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Ultraleicht Trekking

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Ein leichtes Hallo!

 

nachdem ich neulich meinen Prototypen aus Gleitschirmnylon vorgestellt hatte, war ich davon so begeistert, dass ich nicht länger warten wollte und fix drei Laufmeter Cuben von ExTex hab kommen lassen :)

 

Das war das erste mal, dass ich mit Cuben gearbeitet habe, fand es aber ehrlich gesagt, garnicht so schlimm. Das Kleben der Verstärkungen ist nur ziemlich Zeitaufwändig, aber von der Handhabung her nichts übermäßig kompliziertes.

 

Materialien:

  • Cuben 19g/m²: 3,2lfm (oliv)
  • Cuben Transferklebeband 2,5cm: 4m
  • Polyamid Gurtband 10mm: ca 60cm
  • Polyamid Gurtband 15mm: ca 10cm
  • Dyneema Leine 1,25mm: 7,5m
  • 1x Clamcleat Lineloc
  • gesamte Kosten: etwas über 100€ für das Material

Herstellung:

 

Die Verarbeitung ist wie beim vorherigen Tarp recht simpel, da es nahezu keines Zuschnittes bedarf.

  • Das Material habe ich begradigt (Meterware kommt leider selten mit ner geraden Schnittkante..) und die 3m abgemessen.
  • Mit der (normalen Haushalts-)Schere lässt sich Cuben schwer schneiden, mit einem scharfen Cuttermesser geht es besser. Aus den überschüssigen 20cm Material habe ich dann 15x15cm große Quadrate ausgeschnitten um daraus die Verstärkungen herzustellen.
  • Die 4 Quadrate jeweils mit dem Transferklebeband bekleben, so dass die gesamte Fläche damit bedeckt ist. Danach wurden die Quadrate noch einmal diagonal geteilt, so dass 8 Dreiecke entstanden.
  • Danach die Schutzschicht des Klebebandes entfernen, aber nur einen Streifen nach dem anderen, so dass die Verstärkungen Stück für Stück aufgeklebt werden können (und man nich einen großen Klebrigen Flicken hat, den man schlecht Handhaben kann)
  • Jeweils in jede Ecke und mittig an jeder Seite eine Verstärkung aufkleben
  • An der Verstärkung, die später die Stockaufnahme bekommt, habe ich zusätzlich noch einen kleinen Flicken extra aufgeklebt um etwas mehr Material zu haben
  • Rings herum umsäumen
  • an jede Verstärkung ein Stückchen Gurtband nähen, das etwas breitere, größere Stück wieder an die Verstärkung mit der Stockaufnahme
  • Leinen dran
  • Fertig!

Der ganze Prozess hat insgesamt etwa 4 Stunden beansprucht. Geklebt habe ich alles an einem Abend und am nächsten Morgen die Näharbeiten erledigt.

 

Das Ergebnis:

  • Kompaktes Ein Personen Tarp
  • Maße: 136x298cm (aufgrund der 138cm Materialbreite des Cubens)
  • Gewicht: incl Abspannleinen 96,4g (nackt 87,7g) und somit endlich unter 100g!

 

Dazu passend musste ich auch die Heringe abspecken, die sonst unverhältnismäßig schwer wirkten. Mein Setup besteht für dieses Tarp jetzt aus

  • 4 LaBu Titannägeln(15x0,3cm, je 5,5g)
  • 1 GG Titannagel(19x0,3cm, 7,2g)
  • 3 Terranova Titannägeln (13x0,2cm, je 2,2g)

Das sind insg noch 38g incl Packbeutelchen.

 

post-1404-0-86867800-1440411849_thumb.jp

Als Größenvergleich: der Cumulus Quilt ist extralang (eine Kammer mehr als Standard)

Ich habe mit meinen knapp 1,90m keine Platzprobleme!

 

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Ansicht von der Seite: das Profil ist flach und windschnittig

 

post-1404-0-74323100-1440411878_thumb.jp

Die mittlere Leine hebt das Tarp an und zieht es ein wenig nach außen, so dass gute Ventilation und ein Stück mehr Raum entstehen.

 

post-1404-0-54066000-1440411804_thumb.jp

Fußraum: genügend!

 

post-1404-0-21963300-1440411836_thumb.jp

Kopfraum: ein wenig flach, aber ausreichend.

 

post-1404-0-15421300-1440411822_thumb.jp

geklebte Verstärkung

 

post-1404-0-37600900-1440411902_thumb.jp

natürlich 100% wasserdicht ;)

 

 

 

Ich hoffe euch gefällts!

 

Schöne Grüße

Micha

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Der nächste Schritt wäre jetzt nur noch das Teil kleiner zu machen, oder tatsächlich auf 11g Cuben umzusteigen (was es zur Zeit nicht bei ExTex gibt) von daher ist das Ding schon an den Grenzen des Möglichen, bevor es einfach auf Grund von zu geringen Abmaßen an Nutzen verliert.

Das Tarp ist ja so konzipiert, dass es eigentlich ausschließlich als Halbpyramide aufgestellt wird, wodurch an dem Punkt, an dem es mittig nach oben gezogen wird die meiste Beanspruchung anliegt. Deshalb habe ich hier vorsichtshalber breiteres und längeres Band vernäht um mehr Auflagefläche zu haben. Die eigentliche Aufnahme für die Trekkingstockspitze ist lediglich eine vergrößerte Schlaufe der Abspannleine, in die diese reinpasst. Nachher kann ich gern mal noch Detailaufnahmen posten.

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So hier die Detailaufnahmen:

 

post-1404-0-11895600-1440431203_thumb.jp

von rechts nach links: Eckverstärkung, mittlere Verstärkung (mit großer Schlaufe für den Stock), andere mittlere Verstärkung

 

post-1404-0-72091300-1440431323_thumb.jp

So kommt der Stock dran

 

post-1404-0-62773400-1440431353_thumb.jp

Bei schlechtem Wetter kann man sich mit dem Schirm übrigens ein super Vordach zaubern :mrgreen:

 

schöne Grüße

Micha

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Stark, Micha!

 

Sag mal, haben die Verstärkungen/Abspannschlaufen noch einen "Gegenhalter" - also ein Stück Gurtband o.ä. - auf der anderen Seite oder halten sie "nur" über die Nähte im Cuben?

 

Könntest du das Kleben der Verstärkungen noch ein wenig mehr präzisieren?

 

 

Danke schon mal :- )

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Stark, Micha!

 

Sag mal, haben die Verstärkungen/Abspannschlaufen noch einen "Gegenhalter" - also ein Stück Gurtband o.ä. - auf der anderen Seite oder halten sie "nur" über die Nähte im Cuben?

 

Könntest du das Kleben der Verstärkungen noch ein wenig mehr präzisieren?

 

 

Danke schon mal :- )

 

Bei meinem (gekauften) ZPacks Tarp haben die Abspannschlaufen tatsächlich keinen Gegenhalter, wobei ich vermute, dass dort die Verstärkungen aus etwas festerem Cuben sind.

Ich habe das potentielle Problem des ausreißens damit gelöst, dass ich die Abspannschlaufen einfach um das Material gelegt habe, so dass ein Sandwich entsteht (Gurtband - Cuben - Gurtband).

 

Das Kleben ist ziemlich simpel:

Das Transferklebeband ist nur eine dünne Schicht reiner Cubenkleber ohne Material, das auf beiden Seiten je mit Trägermaterial geliefert wird (wie normales, doppelseitiges Klebeband  - nur eben ohne das Band).

Auf die ausgeschnittenen Quadrate für die Verstärkungen habe ich Streifen für Streifen Klebeband parallel zueinander, auf Stoß aufgeklebt. Somit ist die gesamte Fläche mit dem doppelseitigen Klebeband bedeckt. Nachdem die Quadrate diagonal geteilt wurden (kann man vorher machen, aber es ist einfacher und sparsamer das Tape auf Rechtecke aufzukleben und dann Cuben + Tape auf einmal zu zerschneiden) kann man Streifen für Streifen von dem Klebeband-Trägermaterial abziehen und dann die Verstärkungen auf das Tarp aufkleben.

Ich glaube manche Leute nutzen auch Flüssigkleber, aber das lohnt sich glaube ich nicht in so geringem Umfang, muss länger trocknen und gibt mehr Sauerei.

 

Ich hätte Bilder machen sollen, aber war zu sehr vertieft um daran zu denken.. man findet hierzu sicherlich Videos oder andere bebilderte Anleitungen. Es ist aber wirklich nichts kompliziertes!

 

schöne Grüße

Micha

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Stimmt, die Sandwich-Variante ist wirklich simpel und haltbar.

 

Mit dem Verstärungen-kleben-Tutorial wird's klarer. Prima!

 

Danke für's erklären!

 

 

Und noch ne Frage zum Schluß:  Hast du die Ränder zu einer einfachen Kappnaht geklebt und dann noch mal gesäumt?

 

PS:

 

Frage mich gerade, warum die Sandwich-Variante nicht generell, also auch bei Silnylon oder Chikara Tarps angewendet wird? Dort sind die Abspannschlaufen meist von "nur" von oben aufgenäht...

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Stimmt, die Sandwich-Variante ist wirklich simpel und haltbar.

 

Mit dem Verstärungen-kleben-Tutorial wird's klarer. Prima!

 

Danke für's erklären!

 

 

Und noch ne Frage zum Schluß:  Hast du die Ränder zu einer einfachen Kappnaht geklebt und dann noch mal gesäumt?

 

Gut, ich hatte schon das Gefühl, dass es ohne Bilder tatsächlich zu schlecht erkärt ist..

 

Die Ränder sind einfach nur einmal mit der der Maschine umgesäumt. Da ist nichts geklebt. Der Saum muss ja nichts halten, sondern ist vor allem dafür da, dass das Material am Rand nicht ausfranst.

Kappnähte oder Kleben brauchst man nur, wenn man zwei Stoffteile miteinander verbindet, was hier ja nicht der Fall ist.

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Sehr schön Micha,

 

Hast Du es mit einer normalen Nähmaschine , oder mit einer Industienähmaschine genäht?

Was für ein Garn verwendest Du? Wie hoch war es vorn (1,15m) aufgebaut?

 

Gruß Thomas

 

Danke :)

Meine Nähmaschine ist eine ganz gewöhnliche Singer Haushaltsmaschine (40€ gebraucht von eBay). Das Garn ist 80nM Alterfil Polyester, was aber ganz ehrlich keine Rolle spielt, da die Nähte ja wie gesagt nichts halten müssen.

Ich hatte auch lange "Angst" davor Cuben zu verarbeiten, aber das ist nicht wirklich anders, als andere Materialien. Die größte Hemmschwelle ist natürlich das Geld, das man verbrät, falls es nichts wird. Aus genau diesem Grund hatte ich ja vorher den Prototyp aus Gleitschirmnylon gemacht.

 

Die Aufstellstange auf den Bildern ist 114cm hoch, also war das Tarp auf ca 100cm am höchsten Punkt. Es reicht gerade um darunter zu sitzen, den Kopf muss ich nur minimal einziehen.

 

schöne Grüße

Micha

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Absolut simpel & klasse!

 

Macht wirklich Lust auf ein eigenes MYOG-Projekt...auch wenn ich Cuben wg. der (Zu Recht vermuteten???) lauten Geräuschkulisse bei Regen bislang nicht favorisier(t)e. Wie sind denn da Deine / Eure Erfahrungen bei Regen?

 

Gereon

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Absolut simpel & klasse!

 

Macht wirklich Lust auf ein eigenes MYOG-Projekt...auch wenn ich Cuben wg. der (Zu Recht vermuteten???) lauten Geräuschkulisse bei Regen bislang nicht favorisier(t)e. Wie sind denn da Deine / Eure Erfahrungen bei Regen?

 

Gereon

 

Cuben ist tatsächlich erstmal lauter bei Wind und Regen, als man es von Nylon gewohnt ist! Ansich empfinde ich das aber nicht als störend, man muss sich lediglich daran gewöhnen, welche Geräusche als normal einzustufen sind..

Bei meinem ersten Cuben Tarp, bin ich nachts aufgeschreckt, weil ich dachte, dass mir gleich alles um die Ohren fliegt und das Tarp in Stücke reißt, weil ich natürlich nur das leisere/raschelfreie Nylon kannte. Die Lautstärke ansich ist hierbei nicht das Problem, sondern die Assoziation von Geräuschpegel zu Unwetter/ Stabilität des Tarps. Ich bin also nicht aufgeschreckt weil es zu laut und nervig war, sondern weil ich dachte, dass alles gleich den Bach runter geht! Sobald man lernt die neuen Geräusche einzuschätzen und ins Verhältnis zu setzen ist alles wieder gut und man schläft noch besser als unter Nylon ;)

Das Cuben wird über die Zeit allerdings auch ein bisschen weicher und matter, so dass ich glaube, dass damit auch die Lautstärke wieder etwas zurückgeht.

 

Trau dich, du wirst es nicht bereuen!!

 

 

schöne Grüße

Micha

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Auch sehr schön geworden.

Ich bin ja auch nicht klein und schmächtig, aber mit meinem 213g leichten 1,5 x 3m Tarp komme ich gut klar - sogar ohne Bivy.

Interessant zu sehen wie wenig man braucht und wie günstig das sein kann (von CF mal abgesehen).

Sehr inspirierend...

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Auch sehr schön geworden.

Ich bin ja auch nicht klein und schmächtig, aber mit meinem 213g leichten 1,5 x 3m Tarp komme ich gut klar - sogar ohne Bivy.

Interessant zu sehen wie wenig man braucht und wie günstig das sein kann (von CF mal abgesehen).

Sehr inspirierend...

 

Wer hier wen inspiriert hat ist die Frage :mrgreen: Das erste mal kam ich durch deinen Post darauf, dass sowas überhaupt funktionieren kann!

 

Schöne Grüße

Micha

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Hallo Micha,

ja, ich meinte dieses jenige welche Tarp.

Wie hoch über dem Boden fängt dein Tarp an, und wieviel Abstand zu einem wie großen Schlafsetup hast du zu den Rändern?

 

Du hast geschrieben deine Aufstellstange wäre 114 cm hoch, aber das Tarp am höchsten Punkt 100cm? Bedingt durch den Ring über den du es hängst?

 

LG Ronja

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Hi Ronja,

 

ich muss zugeben, das Tarp nicht exakt vermessen zu haben, weshalb folgende Werte mal frei geschätzt sind:

 

So wie auf den Bildern zu sehen ist, ist die Höhe des Tarps überm Boden ca 10-20cm (die Ecken sind weiter unten, die mittigen Abspannpunkte etwas höher). Die Höhe lässt sich natürlich variieren, abhängig vom Wetter und Ebenheit des Bodens.

Als Größenvergleich ist das Polycro-Groundsheet wohl am ehesten geeignet: das ist 230cm lang und wie man auf den Bildern sieht ist da immernoch reichlich Platz in beide Richtungen. Vom Groundsheet zur Tarpkante sind es also je Seite etwa 35cm, von meinem Körper aus jeweils ca 50cm vom Kopf bzw Füßen bis zur Tarpkante.

 

Das Tarp mittig auf 115cm hoch zu setzen würde es unnötig Steil machen, die offene Seite noch exponierter als ohnehin schon machen und außerdem dafür sorgen, dass das Tarp schmaler und kürzer wird (bedingt durch die spitzeren Winkel). Aus diesem Grund habe ich die Aufstellstange einige cm vom Tarp wegbewegt, sodass diese nicht direkt am Tarp steht, sondern ca 20cm davor. Hierdurch läuft die Abspannleine erst mal nach oben zur Stange und danach erst runter zum Hering im Boden.

Die Höhe kann natürlich genauso variiert werden, wie der Rest in dem man (falls möglich) die Länge der Stange, oder die Distanz derer zum Tarp verändert.

 

Ich hoffe, die Erklärung ist halbwegs verständlich, da ich gerade keine Zeit hab Bilder davon zu posten (kann ich evtl am kommenden Wochenende nachholen..)

 

schöne Grüße

Micha

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Nachdem ich ziemlich schnell die Anfrage bekommen hatte, ob das gute Stück verkäuflich sei, dachte ich mir: was solls, mach dir einfach ein Neues! :mrgreen:

 

Beim zweiten Versuch habe ich dann tatsächlich daran gedacht, den Herstellungsprozess zu bebildern. Deshalb hier ein kleiner Einblick:

 

 

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Als erstes muss das Material begradigt werden. Da leider selten Material mit gerader Schnittkante geliefert wird, ist das immer wieder notwendig. Hier hilft eine lange Aluschiene (Baumarkt, Abdeckleiste ca 7€). Man muss aufpassen, dass die Kante auch nicht nur gerade wird, sondern auch wirklich rechtwinklig zu den Seiten!

 

post-1404-0-41325100-1441737682_thumb.jp

Aus dem Überschuss werden die Verstärkungen gefertigt. Die Quadrate sind je 15x15cm groß. Alle nebeneinander zu machen, ist einfacher, als die Verstärkungen erst auszuschneiden und danach den Kleber aufzubringen.

 

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Das Cuben-Transferband wird auf die richtige Länge gebracht. Bei insg 15cm breite brauche ich genau 6 Streifen um alles flächig zu bekleben.

 

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Das Aufbringen des Tapes ist ziemlich fummelig und anstrengend; das ist der (gefühlt) langwierigste und anstrengendste Teil!

 

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Danach entlang der angezeichneten Linien ausschneiden, so dass man 8 Dreiecke bekommt.

 

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Viel Mühe muss man sich auch beim aufkleben machen, die Verstärkungen sollen ja später auch was aushalten!

 

post-1404-0-13430600-1441737758_thumb.jp

Sobald der erste Streifen klebt, gibt es kein zurück mehr. Streifen für Streifen abziehen und sorgfältig ankleben.

 

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Was einem keiner vorher sagt: Cuben hat auch einen Materialrand. Wo bei beschichtetem Nylon etc das unbeschichtete Material ist, ist bei Cuben nur Beschichtung (Polyesterlaminat) ohne Material (Dyneemafäden). Das Zeug ist hauchdünn, lässt sich nicht mit einer Schere schneiden und lädt sich statisch auf. Es klebt überall, ähnlich wie Daunen, da hilft nur noch der Staubsauger.

 

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Am Schluss noch einmal die Naht rings herum nähen: hierbei hilft es enorm das Cuben vorher zu falten. Das Material lässt sich leicht falten und behält die Form. Danach nur noch die Abspannpunkte anbringen und fertig!

 

 

Tatsächlich habe ich mich glaube ich bei der Zeitschätzung im ersten Post verschätzt, oder war dieses Mal langsamer (was mich wundern würde, da ich die Kniffe vom ersten Mal nicht komplett neu lernen musste). Es ging eigentlich fast der gesamte Mittag hierfür drauf.

 

Ich hoffe dem ein oder anderen helfen die Bilder!

 

schöne Grüße

Micha

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Bringt mich nicht auf dumme Gedanken :mrgreen: Die Idee spinnt schon in meinem Kopf herum, seit ich vor Jahren das erste Mal das Video mit dem Cuben-Quilt gesehen hatte..

 

Leider versteh ich nix von französisch und kann dem Faden nicht wirklich irgendwas abgewinnen :cry:

google translate französisch -> englisch funktioniert recht gut, lese damit öfters auf randonneur-leger...

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    • Von einar46
      @wilbo: Interessantes Projekt, bitte berichte!
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      Idee
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      Jetzt hatte ich die Art der Verarbeitung und das Material geklärt.
      Weil ich nicht sofort mit dem teuren DCF-Material loslegen wollte, habe ich mir noch „billigeres“ DCF von extremtextil besorgt. Mit diesem Material habe ich DCF-Beutel (MYOG-Projekt 1) verschiedener Größen angefertigt. Ich verstaue zusammengehörende Ausrüstungsgegenstände (Quilt, Kleidung, Hygiene, Medizin usw) gerne in Beuteln. Dadurch habe ich sehr schnell Zugriff auf bestimmte Ausrüstungsgegenstände und muss nicht ewig im Rucksack rumsuchen. Diese Beutel waren bisher aus einem Netzgewebe (zB Cocoon). Nach und nach habe ich alle Netzbeutel durch leichtere DCF-Beutel ersetzt. Bei der „Massenproduktion“ der einfachen DCF-Beutel habe ich viel über den Umgang mit dem DCF-Transferklebeband gelernt.
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      Bild 1: Schnittmuster
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      Go - „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ (frei nach E.Honecker)
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      1   = eine Hälfte des Vorderteils
      2   = eine Hälfte des Rückenteils
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      10 = eine Seite der Kapuze
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      Erstmal habe ich das Projekt zur Seite gelegt und überlegt, was ich mache. Nach ein paar Tagen des Grübelns und nach der Aufmunterung durch meine Frau war mein Ehrgeiz wieder erwacht.
      Dann habe ich die Teile mit der Nahtzugabe von 2 cm angezeichnet und ausgeschnitten. Bei den Teilen 1(=Vorderteil), 2(=Rückenteil), 3(=Schulterpasse), 6(=Arm) und 10(=Kapuze) habe ich das DCF-Material doppelt gelegt, weil diese Teile symmetrisch sind.
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      Bild 3: Arm verlaengert und verbreitert
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      In den Bildern 4, 5 und 6 ist an Mustern zu sehen, wie ich letztendlich eine Klebeverbindung, Außenseite auf Außenseite, hergestellt habe.
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      Bild 4: Klebeverbindung 1
      Diesen Steg lege ich dann in eine bestimmte Richtung um. In welche Richtung ich das mache, erkläre ich in einem späteren Bild. Im Bild 5 ist dieser teilweise umgelegte Steg zu sehen.

      Bild 5: Klebeverbindung 2
      Zum Abschluss einer Klebeverbindung überklebe ich den umgelegten Steg mit DCF-Reparaturklebeband (Dyneema® Composite Fabric (ehem. Cuben Fiber), Reparaturklebeband, 25mm). Das ist im Bild 6 zu sehen. Bei einer Breite des Steges von 10 mm (, wenn ich genau klebe, was mir nicht immer durchgehend gelungen ist) und einer Breite von 25 mm des DCF-Reparaturklebebandes, überlappt das DCF-Reparaturklebeband den Steg auf beiden Seiten mit 7-8 mm. Dadurch geht das DCF-Reparaturklebeband nicht nur eine Verbindung mit dem Steg ein, sondern auch mit der Innenseite des DCF-Materials. Der „glänzende“ Bereich im Bild 6 ist das DCF-Reparaturklebeband. Man sieht schön, wie es über der Verklebung liegt und auch noch rechts und links von der Verklebung Kontakt mit der Innenseite des DCF-Materials hat.

      Bild 6: Klebeverbindung 3
      Alle Stege auf der Innenseite habe ich zusätzlich mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Das hat das Gewicht der Regenjacke gehörig in die Höhe geschraubt. Am Schluss meines Berichts gehe ich noch auf das Gewicht der Regenjacke ein und welche Rolle das „reichlich“ verklebte DCF-Reparaturklebeband dabei gespielt hat.
      Warum habe ich das getan?
      Der erste Grund ist das negative Ergebnis eines Zugtests der Klebeverbindung.
      Bei Zugtests der Verklebung ohne DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite konnte ich die Verklebung unter mäßiger Kraftanstrengung lösen. Das ist mir auch mehrere Tage später gelungen. Dann habe ich den Steg auf der Innenseite umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Bei dem sofort anschließenden Zugtest ist es mir trotz äußerster Kraftanstrengung nicht mehr gelungen die Klebeverbindung zu lösen. Das DCF-Reparaturklebeband hat offenbar für eine Zugentlastung des Stegs gesorgt.
      Bleibt die Frage, ob solche extremen Zugbelastungen, wie ich sie simuliert habe, bei einer Regenjacke auftreten können.
      Den zweiten Grund für die Benutzung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite des DCF-Materials erkläre ich etwas später.
      Zuerst habe ich die Schulterpasse (Teil 3) mit dem Rückenteil (Teil 2) verklebt. Das war kein Problem, weil die zu verklebenden Seitenkanten gerade waren. Anschließend habe ich das Vorderteil (Teil 1) an die Schulterpasse angeklebt. Alle Stege auf der Innenseite habe ich umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt.
      Jetzt habe ich mich an das erste „Kurventeil“, den rechten Arm, herangewagt. An den einzelnen Teilen sind Markierungen (Pfeile), die ich vom Schnittmuster auf das DCF-Material übertragen habe. Im Bild 7 ist ein solcher Pfeil zu sehen. Der Arm, das Teil unten im Bild 7, muss mit dem Teil oben genau an der Pfeilposition angeklebt werden.

      Bild 7: Markierungen
       
      Zusätzlich habe ich in regelmäßigen Abständen das gefaltete DCF-Material eingeschnitten, damit ich besser um die „Kurve“ komme. Die Einschnitte habe ich nur an dem Teil gemacht, das ich vorher aus den Teilen 1 (=Vorderteil), 2 (=Rückenteil) und 3 (=Schulterpasse) zusammengeklebt hatte.  
      Die Bilder 8, 9 und 10 zeigen das Kleben eines solchen „eingeschnittenen“ Teiles.
      Bild 8 zeigt das aufgebrachte DCF-Transferklebeband.

      Bild 8: Einschnitt mit DCF-Transferklebeband
      Bild 9 zeigt den Beginn des Ablösens der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband. Genau an dieser Stelle sollte die Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband abgezogen werden. Macht man das an einer anderen Stelle, richtet sich die umgeknickte Kante wieder auf und kann nur unter großen Schwierigkeiten verklebt werden. Im Notfall muss man den Kleber mit den Finger berühren und die umgeknickte Kante wieder „flachlegen“ (Ha, der Ausdruck gefällt mir).

      Bild 9: Ablösen der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband
      Bild 10 zeigt den verklebten Steg an dieser Stelle.

      Bild 10: Verklebter Steg mit Markierungen
      Bild 11 zeigt einen Steg, der einige Falten enthält. Diese Falten entstehen,
      -wenn nicht sauber geklebt wird oder
      -wenn die Einschnitte zu weit auseinanderliegen oder
      -wenn es „krass“ um die Kurve geht.
      Die Abstände zwischen den Einschnitten habe ich aber absichtlich etwas größer gewählt, weil ich keine 1 cm- oder 2 cm-Stücke kleben wollte. Da wäre ich zwar besser um die „Kurven“ gekommen, aber das war mir zu viel „Fummel“-Arbeit. Nach dem Verkleben der Arme habe ich besonders faltige Stellen an den Stegen mit etwas Kraftaufwand „glattgezogen“.  
      Das mit den Falten hat mich aber weniger gestört, weil die meisten Falten innen liegen. Die Optik des DCF-Materials geht nach längerer Nutzung eh in einen „Knitterlook“ über, der angeblich die Eigenschaften von DCF nicht beeinträchtigen soll. Ich habe einige Ausrüstungsgegenstände aus DCF, die durch die jahrelange Nutzung genau diesen Knitterlook aufweisen. Einen Verlust von bestimmten Eigenschaften (zB Wasserdichtheit) konnte ich noch nicht feststellen.

      Bild 11: Verklebter Steg mit Falten
      Bild 12 zeigt ein weiteres Problem, ein kleines Loch, das entstehen kann,
      -wenn unsauber eingeschnitten wird oder
      -wenn die Einschnitte unsauber verklebt werden.

      Bild 12: Verklebter Steg mit Loch
      Genau dieses Loch ist der zweite Grund für die Verwendung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite der Regenjacke. Um die Regenjacke an dieser Stelle trotz unsauberen Arbeitens dicht zu bekommen, lege ich den Steg einfach in Richtung des eingeschnittenen Teils um (siehe Bild 13 und 14) und überklebe ihn mit dem DCF-Reparaturklebeband.

      Bild 13: Umgelegter Steg

      Bild 14: Verklebter Steg wird mit DCF-Reparaturklebeband überklebt
      Mit dem 2.Arm bin ich ebenso verfahren.
      Das Ergebnis der für mich sehr komplizierten „Armoperation“ ist im Bild 15 zu sehen.

      Bild 15: Die Arme sind endlich dran
      Die Ärmel sind angeklebt, aber noch nicht geschlossen. Bevor ich die Arme schließen und das Vorderteil mit dem Rückenteil verbinden konnte, musste ich mir überlegen, was ich mit den Ärmelabschlüssen machen wollte.
      Ein Gedanke war eine elastische Kordel einzuziehen, wie es an vielen Regenjacken zu sehen ist. Ein anderer Gedanke war das Annähen eines Klettbandes, was auch oft Verwendung findet. Beide Varianten würden mir einen variablen und einigermaßen wasserdichten Abschluss gewähren.
      Da ich auch bei Minusgraden keine Handschuhe trage, die unter die Ärmel passen müssten, war ein variabler Ärmelabschluss eigentlich nicht unbedingt erforderlich. Deshalb habe ich mich entschieden für den Ärmelabschluss einfache Kam-Snaps zu verwenden. Das war für mich die einfachste Variante mit dem geringsten Aufwand.
      In den Bildern 16 und 17 ist zu sehen, wie ich den Ärmelabschluss einmal umklappe und verklebe und anschließend dann mit DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite verstärke.

      Bild 16: Armabschluss mit DCF-Transferklebeband

      Bild 17: Armabschluss mit DCF-Reparaturklebeband verstärkt
      In den Bildern 18 und 19 ist zu sehen, wie die Kam-Snaps angebracht werden.

      Bild 18: Armbund mit geöffneten Kam-Snaps

      Bild 19: Armbund mit geschlossenen Kam-Snaps
      Die Position der Kam-Snaps an den Ärmelabschlüssen habe ich durch ausprobieren bestimmt, so dass noch etwas „Luft“ zwischen Arm und Ärmel vorhanden ist.
      Jetzt habe ich das Vorderteil mit dem Hinterteil verklebt und gleichzeitig auch den dazugehörenden Arm. Auf der anderen Seite habe ich das auch getan. Das Ergebnis ist im Bild 20 zu sehen.

      Bild 20: Regenjacke nach Armverschluss
      Das Bild 21 zeigt im Gegenlicht die Verklebungen in der Breite (ca. 10 mm) des DCF-Transferklebebandes.

      Bild 21: Klebestellen im Gegenlichtbild
      Jetzt war die Kapuze an der Reihe. Bei der Kapuze habe ich mir überlegt, wie ich bei Regen und starken Winden einen festen Halt erreichen wollte. Bei meinen anderen Regenjacken wird das immer durch einen elastischen Kordelzug bewerkstelligt. Aber erstmal musste ich die 3 Teile der Kapuze verkleben. Dabei habe ich die Techniken verwendet, wie bei den anderen Teilen. In „Kurven“ habe ich das Seitenteil (Teil 10) eingeschnitten, wie bei den Armen, und dann das Seitenteil mit dem Mittelteil (Teil 11) verklebt. Mit dem anderen Seitenteil habe ich das ebenso gemacht.
      Jetzt habe ich im Vorderteil der Kapuze die Kante zweimal umgeklappt und verklebt. So ist ein Kanal für einen späteren Kordelzug entstanden. Leider habe ich von diesem Vorgang keine Bilder angefertigt.
      Zum Abschluss habe ich die Kapuze an den Torso der Regenjacke angeklebt. Dabei war es wichtig auf die Markierungen zu achten, damit die Kapuze genau in die Regenjacke eingepasst werden kann.
      Das Bild 22 zeigt die Regenjacke im fertig geklebten Zustand ohne den Reißverschluss.

      Bild 22: Regenjacke mit Kapuze und ohne Reißverschlss
      Jetzt war der Reißverschluss an der Reihe. Dafür habe ich mir Meterware (YKK AQUAGUARD 3C, Meterware, graphitgrau) nebst einem passenden Schieber von extremtextil besorgt. Den Reißverschluss habe ich auf die passende Länge zugeschnitten und oben und unten mit Metall-Endstücken versehen.
      Jetzt war die Frage: Wie befestige ich den Reißverschluss?
      Hier im Forum war die Meinung, dass es besser wäre den Reißverschluss wegen der zu erwartenden Schälbelastungen anzunähen.
      Also doch nähen.
      Dann habe wir, meine Frau und ich, versucht Probestücke des DCF-Materials mit einer einfachen Naht zu nähen. Nach ca. 1 Stunde haben wir entnervt aufgegeben. Es ist uns einfach nicht gelungen. Hier im Forum habe ich dann nach Problemen in MYOG-Nähprojekten gesucht und bin auf eine Menge von Kommentaren gestoßen, wo die unterschiedlichsten Probleme behandelt wurden. Einige habe ich auch bei unseren erfolglosen Versuchen vorgefunden, aber trotzdem habe ich das mit dem Nähen erstmal zur Seite gelegt.
      Dann habe ich mir überlegt, dass ich den Reißverschluss einfach mal einkleben könnte. Selbst wenn die Verklebung nicht richtig halten sollte, würde mir das später beim Nähen helfen, weil ich dadurch der provisorischen Befestigung des Reißverschlusses mit Stecknadeln aus dem Weg gehen würde.
      Also habe ich den Reißverschluss mit DCF-Transferklebeband eingeklebt. Schon bei der Verklebung habe ich festgestellt, dass die Klebeverbindung des Reißverschlusses mit dem DCF-Material erstaunlich stabil war. Zusätzlich habe ich auf der Innenseite den Reißverschluss mit dem DCF-Reparaturklebeband fixiert. Ein vorsichtiger Zugtest, den ich dann langsam immer weiter verstärkt habe, ergab die Erkenntnis, dass der Reißverschluss „bombenfest“ mit dem DCF-Material verbunden war. Ich war total überrascht.
      Das Bild 23 zeigt den „vorerst“ nur eingeklebten Reißverschluss.

      Bild 23: Regenjacke mit Reißverschluss
      Als letzte Arbeit habe ich das elastische Kordelband in die Kapuze eingefädelt, was im Bild 24 zu sehen ist.

      Bild 24: Regenjacke mit Kordelzug an der Kapuze
      Das Bild 25 zeigt das Endergebnis nach einem ersten Test in leichtem Regen.

      Bild 25: Das Kunstwerk ist fertig
      Gewicht
      Ich hatte ja schon angedeutet, dass das DCF-Reparaturklebeband das Gesamtgewicht der Regenjacke entscheidend beeinflusst hat. Hätte ich es nicht verwendet, würde die Regenjacke weniger als 100 g wiegen.
      DCF-Material (Stoff)                     75 g
      DCF-Reparaturklebeband und
      DCF-Transferkleber                      37 g
      Reißverschluss + Kordel             20 g
      Gesamt                                       132 g
      Das DCF-Material und den Reißverschluss habe ich exakt gewogen. Den Rest, das DCF-Reparaturklebeband und den DCF-Transferkleber (ohne Schutzschicht!!!), habe ich aus dem Gesamtgewicht der Regenjacke „herausgerechnet“. Dabei wird das Gewicht des DCF-Reparaturklebebandes den eigentlichen DCF-Transferkleber deutlich übersteigen.
      Fazit
      Den ersten Test im Regen und unter der Dusche hat die Regenjacke mit Bravour bestanden. Jetzt muss ich noch weitere Tests durchführen und prüfen, wie sich die Regenjacke im täglichen Alltag schlägt.
      Die Regenjacke macht wegen des DCF-Materials einen sehr „gebrechlichen“ Eindruck. Deshalb werde ich Tests mit dem Rucksack sehr vorsichtig angehen.
      Wenn das Problem mit dem Nähen des DCF-Materials gelöst ist, werde ich den Reißverschluss aus Sicherheitsgründen noch annähen. Man weiß ja nie…
      Ob ich das atmungsaktive DCF-Material nochmal verwenden würde?
      Ich kann es nicht genau sagen. Da bin ich zwiegespalten. Unschlagbar leicht ist es ja, wie in der obigen Rechnung zu sehen ist.
      Die nächsten Wochen müssen zeigen, was die Regenjacke kann…
       
    • Von zopiclon
      Wir haben uns entschieden mal länger als zwei Tage am Stück sinnlos durch die Gegend zu radeln.
      Allerdings erstmal mit den Rennrädern.
      Bisher sind es immer nur zwei Tage gewesen, mit minimalen Schlafsetup
      Wie üblich in dieser Szene mit
      Ultralite Notfall Bivi
      (Gruss an Trailrunning Ultralight82 )
      wenns etwas kälter wurde auch mit Seiden(hütten)schlafack in kombination mit einer isolierten Weste. Wobei wir bisher nur im Sommer solche Touren machten.
       
      Um das ganze etwas nachaltiger zu gestalten überlege ich ein etwas "besseres" Bivi zu kaufen, ein paar Gramm mehr fallen aufm Rad nicht auf, da ist das Packmass wichtiger. Hat da jemand Ideen? Sachen aus den USA zu besorgen ist kein Hinderniss
      Gibt es geschlossenzellige Matten oder Luft"matratzen" mit ultra kleinem Packmaß, denn das erachte ich bei mehr als einer Nacht als wichtig? Letzteres wohl eher, merke ich gerade *g*
      Das bessere Bivi und/oder die Matte sollte durch eine Bodenplane geschützt werden oder ist das nicht nötig?
      Bisher habe ich ab und an ein Tarp genutzt (nicht mit Rad), allerdings ist mein Eigentum recht schwer mit ~600g (FRILUFTS CONAVALLA TARP). Gibts da was leichteres, um es mit dem Rad zu benutzen?
       
      Ich peile an mit meiner 12 Liter Satteltasche/Trailsaddle zu fahren. Regenzeugs, Weste und etwas Werkzeug muss noch mit
       
      Glück Auf
    • Von Miji
      Hallo, sicher waren schon Forenmitglieder auf dem GR20 unterwegs. Wir haben den im August vor. Mein Zelt ist nicht freistehend und erfordert auch einige Heringe. Wie häufig bekommt man dort keine Heringe in die Erde? Erfahrungen mit Wind plus Zelt mit Steinen aufgebaut?
      Liebe Grüße 
    • Von einar46
      Ich denke darüber nach mir aus diesem Stoff eine Regenjacke zu machen. Der Reißverschluss soll ca. 25 cm lang werden. Das bedeutet, dass ich die Regenjacke über den Kopf anziehen muss. Den Stoff habe ich bereits.
      Jetzt meine Frage an die MYOG-Profis hier im Forum.
      Welchen Reißverschluss kann ich verwenden?
      Bei extremtextil habe ich mir die Reißverschlüsse angesehen. So richtig schlau werde ich aus den angebotenen Reißverschlüssen und den ganzen Bezeichnungen (3C, Spirale, YKK usw) nicht. Aber ich kann ungefähr formulieren, welche Eigenschaften der Reißverschluss haben sollte:
      wasserdicht weiß oder grau (wie der Stoff) Reißverschluss soll nicht überdimensioniert sein, d.h. muss zum Stoff "passen" Ich möchte die Regenjacke kleben. Das sollte auch mit dem Reißverschluss gehen oder bin ich da auf dem "falschen Dampfer" und der Reißverschluss muss angenäht werden? Danke für Eure Hilfe.
      Gruß Reinhard
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