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Ultraleicht Trekking
mosven

Evolution einer leichten Küche - Teil 1

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Hallo Allerseits,

als ich diese Woche am Münchner Stammtisch meine Iterationen hin zu einer leichten Küche vorstellte, baten mich alle dies doch zu verschriften. Also gut:

Ich habe vor ein paar Jahren mit diesem Setup angefangen:

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Ein 750 ml Captain Stag Titan Topf mit 103 g, der Markill Peak Ignition Kocher mit ca. 100g inklusive Beutel und ein Windschutz zum anklippen mit ebenfalls ca. 100g. Dazu kommt natürlich noch die Gaskartusche. Die 230g Version passt noch mit in den Topf. Ich benutze alles immer noch gerne zum Car-Camping mit der Familie...

Denn irgendwann kam ich über ein YouTube Video auf das Thema Langstrecken-Wandern und der Virus war eingepflanzt... Inspiriert von der UL-Idee sollte mein nächstes Setup viel leichter werden:

Ich kaufte mir einen Whitebox Alcohol Stove (30g) und schließlich einen 400ml Evernew Companion Cup EBY 256 (48g) mit Deckel (12g). Der Kocher funktioniert prima, allerdings ist der Topf hierfür zu klein, die Flammen schießen an der Seite hinaus. Ein wahres Inferno, nur eingedämmt vom mitgelieferten Alu-Windschutz, den ich zur Gewichtsersparnis mal halbiert habe.

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Die Brandgefahr war mir im trockenen Sommer doch zu hoch, ein umgekippter Kocher führte einmal fast zu einer Katastrophe, weshalb ich eine Möglichkeit suchte, mehr Sicherheit zu schaffen. Ich fand sie im kleinen leichten 1l Trangia-Topf (80g):

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Das funktioniert recht gut, aber war dann doch nicht mehr so "richtig" UL und mir außerdem zu sperrig. Also weiter gesucht und schließlich bei Esbit gelandet. Hier folgte nach unzähligen angesehenen YouTube-Videos und gelesenen Forums-Beiträgen schließlich mein erstes MYOG-Projekt: Ein Esbit-Kocher aus einer alten AGFA Professional Filmdose:

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Wie man sieht, habe ich inzwischen den Topfdeckel durchbohrt und ein Stückchen Maurerschnur hineingeknotet.

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Der Deckel lässt sich gut unter den Kocher stellen und sorgt so dafür, dass es keine Brandflecken gibt.

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In den Kocher passen ein paar Würfel Esbit (verpackt, gegen den Fischgestank) und ein kleines Feuerzeug. Das Ganze passt in den Topf und lässt noch Platz für den zusammengerollten Windschutz und einen Spülschwamm.

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Aber es sollte noch leichter werden...

Spätestens hier dachte meine Frau ich spinne...:grin:

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Der Esbit Notfallkocher, leicht modifiziert, indem ich zwei Seiten abgebrochen und die Kanten entgratet habe. Funktioniert nicht ganz so toll: Der Topf kann zwar auch darauf stehen, aber der Abstand ist zu klein, weshalb das Esbit mehr rußt. Zudem wird der Boden so heiß, dass Brandflecke entstehen. Deshalb habe ich immer ein Stück Alufolie untergelegt, was genau zu diesem Zweck beim Whitebox Stove mitgeliefert wurde. Zufrieden war ich aber noch nicht...:unsure:

Nächster Iterationsschritt:

Der Esbit Dreibein Kocher (11g). Auch ihn nutze ich mit etwas Alufolie darunter; sie reflektiert die Hitze und dient zusätzlich dem Brandschutz:

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Mit diesem Ensemble war ich sehr zufrieden, es ist abgesehen vom Topf auch wirklich günstig und ich empfehle es Jedem zum Einstieg in die UL-Küche. Topf mit Deckel 60g, Kocher 11g und Windschutz 14g - macht 85g komplett. Na gut, das kleine Stück Alufolie darunter wiegt auch noch etwas... Es passt wunderbar in den Topf und lässt Platz für viel Esbit (12 Würfel á 14g), Feuerzeug 10g... Mit Löffel also eine Küche unter 100g + Brennstoff zu Preis von ca. 50 € ! B)

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Aber geht das noch leichter? Vielleicht eleganter? Inzwischen ist klar, dass das Verringern des Gewichts meiner Ausrüstung zu einer Sucht geworden ist, einer Sucht die auch ins Geld gehen kann. :oops: Mehr dazu im zweiten Teil...

 

Viele Grüße,

 

mosven

 

bearbeitet von mosven
Bild gelöscht, Waage hatte gesponnen :-)

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vor 4 Stunden schrieb H4nnes:

Ich beschäftige mich noch mit Spirituskochern. Habe mich seit der Bundeswehrzeit nicht mehr an Esbit herangetraut. ;-)

Spiritus finde ich ja für heimische Touren außerhalb von Trockenzeiten okay, sofern halbwegs stabil gebaut wird. Da, wo ich gerne im Hochsommer bin (Südfrankreich), koche ich aber mit Gas... einen Waldbrand habe ich schon gesehen und verstehe daher auch die absolute Intoleranz der Ortsansässigen gegenüber Spiritus. Esbit sehe ich aber diesbezüglich leider nicht als Lösung: Wenn man das Gesamtkonstrukt aus Sicherheitsgründen erhöht und dabei die Stabilität wahrt, ist der Gewichtsvorteil doch längst dahin. Klar: In Schottland wäre dies wiederum fast nie ein Thema. 

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Was die Waldbrandgefahr angeht gebe ich @martinfarrent vollkommen recht. Auf Tour war ich (oder auch mit Freundin) auch bisher nur mit Gas oder Benzin. 

Warum ich Spiritus probieren wollte? Ich bastel gerne! Zusätzlich will ich sehen inwieweit ich ein System ähnlich dem Caldera Cone selber bauen kann und wie gut das funktioniert und wie leicht es wird. Werde bei sinnvoller Lösung natürlich im MYOG-Faden berichten. Aktuell versuche ich mich an Varianten von "Tetkobas" Brennern, die ich bei Youtube gefunden habe. 

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vor 15 Minuten schrieb H4nnes:

Was die Waldbrandgefahr angeht gebe ich @martinfarrent vollkommen recht. Auf Tour war ich (oder auch mit Freundin) auch bisher nur mit Gas oder Benzin. 

Ich will vielleicht nächstes Wochenende auf den Rheinsteig. Da fände ich eine (stabile) Spirituslösung noch gut zu verantworten. Bei Trockenheit, wie gesagt, nicht. Natürlich kann man das Campen und Kochen aber trennen und nur dort kochen, wo es auch mit Spiritus wirklich sicher geht. Dann gibt's den morgendlichen Kaffee u.U. allerdings erst eine Stunde nach Aufbruch. Für mich wäre das nichts.

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Ohne Kaffee ist echt nicht so der Renner... Aber da muss ich das Tour setup sowieso noch überarbeiten. Aktuell gibts löslichen Kaffee. Das ist so gar nicht mein Fall und für Coldbrew habe ich noch nicht so das gute Händchen (oder es schmeckt mir nur nicht^^)

 

@mosven Wie hast du das eigentlich mit der Dosierbarkeit deines Brennstoffs gelöst? Tablette auspusten und wegpacken, oder mit Erfahrungswerten immer so viel Kochen, dass es genau aufgeht? Je nach Brennertyp hat man das Problem ja auch mit Spiritus, aber gerade wegen des Transports im Essgeschirr würde mich mal interessieren wie du das gelöst hast (speziell in Bezug auf Geruch/Geschmack). :)

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vor 17 Stunden schrieb mosven:

Die Brandgefahr war mir im trockenen Sommer doch zu hoch, ein umgekippter Kocher führte einmal fast zu einer Katastrophe, weshalb ich eine Möglichkeit suchte, mehr Sicherheit zu schaffen.

Kannst festen Spiritus herstellen.  Da ist nur die Herstellung leicht gefährlich, da hier Ätznatron verwendet wird.  Hast dann aber einen festen, auslaufsicheren Brennstoff  :)

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vor einer Stunde schrieb H4nnes:

Ohne Kaffee ist echt nicht so der Renner... Aber da muss ich das Tour setup sowieso noch überarbeiten. Aktuell gibts löslichen Kaffee. Das ist so gar nicht mein Fall und für Coldbrew habe ich noch nicht so das gute Händchen (oder es schmeckt mir nur nicht^^)

OT: (Echter) Mokka geht leicht, wenn man ihn mag. Außerdem gibt's diesen 14 g Filter... der ist ganz gut. Coldbrew dauert lange und braucht dennoch einen Filter... früh abends ansetzen und morgens warm machen? Das ginge auch. Der Kaffee muss dafür grob gemahlen werden, noch körniger als für die French Press. Das bindet aber am Abend ein Gefäß.

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vor 35 Minuten schrieb H4nnes:

@AlphaRay Meinst du das, was man als "Hartspiritus" im Netz findet? Hast du damit Erfahrung gemacht? 

Nicht getestet - nur mehrere Quellen in Foren gefunden, wo welche dies gemacht haben.  Ich bin dann auf das Thema Wachskocher gekommen, was ja Hälfte Gewicht spart.  Leider immer noch keinen Prototypen gebastelt...

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vor 5 Stunden schrieb schluppe:

Faltest Du den Windschutz aus Alufolie die es bei Dicountern gibt? Wie viele Lagen nimmst Du dann um ausreichende Stabilität zu bekommen? 

Hallo Schluppe,

ich habe den verwendet, der beim Whitebox Stove mitgeliefert war. Meiner Einschätzung nach sind qualitativ hochwertige Grillschalen in etwa genau so dick.

Der Rand ist nur einmal umgebördelt. Ich rolle den Windschutz sehr eng auf, bspw. um einen Titanhering. Bisher macht er es super mit.

VG,

 

mosven

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vor 3 Stunden schrieb martinfarrent:

Spiritus finde ich ja für heimische Touren außerhalb von Trockenzeiten okay, sofern halbwegs stabil gebaut wird. Da, wo ich gerne im Hochsommer bin (Südfrankreich), koche ich aber mit Gas... einen Waldbrand habe ich schon gesehen und verstehe daher auch die absolute Intoleranz der Ortsansässigen gegenüber Spiritus. Esbit sehe ich aber diesbezüglich leider nicht als Lösung: Wenn man das Gesamtkonstrukt aus Sicherheitsgründen erhöht und dabei die Stabilität wahrt, ist der Gewichtsvorteil doch längst dahin. Klar: In Schottland wäre dies wiederum fast nie ein Thema. 

Hallo martinfarrent,

die Lösung mit dem Esbit Dreibein Kocher ist sehr stabil. Da kippt selbst bei größeren Töpfen nichts so leicht. Den Esbitwürfel kann man ganz einfach auspusten, auslaufenden brennenden Spiritus, welcher sich großflächig verteilt, nicht. Aber natürlich muss man auch hier achtgeben und beispielsweise auf einen geeigneten Untergrund, wie einen großen Stein oder ein Kiesbett, achten. Bisher hatte ich damit noch nie ein Problem.

 

VG,

mosven

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vor einer Stunde schrieb H4nnes:

@mosven Wie hast du das eigentlich mit der Dosierbarkeit deines Brennstoffs gelöst? Tablette auspusten und wegpacken, oder mit Erfahrungswerten immer so viel Kochen, dass es genau aufgeht? Je nach Brennertyp hat man das Problem ja auch mit Spiritus, aber gerade wegen des Transports im Essgeschirr würde mich mal interessieren wie du das gelöst hast (speziell in Bezug auf Geruch/Geschmack). :)

Hallo H4nnes,

 

ich habe inzwischen meine Erfahrungswerte: Ein Würfel Esbit (14g) bringt bei normaler Umgebungstemperatur, also > 10 C, den ganzen Topf, also knapp 400 ml, zum kochen. Danach kann ich mit dem Rest immer noch einen Topf Wasser heiss machen für einen Instant-Kaffee. Bei höheren Temperaturen im Sommer koche ich mit einem halben Würfel. Im Winter unter -5 C (dann mache ich die meisten meiner Touren) brauche ich einen Würfel zum Wasser kochen und einen halben für den Kaffee. Wenn es richtig kalt ist und ich Schnee schmelzen muss, einen zum Schmelzen, einen zum Kochen.

Unbenutzte Reste puste ich aus und packe sie in der Original-Verpackung in den Topf. Der Geruch verfliegt schnell nach dem Öffnen. Kein Problem. In paranoiden Momenten wische ich den Topf vor dem Wasserkochen mit einem trockenen Tuch aus B)

VG,

mosven

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vor einer Stunde schrieb AlphaRay:

Kannst festen Spiritus herstellen.  Da ist nur die Herstellung leicht gefährlich, da hier Ätznatron verwendet wird.  Hast dann aber einen festen, auslaufsicheren Brennstoff  :)

Hallo AlphaRay,

für mich ist Esbit der feste auslaufsichere Brennstoff der Wahl :) Ich finde es toll, dass ich den Würfel bei Bedarf einfach auspusten kann. Oder noch besser, wenn mir der Topf übergeschwappt ist und das Wasser den Esbit gelöscht hat, ich diesen einfach kurz abschüttele, leicht trockenpuste und einfach wieder anzünde... Zudem weiß ich inzwischen genau, wieviel ich brauche, kann genau das mitnehmen und hab nicht noch das höhere Leergewicht einer Spiritusflasche. Da nehm ich lieber meinen Flachmann mit, aber das ist eine andere Geschichte :D

VG,

mosven

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vor 9 Minuten schrieb mosven:

ich habe inzwischen meine Erfahrungswerte: Ein Würfel Esbit (14g) bringt bei normaler Umgebungstemperatur, also > 10 C, den ganzen Topf, also knapp 400 ml, zum kochen. Danach kann ich mit dem Rest immer noch einen Topf Wasser heiss machen für einen Instant-Kaffee.

Ok... Das klingt echt nicht nach besonders viel Brennstoff (gefühlt eher weniger als beim flüssigen Spiritus)! Muss das mal zuhause mit meinen Bastelkochern etc. vergleichen. Esbit hab ich noch genug. Allerdings ist bei mir immernoch im Kopf, dass man da im Biwak nie was warm bekommen hat. Da muss ich wohl meine "Erfahrungswerte" für mich nochmal überprüfen. Danke für die Infos!

 

OT: und bearbeitet: Flachmann... Gut für die Moral! Geht nichts über einen kleinen Schluck bei Sonnenuntergang auf einem Berg. :wub:

bearbeitet von H4nnes

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vor 1 Minute schrieb H4nnes:

Ok... Das klingt echt nicht nach besonders viel Brennstoff (gefühlt eher weniger als beim flüssigen Spiritus)! Muss das mal zuhause mit meinen Bastelkochern etc. vergleichen. Esbit hab ich noch genug. Allerdings ist bei mir immernoch im Kopf, dass man da im Biwak nie was warm bekommen hat. Da muss ich wohl meine "Erfahrungswerte" für mich nochmal überprüfen. Danke für die Infos!

Ja,

das war auch meine Erinnerung an Esbit... Aber dann musst Du daran denken, dass das damals bei der Bw echt ineffizient genutzt wurde: Wir hatten nur diesen Klappkocher, der nicht an den richtigen Stellen Sauerstoff für eine gute Verbrennung zieht, keinen Windschutz, sodass die Flamme ständig weggeblasen wird und darauf eine vergleichsweise riesige EPA Packung serbisches Reisfleisch, etc. :-D Das ist dann in der Mitte angekohlt und am Rand war es immer noch kalt, wenn man nicht ständig gerührt hat, weswegen man keinen Deckel verwenden konnte und die Hitze verpuffte. Suboptimal, das Ganze... :grin:

VG,

mosven

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vor 2 Stunden schrieb mosven:

die Lösung mit dem Esbit Dreibein Kocher ist sehr stabil. Da kippt selbst bei größeren Töpfen nichts so leicht. Den Esbitwürfel kann man ganz einfach auspusten, auslaufenden brennenden Spiritus, welcher sich großflächig verteilt, nicht. Aber natürlich muss man auch hier achtgeben und beispielsweise auf einen geeigneten Untergrund, wie einen großen Stein oder ein Kiesbett, achten. Bisher hatte ich damit noch nie ein Problem.

Ich meinte die niedrige Höhe des Kocherpfanne - u.U. sehr nahe an trockenem Kraut. Wenn man - wie du beschreibst - Vorsicht walten lässt, dürfte es schon klar gehen. Ich sehe zum Beispiel auch, dass du eine gefaltete Folie drunter hast. Ganz häufig fehlt aber in Bildern (anderer Leute) selbst diese Vorsichtsmaßnahme. Dann heißt es nur: "Ich passe auf." Das ist ein bisschen wie: "Der beißt nicht." ;-) 

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vor 13 Minuten schrieb martinfarrent:

Ich meinte die niedrige Höhe des Kocherpfanne - u.U. sehr nahe an trockenem Kraut. Wenn man - wie du beschreibst - Vorsicht walten lässt, dürfte es schon klar gehen. Ich sehe zum Beispiel auch, dass du eine gefaltete Folie drunter hast. Ganz häufig fehlt aber in Bildern (anderer Leute) selbst diese Vorsichtsmaßnahme. Dann heißt es nur: "Ich passe auf." Das ist ein bisschen wie: "Der beißt nicht." ;-) 

Ja, da hast Du recht. Die Bilder habe ich am Sonntag im Garten gemacht. Natürlich ohne die Kocher brennen zu lassen. Auf Tour wäre mir das im Gras zu unsicher. Da suche ich mir bessere Plätzchen. Die Folie dient hauptsächlich dem Brandschutz, erhöht aber auch die Effizienz des Kochers ungemein; ich will sie nicht mehr missen.

VG,

mosven

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vor 16 Stunden schrieb mosven:

Ja,

das war auch meine Erinnerung an Esbit... Aber dann musst Du daran denken, dass das damals bei der Bw echt ineffizient genutzt wurde: Wir hatten nur diesen Klappkocher, der nicht an den richtigen Stellen Sauerstoff für eine gute Verbrennung zieht, keinen Windschutz, sodass die Flamme ständig weggeblasen wird und darauf eine vergleichsweise riesige EPA Packung serbisches Reisfleisch, etc. :-D Das ist dann in der Mitte angekohlt und am Rand war es immer noch kalt, wenn man nicht ständig gerührt hat, weswegen man keinen Deckel verwenden konnte und die Hitze verpuffte. Suboptimal, das Ganze... :grin:

VG,

mosven

Jepp genau daran muss ich immer denken, wenn ich den Namen "Esbit" höre. Aber ich seh die Probleme... Hätte mir auch selbst einfallen können :rolleyes: Naja erstmal das eine (Spirituskocher) und wenn ich da zufrieden bin gehts weiter (mit Esbit oder Wachs). Basteln ist immer gut! 

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Mein lieber Scholli, das kann sich sehen lassen und Eleganz ist hier sowieso fehl am Platz..zumindest für mein Geschmack. Mal ganz eine bescheidene Frage, was kocht ihr denn vorzugsweise wenn ihr so auf Tour seid? Wie sehr muss es dem Prinzip zurück zum Ursprung passen oder wie auch im Thread angeführt, wie sieht es da evolutionstechnisch bei den Leuten unter uns aus? :rolleyes:

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    • Von mosven
      Hallo allerseits,
      in Teil 2 hab ich ja bereits von meiner ultraleichten Küche berichtet. Inklusive einiger Wege aus Sackgassen der Evolution wieder hinaus...
      ... aber der Neandertaler hat es schließlich auch nicht geschafft  Jetzt geht's weiter: "Viva la evolucion siempre!" 
      Ich hab den hier beliebten 400ml Topf  Evernew Companion Cup EBY 256 modifiziert: Die Klappgriffe abgenommen und mit einem zurechtgebogenen Titandraht ( Danke @cergol !) ersetzt. Der Neue Griff passt schön in den Topf und macht das ganze nochmals leichter:

      Dazu kommt, dass ich den Topf mit abgenommenem Griff sehr schön in meine neue Titanschüssel von Ti-Artisan (400ml) hineinstecken kann:

      Die ist zwar schwerer, als die Wildo Schüssel mit 34g, aber jene lässt sich nicht so kompakt um den Topf "stapeln".

      Das wird jetzt meine Standard-Küche:
      Topf 36g
      Deckel 12g
      Griff 3g
      Schüssel 50
      Schwämmchen 4g
      Beerband 6g
      Boden 1g
      Cone 15g
      Löffel 6g
      Esbit Dreibeinkocher 12g
      Zusammen 145g
      Nicht mehr so leicht, wie möglich, aber super stabil, kompakt zu packen und für meine Touren zweckmäßig.
      Viele Grüße,
      mosven
    • Von ys76
      Hallo Welt!
      da bei uns nur noch der Bushbuddy und ein Dosenkocher zum Einsatz kommen, duerfen folgende Dinge gehen:
      mKettle -- 438g -- 40,00€


        Vargo Triad XE Titan (fuer Esbit und Spiritus)  -- 19,00€
      50g (Esbit / Topfstaender)
      72g (Topfstaender mit Spirituseinsatz)


        Vargo Hexagon TI -- 128g -- 50,00€


        Titan Holzkocher -- 140g -- 40,00€
      (Vielleicht kann uns ja einer der Forumsteilnehmer sagen, um welchen Kocher es sich handelt - Wir wissen es nicht mehr!)



        Alle Kocher sind gebraucht, wie auf den Bildern auch ersichtlich ist. Die Preise verstehen sich zuzueglich Versand (DHL). Fehlerhafte Gewichtsangaben sind kein Rueckgabegrund
      Auch hier schreibe ich mal nicht zu den Bildern - Es sollte ja offensichtlich sein, woher sie stammen....








    • Von Norweger
      Ich hatte es in meiner Reiseplanung in Zeiten des Corona Virus ja bereits erwähnt. Seit Jahren träumen ich von der einen (!) Ausrüstung, mit der ich meine Wanderungen und Touren unternehmen möchte. 
      Aktuell türmt sich hier die Ausrüstung, und die Qual der Wahl ist manchmal wirklich eine Qual. Luxusprobleme, ich weiß. In den letzten Jahren hat sich einfach zu viel Zeug angesammelt. Ich habe mein Haus verkauft und bin in eine Wohnung gezogen. In der Folge steht mir einfach nicht mehr so viel Platz zur Lagerung des ganzen Zeugs zur Verfügung. Früher konnte ich ganze Zimmer mit meiner Ausrüstung belegen, heute nicht mehr. Meine Idealvorstellung ist, dass in meinem Garderobenschrank ein gepackter Rucksack hängt, den ich nur noch mit Wasser, Futter und dem nicht komprimiert gelagerten Quilt befüllen muss, bevor ich binnen Minuten aufbrechen kann. 
      Um das Thema nicht in verschiedenen Fäden ausufern zu lassen, möchte ich alles in diesem Faden führen. Dabei werde ich mich Stück für Stück durch meine Kisten und Schränke wühlen und so nach und nach mit euch zusammen das Optimum finden - so zumindest der Plan. Die Ausrüstungsgegenstände die „aussortiert“ werden, können von euch gerne erworben werden, schickt mir einfach eine PN.
      Anfangen möchte ich gerne mit den großen vier: Pack, Behausung, Schlafsetup und Küche. 
      Seid gerne dabei und geht mit mir auf diese virtuelle Tour durch meine Ausrüstungsschränke! 
    • Von Andreas K.
      Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
      In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
      Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
      Konen gewährten da schon einen deutlich stabileren Stand, waren aber natürlich auch schwerer. Wirklich störend aber war das Packmaß: Zusammengerollt zu lang, um es in der Tasse zu transportieren. Da die dünnen Folien aber wirklich empfindlich bzgl. Deformation waren, brauchten die Konen zwingend eine stabile Transporthülle, was erhebliches Mehrgewicht bedeutete.
      Meine faltbaren Topfstand- / Windschutzkombinationen aus drei zusammen zu steckenden Seitenteilen ermöglichten einen wirklich sicheren Stand der Töpfe und waren dabei nur geringfügig schwerer als ein Konus ohne Transporthülle. Außerdem waren diese durch das relativ dicke Blech sehr robust. Aber das Packmaß war auch hier ungünstig: die Teile passten formbedingt leidlich in die Topftasse, was in den Rucksack gepackt bei Bewegung unangenehmes Klappern erzeugte.
      Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
      Aber nun zu den Details:
      Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
      Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

      Doch nun endlich zu den Bildern:









       
       
      Für die Bastelfreunde:
      Druckvorlage/ Schablone:
      Druckvorlage 01.pdf
      Druckvorlage 02.pdf
       
      Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
      Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
        Arbeitsschritte:
      Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
      Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
      Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
      Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
       
      Viel Erfolg beim Nachbauen!
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