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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 26.03.2018 in allen Bereichen

  1. Zur Eingangsfrage von @SouthWest Die eine Frage hat er ja schon selber beantwortet. Und beim zweiten Teil: Das Phänomen "Machismo" kann natürlich in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen so ausgeprägt sein, dass eine Frau sich entnervt zurückzieht. Ob das der Blechbläser-Tisch in der Cafeteria der Musikhochschule ist (einzeln nett, aber in der Gruppe unerträglich) oder (in meiner lang zurückliegenden Pfadfinderzeit) in meiner Sippe, beim beruflichen Aufstieg, bei den ach-so-fortschrittlichen Piraten (als es die noch gab) oder - so meine Interpretation ihrer Gefühle aus der Ferne und der Erinnerung - @nats als es um die Forums-Regeln ging. Das will ich hier alles gar nicht vertiefen, ist dann ganz schnell OT. Was das Wandern angeht, aus meiner Sicht: Einmal, auf Korsika, fand ich so ne Männercommunity - laut, sich immer voreinander produzierend - ziemlich nervig und habe dann einen Abwettertag genutzt, um nicht Abend für Abend am gleichen Refuge zu landen. Ansonsten war es eigentlich immer nett - oder einfach, den Diskretionsabstand einzuhalten. Ich war aber auch noch nie in Amiland unterwegs. Und bei den Forumstreffen empfinde ich mich ja als Lernende, Fragende - da ist es also für mich nicht mansplaining (zumal mir diesmal auch Frauen was erklärt haben). Und meine gelegentlichen skeptischen Blicke und ungläubige Nachfragen hat mir bislang noch keiner übel genommen. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass eine Frau, die von dieser tollen, überall gelobten Trail Community hört (und nicht realisiert, dass es eine heteronormative, maskulin geprägte ist), komplett enttäuscht ist, wenn sie mit ihren offensiv geäußerten (?) Vorstellungen absolut nicht landet - ähnlich wie ein Veganer auf einem Grillabend, der ne ganze Saison dauert.
    4 Punkte
  2. Als Mann und Mountainbiker geht bereits mir ein ähnliches Phänomen gehörig auf den Geist: Mindestens 50% der anderen Biker, die ich unterwegs treffe, betreiben umgehend 'maskuline' Prahlerei. In Gesprächen werden das eigene Können und die Risikofreude ganz prioritär und nicht sonderlich geschickt verpackt thematisiert - aber fast niemand redet je von einer schönen Aussicht oder einem netten Rastplatz. Jargon und stereotypes Fachsimpeln sind immens wichtig. Magazinverdächtige Formulierungen und genormte Ansichten lassen mitten im Wald zuweilen eine regelrechte Stammtischatmosphäre aufkommen. Verirrt sich einmal eine Frau in eine solche Horde hinein, wird's schlichtweg unerträglich - die unausgesprochene Konvention, dass ein männlicher Fahrer 'schon weiß, was er tut', hat für sie keine Gültigkeit. Ein Blick auf ihre Federgabel oder Felge reicht, damit es vor 08/15-Ratschlägen nur so hagelt.
    4 Punkte
  3. SouthWest

    Wandern ein Macho-Ding?

    Durch diesen Beitrag von @Kokanee bin ich auf den Text "Why I Got Off the Pacific Crest Trail After 454 Miles Instead of Walking All the Way to Canada" aufmerksam geworden: https://www.autostraddle.com/the-pacific-crest-trail-has-a-toxic-masculinity-problem-why-i-got-off-trail-after-454-miles-instead-of-walking-all-the-way-to-canada-408954/ Ich bin einigermassen verwirrt, hier wird doch mein Weltbild etwas durcheinandergebracht. Wandern ist ein Macho Ding? Ein bisschen natürlich schon, weil der Kerl hier gegen die Elemente und Geographie kämpfen kann. Aber als Phänomen so ausgeprägt dass es Frauen dazu bringt entnervt eine Tour abzubrechen? Das überrascht mich schon. Was sind Eure Erfahrungen?
    3 Punkte
  4. Dass man nicht "alle in einen Topf werfen" darf, ist aber ein gängiges Totschlagsargument gegen relevante Tendenzfeststellungen. Durch überspitzte Formulierungen kritischer Geister (denen unüberlegte Verallgemeinerung zeitweise als rhetorisches Mittel dient) erhält es manchmal eine gewisse Berechtigung - dient aber sehr oft vor allem dazu, gültige Beobachtungen beiseite zu fegen.
    3 Punkte
  5. Auf dem Trail sind Begegnungen seltener als an der Bushaltestelle, Gespräche mit Fremden aber wiederum häufiger. Beides wertet die Interaktion auf. Das Gefühl, dann fehl am Platz oder gar zurückgewiesen zu sein, wiegt vielleicht deshalb um so stärker. Das ist ja ein ohnehin recht intensiv verletzendes Erlebnis, von der eigenen Orientierung völlig abgesehen. Ich finde es durchaus verständlich, dass so etwas ganze Tage und in der Verlängerung auch ganze Trips versauen kann. Auch wenn ich keiner besonders betroffenen Gruppe angehöre, kann ich dafür hinreichend projizieren.
    3 Punkte
  6. Nucleus

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, ich bin 28 Jahre alt und wohne in der Schweiz in der Nähe des Bodensees. Früher war ich Pfadfinder und habe dort das Wandern entdeckt. Meine grössten Touren bisher waren 2012 auf dem Pirkan Taival durch die zwei Nationalparks Seitseminen und Helvetinjärvi in Finnland. Hier hatte ich bereits ein TarpTent Contrail dabei, sonst "normale" Ausrüstung. Vor 2 Jahren in 11 Tagen von meinem Wohnort ins Berner Oberland, meinem Heimatort, gelaufen. Letztes Jahr im Juli war ich dann auf dem Kungsleden Abisko-Kvikkjokk mit Kebnekaise-Besteigung. Bei all diesen Touren war ich immer mit zu schwerem Gepäck, unterwegs. Von UL hatte ich aber schon länger gehört und auch schon fleissig hier mitgelesen. In Schweden, mit ca. 22 kg , entschied ich mich dann auch dazu Richtung UL zu gehen. Nun bin ich daran meine Ausrüstung schrittweise anzupassen. Diesen Sommer werde ich mir 5 Wochen Urlaub nehmen und suche noch nach einem geeigneten Weitwanderweg. Ich freue mich auf Ratschläge/Empfehlungen auf künftige Fragen und sonstigen Austausch. Grüsse Nucleus
    2 Punkte
  7. MarcG

    Wandern ein Macho-Ding?

    Ehrlich gesagt ist das einzige was mich an dem Artikel wirklich stört die dauernde Gegenüberstellung von der idealisierten Trail-Community und der empfundenen Realität. Das lässt alles so klingen als wäre es viel schlimmer, nur weil man vorher falsche Erwartungen hatte. Aber natürlich hat das nix damit zu tun, dass man an der Realität bestimmt einiges kritisieren kann (und sollte). Generell wäre ich überrascht, wenn die Wanderer sich als entweder besonders progressiv oder besonders konservativ herausgestellt hätten. Vermutlich ist man da nur ein Spiegelbild er Gesellschaft. Und die Perspektive die eingenommen wird ist dabei ja auch sehr kritisch der Gesellschaft im Ganzen gegenüber.
    2 Punkte
  8. Das fand ich von ihr auch etwas überkritisch. Wohl so ziemlich jeder, der so einen langen Weg durchlaufen will, macht das üblicherweise mit irgendeiner Art von Zeitplan im Kopf, sei es wegen dem Wetter und Wintereinbruch, sei es aus finanziellen oder familiären Gründen. Die wenigsten laufen einfach los und schauen, wie weit sie kommen (wobei das auch sehr cool wäre). Somit dreht sich das Denken der allermeisten wohl um die Tageskilometerleistung, und das meiner Meinung nach eher nicht aus einem Leistungsgedanken heraus, wobei es das bestimmt auch gibt. Wenn man dann der durchschnittlichen Norm nicht entspricht, kann daraus natürlich schnell ein gewisser Druck entstehen. Dann hilft es, wenn man in einer Gruppe ist, weil man dann in der Gruppe dem Druck von außen leichter widerstehen kann. Ist man in keiner Gruppe, fühlt man sich ausgegrenzt und allein. Aber das ist nur ein Teilaspekt. Ich nehme es Scissors ohne weiteres ab, wenn sie meint, dass sie sich auch ansonsten ausgegrenzt gefühlt hat. Die spannende Frage in meinen Augen ist eben, ob es in der Trail Community wirklich nur den üblichen Anteil an Arschlöchern hat, oder ob es da mehr gibt, eventuell aus den Gründen, dass so ein Trail Arschlöcher anzieht. Finde ich nicht ganz unplausibel. Mein ganz persönlicher Eindruck vom Appalachian Trail aus dem, was ich bisher so gelesen habe, ist zum Beispiel, dass der mich eher nicht reizt, weil ich jetzt schon öfter gelesen habe, dass der wegen der guten Infrastruktur und der Nähe zur Ostküste wohl ein gewisses Klientel von Studenten, die Party machen wollen, anzieht. Das stößt mich ab. Wenn jetzt der PCT aufgrund der Popularität auch so Leute anzieht, ist der für mich wohl auch raus.
    2 Punkte
  9. JanF

    Wandern ein Macho-Ding?

    Dass man auf dem Trail anderen Meinungen zu Themen wie Critical Whiteness, Queerfeminismus und Lookismus begegnet als in einem "lesbian land project", hätte man sich wohl denken können. Menschen, die behaupten, Nationalparks wären nur für Weiße zugänglich, bekommen außerhalb ihres "Safe Spaces" nun mal Widerspruch. Im Idealfall wäre die Trail Community (warum auf die immer so viel Wert gelegt wird, verstehe ich aber eh nicht), doch ein Querschnitt der Gesellschaft - mit den eben auch dazugehörigen Arschlöchern. Zum Leistungsdenken: Wandern ist eben auch Sport, warum sollte man da nicht auch Vergleiche mit anderen anstellen und sich an gewissen Marken messen? Das kann ein Teil des Erlebnisses sein und ist gerade bei einem Trail, für den ein relativ enges Zeitfenster besteht, auch objektiv nicht ganz unwichtig. Dass ein offensichtlich fitterer Mann ihr Fragen stellt, um zu erfahren, ob er fitter ist, finde ich allerdings etwas seltsam. Vielleicht hat er sich eher Sorgen gemacht. Wie "männlich" dieses Leistungsding ist, weiß ich nicht. Anders gefragt: Wie "unweiblich" ist eine Frau, die eine fastest known time aufstellen will? Interessant übrigens auch, dass der beste Tag der Dame war, als sie ihren höchsten Berg erklommen hatte und darauf stolz war - in der Queerfeministin gibt es also anscheinend ganz ähnliche Denkweisen. Ich habe das Gefühl, dass die Hauptgründe ihres Abbruchs im ersten Absatz zu finden sind - dazu kamen noch ein paar dumme Kommentare, die wahrscheinlich eher auf ihr Übergewicht als auf ihr Geschlecht zurückzuführen sind.
    2 Punkte
  10. Wow. Krasser Artikel! Da hab ich jede Menge zum Nachdenken über mich drin gefunden. Danke für's drauf aufmerksam machen, @Kokanee. Yep, wandern ist leider, auch heute noch, ein ziemliches Macho Ding. Macht man(n) sich vielleicht viel zu selten klar. Back on topic und @Eira Tatsächlich sehe ich das nach dem Lesen des Artikels als Hauptproblem bei deiner geplanten Wanderung: wenn man mit Macho-Gehabe nicht umgehen kann, könnte es sein, dass man abends in den DAV Hütten viel Zeit alleine verbringen muss, wenn man Pech hat und keine Gleichgesinnten trifft. Geht mir zumindest (als weißem Hetero-Mann) manchmal abends auf Hütten so. Da wird manchmal rumgeprotzt, Alkohol gesoffen und lautstark sich aufgespielt, wie ich es im normalen Leben außerhalb des Oktoberfestes (aber das ist ja auch nicht normal) so nicht erlebe. Somit möchte ich meine ursprüngliche Empfehlung von oben etwas einschränken. So ein Gehabe muss man wohl im Zweifelsfall auf so einer Tour mögen oder zumindest abkönnen, oder das Glück haben, eine andere Art von Wanderern kennen zu lernen, was oft nicht so leicht ist, weil die, die anders sind, kommen in den Hütten abends kaum zu Wort. Das sind dann die, die still in der Ecke sitzen.
    2 Punkte
  11. Christine ist ganz auf Männerlinie… great equalizer ist so eine Sache. Ich habe weder Buch noch Film gesehen, wundere mich immer nur, was da für ein bashing abgeht - Aber das nur als kleine Ergänzung, Alpenüberquerung ist wohl nicht PCT. Eira, deine Frage zeigt schon, wie omnipräsent der backlash in der „hiker community“ ist… Es wird immer einen geben, der sich zuständig fühlt – mit 55 solltest du das doch kennen, die erstaunten Blicke sowieso. Männer machen da die Erfahrung, von einer Frau überholt zu werden... kann ja nicht schaden. Alleinwandernde Frauen zeichnen sich dadurch aus, dass man sie kaum bemerkt – sie gehen lieber ihrer Wege und machen ihr Ding.
    2 Punkte
  12. OT: Ja klar. Wer wie ein (russischer?) Paramilitär ausgerüstet sein will kann ja Deine Vorschläge aufgreifen. Die meisten hier fühlen sich mit so einem Militärsch#%ß aber einfach unwohl. Merkt man doch nach einer Weile, oder?
    2 Punkte
  13. Lowtec

    Bikepacking Island

    Ende Juli war ich zum Bikepacken für ca. zwei Wochen auf Island. Zur Vorbereitung hatte ich mich in diesem Faden von euch Beraten lassen:( Gefahren bin ich letztendlich mit diesen Setup: (Den megaschweren und zurecht kritisierten Exped Rucksack habe ich vorsichtshalber nicht mit auf dem Bild) Geplant hatte ich von Keflavik aus südlich entlang der Halbinsel Reykanes in Richtung Selfoss zu fahren und von da aus in Richtung Geysir Gullfoss auf der 35 und dann später auf der F35 (Köjurroute) ins Hochland zu fahren, dort einen Abstecher zum Keringijaföl zu machen und dann weiter durch das Hochland in den Norden zu fahren. Auf der Ringstraße wollte ich dann weiter nach Osten auf der Ringstraße nach Akureri fahren. Von da aus dann weiter nach Husavik zum Walewatching und dann zurück auf die Ringstraße und zum Myvatn, von da aus wollte ich dann auf der 88 zur Askia. Ab da war der Weg noch nicht weiter geplant, entweder sollte es wieder zurück zur Ringstraße gehen und dann über die Ringstraße zum Jarkusalon (den wollte ich unbedingt sehen) oder die schwere Piste 910 zur Sprengisandur und dann durchs Hochland zu Landmanalaugar und von da aus die 208 zur Ringstraße und zum Jarkusaljon.- Soweit der Plan, gefahren bin ich dann doch etwas anders. Mit etwas Verspätung bin ich am 16.6 um 1:15 in Keflavik gelandet. Der Flug war für mich, der seit der Schulzeit nicht mehr geflogen ist schon spannend.Dank zweier Kinder, die auf dem Flug neben mir saßen konnte ich auf dem Flug kaum schlafen, so dass ich ziemlich müde war und mir nur mein Gepäck geschnappt habe und mir eine ruhige Ecke zum schlafen suchte. Hr bin ich dann aufgestanden. Erstmal wollte ich mein Rad zusammenbauen, dafür habe ich mich in den Vorraum des Flughafens gestellt. Als ich das Rad halb zusammengebaut hatte kam ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens und wies mich darauf hin, dass ich mein Rad dort nicht aufbauen dürfe. Super, jetzt musste ich erst einmal mein in dem Raum verteiltes Gepäck und Werkzeug zusammensammeln und draußen im Nieselregen mein Rad fertig montieren. Im Internet Hatte ich gelesen, dass es auf dem Flughafen Schließfächer gibt, hier wollte ich meine Radtasche einschließen. Nach dem ich mehrmals im Flughafen auf und ab gegangen war habe ich an der Info nachgefragt, wo ich denn mein Gepäck lassen könne. Sie wies mir den Weg zum BikePit, wo ich mein Rad wunderbar hätte zusammenbauen können, aber Schließfächer waren auch hier keine zu finden. Nach weiterer ergebnisloser Suche am und im Flughafen habe ich mich dazu durchgerungen meine Tasche unter dem BikePit zwischen den Fahrradkartons zu verstecken und darauf zu hoffen dass die Tasche auch in zwei Wochen noch da wäre. Dann ging es endlich los. Im großen Bogen um den Flughafen, dann auf die Hauptstraße nach Reykjavik, der ich nur kurz folgte um dann auf eine Nebenstraße nach Süden abzubiegen. Hier bekam ich einen ersten Eindruck von der Weite Islands, die Rauchfahnen der Blauen Lagune konnte ich schon von weitem sehen, es dauerte jedoch noch eine ganze Weile, biss ich dort war. Erste Bilder von Island Weiter ging es nach Grindavik und dann nach Eyrarbakki, wo ich die Erste Pause beim Bäcker machte. Zwar wusste ich vorher, dass die Preise in Island hoch sind, aber staunen musste ich trotzdem(aber refill macht es erträglicher). Ein kurzer Blick auf die Karte und weiter nach Selfos. Vorbei an blühenden Wiesen fahrend, mit leichtem Rückenwind kamen die ersten Ausläufer des Hochlandes ins Blickfeld. In Selfos habe ich dann etwas Proviant eingekauft (nochmals wundern über die Preise). Das kleine Stück Ringstraße zur 35 war ernüchternd, viel Verkehr und Lärm (Wie zuhause) die 35 war auch nicht viel besser, egal, ich wollte es heute noch zum Geysir schaffen und habe stoisch weiter getreten. Irgendwann sah ich dann von Ferne den Stokkur spucken, das hat mir für die letzten Kilometer dann noch einmal etwas Schwung gegeben. Am Geysir war Highlife angesagt, Busladungen von Touristen stapften die Wege entlang, ein Hotel, Schwimmbad und Campingplatz gibt es dort. Trotz der Menschenmassen war ich schwer beeindruckt von dem allgegenwärtigem Brodeln, dem Schwefelgeruch und natürlich vom Stokkur, des in unregelmäßigen Abständen ausbricht. Übernachtet habe ich auf dem wirklich schönem Campingplatz. Nach Dusche, Plausch mit anderen Radfahrern und Nudeln mit Tunfisch fing es an zu tröpfeln und ich habe mich ins Zelt verkrochen, wo ich dank Oropax schnell einschlief. Am nächsten Morgen machte ich mich gegen halb Acht auf in Richtung Gullfos, natürlich machte ich noch einen kurzen Abstecher zum Stokkur. Es war jetzt deutlich ruhiger aber etliche Fotografen waren schon auf der Lauer. Das Wetter war trocken, meine Wetterapp kündigte jedoch Regen und Wind für den Vormittag an. Ich ärgerte mich ein klein wenig, dass ich nicht früher los gekommen bin, aber im Urlaub stelle ich mir keinen Wecker. Nach 10 Kilometern erreichte ich den Gullfos, noch war ich fast ganz alleine am Wasserfall, man sieht aber an dem Parklatz und den Souvenirläden, dass das nicht immer so ist. Nachdem ich ordentlich Fotos geschossen hatte, ging es auf der 35 weiter nach Norden. Irgendwie kam ich heute nicht richtig in die Gänge. Als die 35 zu F 35 wurde, kamen immer wieder mal Schauer herunter und der Wind hatte merklich aufgefrischt. Der Wind kam zwar schräg von Hinten, jedoch so stark von der Seite, dass er nicht wirklich eine Hilfe war. Kurz vor der ersten Brücke machte ich eine Pause, kochte mir im Schutz eines Felsens einen Tee und verdrückte einen ganzen abgepackten Kuchen. Das hatte mir gefehlt. Mit neuer Energie ging es weiter hinein ins Hochland. Des Wetter wurde zunehmend schlechter, der Regen kam jetzt teilweise von der Seite, die Schotterstraße hatte etliche Schlaglöcher und die Steigungen wurden steiler. Beeindruckt war ich von den smaragdgrünen Moos streifen entlang der Bachläufe. Beim Anstieg aus dem zweiten Flusstal wurde mir aus einem überholendem Superjeep „Good luck“ zugerufen. Nach dem Anstieg gab ein Berggipfel Windschutz und ich kam besser voran. Ab und an schlich sich aber eine Böe um den Berg und ich musste von den höchsten Gängen in die kleinsten Gänge schalten. Die Landschaft gefiel mir jetzt ausgesprochen gut, es ging stetig bergab und ich hatte mich auch langsam an das Wetter gewöhnt. An einer Hütte am Hvitarvatn gönnte ich mir eines Kaffee und ein Stück Kuchen. Beim bezahlen fragte mich die Hüttenwirtin, ob ich den Wetterbericht gelesen hätte. „Klar, es soll recht kräftig regnen und etwas windig werden.“ meinte ich, schließlich hatte das meine Wetterapp morgens am Geysier so gesagt. „A storm is rising up.“ gab sie mir noch mit auf den Weg. Na ja, mit Wind und Regen komme ich als Norddeutscher schon zurecht, dachte ich mir. Der Weg stieg nun kontinuierlich an und die Landschaft wurde weiter, trotz der schlechten Sicht konnte ich die Gletscher Langjökull und Hofsjökull sehen. Der Wind wurde immer heftiger. Wenn die Straße einen Knick zur Windrichtung machte, war nur noch schiebend voran zu kommen. Auch sonst war das fahren schwierig. An der Kreuzung zum Kerlinarfjöll traf der Wind die Entscheidung. Zum Kerlinarfjöll zu fahren hätte 10 km gegen den Wind bergauf schieben bedeutet. Also weiter auf der 35 zum Hotpot Hveravellir. Was zumindest zeitweise Rückenwind bedeutete. (Warum Islandfahrer immer Floskeln wie „das Wetter trifft die Entscheidung“ oder „das hängt vom Wind ab“ verwenden zeigt sich hier). Der Wind wurde immer stärker, selbst den Isländern schien es jetzt zu bunt zu werden, der Verkehr wurde immer weniger. (Die Straße soll wohl teilweise gesperrt gewesen sein, sagte man mir am nächsten morgen) Das Vorankommen wurde immer schwieriger, zwar kam der Wind weiterhin schräg von hinten, ich musste jedoch immer einen Punkt neben der Straße anpeilen um das seitliche Driften auf dem losen Schotter auszugleichen. Kam der Wind wirklich mal von der Seite oder von vorne, war schieben angesagt. Manchmal hoben dann sogar die Räder ab und ich konnte mein Rad wie eine Flagge im Wind halten... Wenn der Wind richtig von hinten kam, dann bin ich mit 40 oder 50 Sachen über die Wellblechpiste gefegt, wohlgemerkt ohne zu treten. Ziemlich fertig erreichte ich dann Hveravellir, wo ich mir wieder einmal einen Kaffee gönnte. Mit etwas mulmigem Gefühl stellte ich mein Zelt auf dem Campingplatz auf. Auch wenn das Zelt ganz ordentlich flattert, war ich doch erstaunt, wie angenehm es drinnen war. Die obligatorische Nudelsuppe mit Tunfisch und Parmesan war schnell gekocht. Dann ging es die Sehenswürdigkeiten angucken (ein ständig fauchender Schlot und etliche blubbernde heiße Quellen) und ab in den Hotpot. Einfach unglaublich, nach einem harten Tag, mitten im nirgendwo, in einem heiße Pool, vor sich hin zu garen, um einen herum grüne Wiesen, Schafe, den Wind im Gesicht und das röhren der vulkanischen Quelle im Hintergrund.
    1 Punkt
  14. P4uL0

    VBL im Schlafsack

    Hier ein Video von damals als WetterImpression.
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  15. Nando

    Wandern ein Macho-Ding?

    Also die Hobbyforen in denen meine Freundin unterwegs ist hat deutlichen Männermangel. Ohne den ganzen englischen Artikel gelesen zu haben und auch nicht jedes Wort hier im Forum stellt sich mir aber in der ganzen Diskussion die Frage ob das Machoverhalten, über das die Bloggerin berichtet amerikaspezifisch ist oder sich hier in Europa/Deutschland auch findet - und worin das Problem wirklich liegt. Ich kann mich an 1 (!) Trekkingtour erinnern (Bohusleden) in der ich an den Zeltabendenden nicht immer alleine war. Ist dies auf dem PCT nicht auch ähnlich? Nach dem Motto wenn man nicht will muss man nicht und "hike your own hike"? Und: Ich persönlich geh wandern um des Wanderns willen. Ruhe, Abgeschiedenheit, frische Luft, kein Stress, sich an Klamotten erfreuen die man sonst nicht trägt - so Kram eben. Genauso weshalb ich mit dem Rennrad unterwegs bin. Der Artikel der Bloggerin macht den Anschein als ginge sie auf den PCT um eine Community zu finden und dabei eine Art Sozialstudie zu halten - "I’m not sure what hiking the PCT as a queer fat femme will feel like, but you can be sure I’ll be reporting back on this particular aspect of my experience." Fühlt sich wahrscheinlich genauso an wie sonst auch. Nur halt mit wandern dabei. Alles in allem habe ich den üblichen Eindruck: Ein sich besonders-fühlender Mensch stellt fest das er auch auf eine andere Art und Weise "besonders" ist und meckert darüber im Internet das er besonders ist und alle anderen nicht und auch noch unempatisch. Und dabei ist es egal ob es Weiße, Schwarze, Männer, Frauen, Furrys, Heteros, Black Metaller oder - in Deutschland sehr verbreitet - Autofahrer vs Radfahrer sind. Wenn man nix zu schimpfen hat muss man es sich suchen.
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  16. Stromfahrer

    Powerbänke

    Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja. Es kommt auf das Fenster an: Isolierglas (2- oder 3-fach-Glas) Metallbedampfung? Gasfüllung Möglichkeit, das Panel 90° zur Sonneneinstrahlung auszurichten Generell lässt die Leistung hinter jeder weiteren UV-Bremse nach. Insgesamt ist das ein suboptimales Szenario, denn … Im Sommer scheint die Sonne steil. Dann kann man das Panel hinter dem Fenster nicht im rechten Winkel in die Sonne legen. Im Winter scheint die Sonne zu schwach. Dann sind die Einbußen hinter (Mehrfach-)Glas zu hoch. Wenn dein Verbraucher auch sehr kleine Ströme akzeptiert, wird das natürlich, wenn auch langsam, funktionieren. Du kannst jedes Ladegerät ohne weiteres anschließen, was mit USB-Spannung und geringen Strömen klar kommt. (Hinter Glas und bei ungünstiger Ausrichtung wirst du statt sommerüblicher 800–850 mA dieses Panels 150 bis 300 mA max. erreichen. Das reicht zum Laden von AA-Zellen, wenn die Ladeelektronik auf der Zellenseite mitmacht.) Eine Ladeelektronik muss vorhanden sein, z.B. das eingangs erwähnte F1. Es gibt auch die oben diskutierten Magnet-Ladekabel.
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  17. Mit manchen Gleichgesinnten versteht mann sich mit manchen eben nicht, wie im RL eben auch. Ich kann mir jetzt auch beim besten Willen nicht ganz vorstellen das da ALLE doof waren, dann muss mann eben denen versuchen aus dem Weg zu gehen die einem nicht passen, oder einfach am A***** lecken lassen. Das muss mann halt auch erst lernen, dauerte bei mir auf Arbeit auch lange. Und meistens gehören aber immer zwei Parteien dazu. Ich kenn diese Person nicht und weiß daher nicht wie Sie auf andere wirkt und evt. selber Ihren Teil dazu beiträgt.
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  18. aber das war doch ihre Crux: Sie dachte, sie würde mit lauter Gleichgesinnten laufen - aber das war wohl nicht so.
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  19. Zippi

    Ausrüstung GR20

    Danke schonmal für die Einschätzungen. @fettewalze: die Regenjacke ist schon drin in der Liste...die Rab Flashpoint. Da die Jacke auch richtig gut atmet spare ich mir die Windjacke auch gleich mit und ziehe die Regenjacke wenn es windig wird. Ich muss das Tarp wohl wirklich mal in einer windigen nacht auf steinigen Grund testen...hab auch schon für mich gemerkt, dass das A-Frame nicht die Optimallösung ist was Komfort angeht, aber das Gewicht ist einfach zu verführerisch @Outdoorfetischist: Das NX kann man in 2 Varianten als Option ohne Innenzelt aufstellen. Es seid kurzem gibt es ein fast&light inner, was wohl am ehesten als Bathub zu beschreiben ist...wiegt aber auch über 300 Gramm. Ich habe das Groundsheet dazu, es hat die Abmaße vom Innenzelt und an den ecken Ösen für das Gestänge und Clips, wo das Außenzelt eingahngen werden kann. Schau dir mal das Bild vom Wintertreffen an, daraus kann man es erahnen.
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  20. Matthias

    Wandern ein Macho-Ding?

    @Ziz Ich weiß es nicht, ich durfte im Jahr 2011 noch eine wesentlich kleiner Trail-Community kennenlernen, da waren sicher auch Leute dabei mit denen ich jetzt nicht so "warm" geworden bin und das ist ok. Klar habe ich den Artikel und noch einige andere gelesen, unter anderem auch den von Carrot Quinn die mit ihrem Lint Artikel dieses Feuer entfacht hat. @martinfarrent Ich finde es auch verständlich! Ich möchte auch niemanden verteidigen, nur generell glaube ich ist es falsch die ganze "community" als schlecht darzustellen was oft das Ergebnis solcher Artikel ist. Carrot hat nach dem Artikel auf ihrem Blog in der Instagram Welt ja einen regelrechten shitstorm ausgelöst, wo alle Männer mit kleinen Rucksäcken so dargestellt werden nur ihrem elitärern Hobby als möchtegern Vollzeit-Sportlern nachzugehen und dabei alle anderen herablassend betrachten. Das ist ja wiederum nichts anderes als alle in einen Topf werfen und das ist eben auch hauptsächlich aus dem "Queer" Umfeld gekommen.
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  21. Ziz

    Wandern ein Macho-Ding?

    Sind nicht gerade auf dem PCT viele UL-Männer unterwegs? Würde deine These eher falsifizieren. Dazu kommt, dass man statt über das richtige Messer ausführlich über Stoffe, deren Gewichte, unnötiges Equipment, das eigene Können, die Leidensfähigkeit, weshalb man nur mit 50g Matte auskommt, usw. "fach"salbern kann.
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  22. Ziz

    Wandern ein Macho-Ding?

    Sind es wirklich nur ein paar? Sie beschreibt ja den ganzen Trail und die ganze Community als toxisch. Sie ist den Wichtigtuern in dem Moment aus dem Weg gegangen als sie abgebrochen hat. Und selbst wenn man man im echten Leben nur von Idioten umgeben scheint, gibt es meist die eigenen Blase zu Hause, bei Freunden oder im Zweifel das Internet, wohin man fliehen und im geschützten Rahmen regenerieren kann. Sie hat immerhin 40 Tage standgehalten ohne solch eine Fluchtmöglichkeit. Was sie sich gedacht hat, wird sehr gut im Artikel beschrieben. Hast du ihn gelesen? Es wird groß von der Community und der Trail Family getönt. Klar sind die Erwartungen dann hoch.
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  23. Matthias

    Wandern ein Macho-Ding?

    Wie kommen diese Menschen "im echten Leben" nur zurecht, wenn sie auf einem Trail ein paar Wichtigtuern nicht aus dem Weg gehen oder standhalten können? Manches ist sicherlich berechtigt, Belästigungen oder ein Überschreiten der Grenzen sind zu verurteilen und es ist sicher gut, dass darauf aufmerksam gemacht wird, nur was haben sich die gedacht? Nur weil es der PCT oder sonstwas ist, alle Menschen plötzlich komplett anders agieren? Mit der steigenden Beliebtheit kommen eben auch Leute die durchaus Probleme erzeugen. Beobachtungen nach sind es vorallem Menschen aus der "Queer/Homo" Szene die anscheinend Probleme haben. Vielleicht liegt es auch an der vielen Zeit zum Nachdenken und Beobachten am Trail, dann läuft es mal nicht so und dann hat man somit noch einen weiteren Grund "off-trail" zu gehen. Ansich hat das aber überhaupt nichts mit dem Wandern ansich zu tun. "Macho" ist eben "Macho" im Alltag sowie am Trail.
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  24. martinfarrent

    Wandern ein Macho-Ding?

    'Safe spaces' sind schon ziemlich allerweltssprachlich - nur mal als Hinweis. @Dr. Seltsam @wanderrentner Die relative Enge der eigenen Nische (hier: der Autorin) ist doch nicht notwendigerweise objektivitätsbehindernd. Dass bpsw. lesbische Frauen eine besondere Antenne für Machogebaren haben könnten, liegt denkbar auch daran, dass sie keinen Grund haben, mit dem Ehemacho im eigenen Haus Kompromisse einzugehen... ein Gewöhnungseffekt also ausbleibt. Wenn dem so wäre, würde die Fähigkeit zur Objektivität sogar gesteigert.
    1 Punkt
  25. JanF

    Wandern ein Macho-Ding?

    In welche Schublade habe ich sie denn gepackt, indem ich sagte, dass sie Meinungen zu Critical Whiteness, Queerfeminismus und Lookismus hat, die sich von anderen unterscheiden? Sie bezeichnet sich selbst als "queer fat femme" und als "white cis woman" (und packt sich damit selbst in Schubladen), spricht von safe spaces und will "the long distance hiking community a safer place for women, queers, people of color, and fat folks" machen - soll ich jetzt ernsthaft so tun, als wenn sie sich nicht auf die oben genannten Theoreme beziehen würde?
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  26. JanF

    Wandern ein Macho-Ding?

    Kritik an der Eröffnung einer eigenen Facebook-Gruppe für weibliche people of color (ein klassischer Critical-Whiteness-Begriff) empfindet sie als respektlos, und sie spricht von der "illusion that the hiking community is a safe space" und ihrer "queer bubble" in Portland. Ich gewichte ihre verschiedenene Begründungen nur anders, übrigens in der Reihenfolge, in der sie von ihnen schreibt. Wenn du mir erzählst: "Ich habe riesige Angst vor dem Meer, aber eigentlich habe ich meinen Urlaub abgebrochen, weil ich dreimal grölende Suffköppe in meiner Nähe hatte", kämen bei mir auch Zweifel auf. Davon abgesehen: Die Dame hat ihren Thru-Hike vorher recht großspurig angekündigt und auf ihrem Blog darüber berichtet, ihr Alleinstellungsmerkmal war dabei die Zugehörigkeit zu verschiedenen, laut ihr diskriminierten Minderheiten. Diese Zugehörigkeit wollte sie auf dem Trail erklärtermaßen radikal und widerständig vertreten und beweisen, dass eine Person, die wie sie aussieht und denkt, den Trail schaffen kann (siehe hier). Wenn ich jetzt eine solchermaßen angekündigte Wanderung abbrechen muss, ist es natürlich leichter, meine Diskriminerung als Grund zu nennen als meine körperliche Unfitness, deren Unwichtigkeit für ein solches Unterfangen ich ja gerade beweisen wollte, oder die Tatsache, dass so ein thru-hike einfach doch auch mental härter ist als gedacht.
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  27. Trekkerling

    Wandern ein Macho-Ding?

    Danke Southwest für den Faden. Mich hat der Beitrag auch etwas durcheinander gebracht und ich denke seit dem Lesen auch viel darüber nach. Hab auch schon überlegt, einen Faden über den Artikel und das Thema aufzumachen. Unter anderem auch darum, weil mir sowohl bei der Zusammensetzng des Forums hier als auch beim Wandern immer wieder auffällt, dass wir bei unserem Hobby extrem männerlastig sind. Ich glaube, der Artikel beschäftigt mich auch deswegen so, weil ich inzwischen felsenfest überzeugt bin, dass Frauen Männern meist überlegen sind beim Thema Ausdauer, besonders bei so etwas wie Thruhikes, eventuell tatsächlich evolutionär bedingt (um Erbswursts Beitrag irgendetwas Positives abzugewinnen). Es gab dazu auch mal einen guten Artikel im Guardian, witzigerweise von genau der Carrot Quinn, von der in dem Artikel von 'Scissors' die Rede ist. Vielleicht merken das die Männer auf so Wegen und daher dann ihr Protzgehabe und Machotum, weil viele klassische Männer nicht damit umgehen lönnen, dass Frauen etwas mindestens gleich gut können, eventuell sogar besser? Da kommt so eine Frau, die etwas übergewichtig ist und- noch viel schlimmer!- auf Flirtversuche nicht reagiert unter Umständen unter die Räder. Das wäre für mich plausibel. Und sehr gruselig. Ein Punkt, der mir zum obigen Artikel übrigens noch aufgefallen ist, war aber der Fakt, dass 'Scissors' extrem langsam unterwegs war (wenn ich sie richtig verstanden habe mit ca. 10 Meilen/Tag). Das würde ich ihr selbst so jetzt nie sagen, weil sich das wieder nach Überheblichkeit und Mansplainig anhört (besonders, weil ich dann einer Frau, die immerhin mehr als 400 Meilen mehr den PCT gegangen ist als ich, etwas über den PCT erklären wollte- Mansplaining at it's best, sozusagen!). Ist aber nicht so gemeint. Prinzipiell sollte sich nämlich meiner Meinung nach die Geschwindigkeit, mit der jemand wandert, in keiner Weise in der Art niederschlagen, wie man mit demjenigen umgeht (im Gegenteil bewundere ich Leute, die einfach ihr Tempo gehen und den Weg genießen- etwas, das mir manchmal schwer fällt). Ich meine das eher rein technisch, dass man natürlich etwas Probleme bekommt, eine Gruppe zu finden, die das gleiche Tempo hat (schreibt sie ja auch in dem Artikel, dass sie am Anfang Leute kennen gelernt hat, die dann aber ziehen lassen musste, weil sie länger in einem Ort geblieben ist). Und Carrot Quinn zum Beispiel hat, ihrer Erzählung nach, eine ziemlich gute Gruppe gefunden, obwohl ihre Ausgangssituation wohl eine ziemlich ähnliche gewesen sein dürfte (bis auf das Übergewicht und die Tagesleistungen). Ich selbst hab das Problem anders herum am Westweg bemerkt. Da haben wir zwischendurch immer wieder nette Leute getroffen. Weil wir aber so schnell unterwegs waren, haben wir die danach nie wieder gesehen. Das fand ich schade und einen Unterschied zu früheren Wanderungen, bei denen ich meist viele interessante Leute getroffen habe und die Leute zum Teil Jahre später noch wiedersehe.
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  28. Trekkerling

    VBL im Schlafsack

    Um dir doch noch mal richtig zu antworten: 1. Für mich bei um die oder unter 0 Grad. 2. Mountain Equipment Biwaksack. 3. Ich glaub so ca. 110 Gramm. 4. Meiner Meinung nach schon, aber auf die anderen Punkte sollte man auch achten (Schlafsack von Kondens am Zelt und nasser Ausrüstung entfernt halten)
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  29. OT: Ha ha ha. Deswegen macht man ja auch Segel für den Rennsport aus Cordura und nicht aus Cuben.
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  30. SouthWest

    Minimalismus im Alltag

    Na das passt ja super zu ultraleicht! Aber dann wirds etwas arg:
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  31. Fast alle Deine Vorschläge sind sehr bekannte - und damit auch sehr überlaufene Wege. Mir persönlich wäre das in der Sommer-Hauptsaison zu voll! Da Du schreibst, dass Du zu Bulgarien auf die Schnelle nichts gefunden hast: Ich bin letztes Jahr den Kom-Emine-Trail durch Bulgarien gelaufen und war begeistert! Im Oktober habe ich hier so gut wie niemanden mehr getroffen. Trotzdem hast Du eine gute Hütten-Infrastruktur und atemberaubende Landschaft - und ein echtes Abenteuer .... Es gibt sogar einen englischsprachigen Wanderführer! https://christine-on-big-trip.blogspot.de/search/label/Kom Emine
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  32. Moin, ein Tarp finde ich im Sarek definitiv unpassend (unsicher), wenn auch verlockend leicht. Aber es gibt ja auch geeignete Zelte mit bummelig 1kg: windstabil, nicht so viel Mesh im Innenzelt, überhaupt mit Innenzelt: Mücken! (am teuren Ende lägen Hilleberg Enan, Nordisk Telemark,... es gibt auch ein günstiges Ende ). God tur! Sinje
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  33. Weil am Quilt die Seiten mit Bändern gesäumt sind und die Fußbox aufwändiger gearbeitet ist. Weil der Quilt keine durchgehenden Kammern hat, sondern vier Sektionen (oben, links, rechts, Fußbox). Und weil das Gewicht inkl. Shock-Cord-Querverbindungen ist, die ab Werk dran befestigt sind, bei einem Comforter aber nicht. Davon würde ich klar abraten (und Cumulus würde das vermutlich auch). Dann ist die Füllung zu wenig für die großen Kammern. Bei der Nutzung als Decke hättest du dann nur noch Pertex über dir, aber keine Daune mehr. Alternativ könntest du einen Comforter in M (ist nur 120 cm breit und 1 Kammer kürzer als ein L) mit ein oder zwei Extrakammern bestellen. Ich bin schlank und 183 cm und habe einen M im Haus. Mit einer Kammer mehr wäre der genauso gut für mich wie mein L.
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  34. Na Unsinn! In der Steinzeit gingen alle Frauen wandern, sahen sich die Blumen an und sammelten Beeren und Wildkräuter. Dabei hatten sie ne Tasche mit und ein Kind auf dem Rücken. Das Wandern wurde also von Frauen erfunden. Noch heute haben deshalb fast alle Frauen noch immer ne Tasche mit, obwohl die meisten keine Wildkräuter mehr sammeln.
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