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Ultraleicht Trekking
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Southern Flyer

2-Personen Zelt aus Chikara – Bauanleitung Schritt für Schritt

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Hallo zusammen,

 

hier mal wieder eine Bauanleitung, vielleicht hat ja der/die ein oder andere schon mal mit einem Zeltbau geliebäugelt …….

Nach dem X-Pac 37+9L Rucksack und dem Daunen-Quilt mit geschlossener Fußbox ging es im letzten Winter an die dritte MYOG-Großbaustelle: dem Zelt. Da sich die beiden ersten Projekte durchaus sehen lassen konnten, war ich guter Dinge, dies auch bei einem Zeltbau entsprechend umsetzen zu können. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass das erste selbstgenähte Zelt in der Regel für die Tonne ist, machte ich mich an die Planung und schrieb dazu im Vorfeld eine detaillierte Bauanleitung (s. unten). Zudem machte ich zu den Zeichnungen der einzelnen Baugruppen noch Zeichnungen der wichtigsten Nähte (alle letztendlich als Kappnähte ausgeführt), um später während des Zuschnitts und des Nähens den Überblick zu behalten, auch wegen der vielen unterschiedlichen Nahtzugaben. Der Entwurf ist als ‚single piece - single wall - A-frame‘ ausgelegt und orientiert sich an bewährten Zelttypen. Die Bauanleitung habe ich dann Schritt für Schritt abgearbeitet, was ausgesprochen gut funktioniert hat.

Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.

 

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Die wichtigsten Daten:

  •          2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten
  •          2 Eingänge, 2 Apsiden
  •           alle Dachnähte abgedichtet  
  •        Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm
  •          First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm
  •          Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C
  •          Catenary cut: 2cm/m
  •          Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L)
  •          Materialkosten: ca. 190€
  •       Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen)

 

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Vorbereiten der Baugruppen

Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

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Mesh-Giebelseiten (2x)

  •          ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe
  •          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.
  •          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen
  •          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!
  •          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt
  •          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen
  •          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.
  •          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)
  •          Traufseite nach innen doppelt versäumen

 

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Mesh-Traufseiten (2x)

  •           ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe
  •           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.
  •           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen
  •           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen

 

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Dach

  •           ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten
  •           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht
  •           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).
  •           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)
  •           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen
  •           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen
  •           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)
  •           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben

 

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Doppel-Türen (Apsiden) (2x)

  •           ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe
  •           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen
  •           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.
  •           Mittenkanten doppelt umsäumen
  •           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)
  •           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen
  •           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)
  •           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)

 

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Boden

  •           Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe
  •           nach außen einmal (1cm) umsäumen
  •           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.
  •           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen
  •           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden
  •           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen
  •           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden
  •           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)
  •           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen
  •          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)

 

Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten

  •           Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)
  •           T-Stopper von innen an den Saum annähen
  •           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen
  •           alle 4 Eckverstärkungen annähen
  •           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen
  •           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)
  •           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)
  •           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)

 

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Zusammennähen mit der Bodenwanne

  •          Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)
  •           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)
  •           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen

 

FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)

 

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Fazit

Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.

Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).

Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.

 

Viel Spaß beim Nachbauen!!

 

 

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bearbeitet von Southern Flyer
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Respekt! Echt sauber! Was benutzt du denn für deine Entwürfe? Ich habe mal ein Tarp á la Hexamid Pocket Tarp mit Sketchup entworfen. Das ging ganz gut. Nur ließ sich das dann nur umständlich, über importieren in ein CAD-Pragramm, 1:1 ausdrucken. Würde mich gerne mal an einen Notch-Klon wagen...

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vor 21 Minuten schrieb sambucus:

Respekt! Echt sauber! Was benutzt du denn für deine Entwürfe? Ich habe mal ein Tarp á la Hexamid Pocket Tarp mit Sketchup entworfen. Das ging ganz gut. Nur ließ sich das dann nur umständlich, über importieren in ein CAD-Pragramm, 1:1 ausdrucken. Würde mich gerne mal an einen Notch-Klon wagen...

Die Entwürfe zeichne ich in Coral Draw und die Schablonen mache ich händisch mit Zollstock, gr. Geodreieck und Aluschiene auf der Rückseite von nautischen Karten (dünner Karton und riesige Lappen). CAD wäre nur interessant, wenn der Stoff gleich damit ausgeschnitten werden könnte. Den Cat cut habe ich so gemacht wie im link angegeben .

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vor 1 Stunde schrieb Southern Flyer:

Die Entwürfe zeichne ich in Coral Draw und die Schablonen mache ich händisch mit Zollstock, gr. Geodreieck und Aluschiene auf der Rückseite von nautischen Karten (dünner Karton und riesige Lappen). CAD wäre nur interessant, wenn der Stoff gleich damit ausgeschnitten werden könnte. Den Cat cut habe ich so gemacht wie im link angegeben .

Wow! Das funktioniert halt nur solange du geometrische Figuren benutzt. Wenn es etwas runder wird, wird's schwierig mit Geodreieck. Ich habe bislang die CAD-Zeichnung ausdrucken lassen und sie dann auf LKW-Plane übertragen und ausgeschnitten. Es gibt sicher Druckereien, die das auch direkt auf die Plane drucken - nur halt dann eine Preisfrage :/ Aber echt nochmal Hut ab für die saubere Arbeit trotz Kappnäten am Cat cut.

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vor 56 Minuten schrieb waldradler:

Super Bauanleitung, vielen Dank! Aber ist 90/110 nicht etwas schmal für zwei Personen?

Ja, 110/90 ist natürlich nicht üppig, es reicht aber für 2 normale TAR-Isomatten. Die Breite kann man ja nach eigenen Bedürfnissen anpassen, ohne das sich der Schnitt grundlegend ändert. Wenn man es dauerhaft zu zweit nutzt, sind 20-30 cm mehr sicherlich die komfortablere Wahl. Dafür passt unter die beiden Apsiden alles, was man so dabei hat. Für einen alleine bietet 110/90 Breite mehr als genug Platz.

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Super Arbeit. Habe letztes Jahr selber ein Versuch gestartet. Nicht ganz so faltenfrei wie deines. Ich fand vor allem den Giebel und das Annähen des Netzstoffes schwierig. Vielleicht lag es bei mir auch daran, dass ich nicht so minutiös wie du geplant habe Respekt! Es animiert mich, eine Version 2.0 zu beginnen. Mich würde noch interessieren, was deine Gründe waren, dich für Chikara und nicht Silnylon zu entscheiden? Nochmals Kompliment! 

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vor 6 Stunden schrieb rede70:

Ich fand vor allem den Giebel und das Annähen des Netzstoffes schwierig. Vielleicht lag es bei mir auch daran, dass ich nicht so minutiös wie du geplant habe Respekt! Es animiert mich, eine Version 2.0 zu beginnen.

Giebel und Netzstoff annähen waren in meinem Fall nicht schwierig. Ich habe den Netzstoff immer an eine Art 'französiche Naht' angenäht, die dann in einem zweiten Schritt zu einer Art 'Kappnaht' umgenäht wird. Das sieht dann auch alles schön sauber aus und geichzeitig sind die Nähte extrem stabil, da sie ja die kompletten Kräfte beim Abspannen aufnehmen müssen.

vor 6 Stunden schrieb rede70:

Mich würde noch interessieren, was deine Gründe waren, dich für Chikara und nicht Silnylon zu entscheiden? Nochmals Kompliment!

Ich hatte im Vorfeld das Vergnügen einmal an einem Stück Silnylon zu ziehen (quer). Das fand ich sehr beeindruckend, aber gleichzeitig auch etwas abschreckend. Silpoly war auch kurz als Alternative in Betracht gezogen worden, aber da ist die Reißfestigkeit wohl nicht so doll. Ich muss dazu sagen, dass ich bis dato mit keinem der Stoffe gearbeitet hatte. Auf das Chikara bin ich bei @Andreas K.  gestossen, der schon einige Zelte daraus genäht hat und auch die Wassersäule hat prüfen lassen. Das war für mich eine Art Qualitätskriterium .... Mittlerweile bietet Extex ein dehnungsärmeres Ripstop-Silnylon mit 40g/m² an. Das könnte vllt eine Alternative sein. Und Cube Fiber war mir für das erste Zeltprojekt zu kostspielig.

bearbeitet von Southern Flyer

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vor 56 Minuten schrieb J_P:

Tolle Anleitung! Danke dafür!
Erinnert mich an das ZP Duplex oder das GG The Two/One...

Der A-Frame Entwurf bietet sich an, wenn man eh 2 Trekkingstöcke dabei hat und keine Lust auf 'Stock im Zelt' hat. Ich habe aber weder das Duplex noch das The Two je in echt gesehen. Mein bisherges 'UL-Zelt' war das Marmot Force UL 2P (Kuppelzelt).

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vor 2 Stunden schrieb Southern Flyer:

.....Ich habe aber weder das Duplex noch das The Two je in echt gesehen.

OT: ich habe die Zelte von ZPacks oder Gossamer Gear auch noch nicht in Natura gesehen. Aber es gibt ja genug Bilder im Netz...

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Ganz großes Kino! Nicht nur das Zelt an sich, sondern auch noch eine so detaillierte Anleitung - das ist ja keineswegs selbstverständlich.

Ich war ja schon sehr gespannt nachdem mir A. erzählt hatte, dass Du ein Zelt genäht hast. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit das mal in natura zu bestaunen, wenn wir das nächste Mal in der Gegend sind ;-) 

Viele Grüße,

Moritz

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Am 18.5.2019 um 10:49 schrieb Southern Flyer:

...die Schablonen mache ich händisch mit Zollstock, gr. Geodreieck und Aluschiene auf der Rückseite von nautischen Karten

Whaaaat:-o? Nautische Karten bitte an mich senden. Gerne im Austausch mit gaaaaanz viel dünnem Karton:grin:.

 

Nee im Ernst. Alte Seekarten zu nehmen ist eine tolle Idee. Tut mir als Segler, der die Teile ab und an neu kauft, in der Seele weh.

LG, Christian

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Am 18.5.2019 um 10:49 schrieb Southern Flyer:

... die Schablonen mache ich händisch mit Zollstock, gr. Geodreieck und Aluschiene auf der Rückseite von nautischen Karten (dünner Karton und riesige Lappen).

https://www.cchobby.de/catalog/product/view/id/18779?gclid=CJaa1ZTf7tICFQ4R0wod4aYM2Q
Falls Du noch mehr Entwürfe machen möchtest ... :wink:

An der Kante der Pappschablonen lässt sich noch gut mit dem Heißschneider arbeiten.

VG. -wilbo-

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Am 20.6.2019 um 11:48 schrieb Christian Wagner:

Whaaaat:-o? Nautische Karten bitte an mich senden. Gerne im Austausch mit gaaaaanz viel dünnem Karton:grin:.

 

Nee im Ernst. Alte Seekarten zu nehmen ist eine tolle Idee. Tut mir als Segler, der die Teile ab und an neu kauft, in der Seele weh.

LG, Christian

OT: die Karten haben eine relativ kurze Halbwertszeit, da sie vom Wattenmeer sind. Wo gestern noch ein Priel, ist heute schon eine Sandbank :o .

@wilbo: Danke für den Link, habe aber in meinem Fall eine nicht versiegende Quelle .

OT: 99€ für 50m, dafür bekommt (myogt) man schon ein halbes Zelt, oder einen ganzen Rucksack, oder .....:wink:

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    • Von paustl
      Hallo!
      Ich möchte mir ein leichtes (<2kg), freistehenden 2 Personenzelt kaufen. Es kommen für mich die folgenden Zelte in Frage:
      * Wechsel Exogen 2 https://www.wechsel-tents.de/en/tents/zerog-exogen-2-231049/
      * Big Agnes Copper Spur 2 https://www.bigagnes.com/Copper-Spur-HV-UL2
      * MSR Hubba Hubba Shield 2 https://www.outdoortrends.de/msr-hubba-hubba-shield-2-personen-zelt.html?number=CD.10336&odt_inside_eu=1&utm_source=Idealo&utm_medium=PSC&utm_content=Idealo&utm_campaign=PreisSuma&ia-pkpmtrack=100-9353835313236323131303-101-101-101
      Meine Fragen sind:
      * Kann jemand einschätzen wie viel windfester das Exogen 2, als die beiden Alternativen ist? Bitte mit Erklärung ;-). Bei welchen Windbedingungen ist das bemerkbar?
      * Wie ist die Wassersäule des Exogen 2, 5000 mm (deutscher Hersteller, daher Messung an werksfrischen Material) im Vergleich zu den Wassersäulen der anderen Zelte 1200 mm (amerikanische Hersteller, daher Messung nach simulierter Nutzung) einzuschätzen?
      * Welche Vorteile  seht ihr bei den jeweiligen Zelten?
      Hintergrund ist, dass ein Angestellter das Exogen 2 als das deutlich robustere und wetterfestere Zelt herausstellte, ich ihm aber nicht ganz vertraue, weil er z.B. den Unterschied der Messweisen zwischen den Herstellern nicht kannte.
      Vielen Dank und liebe Grüße! paustl
       
       
    • Von einar46
      An meinen bisherigen Rucksäcken (aktuell zpacks Arc Haul) hat es immer genügend Befestigungsmöglichkeiten gegeben, so dass ich meine Unterkunft (Zelt oder Tarp) in einem Cubensack als Rolle außen, unten und quer anbringen konnte. Meine Unterkunft habe ich deshalb gern außen, weil ich dann bei einem Aufbau der Unterkunft bei Regen den Rucksack nicht auf der Suche nach meiner Unterkunft aufmachen muss. Umgekehrt ist es auch so, dass ich bei Regen meinen Rucksack komplett im Zelt packen kann. Zum Schluß kommt dann das Zelt in die Rolle außen an den Rucksack.
      Mein neuer Rucksack, ein zpacks Nero, hat nur an der Seite Spannschnüre. An der Seite möchte ich aber meine Unterkunft nicht anbringen, weil ich die Taschen bzw. den Platz für Wasser und Nahrung benötige. Oben wäre auch keine gute Idee, weil ich dann nicht schnell genug an den Inhalt des Rucksacks komme. Im Netz, was beim Nero sehr groß ist, habe ich meine Regensachen und andere Dinge, auf die ich schnell Zugriff haben möchte.
      Das Bild zeigt die Rückseite des Nero, wo ich die Rolle gern unter dem Netzt befestigen würde.
      Hat jemand eine Idee, wie ich meine Unterkunft befestigen könnte?

    • Von Kasimir
      Moin,
      im Sommer plane ich gut einen Monat auf dem GR5 vom Genfer See ans Mittelmeer. Da ich das erste mal alleine mit dem Zelt unterwegs sein werde, bin ich noch auf der Such nach dem ultimativen 1-Personen-Zelt. Natürlich möglichst leicht und am liebsten frei stehend....ein reines Tarp ist mir glaube ich zu wenig "Dach über dem Kopf".
      Würde mich über Tipps und Erfahrungen freuen.
      Beste Grüße
    • Von Martin von Dannen
      Hallo Leute,

      ich habe mir im Frühjahr ein Zelt genäht. Die Maße entsprechen ziemlich dem Zpacks Duplex. Die Wanne ist weniger hoch und der Cat-Cut im Giebel ist weniger steil. Außerdem habe ich meine Reißverschlüsse nicht als Rainbow sondern in L-Form eingenäht. Das Material kommt von Extremtextil und hat zusammen etwa 200€ gekostet. 
      Zuerst habe ich die Wanne gemacht, danach das Netz angebracht und das Dach angenäht. Die Türen kamen zum Schluss. 
      Es war mein erstes Nähprojekt und ich habe keine Schnittmuster verwendet. Im wesentlichen habe ich den Stoff mit einem Zollstock ausgemessen und dann ungefähr in Form geschnitten. Die graden Kanten sind erst beim Nähen entstanden. Würde ich nicht mehr so machen. Ich empfehle auch niemandem als erstes Nähprojekt gleich ein Zelt zu wählen. Ich habe nervenaufreibende Situationen erlebt. Als Tisch musste die Tischtennisplatte herhalten.

      Meine Nähmaschine ist die billigste, die ich bei Ebay-Kleinanzeigen finden konnte - ich kann sie nicht empfehlen. Der Vorbesitzer hatte sie beim Lidl gekauft und sie ist wirklich nicht so toll. Zu schwach, komische Dynamik, blockiert schnell. Man sieht nicht, wenn der Unterfaden zur Neige geht. 

      Das Zelt ist aus grünem Ripstop-Nylon (silikonbesch., 20den, 36g/qm), der Boden 40den Ripstop-Nylon (TPU-beschichtet, 70g/qm), das Netz ist aus Polyamid (155 Maschen/qcm, 25g/qm). Das fertige Zelt wiegt 815g.
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      Beste Grüße
      Martin
       
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