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Ultraleicht Trekking

Build Along: Climashield Apex quilt mit differentieller Füllung und Fussbox


Ben

Empfohlene Beiträge

Zielsetzung war Näherfahrung mit Climashield Apex isolation zu sammeln und einen 

Kufa Quilt

für 189cm/90kg

für Schmuddelwetter um den Gefrierpunkt mit Temperaturreserve 

bis Komfort -5 Grad

ohne Kältebrücken

mit geschlossener Fussbox und differentieller Füllung (im Beinbereich mehr Füllung, zur Verwendung zusammen mit einer Daunenjacke, welche im Torsobereich die Mehrfüllung des Quilts im Beinbereich ausgleichen kann - eine Daunenjacke ist um den Gefrierpunkt eh immer dabei.)

zu bauen, einfach um zu sehen wo man gewichtsmässig mit Kufa Isolation liegt, die Bemassung zu testen, und eine Idee für die Fussboxkonstruktion auszuprobieren.

 

Herausgekommen ist folgendes:

1140g

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Materialien(alles von EXTREMTEXTIL:

Taftfutter 5m  sehr gutes Preisleistungsverhältnis: gutes Hautgefühl stabil genug, leicht genug, franst ein bisschen, Der Stoff ist wirklich empfehlenswert für Quilts bei denen man nicht das letzte Gramm raus holen will - Preis Leistung Top!!!!

Dyneema Kordel

Tanka mit Feder

Ripsband 1,5mm 2m 

Climashield Apex 200g/m2  2,5m  Isolation im Gesamten Quilt von oben bis Fussbox

Climashield Apex 100g/m2 2m zusätzliche Isolation im Unteren Quilt inklusive Fussbox

Nähgarn Alterfil 80nm

Nähnadeln 70er Microtex

CAM SNAPS : https://www.amazon.de/gp/product/B01AW68UIA/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1

                       https://www.amazon.de/Druckknoepfe-Druckknopf-Druckknöpfe-Scrapbook-Basteln/dp/B00PXTWDM6/ref=pd_sim_201_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=6J5ERSDDKMHX5H2SX5MX

 

alles wurde mit einer  Pfaff mit ODT (obertransport ) genäht, wobei sich der Obertransport schon bei vielen Projekten insbes. bei dünnen Stoffen sehr bewährt hat. 

Planung, Zuschneiden und Nähen haben 2 Tage, ca 16 Stunden reine Arbeitszeit in Anspruch genommen.

 

Maße (jeweils ohne Nahtzugabe):

Ich würde mindestens 1cm -1,5cm Nahtzugabe empfehlen

Länge: 200cm            

passt für mich mit 189cm genau, geschlossene Fussbox erlaubt etwa 10-15cm kürzer zu bauen als wenn man       eine Fussbox mit Drawcord channel näht. 

Breite Halsende:146cm    

Ausnutzung der gesamten Stoffbreite nach Abschneiden des nicht verwendbaren perforierten Randes auf     beiden Seiten,  Ich wollte den Quilt für den ausgelegten Temperaturbereich oben so breit als möglich                             gestalten. 

Breite Fussende:100cm    

Die Fussbox ist gerade gross genug, wird aber durch die Dicke Füllung von 300g/m2 Apex im Fussbereich                   schon sehr in der Grösse reduziert -  ich würde nächstes mal auf 115cm Breite erhöhen. 

Tapering ab 90cm            

gemessen vom Oberen Rand des Quilts (den Kordelzugkanal nicht mitgerechnet), ich würde den Quilt bei meiner Grösse wieder ab 90- 100 cm vom Oberen Rand aus gemessen von der Vollen Breite  auf die Breite des Fussendes in einer geraden Linie Tapern (schmaler zulaufen lassen). 

Absteppnähte:                 

An die Innenhülle ist die fusseitige Aufdoppelung (mit 100g/m2 Apex) mit einer Horizontalen Absteppnaht                 fixiert.

Das 200g/m2 Apex reicht über die gesamte Länge des Quilts inkl. gesamte Fussbox. Diese 200er Apex Lage ist mit 2 horizontalen Absteppnähten mit der Aussenhülle verbunden. Diese Nähte (65cm und 130cm Abstand zum Kordelzugkanal am Halsende) liegen ober und unterhalb der Absteppnaht welche die 100g/m Apexschicht                  mit der Innenhülle verbindet.

Einen potentiellen Cold spot gäbe es daher nur im Bereich der oberen Absteppnaht mit der Aussenhülle:

 In der Praxis bauscht aber das 200g/m2 Apex um die Naht so sehr auf dass eigentlich keine Ausdünnung der               Isolation im Bereich der Naht mehr existiert. Also Absteppnähte im Apex halte ich für keinen            wärmetechnischen Nachteil. Sie Stabilisieren die Konstruktion, sichern das Apex bei rauer Handhabung                 oder Waschen vor dem Auseinanderziehen und erleichtern die Verarbeitung des Quilts. 

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Anzeichnen und Ausschneiden der Aussen- sowie Innenhülle:

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Abheften des Apex 100 auf die Innenhülle, Abheften der Absteppung:

Nach dem Vernähen habe ich das 100er Climashield ca 1,5cm oberhalb

der Absteppung Abgeschnitten. 

Auf die selbe Art habe ich dann das 200er Climashielt auf die Aussenhülle 

aufgesteckt, die Absteppungen abgesteckt, vernäht und dann die Überstände 

des Climashield über den Stoff abgeschnitten.

CAVE: die Linie für die Absteppung muss vor dem Aufheften des 
Climashield auf das Hüllmaterial aufgezeichnet werden

Die Absteppungen müssen Abgesteckt werden.

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Nähen des Climashield:

funktioniert am besten wenn das Climashield unten und der Stoff

gegen das Nähfüsschen gerichtet ist: es verhäddert sich so eigentlich 

Nichts. Man sollte Probenähen um die Fadenspannung gut hinzukriegen.

Sollte es nötig sein mit dem Apex nach oben zu nähen, ist es wichtig

den Obertransportfuss hochzuklappen, also ohne ODT zu nähen.!!

Abschneiden kann man den Climashield Überstand nach dem Abnähen

des Randes problemlos.

 

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Hier sieht man das Aufbauschen des 100g Apex um die Absteppnaht

beim 200er ist das noch deutlicher, so dass es keine zu keinen 

Kältebrücken kommt.

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Man erkennt die Innenhülle mit der 100er Apexschicht welche nur

etwas über die Hälfte der Quiltlänge hochläuft.

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Jetzt wird am Fussteil die Innenhülle Rechts auf Rechts zusammen

genäht. Ich nähe einfach nochmal durch die Randnähte durch.

Das ist die Vorbereitung um die Fussbox im nächsten Schritt mir dem 

Kreisrunden Abschluss verschliessen zu können.

CAVE:nur etwa 10cm Hochnähen: es handelt sich hierbei um den

Bereich durch den der fast fertig vernähte Quilt zum Schluss von 

Innen nach Aussen gewendet wird.

Dieser Teil der Fussbox ist Innenseitig gelegen und daher habe ich 

ihn zu allerletzt verschlossen.

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Jezt wirds fummellig: 

Ausmessen des Umfanges der im letzten Schritt gebildeten Fussbox,

dann Berechnen des Radius und Aufzeichnen des Kreises auf den

Stoff (Nahtzugabe hier grosszügig bemessen ---- ca 3-4cm),

Aufstecken des 100er Apex auf den Stoffkreis (Überstand über den Stoff 

ca 2cm) - in einem etwas kleineren Radius als dem der Fussbox (sonst

kommt man sich beim Nähen mit den Stecknadeln ins Gehege)

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Wenn jetzt Innenhüllstoff und Apexkreise zusammmengesteckt sind, 

diesen Fussabschluss Rechts auf Rechts mit der in dem vorherigen

Schritt gebildeten "Röhre" zusammenheften.

Wie schon geschrieben ist dieser Schritt etwas fummelig und umso

schwieriger je dicker das verwendete Apex ist.

Je mehr man sich hierbei Zeit nimmt und je enger man die Nadeln setzt,

und je genauer man dem Radius Folgt um so schöner wird dann der 

Fussabschluss:

Hier sieht man die beiden links auf links zusammengesteckten Teile:

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Das zusammennähen ist fummelig, man kann aber über die Steck-

nadeln drübernähen und sie nachher rausziehen - so verrutscht

die Sache weniger.

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Man kann auch hier wieder sehen wie die Nähte zubauschen.

wenn man den Fussteil wendet Schiebt sich das gebauschte Apex noch

mehr zusammen und es entstehen an der so gebildeten Fussbox absolut 

keine Kältebrücken.

 

Wenn alles vernäht und hoffentlich alle Stecknadeln draussen sind

(die kann man im Apex durchaus vergessen) sieht die Fussbox 

gewendet so aus:

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Aufzeichnen der Absteppung und Aufstecken des Climashield Apex 200

auf die Aussenhülle, dann Abschneiden des Cliemashield Apex Überstandes,

sowie abstecken der Absteppungen (in der Hülle 2 in meinem Fall).

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Vernähen des Apex mit der Aussenhülle, Stoff oben , mit ODT aktiviert

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Hier die Absteppnähte am Hüllmaterial, und der Rand fertig vernäht.

20170619_005210.thumb.jpg.8faa69155e9dbf8d38b07f1033f508e6.jpg

 

 

Auch hier wird wieder zuerst die Decke im Fussbereich zu einer

"Röhre" vernäht, wobei man hier exakt so weit heraufnähen sollte

wie weit die Fussbox später fix verschlossen sein wird.

In meinem fall z.b. 50cm,  und nicht wie bei der Innenhülle nur ca 10-20cm.

Der Grund dafür ist dass der Quilt am Schluss problemlos durch das ver-

bleibende Loch auf der Innenseite gewendet werden kann und sich durch 

das Hochnähen bereits in diesem Schritt, am Ende ein schöneres kosmetisches

Ergebnis bringt. 

 

Hier sieht man wie die Fussbox Rechts auf Rechts unten Verbunden wird

--->es entsteht die "Röhre"

20170619_005927.thumb.jpg.1d94efac75941cbf04352edf4d0e9fa3.jpg

Nun wieder die "Röhre" und den kreisrunden Fussabschluss vernähen

200er Apex geht schwieriger als das 100er, bauscht schön, verhäddert

sich aber, CAVE: wieder Ohne Obertransport nähen

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Fix verschlossen sieht das bei der Fussbox der Innenhülle mit 

dem100er Apex dann so aus:

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Die Fussbox mit dem 200er Apex gewendet:

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Wenn nun die Fussbox die aus der Innenhülle mit dem 100er Apex gebildet wird darauf

anliegt sind jegliche Kältebrücken ausgeschlossen und es ergibt sich eine optimale

Fussbox ganz ohne Kältebrücken.

 

Den Apex Überstand an den Hüllteilen nach dem Vernähen trimmen

sonst bauscht der Rand des Quilt nach dem Vernähen und Wenden

zu viel auf.

20170620_111231.thumb.jpg.12f50ea0cb237e37247b5f6deb5aa69d.jpg

 

 

 

Vorbereiten des Kordelzugkanals:

Ein Streifen des Hüllstoffes, am Ende umgefaltet und abgenäht, 

damit nichts ausfranst. Ich würde nächstes mal 2 Streifen jeweils in 

der Hälfte der Länge des Quiltoberrandes bilden, an den Enden abnähen,

da es im nachhinein schwieriger ist in die Mitte oben Ösen einzunähen.

(Vom Handling ist mir die Ausführung der Kordel Oben genau in der Mitte

und Cam snaps jeweils an den oberen Ecken (siehe Skizze)am liebsten.)

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Die Teile werden so wie man oben sieht auf links zusammengesteckt:

von links nach rechts sieht man die 

Innenhülle ohne Apex 

Aussenhülle mit 200 Apex

Kordelkanal, abgenäht und in der Hälfte gefaltet um 

ihn zwischen die Innen und Aussenhülle Links auf Links

Abzustecken.

 

Der Kordelkanal zeigt nach Innen 

20170620_112655.thumb.jpg.ee00f560347b6114644b5149b1a59597.jpg

und wird so aufgesteckt

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20170620_122044.jpg

dann die Innenhülle drüber festzstecken

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auf der ganzen Quiltbreite

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Hier sieht mans noch mal aufgeklappt:

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Dann vernähen 

 

und so sieht das ganze dann schön sauber aus wenn man es 

wieder von Rechts auf Rechts klappt.

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Jetzt sind die Innere und Äussere Hülle am Kopfende des Quilts fix verbunden.

(hier Links auf Links gedreht, der Kordelzugkanal/Kopfende ist am linken Bildrand)

 

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Vor dem verbinden der Innen- und Aussenhülle Teile muss man die CAM SNAPS 

vorbereiten, anzeichnen und anheften

In meinem Fall 5 Paare:

10 Stück Ripsband lang genug abschneiden

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etwa 2,5cm hinter der Umfaltstelle CAM SNAPS hineindrücken

jeweils 5 Paare (Männlein und Weiblein)

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voila

 

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Anheften der Ripsbänder mit Snaps an die vorher angezeichneten

Stellen an der Hülle: Hier ist Vorsicht geboten bezüglich der Orientierung

der Snaps:

Die Orientierung ist wieder ähnlich wie beim Kordelzugkanal nach 

Innen, vom Rand weg in die Fläche hinein.

Auf einer Seite (von Kopf bis Fussende gleich) so wie hier

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Auf der gegenüberliegenden Seite (wieder von Kopf- bis Fussende

identisch) so wie hier:

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An gegenüberliegenden Seiten der Aussenhülle mit Apex 200 

sieht das dann so aus: 

 

 

 

Auf beiden Seiten vollständig abstecken.

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Zusammennähen der Hülle RECHTS auf RECHTS:

Nachdem alle Snaps aufgesteckt sind kann man die zwei Hüllen 

wieder mit den beim fertigen Quilt nach aussen zeigenden Flächen

zu eindander falten (so dass der bereits eingenähte Kordelkanal 

wieder innen zu liegen kommt.)

 

 

Zusammennähen der Hüllen:  

hier: obenliegend die Innenhülle, untenliegend die Aussenhülle mit

Apex 200, dazwischen jeweils die Cam Snaps in die Fläche hinienzeigend.

Das Ripsband der Snaps sollte noch 2x vor und zurück 

übernäht werden, damit es gut hält und gegen Ausreissen gesichert ist.

 

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Beim Zusammennähen ist sehr darauf zu achten wie weit und wo

man die äussere und innere Hülle miteinander vernäht, das ist nicht

nur wichtig dass man den Quilt am Ende gut wenden kann, sondern

auch für das kosmetische Endergebnis.

Am Kopfende ist der Quilt in dieser Phase ja schon verbunden.

Man kann jetzt an beiden Seiten hinunternähen.

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wie weiter oben

bereits beschrieben ist es wichtig dass man von oben kommend

an der Stelle bis zu der die Fussbox fix verschlossen sein soll 

mit der Naht STOPPT  also in meinem Fall 50cm entfernt vom

unteren Ende des Quilts

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Jetzt schliesst man die Aussenhülle

(in meinem Fall hier mit dem 200er Apex verbunden)

von unten Nach oben zu dem o.g. Punkt bis zu dem die 

Fussbox nachher fix geschlossen sein soll (hier 50cm entfernt vom

Fussende). Was jetzt noch offen bleibt ist ca 30cm der Innenhülle der 

Fussbox vom o.g Punkt  (hier 50cm entfernt vom Fussende) bis zum

Beginn der "Röhre" auf welche man weiter oben den runden Fussabschluss

aufgenäht hat.   Die Aussenhülle ist zu diesem Zeitpunkt bis auf

kleinstmögliche Mass (5-10mm) geschlossen.

OT:

Es ist nicht einfach diesen Schritt zu beschreiben  - ich hoffe es ist

mir gelungen  - sonst bitte nachfragen wenn interesse besteht

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Am Ende kann man noch mal die Apex Überstände

an den Verbindungsstellen trimmen:

20170620_173126.thumb.jpg.cd76c6ee00fb7ba5397ef8d62851cc86.jpg

 

 

 

Moment der Wahrheit: Wenden:

Im nächsten Bild sieht man vielleicht, dass ich die Aussenhülle

nicht hoch genug geschlossen habe, das hat mir das

Weiterarbeiten schwerer als nötig gemacht, schöner wirds auch

wenn man das im vorherigen Schritt so wie beschrieben macht. 

 

Der Kordelkanal und die Snaps kommen nach dem Wenden aussen

zu liegen, wenn man sie nochmal verstärken möchte, kann man auch

jetzt von aussen nochmal im Bereich der Ripsbänder von aussen durch

alle Schichten drüber nähen

20170620_173603.jpg

 

Aussehen sollte es dann so:

20170620_203201.thumb.jpg.c889cf812f9fc8baf72053dc5922053c.jpg

Die obige Öffnung der Innenhülle habe ich unter ständigem

nach Innen Drücken von Stoff und Apex Isolation

einfach von Hand mit Nadel und Faden zusammen-

gezogen. Ich habe einfach die gegenüberliegenden 

Nähte zusammengezogen  um eine Verbindung zu schaffen

ohne dass Apex herausquillt- so wie unten zu sehen.

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dann nochmal alles Abgeheftet und drübergenäht.

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Diese letzte Naht sieht man eigentlich nicht, weil sie sich in der

Innenhülle der Fussbox befindet.

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Es bleibt am Ende nur noch eine wenige Millimeter messende Lücke

welche ich schliesslich mit etwas Ripsband 

der Verbindungsstelle überdeckt und gleichzeitig verstärkt habe.

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Kordelzugkanal mit Ösen verseheh:

diese sind ebenfalls innen gegen Ausfransen mit Ripsband verstärkt

und von Hand übernäht.

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Einziehen der Kordel mit Tanka

und vernähen an den beiden Ecken am Kopfende dort wo sie aus

dem Kordelzugkanal austreten, so wäre die Kordel wechselbar oder

reparabel im unwahrscheinlichen Fall eines Problems.

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Am Ende sieht das ganze dann so aus wie am Anfang des Posts 

bereits gezeigt, ich füge nochmals die Bilder ein, da es mittlerweile

schon ein paar Kilometer nach oben zu scrollen sind:

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Fazit:

Ich bin ganz zufrieden!

Nach dieser Methode ist das Endergebnis sehr

sauber anzusehen.

Mehr Arbeit als gedacht: Ist aber klar bei

meinem ersten Kufa Quilt - und es ist ja auch

nicht die simpelste aller möglichen Konstruktionen.

Das Gewicht und Packmass ist natürlich schon einen Ansage

im Vergleich zu Daune und

ich dachte zuerst: Puh, so schwer..... hatte Ihn auf

dem Papier leichter berechnet.

 

Ich wollte auch einmal wieder beitragen und Schritte

die mir selbst nicht so klar waren möglichst klar 

dokumentieren - Ich hoffe es ist mir gelungen. 

 

Wie gefällt euch das Projekt und was denkt ihr darüber?

Was würdet Ihr anders machen, was ist in euren Augen

gut gelöst. 

Wie könnte ich einen Kufa Quilt: Einsatz Alpin und Ziel

Komfort -2 Grad noch gewichtsoptimieren??

 

lg

Ben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bearbeitet von Ben
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Ich machs wahrscheilich viel zu kompliziert so:

Bild auf Speichermedium (Festplatte/ Kamera) aussuchen, Bild online komprimieren, komprimiertes Bild zum einbinden hier her ziehen (Bildanhang einfügen) und ich schaffs nur mit diesem Trick weiter zu schreiben, das Bild muss nachträglich zwischen den geschriebenen Text eingefügt werden.

Kann mal jemand Kompeteres ein einfacheres Verfahren erläutern wie man "normale" (zu grosse) jpeg Dateien hier einfügen kann?

 

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Hab das letztens komplett unter iOS gemacht. Das hilft dir konkret vermutlich wenig, hast aber nix gesagt, von welchem System aus. 

Dort war es urst kompliziert, es geht mittels kommerzieller Tools vermutlich einfacher, ich wollte aber nicht extra Geld ausgeben.

Habe dazu von Apple die Workflow App installiert. Dort dann einen neuen Workflow "Resize Images" anlegen. Dann links von den Action per Drag and Drop nacheinander rüberziehen: Select Photos, Resize Image, Save to Photo Album. 

Bei Select Photos "Select Multiple" aktivieren, bei Resize Image habe ich "1024" als Width, bei Height nichts angegeben (dadurch bleibt das Seitenverhältnis erhalten) und unten bei Save to Photo Album als Album "All Photos" ausgewählt. Hier kann man natürlich auch ein anderes nehmen. 

Dann speichern und ganz oben mittig auf den Pfeil drücken um den neuen Workflow auszuführen. 

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Ich hab leider Windows......

habs jetzt so gemacht:

Bilder via USB in eine Datei auf der Festplatte gespeichert.

 IrfanView runtergeladen. 

Nach dem Öffnen von IrfanView  aus dem Menü „Datei“ die Funktion „Batch-Konvertierung/Umbenennen“. Im neuen Fenster wählt ihr alle JPG Bilder, die kleiner gemacht werden sollen, aus. Über den Button neben der Option „Batch-Konvertierung“ kann man ein „Zielformat“ für die komprimierten Bilder auswählen. am besten den Eintrag „JPG“ stehen lassen. Unter der Schaltfläche „Optionen“ kommt man zur eigentlichen Funktion, um JPG Bilder verkleinern zu können.  mittels Schieberegler die Qualiät der neuen Bilder einstellen.  Je geringer die Qualität, umso weniger Speicherplatzverbrauch.

Aus der Batch konvertierten Datei lassen sich die Dateien jetzt von der Festplatte hochladen. 

PUH!!!

lg

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vor 5 Minuten schrieb Konradsky:

-5° Komfort finde  ich mutig.

habe einen DIY Topquilt in 133g Primaloft, der geht bis +5° Komfort.

 

vor 3 Stunden schrieb Ben:

Climashield Apex 200g/m2  2,5m  Isolation im Gesamten Quilt von oben bis Fussbox

Climashield Apex 100g/m2 2m zusätzliche Isolation im Unteren Quilt inklusive Fussbox

 

bei 300g Apex am Fußende und 200g Apex + Daunenjacke am Oberkörper denke ich dass -5° funktionieren sollte.  

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vor 8 Minuten schrieb Konradsky:

-5° Komfort finde  ich mutig.

habe einen DIY Topquilt in 133g Primaloft, der geht bis +5° Komfort.

 

Gruss

Konrad

 

 

der Quilt hat im fussbereich 300g Apex.

Oben werden 200g mit einer Daunenjacke augmentiert.

Tests stehen noch aus aber in der Theorie....... müsste das hinkommen. 

lg.

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vor einer Stunde schrieb basti78:

 

bei 300g Apex am Fußende und 200g Apex + Daunenjacke am Oberkörper denke ich dass -5° funktionieren sollte.  

Leicht. Mein quilt mit der 167er Füllung reicht mir mit isokleidung ( Hose und Jacke jeweils mit 67er Füllung)  bis an den Gefrierpunkt, einzig die Füße werden etwas kalt. 

 

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vor 8 Minuten schrieb swift:

Extrem detailierte Beschreibung. Leider schon zu detailiert um mir das Ganze auch durchzulesen. :-D

Mußte ja auch nicht. Für die, die sowas Ähnliches vorhaben, kann es gerade so detailliert aber sehr hilfreich sein. Danke, @Ben, daß Du Dir soviel Arbeit damit gemacht hast!

Bearbeitet von nats
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vor 8 Minuten schrieb swift:

Extrem detailierte Beschreibung. Leider schon zu detailiert um mir das Ganze auch durchzulesen. :-D

Kannst den Post ja als Referenz nehmen wenn du deinen eigenen nähst.

Es sind die ganzen details drinnen , die ich selbst vergeblich gesucht habe und die einiges an hirnschmalz verbraten um sie selbst als myog anfänger zu lösen.

Wäre sehr froh gewesen wenn ich diese Infos vorher gehabt hätte.

 

Lg

Bearbeitet von Ben
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  • 4 Wochen später...

Mittlerweile konnte ich testen:

Ich war 3 Tage (2 Nächte) hochalpin unterwegs.

Die Tour war gekennzeichnet durch schlechtes Wetter: beide Nächte hohe Luftfeuchtigkeit mit starkem Regen Nebel und Tiefsttemperaturen in beiden Nächten bei 3 Grad. Windböen bis ca 40km/h. Das alles unter einem Trailstar.  Die Matte war eine Neoair Xlite womens mit 3,9 R.  Übernachtung auf ca 2500m Seehöhe.

Am Ersten Tourtag (noch schönes Wetter) dachte ich der Quilt wäre totaler Overkill. Als ich dann am Ende des ersten Tages bis auf die Unterhose durchnässt bei starkem Wind und knapp über dem Gefrierpunkt unters Tarp kroch, war ich leicht unterkühlt und froh über jedes Gramm Isolation das ich im Quilt verbaut hatte. 

Nicht nur konnte ich mich relativ schnell ( ca 2h ) wieder komplett aufwärmen, sondern auch trocknen. Ich hatte auch überhaupt kein Problem mit Feuchtigkeit welche ich selbst in den Quilt gebracht habe. Nach dem Aufwärmen, hatte ich sogar das Gefühl dass der Quilt noch satte Reserven nach unten unter den Gefrierpunkt haben müsste (alles in einem dünnen Kufa Baselayer - lange UH und langes T-shirt)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Quilt, möchte aber gerne noch Gewicht einsparen.

 

 

Vielleicht könnt ihr mir noch Tips dazu geben?

Ich dachte an ein leichteres Shell material, und eventuell Reduktion der Iso auf climashield 167g/m2 plus eine zusätzliche Lage 100erter im Fussbereich bis zur Hüfte.  - Was wäre da gewichtstechnisch beim obigen Schnitt möglich?

Was denkt ihr darüber?

 

 

Bearbeitet von Ben
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Mein Gedanke zur optimalen Quiltfüllung ist bis jetzt 200er Apex überall. Dazu dann eine 67er oder 100er apex Jacke obenrum und eine lange Unterhose. Gedanke dahinter ist, dass man an den Beinen eh weniger friert und die Beine warm bleiben, solange es obenrum stimmt. Ob das auch so hinkommt muss ich jetzt demnächst mal ausprobieren, bisher hatte ich nur Daunensachen. Mal schauen. Falls es nicht klappt, liebäugle ich auch mit der differentiellen Füllung mit vielleicht 267 und 167/200 oben.

Bzgl Shell: bei gramxperts kann man das 0,66oz taffeta mit 22g/m2 bestellen für 12,90 pro Meter. Etwas unkomplizierter und günstiger als von rsbtr.

Bearbeitet von Lightlix
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vor 7 Minuten schrieb Lightlix:

differentiellen Füllung mit vielleicht 267 und 167/200 oben

Ich friere eben leichter an den Füssen!  Der Gedanke hinter meiner zusätzlichen Schicht Apex an den Beinen war das zu eliminieren. eine Oberkörper Iso hat man ja immer dabei. und eine zusätzliche Schicht Apex an den Beinen ist gewichtseffizienter als dicke Unterwäsche oder Iso Hose. die 2 Schichten Konstruktion im fussbereich sichert nochmals dass dort keine Kältebrücken entstehen. Auch ist es nochmals eine Reserve gegenüber Kondens oder Spray im fussbereich!

Die Idee zu dieser Füllung kam vom FKT Quilt von MLD.

 

vor 13 Minuten schrieb Lightlix:

gramxperts kann man das 0,66oz taffeta mit 22g/m2 bestellen für 12,90 pro Meter.

Super Tip - vielen Dank!!!!   ich habe eh schon mit dem Membrane Stoff von Rsbtr geliebäugelt, war aber abgeschreckt von einer 

Übersee -Bestellung.

Ich denke auch, dass man für einen Quilt kein Ripstop benötigt - das leichteste Zeug von EXTEX ist ja extrem teuer mit 25.-/Meter.

 

lg Ben

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Nochmal bzgl. der Hülle: hab gerade bei Aliexpress mal geschaut und diesen Stoff gefunden. 10D mit 18 +/- 5g /m2 (also wahrscheinlich eher ~23g/m2) und "super WR", vielleicht eine Imprägnierung? Leider nur in weiß verfügbar, aber bei dem Preis 5,29€/m ist das Risiko vielleicht vertretbar :D

Ansonsten habe ich noch diesen hier gefunden. 15D, angegeben mit 28g/m2, sogar mit Ripstop offensichtlich.

Falls jemand die schonmal in der Hand hatte oder demnächst bestellt, ich wäre sehr an der Qualität interessiert.

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      Die Träger sind mit ca. 60 mm Breite und 5 mm Polsterung aus Evazote ausreichend komfortabel. Die gerade Linienführung benötigt keine stärkere Ausführung, die Ripsbandeinfassung überträgt die Kräfte optimal vom oberen Befestigungsband zu den mit Cordura innen einlagig verstärkten Lastwinkeln am unteren Ende des Rucksacks.
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      Innen wurden überwiegend französische Nähte verwendet, welche eine sehr eleganten Abschluß ergeben, aber bei möglichen weiteren Exemplaren zur Vereinfachung der Fertigung durch einfache Schließnähte ersetzt werden.
      Knifflig war das Ansteppen des Trinkschlauch-Durchlasses, den ersten konnte ich direkt wieder abtrennen und musste erstmal das Nähen damit üben. Letztlich war eine mit Sekundenkleber aufgebrachte innere Verstärkung aus 500den Courdura die Rettung, zusammen mit einer Nähmaschine, die zum Glück extrem langsam nähen kann.
      Mit dem Rucksack habe ich für mich einen optimalen Arbeitspunkt erreicht, in Bezug auf Gebrauchswert, Gewicht, Größe und Fertigung unter häuslichen Bedingungen als Amateur mit Haushaltsnähmaschinen.

      Der erste Einsatz lief äußerst zufriedenstellend und bestätigte mein Konzept. Die flache Innentasche, welche ich noch nicht angenäht habe, werden ich noch nachrüsten. Der Grund liegt darin, dass sich am Rücken doch Schweißnässe teilweise durch den Stoff durchdrückt und die Innentasche dann eine zusätzliche Barriere darstellt. Ansonsten hätte ich sie weggelassen, weil man die Luftmatratze auch so passend als zusätzliche Polsterung an den Rücken legen kann.
       
      Fertigungstechnische Informationen
      Nähmaschine: Gritzner Tipmatic 1035 Nadel: 90er Jeansnadel, beim RS-Nylon teilweise 75er Stretchnadel Faden: hauptsächlich 60er Serafil von Amann Verwendete Materialien
      Stoffe, Polsterung
      Korpus: Dyneema / Nylon Gridstop schwarz, 150 g/m² Innenausstattung RS-Nylon, gelb, 68 g/m² (angeblich PU-Beschichtet, fühlt sich wie Silikon an) Außentaschen: Netzfutter COOLMAX elastisch, 120 g/m² Innenstoff für die Schulterträger: Struktur Hosenstoff double wave dunkeltürkis 145g/m² Einlage Schulterträger: 5 mm Evazote (aus Isomatte gewonnen) Verstärkungen: 500den Cordura Bänder, Kordeln usw.
      Verstärkung Schulterträgerbefestigung: 25 mm Nylonband dünn Rollverschlußeinlage: 20 mm Nylonband extra stark Schulterträger, Leiterschnalle an Korpus: 20 mm Nylonband standard Rollverschlußriemen: 15 mm Nylonband leicht Brustgurt, Querband: 10 mm Nylonband leicht Brustgurt, Schnallenbefestigung: 8 mm Polyesterband stark Schulterträger, Einfassung: Ripsband 25 mm Trinkblasenfach, Einfassung und Einlage Fronttaschensaum: Ripsband 20 mm Einlage Seitentaschensaum: 20mm elastisches Band kleine Schlaufen und Daisy Chain: Hülle von 5 mm Paracord Trageschlaufe: Hülle von 9mm (?) Kernmantelseil Rückenpolsterbefestigung: 2 mm elastische Kordel Schnallen
      2 Leiterschnallen 20 mm 2 Steckschließen 16 mm spezielle Brustgurtschnallen für 10 mm Band T-Stopper, Bandbefestigung Tanka oval ohne Feder Kam Snap Druckknopf Zubehör - Schlaufen für Befestigung von Regenschirm usw.
      2 bzw. 3 mm elastische Kordel “Cordlock Hook” - Kordelhaken mit Quetschtanka Kordelgreifer / Terminal Bezugsquellen:
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      - Starlock Sicherungsscheiben mit Edelstahlkappe d=8mm
      - UHU Alleskleber Stark&Sicher
      Ergebnis: 
      Zelthering Länge 16,5cm mit einem Gewicht von 6,5g
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