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Ultraleicht Trekking

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Hallo,

2019 habe ich dieses China-Zelt der Marke Geertop beim bergwandern in den Alpen und auf Madeira erfolgreich genutzt. Damit war ich im großen und ganzen sehr zufrieden. Ich bleibe darin auch bei Dauerregen / Starkregen trocken, es lässt sich schnell und einfach aufbauen, bietet genug Platz für eine Person + Rucksack und ich kann aufrecht drin sitzen. Einzig einen weiteren Abspannpunkt hätte ich mir gewünscht. Die Mitte der Rückseite (nicht die Meshseite) hat nämlich keinen und biegt sich deshalb bei Wind zu sehr nach innen. Der Rucksack hat da aber von innen Abhilfe geleistet. Wiegen tut dieses Zelt inkl. kurze Stange für den Fußbereich und ohne Heringe 886g (nachgewogen). Es ist also für den Normalo schon irgendwie ultraleicht, aber wie ich hier gesehen habe, geht es noch deutlich leichter. 

Nachdem ich ein paar erste Werke genäht habe, hat mich das Nähfieber gepackt. Es macht richtig Spaß mit der Maschine zu arbeiten und diese tollen ultraleichtstoffe zu verarbeiten. Und dann natürlich das ultraleichte Ergebnis zu bestaunen. :grin:

Deshalb schwirrt in meinem Kopf nun die Idee rum, mein Geertop-Zelt aus DCF nachzubauen. Mein räumliches Vorstellungsvermögen ist echt miserabel, aber ein Zelt 1 zu 1 nachzubauen sollte doch machbar sein, denke ich mir. Sicher bin ich mir aber noch nicht. Ob es eine gute Idee ist als Anfänger so ein Projekt zu versuchen? Oder erst mal etwas anderes. Ein verschließbares Shelter für 2 Personen bräuchte ich auch noch. Aber dafür habe ich kein Muster. :unsure:

Vieles lässt sich wohl mit doppelseitigem Klebeband verbinden. Wichtige Punkte sollte natürlich stabil genäht werden. Aber welche sind alle wichtig? Dort wo Heringe genutzt werden, Abspannleinen montiert sind. Und was noch? 

 

Was benötige ich dazu?

Viel (wieviel weiß ich noch nicht, P4uL0 hat 6,5 für ein Lunar-Solo-Klon gebraucht, ) 18q qm DCF

PU beschichtetes Ripstop für die Bodenwanne. 

25g qm Mesh 

Wasserdichter Reißverschluss

Verschieden Zubehörteile

 

Hat jemand Ideen oder Anregungen für mich?

 

Viele Grüße

Mia im Zelt

 

 

 

 

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Naja, wenn du dir das selber bauen willst, kommt der Warenkorb bestimmt auch auf 400€. Das Big Sky kostet 540€. 

Wenn lediglich Geld die Motivation ist, dann würde ich das BS kaufen. Wenn es dir ums nähen geht, dann selber bauen

 Du hattest ja schon zwei drei Sachen aus dcf gebaut, ich würde an deiner Stelle noch ein bisschen weiter üben damit, bevor du ein 400€ Projekt anfängst. Der RV muss ja zb eingenäht und getaped werden, an den Abspannringspunkten Verstärkungen aufgebracht werden etc. Sowas würde ich im kleinen üben.

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Zu den 540€ kommen ja noch Einführumsatzsteuer und Zoll dazu...

 

Außerdem möchte ich gerne selber nähen. Finanziell gibt es trotzdem Grenzen. Jemand hatte 300€ Warenwert als er ein Lunar Solo nachgebaut hat. Hätte auch bei meinem Zelt mit so einem Kostenrahmen gerechnet.

Aber ihr habt bestimmt Recht. Ich sollte sowas vorher bei einem günstigeren Material üben. Möchte aber nichts unnötiges nähen. Ein Außenzelt für zwei Personen bräuchte ich noch. Wenn ich so eins aus Silnylon nähe, kann ich die Details üben. Aber dazu habe ich kein Schnittmuster. Kennt jemand eins? 

bearbeitet von Mia im Zelt

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Moin Mia!

vor 23 Stunden schrieb Mia im Zelt:

... aber ein Zelt 1 zu 1 nachzubauen sollte doch machbar sein, denke ich mir. Sicher bin ich mir aber noch nicht. Ob es eine gute Idee ist als Anfänger so ein Projekt zu versuchen?

Ich habe zwar nur ein, zwei Tarps aus DCF gebaut, kann aber schon sagen, dass man einen Schnitt für ein Nylon-Zelt nicht ohne weiteres auf DCF übertragen kann. Der unterschiedliche Stretch im Material wirkt sich maßgeblich auf die Dimensionen der einzelnen Elemente, sowie auf die Spannung im dreidimensionalen Körper aus.
Ich weiß ja nicht wie hoch Dein Anspruch an ein shelter ist, aber ich würde ungern 300,- € für ein mittel-cooles Ergebnis ausgeben wollen.
Im Nachbar-Faden habe ich gestern meine Einschätzung zur Prototyp-Produktion gegeben:

Zitat

Da bei mir jeder erster Prototyp eine Nullnummer ist, (also für die Tonne :???:) würde ich mir das gute Material für #2 aufheben und die #1 aus Tyvek machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das hardstructure Material ähnlich Dehnungsarm wie DCF ist.
Besonders die Näh-Logistik ist für mich immer eine Herausforderung, da ich bestimmte Schwierigkeiten, in der Abfolge nur schwer Vordenken kann. Und gerade beim Verkleben von diesem extrem teurem Material wäre bei mir der "Tischkanten-Biss" schon vorprogrammiert.

;)

vor 23 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Was benötige ich dazu?

Um den Schnitt anzunehmen, verwende ich so einen simplen Winkelmesser aus der Medizin.
https://www.ebay.de/itm/360-Grad-Goniometer-Kunststoff-20-cm-kalibriertes-medizinisches-Winkel-Lineal/253692172717?epid=1828594262&hash=item3b113b59ad:g:mesAAOSwjOVbIVPr

Die Maße der einzelnen Elemente würde ich entweder in Sketchup anlegen oder 1:10 auf dünne Pappe zeichnen.
Dann müsste ich prüfen, ob der Schnitt überhaupt auf einer Rollenbreite von 137 cm realisierbar ist. (Wenn es das shelter schon serienmäßig in cuben gibt, stehen die Chancen nicht schlecht.)
Sollten alle Elemente auf die Breite passen, heißt das noch lange nicht, dass die Zugrichtungen im Stoff optimal liegen. Meist wird es Kompromiss zwischen Schnitt- und Kostenoptimierung werden ...

Die einzelnen Elemente würde ich dann 1:1 auf Schnittbögen übertragen.
https://www.cchobby.de/catalog/product/view/id/18779?gclid=CJaa1ZTf7tICFQ4R0wod4aYM2Q

Und mir eine Näh-Logistik zurechtlegen.

vor 23 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Wenn ich es mir aussuchen könnte, hätte ich in jedem Fall das nächst stärkere Material, mit doppelt so vielen dyneema Fäden genommen. https://www.extremtextil.de/dyneema-composite-fabric-ct2e08-26g-qm.html Der Gewichtszuwachs ist, im Verhältnis zu der deutlich höheren Stabilität marginal.

Zitat

Ein Außenzelt für zwei Personen bräuchte ich noch. ... Kennt jemand eins? 

http://www.flusslinie.de/zweierfirst.html Klopf doch mal bei @Christian Wagner an!

Zitat

Wenn ich so eins aus Silnylon nähe, kann ich die Details üben.

Ich finde DCF deutlich einfacher zu verarbeiten als Silnylon. Das ist mit seiner rutschigen Oberfläche eine komplett andere Problematik als das Falten und Kleben von cuben.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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vor 6 Stunden schrieb wilbo:

Ich finde DCF deutlich einfacher zu verarbeiten als Silnylon. Das ist mit seiner rutschigen Oberfläche eine komplett andere Problematik als das Falten und Kleben von cuben.

Ich habe zwar erst eine Innenzeltbodenwanne aus DCF hergestellt, fand das Material aber ziemlich mühsam zu verarbeiten. Zum einen kannst Du es mit dem DCF-Tape nicht in Ruhe "in Position schieben", da es sofort klebt. Es muss also alles sofort stimmen. Mit Vorfalten und Beschweren geht das für gerade Nähte aber ganz gut. Zum anderen ist das Material relativ steif und lässt sich im Gegensatz zu Silnylon nicht so einfach beim Nähen aus dem Weg schieben oder drehen.

Da der Preis eine Rolle spielt, würde ich an Deiner Stelle genau durchrechnen, wo die grösste Gewichtsersparnis möglich ist. Bei meinem Tramplite-Klon aus dem leichten Ali-Silnylon war die grösste Gewichtsersparnis beim Bodenmaterial möglich. Als solches hat es sich auch sehr gut bewährt (dicht, nicht rutschig). Allzu dünnes DCF für das Aussenzelt ist anfällig... bereits Hagel kann ein solches Zelt zerstören. Silnylon ist elastisch und "federt", da passiert nichts.

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vor 12 Stunden schrieb wilbo:

Ich wollte ja schon lange Mal ein grobes Schnittmuster, zumindest für das Aussenzelt einstellen. Ne komplette Bauanleitung ist bei so einem umfangreichen Projekt IMHO zu aufwändig. Maße und Bildchen sind da, ich leg Mal los...:geek:

In der Zwischenzeit empfehle ich als Lektüre die Bauanleitung von @Southern Flyer.

 

bearbeitet von Christian Wagner

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vor 13 Stunden schrieb wilbo:

Moin Mia!

Ich habe zwar nur ein, zwei Tarps aus DCF gebaut, kann aber schon sagen, dass man einen Schnitt für ein Nylon-Zelt nicht ohne weiteres auf DCF übertragen kann.

Und mir eine Näh-Logistik zurechtlegen.

http://www.flusslinie.de/zweierfirst.html Klopf doch mal bei @Christian Wagner an!

Ich finde DCF deutlich einfacher zu verarbeiten als Silnylon. Das ist mit seiner rutschigen Oberfläche eine komplett andere Problematik als das Falten und Kleben von cuben.

VG. -wilbo-

Danke für deine sehr aufschlussreiche Nachricht! Da kann ich richtig lernen. 

Ich wusste nicht, dass man DCF nicht 1 zu 1 von Nylon übernehmen kann. Was macht man denn in so einer Situation? 

Winkelmesser ist gut. Diese Schnittbögen sind mir aber ehrlich gesagt viel zu teuer. :shock: Da nehme ich lieber zusammengeklebte Flipchartbögen. 

Klar, die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte müssen gut überlegt sein. Das wird bestimmt eine Herausforderung. 

Das Zelt von flusslinie gefällt mir sehr gut! Mein Mann bräuchte es wohl nur 20cm breiter. Der mag es nicht so eng. 

Das DCF fand ich bei meinen bisherigen kleinen Arbeiten auch einfach zu verarbeiten. Wobei ich nicht auf DCF festgenagelt bin. Hauptsache möglichst leicht und trotzdem funktionell. 

vor 6 Stunden schrieb ULgeher:

Ich habe zwar erst eine Innenzeltbodenwanne aus DCF hergestellt, fand das Material aber ziemlich mühsam zu verarbeiten. Zum einen kannst Du es mit dem DCF-Tape nicht in Ruhe "in Position schieben", da es sofort klebt. Es muss also alles sofort stimmen. Mit Vorfalten und Beschweren geht das für gerade Nähte aber ganz gut. Zum anderen ist das Material relativ steif und lässt sich im Gegensatz zu Silnylon nicht so einfach beim Nähen aus dem Weg schieben oder drehen.

Da der Preis eine Rolle spielt, würde ich an Deiner Stelle genau durchrechnen, wo die grösste Gewichtsersparnis möglich ist. Bei meinem Tramplite-Klon aus dem leichten Ali-Silnylon war die grösste Gewichtsersparnis beim Bodenmaterial möglich. Als solches hat es sich auch sehr gut bewährt (dicht, nicht rutschig). Allzu dünnes DCF für das Aussenzelt ist anfällig... bereits Hagel kann ein solches Zelt zerstören. Silnylon ist elastisch und "federt", da passiert nichts.

 

Diese Eigenschaft kann man ja als Vorteil und als Nachteil sehen. Ich würde diesen Stoff dann ohnehin in kleinen Abschnitten verkleben, damit nichts fälschlicherweise woanders kleben bleibt. 

Stimmt. Mir geht es letztendlich um eine deutliche Gewichtsersparnis. Die Idee, das Außenzelt aus Silnylon und den Boden aus DCF zu bauen finde ich genial. :idea: So kann ich Kosten sparen und trotzdem ein sehr niedriges Gewicht erreichen. 

vor einer Stunde schrieb Christian Wagner:

Ich wollte ja schon lange Mal ein grobes Schnittmuster, zumindest für das Aussenzelt einstellen. Ne komplette Bauanleitung ist bei so einem umfangreichen Projekt IMHO zu aufwändig. Maße und Bildchen sind da, ich leg Mal los...:geek:

In der Zwischenzeit empfehle ich als Lektüre die Bauanleitung von @Southern Flyer.

 

Wow, du warst schneller als ich antworten konnte! Dein Zelt gefällt mir total gut.:wub:  Genau sowas möchte ich gerne nachbauen. Für meinen Mann sollte es etwas breiter sein (z.B. 140 statt 120 innen), aber das sollte ja machbar sein. 

Wenn du mehr Infos über dein MYOG-Zelt bereitsstellen könntest, wäre das super! Eine genaue 1 zu 1 Bauanleitung muss ja nicht sein. Dein Design wirkt an sich nicht sehr kompliziert. Aktuell möchte ich zuerst dieses nachbauen und anschließend mein Singletent in einer UL Version bauen. 

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Sodelle, die Seite mit dem Querlieger für Zwei ist geupdatet.

Beim Nachmessen habe ich festgestellt das die Breite sogar um 5 cm geschrumpft ist:shock:. Falls du unbedingt eine Liegebreite von 1,4m brauchst, so sollte das IMHO schon funktionieren. Wenn das Dach sowohl oben und unten 20 cm breiter ist, dann ändert sich an dem Zuschnitt für die Apsiden nichts. 

Viel Spaß beim Nähen.

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Dankeschön!! Nun habe ich schon viel mehr Wissen dazu, wie ich dein Zelt nachbauen kann. Ein paar Detailfragen hätte ich aber noch, bevor ich die ExTex Bestellung aufgebe:

- So wie ich es auf den Bildern erkennen kann, hat das Außenzelt keine Reißverschlüsse, sondern verschließt dich durch die Überlappungen. Welche Erfahrungen hast du damit bei Starkregen und Dauerregen gemacht? Ist es auch ohne Reißverschluss 100% dicht oder regnet es irgendwann rein? Ansonsten überlege ich, einen wasserdichten Reißverschluss einzubauen. 

- Lassen sich die beiden Ausgänge am Außenzelt ohne Gefummel öffnen? 

- Auf den Fotos erscheint es so, als schließen die Eingänge nicht am Boden ab. Mir wäre es lieber, wenn man das Zelt auch so aufbauen könne, dass unten kein großer Spalt mehr ist, damit es bei Schlechtwetter nicht reinweht. Ist das bei deinem Zelt möglich? 

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vor 7 Stunden schrieb Mia im Zelt:

So wie ich es auf den Bildern erkennen kann, hat das Außenzelt keine Reißverschlüsse, sondern verschließt dich durch die Überlappungen. Welche Erfahrungen hast du damit bei Starkregen und Dauerregen gemacht? Ist es auch ohne Reißverschluss 100% dicht oder regnet es irgendwann rein? Ansonsten überlege ich, einen wasserdichten Reißverschluss einzubauen. 

Starkregenerfahrung haben wir mir dem Aussenzelt genug, die Verschlüsse sind dicht. Zpacks benutzt die gleichen, sie haben aber mittlerweile auf halber Höhe noch Knebelverschlüsse eingebaut da sich der Eingang bei Starkwind etwas aufdrückt. Die Handhabung ist jedenfalls supereinfach, leicht ist es obendrein.

 

vor 7 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Auf den Fotos erscheint es so, als schließen die Eingänge nicht am Boden ab. Mir wäre es lieber, wenn man das Zelt auch so aufbauen könne, dass unten kein großer Spalt mehr ist, damit es bei Schlechtwetter nicht reinweht. Ist das bei deinem Zelt möglich? 

Wenn du den Eingang mehr auf den Boden heruntergezogen haben willst, dann machst du am besten ein Papiermodell mit neuen Abmessungen. Die Belüftung verringert sich aber dann auch entsprechend. Nach einer unserer nassesten Nächte mit eigentlich durchgehend Starkregen und Wind hatten wir am morgen ein komplett trockenes Zelt mit trockenen Quilts. Ob das bei geschlosseneren Apsiden genau so gewesen wäre?

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Danke für die Mitteilung deiner Erfahrungen mit dem Zelt. Klingt gut. Die Verschlüsse möchte ich dann ebenso bauen. Den Eingang möchte ich aber lieber etwas tiefer planen. Erste Berechnungen für den benötigten Zeltstoff habe ich gemacht. Nun habe ich noch weitere Fragen:

Welche Komponenten hast du verwendet? Das kann ich auf den Fotos nicht erkennen. 

Hast du alle vier Eingangsteile aus dem Stoff ausgeschnitten und mit den Seitenteilen vernäht oder hast du den Stoff so geschnitten, dass Seitenteil + an jeder Seite ein Teil vom Eingang von vornherein zusammen sind? 

Nun habe ich zudem noch gesehen, dass die Rollenbreite (150cm) 10 kürzer ist als meine geplante Breite. Ist es sinnvoll die fehlende Breite anzunähen (und anschließend zu versiegeln) oder wie gehe ich damit am sinnvollsten um. 

 

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vor einer Stunde schrieb Mia im Zelt:

Den Eingang möchte ich aber lieber etwas tiefer planen.

Das ist ja gerade das tolle an MYOG- am ende kriegst du genau das was dir vorschwebt.

vor einer Stunde schrieb Mia im Zelt:

Hast du alle vier Eingangsteile aus dem Stoff ausgeschnitten und mit den Seitenteilen vernäht oder hast du den Stoff so geschnitten, dass Seitenteil + an jeder Seite ein Teil vom Eingang von vornherein zusammen sind? 

Ich habe alle Stoffteile einzeln ausgeschnitten und wieder miteinander vernäht. Das ist IMHO wichtig. Erstens ist der Stoff entlang einer Kappnaht allein durch die Naht schon verstärkt und zweitens kann man die Stoffteile schön entlang der Belastungsrichtung ausrichten. Bei der Türe habe ich den Fadenverlauf des Stoffes parallel zur Unterkante gelegt. Die Kante an der Türöffnung geht ungefähr im rechten Winkel dazu nach oben, da ist der Fadenverlauf also auch einigermaßen OK. Die schräge Kante des Türpanels Richtung Dach hat dann einen schrägen Fadenverlauf, was aber nichts macht da diese Kante ja eben am Dach angenäht wird und dort wieder der Fadenverlauf fast parallel zu Naht geht.

 

vor einer Stunde schrieb Mia im Zelt:

Nun habe ich zudem noch gesehen, dass die Rollenbreite (150cm) 10 kürzer ist als meine geplante Breite. Ist es sinnvoll die fehlende Breite anzunähen (und anschließend zu versiegeln) oder wie gehe ich damit am sinnvollsten um. 

Mein Silnylon lag damals 160 cm breit, da hatte ich keinen Stress mit der Dachlänge. Du könntest dir ja überlegen ob du nicht mit 150 cm Dachbreite oben zufrieden bist und dann das Dach um 90 Grad verdreht zuschneiden. Eine zusätzliche Naht quer rüber würde ich persönlich vermeiden wollen. Auch wenn diese mit Nahtdichter nachträglich abgedichtet werden kann ist es doch IMHO immer ein Zeichen von schlechtem Design. Mein Standardspruch bei den meisten kaufbaren Zelten und Regenjacken ist, daß die Hersteller es immer noch nicht begriffen haben das Nähte nicht zur Wasserdichtheit beitragen:ugeek:. Solltest du doch die Zusatznaht machen wollen: Untergehen wird die Welt davon schon nicht, und Ihr werdet wahrscheinlich auch trocken bleiben.;-)

vor einer Stunde schrieb Mia im Zelt:

Welche Komponenten hast du verwendet? Das kann ich auf den Fotos nicht erkennen. 

Hm, an den Abspannpunkten sind Linelocs angebracht. Die Abspannpunkte an den Türen haben kleine Plastikringe bekommen, in die dann Aluhaken kommen. Heutzutage würde ich da kleine Schnurschlaufen anbringen. Der Reißverschluß am Moskitonetz ist ein 3er YKK. Abspannschlaufen sind aus 12 mm Gurtband.

bearbeitet von Christian Wagner

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@ Christian Wagner: Habe nun die ganzen Materialien bestellt, ein Papiermodell 1:10 angefertigt und mir aufgeschrieben wie ich vorgehen möchte. Dann werde ich das Außenzelt wohl etwas schmaler gestalten. Die Bodenwanne soll trotzdem zumindest 130cm breit sein. Wenn ich den Stoff in 150cm Breite schräg ausschneide, stimmt aber doch die Fadenrichtung wieder nicht? 

@ Wilbo: Danke für die Verlinkung. Dennoch habe ich mich für das 36qm Ex-Tex Silnylon entschieden. Leichter, günstiger und in DE erhältlich. :grin:

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Also du meinst dass das Aussenzelt 150 cm oben und 130 cm unten breit ist. Die 20 cm Unterschied habe ich ja bei meinem Zelt auch. Bei 160 cm Länge fallen 10 cm "Gefälle" auf jeder Seite nicht wirklich ins Gewicht. Vom Fadenverlauf wird das schon passen. Probiere es aus, ziehe genau im Fadenverlauf, dann mit 10 cm auf 1,6m Gefällewinkel und dann nochmal komplett schräg (45°). Da ist dann schon ein deutlicher Unterschied.

 

 

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Am 29.1.2020 um 18:36 schrieb Mia im Zelt:

Den Eingang möchte ich aber lieber etwas tiefer planen.

Ich will Dir den tiefen Eingang nicht ausreden, neben der Belüftung (die wichtig ist) gibt es aber noch zwei Aspekte, die meiner Meinung nach vielleicht doch für einen höheren Eingang sprechen:

  • Du siehst bei einer hochgezogenen Front immer noch ein wenig raus, ohne jedesmal das Zelt öffnen zu müssen. Das finde ich sehr angenehm. Rein sieht trotzdem niemand, ausser die Person liegt gleich vor dem Zelt auf dem Bauch...
  • Bei unebenem Boden oder höherer Vegetation kannst Du das Zelt immer noch vernünftig abspannen. Das wird zunehmend schwierig, je weiter die Front runtergeht, gerade bei einer so grossen Grundfläche. Bei zwei Apsiden könntest Du ev. eine weiter runter ziehen, und die andere hoch lassen. Dann kannst Du die tiefergezogene allenfalls in den Wind richten.

Meist steht das Zelt ja auch nicht auf einer kahlen Unterlage, so dass das Gras oder was auch immer dem Reinwehen entgegenwirkt. In alpineren Gefilden kann man auch Steine als Windbrecher vor der Apsis aufreihen, falls das nötig sein sollte.

Noch eine Idee: Lässt sich mit den überlappenden Teilen der Eingang nicht sowieso ganz auf den Grund ziehen, wenn die beiden Enden mir zwei separaten Heringen abgespannt werden? Also die Überlappung bis auf den Boden weitergezogen wird statt die Ecken am gleichen Haken einzuhängen?

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Hmm. Ich bleibe vorerst bei dem tieferen Eingang, da ich selten viel Vegetation drumherum habe und nicht möchte, dass eine Windböe drunter durch weht und das Zelt hochdrückt. Sollte es sich im Nachhinein als zu lang herausstellen, kann ich es immer noch kürzen. Das geht besser als den Eingang nachträglich zu verlängern.

Nun habe ich die Materialien am Freitagabend alle bestellt und nun von Extremtextil eine Mail bekommen, dass ein kleiner Teil der Bestellung vergriffen ist. :x Nun habe ich drauf geantwortet und den gewünschten Ersatz angegeben. Nun hoffe ich, das Paket kommt noch diese Woche an :wacko: - bin nämlich ab Sonntag verreist. 

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vor 7 Stunden schrieb Mia im Zelt:

Windböe drunter durch weht

Vielleicht macht es für dich auch Sinn, die Seiten nicht nur aus Mesh zu machen, sondern halb oder noch mehr aus einem leichten, windabweisenden Stoff.

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Am 28.1.2020 um 19:23 schrieb Christian Wagner:

Sodelle, die Seite mit dem Querlieger für Zwei ist geupdatet.

@Christian Wagner Hattest Du auch mal über ein asymmetrisches Zelt Design nachgedacht ? wie das

Wenn ich die Argumentation richtig verstehe sind die Poles zum aufstellen weniger im Weg. Warum die Raumnutzung besser sein soll erschließt sich mir noch nicht so ganz. Außerdem schätze ich an deinen Designs das sie mit besonders wenig Verschnitt auskommen und ich könnte mir vorstellen das es bei asymmetrischen Zelten mehr Verschnitt gibt.

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vor 15 Stunden schrieb ekorn:

... und ich könnte mir vorstellen das es bei asymmetrischen Zelten mehr Verschnitt gibt.

Nicht unbedingt.
Vor zwei Jahren habe ich mal grob den Schnitt vom High-Route-1 abgenommen.
588671569_highrouteschnitt.thumb.jpg.8b25e44e4121b4350331493439b2bbe1.jpg

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_DSC3923.thumb.jpg.849b3e613a7452b13055c882d71a2407.jpg

https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5169-sierra-designs-high-route-tent/

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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vor 2 Stunden schrieb ekorn:

Ja habe ich, habe diese Zelte aber erst "entdeckt" als das Zweierzelt schon fertig war. Gerade das X-mid finde ich toll. Ich finde die Tatsache dass das Zelt mit nur vier Heringen steht irgendwie super.

IMHO hätte bei diesem Zelt aber ein Eingang mit einer Apside ausgereicht, gerade bei der Einpersonenversion. So hat man immer in der zweiten Apside verschenkten Platz - hat man bei meinem Zelt im Prinzip auch, aber die Apsiden sind wirklich Mini und somit ist es kein großer Verlust.

Das High Route gefällt mir nicht wegen den senkrechten Seitenwänden. Ich finde ja schon die Apsiden meines Zweierzeltes unangenehm steil, aber in der Praxis hat es sich bisher recht gut bewährt. 

Das Stratospire ist mir als quick& dirty Myogger einfach zu viel Gebimsel.

 

vor 2 Stunden schrieb ekorn:

Warum die Raumnutzung besser sein soll erschließt sich mir noch nicht so ganz.

Naja, du bekommst halt eine etwas längere Firstlinie, somit ist halt da oben etwas mehr Platz. Gerade beim Zweierzelt ist das IMHO gar nicht so zu verachten wenn beide bequem aufrecht sitzen können. Man sitzt dann entlang der Längsachse etwas gestaffelt und hat so noch mehr Platz. So wirklich ein Problem ist das bei meinem Zelt jetzt nicht, da war immer genug Raum, aber das bessere ist eben des guten Feind. Letztendlich ist aber die symmetrische Zeltform auch noch deutlich einfacher zu machen, weshalb ich jetzt nicht traurig bin das ich keinen X-mid Klon habe.
 

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Am 5.2.2020 um 07:03 schrieb cico:

Vielleicht macht es für dich auch Sinn, die Seiten nicht nur aus Mesh zu machen, sondern halb oder noch mehr aus einem leichten, windabweisenden Stoff.

Hmm.. Bin mir noch nicht sicher, weil das Kondenswasser beim Mesh nach draußen laufen kann. 

 

Das Paket von ExTex ist rechtzeitig angekommen. :-) Die Bodenwanne habe ich schon fertiggenäht. Den Rest mach ich nach meinem Urlaub. 

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