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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 24.06.2024 in allen Bereichen

  1. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 6 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    7 Punkte
    In meiner einen Woche Urlaub Mitte Juni (genau zur Schafskälte) hab ich mir vorgenommen, den Fördesteig bei Flensburg fertig zu laufen. Vor 2 Jahren mit dem 9€ Ticket war ich mal ein langes Wochenende in Flensburg und bin eher zufällig über diesen Weg gestolpert. Da ich aus dem Norden komme und dort auch noch Verwandtschaft habe, war es also die perfekte Idee für diese eine Woche... Anreise mit der Bahn und gleich so geplant, dass eventuelle Verspätungen kein Drama werden (war dann auch nur eine Stunde später am Ziel, das geht ja noch...) Vom Bahnhof bin ich direkt mit den Bus an die Dänische Grenze gefahren, ich hatte mir schon die SH-V App runtergeladen und damit geht Bus fahren perfekt. Mein Gesamtgewicht vom Rucksack beträgt zur Zeit 9 kg incl. Proviant und Wasser, das sind immerhin 3 kg weniger als bei meinem Debüt auf dem Weserberglandweg, der mit 12 kg, Blasen an den Füßen und Planänderung einherging... Die nächsten Kilos kann ich am ehesten bei Zelt und Luftmatratze einsparen, dazu gehört aber eine vierstellige Investition und im Moment spare ich, um im März '25 meine Tochter in Südkorea zu besuchen und mit ihr den Seoul-Trail zu laufen (danke an @German Tourist) Viele Tipps gerade für Mehrfachnutzung hatte ich hier aus dem Forum und dazu auch in feinster MYOG Manie einen alten Kinderregenschirm zerstückelt und daraus -bis jetzt- einen Kulturbeutel, ein Geldbeutel und ein Brillenetui genäht. Außerdem habe ich die olfaktorischen Grenzen meiner Bekleidung ausgetestet und siehe da - man stinkt weniger, als man denkt (jedenfalls für sich selbst, hehe...) Also bin ich langsam losgestiefelt, das Hauptaugenmerk lag auf meinen Füßen, die ich unter allen Umständen Blasenfrei durch diese Woche bringen wollte! Höhenmeter gibt es ja quasi nicht auf diesem Weg von ca. 90 km immer an der Flensburger Förde entlang bis nach Kappeln an der Schlei und so hab ich auch meine Stöcke zuhause gelassen und statt dessen einen Regenschirm mitgenommen - beste Entscheidung ever und ohne dieses Forum wäre ich niemals auf die Idee gekommen, beim Wandern einen dabei zu haben, ich liebe euch einfach 😄 Von der dänischen Grenze bis Flensburg sind es nur 6 km, also hatte ich ewig Zeit und bin natürlich ins erste Strandcafé eingekehrt, um bei leckerem Kaffee und Kuchen die ersten Blicke auf die Förde zu genießen. Ganz entspannt dann weiter bis zum Hostel Seemannsheim in Flensburg, wo ich die erste Nacht in einem Vierbettzimmer unterkam. Supertolles Hostel, kann ich nur empfehlen! Mit mir auf dem Zimmer drei Jungs, was olfaktorisch gleich mal einen Vorgeschmack auf meine Klamotten ein paar Tage später gab, hehe... Zwei von denen hab ich nur ganz kurz gesehen, aber einer war Fahrradlangzeitreisender, der schon in sämtlichen Ländern unterwegs war und das wurde dann zur megaspannenden Unterhaltung! Wieder eine der Sachen, die ich als Vorteil vom alleine unterwegs sein sehe, ich lerne viel mehr Menschen kennen, als wenn andere Leute dabei sind. Abends war es nur ein Katzensprung zu Bens Fischerhütte am Hafen, die Fischbrötchen sind einfach nur megalecker und mit einem Flens dabei der perfekte Tagesabschluss. Hab noch lange am Hafen gesessen, die Schäden von der Sturmflut sind auch noch zu sehen und man kann sich gar nicht vorstellen, wie es an diesen Tagen hier ausgesehen haben muss. Fortsetzung folgt...
  2. Alleine unterwegs

    mmaddin und 3 andere reagierte auf moyashi für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Ich laufe für mein Leben gern alleine. Meine Geschwindigkeit, nichts absprechen müssen, schlafen, wo ich will, meine Gedanken, etwas beobachten, so lange ich will, ..., diese Zeit ist nur für mich. Ich war letztes Jahr das erste Mal zu zweit auf einem Trail, und obwohl wir uns gut verstanden haben, hat es mir viel Freude vom Wandern weggenommen, einfach weil ich nicht das machen konnte, was mich auf den Trails so glücklich macht und warum ich eigentlich wandere. Ich bin allerdings überhaupt kein Hütten-Fan, eben weil da noch so viele andere Leute sind. Ich glaube, das liegt daran, dass ich mich im Alltag so viel mit anderen beschäftigen und auf deren Bedürfnisse eingehen muss, so dass ich wirklich diese Auszeit von den Menschen brauche. Ich liebe mein Zelt, das ist mein kleines Zuhause, das ich mit mir herumtrage, das mich Teil der Natur sein lässt. Ich bin immer traurig, wenn ich aufgrund der Umstände doch mal in etwas befestigten schlafen muss, es sei denn, ich plane z.B. einen Pausentag ein, an dem ich mich mal grundreinigen will, das dann gerne im Hotel. Ich finde es aber trotzdem nett, wenn ich z.B. an einer Hütte esse und man da ins Gespräch kommt oder doch einen Teil zusammen läuft. Aber eben nicht den gesamten Trail. Nett ist es aber auch, wenn man abends wieder auf die trifft, mit denen man am Abend zuvor auch gecampt hat. Will sagen, ich bin nicht abgeneigt, soziale Kontakte zu haben, aber ich bin auch gerne alleine. Nachdem meine Familie mich mal 3 Tage nicht erreichen konnte, weil ich einfach in einem Funkloch gewandert bin, trage ich jetzt auch ein Garmin inReach. Ich selbst würde mich am liebsten die 1-2 Wochen gar nicht zuhause melden, aber ich verstehe, dass man sich Sorgen macht und melde mich nun immer mit "Bin gut angekommen." und "Guten Morgen, es geht weiter." per Garmin und zuhause kann man beoachten, wie ich mich bewege. So sind alle beruhigt. Ich mag es abends im Zelt zu liegen und den Geräuschen zuzuhören, oder die Aussicht zu genießen, den Tag revue passieren zu lassen, gemütlich zu essen, sobald es dunkel wird, werde ich auch müde. Ansonsten höre ich unterwegs keine Musik o.ä., weil ich die Natur will. Ich habe höchstens ein Hörbuch dabei, das ich höre, wenn ich irgendwo campe, wo noch andere sind, die sich z. B. unterhalten. Buch nehme ich auch nicht mit. Ich langweile mich nicht. Wenn's ganz hart auf hart kommt, lese ich die Zutatenliste meines Essens. 😂 Und wenn ich laufe und es gerade eine nicht so schöne Strecke ist, fange ich häufig an über irgendwas zu singen. Was gerade passiert, was ich sehe, über den bellenden Hund, "Die kleine Moyashi geht diesen Weg, der Weg ist sehr schräg, heute Abend im Zelt esse ich die Bohnen mit Soja, Chili sin Carne genannt, ich hoffe es schmeckt, ich bin echt gespannt, ..." Ich arbeite noch daran, dass ich auch mal länger wandern gehen kann, ich würde sehr gerne mal 4 Wochen am Stück raus, aber das geht leider aufgrund meiner Lebenslage nicht. Wäre allerdings interessant zu sehen, ob ich dann nach 4 Wochen auch immer noch gern allein bin. PS: Darf ich dir auf Komoot folgen? @DaNilz
  3. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 2 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Tag 3: Wie war das noch mit der Wetter App? Ich gucke drauf, sehe nix und fange in Ruhe an, das Zelt abzubauen. Natürlich ist grade das Außenzelt verpackt, da fängt es an, zu regnen... Also im Turbotempo den Rest verstaut, aber feucht ist trotzdem alles. Nunja - ich sollte wohl tatsächlich eher mal den Himmel beobachten, als den Bildschirm 🙄 Weiter geht's, halb durch Wald und halb am Strand, unterwegs in einem Strandcafé lecker Currywurst und Pommes gegönnt, praktischerweise geht draußen grade die Welt unter, es schüttet wie aus Eimern und ich schiebe gleich mal Kaffee und Kuchen hinterher. In Noorgardholz bleibe ich auf dem Campingplatz, es klart wieder auf und ich setze mich gemütlich auf eine Bank und genieße den Blick auf's Wasser. Auch dieses Mal habe ich die Zeltwiese für mich alleine und außer dem Gezwitscher der Vögel ist nix zu hören. So mag ich Campingplätze!
  4. Unterwegs auf dem Fördesteig

    mmaddin und 2 andere reagierte auf bifi für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Fördesteig Tag 2: Dank Ohrenstöpsel habe ich ganz gut geschlafen und schleiche mich um kurz nach sieben aus dem Schlafsaal. Frühstücken tue ich unterwegs - da das Hostel ausgebucht war, gab es nur vorgebuchte Zeiten und da hatte ich keine Lust drauf. Also auf zum nächsten Bäcker, Kaffee und Brötchen inhalieren und dann zum Bus nach Glücksburg. Von Flensburg bis dahin bin ich schon gelaufen, genau wie rund um Holnis und zweimal brauche ich das nicht. Ist aber sehr schön dort. So biege ich bei Schausende Richtung Außenförde ab und sofort wird es frischer. Man merkt definitiv den Unterschied zwischen Innen-und Außenförde am Wind. Als nächstes lerne ich, dass ich meine Wetter-App in die Tonne treten kann... Beim Päuschen auf einer Bank (und dem Beobachten eines Rehs mitten auf dem Weg) will ich grade die Regenhose ausziehen, als es zuzieht und auf einmal waagerecht schüttet. Hier rettet mich der Schirm zum ersten Mal, hinter dem ich mich so gut wie möglich verkrieche und immerhin geht er nicht kaputt. Die Strecke geht jetzt zum Teil durch Wald und Feld und irgendwie fühle ich mich wie zuhause in Nordhessen - bis es wieder an den Strand geht. Der bremst mich dann nach ein paar Kilometern abrupt aus, Bäume liegen quer und es ist kein Durchkommen (so ungefähr auf der Hälfte zwischen Bockholmwick und Langballigholz). Leider zieht sich das auch bis in den Wald rein, der eigentliche Weg ist quasi weg. Info auf der Website gab es keine und auch kein Hinweisschild oder so. Da ich tatsächlich mehrere Kilometer zurück müsste, suche ich mir unter Todesverachtung einen Weg über und unter den Bäumen durch, bis ich wieder auf einen Weg stoße. Das mache ich aber nicht nochmal, puh... Im Endeffekt lande ich auf dem Campingplatz Langballigholz, wo auf der Zeltwiese außer mir nur 2 Radler und ein Bulli nächtigen. Nach einem Fischbrötchen im Hafen reicht es dann auch, zumal es inzwischen richtig abgekühlt ist und regnet. Fortsetzung folgt...
  5. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    markus_l und 2 andere reagierte auf Knight_Saber für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Decathlon hat jetzt wohl neu eine Minimal Edtion aufgelegt und es gibt hier auch ein kleines leichtes Zelt (Trekkingzelt Kuppelzelt - MT900 Minimal Editions 1 Person ), zufällig ein Review vom Robert Klink bei Youtube gesehen. https://www.decathlon.de/p/trekkingzelt-kuppelzelt-mt900-minimal-editions-1-person/_/R-p-343262?mc=8771195 Man kann natürlich auch noch was optimieren um weiter Gewicht zu sparen, der Preis liegt bei 150€ und ist noch verfügbar.
  6. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    einar46 und 2 andere reagierte auf Konradsky für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Aber nicht vergessen. Mach und Berichte!! Gruß Konrad
  7. Erstes Mal Alpen, erstes Mal Schweiz

    SimplyMad und ein anderer reagierte auf theuol für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Sehr guter Punkt. In Ruhezonen, Jagdbanngebieten, Pro Natura Schutzgebieten und im Nationalpark ist Zelten absolut verboten.
  8. 2 Punkte
    In dieser Karte kannst du dir auch gesperrte Wege anzeigen lassen - und falls es doch mal mit dem Zelt losgeht auch Schutzgebiete wie Jagdbanngebiete.
  9. Alleine unterwegs

    moyashi und ein anderer reagierte auf DaNilz für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Aber natürlich. https://www.komoot.com/de-de/user/1814685612147 @moyashi
  10. Hallo Bifi, in der nähe von Groß Schwansee habe ich sicher schon 40 mal am Strand geschlafen, sogar mit der Familie im Sommer. Mit der Familie in der Strandmuschel. Alleine / oder mit Freunden unter dem Tarp oder unter freiem Himmel im Bivy. Wenn das keine Option befindet sich kurz hinter Brook, etwa 14km von Travemünde entfernt (Koordinaten 54.007749194218995, 11.05348155600525) eine Windschutzhütte, die auch eine Wiesenfläche hat. In der Hütte habe ich beim Wandern auch schon ein paar male geschlafen. Die Rasenfläche daneben sieht aber auch sehr einladend aus. Ein Verbotsschild gibt es dort nicht. Ein Naturschutzgebiet ist es auch nicht, laut MV Gesetz sehe ich an diesem Spot kein Problem. LG
  11. 2 Punkte
    Hi @SimplyMad Da hast du dir eine herrliche Gegend ausgesucht. Hier mal ein paar Anregungen: - Von der Riederalp an den Aletschgletscher. Ein Klassiker und herrlicher Gletscherblick. - Von Zermatt (falls wieder erreichbar, bitte Nachrichten checken) zum Stellisee mit herrlicher Sicht aufs Matterhorn (siehe Foto). Eine ähnliche Spiegelung bekommst du vom Riffelsee plus auf der anderen Seite vom Gornergrat noch einen schönen Gletscherblick - Vom Grimselpass östlich mit schöner Aussicht zurück auf den Grimselsee und Schreckhorn (Foto), dann weiter bis zu einem Ausblick über den Rhone-Gletscher Weitere Ideen (hier war ich noch nicht, steht auf meiner Liste): - Cabane du Mountet - Lac de Moiry - Lac d’Arpitettaz
  12. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    mtb_squirrel und ein anderer reagierte auf kai für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    OT: Jeder Mensch kann sich seine eigene Meinung dazu bilden und bestimmt ist er kein Heiliger. Aber dennoch haben solche Beschimpfungen egal welcher Person in diesem Forum meiner Meinung nach keinen Platz!
  13. 2 Punkte
    Hallo, ich hab über die Jahre mehr als 200 legale Trekkingplätze in Deutschland zusammen gesammelt und nun endlich mal nach Bundesländern sortiert und mit Übersichtskarte in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Vielleicht hilft's dem ein oder anderen. Und vielleicht kennt der ein oder andere ja noch weitere legale Trekkingplätze, die in diese Liste gehören. https://happyhiker.de/trekkingplaetze-deutschland/ LG Stefan
  14. Tag 15 - Donnerstag 5.8.: Nevache- Briancon Morgens geht es erstmal in Richtung Plampinet, dort begrüßt mich dann auch schon die Sonne hinterm Berg. Es geht auf breiten Schotterstraßen den Berg hoch, in Serpentinen, also ganz bequem zum Einlaufen. Ich komme an ein paar netten Chalets vorbei. Dann geht es hoch in Richtung des Col de Dormillouse. Bisher ist mir noch keine Menschenseele begegnet - nur ein paar Murmeltiere laufen durch die Gegend. Auf dem Weg bisher gab es immer mal wieder Schilder bzgl. der Patous, der Hirtenhunde, die hier mit den Schafherden unterwegs sind. Bis auf einmal in den ersten Tagen meiner Wanderung und da ja auch nur aus Entfernung sind mir aber noch keine direkt begegnet. Heute sehe ich überall mal wieder die Schilder und irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass ich heute auf welche treffe. Beim Gedanken daran ist mir etwas unwohl, ich hab vor Hunden schon im Alltag eher Respekt. Naja, ich also hoch zum Col und kurz bevor ich oben bin höre ich Glöckchengebimmel… eine Herde Schafe kommt in Richtung des Col vom Berg runter. Es ist ein Schäfer dabei und natürlich auch die Patous. Ich gehe schneller, um ihnen nicht direkt zu begegnen und vor ihnen am Col zu sein. Bin ich dann auch, aber als ich auf der anderen Seite die Kurve in Richtung des nächsten Cols nehme, kommt die Herde genau da runter. Ich also Stöcke nur locker in die Hand und gehe einfach langsam weiter und warte, dass sie mich bemerken. Tun sie dann auch schnell. Und sie kommen mit wildem Gebell und in vollem Tempo den Berg runter auf mich zugeschossen. Mir ist ein bisschen anders. Sie bremsen dann direkt vor mir, beschnuppern mich und lecken meine Hand ab. Ach, das war’s schon?? Das war ja halb so wild. Mein Herz kommt aus der Hose wieder zurück an seinen ursprünglichen Platz gerutscht. Weiter geht es zum Col de la Lauze. In Montgenevre will ich endlich bei der Post die Microspikes loswerden, so der Plan. Ja, die schlepp ich immer noch mit mir rum... Abwärts geht es durch Blumenwiesen und die Grillen zirpen. Angekommenen in Montgenèvre warte ich im Schatten, dass die Post nach der Mittagspause wieder öffnet. Die Zeit vertreibe ich mir mit essen und die Hässlichkeit des Skiorts in dieser wunderschön Landschaft bestaunen. Die Post macht natürlich doch erst später auf und natürlich fehlt der Dame der notwendige Aufkleber für das Päckchen nach Deutschland. Ich solle nach Briancon zur Post. Also geht es nun etwas missmutig wegen dieser verschwendeten Zeit in Richtung Briancon. Dort machen Menschen Bungee Jumping von einer Brücke... Briancon ist groß und laut - beides zu viel irgendwie. Ich will meine Vorräte aufstocken und den Campingplatz ansteuern. Denn für die Post isses natürlich schon zu spät, also will ich es am nächsten Morgen versuchen. Der Campingplatz ist am anderen Ende. Über eine Stunde laufe ich durch die Stadt bis in eine Art Gewerbegebiet. Der Platz ist mit fast 15€ echt teuer, hat dafür aber drei Sterne und das Klopapier darf man selber mitbringen. Eine Menge Radreisende und Bikepacker sehe ich hier. Ich bin müde und irgendwie fertig heute, schnell duschen, was zu essen machen und ab in die Heia. Der Abend steht jedenfalls unter dem Motto sechs Käse.
  15. Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    kai reagierte auf Cullin für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wenn man rumwitzelt: Ich lade meine Akkus nur halb auf damit ich nicht so viel Strom tragen muss und anschließend ernsthaft darüber nachdenkt wie schwer denn Elektronen sind.
  16. Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    kai reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wenn Du sogar bei den Witzen Gewicht sparst, indem Du den aeltesten UL-Witz immer wieder recyclest
  17. Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    Ranger reagierte auf PeterR für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ...wenn du deine abgesägte Zahnbürste hohl bohrst
  18. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    pittman reagierte auf HolyMole für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Minimalgewicht 756 g Außenzelt 20D Sil/PU Polyester Zeltboden 40D Sil/PU Nylon Kling ja erstmal super.
  19. Erstes Mal Alpen, erstes Mal Schweiz

    theuol reagierte auf SimplyMad für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Du bist kein Spielverderber. Das ist alles korrekt und ich möchte auch gar nicht diese Art von Risiko eingehen. Wäre es schneefrei und hätte es nicht die Tage üble Unwetter gegeben, wäre ich durchaus geneigt es auszuprobieren. Momentan jedoch suche ich mir lieber Strecken, die mich nicht so fordern. Ich hätte es mit einer erfahrenen Begleitung gemacht, aber sicher nicht so.
  20. Erstes Mal Alpen, erstes Mal Schweiz

    khyal reagierte auf theuol für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Schau mal hier findest du die aktuelle Scheehöhe, täglich aktualisiert. Und hier findest du jede Menge Wanderrouten. Ich möchte hier nicht der Spielverderber sein, aber wenn du keine Erfahrungen im Hochgebirge (und schon gar nicht mit Schnee im Hochgebirge) hast, dann kannst du gar nicht vorsichtig genug sein. Jedes Jahr sterben Touristen/-innen in den Alpen. Momentan ist der Boden derart nass, dass sich ganze Hänge lösen. Und die Bäche sind zu strömenden Flüssen geworden. Zermatt z.B. war die letzten paar Tage von der Aussenwelt abgeschnitten.
  21. Erstes Mal Alpen, erstes Mal Schweiz

    Kay reagierte auf SimplyMad für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich benutze derzeit die Topo Athletic Ultraventure 3 mit Vibram-Sohle. Ist nicht die Megagrip wie bei den Olympus, aber die XS Trek Evo. Bisher machen die einen guten Eindruck bei Nässe - jedenfalls hier im Harz. Ich bin weg von Altra, wegen der Qualitätsprobleme. Topo ist einfach das bessere Altra, nur leider weniger gut verfügbar. 😁 Ich habe mir auch schon Mikrospikes besorgt. Jedoch schaue ich gerade, dank Patirou, nach Strecken, die auch so ohne weiteres ohne Spikes machbar sind. Wenn ich mir so anschaue was es alles im Wallis gibt, bin ich wirklich am richtigen Ort in der Schweiz.
  22. Meist wird das nach meiner Erfahrung abgelehnt, "wegen fehlendem Sanitaer" und die Womo-Stellplaetze haben auch noch den Grund, dass Du erstmal ja ein Womo ueberall parken darfst, wo Auto parken erlaubt ist, Keiner Dich zwingen kann, auf nen Camping zu gehen und damit nicht alles zugeparkt wird, legen sie halt die Stellplaetze an und nehme ja auch haeufig dafuer ein paar €. In NL haben sie ja, da ansonsten wahrscheinlich die ganze Kueste mit deutschen Womos zugeparkt waere, die Regelung, dass Schlafen im Auto verboten ist...
  23. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Kay reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Was Brennstoff verdunsten betrifft, ist das ein Riesenthema bei Preppern, die ja teilweise fette Spritvorraete lagern und dafuer aus Kostengruenden auch Wasserkanister usw verwenden, da geht es eher um die Additive, die Sprit zuendfaehiger machen, kennen auch die "nur Sommer-Moppedfahrer", wenn die im naechsten Jahr noch alten Sprit in der Schwimmerkammer haben. Da ich Brennstoff meist in NL einkaufe, da deutlich preiswerter, habe ich so Einiges an Flaschen rumstehen, die auch aelter sind, konnte noch nie Entsprechendes feststellen. Aber ist doch easy, schnapp Dir Deinen Brenner und stop mit aktuellem und dem alten Brennspiritus jeweils die Zeit fuer 1 l Wasser zum Kochen bringen, dann bist Du schlauer
  24. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Kay reagierte auf DukNukem für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Von dem Problem der Alkoholverdunstung ließt man ja auch im Rahmen der Alkohollagerung. Es war ja vor kurzem auch mal in Whisky selbst in einem Fass reifen zu lasen und da wurde man auch direkt auf die Verluste hingewiesen. Das wird auch in den folgenden Artikeln erwähnt: https://www.whiskyguide-deutschland.de/was-sie-schon-immer-uber-alkohol-wissen-wollten-teil-6/ https://www.conalco.de/blog/lagerung-von-spirituosen-wie-soll-ich-meinen-alkohol-lagern Und natürlich gibt es für die Fragestellung ein Paper: "Gibt es eine Formel mittels der zu errechnen ist wie viel Zeit der Alkohol eines Whisky’s benötigt um in einem Glas bei Raumtemperatur von 60% auf 47% zu verdunsten?" https://www.researchgate.net/publication/331821215_Verdunsten_von_Alkohol_bei_Whisky
  25. Praktische Tips hab ich keine. Internetrecherche hat ergeben, dass es beim Ostseehotel Klützer Winkel in Hohen Schönberg wohl Wohnmobilstellplätze gibt. Da könnte man fragen, ob du da dein Zelt aufschlagen kannst. Liegt allerdings abseits der Route. Ansonsten viel Spaß, an der Ostsee gibt es sehr schöne Stellen.
  26. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Kay reagierte auf BitPoet für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Es kommt darauf an, wie dicht die Flasche ist und wie die Umgebungsbedingungen sind. Theoretisch dünstet ganz langsam Alkohol aus wenn die Flasche nicht 100%ig dicht ist und es wird ggf. Luftfeuchtigkeit aufgenommen, so das tatsächlich der Füllstand ungefähr gleich bleiben aber der Brennwert sinken kann. Wie viel das ausmacht? Variabel, aber bisher hat auch alter Spiritus (>10 Jahre) zuhause noch einwandfrei gebrannt, also solange die Flasche halbwegs dicht ist, eher nicht viel. Ein Teil des Geruchsverlusts kann auch auf unterschiedliche Vergällungsmittel (oder langsamen Abbau derselben während der Lagerung) zurückzuführen zu sein. Von daher einfach ausprobieren und das Flammbild anschauen (ggf. mit frischem vergleichen).
  27. Alleine unterwegs

    DaNilz reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @DaNilz Dito!
  28. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    schwyzi reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @Kay Kein Feuerzeug zur Hand? Ich weiß zwar nicht, ob der schlechter wird, aber ich würde mal nen Spirituskocher damit befüllen und es anzünden! Je nachdem, welchen Kocher du hast, kann es natürlich unterschiedlich lange dauern, bis das Wasser kocht. Aber zu unterschiedlichen Brennleistungen von Spirituskochern, gibt es hier mehrere Threads, da kannst du vergleichen. Zumindest falls dir hier keiner nee „wissenschaftliche“ Lösung anbietet, wäre das eine Probe wert!
  29. Alleine unterwegs

    DaNilz reagierte auf Knight_Saber für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nehme dich auch mal bei Komoot mit auf wenn das OK ist.
  30. In der Tat eine schwierige Strecke für konservatives wandern und übernachten. Da ist ja nix. Aber ich bin mir sicher, ein paar 100m vom Strand entfernt kannst Du unauffällig und leise schnarchen. Nur Mut!
  31. Erstes Mal Alpen, erstes Mal Schweiz

    moyashi reagierte auf Kay für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Da du etwas von dem ersten Mal Alpen schreibst und ich nicht weiß, ob du schon woanders Bergerfahrung gesammelt hast, möchte ich auf eine Videoserie des ŌAV aufmerksam machen. Es gibt in deren YouTube Konto eine Playlist "Bergwandern. Sicher am Berg " und darin ein Film zu Altschneefeldern
  32. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    andygogo reagierte auf Biker2Hiker für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Bivy von HMG: https://www.hyperlitemountaingear.com/products/splash-bivy
  33. Alleine unterwegs

    Namie reagierte auf moyashi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Danke, endlich einer, der das auch sagt. Jeder will mich vom Gegenteil überzeugen.
  34. Alleine unterwegs

    Namie reagierte auf Maalinluk für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Also, da ich immer mit Hund laufe, bin ich nicht wirklich alleine, zugegeben. Aber ohne menschliche Begleitung trekke ich lieber als mit. Beim Laufen singe ich meist lieber selbst als Musik zu hören. Aber für den Abend/Nacht habe ich was zu Hören dabei und ein EBook, weil ich oft schlecht schlafe bzw. es genieße, abends im Camp konzentriert lesen zu können. Schaffe ich sonst kaum...
  35. 1 Punkt
    OT: Naja ich habe auch spontan an den Miles High Club gedacht Nein das wollen wir nicht
  36. Schnäppchen-Thread 2.0

    Falke reagierte auf schwyzi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ein Laden, in dem ich erst meine Internet-Adresse angeben muss, um überhaupt mal gucken zu können, ist mir suspekt.
  37. Hessen hat ein Waschbärproblem

    burarum reagierte auf windriver für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sind aber auch niedlich. Neuer Kollege auf der Baustelle.
  38. Alleine unterwegs

    chummer_fc reagierte auf Ledertramp für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich habe beides gemacht. Früher ziemlich gleichmäßig verteilt auf alleine und auf Wandern mit Partnerin. Jetzt bin ich seit vier Jahren (zufriedener) Single und seither nur noch alleine unterwegs. Auch so mache ich gerne Dinge alleine, wie Städtereisen, Konzerte, Festivals...wenn man Lust hat, lernt man da eh immer Leute kennen. Aber auf Trekkingtour bin ich wirklich wahnsinnig gerne mit mir allein und meide Hütten und beliebte Hotspots. Da ich fast ausschließlich in Norwegen wandere, ist das auch recht einfach. Die längste Zeit, die ich mal keinen anderen Menschen gesehen habe und in der ich auch absolut gar keinen Empfang hatte, also komplette Kommunikationslosigkeit, waren sieben Tage und das war absolut befreiend. Theoretisch hätte auf der Welt sonst was passiert sein können, ich hätte es nicht mitbekommen. Und das ist das, was mich daran so reizt. Im Alltag hasse ich es, wenn andere Menschen auf mein Leben Einfluss nehmen, der mir nicht gefällt. Das fällt da komplett weg. Da bist nur du, deine Entscheidungen und deine Bedürfnisse. Ein absolut geiles Gefühl. Du kannst machen was du willst. Willst du gar nicht weitergehen? OK. Willst du 50 km gehen? OK. Willst du drei Stunden Pause machen und am See in der Sonne liegen? OK. Keiner hindert dich daran. Gibt nix besseres, als diese Freiheit. Auch das Erleben der Natur ist wesentlich intensiver, wenn du keine Ablenkung durch andere Menschen hast. Du nimmst viel mehr auf und erlebst auch mehr. Die Höhen, wie Tiersichtungen, tolle Ausblicke usw. sind viel intensiver. Tiersichtungen sind auch häufiger. Die Tiefen sind aber auch viel krasser, wobei auch das im Prinzip vorteilhaft ist. Ich hatte letztes Jahr mal so starke Schmerzen im Schienbein, dass ich zwei Tage nicht laufen konnte. Das war natürlich sehr beschissen und beängstigend, aber als es dann nach zwei Tage Ruhe und Kühlen wieder weiterging, war das wahnsinnig stärkend. Ich habe das mitten im Nirgendwo durchgestanden und konnte danach weitermachen. Gleiches gilt für schlimme Nächte aufgrund von Sturm. Im Team ist sowas in der Situation natürlich einfacher zu überstehen, aber wenn du da alleine durch gehst, dann hast du danach das Gefühl echt hart zu sein Bei aller Aufregung: Langeweile kann da natürlich mal aufkommen, besonders wenn du eigentlich weitergehen willst, aber dich irgendwas daran hindert. Ich habe für solche Fälle immer ein paar Hörbücher dabei. Musik höre ich nie. Ich rede dafür den ganzen Tag mit mir selbst und ich filme meine Trips. Das sind beides gute Beschäftigungen. Und dann guckt man natürlich noch ziemlich viel in die Gegend ohne überhaupt irgendetwas zu denken, aber das dauert meist ein paar Tage. Wie auch schon vorher geschrieben wurde ist das Zurückkommen der wesentich schwierigere Aspekt des Alleinreisens. Auch wenn ich mich zu Ende der Tour immer auf Essen und Bett freue, dauert es eigentlich immer nur ein, zwei Tage, meist sogar nur die Rückreise, bis ich schon wieder keine Lust mehr auf den Trubel in der Zivilisation habe. Also: ne gute Sache, die du da vorhast. Lass dich drauf ein, erforsche, wie es für dich ist und genieße eine neue Erfahrung!
  39. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Ragadabing reagierte auf Mars für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: Ja. Starlink gehört und wird geleitet von einem Herrn Musk und der ist wirklich sehr objektiv ein Kotzbrocken. Solche Menschen werden aber auch hoffentlich mal abserviert und durch normalvernünftige ersetzt - die dann auch nicht jüngere Frauen belästigen, so auf die ganz alte Tour, quasi sich suhlen in den Machtverhältnissen, la promotion canapé. Momentan gibt es halt nicht wirklich eine Alternative zu diesem Teil. Internet an sich ist bei Starlink so gut, dass viele Yachten ihre riesigen Antennendome abschrauben und stattdessen ein paar Starlink Panels montieren. Sieht viel besser aus und kann auch mehr. Natürlich wiegt es noch viel, so wie die Apple Vision Pro, diese ist auch noch nicht 100 % UL Langstrecken tauglich. An einer neuen wird aber bereits gearbeitet. In 10 Jahren kann man damit wandern, Gaia wird einem wie heute schon auf der Strasse Mercedes bei Abzweigungen den Weg weisen. Ob dies auch FarOut schafft wage ich zu bezweifeln.
  40. Günstige Satelliten-Telefonie?

    Falke reagierte auf croco für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wie @zweizehn schon geschrieben hatte, gibt es wohl mit iOS18 Messages via Satelit. Apple selbst gibt kaum Infos dazu aus, daher mal einen Heise link: https://www.heise.de/news/iOS-18-bringt-Satelliten-Messaging-auf-iPhones-9760599.html Interessant auch der Hinweis, Android 15 soll dies auch ermöglichen.
  41. UV Schutz Beine

    mmaddin reagierte auf FreyjaFree für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich hab mir für den GR5 aus diesem Stoff eine weite Hose genäht. (Ripstop-Nylon, supersoft, active kiss-coating, 20den, 44g/qm) War sehr angenehm. Kein kleben. Allerdings auch sehr anfällig für Risse. Würde evtl für den Po Part beim nächsten mal was stabileres benutzen. Sonst top, wenn man nicht durchs Brombeergebüsch will. Mit dünnem Gummizug oben lag sie bei 79gr für 173 Körpergröße.
  42. 1 Punkt
    ...wenn du dich beim Burgeressen freust, dass ein Zelthering mitgeliefert wurde!
  43. Auf Wunsch schreibe ich nun noch was zur Ausrüstung, mit der ich unterwegs war (Packliste: https://lighterpack.com/r/j3l6di). Dazu ist Folgendes vielleicht relevant: Ich war anschließend noch weiter in den Pyrenäen unterwegs, ursprünglich wollte ich noch bis Mitte/ Ende September Zeit dort verbringen (terminbedingt musste ich dann aber doch schon Anfang September zurück) und hatte deswegen entsprechende Kältereserven dabei, die rein für diese Tour so sicher nicht notwendig gewesen wären... Schlafen: Ich war mit nem Solomid XL (älteres Modell) unterwegs. Ich hab` ansonsten noch ein GWC (die neue Version), hab mich aber für das Solomid entschieden, da bodennäher abspannbar und Material nicht so flimsy. Habe die Entscheidung nicht bereut, so war ich doch flexibler und entspannter bei der Zeltplatzwahl. Gleichwohl ich insgesamt doch deutlich häufiger auf Campingplätzen geschlafen hab, als ich das vorher so gedacht hätte. Es gab einfach so viele und häufig hat dann einfach die Bequemlichkeit gesiegt, wenn ich nachmittags/ abends durch einen Ort kam und dort noch was eingekauft habe – dann auch gerne was Frisches (Obst und Gemüse!) und entsprechend schwer. Schlafsystem bestand aus 8 Teilen Z-Lite plus 4mm Eva-Matte obendrauf – für mich die perfekte Schlafunterlage. Ich hab zwar auch ne X-Lite, bin aber absoluter Freund von Schaummatten. Und die Kombi aus Z-Lite mit dünner Eva-Matte obendrauf finde ich (trotz Seitenschläfertum) unfassbar bequem. Ohne die Eva wird’s mir bei kühleren Temperaturen von unten her doch schnell zu frisch, ebenso bei weniger als 8 Teilen Z-Lite an den Oberschenkeln, ich bin aber vor allem nachts auch `ne echte Frostbeule. So war ich auch mit 450er Quilt unterwegs. (Zur Orientierung: Bei den -1 Grad, die als Comfort-Temperatur angegeben werden, habe ich zusätzlich zur langen Unterwäsche zusätzlich schon noch ´nen Fleece oder ´ne Puffy an, um nicht zu frieren). In vielen Nächten (gerade in tieferen Lagen) war der Quilt natürlich Overkill, ich hatte aber auch echt kalte Nächte, schätzungsweise knapp über/ um den Gefrierpunkt, da hätte ich nicht weniger haben wollen. Klamotten: An den Füßen war ich mit Altra Lone Peaks und Injinji Zehensocken unterwegs. Keine einzige Blase, habe aber auch penibel darauf geachtet, gerade am Anfang sehr regelmäßig die Füße/ Schuhe in Pausen auszulüften und zu trocknen und bekannte Problemstellen an den Füßen präventiv mit Leukoplast zu tapen. Die Strategie funzt bei mir hervorragend. Ansonsten Laufshorts und KuFa-Longsleeve. Windbekleidung und Regenhose MYOG, als Regenjacke hatte ich ne OR Helium dabei. Ich gehöre zu der Fraktion, die Wind- und Regenbekleidung für nicht austauschbar empfindet, würde also wieder beides mitnehmen. Isolationstechnisch hatte ich mehr als nötig dabei (Fleece UND Puffy), hatte mich mit Blick auf Ende September dafür entschieden. So konnte ich jedoch auch in höheren Lagen abends noch entspannt draußen sitzen, das war somit Luxus. Bester Gegenstand der Tour: Sonnenhut! Rucksack: HMG Southwest 2400 – hatte ich mir extra für die Tour geleistet und nicht bereut. Sonst meist mit MYOG-Pack, der ca. halb soviel wiegt, wollte aber was mit Tragesystem, da ich doch schwerer unterwegs war als sonst und war sehr froh darüber. Top Rucksack, der zwar weder der Allerleichteste noch der Günstigste ist, aber ich war und bin absolut glücklich damit. Kochen/ Essen: Ich war mit Gas unterwegs, Schraubkartuschen gab es in Briancon (Decathlon und Intersport). Würde ich den Weg nochmal gehen, würde ich no cook gehen. Die Versorgungslage ist super easy (alle 2-3 Tage hat man Nachschub-Möglichkeiten, nur am Ende sind es eher 3-4 Tage) und warme Küche ist mir nicht so wichtig. Also hab ich den Kocher eher als Luxus-Gegenstand empfunden. Elektronik: Navigiert (und Fotos gemacht) hab ich mit dem Handy (iPhone 12 mini), wobei der Weg so gut markiert ist, dass ich da wenig drauf schauen musste. Stromversorgung über billo-Solarpanel und ne Powerbank (Nitecore 10000mAh). Hatte das Handy die ganze Tour über kein einziges Mal an der Steckdose, ne kleinere Powerbank hätte es sicher auch getan, besitze ich aber nicht. Zudem hatte ich ein inreach mini dabei, war Wunsch/ Bedingung meiner Partnerin. Nett war da zudem die Möglichkeit, auch bei fehlendem Netz (max. 2 Tage glaub ich) ne Nachricht zu senden oder das Wetter zu checken. Wasser: Im Norden kein Thema, hatte am Anfang immer viel zuviel dabei mit 1,5l, da hat eigentlich immer ein halber bis max. ein Liter (und der dann dicke) gereicht. Im Süden wurde es dann schon schwieriger, am Ende bin ich ich dann auch mal mit 3l gestartet. Als Wasserfilter hatte ich nen Sawyer Squeeze dabei, ein Befree hätte es ebenso getan. Sonstiges: Trekkingstöcke waren von Helinox, mit 486g nicht gerade leicht, dafür mit 145cm passend, um das Solomid aufzustellen. Hygiene: Neben dem Üblichen wie Zahnbürste und Co.: Azz-Blaster fürs Geschäft, Packtowl als Handtuch, Erste Hilfe, Notfallmedis wegen Allergie, Dittybag, Impfpass und all so n Gerödel... achso und die Grödel, die ich zwar nicht brauchte, aber dann ja zum Glück doch nochmal irgendwann wieder los geworden bin ...
  44. Tag 8 - Donnerstag 29.7.: Plan de la Lai - Landry Nachdem abends noch ein Franzose, den ich seit dem ersten Abend immer mal treffe, aufkreuzte und mangels ebener Fläche sein Zelt direkt neben meinem aufbaute, versuche ich möglichst leise zusammen zu packen. Er pennt noch, höre ich. Es geht los Richtung la petite und la grande berge. Es ist arschkalt und ich laufe, um warm zu werden. Dann beginnt die Sonne, sich hinter dem Berg zu zeigen, es wird warm und das Licht ist wunderschön! Ich könnte schreien, so schön isses. Will aber niemanden stören, also lach` ich einfach vor mich hin. Es geht oberhalb des Lac Roseland entlang, einem Stausee, der türkis leuchtet. Der Weg ist im Schatten es ist super kalt und mega matschig. Wie auch das Guidebook schreibt: „This long day`s walk probably ranks as the muddiest on the GR5.“ Jup, stimmt definitiv! Irgendwann mischen sich Matsch und Kuhfladen zu einer fast undefinierbaren Masse. Als ich schließlich in einem Kuhfladen drin stehe, gelingt mit die Unterscheidung dann doch wieder. Bei Presset, vor dem Aufstieg zum Col de Bresson gibt’s dann endlich Sonne satt, also Pause und Frühstück. Schuhe und Socken sind klitschnass vom Queren mehrerer Wasserläufe und dürfen in der Sonne trocknen. Der Aufstieg zum Col de Bresson ist super und die Ausblicke sind der Hammer!! Perfektes Wetter, blauer Himmel und die Sonne scheint. Oben angekommen warten mindestens ebenso schöne Ausblicke ins nächste Tal. Ein traumhafter Abstieg folgt zum Refuge de la Balme. Ich bestaune das Meer aus Blumen, die da auf ca. 2000m wachsen. Ich kann mich kaum satt sehen und sauge die Eindrücke und Bilder nur so in mich auf. Am Refuge gibt’s noch eine Pause, das Zelt trocknet in der Sonne, dann soll es weiter bergab gehen in Richtung Landry. Ein langer Abstieg steht an. Und heiß ist es!!! Ich frage mich, wo die Knieschmerzen bleiben. Hm, komisch, geht voll. Dafür sehen die Knie irgendwie etwas geschwollen aus. Ist das besser oder schlechter? Egal, keine Schmerzen ist ja erstmal nicht verkehrt. Es geht erst auf Schotterpisten weiter, dann folge ich einem schönen kleinen Pfad entlang eines ehemaligen Kanals/ Wasserlaufs (... wenn ich die Erklärungstafel richtig verstehe). Die Hitze nimmt zu, je tiefer ich steige, die Sonne brennt und ich dichte innerlich Lobeshymnen auf meinen Sonnenhut. Über Valezan und Bellentre geht es über steile und trockene kleine Pfade zwischen Wiesen hinab über eine Brücke und dann entlang eines Flusses bis Landry. Ein erster Blick in Richtung Vanoise: …und Hobbits scheint es hier auch zu geben?!? Zu Landry selbst: Hübsch ist anders aber immerhin ist der kleine Campingplatz echt nett. Den hab` ich zufällig bei Google entdeckt. Er liegt auf einem kleinen Grundstück zwischen Obstbäumen, es gibt nen Food Truck und alles ist bunt und ein bisschen hippiemäßig. Sehr sympathisch. Ein Bier gibt es auch. Und direkt nebenan in der Epicerie kaufe ich noch ein paar Sachen zu essen für den Abend und den nächsten Morgen. Mein 9€ Einkauf :
  45. Tag 6 - Dienstag 27.7.: Les Houches - Nant Borrant Heute morgen geht es zunächst zum Col de Voza. Die Strecke ist weniger attraktiv, hier ist alles Skigebiet und entsprechend zugebaut und hässlich im Sommer. Auf dem Weg begegne ich zum ersten Mal Patous, den Hirtenhunden, die hier mit den Schafherden unterwegs sind. Zum Glück sind sie in einiger Entfernung und bellen wie verrückt einen Mofafahrer an, der den Weg passieren will, den sich die Schafe jedoch zum Chillen ausgesucht haben. Das kann dauern, denk ich mir und suche mir einen Umweg. Am Col gibt’s Frühstück. Dann spuckt plötzlich der Lift Tagestouristen aus, die sich aber alsbald lärmend in alle Richtungen verstreuen. Auch der weitere Weg ist sehr touristisch geprägt, viel Schotter, etwas Straße und insgesamt eher langweilig. Aber es gibt nette Ausblicke zwischendurch. Und Wasser am Dorfbrunnen. Später sehe ich im Cicerone Guide, dass es für den Abschnitt auch eine Alternativroute gegeben hätte, die soll spannender sein. Tja ... Gegen 13h komme ich durch den nächsten Ort: Les Contamines. Also einkaufen, essen und dann entlang eines sich gefühlt ewig ziehenden Parks wieder raus aus dem Ort und hoch in die Berge. Mein Bonjour-Soll für den Tag hab` ich definitiv schon wieder erreicht. Auf der weiteren Strecke gibt es zwei sog. aires de bivouac, also Plätze, die offiziell für eine Übernachtung für Wandernde mit Zelt gedacht sind. Die Regeln dafür sind immer gleich bzw. ähnlich: Aufbau des Zeltes ab 19h, Abbau bis 8 oder 9h am Morgen. Ich hab für heute die erste angepeilt, diese scheint etwas abseits an einem Bach zu liegen, während sich die andere direkt neben einem Refuge befindet. Als ich ankomme, ist der Platz mit einer Art Jugendgruppe belegt. Esel haben sie und ein Riesen-Tipi. Tja, war wohl nichts mit der erhofften Ruhe abseits. Dafür ist der Platz ansonsten echt nett, hat eine tolle Aussicht und ich finde dann doch noch eine Stelle fürs Zelt, die ein klein wenig abseits ist. Gegen 19h baue ich auf. Oh - Regen, passt ja perfekt. In einer Regenpause koche ich mir was zu essen und schlafe danach ziemlich schnell ein.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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