Jump to content
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Das Prinzip eines Quilts anstelle eines Schlafsacks (der unter mir komprimiert wird und da dann nicht mehr wärmt) leuchtet mir sehr ein.

Auf den meisten Produktfotos werden Quilts aber auch geschlossen abgebildet und der Schläfer liegt wieder auf einem Großteil des Materials. Oder der Quilt reicht großzügig bis unter die Isomatte

Mein Bastelprojekt hat also nun folgendes Feature:

Ich beschränke die gefütterte Quiltfläche auf die Oberseite und die Seiten. Eventuell darf man minimal auf den Rändern des Quilts liegen.

Ungefütterte Stoffflügel gehen nun bis an die Isomatte runter und verhindern Zugluft beim Rumwurschteln und ermöglichen dort auch die Fixierung mit Gurten.

Die Frage ist jetzt, sind die zusätzlichen Flügel leichter als das eingesparte Isoliermaterial. Und taugt das Ganze überhaupt noch was.

Bevor ich mit IKEA-Decken und Billigstoff die Dimensionen ergründe, habe ich zur Veranschaulichung für mich (und jetzt auch für Euch) ein Modell gebaut:

WingQuilt01.thumb.jpg.a1d3ea2870af619af04ae7897d135cf9.jpg

Größte Hürde im Hirn war das Umstülpen der Materialschichten nach dem Zusammennähen.

 

WingQuilt02.thumb.jpg.489dcb2927c4ed91817b556d84e37f6e.jpg

Links das Prinzip der Idee, rechts herkömmliches Quiltsetting

 

WingQuilt03.thumb.jpg.bc21cf52b6d87dbc947f416bebeb32f6.jpg

Vor dem Aufeinanderschichten der Stoff- und Isolierlagen müssen die Flügel angenäht und eingeklappt werden

 

WingQuilt04.thumb.jpg.42d4202d15b57c8414e65dd1214badce.jpg

So sieht die fertige Oberseite aus

 

WingQuilt05.thumb.jpg.698691d0eb0d3dbfe1fb4c48e37429eb.jpg

So die fertige Unter (Innen-) seite

 

WingQuilt06.thumb.jpg.bc5eee37ca66019992b3d232772d8f0e.jpg

Hellblau: Der Schläfer, Rot: Innenseite, Kariert; Außenseite mit angenähten Flügeln, Mittelblau: Isomatte, Rosa: Befestigungssystem

WingQuilt07.thumb.jpg.282c39ebc6ab1c7775eacabf5fa76a73.jpg

WingQuilt08.thumb.jpg.9f8339c1eea525072c38badd7ba3d12d.jpg

 

Theoretisch müsste man wahrscheinlich zwecks Gewichtsvergleich zwei identische Quilts bauen, die sich nur darin unterscheiden, daß der eine schmaler aber mit Flügeln ist.

Ich bau aber erstmal einen aus den IKEA Decken die ich hier habe und teste das Ganze. Und da ich dazu neige, das Rad gelegentlich neu zu erfinden: nur her mit Anregungen, Ideen oder kritischen Anmerkungen.

bearbeitet von Matzo
Bildunterschriften zugeordnet

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 7 Stunden schrieb Matzo:

Ungefütterte Stoffflügel gehen nun bis an die Isomatte runter und verhindern Zugluft beim Rumwurschteln und ermöglichen dort auch die Fixierung mit Gurten.

Daas war auch meine Idee als ich den ersten Quilt genäht habe :D    Aber das Stück Dreieck am Rücken zuzunähen ist weniger Stoff und 100% dicht im gegensatz zu dieser Methode. Daher habe ich einen geschlossenen "Schlauch" mit Kniefreiheit genäht.
Schaut ziemlich ähnlich aus: 
http://schlafsacke-cumulus.de/de/kategorien/schlafsacke/magic-125?gid=34&vid=6

Wenn ich den bis zur Hüfte abstreife, kann ich sogar bequem im Schneidersitz auf der Isomatte sitzen und mit offenem Bivitent daneben kochen :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

An sich ein alter Hut, schon Ray Jardine hat an seinen Quilts "Draft Stopper" an den Seiten (allerdings nicht befestigt) und was AlphaRay oben erwähnt nennt sich Top-Bag (eigentlich ein Schlafsack, der unten einfach keine Füllung hat.

Ist also ein altbewährtes Prinzip! :)

 

schöne Grüße
Micha

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 10 Minuten schrieb micha90:

und was AlphaRay oben erwähnt nennt sich Top-Bag (eigentlich ein Schlafsack, der unten einfach keine Füllung hat.

Meiner hat Rundumfüllung, da ich den so breit gemacht habe wie nötig und so eng wie möglich. Dadurch allgemein weniger Fläche als normale Quilts.   Der ist so "eng" dass man sich inkl. Quilt dreht.
~450g mit 133er Apex.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Letztlich erscheint mir eine klassische, trapezförmige Querkammerdecke oder ein schmaler Comforter mit Querkammern und reduzierter Füllung im Sinne deiner Idee flexibler:

  • Wenn du es warm brauchst, treibst du die Füllung in die Mitte und benutzt die leeren Seitenflächen als Draftumschlag.
  • Wenn es dir zu warm ist, benutzt du das Teil eben offen.

Je nach Füllmenge hast du dann ein Setup für kühl bis kalt oder für warm bis kühl.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke für die nützlichen Kommentare.

Am 1.2.2019 um 06:45 schrieb Mittagsfrost:

...an-der-Isomatte-Befestiger (...) unter-den-Körper-Stopfer...

Durchaus sinnvoll, auf individuelle Vorlieben zu verweisen, die oft durchaus auf Erfahrungen basieren und komplett andere Hardware erfordern.

Am 1.2.2019 um 06:48 schrieb Wanderfalke:

...Quilt wie ein Schlafsack zu machen...

Eine Vorüberlegung war in der Tat, die "Flügel ganz rum gehen zu lassen. Aber theoretisch brauche ich den Stoff ja unten nicht. Weder zwischen mir und Iso, noch zwischen Iso und Boden. Außer ich realisiere gleich noch ein Groundsheet mit hinein. Wenn man lange genug drüber nachdenkt, dreht man sich im Kreis...

Am 1.2.2019 um 08:07 schrieb AlphaRay:

100% dicht

ist in der Tat ein sehr verlockendes Argument. Mein grundgedanke ist allerdings, daß ich es auf jeden Fall erstmal mit Kunstfaser probieren will. Preiswerter, feuchtigkeitsresistent und bei meiner Neigung, Ausrüstung gerne mal feucht in der Stoffhülle zu vergessen auch angeraten. Deshalb hier der Versuch, die Isolierung zu minimieren und  Zugluft auf anderem Wege zu vermeiden.

Am 1.2.2019 um 08:23 schrieb micha90:

"Draft Stopper"

Super Stichwort für die Websuche. Und auch gut zu sehen, daß die Idee nicht neu und vielleicht gar nicht sooo abwegig ist.

 

Am 1.2.2019 um 08:23 schrieb micha90:

Top-Bag

funktioniert wahrscheinlich nur, wenn man sich (wie in den festgegurteten Quilts) im Sack dreht und nicht mit dem Schlafsack.

Am 1.2.2019 um 08:35 schrieb AlphaRay:

Rundumfüllung

ergo Rundumfüllung. Dann ist immer Loft, wo es sein soll, unter Inkaufnahme von etwas Mehrgewicht.

 

Am 1.2.2019 um 09:29 schrieb Stromfahrer:

treibst du die Füllung in die Mitte

Mit definierten Kammern ist dies natürlich optimale Flexibilität bei minimaler (Näh-) Komplexität. Geht allerdings nur mit Daune, denk ich. Aber Sehr interessant.

Wie immer führen viele Wege nach Rom und wenn man jetzt noch das restliche Setup (Groundsheet/Inner, Bivvy/Tarp/Zelt...) als Variablen zufügt, raucht zumindest mir der Kopf. Deshalb der 1:1 Test mit Flügelchen. Fortsetzung folgt...

Und "quoten" kann ich jetzt auch halbwegs

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe den Ray Jardine Quilt mit dem "Draft Stopper" (den Flügeln), und einen ohne Stopper aber mit Kordelzug am Hals.

Das Problem mit dem Draft Stopper ist, dass er zwar Wind blockt, aber typischerweise neben der Isomatte liegt. So kommt die ganze Kälte vom Boden in den Quilt. Man muss den Draft Stopper dann unter sich klemmen. Das geht, aber ich war nach jeder Bewegung damit beschäftigt, den Draft Stopper wieder zu "organisieren". Klar könnte der Quilt jetzt mit Kordelzügen festgeknotet werden, und das machen einige hier mit verschiedenen Techniken um die Befestigung ein- und wieder auszuhängen.

Für mich war die Entdeckung aber der Kordelzug um den Hals bei meinem Karo-Quilt.

Hier hinter dem Hals zugeknöpft (Druckknopf) und Kordel zugezogen:

q2.thumb.jpg.e9317781107b0d6f187b91eef4d499c5.jpg

Hier offen:

q3.thumb.jpg.d0359c0040099c73c246c48344d36ec8.jpg

Beachte, wie sich beim ersten Bild durch die Befestigung hinter dem Hals und die geschlossene Fussbox die Ränder von selbst nach innen einrollen. Ich habe zwar ein paar Schlaufen der Seite entlang vorgesehen um den Quilt mit Kordeln zu schliessen, habe diese aber nie verwendet.

Wenn Du Dich drehst, dreht sich der Quilt nicht mit. Das ist völlig anders als bei einem Schlafsack, und sehr angenehm. Das einzige ist halt, dass Du Dich nicht aufrichten oder hinsetzen kannst, ohne dass Kälte vom Rücken her reinkommt. Dafür kannst Du schnell auf der Seite rausgreifen, was beim Schlafsack nicht geht.

 

bearbeitet von ULgeher

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich würde das Problem "Kälte von unten/ vond der Seite" nicht unterschätzen wollen, von daher ist mir der Ansatz mit den Flügeln sehr sympathisch.

Ich war die letzten Jahre häufig mit Zelt (allerdings mit Auto, also nicht UL) unterwegs, und hatte zur Bequemlichkeit sehr gerne die normale Bettdecken von zuHause statt Schlafsack dabei, auch im Winter bzw. frühen Frühjahr. Solange ich unter die Isomatte eine doppelt gelegte KuFa-Decke gelegt hatte war alles OK, keine Kälte die seitlich/unten einzog. Ohne diese Decke hat es aber keinen Spaß gemacht. Das Schlafgefühl für mich ist mit der Decke um Längen angenehmer.

Deswegen erscheint mir das gezeigte Prinzip mit eingefalteten "Flügeln" an der Decke und einem Einschubfach für die IsoMatte sehr interessant, auch wenn es ein paar gr. mehr sind als der Quilt alleine. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

1149191749_QUILTO-01a.thumb.jpg.26841730b835c2364d269eccfed678ce.jpg

scnr

 

vor 15 Stunden schrieb ULgeher:

...Fussbox die Ränder von selbst nach innen einrollen...

Das sieht doch nett aus, die ganze Raupe ist fein.

Das mit der Halskordel habe ich auch probiert, aber da muss ich noch ein wenig üben.

Ansonsten ist der 1:1 Dummi fertig. Aus den gemessenen und geschnittenen 1,35m Breite wurde durch ominösen Stoffschwund am Ende 1,20m, was einen Hauch zu schmal ist, aber nicht wirklich viel. 1,30m würde mir Ektomorph ausreichen. Die Flügel habe ich etwas länger gelassen, als berechnet, abschneiden kann man immer noch. Die Fußbox habe ich wie bei @micha90´s Super-Quilt-Anleitung nur 30cm lang gemacht. Zusätzliche Miniflügel und zahlreiche Strapse und KamSnaps hab ich zum rumprobieren addiert.

Quilta03.thumb.jpg.a8e2fc8748a960bd4789849ead8edac0.jpg

Quilta02.thumb.jpg.a5fd2e4fc313ea1afa1934ffdab3d4dd.jpg

Quilta01.thumb.jpg.74fe71803e85317c6dc2f0e059a4ca5e.jpg

Quilta05.thumb.jpg.ac95a93c44d06112bb29a67184c705e6.jpg

Quilta04.thumb.jpg.a8407fc39066dfa3584a564e47b36f52.jpg

 

Im Prinzip funktioniert und passt es ganz gut. Die Nähte sehen durchweg grauslich aus, überall etwas mehr Nahtzugabe, damits nicht so schrumpft und es wird ein Schuh draus.

Der Warenkorb bei Extremtextil ist auch schon gefüllt.

Damit es preislich keine Katastrophe wird, habe ich mich für Nylon Taft Sonderpreis (55g/m2, 4,40€/Lm) entschieden. Außen schwarz, innen rotorange. Mit 5 Laufmeter Stoff und 2,5 Lm Apex 133 komme ich auf ca. 57€ und 610 Gramm (plus X natürlich). Mit 167 Apex sinds 64€ und 690g. Die Version mit dem 22 Gramm 7D Ripstop heb ich mir für den nächsten Versuch auf.

Ich muss noch was Anderes austüfteln, dann kann ichs bestellen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Und danke für den zahlreichen Input!!!

 

bearbeitet von Matzo
Rechtschreibfehler entdeckt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie kommst Du in den Quilt rein und raus?

Die "Flügel" versperren Dir ja den Zugang zu den Druckknöpfen wenn Du erst mal drin liegst.

Ich bin nicht sicher, ob ich die Halskordel-Konstruktion gut beschrieben habe. Sie ist jedenfalls anders als bei Deinem Prototyp. Ein kurzes Band mit Druckknopf, an den Ecken befestigt, erlaubt den Quilt hinter dem Hals zu schliessen. Mit einem elastischen Kordelzug kann man den Quilt dann vorne "verkürzen". Da der Zug elastisch ist, kannst Du jederzeit rein und raus.

Hier (https://www.youtube.com/watch?v=WGaHsvtfbFg) bei 1h30 siehst Du wie das funktioniert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ein- und Aussteigen würde ich über die Kopföffnung, da der erste Testeinsatz wahrscheinlich in einem Hunka-Bodybag stattfindet. Aber ergonomische Nebensächlichkeiten wie das Einsteigen oder „DerBärüberfälltdasLager“-Aussteigen sollten Berücksichtigung finden.

Theoretisch, wenn die Dimensionen stimmen, sollten die Druckknöpfe ja neben mir bzw. neben der Isomatte positioniert sein und man halbwegs dran kommen können. Auf meinen Fotos ist der Quilt ja leer und das Setting, mangels freiwilliger (ähnlich geformter) Schlafmodels, nicht optimal und die Druckknöpfe unter der Matte.

Danke @ULgeher für die erhellenden Ausführungen bezüglich der Halskordel. Sehr hilfreich. Ich hab beim Prototypen einfach mal gemacht, ohne es wirklich verstanden zu haben.

bearbeitet von Matzo
Rechtschreibfehler

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So, in zwei halben Tagen (eher Nächten) habe ich Quilt 1.0 genäht. Von den Ursprünglichen Flügeln sind nur noch je Seite drei zusätzliche Druckknöpfe übrig geblieben, an die ich Flügel nachrüsten könnte.

Wiegen tut er mit 3mm Halskordel und allem Kleinkram 810g. Materialkosten für Stoff und 167er Isolierung sind 57,-€.

Wenn ich 22g Ripstop-Nylon genommen hätte, läge das Gewicht bei ca. 620 Gramm, die Materialkosten wären aber auf 155,-€ hochgeschnellt (und es gäbe kein Rotorange :wub:)

Insgesamt ist er sehr kuschelig und bequem. Länge: 2,10m, Breite1,30m, abzüglich Dreiecke im Fuß- und Kopfbereich. Die Fußbox ist gerade so groß genug, die Länge ist für mich mit 1,93m Größe purer Luxus aber auch Variabilität.

Jetzt muss ich ihn nur noch in seinem natürlichen Habitat testen.

Ach, und nochmal ein Glöckchen für @micha90 und seine super Nähanleitung!!!

 

Quilt01a.thumb.JPG.7dad289d4a2e8e86a19e3411f6671bec.JPG  Quilt02a.thumb.JPG.7e47d203805a40f4b849ba9aab27440d.JPG

Quilt03a.thumb.JPG.f86be502916c8902ff85c3412869126e.JPG  Quilt04a.thumb.JPG.2c74e62785a835876b9c34e43d50c80f.JPG

Quilt05Det01.thumb.jpg.676ebca4d7fce59213ae81e133906c75.jpg

Quilt06Det02.thumb.jpg.d24b5c4b8677e2c01a16200d98ad8655.jpg

Quilt07Det03.thumb.jpg.00089e9bd4a8d1e26e5e46f53ff9d85a.jpg

Quilt08Det04.thumb.jpg.c4256f941cf3dd4cd48ae7e8a883569f.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Alle Bilder in meinen Posts in diesem Thread sind von mir

 

Da sich Quilt 1.0 mit 167er Apex als etwas warm herausgestellt hat, folgt jetzt Quilt 2.0.

Wieder nach @micha90s Nähanleitung, diesmal mit 133er Apexfüllung und 27g/m2 Ripstop-Nylon in Gelb-Schwarz.

Gewicht: 605g, Materialkosten ca. 110,-€

Quilt02a.thumb.jpg.d5daab2f620a677801d3d925e3c94955.jpg

Soweit der Plan, 10cm kürzer als der Vorgänger und die Fußbox etwas mehr im Durchmesser.

 

Naehen2-0.thumb.jpg.71edb0794c2d9d6661a3c24a24477d98.jpg

Lies sich eigentlich ganz gut nähen. Die nächste Nähmaschine kann dann aber in beide Richtungen nähen, ohne daß man 2,5 Quadratmeter Riesenraupe unter dem Arm durchwursteln muss.

 

Quilt02b.thumb.jpg.1865821226d100811da3d406f21f6517.jpg

Aufreiß-Schutz der Fußbox ist auch halbwegs geworden

 

Quilt02c.thumb.jpg.74475ea242594e1a5e60a39c158aa06b.jpg

Gelbe Schnur war grad nicht vorhanden, 4 KamSnaps pro Seite und Aufhängschlinge am Fußende.

 

Quilt02d.thumb.jpg.1ecd03836e345f030a7d181fc503eaa3.jpg

Und immer noch viel zu warm. Lag aber vielleicht auch an der "nachts-immer-noch-20°C"-Woche.

bearbeitet von Matzo
Bilder von mir

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


  • Gleiche Inhalte

    • Von JonasGo
      Hallo liebe Leute, ich suche einen milbendichten Stoff, um einen zweipersonen Quilt zunähen. 
      Ich frage mich, ob ein feinmaschiger Nylonstoff wie dieser ausreichend wäre? https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-daunendicht-ultraleicht-10den-27g-qm.html
      Wie stünde es dann um die Atmungsaktivität?
      Die Suche nach milbendichten Schlafsystemen im Internet hat nichts ergeben. Daher werde ich wohl selber Handanlegen.
      Es würde sich um mein erstes MYOG Nähprojekt handeln. Daher weiß ich über Stoffe leider noch so gut wie nichts.
      Danke für eure Hilfe
    • Von Antonia2020
      Liebe Forumsmitglieder,
      das ist mein erster Post :). Ich bin noch Outdoor/UL-Anfängerin und bin gerade dabei, mir eine erste kleine Ausstattung zuzulegen bzw. selbst zu bauen. Als erstes möchte ich mir einen Quilt nähen und habe hier im Forum auch schon superviele hilfreiche Beiträge gelesen und einige Youtube-Videos geschaut. Eine große Frage bleibt für mich jedoch gerade noch offen. Vielleicht fällt Euch dazu was ein?
      Wie löse ich am besten die Frage Quilt <-> Matte?
      In den den beiden Anleitungen, die ich am anschaulichsten finde, werden an den langen Seiten das Quilts kleiner Schnallen / Stecker / Druckknöpfe befestigt, mit denen man die lange Seiten nah zusammenbringt. Man schließt also den Quilt, fast so wie bei einem Schlafsack, wenn ich das richtig verstehe. Aber das macht doch gar keinen Sinn, oder? Ich stelle mir das erstens unbequem vor (man liegt dann auf dem Material für den Zusammenschluss), es kann Zugluft reinkommen, wenn man sich umdreht.
      Z.B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=be4ciUndiBg
      oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=zxCh3Cld2S8
      oder hier:
      Bei EE-Quilts dagegen ist ein System angebracht, mit dem man den Quilt an der Isomatte befestigt:
      https://www.youtube.com/watch?v=mHznRpNJpxU
      Oder hier bei diesem REI-Quilt (siehe Minute 7:46)
      https://www.youtube.com/watch?v=m79JNLDP92E
      Andere andere Lösung habe ich hier gefunden (aber man muss an der Isomatte nähen):
      https://www.youtube.com/watch?v=S3nVKVrq_bc&feature=emb_logo
      Manche Quilts scheinen gar keine Befestigung zu haben, man wickelt sie einfach nur um sich rum (falls ich richtig sehe)
      http://www.rayjardine.com/ray-way/Quilt-Kit/index.htm
       
      Habt Ihr eine Empfehlungen?
      Welche Methode würdet Ihr wählen? Kann man so eine Befestigung wie die von EE selbst nähen? Oder reicht die mE etwas einfachere Version vom REI-Quilt? Dazu kommt noch ein weiteres Problem: Meine (nicht UL) Isomatte (TAR NeoAir Camper SV / https://www.bergfreunde.de/therm-a-rest-neoair-camper-sv-isomatte-bewertung/) ist am Rand etwas erhöht, damit man nicht runterrutscht. Macht da eine Befestigung mit Schnüren/Gummiband, auf denen man liegt, überhaupt Sinn? Das Gummiband / die Schnur würde dann ja gar nicht direkt auf der Matte aufliegen.
      Viele Gedanken zu einem eigentlich kleinen Problem
      Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.
      LG Antonia
       
    • Von einar46
      @wilbo: Interessantes Projekt, bitte berichte!
      So hat es ein Forumsteilnehmer in einem anderen Thread geäußert, wo ich nach geeigneten Reißverschlüssen für eine MYOG-Regenjacke gefragt habe.
      Idee
      Da meine Regenjacke von zpacks (Vertice Rain Jacket) nach 2 Jahren intensiver Nutzung und mehrmaliger Imprägnierung nicht mehr richtig dicht ist, habe ich lange überlegt, ob ich mich nicht einmal an einer Regenjacke (MYOG-Projekt 3) versuchen sollte.
      Angestachelt durch die vielen hervorragenden MYOG-Projekte hier im Forum, bin ich dann  zur Tat geschritten.
      Vorbereitung
      Durch Zufall bin ich auf der Internet-Seite von extremtextil über ein Projekt gestolpert, in dem eine Regenjacke aus DCF (Cuben) nur durch kleben angefertigt wurde. Sofort war ich „angefixt“. Durch das Kleben konnte ich das Nähen weitestgehend vermeiden. So war der Plan.
      Ein zweiter Zufall hier im Forum hat mich über einen Thread stolpern lassen, wo ein bestimmtes atmungsaktives DCF-Gewebe (Dyneema® Composite Fabric, atmungsaktiv m. ePTFE-Membran, CTB1B3-1.0/H2 I, 40g/qm) eine Rolle gespielt hat. Obwohl ich die Atmungsaktivität von Materialien kritisch sehe, schien mir das Material für eine Regenjacke geeignet zu sein.
      Jetzt hatte ich die Art der Verarbeitung und das Material geklärt.
      Weil ich nicht sofort mit dem teuren DCF-Material loslegen wollte, habe ich mir noch „billigeres“ DCF von extremtextil besorgt. Mit diesem Material habe ich DCF-Beutel (MYOG-Projekt 1) verschiedener Größen angefertigt. Ich verstaue zusammengehörende Ausrüstungsgegenstände (Quilt, Kleidung, Hygiene, Medizin usw) gerne in Beuteln. Dadurch habe ich sehr schnell Zugriff auf bestimmte Ausrüstungsgegenstände und muss nicht ewig im Rucksack rumsuchen. Diese Beutel waren bisher aus einem Netzgewebe (zB Cocoon). Nach und nach habe ich alle Netzbeutel durch leichtere DCF-Beutel ersetzt. Bei der „Massenproduktion“ der einfachen DCF-Beutel habe ich viel über den Umgang mit dem DCF-Transferklebeband gelernt.
      Dann habe ich mich an ein filigraneres Projekt herangetastet. Ich habe mir eine DCF-Geldbörse (MYOG-Projekt 2) für Karten, Scheine und Münzen angefertigt. In diesem Projekt kam es vor allem auf eine saubere Klebetechnik auf kleinstem Raum an. Die Geldbörse (19 g) hatte ich schon im Oktober/November 2019 auf meiner 1200-km-Tour auf dem Jakobsweg Camino de Levante in Spanien im Einsatz. Dort hat sie sich sehr gut bewährt. Alles hat gehalten, nichts ist kaputt gegangen.
      Jetzt hatte ich eine ganze Menge an Erfahrung in der Verarbeitungstechnik (Klebetechnik) gesammelt.
      Es fehlte nur noch ein Schnittmuster. Dann konnte es losgehen.
      Als Schnittmuster habe ich mich nach einer intensiven Recherche im Internet für die Herrenjacke „Fehmarn“ von Farbenmix entschieden (siehe Bild 1).

      Bild 1: Schnittmuster
      Dabei wollte ich zusätzlich auf die Ärmelbündchen, die Taschen und den durchgehenden Reißverschluss verzichten.
      Um mir ein Bild von den Größenverhältnissen zu machen und um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich meine 3 Kleidungsschichten (1=T-Shirt (Merino), 2=dünner langärmliger Pullover (Merino), 3=dicker langärmliger Cumulus Climalite KuFa-Pullover) im Extremfall unter einer Regenjacke der Größe XXL (selber trage ich in der Regel XL) „machen“, habe ich mir ein „Vorserienmodell“ aus stabilen Plastiksäcken aus dem Baumarkt gebastelt. Das Modell habe ich ohne Ärmel angefertigt und nur grob mit einem Tacker „zusammengetackert“.
      Beim Test hatte ich alle Kleidungsschichten an. Überrascht musste ich feststellen, dass es trotz des XXL-Modells relativ eng in der Test-Regenjacke zuging. Die Bewegungsfreiheit war nicht berauschend. Dann habe ich mich entschieden trotzdem das XXL-Modell zu nehmen, mehr war in dem Schnittmuster eh nicht abgebildet. Aber statt der Nahtzugabe von 1 cm, habe ich eine Nahtzugabe von 2 cm zu gewählt. Was das schneidertechnisch für Auswirkungen haben könnte, war mir nicht klar. Auch meine Frau konnte mir da nicht weiterhelfen. Ich habe mir dadurch einfach etwas mehr Bewegungsfreiheit versprochen.
      Die Vorbereitungen waren jetzt abgeschlossen. Der Plan war in groben Zügen klar. Irgendwo habe ich dann noch eine Fotoanleitung (PDF-Datei) aufgetrieben, wo für mich als absoluten Schneider-Laien zu erkennen war, wie ich anfangen muss.
      Go - „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ (frei nach E.Honecker)
      Dann habe ich das Schnittmuster hergenommen und dass XXL-Modell ausgeschnitten. Die von mir verwendeten Teile sind im Bild 2 zu sehen.

      Bild 2: Einzelteile in Position
      In dem Bild habe ich die Einzelteile so positioniert, wie sie ungefähr zusammengefügt werden müssen.
      1   = eine Hälfte des Vorderteils
      2   = eine Hälfte des Rückenteils
      3   = eine Hälfte der Schulterpasse
      6   = ein Arm
      10 = eine Seite der Kapuze
      11 = Mittelstreifen der Kapuze
      Schei.e! Als ich die ausgelegten Teile des Schnittmusters von oben betrachtet habe, wurde mir mit einem Schlag bewusst, was mir bevorstand. Kurven, teilweise schlimmer als bei der Alpenetappe der Tour de France hoch nach Alp d’Huez. Kurzfristig habe ich daran gedacht das Projekt zu den Akten zu legen. Kurven über Kurven, speziell die Armanschlüsse, schienen für mich auf den ersten Blick in der Klebevariante nicht vernünftig lösbar zu sein.
      Erstmal habe ich das Projekt zur Seite gelegt und überlegt, was ich mache. Nach ein paar Tagen des Grübelns und nach der Aufmunterung durch meine Frau war mein Ehrgeiz wieder erwacht.
      Dann habe ich die Teile mit der Nahtzugabe von 2 cm angezeichnet und ausgeschnitten. Bei den Teilen 1(=Vorderteil), 2(=Rückenteil), 3(=Schulterpasse), 6(=Arm) und 10(=Kapuze) habe ich das DCF-Material doppelt gelegt, weil diese Teile symmetrisch sind.
      Im Bild 3 ist zu sehen, dass ich die Ärmel ab der Mitte etwas breiter habe auslaufen lassen. Zusätzlich habe ich die Länge der Ärmelbündchen dazugegeben. Die wollte ich ja nicht haben.

      Bild 3: Arm verlaengert und verbreitert
      Ich habe lange überlegt und auch getestet, wie ich eine stabile Klebeverbindung herstellen kann. Dass es gehen muss, hat das MYOG-Projekt auf der Internetseite von extremtextil gezeigt. „Normales“ DCF hat einen etwas anderen Aufbau als das atmungsaktive DCF-Material. Bei Klebeversuchen habe ich festgestellt, dass die „weiße“ Membran-Innenseite, nicht besonders stabil ist. Die Klebeverbindung, Außenseite auf Innenseite und umgekehrt, ließ sich relativ leicht lösen. Das kannte ich von „normalem“ DCF aus meinen Test-MYOG-Projekten 1 und 2 so nicht. Mit der Außenseite, der „grau-weißen“ Seite, also Außenseite auf Außenseite, war die Klebeverbindung stabiler, aber für meine Begriffe auch nicht optimal (siehe Zugtest weiter unten).
      In den Bildern 4, 5 und 6 ist an Mustern zu sehen, wie ich letztendlich eine Klebeverbindung, Außenseite auf Außenseite, hergestellt habe.
      Zuerst habe ich die Außenseite (grau-weiß) in der Breite des DCF-Transferklebebandes (10 mm) in Richtung der Innenseite (weiß) gefaltet. Das DCF-Transferklebeband habe ich dann sozusagen auf einer gefalteten Außenseite aufgebracht und mit der anderen, ebenfalls gefalteten, Außenseite verklebt. Auf der Innenseite des DCF-Musters entsteht dann ein Steg, wie er im Bild 4 zu sehen ist.

      Bild 4: Klebeverbindung 1
      Diesen Steg lege ich dann in eine bestimmte Richtung um. In welche Richtung ich das mache, erkläre ich in einem späteren Bild. Im Bild 5 ist dieser teilweise umgelegte Steg zu sehen.

      Bild 5: Klebeverbindung 2
      Zum Abschluss einer Klebeverbindung überklebe ich den umgelegten Steg mit DCF-Reparaturklebeband (Dyneema® Composite Fabric (ehem. Cuben Fiber), Reparaturklebeband, 25mm). Das ist im Bild 6 zu sehen. Bei einer Breite des Steges von 10 mm (, wenn ich genau klebe, was mir nicht immer durchgehend gelungen ist) und einer Breite von 25 mm des DCF-Reparaturklebebandes, überlappt das DCF-Reparaturklebeband den Steg auf beiden Seiten mit 7-8 mm. Dadurch geht das DCF-Reparaturklebeband nicht nur eine Verbindung mit dem Steg ein, sondern auch mit der Innenseite des DCF-Materials. Der „glänzende“ Bereich im Bild 6 ist das DCF-Reparaturklebeband. Man sieht schön, wie es über der Verklebung liegt und auch noch rechts und links von der Verklebung Kontakt mit der Innenseite des DCF-Materials hat.

      Bild 6: Klebeverbindung 3
      Alle Stege auf der Innenseite habe ich zusätzlich mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Das hat das Gewicht der Regenjacke gehörig in die Höhe geschraubt. Am Schluss meines Berichts gehe ich noch auf das Gewicht der Regenjacke ein und welche Rolle das „reichlich“ verklebte DCF-Reparaturklebeband dabei gespielt hat.
      Warum habe ich das getan?
      Der erste Grund ist das negative Ergebnis eines Zugtests der Klebeverbindung.
      Bei Zugtests der Verklebung ohne DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite konnte ich die Verklebung unter mäßiger Kraftanstrengung lösen. Das ist mir auch mehrere Tage später gelungen. Dann habe ich den Steg auf der Innenseite umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt. Bei dem sofort anschließenden Zugtest ist es mir trotz äußerster Kraftanstrengung nicht mehr gelungen die Klebeverbindung zu lösen. Das DCF-Reparaturklebeband hat offenbar für eine Zugentlastung des Stegs gesorgt.
      Bleibt die Frage, ob solche extremen Zugbelastungen, wie ich sie simuliert habe, bei einer Regenjacke auftreten können.
      Den zweiten Grund für die Benutzung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite des DCF-Materials erkläre ich etwas später.
      Zuerst habe ich die Schulterpasse (Teil 3) mit dem Rückenteil (Teil 2) verklebt. Das war kein Problem, weil die zu verklebenden Seitenkanten gerade waren. Anschließend habe ich das Vorderteil (Teil 1) an die Schulterpasse angeklebt. Alle Stege auf der Innenseite habe ich umgelegt und mit DCF-Reparaturklebeband überklebt.
      Jetzt habe ich mich an das erste „Kurventeil“, den rechten Arm, herangewagt. An den einzelnen Teilen sind Markierungen (Pfeile), die ich vom Schnittmuster auf das DCF-Material übertragen habe. Im Bild 7 ist ein solcher Pfeil zu sehen. Der Arm, das Teil unten im Bild 7, muss mit dem Teil oben genau an der Pfeilposition angeklebt werden.

      Bild 7: Markierungen
       
      Zusätzlich habe ich in regelmäßigen Abständen das gefaltete DCF-Material eingeschnitten, damit ich besser um die „Kurve“ komme. Die Einschnitte habe ich nur an dem Teil gemacht, das ich vorher aus den Teilen 1 (=Vorderteil), 2 (=Rückenteil) und 3 (=Schulterpasse) zusammengeklebt hatte.  
      Die Bilder 8, 9 und 10 zeigen das Kleben eines solchen „eingeschnittenen“ Teiles.
      Bild 8 zeigt das aufgebrachte DCF-Transferklebeband.

      Bild 8: Einschnitt mit DCF-Transferklebeband
      Bild 9 zeigt den Beginn des Ablösens der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband. Genau an dieser Stelle sollte die Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband abgezogen werden. Macht man das an einer anderen Stelle, richtet sich die umgeknickte Kante wieder auf und kann nur unter großen Schwierigkeiten verklebt werden. Im Notfall muss man den Kleber mit den Finger berühren und die umgeknickte Kante wieder „flachlegen“ (Ha, der Ausdruck gefällt mir).

      Bild 9: Ablösen der Schutzschicht vom DCF-Transferklebeband
      Bild 10 zeigt den verklebten Steg an dieser Stelle.

      Bild 10: Verklebter Steg mit Markierungen
      Bild 11 zeigt einen Steg, der einige Falten enthält. Diese Falten entstehen,
      -wenn nicht sauber geklebt wird oder
      -wenn die Einschnitte zu weit auseinanderliegen oder
      -wenn es „krass“ um die Kurve geht.
      Die Abstände zwischen den Einschnitten habe ich aber absichtlich etwas größer gewählt, weil ich keine 1 cm- oder 2 cm-Stücke kleben wollte. Da wäre ich zwar besser um die „Kurven“ gekommen, aber das war mir zu viel „Fummel“-Arbeit. Nach dem Verkleben der Arme habe ich besonders faltige Stellen an den Stegen mit etwas Kraftaufwand „glattgezogen“.  
      Das mit den Falten hat mich aber weniger gestört, weil die meisten Falten innen liegen. Die Optik des DCF-Materials geht nach längerer Nutzung eh in einen „Knitterlook“ über, der angeblich die Eigenschaften von DCF nicht beeinträchtigen soll. Ich habe einige Ausrüstungsgegenstände aus DCF, die durch die jahrelange Nutzung genau diesen Knitterlook aufweisen. Einen Verlust von bestimmten Eigenschaften (zB Wasserdichtheit) konnte ich noch nicht feststellen.

      Bild 11: Verklebter Steg mit Falten
      Bild 12 zeigt ein weiteres Problem, ein kleines Loch, das entstehen kann,
      -wenn unsauber eingeschnitten wird oder
      -wenn die Einschnitte unsauber verklebt werden.

      Bild 12: Verklebter Steg mit Loch
      Genau dieses Loch ist der zweite Grund für die Verwendung des DCF-Reparaturklebebandes auf der Innenseite der Regenjacke. Um die Regenjacke an dieser Stelle trotz unsauberen Arbeitens dicht zu bekommen, lege ich den Steg einfach in Richtung des eingeschnittenen Teils um (siehe Bild 13 und 14) und überklebe ihn mit dem DCF-Reparaturklebeband.

      Bild 13: Umgelegter Steg

      Bild 14: Verklebter Steg wird mit DCF-Reparaturklebeband überklebt
      Mit dem 2.Arm bin ich ebenso verfahren.
      Das Ergebnis der für mich sehr komplizierten „Armoperation“ ist im Bild 15 zu sehen.

      Bild 15: Die Arme sind endlich dran
      Die Ärmel sind angeklebt, aber noch nicht geschlossen. Bevor ich die Arme schließen und das Vorderteil mit dem Rückenteil verbinden konnte, musste ich mir überlegen, was ich mit den Ärmelabschlüssen machen wollte.
      Ein Gedanke war eine elastische Kordel einzuziehen, wie es an vielen Regenjacken zu sehen ist. Ein anderer Gedanke war das Annähen eines Klettbandes, was auch oft Verwendung findet. Beide Varianten würden mir einen variablen und einigermaßen wasserdichten Abschluss gewähren.
      Da ich auch bei Minusgraden keine Handschuhe trage, die unter die Ärmel passen müssten, war ein variabler Ärmelabschluss eigentlich nicht unbedingt erforderlich. Deshalb habe ich mich entschieden für den Ärmelabschluss einfache Kam-Snaps zu verwenden. Das war für mich die einfachste Variante mit dem geringsten Aufwand.
      In den Bildern 16 und 17 ist zu sehen, wie ich den Ärmelabschluss einmal umklappe und verklebe und anschließend dann mit DCF-Reparaturklebeband auf der Innenseite verstärke.

      Bild 16: Armabschluss mit DCF-Transferklebeband

      Bild 17: Armabschluss mit DCF-Reparaturklebeband verstärkt
      In den Bildern 18 und 19 ist zu sehen, wie die Kam-Snaps angebracht werden.

      Bild 18: Armbund mit geöffneten Kam-Snaps

      Bild 19: Armbund mit geschlossenen Kam-Snaps
      Die Position der Kam-Snaps an den Ärmelabschlüssen habe ich durch ausprobieren bestimmt, so dass noch etwas „Luft“ zwischen Arm und Ärmel vorhanden ist.
      Jetzt habe ich das Vorderteil mit dem Hinterteil verklebt und gleichzeitig auch den dazugehörenden Arm. Auf der anderen Seite habe ich das auch getan. Das Ergebnis ist im Bild 20 zu sehen.

      Bild 20: Regenjacke nach Armverschluss
      Das Bild 21 zeigt im Gegenlicht die Verklebungen in der Breite (ca. 10 mm) des DCF-Transferklebebandes.

      Bild 21: Klebestellen im Gegenlichtbild
      Jetzt war die Kapuze an der Reihe. Bei der Kapuze habe ich mir überlegt, wie ich bei Regen und starken Winden einen festen Halt erreichen wollte. Bei meinen anderen Regenjacken wird das immer durch einen elastischen Kordelzug bewerkstelligt. Aber erstmal musste ich die 3 Teile der Kapuze verkleben. Dabei habe ich die Techniken verwendet, wie bei den anderen Teilen. In „Kurven“ habe ich das Seitenteil (Teil 10) eingeschnitten, wie bei den Armen, und dann das Seitenteil mit dem Mittelteil (Teil 11) verklebt. Mit dem anderen Seitenteil habe ich das ebenso gemacht.
      Jetzt habe ich im Vorderteil der Kapuze die Kante zweimal umgeklappt und verklebt. So ist ein Kanal für einen späteren Kordelzug entstanden. Leider habe ich von diesem Vorgang keine Bilder angefertigt.
      Zum Abschluss habe ich die Kapuze an den Torso der Regenjacke angeklebt. Dabei war es wichtig auf die Markierungen zu achten, damit die Kapuze genau in die Regenjacke eingepasst werden kann.
      Das Bild 22 zeigt die Regenjacke im fertig geklebten Zustand ohne den Reißverschluss.

      Bild 22: Regenjacke mit Kapuze und ohne Reißverschlss
      Jetzt war der Reißverschluss an der Reihe. Dafür habe ich mir Meterware (YKK AQUAGUARD 3C, Meterware, graphitgrau) nebst einem passenden Schieber von extremtextil besorgt. Den Reißverschluss habe ich auf die passende Länge zugeschnitten und oben und unten mit Metall-Endstücken versehen.
      Jetzt war die Frage: Wie befestige ich den Reißverschluss?
      Hier im Forum war die Meinung, dass es besser wäre den Reißverschluss wegen der zu erwartenden Schälbelastungen anzunähen.
      Also doch nähen.
      Dann habe wir, meine Frau und ich, versucht Probestücke des DCF-Materials mit einer einfachen Naht zu nähen. Nach ca. 1 Stunde haben wir entnervt aufgegeben. Es ist uns einfach nicht gelungen. Hier im Forum habe ich dann nach Problemen in MYOG-Nähprojekten gesucht und bin auf eine Menge von Kommentaren gestoßen, wo die unterschiedlichsten Probleme behandelt wurden. Einige habe ich auch bei unseren erfolglosen Versuchen vorgefunden, aber trotzdem habe ich das mit dem Nähen erstmal zur Seite gelegt.
      Dann habe ich mir überlegt, dass ich den Reißverschluss einfach mal einkleben könnte. Selbst wenn die Verklebung nicht richtig halten sollte, würde mir das später beim Nähen helfen, weil ich dadurch der provisorischen Befestigung des Reißverschlusses mit Stecknadeln aus dem Weg gehen würde.
      Also habe ich den Reißverschluss mit DCF-Transferklebeband eingeklebt. Schon bei der Verklebung habe ich festgestellt, dass die Klebeverbindung des Reißverschlusses mit dem DCF-Material erstaunlich stabil war. Zusätzlich habe ich auf der Innenseite den Reißverschluss mit dem DCF-Reparaturklebeband fixiert. Ein vorsichtiger Zugtest, den ich dann langsam immer weiter verstärkt habe, ergab die Erkenntnis, dass der Reißverschluss „bombenfest“ mit dem DCF-Material verbunden war. Ich war total überrascht.
      Das Bild 23 zeigt den „vorerst“ nur eingeklebten Reißverschluss.

      Bild 23: Regenjacke mit Reißverschluss
      Als letzte Arbeit habe ich das elastische Kordelband in die Kapuze eingefädelt, was im Bild 24 zu sehen ist.

      Bild 24: Regenjacke mit Kordelzug an der Kapuze
      Das Bild 25 zeigt das Endergebnis nach einem ersten Test in leichtem Regen.

      Bild 25: Das Kunstwerk ist fertig
      Gewicht
      Ich hatte ja schon angedeutet, dass das DCF-Reparaturklebeband das Gesamtgewicht der Regenjacke entscheidend beeinflusst hat. Hätte ich es nicht verwendet, würde die Regenjacke weniger als 100 g wiegen.
      DCF-Material (Stoff)                     75 g
      DCF-Reparaturklebeband und
      DCF-Transferkleber                      37 g
      Reißverschluss + Kordel             20 g
      Gesamt                                       132 g
      Das DCF-Material und den Reißverschluss habe ich exakt gewogen. Den Rest, das DCF-Reparaturklebeband und den DCF-Transferkleber (ohne Schutzschicht!!!), habe ich aus dem Gesamtgewicht der Regenjacke „herausgerechnet“. Dabei wird das Gewicht des DCF-Reparaturklebebandes den eigentlichen DCF-Transferkleber deutlich übersteigen.
      Fazit
      Den ersten Test im Regen und unter der Dusche hat die Regenjacke mit Bravour bestanden. Jetzt muss ich noch weitere Tests durchführen und prüfen, wie sich die Regenjacke im täglichen Alltag schlägt.
      Die Regenjacke macht wegen des DCF-Materials einen sehr „gebrechlichen“ Eindruck. Deshalb werde ich Tests mit dem Rucksack sehr vorsichtig angehen.
      Wenn das Problem mit dem Nähen des DCF-Materials gelöst ist, werde ich den Reißverschluss aus Sicherheitsgründen noch annähen. Man weiß ja nie…
      Ob ich das atmungsaktive DCF-Material nochmal verwenden würde?
      Ich kann es nicht genau sagen. Da bin ich zwiegespalten. Unschlagbar leicht ist es ja, wie in der obigen Rechnung zu sehen ist.
      Die nächsten Wochen müssen zeigen, was die Regenjacke kann…
       
    • Von einar46
      Ich denke darüber nach mir aus diesem Stoff eine Regenjacke zu machen. Der Reißverschluss soll ca. 25 cm lang werden. Das bedeutet, dass ich die Regenjacke über den Kopf anziehen muss. Den Stoff habe ich bereits.
      Jetzt meine Frage an die MYOG-Profis hier im Forum.
      Welchen Reißverschluss kann ich verwenden?
      Bei extremtextil habe ich mir die Reißverschlüsse angesehen. So richtig schlau werde ich aus den angebotenen Reißverschlüssen und den ganzen Bezeichnungen (3C, Spirale, YKK usw) nicht. Aber ich kann ungefähr formulieren, welche Eigenschaften der Reißverschluss haben sollte:
      wasserdicht weiß oder grau (wie der Stoff) Reißverschluss soll nicht überdimensioniert sein, d.h. muss zum Stoff "passen" Ich möchte die Regenjacke kleben. Das sollte auch mit dem Reißverschluss gehen oder bin ich da auf dem "falschen Dampfer" und der Reißverschluss muss angenäht werden? Danke für Eure Hilfe.
      Gruß Reinhard
    • Von Robinie
      Hallo zusammen,
      da ich neu hier bin, stell ich mich noch kurz vor: Ich heiße Andrea, in ein paar Stunden 22 Jahre alt   und bin in der Eifel aufgewachsen, naturverbunden wie die meisten hier und studier jetzt aber in München Tiermedizin.
      Ich bin seit Wochen am recherchieren welchen Quilt oder Schlafsack ich mir kaufen soll. Und je mehr ich weiß, desto weniger kann ich mich entscheiden.
      Wofür? Als Allrounder, meistens für Sommertouren in Schweden/Norwegen ca 5-13 Grad Nachts? (Finnskogsleden, Fulufjäll), aber auch möglichst warm genug für den PCT, Kungsleden.. Also auch mal ne Nacht um den Gefrierpunkt.  Preis: Möglichst unter 300€  Bin weiblich, 1,70 groß, 62kg, normal sportlich aber nicht übermäßig muskulös. Kälteempfinden: Keine Frostbeule, aber habs schon gerne warm und oft kalte Füße so leicht wie möglich (unter 800gr) Drunter: Neoair Xlite  regular(wird noch gekauft, oder gibts andere Vorschläge?) Meine Vorauswahl und Bedenken:  Cumulus ist mir sehr ins Auge gefallen Cumulus Quilt 350 +2 Comfort 600 g (-evtl zu kalt? , evtl mit Inlet oder evtl Overstuff im Unteren Bereich?) Cumulus Quilt 450 -1 Comfort, 710 g (oder direkt den dickeren, (aber in den meisten Fällen brauch ich den wahrscheinlich bei Nachttemperaturen um 10 grad... Also vllt schwitzen in 90 Prozent der Fälle) Cumulus Comforter M400 +1 Comfort, 610 g (braucht man den RV? unten? (Vorteil: Günstig 209€, Leicht, Daunenmenge Mittelding , Nachteil: kommt evtl. kalt an dem Loch vom Fuß unten rein, wenn mir kalt ist, mag ich das schlafsack Prinzip zum einkuscheln schon..) Schlafsäcke hab ich in dem Preis/Gewichtsklassen/Wärmeklassen keine gefunden (Vorschläge willkommen) und ich glaube das System Quilt könnte ganz gut sein, dann kann ich ihn in den warmen Nächten einfach als Decke nutzen. Oder schwitzt man dann trotzdem drunter?
      Vllt habt ihr ja Erfahrung mit dem ein oder anderen Modell, Temperaturen oder ähnliches..
      Weitere Fragen: Lohnt sich hydrophobe Daune? Und wie schauts mit diesem wasserabweisenden Stoff aus, denn man bei Cumulus bestellen kann? Plan wär jetzt die Daune, aber nicht der Stoff, dann wirds nicht ganz so teuer und er ist noch atmungsaktiv. Vielen Dank fürs lesen,
      Liebe Grüße Andrea
       
  • Benutzer online   2 Benutzer, 0 anonyme Benutzer, 38 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.