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Ultraleicht Trekking
KaCy

Angst alleine zu campen

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ja :D

neulich bei youtube einen dude aus der ukraine gesehen, der da so hobomässig per freighthopping unterwegs ist. 
wenn er draussen irgendwo im wald seine matte zwischen die bäume spannt, macht er einen 'scream of dominance' :D
einfach mal laut in den wald reinschreien :)

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vor 6 Stunden schrieb ptrsns:

... macht er einen 'scream of dominance'

OT: Okay, das gegen Abend und ich würde die Sache mit dem Messer nochmal überdenken. ;)
(Oder mich ersatzweise an mein Minibeil klammern)

Da bin ich neulich drüber gestolpert:
https://www.youtube.com/watch?v=AiGoxd8vXHk
Mike kommt aus Bushcraft Szene, ist aber angenehm undogmatisch.

Im zweiten Teil spricht er offen über seine irrationalen Ängste ...
Alleine, wird man halt komplett auf die eigenen Persönlichkeitsstrukturen zurückgeworfen. Ich empfinde dies inzwischen eher als Bereicherung und nicht so sehr als Belastung.

bearbeitet von wilbo

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Wenn du in einer Schutzhütte Übernachten willst,schau dich vorher genau um.Sieh auf die Karte,schau dir die Wege an.Frische Reifen Spuren,ist die Hütte gut mit dem Auto zu erreichen.Liegt dort Partymüll.Zigarettenkippen,Bierstopfen usw.

Dann geh weiter...

Die ersten Nächte  sind sehr ungewohnt,ich hätte nie gedacht das es so viele Geräusche gibt.

Hatte unterm Tarp auch mal einen kleinen Besucher,ein kleiner Fuchs fand mich und mein Gepäck sehr interessant.

Grüße 

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vor 22 Stunden schrieb Martin:

In Deutschland habe ich auch eher bedenken, ob Menschen vorbeikommen und komisch drauf sind. Passiert das wirklich ist"Vogel Strauß" die schlechteste Variante.

Meine speziellen Ohrenstöpsel filtern nur bestimmte Umgebungsgeräusche heraus. Es wird sozusagen nur das "natürliche Grundrauschen" der Natur ausgeblendet. Mein Bewusstsein (oder Unterbewusstsein?) ist dadurch nicht gezwungen zu analysieren, was das Geräusch verursacht hat. In den meisten Fällen haben die Geräusche harmlose Ursachen. Wenn es richtig laut wird, werde ich trotzdem sofort wach.

vor 15 Stunden schrieb noodles:

Ich finde, die meisten Störungen kann man durch die Wahl des Platzes vermeiden, Platz möglichst versteckt im Wald, erhöht, keine Feuchstellen, kein Wildwechsel und keine Bruchstellen (von Schweinen) in der Nähe, nach oben gucken (Widowmakers), am besten junge Nadelbäume.

Wenn es sich vermeiden lässt, schlafe ich nicht im Wald (Gefahr des Astbruchs). Meine Lieblingsplätze sind am Waldrand. Das hat zwar den Nachteil, dass man gesehen werden kann (Jägerhochstände am Waldrand), aber bisher wurde ich noch nie aufgefordert mein Zelt abzubauen.

Gerne stelle ich mein Zelt auch neben Sitzbänken auf, die oft an Wegen stehen. Das mache ich aber nur kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Trotzdem sind da manchmal noch Abendspaziergänger, Hundeausführer, Jogger und Radfahrer unterwegs. Oft kommt es dabei zu netten Gesprächen und wenn ich erzähle, auf welcher Wandertour ich unterwegs bin, dann bin ich mir durch meine Menschenkenntnis ziemlich sicher, dass nicht kurze Zeit später ein Förster oder Polizist vor dem Zelt steht. Man sollte einfach auch ein bischen Vertrauen zu den Menschen haben, die einem begegnen und nicht gleich das Schlimmste befürchten.

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vor 17 Stunden schrieb Wander Schaf:

Es geht bei einem Beispiel darum aufzuzeigen,  wie etwas angedacht ist, nicht darum das Beispiel zu adaptieren,  selbst wenn es einem nicht stimmig erscheint.  Wenn es jemandem Sicherheit bietet,  eine Straußenfeder neben sich zu haben, um im Falle eines aggressiven Besuches (im Kopfszenario) das Lebewesen zu kitzeln,  dann ist es richtig für denjenigen. Für andere mag es das dann schon wieder nicht sein. 

sorry, wenn ich nochmal drauf zurückkomme: "mit messer gegen tiere oder menschen verteidigen" - das ist nicht nur subjektiv falsch, sondern bis auf in europa ziemlich abwegige tierausnahmen und die ganz wenigen leute, die messerverteidigung gelernt haben und im kopf nicht gestört sind (und -wenn beides stimmt- deshalb ihr messer aus ganz anderen gründen dabeihaben), auch objektiv falsch.

bearbeitet von hans im glueck

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OT:

nein, objektiv ist das nicht falsch. (StGB Paragraph 32). Subjektiv mag es auf dich zutreffen,  dass Du dich lieber von einem Psychokiller (z.B. eine der irrationalen Befürchtungen) töten lässt,  als zu deinem Buttermeseer oder Göffel zu greifen. Vollkommen in Ordnung, wenn Du das so machst und Dich im letzten Moment wohl fühlst.

Es mag auch sein, dass Du aus dem Beispiel heraus antizipierst, dass man beim Klopfen eines Menschen an das Zelt ohne Verwarnung wie wild zu sticht.  

Da ich kein Messer mitführe, um ein Lebewesen zu verletzen,  sondern es zum Zelten nutze (Kochen, Schnitzen z.b.),  wäre es Notwehr. Nicht einmal führe ich ein Messer mit dem Vorsatz zur Selbstverteidigung mit.

Tatsächlich sähe es anders gegen einen Menschen aus, dies einzusetzen,  wenn ich eine Ausbildung am Messer als Waffe hätte,  da liegt die Grundannahne der Notwehr anders, denn zu der Ausbildung an einer Waffe (das kann auch Stockkampf sein!), gehört dazu, dies nach Möglichkeit nicht einzusetzen. 

so oder so... am Ende klärt es ein Gericht - wenn es dazu käme.  Wenn man dann noch am Leben ist, weil das eigene Leben bedroht war, könnte der ein oder andere geneigt sein, dies gerne in Kauf zu nehmen. 

Doch darum geht es nicht einmal. Es geht darum, sich gegen Angstgedanken Strategien zurecht zu legen. Die Angst vor einem Killer ist irrational und das Eintreten sehr unwahrscheinlich. Wenn es aber schon hilft sein Brotmesser oder Göffel unausgeklappt neben sich liegen zu haben,  dann ist das hilfreich, weil es psychische Sicherheit bietet. Es geht nicht darum, sich gedanklich damit anzufreunden einem Lebewesen Schaden zuzufügen.

Vielleicht ist  das, worum es tatsächlich geht, nun etwas verständlicher für Dich geworden.

Es ist letztendlich ein Beispiel.  Wenn es für dich nicht stimmig ist,  nutze es nicht. Ist doch vollkommen in Ordnung. Was bringt es, sich nun in einer Spitzfindigkeit zu verlieren, wenn es um ein Beispiel und im Kern um etwas anderes geht.  

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vor einer Stunde schrieb Wander Schaf:

Es mag auch sein, dass Du aus dem Beispiel heraus antizipierst, dass man beim Klopfen eines Menschen an das Zelt ohne Verwarnung wie wild zu sticht.  

Da ich kein Messer mitführe, um ein Lebewesen zu verletzen,  sondern es zum Zelten nutze (Kochen, Schnitzen z.b.),  wäre es Notwehr.

Nicht einmal führe ich ein Messer mit dem Vorsatz zur Selbstverteidigung mit.

 

[(...) dann ist das hilfreich, weil es psychische Sicherheit bietet.]

das verhilft dir nicht zur konstruktion einer notwehrsituation. und in einer notwehrsituation ist es gefährlich (nämlich für dich)!

in der realität (kriminalstatistik) stellen immer die leute grossen mist mit einem messer an, die meinen, das messer zu ihrer psychischen sicherheit zu brauchen. ist die standard-dumpfbackenausrede wenn wer wen abgestochen hat.

OT: und: man geht raus, weil man vertrauen hat und nicht um sich autoriär-patriarchal geprägtem kopfkino hinzugeben.

bearbeitet von hans im glueck

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Deinen letzten Kommentar verstehe ich nicht.  Es geht doch nicht darum ein Messer mitzunehmen,  UM sich zu verteidigen.  Ich habe den Eindruck du hast meine Aussage nicht richtig gelesen.  So stellt sich mir insgesamt die Frage: worum geht es dir eigentlich gerade? 

bearbeitet von Wander Schaf

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Am 8.9.2020 um 13:42 schrieb KaCy:

Meine Hauptangst ist, dass nachts komische Menschen kommen könnten ...

Ich finde es toll, welche Energie ihr einsetzt, um @KaCy Ängste zu nehmen, die sie gar nicht hat ;-)

Ich versuche auch, nachts eher Menschen aus dem Weg zu gehen als Tieren.

Abends schätze ich ab, wie lange ein Spaziergang zur nächsten Ortschaft dauert und richte meinen Schlafplatz erst ein, wenn die Zeitspanne bis zum Dunkelwerden kürzer ist als die Dauer, den nächsten Ort oder Parkplatz zu erreichen. Spaziergänger wollen in der Regel im Hellen zuhause sein.

Trotzdem ein Platz, der möglichst versteckt liegt.

Nichts in die Ohren. Wenn ich etwas höre, will ich wissen, was es ist. Damit ist die Sache dann nämlich erledigt.

Und gerne unterm Tarp, damit ich unauffällig gucken kann, wer oder was die Geräusche verursacht. Bis ich mein Zelt aufgemacht habe und ein Rundumblick möglich ist, habe ich vielleicht schon die Aufmerksamkeit von was auch immer auf mich gezogen. Und solange ich unauffällig unterm Tarp liege, weiß auch niemand, ob ich eine kleine zarte Frau oder ein muskelbepackter Kraftprotz bin.

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Interessantes Thema. Tatsächlich ist es wirklich so, dass mehr Menschen wie man meint Nachts draußen Angst haben, ob jetzt vor Tieren oder Menschen, diese Ängste sind hier in Deutschland, und meist auch im Ausland unbegründet, was ja auch schon hinreichend geschildert wurde.

Bei mir ist es so, dass ich keine Angst verspüre, ich war allerdings auch als Kind schon oft Campen/Wandern und bin immer noch viel Nachts im Wald unterwegs. Ich nutze auch keine Oropacks oder Dergleichen, weil ich die Geräuschkulisse um mich rum einfach mag. Man lernt mit der Zet die Geräusche einzuschätzen, lernt was da keucht und fleucht und für mich trägt es mittlerweile sogar zur Entspannung bei. Ich mag es wenn ein Eichhörnchen einen Baum hochklettert, Blätter rauschen, ein Bach/Fluss in der Nähe ist und v.a. Regentropfen auf meiner Plane : )

 

Woran man sich aber eben gewöhnen muss ist, dass in der Abgeschiedenheit nachts Geräusche lauter wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind. So hört sich am Anfang ein Eichhörnchen was über trockenes Laub hüpft wahrscheinlich wie eine Rotte Wildschweine an, wenn mal ein Ast knackst vermutet man schlimmsten falls "Zombies", und selbst die Insekten kommen einem unheimlich laut vor.

Umso öfter man aber eben sich in so eine Situation begibt, umso entspannter geht man damit um und die Ängste verschwinden.

Mit Ängsten ist es eh wie mit Hunden. Läuft man davor weg verfolgen sie einen. Stellt man sich Ihnen, bleiben sie stehen und verschwinden.

In diesem Sinne @KaCy und allen Anderen erholsamen Schlaf!

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Am 10.9.2020 um 10:10 schrieb ConH:

...

Die Angst selbst ist ja eine körperliche Empfindung. Trotz aller rationalen Klarheit, dass die Situation im Wald an sich harmlos ist, bekommt der Körper Stress.

Mein Vorschlag ist, genau zu beobachten, welche Empfindungen im Körper entstehen. Wo fühlt es sich wie an?

Hierfür musst Du nicht in den Wald gehen, Dich also der realen Situation aussetzen. Es genügt, wenn Du sie Dir in einem geschützten Rahmen vorstellst. 

...

Du lernst, die körperlichen Empfindungen wahrzunehmen, zu akzeptieren und Dich trotzdem zu entspannen, sprich die Angst „übermannt“ Dich nicht, Du beobachtest nur, was im Körper vor sich geht. Allein dies entspannt bereits den Körper.

Außerdem kann dieses beständige Wahrnehmen der Empfindungen den Mechanismus in Deinem Unterbewusstsein langfristig auflösen, der die Angst hervorruft. Du „heilst“ also mit der Zeit Deine Angst selbst.

 

Meine Empfehlung zu diesem Thema: (Irgendeines der) Bücher von Ekhart Tolle. Als Hörbuch mitgenommen und alleine, im dunklen, einsamen Wald gehört - dabei ist mir selbst ziemlich oft ein Licht aufgegangen, und zwar stärker wie durch Nightcore oder LED-Lenser. Beim Hören im Schlafsack habe ich recht schnell gemerkt, wie irrsinnig und unnötig meine vorherigen Gedanken/Ängste waren :blink:.

Doppelte, eigene Psychotherapie pur, sozusagen. 

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Am 10.9.2020 um 12:07 schrieb Verläuferin:

Dachte, ich bin die einzige auf der Welt mit dem Problem und alle anderen machen das einfach komplett entspannt.

Genau das ist doch das typische von nicht-lebensbedrohlicher Angst. Ich möchte den Menschen kennenlernen, der über sich nicht sagt/gesagt hat "Ich bin doch der einzige, der solche Ängste hat" und "Alle anderen laufen doch ganz normal in der Welt herum". Davon abgesehen, wer, und vor allem was ist denn "normal"?

Ich bin mir sicher, nach Deinen ersten Übernachtungen (während denen garantiert keine Deiner Befürchtungen eintreten wird) wirst Du stets selbstsicherer, und schon bald denkst Du beim Schließen des Schlafsacks gar nicht mehr an sie.

@KaCy @VerläuferinIch wünsche Euch auf jeden Fall viele neue Erkenntnisse über Euch selbst - und eine gute Nacht! :)

bearbeitet von Jens

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Ich bin quasi im Zelt aufgewachsen und habe schon als Kind viele Nächte im Zelt oder gar unter freiem Himmel verbracht, doch als ich vor ein paar Jahren das erste mal alleine im Wald im Zelt geschlafen habe, habe ich die ganze Nacht kaum ein Auge zugemacht. Plötzlich hat sich alles viel bedrohlicher angehört. In der zweiten Nacht war ich dann zum Glück sehr müde, hab mir noch ein paar Mal gut zugeredet und dann geschlafen wie ein Baby. Ist wohl ganz normal sich ein wenig unwohl zu fühlen beim ersten Mal, aber das geht vorbei - nur Mut ;)

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Im Frühsommer nach den langen Wintern und dem kühlen Frühjahr kommt die erste Nacht im Freien. Es ist immer wieder gleich: Angst in der ersten Nacht!

Warum?

Der Körper war behütet und beschützt im Raum geborgen. Die Natur kennen wir nicht mehr wirklich. Plötzlich gibt es da fremde Laute und Geräusche die neu sind.

In der ersten Nacht höre ich viele Geräusche die mich nicht tief schlafen lassen. In der zweiten Nacht bin ich dann so kaputt das mein Körper nichts mehr hört und einfach schlafen will. Und so wird es Nacht für Nacht besser.

Was auch hilft: Fernseher aus! Da gibt es zu viele Morde und sonstiges Gruseln.

Wenn du Angst hast gehe in deine Atmung und bleibe in deiner Atmung.

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Und auch ganz wichtig:

In einer (solchen) Stress Situation nicht erst (tief) einatmen, sondern zuerst aus atmen und dann in die Bauch Atmung. 

So steigtder Kalzium Spiegel im Blut, die Gefäße weiten sich, Ruhe kehrt ein. 

Atme ich zuerst ein, so ist es ähnlich wie mit dem Luft schnapp Reflex, welcher das Überleben sicher stellt, das verstärkt noch den Stress. Das will man nicht. 

 

Gruß

 

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