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Ultraleicht Trekking

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An und für sich wollte ich mir einen regulären Apex Quilt nähen und war auch schon bei der Materialauswahl. Mir schwebte so eine Art *eierlegendewollmilchsau* vor. Ein Quilt, den ich ohne groß nachzudenken von Frühjahr bis Herbst für so ziemlich alles einpacken kann. Dann kam allerdings @Lugovoi mit seinem Space Quilt ins Spiel und ich war sofort angefixt von der Idee, Tyvek als Obermaterial zu verwenden. Die Rettungsfolie erschien mir jedoch zu fragil. Insbesondere für jemanden, der seine Schlafsäcke wirklich mies behandelt :oops:.

Die Winddichtigkeit sowie die hohe Wasserresistenz fand ich aber super. Insbesondere was Kondenswasser des Zeltes angeht, sowie beim schlafen in zugigen Schutzhütten oder der Hängematte hörte sich das Tyvek für mich nur nach Vorteilen an. Also sollte es ein Quilt aus Tyvek außen und Ripstop Nylon 27g/m² innen und 167er Apex werden.

Aber irgendwie ließ mich die Idee mit der Folie nicht los. Ebenso wenig aber auch die Angst bezüglich deren Haltbarkeit. Also habe ich mich für den Mittelweg Tyvek Reflex entschieden. Das sollte mir als Grobmotoriker eher entgegen kommen und dürfte auch nicht ganz so knisterig sein wie die Folie. Allerdings auch schwerer. Egal, frei nach James Russel Lowell ist ein Kompromiss zwar ein schlechtes Dach aber immerhin ein guter Schirm. Das muss für den ersten Versuch reichen. Zudem habe ich das 167er Apex durch 133er ersetzt. 

Also die Materialien bestellt und gespannt der Dinge geharrt, die da hoffentlich bald kommen. Es ist mein erstes, größeres MYOG Projekt und ein wenig bange ist mir schon aber ich hab den Quilt in meinem Kopf schon so oft genäht, dass es irgendwie schon gehen wird. Um wieder ein wenig ins Nähen rein zu kommen, dachte ich mir, dass ich während ich auf meine Bestellung warte, ja etwas leichteres zur Übung nähen könnte. Die Wahl fiel auf ein T-Shirt. Das sollte um einiges einfacher zu nähen sein als so ein Quilt. Tja, mit der Einschätzung lag ich wohl daneben. Gott, und wie ich daneben lag - mehr sag ich dazu nicht :ph34r:.

Am vergangenen Donnerstag kam dann das Paket an und am Freitag ging es los. Der Schnitt ist denkbar einfach. Eine einfache Decke ohne Kordel am oberen Ende, da ich mich lieber einwickle als mich zuzuschnüren. Die Fußbox kann statt mit Reißverschluss mittels vier 10mm Blitzverschlüsse verbunden werden.

Beim Gurtband habe ich mich für die elastische Variante entschieden, um die Nähte zusätzlich zu schonen. Den ersten Verschluss habe ich am Ende der Fußbox angebracht. Den zweiten dann 15 cm höher, den dritten 20cm höher und den vierten 30cm höher platziert.

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Den Fußbereich wollte ich schmäler auslaufen lassen und hab mir überlegt, ab welcher Höhe die Verjüngung beginnen soll. Entschieden hab ich mich dann für 80cm, was ich beim nächsten Mal auf 90cm ausweiten werde.

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Dann ging es an den Zuschnitt und das Abstecken. Gesamt hatte ich eine Breite von 1,44m auf 2,22m inklusive 2cm Nahtzugabe. Verkleinern geht später schließlich immer noch. Im Fußbereich verjüngt sich der Quilt auf 94cm - ebenfalls inklusive 2cm Nahtzugabe. Die unterste Lage ist das Apex, dann kommen Ripstopnylon und Tyvek rechts auf rechts gelegt oben drauf.

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Bis hierhin vergingen 3,5 Stunden und ich durfte endlich an die Nähmaschine. Das nähen selbst ging erstaunlich gut, wobei ich mich mangels Geradstichplatte anders als @micha90 dafür entschieden habe, zwischen Apex und Stichplatte noch einen Streifen Backpapier zu vernähen. Zudem habe ich den Anpressdruck des Nähfußes erhöht. Die Kanten habe ich dann noch mit einem breiten Zickzackstich versäubert.

An der Fußbox habe ich nach dem umstülpen aus dem restlichen Ripstop Nylon noch einen Kordelkanal genäht aus einem 8cm breiten Streifen, den ich zwei mal umgeschlagen habe. Mit diesem Kanal habe ich gleichzeitig die noch offene Naht vom umstülpen geschlossen. Dann musste noch noch die elastische Kordel eingefädelt werden, Tankas drauf und die Enden mit einem Feuerzeug verschmelzen und das war es. Das nähen hat nochmal ca. 2,5 Stunden gedauert, so dass ich insgesamt 6 Stunden gebraucht habe.

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Ein erstes Probeliegen auf dem Balkon hat schon stattgefunden bei derzeit 4° und der Quilt ist erwartungsgemäß muckelig warm gewesen. Allerdings nur eine halbe Stunde und ohne die typische Kälte zwischen zwei und vier Uhr, sowie im ausgeruhten Zustand. Wie er sich schlägt, wenn man einen Wandertag oder eine Bikerunde in den Beinen hat, werde ich dann Ostern sehen. Da ist eine kleine Tour geplant, auf der sich der Quilt zum ersten mal bewähren darf.

Gekostet hat mich der Quilt ca. 90,- Euro und gewichtstechnisch bin ich bei 730 Gramm gelandet, bei 2,09m Länge und 1,37m Breite. Wahrscheinlich werde ich den Quilt aber noch auf 2,05m und 1,35m kürzen, sowie die Verjüngung schon bei 90cm beginnen lassen. Damit dürfte ich dann knapp unter 700 Gramm kommen, womit ich super zufrieden wäre.

Alles in Allem hat dieses erste MYOG Projekt unglaublich viel Spaß gemacht und ich schiele schon in Richtung meines ersten MYOG Rucksack für`s Bikepacking :D.

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  • 1 Jahr später...
Am 1.3.2020 um 14:47 schrieb truxx:

Wie er sich schlägt, wenn man einen Wandertag oder eine Bikerunde in den Beinen hat, werde ich dann Ostern sehen. Da ist eine kleine Tour geplant, auf der sich der Quilt zum ersten mal bewähren darf.

Hast du Feld Erfahrung machen können? 

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Ja, nur leider erst im Herbst letzten Jahres. Ostern hat mir irgendetwas einen Strich durch die Rechnung gemacht :mrgreen:. Für mich ist der Plan ansonsten aber voll aufgegangen.

Zugluft in der HM ist weg und je mehr Druck man durch's einwickeln gibt, desto stärker wird die Wärme reflektiert. Dieser Effekt kippt dann aber um so schneller, wenn es grundsätzlich zu kalt ist für den Quilt. Bis dahin ist es aber einfach nur klasse für meine Bedürfnisse. 

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vor 17 Minuten schrieb truxx:

Da würde ich gerne den Telefonjoker einsetzen und @wilbo und @khyal anrufen :mrgreen:.

:grin:

Moin!

Ich habe tatsächlich, seit einigen Tagen einige Meter Tyvek Refelx hier rumliegen. Eigentlich ist das Zeug als lining Material für ein Schlafsetup gedacht. In dem Zuge wollte ich es eh einmal auf Wasserdurchlässigkeit testen.
In wie weit sich meine Chinawahre vom DuPont-Tyvek unterscheidet kann ich allerdings nicht sagen.
https://de.aliexpress.com/item/4000070041649.html

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo
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vor 6 Stunden schrieb Gibbon:

Kannst du einschätzen, ob man das Tyvek Reflex als Tarpstoff verwenden könnte?

Das normale 44g/m² Softstucture ist nicht reißfest genug, um es mit richtig Spannung aufzubauen, wie es bei Wind nötig wäre. Wage auch zu bezweifeln, dass die Alubeschichtung da viel hilft. Hatte das Zeug aber tatsächlich noch nicht in der Hand.

mfg
der Ray

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Ich schätze das Tyvek-Reflex als relativ tarptauglich ein. Es ist deutlich fester und robuster als das normale Softtyvek, auch bei Druck deutlich wasserdichter.

Wohlgemerkt hat Locusgear ja schon aus normalem leichten Softtyvek seine Zelte gebaut, ich denke das hätten sie nicht getan wenn es kompletter Blödsinn gewesen
 wäre.

Für ein Tarp bräuchte es aber in jedem Fall gute Abspannverstärkungen, tendenziell großflächiger als bei Nylon/Polyester, da die Reißfestigkeit von Tyvekreflex da nicht mithalten kann.

 

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vor 4 Minuten schrieb Lugovoi:

Wohlgemerkt hat Locusgear ja schon aus normalem leichten Softtyvek seine Zelte gebaut, ich denke das hätten sie nicht getan wenn es kompletter Blödsinn gewesen
 wäre.

Hat Tarptent auch gemacht und aus besagtem Grund sehr schnell wieder eingestampft. ;-)

mfg
der Ray

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So, ich habe jetzt das Reflex China Tyvek auf Wasserdichtigkeit getestet.
Der Versuchsaufbau ist wie immer: Klatschnasser Waschlappen auf dem Badezimmerboden, Testmaterial drauflegen und als "Indikator" ein Papierküchentuch oben drauf.

Ich konnte feststellen, dass beim Draufknien kein Tropfen an dieser Stelle durchgedrückt wird. Durch die Alubeschichtung wird das Material also weitgehend wasserdicht beschichtet.
Man könnte für ein Schlafsystem draus vielleicht einen funktionierenden VBL bauen ...

Bei der Gelegenheit habe nochmal schnell einen Reisstest gemacht und kann bestätigen, dass sich das Material mit wenig Kraft zerreissen lässt. Ich würde daraus kein Tarp nähen wollen!
OT: Im Gegensatz dazu, ist gerade ein wenig 42g/qm hardstructure Tyvek auf dem Weg zu mir. Daraus wird für einen Schnitt-Test ein Prototyp genäht werden. Danach kann ich berichten, ob sich das Material auch für ein "richtiges" shelter eignet.

vor einer Stunde schrieb tillkm:

Wäre ja cool, wenn es Hardstructure als Reflexmaterial gäbe. Das würde ich gerne mal als Groundsheet testen.

Das würde leider nicht viel bringen, da für eine erfolgreiche Reflektion von Wärmestahlung ein Luftraum zwischen der "Wärmequelle" und der Refelktionschicht vorhanden sein muss. (Sonst müsste man die Therm-a-rest Blasematten ja nicht aufblasen). ;)

VG. -wilbo-

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@truxx
Du scheinst ja zufrieden zu sein mit Tyvekreflex als Außenstoff.

Ich hatte bei meiner Tyvek-Quilt-Konstruktion auch darüber nachgedacht dass mal so zu machen. Ich habe mir dann selbst dahingehend abgeraten dass das Material a recht schwer ist (60gr/m2) und b definitv weniger dampfdurchlässig als leichtes normales Softtyvek. Ich könnte mir vorstellen dass das Reflex zu viel Flüssigkeit in der Isolation lässt. Ein schwarzer sehr atmungsaktiver Innenstoff ist dann sehr ratsam zum Schnelltrocknen.

Daher die umgekehrte Idee: Das Tyvek-Reflex könnte man als Innenstoff nehmen. Aluminium auf Haut würde ich eher vermeiden, daher mit der weißen Seite nach außen. Leichte Schlafkleidung vorausgesetzt dürfte das Material dann immer noch eine isolatorische Wirkung haben und gleichzeitig als eine Art Fast-VBL wirken. Es wäre dann eine um x% reduzierte Dampfsperre. 

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vor 48 Minuten schrieb Lugovoi:

Das Tyvek-Reflex könnte man als Innenstoff nehmen. Aluminium auf Haut würde ich eher vermeiden, daher mit der weißen Seite nach außen. Leichte Schlafkleidung vorausgesetzt dürfte das Material dann immer noch eine isolatorische Wirkung haben und gleichzeitig als eine Art Fast-VBL wirken. Es wäre dann eine um x% reduzierte Dampfsperre. 

Dann würde ich eher Alu-beschichtetes Mylar nehmen. Wiegt irgendwas um die 30g/m² und ist tatsächlich dampfdicht. Dafür müsste man die Nähte verstärken.

mfg
der Ray 

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vor 10 Minuten schrieb derray:

Dann würde ich eher Alu-beschichtetes Mylar nehmen. Wiegt irgendwas um die 30g/m² und ist tatsächlich dampfdicht. Dafür müsste man die Nähte verstärken.

mfg
der Ray 

mit klebeband? oder beidseitiges klebeband und umfalten? oder ganz anders?

 

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Gerade eben schrieb danobaja:

mit klebeband? oder beidseitiges klebeband und umfalten? oder ganz anders?

Ja, irgendwie so. Vieleicht auch die Naht mit Klebeband abdecken.

Hab das Zeug bisher nur mit sich selbst verklebt und nicht an andere Materialien vernäht, deshalb kann ich es nicht genauer sagen. 

mfg
der Ray

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vor 3 Minuten schrieb Lugovoi:

Hättest du einen Link zu diesem Mylar bzw zu einem Bivaksack daraus?

https://de.aliexpress.com/item/1005001985842113.html?spm=a2g0o.productlist.0.0.fc091232W0EB2w&algo_pvid=67532744-ee6f-4f31-98bf-8cfbb6e9eb08&algo_expid=67532744-ee6f-4f31-98bf-8cfbb6e9eb08-2&btsid=2100bdd516183221803124682ecaf6&ws_ab_test=searchweb0_0,searchweb201602_,searchweb201603_

vor 4 Minuten schrieb Lugovoi:

Wenn es um die 30Gramm wiegt...

Ist eine grobe Schätzung. Ein VBL, den ich daraus geklebt habe, wiegt 96g. 3m² sind dafür drauf gegangen. Hab zwei kleine Quadrate von 10x10cm rausgeschnitten, dafür kommen wieder Klebeband und Kordel dazu...

mfg
der Ray

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vor 3 Stunden schrieb Lugovoi:

Du scheinst ja zufrieden zu sein mit Tyvekreflex als Außenstoff.

Auf jeden Fall und ich bin froh, dass sich die Befürchtung mit dem möglichen schlechten Geruch nicht bewahrheitet hat.

vor 3 Stunden schrieb Lugovoi:

Ich könnte mir vorstellen dass das Reflex zu viel Flüssigkeit in der Isolation lässt. Ein schwarzer sehr atmungsaktiver Innenstoff ist dann sehr ratsam zum Schnelltrocknen.

Die schnellere Trocknung war der Grund, warum ich den Innenstoff in schwarz gewählt hatte. Wegen Flüssigkeit in der Isolation mache ich mir allerdings keine Sorgen. Dafür bin ich viel zukurz unterwegs.

Was das Tyvek Reflex betrifft; darauf würde ich beim nächsten mal verzichten. Oder alternativ nur 100er Apex nehmen. Mir ist der Quilt in den Zeiten, in denen ich unterwegs bin fast schon zu warm. Aber das Tyvek an sich war echt eine gute Idee.

Auf der Haut finde ich es nicht so toll. Ich hab das mal ein paar Stunden probiert und den Quilt einfach umgedreht. War mir definitiv zu feucht.

Bearbeitet von truxx
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vor 19 Minuten schrieb Lugovoi:

Hättest du einen Link zu diesem Mylar bzw zu einem Bivaksack daraus?

Einen Tick günstiger (einzeln bestellt) gibt es die auch bei ebay:

https://www.ebay.de/itm/Outdoor-Survival-Camping-Notfall-Warmer-lebensrettender-Schlafsack-L2Z4/174661581538

https://www.ebay.de/itm/Outdoor-Survival-Camping-Notfall-Warmer-lebensrettender-Schlafsack-N3A6/324454138033

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Wenn man keinen VBL-Effekt haben möchte, könnten man das Material von so einem Notfall-Bivy kanibalisieren.
https://de.aliexpress.com/item/4001339392304.html

Das Material reflektiert die Wärme, ist aber aufgrund der partiellen Silberbeschichtung ausgesprochen atmungsaktiv.

_DSC4811.thumb.jpg.2e6bf8cb56fd604b38a72fbda7b1fa24.jpg

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo
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vor 12 Minuten schrieb ConTour:

Könnte dies ähnliches oder gleiches Material wie bei den SOL Escape Bivys sein?

Mich würde interessieren wie weit es eine Qualitätsunterschied zwischen den Beiden gibt. Das China-Material ist in etwa so reissfest wie Soft-Tyvek.

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    • Von tillkm
      Hallo,
      ich möchte gerne von einem 1500g Daunenschlafsack abspecken und suche daher einen 0°-Komfort Quilt.
      Schöne Grüße,
      Till
    • Von micha90
      Hallo zusammen,
      nachdem das Projekt ja schon etliche Jahre ansteht, wurde es endlich realisiert. Naja eigentlich schon vor etwa einem Jahr, aber jetzt habe ich auch mal Fotos für euch machen können und kann Erfahrungswerte zusteuern
      Planungs-Thread: "Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen"
      Der Quilt ist für meine Freundin und mich gedacht, sollte also prinzipiell zwar natürlich leicht sein, aber keine Abstriche am Komfort haben, heißt nicht zu knapp geschnitten sein. Daher ist das Teil ca 200cm lang zzgl. 25cm für den Kragenteil. Die obere Hälfte ist 190cm breit, die untere verjüngt sich auf 150cm - die Füllung ist allerdings nicht bis an die Seiten geführt, die äußeren 10cm sind ungefüllt, also nur Draftstopper.
      Die Fußbox ist 25cm hoch, 50cm breit und aus einem Stück mit dem Quilt ausgeschnitten, sodass keine Naht oben auf der Box liegt (gibt kalte Füße..)
      Das Material wurde wie geplant schwarzes Membrane 0.66 von RBTR, als Füllung hatte ich mich für das etwas dickere 167g/m² APEX entschieden. Von der Konstruktion her ist das ganze nicht viel anders als mein (hier schon bekannter) APEX-Quilt den ich seit 2017 nutze, lediglich die Fußbox ist wie gesagt abgeändert und natürlich das ganze doppelt.
       

      Der Plan war es, den Quilt mit Zipper teilbar zu machen, damit das Packmaß nicht all zu schlimm wird und man sich das Volumen teilen kann. Der Versuch den Zipper so zu positionieren, dass auch möglichst beide Teile gleich viel wiegen ist nicht ganz aufgegangen, aber nah genug dran.

      Die Fußbox ist nur ca 30 oder 35cm lang, dadurch kann man entspannt die Füße rausstrecken, wenn es einem zu warm wird.

      Der Zipper bereitete mir anfangs ein bisschen Kopfzerbrechen, da es keine teilbaren 3C Zipper über 150cm gibt und ich auf keinen Fall einen 5C oder etwas zusammengebasteltes haben wollte - die Lösung lag nahe, ich hab einfach nur den 150er Zipper verbaut und außen noch jeweils ein KamSnap dran gepackt, der den Zipper auch gleich noch entlastet. Da die Seiten normalerweise sowieso eingeschlagen sind, fällt das beim Gebrauch nicht auf - daher Bonus Punkte für gespartes Gewicht . Auf der Innenseite ist der RV ca 5cm "nach oben" versetzt um hier keine Kältebrücke zu haben
       

      Die beiden Krägen sind einfache Kordelkanäle und ein normaler 10mm Gurtclip zum um den Hals schließen. Meine Freundin bevorzugt es aber sich einfach komplett unter dem Quilt zu verkriechen, wenns kalt wird

      Hier noch meine Skizze, nach der ich das Teil in etwa gebaut hatte. Das Teil oben in der Mitte bedeckt die Schulter, wenn man nebeneinander liegt und ist mit den angegebenen 40+ cm sehr gut dimensioniert.

      Der Quilt hat jetzt schon ein paar kleinere Touren hinter sich und ich muss sagen: er hat sich absolut bewährt! Das Packmaß erstaunt mich ehrlich gesagt selbst ein wenig, ich bekomme den auch komplett in einen Rucksack, ohne dass es all zu riesig wird, aber wenn jeder nur die Hälfte nimmt ist das Packmaß absolut top! Die Beiden Packsäcke hatte ich nur gerade herumliegen, beide Teile passen auch gut in den etwas kleineren Packsack.
      Ich weiß nicht wie lange der Zipper überleben wird, aber bisher macht er sich gut und verfängt sich auch kaum im Oberstoff.
      Nach denn paar Touren würde ich sagen, dass der Quilt für Frostbeulen bis ca 5°C klar geht, wenn man einen ordentlichen Stoffwechsel hat und nachts selbst heizt ist 0°C kein Problem, evtl sogar leichter Frost (mit entsprechenden Isomatten). Damit ist das erhoffte Ziel auf jeden Fall erreicht!
      Das Wichtigste zuletzt: Der Quilt wiegt 831g - 466 für die obere und 365 für die untere Hälfte.
       
      liebe Grüße
      Micha
      @ys76 @crelm@AlphaRay@ekorn@heilaender
    • Von LJSchumi
      Hallo zusammen,
      ich suche für unsere nächsten Touren ein neues Schlafsytsem.
      Aktuell planen wir im Frühjahr ein Teil des Bohusleden zu wandern.
      Auf der letzten Tour im Oktober auf dem Soonwaldsteig hatte ich folgende Kombi mit:
      Therm-A-Rest Women's NeoAir Xlite Isomatte (R-Wert: 5,4) Sea to Summit Thermolite Reactor Compact Plus Liner Deuter ORBIT +5° - SL - Kunstfaserschlafsack Zusätzlich dazu habe ich immer folgende Kleidung beim Schlafen getragen:
      Icebreaker Merino 200 Oasis Leggings Super Natural Damen Base 140 Longsleeve ein Buff ggf. eine Fleecejacke: The North Face 100 Glacier  trockene Merino Socken Im Großen und ganzen habe ich aufgrund der warmen Kleidungsschicht relativ gut geschlafen.
      Für die zukünftigen Touren möchte ich gerne meinen Schlafsack austauschen.
      Aktuell versuche ich die Vor- und Nachteile von Schlafsack und Quillt sowie Kunstfaser und Daune abzuwägen.
      Grundsätzlich bin ich ein Rückenschläfer, aber wenn ich mich dann doch mal gedreht habe hat mich der Schlafsack reichlich genervt.
      Anhand meines bisherigen Schlafsytems und den vielen Kleidungstücken könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich relativ schnell friere und ich deshalb total unsicher bin ob ein Quilt dort die richtige Wahl ist.
      Noch als Kurze Info zu mir: ich bin 1,60m klein, wiege ca. 60kg und recht gebärfreudig gebaut.
      Ich würde mich freuen, wenn ihr mit mir eure Schlafsystem Erfahrungen teilen würdet und ggf. welche Kleidungskombi ihr bevorzugt.
    • Von DickGischt
      Hallo.

      Ich nutze bis jetzt nur Schlafsäcke. Aber da eine Neuanschaffung ansteht, würde ich gerne einen Quilt ausprobieren.
      Mein Set Up besteht aus einer 90 Grad Hängematte (Crosshamock) einer TAR Xtherm/ Xlite/ Uberlite und einem DCF Tarp.
      Ich selbst bin männlich, 170 cm klein, wiege 68 kg und nicht sehr verfroren.
      Der Quilt sollte für Temperaturbereich bis ca. 0 Grad gehen und für hohe Luftfeuchtigkeit/Nebel ausgelegt sein.
      Mit Daunenschlafsäcke (Cumulus Panyan 650 Custom/Lite Line 200) habe gute Erfahrung und daher sollte der Quilt auch Daune sein.
      Nur die Frage welcher Quilt ist der Richtige? Ist ein Quilt überhaupt sinnvoll für meine Anwendung? Worauf muss man bei einem Quilt achten auch auf Bezug auf mein Set Up mit 90 Grad Hängematte, TAR Isomatte, Tarp? Gibt es da besonders gute Befestigungen für an die Luftmatte?
      Ein Auge habe ich auf die Cumulus Quilt. Diese würde ich mit hydrophobe Daune ausstatten.
      Was gefällt mir an diesen Quilt? Ich kann ihn komplett als Decke nutzen und die befestigung sieht für mich als Ahnungsloser recht gut aus.
      Ob es der 350 oder 450 wird habe ich mich nicht entschieden. Auch sind natürlich alle anderen Hersteller interessant für mich. Hier gibt es bestimmt den ein oder anderen mit Innovationen.
      Jetzt seit Ihr an der Reihe mit guten Vorschlägen die Ihr aus Eurer Quil Nutzung gezogen habt.
      Danke!
       
    • Von lobo
      Bin weiter am aussortieren und habe nochmal einiges gefunden, dass ich nicht mehr benötige zum rumliegen aber zu schade ist. Würde mich freuen, wenn die Teile eine/n neuen Besitzer/in finden, der/die es auch benutzt!
      Die Preise sind inklusive Versand innerhalb Deutschlands. Dieser erfolgt gesammelt wenn ich mehrere Gegenstände los bin, damit ich nicht 5 mal zur Post rennen muss.
      Falls ihr Interesse habt einfach ne PN an mich Wenn jemand mehrere Sachen kauft ist wohl auch ein Rabatt drin!
      Golite Shangri-la 5 in grün mit Boden und selbst (nicht sehr professionell) eingenähtem ca. 30 cm breitem Meshstreifen gegen Tierchen. 
      Gekauft: hier im Forum gebraucht vor ca. 8 Jahren
      Nutzungsdauer: von mir 14 Tage vorher keine Ahnung
      Zustand: deutliche Gebrauchsspuren an den Ecken ansonsten guter Zustand. Wir hatten es auf dem GR 20 dabei und es hat mehrere Nächte gestürmt und wir mussten die Ecken mit Steinen sichern, die dann teilweise Löcher (ca. 6 Stück) ins Zelt gemacht haben. Die Löcher wurden von mir größtenteils wieder zugeklebt. Siehe Bilder.
      Gewicht gesamt: 2254g (davon 996g Zelt mit Packsack; 908g Boden mit Packsack, 350g Aufstellstange)
      Preis: 100,00 €

       
       
      Gatewood Cape + Aufstellstange Easton (114cm)
      Gekauft: 2013
      Nutzungsdauer: ca. 30 Nächte, 1-2x als Poncho
      Zustand: gebraucht, aber guter Zustand, keine Löcher oder ähnliches
      Gewicht: Cape: 343g; Stange 53g
      Preis: 100,00 €

       
      GrameXpert eLite Quilt in M (bis 175cm) mit Apex 167 oben und Apex 200 im Fußraum (=unteren 105cm)
      Gekauft: 2017 direkt bei GrameXpert
      Nutzungsdauer: 0 Nächte, eigentlich für eine längere Wanderung gekauft, dann aber nie benutzt
      Zustand: unbenutzt, nicht mal getestet, offen gelagert
      Gewicht: 600g der Quilt plus Packsack (15g)
      Preis: 170,00 €

       
       
      Isomatte Nordisk Ven 2.5 (122cm)
      Gekauft: ca. 2017
      Nutzungsdauer: ca. 20 Nächte
      Zustand: gebraucht, aber gut, keine Löcher oder ähnliches. An der Rückseite wurden Silikonstreifen angebracht
      Gewicht: insgesamt 323g Matte: 294g, Riemen 9g, Packsack 16g, Reperaturflicken 4g 
      Preis: 45,00 €
       

       
       
      SeatoSummit Ultralight in R
      Gekauft: ca. 2015
      Nutzungsdauer: ca. 15 Nächte
      Zustand: gebraucht, aber guter Zustand, keine Löcher oder ähnliches
      Gewicht ingesamt: 367g; Matte 354g; Packsack 7g; Reperatur: 6g
      Preis: 50,00 €

       
      10x Heringe Mini Groundhog 
      Gekauft: 2017
      Nutzungsdauer: ca. 20x
      Zustand: gebraucht, aber guter Zustand, alle noch recht gerade
      Gewicht: 9g pro Hering
      Preis: 12,00 €

       
      8x Heringe Easton Nano  (15cm)
      Gekauft: ca. 2010
      Nutzungsdauer: ca. 30x
      Zustand: gebraucht, aber guter Zustand, alle noch recht gerade, 
      Gewicht: 10g pro Hering
      Preis: 12,00 €

       
      Evernew Titanium Spiritus Brenner mit Topfständer und Becher (350ml)
      Gekauft: ca. 2013
      Nutzungsdauer: ca. 20 x
      Zustand: gebraucht aber gut
      Gewicht: Spiritusbrenner 36g; Topfständer 14g; Becher 49g
      Preis: 40,00 €

       
      Orikaso Faltteller 3x und Falttassen 4x
      Gekauft: ca. 2017
      Nutzungsdauer: nie
      Zustand: neu, noch nie gefalten
      Gewicht:  Teller je 52g, Tassen je 47g
      Preis: 20,00 € für alle

       
      Fünf Hüft/Schultertaschen für Getränke usw. von Golite, Inov8, Salomon, ...
      Gekauft: unterschiedlich
      Nutzungsdauer: selten bis nie
      Zustand: neu/neuwertig
      Gewicht:  Golite 30g; Inov8 45g; Salomon 43g; die Orange: 16; die Graue 16g
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