nicht um Hüttenwanderungen oder ähnliches mit festen Übernachtungsplätzen geht.

 

Lustig in der Studie ist auf S. 37 der Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Menschen, die in den vergangenen 48h Alkohol konsumiert haben sind deutlich seltener verunglückt. Also immer schön den Flachmann mitnehmen :lol::lol:

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb hansichen:

 

Lustig in der Studie ist auf S. 37 der Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Menschen, die in den vergangenen 48h Alkohol konsumiert haben sind deutlich seltener verunglückt. Also immer schön den Flachmann mitnehmen :lol::lol:

Das ist nicht lustig! Wenn mir nach der letzten (Sauf-) Wandertour mit @Dr.Matchbox einer gesagt hätte, ich solle noch bergwandern, hätte ich ihm auch 48h lang den Mittelfinger gezeigt!!!8-) Also kann ich auch nicht verunglücken!:D

Bearbeitet von ChrisS
Sinn

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Lignius:

Könnte mir gut vorstellen dass das Rucksackgewicht auch ein ganz guter Indikator für allgemeine Erfahrung ist, berücksichtigt die Studie das?

Da kommt der klassische Unterschied von Korrelation / Prädiktion zu Kausalität in empirischen Untersuchungen zum Tragen. Es wäre sehr spannend gewesen, die Erfahrung noch mit zu erheben (soweit ich sehe, wurde das nicht gemacht) und in die Regressionsgleichung einzubeziehen. Dann hätte man zumindest sagen können, ob beide Variablen eigenständige Prädiktoren des Unfallrisikos darstellen (also unter jeweils statistischer Kontrolle des jeweils anderen Faktors). Aber eine super Idee, diese Studie :).

Geschrieben

Ha, einfach das eigene markant Gewicht auf die Ü-100-Marke steigern und das Rucksackgewicht wird unerheblich ;-)

 

Grüße

Bearbeitet von Jarod71

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Jarod71:

Ha, einfach das eigene markant Gewicht auf die Ü-100-Marke steigern und das Rucksackgewicht wird unerheblich ;-)

 

Grüße

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