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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 09.02.2026 in allen Bereichen

  1. Neuerdings gibt es ja die Nitecore NB10000 in der Version 4, bis jetzt gibt es nur „Reviews“, die imho überwiegend nur ein Unpacking und Runterleiern der Features, die auf der Hersteller-Website stehen, sind, ausser mal kurz ein USB-Meter dran hängen, wobei noch das Wichtigste übersehen wurde, gab es zumindest zu meinem Zeitpunkt des Checken nix – naja wie halt 98% von YT sind... Ich beschränke mich hier auf die Facts und erspare auch beiden Seiten x Hersteller-Pics oder Aufnahmen aus allen Winkeln, die kann man sich auch bei den Händler-Angeboten bzw der Hersteller-Website anschauen, mir sind die meßtechnischen Facts wichtig... Da zu meiner Überraschung das Teil Fr schon bei Sack & Pack aufgeschlagen war, habe ich sie mitgenommen, um sie mal eben durch´s Meßlabor zu jagen. Fangen wir mit dem Äusserlichen an : Volumen In mancher Pseudo-Review wurde lobend geäussert, daß die 4er vom Volumen deutlich kleiner wäre, ich weiß nicht, mit was die gemessen haben, oder ob überhaupt und ob sie noch wußten, wie Multiplikation geht, aber ich komme nicht zum selben Ergebnis... V4 → 4,67 cm * 1,46 cm * 11,72 cm = 79,91 cm³ V2 → 5,94 cm *1,07 cm * 12,17 cm = 77,35 cm³ Fazit → nein die V4 ist nicht kleiner, sie hat annähernd dasselbe Volumen bzw wenn man korithenkakerisch sein will, hat sie 3,3% mehr Volumen, aber es gibt ja auch Messtoleranzen... Gewicht Da hat sich tatsächlich ein bisschen, vermutlich durch das Wechseln der Akku-Technologie getan : V2 154,66 g, V4 145,17 g, also ca 9,5 g bzw 6,1 % leichter Manche mögen das neue kurze Flachkabel mit den Magneten toll finden, sieht ja nett / ordentlich aus, ich habe lieber möglichst wenig Magneten an der Ausrüstung, mag auch damit zu tun haben, daß ich Sachen bei habe, die auf Magneten empfindlich reagieren, wie Kompaß oder Karten mit Datenstreifen, da hat jeder seine Vorlieben. Kommen wir dann mal zu den Meßergebnissen : angegeben ist sie mit 6,800mAh 5V (TYP 3A) 34 Wh 7,200mAh 5V (TYP 1A) 36 Wh USB-C (OUT1) / (OUT2): 5V⎓3A / 9V⎓2.22A / 12V⎓1.87A (22.5W MAX) Bei 3 A Entladen habe ich 35,074 Wh gemessen, also ca 3,2 % mehr, als angeben Bei 1 A Entladen habe ich 36,260 Wh gemessen, also ca 0,7 % mehr, als angeben Bei Nutzung von einem Ausgang habe ich eine max Entladung von 22,8 W gemessen, also 1,3 % mehr, als angegeben. Beim Nachladen waren es 44,878 Wh, also ein Wirkungsgrad von ca 80,8 %, was auch ein guter Wert ist, aber natürlich eh nur für User eine Rolle spielt, die via Panel und nicht Steckdose reloaden. Kommen wir zur Load through Funktion, mal vorab, übliche Solarpanels haben eh 2 Ausgänge und wenn man schnell an der Steckdose nachladen will, hat man eh ein USB-Netzteil mit 2 Ausgängen mit den zu ladenden Geräten angemessener Leistung, ich finde die Funktion also rel sinnbefreit, ausser vielleicht für „Zimmerschläfer“. Wie bei sehr vielen PBs, wenn man sich nicht auf die Hersteller-Angaben verläßt, sondern nachmisst, schwächelt auch hier die Funktion aus meiner Sicht als Elektroniker, sobald man während des Ladens der PB einen Verbraucher an den freien Ausgang der PB anschließt, wird die Ladeleistung der PB auf den Wert des angehängten Verbrauchers reduziert, auch wenn diese deutlich niedriger ist, als die 22,8 W Ladeleistung der PB d.h. Es wird der an die PB angehängte Verbraucher geladen, aber nicht gleichzeitig die PB. Dazu kommt, daß dabei auf dem Ladeausgang die Spannung rel stark einknickt bei 3 A auf ca 4,5 V Ladeleistung Ausgänge / Parallel Verbraucher laden über die beiden USB-C Ports : Das habe ich mir messtechnisch näher angeschaut, da die 2 USB-C Ausgänge bei der V4 in meinen Augen gegenüber der V2 (wo es noch ein USB-A & ein USB-C waren) das Kabel-Wirrwar auf reine USB-C-Kabel zu reduzieren. Bei Nutzung von nur einem Port funktioniert auch PD, ich konnte z.B. meine V2 an der V4 mit 9 V laden. Bei 3 A liefert sie bei USB noch 4,92 V, was mehr als ausreichend ist. Bei Nutzung von beiden Ausgängen ist logischerweise PD in der Praxis nicht mehr möglich, das ist auch bei anderen PBs so. Einen weiteren Unterschied (neben USB-C statt A auf dem 2. Ausgang) gibt es : Bei der V2 wurden die Ausgänge, wenn man sie in die Überlast gefahren hat (mit z.B. mehr als 3 A) abgeschaltet, bei der V4 wird dann die Spannung entsprechend runter gefahren, daß keine Leistungs-Überlast auftritt, erinnert mich an den Power Boost bei den Ecoflow PS was bleibt noch... Die imho unsinnige Knock-Funktion, die die meiste Zeit eh nicht funktioniert und zu Glück abschaltbar ist. Was daran so großartig sein soll, wenn jetzt kurzfristig bunt leuchtende Ringe um die Ports sind, kann ich auch nicht nachvollziehen, aber das geht ja fix von selber aus. Die Umschaltung auf 1 A Ladestrom für Verbraucher zugunsten einer höheren Ladeenergie bzw Kapazität habe ich nicht weitergetestet, da ja nach meinen Meßergebnissen bei 1 A statt 3 A nur 3,3 % mehr Wh möglich sind (da die Wh bei 3 A 3,2 % mehr sind, als vom Hersteller angegeben). Im Gegensatz zu den vorherigen Modellen ist ein 9 V Si-Carb-Akku verbaut, wie in manchen Smartphones. Fazit : Wer gerade eine neue Powerbank sucht, kann ich die V4 echt empfehlen, in fast sämtlichen Messdaten übertrifft sie die Herstellerangaben etwas, hat in beide Richtungen 20% mehr Ladeleistung, ist 9,5 g bzw gut 6 % leichter und daß jetzt 2 USB-C Ausgänge statt 1* USB-A & 1* USB-C zur Verfügung stehen. Mir wären die Vorteile nicht das Geld wert, um von der V2 zu wechseln, das mag natürlicher mancher Grammjäger anders sehen..
    11 Punkte
  2. weberli

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, ich mach mal weiter. Ich bin Rike, Ende 40, und lebe mit meiner Familie in Köln. Ich bin schon lange aktiv unterwegs und seit letztem Jahr möglich oft mehrtägig und ultraleicht. Ich sammle noch meine Erfahrungen und habe gerade mein Setup nochmal optimiert - was man im Winter halt so macht. Letztes Jahr war ich je 1 Woche auf dem Saar-Hunsrück-Steig und dem Salzalpensteig unterwegs, neben etlichen kurzen Wanderungen. Grad warm ich auf Madeira, im Juni geht's nach Schweden ne Woche auf den Roslagsleden, im August nach Slowenien und dazwischen will ich die Trekkingplätze in Eifel und Sauerland testen. Ich lese schon länger still mit und freue mich über Eure Reiseberichte sowie Kontakte mit Gleichgesinnten. Liebe Grüße aus Köln! Rike
    6 Punkte
  3. Mit den ganzen Vokabeln, die du verwendest, wie Achtsamkeit etc… kann ich nicht viel Anfangen, kann aber erwähnen, das ich, mal abgesehen von den 18 Monaten, die ich in die Lehre ging, bevor ich die hingeschmissen habe, nie wieder eine 5 Tage Woche gearbeitet habe. Die letzten 20 Jahre habe ich eine drei Tage Woche gehabt. Nicht für 25 oder 30 € pro Stunde, sondern als angesteer Verkäufer auf dem Wochenmarkt. Das führt natürlich allein durch mangelndes Geld zu einem genügsamen Leben, aber dafür haste Zeit. Für mich der größte Luxus!! Wandern ist eine sehr günstige Option, um mal Urlaub zu machen, auch mit sehr wenig Kohle.
    6 Punkte
  4. sirm3rl1n

    Vorstellungsthread

    @Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist! Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen! Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW. (@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!) Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung! Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien. Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal! Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude. Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben. Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
    5 Punkte
  5. Hier dann ein kleiner Bericht zu der Tour Bis ein paar Tage vor der Tur, war ich mir ja unsicher, ob überhaupt durch Niederschlag genügend Pegel für die Sülz zusammen kommt, oder wir auf die Agger, die nicht so viel Entertainement bietet, ausweichen müssen. Dann hat es aber in den letzten 48 std vor dem Paddeln derartig geschüttet, daß das kein Thema mehr war, aber umgekehrt, ob der hohe Pegel nicht unsere Mitpaddlerin in ihrem Delta mit rel wenig Paddelerfahrung überfordert.. Bei Dennis & mir ist das ja kein Thema und ihm kam das gerade recht, um sein neues fränzösisches Wildwasser-Packraft zu testen. Am Vorabernd hat Dennis beim Rumsurfen noch ausgegrabern, daß momentan durch Rep-Arbeiten der Ausstieg bzw Umtragen direkt am rösrather Wehr nicht möglich ist. Am Morgen trafen wir uns am Austieg des KC Delphin an der Agger, ca 1 km vor dem Aggerwehr, liessen mein Auto dort stehen und fuhren mit Dennis Auto zuerst zum rösrather Wehr, um zu schauen, wie dort in der momentanen Baustelle das Umtragen möglich ist (ja möglich, aber ziemliche Schlammschlacht) und dann weiter zum hoffnungstaler Wehr, um zu schauen, ob ein Umtragen für unsere Mitpaddlerin möglich ist (Knackpunkt ist der provisorische Ausstieg, da da bei höheren Pegeln Strömung drauf steht) da dies recht suboptimal aussah und zusätzlich die Äste an der „Treppe“ des Wehrs so tief hingen, daß wir ein gutes Risiko sahen, daß wir 2 bei Durchfahrt von den Ästen aus dem Boot geräumt werden, haben wir es uns easy gemacht und alle 3 zusammen hinter dem Wehr eingesetzt. Später am rösrather Wehr gab es dann die erwartete Schlammschlacht beim Umtragen, das Waldstück hinter Rösrath schoen und etwas herausfordernd durch die Kurverei um die Bäume, dort habe ich darauf geachtet, für unsere Mitpaddlerin eine gute Linie vorzugeben. Unterwegs machten wir eine längere Pause, um unsere Vorräte zu vertilgen und kamen dann rechtzeitig deutlich vor dem Dunkelwerden wieder am KC Delphin an. Fazit : Eine schöne Tour bei mittlerem Pegel, unsere Mitpaddlerin mit ihrem Delta hat prima mitgehalten, die könnte jetzt bei hohen Pegeln auch mit einem WW-Packraft mitpaddeln... Wir werden bestimmt in den nächsten 1-2 Monaten noch 1-2 Touren dort machen, evtl auch mal eine längere Strecke (Sülz Haus Thal → Agger → Sieg → Rhein) auf 2 Tage verteilt mit Zelten / Grillen, wenn jemand gerne mitkommen will, kann er mir auch schon vorab eine PN schreiben... ein paar Pics von der Pause... Das Schlamm Abspritzen und anschliessend auf der Terrasse trocknen hat dann im weiteren Verlauf des WE anders geklappt, als gedacht
    5 Punkte
  6. Spannendes Thema. Als jemand, der fast ausschließlich solo unterwegs ist und auch Zeit in buddhistischen Klöstern verbracht hat (wo man bis auf die Vormittage den restlichen Tag in Stille und allein verbringt), sehe ich das ähnlich, aber mit einer wichtigen Einschränkung. Solange man alleine draußen ist, keine Nachrichten checkt und es "nichts zu tun" gibt, fällt es leichter, eine gewisse Achtsamkeit zu entwickeln. Der Geist schweift nicht mehr so leicht in Sorgen, Trauer, Wut oder Verzweiflung ab. Alles wird leichter, der gewohnte Alltag tritt in den Hintergrund und das unmittelbare Erleben in den Vordergrund. Da beginnt genau die angesprochene "Innenkehr". Aber: Das Problem ist die Rückkehr. Sobald man wieder zu Hause ist, verfällt diese Stille extrem schnell. Die Achtsamkeit schwindet, und die gewohnten Ansichten und Gefühle kehren zurück. Am Ende bleibt oft wenig bis nichts übrig, denn die Gewohnheit ist stark (Gewohnheit = da, wo der Geist wohnt). Unser Erleben wird dadurch bestimmt, was durch die "Pforten der Wahrnehmung" (Sehen, Hören, Riechen etc.) eintritt. Wenn dort wieder der Alltag einzieht, passt sich das Erleben dementsprechend an. Meiner Erfahrung nach kann man keinen dauerhaften Gewinn aus dem Trekking ziehen, wenn man danach genauso weiterlebt wie bisher. Man muss bestimmen, was das gewohnte Erleben füttert – also die Wahrnehmung im Alltag ändern. Das heißt konkret: - Fernseher weg oder Konsum drastisch reduzieren. - Nachrichten begrenzen. - Nicht ständig auf Social Media hängen. - Nicht jedes "lustige Video", das herumgeschickt wird, ansehen und weiterleiten. - Bewusst anders auf Missachtung oder Stress reagieren. -Usw. Der einsame Trip in die Natur (oder ins Kloster) dient eigentlich nur als Referenz: Er zeigt dir, wie schön und leicht es mit weniger sein kann. Aber solange man im Alltag an den Inputs (Medien, Reize) nichts ändert, bleibt vom "Longevity"-Gefühl nichts dauerhaftes.
    5 Punkte
  7. dermuthige

    Schnäppchen-Thread 2.0

    OT: Wie macht damit eigentlich noch irgendjemand Gewinn? Selbst wenn den Menschen, die den zusammenbauen, kaum was gezahlt wird und die Materialien auch praktisch nichts kosten sollten – das Ding wird doch erst über den Ozean geschippert und dann (im Falle von Prime) auch noch kostenfrei zur Haustür geliefert ... Als jemand der selbst gewerblich näht – natürlich wenig vergleichbar, da ich nicht weder auf Effizienz getrimmt noch ein Fließband bin – würde ich für einen vernünftigen Rucksack dieser Art, der ja einige Teile und Nähte hat, sicherlich 10-12h benötigen, wenn nicht mehr. Bei aktuellem deutschem Mindestlohn bekäme ich nicht einmal zwei davon bezahlt. Da frage ich mich einfach: Kann der wirklich was taugen? Oder wird die Produktion nicht so dermaßen auf Geschwindigkeit getrimmt sein, um einen möglichst niedrigen Verkaufspreis zu erzielen, dass der gar nicht mehr verlässlich outdoor-tauglich sein? Was online im Foto oder auch im Schauregal gut aussieht, kann nach hundert(en) Kilometern auch einfach aus Fetzen bestehen. Die Bilder geben nicht viele Konstruktionsdetails her, aber allein die Verbindung aus Gurtband zu Hüftgurt aus einer einzigen kleinen Naht macht mir schon Bauchschmerzen. Im verlinkten Video wird der Rucksack auch nicht in der Kamera gezeigt. Ich hab mir mal die 2-Sterne-Bewertungen auf Amazon angeschaut und zitiere: Ich würde die Hände davon lassen. Aber berichte sehr gern, mich würden Details zur Konstruktion sehr interessieren.
    5 Punkte
  8. Letztens wurde das neue Packraft auf seine erste Tour ausgeführt, und es ging direkt zwei Tage auf die Mosoni Donau. Unser "Drybag-System" (hier: Bauschuttsäcke) sind auf jeden Fall eines der nächsten Upgrade-Projekte 😇 Trotz relativ trübem Wetter haben wir kurz sogar die Sonne erwischt, insgesamt war es jedenfalls eine tolle Stimmung am Fluss. Den Abend haben wir recht luxuriös im Baumwoll-Lavvu ausklingen lassen.
    5 Punkte
  9. So, etwas spät, aber besser als nie: nochmals vielen Dank für eure Antworten! Ich dachte falls jemand den Thread mal findet ist es vllt hilfeich, wenn ich eine kurze Zusammenfassung gebe was funktioniert hat und was nicht. Ich bin von April 2025 den Großteil des PCT gelaufen (paar Skips, insgesamt ~4000km und 120k hm) und nach gut 5 Monaten im September an der Kanadischen Grenze angekommen Das war die Packliste - ist nicht ganz aktuell (Veränderungen siehe unten): https://lighterpack.com/r/pqud7s Temperaturen: Ich hatte einen Temperatur Tracker dabei, weil ich gerne paar Daten zurück geben wollte an die Community - ich fand die Diskussionen über zu warm / zu kalt immer schwierig, weil ja jeder anders empfindet. Leider hab ich den gegen Ende verloren und damit leider auch keine Daten zu Temperaturen. Was allerdings korrekt ist: man muss auf -5°C bis 40°C vorbereitet sein. Die Nächte in der Wüste (April) waren oft unter Null, wie auch in den Sierras und gegen Ende noch 1-2 mal. Sonne: Ich hab extrem helle Haut, war aber mit Langarm Shirt und kurzer Hose + Sonnencreme glücklich. Beste Investition war der Sunday Afternoons - Ultra Adventure Hat. Essen: macht euch keine Sorgen. Wir wollten immer mal wieder Pakete schicken, was aufgrund von vor abendlichen Bieren und der Deutschen Post Konkurrenz machenden Öffnungszeiten fast nie geklappt hat, aber letztendlich kommt man auch ohne ein einziges Paket durch. Die Versandgebühren sind dermaßen hoch, dass es sich oft noch rechnet in dem teuersten Mini Markt einzukaufen statt günstig zu shoppen und zu verschicken. Ich war vegetarisch unterwegs - kein Problem und auch vegan geht - man ist dann halt etwas eingeschränkter & muss sich vllt mehr online besorgen. Rucksack: habe meinen HMG Windrider von 40l auf ~50l mittels angenähtem DCF verlängert und das hat wunderbar funktioniert. 50l war für mich auch das Optimum an Platz - ich war zwar leicht, aber nicht UL unterwegs - siehe Zelt, das schon etwas mehr Platz weggenommen hat. Zelt: war extrem zufrieden mit dem Durston X-Mid 2 pro (DCF Boden). 2 Wochen mit zwei Personen hat gepasst und ansonsten hab ich mich über den vielen Platz sehr gefreut. Haltbarkeit: entgegen einiger Kommentare die ich im Netz gefunden habe glaube ich nicht, dass es möglich ist ohne groundsheet Löcherfrei durch den PCT zu kommen. Ich hatte einige, aber Dyneema tape hat alles geflickt. Ein Reißverschluss hat an der Grenze Washington-Oregon aufgegeben - wie etwa bei jedem mit nem Durston Zelt - konnte mit ner Zange aber gefixt werden und Durston hat mir dann ein Repair-Kit kostenlos auf den Trail geschickt. Isomatte: bin mir der Uberlite gestartet - das war aber ne absolute Katastrophe (ja, alle Kommentierenden hatten recht hier!) - 1. gleich undicht, 2. viel zu kalt für mich und 3. sehr unangenehm auf nackter Haut. In Kombination aus 2&3 habe ich dann gleichzeitig geschwitzt und gefroren, richtig unangenehm. Bin nach 1 Woche quasi ohne Schlaf auf die NeoAir Xlite NEXT umgestiegen - die hat fast jeder auf dem Trail und zurecht! Bequem, stabil und trotzdem ok leicht. Ich musste meine einmal flicken, war dann aber dicht bis heute und viele haben ihre bei Trail Days ersetzen lassen. Tip: mit GearAid Nahtdichter, die Klebestelle überlebt jede Isomatte - insbesondere am Ventil viel besser als diese Patches. Quilt: Katabatic Flex 22 - gab vllt ne Hand voll Nächte in der ich es gerne wärmer gehabt hätte, aber ansonsten perfekt. In wärmeren Nächten, gerade ab Norcal war ich extrem glücklich das komplett aufzippen zu können und als Decke zu benutzen. Andere haben dann auf ein leichteres Quilt/Schlafsack gewechselt. Cowboycamping: hab ab und zu mal cowboy gecampt, vllt max. 15-20 mal von 125 Zeltnächten. Am Ende hab ich einfach mein Zelt als Groundsheet genommen, weil man darauf dann auch Platz hat sein ganzes Zeug auszupacken ohne dass alles komplett eingesaut ist. Sitzpad: hatte 4/7 Segmente des Gossamer Gear Thinlight Foam Pad - 1/8". Musste ich einmal ersetzen, aber hat sich extrem gelohnt für diverse Nickerchen und Abends fast immer als Ablageplatz beim Einräumen vom Zelt. Klamotten (getragen): Voormi River Sun war ideal, musste aber nach der Hälfte ersetz werden - dann ist es nicht nur außeinander gefallen, sondern hat auch gestunken. Davor war ich damit sehr glücklich. Selbst ich als stinkender Hiker habe die Leute mit Kunstfaser-hoodies am Geruch erkannt - ich würde nur was mit Merino-Anteil nehmen, aber letztendlich stinkt eh alles - die einen dann bisschen mehr, die anderen weniger. Hatte ne Merino Laufhose, die zerfällt aber in kürzester Zeit und man läuft mit mehr Löchern als Hose rum. Würde ich nächstes mal auf Kunstfaser gehen. War sehr glücklich mit einer kurzen Hose und hab mir eigentlich nie ne lange gewünscht. Nur im Schnee hab ich ab und zu mal die Regenhose drüber gezogen. Es wird einem beim Laufen einfach so schnell warm. Regenjacke Tip: https://rockfront.eu/product/rain-hoody/ ok günstig, leicht und dicht. Achtung fällt riesig aus! Klamotten (Rucksack): hatte dabei: Puffy (Rab Mythic G - teuer, aber perfekt!), Alpha Fleece (90er, nach Norcal weg geschickt), 1 Merino T-Shirt. War bis Norcal sehr happy Fleece & Puffy zu haben, aber mir ist auch gerne kalt. Hatte ne selbst genähte Alpha Hose dabei (90er), die war aber dermaßen warm, dass ich sie nur 1-2 mal getragen ab und nach den Sierras dann heim geschickt hab. Regenhose falls es zu kalt war hat schon genug gebracht, wenn es mal kälter war. Bestes Item: gestrickte Wollsocken zum Schlafen, die haben mich den gesamten Trail begleitet. Danke an meine Ex-Schwiegermutter :-) Klobedarf: Bidet + Trowel & bisschen Klopapier war meine Wahl und würde ich wieder machen. Eispickel & Microspikes: kommt natürlich immer aufs die Schneemenge und die eigene Erfahrung an. Wir hatten nicht mehr viel Schnee, aber war trotzdem happy in KMS ne Camp Corsa mitgenommen zu haben - die wollten mir dann ne bessere, teurerer andrehen, aber ganz ehrlich ich hab die nur für den Notfall dabei und zwei, dreimal Schnee runter rutschen dabei - Self Arrest funktioniert einwandfrei mit der, da ist ne tolle Ergonomie und eine bessere Hacke nicht notwendig (solange es schon genug Fußstapfen gibt). Super gut: Black Diamond Distance Spikes. Funktionieren und sind leichter als alle anderen Micro-Spikes. Luxuszeugs: Kamera: hab ne kleine Sony RX100 iii mitgenommen und war glücklich damit (auch wenn ich traurig bin nicht die Qualität meiner größeren Olympus Kork Ball: tut echt gut, aber hab ich letztendlich verschenkt, weil so selten genutzt. Mini Handtuch: war sehr (!) glücklich eines dabei zu haben, allerdings nicht als Handtuch (braucht man echt nie), sondern um mich Abends damit abzuwaschen. Da bin ich am Ende auf einen auf den Trail gefundenen Mikrofaser Lappen (20x20 cm) umgestiegen, das hat gereicht. Alternativ dazu haben viel nen Liner für den Schlafsack benutzt, aber ich fands angenehmer sauber in meinem großzügigen Quilt zu schlafen. Must haves: Nähset: ich kann nicht mal mehr zählen wie oft ich Klamotten und meine Schuhe geflickt habe. Selbst für Zelt, und meinen Rucksack hab ich es mal gebraucht. Ohrstöpsel nicht vergessen. Wenn die ganze Nacht Rehe ums Zelt "schleichen" wird man ohne verrückt - hilft natürlich auch gegen schnarchende Wanderer Schmerztabletten: hab ich zum Glück wenig gebraucht, aber für die paar Tage wenn die Füße sonst gar nicht mehr funktioniert haben ein Segen. Tipp von Blaze Physio: Ibus + Tylenol (Paracetamol) in Kombination - wirkt wunder! Leukotape: ja selbst ich der nie blasen bekommt hab es letzendlich ein paar mal gebraucht. Hat aber auch hervorragend zum Schuhe flicken getaugt (ja die Brooks Cascadia fallen schnell außeinander). Pack Liner: ein Müllsack reicht wirklich Olivenöl!!! Garmin Inreach: klar super für den Notfall, aber auch wenn man es dafür nicht braucht: fast jeder hat so ein Ding auf dem Trail und die Kommunikation läuft in weiten Teilen darüber. Zum Mittagessen, Abends Campen, für Hitches, Hotelbuchungen usw. verabreden - das macht das soziale Miteinander einfach tausendmal einfacher wenn es mal wieder keinen Handyempfang gibt (oft!) DEET & Kopfnetz in den Mückengebieten. Gegen manche von den Mosquitos hilft wirklich nichts anderes - und ja wir haben alles ausprobiert und ja, es war die Hölle!!! Extra Tipp: Falls ihr den PCT wandert: direkt mal "Blaze Physio" speichern. Morgan hat nicht nur mir sondern auch so vielen Leuten geholfen den Trails beenden zu können, das sind gut angelegte Dollars. Sie gibt einem hilfreiche Tipps und Übungen, die auch auf dem Trail umsetzbar sind. Mehrere meiner Wanderfreunde haben die Online-Termine in Anspruch genommen und auch die waren hilfreich. So das war's. Sollte es Fragen geben - auch zu allem hier nicht erwähnten nur her damit. Aber wie Sabi schon erwähnt hat: nicht zu viele Gedanken machen, wie lange man auch vorher überlegt welche Zeltheringe ideal sind, die verliert man eh und man bekommt das meiste irgendwie auf dem Trail. Und zur Not findet mal quasi alles in Hikerboxes - hab Leute getroffen die fast ausschließlich daraus gelebt haben. The Trail provides stimmt Cheers
    4 Punkte
  10. Hallo zusammen, ich bin aus dem Urlaub zurück und es ist ein neues Update raus. ✨ Neue Features * 27.02.2026 📋 Mehrfach-Duplizieren Items duplizieren: Beim Auswählen mehrerer Items gibt es jetzt einen neuen 📋 Duplizieren-Button (zwischen "Kategorie ändern" und "Items löschen") In gleicher Kategorie: Alle ausgewählten Items werden jeweils in ihrer aktuellen Kategorie dupliziert – auch wenn die Auswahl mehrere Kategorien umfasst Zielkategorie wählen: Alternativ kannst du alle Items in eine bestimmte Kategorie duplizieren – System- und eigene Kategorien stehen zur Auswahl 🏷️ Items Gewicht kein Pflichtfeld mehr: Items können jetzt ohne Gewichtsangabe gespeichert werden – die App speichert automatisch 0 g und markiert das Item mit dem Badge Link-Badge: Items mit einem hinterlegten Produkt-Link zeigen jetzt ein klickbares 🔗 Link Badge – direkt auf der Kachel, in der Trip-Planung, im Packmodus und in öffentlich geteilten Listen. Ein Klick öffnet den Link in einem neuen Tab „Gewicht fehlt“-Badge: Items ohne Gewichtsangabe (0 g) zeigen jetzt ein rotes ⚠️ Gewicht fehlt Badge – sichtbar überall wo Items angezeigt werden 🌍 Neueste Community Erfolge & ❤️ LevityList Supporter Erfolge haben nun eigene Spalten um die "⏱️ Neueste Top Erfolge" nicht zu fluten. *Die Features Übersicht wurde über ein KI Prompt generiert und von mir inhaltlich geprüft und angepasst!
    4 Punkte
  11. Letztendlich zählt doch vor allem das Ergebnis Eine orthodoxe Entscheidung hätte ebenfalls im Tod der Begleiterin enden können und gegebenfalls auch in seinem. Hätte er seine Begleiterin aber durch sein Handeln gerettet, wäre er vielleicht als Held gefeiert worden. Ich bin eigentlich kein Freund des faktischen Führerprinzips. Gibt es ja im deutschen Recht auch nicht. Das bedeutet das, wenn du mehr Erfahrung hast als der andere, riskiert du im Zweifel im Gefängnis zu landen. Obwohl der andere dich nicht als Führer bezahlt und vielleicht auch gar nicht respektiert. Und andererseits, ist der andere doch genau verantwortlich sich über Route, Tour und Wetter zu informieren und entscheidet doch selbst. Mitzugehen oder nicht. Oder auch darüber, umzukehren
    4 Punkte
  12. Hallo zusammen, das Fjern Fjäder hat sich bei meiner Wintertour am Mont Ventoux hervorragend geschlagen. Entgegen meines letzten Kommentars befindet sich innen doch 1 kleine Aufbewahrungstasche, in die locker Handy, Portemonnaie usw passt. Hab ich doch glatt übersehen, trotz Brille 😎 Aufgebaut ist es ruckzuck. Gestänge in die vorgesehenen Befestigungspunkte stecken, fertig. So ist es freistehend ohne Apsis, wird es windig, gibt es unten 6 Abspannpunkte, zusätzlich noch 6 befestigte Schnüre zum weiteren abspannen. Schlafkabine geräumig, und wenn man die Apsis abspannt stellt man fest wie groß diese ist! Da passt ein 45L-Rucksack locker rein (siehe Bilder), vieles andere auch, und man kann gut kochen ohne Gefahr zu laufen, daß man das schöne Zelt abfackelt. Es hält Regen sehr gut ab, ich konnte trotz Silnylon kein ausdehnen des Materials feststellen, musste also nicht nachspannen. Ich hatte an 2 Tagen starken Mistral, für das Zelt kein Problem, ebenso war die Kälte am Ventoux (ca. -7°) kein Problem. Der Hersteller scheibt ja folgendes : Kann ich so also nicht bestätigen, wobei -7° nun nicht "extremely cold" sind. Mistral mit Böen um die 60km/h sind allerdings schon ne Hausnummer, die 6 unteren Abspannpunkte waren aber absolut ausreichend. Von mir eine klare Kaufempfehlung, ich bin sehr zufrieden. Gruß Michael
    4 Punkte
  13. o, nachdem ich nun seit dem Black Friday die kommerzielle Version von Davinci Resolve habe, kann ich nun auch den DJI Codec voll nutzen und die Videos auch verarbeiten. Wie ihr schon sicher mitbekommen habt, sind Bilder, vielleicht jetzt auch Videos (sind ja im Grunde auch Bilder) eher mein Ding als das Laber Rhabarber, daher habe ich den Blog meiner Reise nicht mehr fertig gestellt. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Vielleicht gefallen euch ja die Impressionen und es wekcht das Interesse mal selbst den Kungsleden zu wandern. Hier also der Link für das Video für die komplette Tour von Hemavan nach Abisko, kein Gequatsche, nur Bilder und Musik.
    4 Punkte
  14. Soooo, Feedback: Erst einmal Danke an alle für eure Ratschläge! Zur Entscheidungsfindung hab ich mir eine schöne Excel-Tabelle gebastelt, so dass ich die Matten so wie Mattenkombinationen von R-Wert, Preis und vor allem Gewicht vergleichen konnte. Zusätzlich war ich noch in einem Outdoor-Laden (Lag auf der Strecke), der auch ein paar UL-Matten hatte und konnte da mal einige Matten in die Hand nehmen. Nach dem Ladenbesuch stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall eine selbstaufblasende Isomatte mit Schaum haben möchte und keine reine "Luftmatratze". Letztendlich konnte ich mich nicht entscheiden und habe mir zwei Matten geholt 🙈 Zum einen die von @RaulDuke empfohlene Therm-a-Rest ProLite Plus Small. War in meiner Liste der schwerste Kandidat, jedoch gute Dicke und für unter 70€ im Angebot. Zum anderen habe ich mir aus Frankreich die von @Capere empfohlene Nemo Zor20 als Alternative zur Nordisk Ven bestellt. Hier die Daten: Therm-a-Rest ProLite Plus Small Maße: 119 x 51 x 3,8 cm Packmaß: Ø 12 x 26 cm Gewicht: 515g Hersteller / 520g mit Packsack nach gemessen R-Wert: 3,2 Nemo Zor 20 Maße: 122 x 51 x 2,5 cm Packmaß: Ø18 x 9 cm Gewicht: 295g Hersteller / 351g (!) mit Packsack nach gemessen (334g Matte + 17 Packsack R-Wert: 2,7 Woher die 40g extra bei der Nemo kommen ist eine gute Frage. Das Modell, das ich bekommen habe, hat ein komplett anderes Ventil als Matten aus Rezensionen im Internet (Siehe Bild 2). Jedoch sind die Rezensionen viele Jahre her. Vielleicht gab es da ein Modell-Update und niemand hat das Gewicht aktualisiert. Erster Eindruck: Bei beiden Matten ist das Aufblasen sowie das Zusammenrollen fix erledigt. Die Nemo ist in 10 Sekunden, die Therm-a-Rest (kurz TAR) in 20 Sekunden aufgeblasen. Beide lassen sich gut Rollen und in die Packsäcke zurück schieben, bei der TAR geht das etwas schwerer als bei der Nemo, jedoch immer noch angenehm. Die Nemo hat von Haus aus noch Anti-Rutsch-Streifen auf der Rückseite. Auf der Therma-a-Rest liege ich gut, die Hüfte drückt nicht durch. Die Nemo ist deutlich leichter und ich mag das Gelb. Jedoch drückt hier meine Hüfte durch, der Boden ist punktuell zu spüren (zur Erinnerung, ich bin bei 100kg, die Matte wird für leichtere Leute wohl besser funktionieren). D.h. bei der Nemo benötige ich auf jeden Fall eine Unterlage, während die TAR als alleinige Matte schon reichen könnte. Mit der Breite muss ich bei beiden Matten noch klar kommen. Kombiniert werden sollen die mit einer meiner Schaummatten: Einer Thinlight 1/8'' Faltmatte (96g), einer 3mm zurecht geschnittenen Evazotte (130g) oder einer zurecht geschnittenen Flexmat Plus (565g). Werde dann wohl verschiedene Setups auf Tour testen. Die TAR dann mit der Thinlight bzw. der Evazotte, die Nemo mit der Evazotte. Zur Not auch mal Nemo + Flexmat, jedoch muss das dann schon sehr kalt oder sehr bequem sein, um das Gesamtgewicht von ca. 915 g zu rechtfertigen. Und hier noch ein paar Bilder. Zum Größenvergleich auf Bild 1 eine 1L Milchtüte, auf Bild 3 ein Sofa-Kissen und ein Din A4 Papier:
    3 Punkte
  15. 0 Einleitung Hallo an die Community, ich möchte euch heute eine knapp 190 Kilometer lange Trekkingtour vorstellen, welche ich selbst ausgearbeitet habe und im Oktober 2025 Solo in dieser Form innerhalb von 8,5 Tagen mutmaßlich „erstbegangen“ bin. Ich hoffe, dass dieser Bericht den ein oder anderen hier anspricht und dazu inspiriert, auch mal solch ein (Planungs-)Abenteuer oder vielleicht meine Route zu wagen. Ich entschuldige mich vorab schonmal für die Länge der Posts, neben dem Wandern ist mein zweitliebstes Hobby das Schreiben. Ich teile diesen Routenvorschlag so ausführlich, weil es mich selbst bei meinen Recherchen oft extrem nervt, wenn man sich alle Infos aus gefühlt 349 verschiedenen Quellen ziehen muss und dann doch nicht weiß, ob die Reise nachher aufgeht. Daher hier eine hoffentlich ganzheitliche Zusammenfassung für jeden, der das auch mal machen möchte. Ich hoffe, euch ein wenig Fernweh machen zu können und würde mich dabei über jede Art der Rückmeldung freuen. Den zugehörigen GPX-Track habe ich bei Outdooractive unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.outdooractive.com/de/track/lemnos-inseltrekking/334117623/ 1 Schnelle Infos - Ziel: Lemnos, nördliche Ägäis, Griechenland - Stil: Inseltrekking von Küste zu Küste - Routenlänge: ca. 190 Kilometer, davon 180 per GPS geplant plus ungefähr 10 Serpentinen- und Kamerastativ-Aufschlag - Dauer: 8,5 Tage - Durchschnittliche Tageskilometerlänge: ca. 22km, letzte Rauslaufetappe allerdings nur 10km - Gelaufene positive Höhenmeter: ca. 4.500 nach GPS-Tracking, 800 mehr als per Tool berechnet - Planung: Per Hand und Luftbildkarte, als Quellen lediglich WikiVoyage und ein Computerspiel - Navigation und Tracking: Garmin Epix 2 am Handgelenk, Garmin Explore App auf dem Telefon und inReach mini am Rucksack, allesamt bespielt mit OSM-Kartenmaterial Ziel: Meine Wanderung führte mich auf die achtgrößte griechische Insel namens Lemnos, welche in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste und der Einfahrt zu den Dardanellen liegt. Falls sie überhaupt jemand kennt, dürfte einigen von euch diese genauso wie mir lediglich aus einem böhmischen Computerspiel aus dem Jahr 2013 bekannt sein, wo sie in einer um den Faktor 25 verkleinerten Version namens Altis komplett digital 1 zu 1 nachgebaut und für einen zukunftsfiktiven Militärkonflikt missbraucht wurde. Kurzer sprachlicher Einschub: Die deutsche Schreibweise ist Limnos, da man aber direkt nach dem ersten Tag vor Ort selbst nur noch die griechische Schreibweise Lemnos benutzen wird, bleibe ich auch hier im Reisebericht dabei. Die echte Lemnos ist knapp 500 Quadratkilometer groß und misst in ihren Ausmaßen knapp 30 x 35 Kilometer, wobei die Insel aufgrund ihres bereits sehr weit erodierten Vulkancharakters eine sehr differenzierte Landschaftsform mit etlichen Stränden, tief eingeschnittenen Buchten und einem relativ weich gezeichnetem Hügelrelief besitzt. In der Vergangenheit wurde das Aussehen der Insel als „im ägäischen Meer schlafender Schmetterling, der seinen Kopf unter Wasser hält“ beschrieben – wer auf die Karte schaut wird merken, dass diese Beschreibung recht passend ist. Warum die Wanderung auch bei entspannt geschwungener Oberfläche – der höchste Berg Vigla ist lediglich 430 Meter hoch – anspruchsvoll und herausfordernd bleibt, die Insel aus meiner Sicht gerade für Individualtrekker ein Paradies ist, man während der Wanderung mit Blick auf die Landschaft manchmal Vergleiche mit Schottland, Südafrika, Jordanien und den Falkland-Inseln zieht, man fast jeden Abend im Meer baden kann, man von der wunderbaren Tierwelt und der ältesten Besiedlungsgeschichte Europas im Hinblick auf die zahlreichen archäologischen Stätten begeistert sein und als Weitwanderer quasi von allen Einwohnern herzlich empfangen wird – und manchmal auch umarmt – das erkläre ich im Weiteren. Und wie unfassbar gut wilder Thymian duften kann. 2 Hinweise zur Schwierigkeit, den persönlichen Anforderungen und Rechtliches zum Wege- und Campingrecht Vorab: Es handelt sich ausdrücklich NICHT um eine existente, NICHT um eine offizielle und erst recht NICHT um eine ausgeschilderte Route! Den von mir gelaufenen Trail gibt es so nur in meiner GPS-Version! Verlauf und Markierungen: Es gibt auf Lemnos keinen markierten Weitwanderweg – überhaupt gibt es so gut wie keine markierten Wege auf der Insel! Insgesamt bin ich nur an zwei Touristen-Hotspots auf zusammengenommen vielleicht 800 Metern über sowas wie markierte Routen gelaufen, die dabei über sehr ausgesetzten Felsen verliefen und nur deshalb markiert wurden. Ich habe diese Route tatsächlich relativ spontan innerhalb von einer Woche per Luftbild und GPS-Routentool geplant, mehr dazu unter Punkt 8. Die Route ist in dieser Version also ausdrücklich nur mit GPS ablaufbar. Wegbeschaffenheit: Ich habe so wenig Teerstraße wie möglich verplant. Viele Abschnitte führen über Schotterstraßen, welche auch mit Abstand den größten Teil des Straßen- und Wegenetzes der Insel darstellen. Ein weiterer Teil führt lediglich über inoffizielle Wege und teilweise vorbei an oder sogar über Privatgelände wie zum Beispiel Weizenfelder oder Schafwiesen und in drei Fällen auch unmittelbar über Bauernhöfe. Und einige Kilometer sind tatsächlich lediglich Durschlageübungen querfeldein, welche größtenteils aus vorgetretenen Trails von Ziegen und Schafen bestehen, in kurzen Abschnitten aber tatsächlich nur durch das zugewucherte Buschwerk führen! Ich habe es mal grob ohne Berücksichtigung von Serpentinen überschlagen, dabei teilen sich die 180 Kilometer der GPS-Route auf in ca.: - 50% Schotterstraßen und Feldwege, - 15% Asphalt- oder Betonstraßen sowie gepflasterte Wege in und um Ortschaften, - 35% Querfeldein-Abschnitte, auf denen größtenteils die genannten Trampelpfade der Ziegen genutzt werden können und damit problemlos ein Single-Trail-Eindruck entsteht – wenngleich es auch einige kurze Abschnitte ohne jeden Weg durch die Botanik gibt, mehr dazu im zweiten Post mit den Etappenbeschreibungen. Schwierigkeit: Wegbeschaffenheit: Einfach Gesamtschwierigkeit: Eher schwer. Warum das? Zu zwei Dritteln sind die Wegbeschaffenheit und die Höhenmeter wie oben beschrieben eher einfach bis mittelschwer und technisch leicht einzuordnen. Nichtsdestotrotz würde ich die Gesamtschwierigkeit als eher schwer bezeichnen, da: 1. Der Trek in dieser Form nur als GPS-Route existiert, 2. die genannten Querfeldein-Abschnitte steil bergauf und -ab, über ausgesetzte Felspassagen, über Sanddünen und über stacheliges Buschwerk führen, und 3. Erfahrungen im Management mit Wasser und Nahrungsmitteln, also das Rucksackgewicht betreffend, aufgrund des Fehlens von Nachschubquellen unerlässlich sind. Trinkwasser und Nahrungsnachschub: Pumpfilter ist Pflicht! Nahrungsnachkauf ist bei einem teilweise recht eingeschränkten Sortiment und unsicheren Öffnungszeiten möglich. Weiteres unter Punkt 9 bzw. im zweiten Post. Unterkünfte: Es handelt sich ausdrücklich um eine reine Zeltroute! Es gibt praktisch keine buchbaren Schlafmöglichkeiten auf der Route. Jedermannsrecht: Es gibt in Griechenland kein Jedermannsrecht, im Gegenteil, die Freiheiten im Hinblick auf Camping und Zelten sind in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden. Dies gilt aus meiner Erfahrung allerdings nur für das Festland und nicht für Lemnos. Beinah die ganze Insel wird als Weidefläche für Schafe und Ziegen genutzt, weshalb es etliche Weidezäune aus lediglich aufrecht gestellten Stahlmatten gibt, die sich kilometerweit über die gesamte Insel ziehen. Fast alle Sehenswürdigkeiten der Insel lassen sich jedoch nur erreichen, wenn man diese Zäune an Toren bzw. offenen Stellen durchschreitet oder die Zäune einfach übersteigt. Daher gibt es so etwas wie ein erweitertes Wegerecht, was durch jeden Anwohner toleriert wird. Ich habe auf der Wanderung ca. 60 Zäune überstiegen und mindestens genauso viele offene oder verschlossene Tore überwunden, häufig wurden mir diese auch durch Schäfer auf deren Höfe geöffnet, welche ich teilweise über deren Privatgrund und Ackerflächen begangen habe. Dies hat nie ein Problem dargestellt, im Gegenteil, ich wurde stets freundlich empfangen und es schien, als sei dies einfach normal bei ihnen. Wichtig ist hierbei nur, den Zaun so zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Militäranlagen: Die Route verläuft teilweise unmittelbar an geschützten Militäranlagen vorbei, welche in Griechenland zur kritischen Infrastruktur gehören und an denen besondere Regeln gelten, insbesondere im Hinblick auf das Fotografieren und Filmen derselben. Ich hatte dort absolut keine Probleme, habe meine Routenwahl aber daran angepasst. Näheres siehe unter 13 und im zweiten Post. In der Gesamtschau aller Punkte kann ich die Route daher nur Wanderern empfehlen, die nicht davor scheuen, einen Trek lediglich querfeldein per GPS abzulaufen, die bereits Erfahrungen in eher wasserarmen Regionen haben, die kein Problem darin sehen, vom Rucksackgewicht ohne Nachkauf gegen sich zu gehen und die damit klarkommen, auch mal Privatgrund sowie Zäune überschreiten zu müssen und daher auch zwingend mit Einheimischen in Kontakt kommen werden! Mein Vergleich: Wer in seiner Trekkingkarriere bislang nur ausgeschilderte Pilgerpfade mit Tagesrucksack und allabendlicher Unterbringung in einem Hotel mit Vollverpflegung beschritten hat, sollte diesen Trek besser sein lassen. Wer schonmal den Arctic Circle Trail in Eigenverantwortung gelaufen ist: Feuer frei! 3 Warum Lemnos? Als ich dieses Computerspiel damals spielte, hatte ich direkt den Drang, irgendwann mal das echte Vorbild zu besuchen und mir einen Eindruck davon zu machen, ob die Landschaft eben nicht nur als Bühnenbild für einen fiktiven militärischen Konflikt in mittelfristiger Zukunft herhalten kann, sondern vielleicht auch als erfüllendes Wanderziel dienen könnte. Nachdem ich jetzt selbst da war, habe ich den unweigerlichen Eindruck, dass Lemnos aus meiner Sicht das perfekte Reiseziel für Individualtrekker ist. Warum? 1. Optimales Wetter mit angenehmen Tages- und Nachttemperaturen insbesondere auch in der Nebensaison. 2. Ein ausreichend hohes, aber sehr differenziertes Relief - man sieht von fast jedem hohen Punkt auf der Wanderung, wo man schon war oder wo es noch hingeht. 3. Geringe Reisekosten in Bezug auf so gut wie alle Posten: An- und Abreise, Unterkünfte, Herumkommen, Essen und Trinken, Eintrittspreise und Mietwagen. 4. Große Dichte an antiken Sehenswürdigkeiten im Kontext der griechischen und europäischen Geschichte. 5. Reiche Artendiversität insbesondere bei der Fauna, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch eher seltene Arten in direkter Nähe zu sehen. 6. Trekkingtechnisch absolute Abgeschiedenheit mit Wildnis-Charakter bei durchaus ausreichender Versorgungsstruktur – sofern dies gemäß Individualurlaub-Ethos gelebt wird. 4 Warum kennt man Lemnos nicht? Und warum sollte man das ändern? Gute Frage. Warum kennen die meisten Westeuropäer (meiner 90er-Generation) Lemnos nur aus einem Computerspiel? Weil die Insel touristisch bislang vollkommen am Leben vorbeigelaufen ist. Lemnos wird in den wenigen Reiseführern, die sie thematisieren, als verschlafene griechische Perle beschrieben. Trotz ihrer Größe hat die Insel nur knapp 16.000 Einwohner, aber ungefähr fünfmal so viele Schafe und Ziegen. Große, ausgebaute Ferienkomplexe für Pauschalurlaube gibt es überhaupt nicht, sondern nur einige kleine, aber mit hohem Standard geführte Familienhotels. Die meisten Urlauber sind selbst Griechen, welche Lemnos aufgrund ihrer über 200 Sandstrände in den Sommermonaten zur griechischen Ferienzeit besuchen und die Zeit mit Baden und Partys an den etlichen kleinen Strandbars verbringen. Dazu gesellt sich eine kleinere Anzahl von Touristen aus Osteuropa sowie per Fähre übergesetzte Camper – tatsächlich auch aus Deutschland! – welche die hier im Vergleich sehr günstigen Preise schätzen. Denn auf Lemnos läuft das Leben tatsächlich noch so ab, wie es sich in den ländlichen griechischen Regionen in den letzten 150 Jahren eingependelt hat. Die meisten Einheimischen leben entweder vom Fischfang, der Viehhaltung oder dem Anbau von Hartweizen. Die Vulkanerde auf Lemnos hat nämlich nicht nur eine in den Sagen über Odysseus überlieferte heilende Wirkungen, sondern sorgt auch für eine große landwirtschaftliche Fruchtbarkeit, welche sich dem Urlauber vor allem durch den charakteristischen zitrusartigen Geschmack des auf Lemnos gekelterten Weines erschließen dürfte. Ich bin froh, Lemnos kennengelernt zu haben. Und das bei mir ausnahmsweise mal nicht nur wandertechnisch, sondern auch in dieser sehr charmant verschlafenen, griechischen Glückseligkeit, die das Einfach-so-vor-sich-hinplätschern mit sich bringt. Wer nach der Wanderung alles in Myrina gesehen hat und bei einem Tag ohne Programm einfach mal bei einem oder mehreren Gläsern Lemnoswein 3 Stunden lang am Strand in den beginnenden Sonnenuntergang glotzt, wird verstehen, was ich damit meine. 5 Warum teile ich diese Route? Ich habe tatsächlich etwas länger überlegt, ob ich diesen Trek wirklich teilen soll, da ich von dem einzigartig verschlafenen Charakter der Insel bei der gleichzeitig grandiosen Landschaft einfach begeistert war. Dieser Umstand rührt vermutlich nur genau daher, weil kaum jemand diese Insel kennt und dort wandern geht. Und genau deswegen hat mich der Spirit dort auch so sehr abgeholt. Ich habe bei meiner Internetrecherche im Voraus überhaupt keinen Bericht darüber gefunden, dass jemand dort schonmal auf diese Art wandern war. Falls das irgendwer liest und das in der Vergangenheit schonmal gemacht hat: Meldet euch bitte hier! Der Umstand der vermeintlichen Erstbegehung hat mich in meiner Planung und Umsetzung auf jeden Fall nochmal mehr motiviert. Im ausgelegten Feedback-Buch im Amphitheater haben Menschen aus etlichen Ländern dieser Erde bescheinigt, dass Lemnos der vermutlich friedlichste Ort auf diesem Planeten ist, dass jemand dort wandern war, hat aber niemand verewigt. Zum Teilen der Route hier habe ich mich aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen der einheimischen Bevölkerung während meiner Wanderung entschieden. Der ein oder andere wird diese Gefühle kennen, wenn man als Trekker Länder bereist, in denen irgendwie alle ehrlich froh sind, dass man in ihrem Land wandern geht. Den häufigsten Kontakt hatte ich aufgrund der Abgeschiedenheit der Route mit lokalen Bauern, die selbst größtenteils noch in alten Steinhäusern leben und von denen kaum jemand Englisch spricht. Per Übersetzungs-App und mit Händen und Füßen habe ich aber ausnahmslos positive Rückmeldungen zu meinem Projekt erhalten. Irgendwie waren alle Menschen, die ich dort getroffen haben, wirklich glücklich darüber, dass es Menschen wie uns Wanderer gibt, welche ihre Heimat und ihre Lebensweise auf die grundlegendste aller Arten kennenlernen wollen. Bei meiner stinkenden, aber glückseligen Rückkehr nach 9 Tagen Wanderung in mein erstes Hotel in Myrina hat mich meine Hotelmama trotz der Umstände umarmt und ich musste ihr vor dem Duschen erstmal eine halbe Stunde lang Fotos von der Wanderung auf meinem Mobiltelefon präsentieren, wobei sie sich teilweise gefreut hat wie ein kleines Kind, weil sie seit Jahren nicht mehr an den tollen Orten gewesen ist, die ich auf dieser Wanderung sehen durfte. Ohne mein Zutun sagte sie von selbst, dass ich das irgendwo in Deutschland veröffentlichen solle, damit mehr Menschen die Schönheit ihrer Heimat kennen lernen können. Was soll ich sagen, den Bericht lest ihr jetzt gerade. Daher kurzer Einschub: Ich empfehle das Arxontiko Hotel in Myrina! Gute Preise, wunderbare Inhaberin! 6 Anforderungen an mein Ziel und den Routenverlauf Die Ideen für diesen Urlaub: - Routenlänge zwischen 150 und 200 Kilometern - machbar in zwei Wochen, wobei Puffertage für organisatorische und genusstechnische Erlebnisse vor und danach möglich sein müssen - An- und Abreise per vergleichbar günstigem Flug - möglichst homogener Verlauf durch alle wichtigen Naturregionen, wobei man im besten Fall alle wichtigen touristischen Highlights mitnimmt Dieses Jahr war ich planungsfaul und hatte mir lange Zeit keine Gedanken zu meinem Herbsttrekking gemacht. Alle meine bisherigen Wanderpartner waren in anderen Verpflichtungen gebunden, womit eine Solo-Tour anstand, deren Planung mich nur für mich selbst verantwortlich machte und meine Motivation nochmal schmälerte. Vier Wochen vor dem Urlaub musste dann irgendein Ziel her, weshalb ich mir Lemnos von der Löffelliste gefischt habe und siehe da, die Flüge waren vergleichsweise günstig. Daher habe ich, ohne groß über die Konsequenz nachzudenken, die An- und Abreise vor der Planung gebucht, was mich in den nötigen Zugzwang versetzte. Die Planung gestaltete sich dann aufgrund fehlender Quellen tatsächlich recht schwierig, ich habe lange gesucht, aber einfach nichts zu Trekkingreisen auf Lemnos gefunden. Ich habe daher etwas gemacht, was ich zuvor noch nie getan habe, nämlich mir die spannendsten Sehenswürdigkeiten der Insel aus der englischen WikiVoyage rausgesucht und per Hand über eine GPX-Anwendung eine vermeintliche Route in einem Luftbild zusammengestrickt. Erstaunlicherweise kam ich auf die ungefähr gewünschte Routenlänge, die im GPX-Trek 180 Kilometer lang war. Da ich hierbei keinen Serpentinenzuschlag oder das Zurücklaufen von Kamerastativen mit eingerechnet habe, konnte ich aus Erfahrung von knapp 3 bis 8% zusätzlicher Strecke ausgehen. Dies ist auch so aufgegangen, am Ende hatte ich getrackte 190 Kilometer auf dem Tacho. Die von mir vorgeplante Route nimmt die aus meiner Sicht sechs wichtigsten und höchsten Berge, alle eingerichteten Naturschutzgebiete sowie alle geologisch und archäologisch interessantesten Sehenswürdigkeiten mit, wobei sie so verläuft, dass man bis auf zwei Ausnahmen eigentlich jeden Abend im Meer schwimmen kann. Zusätzlich habe ich versucht, nach Möglichkeit besondere Zeltplätze in die Route einzuweben. Was für mich am Erstaunlichsten ist: Obwohl die Route nur per Luftbild geplant war, ist sie fast ohne Abweichungen genauso und damit gefühlt perfekt aufgegangen. Ich habe sie vor Ort lediglich in Abschnitten angepasst, wenn bestimmte Relieflinien oder Felder einfacher zu begehen gewesen sind. Was auf der Route fehlt: Die mutmaßlich interessanten Zentralbereiche rund um den alten Vulkankegel von Vouni bei Katalakko sowie die grünen Hügel von Agios Dimitrios. Die haben schlicht und ergreifend nicht in die Routenvoraussetzungen gepasst. Man kann sie auf der fünften Etappe von den Höhen sehen, wer sie aber wirklich erleben will, dem empfehle ich den Besuch nach der Wanderung per Mietwagen. 7 Reisezeit und Wetter Meine persönlichen Präferenzen sind entspannte Tagestemperaturen ohne großartiges Geschwitze bei moderaten Nachttemperaturen, welche eine leichte Ausrüstung ermöglichen. Aufgrund meiner beruflich vorgeplanten Urlaubszeit hatte ich keine andere Wahl als den Zeitraum in den letzten beiden Oktoberwochen. Auf der Insel wurde mir von allen Einheimischen tatsächlich die Haupturlaubszeit zwischen August und September empfohlen – ich sollte dann nochmal wieder kommen, weil dann so richtig was los sei auf der Insel. Spätsommerliche Temperaturen über 30 Grad und überfüllte Strände brauche ich aber nicht, der Osram von oben hat mir auch so schon gereicht. In meinen zwei Wochen Ende Oktober hatte ich entspannte Tagestemperaturen von 22 Grad, welche sich in der Nacht auf minimal 13 Grad abkühlten. Bei neun Tagen Wanderung hat mittags viermal die Sonne ohne Wolken auf mich runtergebrannt – da habe ich insbesondere in den Aufstiegen gut geschwitzt und dementsprechend viel aus der Trinkblase getrunken. Weitere vier Tage hatte ich eine dankbare Wolkendecke. Auf der siebten Etappe hatte ich kurzfristig für knapp eine Stunde richtig Platzregen am Strand von Keros, wobei dann wirklich regentechnisch einmalig die Welt untergegangen ist. Denn ab Ende Oktober beginnt die Regenzeit auf Lemnos. Der kurzzeitige Starkregen an Tag 7 war der Einzige während der Wanderung, wobei es in weiteren drei Nächten leichten Nieselregen während der Nachtstunden gab, allerdings immer erst spät, als ich schon im Zelt lag. Davon hat man aber tagsüber nichts mehr wahrgenommen, das Zelt war beim Aufstehen immer trocken. Wichtiger Hinweis: Trotzdem wird die von mir vorgeplante GPS-Route so nur vom Beginn des Sommers im Juli bis zum dauerhaften Eintritt der Regenzeit Anfang November funktionieren. Das liegt daran, dass ich einige Abschnitte verplant habe, in denen man entweder a) nur in der Trockenzeit durch Bachtäler schreiten kann oder b) über so spät im Jahr nicht mehr bestellte Felder laufen muss. 8 Hin- und herumkommen Schnelle Preisliste: - Flug von und nach Deutschland: ca. 350 Euro - Taxifahrten: Flughafen nach Myrina ca. 28 Euro, Fahrt über die komplette Insel von Plaka nach Myrina ca. 55 Euro - Mietwagen: Je nach Saison 20 bis 40 Euro pro Tag (deutscher Kartenführerschein in Verbindung mit Personalausweis reicht aus, Umschreibung auf EU-Führerschein ist nicht nötig) Flüge: Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht. Da ich in der Nebensaison da war, gab es auch nicht so viele Tagesflüge vom griechischen Festland wie sonst. Ich bin ab Frankfurt mittags mit Lufthansa nach Athen und von dort zwei Stunden später mit Olympic nach Limnos geflogen, Ankunft dort war um 20:45 Uhr Ortszeit. Durch die späten Rückflüge hatte ich auf der Rückreise eine Nacht von 22 Uhr bis 6:45 Uhr Stopover am Flughafen Athen. Der Flugpreis betrug inklusive 23kg Aufgabegepäck für Hin- und Rückflug insgesamt 350 Euro, in der Hauptsaison dann vermutlich dementsprechend teurer. Busfahrplan: Ein zusammenhängendes Bussystem mit Linien gibt es auf der Insel nicht. Oft fährt ein Bus morgens früh mit den Schulkindern aus dem jeweiligen Dorf in die Hauptstadt Myrina und von dort am Nachmittag wieder zurück. Ich habe keinen davon genommen und mir wurde bei meinen Rückfragen in den Ortskernen auch immer mitgeteilt, dass es eigentlich keinen festen Fahrplan gibt, sondern man mal so, und dann auch mal so fährt. Taxis: Besser klappt es mit den Taxis. Es gibt ein offizielles System per Taxameter, wobei man erwartungsgemäß zu Fahrtbeginn vom Fahrer immer nach einem schwarzen Festpreis gefragt wird. Für die erste Nachtfahrt vom Flughafen nach Myrina habe ich den Festpreis von 30 Euro genommen, bei meiner Rückfahrt mit Taxameter von Plaka hätte die Strecke vom Flughafen dann 28,50 Euro gekostet. Hab allerdings bei der zweiten Fahrt die Anfahrt nach Plaka nicht berechnet bekommen, da ich den gleichen Taxifahrer angerufen habe… Muss jeder für sich selbst entscheiden. 9 Details zu Nachschub und Quellen Wasser: Lemnos verfügt nur über eine Handvoll natürlicher Süßwasserquellen, welche insbesondere außerhalb der Regensaison häufig in nicht erreichbaren Lagen entspringen und nur selten am Ende das Meer auch erreichen. Als Erstbegeher der Route ohne genaue Kenntnisse über Quellen oder Bachläufe ergab sich daher für mich die Besonderheit, immer mit dem Unbekannten und damit mit Wasserknappheit rechnen zu müssen. Ich bin leider jemand, der durch Transpiration sehr viel Wasser verliert und dementsprechend intensiv ist mein Durst und damit Wasserverbrauch. Daher habe ich zu Beginn jedes zweiten Tages die Wassermenge von zwei Tagen geschleppt, das waren in der Regel so zwischen 5 und 6 Litern. Nach dem Trek kann ich sagen: Wer einen gescheiten Wasserfilter mitführt, kann fast an jedem Tag irgendwo Wasser zapfen oder kaufen! Fast. Ausnahmen: Lediglich für Etappe 2 (Fako-Halbinsel) und Etappe 8 (Überführung vom Salzsee Richtung Plaka) sollte man für zwei Tage Wasser mitschleppen. Die genauen Details zu den jeweiligen Wasserquellen sind den Etappenbeschreibungen im nachfolgenden Post zu entnehmen. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Leitungswasser in Myrina ausdrücklich nicht zum Trinken geeignet ist, da es aufgrund der alten Leitungen mit Chlor versetzt wird. Alle anderen Ortschaften auf dem Trek nutzen eigens angebohrte Grundwasserreservoirs, weshalb die Wasseraufnahme an den jeweiligen Hähnen auch ohne Filter kein Problem darstellt. Ich habe auch an den Tiertränken – sofern das Wasser nicht mit Kot verunreinigt sein konnte und frei floss! – teilweise ohne Filter getankt und hatte keinerlei Probleme, näheres siehe im zweiten Post. Nahrung: In Bezug auf den Nahrungsnachschub sieht der Trek leider relativ mau aus. Da ich in der Nebensaison gelaufen bin, hatten eigentlich alle Strandbars und die außerhalb gelegenen Restaurants bereits geschlossen. Ein zielführender Nahrungsmittelnachkauf während des Treks ergab sich bei mir daher nur auf folgenden Etappen an folgenden Stellen: - Etappe 3 in Kontias: Im Ortskern gibt es die Sariklis-Bäckerei. Der Inhaber Teo war einer der wenigen Kontakte auf der Wanderung, der perfektes Englisch sprach und mir, nachdem ich ihm von meinem Projekt erzählt habe, die komplette Getränkerechnung erlassen hat… Neben allerlei superleckeren griechischen Backwaren – unbedingt die gefüllten Blätterteigrollen mit Philadelphia-Frischkäse mitnehmen! – gibt es auch ein kleines Supermarktsortiment mit allerlei Säften, Bieren, Sprudeln, Nüssen, Keksen, Knabbersachen und sogar Tiefkühlware. Die Öffnungszeiten haben sich mir nicht so ganz erschlossen, er hat mir aber seine Mailadresse gegeben – fragt also im Zweifel unter teosariklis@gmail.com nach, ob er offen hat bzw. falls nicht, für euren Ankunftstag ein Carepaket bereithalten kann. - Etappe 4 an der Hauptstraße hinter Therma: Hier könnte man zum Trinkwasser- und Nahrungsmittelkauf ein paar hundert Meter auf der Hauptstraße Richtung Myrina laufen, dort befinden sich mehrere Tankstellen und ein Supermarkt, wobei man dann über Umwege wieder (auf eigener Routenfindung!) auf den Trek gelangen müsste. - Etappe 6: Am Ziel in Moudros, der zweitgrößten Stadt auf der Insel, gibt es eine Handvoll Supermärkte und Bäckereien, wo sich eigentlich so gut wie alles kaufen lässt. Abseits davon gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Da ich seit jeher mit Tütennahrung arbeite, hatte ich keine grundsätzlichen Probleme, habe mich aber an jeder verfügbaren Bäckerei mit Backwaren eingedeckt. Ich bin selbst noch nie nahrungstechnisch komplett „blank“ gewandert, glaube aber, dass Hardcore-Ultralightpacker auch mit dem kleinen Sortiment in diesen Läden klarkommen werden. Blöd wäre nur, wenn die zuhaben… Ruft also besser vorher an bzw. schreibt eine Mail. Und daher ebenfalls nice to know: Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind an die Entspanntheit auf der Insel angepasst. Die meisten Läden öffnen morgens um 9 Uhr und schließen zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr wieder, um dann gegen Abend um 18 Uhr nochmal bis ca. 21 Uhr zu öffnen. In der Zwischenzeit haben nur die großen Supermärkte in Myrina (LIDL, etc.) oder die wirklich kleinen Kioske, in denen man nur Getränke oder Süßigkeiten bekommt, offen. 10 Gaskartusche, Kartenmaterial und Ausrüstung Gaskartusche: Egal ob zum Stechen oder Schrauben, diese bekommt man direkt in Myrina tatsächlich relativ einfach. Fast jeder kleine Mini-Markt in der Altstadt führt ein großes Sortiment. Ich habe zwar am ersten Morgen etwas suchen müssen, werde euch aber auf der folgenden Karte zwei Märkte markieren, die definitiv beide Typen in verschiedenen Größen führen. Der Preis für meine 500 Gramm Schraubgaskartusche lag bei 4,80 Euro. Markt Nr. 1 liegt unmittelbar neben dem kleinen Marktplatz im griechischen (nördlichen) Altstadtviertel, Markt Nr. 2 am Ende der einspurigen Ampelregelung im türkischen (südlichen) Altstadtviertel. Kartenmaterial: Ich habe insgesamt vier ausprobiert und kann nun ausnahmslos die Karte vom Verlag Anavasi aus Athen empfehlen, diese lässt sich auch in Deutschland bestellen. Mal abgesehen vom schönen Werbslogan „Waterproof & Tearproof“ ist dies die aktuellste Karte, Stand bei mir war Ende 2024. Außerdem lässt sich diese wohl in einer App nutzen, die ich allerdings selbst nicht getestet habe. Hinweis: Trotzdem enthält die Karte nur alle offiziellen Straßen und Wege, die Querfeldeinabschnitte sind wie erwähnt nur per GPS machbar. Ausrüstung: Auf die persönliche Ausrüstung möchte ich nicht intensiv eingehen, jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Ich habe aufgrund der Wettervorhersage eine Basisausrüstung im Komfortbereich von 10 Grad Schlaftemperatur ausgewählt, damit bin ich sehr gut gefahren. Ich hatte einmalig an Tag 7 eine Stunde tagsüber richtig starken Regen, wo mir die Regenjacke gute Dienste geleistet hat. Nachts hat es mehrfach geregnet, weshalb die Mitnahme des Außenzeltes die richtige Entscheidung gewesen ist. Aufgrund der Bodenbotanik empfehle ich allerdings dringend vernünftige Wanderschuhe mit Schaft sowie das Mitführen eines Wanderstocks für die steilen Abschnitte. Und leichte Aquaschuhe haben mir beim Baden sehr gute Dienste erwiesen, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Seeigel. Zu beidem mehr im Post mit den Etappenbeschreibungen. 11 Kontakt mit den Einheimischen – Mobilfunkempfang - Naturschutzgebiete Kontakt mit Einheimischen: Auf dieser Route wird man aufgrund der örtlichen Begebenheiten unweigerlich insbesondere mit den örtlichen Bauern in Kontakt kommen. Ich habe, wie bereits teilweise beschrieben, ausnahmslos positive Erfahrungen gemacht. Mir wurden alle Tore geöffnet und immer wurde gefragt, was ich mache und warum es ausgerechnet ihre Heimat Lemnos zum Wandern geworden ist. Oft wurde lachend mit dem Kopf geschüttelt, mehr als einmal hat man mich als Helden bezeichnet oder mich umarmt. Am ersten Abend habe ich mich tatsächlich kurz etwas unwohl gefühlt, weil zwei Jäger – die Vogeljagd ist auf der Insel noch weit verbreitet – vor der Dämmerung mit ihren Flinten und ihren Jagdhunden im Bereich meines Zeltes unterwegs waren und diese mich auch definitiv gesehen haben mussten. Sie kamen gegen ca. 19 Uhr Ortszeit, also bereits im Dunklen, zurück und leuchteten erneut mit einem großen Scheinwerfer ihres Pickups die Brackwasserlagune ab. Einen direkten Kontakt gab es nicht, mein Unwohlsein war im Nachhinein unbegründet. Im Gegenteil hatte ich keinerlei negative Erfahrungen. Mehrfach bin ich direkt über Höfe und privates Besitztum gelatscht, aber das gehört wie erwähnt bei der lokalen Bevölkerung einfach dazu. Man hat mich dabei sogar mehrmals gefragt, ob man mich mitnehmen oder mir anderweitig helfen könne. Die Hilfsbereitschaft hat mich ehrlich begeistert. Verständigung: Außerhalb von Myrina kann auf Lemnos eigentlich niemand Englisch sprechen. Daher empfehle ich, vorab die griechischen Sprachpakete einer Übersetzungsapp auf das eigene Telefon zu laden, um immer kommunizieren zu können. Mobilfunkempfang: Der ist grundsätzlich fast überall vorhanden, aber eben nur fast. Auf der Fako-Halbinsel und dem kompletten nordwestlichen Inselbereich gibt es einige blinde Flecken, in denen man keinerlei Verbindung hat. Ich habe standardmäßig ein InReach-Gerät mitgeführt und würde dieses zumindest für Solobegehungen insbesondere für etwaige Notfälle in diesen Bereichen empfehlen. Ansonsten findet man ein Mobilfunknetz ohne Probleme jederzeit innerhalb einer Halbtagesetappe. Naturschutz: Die Halbinsel von Fako, Teile rund um den höchsten Berg Vigla, die Dünen und der geologische Park an der Nordküste und auch die Salzseen an der Ostküste sind teilweise als Naturschutzgebiete gemäß den Habitat-Richtlinien „Natura 2000“ der europäischen Union ausgewiesen. Das sieht man auf etlichen, auch aktuellen Wanderkarten wie von Anavasi leider nicht. Zur Erklärung: Diese EU-Naturschutzgebiete werden zwar als für Vögel und Flora besonders schützenswert ausgewiesen, unterscheiden sich aber in ihrer Beschaffenheit extrem, oft ist ein generelles Betreten durch den Menschen erlaubt, auch querfeldein. Eine gemeinsame Nutzung von Natur und Mensch schließt sich also nicht grundsätzlich aus, Betretungsverbote sind eher die Ausnahme. So ist es auch auf Lemnos. Die genannten Orte sind zwar als Naturschutzgebiete ausgewiesen, werden hier aber sehr intensiv mit Ziegen und Schafen beweidet und daher auch mit deren Trails belaufen. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden, wie er mit der Natur umgeht. Die von mir hier bereitgestellte Tour führt durch den Lebensraum von seltenen Pflanzen, Tieren, durch Dünenlandschaften und über einen der letzten Salzseen Europas. Ich selbst folge dem Eindrücke-Fußspuren-Kodex und hatte damit auf dieser Wanderung wunderbare Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – mit griechischen Landschildkröten, Gottesanbeterinnen, Fledermäusen, der ein oder anderen Schlange und mehreren Scheltopusiken (ja, den kannte ich vorher auch noch nicht, sucht selbst nach dem Begriff, mehr dazu unter Punkt 14). Und von dem Duft des wilden Thymians will ich gar nicht sprechen – wer aber damit Probleme hat, durch den Lebensraum dieser Tiere und Pflanzen zu laufen, sollte die Route vielleicht besser bleiben lassen. Es besteht übrigens auf jeder Etappe die Möglichkeit, den selbst verursachten und mitgetragenen Müll in Sammelbehältern zu entsorgen. Es gibt nämlich an den Straßen stehende Sammelmülltonnen, die in regelmäßigen Abständen geleert werden. 12 Militäranlagen Aufgrund ihrer Lage nahe der türkischen Küste verfügt Lemnos über mehrere militärische Anlagen und Stützpunkte, welche insbesondere eine Infrastruktur für die griechische Luftwaffe bereitstellen. Es ist in Griechenland unter Strafe verboten, Fotos von militärischen Anlagen zu machen oder diese im umzäunten Sicherheitsbereich zu betreten. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir bestätigt, dass insbesondere von Touristen angefertigte unberechtigte Fotos alle Jubeljahre mal vorkommen, die Strafen reichen dabei von Geld- bis hin zu tatsächlichen Gefängnisstrafen. Die Polizei und auch die Wachsoldaten sind berechtigt, bei der Kontrolle von Personen die mitgeführten Mobiltelefone und sonstigen Kameras anzusehen und diese auf unberechtigte Fotos zu durchsuchen. Nach meiner Recherche wurde das in der Vergangenheit auch tatsächlich gemacht. Auf Etappe 1 (Stützpunkt unmittelbar hinter dem Ortsausgang von Myrina), Etappe 4 (Überschreitung des höchsten Berges Vigla), Etappe 5 (Stützpunkt vor Moudros) und Etappe 9 (Nordostkap) hat man auf dieser Route unweigerlich Berührungspunkte mit dem Militär. An allen Stützpunkten sind bereits ca. 200 Meter vorher große Schilder aufgestellt, die Fotos und Drohnenflüge untersagen. Aus meiner Sicht am kritischsten ist hierbei die Überschreitung des höchsten Berges Vigla bei Etappe 4, da auf diesem die Radardome für die Luftraumüberwachung der nördlichen Ägäis liegen und der eigentliche Gipfelbereich damit hinter dem Zaun militärisches Sperrgebiet ist. Zusätzlich erreicht man den Gipfel querfeldein und läuft unmittelbar an der Straße bzw. dem Einfahrtstor zum Stützpunkt vorbei, wo normalerweise niemals ein Tourist einen Fuß hin verliert. Ich bin da ehrlich gesagt einfach dran vorbei gelatscht, bis auf drei zivile Autos innerhalb der Umzäunung habe ich keinerlei Aktivitäten geschweige denn Wachsoldaten gesehen. Von mir hat auch trotz der dort installierten Kameras offensichtlich niemand Notiz genommen, wie auch auf dem Rest der Wanderung nicht. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir gesagt, dass man sich im Falle einer Kontrolle einfach kooperativ verhalten und seine Wanderabsichten äußern soll. Im Zweifel soll man das Mobiltelefon oder die Kamera vorzeigen und beweisen, dass man keine direkten Aufnahmen der Anlagen gemacht hat. Ich hatte keinerlei Kontakt mit Wachsoldaten, habe mich aber an die Regeln gehalten und niemals direkte Aufnahmen der Militäranlagen gemacht. In der Gesamtschau war dieser Punkt sehr entspannt. Nichtsdestotrotz möchte ich dies erwähnen, da ich nach meiner vorhergehenden Internetrecherche etwas Bammel hatte, der im Nachhinein aber völlig unbegründet gewesen ist. Macht euch also nicht unnötig Stress mit den Gedanken darüber. Und dazu noch historisches Nice-to-know: Unabhängig davon hat Lemnos militärisch gesehen eine sehr lange und aus meiner Sicht interessante Geschichte durch ihre besondere Lage vor den Dardanellen. Man sieht auf der Wanderung immer wieder Bunkeranlagen und Küstenbefestigungen aus den beiden Weltkriegen, teilweise nebeneinanderstehend sowohl aus dem britischen Gallipoli-Feldzug im ersten als auch von der Besatzung durch Nazi-Deutschland im zweiten Weltkrieg. Ein oder zwei meiner Zeltplätze liegen auch unmittelbar an alten Küstenbunkern oder Strandbatterien. 13 Was euch vom Trek abhalten könnte Kurz und schmerzvoll: 1. Dornige Birbanelle und andere Stachelpflanzen: Die komplette Insel ist in den Querfeldeinabschnitten von diesem kleinen, äußerst stacheligen Busch und anderem Kraut überwuchert, welches durch das konsequente Wachstum von Stacheln versucht, dass wenig vorhandene Wasser gegen Fressfeinde zu verteidigen. Obwohl ich die Büsche nicht verzehren möchte, gelangen die Stacheln ohne zu fragen problemlos durch jede Hose, sodass ich bereits nach zwei Tagen den Kampf aufgegeben und einfach mit kurzen Beinen weitergelaufen bin. Die Schienbeine sahen jeden Abend aus, als hätte man ein Jugend-forscht-Projekt im Hauptfach Akupunktur an mir durchgeführt. Die Stacheln nerven, tun aber nicht wirklich stark weh. Ich empfehle, vernünftige Schaftschuhe auf der Wanderung anzuziehen, damit man die Büsche in den Bereichen platttreten kann, in denen man die Ziegentrails verliert. 2. Der Geruch von Schaf- und Ziegenexkrementen: Die gesamte Insel wird intensiv für die Beweidung mit den genannten Tieren genutzt, welche dementsprechend häufig ihre Köttel in die Landschaft ablassen. Mich persönlich hat das nicht gestört, aus Erfahrung mit unserer damaligen Jordanien-Planung weiß ich aber, dass es Wanderer gibt, die sich explizit daran stören. 14 Was euch für den Trek motivieren könnte 1. Das Einlassen auf das Abenteuer. Mal wirklich ein ganzheitliches Abenteuer ohne bestehende Route. Was aber trotzdem wunderbar klappen wird. 2. Völlige Abgeschiedenheit auf einem Wanderweg, den es so nicht gibt. Niemand geht einem auf den Senkel, man kann tun und lassen, was die persönliche Auseinandersetzung mit der Natur hergibt. 3. Intensive Begegnungen mit der örtlichen Fauna. Man fängt plötzlich völlig sinnbefreit an, mit Schildkröten zu sprechen und fragt sich dauerhaft, was sich die Evolution bei der Entwicklung von Scheltopusiken da eigentlich so gedacht hat. Der Moment, wenn die Gottesanbeterin mit ihren beiden Fangarmen in deine Richtung argumentiert und sich offensichtlich darüber beschwert, dass du ihr die Sonne genommen hast. Und der Moment, wenn am Ende von Tag 5 bei Faraklos beim Abendessen tatsächlich Delfine in der Bucht herumhüpfen. 4. Der Genuss einer wunderbaren Landschaft, die einen als Beobachter in Ruhe lässt. Einer Landschaft, die eigentlich völlig flach und gleichzeitig ziemlich anstrengend ist. Und bei der einem aber trotzdem ständig die Kinnlade runterfällt, wenn man doch mal in die Ferne schaut. 5 Die für mich neue Möglichkeit, beinahe jeden Abend im Meer schwimmen gehen zu können. Gegen diese Form des Waschens kommt keine auch noch so intensive Deo-Dusche an. 5. Die ehrliche Dankbarkeit der auf Lemnos lebenden Bevölkerung. Das kann ich nicht beschreiben, dass muss man vor Ort selbst erleben.
    3 Punkte
  16. omnom

    Empfehlung für Navigationsapp

    Da ich Single-Trails bevorzuge plane ich meine Touren immer in Komoot, da ich dort anhand der hochgeladenen Fotos schnell sehen kann, wie breit/idyllisch/wild die Wege sind. (Kennt jemand etwas besser geeignetes dafür?) Dann exportiere ich die gpx und importiere sie in garmin connect und mapy. Auf dem Trail navigiere ich dann im Wesentlichen nur mit der Garmin Uhr, habe aber die Route in der mapy app auf dem Smartphone für all die Fälle, wo mir das Display der Uhr nicht ausreicht, ich mir aber schnell einen gößeren Überblick verschaffen möchte oder nach POI suchen will. So vebraucht mein Routing insgesamt nur sehr wenig Energie. Kleiner Nachteil: mit derart importierten Routen kann man in mapy kein Routing nutzen, nur die Route auf der Karte anzeigen lassen.
    3 Punkte
  17. Meine Standardantwort immer wenn sich jemand beklagt, wie gestresst er doch sei: "Stress hat man nicht, Stress macht man sich."
    3 Punkte
  18. So eine hab ich auch noch 😀
    3 Punkte
  19. Auch Luft- und Selbstaufblasende Matten kann man übrigens in vielen Fällen auf Torso Länge kürzen. Von mir bereits mehrfach so praktiziert und solange man sorgfältig ist, hält das auch dicht. Zum Thema Nordisk Ven Alternative: Es gibt noch Restbestände der Nemo Zor20, die effektiv ähnlich ist. https://www.auvieuxcampeur.fr/matelas-auto-gonflant-zor-20-short.html
    3 Punkte
  20. Ich hatte damals den Exped Rucksack Poncho, der hat an der unteren Kannte, also zwischen den Beinen, wenn geschlossen, einen Druckknopf, d.h. da weht nix hoch, falls du darauf anspielst. Nee, die Geräuschkulisse ist an den „Ärmel“ Öffnungen entstanden. Eine Jacke liegt ja relativ eng an, da flattert halt nix, egal wie viel Wind da ist. Habe mir letztens bei Ali einen UL Poncho bestellt, der Ärmel hat. Werde ihn bei Gelegenheit ausprobieren, und einen Bericht schreiben!
    3 Punkte
  21. Letztes Jahr nach meinem Camino hatte ich dann die Bewertungen von Robert Klink zum Favuit 50 L im Vergleich zum G4Free gesehen. https://www.youtube.com/watch?v=HuNIlw57jjM&t=696s Der von dem Youtuber dort angegebene Link führt zu einem Rucksack mit der Bezeichnung "Favuit Wanderrucksack 30L". Die Beschreibung erläutert dann, dass zu den 30 L Innenraumvolumen noch ca. 20 L durch die Seiten- und Fronttaschen hinzukommen, wodurch man die 50 L erhält. Die Innenraumabmessung des Favuit 50 ist mit 30 x 15 x 62 cm³ gegenüber dem G4Free mit 34 x 20 x 58 cm³ deutlich, genauer: um 10 L, kleiner. Beim G4Free werden die beiden Seitentaschen und die Fronttasche nicht zum Packvolumen mitgezählt. Ausgehend davon, dass beide Seitentaschen je ca. 4 L, die einzige Fronttasche 4 L und die Kopftaschen (2) insgesamt 5 L Volumen bieten - das ist nur eine Schätzung - läge der G4Free bei ca. 57 L Packvolumen. Der o.g. Link zum "Favuit Wanderrucksack 30L" bietet den Rucksack für 27,45 € an. Die Seite verweist allerdings noch auf den baugleichen Rucksack von Dearback für 23,99 € (Angebot ist befristet). Beide Rucksäcke sind identisch ... Wenn man die beiden Seiten vergleicht, fallen als erstes die unterschiedlichen Bewertungen auf. Dearback verzeichnet 19 Bewertungen und deutlich mehr Kritik, während die Favuit-Seite sich mit über 100 Bewertungen im oberen Bereich bewegt. Zu meinen ersten Eindrücken: Der Rucksack kam ordentlich verpackt an und hat sich nach 2 Tagen komplett entfaltet. Der Favuit 50 ist passabel verbaut. Die Nähte sind ähnlich wie die des G4Free und mit Schrägband nochmals eingefasst. Die Reißverschlüsse machen eine stabilen Eindruck. Auch das Material aus dem beide Rucksäcke bestehen ist sehr ähnlich. Die Schultergurte des Favuit sind stabiler und mit dickerem 3D-Mesh aufgebaut. An den Gurten befinden sich Schnallen zur Befestigung von Taschen, Flaschenhaltern etc. Er verfügt über einen gepolsterten Beckengurt und eine Rückenpolsterung, die eine , wenn auch geringe, Durchlüftung garantieren soll. Das Gurtband wurde jedoch nur an der Spitze der Seitenflügel befestigt - da entsteht Zug, das wird im Wortsinn spannend. Der erste Befüllungsversuch zeigte bereits die Grenzen des Rucksacks auf. Der Tragekomfort ist jedoch erkennbar höher beim Favuit 50L. Das liegt vor allem an der Rückenverstärkung/-polsterung. Hier muss man beim G4Free deutlich konzentrierter Packen, damit nichts im unteren Rücken drückt oder sich hervorhebt. Der Favuit 50L müsste sich nun in einem Testlauf bewähren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich den Rucksack behalten werde. Zumindest für Mehrtagestouren erscheint er mir nicht optimal und würde sogar in meinem Fall gegen den G4Free nicht bestehen, da er 10 L weniger Innenraum bietet, den ich primär bepacke. Er ist etwas schmaler und etwas flacher. Das bietet z.B. auf den schmalen Brücken des Dingle Way oder den engen Wegen der Teilstrecken einiger Caminos Vorteile. Zurückschicken werde ich ihn nicht, vor allem um meine Ökobilanz in dieser Sache nicht noch mehr zu zerstören. Er findet seinen Platz vermutlich in der erweiterten Familie irgendwo im Bereich von Tagesausflügen. Sollte es noch einen Test geben, poste ich das Ergebnis hier. Soweit also mein Vergleich zweier Rucksäcke im Lowest-Budget Bereich
    3 Punkte
  22. Bin auch seit Jahren mit dem Victorinox SD (allerdings in der Alox Variante) unterwegs und das reicht bei mir auch für 99% der Anwendungen auf Tour. Ich habe aber für deinen Anwendungsbereich noch zwei günstige Carbonstahl Alternativen im Angebot. Wenn es aber Richtung Skandinavien geht und du wie gesagt etwas mehr Holz bearbeiten willst und nen Feuer anzünden möchtest kann ich das BPS Finn Lite empfehlen. Wiegt 68 g ohne die Scheide ( die liegt nochmal bei 25g). Ist nen 1066 Carbonstahl der sich aber auch dank des scandi Grinds easy nachschleifen lässt und meiner Meinung nach auch ne gute Schnitthaltigkeit (für den Preis) an den Tag legt, besonders wenn man das Messer dann und wann mit nem Leder abzieht. Ist auch Full-Tang und kann gut was ab, natürlich in für diesem Gewichtssegment angemessenen Maßen (etwas mehr Vorsicht bei der feinen Spitze und wenn man auf Nummer sichergehen will kann man die Schrauben der Griffschale noch verkleben, die können sich bei sehr viel schwerer Batoning Arbeit leicht lösen, hab sie am Anfang einmal leicht nachgezogen und dann aber auch ohne Kleber nie Probleme gehabt, das Messer ist aber auch keine Axt :D). Die Messerkante oben ist auch recht steil geschliffen, sodass es auch als Anzünder für nen Feuerstahl taugt ohne groß nachzuschleifen. Dabei kostet das Teil nur 25-30 Euro und ist mit nem richtigen Griff versehen (sehr angenehm in der Hand bei längeren Holzarbeiten!). Is nen tolles Schnitzmesser dank der feinen spitze und des scandi Schliffs. Meiner Meinung nach ist das Teil im Puukko Stil auch ein echter Hingucker. Ich persönlich bin aber auch eher fan von klassischem Look anstelle des tactical Looks. Gibts online auch nen paar YouTube videos zu. Ne andere klassische und leichtere Alternative ist sonst noch das Mora 1/0 mit 40g und 17g Scheide. Etwas feiner und wie die classics bei Mora nicht mit Full-Tang, aber mit einem bis zum ende durchlaufenden verjüngten Erl. Wer weiß was er tut kommt damit auch locker hin um nen bisschen kleines Feuerholz zu spalten, nen paar feathersticks zu schnippeln und nen Feuer zu starten. Die Oberkante ist hier allerdings leicht abgerundet, was angenehm fürs schnitzen ist, aber mit nem Feuerstahl nicht so super harmoniert, kann man aber auch easy nachschleifen. Am Ende kann ich dir aber auch nur empfehlen was zu nehmen was dir Spaß macht. So nen Messer ist ja nen Luxusgegenstand, den man nicht unbedingt benötigt, wenn man schon das Mehrgewicht in Kauf nimmt dann sollte man auch was dabei haben was einem auf Tour auch wirklich Spaß macht. Wenn du dich da in nen Messer verguckt hast und dann noch planst es für nen Feuer zu nutzen, go for it. Meiner Meinung nach gehts darum draußen in der Natur Spaß zu haben und die Zeit zu genießen, wenn da nen spezielles Messer deine Tour wirklich verschönert, hol dir das und nimms mit, wiederverkaufen und gegen nen anderes austauschen geht ja am Ende auch immer noch.
    3 Punkte
  23. So letztes Update vor meinem Urlaub. Morgen mach ich nichts mehr! *hoff* @HEB Ist nun geändert und noch paar andere Ding. 🎨 UX/UI Optimierungen* Tausendertrennzeichen bei Gewichten: Bei deutscher Sprache werden Gewichte ≥1000g mit Tausendertrennzeichen angezeigt (999g → 1.000g, 10.000g, 100.000g) Scroll-Position bleibt erhalten: Beim Bearbeiten von Items in der Ausrüstungsansicht bleibt die Scroll-Position erhalten - kein nerviges Zurückscrollen mehr nach dem Speichern Maßeinheit im Kuchen-Diagramm: Im Kuchen-Diagramm (Trip-Detail und geteilte Listen) wird jetzt die Maßeinheit in der Legende angezeigt (z.B. "4.270 g" statt nur "4270") Eigene Bestätigungsdialoge: Alle Bestätigungen und Benachrichtigungen (löschen, hinzufügen, etc.) erscheinen jetzt in einem zentrierten, zum App-Design passenden Modal statt Browser-Standard-Dialogen Packtaschen-Dropdown Styling: Das Dropdown zur Zuweisung von Items zu Packtaschen/Packsäcken hat jetzt professionelles Styling mit Hover- und Focus-Effekten Klarere Packtaschen-Benennung: Label geändert von "Gruppe zuweisen" zu "Packtasche zuweisen:" für besseres Verständnis Mobile Dropdown-Optimierung: Packtaschen-Dropdown nimmt auf mobilen Geräten (unter 480px) die volle Breite ein Einheitliche Trip-Karten: Trip-Karten haben jetzt eine einheitliche Höhe - Gewichtszusammenfassung und Pack-Fortschritt sind immer am unteren Rand ausgerichtet, unabhängig davon, ob Datum/Ort/Beschreibung vorhanden sind *Die Features Übersicht wurde über ein KI Prompt generiert und von mir inhaltlich geprüft und angepasst!
    3 Punkte
  24. @khyal (Vorprogrammierte Nachrichten): Ja, das geht absolut und ist eines der genialsten Features für "nasse", kalte oder stressige Einsätze! Du definierst einfach vor der Tour in der Handy-App deine festen Sätze (z.B. "Alles okay", "Könnt nachkommen", usw.). Wenn das Gerät dann wasserdicht im Aquapac auf dem Deck klemmt oder du dicke Handschuhe trägst, bleibt das Handy sicher verstaut. Du nutzt dann einfach den Button am Meshtastic-Gerät, um durch diese Nachrichten zu zappen und sie per Knopfdruck abzusenden. Wer selber basteln kann dafür auch einen Drehregler nehmen, in der Software ist dieser schon programmiert, man muss nur angeben an welchen Pins er gelötet ist und schon funktioniert er. @6feet10 Ganz klare Antwort: Nein, langes Warten lohnt sich eigentlich nicht. Die grundlegende Hardware ist weitgehend "ausentwickelt". Es gibt in der EU einen gesetzlichen Höchstwert für die Sendeleistung auf diesen Frequenzen. Dieser Maximalwert wurde von der aktuellen Hardware bereits erreicht – da kommt in Zukunft also nicht plötzlich ein Gerät, das legal zehnmal stärker funkt. Auch die Einzelteile für das perfekte Gerät sind schon längst auf dem Markt: - Es gibt extrem stromsparende Boards (mit nRF52-Chip). - Es gibt leistungsstarke Sender (wie beim Heltec V4 oder dem E22-Modul). - Es gibt extrem sparsame E-Ink Displays. Was aktuell als fertiges kommerzielles Produkt im Laden noch fehlt, ist schlichtweg die Kombination aus allem: Ein stromsparender Chip gepaart mit einem starken Sender und einem E-Ink Display. Genau das gibt es momentan nur als Community-Lösungen zum Selbstbauen. Hier kann man durchaus erwarten, dass in nächster Zeit mal etwas Fertiges von den Herstellern rauskommt. Aber abgesehen davon gibt es hardwareseitig schon alles. Die wirklichen Sprünge in den nächsten 5–10 Jahren werden bei der Software (dem Mesh-Routing und der App) passieren – und die Updates ziehst du dir dann einfach kostenlos per USB-Kabel oder Bluetooth auf dein jetziges Gerät.
    2 Punkte
  25. Hallo zusammen, ich bin Marcus Marcus Ende 40 und komme vom linken Niederrhein. Ich beginne gerade erst mich mit dem Fern- und Ultraleichtwandern zu beschäftigen. In den letzten Jahre bin ich überwiegend in Kroatien gewandert. Im Mai werde ich zum ersten Mal mit Zelt und Schlafsack unterwegs sein. Ich bin dann mit Freunden im Velebit Gebirge an der Kroatischen Adria unterwegs. Ich freue mich auf Austausch und Informationen. Viele Grüße Marcus
    2 Punkte
  26. Agger (20 km östlich / südöstlich Köln – meist benutzter Einstieg 5 km von mir ) Wo die Sülz beschrieben wird, muß natürlich auch die Agger her, die Sülz fließt ja in die Agger, die in die Sieg und die in den Rhein. Die Agger kann entweder unabhängig von der Sülz bepaddelt werden, oder solo, wenn z.B. der Pegel in der Sülz zu niedrig ist (dann geht auf der Agger häufig noch etwas) oder bei hohen Pegeln die Sülz für Teilnehmer zu herausfordernd bzw gefährlich ist. Das empferhlenswerte Stück der Agger ab Overath bis zum Delphin oder Aggerwehr sind gut 20 km. Auch wenn man die Agger schon ab Vilkerath gut paddelt kann, macht es aus verschiedenen Gründen Sinn, die Agger ab Overath zu paddeln, perfekter Einstiegsort ist direkt flußabwärts der Brücke über die Agger (Strasse nach Marialinden / Much) hinter Overath. Dort gibt es eine große ebene Wiesenfläche, auf der man auch viele Boote parallel vorbereiten kann, es sind nur ein paar Hundert m vom Bahnhof und falls man mit dem Auto zum Einstieg kommt, kann man das entweder hinter der Brücke am Erdweg (daß der Rettungsweg frei bleibt) oder im Wohngebiet (ein paar Hundert m weiter Richtung Much) abstellen. Die Agger darf man umgerechnet ab Pegel Overath 60 paddeln, das ist dann aber für absolute Newbies grenzwertig, da man dann sich an verschiedenen Stellen den Weg zwischen hochstehenden Steinen suchen muß. Bei 70 ist alles plattgebügelt und ausser der Pausenproblematik 8wenig Kehrwasser bzw Stellen, wo man gut raus kommt) ist die Agger dann newbietauglich (wobei imho Newbies generell halt besser in Begleitung von jemand Erfahrenen Paddeln sollten). Ab so grob Mündung Sülz läuft die Agger durch ein Naturschutzgebiet, dort gilt die Regel, daß man nur an den offiziellen Ein/Ausstiegstellen Pause machen darf bzw die Tour beenden. Gut daß wenigsten die Bauern mit den Treckern die Wiesen am Ufer entlang dürfen, die Jäger nach den Hochsitzen zu urteilen, Tiere schiessen dürfen und man vom Wasser durch Griller, Angler, Hundeausführer und am Wochenende schon mal Zeltler beobachten kann, aber natürlich verstehe ich, daß das eine völlige Überlastung der Natur wäre, wenn wir paar Paddler uns dann in einer Pause dazu setzen würden Aber das ist auch keine wesentliche Einschränkung, da man vorher Pause machen kann und an den Stellen, wo es Sinn macht, die Tour zu beenden, gibt es entweder eine offizielle Ausstiegsstelle oder eine Stelle, wo man die Natur nicht schädigt, da man auf eine Betontreppe aussteigt. Die beste Ausstiegsstelle ist beim Kanuclub Delphin (Luisenstraße 175, 53721 Siegburg), im Flussabwärts gelegen Teil des Ausstiegs gibt es neben der Treppe auch quer angebrachte Röhren, über die man das Boot auf die Wiese ziehen kann. Da ein längeres Kehrwasser an der Stelle ist und man sie schon länger vorher erkennen kann, ist die Stelle newbietauglich, ohne daß man mit einem Wurfsack absichert. Ca 1 km weiter gibt es noch eine inoffizielle Ausstiegstelle, die leichter zu bewältigen ist, als es bei einer vorherigen Besichtung aussieht, da dort ausser bei hohen Pegeln durch den Wehr-Rückstau kaum noch Strömung ist. Direkt vorher paddelt man unter einer Brücke durch, dort nicht durch den Zwischenraum zwischen dem rechten Pfeiler und Ufer paddeln, dort ist es zu flach und häufig durch Bruchholz dicht, sondern mit etwas Sicherheitsabstand links am rechten Pfeiler vorbei und direkt nach dem Kehrwasser hinter dem Pfeiler zu der kleinen Betontreppe rechts in der Uferböschung rüber paddeln. Vor der Treppe ist ein Kehrwasser, was auch für 2-3 Boote ausreicht, oben genügend Rasenfläche um mehrere Packrafts parallel zu packen. Die Bzushaltestelle (Uferstrasse) ist ca 200 m weg, schräg gegenüber an der Nelson-Mandela-Str. ist rechts von einer grossen Firmeneinfahrt ist eine kurze Erdpiste, wo man gut Autos parken kann (Toreinfahrt der Firma weiträumig für große Lastwagen, Feuerwehr frei lassen). Aggerwehr - Achtung unbedingt lesen, falls man in die Sieg weiter paddeln will Zumindest alle Flußbeschreibungen, die ich im Inet zur Agger gefunden habe, sind diesbezüglich falsch bzw stimmen nur bei extremen Niedrigwasser, ich vermute, daß die evtl voneinander abgeschrieben sind. Dort steht, daß man ganz rechts an der Wehrkrone überheben und die Wehrbefestigung runterlaufen könnte. Das geht nur bei extremen Niedrigwasser, ansonsten wiurd die Wehrkrone auch in dem Bereich stark übersströmt, daß man dort weder vernünftig aussteigen noch die Befestigung runter laufen kann. Das eigentliche Wehr kann man aufgrund der vielen großen Steine im Unterwasser nur mit hohen Verletzungsrisiko paddeeln. Ab mittleren Wasserständen ist die Strömung vor der Wehrkrone zu stark um zu der beschriebenen Treppe zurückzukommen. Also wer weiter paddeln will, an der Betontreppe aussteigen, über den Radweg ein paar Hundert m umtragen und im Unterwasser bei den Grillern & Badenden wieder einsetzen. Nur der Ordnung halber, das ist keine offizielle, erlaubte Umtragestelke unterwegs... Austiegstelle vor dem Wehr von oben, im Hintergrund das Wehr, vorne rechts die beschriebene Treppe Ausstiegstelle von Land in der Bildmitte der Brückenpfeiler an dem man in Paddelrichtung gesehen noch links vorbei paddelt Das Wehr von unten linmks der Bereich, bei dem man nach div Beschreibungen angeblich über die Wehrkrone heben und trocken runterlaufen kann
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  27. Tag 1 – Stockholm - Hemavan Vorab: Wenn ihr nicht vorhabt komplett die ganze Zeit wild zu zelten, kauft euch den 1 Jahres STF-Membership. Ich hab’s viel zu spät gemacht, erst in Saltoluokta. Die Mitgliedschaft hat dieses Jahr 375 Kronen gekostet, ca. 35 Euro, aber wenn Du zum Beispiel bei schlechtem Wetter die Einrichtungen der Hütten benutzen möchtest (kein Gasverbrauch, geschützt, teilweise Trockenraum und Saunanutzung), dann zahlst Du als STF Mitglied für das Aufstellen des Zeltes statt 300 Kronen nur noch 200 Kronen. Als ich im Flughafen von Stockholm ankomme muss ich erstmal die 400 gr. Dose Milchpulver in einen Ziplockbeutel umfüllen. Ja, es gab nur 400 gr. als Minimum. Aber bei gefühlten zusätzlichen 500gr. Würfelzucker und ner Menge English Breakfast Teebeuteln macht das dann auch fast keinen Unterschied mehr. Beim umpacken fällt mir in dem Bereich ein großer Löke auf, der auch einen Rucksack dabeihat, da es hier nur der Bereich war wo es nach Hemavan ging war klar, dass es ein anderer Hiker sein muss. Kurz mit ihm ins Gespräch gekommen, es stellte sich heraus, dass es ein Schwede war, der auch in die Richtung wollte wie ich. Schön dachte ich, bin ich zu mindestens nicht der einzige NOBO. Enthusiastisch wie ich war sagte ich ihm noch, dass ich nach Ankunft um ca. 16.00 noch wandern wollte, ca. 12 km. Das Flugzeug kam pünktlich und wir mussten vor Hemavan noch einen Zwischenstopp in Lycksele machen und kamen dann auch um 16.00 in Hemavan an. Kleiner Flughafen, man geht dann zu Fuß durch ein Gebäude und wartet davor auf dem Parkplatz, dass das Gepäck dann rausgefahren wird und man sein eigenes dann einsammeln kann. Dort habe ich dann noch 2 andere Hiker getroffen, Hans oder auch Hasse genannt und Schwede und Mattesch aus Polen. Hasse wollte nur nach Amarnäs und Mattesch hatte wohl nur 2 Wochen und hatte daher vor, jeden Tag 30km zu wandern. Vielleicht war ich etwas naiv oder verwöhnt von anderen Wanderungen, dachte ich doch tatsächlich, dass hier Schilder wären, wo es zur STF Fjällstation geht, oder woher ich mein Gas herbekomme. Aber man kann ja auch einfach mit Menschen reden. Gesagt, getan, ca. 500-750m vom Flughafen gab es dann eine Tankstelle, die aber in 30 Minuten dicht macht, also dort hingestratzt, nach Gas zum Kochen gefragt, was zur allgemeinen Erheiterung des Verkäufers und der umstehenden Personen geführt hat. Und noch ein Feuerzeug gekauft. Gegenüber der Tankstelle gab es noch einen Supermarkt, also dorthin, 2 andere etwas abgerockte Hiker getroffen, die ihre Tour von Abisko aus gerade beendet hatten und an der Steckdose außen am Pfosten fürs Unterdach in ca. 3m Höhe ihre elektrischen Geräte wieder aufgeladen haben und auf ihren Bus gewartet hatten. Kurz miteinander geschnackt, dann in den Supermarkt und erstmal reichlich kalte, zuckerinfusionierte Getränke gekauft, sprich Cola und eine Packung Pringles Sour Cream fürs Frühstück. Achja, ich vergas vielleicht einen nicht ganz unwichtigen Aspekt zu erwähnen, es war ausgesprochen warm in Schweden und ganz ungewöhnlich gerade im Nordteil von Schweden. Für mich, viel zu warm zum Wandern. Da es in Deutschland vorher eine längere Regenperiode gab, bin ich also von kühlerem Wetter zur wärmeren gewechselt. Ich weiß nicht wie spät es mittlerweile war, irgendwas zwischen 17.00 und 18.00 und mir wurde klar, dass das mit dem heute noch Wandern nichts mehr bei mir wird. Wenn ich wirklich früh aufstehe (automatisch), gehe ich teilweise schon um 18.00 ins Zelt, höre noch Hörbuch und penne dann irgendwann. Also Plan B, die STF Hütte finden, war am Ende nicht besonders schwer, die ist direkt am Weg zum Start/Ende des Kungsleden. Dann zur Rezeption, eine Nacht für ein Zelt gebucht, bin da nochmal duschen gegangen, versucht strategisch einen günstigen Schattenplatz zu finden, was nur bedingt geglückt ist, Sonnenuntergang, bzw. tiefer stehende Sonne irgendwas um 23.00 und Aufgang dann wieder 3.00 noch was. Egal, rein ins Zelt, versucht zu schlafen. Tag 2 – Hemavan – Viterskalet Wildzelten Ich bin dann wie immer recht früh wach, ca. 5.00, hab Sachen gepackt, meine zweite Cola getrunken, Wasserflaschen gefüllt, an der analogen Waage außen meinen Rucksack gewogen, ca. 16kg, ich weiß, gibt Schnappatmung bei manchen und bin dann langsam los. Geht zum Start etwas bergauf, aber slow and steady erstmal losgelegt, mich gleich kurz verlaufen, aber den Irrtum schnell bemerkt und dann den richtigen Einstieg/Start gefunden. Da ich wegen vorheriger Faulheit noch nicht fit und es viel zu warm war, wurde es ein recht kurzer Tag. Ich bin in Viterskalet bei der Hütte angekommen, habe gefragt ob Sie Getränke verkaufen, was glücklicherweise der Fall war, in der Regel ist es dann immer Bier und Cola, gefragt ob diese auch gekühlt seien, was bejaht wurde und mir ein inneres Lächeln auf meine Lippen zauberte, um dann festzustellen, dass gekühlt nicht unbedingt Kühlschrank meint, sondern auch ein Eimer mit Wasser aus dem Fluss, wo dann die Dosen drin stimmen. Aber mir war das wumpe, die Cola war auf jeden Fall kühler als außen und daher wunderbar. Dann nachgefragt ob ich hier in der Umgebung zelten dürfe ohne was zu bezahlen, was verneint wurde, weil man die Zeltplätze in der Nähe für die vorhalten wollte die dann auch die Einrichtungen nutzen und dafür zahlen, dann mitgeteilt, dass ich drüber nachdenke was ich mache und weiter Pause gemacht bis dahin. Der Tag war noch recht jung, bin ja um 6.00 ca. los, waren erst 11km und ich habe mich dann entschieden noch ein Stück weiter zu gehen, als Dankeschön für mich habe ich dann noch eine dritte Cola getrunken, sind 330ml Dosen die jeweils 40 Kronen kosten, also irgendwas um 3,80€ schätze ich pro Dose. Günstig war es nicht. 😊 Die Hüttenwirtin hat mir nach meiner Entscheidung mitgeteilt, dass es ca. 1 km weiter schöne Wildzeltplätze in der Nähe einer Hängebrücke geben würde, das war ganz nach meinem Sinne, ich also los zu diesem Ort für meine nächste Übernachtung. Irgendwann dann auch den Platz gefunden, schon einige Zelte dort gesehen in einem Bereich von ca. 750 m verteilt. Ich habe dann erfahren, dass viele auf den dort naheliegenden Berg Storfjället wollen und am Fuße des Berges übernachten um dann früh morgens dort hochzugehen. Übrigens, gehört hat man ja schon davon, ich war etwas naiv, aber zum falschen Zeitpunkt sind die Mücken und Brooms oder Bruums eine äußerst nervige Angelegenheit, und ja, der Zeitpunkt war definitiv falsch. Mücken kennt man, aber die Brooms sind Pferdefliegen auf Steroiden und beißen, auch durch Stoff. Das war eine weitere Erkenntnis, am besten nichts eng Anliegendes anhaben, was natürlich mit meinem Longsleeve Hoodie der Fall war. Unten rum hatte ich nur eine kurze Hose, dementsprechend sahen meine Beine am Abend auch aus wie ein Streuselkuchen. Aber auch da war ich selbst schuld, hatte mir in Stockholm noch eine Antimückensalbe gekauft, aber nicht drauf gemacht. Ich muss aber rückblickend sagen, dass die Lernkurve steil war und ich mein Verhalten in unterschiedlichster Weise später angepasst habe. Achja, bevor ich es vergesse, die Markierungen. Anfangs war ich etwas verwundert und dachte das wäre vielleicht eine schwedische Besonderheit. Häufig stecken 2-3m hohe Holzpfosten in der Erde die am oberen Ende dann häufig ein rotes X, ebenfalls aus Holz haben. Nach meiner Sozialisierung heißt das eigentlich, Stop, hier nicht lang, aber da es keine Alternativen gab, bin ich einfach hinterhergelaufen, habe allerdings anfangs noch aufs Handy geschaut um zu überprüfen ob ich richtig bin. Im Laufe meiner Wanderung hat sich dann das Rätsel gelöst. Es gibt 2 Kungsledenwege, einmal für den Sommer und einmal für den Winter. Manchmal können die auch überlappend sein, wieder was gelernt. Da es warm war, kein Schatten vorhanden, bin ich dann runter zum Fluß um meine Füße einfach bis zu den Knien in das kühle köstliche Nass zu tauchen, mich auf den Rücken zu legen und einfach für kurze Zeit die Erfrischung zu genießen und die Körpertemperatur dadurch abzusenken. Irgendwann dann wieder hoch, ab ins Zelt und ne Runde poofen. tbc...
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  28. @khyal Da liegst du mit 15 Sekunden zum Glück vieeeel zu hoch! Das ist die gute Nachricht. Bei den Standard-Einstellungen von Meshtastic ("Long Fast") dauert das Senden eines Positionspings oder einer Textnachricht nur ca. 0,5 bis 1,5 Sekunden. Das Gerät funkt aber nicht nur wenn du aktiv etwas schickst. Im Hintergrund sendet das Meshtastic-Protokoll regelmäßig von ganz alleine kleine Datenpakete (sogenannte "NodeInfos" mit Akkustand, Gerätenamen und Routing-Daten), um das Netzwerk am Leben zu halten. Unterm Strich gibt es über den Tag verteilt also deutlich mehr Sende-Impulse (Traffic), als man als User aktiv mitbekommt. Da diese Pakete aber extrem winzig und schnell gesendet sind, reißt der hohe Sendestrom (500-750 mA) am Ende des Tages trotzdem kein riesiges Loch in den Akku. Hier kommt die kleine schlechte Nachricht: Das Datenblatt sagt 75 mA für den ESP32. Das stimmt für den nackten Chip. Auf dem Heltec V4 hängen aber noch der Spannungsregler, die Ladeschaltung, der USB-Chip und das Display (selbst wenn es aus ist). In der Realität zieht das gesamte Board beim reinen Lauschen permanent eher 100 bis 120 mA. (Zum Vergleich: Ein nRF52-Board zieht im Dauer-Lausch-Modus (Bluetooth im Hintergrund an, LoRa-Chip permanent auf Empfang) nur ca. 5 bis 10 mA) Wenn ihr das wirklich auf 8 Stunden am Tag limitiert, ziehst du knapp 1 Ah pro Tag aus dem Akku. Das heißt, deine Rechnung mit der NB10000 Powerbank (umgerechnet ca. 30g Gewichtsanteil pro Tag für 2 Geräte) kommt in der Praxis trotzdem verdammt gut hin! Und was das Ganze für UL noch genialer macht: Wenn man ohnehin die dicke Powerbank zum Nachladen nutzt, braucht man am Heltec selbst gar keinen schweren 3000mAh Akku mehr mitzuschleppen. Ein kleiner 800mAh oder 1000mAh Lipo reicht als Tages-Puffer völlig aus, was das Basisgewicht des einzelnen Geräts nochmal spürbar drückt. Der neue Heltec V4 hat tatsächlich als eines der wenigen Boards einen eigenen Anschluss, nur für ein "nacktes" Solarpanel (4,7 - 6V). Für einen festen DIY-Einbau auf dem Hausdach oder einer Hütte ist das genial. Für uns Trekker macht dieser extra Ladeanschluss in der Praxis aber eigentlich wenig Sinn. Warum? Weil wir auf Tour ohnehin meistens ein handelsübliches Solarpanel mit normalem USB-Ausgang (für die Powerbank oder das Handy) dabei haben. Ein nacktes Spezial-Panel extra für das Heltec-Board mitzuschleppen, wäre totaler Quatsch. Man steckt das Board einfach über seinen normalen USB-C Port direkt an das vorhandene USB-Panel! Die Ladeelektronik auf dem Board kümmert sich dann genauso autark darum, den kleinen LiPo-Akku wieder vollzupumpen.
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  29. Die Montbell Stormcruiser hat mind. 8000km gehalten, bevor an einer Seite im Schulterbereich eine Beschädigung eintrat. Inzw. gibt es auch an den Nahtbändern abriebspuren. Die Decathlon Raincut war nie dicht, dank wasserdurchlässigem RV und so mancher Naht ohne Tape. Habe sie daher v.a. im Alltag genutzt und kaum auf Tour. Inzw. nach mehreren Jahren Nutzung im Alltag löst sich die Beschichtung großflächig. Die Marmot Superalloy Bio Rain Jacket hat 6 Wochen on Trail (v.a. Alpen) hinter sich und hat noch keine Schäden. Schäden im Schulterbereich lassen sich hinauszögern, indem man das Gewicht vom Rucksack reduziert und konsequent einen Hüftgurt nutzt um das Gewicht von der Schulter auf die Hüfte zu verlagern.
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  30. Hallo André, ich gehe den Jakobsweg von Mainz aus bis Santiago - allerdings in Etappen von 6 bis 10 Tagen . Dieses Jahr wird es von Chagny in Frankreich aus losgehen. Von Niedersachsen aus musst Du nicht zwingend über Paris laufen. Das wäre die nördlichste Route. Ich weiß ja nicht genau von wo in NI Du startest, aber alternativ wäre über Trier-Metz oder sogar am Rhein entlang bis Straßbourg und dann über das Elsaß durch die burgundische Pforte möglich. Der Vorteil der südlichen Routen ist das ab Besancon schon fast mediterane Klima und die landschaftliche Schönheit bzw. die Herausforderungen (Massiv Central). Wenn du einen südlicheren Einstieg wählst, kannst Du auch noch ein wenig von den deutschen Jakobswegen mitnehmen. Ein Tipp zur groben Planung und Übersicht: Ich habe an prominenter Stell in meinem Arbeitszimmer zwei ADAC-Karten (1:1.200.000) zusammengebastelt. Daran habe ich den groben Streckenverlauf abgesteckt. Soweit ein kurzer Kommentar. VG Marcel
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  31. Cullin

    Unterlage Isomatte UL

    Oder was mit PU beschichtung. Finde das ist nicht so rutschig. Ein kleines MYOG Projekt https://www.extremtextil.de/zeltboden-ripstop-nylon-pu-beschichtet-10.000mm-65g-qm/71934.SW
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  32. Danke! Overlock ist eine günstige Gritzner 788. Material außen: Argon 49 in CB Material innen: Cloud 71 in CB Ja, das Stoffhandling ist etwas tricky, aber auch da hilft die Overlock, indem sie die Überschüsse ja direkt abtrennt und dann versäubert. Zudem muss man alles gut vorbereiten, damit es eben nicht zu sehr verzieht. Ein Quilt ist da aufgrund der großen Fläche aber natürlich auch anfälliger für.
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  33. Ich feier' gerade den "Flaschenöffner" an dem oben verlinkten Teil, @gogisse 😂 Sowas ist in meinen Augen höchstens dazu geeignet, um es versteckt mit an Bord eines Flugzeuges zu kriegen, damit man das elende eingeschweißte Essen bei Langstreckenflügen auf bekommt. Neu isses auch nicht: Rechts in eine Pesetenmünze aus Spanien eingearbeitete Klinge, sogar noch eine Nagelfeile dabei! (Sinnvoller als Flaschenöffner 😄) Links die Vatikanversion, bei der Pabstaudienz sind Messer ja auch verboten. Praktischer für den von mir oben genannten Zweck sind modernere "hidden in plain sight"- Variationen, der swisskey z. B. (unten) Da alle Klingen unter 4 cm lang sind, kriegt man mit diesen "Anscheinsteilen" auch keine Probleme (in D!)
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  34. gogisse

    Welches Ultralight Messer?

    Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Produkt wirklich als Messer durchgeht, aber ich finde es sehr interessant: https://www.kickstarter.com/projects/tiniestgear/tiniest-coin?utm_medium=referral&utm_source=57.backer.camp&ref=8k62tp&utm_id=120240697419380115&utm_content=120240797874830115&utm_term=120240797874840115&utm_campaign=120240697419380115&fbclid=PAaWdyZAQHpCVleHRuA2FlbQEwAGFkaWQBqy5eXXbyw3NydGMGYXBwX2lkDzU2NzA2NzM0MzM1MjQyNwABpz5U-YLya7zsi8tmrhTk5UGr0zdU2E9rhzTJZzT43gULUKOd9-yCo8h_dT3w_aem_gW85lZMwr_WZOzfGKDxZSA
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  35. @sirm3rl1nDeinen tollen Bericht muß ich doch nochmal hochpuschen, einfach klasse, schöne Bilder und ich fände echt super wenn Du ein paar User damit für GR anfixed. Du hast ja so schön detailiert dazu gheschrieben, daß ich nur ein paar allgemeine Tips zu GR geben möchte. Gr ist ungeheuer vielseitig und wenn man sich mit dem nötig Takt und in Augenhöhe gegenüber den Bewohnern verhält, gibt es auch keinen Ärger beim freien Übernachten. Im Laufe der Jahre war ich dort schon häufig mit dem Surftbrett oder Segeljolle zwischen den Inseln und/oder, mit dem Rucksack oder Enduro auf den Inseln / Festland unterwegs. Zeitweise können gerade in den "Hinterstrandsgebieten" die Ziegenherden nerven, die dir auf die Zeltränder latschen, aber ok, die waren zuerst da. Auf den Inseln ist häufig in den Sommermonaten das Wasser extrem knapp, Wasser ist in GR heilig, wenn man nett fragt, wird man auch immer etwas aus den privaten Zisternen bekommen,. aber dann sollte man auch sparsam damit umgehen und z.B. nicht eine Duschorgie damit veranstalten. Nacktbaden ist auch so ein Thema, häufig sind die kleinen Buchten, in denen man sich auf hält, die Bade/Spielbuchten für die Dorfkiddies aus den "Gebirgsdörfern", wenn die Anwohner aber mitkriegen, daß da Touris nackt baden, dürfen deren Kindern da nicht mehr hin und ich finde, da kann man sich lieber eben das bisschen Textil überstreifen. Häufig sind die Strände eigentlich in Privatbesitz, bei den kleineren Inseln hat dann häufiger der Besitzer eine Taverne dahinter gebaut und dann gilt halt, eine Hand wäscht die Andere, man hat nen prima Platz zum Zelten und dafür macht man was Umsatz in der Taverne. Falls man vom Festland mit der Fähre kommt, nie die Rückreise auf den letzten Drücker planen, wenn der Meltemi richtig bläst, fahren keine Fähren, ich habe auf kleineren Inseln schon erlebt, daß man dann bis eine Woche länger auf der Insel war. Bisschen griechisch sollte man können, daß man z.B. weiß wann cherete und wann eher kalimera/kalispera angemessen ist usw Ach ich glaube das reicht erstmal
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  36. Gibbon

    Schnäppchen-Thread 2.0

    Beim Biwak Outdoor Shop gibt es dach Pio Pio Solo Tunnelzelt für 277€ (Normalerweise 600€ +). Link hier: https://www.biwak.com/Ausruestung/Zelte/Trekkingzelte/Tunnelzelte/Bach-Pio-Pio-Solo-Tunnelzelt-1-0kg-282972-7002.html Gewicht 1.1 - 1.2 kg, Dank der Länge wohl auch für größere Menschen geeignet. Test hier.
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  37. Ich hatte schon 3-Lagen Jacken (angeblich besonders Nachhaltige), da war ich schon nass, als ich das Auto bei Regen eingeräumt habe. Kann auch sein, dass eure leichten Jacken schon von Anfang an nicht funktioniert haben und die "Wetterextreme" ab denen die Jacke aufgibt erst nach einigen Jahren eingetreten sind. Bei meinen Kindern konnte ich über die Jahre an vielen verschiedenen Jacken in extremsten Bedingungen (Kita-Alltag) beobachten das manche 3-Lagen Jacken (Trollkids, 20.000er Wassersäule) einer Windjacke entsprechen., etablierte Outdoormarken (Berghaus, Marmot) deutlich zuverlässiger sind. Und wenn es drauf ankommt die reine Decathlon-Regenjacke ohne Atmungsaktivität dann tatsächlich den ganzen Tag trocken hält. Wirklich überzeugt bin ich allerdings von diesen Goretex flicken, ich dachte die fallen irgendwann ab. Die halten bei mir Jahre. Also falls eure Jacken nur punktuell kaputt sind, kann man sie noch retten.
    2 Punkte
  38. @Steintanz und @wiederfrei haben das aus meiner Sicht relevante Argument dazu ja schon ausgetauscht. Diese Rucksack Regen Cover Kombi scheint wirklich nur eine Speziallösung für einen sehr begrenzten Einsatzzweck zu sein. Entweder man hat keine zusätzliche Regenjacke und nur der Rucksack und der Kopf sollen nicht nass werden. Macht für mich irgendwie keinen Sinn. Ich hätte trockene Haare und einen trockenen Rucksack, aber alles andere ist nass? Oder man hat eine zusätzliche Regenjacke dabei, um damit den Körper zu schützen aber nur wegen der Schultergurt Problematik nimmt man dann noch so eine Zusatzlösung mit? Auf der Homepage findet man als Gewichtsangabe 180 g. Wenn man sich gegebenenfalls darauf verständigen kann, dass so ein Zusatz Regen Cover sinnvoll nur in Kombi mit einer Regenjacke wäre, warum holt man sich da nicht gleich eine vernünftige Regenjacke um und bei 200 g, die dann etwas robuster ist? Mit fallen da z.B. Montbell Versalite oder EE Visp ein. Das sind nicht die leichtestes Vertreter aber damit vermutlich auch robuster in kritischen Bereichen. Und man hat auch nur eine Lösung für ein Problem. Für das Problem der undichten Nähte im Schulterbereich fällt mir jetzt spontan eine kleine Reparatur oder auch vorherige Verstärkung, zum Beispiel mit Ultra- oder DCF-Tape ein. Kostet minimal und das Gewicht vom Tape ist vermutlich nicht mal messbar. Ich bin tatsächlich ein wenig (sehr freundlich gestimmt ) am Schmunzeln, dass in einem UL Forum darüber nachgedacht wird, eine Regenjacke mit einem 180 g Rucksack- und Kopf-Schutz zu kombinieren (nur wegen undichter Schulternähte).
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  39. @Old School Ich kannte und kenne diesen neuen Begriff nicht mal und habe mir auch nicht die Mühe gemacht, ihn zu googeln, hahahahaha! Diese ganzen Säue, die temporär durchs Dorf getrieben werden, sind alle Quatsch! Wie du schon schreibst, lebe mit möglichst niedrigen Ansprüchen an Materiellen Dingen, wie auch an andere Menschen, lebe möglichst frei von Zwängen, jeglicher Art. Gerade die Zwänge, egal ob selbst gemacht, oder von der Gesellschaft, Nachbarn, Freunden oder Verwandten, versauen einem das Leben. Hast du Lust irgendwas zu tun? Dann tue es jetzt, nicht in 10 Jahren. Ich bin bei Leibe kein Hippy, aber eine Maxime, die ihnen zugeschrieben wurde war: „Live here and now!“ Das mache ich schon 56 Jahre lang und habe, bis auf ein paar, im nachhinein wirklich unerfreuliche Mobbingaktionen, die zu Schulzeiten von mir ausgingen, tatsächlich nichts zu bereuen, was ich in meinem Leben getan habe. Mag überheblich klingen, ist aber so. Ich bin mit mir komplett im Reinen! Warum? Weil ich schon als Jugendlicheer verstanden habe, das Zwänge aller Art überflüssig sind!
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  40. Nur am Rande für die Hardanger Vidda: Ich hatte da mal im August Nachtfrost und Altschneefelder. Ist meine ich auch normal dort. Da würde ich mindestens mit 200er Apex wieder hinfahren.
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  41. Ein guter Punkt. Ich persönlich brauche: a) eine Schere, die sich auch für Zehennägel eignet: Ersatzteil Victorinox Karte - 6,7g b) eine Pinzette, mit der ich auch bohren und dann tiefsitzende Splitter entfernen kann: von Remos - 5,8g - gibt es etwas schwerer auch von Knipex c) ein Messer, mit dem ich auch harte und dicke Würste oder Käse zerteilen sowie widerstandsfähige Verpackungen öffnen kann: Fjällkniven U4 - 25,3g Die klappbaren Werkzeugsammlungen aus der Schweiz fand ich schließlich schlechter als dedizierte Einzeltools. Bierflaschen lassen sich an jeder harten Kante mit einem Faustschlag öffnen. Für Weinflaschen nehme ich meinen UL Löffel von sts.
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  42. Lolaine

    Welches Ultralight Messer?

    OT: Das frage ich mich auch schon seit der Eröffnung des Fadens 🙃
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  43. @Gibbon danke dir. Das weiß ich Bei dem aktuellen Stand ist es noch nicht nötig. Aber wird alles noch kommen.
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  44. Bild 21, Etappe 7: Das echte, durch verschiedene archäologische Projekte ausgegrabene Poliochni. Bild 22, Etappe 8: Der Eintrag im Besuchertagebuch, der mich abgeholt hat. Bild 23, Etappe 8: Höhle des Philoktetes an der Nordküste. Bild 24, zurück in Myrina: Blick auf den auf dem griechischen Festland in westlicher Richtung liegenden Berg Athos im Sonnenuntergang. Bild 25, Myrina: Festung von Myrina mit Blick in südlicher Richtung auf die Bucht und das alte türkische Viertel.
    2 Punkte
  45. Bild 16, Etappe 5: Zeltplatz an der Bucht nahe der Kapelle Agios Nikolaos. Bild 17, Etappe 6: Detailaufnahme des Faraklo-Geologieparks. Bild 18, Etappe 6: Der Aufstieg aus den Wasserkatakomben. Bild 19, Etappe 6: Eines der Weingüter kurz vor Moudros. Bild 20, Etappe 7: Das antike Modell von Poliochni im Museum.
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  46. Mur ca 75 km Strecke, sehr entspannt in 2 Tagen machbar. Einstieg in Zeltweg, ca 500 m vom Bahnhof Ausstieg in Loeben fast vor dem Bahnhof, an beiden Stellen auch rel easy mit Auto-Parkplätzen. Sicheres Beherschen von WW2+ & WW-taugliches Packraft reicht imho für die Mur, ich habe dort auch schon Ally und SUP—Paddler getroffen. Übernachtungsplätze finden sich so Einige, es wird in Flußbeschreibungen auch schon mal die Murinsel nahe St Michael empfohlen, die ist allerdings mit Vorsicht zu benutzen. Zum Einen wurde die schon häufig als Partyinsel mit Anlage mißbraucht und die Anwohner am gegenüberliegenden Flußufer haben die Faxe dicke, vor allem auch, da sie, da selbe Gemeinde für die Reinigung mitzahlen dürfen, da kann es schon mal sein, daß sie die Rennleitung rufen, wenn sie ein Zelt sehen. Aber auch, wenn man das Zelt ausser Sichtweite aufstellt, die Insel wird sehr stark als Naherholungsgebiet genutzt, Picknick, Grillen, Jogger, Hundebesitzer bis zum Dunkelwerden und ab Morgens früh wieder und als wir dort mal übernachtet haben, kam morgens um 8.00 die Grünpflege mit dem Balkenmäher angerattert, war zwar tiefenentspannt „nee ihr müßt jetzt nicht das Zelt weg nehmen, frühstückt erstmal, ich mäh dann zuerst weiter unten“ aber wenn man seine Ruhe haben will, ist es definitiv der falsche Platz In vielen Flußbeschreibungen werden die Stellen kurz hinter der Murinsel, wo 3* Brückenpfeiler der AB im Fluß stehen, als ultragefährlich beschrieben „wer nicht viel WW Erfahrung hat, sollte hier besser nicht Paddeln, sonst Lebensgefahr“ entsprechend hatte ich da wer weiß was erwartet, aber ich bin inzwischen die Mur bei div Pegeln bis leichtem Hochwasser gepaddelt und ich habe die Stellen nie als herausfordernd oder gar gefährlich erlebt, daß man bei so dicken Pfeilern und der mittleren Strömungsgeschwindigkeit ordentlich Seitenabstand hält, da hinter den Pfeilern gut Kehrwasser und schräg dahinter Verschneidungen sind, ist ja klar und dann ist das auch nicht schwieriger als der Rest der Mur. Nun noch ein paar Pic-Impressionen und wenn Fragen sind gerne... Es gibt so einige Einstiegs / Übernachtungsstellen ohne Kehrwasser, da sollte man zum Anlegen schon die Seilfähre (rückwärts) beherschen Auf der Murinsel trifft man auch häufiger andere Paddler für einen Gear/Reviertalk und yes es gibt Paddler die noch deutlich mehr als ich bei haben
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  47. Enns Fangen wir mal mit der Enns an. Gibt eigentlich nur 2 Stellen, an denen man aufpassen muß, Einstieg und Ausstieg. Der Einstieg am Ortsausgang von Schladming wird in den div Flußbeschreibungen im Internet hinreichend genau beschrieben, für Autofahrer ganz nett, liegt der Einstieg neben einem Anwohnergebiet mit mehr als genug Parkplätzen, mit Övis kommt man auch auf < 1 km ran. Wenn man die Böschung runtergekraxelt ist, ist genügend Raum, etliche Boote nebeneinander fertig zu machen, gerade am WE ist es auch häufiger so, daß man dort andere Paddler trifft, bei mir waren es im Schnitt ca 2/3 Kajak, 1/3 Packraft WW-Boote. Bei niedrigerem Wasserstand ist es easy, bei höherem Wasserstand sind ein paar fiese Schwälle direkt nach dem Lospaddeln, die durchaus gut Kraft haben können, wenn hohe Pegel sind, sollte man also dann gut vorbereitet sein, konzentriert lospaddeln. Die Gesamtstrecke, die man paddeln kann, sind knapp 70 km. Man sollte sehr gut aufpassen, daß man den letzten möglichen Ausstieg die Lauferbrücke, eine alte Holzbrücke nicht verpasst, denn kurz danach geht es in den WW5er Bereich des Gesäuse, das ist was, was ich mir deutlich lieber vom Ufer anschaue Als ich die Strecke das erste Mal gepaddelt bin, bin ich zuerst zu der Brücke gefahreen, um einen Waypoint zu setzen und war dann beim Paaddeln übervorsichtig, lieber 2-300 m vorher schon auszusteigen, was aber völlig unnötig war, da es keine 10 m vor der Brücke auf der rechten Seite einen guten Ausstiegspunkt mit flacher Anblandestelle zwischen Büschen gibt und wenn man es doch verschnarcht, man noch hinter der Brücke mit Mühe über eine Steinböschung aussteigen könnte. Direkt oberhalb vom Ausstiegspunkt ist eine Zufahrt von der Strasse zur Weide und direkt hinter der Sperre ist am Rand vom Gebüsch ein Platz wo man gut 1-2 Zelte aufbauen kann, falls man abends ankommt. Wenn man ein paar hundert m leicht bergauf läuft, kommt man an die Bushalte, von der man mehrfach / Tag mit Umsteigen nach Schladming zurück kommt. Gerade im 2. Teil ist die Aussicht teilweise gigantisch. Was evtl Übernachtungsplätze betrifft, ist das nicht ganz easy, da dort sehr viele Kuhherden auf Weide stehen und man zum Einen auf einer Weide durch die neugierigen Kühe keine Ruhe bekäme und das auch die Bauern nicht so toll fänden, bei anderen Plätzen sollte man ein Auge auf dem Boden haben, bevor man aufbaut, wir haben schon mal in einem Wäldchen übernachtet und am nächsten Morgen liefen die Kühe auf dem Weg zur Weide zwischen unseren Zelten / Booten durch. Durch die rel hohe Strömungsgeschwindigkeit ist es nicht so ganz easy mit den Plätzen, häufiger ist man halt auf der falschen Flusseite und denkt „das wäre ein guter Platz gewesen“... Hilfreich sind Zelte, die nicht eine extrem hohe Stellfläche brauchen, für Hängematte & Tarp finden sich auch so einige Plätze. Wenn es denn sein muß, kann man die Strecke auch an einem Tag paddeln, ist aber wie ich aus eigener Erfahrung weiß, rel stressig und eigentlich schade, so da "durchzuheizen". Die Einstiegsstelle kann bei sehr hohen Pegeln auch in den Schwällen eine 3- erreichen, normalerweise je nach Pegel 2- bis 2+, ansonsten auf der Strecke max 2+, aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeit sollte man sich bis in den 3er Bereich sicher fühlen. Falls mit mit dem Auto unterwegs ist, sollte man auf jeden Fall vorher oder hinterher mal zu den Aussichspunkten im 5er Bereich flußabwärts im Gesäuse fahren, dann wird man sich ja eh wahrscheinlich vorher die Ausstiegsstelle anschauen. Leider habe ich auf die Schnelle gar nicht so viele Pic zur Enns gefunden, irghendwo in den Untiefen meiner NAS müßten noch mehr sein, aber ich denke mir das Wichtigste ist das Pic der Ausstiegsbrücke und bevor jetzt jemand verwirrt ist z.B. aufgrund der unterschiedlichen Paddelrucksäcke, ich bin ja häufiger in den Alpen zum WW-Packraften, bin entsprechend die Flüsse etliche Male mit unterschiedlichen Booten / Ausrüstung gepaddelt. Normalerweise poste ich ja nie Waypoints o.A öffentlich aber hier aus Sicherheitsgründen die Lauferbrücke N47° 35' 16.5" E14° 32' 13.3" bitte selber nochmal nachprüfen, denn dahinter kommt halt das Gesäuse Wenn Fragen sind, her damit Ergänzungen, andere Meinungen zum Fluß, gerne...
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  48. Das wechselhafte Wetter genutzt und nochmals eine etwas optimierte Version umgesetzt: 271g. Die Farbwahl dürfte dabei selbst @Jever genügen. Material sind Argon 49 außen + 7D Soft RipStop innen.
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  49. Einstieg Der Einstieg war leicht zu finden per GPS - und die Beschilderung sollte auch in der Folge bis auf wenige Ausnahmen auch eher over the top sein. Man stelle sich einen schmalen Pfad quer zum Hang vor, bei dem in regelmäßigen Abständen ein Schild mit Pfeilen in- und gegen Laufrichtung den Tokaido ausschildern. Ja was denn sonst? Aber gut. Sollte unerwartet doch jemand vom Himmel auf diesen Pfad fallen, so wüsste er zumindest, dass es sich in beide Richtungen um den Tokaido handelt - 'you never know' und 'better be safe' hat der Japaner definitiv verinnerlicht, besser is! Umso ärgerlicher, wenn dann dort, wo es nötig gewesen wäre, wie an Abzweigungen, schon auch mal ein Schild fehlt. Aber das ist jammern auf absolut hohem Niveau, hat man noch den GPS Track auf dem Telefon, den man auch nur dann und wann braucht, ist man auf der absolut sicheren Seite, was die Wegführung angeht. Lesbar auf englsich sind die Schilder allerdings nur selten, zumeist beschränkt es sich auf die Kanji-Zeichen und oder das Trail Logo - beides hat man aber schnell verinnerlicht, sodass die Sprachbarriere für die Wegführung eigentlich keine Rolle spielt. Wegzustand Yamamatsu uns Shizuoka sind wohl, wie ich irgendwann erfahren habe, der älteste Teil des Tokaido - und wohl auch im schlechtesten Zustand. Alles noch mehr oder minder begehbar, keine Sorge, aber dann und wann schon etwas zweifelhaft. Die Elemente in Japan sind doch etwas unbarmherziger als anderswo. - Feuchtigkeit setzt jeglicher hölzernen Infrastruktur übel zu. Während das bei den zahlreichen Bänken und Tischen (teilweise alle paar hundert Meter - absurd, wenn das die einzige Infrasruktur ist) weniger relevant ist, wird es bei Brücken und Hangabstützungen schon spannender. Mangels alternativen bleibt einem allerdings oft nur die Hoffnung auf Wahrscheinlichkeiten 'ach die wird doch nicht gerade jetzt bei mir nachgeben' Auch Erdrutsche, wahrscheinlich ebenso durch Feuchtigkeit und auch das ein- oder andere Erdbeben begünstigt (auch ich bin ein mal etwas geschaukelt, der Japaner ist dran gewöhnt) hat man vor allem in diesem Teil des Trails recht viel. Beim ein- oder anderen frischen Geröllfeld bin ich im Nachhinein schon froh, dass nichts groß passiert ist. Während es meist nur endlos mühsam ist, sich über die Erd- und Gesteinsrutsche zu arbeiten bin ich ein mal tatsächlich ganz gut samt Geröllfeld gen Abhang gerutscht, konnte mich mit Füßen an Bäumen verkeilen und mir rollte dann noch ein recht großer Findling von weiter oben zum Glück nur gegen den Rucksack, der bäuchlings auf Kopfhöhe gerutscht war gegen selbigen und nicht die Birne. Hat immerhin ein paar Löchlein ins Außennetz 'gerammt' - besser als in die Schädeldecke... Auch für 'Sicherungsseilen' braucht man schon ein gehöriges Maß an Gottvertrauen... Aber wenn man bedenkt, wie menschenleer der Trail ist, ist es vielmehr erstaunlich, dass er so gut markiert und ausgebaut ist und nicht längst sich selbst überlassen wurde. Es scheint auch eine ganze Menge privatinitiative zu geben, diesen Weg zu erhalten, den zumindest vom Namen her scheinbar wirklich jeder kennt und ein ehrfürchtiges 'aahhhh Tokaido!' ausstößt, wenn man berichtet, wo man gerade herkommt. Im späteren Verlauf bin ich sogar an handgemalten und -getöpferten Schildern vorbeigekommen Der Trail ist wortwörtlich menschenleer - ich habe bis auf eine Bergkuppe mit Tagesausflüglern in Vollmontur (Der Japaner tut nichts ohne Proequipment, keinen Tageswanderausflug, da ist alles abgestimmt, vom Socken bis zum Handschuh) in all der zeit zwei! Leute getroffen (ein deutsches Paar mit den üblichen großen Deuter-Rucksäcken und eine zierliche Amerikanerin mit gigantomanem Osprey Taschenrucksack), die den Trail gegangen sind!
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  50. Anreise: Flug: Alles recht schmerzlos - Flüge sind selbst derart kurzfristig und mit vernünftigen Airlines bezahlbar, wer früher plant oder was Umsteigezeiten oder Abflughäfen angeht leidensfähiger ist, kommt schon um 400€ mal eben nach Japan. Aus der Luft bekommt man gleich einen ganz guten Vorgeschmack, was einen erwarten würde - ziemlich dünn besiedelt, zerklüftet und eher zivilisationsunfreundlich - super! Shuttle: Es gibt mehrere Flughäfen, ich bin in Narita gelandet, ~ 80km und 1-2,5h bis Shinjuku Station im Zentrum. Round Trip mit dem Airport Limousine Bus waren wenn ich nicht irre ~40€, was einem direkt wieder in's Gedächtnis ruft, dass Japan bis auf bezahlbare Flüge keine Billigdestination ist. Und auch die die Zeitangabe deutet auf das nächste - wenig überraschende watchout für Tokyo hin - Verkehr! Oberirdisch per Bus und PKW immer etwas unberechenbar. Ich hatte keinen konkreten Plan, wann ich los auf den Tokaido wollte, aber nach nur wenigen Tagen Tokyo wurde das Bedürfnis nach Abgeschiedenheit doch relativ groß (wobei ich sagen muss, dass Tokyo für eine Megacity erstaunlich ruhig ist - dem japanischen Wesen sei Dank). Vorab hatte ich mir noch eine prepaid-SIM mit Datenvolumen besorgt. So ganz geheuer war es mir immer noch nicht, mich nicht wirklich verständigen zu können und auch keine Schilder entziffern zu können - das kleine Stück Plastik gab da doch enorme Sicherheit. Strecke zum Trail: Da ich zum Wochenende hin gestartet bin, beschloss ich, nicht direkt am Mount Tokao, dem Hausberg Tokyos zu starten, um den Wochenendwanderern, die den Berg vom Hörensagen in Scharen stürmen, zu entgehen und etwas weiter östlich in Fujikawaguchiko zu starten, als Punkt, den man mit ÖPNV gerade noch so erreichen konnte. Unterwegs direkt ein paar schöne Blicke auf den Mt.Fuji (von dessen 'Besteigung' mir im Vorfeld eher abgeraten wurde, schlangestehen und -gehen träfe es wohl eher) und die ersten Reiselfelder - zwei Haken auf der Klischeeliste gesetzt! Japaner sind übrigens hoffnungslose Railway-geeks. Die 25-jährige Partnerschaft mit den ebenso Traingeekigen Schweizern war nur schwer zu ignorieren Angekommen in Fujikawaguchiko noch ein letzter Blick auf den Fuji, und auf die Fuji-Q Highlands - einen Vergnügungspark, der wiederum bei den rollercoaster-geeks höchstes Ansehen genießt - mit der steilsten und zwei ehemals höchsten und schnellsten coastern. Dann noch ein letztes Mal wie ich dachte im Bahnhof Gewichtserleichterung betrieben und den beheizten Toilettensitz und den wohltemperierten, variablen Reinigungsstrahl in diversen Modi genossen und los gehts! Spoiler alert und Lektion eins: Beheizte, saubere und vollausgestattete Toiletten mit warmem Bidetmodus, auch Washlets gennant, gibt es in Japan wirklich in den entlegendsten Winkeln. Der Azzblaster ist überraschenderweise das erste Teil, dass ich für Japan getrost hätte zu Hause lassen können.
    2 Punkte
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