Seph Geschrieben vor 5 Stunden Geschrieben vor 5 Stunden Hallo zusammen! Ich schreibe ehrlich gesagt eigentlich nicht wirklich in Foren, aber habe nach nach meiner zweiten Mehrtagestour (vier reine Wandertage Tage E9 in Polen, sehr sehr spontan entschieden) einige Fragen. An der Stelle vielleicht ein kurzer genereller disclaimer zu mir, ich bin 36, starte eher ungeplant und mit großer Euphorie in Abenteuer und bin auch sehr gut darin über meine Grenzen zu pushen. Das richtige Mindset ist von all den möglichen Problemen sicher nicht meins 😅. 1. Da komme ich auch schon zu meiner ersten Reflexion bzw. Frage an euch. Ich bin schon eine puscherin, was Etappen und Strecken angeht. Klar alles nicht auf krassem Niveau weil Einsteigerin, aber ich weiß wie ich mich fühle:). In Polen bin ich jetzt insgesamt 115 km in vier Tagen gelaufen. Dabei ist es doch normal das man Muskelkater und Schmerzen hat. Da pushe ich mich stur durch. Ich frage mich aber manchmal, ob ich zu sturr bin. Wirauf achtet ihr da so, dass ihr nicht in so blöde Konsequenzen wie Schleimbeutel Entzündungen im der Hüfte oder was weiß ich Erschöpfungsbrüche geratet? Oder besteht diese Gefahr garnicht? Ich mag dieses Gefühl über die Grenzen zu gehen halt schon, aber will auch nicht unverantwortlich sein, wenn ihr versteht. Ausdauer war schon immer meine stärke. Sonst Ich bin so durchschnittlich gut sportlich würde ich sagen, gehe einmal pro Woche ne halbe Stunde joggen, mache 2-3 mal ne halbe Stunde Krafttraining. bereitet ihr euch mit bestimmten Trainings extra vor? 2. Ganz ganz sicher muss ich das Gewicht meiner Ausrüstung reduzieren. Ich war jetzt in Polen bei 13-14 kg 🫠😅- je nachdem wie viel Wasser ich mitgenommen habe. Vor der Reise dachte ich mir, “ach, let’s Go, dann ist es eben etwas anstrengender”. Ich glaube auch fest, man muss erst Erfahrungen machen, ehe man weiß was man braucht oder sich eventuell für teures Geld anschafft, naja… hat mich aber auch schon genervt 😅 Ich habe mal so die Faustregel gehört, dass der Rucksack insgesamt so 1/10 des Körpergewichtes wiegen soll. Ist das für euch ein realistisches Ziel? Das wären bei mir dann circa 6,3kg. Also mehr als die Hälfte???? Ist das möglich?? Was sind da eure Richtwerte? Oder macht es überhaupt Du Dich an sowas zu orientieren? Kenne mich wie gesagt mit UL nicht so gut aus, ich hab halt das Trekkingwandern sehr für mich entdeckt:). Und das will ich sehr gerne weitermachen. An der Stelle will ich gar n Uhr so in die Detail gehen. Dazu gibt es hier ja auch viele konkretere threads. Aber fyi. Dabei hatte ich auch ein nicht UL-Biwak-setup, aus einer decathlon Hängematte, isomatte exped, mountain Equipment Schlafsack Kunststoff und ein diy tarp aus meinem Dusch Vorhang :D. Sowie halt Kocher. Bin gespannt auf eure Antworten! Beste Grüße! seph
MarcG Geschrieben vor 5 Stunden Geschrieben vor 5 Stunden Hi, Willkommen bei unserem Hobby und hier im Forum. 1. Zu erfahren wie der Körper auf Belastung reagiert, und dann zu lernen wie man das am besten steuert und managed, ist ein wichtiger Teil einer guten Wandererfahrung. Das wird von Person zu Person auch sehr unterschiedlich sein. Das beginnt bei der Länge und Schwierigkeit der Tour, der Art des Wandern, Pausen und Ruhetage, Gewicht der Ausrüstung usw.. und natürlich auch Faktoren wie Wetter, Krankheit, Fitness usw.. Was auch ganz wichtig ist, ist die mentale Fähigkeit sowohl manchmal weiter zu machen, obwohl es keinen Spaß macht oder schmerzt, aber auch zu sagen: nein, hier ist jetzt Schluss! Das wird alles natürlich wichtiger je länger und komplexer die Tour ist. Was ich mir z.B. angewöhnt habe sind Dinge wie: Lieber langsamer aber dafür mehr Stunden am Tag wandern. Lieber relativ früh schon eine Pause machen und nicht erst den Akku komplett leer laufen. Füße abends trocknen und eincremen. Blasen haben mir schon mal Touren ruiniert. Rauf ist anstrengend, steil runter ist genau so anstrengend. Belastung bei Langstrecke im Auge behalten.... Wenn mir nur die Füße weh tun, dann geht es meistens trotzdem weiter. Knie, Muskeln... das ist schon kritischer. Natürlich macht man auch sehr unterschiedliche Touren: Manchmal will man mehr machen. "Ich lauf die 120 km jetzt in 3 Tagen" - man kann sie aber auch in 5 machen und das ist auch in Ordnung. 2. Das Thema hatten wir letztens hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/146517-verhältnis-körpergewicht-vs-rucksackgesamtgewicht/ Ich lande meist unter 10% Gewicht, aber das liegt eher dran, dass ich zu fett bin, als daran dass ich besonders klug packe.... khyal reagierte darauf 1
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