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Ultraleicht Trekking

UL Bikepacking: Eure Ausrüstung (und unterschiede zum Wandern)


Empfohlene Beiträge

  • 2 Monate später...

Ich häng mich mal hier dran. Seit ich immer wieder mal Probleme mit Entzündungen im Fußballen habe, lassen sich Wandertouren leider nicht mehr so zuverlässig planen, so dass ich gerne mal auf`s Bikepacking ausweichen würde.

Was mich interessiert ist, wie macht ihr das mit dem Bike, wenn ihr einkaufen geht oder auf einem Campingplatz übernachtet. Stellt ja doch einen ordentlichen Wert dar. Welches Schloss nutzt ihr? Die guten sind mir einfach zu schwer. Welche Alternativen gibt es? Ideallänge wäre 1,20m.

Bearbeitet von truxx
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vor einer Stunde schrieb truxx:

Was mich interessiert ist, wie macht ihr das mit dem Bike, wenn ihr einkaufen geht oder auf einem Campingplatz übernachtet. Stellt ja doch einen ordentlichen Wert dar. Welches Schloss nutzt ihr? Die guten sind mir einfach zu schwer. Welche Alternativen gibt es? Ideallänge wäre 1,20m.

Am Reiserad nehme ich ein schweres, teures Schloss.

Am MTB begnüge ich mich mit einem leichten MYOG-Kabelschloss. Da ist ein bisschen Risiko bei, aber in kleinen Dörfern und auf Campingplätzen wird nach meiner Erfahrung wenig geklaut. Allerdings benutze ich das Schloss sowieso nur zur Not. Wenn ich Restaurants aufsuche, sitze ich grundsätzlich draußen oder bitte drum, das Bike mit rein nehmen zu dürfen. Ansonsten ziehe ich es vor, für wenige Minuten einen Aufpasser 'in die Pflicht' zu nehmen, der ein Auge drauf wirft... auch wenn's Fremde sind (die Chance, sich ausgerechnet einen Dieb auszugucken, erachte ich für sehr gering).  

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Ich weiß nicht, ob ich hier etwas gegen den Strom argumentiere. Aber ich verwende beim Reiserad fast gar kein Schloss. Meine Erfahrung ist, dass bisher mein nicht abgesperrtes Rad mit dem Gepäck immer da stand, wo ich es habe stehen lassen. Vielleicht etwas naiv, aber ich gehe davon aus, dass die "bösen Buben" keine Reiseradfahrer sind und mit dem Teil gar nicht so einfach oder schnell weg kommen. Das fällt auch nicht unbedingt in ihr Beuteschema (wie gesagt, vielleicht bin ich da etwas zu naiv).

Wenn ich aber ein Schloss verwende (z.B. in Städten vor großen Supermärkten), dann verwende ich ein etwa 3 mm dickes Drahtgeflecht das mit Gummi ummandelt ist und verschließe es mit einem einfachen kleinen Vorhängeschloss. Das hat seit meiner ersten Tour 1990 seinen optischen Dienst getan.

Das was wirklich wertvoll ist lass ich eh Daheim oder besitz es erst gar nicht. Als Geldersatz verwende ich die Plastikkarte. Mit der kann man in Frankreich im Supermarkt-Bistro sogar den Kaffee für 1,20€ ohne Stirnrunzeln zahlen.

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Am 28.7.2019 um 19:27 schrieb Cyco2:

Mittlerweile gibt es vom Tex-Lock eine Version 2.0, die wohl sicherer sein soll. Knackbar sind eh alle Schlösser, immer nur eine Frage der Zeit. Und bei den Touren die ich bisher gemacht habe ist die längste Zeit, die das Fahrrad unbeaufsichtigt ist der Einkauf im Supermarkt oder Bäcker unterwegs—da tut es meist ein nettes Gespräch und jemand passt auf, oder ich bin eh nicht alleine auf Tour.

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vor 6 Stunden schrieb Cyco2:

Dann reicht aber auch das leichteste Schloss...

Oder halt eben garkeines, das wollte ich damit eigentlich sagen: je nach Tour lass ich das einfach zuhause. Wenn ich weiss: kaum Zivilisation, kein Resupply und vielleicht höchstens mal irgendwo n Kaffee, dann ist ein Schloss totes Gewicht, und je nach Schloss fast locker mehr als ein Kilo. Immer UL denken: brauch ich das wirklich? Nein? Raus damit.

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Schlösser haben i.d.R. den Nachteil, das man sie als solche erkennt und als Dieb sich vor dem Zugriff nen Plan machen kann wie das Teil zu knacken geht, schnell und unauffällig.

Für den Supermarktbesuch ist fast besser sich irgendeine originelle Wegfahrsperre zu überlegen, die nicht ohne Weiteres zu erkennen ist; wenn der 1.Versuch dann unerwartet scheitert und der Dieb den Grund des Scheiterns erst suchen muss, wird er wahrscheinlich schon das Weite suchen, weil alles viel zu lange dauert.

Beispiele: Bremsen blockieren, transparente Mehrwegkabelbinder sind vielfältig einsetzbar und unauffällig, u.ä....

Bearbeitet von paddelpaul
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  • 3 Wochen später...
vor 17 Minuten schrieb chodowiecki13:

Viele Tarps und Bug Bivys funktionieren ja mit Wanderstöcken am besten. Bin da noch auf der Suche nach einer leichten Variante fürs Bikepacking.

Die passende Carbonstange zum SMD Lunar Solo wiegt z.B. nur etwa 50 g.

Flat Tarps lassen sich notfalls am Sattel abspannen (wobei die vordere Bremse dann fixiert werden muss).

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  • 3 Wochen später...
Am 27.8.2019 um 15:28 schrieb chodowiecki13:

Was nutzt ihr zum Schlafen, abgesehen von Zelten? Viele Tarps und Bug Bivys funktionieren ja mit Wanderstöcken am besten. Bin da noch auf der Suche nach einer leichten Variante fürs Bikepacking.

Irgendwo hab ich neulich gelesen, dass jemand dafür ein Teleskop Stativ aus Carbon nutzt, welches sich sogar noch kleiner zusammen schieben lässt als ein Trekkingstock. Wenn man ohnehin fotografiert oder filmt, finde ich das auch eine super Lösung im Sinne von Multi-Use. 

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Am 27.8.2019 um 15:28 schrieb chodowiecki13:

Was nutzt ihr zum Schlafen, abgesehen von Zelten? Viele Tarps und Bug Bivys funktionieren ja mit Wanderstöcken am besten. Bin da noch auf der Suche nach einer leichten Variante fürs Bikepacking.

Ich verwende nur mein Tarp mit Moskitonetz. Aufstellstangen oder Trekkingstöcke hab ich nicht dabei. Ich verwende was ich gerade finde, um mein Tarp aufzustellen. Z. B. der Stock der keine 3 Meter weiter liegt oder der Baum an dem ich mein Tarp festbinden kann...oder..oder. Improvisieren ist für mich das Zauberwort. 

 

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vor 10 Minuten schrieb sknie:

Ich verwende nur mein Tarp mit Moskitonetz. Aufstellstangen oder Trekkingstöcke hab ich nicht dabei. Ich verwende was ich gerade finde, um mein Tarp aufzustellen. Z. B. der Stock der keine 3 Meter weiter liegt oder der Baum an dem ich mein Tarp festbinden kann...oder..oder. Improvisieren ist für mich das Zauberwort. 

Ja, das habe ich früher im Mittelgebirge auch gemacht. Notfalls am Bike abspannen, ansonsten mit Stöcken etc.. Oberhalb der Baumgrenze funktioniert es natürlich nicht, ansonsten eigentlich immer. 

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  • 5 Monate später...

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    • Von doman
      Da ich seit kurzem mein Set an Bikepackingtaschen um eine A-Rakete erweitert habe (Vorstellung kommt noch), war genügend Packtaschenvolumen vorhanden, um eine Tour mit Zelt und Zeltofen anzugehen. Passend dazu hat sich das Wetter hier am letzten Wochenende weiter abgekühlt, sodass eine abendliche Wärmequelle wünschenswert schien.

      Das ist das Rad mit voller Montour. Hinten drin stecken Merinosachen für die Nacht (bei den Temperaturen noch überflüssig), das Tarp, Handschuhe (nicht gebraucht) und der Schlafsack. Im Rahmen befinden sich der Ofen, 1,5 Liter Wasser, Elektronik- und Hygienekleinteile, Werkzeug, Pumpe und paar Lebensmittel. Am Oberrohr Snacks, die Powerbank, Kabel, ein Schloss und die Gopro. Und vorn stecken in einer Röhre das Zelt und der Kocher nebst 750 ml-Tasse und in der anderen Isomatte und Hängematte.

      Der Freund, mit dem ich unterwegs war, fuhr ein Rose-Backroad aus Carbon, das gefühlt noch mal deutlich leichter war als mein Titan-Drahtesel.

      Er hatte allerdings noch einen Rucksack auf dem Rücken, auf den ich gerne verzichtet habe, obwohl nur damit der abendliche Biertransport zu bewältigen war.

      Die Strecke haben wir uns mit der Voreinstellung "Gravel" von Komoot erstellen lassen - mit manuellen Nachjustierungen.

      Herausgekommen ist ein extrem naturnaher Trail, bei dem man sich so manches Mal fragte, ob es wohl in hundert Metern noch ein Spur von Weg zu erkennen geben wird.

      Aber wir sind mit nur sehr gelegentlichen Schiebeeinlagen gut durchgekommen.

      Beim letzten Zivilisationsstopp haben wir uns noch jeder ein Menü einpacken lassen, das mit den Straps der Satteltaschen gut zu fixieren war und später mit den Reifenhebern gut geschmeckt hat - denn für Löffel war kein Platz mehr.

      Am Abend haben wir einen Traumspot auf einer Hügelkuppe gefunden und uns mit den Hängematten und dem Ofenzelt wohnlich eingerichtet.

      Nur bei der Bierflasche hätte ich mir gewünscht, dass sie so groß gewesen wäre, wie sie die Kerze hier aufs Zelt projiziert.

      Das Zelt hat uns einen mollig warmen Abend beschert. - Der Feuerstrahl des Schornsteins war übrigens so gerichtet, dass er dem Baum keinen Schaden zugefügt hat (auch wenn das hier vielleicht so aussieht).

      So sah das Zelt von innen aus.

      Und so stellte sich die Szenerie am nächsten Morgen dar. Bevor irgendein Spaziergänger vorbeigekommen war, hatten wir alles wieder weggepackt.

      Und alles passte tatsächlich ohne quetschen zu müssen wieder in die Packtaschen rein.

      Hier habe ich heute Morgen noch ein Bad genommen, dann ging's wieder zurück.
      SCHÖN WAR'S!
    • Von doman
      Nach siebenmonatiger Wartezeit ist vor ein paar Tagen mein neues Gavelbike eingetroffen - mit Titanrahmen und 11-Gang-GRX-Guppe ohne Umwerfer. Ich bin schwer beeindruckt, obwohl ich zunächst etwas skeptisch war, ob dieser neue Fahrrad-Trend tatsächlich hält, was er verspricht. Das Rad ist spritzig wie ein Rennrad und 'bombproof' wie ein Mountainbike. Außerdem bietet es mit seinen 40-mm-Reifen mehr Komfort als die fehlende Federung vermuten lässt.

      Das Rad ist mit knapp unter 10 kg ziemlich leicht - findet jedenfalls meine Tochter im Vergleich zu ihrem Kinderfahrrad.

      Um richtige Touren machen zu können, fehlen mir allerdings noch die Taschen für das Rad. Eine Ortlieb Lenkertasche mit dem neuen QR-System habe ich zwar, aber auch die werde ich wohl noch ummodeln, weil der Halter eigentlich das einzige ist, was mir daran wirklich gefällt. 
      Ausrüstung mit Bikepackingtaschen
      Die Taschen, mit denen ich das Rad ausstatten möchte, werde ich alle selbst herstellen und nach und nach hier vorstellen. Fertig ist bereits die Rahmentasche, die ich noch nie an einem Rad hatte und mir schon lange gewünscht habe.

      Zunächst habe ich aus Karton eine Schablone abgenommen.

      Dann wurden die benötigten Teile ausgeschnitten. Verarbeitet habe ich das schwerste mit Nylonstoff verstärkte DCF-Material (das aber mit 170 g/m2 immer noch recht leicht ist). Die einzige genähte Applikation ist der Reißverschluss, alle andere Verbindungen wurden mit Transferklebeband geklebt - genauso wie ich das bereits mit meinem Zelt erprobt habe.

      Das ist die Tasche von innen.

      Uns so sieht sie fertig von außen aus.

      Einzelne Stellen habe ich noch mit der Nähmaschine nachgenäht, damit beispielsweise die Klettverschlüsse nicht abreißen.

      Das Gewicht finde ich sehr ansprechend - die vom Volumen her deutlich kleinere Rahmentasche von Apidura wiegt das dreifache.

      Was mir besonders wichtig ist: auch die Paddelblätter meines Packraft-Paddels passen in den Rahmen ...

      ... und am Ende auch in die Taschen hinein. Was ich genau damit anstellen werde, könnt ihr (hoffentlich) bald hier nachlesen... 
    • Von Aurea
      Grüß euch miteinander! 
      Ich bin aktuell auf der Suche nach einer neuen mobilen Behausung  und sehe langsam den Wald vor lauter Zelten nicht mehr 
       
      Gesucht wird ein 1-Frau-Zelt (oder supertolles Tarp?) für drei Jahreszeiten mit genug Platz um den Rucksack noch drinnen verstauen zu können. 
      Packmaß und Gewicht natürlich so gering wie nur irgendmöglich. 
      Und es muss unbedingt auch simpel aufzustellen sein. Mit 78 Schnüren, 438 Stangen und irgendwelchen exotischen aufhängvorrichtungen für die ich erst einen Baum fällen oder einen Regentanz aufführen muss werde ich absolut nicht warm 
      Außerdem kommen für mich nur Shops infrage bei denen ich klassisch per Überweisung zahlen kann. Ich möchte mir weder Paypal noch ne Kreditkarte anschaffen müssen, nur um ein Zelt irgendwo am anderen Ende der Welt bestellen zu können. 
      So und als wäre das alles noch nicht genug, hat das Frauenzimmer auch noch den tick ihre gesamte Ausrüstung in Blau/Grau/Schwarz zu halten. Allenfalls mit Weiß könnte ich mich noch anfreunden. 
       
      Ich würde mich riesig freuen wenn irgendwem ein Modell, eine Marke oder ein Tipp in den Sinn kommen würde - Viele Grüße 
       
    • Von skullmonkey
      Patagonia hat gestern eine Reihe von kurzen Videos zur Reparatur von Ausrüstung online gestellt. Die Videos sind Lustig und gut gemacht, wer also keine Ahnung hat wie er eine Schnalle oder seine Daunenjacke reparieren soll: 
       
       
       
       
       
       
       
      Wer ähnlich Reparatur Videos kennt, darf Sie gerne hier mit rein posten!
    • Von dasbleibtzuhause
      Man stolpert bei Recherchen in der Richtung z.B. über den Petzl Sirocco oder den Gurt Sitta des selben Herstellers. Auch Seile gibt es in leichteren Ausführungen.

      Meine Frage: Hat jemand Erfahrungen mit solch leichter Ausrüstung gemacht? Wie haltbar ist diese?
       
      Da ja die gleichen Standards gelten sind diese Produkte bestimmt ebenso sicher wie die schwereren (jedoch oft teurer..).  Das ist jetzt zwar nicht 100%ig relevant für reines Trekking, aber manche Leute, gerade in den Alpen, verbinden beide Tätigkeiten miteinander (oder haben es zumindest in naher Zukunft mal vor).

      Problematisch (und daher relevant) ist das ganze ja auch, dass durch die schwerere Ausrüstung für alpines Gelände UL Rucksäcke oft an deren Komfortgrenze geraten. Das erfordert dann wiederum einen schwereren Rucksack usw. 
       
      Danke!
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