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Ultraleicht Trekking

Trekkingplätze in Deutschland - warum muss das alles so kompliziert sein?


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Hallo liebe UL-Gemeinde,

als Einsteiger beschäftigt man sich ja viel mit dem Thema, was darf man und was traut man sich zu. Man fängt mit Touren von Campingplatz zu Campingplatz an und merkt schnell, dass es gerne auch etwas mehr Freiheit und Natur sein darf. Wenn man diese dann legal genießen möchte, dann kommt man schnell bei der Recherche auf das Thema Trekkingplätze und freut sich, dass es sowas wie man es aus dem Skandinavien-Urlaub kennt nun auch zu Hauf in Deutschland gibt.

Setzt man sich dann aber ran und plant eine Tour, die legal mit der Nutzung von Trekkingplätzen stattfinden soll, dann kommt man sehr schnell ins Grübeln oder packt sich doch gleich an den Kopf? Warum muss alles hier in Deutschland so kompliziert und geregelt ablaufen?  Ich möchte ja keine organisierte Pauschalreise buchen, sondern nur mal ein kleines spontanes Abenteuer für ein paar Tage erleben

Oder bin ich alleine mit der Ansicht dass das System der Trekkingplätze hier in Deutschland völlig überreguliert ist? Folgendes fiel mir dabei bei der Planung auf und lies mich pur verzweifeln und auch in gewisser Weise wütend werden:

1. Warum braucht es extra Webseiten und Buchungsportale für Naturlagerplätze? 

2. Wie soll ich mich jetzt schon 3-4 Monate im Voraus auf einen Termin festlegen, wenn ich das Wetter dann noch nicht einschätzen kann (Unwetter, Hitzen, usw...)

3. Warum gibt es zum Teil nur verbindliche Holzplattformen auf denen man die meisten UL Trekkingstockzelte nicht "mal eben so" aufstellen kann? Wer plant sowas?

So ein Konzept hat doch nichts mehr der Freiheit die man beim Wandern und dieser Art der Fortbewegung verspüren möchte zu tun, oder? Da bin ich ja mit meinem Wohnwagen spontaner und freier Unterwegs, wenn ich am Tagesende einfach einen x-beliebigen Campingplatz ansteuern kann,

Eigentlich muss man doch nur einen Blick in unser Nachbarland Dänemark werfen. Dort gibt es sehr viele Plätze mit einfachen Holzsheltern, die frei genutzt werden dürfen. Keine Buchung, keine Reservierung, usw...?  Muss hier alles überreguliert werden?

Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht um die Gebühr von 5-13 EUR die teilweise zu entrichten ist. Das ist völlig okay, wenn auch noch zum Teil Komposttoiletten am Platz aufgestellt sind. Das alles kostet und muss auch gepflegt werden. Keine Frage. Aber warum kann man nicht einfach vor Ort ein Schild mit einer Paypal-Adresse oder Bankverbindung aufstellen oder aufhängen und man zahlt dann einfach.  

Gleiches gilt aus meiner Ansicht nach für die Praxis, dass man die Koordinaten des Platzes nach der Buchung mit der Bestätigung erhält?? 

Bin ich was Trekkingplätze angeht zu kritisch? Habe ich zu viel erwartet? Oder waren da vielleicht doch Planer am Werk, die selber noch nie eine solche Tour absolviert haben?

Würde mich mal interessieren wie ihr das so seht?

Beste Grüße

FlowerHiker

 

 

 

 

 

Bearbeitet von FlowerHiker
Schreibfehler
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Ich kenne nur das Ticketsystem vom Forststeig und das hat super bei mir geklappt: Günstig, viele Verkaufsstellen, flexibel, Tickets können kombiniert werden, lange Gültigkeit... 

Das als deutschlandweites System wäre top... 

Plätze sind bekannt, Podeste muss man nicht verwenden... es geht also... allerdings muss das Biwaksystem hier auch attraktiv aufgestellt sein - sonst bleiben die Leute beim Boofen... 

Bearbeitet von momper
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https://www.trekking-eifel.de/de/impressum/

Am besten fragst mal direkt bei Dominik nach. Er ist der treibende Kopf hinter der Trekkingplatzidee in Dtl. und auch bei Outdoorseiten aktiv.

Das Forststeigsystem funktioniert anders als andere Plätze, das wurde direkt vom Sachsenforst initiert. Der verantwortliche Ideengeber (Herr Bohrmeister/Forstbezirksleiter Neustadt)  ist selber Wanderer und hat sich an den skandinavischen Vorbildern orientiert. 

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vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

1. Warum braucht es extra Webseiten und Buchungsportale für Naturlagerplätze? 

Also das finde ich gut zur Übersicht und bequem zum Buchen.

 

vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

Gleiches gilt aus meiner Ansicht nach für die Praxis, dass man die Koordinaten des Platzes nac

so ziemlich alle Plätze sind eh auf Gaia, Komoot,...  eingetragen

vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

Keine Frage. Aber warum kann man nicht einfach vor Ort ein Schild mit einer Paypal-Adresse oder Bankverbindung aufstellen oder aufhängen und man zahlt dann einfach.  

Wäre super, aber solange der lokale Bäcker nicht mal Kartenzahlung anbieten kann sehe ich das leider nicht kommen.

 

vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

Holzplattformen

Mehr Gewicht für Abspannleinen einplanen ;) 

vor 1 Stunde schrieb FlowerHiker:

Bin ich was Trekkingplätze angeht zu kritisch? Habe ich zu viel erwartet? Oder waren da vielleicht doch Planer am Werk, die selber noch nie eine solche Tour absolviert haben?

Ich finde Trekkingplätze sind das Beste was wir bisher zur Verfügung haben. Auf lokaler Ebene steht dahinter ja auch meist ein langer Vermittlungsprozess verschiedenster Interessen.

Achtung Binsenweisheiten: UL-Wanderer sind nicht die einzigen die draußen sind und in Deutschland leben 234 Menschen pro Quadratkilometer. Die wenigen Trekkingplätze die es aktuell gibt kämen sicher nicht klar damit, wenn man da einfach so auftauchen könnte. Natürlich ist das doof um spontan eine Tour zu machen. Da hilft nur das Angebot zu vergrößern und glücklicherweise werden es ja mehr Plätze und nicht weniger. Bin mal gepannt wie es dieses Jahr Covid-bedingt auf dem Diemel/Uplandsteig aussehen wird. 

Edit: Bei begrenzten Übernachtungs-Slots werden die von Durchwanderern zwangsläufig benötigten häufig von Tagesausflüglern geblockt. Allerdings hat keine dieser Gruppen mehr oder weniger ein Anrecht darauf finde ich. Das unterscheidet sich ja auch sehr von Region zu Region. In der Eifel ist das wahrscheinlich eher der Fall als zb im Hunsrück/Soonwald oder Steigerwald.

Bearbeitet von Taswell21
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@FlowerHikerdu hast so recht. Da ich mich nicht mit Dingen beschäftigte, die ich nicht ohne weiteres ändern kann, interessieren mich diese Trekking Plätze Null. Ich schreibe hier nur, damit du weißt, dass du nicht alleine bist.

Mein erster Gedanke war: "toll, daß es sowas gibt". Mein zweiter Gedanke, nachdem ich mich damit auseinander gesetzt habe: " völlig uninteressant, da viel zu kompliziert". Ich buche doch Freitags keinen Platz für Donnerstag in drei Wochen, wenn ich überhaupt nicht abschätzen kann, ob ich das so schaffe. Wollte ich das, würde ich ein Zimmer buchen und mit dem Auto anreisen. Aber sicherlich nicht auf einer Tour, bei der es mir gerade darum geht, mich treiben zu lassen und die Freiheit zu genießen. 

Will ich ein lückenlos durchgetaktetes Leben, bleibe ich im Job und buche Pauschalreisen mit Tagesausflügen. 

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Ich teile alle genannten Bedenken, insofern bist du nicht der Einzige.

Hier ein paar teilweise undurchdachte Vermutungen:

(1) Für einen modernen Outdoor-Touristen ist Spontaneität vor allem ein Mangel an Planung. Spontaneität birgt auch die Gefahr, dass das zeitknapp geplante Erlebnis ganz anders ausfällt als gewünscht, man zum Beispiel bei schlechtem Wetter viel länger als erwartet laufen muss, um am Ende einen irgendwie uncharmanten Schlafplatz zu finden. Im Zweifel ist also programmiertes Erlebnis vorzuziehen: Man bucht frühzeitig und stellt die dann immer noch fehlende Kontrolle über das Wetter her, indem man es sich zumindest vorhersagen lässt. Planung ist überhaupt der schönste Teil der Freiheit.

(2) Der Naturraum, um den es Nutzungskonflikte gibt, ist zunehmend aufgeteilt und organisiert. Man trifft also bei dem Versuch, draußen zu schlafen, nicht etwa zufällig den Jagdpächter und verständigt sich mit ihm darüber, wo man jetzt mal schlafen könnte, ohne ihn zu stören – diese Art von Konfliktbewältigung ist eine Überforderung. Es muss also im Vorhinein geregelt sein, wer was wann wo darf. Alle anderen Waldnutzer (Forstbetrieb, Jäger, Naturschutzbehörde) können sich dann darauf verlassen, dass nächtliche Besucher nur in bestimmter Höchstzahl an bestimmten Punkten anzutreffen sind.

(3) Gäbe es für diese Gegebenheiten keine Notwendigkeit, so könnten sie trotzdem dadurch zustande kommen, dass sie der Logik der Digitalisierung entsprechen. Nicht weil es nötig ist, sondern weil es möglich ist, wird das Übernachten im Wald zu einem Gegenstand sorgfältiger Datenverarbeitung, und die Gefühle, die die Nutzer der Systeme dabei haben, beginnen sich den Gefühlen der Datenverarbeitungsmaschinen anzuverwandeln, das heißt: Der Aufenthalt in der Natur fühlt sich erfolgreich an, weil er fehlerfrei programmiert war.

(4) Etwas ernsthafter: Das Gefühl der Unsicherheit, das man manchmal hat, wenn man in einem Land ohne Jedermannsrecht allmählich die Nacht hereinbrechen sieht, könnte doch stark gemildert werden, wenn man vorher einen unmissverständlichen Rechtstitel erworben hat. Dann kann man sich unbeschwerter aufs Wandern konzentrieren. Jede Unfreiheit, auf die man sich einlässt, hat auch einen Aspekt von Entlastung.

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vor 7 Stunden schrieb FlowerHiker:

Okay, das System des Sachsenforst macht für mich Sinn und war mir im Detail noch unbekannt. Die dort aufgeführten Regelungen machen Sinn und sind praxisnah! 

 

 

 

Das System hat aber auch Schwächen und damit hat der Sachsenforst auch zu kämpfen. Die Plätze und vor allen Hütten sind an schönen Tagen deutlich überbelegt und es gibt Fälle, wo in bester Strandliegenmanier, früh Matte und Schlafsack hingelegt wird, um den Platz für abends zu blockieren. Die Zahlungsmoral der Nutzer liegt auch nicht bei 100%. Unter anderem deshalb wurde nach 1 Jahr Probelauf ein Hüttenwart eingestellt und auch andere Forstmitarbeiter kontrollieren mittlerweile regelmässig. Bilanzmässig ist der Forststeig für Sachsenforst ein Verlustgeschäft, das war den Kollegen aber schon vorher klar.

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vor 8 Stunden schrieb truxx:

@FlowerHikerWill ich ein lückenlos durchgetaktetes Leben, bleibe ich im Job und buche Pauschalreisen mit Tagesausflügen. 

Eigentlich ist das nicht so kompliziert. Der Platz ist ja nur begrenzt, wenn auf den paar qm Abends mehrere Leute eintreffen gibt es ein Gerangel (das ist halt unsere Mentalität). Deswegen muss das an der Stelle etwas geregelt sein.

Von daher guckt man wann man frei hat, guckt ob die Trekkingplätze frei sind, bucht sie, fertig. Dieser Prozess (z.b. letztes Jahr im Pfälzer Wald) geht wunderbar einfach und schnell und völlig unkompliziert.

Und wenn in den Tagen das Wetter nicht wie gewünscht ist (war bei mir im Pfälzer Wald auch so), se la vie, das ist halt "Outdoor", einen riesen Spaß hatten wir trotzdem.

Bearbeitet von Bombelbob
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vor 24 Minuten schrieb truxx:

@Bombelbobkein Ding. Wenn Du damit klar kommst, ist doch alles ok. Für mich ist und bleibt es unbrauchbar. 

word!

ich will laufen, schauen, geniessen, einfach nur sein. ich will mich fordern und laufen so lange ich kann, und manchmal will ich das nicht.

ich will nicht planen, buchen, an eine fixe km leistung/tag gebunden sein. ich will nicht am lagerfeuer sitzen mit anderen und schlafengehen wenn die es tun. (und sie dafür im gegenzug morgens vor sonnenaufgang mit meinem dragonfly kocher aufwecken, ein niederer beweggrund, aber manchmal ist rache süss!:ph34r:).

seit 20 jahren arbeite ich so, mich in der freizeit tot zu planen käm mir überhaupt nicht in den sinn. zwänge hab ich genug in meinem leben ohne dass ich es vermeiden kann.

wenn jemand das anders will. ja, klar. hyoh!

aber ich will auch hyoh! und da haben fixe plätze nix verloren bei mir.

Bearbeitet von danobaja
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Das System auf dem Forststeig find ich auch angenehm. Allerdings sind die Plätze bis auf den Taubensteinbiwak nicht sonderlich schön. Teilweise direkt an Straßen/breiten Wegen, klein, uneben, ungeschützt, zu viele Menschen. Keine Ahnung, wie die anderen in Deutschland ausschauen, aber beim draußen pennen soll für mich kein Zeltplatzfeeling aufkommen. Und solange ich nicht in Schutzgebieten unterwegs bin, wirds eben wild und LNT.

vor 10 Stunden schrieb FlowerHiker:

. Wie soll ich mich jetzt schon 3-4 Monate im Voraus auf einen Termin festlegen, wenn ich das Wetter dann noch nicht einschätzen kann (Unwetter, Hitzen, usw...)

+1 Ich geh mal in den Keller die Spontanität raussuchen.

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vor 11 Stunden schrieb FlowerHiker:

Eigentlich muss man doch nur einen Blick in unser Nachbarland Dänemark werfen. Dort gibt es sehr viele Plätze mit einfachen Holzsheltern, die frei genutzt werden dürfen. Keine Buchung, keine Reservierung, usw...?  Muss hier alles überreguliert werden?

Letzten Sommer bin ich ja in den Genuss des dänischen Systems gekommen. Aus meiner Sicht das beste System für Länder mit hoher Bevölkerungsdichte. Morgens einfach auf die Karte mit den Lagerplätzen schauen, wo man meint abends landen zu können/wollen und los gehts. Nix buchen oder so. Die Dänen verstehen es halt ihre Steuergelder dem Volk auch wieder zu Gute kommen zu lassen.

Und irgendwelche "Partyplätze" habe ich nicht angetroffen, entweder waren die Plätze zu weit weg von Autozufahrten oder nahe der sozialen Kontrolle wie z.B. in Häfen.

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Hallo FlowerHiker!

Ich weiß von Dominik, dass es sehr schwierig ist Genehmigungen für solche Plätze zu bekommen. Bund, Land, Kreis, Gemeinde, Waldbesitzer, Anwohner, Tourismusverwaltungen, Forst- und Jagdpächter müssen überzeugt werden und die sind wohl aller meistens nicht auf unserer "Seite". Um das durch zu kriegen, muss man ein überzeugendes Konzept vorlegen, dass alle Gegenargumente (Partyfolk, Müll, Ruhestörung, ... ) bestmöglich entkräftet. Deshalb geht das bisher alles nur über Buchungen.
Außerdem soll dieses System Trekkinganfänger ansprechen, die eine gewisse Sicherheit bei Platzfindung und Infrastruktur zu schätzen wissen.
All das zielt natürlich darauf ab, dass irgendwann Konzepte, wie in Dänemark oder in den USA am AT auch in Deutschland möglich sind. Dafür muss aber auch die breite Gesellschaft überzeugt werden. Die Anbieter haben sich dafür entschieden, dass der beste Weg dahin ist, mit kleinen, sicher funktionierendem Systemen anzufangen, die sich dann ausweiten und anpassen lassen.

Die Holzplattformen in der Eifel dienen dem Naturschutz. Fast die gesamte Region ist Sumpfgebiet. Die Trekkingplatznutzer würden ohne diese Plattformen den Untergrund unwiederbringlich verdichten. Außerdem begrenzen sie den Platz für Zelte, was wiederum Leute überzeugt.

mfg
der Ray

Bearbeitet von derray
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Das Outdoor Magazin hat zum Thema "Trekkingplätze" mal einen Podcast raus gebracht, da waren auch Verantwortliche von den Trekkingplattformen in der Eifel bei. Das man die tatsächlich Monate im vorraus buchen muss ist meiner Erfahrung nach erst im letzten Jahr so schlimm geworden, vor 2 Jahren ging das z.T. noch sehr flexibel (wenn man selber auch flexibel war).

Finde auch jegliche Art von Webseite oder Tool besser als "schreiben sie uns eine Email und dann gucken wir, ob was frei ist". Das macht man dann bei 3 Plattformen und kann quasi gar keine Route planen

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@derray Danke für deine ausführliche Erläuterung. Das ist alles nachvollziehbar und durchaus auch in meinem Sinne. Vielleicht muss die Gesellschaft erst so langsam an einen guten Umgang mit der Natur gewöhnt werden. Und ja, dann hoffen wir mal, dass alles noch mehr ausgeweitet wird und wir vielleicht ähnliche System bekommen. Vielleicht bin ich auch einfach erstmal nur frustriert, dass in 2020 zu viele Menschen "Outdoor & Camping" für sich entdeckt haben :wink:

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  • 2 Wochen später...
Am 14.2.2021 um 21:18 schrieb FlowerHiker:

Oder bin ich alleine mit der Ansicht dwenn ich mir dass das System der Trekkingplätze hier in Deutschland völlig überreguliert ist?

wenn ich mit dem polnischen modell vergleiche, das gerade anfängt ("bushcraft-gebiete" in staatsforsten) und wie im dortigen regularium nicht gefährder, sondern naturfreunde (freunde des waldes) adressiert werden: ja, es ist total überreguliert in dland und es sollte auch hier anders gehen (mindestens in brrndnburg, meckpomm und sachsen, ab sofort sollte man mal kontakte aufnehmen....) trotz mehr als doppelt so viel einwohnern pro km² und viel deppigeren autofahrern. ich hoffe, es geht nicht total schief in polen und werde mir das mal angucken, wenn es wieder ohne quarantäne geht und ich geimpft bin. guter weg, um mit dem rad in die berge zu kommen und frei zelten zu dürfen. (und ich hoffe, dass nicht gleich alle aus dland diesen spätsommer oder herbst nach polen rennen). links im biwakieren thread.

und yeah! ich habe endlich eine touridee im kopf für 2021. wo war noch mein m[u]wimy po polsku?

Bearbeitet von hans im glueck
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Fuer viele Weit bzw Mehrtageswanderer kommen die nicht in Frage, da die (inkl mir) eben sich nicht vorher in ein "Etappen-Korsett" zwingen wollen und dann sind normale Campingplaetze vor Ort und andere Moeglichkeiten einfach flexibler.

Aber die Dinger sind z.B. klasse, um z.B. mit kleineren Kiddies mehr in der Natur zu sein, oder wenn Du umgekehrt auf Planungssicherheit angewiesen bist, OT: wobei ich der Meinung bin, wenn die jemand dann kommerziell nutzt z.B. fuer Gruppentrainings, sollte er fairerweise auch mehr geben z.B. dass die Uebernachtungen insgesamt 20% vom Gruppenpreis kosten o.A.

Und ich nehme das schon so wahr, dass es ja auch Weitwanderer gibt, die ihre Etappen genau planen, um z.B. keine "unnoetigen" Lebensmittel-Reserven mitzuschleppen bzw sich in die entsprechenden Orte Care-Pakete zu schicken o.A., die koennen dann sicher auch wochenlang vorher sagen, an welcher Plattform sie wann sind.

Naja und wochenlang oder monatelang vorbuchen, ich kann mir vorstellen, was das fuer ein Trip war, z.B. in der Eifel die Kraefte vor Ort zu ueberzeugen (ich glaube ich haette da nicht die Geduld von Dominik gehabt, mir das vorgeschobene Blabla mancher Kraefte vor Ort anzuhoeren), da kann man nicht direkt viele Plattformen in den Wald klatschen, mal davon abgesehen, dass ich auch finde, man sollte das nicht uebertreiben.

Und dann regiert halt Angebot und Nachfrage, wer zuerst kommt...schlechtes Wetter gibt es nicht, hoechtens falsche Klamotten bzw dann weiss man mal wieder, wofuer man das Geld fuer ne vernuenftige Hardshell ausgegeben hat :mrgreen:

Am 14.2.2021 um 21:18 schrieb FlowerHiker:

3. Warum gibt es zum Teil nur verbindliche Holzplattformen auf denen man die meisten UL Trekkingstockzelte nicht "mal eben so" aufstellen kann? Wer plant sowas?

Sorry, aber mal hart ausgedrueckt, dann solltest Du an Deinen Skills arbeiten, das ist nun kein Problem, da drauf fix ein Zelt wie Duplex, Stratospire usw aufzubauen und tritt auch in vielen anderen Situationen auf z.B. Felsgrund, wenn Du das Zelt in einem unbewirtschafteten Refugio bzw Fluchtraum aufbaust, weil Du nicht mit den Kakerlaken-Familien Deinen Schlafsack teilen willst und und und
Bis jetzt war noch jeder, dem ich das live gezeigt habe, faehig, das ohne grosse zeitliche Verzoegerung in der naechsten Nacht zu machen, wenn ich dann einen "gemeinen" Platz ausgesucht habe :mrgreen:
OT: Muss ja jetzt nicht direkt, wie ich es schon mit der Fahrtenjolle hatte, ein kleiner Felsklotz in der Aegais im Meltemiwind sein...

@FlowerHiker Wenn Du es Dir da mit Material auf den Plattformen ein bisschen leichter machen willst, kannst Du natuerlich den Haendler in Deutschland, der Zpacks fuehrt, bitten, bei der naechsten Lagerbestellung fuer Dich ein paar Plattformanker mit zu bestellen, aber ich halte die Teile fuer 9g Ballast, wenn Du die Leine durch die Spalte unter die Plattform schiebst und dann da einen Hering durch die Schlinge, geht das genauso gut.

Bearbeitet von Mod-Team
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Wir sind bereits auf solch einer Plattform gestanden (dort war so gut wie kein ebener Grund rundherum) und ein Zelt darauf aufbauen ist kein Hexenwerk. Dauert nur unwesentlich länger als mit Heringen.

Ich muss zu den Trekkingplätzen sagen, dass ich die Idee dahinter toll finde. Zweimal haben wir solche genutzt (Schwarzwald, Pfalz) und ja, an manchen Tagen waren wir schon recht früh am Platz aber so what. Dass man im Voraus buchen muss sehe ich jetzt nicht als Problem, bei jedem regulären Urlaub wie z.B. Hotel muss ich das ja auch. Wenn ich das partout nicht will, lass ich es halt bleiben. Wir sind halt von der Sorte, bloß keinen Ärger mit Förster und Co bekommen durch Wildcampen, wollen aber dennoch ein bischen Wildnis-Feeling.

So kompliziert finde ich das jetzt ehrlich gesagt gar nicht, hatte davor aber auch keine Erwartungen. Vielleicht liegt es ja daran?

Letztes Jahr mit dem Lockdown sind viele Personen unangenehm aufgefallen, da viele offenbar noch nie etwas von mini Port-a-potty, Mülleimer und Co gehört haben.... Wir stehen mit unserem VW-Bus auch über Nacht auf Wanderparkplätzen und ich wage zu behaupten, dass wir weniger Dreck hinterlassen (-> zero) als mancher Tagesausflügler, der seine Bananschale ins Gebüsch wirft und meint die Natur mit Tempos voll zu bomben, da man ja an einem Tropfen Urin in der Unterhose sofort einen qualvollen Tod stirbt (erst kürzlich wieder gehäuft aufgefallen). Das habe ich jetzt bewusst überspitzt formuliert, auch hier kann man nicht alle über einen Kamm scheren.

Bearbeitet von Mod-Team
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skullmonkey hat diesen Beitrag moderiert:

Ich habe hier zugemacht und einige Beiträge versteckt, die wir jetzt im Team besprechen werden. 

Beruhigt Euch bitte, denkt an die NETIQUETTE bevor Ihr postet, und wir machen hier demnächst wieder auf :) 

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Mod-Team hat diesen Beitrag moderiert:

Alle Beiträge die imho ontopic (in Bezug zum TO) enthalten, haben wir entsprechend editiert und wieder sichtbar geschaltet, uff 8-)

Bitte bleibt beim Thema Trekkingplätze und erinnert Euch dran, daß wir versuchen, einen freundschaftlichen, unterstützenden Tonfall im Forum zu benutzen.

Euer Mod-Team

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die einwände sind mir nicht fremd, ich teile die bedenken und OT: ich sehe mich auch mal vollbreit oder so am frühen morgen irgendwo wegtorkeln und den müll liegenlassen, den ich ganz sicher später noch mal abhole, auch nüchtern kann das sein. und ich find auch regulierte trekkingplätze gut, man bräuchte die in der anzahl wie parkplätze. OT: ABER: warum fährt die polizei in den großstädten durch überfüllte parks? weils zu wenig parks gibt und zu viele parkplätze. die idee, ganze "gebiete" zuzulassen, also hier und da einige dutzend oder hunderte hektar, wenn das vertretbar ist, scheint mir eine bedarfsorientiertere regulierung zu sein. versuch macht klug. und das regularium in polen ist umfangreichst, kann man nachlesen. "innovatives benutzermanagement" im pandemischen zeitalter.

und ja, ich habe auch schon einer grösseren bergtourismusorientierten NGO vorgeschlagen, sich für trekkingplätze einzusetzen. da hat mich sofort der vorstand angerufen, ob ich den antrag nicht zuücknehmen möchte. viel gegenwind spricht aber auch nicht dafür, den gedanken aufzugeben. nicht die wenigen trekkingplätze sind überreguliert. die vorstellung vom öffentlichen ("natur")raum ist zu begrenzt. 

Bearbeitet von Mod-Team
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vor einer Stunde schrieb hans im glueck:

ich habe auch schon einer grösseren bergtourismusorientierten NGO vorgeschlagen, sich für trekkingplätze einzusetzen.

Find ich cool!

vor einer Stunde schrieb hans im glueck:

da hat mich sofort der vorstand angerufen, ob ich den antrag nicht zuücknehmen möchte.

Ui... mit welcher Begründung wollten sie, dass Du den Vorschlag zurück ziehst und welche Argumente sprachen grundsätzlich für sie dagegen (Sie hätten den Vorschlag doch einfach mit diesen ablehnen können)?

Deren Sicht würde mich mal interessieren. 

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