Jump to content
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen!

Den heutigen Tag habe ich mal wieder an der Nähmaschine vertrödelt. Nachdem nach langer Wartezeit endlich das 0,66oz Membrane 10 Taffeta ankam, konnte ich mich nicht zurück halten und musste es gleich verarbeiten. Da ich nur einen Winter- und einen Sommerquilt habe, hatte ich schon länger mal vor mir was für den Übergang zu schneidern, besonders für feuchte Verhältnisse. Da ich bisher noch keine Quilts genäht habe, war eine Version aus APEX naheliegend, da es einfach zu verarbeiten ist und natürlich gerade bei Feuchtigkeit besser funktioniert, als meine Daunenquilts. Als dicke habe ich 133g/m² APEX verwendet, womit ich hoffe bis 4 oder 5°C gut schlafen zu können - das wird sich dann herausstellen.

Los gehts! Als erstes das Material zuschneiden. Da das APEX doch recht stark bauscht, auf jeden Fall einige cm zusätzlich einrechnen, da der Quilt dadurch "schrumpft".

_DSC0666.JPG_DSC0667.JPG_DSC0668.JPG

Das Membrane Material kam von RBTR zum Glück schon gerade geschnitten, so dass man es direkt verwenden konnte (bei ExTex sind die Schnittkanten leider meist völlig schief...). Also zwei lagen Membrane und eine Lage APEX ausgeschnitten.

Auch wenn das einige Leute sich sparen, wollte ich den Quilt zumindest ein bisschen absteppen, einfach damit er etwas robuster ist und beim packen die APEX Fasern nicht reißen. Der Quilt soll später auch noch einige Wanderungen mitmachen und ich bin kein Fan davon seine Ausrüstung wie rohe Eier behandeln zu müssen.

_DSC0670.JPG _DSC0671.JPG

Bei diesem Schritt ist nur die spätere Innenseite des Quilts mit der Wattierung vernäht. Die Steppung ist so gelegt, dass sie beim Nutzen nur auf er Seite bzw unten liegt, also keine Kältebrücken nach oben hin entstehen. Es funktioniert erstaunlich gut, die APEX Faser beim Nähen nach unten zu legen. Anders herum verfängt sich das Zeug ständig im Füßchen, so dass man alles mit Zeitungspapier nähen müsste. Am Fußbereich ist noch ein klein bisschen zusätzliche Watte (eine halbierte Schicht 100er APEX) in der Hoffnung an den Stellen, an denen die Zehen ans Material stoßen der Kompression entgegen zu wirken.

_DSC0672.JPG_DSC0673.JPG

Auf die spätere Außenseite kommt ein einfacher Kordelkanal, die Stellen, an denen später Zug auftritt sind mit einem kleinen Stückchen Zeltbodenstoff verstärkt. Der Kordelkanal ist absichtlich ca 5cm nach unten versetzt, so dass man beim zuziehen, nicht direkt die Kordel um den Hals hat. was ich sehr unangenehm finde und man es nie ganz dicht bekommt (zumindest ohne sich zu strangulieren). Das hat mich bei meinen Cumulus Quilts immer gestört.

_DSC0675.JPG

Anschließend werden alle Teile zusammen vernäht. Dazu einfach ein Sandwich machen aus Apex, Innenmaterial und Außenmaterial in dieser Reihenfolge.

_DSC0676.JPG

Einmal rings herum nähen, aber am Fußende eine Öffnung lassen, so dass man den Quilt noch wenden kann (Es reichen ca 20cm, man muss nicht das ganze Fußende offen lassen, wie auf dem Bild). Wenn der Quilt gewendet ist, kann man die Öffnung ebenfalls noch schließen.

_DSC0677.JPG_DSC0678.JPG_DSC0679.JPG

Für die Fußbox einfach einen Kreis nähen, vom Prinzip genau wie den eigentlichen Quilt: Eine Schicht Apex, Innenseite, Außenseite aufeinander und fast ganz drum herum nähen. Richtig herum stülpen und schließen. Anschließend einfach (auf links) in die Fußbox des Quilts einsetzen.
Die eigentliche Fußbox ist bei meinem Quilt nur ca 30cm lang, so dass ich in warmen Nächten ohne Probleme die Füße heraus strecken kann.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

_DSC0680.JPG

Die Rückseite des Quilts lässt sich durch Druckknöpfe schließen bzw öffnen. Das ist leicht und einfach zu bedienen.

_DSC0681.JPG_DSC0682.JPG_DSC0683.JPG

Mit nur drei Knöpfen kann man den Quilt fast komplett verschließen.

_DSC0684.JPG_DSC0685.JPG_DSC0686.JPG

Der Kragen lässt sich ganz normal mit Gummikordel und Tanka verstellen, der Punkt an dem die Kordel liegt, ist auf die Seite verlegt, so dass man sie nachts nicht im Gesicht baumeln hat. Durch die Konstruktion der Fußbox überlappt das Material ca 2,5cm. Bei geschlossenen Knöpfen kommt da keine kalte Luft rein!

_DSC0687.JPG

Das wichtigste zum Schluss: Der Quilt wiegt insgesamt 505g (12g für den Packsack).

Edit: Fast vergessen: Die Maße!
Beim Zuschnitt:

  • Breite 142cm
  • Länge 195cm
  • die unteren 62cm (Kniehöhe) laufen auf eine Breite von 93cm zusammen
  • Das beinhaltet 3cm Nahtzugabe und 4cm um das APEX aufbauschen zu lassen

Daraus ergibt sich mit Nahtzugabe, Verschnitt und bauschiger Füllung ein Quilt mit ca 135cm Breite und ca 183cm von der Fußbox zum Kordelzug bzw 188cm bis ganz zur Oberkante. Das sind ziemlich perfekte Maße für mich (ich bin selbst ca 188cm groß), ich habe mehr Luft auf den Seiten als bei meinen Cumulus Quilts, so dass ich noch mehr strampeln kann :D 

Arbeitszeit war fast ein kompletter Tag (ca 12 - 21 Uhr incl Pausen)

Da die Fragen sicher auch noch kommen:
Verwendet habe ich meine billige Singer Maschine (Ebay 50€) mit 80er Microtex Nadeln und den üblichen 80er Polyestergarn. Bei dem dünnen Stoff habe ich eine frische Nadel genommen und außerdem auf der Geradstichplatte genäht - das macht es einiges einfacher, da der Stoff nicht in das untere Loch der Nähmaschine gedrückt werden kann.

 

Viel Spaß beim Nachmachen, das ist ein prima Projekt um sich an Quilts heran zu tasten!

Schöne Grüße
Micha

bearbeitet von micha90

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde schrieb Dr.Matchbox:

Habe jetzt erst mal 3 Ikeadecken bestellt

Ich hatte auch zuerst eine Mysa Gras Decke verwendet um die groben Maße zu ermitteln, die ich später haben wollte. Das lohnt sich doch, die 2,50€ erstmal zu nehmen, bevor man 80€ Material verschneidert und hinterher merkt, dass der Quilt zu klein ist :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 6 Minuten schrieb lightweightbaby:

Cooler Quilt! Wie winddicht ist Membrane 10 (z.B. fuer ein Windshirt/-jacke)?

Bin zwar nicht Micha, aber ich habe auch ein paar Meter von dem Membrane für einen Quilt Zuhause.

Nachdem das Membran wie alle daunendichten Gewebe kalandriert ist, behaupte ich einfach, dass es sehr winddicht ist und sich für eine Windjacke gut eignet.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@lightweightbaby Gerade mal getestet. Durchpusten kann man nur minimal, also das ist schon ziemlich winddicht. Ich würde mir bei Bekleidung eher Sorgen machen, dass es nicht kaputt geht. Da das Material kein Ripstop hat reißt es recht leicht. Angeschnitten kann ich es mit wenig Aufwand sowohl längs als auch quer mit den Händen auseinander reißen. Meine Windjacke mache ich aus diesem Zeug hier. Das ist mit Ripstop einiges stabiler und bei der geringen Stoffmenge die man für eine Jacke braucht macht das auch vom Gewicht nicht all zu viel aus. In meinem Gear-Review hatte ich darüber schon mal geschrieben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ja geil! Da haben wir uns über die Feiertage mehr oder minder das gleiche vorgenommen - und weil du's nicht aushalten konntest, kann ich nun von Deiner super Doku profitieren.

Wobei ich befürchte, dass mein Stoff von AsTucas es nicht rechzeitig schaffen wird, das klang bei meiner Anfrage noch anders...0_o

Das Material hatte ich noch nicht gesehen. 22,38g/sqm. - kostet aber einen Bruchteil des 22g extex ripstop. Was kommt denn da an Versand noch drauf? Lohnt sich das insgesamt? Oder hat das Zeug noch andere Vorteile?

Und was hat dich zur richtigen Footbox anstelle 'Rüssel' bewogen? Ich hatte als ggf. etwas schlanker werdende blanket geplant, um möglichst flexibel bei Wärme zu sein.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@micha90 danke dir, ich muss da generell mal durchtesten. Wuerde aber auch irgendwas um die 30g/m2 nehmen, ob kalandriert/nicht kalandriert muss ich mal testen. Zu viel OT, sorry.

@questor Der Versand ist extrem hoch, in der Bestellabwicklung kannst du fuer deine Menge Stoff mal durchrechnen ob es sich lohnt (eher nicht/nie). Die haben aber schon ein paar schoene Ripstopmuster :P

Bei dutchwaregear.com bekommst du aehnlich gute Stoffe mit humaneren Versandpreisen, leider auch weniger Auswahl/Farben.

bearbeitet von lightweightbaby

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 2 Stunden schrieb questor:

Das Material hatte ich noch nicht gesehen. 22,38g/sqm. - kostet aber einen Bruchteil des 22g extex ripstop. Was kommt denn da an Versand noch drauf? Lohnt sich das insgesamt? Oder hat das Zeug noch andere Vorteile?

Die Bestellung war so oder so nötig, da hat es sich angeboten das gleich mit zu ordern.. Der Versand geht nach Bestellmenge. Wenn es nur ein paar Meter Stoff sind, kostet das meist so ca 20$, aber dauert 6 Wochen bis du es beim Zoll abholen darfst und musst entsprechend noch MwSt drauf zahlen. Du kannst ja die gewünschte Menge einfach in den Warenkorb legen und berechnen lassen, was es kostet.

vor 2 Stunden schrieb questor:

Und was hat dich zur richtigen Footbox anstelle 'Rüssel' bewogen? Ich hatte als ggf. etwas schlanker werdende blanket geplant, um möglichst flexibel bei Wärme zu sein.

Was genau meinst du mit Rüssel?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 2 Stunden schrieb questor:

Ja geil! Da haben wir uns über die Feiertage mehr oder minder das gleiche vorgenommen - und weil du's nicht aushalten konntest, kann ich nun von Deiner super Doku profitieren.


Das Material hatte ich noch nicht gesehen. 22,38g/sqm. - kostet aber einen Bruchteil des 22g extex ripstop. Was kommt denn da an Versand noch drauf? Lohnt sich das insgesamt? Oder hat das Zeug noch andere Vorteile?


 

kannst du nicht mit Ripstop vergleichen, 

0,66 ist ein daunendichter aber ein ganz einfacher Stoff, eher was für Daunenquilts.

bedeutet aber nicht stark winddicht,

lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Was genau meinst du mit Rüssel?


Dass man den Quilt unten per Kordel zuzieht. Mein Gedanke war, wie bei Dir am Kopfende, die Kordel nicht ganz am Ende anzubringen, sondern etwas weiter oben. Dazu auf der Außenseite, damit die Kordel das Apex möglichst dicht zusammen drückt und damit den manchmal verwendeten Stopfen für diese Art Verschluss ersetzt.
Hoffe, das war verständlich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@questor Achso, jetzt ist es klar was du meinst :D
Der Grund ist einfach: Ich werde das sowieso nie öffnen. Da kann ich mir das zusätzliche Material sparen, was letzten Endes eh nur zusammengerafft wird und habe zudem eine richtige Fußbox, die genügend Platz für meine Quadratlatschen bietet. Bei einem Kordelzug wird das nach unten hin schmaler, sodass weniger Platz für die Füße da ist, bzw der Quilt länger sein muss um das zu kompensieren. Das ist schlichtweg unergonomisch.. Dadurch, dass die Fußbox bei mir so kurz ist, kann ich auch jederzeit ohne Probleme die Füße herausstrecken, wenn es mir zu warm sein sollte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Zu dem Packsack mal eine allgemeine Frage (bitte ohne Diskussion über die Frage, ob ein Packsack nötig ist oder nicht):

Wie bestimmt man da am besten das Volumen des Packsacks? Einerseits soll der Quilt ja recht klein zusammengestopft werden, andererseits aber auch nicht zu stark komprimiert sein wg. dauerhafter Schäden an der Füllung.

Das Packsack-Kit von Ray Jardine möchte ich für meinen RJ-Quilt nicht unbedingt ordern.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@Daune Wenn du (aus was für Gründen auch immer) einen Packsack brauchst, würde ich erstmal einen Vorhandenen mit dem Quilt füllen. Je nach dem ob er zu groß ist oder der Quilt nicht ganz passt kannst du dann den neuen bemaßen. Generell nur beachten, dass weder Daune noch Kunstfaser langfristig möglichst wenig und komprimiert werden sollte. Eine Daumenregel um das irgendwie zu errechnen ist mir nicht bekannt.

Edit: Ich habe eben realisiert, dass das wohl auf mein Bild vom verpackten Quilt anspielt. Das ist auch nur ein Cumulus Packsack, der hier noch herumlag, ich bin selbst, wie die meisten hier, ohne Packsäcke unterwegs.

bearbeitet von micha90

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@micha90:

Ich bin gerade meine Bestelliste bei Extremtextil am zusammenstellen. Du hast ja erwähnt, dass du aus diesem Stoff schon deine Windjacke genäht hast. Denkst du, das taugt auch für einen Quilt?  Bei der roten Variante wird ja angegeben, dass der Stoff Wasserabweisend ist. Ich habe jetzt die Befürchtung, dass er dadurch nicht atmungsaktiv ist. Ansosnten hören sich die Eigenschaften für mich super an. An das 7den Zeug traue ich mich nicht ran und Pertex ist wieder schwerer.

 

Bin auch noch am grübeln ob ich 133er oder 167er Apex nehme. Ich würde gerne in etwa die Wärmeleistung meines Cumulus LL 300 erreichen. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@Dr.Matchbox Klar taugt der, der ist um einiges stabiler, als das von mir verwendete Membrane. Der Stoff ist unbeschichtet und atmungsaktiv. Wasserabweisend heißt lediglich, dass es imprägniert ist, das Wasser also von der Oberfläche erstmal abperlt.

Zur Wärmeleistung kann ich nicht wirklich was sagen..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 24 Minuten schrieb micha90:

@rudidercoole Ich hatte die vor ewigen Zeiten mal bei ExTex bestellt, ich glaube die gibt es zur Zeit aber nicht mehr :(

Bekommt man die Schnallen nicht einfach im Kurzwaren-Bereich eines gut sortierten Nähladens? Also ich glaub ich hab die da schon gesehen. Die Frage ist die Größe. 

 

Beste Grüße. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.


  • Gleiche Inhalte

    • Von Robinie
      Hallo zusammen,
      da ich neu hier bin, stell ich mich noch kurz vor: Ich heiße Andrea, in ein paar Stunden 22 Jahre alt   und bin in der Eifel aufgewachsen, naturverbunden wie die meisten hier und studier jetzt aber in München Tiermedizin.
      Ich bin seit Wochen am recherchieren welchen Quilt oder Schlafsack ich mir kaufen soll. Und je mehr ich weiß, desto weniger kann ich mich entscheiden.
      Wofür? Als Allrounder, meistens für Sommertouren in Schweden/Norwegen ca 5-13 Grad Nachts? (Finnskogsleden, Fulufjäll), aber auch möglichst warm genug für den PCT, Kungsleden.. Also auch mal ne Nacht um den Gefrierpunkt.  Preis: Möglichst unter 300€  Bin weiblich, 1,70 groß, 62kg, normal sportlich aber nicht übermäßig muskulös. Kälteempfinden: Keine Frostbeule, aber habs schon gerne warm und oft kalte Füße so leicht wie möglich (unter 800gr) Drunter: Neoair Xlite  regular(wird noch gekauft, oder gibts andere Vorschläge?) Meine Vorauswahl und Bedenken:  Cumulus ist mir sehr ins Auge gefallen Cumulus Quilt 350 +2 Comfort 600 g (-evtl zu kalt? , evtl mit Inlet oder evtl Overstuff im Unteren Bereich?) Cumulus Quilt 450 -1 Comfort, 710 g (oder direkt den dickeren, (aber in den meisten Fällen brauch ich den wahrscheinlich bei Nachttemperaturen um 10 grad... Also vllt schwitzen in 90 Prozent der Fälle) Cumulus Comforter M400 +1 Comfort, 610 g (braucht man den RV? unten? (Vorteil: Günstig 209€, Leicht, Daunenmenge Mittelding , Nachteil: kommt evtl. kalt an dem Loch vom Fuß unten rein, wenn mir kalt ist, mag ich das schlafsack Prinzip zum einkuscheln schon..) Schlafsäcke hab ich in dem Preis/Gewichtsklassen/Wärmeklassen keine gefunden (Vorschläge willkommen) und ich glaube das System Quilt könnte ganz gut sein, dann kann ich ihn in den warmen Nächten einfach als Decke nutzen. Oder schwitzt man dann trotzdem drunter?
      Vllt habt ihr ja Erfahrung mit dem ein oder anderen Modell, Temperaturen oder ähnliches..
      Weitere Fragen: Lohnt sich hydrophobe Daune? Und wie schauts mit diesem wasserabweisenden Stoff aus, denn man bei Cumulus bestellen kann? Plan wär jetzt die Daune, aber nicht der Stoff, dann wirds nicht ganz so teuer und er ist noch atmungsaktiv. Vielen Dank fürs lesen,
      Liebe Grüße Andrea
       
    • Von Thilo_DH
      Hallo und frohen dritten Advent 
      Ich Plane gerade einen Kunstfaser Quilt als mein erstes Myog Projekt, welcher in erster Linie auf einer zwei Monatigen Radtour im (ende April bis ende Juni) durch die Alpen und Karpaten eingesetzt werden soll.
      Daher vermute ich, dass ich einen Quilt mit einem Komfortbereich von minus 5 bis minus 7° Celsius  benötigen werde. Als Isomatte wird eine Thermarest NeoAir verwendet.
      Welche Isolationsdicke und welche Stoffe (Sowohl Isolation als auch Außenstoffe) würdet ihr dafür empfehlen 
      Lg Thilo 
    • Von Lugovoi
      Hallo Leute,
      ich möchte euch einen MYOG-Prototypen vorstellen. Ich habe das Ding Space-Quilt getauft und mittlerweile relativ umfangreich getestet. Nach einem Bivy-Projekt ist es mein zweites MYOG-Ergebnis.
      Kleine Vorgeschichte: auf einer Tour auf dem GR11, noch vor meiner Ultralight-Infektion, hatte ich einen nicht ganz ausreichenden Daunenschlafsack dabei und darüber hinaus, als Notfallausrüstung, eine klassische Mylar-Silber-Gold-Folie. Des Nachts frierend versuchte ich mir mit der Rettungsdecke über dem Schlafsack zu behelfen. Aha, das wärmt ja doch ganz gut, dachte ich. Des morgens: Aha, mein Schlafsack ist durch die zwangsläufige Kondensbildung unter der Folie ziemlich klamm bis nass geworden. Nicht nochmal!
      Ein paar Jahre später habe ich nochmal über die Kombination aus Schlafsack/Quilt und Rettungsfolie nachgedacht und überlegt ob beides nicht doch kombinierbar ist. Die Qualitäten von hauchdünnen Metallic-Folien sind ja spätestens seit der Thermarest X-lite bekannt.
       
      Das vorläufige Ergebnis: der Space-Quilt.
       
      Das Prinzip ist denkbar einfach. Der normale Quilt besteht aus Außenstoff, Isolation und Innenstoff. Beim Space-Quilt legt sich zwischen Außenstoff und Isolation noch eine weitere Schicht, die besagte Goldfolie (2Euro Rettungsdecke). Um die Dampfdichtheit zu unterbinden ist diese allerdings perforiert. Die Isolation bleibt so (recht gut) erhalten, gleichzeitig bleibt der Quilt (recht gut) atmungsaktiv.
      Der von mir konzipierte Quilt sollte noch ein weiteres Material und seine Eigenschaften nutzbar machen: das weithin bekannte Tyvek softstructure. Das Tyvek als Außenmaterial (mit dem ich im Bivy-Bereich gute Erfahrungen gemacht hatte) sollte dem Quilt noch ein paar Bivy-Fähigkeiten spendieren: absolute Winddichtigkeit und sehr gute Spritzwasser bzw. feuchte Zelt/Tarpwand-Festigkeit. (Man muss dazu sagen dass ich eine Art Tyvek-Fetish entwickelt habe ich finde das Material einfach genial...)
      Also die Materialien in dieser Reihenfolge beginnend außen: Tyvek, perforierte Goldfolie, 100gr Apex, 20d Ripstop-Nylon (plus Reißverschluss, Bungeecord, Elastikband, Camsnaps).
       
      Ich hatte mir erhofft mit diesem Prinzip eine deutliche Isloations-Steigerung zu erreichen (5 bis 8Grad, oder anders gesagt: mit einer 100er Apexfüllung die Werte einer 167er zu erreichen) und das bei minimalem Gewichtszuwachs gegenüber einem Standard-Quilt.
       
      Das Ergebnis: es scheint recht gut zu funktionieren.
       
      Der erste Test fand in der Eifel statt. Abends in den Quilt gestiegen und sofort ein wohliges Wärmegefühl gespürt (mehr als gewohnt). Nachts runter auf 7 Grad und ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit. Geschlafen in T-Shirt und Daunen-Schühchen (bei allem unter 15 Grad brauche ich Schlafschuhe – kalte Füße-Syndrom). Ich muss dazu sagen: ich bin das was man „cold sleeper“ nennt. Auf angegebene Komforttemperaturen muss ich konsequent 5 Grad drauf rechnen. Angenommen eine 100er Apex Füllung ist Komfort 8-10 Grad (vergleiche As Tucas, Gramxpert), so bedeutet ein 100er Apex für mich vielleicht 12-15 Grad Komforttemperatur. In diesem Sinne ging der Space-Quilt für mich auf, die Goldfolie hat sicher 5 Grad rausgeholt.
       
      Zweiter Test: 14 Tage Jotunheimen Norwegen im September, Nachttemperaturen zwischen 5 und -2 Grad. Hier habe ich den Space-Quilt allerdings als Overquilt mit einem um 60 Gramm Daune aufgemotzen Windhard-Quilt verwendet. Diese Kombi hat sich voll bewährt, warm, und der Daunenquilt immer schön trocken. Der bewusst weite Schnitt des Overquilts tat hier gute Dienste.
       
      Fazit: das Konzept ist zumindest eine Überlegung wert. Im Grundsatz lässt sich die Isolationsleistung eines Quilts damit deutlich steigern. Ich bin aber noch vorsichtig. Die Testphase ist noch nicht abgeschlossen. Es ist schon ziemlich nerdy, und eine vermeintlich geniale Idee stellt sich am Ende gerne mal doch als suboptimal heraus. Ich halte das Konzept nicht unbedingt für mehrheitsfähig. Man muss z.B. akzeptieren dass ein Space-Quilt ziemlich knistert aufgrund der Metallicfolie, was ich persönlich eher interessant als nervig empfinde. Rascheln von unten (x-lite) geht jetzt auch von oben;) - eine zweite Person im Zelt könnte sich daran stören.
      Das zentrale Parameter an dem man experimentieren muss ist die Perforation der Folie. Wo hier das richtige Maß an „Lochung“ liegt habe ich noch nicht endgültig feststellen können. Zu viel Luftdurchlass mindert die Isolation, zu wenig sorgt für Kondensation die es auf jeden Fall zu vermeiden gilt. Möglicherweise baue ich nochmal einen zweiten Prototyp mit ein paar Änderungen.
       
      Ihr könnt die Idee ja mal auf euch wirken lassen und ein bisschen „thinking outside the box“ betreiben. Beste Grüße. L
       





    • Von backpackersimon
      Biete hier Zwei Pakete mit MYOG Materialien. Außerdem hab ich noch DAC Featherlite Gestänge hier rumliegen, falls wer Bedarf hat - kosten be ExTex knapp 4€ das Stück - bei mir für die Hälfte.
       
      APEX RESTE - verschiedene Stärken (67, 100, 133) verschiedene Mengen
      Generell kann man sagen: Einen Quilt reicht’s nicht ohne viel Gestückel. Ich hatte ursprünglich vor Handschuhe, Baclava, Mütze, Socken oder ähnliches daraus zu machen.
      Wer darauf Lust hat findet hier Preiswert ein Konvolut verschiedener Stärken.
      Preislich denke ich sind 20€ inklusive Versand angemessen.
      Die Größten Stücke haben: 1,7*1,5m (APEX 67) 1x1m (APEX 100) und 0,8*0,8m (APEX 133) Außerdem Sind diverse Streifen dabei von verschiedenen Längen und Breiten.

       
      Biete MYOG Stoffreste, verschiedene Kurzwaren im Konvolut:
      Darunter Sind vor allen Dingen elastische Stoffe - z.B. für Front/ Side Mesh Taschen, aber auch 25g Moskitonetz - z.B. für Daunenkammern oder ein Kopf-Netz, genauso wie diverse Kleinere Reste Silnylon, Silpoly, Leichtes Ripstop etc. Daraus könnten z.B. Packsäcke oder ähnliches werden.
      Dyneema elastisches Ripstop Mesh 1mx1m
      Noseeum Mesh Weiß ca. 180cm*140cm
      Elastisches Nylon Mesh ca. 1m*1m
      Superleichtes Mesh ca. 150*1m
      Cuben Tape ca 1,2m
      YKK 3C Meterware ~2m
      Kordeln, Leiterschnallen, Gurthaken Alu& Plastik 20&25mm)
      diverses
      Preis: 25€ inclusive Versand

       
  • Benutzer online   44 Benutzer, 1 anonymer Benutzer, 124 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.