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Ultraleicht Trekking
Ultralight82

Wie andere auf Ultralight reagieren....

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Hallöchen zusammen, habe vorhin meine Tagesetappe von 32km hinter mir gebracht und bin in der Eifel auf einen kleinen Campingplatz eingekehrt.

Dort traf ich auf zwei junge Damen die ebenfalls den gleichen Wanderweg wie ich geplant haben(Eifelsteig). Wir kamen etwas ins Gespräch und die beiden waren ganz erstaunt das ich doch auch mit so wenig die gleiche Strecke von knapp 105km laufen würde.

Die beiden hatten ein Rucksack Gewicht von 22kg und 20kg... Ich bin inkl essen und wasser bei 8,6kg.

Wir hatten viel Gesprächsstoff und ein guter Tropfen später waren die beiden Damen Angefixt was Ultralight angeht. Es wurde mir viel mit Unglauben begegnet und man musste viele Ausrüstungsgegenstände zeigen. Am Ende des Abends war ich für allebauf dem Platz der spartanische Wanderer aus dem Ruhrgebiet :grin:

 

Jetzt gehts ins Bettchen, würde mich freuen eure Geschichten zu lesen. Was habt ihr mit anderen Normalo Wanderern erlebt? 

 

bearbeitet von Ultralight82

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Bei mir war es umgekehrt. 2016 war ich in Lappland mit 15 kg Baseweight unterwegs + viel zu viel Essen und Wasser (meine 1. Tour jemals).

Nach ein paar Tagen traf ich den ersten UL-Hiker meines Lebens. Und ganz ehrlich: Ich dachte, dass er entweder lügt oder dass er wahnsinnig lebensmüde ist. Ich konnte nicht glauben, wie man mit so wenig Kilos (sicher) unterwegs sein kann.

Inzwischen, fast drei Jahre später, nach viiiiel Recherchen hier im Forum und im Internet, bin ich selber süchtig. Süchtig nach immer-mehr-Gramm-sparen, süchtig nach Packlisten und süchtig nach immer neuen Ideen, noch mehr Gramm einzusparen. Und inzwischen bin ich diejenige, die ungläubig "bewundert" wird, wie man - trotz Sicherheit - leicht unterwegs sein kann :-D

 

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als ich 2016 mit dem outdoorkram anfing, orientierte ich mich im bereich bushcraft. schnell merkte ich, dass das statische rumlungern im wald und lager bauen eher nix für mich ist. die ultraheavybrocken waren schon am start und dann gings auch los mit der klamotte... mit axt und säge und all dem schweren kram den man gar nicht braucht... :)bei den ersten touren sind uns immer wieder mal leicht bis ultraleichtwanderer übern weg gekommen und ich dacht mir: alter die sehen aus wie beim turnuntericht... mit ihren kleinen turnbeuteln und den sportlichen klamotten. jung, so wirste niemals nicht durchn wald laufen xD

jetzt, den einen oder anderen fernwanderweg später auf denen ich so mit 15-20 kilo unterwegs war, bin ich seit anfang des jahres mit nem 30l rucksack und zirka 4kg baseweight unterwegs... und nach den ersten ultralighttouren dieses jahr werde ich definitiv auch nicht mehr zurück gehen zu dem schweren rucksack und den schweren klamotten...

gibt einfach überhaupt keinen grund, sich körperlich auf ner wanderung so fertig zu machen und zu schleppen wie ein esel :) egal wie lang oder kurz die strecke ist.

die kollegen mit denen ich da immer mal unterwegs war belächeln meine derzeitig spartanische ausrüstung... wie sone kurze isofaltmatte? und die beine? wie nur son schmales tarp... kein schlafsack? wat machste denn am rücken... da frierste dir doch den arsch ab...
nope alles gut so wies jetzt ist :)

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Mich hat mal einer beim trampen im Winter ganz ungläubig angeschaut, als ich ihm erzählt habe das ich gerade auf dem Weg in die Natur bin und dort auch übernachten werden.

Wir hatten zu der Zeit Nachts minus 10 Grad und ich "nur" einen 24L Pack von MLD auf dem Rücken. Ich habe wirklich nicht an Ausrüstung gespart, denn darin war nebst Pennzeug und Co noch ein Benziner samt 1L Spritpulle, ne Jägarpanna und mein großes Kochset. ;)

So ein bisschen Luxus und leckeres Essen muss schon sein. :) 

 

LG

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Swami, ein netter Herr aus Australien, der aber in Mexiko lebt, beschreibt seine erste Begegnung mit einem UL Hiker wie folgt: "At first I thought that Jim was some sort of minimalist nutter straight off the commune" - "Zuerst dachte ich, Jim sei einer dieser Minimalismus Spinner, direkt aus einer Kommune".  

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Pfingsten auf dem Hermannsweg.....

Ich lief Richtung Bielefeld durch den Teutoburger Wald als ein Päärchen entgegen kam.

Sie: Guten Tag (das sagt man da so :smile:)

Ich: Moin (es war noch Vormittag)

Sie: Kommen sie aus Hamburg?

Ich: Nein, in Oldenburg sagt man auch Moin :grin:

Sie: Achso... , darf ich noch ne Frage stellen?

Ich: Na klar

Sie: Von wo sind sie losgelaufen? Etwa ganz aus OL? Übernachten sie in Pensionen? Was habe sie alles dabei?

Ich: Nein, von Bad Iburg, nein im Zelt.

Sie: Waaaaaaaaaassss???? Ganz allein im Zelt als Frau???? Das ist aber mutig :shock: Wo sind denn ihre ganzen      Sachen, doch nicht alle in dem Rucksack?

Ich: Doch alles drin (es waren ca. 7,5kg inkl. Wasser + Futter)

Sie: Das gibts ja gar nicht, darf ich den mal aufsetzen?

usw usw.... wir standen sicher ne halbe Stunde im Wald und waren am schnacken. Sehr sympathisch und nett war das und Beide konnten sich nicht vorstellen, dass man SO komfortabel unterwegs sein kann.

UND DAS AUCH NOCH ALS FRAU!!!! :mrgreen:

ich fands gut

bearbeitet von RosiRastlos

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@RosiRastlos: ja, solche Gespräche kommen mir sehr bekannt vor. Erst heute sagte wieder jemand, 'ich hätte Angst im Wald zu schlafen - viel zu gefährlich!' - naja, dann entgegne ich oft 'Nirgends schlaf ich so gut wie im Wald, außer Vögeln und Insekten ist da nichts zu hören. Und das einzige gefährliche Tier ist hier die Zecke, die ziehe ich mir abends immer raus.'

Entweder schütteln sie dann den Kopf oder sie bewundern mich. Ich denke aber, es ist doch das normalste auf der Welt draußen zu schlafen - die Menschheit hier ist nur zu zivilisiert.

Das hat nichtmal was mit UL zu tun. Über meine 5mm-Matte wundern sich die Leute - aber am meisten wundern sie sich über mich als Frau...

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vor 30 Minuten schrieb hiker:

Über meine 5mm-Matte wundern sich die Leute...

Viele wundern sich fast noch mehr über eine Neoair und ein besonders leichtes Zelt als über Minimalismus. Da zeigst du ihnen nämlich Dinge, die ihnen komfortmäßig zusagen. Dann musst du sie nur noch davon überzeugen, dass derlei Gegenstände ihren Zweck klaglos erfüllen und auch länger als drei Minuten halten. 

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Keine UL-Tour (schwer mit 10kg Boot :mrgreen:), aber vor kurzem immerhin Tour mit UL-Behausung. Meine Frau hatte das MLD Luna Solo mit halbem Paddel als Stange dabei, ich teilte mir ein Tarp zusammen mit den beiden Booten (so muss man die bei Regen nicht umdrehen und kommt an alles ran:P) und hatte noch nen Biwaksack. Also gar nicht mal so richtig ultraleicht, wir kamen zusammen bestimmt auf 2kg Shelter!

Wir kamen also gerade vom Bierchen zurück als die sehr jungen (jedes zweite Wort war "Digger", ich schwör!) Decathlonzeltnachbarn rätselten, was ihnen das sagen soll. Das eine ist eine Plane. Da kann keiner pennen. Das andere ist doch nur ein Sonnenschutz? Aber da sind zwei Boote. Wo schlafen da zwei Menschen? Als einer sich gerade getraut hat, mal unter MLD zu luken, kamen wir gerade zurück und konnten aufklären – und ich hoffe, die Jungs lassen das mit dem "in fremde Zelte kieken" in Zukunft sein. <_<

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vor 7 Stunden schrieb hiker:

Erst heute sagte wieder jemand, 'ich hätte Angst im Wald zu schlafen - viel zu gefährlich!'

Entweder schütteln sie dann den Kopf oder sie bewundern mich. Ich denke aber, es ist doch das normalste auf der Welt draußen zu schlafen - die Menschheit hier ist nur zu zivilisiert.

OT: neulich meinte jemand aus der verwandschaft abschätzig: 'draussen schlafen tun nur obdachlose' ... na schönen dank auch^^

der junge einer anderen verwandten findet das kool was wir so machen. draussen pennen, auch mal ein lagerfeuer machen... im eigenen garten ist das ok wenn der kurze mitkommt. wenn der aber mal auf ne tour mit will, dann darf er nicht. ist der mutter zu gefährlich da draussen im tiefen dunklen wald. im eigenen garten in der stadt, wo potenziell jeder fremde irgendwie in den garten kommen kann ist ok. aber draussen im wald wo erst recht niemand ist, ist zu gefährlich... eigenartige logik.

die leute die generell so ablehnend, ja teilweise sogar spöttisch reagieren, haben in der regel überhaupt gar keinen bezug zum draussen sein.
für die ist draussen sein auf der terasse zu hocken oder in der fussgängerzone einkaufen gehen^^

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Und nach all dem kommt natürlich noch die wichtigste Frage: Wo gehst du aufs Klo? Ich wurde sogar schon zusammengestaucht von Leuten, die dachten, ich lass da auch meine gebrauchten Tempos liegen - überall auf der Welt ein durchaus ernsthaftes Problem. Sie liefen fast schon schreiend davon, als ich ihnen die Funktion von kleinen Wasserflaschen zu erklären begann.

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Aktuell in Südfrankreich... ich sehe vielleicht (auch) wegen der Hitze und meines sehr ollen Seidenhemds ziemlich abgerissen aus. Ein Typ vor einer Dorfbar befühlt meinen ZPacks Arc Blast und befindet, dass er aus Papier sei. Viel Geld habe er ja nicht, sagt er. Doch meine paar Getränke könne er schon bezahlen. Ich solle auch bitte auf seine Kosten was zu essen bestellen. So viel zum Prestigewert von High-Ende-Ausrüstung! Der Ferrari unter den Rucksäcken gibt sich als gebrauchte Lidl-Tüte. Drecksteil! :-)

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Gerade eben schrieb martinfarrent:

Aktuell in Südfrankreich... ich sehe vielleicht (auch) wegen der Hitze und meines sehr ollen Seidenhemds ziemlich abgerissen aus. Ein Typ vor einer Dorfbar befühlt mein ZPacks Arc Blast und befindet, dass er aus Papier sei. Viel Geld habe er ja nicht, sagt er. Doch meine paar Getränke könne er schon bezahlen. Ich solle auch bitte auf seine Kosten was zu essen bestellen. So viel zum Prestigewert von High-Ende-Ausrüstung! Der Ferrari unter den Rucksäcken gibt sich als gebrauchte Lidl-Tüte. Drecksteil! :-)

Wenn er dafür sorgt, dass Du von Fremden Essen geschenkt bekommst, also was besseres um den Rucksack leichter zu machen geht ja gar nicht!

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Tolle Geschichten! :D Ich gehöre ja zu den UL Anfängern unter Euch, war auf dem Westweg letztes Jahr anfangs auch noch mit 18kg +/- unterwegs und habe wohl so manchem Minimalist-Hiker unterwegs Löcher in den Bauch gefragt. Das Kürzel UL sagte mir zu dem Zeitpunkt noch nix. Aber anschließend wurde wild recherchiert und ausprobiert. Inzwischen - auch dank Mitlesen im Forum - habe ich es auf <5kg baseweight für den Sommer gebracht. Es hat ein gewisses Suchtpotential. Ich geb' zu, an mir ist wohl ein Gear Junkie verloren gegangen, wobei es nicht immer direkt das Teuerste sein muss, bei Kleidung greife ich auch gern in die Sonderangebots-Kiste.

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... man kann UL natürlich auch zerballern. Auf einem Abschnitt an vielen Calanques vorbei etwarb ich doch noch schnell eine billige Schnorchelausrüstung - ging einfach nicht anders. Danach fiel die Erklärung, wozu das (sonstige) leichte Zeug eigentlich gut sei, ein bisschen komplex aus. Konkret nahm mich ein fragender Engländer nicht sonderlich ernst.

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Ich bin auf einer der letzten Touren darauf hingewiesen worden, dass ich es "ja leicht habe", weil ich ohne Zelt+Schlafsack unterwegs sei ;) Eine andere Frage war, ob ich meine Ausrüstung zum Übernachten bei letzten Wirt vergessen hätte. Das war meine erste SUL Tour und der Rucksack dementsprechend winzig.

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vor 3 Stunden schrieb martinfarrent:

... Ein Typ vor einer Dorfbar befühlt mein ZPacks Arc Blast und befindet, dass er aus Papier sei. Viel Geld habe er ja nicht, sagt er. Doch meine paar Getränke könne er schon bezahlen. Ich solle auch bitte auf seine Kosten was zu essen bestellen. So viel zum Prestigewert von High-Ende-Ausrüstung! ...

Vielleicht sollte ich mir auch so einen High-End-Rucksack kaufen, nicht wegen dem Prestigewert, aber für die Rendite (in Form von Einladungen von mitfühlenden Mitmenschen) :-D

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Ich wurde anfangs zwischen München und Venedig zuerst als Tagestourist abgestempelt. Als ich am dritten Abend in Folge in der selben Hütte wie meine späteren Wanderkumpane auftauchte, war Irritation und Neugier angesagt.

Immer wenn ich einen neuen nützlichen Artikel aus irgendeiner Seitentasche gezaubert hatte (Schirm, Gamaschen, Kletterhandschuhe, Garmin, Fernglas, Lupe...) kam ein ungläubiges „Waaaas, das hast Du auch dabei?“.

Das bekannte „Mit den Schuhen?!“ musste ich auch ein zwei mal, in der Regel von älteren Semestern, hören.

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